Mittwoch, 24. August 2016

Die Neoliberalisierung der Universität

Der Herr im Jobcenter – mein „Arbeitsvermittler“ – schüttelt mir freundlich-abwartend die Hand. Möglicherweise ist er etwas nervös angesichts meines Doktortitels, den er auch sofort pflichtschuldig ausspricht (woran mir überhaupt nichts liegt). Er weiß, dass er mir außer Zwangsmaßnahmen, Callcenter und Saisonarbeit (Erdbeeren pflücken) nichts zu bieten hat. Wir beide wissen – und wissen, dass der andere es weiß –, dass er von seinen Vorgesetzten darauf angesetzt wurde, die in der „Tagesschau“ verkündete Arbeitsmarktstatistik zu exekutieren, die sich selbst und der Welt vorgaukelt, dass Deutschland Vorreiter in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sei. Deutschland Superland, Land der Ideen und der Forschung, engagiert im „Wettbewerb um die besten Köpfe“, Bildungsrepublik, Wirtschaftsmacht, Exportweltmeister, historisch niedrige Arbeitslosenquote (und Fußball-Macht natürlich auch noch). In der medial geprägten Buzzword-Rhetorik von „Brand Germany“ spiegelt sich die neoliberale Exzellenz-Logik, die alle Relationen aus dem Blick verloren hat, unter anderem die, dass man sich in einer stark gebeutelten europäischen und globalen Umgebung trefflich als Hoffnungs-Leitwolf inszenieren kann, nicht nur in dem, was beharrlich „Flüchtlingskrise“ genannt wird (als wären die Flüchtlinge daran schuld).

Wenn sich aber der (scheinbar nur) Einäugige von den Blinden zum König machen lässt, zeigt sich darin eher ein allgemeiner Realitätsverlust denn eine Erfolgsgeschichte. Doch auch Akademikerinnen wachen erst auf, wenn sie an die Decke stoßen, und selbst die vermögen gerade sie, herangezogen in der unhinterfragten Selbstverständlichkeit ihres Privilegs zu lernen und zu lehren, oft noch lange ungläubig zu ignorieren.

Tatsächlich hat sich die Decke aber längst immer weiter gesenkt, und sie bietet immer weniger Luftlöcher. Mein Arbeitsvermittler, so zeigt sich schnell, kann und soll nicht wirklich mehr etwas für mich tun. Es geht nicht mehr um Fördern, sondern nur noch um Fordern – und also um die Verletzung schon des ersten Kapitels des SGB II (Grundsatz Fördern und Fordern). Gleichzeitig zeigt sich das unmittelbar anhängende Problem eines nicht vorhandenen akademischen und eingebrochenen alternativen Arbeitsmarktes für Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen. Es offenbart sich der eigentliche Druck, unter dem der neoliberalisierte Staat operiert. Das Ziel ist die Erfüllung einer imaginären Arbeitslosenstatistik ohne entsprechende Grundlage. Das aber funktioniert im Fall von Akademikerinnen nur noch, indem sich die Arbeitsvermittlerinnen als berufsmäßige Entqualifizierer betätigen. Damit wird es zunehmend kafkaesk.

mehr:
- Exzellente Entqualifizierung: Das neue akademische Prekariat (Britta Ohm, Blätter für deutsche und internationale Politik, 8/2016)

Prof. Dr. W. Berger - Neoliberalismus [18:59]

