Mittwoch, 9. August 2017

Hurra, die Telematik kommt! 😀


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Bis zur Jahrtausendwende wurde mit E-Health noch vorwiegend die Digitalisierung traditioneller Prozesse im öffentlichen Gesundheitswesens wie elektronische Gesundheitsakten oder ein elektronisch gestĂŒtztes Krankheits- und Wissensmanagement bezeichnet. Andere IKT-gestĂŒtzte Prozesse in der Medizin wie Gesundheitsinformationsnetzwerke oder Telemedizin wurden parallel zu E-Health aufgefĂŒhrt. Aufgrund neuer technologischer Entwicklungen wie mobiles Internet oder Internet der Dinge entwickelten sich seitdem eine Vielzahl weiterer IKT-gestĂŒtzter Anwendungen fĂŒr das Gesundheitswesen. Dies fĂŒhrte zu einer allgemeineren Fassung der E-Health-Definition, die heute als Oberbegriff fĂŒr eine Vielzahl von Bereichen dient:
  • elektronisch gestĂŒtztes Krankheits- und Wissensmanagement (Clinic Decision Support Systems, Big-Data-Diagnostik)
  • persönlich und dezentral bereitgestellte GesundheitsfĂŒrsorge zur Diagnose, Überwachung, Beratung, Terminvergabe und Verschreibungen (Internetmedizin)
  • Online Apotheken
Die Disziplinen Medizin, IT und Gesundheitsmanagement werden dabei zu dem neuen Fachbereich E-Health verschmolzen.[2] Seit 2007 werden in Deutschland MasterstudiengĂ€nge[3], seit 2015 auch BachelorstudiengĂ€nge[4] fĂŒr den Fachbereich E-Health angeboten. Am 4. Dezember 2015 wurde im Bundestag das „E-Health-Gesetz“[5] beschlossen, das die EinfĂŒhrung von E-Health Technologien im deutschen Gesundheitswesen regelt.[6] Der weltweite Umsatz fĂŒr E-Health Produkte und Dienstleistungen wurde 2014 auf 85 Milliarden US$ geschĂ€tzt, das jĂ€hrliche Wachstum des Marktes auf 15 %. [E-Health, Definition, Wikipedia, abgerufen am 09.08.2017, Hervorhebung von mir]
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Ab Mitte 2017 soll die Erprobung der OnlineprĂŒfung und -aktualisierung der Versichertenstammdaten auf der elektronischen Gesundheitskarte in den bundesweiten Rollout ĂŒbergehen. Zum Stand des Projekts.

Norbert Paland, im Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter­ium (BMG) zustĂ€ndig fĂŒr Grundsatzfragen der Gesundheitspolitik und Telematik, zeigte sich bei einer Informationsveranstaltung der KV Telematik GmbH Ende MĂ€rz in Berlin Ă€ußerst zufrieden mit den per E-Health-Gesetz erzielten Fortschritten. Aus Sicht des BMG hat sich der durch das „Planungsabsicherungsgesetz mit Fristen und Sanktionsregelungen“ (Paland) erzeugte Druck auf die Selbstverwaltung gelohnt.

Neben mehreren Anwendungen – darunter das radiologische Telekonsil, der bundesweite Medikationsplan und die Videosprechstunde –, die inzwischen erfolgreich auf den Weg gebracht worden sind, gibt es Paland zufolge auch große Fortschritte bei der Onlineanbindung der Ärzte an die Tele­ma­tik­infra­struk­tur (TI). Alles sei „so gut gelaufen wie noch nie“, so der BMG-Experte. Noch 2016 habe das Bundesamt fĂŒr Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) die notwendigen Komponenten fĂŒr die TI und die erste Anwendung, das Versichertenstammdatenmanagement (VSDM) freigegeben. Die Tests wurden noch 2016 erfolgreich gestartet.


„Ich höre extrem Gutes aus den TestablĂ€ufen“, versicherte Paland. Daher ist ihm zufolge davon auszugehen, dass Mitte des Jahres planmĂ€ĂŸig in den flĂ€chendeckenden Onlineproduktivbetrieb der TI ĂŒbergegangen werden kann. „Das wĂ€re dann tatsĂ€chlich das SahnehĂ€ubchen auf der Erfolgsgeschichte des E-Health-Gesetzes.“
mehr:
- Tele­ma­tik­infra­struk­tur: Test mit Risiken (Heike E. KrĂŒger-Brand, Deutsches Ärzteblatt, 114/2017)

Zu alt fĂŒr diesen scheiss {0:05}

alex010378
Veröffentlicht am 27.12.2014



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