Mittwoch, 4. März 2015

Zar Wladimir I. - Was will Putin wirklich? – Deregulierte Wrestling-Show statt sachlicher Diskussion

Anscheinend dreht sich alles um die Quote – selbst bei den Öffentlich-Rechtlichen, wozu sonst sollten ein Sender  und seine Moderatorin ein Interesse daran haben, Leute mit unterschiedlichen Meinungen wie in einer römischen Arena ohne – bzw. mit parteiischem – Schiedsrichter aufeinander loszulassen?
Das Publikum scheint die Tiefschläge zu goutieren, und die Medien-Geier können die Fetzen recyclen, sezieren und die gewonnenen Deutungen in ihr Propaganda-Narrativ einbauen – so, wie’s jeder braucht. Wir suchen nicht nach einer Lösung (das geben wir nur vor) – diese würde uns ja wieder unserer täglichen Langeweile im Hamsterrad des real existierenden Kapitalissimus mit immer kleiner werdenden Radius preisgeben, wir suchen die Berechtigung zur moralischen Entrüstung und die Aufgeregtheit – um uns lebendig fühlen zu können.
Dann stürzen die Kulissen ein. Aufstehen, Straßenbahn, vier Stunden Büro oder Fabrik, Essen, Straßenbahn, vier Stunden Arbeit, Essen, Schlafen, (…), immer derselbe Rhythmus – das ist sehr lange ein bequemer Weg. Eines Tages aber steht das ‘Warum’ da (…) Der Überdruß ist (…) der Anfang einer Bewußtseinsregung. (Albert Camus, Le mythe de Sisyphe, 1942)

Zar Wladimir I. - Was will Putin wirklich?
Wladimir Putin spaltet die Welt: [Die Welt? Kann man wirklich glauben, daß sich die Hungernden in Afrika, die alkohlkranken nordamerikanischen Indianer, die krebskranken US-amerikanischen Ex-Marines oder die Schiffsabwracker in Indien tatsächlich für einen – nach Kiew-Propaganda »teilweise zerstörten« russischen Konvoi mit 24 gepanzerten Fahrzeugen interessieren?] Für seine Anhänger ist der Kreml-Chef ein kluger Staatsmann, der selbstbewusst die russischen Interessen vertritt, für seine Kritiker ein machthungriger Diktator. [Und dieses Propaganda-Narrativ muß aufrechterhalten werden!] Zu Gast sind: Gabriele Krone-Schmalz (Autorin und Ex-Moskau-Korrespondentin), Werner Schulz, B'90/Grüne, Ivan Rodionov (Russischer Chefredakteur), Marina Weisband (Ehem. Piraten-Politikerin), Arnulf Baring (Historiker), Tim Guldimann (ehemaliger OSZE-Sondergesandter für die Ukraine). (ZDF-Mediathek)

Krone-Schmalz bei Maischberger: "Dann machen Sie Ihre Sendung doch alleine" [7:55]

Veröffentlicht am 25.02.2015
Maischberger 24.02.2015: "Zar Wladimir I. - Was will Putin wirklich?"
Frau Gabriele Krone Schmalz wird dauernd unterbrochen und ihre Aussagen als Falschbehauptungen bezeichnet.
Ganze Sendung hier:http://x2t.com/349827

