Sonntag, 10. Juli 2016

Ein neues U-Boot und mangelnde Medien-Selbstreflexion

Moral deutscher Gatekeeper weiterhin vorbildlich 

Seit mehreren Wochen ignoriert die Spiegelpresse eisern die schwedische U-Boot-Ente von 2015. So hatte mal wieder ein unbekanntes und daher russisches U-Boot die Schweden aufgeschreckt. Während vor Wochen die Behauptung des schwedischen Verteidigungsministers, bei der Sichtung des vermeintlich russischen U-Boots habe es sich um ein deutsches gehandelt, im Königreich für Augenreiben sorgte, enthielten die Qualitätsmedien hierzulande der deutschen Öffentlichkeit die nicht zum Narrativ passende Entlastung Russlands vor. 

Nachdem die U-Boote sich also noch immer auf Irrfahrt im deutschen Blätterwald befinden, befragte nun gestern in der Bundespressekonferenz ein schwedischer Journalist den Sprecher der Hardthöhe, was ein deutsches U-Boot in den schwedischen Schären zu suchen habe. Die Empörung in politischen Kreisen in Stockholm sei groß. Dem Sprecher allerdings war dieser Sachverhalt, der in alternativen Medien schon lange kursiert, angeblich nicht einmal bekannt. Auch die Nachfrage des unabhängigen Journalisten Tilo Jung, ob ein vom Sprecher als deutsches bezeichnetes U-Boot immer zur deutschen Marine gehöre, vermochte der Sprecher nicht zu beantworten. 

Peinlich waren die Wissenslücken des Sprechers auch deshalb, weil das Bundesministerium für Verteidigung bereits vor Wochen auf eine Anfrage des Dokumentarfilmers Dirk Pohlmann die Präsenz eines eigenen U-Boots im fraglichen Zeitpunkt bestritten hatte. Gegenüber Telepolis kommentierte Pohlmann, es sei für Schweden vermutlich einfacher, auf Deutschland zu zeigen als auf die USA. 

Bei der historischen U-Boot-Desinformationskampagne in schwedischen Hoheitsgewässern der 1980er Jahre hatten die USA in Absprache mit schwedischen Militärs italienische U-Boote geschickt, um eine Verwicklung des Pentagons plausibel abstreiten zu können. Die unbekannten U-Boote sollten damals Russland in Misskredit bringen und die schwedische Bevölkerung in die Arme der NATO treiben.
mehr:
Medienfront hält U-Boot unter der Wasseroberfläche (Markus Kompa, Telepolis, 09.07.2016)
siehe auch:
Lügenpresse Teil 1 – Über die neue Wut auf die Medien (Post, 12.02.2016)
- Dreiste Medien nutzen Fake-U-Boote weiter für Propaganda (Blauer Bote, 13.07.2016)
- Medien lügen: Beweise für Propaganda-Falschmeldungen (Blauer Bote, 08.07.2016)

Enten und U-Boote (Markus Kompa, Telepolis, 20.06.2016)