Hochgeladen am 14.01.2012
Professor Dr. Dr. Wolfgang Berger - Vortrag
http://www.youtube.com/watch?v=1Ks_CA...
Wertschöpfung ist die Produktion von Waren und Dienstleistungen für die Bedürfnisse der Menschen. Offiziell werden dazu aber auch Produkte gezählt, die kaum ein Mensch freiwillig nachfragen würde wie z.B. Rüstung, Privatarmeen, Staatssicherheit, Überwachungstechnik, Genfraß und ein großer Teil der Pharmatherapien, die nur abgesetzt werden können, weil die wesentlich preiswerteren natürlichen Alternativen unterdrückt und die Krankenkassen gezwungen werden, die teureren Pharmaprodukte zu bezahlen. Kaum ein Mensch würde freiwillig Genfraß kaufen, wahrscheinlich oder erst recht noch nicht einmal diejenigen, die daran verdienen. Trotzdem hat es diese Branche in die Spitzengruppe der Weltwirtschaft geschafft, was nur durch konzertierte Zwangsmaßnahmen zwischen Konzernen und Staaten möglich war. Würde alles mit rechten Dingen zugehen, dann müßte man den Teil der Wirtschaft, der nicht den freiwilligen Bedürfnissen der Menschen dient und der nur durch Zwangsmarketing existieren kann, eigentlich sogar als konsumptive Ausgabe vom Bruttosozialprodukt abziehen, da er den Wohlstand der Menschen nicht erhöht, sondern reduziert.
http://de.indymedia.org/2008/01/20505...
Mit Ausnahme der Dienstleistungen für die Kundenbetreuung sind Banken überhaupt nicht an der Wertschöpfung beteiligt. Trotzdem beanspruchen sie Renditen, von denen die mittelständische Realwirtschaft nur träumen kann.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,15...
Da Werte aber nur aus Wertschöpfung entstehen, wie das Wort unschwer erkennen läßt, können Profite, die ohne Wertschöpfung generiert werden, nur aus der Umverteilung von Werten stammen. Eine geheimnisvolle dritte Möglichkeit existiert nicht. Zinsen und Spekulationsgewinne haben mit Wertschöpfung genauso viel zu tun wie Lotto, Toto oder Poker. Das alles sind Nullsummenspiele, bei denen Gewinne und Verluste unter dem Strich immer gleich groß sind. Wenn die einen reich werden, ohne dafür produktiv zu arbeiten, dann müssen mit naturgesetzlicher Konsequenz andere produktiv arbeiten, ohne dafür angemessen bezahlt zu werden. Das nennt man auch Sklaverei. Wenn auf der einen Seite die Provisionen von Hedgefond-Managern Jahr für Jahr immer phantastischere Rekorde erreichen, dann ist es kein Zufall, sondern ein kausaler Zusammenhang, daß auf der anderen Seite die Zahl derer, die sich zunehmend arm arbeiten oder die sogar verhungern ebenfalls zunimmt. Der Schweizer Diplomat Jean Ziegler spricht bei 40.000 Hungertoten pro Tag von „Mord", zumal die heute produzierten Nahrungsmittel - auch ohne Gentechnik - für 12 Milliarden Menschen reichen würden. Ein besonders frappierender Widerspruch müßte eigentlich sogar jedem komplett gehirngewaschenen Untertanen einleuchten: Wie kann es sein, daß die ganze Welt direkt oder indirekt bei denen verschuldet ist, die selber fast gar nichts zur Wertschöpfung beitragen???
http://www.germanwatch.org/zeitung/20...
http://www.foonds.com/article/12600//...
Das monetäre System
http://www.youtube.com/watch?v=fUILAr...
http://www.youtube.com/watch?v=p-CaCi...
http://www.youtube.com/watch?v=m7NU3V...
Der Finanzielle Staatsstreich
http://www.youtube.com/watch?v=fuw_Lc...
http://www.youtube.com/watch?v=sQ0_2T...
Andreas Popp - Bankrotterklärung
http://www.youtube.com/watch?v=f44LLn...
http://www.youtube.com/watch?v=3nixBG...
Andreas Popp - Der Geldbetrug
http://www.youtube.com/watch?v=ZtWIRh...
http://www.youtube.com/watch?v=zqWPX_...
Kapitalvernichtende Lebensversicherung
http://www.youtube.com/watch?v=fg4Dsy...
http://www.youtube.com/watch?v=kztMYS...
Prof. Franz Hörmann - Das Geldsystem
http://www.youtube.com/watch?v=4_LETK...
http://www.youtube.com/watch?v=TV9qUf...
Dr. Henning Witte - Das Geldsystem
http://www.youtube.com/watch?v=t0i6ky...
http://www.youtube.com/watch?v=RocUlk...
Was ist Monetarismus?
http://www.youtube.com/watch?v=YNyUAd...
http://www.youtube.com/watch?v=j_ob44...
http://www.wissensmanufaktur.net
http://www.volks-initiative.info
http://www.alpenparlament.tv
http://www.monetative.de
http://www.berndsenf.de

Zerstört sich der Kapitalismus selbst? - Doku Arte [52:20]

Veröffentlicht am 12.10.2015

Kapitalismus am Ende? Konsequenzen der neoliberalen Weltordnung [1:23:18]

Veröffentlicht am 15.12.2015
Bankenkrise, Griechenlandrettung, TTIP und CETA – ökonomische Weichenstellungen tangieren in Zeiten gemeinsamer europäischer Gesetzgebung und Globalisierung weit mehr als nur einzelne Volkswirtschaften. Angesichts des wachsenden Einflusses multinationaler Großkonzerne und undurchschaubarer Verstrickungen im Finanzsystem ist nicht nur in der Wissenschaft zunehmend die Rede von einer neoliberalen Postdemokratie. Zu dieser Entwicklung sprach im Rahmen der Reihe "Was ist wirklich?" der Universität Regensburg der ehemaligen Chef-Volkswirt der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung, Heiner Flassbeck.

"FRISS ODER HARTZ" Deutscher Neoliberalismus im Rückblick [1:41:41]

Veröffentlicht am 01.12.2015
DER SOUNDTRACK ZUM BUCH "FRISS ODER HARTZ".

Das Video ist an das Buch "Friss oder Hartz" (Laurent Joachim, BoD, 2014, http://www.frissoderhartz.com) angelehnt. Wie im Buch versinnbildlichen zahlreiche Archivdokumente die Arbeitsmarkt- und Sozialstaatsreformen der rot-grünen Schröder-Regierung ab 2003 (Agenda 2010 / Hartz IV), sowie die daraus resultierenden und bis heute andauernden Missstände auf dem Arbeitsmarkt bzw. die einhergehende Verarmung eines Großteils der Gesellschaft.

