Schon ohne A hat’s Eier.
Aber wenn’s noch ein A kriegt,
dann kriegt’s auch gleich
dreimal soviel Beine,
und flugs rennt’s
und versteckt seine Eier.
Freitag, 5. Dezember 2014
Adventsrätsel, das Fünfte von vierundzwanzig
Donnerstag, 4. Dezember 2014
KenFM im Gespräch mit: Dr. Udo Ulfkotte (Gekaufte Journalisten)
KenFM im Gespräch mit: Dr. Udo Ulfkotte (Gekaufte Journalisten) {1:33:50}
KenFM
Am 04.12.2014 veröffentlicht
Am 04.12.2014 veröffentlicht
Dr. Udo Ulfkotte ist am Freitag, den 13.01.2017, überraschend an einem Herzinfarkt verstorben. Das bestätigte seine Familie. Aus Anlass seines Todes verweisen wir auf das Interview, das wir vor knapp zwei Jahren mit ihm im Westerwald führen durften. Mit ihm verlässt ein kritischer Geist die deutsche Medienlandschaft.
Dr. Udo Ulfkotte hat 17 Jahre für die Frankfurter Allgemeine Zeitung gearbeitet. Die FAZ verstand sich, so Ulfkotte, lange als die Lehman Brothers unter den Print-Medien. Vor der Pleite.
Wer für die FAZ schrieb, hatte Macht. Er konnte Personen hochschreiben - aber auch zerstören. Er war als FAZ-Redakteur Teil einer Presse-Maschinerie, deren Aufgabe es bis heute ist, die Deutungshoheit des Imperiums zu verteidigen. Je länger Ulfkotte blieb, desto höher wurde der Preis, den er dafür zu bezahlen hatte, denn das Bild, dass die FAZ von sich nach außen verkauft, hatte und hat mit den tatsächlichen Methoden, wie hinter den Kulissen Meinung gemacht wird, wenig zu tun. Die FAZ ist ein Manipulationstool für die Reichen und Schönen, und steht damit der BILD, der Welt oder der Süddeutschen in nichts nach.
Dr. Udo Ulfkotte bringt es in einem leicht modifizierten FAZ-Werbeslogan auf den Punkt: „FAZ - Dahinter steckt meist ein korrupter Kopf.“ Ulfkotte ist nicht der Edward Snowden der deutschen Presselandschaft, aber in seinem Bestseller „Gekaufte Journalisten“ benennt und belastet er die Haute-Volée der Meinungsmacher in diesem Land. Der überwiegende Teil von ihnen, sogenannte „Alpha-Journalisten“, sei alles andere als unabhängig, sondern befindinde sich in einem Abhängigkeitsverhältnis gegenüber den Mächtigen, so Ulfkotte.
In sogenannten Think-Tanks trifft man sich, macht sich gemein, kungelt und gibt damit jegliche journalistische Distanz auf. Im Gegenzug erhält man die Möglichkeit, zum Beispiel für Banken, Großkonzerne und Lobby-Gruppen hochbezahlte Vorträge zu halten. Anders als etwa in der Formel 1 müssen zum Beispiel Journalisten wie Claus Kleber, Tom Buhrow, Kai Diekmann, Josef Joffe oder Stefan Kornelius die Namen ihrer „Sponsoren“ nicht offen und für alle sichtbar am Kragen tragen. Wäre das so, würde dem Zuschauer schnell klar werden, warum diese zum Beispiel in der Causa Ukraine stets der NATO nach dem Mund reden.
Im Gespräch mit KenFM belastet Dr. Udo Ulfkotte zahlreiche frühere Kollegen schwer und legt die zum Teil betrügerischen Praktiken der Pressehäuser, die bis zu gefälschten Auflage-Zahlen reichen, schonungslos dar. Keiner der im Buch erwähnten „Kollegen“ hat bisher mit einer Klage gegen Ulfkotte gedroht oder war zu einer Stellungnahme bereit.
Wir trafen den Whistleblower Ulfkotte im Westerwald zu einem 90-minütigen Gespräch. Das Interview mit KenFM ist seit dem Erscheinen von „Gekaufte Journalisten“ der erste Kontakt Ulfkottes mit einem deutschen Medium, nachdem bereits viele internationale Journalisten über das Buch und seinen Autor berichtet hatten.
Die Welt liebt den Verrat, aber sie hasst den Verräter.
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Dr. Udo Ulfkotte hat 17 Jahre für die Frankfurter Allgemeine Zeitung gearbeitet. Die FAZ verstand sich, so Ulfkotte, lange als die Lehman Brothers unter den Print-Medien. Vor der Pleite.
Wer für die FAZ schrieb, hatte Macht. Er konnte Personen hochschreiben - aber auch zerstören. Er war als FAZ-Redakteur Teil einer Presse-Maschinerie, deren Aufgabe es bis heute ist, die Deutungshoheit des Imperiums zu verteidigen. Je länger Ulfkotte blieb, desto höher wurde der Preis, den er dafür zu bezahlen hatte, denn das Bild, dass die FAZ von sich nach außen verkauft, hatte und hat mit den tatsächlichen Methoden, wie hinter den Kulissen Meinung gemacht wird, wenig zu tun. Die FAZ ist ein Manipulationstool für die Reichen und Schönen, und steht damit der BILD, der Welt oder der Süddeutschen in nichts nach.
Dr. Udo Ulfkotte bringt es in einem leicht modifizierten FAZ-Werbeslogan auf den Punkt: „FAZ - Dahinter steckt meist ein korrupter Kopf.“ Ulfkotte ist nicht der Edward Snowden der deutschen Presselandschaft, aber in seinem Bestseller „Gekaufte Journalisten“ benennt und belastet er die Haute-Volée der Meinungsmacher in diesem Land. Der überwiegende Teil von ihnen, sogenannte „Alpha-Journalisten“, sei alles andere als unabhängig, sondern befindinde sich in einem Abhängigkeitsverhältnis gegenüber den Mächtigen, so Ulfkotte.
In sogenannten Think-Tanks trifft man sich, macht sich gemein, kungelt und gibt damit jegliche journalistische Distanz auf. Im Gegenzug erhält man die Möglichkeit, zum Beispiel für Banken, Großkonzerne und Lobby-Gruppen hochbezahlte Vorträge zu halten. Anders als etwa in der Formel 1 müssen zum Beispiel Journalisten wie Claus Kleber, Tom Buhrow, Kai Diekmann, Josef Joffe oder Stefan Kornelius die Namen ihrer „Sponsoren“ nicht offen und für alle sichtbar am Kragen tragen. Wäre das so, würde dem Zuschauer schnell klar werden, warum diese zum Beispiel in der Causa Ukraine stets der NATO nach dem Mund reden.
Im Gespräch mit KenFM belastet Dr. Udo Ulfkotte zahlreiche frühere Kollegen schwer und legt die zum Teil betrügerischen Praktiken der Pressehäuser, die bis zu gefälschten Auflage-Zahlen reichen, schonungslos dar. Keiner der im Buch erwähnten „Kollegen“ hat bisher mit einer Klage gegen Ulfkotte gedroht oder war zu einer Stellungnahme bereit.