dazu siehe: - Eklat vor laufender Kamera: Putin-Versteherin wird ausfallend (Michael Stifter, Augsburger Allgemeine, 25.02.2015, Anmerkungen in eckigen Klammern von mir)
Zitat:
Die 65-Jährige muss ihr Buch vermarkten. [Unterstellung] Es heißt „Russland verstehen“. [Nicht immer ist das drin, was draufsteht…] Und die Autorin erhebt durchaus den Anspruch, es besser zu wissen als alle anderen. Schließlich arbeitete sie Ende der 80er als ARD-Korrespondentin in Moskau. Krone-Schmalz mag es nicht so, wenn man ihr widerspricht. [Unterstellung] Oder wenn man sie unterbricht. [nachvollziehbar] Der Grünen-Politiker und frühere DDR-Bürgerrechtler Werner Schulz tut beides.
Als es um die Frage geht, ob die Kämpfe in der Ukraine ein „russischer Aggressionskrieg“ sind, eskaliert die Situation. Krone-Schmalz sieht die Verursacher des Konflikts keineswegs im Kreml. Sie ist eine der wenigen Deutschen, die konsequent Partei für Putin ergreifen. Sie hält den Europäern vor, die Interessen Russlands ignoriert zu haben, als sie die Westanbindung der Ukraine vorantrieben. Krone-Schmalz gefällt sich in der Rolle der Querdenkerin. [Unterstellung] Schulz gefällt das nicht. [offensichtlich]
Als er ihr mal wieder ins Wort fällt, platzt der Journalistin der Kragen.Können Sie vielleicht mal Ihren Intellekt aktivieren“, giftet sie ihren Sitznachbarn an. […neachdem der ihr mehrmals manttraartig reingeredet hat] Der kontert trocken: „Sie haben doch nicht die Wahrheit gepachtet.“ [Er genausowenig] Jetzt reicht es der Putin-Versteherin endgültig. „Wissen Sie was, machen Sie Ihre Sendung alleine“, blafft sie Sandra Maischberger an und will schon aufstehen. Die Moderation überredet Sie nur mit Mühe zum Bleiben. Immerhin einer stärkt Krone-Schmalz den Rücken: Ivan Rodionov. Der Mann ist aber auch Chefredakteur des russischen Propaganda-Senders RT Deutsch. Manchmal kann man sich seine Freunde nicht aussuchen. Schulz wird sicher keiner mehr. Am nächsten Tag sagt er dem Focus: „Ich habe mir gedacht: Die hat doch einen Tick unterm Pony – aber das habe ich nicht gesagt, weil ich sachlich bleiben wollte.“ [Wer hier einen Tick unterm Pony hat, ist durch die Sendung nicht klar geworden]

Da haben wir’s wieder! Diese Leute haben nicht nur die Frechheit, Putin verstehen zu wollen, sie werden auch noch ausfallend, wenn man ihnen widerspricht!
Werner Schulz: »Falschbehauptungen… Falschbehauptungen… Falschbehauptungen…« »Einen russischen Aggressionskrieg… einen russischen Aggressionskrieg… einen russischen Aggressionskrieg… einen russischen Aggressionskrieg… einen russischen Aggressionskrieg… einen russischen Aggressionskrieg… « [Interpretationen werden nicht dadurch wahr, daß ma sie ständig wiederholt – oder doch? Osho: »Realität ist, was funktioniert.«]
Freiheit und Demokratie müssen gelebt werden! Wenn wir im Handelskrieg mit Russland [Sanktionen sind ebenfalls eine Form von Krieg, und für die USA – bzw. den US-amerikanischen militärisch-industiriellen Komplex – hat der Zweite Weltkrieg nie aufgehört.] ständig von unseren westlichen Werten tönen… Die sind nichts wert, wenn sie nicht gelebt werden.
In einer Fernsehdiskussion hat einer den anderen ausreden zu lassen. Und der Moderator hat dafür zu sorgen. Wenn ich meine Gedanken sortieren muß, darf man mich nicht unterbrechen. Dies hat Schulz ständig getan und auf dezente Rückmeldungen (»Könnten Sie mir vielleicht widersprechen, wenn ich ausgeredet habe?«) von Krone-Schmalz nicht reagiert. Der Kommentar – schon in der Überschrift des Artikels der Augsburger Allgemeinen ist verblüffend: Die Putin-Versteherin, die, um ihr Buch besser verkaufen zu können, an der Fernsehdiskussion teilnimmt, wird ausfallend, nicht nur, weil man sie unterbricht, sondern, weil Schulz wagt, ihr zu widersprechen.
Tolle Logik, der bestimmt viele Leser aufsitzen!
Es ist dermaßen anstrengend, gegen den Mainstream zu argumentieren, weil man ständig mit den gleichen Interpretationsschemata bombardiert wird.