Aus dem Archivmaterial sind folgende Wortbeiträge besonders erwähnenswert: Bundeskanzler Gerhard Schröders (SPD) Verkündung der Reformen 00:00:23 Detlev Wetzel (IG Metall) über den gesellschaftlichen Wert der Arbeit: 00:20:21. Brita Hasselmann (B90/Die Grünen), Rede im Bundestag über die Bedeutung von Armut: 00:24:03. Prof. Stefan Sell (Hochschule Koblenz) über Missstände am Arbeitsmarkt: 00:37:1200:42:1000:42:3900:48:0001:05:57 (über das Aufstockungssystem); 01:12:4001:14:13. Ottmar Schreiner (SPD) über Hartz-IV-Sanktionen: 01:15:39. Inge Hannemann und Katja Kipping (Die Linke) über Hartz-IV-Sanktionen: 01:21:55. Gregor Gysi (Die Linke) "Die Agenda 2010 war ein einmaliger Sozialstaatsabbau": 01:23:27. Heiner Flassbeck über die Auswirkungen der deutschen Arbeitsmarktpolitik in der EU: 01:24:27. Günter Wallraff über das Buch "Die Lastenträger" (KiWi, 2014") und die Kluft zwischen Arm und Reich: 01:26:44. Ulrich Schneider (Geschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes) über den "Armutsbericht 2015": 01:32:34. Prof. Christoph Butterwegge (Universität Köln) "Bilanz nach zehn Jahren, Hartz IV war ein Reinfall": 01:34:37.

Das Buch hat 296 Seiten und 855 Fußnoten mit Verweis auf Quellen und Dokumenten. Es ist als eBuch für 9,99 Euro und als klassisches Buch für 15,- Euro überall im Handel lieferbar. Darüber hinaus ist eine eBuch Sonderausgabe mit Volltext aber ohne Quellen und Fußnoten für 0,99 Euro für kurze Zeit verfügbar. (Vorabpublikationen gab es auf Telepolis (http://www.heise.de/tp/artikel/40/401...), LabourNet.de (http://www.frissoderhartz.com/doc/int... ) und work-watch.de (http://www.work-watch.de/2014/06/wie-...).

FRISS ODER HARTZ — Seit den Hartz-Reformen vor zehn Jahren haben sich der deutsche Arbeitsmarkt, und im Zuge die deutsche Gesellschaft, im wahrsten Sinne des Wortes dramatisch verändert. Die politisch gewollte Schaffung eines Niedriglohnsektors führte zu einer schleichenden Verarmung etwa eines Fünftels der Bevölkerung. Die daraus entstandene Parallelgesellschaft hat sich fest etabliert und wird weitestgehend von den politischen und moralischen Eliten des Landes als angeblich alternativlos propagiert. Abhängige Erwerbsarbeit ermöglicht den Menschen nur noch in einigen wenigen noch geschonten Branchen eine Familie zu gründen und ein Leben in Würde zu führen. Trotz Arbeit müssen Millionen Sozialleistungen vom Staat beantragen. Existenzängste und Armut kosten die Betroffenen Gesundheit und schließlich Lebensjahre. Unserem Land entgeht dadurch wertvolles Humankapital. Das Gros des Steueraufkommens des Staats liefern dabei weiterhin die Lohn- und Verbrauchssteuer, die die Ärmsten überproportional belasten, während Kapitalerträge, Erbschaften und Firmengewinne geschont werden. Manche Firmen drücken sich trotzdem vor Steuer und Verantwortung oder entlassen Personal und zahlen gleichzeitig schwindelerregende Boni und Dividenden an ihre Manager und Anteilseigner. Im Laufe der Jahre haben solche Verhältnisse eine beunruhigende Veränderung der Gesellschaft herbeigeführt. Deutschland ist so reich wie noch nie, aber die Kluft zwischen arm und reich wächst parallel dazu rasanter denn je. Das Prinzip der Wohlstandsökonomie im Dienste aller Bürger wird zunehmend abgelöst, damit die unverschämten Ansprüche von wenigen bedient werden können. Partikularinteressen werden wider besseres Gewissens und wider des Gemeinwohls durchgesetzt. Die negativen Folgen werden dann schöngeredet und auf die zukünftigen Generationen abgeladen. Sozialvertrag und Umverteilungsprinzip werden nur noch notdürftig eingelöst. Für gemeinschaftliche Einrichtungen des Staates oder der Gemeinden fehle angeblich das Geld. Gravierende soziopolitische und demographische Probleme bleiben national und global ungelöst oder verschärfen sich sogar drastisch, weil politischer Mut zur Ergreifung von zukunftsweisenden Lösungen fehlt. Nach nüchterner Bestandsaufnahme zwingt sich eine logische Schlussfolgerung auf: Wenn Millionen HARTZEN müssen, nur damit wenige TEBARTZEN können, kann es nicht gut gehen. Ein Buch von Laurent Joachim. Mehr über das Buch gibt es hier http://www.frissoderhartz.com/doc/inf... und hier http://www.frissoderhartz.com/doc/int...
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KW2 | 07.2 | 14.11.2012 | Die Anfänge des Neoliberalismus [45:24]

Veröffentlicht am 02.06.2014

Der Neoliberalismus in der Psychotherapie (Klaus Ottomeyer) [28:35]

Veröffentlicht am 09.06.2015
Klaus Ottomeyer (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) referiert unter dem Titel: "Der Neoliberalismus in der Psychotherapie … und wie man ihn bekämpfen kann".
Bericht und Video-Dokumentation des Symposiums: https://www.medico.de/fit-fuer-die-ka...
Der Resilienzdiskurs in der Politik und in der Hilfe. 10jähriges Jubiläum der stiftung medico international und Symposium am 5. und 6. Juni 2015.