Wir trafen den Whistleblower Ulfkotte im Westerwald zu einem 90-minütigen Gespräch. Das Interview mit KenFM ist seit dem Erscheinen von „Gekaufte Journalisten“ der erste Kontakt Ulfkottes mit einem deutschen Medium, nachdem bereits viele internationale Journalisten über das Buch und seinen Autor berichtet hatten.
Die Welt liebt den Verrat, aber sie hasst den Verräter.
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Adventsrätsel, das Vierte von vierundzwanzig
Ist »p« sein drittes Zeichen,
trägt oftmals man sehr schwer daran;
doch wenn sein drittes Zeichen »b«,
ißt man es gerne zum Kaffee.
Auflösung zu Nr. 3
Mittwoch, 3. Dezember 2014
Niemand braucht sich vor der NATO zu fürchten, wenn sie sich erweitert
Russland wird beschuldigt der NATO zu nahe zu rücken [2:56]
zzz
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Veröffentlicht am 23.10.2014
Antikrieg TV
Der Pressesprecher des Pentagon im Kreuzverhör
Auf der Jahrestagung des "Verbandes der US-Armee" erklärte der US-amerikanische Kriegsminister Chuck Hagel, die US-Streitkräfte müssten sich "mit einem revisionistischen Russland und seiner modernen und fähigen Armee an der Türschwelle der NATO auseinandersetzen."
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz des US-Außenministeriums und des Pentagon, konfrontierte der US-Journalist Matt Lee (Associated Press, AP) den Pressesprecher des Pentagon, Konteradmiral John Kirby, und bat ihn, die Aussage seines Chefs zu erläutern.
Russia Today 17. Oktober 2014
Untertitel: Doris Pumphrey, weltnetz.tv
http://www.antikriegsnachrichten.de
http://www.antiwarnews.org
http://www.antikrieg.tv
http://facebook.com/antikriegtv
https://rebelmouse.com/antikriegtv
http://youtube.com/antikriegtv
http://youtube.com/antikriegtv2
English
https://www.facebook.com/antiwartv
Auf der Jahrestagung des "Verbandes der US-Armee" erklärte der US-amerikanische Kriegsminister Chuck Hagel, die US-Streitkräfte müssten sich "mit einem revisionistischen Russland und seiner modernen und fähigen Armee an der Türschwelle der NATO auseinandersetzen."
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz des US-Außenministeriums und des Pentagon, konfrontierte der US-Journalist Matt Lee (Associated Press, AP) den Pressesprecher des Pentagon, Konteradmiral John Kirby, und bat ihn, die Aussage seines Chefs zu erläutern.
Russia Today 17. Oktober 2014
Untertitel: Doris Pumphrey, weltnetz.tv
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English
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… es gibt keinen Grund anzunehmen, diese Erweiterung [der NATO nach Osten] sei feindlich und bedrohlich. (John Kirby, Video 2:30)Beweis: Nato Osterweiterung wurde ausgeschlossen - Versprechen gebrochen [1:43]
Veröffentlicht am 27.05.2014
AntikriegTV 2
Antikrieg TV http://www.antikrieg.tv
http://www.facebook.com/antikriegtv
ANTIKRIEG.TV Deutschsprachige Medienbeiträge sowie ins Deutsche übersetzte, ausgewählte Beiträge z.B. von Democracy Now (USA), Russia Today, Telesur (Lateinamerika)
Gleichzeitig empfehlen und verweisen wir auf deutschsprachige Nachrichtenseiten, wie Weltnetz.TV, Kontext TV, Hintergrund, Junge Welt, Nachdenkseiten und Beitrage der Occupy Bewegung
Antikrieg TV http://www.antikrieg.tv
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zzz
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NATO beschuldigt Russland der Lieferung schwerer Waffen – Blackwater-Söldner in der Ukraine?
Die NATO hat den Kreml aufgefordert, die Ukraine nicht weiter durch die Unterstützung prorussischer Rebellen zu destabilisieren. Dem ukrainischen Militär will die Allianz künftig stärker unter die Arme greifen.
Die Außenminister der NATO haben mit Blick auf den Ukraine-Konflikt Russland ein weiteres Mal schwer ins Gebet genommen. So bezichtigten sie den Kreml, die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine massiv mit schweren Waffen auszurüsten. Die Aufständischen erhielten Panzer, Flugabwehrsysteme und andere Waffen, hielten die Minister in einer gemeinsamen Erklärung fest. Russland hat Anschuldigungen dieser Art stets vehement zurückgewiesen. An dem Treffen der Allianz in Brüssel nimmt auch der Außenminister der Ukraine, Pawlo Klimkin, teil.
mehr:
- NATO beschuldigt Russland schwerer Waffenlieferungen (Deutsche Welle, 02.12.2014)
mein Kommentar:
Wundert sich jemand?
Selbst wenn…
Wenn ich Putin wäre, würde ich dem Krieg, den Kiew gegen die eigene Bevölkerung führt, nicht tatenlos zusehen wollen.
Die USA haben 5 Milliarden Dollar in einen Regime-Wechsel gepumpt, die EU zahlt die ukrainischen Gasrechnungen, und Kiew drangsaliert seit der orangenen Revolution die Ost-Ukraine (Ukraine 7 – Der Sprachen- bzw. der ethnische Konflikt als Teil des Ukraine-Konfliktes, Post, 03.05.2014) und ist zu borniert, um sich mit denen zu verständigen.
Dirk Müller: Die Ukrainepolitik ist desatrös 22.10.14 {1:39}
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Die Außenminister der NATO haben mit Blick auf den Ukraine-Konflikt Russland ein weiteres Mal schwer ins Gebet genommen. So bezichtigten sie den Kreml, die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine massiv mit schweren Waffen auszurüsten. Die Aufständischen erhielten Panzer, Flugabwehrsysteme und andere Waffen, hielten die Minister in einer gemeinsamen Erklärung fest. Russland hat Anschuldigungen dieser Art stets vehement zurückgewiesen. An dem Treffen der Allianz in Brüssel nimmt auch der Außenminister der Ukraine, Pawlo Klimkin, teil.
mehr:
- NATO beschuldigt Russland schwerer Waffenlieferungen (Deutsche Welle, 02.12.2014)
mein Kommentar:
Wundert sich jemand?
Selbst wenn…
Wenn ich Putin wäre, würde ich dem Krieg, den Kiew gegen die eigene Bevölkerung führt, nicht tatenlos zusehen wollen.
Die USA haben 5 Milliarden Dollar in einen Regime-Wechsel gepumpt, die EU zahlt die ukrainischen Gasrechnungen, und Kiew drangsaliert seit der orangenen Revolution die Ost-Ukraine (Ukraine 7 – Der Sprachen- bzw. der ethnische Konflikt als Teil des Ukraine-Konfliktes, Post, 03.05.2014) und ist zu borniert, um sich mit denen zu verständigen.
Dirk Müller: Die Ukrainepolitik ist desatrös 22.10.14 {1:39}
Veröffentlicht am 25.10.2014
Die ausländischen Einwirkungsmöglichkeiten sind nach meiner Ansicht kleiner als man denkt. Wenn die Verantwortung für Gewalt in vielfältigen gesellschaftlichen Interessen verwurzelt ist, dann müsste man das ja auch von außen zu steuern versuchen. Wenn es viele Gruppen, auch zivilgesellschaftliche Akteure gibt, die ohne staatliche Steuerung handeln und die sich an Massengewalt beteiligen, dann sind die von außen noch schwerer zu steuern als ein zentraler Staatsapparat. Das bedeutet: Prävention muss vor allem aus dem Inneren eines Landes kommen. (Historiker Christian Gerlach über Völkermord – "Die Regierung zu stürzen reicht nicht", taz, 18.07.2012)
400 US-Söldner sollen in der Ostukraine gegen die Separatisten kämpfen. Das berichtet "Bild am Sonntag" und beruft sich dabei auf Geheimdienstinformationen. Die Kämpfer kommen demnach vom Militärdienstleister Academi, früher bekannt als Blackwater.