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Zu einem internationalen Eklat kam es 1981, als das mutmaßlich mit Nukleartorpedos bewaffnete sowjetische U-Boot S-363(С-363) in der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober in einem militärischen Sperrgebiet vor dem schwedischen Marinehafen Karlskrona auf eine Schäre lief.[1][2] Der Vorfall wird oft als „Whiskey on the rocks“ bezeichnet. Die Besatzung gab das Boot gegenüber den Schweden jedoch als S-137 (in der Presse auch als W137 bezeichnet) aus.[3][4] Die sowjetische Führung bestritt einen Spionageeinsatz gegen das neutrale Schweden und gab einen Navigationsfehler als Ursache an. Der Ausfall elektronischer Navigationsinstrumente wurde durch den 35-jährigen sowjetischen Kommandanten Anatolij Michailowitsch Guschtschin bestätigt. Im ZDF-Bericht „Der geheime Krieg der U-Boote“ vom 20. November 2005 aus der Serie „History“ wurde aufgrund der Recherchen des UPI-Korrespondenten Richard Sale der Verdacht geäußert, der Ausfall der Navigationsgeräte könnte durch US-amerikanische Störsignale verursacht worden sein. Am 7. November 1981 wurde das U-Boot von den Schweden wieder freigegeben. Der Kommandant wurde nach der Rückkehr im Marinestützpunkt Baltijsk von seinem Kommando entbunden und vor einem Militärgericht angeklagt. Nach Angaben der britischen Sonntagszeitung Observer soll er eine zwei- bis dreijährige Haftstrafe in einem Arbeitslager erhalten haben.[5] [Projekt 613, Die Strandung von S-363, Wikipedia]
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siehe auch:
- Whiskey On The Rocks. (compunews.com. 1999, abgerufen am 10.07.2016)
- Die Klagen darüber, die NachDenkSeiten würden die Medien zu hart kritisieren, erweisen sich immer mehr als Lachnummern. Jetzt sichtbar am Märchen über russische U-Boote und Schweden. (Dirk Pohlmann, NachDenkSeiten, 16.06.2016)
Zitat: Jetzt wird erneut versucht, mit sowjetischen U-Booten Politik zu machen. Und wieder sind es PsyOps, Operationen der psychologischen Kriegführung. Der schwedische Verteidigungsminister hat offiziell mitgeteilt, dass es sich bei den U-Boot Sichtungen nicht um russische U-Boote handelte, sondern um ein schwedisches und ein deutsches.

Die deutschen Medien schweigen dazu, obwohl spätestens jetzt klar ist, mit welchen Mitteln gearbeitet wird, wenn es darum geht, Russland und personalisiert Putin zu dämonisieren. Sie erinnern doch sehr an die Desinformationskampagnen, die den Vietnamkrieg, den ersten Golfkrieg oder die Invasion des Irak möglich machten.

Schwedens Jagd nach dem vermeintlichen U-Boot [2:36]

Veröffentlicht am 21.10.2014
Seit Tagen durchkämmen schwedische Kriegsschiffe, Hubschrauber und Bodentruppen die Stockholmer Schärenküste nach Hinweisen auf ein ausländisches U-Boot oder ein kleineres Unterwassergefährt, das illegal in die schwedischen Hoheitsgewässer eingedrungen sein könnte. Russland wirft Schweden eine Überreaktion vor.

Schweden sucht unbekanntes U-Boot [1:22]

Veröffentlicht am 22.10.2014
Ein unbekanntes U-Boot wurde vor der schwedischen Küste gefunden. Jetzt fragen sich viele, von wem dieses U-Boot stammt. Russland bestreitet, dass es ein russisches U-Boot war.

Angebliches U-Boot vor Schweden gibt Rätsel auf [1:16]
Einbetten auf Anfrage deaktiviert

Russisches U-Boot vor schwedischer Küste - Endlich enttarnt und gefunden! [2:07]


Veröffentlicht am 29.07.2015
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Missing Link: Ola Tunander zu angeblich russischen U-Booten vor Schwedens Küste [15:10]

Veröffentlicht am 15.06.2016
Deutsche Untertitel verfügbar.

Geschichte wiederholt sich doch. Die wohl erfolgreichste Operation der psychologischen Kriegführung aller Zeiten, die im Auftrag von Reagan und Thatcher von der britischen und amerikanischen Marine inszenierte „Schwedische U-Boot-Affäre“ der 80er Jahre, erlebt gerade eine Neuauflage.

Damals wie heute sollen angeblich russische U-Boote in schwedisches Hoheitsgebiet eingedrungen sein.

Damals wie heute handelt es sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit um eine Fälschung, eine Inszenierung von Realität, um eine Änderung der Außen- und Sicherheitspolitik gegen den Willen einer sozialdemokratischen Regierung durchzusetzen.

