Sonntag, 13. August 2017

Angst als Propaganda-Instrument: Böse ist’s, wenn’s die anderen tun!

◼︎ Im September führen russische und weißrussische Armee gemeinsam das Manöver Zapad-2017 durch.
◼︎ Die Übung weckt bei den Ostsee-Anrainern die Angst, dass sich nun dauerhaft russische Soldaten im Grenzgebiet aufhalten.
◼︎ Russland seinerseits sieht sich durch die Nato bedroht, die im Baltikum und Polen Bataillone stationiert hat.

Die ersten russischen Soldaten sind schon in Weißrussland angekommen, und Sorgen sind auch längst da. Das geplante russisch-weißrussische Manöver Zapad-2017 hat in der Region massive Befürchtungen ausgelöst. Die Ukraine, aber auch die Balten und die Polen fühlen sich bedroht. Aber nach Moskauer Logik ist so ein Manöver nötig, weil es sich wiederum von der Nato bedroht fühlt.

Die Übung namens "der Westen" findet alle vier Jahre statt

Kürzlich traf sich der ukrainische Präsident Petro Poroschenko mit seinem weißrussischen Kollegen Alexander Lukaschenko, es sollte vor allem um ein Thema gegangen sein: das Manöver Zapad-2017. Lukaschenko hatte der Ukraine schon im Frühjahr versichert, dass bei der großen Übung keinerlei Panzer von weißrussischem Boden die ukrainische Grenze überqueren würden. Kiew aber befürchtet, dass Russland das Manöver für "eine Aggression gegen ein beliebiges europäisches Land" nutzen könnte. So jedenfalls zitiert die Zeitung Nesawissimaja Gaseta den ukrainischen Verteidigungsminister Stepan Poltorak.

Sorgen machen sich aber auch andere. Vor allem Polen und die drei baltischen Staaten - und die Nato-Führung selber. Die Übung Zapad, auf Deutsch "der Westen", findet seit 2009 alle vier Jahre statt, diesmal jedoch wird sie in Europa sensibler wahrgenommen als in der Vergangenheit. Es ist die erste seit dem Ukraine-Konflikt und der schweren politischen Krise zwischen Russland und dem Westen wegen der russischen Krim-Annexion.

Mitte September soll das Manöver abgehalten werden, für knapp eine Woche. Nach Angaben Moskaus werden daran 12 700 Militärangehörige teilnehmen. Auch die russische 1. Garde-Panzerarmee, im Zweiten Weltkrieg gegründet und 2016 neu gebildet, soll dabei sein. Aus russischer Sicht wurde die Panzerarmee zur Abschreckung des Westens reaktiviert.

mehr:
- Militärmanöver Angst vor Russlands "grünen Männchen" (Tobias Matern, Frank Nienhuysen, Süddeutsche Zeitung, 12.08.2017)

Was sich vor der Grenze von Russland abspielt! {10:28}

Veröffentlicht am 29.06.2016
Die Nato ist nur da um andere Länder in ein Bündnis zu kriegen und dort ihre Marionetten zu Positionieren.
Sie bereiten sich vor Russland ein zu nehmen! Russland verteidigt sich nur!

Die USA geben ungefähr 10mal soviel fürs Militär aus wie Russland
(Quelle: Tagesschau)

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