Berlin - Es war ein eindeutig formuliertes Dementi. "Unverantwortliche Blogger und ein Onlinereporter" hätten "Gerüchte" verbreitet, wonach Angestellte der Firma Academi in der Ukraine im Einsatz seien. Das sei falsch und nichts mehr als ein "sensationalistischer Versuch, eine Hysterie zu kreieren". So äußerte sich der US-Militärdienstleister, ehemals unter dem Namen Blackwater zu unrühmlicher Bekanntheit gelangt, am 17. März auf seiner Webseite.
Die staatliche russische Nachrichtenagentur "Ria Novosti" legte freilich am 7. April nach: Blackwater-Kämpfer agierten in der Ostukraine - und zwar in der Uniform der ukrainischen Sonderpolizei "Sokol". Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es nicht.
Ein Zeitungsbericht legt nun nahe, dass an der Sache womöglich doch etwas dran sein könnte: Laut "Bild am Sonntag" werden die ukrainischen Sicherheitskräfte von 400 Academi-Elitesoldaten unterstützt. Sie sollen Einsätze gegen prorussische Rebellen rund um die ostukrainische Stadt Slowjansk geführt haben. Demnach setzte der Bundesnachrichtendienst (BND) die Bundesregierung am 29. April darüber in Kenntnis. Wer die Söldner beauftragt habe, sei noch unklar.
Die Informationen sollen vom US-Geheimdienst stammen und seien während der sogenannten Nachrichtendienstlichen Lage, einer regelmäßigen Besprechung unter Leitung von Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU), vorgetragen worden. An dem Treffen hätten auch die Präsidenten der Nachrichtendienste und des Bundeskriminalamts, der Geheimdienstkoordinator des Kanzleramts und hochrangige Ministeriumsbeamte teilgenommen.
Angeblich Luftraum gezielt verletzt
Die Zeitung berichtet aus der Runde weiterhin, dass die US-Geheimdienstler auch über Informationen verfügten, wonach russische Flugzeuge absichtlich den Luftraum der Ukraine verletzt hätten. Die Regierung in Moskau hatte das dementiert. Der BND habe aber Informationen der Amerikaner, dass Moskaus Militärpiloten den Einsatzbefehl bekommen hätten, gezielt in den ukrainischen Luftraum einzudringen.
Eine Bestätigung für den Bericht gibt es bisher nicht. Der BND habe eine Stellungnahme abgelehnt, so "Bild am Sonntag". Private Sicherheitsfirmen wie Academi gerieten insbesondere während des Irak-Kriegs in die Kritik. In den USA stehen mehrere ehemalige Blackwater-Angestellte im Zusammenhang mit der Tötung von irakischen Zivilisten vor Gericht. Academi hat sich mit einer Millionenzahlung von Ermittlungen in den USA freigekauft.
[Einsatz gegen Separatisten – Ukrainische Armee bekommt offenbar Unterstützung von US-Söldnern, SPON, 11.05.2014]
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Gerhard Schröder: Völkerrechtsbruch - Der Kosovo als Blaupause für die Krim
Völkerrechtsbruch - Der Kosovo als Blaupause für die Krim - Schröder 09.03.2014 - Bananenrepublik [7:54]
:-))
:-))
:-))
Siehe dazu auch:
- Frieden muss gestiftet werden (Post, 24.11.2014)
Veröffentlicht am 12.03.2014
Google+: https://plus.google.com/u/0/106701079... http://www.facebook.com/Stimmbuerger und https://twitter.com/Stimmbuerger Quelle: http://www.youtube.com/watch?v=EKQ0yk...
Zweiter-Upload-Kanal: http://www.youtube.com/user/dieBanane...
Backup-Kanal: http://www.youtube.com/user/diebanane...
Zweiter-Upload-Kanal: http://www.youtube.com/user/dieBanane...
Backup-Kanal: http://www.youtube.com/user/diebanane...
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Siehe dazu auch:
- Frieden muss gestiftet werden (Post, 24.11.2014)
"Die Regierung zu stürzen reicht nicht"
Der Historiker Christian Gerlach hat extrem gewalttätige Gesellschaften untersucht. Sein Ergebnis: Auch die Zivilbevölkerung kann Auslöser von Massengewalt sein.
mehr:
- Historiker Christian Gerlach über Völkermord – "Die Regierung zu stürzen reicht nicht" (Interview mit Christian Gerlach, taz, 18.07.2012)
Zitat:
Ich versuche von dem Täter- und Schuldbegriff wegzukommen und mehr zu Verantwortlichkeiten und Handlungsmöglichkeiten hin. Damit möchte ich auch das Abwälzen von Verantwortung nur auf einige sichtbare Täter vermeiden. Es geht um eine weitgehende, schon individuell festzumachende aber gesellschaftlichen Gruppen zuzuschreibende Motivation. Bestien entscheiden nichts, denn sie morden einfach so. Wie Yehuda Bauer einmal zum Holocaust-Gedenktag im Deutschen Bundestag gesagt hat: Die Täter waren Menschen. Wenn wir sie als Bestien betrachten, dann können wir ihre Handlungsweise nicht erklären. Nach dem Hitler-Film mit Bruno Ganz in der Hauptrolle haben sich beispielsweise viele Zuschauer beschwert, Hitler sei zu menschlich dargestellt. Aber mit der Kollegin Marina Cattaruzza würde ich hierzu sagen: Hitler war ein Mensch mit menschlichen Bedürfnissen, menschlichen Entscheidungen und auch mit einer Art Moral, auch wenn wir diese ablehnen und als verbrecherisch betrachten.
Es reicht nicht einfach aus, eine Regierung zu stürzen. Es gibt aber noch eine weitere Konsequenz: Die ausländischen Einwirkungsmöglichkeiten sind nach meiner Ansicht kleiner als man denkt. Wenn die Verantwortung für Gewalt in vielfältigen gesellschaftlichen Interessen verwurzelt ist, dann müsste man das ja auch von außen zu steuern versuchen. Wenn es viele Gruppen, auch zivilgesellschaftliche Akteure gibt, die ohne staatliche Steuerung handeln und die sich an Massengewalt beteiligen, dann sind die von außen noch schwerer zu steuern als ein zentraler Staatsapparat. Das bedeutet: Prävention muss vor allem aus dem Inneren eines Landes kommen. (Hervorhebungen von mir)
mehr:
- Historiker Christian Gerlach über Völkermord – "Die Regierung zu stürzen reicht nicht" (Interview mit Christian Gerlach, taz, 18.07.2012)
Zitat:
Ich versuche von dem Täter- und Schuldbegriff wegzukommen und mehr zu Verantwortlichkeiten und Handlungsmöglichkeiten hin. Damit möchte ich auch das Abwälzen von Verantwortung nur auf einige sichtbare Täter vermeiden. Es geht um eine weitgehende, schon individuell festzumachende aber gesellschaftlichen Gruppen zuzuschreibende Motivation. Bestien entscheiden nichts, denn sie morden einfach so. Wie Yehuda Bauer einmal zum Holocaust-Gedenktag im Deutschen Bundestag gesagt hat: Die Täter waren Menschen. Wenn wir sie als Bestien betrachten, dann können wir ihre Handlungsweise nicht erklären. Nach dem Hitler-Film mit Bruno Ganz in der Hauptrolle haben sich beispielsweise viele Zuschauer beschwert, Hitler sei zu menschlich dargestellt. Aber mit der Kollegin Marina Cattaruzza würde ich hierzu sagen: Hitler war ein Mensch mit menschlichen Bedürfnissen, menschlichen Entscheidungen und auch mit einer Art Moral, auch wenn wir diese ablehnen und als verbrecherisch betrachten.
