Samstag, 2. Dezember 2017

Stellenabbau nach Rekordgewinn – Hat Siemens das nötig?

Der Industrieriese Siemens streicht fast 7000 Jobs und will zwei Werke in Leipzig und Görlitz dichtmachen. Mitarbeiter und Politiker sind empört. Geht es dem Konzern wirklich so schlecht? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Mit seinem Kahlschlagsplan für die Turbinenproduktion vor allem in Ostdeutschland hat Siemens-Chef Joe Kaeser reichlich politisches Kapital verspielt. Die IG Metall kündigt "ordentlich Krawall" an, ihr Aufsichtsrat Jürgen Kerner will "dann mit der Siemens-Führung über die Schließungspläne verhandeln, wenn diese zurückgenommen werden". SPD-Chef Martin Schulz nennt das Vorgehen des Konzerns "asozial". Und im Bundestag mochte sogar der FDP-Abgeordnete Thorsten Herbst die Entscheidung "nicht nachvollziehen". Was also treibt Kaeser in die Konfrontation? Hier die wichtigsten Fragen.

Geht es Siemens so schlecht, dass der Konzern rund 7000 Stellen streichen und zwei Werke schließen muss?

Nach einem Rekordjahr mit 6,2 Milliarden Euro Nettogewinn und 11,2 Prozent Umsatzmarge im Industriegeschäft sind solche Pläne besonders schwer zu vermitteln. "Wir können vier grüne Haken setzen", bejubelte Konzernchef Joe Kaeser die vorläufige Bilanz für 2017 - schob aber gleich einen Hinweis auf die Misere im Kraftwerksgeschäft nach. Seine kommunikative Aufgabe: den Konzern als erfolgreich wie nie darstellen - und zugleich als Sanierungsfall in seinem Kerngeschäft.

"Defizitäre Geschäfte dauerhaft zu subventionieren, wäre verantwortungslos", argumentiert Personalchefin Janina Kugel. Die Jobs würden also geopfert, um an anderer Stelle in Wachstum investieren zu können. Kaesers Linie geht so: Das Wohl aller Beteiligten gehe über den Aktienwert, aber man müsse die Performance in Ordnung bringen, bevor man von aggressiven Investoren zu noch radikaleren Schritten gezwungen wird.

mehr:
- Stellenabbau in der Kraftwerksparte: Hat Siemens diesen Kahlschlag nötig? (Arvid Kaiser, SPON, 23.11.2017)

Die Vision des Werner von Siemens {25:35}

Veröffentlicht am 02.07.2012
Pirato Sartosht

Die Akte Siemens - Geschäftemacherei eines Weltkonzerns ►DOKU deutsch {43:44}

Veröffentlicht am 30.10.2017
Doku Kakadu
Im März 2005 steht ein ehemaliger Siemens-Manager vor der Konzernzentrale und protestiert gegen Korruption und Bestechung. Er erzählt dem Vorstand von zweifelhaften Geschäftsmethoden des Weltkonzerns. Kurz darauf bekommt er von Siemens einen Vertrag zur Unterschrift, in dem er sich zum Stillschweigen verpflichtet. Ein Jahr später wird öffentlich, dass das Unternehmen in einen der größten Bestechungs- und Korruptionsskandale verwickelt ist, die es in Deutschland je gegeben hat. Die Ermittler entdecken schwarze Kassen und Bestechungssummen in Milliardenhöhe. Von all dem hätten sie nichts gewusst, beteuern die damaligen Vorstandschefs. Akte Siemens: die Reportage erzählt von bislang unbekannten konspirativen Geschäften mit Geheimdienstlern in Moskau, deckt heimliche Kartelle auf und berichtet von anderen dubiosen Geschäftspraktiken, die den Weltkonzern in Verruf gebracht haben.

Chaos beim Elektronik-Konzern Siemens | Made in Germany {4:13}

Veröffentlicht am 07.08.2013
DW Deutsch
Einer der größten Elektronik-Konzerne weltweit steckt in einer tiefen Krise. Neben dem Rauswurf von Chef Peter Löscher kämpft Siemens mit diversen Problemen wie nicht ausgelieferten ICEs und riesigen Fehlinvestitionen. Neue Ideen sind gefragt: Die jungen Unternehmensberater Daniel Rother und Ahmet Acar würden Siemens gern komplett umkrempeln. Wie muss sich der Großkonzern neu aufstellen?

Nachrichtenansager Claus Kleber im Rededuell mit Joe Kaeser 26.03.2014 - Bananenrepublik {5:37}

Veröffentlicht am 28.03.2014
Bananenrepublik1
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