In den 80er Jahren gelang das offenbar mit der Unterstützung einer kleinen Gruppe der höchsten schwedischen Offiziere, die ihren sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Olof Palme hassten und misstrauten, und mit den USA und Großbritannien gegen ihre eigene Regierung konspirierten.

Vor knapp 35 Jahren, im Oktober 1981, lief das sowjetische U-Boot S363 etwa 30km vor dem schwedischen Marinehauptquartier Süd in Karlskrona auf Grund. Selbst die Umstände dieser Strandung waren extrem merkwürdig, wie Dirk Pohlmann in seiner Arte-Dokumentation „Täuschung – Die Methode Reagan“ berichtete.

Diese Ouvertüre des gestrandeten russischen U-Bootes führte dazu, dass die hunderten U-Boot Sichtungen der frühen 80er Jahre in schwedischen Hoheitsgewässern den Sowjets untergeschoben werden konnten.

Heute steht fest, dass es kein einziges Indiz mehr für sowjetische U-Boote gibt, dafür aber immer mehr für britische, amerikanische und Italienische U-Boote. Es handelte sich um eine Täuschungsoperation der USA und Großbritanniens gegen Schweden. In der Fachsprache PsyOps – Psychological Operations, psychologische Kriegführung.

Mit der U-Boot-Affäre wurde die Entspannungspolitik Olof Palmes, Willy Brandts und Egon Bahrs, ihre sogenannte „Gemeinsame Sicherheitspolitik“, torpediert. Ein Deeskalationsinstrument, das heute ideal geeignet wäre, um die Konflikte zwischen Russland und der NATO zu entschärfen. Wenn man es denn wollte.

Letztlich führte sie zur Diskreditierung von Olof Palme. Bereits in den 70er Jahren hatte CIA Gegenspionagechef James Jesus Angleton Palme bei schwedischen Geheimdiensten als KGB Agent denunziert. In dieser aufgeheizten Atmosphäre wurde die Ermordung Olof Palmes 1986 möglich.

Der angebliche Einzeltäter Christer Petterson, der wegen des Palme Mordes verurteilt wurde, musste später freigesprochen werden. Der wahre Täter und seine Hintermänner sind bis heute unbekannt.

Viele Spuren weisen in die schwedischen Sicherheitsorgane.

Seit 2014, seit der Ukraine-Krise, gibt es jetzt erneut geheimnisvolle U-Boot-Sichtungen vor der Küste Schwedens. Erneut soll es sich um russische U-Boote handeln, so heißt es.

Erneut wird eine auf falschen Tatsachen beruhende Berichterstattung in die Welt gepumpt. Jetzt wird auf Grundlage der russischen Bedrohung ein NATO-Beitritt Schwedens diskutiert.

Vor wenigen Tagen nun hat der schwedische Verteidigungsminister im öffentlich-rechtlichen Radio zugegeben, dass ihm seit September 2015 bekannt ist, dass sich beide angeblich sicheren Sichtungen von russischen U-Booten als Fehler herausgestellt haben.

Im einen Fall war es ein schwedisches U-Boot, im anderen wahrscheinlich ein deutsches.

Warum hat die schwedische Regierung so lange geschwiegen?

Ein deutsches U-Boot soll beteiligt gewesen sein.

Nach Monaten von Anschuldigungen gegen das Russland Putins schweigt die deutsche Presse – ausnahmslos. Die deutschen Medien haben die dubiosen Anschuldigen nicht kritisch hinterfragt, jetzt verschweigen sie auch noch die Tatsachen. Ein Medienskandal. Ein Totalversagen. Oder schlimmeres.

KenFM übernimmt deshalb stellvertretend für die versagenden deutschen Medien die Aufklärungsarbeit und hat sich mit RT und Sputnik in Verbindung gesetzt – dort besteht Interesse an einer Aufklärung.