Es reicht nicht einfach aus, eine Regierung zu stürzen. Es gibt aber noch eine weitere Konsequenz: Die ausländischen Einwirkungsmöglichkeiten sind nach meiner Ansicht kleiner als man denkt. Wenn die Verantwortung für Gewalt in vielfältigen gesellschaftlichen Interessen verwurzelt ist, dann müsste man das ja auch von außen zu steuern versuchen. Wenn es viele Gruppen, auch zivilgesellschaftliche Akteure gibt, die ohne staatliche Steuerung handeln und die sich an Massengewalt beteiligen, dann sind die von außen noch schwerer zu steuern als ein zentraler Staatsapparat. Das bedeutet: Prävention muss vor allem aus dem Inneren eines Landes kommen. (Hervorhebungen von mir)
Adventsrätsel, das Dritte von vierundzwandzig
Die Getreide stritten dereinst miteinander,
welches vor den anderen seine Ähren
bräunen und reif werden lassen sollte.
Da ließ sie Gottvater nacheinander
ihre Namen in den Wald hineinrufen
und sagte es ihnen durch das Echo,
welches den Anfang machen sollte.
Dienstag, 2. Dezember 2014
CIA-Agenten – Nazi? Hauptsache Antikommunist
In der Obhut der CIA: In bisher unbekanntem Ausmaß heuerte der US-Geheimdienst im Kalten Krieg NS-Verbrecher an. Die neuen Spione lebten geschützt in den Staaten.
Mikola Lebed war ein bekannter Nazi-Kollaborateur in der Ukraine. Doch er blieb straffrei, führte nach 1945 ein erfülltes Leben. Tür an Tür mit den Opfern lebte er bis zu seinem Tod in den USA, geschützt von keiner geringeren Organisation als der amerikanischen Spionage-Behörde CIA. Von ihr bekam Lebed Anfang der 1950er Jahre nicht nur ein Ticket nach New York für sich und seine Familie – die CIA hatte ihn auch als Agenten angeheuert. Ihn und Hunderte weitere.
Mit seinem Buch The Nazis next door macht der Journalist Eric Lichtblau zurzeit Schlagzeilen. Akribisch hat er die Viten von Nazi-Funktionären und Kollaborateuren nachgezeichnet, die von der CIA angestellt wurden. Mikola Lebed ist dabei bloß einer von vielen mittlerweile prominenten Fällen.
Die Informationen stammen vor allem aus Tausenden Akten, die die CIA im Jahre 2010 freigeben musste. Zwei Historiker, Richard Breitman und Norman Goda, hatten damals im Auftrag der US-Regierung bereits einen Bericht über den Aktenbestand verfasst. Lichtblaus Buch mag somit eine in Grundzügen bekannte Geschichte erzählen, aber es zeigt eindrücklich, wie groß das Ausmaß der Nazi-Anwerbeaktion war. Mehr als 1.000 Personen mit nationalsozialistischer Vergangenheit sollen für die US-Geheimdienste oder die Armee gearbeitet haben. Das wären weit mehr, als bisher bekannt.
Und: Der Journalist führt vor, wie die CIA und die amerikanische Regierung juristische Ermittlungen und journalistische Recherchen behinderten – jahrzehntelang.
mehr:
- CIA-Agenten – Nazi? Hauptsache Antikommunist (Frauke Steffens, ZEIT, 06.11.2014)
Mikola Lebed war ein bekannter Nazi-Kollaborateur in der Ukraine. Doch er blieb straffrei, führte nach 1945 ein erfülltes Leben. Tür an Tür mit den Opfern lebte er bis zu seinem Tod in den USA, geschützt von keiner geringeren Organisation als der amerikanischen Spionage-Behörde CIA. Von ihr bekam Lebed Anfang der 1950er Jahre nicht nur ein Ticket nach New York für sich und seine Familie – die CIA hatte ihn auch als Agenten angeheuert. Ihn und Hunderte weitere.
Mit seinem Buch The Nazis next door macht der Journalist Eric Lichtblau zurzeit Schlagzeilen. Akribisch hat er die Viten von Nazi-Funktionären und Kollaborateuren nachgezeichnet, die von der CIA angestellt wurden. Mikola Lebed ist dabei bloß einer von vielen mittlerweile prominenten Fällen.
Die Informationen stammen vor allem aus Tausenden Akten, die die CIA im Jahre 2010 freigeben musste. Zwei Historiker, Richard Breitman und Norman Goda, hatten damals im Auftrag der US-Regierung bereits einen Bericht über den Aktenbestand verfasst. Lichtblaus Buch mag somit eine in Grundzügen bekannte Geschichte erzählen, aber es zeigt eindrücklich, wie groß das Ausmaß der Nazi-Anwerbeaktion war. Mehr als 1.000 Personen mit nationalsozialistischer Vergangenheit sollen für die US-Geheimdienste oder die Armee gearbeitet haben. Das wären weit mehr, als bisher bekannt.
Und: Der Journalist führt vor, wie die CIA und die amerikanische Regierung juristische Ermittlungen und journalistische Recherchen behinderten – jahrzehntelang.
mehr:
- CIA-Agenten – Nazi? Hauptsache Antikommunist (Frauke Steffens, ZEIT, 06.11.2014)
Stepan Bandera, das Faschismuskonzept, das „Weimarer Russland“ und die antiukrainische Propagandakampagne des Kremls
Interview von Leonid Ragosin („Slon“, Moskau-Köln-Kiew) mit Andreas Umland (Kiewer Mohyla-Akademie).
mehr:
- Stepan Bandera, das Faschismuskonzept, das „Weimarer Russland“ und die antiukrainische Propagandakampagne des Kremls (Ukraine-Nachrichten, 30.04.2014)
Zitat:
Bandera ist ein noch weit problematischerer Fall als die beiden genannten. Er war Anführer einer Partei, die zumindest Ende der 1930er und Anfang der 1940er eine faschistische Ideologie hatte. Die OUN war die ukrainische Version des Zwischenkriegsfaschismus, wie er damals in den meisten europäischen Ländern existierte.