Max Uthoff: Gegendarstellung live 2015 - in voller Länge [1:53:27]
Veröffentlicht am 05.07.2015
Nach der überaus gelungenen und frischen Besetzung der „Anstalt” folgt jetzt das ganz neue Bühnenprogramm von Max Uthoff. Von der Wucht der Behauptung, mörderischen Geschäften, gesellschaftlichem Inzest, Drehzahlmessern, teuflischen Kreisläufen und davon, dass Menschen, die in Schubladen denken, sich schon mal halb aufgeräumt fühlen. Wie immer gilt dabei: Die Sprache ist die Waffe des Pazifisten.

Programmauftrag NDR
§5:
(1) Der NDR hat den Rundfunkteilnehmern und Rundfunkteilnehmerinnen einen objektiven und umfassenden Überblick über das internationale, europäische, nationale und länderbezogene Geschehen in allen wesentlichen Lebensbereichen zu geben. Sein Programm hat der Information, Bildung, Beratung und Unterhaltung zu dienen.
§7: 
(2) Der NDR hat in seinen Programmen die Würde des Menschen zu achten und zu schützen. Er soll dazu beitragen, die Achtung vor Leben, Freiheit und körperlicher Unversehrtheit, vor Glauben und Meinung anderer zu stärken, und sich für die Erhaltung von Natur und Umwelt einzusetzen. Das Programm des NDR soll die Zusammengehörigkeit im vereinten Deutschland sowie die internationale Verständigung fördern, für die Friedenssicherung und den Minderheitenschutz eintreten, die Gleichstellung von Frau und Mann unterstützen und zur sozialen Gerechtigkeit beitragen. Die sittlichen und religiösen Überzeugungen der Bevölkerung sind zu achten.
§8: 
Der NDR hat sicherzustellen, daß
2. das Programm nicht einseitig einer Partei oder Gruppe, einer Interessengemeinschaft, einem Bekenntnis oder einer Weltanschauung dient und
3. in seiner Berichterstattung die Auffassungen der wesentlich betroffenen Personen, Gruppen oder Stellen angemessen und fair berücksichtigt werden. Wertende und analysierende Einzelbeiträge haben dem Gebot journalistischer Fairness und in ihrer Gesamtheit der Vielfalt der Meinungen zu entsprechen. Ziel aller Informationssendungen ist es, sachlich und umfassend zu unterrichten und damit zur selbstständigen Urteilsbildung der Bürger und Bürgerinnen beizutragen. (Quelle: Staatsvertrag über den Norddeutschen Rundfunk (NDR)Landesrecht Niedersachsen,Wolters Kluwer, Hervorhebungen von mir)
Der Programmauftrag ist ein unbestimmter Rechtsbegriff, der sich auf das Grundrecht der Rundfunkfreiheit aus Art. 5 Abs. 1 Satz 2 GG bezieht. Er konkretisiert sich in Gesetzen der Bundesländer und in den Programmgrundsätzen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Die Rundfunkprogrammesollen demnach der Information, Bildung und Unterhaltung gleichermaßen dienen. Wesentliche Gesichtspunkte sind die Unabhängigkeit von staatlichen Eingriffen sowie der inneren und äußeren Pressefreiheit.[1]
Zur Wahrung der Unabhängigkeit steht der hierarchischen Organisationsform eine je nach Bundesland unterschiedlich geregelte Mitwirkung der Programmmitarbeiter gegenüber, die meist in Redaktionsstatuten (auch Redakteursstatut genannt) geregelt ist. (Programmauftrag, Wikipedia)