Ein neuer Stern am Himmel von Pädagogik und Psychologie, aber auch der Organisationsberatung, in der Entwicklungszusammenarbeit, ja selbst in der Sicherheitspolitik scheint aufgegangen zu sein: das Resilienzkonzept.

Wer heute das Wort Resilienz googelt, stößt auf bald 480.000 Einträge: Resilienz in der Erziehungsberatung, Resilienz in der Traumabehandlung, Resilienz in den einschlägigen Ratgeberspalten der Yellow Press, Resilienz aber auch in der Frage des Aufbaus von Gesundheitsdiensten in Westafrika, in den Trainingskursen für Führungskräfte, beim Schutz vor Klimawandel und kriegerischer Gewalt. Fast scheint es, als wäre ein Allheilmittel gefunden gegen all die Krisen und Probleme, denen Menschen in der heutigen Welt ausgesetzt sind.

Die stiftung medico international, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum begeht, will sich mit ihrem diesjährigen Symposium kritisch mit dem Konzept auseinander setzen. Denn bei genauer Betrachtung entpuppt sich die Resilienz-Idee vielleicht auch als Teil jener neoliberalen Hegemonie, zu deren Wesen es eben auch zählt, gesellschaftliche Verantwortung in die Sphäre des Privaten abzudrängen.

- - - - -

Homepage: https://www.medico.de/
Facebook: https://www.facebook.com/medicointern...
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Prof. Mausfeld Der Neoliberalismus und das Ende der Demokratie. (Ton überarbeitet) [1:46:51]

Veröffentlicht am 04.05.2016
Prof. Mausfeld (warum schweigen die Lämmer) Der Neoliberalismus und das Ende der Demokratie. (Ton überarbeitet)
Ursprüngliche YT Quelle: https://youtu.be/vBc4A1HNmPk
Prof Dr.Rainer Mausfeld von der Universität Kiel in der Fortsetzung seiner Vortragsreihe: "Warum schweigen die Lämmer."
Was wurde aus dem Projekt "Aufklärung"?
Der Neoliberalismus ist das von den Eliten geplante finale Ende der Demokratie.

Zur Einführung in diesen Vortrag empfehle ich seinen in -=newscan=- oder anderen Kanälen verfügbaren Vortrag: "Warum schweigen die Lämmer".
Dieser Vortag hier ist als Fortsetzung dazu gedacht.
Ausserdem empfehle ich den Vortag von Werner Rügemer "Herrscher und Vasallen". Die schrittweise Eroberung Europas durch die USA.Hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=w23nU...
Falls sie einen Kommentar zum Video hinterlassen möchten, dann nur hier:
https://youtu.be/n8R7dcaai9g

Walter Ötsch: Neoliberalismus und Postdemokratie [40:11]

Veröffentlicht am 10.06.2015
Demokratie und Macht
Wie hat sich die Demokratie in den letzten 20 Jahren gewandelt? Welche neuen Formen sind entstanden? Wie haben sich politische und ökonomische Macht verschoben? Leben wir schon in der Postdemokratie? Wie kann sich Demokratie erneuern?
Als Ersatz für den Programmpunkt von Colin Crouch, der wegen Flugverkehrbeeinträchtigungen seine Teilnahme absagen mußte:
Walter Ötsch, ICAE, Impulsreferat zu den Entwicklungen des Neoliberalismus und Beziehungen zu den von Colin Crouch "Postdemokratie" genannten Entwicklungen der Demokratie im Schatten bzw. unter dem Einfluß der neoliberalen Entwicklungen der letzten 20 Jahre.
www.icea.at
Mitschnit Michael Schweiger
http://cba.fro.at/17549