Trotz dieses eigentlich unakzeptablen Hauptaspekts seiner Biographie gibt es heute verschiedene Formen der Erinnerungen an Bandera. In der West- und Zentralukraine überwiegt die Wahrnehmung, dass Bandera ein Kämpfer für die ukrainische Unabhängigkeit war. In der Süd- und Ostukraine gilt er als Nazikollaborateur und Verräter im Kampf der Sowjetvölker gegen den deutschen Faschismus – Konzipierungen, die nun ihrerseits wiederum nur teilweise zutreffen.
siehe auch:
- Leitmedien-PR-Desaster, der nächste bedauerliche Einzelfall (Post, 02.12.2014)
mehr:
- Stepan Bandera, das Faschismuskonzept, das „Weimarer Russland“ und die antiukrainische Propagandakampagne des Kremls (Ukraine-Nachrichten, 30.04.2014)
Zitat:
Bandera ist ein noch weit problematischerer Fall als die beiden genannten. Er war Anführer einer Partei, die zumindest Ende der 1930er und Anfang der 1940er eine faschistische Ideologie hatte. Die OUN war die ukrainische Version des Zwischenkriegsfaschismus, wie er damals in den meisten europäischen Ländern existierte.
Trotz dieses eigentlich unakzeptablen Hauptaspekts seiner Biographie gibt es heute verschiedene Formen der Erinnerungen an Bandera. In der West- und Zentralukraine überwiegt die Wahrnehmung, dass Bandera ein Kämpfer für die ukrainische Unabhängigkeit war. In der Süd- und Ostukraine gilt er als Nazikollaborateur und Verräter im Kampf der Sowjetvölker gegen den deutschen Faschismus – Konzipierungen, die nun ihrerseits wiederum nur teilweise zutreffen.
siehe auch:
- Leitmedien-PR-Desaster, der nächste bedauerliche Einzelfall (Post, 02.12.2014)
Leitmedien-PR-Desaster, der nächste bedauerliche Einzelfall
Dass in Lwow heute wie einstmals ukrainische Nazis kämpfen, wollte das ZDF wieder einmal nicht deutlich genug sagen. Das bringt erneut eine Programmbeschwerde ein
Armin Coerper unterhielt sich für das Heute-Journal des ZDF am Vorabend der Parlamentswahlen mit den Bürgern dieser westukrainischen Stadt. Dimitri Jarosch, der Chef der nationalsozialistischen Kampftruppe "Rechter Sektor" darf kurz richtigstellen, dass er sich als ukrainischer Nationalist versteht und keinesfalls als Faschist oder Nazi bezeichnet werden möchte. Armin Coerper erwähnt immerhin, dass einige Anhänger des "Rechten Sektor" das wohl falsch verstehen und ihren Chef "schon mal mit Hitlergruß" begrüßen.
So ein ukrainischer Nationalist wie Stephan Bandera. Dessen Denkmal stellt das heute-journal kurz mit den Worten vor: "Er hat mit den Nazis paktiert gegen die Sowjets mit dem Ziel der Freiheit für sein Volk." Bis zu diesem Punkt hätte das ZDF sich noch entscheiden können, in welche Richtung der Beitrag läuft. Freiheitshelden oder Nazis? Man entschied sich wieder einmal für Freiheitshelden.
mehr:
- ZDF: Bedauerlicher Einzelfall Nr. 35 (Malte Daniljuk, Telepolis, 02.12.2014)
folgenden Artikel hat der Telepolis-Artikel verlinkt:
- In Lwiw fand gestern eine Demonstration anlässlich des 66. Jahrestages der Gründung der SS-Division "Galizien" statt (Ukraine-Nachrichten, 29.04.2009)
Gestern fand in Lwow/Lwiw eine Veranstaltung anlässlich des 66. Jahrestages der Gründung der SS-Division “Galizien/Halitschina” statt. Als Organisator trat die Lwiwer Stadtorganisation der Ukrainischen Partei (UP) auf. Auf dem Lytschakiw Friedhof legten die mehr als 50 Teilnehmer, hauptsächlich junge Leute, eine Schweigeminute für die gefallenen Kämpfern ein und legten Blumen am Denkmal der ersten Division der Ukrainischen Nationalarmee nieder. Danach marschierten sie, eine Kolonne bildend, zum Taras Schewtschenko Denkmal, welches sich auf dem Prospekt der Freiheit im Zentraum der Stadt befindet. Dabei skandierten sie “Slawa Ukrajine! Herojam Slawa!” (ungefähr “Ehre der Ukraine! Ruhm den Helden!”). Die Teilnehmer des Marsches trugen dabei Parteiflaggen der UP und Zeichen mit der Symbolik der SS-Division “Halitschina”: einem goldenen Löwen, der drei Kronen auf dem Kopf hat.
Man beachte auch die Links unter diesem Artikel:
Zur SS-Division Halitschina:
- 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1) (Wikipedia)
- Die alten Geister sind zurück – Die Versöhnungspolitik in der Ukraine rehabilitiert die Nationalisten des Zweiten Weltkriegs (Jean-Marie Chauvier, Le Monde diplomatique, 10.08.2007)
- Neofaschisten in der Ukraine – Was den Protest wirklich lohnt (unsere zeit – Zeitung der DKP, 15.06.2012)
- Ukraine wird Rechtfertigung der Verbrechen der Nazis streng bestrafen (Lada Korotun, Radio Stimme Moskaus, 17.01.2014)
- Die Rechten vom Maidan (Anton Maegerle, Kontext – Wochenzeitung, 12.03.2014)
siehe auch:
- UN-Resolution gegen Nazismus-Glorifizierung: USA, Kanada und die Ukraine stimmen dagegen (Post, 23.11.2014)
Armin Coerper unterhielt sich für das Heute-Journal des ZDF am Vorabend der Parlamentswahlen mit den Bürgern dieser westukrainischen Stadt. Dimitri Jarosch, der Chef der nationalsozialistischen Kampftruppe "Rechter Sektor" darf kurz richtigstellen, dass er sich als ukrainischer Nationalist versteht und keinesfalls als Faschist oder Nazi bezeichnet werden möchte. Armin Coerper erwähnt immerhin, dass einige Anhänger des "Rechten Sektor" das wohl falsch verstehen und ihren Chef "schon mal mit Hitlergruß" begrüßen.
So ein ukrainischer Nationalist wie Stephan Bandera. Dessen Denkmal stellt das heute-journal kurz mit den Worten vor: "Er hat mit den Nazis paktiert gegen die Sowjets mit dem Ziel der Freiheit für sein Volk." Bis zu diesem Punkt hätte das ZDF sich noch entscheiden können, in welche Richtung der Beitrag läuft. Freiheitshelden oder Nazis? Man entschied sich wieder einmal für Freiheitshelden.
mehr:
- ZDF: Bedauerlicher Einzelfall Nr. 35 (Malte Daniljuk, Telepolis, 02.12.2014)
folgenden Artikel hat der Telepolis-Artikel verlinkt:
- In Lwiw fand gestern eine Demonstration anlässlich des 66. Jahrestages der Gründung der SS-Division "Galizien" statt (Ukraine-Nachrichten, 29.04.2009)
Gestern fand in Lwow/Lwiw eine Veranstaltung anlässlich des 66. Jahrestages der Gründung der SS-Division “Galizien/Halitschina” statt. Als Organisator trat die Lwiwer Stadtorganisation der Ukrainischen Partei (UP) auf. Auf dem Lytschakiw Friedhof legten die mehr als 50 Teilnehmer, hauptsächlich junge Leute, eine Schweigeminute für die gefallenen Kämpfern ein und legten Blumen am Denkmal der ersten Division der Ukrainischen Nationalarmee nieder. Danach marschierten sie, eine Kolonne bildend, zum Taras Schewtschenko Denkmal, welches sich auf dem Prospekt der Freiheit im Zentraum der Stadt befindet. Dabei skandierten sie “Slawa Ukrajine! Herojam Slawa!” (ungefähr “Ehre der Ukraine! Ruhm den Helden!”). Die Teilnehmer des Marsches trugen dabei Parteiflaggen der UP und Zeichen mit der Symbolik der SS-Division “Halitschina”: einem goldenen Löwen, der drei Kronen auf dem Kopf hat.