Unter diesen Prämissen ist schon der Talk-Show-Titel [ Zar Wladimir I. - Was will Putin wirklich? ] fragwürdig! (siehe Programmauftrag §8)

siehe dazu auch:
Zitat:
Es hätte interessant werden können, wenn man sich auf die zwei Gäste beschränkt hätte, die die vielleicht gegensätzlichsten Positionen vertreten: den transatlantischen olivgrünen Kriegshetzer und Russenfresser Werner Schulz, für den die Eskalation des Krieges nicht schnell genug gehen kann und die Journalistin Gabriele Krone-Schmalz, die die Fehler des Westens im Vorfeld und bei der Ausweitung des Konfliktes genau auf den Punkt bringen kann. […] 
“Was will Putin?” ist das sattsam bekannte Propagandamantra der gleichgeschalteten Medien, das auch Maischberger als roten Faden benutzte. Es dient der Schuldzuweisung Richtung Russland genauso, wie der Ablenkung von den Interessen des Westens, ohne die dieser Konflikt nie entstanden wäre. […] 
Als Rodionov ihr das Offensichtliche erklärt – was aber in der deutschen Propaganda notorisch unter den Tisch gekehrt wird – dass es nämlich nicht Putin war, der in Kiew geputscht hat, dass es auch nicht Putin war, der Panzer gegen die eigene Bevölkerung schickte, dass es auch nicht Putins Massaker in Odessa oder Mariupol waren, dann kann man Maischberger am Gesicht ansehen, wie ihr diese Fakten gegen den Strich gehen und es dauert nicht lange, bis sie Rodionov bei der Erklärung dieser Fakten ins Wort fällt, um wieder auf Putin zu zeigen. 
Maischberger unterbricht Rodionov (34:58min): “Das ist jetzt wieder die Frage, wer die Aggressionen in der Ukraine provoziert hat. Sie sagen, das waren die ukrainischen Kräfte, die russische Sichtweise ist, das sind faschistische Kräfte gewesen, es gibt eine andere Sichtweise, aber wir sind gerade von der Ukraine weggekommen, mit der Frage, was will ER eigentlich generell und wenn Sie mir erlauben, will ich doch gerne dabei bleiben!….was wollte Putin als er angetreten ist, was will er heute…“ 
Die zweite Szene ist nicht minder aufschlussreich und komplettiert das Bild des vorgegebenen Propagandanarrativs, das Russland als Aggressoren darstellen und die Rolle – und die dahinterstehenden geopolitischen Interessen – der USA aus dem Blickfeld halten soll. 
Frage Maischbergers (1:11:32min) an den ehemaligen OSZE-Sondergesandten Guldimann: “Es gibt einen interessanten Punkt Herr Guldimann, der spielt sich zwischen den Amerikanern und den Europäern ab, hinter den Kulissen. Die Amerikaner drängen darauf, dass hier eingegriffen wird – aus welchen Gründen auch immer …“ 
Aus welchen Gründen auch immer….” Noch Fragen? Nun, dann hoffentlich keine Fragen, die im deutschen Staatsfunk nicht gestellt werden dürfen. Fragen nach Nulands Milliarden, Fragen nach geopolitischen US-Interessen oder nach den Massakern auf dem Maidan oder in Odessa und dem Krieg einer illegitimen Junta gegen das eigene Volk, denn dann wird sofort abgebügelt, relativiert und ganz schnell das Thema gewechselt. Und bitte schon gar nicht fragen, mit welchem Recht sich die USA in einer Region einmischen, in der man von westlicher Seite ausgerechnet den Russen absprechen will, berechtigte Interessen zu haben.
Bemerkenswert ist abschließend noch, wie die gleichgeschalteten Konzernmedien die Sendung abhandeln. Selbstverständlich sind auch dort die Feindbilder vorgegeben – das macht ja die Gleichschaltung aus. Zum Feindbild wird einmal mehr die sich für Verständnis und eine objektive Sichtweise einsetzende Gabriele Krone-Schmalz. SPIEGEL-Online verbreitet eine besonders freche Form der Lüge und Desinformation über eine Schlüsselszene des oben geschilderte Fiaskos. Krone-Schmalz wollte nach knapp 20 Minuten gehen, weil sie notorisch von Schulz und Baring unterbrochen wurde und kaum einen Gedankengang zu Ende führen konnte. Eine Szene, die an Lanz’ und Jörges’ Attacken auf Sarah Wagenknecht erinnerte.