siehe auch:
- Kapitalismuskritik: Hackt nicht immer auf den Neoliberalen herum (Dorothea Siems, Die Welt, 10.04.2015)
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Siems gehört der Ludwig-Erhard-Stiftung an.[3]  [Dorothea Siems, Mitgliedschaften, Wikipedia, abgerufen am 24.08.2016]
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- Wirtschaft für Kinder: Was bedeutet "neoliberal"? Wie ein Begriff, der früher Gutes meinte, zum Schimpfwort wurde. (Uwe Jean Heuser, Die Zeit, 25.11.2010, beachte auch die Kommentare!)
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In seinem 2000 erschienenen Werk Das Unbehagen im Kapitalismus. Die neue Wirtschaft und ihre Folgen hob Heuser hervor, dass der Mensch in der Dynamik der globalisierten Ökonomie mit zunehmend komplexeren Marktinformationen umzugehen habe und mehr Aufmerksamkeit und Lebenszeit auf das wirtschaftliche Kalkül einsetzen müsse. Ähnlich wie der amerikanische Soziologe Richard Sennett stellte Heuser fest, dass der Mensch für ein solches Verhalten nicht geschaffen sei. Die schnelle Folge von Entscheidungssituationen riskiere, Menschen zu überfordern. Die Muster der Wahrnehmungen, Empfindungen und Entscheidungen des Menschen entsprächen nicht dem rationalen, konsequent am eigenen Vorteil orientierten Verhalten, das der Markt einfordere, und es trete zunehmend ein Zielkonflikt zwischen privatem wirtschaftlichem Vorteil und den Bedürfnissen nach sozialem Zusammenhalt und fairen Verhältnissen auf. Auf dieser Basis könnten alte Gemeinschaftsinstitutionen nicht mehr wirksam arbeiten. Die Gesellschaft stehe vor der Herausforderung, nach Lösungen zu suchen, welche den Gemeinsinn und die Freiheit stärken; in diesem Zusammenhang sieht Heuser insbesondere das soziale Unternehmertum als zentrales Moment einer funktionierenden Gesellschaft an.[1]  [Uwe Jean Heuser, Wikipedia, abgerufen am 24.08.2016]  
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- Neoliberales Herrschaftssystem: Warum heute keine Revolution möglich ist (Byung-Chul Han, Süddeutsche, 03.09.2014)   Zitat
Der Neoliberalismus formt aus dem unterdrückten Arbeiter einen freien Unternehmer, einen Unternehmer seiner selbst. Jeder ist heute ein selbstausbeutender Arbeiter seines eigenen Unternehmers. Jeder ist Herr und Knecht in einer Person. Auch der Klassenkampf verwandelt sich in einen inneren Kampf mit sich selbst. Wer heute scheitert, beschuldigt sich selbst und schämt sich. Man problematisiert sich selbst statt der Gesellschaft.
- Ungleichheitsforscher Thomas Piketty: Das Kapital ist zurück (Bastian Brinkmann im Inteview mit Thomas Piketty, Süddeutsche, 27.03.2014)
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In Das Kapital im 21. Jahrhundert verknüpft Piketty seine vorangehenden historischen Forschungen zur Einkommensverteilung und Vermögensverteilung mit einer Theorie des Kapitalismus. Er argumentiert, dass unregulierter Kapitalismus unweigerlich zu steigender Vermögenskonzentration führt. Starke Vermögenskonzentration führe zu einer stagnierenden Wirtschaft und sei eine Bedrohung für die Demokratie.Sobald die Kapitalrendite („r“) größer als das Wirtschaftswachstum („g“) sei, also „r > g“, trete diese Entwicklung ein. In der Geschichte sei r in der Regel größer gewesen als g, im 19. Jahrhundert sei dann erstmals g > r gewesen. Allerdings hätten Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Zeit des Ersten Weltkriegsdie Kapitaleinkünfte gegenüber dem Wirtschaftswachstum stark zugenommen. Die starke Ungleichheit dieser (in Europa Belle Époque und in den USA Gilded Age genannten) Ära sei dann durch den Ersten Weltkrieg vorerst beendet worden. Dieser sowie die Great Depression und der Zweite Weltkrieghätten zu einem Abbau der Vermögenskonzentration geführt und somit dazu, dass das Wirtschaftswachstum größer als die Kapitaleinkünfte gewesen sei (gr). Diese Entwicklung habe Ende des 20. Jahrhunderts aufgehört.Piketty behauptete in einem Interview mit der ZEIT, dass Deutschland das Land sei, das nie seine Schulden aus den Weltkriegen bezahlt habe.[8] In einem Gastbeitrag in derselben Zeitschrift warf ihm Historiker Christopher Kopper daraufhin einen Irrtum bei der Analyse der historischen Präzedenzfälle vor.[9]In Le Monde machte Piketty die ungleiche Verteilung von Reichtum auch für Terrorismus verantwortlich. [10]  [Thomas Piketty, Forschung, Vermögen, Wikipedia, abgerufen am 24.08.2016] 
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Thomas Pikettys Wirtschaftswälzer versetzt die Welt in Aufregung, Kulturplatz 27.8.2014 [5:16]

Veröffentlicht am 29.08.2014
Selten hat ein Sachbuch so eingeschlagen. «Das Kapital im 21. Jahrhundert» des französischen Ökonomieprofessors Thomas Piketty hat die Debatte um das heutige Wirtschaftssystem neu belebt. «Wer hat, dem wird gegeben. Wenige Reiche werden immer reicher. Und das immer schneller»: Diese Diagnose verkauft sich in den USA, als wär es der neueste Thriller von Dan Brown. Pikettys Buch kündet von einer beunruhigenden ökonomischen Ungleichheit, die nicht zuletzt die Demokratie bedroht. Thomas Piketty: «Das Kapital im 21. Jahrhundert» erscheint im Oktober 2014 im Verlag C.H.Beck.
Die Sendung «Kulturplatz»: http://www.srf.ch/sendungen/kulturplatz
Mehr Kulturberichterstattung auf: http://www.srf.ch/kultur

Thomas Piketty über Reichtum und Arbeit | Made in Germany [4:48]