Man beachte auch die Links unter diesem Artikel:
Zur SS-Division Halitschina:
- 14. Waffen-Grenadier-Division der SS (galizische Nr. 1) (Wikipedia)
- Die alten Geister sind zurück – Die Versöhnungspolitik in der Ukraine rehabilitiert die Nationalisten des Zweiten Weltkriegs (Jean-Marie Chauvier, Le Monde diplomatique, 10.08.2007)
- Neofaschisten in der Ukraine – Was den Protest wirklich lohnt (unsere zeit – Zeitung der DKP, 15.06.2012)
- Ukraine wird Rechtfertigung der Verbrechen der Nazis streng bestrafen (Lada Korotun, Radio Stimme Moskaus, 17.01.2014)
- Die Rechten vom Maidan (Anton Maegerle, Kontext – Wochenzeitung, 12.03.2014)
siehe auch:
- UN-Resolution gegen Nazismus-Glorifizierung: USA, Kanada und die Ukraine stimmen dagegen (Post, 23.11.2014)
Real existierender Kapitalismus: Dividende et impera
Die Zahl der Kriege und kriegerischen Auseinandersetzungen auf der Welt nimmt stetig zu. Der Friedensforscher Werner Ruf vertritt hierzu die These, dass aktuell zu beobachten sei, dass “die Verdammten dieser Erde”, wie Frantz Fanon sie vor sechzig Jahren nannte, sich zunehmend erhöben, protestierten und nicht mehr bereit seien, sich mit ihren elenden Lebensbedingungen abzufinden. Oftmals werden derlei „Erhebungen“ jedoch – um wirklichen sozialen Fortschritt sowie die Emanzipation der Armen zu unterbinden – umgelenkt und instrumentalisiert, indem den Sozialprotestlern etwa neue und vermeintlich bessere Herrschaft angedient wird. Eine wichtige Rolle hierbei spielen die mächtigsten Staaten der Welt, die zur Stabilisierung ihrer Macht und Einflussbereiche als konkrete Akteure hinter den Kulissen bereits seit Langem eine Strategie der Destabilisierung, Eskalation und Militarisierung in anderen Ländern verfolgen. Jens Wernicke sprach hierzu mit Wolfang Bittner, dessen aktuelles Buch diese Strategie am Beispiel der Ukraine-Krise deutlich macht.
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- Divide et impera (Jens Berger, NachDenkSeiten, 01.12.2014)
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- Divide et impera (Jens Berger, NachDenkSeiten, 01.12.2014)
Montag, 1. Dezember 2014
Die ukrainische Henne und ihr Ei: Was war zuerst da?
Keine Renten, kein Zugverkehr, keine Post. Kiew hat gegenüber den selbsternannten Republiken in der Ost-Ukraine eine Wirtschaftsblockade verhängt. Moskau hilft humanitär und vermutlich auch mit Geld
Nachdem die Regierung in Kiew die Zahlung von Renten und Sozialleistungen in den selbsternannten ost-ukrainischen "Republiken" zum 28. November eingestellt hat und auch den Eisenbahnverkehr über die Frontlinie und die Tätigkeit der ukrainischen Post gestoppt hat, ist die Unruhe unter den Menschen in der Ost-Ukraine groß. Denn das seit Wochen angekündigte eigene Finanzsystem der "Volksrepubliken" ist erst im Entstehen. Immerhin kündigte das Oberhaupt der Donezk-"Republik", Aleksandr Sachartschenko, am Freitag an, die "Volksrepublik" werde ab 1. Dezember Renten in Höhe von 1.000 Griwna (53 Euro) zahlen. Woher das Geld kommen soll - die Wirtschaft in der Donezk-"Republik" liegt am Boden - ist bisher nicht ganz klar.
mehr:
- "Do swidanija!" für vier Millionen ukrainische Staatsbürger (Ulrich Heyden, Teleplis, 01.12.2014)
mein Kommentar:
Das riecht nach den nächsten Sanktionen: Putin darf doch die Menschen in der Ostukraine nicht mit Geld unterstützen, wenn sie aus dem Westen ihres Landes keine Renten mehr kriegen!
Nachdem die Regierung in Kiew die Zahlung von Renten und Sozialleistungen in den selbsternannten ost-ukrainischen "Republiken" zum 28. November eingestellt hat und auch den Eisenbahnverkehr über die Frontlinie und die Tätigkeit der ukrainischen Post gestoppt hat, ist die Unruhe unter den Menschen in der Ost-Ukraine groß. Denn das seit Wochen angekündigte eigene Finanzsystem der "Volksrepubliken" ist erst im Entstehen. Immerhin kündigte das Oberhaupt der Donezk-"Republik", Aleksandr Sachartschenko, am Freitag an, die "Volksrepublik" werde ab 1. Dezember Renten in Höhe von 1.000 Griwna (53 Euro) zahlen. Woher das Geld kommen soll - die Wirtschaft in der Donezk-"Republik" liegt am Boden - ist bisher nicht ganz klar.
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- "Do swidanija!" für vier Millionen ukrainische Staatsbürger (Ulrich Heyden, Teleplis, 01.12.2014)
mein Kommentar:
Das riecht nach den nächsten Sanktionen: Putin darf doch die Menschen in der Ostukraine nicht mit Geld unterstützen, wenn sie aus dem Westen ihres Landes keine Renten mehr kriegen!
Das Publikum will der Presse einfach nicht mehr glauben…
Wie sich der Graben zwischen Publikum und Presse vertieft und warum aus Küchen wieder Kliniken werden müssen
Der Kollege Paul Schreyer hat unlängst in einem ausführlichen Stück (Zwischen Lesern und Lobbynetzwerken) einen Blick auf die neue Frontstellung zwischen Lesern und Leitartiklern geworfen, die wie der SZ-Außenpolitikchef Stefan Kornelius eng mit Vereinigungen vernetzt sind, welche man als "transatlantische Burschenschaften" oder "schlagende Nato-Verbindungen" bezeichnen könnte - was aber, nach eigener Aussage, keinerlei Einfluss auf ihr Schreiben hat. Natürlich nicht - weshalb man die Kommentare der Leser, denen dieser offensichtliche Einfluss massenhaft aufgefallen war, seit 1. September einfach mal abgeschaltet hat.