Die Amerikaner können sich die Hände reiben: Die deutsche Elite giftet sich an, die Print- und Digital-Medien können die Sendung und die Diskussionsteilnehmer genüßlich auseinandernehmen, und – nachdem der Zuschauer nun dank des Mantras von »Despotenverächter mit Dissidentenerfahrung« (O-Ton SPIEGEL) Schulz ein halbes Dutzend Mal gehört hat, dies sei ein russischer Aggressionskrieg ist (vielleicht finde ich noch eine Stelle, wo sich Schulz beim Irakkrieg genauso ins Zeug gelegt hat), haben wir wieder die ersehnten Nebelschwaden von Freiheit, Demokratie und freier Markwirtschaft und vom bösen Russen im Raum.Gladiatorenkampf auf westliches 21. Jarhhundert… Keiner braucht seine Komfortzone zu verlassen!

ein Nachschlag vom Alten Mann
Zitat:
Ich schäme mich, dass in unserem Land die Nachkriegsscham mittlerweile zu den Akten gelegt wurde (Dem Oberleutnant der Wehrmacht Franz Josef Strauß wird Ende der 1940er Jahre die Äußerung nachgesagt: “Die Hand soll verdorren, die jemals wieder ein Gewehr anfasst.”) und Krieg hoffähig geworden ist.
Zitat:
Statt jedoch beide Seiten und deren Motivation im Konflikt um die Ukraine unvoreingenommen zu beleuchten, ging es Sandra Maischberger - der Titel der Show war Programm - ausschließlich darum, Putin zu dämonisieren. So kanzelte sie Krone-Schmalz mit der Bemerkung ab: "Bei Ihnen hab ich das Gefühl, wenn ich Sie frage, könnte ich auch gleich Putin fragen." Und welche Motivation die US-amerikanische Regierung - und die hinter ihr stehenden Kräfte - antreibt, auf dem europäischen Schachbrett den Kampf gegen Rußland immer mehr zu eskalieren, scheint Maischberger ganz bewußt ausblenden zu wollen. Verräterisch ist, was sie gegenüber einem weiteren Gast ihrer Talk-Show-Runde sagte: "Es gibt einen interessanten Punkt Herr Guldimann, der spielt sich zwischen den Amerikanern und den Europäern ab, hinter den Kulissen. Die Amerikaner drängen darauf, daß hier eingegriffen wird – aus welchen Gründen auch immer..."

- Bitte Intellekt aktivieren (Timo Lehrmann, FR Online, 25.02.2015)
Zitat:
Eine Frage der historischen Narrative sei das, sagt der Schweizer Botschafter und ehemalige OSZE-Sondergesandter für die Ukraine Tim Guldimann. Er habe zwar kein „Verständnis für“ Putin, aber ein „Verständnis von“.
Von Napoleon bis zum Nationalsozialismus habe Russland eine gewisse historische Erfahrung mit dem Westen gemacht. Die Frage sei auch nicht, ob sich Russland zu Recht bedroht fühle, sondern die Tatsache, dass es sich bedroht fühle. Minsk I und II zeigten aber eine grundsätzliche Bereitschaft aller Beteiligten, weiter diplomatisch zu verhandeln.
Damit der Hintergrund durch Mantra-Aufsager wie Schulz oder Eric Frey (Menschen, die mir während der Ukraine-Krise positiv aufgefallen sind, Post, 17.09.2014) nicht zu sehr vernebelt wird:
Angriffsziel: Russland und China

Zitate:
US-Senator Richard Lugar hat dazu aufgerufen, dass die NATO jedem Mitglied des Militärbündnisses, wie zum Beispiel den USA zu Hilfe kommen sollte, wenn deren Energiequellen bedroht wären. Die Rechtfertigung einer solchen Intervention falle unter die Bestimmung über die gegenseitige Verteidigung (Artikel 5 des NATO-Vertrages). Senator Lugars Idee erfährt starke Unterstützung von seiten der osteuropäischen Mitglieder der NATO und von der EU, die für ihre Energieversorgung von der Russischen Förderation abhängig sind.