In einer jetzt anlaufenden Kette von Telefon- und Videointerviews werden wir die Wahrheit der Ereignisse in Schweden ans Licht bringen. Wir arbeiten, so schnell wir können.

Als Auftakt ein Telefoninterview, dass Dirk Pohlmann für KenFM mit Prof. Dr. Ola Tunander geführt hat, Forschungsprofessor am norwegischen Friedensforschungsinstitut PRIO.

Ola Tunander, der früher auch an amerikanischen Militärakademien unterrichtete, ist ein Spezialist für Marinestrategie und der weltweite beste Experte für das Thema der schwedischen U-Boot-Zwischenfälle.

Er war ziviler U-Boot-Experte der 3. schwedischen Untersuchungskommission, die von der Regierung und dem Verteidigungsminister eingesetzt wurde und bearbeitet das Thema seit mehr als 20 Jahren.

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KenFM im Gespräch mit: Dirk Pohlmann (Deutsche U-Boote im Kampf gegen Schwedens Neutralität?) [48:35]

Veröffentlicht am 17.06.2016
Geschichte wiederholt sich doch. Wie in den 80er Jahren wird jetzt erneut mit Hilfe von Falschmeldungen über russische U-Boote in den schwedischen Schären Außenpolitik gemacht. 

Damals wie heute wird unter Zuhilfenahme der Medien eine Konfrontationspolitik mit Russland durchgesetzt. Damals wie heute wird dabei mit der Gefahr eines 3. Weltkrieges gespielt.
Damals, um die „Gemeinsame Sicherheitspolitik“ von Olof Palme, Egon Bahr, Willy Brandt und später Michail Gorbatschow zu verhindern. Mit dem Amtsantritt von Gorbatschow war die „Gefahr“ eines Erfolges der sozialdemokratischen Entspannungspolitik massiv angewachsen. Denn Gorbatschow war bereit, diese Ideen auch zur sowjetischen Sache zu machen.

Der Mord an Olof Palme 1986 beendete die Möglichkeit einer neuen Weltordnung, die auf einer Herrschaft des Rechts in einer blockfreien Welt zielte, statt auf imperiale Politik einer einzigen Supermacht.

Heute wird erneut versucht, mit angeblich russischen U-Booten Politik zu machen. Und wieder sind es PsyOps, Operationen der psychologischen Kriegsführung.

Der schwedische Verteidigungsminister hat vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem schwedischen öffentlich-rechtlichen Radio offiziell mitgeteilt, dass es sich bei den U-Boot-Sichtungen von 2014 und 2015 nicht um russische U-Boote handelte, sondern um ein schwedisches und ein deutsches!

Tagelang hatten die deutschen Medien und Rundfunksender über die angeblich russischen U-Boote berichtet, in aller Ausführlichkeit und Ähnlichkeit. Dementis aus Moskau wurden höhnisch kommentiert. Die gültige Weisheit in den Redaktionen hieß: „Dem Russen ist alles zuzutrauen!“

Jetzt, angesichts der Tatsachen schweigen die deutschen Medien, der Gleichschritt ist befremdlich, keine einzige Publikation schert aus.

Was steckt hinter dieser Tatsachenverweigerung? Eine Frage, die die deutschen Medien beantworten müssen. Es geht nicht mehr um Interpretationen. Es geht um Tatsachen, um die Wahrheit. Die Qualitätsmedien haben eine üble Verschwörungstheorie verbreitet, eine Lügengeschichte, die große Wirkung erzielt hat. In Schweden wird jetzt ein NATO-Beitritt diskutiert, er gewann angesichts der russischen U-Boot-Bedrohung immer mehr Anhänger, der schwedische Verteidigungshaushalt wurde um 600 Millionen Euro aufgestockt und wie zufällig zeigt das schwedische Fernsehen gerade eine eigenproduzierte Serie, in der Norwegen von den Russen besetzt wird.

Russland und sein Präsident Putin werden in den westlichen Medien täglich dämonisiert. Warum? Was soll damit erreicht werden?