Nicht komplett allerdings - wie es einige prominente Leitartikler am liebsten sehen würden (Leserkommentare abschalten?). In Leserforen auf der Webseite der SZ darf noch diskutiert werden, ob japanischer Whisky besser als schottischer ist. Damit wir auch wissen, womit wir auf den Untergang der Tageszeitungen anstoßen können, nachdem ihnen Lobbyisten vom Kaliber Kornelius das Grab geschaufelt und die Glaubwürdigkeit endgültig in den Keller gewirtschaftet haben.
mehr:
- Von Rumorkliniken und Gerüchteküchen (Mathias Blöckers, Telepolis, 30.11.2014)
Der Kollege Paul Schreyer hat unlängst in einem ausführlichen Stück (Zwischen Lesern und Lobbynetzwerken) einen Blick auf die neue Frontstellung zwischen Lesern und Leitartiklern geworfen, die wie der SZ-Außenpolitikchef Stefan Kornelius eng mit Vereinigungen vernetzt sind, welche man als "transatlantische Burschenschaften" oder "schlagende Nato-Verbindungen" bezeichnen könnte - was aber, nach eigener Aussage, keinerlei Einfluss auf ihr Schreiben hat. Natürlich nicht - weshalb man die Kommentare der Leser, denen dieser offensichtliche Einfluss massenhaft aufgefallen war, seit 1. September einfach mal abgeschaltet hat.
Nicht komplett allerdings - wie es einige prominente Leitartikler am liebsten sehen würden (Leserkommentare abschalten?). In Leserforen auf der Webseite der SZ darf noch diskutiert werden, ob japanischer Whisky besser als schottischer ist. Damit wir auch wissen, womit wir auf den Untergang der Tageszeitungen anstoßen können, nachdem ihnen Lobbyisten vom Kaliber Kornelius das Grab geschaufelt und die Glaubwürdigkeit endgültig in den Keller gewirtschaftet haben.
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- Von Rumorkliniken und Gerüchteküchen (Mathias Blöckers, Telepolis, 30.11.2014)
Real existierender Kapitalismus: Autobahnen vom Lebensversicherer
Der Versicherungskonzern Ergo will seine Investitionen in Infrastrukturprojekte in den nächsten Jahren verzehnfachen. Auch die Allianz verkündete bereits, sie könne es sich sehr gut vorstellen, künftig auch in Deutschland Infrastrukturprojekte wie Autobahnen zu finanzieren. Man müsse dazu jedoch noch investorenfreundlichere Rahmenbedingungen schaffen. Dies soll eine Kommission bewerkstelligen, die von Sigmar Gabriel eingesetzt wurde und deren Bericht noch vor Jahresende erwartet wird. Die fehlgeleitete Politik des letzten Jahrzehnts macht es möglich – schon bald könnte es so weit sein, dass Versicherungskonzerne Autobahnen bauen und sich die lukrativen Renditen vom Steuerzahler bezahlen lassen. Das ist – nicht nur – volkswirtschaftlicher Irrsinn. Doch dieser Irrsinn hat Methode.
mehr:
- Autobahnen vom Lebensversicherer? Das ist Irrsinn mit Methode (Jens Berger, NachDenkSeiten, 28.11.2014)
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- Autobahnen vom Lebensversicherer? Das ist Irrsinn mit Methode (Jens Berger, NachDenkSeiten, 28.11.2014)
Adventsrätsel, das Erste von vierundzwanzig
Welches Tier hat nur vorne der liebe Gott gemacht,
und hinten macht es ein Bäckermeister?
Das ganze springt auf das Erste hinauf,
das, andre, denkt euch, hört zweimal auf!
Sonntag, 30. November 2014
Lann Hornscheidt: “Ich soll meiner Professur enthoben werden”
Freitag: Guten Tag, Lann Hornscheidt. Wie geht es Ihnen aktuell? Seit Sie die Wortendung -X vorgeschlagen haben, um geschlechterneutrale Substantive in der deutschen Sprache zu schaffen, wurden Sie verbal massiv angegriffen. Haben sich die Wogen etwas geglättet?
Lann Hornscheidt: (...) Geglättet haben sich die Wogen noch gar nicht. Im Gegenteil: Gerade ist ein absurder offener Brief an die Universität und die Senatorin für Bildung gegangen, dass ich meiner Professur enthoben werden solle. (...)
Freitag: Der offene Brief wurde von dem Bildungsforscher Michael Klein und der Soziologin Heike Diefenbach online bei sciencefiles.org veröffentlicht. Fast 70 Menschen, die meisten ebenfalls aus der Wissenschaft, haben ihn unterzeichnet. Man wirft Ihnen da "Dienstvergehen" vor. Ihr Verhalten mache den Berufsstand "lächerlich", heißt es.
Lann Hornscheidt: Ja, so ist es dort formuliert. Wie gesagt: absurd.
mehr:
- Professx Lann Hornscheidt entsetzt: "Ich soll meiner Professur enthoben werden" (Genderama, 27.11.2014)
Sciencefiles.org wirft Lann Hornscheidt übrigens das Anstiften zu Straftaten vor. Was daran "absurd" sein soll, vermag sich mir nicht zu erschließen. Es hätte mich allerdings sehr interessiert, was Lann Hornscheidt dazu zu sagen hat.
- „Ich hänge nicht an der x-Form“ (Sophie Elmenthaler, der Freitag, 27.11.2014)
- Gender-Debatte – Anschwellender Ekelfaktor (Robin Detje, ZEIT, 24.11.2014)
Professx Lann Hornscheidt hat eine Gender-Debatte entfacht. Wie der antifeministische Untergrund sich nun radikalisiert und was Ulfharaldjanmatthias damit zu tun haben.
Schlussstrichdebatte Nationalsozialismus, das war gestern. Beträchtlicher Unterhaltungswert. Alte Männer an vorderster Front. Faszinierende Logik der Argumentation: Ja, wir waren ein Tätervolk. Aber jetzt finden wir es gemein, dass uns immer alle Täter nennen. Rabäääh, wir sind die eigentlichen Opfer, und Täter soll von nun an heißen, wer uns an unsere Täterrolle erinnert. Hoher Entlastungsdruck brach sich Bahn. Und dann Ende gut, alles gut: Weltmeistertitel, Meer aus Deutschlandfahnen, jubeljubel!
Lann Hornscheidt: (...) Geglättet haben sich die Wogen noch gar nicht. Im Gegenteil: Gerade ist ein absurder offener Brief an die Universität und die Senatorin für Bildung gegangen, dass ich meiner Professur enthoben werden solle. (...)
Freitag: Der offene Brief wurde von dem Bildungsforscher Michael Klein und der Soziologin Heike Diefenbach online bei sciencefiles.org veröffentlicht. Fast 70 Menschen, die meisten ebenfalls aus der Wissenschaft, haben ihn unterzeichnet. Man wirft Ihnen da "Dienstvergehen" vor. Ihr Verhalten mache den Berufsstand "lächerlich", heißt es.
Lann Hornscheidt: Ja, so ist es dort formuliert. Wie gesagt: absurd.
mehr:
- Professx Lann Hornscheidt entsetzt: "Ich soll meiner Professur enthoben werden" (Genderama, 27.11.2014)
Sciencefiles.org wirft Lann Hornscheidt übrigens das Anstiften zu Straftaten vor. Was daran "absurd" sein soll, vermag sich mir nicht zu erschließen. Es hätte mich allerdings sehr interessiert, was Lann Hornscheidt dazu zu sagen hat.
- „Ich hänge nicht an der x-Form“ (Sophie Elmenthaler, der Freitag, 27.11.2014)
- Gender-Debatte – Anschwellender Ekelfaktor (Robin Detje, ZEIT, 24.11.2014)
Professx Lann Hornscheidt hat eine Gender-Debatte entfacht. Wie der antifeministische Untergrund sich nun radikalisiert und was Ulfharaldjanmatthias damit zu tun haben.