Veröffentlicht am 08.10.2014
In vielen westlichen Demokratien schrumpft die Mittelschicht und immer mehr Familien können keine Vermögen mehr ansparen. Star-Ökonom Thomas Piketty hat mit seinem Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" einen internationalen Bestseller gelandet. Vermögen vermehrt sich bei den Reichen überproportional stark, so Pikettys These. Was steckt dahinter und was lässt sich dagegen unternehmen?
Weitere Themen von Made in Germany: http://www.dw.de/german/madeingermany

Thomas Piketty über Reichtum und Arbeit | Made in Germany [4:48]

Veröffentlicht am 08.10.2014
In vielen westlichen Demokratien schrumpft die Mittelschicht und immer mehr Familien können keine Vermögen mehr ansparen. Star-Ökonom Thomas Piketty hat mit seinem Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" einen internationalen Bestseller gelandet. Vermögen vermehrt sich bei den Reichen überproportional stark, so Pikettys These. Was steckt dahinter und was lässt sich dagegen unternehmen?
Weitere Themen von Made in Germany: http://www.dw.de/german/madeingermany

Der Rockstar-Ökonom Piketty über Ungleichheit in Europa [19:50]

Veröffentlicht am 15.10.2015
Ungleichheit, ein weltweites Anliegen

Euronews-Reporter Isabelle Kumar: "Rebell oder Rockstar sind keine Begriffe, die man in der Regel mit Wirtschaftswissenschaftlern verbindet. Aber sie scheinen an dem Franzosen Thomas Piketty zu kleben, der mit seinem Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" über Vermögens- und Einkommensungleichheit bekannt wurde. Thomas Piketty, Ihr Diskurs über die Ungleichheit hat wirklich einen Nerv getroffen und ihr Buch hat alle Erwartungen übertroffen - hat Sie das übe…
LESEN SIE MEHR: http://de.euronews.com/2015/10/14/der...
Abonnieren Sie! http://www.youtube.com/subscription_c...
Internet: http://de.euronews.com/globalconversa...

"The Global Conversation" - das euronews-Diskussionsforum. Euronews trifft Staats- und Regierungschefs sowie wichtige Persönlichkeiten, um ihre Vorschläge zu wichtigen Themen der Gesellschaft und Lösungen für die aktuellen Probleme zu diskutieren.

Das Philosophische Quartett |2011| Irrationale Finanzwelt-Das Gespenst des Kapitals (Vogl,Steingart) [1:01:47]

Veröffentlicht am 12.10.2014
Gäste: Joseph Vogl, Gabor Steingart (EA 19.06.2011)
Inhalt: "Was ist los mit der Welt-Finanzökonomie? Wenn der Schein nicht trügt, hat sie sich von vertrauten konservativen Formen der Geldmehrung ab- und einem nicht mehr nachvollziehbaren System der so unerbittlichen wie irrationalen Gewinnmaximierung zugewendet – mit den nun bekannten Ergebnissen. Am Anfang war – es ist erst gut drei Jahre her und doch schon längst Geschichte – der Zusammenbruch des amerikanischen Immobilienmarkts und in dessen Folge unter anderem der Crash der New Yorker Lehman-Brothers-Bank. Was Betrachtern im ersten Augenblick noch als wenn auch schwerwiegendes, so doch nationales Ereignis erschien, entwickelte sich in einem schier endlosen Katastrophenstrudel zum Global-Desaster der Finanzwelt und vieler Volkswirtschaften.

Wie konnte es dazu kommen, wie war es möglich, dass sich nahezu alle Welt wie besinnungslos auf finanzökonomische Spiele einließ, deren Risiken derart unüberschaubar waren? Betroffen forscht man nach den Ursachen: War dieses Finanzsystem auf Sand gebaut? Wurde die Natur des Geldes pervertiert, und wofür stand das Kapital – für das Äquivalent erbrachter Leistung und effizienter Produktion? War es erwirtschaftet – oder diente es nur als Spielmasse für Spekulationen und Luftgeschäfte? Hatte der Kapitalismus seine Grundlagen verraten?

Mit Joseph Vogl und Gabor Steingart haben sich Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski zwei Experten in die Runde des Philosophischen Quartetts geladen, die durchaus unterschiedlich auf die gegebene Situation reagieren. Während Vogl, Kulturwissenschaftler an der Humboldt-Universität Berlin, in einem aufsehenerregenden Essay das Kapital als „Gespenst“ ausmacht und damit zeigen will, dass die Logik der weltweiten Finanzökonomie nur eine scheinbare sei, da sie sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter von den realpolitischen Bindungen an das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage gelöst hat und nun auf nichts anderem mehr als auf der absurden Unvernunft des sich selbst garantierenden Geldes beruhe, stellt sich für Steingart eine andere Frage. Er nämlich hinterfragt nicht zuvörderst eine Struktur, er fragt nach den handelnden Menschen, ihrer schuldhaften Gier nach gewissenloser Gewinnmaximierung und dem Aussetzen jeder systemstabilisierenden Verantwortung. Virtuelle, fiktive Ökonomie verdiene eben diesen Namen nicht.