Das alles erinnern doch sehr an die „Perception Management“ Kampagnen, die dem Vietnamkrieg, dem ersten Golfkrieg oder der Invasion des Irak vorausgingen. „Perception Management“ und „Strategic Communication“, andere Wörter für Kriegspropaganda gehören zum Werkzeugkasten aller Streitkräfte und Geheimdienste.

Warum gehören sie auch zum Werkzeugkasten der deutschen Mainstreammedien?

Damit steht zwei Fragen im Raum:
1. Warum machen die deutschen Medien als willige Helfer bei der Eskalation mit und verschweigen die Wahrheit, die deeskalierend wirken würde?
2. Welche Rolle spielen das deutsche Verteidigungsministerium und die Bundeswehr? Nehmen sie an Operationen der psychologischen Kriegsführung teil, die die Spannungen mit Russland verschärfen und letztlich die Kriegsgefahr in Europa erhöhen?

Da die deutschen Medien zurzeit flächendeckend versagen und eine Desinformations-Querfront gebildet haben, übernimmt jetzt KenFM mit diesem Gespräch zwischen Ken Jebsen und Dirk Pohlmann kommissarisch die Grundversorgung der Bevölkerung mit wahrheitsgemäßer Information zum Thema „Schwedische U-Boot-Affäre reloaded“

Bitte beachten: Mehr als 8 Milliarden GEZ-Gebühren bekommen ARD und ZDF für ihre Propagandatätigkeit und Kriegsvorbereitung.
Die journalistische Arbeit erledigen wir. Mit Bordmitteln.

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Bundesregierung lacht: Deutsches U-Boot vor Schweden? [3:46]

Veröffentlicht am 09.07.2016
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Unangebrachtes Gelächter der Bundesregierung​:
Ein schwedischer Journalist wollte gestern wissen, ob es stimmt, dass es ein deutsches U-Boot letztes Jahr in schwedischen Hoheitsgewässern gewesen ist. Nachdem es monatelang hieß, dass es ein russisches U-Boot war und sich das als falsch herausstellte, soll es nun ein deutsches gewesen sein. Auch wir fragten neugierig nach... Besonders das Auswärtiges Amt​ konnte sein Lachen nicht verstecken. Eine kuriose Szene.

Die Antwort des Verteidigungsministeriums war am Ende: "Im Juli gab es eine Anfrage eines schwedischen Filmemachers. Er fragte danach, ob sich im Januar 2015 ein U-Boot der deutschen Marine in schwedischen Hoheitsgewässern befunden habe. Das war nicht der Fall."

Mehr dazu bei der junge Welt​: https://www.jungewelt.de/2016/06-27/0...


Ausschnitt aus der BPK vom 8. Juli 2016 https://youtu.be/C-SNLUHEPqo

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(Wer mindestens €20 gibt, wird im darauffolgenden Monat in jeder Folge als Produzent gelistet)