Schlussstrichdebatte Nationalsozialismus, das war gestern. Beträchtlicher Unterhaltungswert. Alte Männer an vorderster Front. Faszinierende Logik der Argumentation: Ja, wir waren ein Tätervolk. Aber jetzt finden wir es gemein, dass uns immer alle Täter nennen. Rabäääh, wir sind die eigentlichen Opfer, und Täter soll von nun an heißen, wer uns an unsere Täterrolle erinnert. Hoher Entlastungsdruck brach sich Bahn. Und dann Ende gut, alles gut: Weltmeistertitel, Meer aus Deutschlandfahnen, jubeljubel!
Die Propaganda-Suppe am Köcheln halten: Die Mär vom bevorstehenden Krieg
Der Vize-Präsident des EU-Parlaments glaubt, so schrieb er auf Twitter, das ein Krieg zwischen Russland und der Ukraine unmittelbar bevorsteht. Nato und Russland bringen derweil weitere Waffen in Stellung.
Jacek Saryusz-Wolski, Vizepräsident des EU-Parlamentes, rechnet mit einem baldigen Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Dies geht aus einer Twitter-Nachricht des Politikers hervor. In dieser hießt es wörtlich: »Russia’s pressure on Ukraine mounting high, further war imminent.« (Russlands Druck auf die Ukraine ist massiv, künftiger Krieg bevorstehend.)
mehr:
- Jacek Saryusz-Wolski: »Krieg zwischen Ukraine und Russland steht bevor« (freie Welt, 28.11.2014)
gähn, ich kann’s nicht mehr hören!
Jacek Saryusz-Wolski, Vizepräsident des EU-Parlamentes, rechnet mit einem baldigen Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Dies geht aus einer Twitter-Nachricht des Politikers hervor. In dieser hießt es wörtlich: »Russia’s pressure on Ukraine mounting high, further war imminent.« (Russlands Druck auf die Ukraine ist massiv, künftiger Krieg bevorstehend.)
mehr:
- Jacek Saryusz-Wolski: »Krieg zwischen Ukraine und Russland steht bevor« (freie Welt, 28.11.2014)
gähn, ich kann’s nicht mehr hören!
US-Politiker in China: Rhetorik der Arroganz
Wenn US-Politiker sich außenpolitisch wie Elefanten im Porzellanladen benehmen: Anstatt auf die Befindlichkeiten anderer Kulturen Rücksicht zu nehmen, wird knallhart der Weltmachtanspruch verteidigt.
Man muss sich einmal in die Lage der Chinesen hineinversetzen. Ihre Zivilisation fußt auf 5.000-jähriger Geschichte. Ihr historisches Selbstverständnis drückt sich bereits im Namen ihres Staates aus: Zhōngguó – Reich der Mitte. Als solches haben sie sich immer verstanden. Sie sind stolz auf ihre Kultur, ihre Sitten, ihre Traditionen, ihre Erfindungen. Sie denken in langen Zeiträumen. Heute hat China mit 1,4 Milliarden Menschen mehr Einwohner als ganz Europa und Nordamerika zusammengenommen.
Für die Chinesen war das 19. und frühe 20. Jahrhundert eine Epoche der Demütigungen: Opiumkriege, Hungersnöte, westliche Interventionen und schließlich der japanischer Überfall während des Zweiten Weltkrieges. Doch nun hat China einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg vollbracht und ist auf dem Wege, die USA als Wirtschaftsmacht einzuholen. Das Land ist wieder auf dem Kurs, dorthin zurückzugelangen, wo es über Jahrtausende seinen Platz hatte.
mehr:
- Politik und Diplomatie – US-Politiker in China: Rhetorik der Arroganz (Die freie Welt, 28.11.2014)
mein Kommentar:
Die USA haben seit Jahren große und zunehmende gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme. Ich kann mir gut vorstellen, daß die Propaganda der alleinigen Führungsposition wesentlich die Funktion des Kaschierens hat.
Während die USA mittels Überwachung, Freihandelsabkommen und Ukraine-Konflikt versuchen, Ihre Position in Eurasien zu festigen, machen ihnen die BRICS-Staaten, China und Russland Probleme. Man darf gespannt sein, wer das Wettrennen gewinnt…
Man muss sich einmal in die Lage der Chinesen hineinversetzen. Ihre Zivilisation fußt auf 5.000-jähriger Geschichte. Ihr historisches Selbstverständnis drückt sich bereits im Namen ihres Staates aus: Zhōngguó – Reich der Mitte. Als solches haben sie sich immer verstanden. Sie sind stolz auf ihre Kultur, ihre Sitten, ihre Traditionen, ihre Erfindungen. Sie denken in langen Zeiträumen. Heute hat China mit 1,4 Milliarden Menschen mehr Einwohner als ganz Europa und Nordamerika zusammengenommen.
Für die Chinesen war das 19. und frühe 20. Jahrhundert eine Epoche der Demütigungen: Opiumkriege, Hungersnöte, westliche Interventionen und schließlich der japanischer Überfall während des Zweiten Weltkrieges. Doch nun hat China einen beispiellosen wirtschaftlichen Aufstieg vollbracht und ist auf dem Wege, die USA als Wirtschaftsmacht einzuholen. Das Land ist wieder auf dem Kurs, dorthin zurückzugelangen, wo es über Jahrtausende seinen Platz hatte.
mehr:
- Politik und Diplomatie – US-Politiker in China: Rhetorik der Arroganz (Die freie Welt, 28.11.2014)
mein Kommentar:
Die USA haben seit Jahren große und zunehmende gesellschaftliche und wirtschaftliche Probleme. Ich kann mir gut vorstellen, daß die Propaganda der alleinigen Führungsposition wesentlich die Funktion des Kaschierens hat.
Die einzige sozialpolitische Maßnahme ist: Wegsperren. In den USA sitzen pro 1000 Einwohnern mehr im Knast als in jedem anderen Land der Welt, inklusive Nordkorea und China. Und obwohl so viele Menschen in den USA eingesperrt sind – ist ein interessantes Geschäftsmodell – private Gefängnisse –, da kann man richtig Geld mit verdienen , ist die Haupttodesursache für junge Amerikaner Mord. Jedes Jahr werden über 30.000 Amerikaner auf offener Straße erschossen. Das sind über 80 am Tag. 80 Tote am Tag, das nennen die im Irak Bürgerkrieg. Das ist in den USA auch: Kapitalismus im Endstadium ist Bürgerkrieg. (Volker Pispers: "... bis neulich 2014", Post, 18.11.2014)Zum anderen laufen von Seiten Chinas und Russlands seit Jahren Versuche, sich vom Dollar als Leitwährung unabhängig zu machen. auch die BRICS-Staaten versuchen zunehmen, sich von der US-amerikanischen Wirtschaft unabhängiger zu bewegen (Gründung der New Development Bank und des Contingent Reserve Arrangement, Wikipedia).
Während die USA mittels Überwachung, Freihandelsabkommen und Ukraine-Konflikt versuchen, Ihre Position in Eurasien zu festigen, machen ihnen die BRICS-Staaten, China und Russland Probleme. Man darf gespannt sein, wer das Wettrennen gewinnt…
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