Freitag, 22. Juli 2016

Rehabilitationsversuch in der »Welt«: Warum Bush jr. mit seinem Irak-Feldzug richtig lag

Die arabischen Diktaturen und der islamische Fundamentalismus sind nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren miteinander verbunden. Das wusste schon der viel gescholtene Altpräsident der USA. 

Was hat man dem Mann nicht alles nachgesagt! Er sei ein Simpel, hieß es, ein ungebildeter Dummkopf. Ein Lügner und Kriegsverbrecher. Ein Frömmler, der sein Land in eine christliche Diktatur verwandeln wolle. Ein Faschist, ja eigentlich und bei Lichte betrachtet: ein Wiedergänger Hitlers im Kostüm von Uncle Sam.

Als er sich nach zwei Amtszeiten ins Privatleben zurückzog, mochte niemand mehr mit ihm in der Öffentlichkeit gesehen werden: die Demokraten sowieso nicht – doch auch seine republikanischen Parteifreunde wahrten Distanz; seine Politik galt in jeder Hinsicht als gescheitert. Nun aber, bevor dieser langsame Weltkrieg in seine nächste Phase tritt, könnte der Zeitpunkt gekommen sein, um einen Moment lang innezuhalten und sich daran zu erinnern, dass der Vielgeschmähte in manchen Punkten ganz einfach recht hatte.

Erstens und am wichtigsten: George W. Bush hat sehr klar gesehen, dass die arabischen Diktaturen und der islamische Fundamentalismus nach dem Prinzip der kommunizierenden Röhren miteinander verbunden sind. Bei oberflächlicher Betrachtung spricht alles gegen diese Einsicht, weil die Gewaltherrscher auf der arabischen Halbinsel – von Saddam Hussein über Hafiz al-Assad bis zu Hosni Mubarak – in der Vergangenheit stets betont haben, wie aufgeklärt, modern und säkular sie doch seien; dass sie die religiösen Minderheiten in ihren Staaten beschützen würden; dass die einzige Alternative zu ihrer Gewaltherrschaft die Machtübernahme durch die Fundamentalisten sei.

Und es ist wahr, dass sie die islamistischen Gruppen oft blutig unterdrückt haben und dass es den Christen unter der Diktatur relativ gut ging. Aber die Herrscher haben eben nicht nur die Fundamentalisten, sondern überhaupt jede Möglichkeit einer politischen Debatte in ihren Ländern unterdrückt.

Sie haben die traditionellen Gemeinschaften zerstört und nichts an ihre Stelle gesetzt als totalitäre Ideologie. Und wenn es eng für sie wurde, also ihre Legitimation infrage stand, haben die arabischen Diktatoren – und zwar alle – zuverlässig auf Versatzstücke der fundamentalistischen Ideologie zurückgegriffen. Was hätten sie denn auch anderes tun sollen? Der arabische Nationalismus erwies sich zunehmend als hohl. Die Untertanen der Diktatoren hatten keine Freiheit außer jener, noch verrückter, noch antisemitischer, noch antiwestlicher zu sein als ihr jeweiliges Regime.

mehr:
- Naher Osten: Warum Bush jr. mit seinem Irak-Feldzug richtig lag (Hannes Stein, die Welt, 20.12.2015)

statt eines Kommentars zwei Videos und ein Zitat:

"Hubris" (Full Film) Iraq War Documentary - Rachel Maddow (02-18-2013) [44:10]

Veröffentlicht am 18.02.2013
I do not own this, all rights reserved to NBC Universal. Also, Rachel always asks for people to put her show on YouTube, so I believe I have permission to post this.

This is going to likely be a rather controversial documentary about the War in Iraq, and what is described as the false pretenses that caused our nation to enter our most unpopular war since Vietnam. I am posting this with no intention of insulting members of the military, in fact it's the exact opposite. After watching films like this and Academy Award nominee "No End in Sight" I can't help but be discouraged by the lack of leadership in a time of national and global crisis.

Ex-Oberbefehlshaber der NATO: Heutige US-Kriege plante Pentagon seit 1991 [23:09]

Veröffentlicht am 06.04.2015
Der ehemalige Oberbefehlshaber der NATO (1997-2000) und NATO-Oberbefehlshaber im Kosovo-Krieg, der Vier-Sterne-General der U.S. Army a.D. Wesley Clark über die seit 1991 geplannten Kriege der USA im Nahen Osten. Ein Ausschnitt des Vortrages beim Think Tank "Commonwealth Club of California" in 2007.