siehe auch:
- Deutsches U-Boot verirrt sich nach Schweden (André Anwar, SZ-online, 09.07.2016)
- U-Boot-Skandal in der Bundespressekonferenz (Blauer Bote, 09.07.2016)
- U-Boote enttarnt – Geheimes Treiben unter Wasser: Nachforschungen des schwedischen Militärs von Erfolg gekrönt (Peter Steiniger, junge Welt, 27.06.2016)
Zitat: Nun müssen sich die Schweden an die eigene Nase fassen. In einem Interview für den staatlichen Kanal Sveriges Radio am 11. Juni gab Schwedens Verteidigungsminister Peter Hultqvist zu, der Öffentlichkeit monatelang Untersuchungsergebnisse vorenthalten zu haben. Bereits im September 2015 hatte die Schwedische Marine die Resultate ihrer elektronischen Aufklärung zu Makulatur erklärt, ohne Hintergründe zu nennen. Danach verordneten sich Militär und Regierung eine Schweigepflicht. Doch nun lichtete Hultqvist auf Nachfrage der Medien den Schleier: Die Signale, die zur Phantomjagd in den Schären führten, stammten demnach »nach tieferer Analyse« aus einer schwedischen Quelle. […] Tatsache ist, dass Schwedens Militär wieder einmal seine eigene Politik verfolgt. Hultqvist laviert und schiebt diesem die Schuld am Vertuschen des glatten Fehlalarms vom Herbst 2014 zu. Die Sache sei dessen »Verantwortungsbereich«, und er müsse sich »an Geheimhaltungsregeln halten«. Hult­qvist ist schließlich nur Minister. Und kaum jemand macht ihn nass: Während sich die Medien bei der Jagd auf die vermeintlichen Russenboote überschlugen wie bei der ähnlich inszenierten antisowjetischen Hysterie der 1980er Jahre, sind sie nun ziemlich abgetaucht.
- Verteidigungsministers Peter Hultqvist: Keine russischen U-Boote in schwedischen Gewässern (junge Welt, 22.06.2016)
- U-Boot-Fund in Schweden: Russische Provokation ist wohl 99 Jahre alt (Kevin Hagen, SPON, 28.07.2015)
- Unbekanntes Tauchobjekt: Schweden will Beweise für fremdes U-Boot besitzen (stern, 14.11.2014)
- Beunruhigung über "fremde Unterwasseraktivität": Schweden jagt offenbar russisches Spionage-U-Boot (n-tv, 19.10.2014)

Der geheime U Boot Krieg der Supermächte Streng geheim! Doku Dokumentation [52:12]


Veröffentlicht am 22.11.2013
Die von Gerüchten umwitterten Kriegsmaschinen unterliegen strenger Geheimhaltung. Oft sind sie monatelang in den Tiefen der Ozeane unterwegs. Auch nach Beendigung des "Kalten Kriegs" haben die schlagkräftigen Waffen des Militärs die langjährige Praxis unterseeischer Verfolgungsjagden nicht aufgegeben.
Als erstes atomkraftbetriebenes Unterseeboot kreuzte die amerikanische SSN 571 Nautilus durch die Meere. Mit neueren Modellen der US-Flotte, wie der USS Nebraska, geht eine Besatzung von 170 Mann auf unterseeische Patroullienfahrt.
Die modernen nuklearbetriebenen Boote tauchen sogar unter das arktische Eis. Die Höhe eines vierstöckigen Hauses und 175 Meter lang, operieren die Kriegsschiffe unbemerkt von gegnerischen Radaranlagen in 500 Metern Tiefe. Die von Atomreaktoren angetriebenen Stahlkolosse sind ausnahmslos mit modernen Waffen bestückt, die auch unter Wasser abgefeuert werden können.
Im "Falkland Krieg" 1982 beschoss ein britisches Atom-U-Boot den argentinischen Kreuzer "General Belgrano". Die Südamerikaner waren der militärischen Übermacht der englischen Flotte hoffnungslos unterlegen.Amerikanische und russische Unterseeboote kollidierten zuletzt 1993. Nicht auf einen Zusammenstoß zurückführen ließ sich die Havarie des russischen Atom U-Boots Kursk am 12. August 2000 in der Barentsee. Fast zwei Jahre nach dem Unglück, am 1. Juli 2002, nannte die Regierungskommission einen defekten Torpedo offiziell als Ursache für die Katastrophe, bei der 118 Seeleute unter tragischen Umständen ihr Leben verloren.
Da das Geld für eine fachgerechte Entsorgung fehlt, wird die Reaktor-Sektion des geborgenen Wracks auf dem "U-Boot-Friedhof" in der Saida-Bucht, ungefähr 60 Kilometer nördlich von Murmansk, versenkt. Dort dümpeln als tickende Zeitbomben bereits 37 Reaktoren und 40 nukleare Unterseeboote der ersten Generation vor sich hin. Noch größer ist die Bedrohung auf der Kola-Halbinsel und in der Barentsee. In der weltweit größten Nuklearmüll-halde rosten 120 Atom-U-Boote und Dutzende Reaktoren. Umweltexperten bezeichnen die Gefahrensituation als "Tschernobyl in Zeitlupe" und beklagen, dass jeglicher Zugang zu den "militärischen Einrichtungen" verweigert wird.
Der Dokumentarfilm geht mit U-Booten auf Tauchfahrt in den Weltmeeren. Beeindruckende Bilder von den im Verborgenen operierenden High-Tech-Kolossen lüften ein wenig das Geheimnis des militärisch so wertvollen Kriegsgeräts. California Girls: www.anelca.de