Die globale Finanzkrise ist, auch wenn Politiker dies gern behaupten, noch ganz und gar nicht überstanden. Hat man aus ihr gelernt, sind Maßnahmen zu ihrer Bewältigung und Vorkehrungen zur Abwehr einer folgenden krisenhaften Verdichtung getroffen worden? Hat man die gegenwärtige Krise überhaupt begriffen? Ist, so fragen die Philosophen, die Finanzwirtschaft noch eine Triebkraft der Realwirtschaft – oder ist sie zum Parasiten geworden, der die Realwirtschaft überwuchert und zu ersticken droht? Ist die Finanzwirtschaft also, in der es dem Anspruch nach rational zugehen soll, selbst zum Ausdruck des Irrationalen geworden?

In der Finanzökonomie wird schon viel zu lange mit künftigen und erwarteten Werten gehandelt, es wird eine Zukunft bewirtschaftet, von der man glaubt, dass sie sich kalkulieren und berechnen ließe. Die Krise aber beweist das Gegenteil. Die Finanzwirtschaft musste durch staatliches Handeln, durch Garantien der Steuerzahler also, gerettet werden. Gibt es überhaupt eine Chance für die ordungspolitische Zähmung der Finanzmärkte, ehe sie immer wieder versagen? Aus den angeblich kontrollierbaren Risiken sind wieder die unberechenbaren Gefahren geworden. Gehören die Katastrophen zum Geschäftsmodell? Gilt, so fragen Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski schließlich sich und ihre Gäste, für die Finanzwirtschaft vielleicht dasselbe wie für den Zauberlehrling, der sich der Geister, die er rief, nicht mehr erwehren konnte?" (Text: ftsmedia.de)

Democracy Lecture: Thomas Piketty – Das Ende des Kapitalismus im 21. Jahrhundert? [38:55]

Veröffentlicht am 17.11.2014
Kein politisches Buch hat in den letzten Jahren für derartige Furore gesorgt wie Thomas Pikettys »Das Kapital im 21. Jahrhundert«. Sein Befund: Im Zuge der kapitalistischen Entwicklung konzentriert sich der gesellschaftliche Reichtum immer stärker in den Händen der Kapitalbesitzer. Was aber folgt daraus?
Kann von Aufstieg durch Arbeit heute keine Rede mehr sein? Erodiert somit letztlich die Legitimationsgrundlage der gesamten »kapitalistischen Ordnung«? Darüber diskutieren mit Thomas Piketty zum Erscheinen der deutschen Ausgabe (im Verlag C.H. Beck): die Philosophin Susan Neiman, der Politikwissenschaftler Hans-Jürgen Urban und der Kulturwissenschaftler Joseph Vogl, moderiert von Mathias Greffrath.
Democracy Lecture der »Blätter für deutsche und internationale Politik« in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt, 07. November 2014

Mit freundlicher Unterstützung von:
Verlag C.H.Beck, Einstein Forum, Dussmann das KulturKaufhaus
Video: http://www.kontext-tv.de/
Übersetzung: Lilian-Astrid Geese

Das philosophische Quartett: Ist die Welt noch zu retten? [1:01:23]

Veröffentlicht am 09.11.2012
Das philosophische Quartett:
Ist die Welt noch zu retten?
vom 21.09.2008

Über diese Fragen diskutieren Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski am Sonntag, 21. September 2008, 0.10 Uhr im "Philosophischen Quartett" des ZDF. Ihre Gesprächspartner sind der Katastrophen-Experte, Bestseller-Autor und Globalisierungspessimist Harald Welzer und der Beobachter der Globalwirkungen in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, Franz Josef Radermacher, ein prominenter Globalisierungsoptimist. Wirtschaftswissenschaftler Franz Josef Radermacher sagt: Ja, die Welt ist noch zu retten! Projekte für Wohlstand und Wohlfahrt könnten, global gesteuert und auf Interessenausgleich ausgerichtet, auf Befriedung und langfristige Sicherheit hinwirken. Kulturwissenschaftler Harald Welzer ist dagegen skeptisch - vor allem aufgrund der dramatischen Klimaveränderungen. Wie wird die Welt umgehen mit Gewaltkonflikten, Bürgerkriegen, ethnischen Säuberungen und gewaltigen Flüchtlingsströmen bei schwindenden Überlebensräumen? Ist die eine, einige Welt nur ein Gutmenschentraum oder die einzige, letzte Chance, die der Menschheit gegeben ist? Schön und friedvoll scheint unser Planet allenfalls noch aus der Perspektive der Astronauten auszusehen. Und doch ist alles, was die Erde, ihre Zivilisationen und Kulturen heute bedroht, nur ein Vorgeschmack auf die großen globalen Krisen, die das 21. Jahrhundert bestehen muss, wenn die Menschheit überleben will. Wie schlecht steht es um die Welt? Terror und Kriege, Umweltkatastrophen, Menschenrechtsdesaster und Korruption, politischer Betrug und brutale Durchsetzung von Profitinteressen bedrohen die Gesellschaften.

Anmerkung vom Kanalbetreiber:
Es ist erstaunlich wie sich der sog. menschengemachte Klimawandel aufrecht erhält. Am Ende der Sendung, bei den Buchtipps, gibt es immerhin einige leuchtende Momente... Dennoch fand ich diese Diskussion recht interessant und sie wurde hier bisher noch nicht hochgeladen.