»Die NATO hat sich aus ihren Ursprüngen während des kalten Kriegs und als Regionalmacht in den 90er Jahren in eine transatlantische Institution mit globaler Mission, globaler Reichweite und globalen Partnern gewandelt. Diese Transformation ist in Afghanistan wohl am deutlichsten: hier wird die NATO eingesetzt, aber sie hat eine Grenze überschritten: Die ‘in-area/out-of-area’-Debatte, die während der 90er Jahre soviel Zeit gekostet hat, ist endgültig vorbei. Es gibt keine ‘in-/ und kein out-of-area.’ Alles ist potentiell NATO-Gebiet. Das bedeutet nicht, dass die NATO eine globale Organisation ist. Sie ist eine transatlantische Organisation, aber Artikel 5 gilt jetzt weltweit. Die Nato ist in einem Prozess, in welchem sie die Fähigkeiten und die poli­tischen Ambitionen entwickelt, mit Problemen und Eventualitäten überall auf der Welt fertig zu werden. Das ist eine riesige Veränderung.« (Daniel Fried, Staatssekretär für europäische und eurasische Angelegenheiten im US-Aussenministerium (17. April 2007))

USA- und Nato-Stützpunkte rund um die Welt

»Unsere Analyse zeigt, dass die Einrichtung einer ?radio locating station? in Tschechien und die Antiraketenausrüstung in Polen eine wirkliche Bedrohung für uns [Russland] sind», erläuterte Generalleutnant Wladimir Popowkin, Befehlshaber der russischen Space Forces. Er erklärte darüber hinaus: «Es ist äusserst zweifelhaft, ob die Bestandteile des nationalen Raketenabwehrsystems der Vereinigten Staaten in Osteuropa gegen iranische Geschosse gerichtet sind, wie [von US-Beamten] behauptet.« (U.S. anti-missile shield threatens Russia-General, Reuters, 22.1.2007)


Eine kurze Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika [3:12]
Hochgeladen am 08.04.2009
Micheal Moore's Film "Bowling for Columbine" enthält die zusammenfassung der kleinen Geschichte von Amerika. Diese Animierte Version erzählt in kurzer Zeit alles was man wissen muss. Warum die Amerikaner alle Waffen tragen, warum sie immer Angst haben und warum es den Ku-Klux-Klan gibt. Eine sehr schöne, lustige Geschichte....
mehr Dokumentationen auf.

Amerika sollte einfach nur still sein! [2:32]
Hochgeladen am 17.12.2010
Welches ist das korrupteste Land der Welt
Ich denke, dass für die heutige Welt das monopolare Modell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich ist. Nur nicht, weil für eine Einzel-Führerschaft in der heutigen, gerade in der heutigen, Welt weder die militärpolitischen, noch die ökonomischen Ressourcen ausreichen. Aber was noch wichtiger ist – das Modell selbst erweist sich als nicht praktikabel, weil es selbst keine Basis hat und nicht die sittlich-moralische Basis der modernen Zivilisation sein kann. (Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der 43. Münchner "Sicherheitskonferenz" in deutscher Übersetzung, AG Friedensforschung)

Hubert Seipel: Über Russland - Hart aber fair 9.9.14 [14:44]
Veröffentlicht am 11.09.2014
AntikriegTV 2
Antikrieg TV http://www.antikrieg.tv
http://www.facebook.com/antikriegtv
ANTIKRIEG.TV Deutschsprachige Medienbeiträge sowie ins Deutsche übersetzte, ausgewählte Beiträge z.B. von Democracy Now (USA), Russia Today, Telesur (Lateinamerika)
Gleichzeitig empfehlen und verweisen wir auf deutschsprachige Nachrichtenseiten, wie Weltnetz.TV, Kontext TV, Hintergrund, Junge Welt, Nachdenkseiten und Beitrage der Occupy Bewegung  

Georg Schramm: Die Facetten eines „Großen Krieges" Berlin 2015 [13:28]
Veröffentlicht am 19.02.2015
Georg Schramm: Finanzkrise, Griechenland und Krieg den Krieg Reich gegen Arm. 11. Politischer Aschermittwoch 2015 in Berlin

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