ZDF-History: Tödliche Rache Atom-U-Boote im Gefecht (Doku) [45:16]

Veröffentlicht am 10.01.2015
Im Frühjahr 1968 verschwinden kurz nacheinander zwei U-Boote auf rätselhafte Weise: Das russische "K-129" hat Atomraketen an Bord und soll eine Patrouillenfahrt im Pazifik durchführen, als der Kontakt abbricht. Das amerikanische Raketen-U-Boot "USS Scorpion" sinkt wenige Wochen später auf dem Weg zum Marinestützpunkt Norfolk. Die Navy entdeckt es auf dem Meeresgrund vor den Azoren - weit ab von seiner eigentlichen Route. Zufall oder eine geheim gehaltene Konfrontation der Supermächte im Kalten Krieg?

Immer mehr Quellen sprechen dafür, dass sich in der Tiefe des Meeres ein tödlicher Schlagabtausch ereignete, der der Öffentlichkeit bis heute verborgen blieb. Stand die Welt 1968 am Rande des Dritten Weltkriegs? 1974 enthüllen amerikanische Journalisten eine der größten und teuersten Geheimdienstoperationen, die je stattgefunden hat, und verstärken damit die Zweifel an der offiziellen Version der Geschichte.

Mit einem Spezialboot und immensem Aufwand versuchen die Amerikaner vor Hawaii, das Wrack der "K-129" zu heben. Das CIA-Projekt, von Henry Kissinger persönlich beauftragt, verschlingt mehr als 200 Millionen Dollar.

Auch das Wrack der "USS Scorpion" ist den USA viel Geld wert. 1984, 16 Jahre nach den Ereignissen, erhält der Tiefseearchäologe Robert Ballard den Auftrag, Bilder von dem gesunkenen Schiff zu machen. Offiziell ist es Teil seiner Suche nach der "Titanic". Was macht die beiden Wracks so brisant?

"Das war eine absolut gefährliche Situation", sagt Ed Offley, Experte für Militärgeschichte: "Da hatte sich etwas hochgeschaukelt, wovon die Welt nichts wusste." John Craven, ehemaliger Chefwissenschaftler der US Navy, verfolgt eine andere These: "K-129 war ein Meutererboot, das eine Rakete auf Pearl Harbour schießen wollte. Das Wissen darüber diente dem Machtpoker im Kalten Krieg."