Quelle und Dank an: Deutschland+Russland
https://youtu.be/JXV-2Iw9dNg
Deutsche Bearbeitung:
Sprecher: Stoffteddy (Radio Moppi)
Video: Jan
http://www.yoice.net/

Meinungsmanagement »is cheaper than violence, bribery or other possible control techniques.«
»ist preiswerter als Gewalt, Bestechung oder andere mögliche Kontrolltechniken.« [Harold D. Lasswell (1930), Encylopedia of the Social Sciences
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Lasswell studierte in den 1920er-Jahren an der Universität von Chicago und wurde dort vom Pragmatismus eines John Dewey und George Herbert Mead beeinflusst. Noch mehr spiegelt sich in seinem Werk aber die Philosophie Freuds wider, die Grundlage seiner Analyse über Propaganda und Kommunikation im Allgemeinen ist. Im Zweiten Weltkrieg war er Leiter der Abteilung für die „Study of War Time Communications“ in der Bibliothek des amerikanischen Kongresses. 1957 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt. Immer nach vorne schauend, beschäftigte er sich in seinen letzten Lebensjahren u. a. mit den politischen Konsequenzen einer möglichen Kolonisation anderer Planeten und einer „machinehood of humanity“.
Mit anderen Liberalen seiner Zeit, wie beispielsweise Walter Lippmann, argumentierte er, dass gerade die Demokratie, als wohl komplizierteste Staatsform, der Propaganda, also Werbung, bedürfe, um die zum großen Teil uninformierten Bürger in Übereinstimmung mit dem politischen System und den Entscheidungen, die eine spezialisierte politische Klasse für sie trifft, zu halten. Wie er in dem von ihm verfassten Eintrag zu Propaganda in der Encyclopaedia of the Social Sciences schrieb, muss der „democratic dogmatisms about men being the best judges of their own interests“ abgelegt werden, denn „men are often poor judges of their own interests, flitting from one alternative to the next without solid reason“.[1]
Zu seinen akademischen Schülern gehörten u.a. Gabriel AlmondV.O. Key, Jr.Herbert A. SimonBruce Lannes Smith und David Truman.[2]
Berühmte Zitate
„Politics is who gets what, when, where, and how.“„Who (says) What (to) Whom (in) Which Channel (with) What Effect“ (siehe: Lasswell-Formel[Harold Dwight Lasswell, Wikipedia]
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Hannes Stein (* 15. Februar 1965 in München) ist ein deutsch-amerikanischer Politik-Journalist und Buchautor. Er war Mitglied des Netzwerks Die Achse des Guten.
[…] Heute lebt der Green Card-Gewinner und - seit Herbst 2012 - US-Bürger als Korrespondent der Welt und der Jüdischen Allgemeinen[2] in Riverdale, einem gutsituierten Viertel der North Bronx in New York City. Er ließ sich bei den US-Vorwahlen 2012 zwar als Anhänger der Republikaner registrieren, kündigte aber an, Barack Obamazu wählen.[3]
2013 veröffentlichte Stein den Roman Der Komet, eine Alternativweltgeschichte, in der es nicht zum Ersten Weltkrieg kommt und die Weltgeschichte sich völlig anders entwickelt. Sein Freund Wolf Biermann würdigte das Buch in der Zeit als "großen intelligenten Spaß".[4]
Werke 
  • Endlich Nichtdenker! Ein Handbuch für den überforderten Intellektuellen. Eichborn, 2004, ISBN 3-8218-0750-4.
  • Enzyklopädie der Alltagsqualen. Ein Trostbuch für den geplagten Zeitgenossen. Eichborn, 2006, ISBN 3-8218-5769-2.
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statt meines Kommentars zwei Videos: 
Die Anstalt ZDF: Transatlantische Netzwerke und Deutsche Med [4:45]

Veröffentlicht am 13.01.2015
+++Deutsche Elite-Journalisten und die Verstrickungen zu transatlantischen Bündnissen. Diekmann, Joffe, Nonnenmacher: Die Nähe zur Macht +++
Created with MAGIX Video deluxe 2014 Plus

Erwin Pelzig - Goldman Sachs, TK, Atlantik Brücke, CFR & Club of Thirty [8:13]

Veröffentlicht am 17.11.2012
Erwin Pelzig über die verbindungen zwischen Goldman Sachs, Politik und verschiedenen einflussreichen Organisationen wie der Trilateralen Kommision, der Atlantik Brücke, des Council on Foreign Relations und der Group of Thirty.

Mehr informationen über die verbindungen zwischen Goldman Sachs und der Politik in der Doku Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt:

http://www.youtube.com/watch?v=IT_wRP..

Eine Organisation, die in keinem der beiden obigen Videos erwähnt wurde:
zum NOD siehe auch:
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