Mittwoch, 30. November 2016

Ein Roboter von der Größe eines Planeten

Der renommierte Sicherheits-Experte warnte auf dem Security-Kongress der Telekom vor einer grenzenlosen Vernetzung. Staatliche Regulierung sei unausweichlich.
Mit einer düsteren Bilanz der Sicherheit im Internet of Things hat der Autor und Sicherheits-Experte Bruce Schneier in Frankfurt vor den Folgen einer grenzenlosen Vernetzung gewarnt. Die Menschheit baue derzeit einen "Roboter von Größe eines Planeten" – sei sich der Folgen aber kaum bewusst.

Nicht nur Daten, auch Menschen gefährdet
"Das Internet ist die komplexeste Maschine, die die Menschheit je geschaffen hat", erklärte der Autor. Durch die Verknüpfung mit dem Internet of Things, also der Einbindung von Sensoren und Aktoren, habe das System eine unbekannte Brisanz erlangt. Seien bisher durch IT-Attacken allenfalls Daten gefährdet worden, gehe es nun darum, dass Menschen geschädigt oder verletzt werden könnten.

Bei der IT-Sicherheit sieht Schneier ein gewaltiges Marktversagen: So bemühten sich zwar Sicherheitsteams großer Konzerne darum, Smartphones so sicher zu halten wie möglich. Bei Geräten wie einem digitalen Videorecorder oder einem Thermostat mit Internetanschluss gäbe es diese Teams jedoch nicht. Oft seien bei den billigen Geräte nicht mal eine Update-Möglichkeit vorgesehen. Zudem würden Geräte wie Kühlschränke auch sehr viel seltener ausgetauscht als Smartphones.

Nicht mein Problem
Der Kunde sei mit der Problematik überfordert. Der kaufe schließlich ein Gerät wie einen Videorecorder aufgrund des Preises und der gebotenen Funktionen. "Wenn das Gerät genutzt wird, auf der anderen Seite der Erdkugel zum Beispiel Brian Krebs zu attackieren, ist es dem Kunden egal", sagte Schneier.

Als Folge dieses Marktversagens sieht der Sicherheitsexperte staatliche Regulierung als unumgänglich an. So würden potenziell gefährliche Produkte wie Autos oder medizinische Geräte einem Zertifizierungsprozess unterzogen. Bisher sei das Internet von solchen Eingriffen weitestgehend verschont geblieben. "Die Ära von Spaß und Spielen ist aber nun vorbei", mahnte Schneier.

mehr:
- Bruce Schneier zur Netz-Sicherheit: "Die Ära von Spaß und Spielen ist vorbei" (Torsten Kleinz, heise News, 29.11.2016)

Internet der Dinge einfach erklärt [3:11]

explainity Veröffentlicht am 01.02.2016
Das „Internet der Dinge“, kurz IoT für "Internet of Things", ist ein vielbenutzter Begriff in der heutigen digitalen Welt. Kurz gefasst heißt es: Dinge sind über das Internet miteinander vernetzt. Was sich ganz genau dahinter verbirgt, erklären wir euch in diesem Clip. Häufig gleichbedeutend wird der Begriff „Internet of Everything“ genannt, also frei übersetzt das „Internet von Allem“. Hier sind dann nicht nur Dinge, sondern auch Menschen, Daten und Prozesse miteinander verbunden. --------------- Dieses Erklärvideo wurde produziert von explainity GmbH Homepage: www.explainity.com E-Mail: info@explainity.com Wenn Sie Interesse an einem eigenen explainity Erklärvideo haben, besuchen Sie unsere Website www.explainity.com oder nehmen Sie Kontakt mit uns auf. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage. Diesen Erklärfilm dürfen Sie gerne für eigene Zwecke frei verwenden und bei sich einbinden. Bitte beachten Sie jedoch, dass der Erklärfilm weder inhaltlich noch grafisch verändert werden darf. Geben Sie bei einer Verwendung bitte stets explainity als Quelle an und verweisen Sie bei Veröffentlichungen im Internet auf www.explainity.com.