Die Dokumentation von Dirk Pohlmann rekonstruiert das Verschwinden der beiden U-Boote und die Geschichte seiner Vertuschung.
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mein Kommentar:
Die Nato-Propaganda-Maschinerie hat also mal wieder gewonnen: Die Leitmedien stehen fest zu unserem westlichen Narrativ und dauerberieseln die Bevölkerung mit immer den gleichen Geschichten und Deutungen: 
Der narzißtisch gestörte, expansionistische und größenwahnsinnige Putin ist der Böse, weil er – für unsere hochdotierten Russland-Experten – völlig unerwartet auf »ein ursprünglich rein technisches Freihandelsabkommen mit militärischen Maßnahmen« reagiert 
[Ukraine-Krise: Unsere offiziellen Rußland-Versteher konnten es angeblich nicht kommen sehen! (Post, 09.12.2014)]
und sowohl die Krim annektiert wie auch die Ostukraine mit ihren bösen prorussischen Separatisten militärisch unterstützt hat. Außerdem hat der Kerl beim Abschuß von MH-17 die Finger im Spiel gehabt.
Und die ständigen Verletzungen von »Nato-Luftraum« und die geheimnisvollen U-Botoe in schwedischen und britischen Gewässern: bei diesen provokativen Versunsicherungen hatte er wohl auch die Finger im Spiel!
[merke: auf lautes und aufgeregtes Getrommle folgen samtweiche und fast lautlose Dementis! – oder auch gar keine Antworten…]
[Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde, Post, 06.11.2014 und
- Ex-Tagesschau-Mann: Beschwerde gegen DLF wg. Kriegshetze, MMNews, 06.11.2014
Öffentlich-rechtlicher Gesinnungsjournalismus, Volker Bräutigam, Ossietzky, 25/2015]
Interesse an einem geordneten Hinterhof darf nur unser guter großer Bruder auf der anderen Seite des Atlantik haben, 
[Putin und die USA: unpassende »Umtriebe«, FARA und die NGOs, Post, 17.08.2015]
Guantanamo, Kosovo- und Irakkrieg waren möglicherweise Fehler aber aus moralischer Sicht (und Moral ist auf der ganzen Erde gleich – nämlich die des Westens) unvermeidlich, und manchmal – vor allem, wenn es um unsere westlichen Werte geht – heiligt der Zweck die Mittel.
Darüber, daß wir, um diese zu verteidigen, auf dieselben scheißen – da können in einigen Jahren (und nach ein paar hunderttausend Toten) ein paar Intellektuelle, die (laut Helmut Kohl) alles bestreiten, außer ihrem Lebensunterhalt, 
[Quelle: S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Verräter, überall nur Verräter, Jan Fleischhauer, SPON, 14.10.2014]
ein paar Krokodilstränen weinen.  [Russell-Tribunal, Wikipedia]
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An beiden Sitzungen des Tribunals nahmen Repräsentanten aus insgesamt 18 Ländern teil. Die Vertreter, meist prominente Personen der Friedensbewegung, von Bürgerbewegungen, Schriftsteller, Wissenschaftler oder Politiker waren:
  • Bertrand, Lord Russell (Tribunal Honorary President, englisch für „Ehrenpräsident des Tribunals“) - Friedensaktivist, Mathematiker und Philosoph
  • Jean-Paul Sartre (Tribunal Executive President, „aus-“ oder „geschäftsführender Präsident des Tribunals“) - französischer Philosoph und Schriftsteller
  • Vladimir Dedijer (Tribunal Chairman and President of Sessions, „Vorsitzender und Sitzungsleiter des Tribunals“) - jugoslawischer Schriftsteller, Professor für moderne Geschichte, jugoslawischer Gesandter der UN-Generalversammlung 1945-1952
  • Lelio Basso - italienischer Linkssozialist und Experte für internationales Recht
  • Dave Dellinger - amerikanischer Schriftsteller, Anti-Kriegs-Aktivist
  • Amado V. Hernandez - philippinischer Dichter, Vorsitzender der philippinischen demokratischen Arbeiterpartei
  • Kinju Morikawa - japanischer Anwalt, Generalsekretär des japanischen Komitees zur Untersuchung von US-Verbrechen in Vietnam, Präsident des Untersuchungsausschusses zum Tonkin-Zwischenfall
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Verantwortliche Politiker werden Straffreiheit zugesichert bekommen haben, ihre Angehörigen 
[Ukraine 10 - Joe Bidens Sohn fällt die Treppe hoch (12.05.2014, zuletzt aktualisiert am 29.10.2014)]
und Speichellecker ihre Schäfchen ins Trockene gebracht haben.
aktualisiert am 19.08.2016



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