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Jesaja (hebr. Jeschajahu ישעיהו) ist neben JeremiaEzechiel und anderen einer der wichtigsten Schriftpropheten des Tanach, der hebräischen Bibel. Im hebräischen Kanon gehört er zu den hinteren Propheten der Nevi’im. Im Kanon des Alten Testaments steht sein Buch an erster Stelle der Prophetenbücher. Jesaja ben Amoz wirkte im damaligen Südreich Juda zwischen 740 und 701 v. Chr. in der Zeit der Bedrohung durch die antike Großmacht Assyrien.
Er verkündete Juda, Israel und Assur JHWHs Gericht, aber auch eine endzeitliche Wende zu universalem Frieden, Gerechtigkeit und Heil. Als erster Prophet Israels verhieß er den Israeliten einen zukünftigen Messias als gerechten Richter und Retter der Armen.  [Jesaja, Wikipedia, abgerufen am 24.08.2016]
Das gleichnamige biblische Buch wurde im Mittelalter in 66 Kapitel unterteilt. […]
Die ersten 39 Kapitel bestehen überwiegend aus Prophezeiungen, in denen Jesaja den Nationen droht, die Judaverfolgen. Zu den Nationen gehören unter anderem AssyrienÄgyptenBabylonienSyrien und Moab. Generell besagen die Prophezeiungen, dass Gott der Herr der Welt sei und alle ungläubigen Völker bestraft, die sich sicher genug fühlen. Jesaja erwähnt hier auch einen Messias, eine geweihte Person, die Macht von Gott bekommen hat, und dessen Königreich, in dem Gerechtigkeit vorherrschen werde. Interessant an dieser Prophezeiung ist, dass Jesaja konkret darüber schreibt, von wem dieser Messias abstammen wird. Bei Jesaja 11,1 heißt es nämlich, dass der Messias ein Nachkomme von König David sein wird. Die Wirkungszeit des Propheten in Jerusalem beträgt etwa 40 Jahre.
Ab Kapitel 40 richtet sich die Botschaft an die nach Babylonien verschleppten Juden. Ihnen wird die Befreiung zugesagt. Dabei beteuert der Autor, dass die Juden das auserwählte Volk des Herrn seien und dass JHWH ihr einziger Gott sei.
Die letzten Abschnitte enthalten poetisch formulierte Prophezeiungen über die prächtige Zukunft Zions. Obwohl das Buch die Verdammung von falschen Götzendienern erwähnt, endet es mit einer Nachricht der Hoffnung auf einen rechtschaffenen Herrscher. Im Buch Jesaja werden die Seraphim dargestellt und Immanuel und die Verheißung des Friedefürsten erwähnt.
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5. Ja, richte einen Tisch zu, laß wachen auf der Warte, esset, trinket; macht euch auf, ihr Fürsten, schmieret den Schild!
6. Denn der HERR sagt zu mir also: Gehe hin, stelle einen Wächter, der da schaue und ansage.
7. Er siehet aber Reiter reiten und fahren auf Rossen, Eseln und Kamelen und hat mit großem Fleiß Achtung darauf.
8. Und ein Löwe rief: HERR, ich stehe auf der Warte immerdar des Tages und stelle mich auf meine Hut alle Nacht.
9. Und siehe, da kommt einer, der fähret auf einem Wagen, der antwortet und spricht: Babel ist gefallen, sie ist gefallen, und alle Bilder ihrer Götter sind zu Boden geschlagen!
 
[Jesaja, 21.5-9, Bibeltext.com, Modernisierter Text] 

Bob Dylan - All along the Watchtower ( Woodstock 94) [5:22]

Veröffentlicht am 13.07.2013
BOB DYLAN All Along The Watchtower at Woodstock 1994

Bob Dylan: All Along The Watchtower, Explored [7:55]   (Übersetzung unten bei Andreas Wolf)

Veröffentlicht am 15.06.2016
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SOURCES AND FURTHER READING:
Clinton Heylin, "Bob Dylan: The Recording Sessions, 1960-1994" (pg 69-71)
https://books.google.com/books?id=c9d...
Albin J. Zak III, "Bob Dylan and Jimi Hendrix: Juxtaposition and Transformation "All along the Watchtower" Journal of the American Musicological Society, Vol. 57, No. 3 (Fall 2004), pp. 599-644
Nicholas Taylor, "Bob Dylan: John Wesley Harding" (via Pop Matters) 2000
http://www.popmatters.com/review/dyla...
Robert Johnson Wikipedia:
https://en.wikipedia.org/wiki/Robert_...
Herb Bowie, "All Along The Watchtower" (via Reason To Rock)
http://www.reasontorock.com/tracks/wa...
D.A. Pennebaker, "Don't Look Now" 1967
http://www.imdb.com/title/tt0061589/
Kees de Graaf, "All Along The Watchtower Analysis (via his website)
http://www.keesdegraaf.com/index.php/...

siehe auch:
- All along the Watchtower (Andreas Wolf, Sichten und Ordnen, 25.11.2013)
- Bob Dylan's "All along the Watchtower" - a lyric analysis - Part 1 (Kees de Graaf auf seiner Seite, 07.12.2011)

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