Das Internet der Dinge (Full Dokumentation) [58:55]

Terri Limones Veröffentlicht am 26.01.2014
Dokumentation 2014


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Der aus dem englischen Sprachraum stammende Begriff Big Data [ˈbɪɡ ˈdeɪtə] (von englisch big ‚groß‘ und data ‚Daten‘) bezeichnet Datenmengen, welche
  • zu groß,
  • zu komplex,
  • zu schnelllebig oder
sind, um sie mit manuellen und herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung auszuwerten.[1] Im deutschsprachigen Raum ist der traditionellere Begriff Massendaten. „Big Data“ wird häufig als Sammelbegriff für digitale Technologien verwendet, die in technischer Hinsicht für eine neue Ära digitaler Kommunikation und Verarbeitung und in sozialer Hinsicht für einen gesellschaftlichen Umbruch verantwortlich gemacht werden.[2] Er steht dabei grundsätzlich für große digitale Datenmengen, aber auch für deren Analyse, Nutzung, Sammlung, Verwertung und Vermarktung.[3]
In der Definition von Big Data bezieht sich das „Big“ auf die drei Dimensionen volume (Umfang, Datenvolumen), velocity(Geschwindigkeit, mit der die Datenmengen generiert und transferiert werden) sowie variety (Bandbreite der Datentypen und -quellen).[4] Erweitert wird diese Definition um die zwei V's value und validity, welche für einen unternehmerischen Mehrwert und die Sicherstellung der Datenqualität stehen.[5]Der Begriff „Big Data“ unterliegt als Schlagwort einem kontinuierlichen Wandel; so wird mit ihm ergänzend auch oft der Komplex der Technologien beschrieben, die zum Sammeln und Auswerten dieser Datenmengen verwendet werden.[6][7] Die gesammelten Daten können dabei aus verschiedensten Quellen stammen (Auswahl):
  • die Nutzung von Social Media Informationen und Interaktionen,
  • von Behörden und Unternehmen erhobene und gesammelte Daten.
„Big Data“ umfasst auch Bereiche, die als „intim“ bzw. „privat“ gelten: Der Wunsch der Industrie und bestimmter Behörden, möglichst freien Zugriff auf diese Daten zu erhalten, sie besser analysieren zu können und die gewonnenen Erkenntnisse zu nutzen, gerät dabei unweigerlich in Konflikt mit geschützten Persönlichkeitsrechten der Einzelnen. Ein Ausweg ist allein durch eine
  • Anonymisierung der Daten vor dem Ausbeuten, wenn nicht schon durch
  • Anonymisierung vor dem Auswerten
zu erreichen. Klassische Anwender sind Provider sozialer Netzwerke und von Suchmaschinen. Die Analyse, Erfassung und Verarbeitung von großen Datenmengen ist heute in vielen Bereichen alltäglich.
Big Data kann Geschäftsprozess-Verbesserungen in allen Funktionsbereichen von Unternehmen, vor allem aber im Bereich der Technologieentwicklung und Informationstechnik sowie des Marketings erzeugen.[9] Die Erhebung und Verwertung der Datenmengen dient dabei im Allgemeinen der Umsetzung von Unternehmenszielen oder zur staatlichen Sicherheit. Bisher haben vor allem große Branchen, Unternehmen und Anwendungsbereiche der Wirtschaft, Marktforschung, Vertriebs- und Servicesteuerung, Medizin, Verwaltung und Nachrichtendienste die entsprechenden digitalen Methoden für sich genutzt: Die erfassten Daten sollen weiterentwickelt und nutzbringend eingesetzt werden. Die Erhebung der Daten dient dabei meistens für konzernorientierte Geschäftsmodelle sowie Trendforschung in den sozialen Medien und Werbeanalysen, um zukunftsweisende und möglicherweise gewinnbringende Entwicklungen zu erkennen und in Prognosen umzumünzen.[10] [Big Data, Wikipedia, abgerufen am 30.11.2016]
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Doku 2015 Die Macht der Algorithmen - Zufälle gibt es nicht ? [Dokumentation 2015] [42:32]

Dokumentation Veröffentlicht am 19.02.2015
Doku 2015 Die Macht der Algorithmen - Zufälle gibt es nicht [Dokumentation 2015] Die Macht der Algorithmen: Wer wird der nächste Fußballweltmeister? Wann kommt die nächste Finanzkrise? Wo passiert die nächste Revolution? Mathematiker und IT-Spezialisten können die Zukunft... Fraktale


siehe auch:
- Nach Großstörung bei der Telekom: heise Security bietet TR069-Test (Jürgen Schmidt, heise Security, 29.11.2016)
- Polit-Spam: Österreichs Fernmeldebehörde will ermitteln (Daniel AJ Sokolov, heise News, 30.11.2016)

mein Kommentar:
Die Ausbeutung von Gefühlen hilflosen Ausgeliefert-Seins ist ein bestimmt lukratives Geschäftsmodell; dabei darf natürlich nicht vergessen werden, daß der wirkliche Feind im Kreml sitzt! 

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