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Montag, 30. September 2019

Albrecht Müller: Wie man Manipulationen durchschaut

STANDPUNKTE • Albrecht Müller: Wie man Manipulationen durchschaut {7:29}

KenFM
Am 30.09.2019 veröffentlicht 
Den vollständigen STANDPUNKTE-Text (inkl ggf. Quellenhinweisen und Links) findet ihr hier: https://kenfm.de/standpunkte-%e2%80%a...
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In seinem neuen Buch „Glaube wenig, hinterfrage alles, denke selbst“ erläutert Albrecht Müller Manipulationstechniken und zeigt, wie man sich gegen Meinungsmache wappnet.
Demokratie klingt schön. Tatsächlich wird sie täglich ausgehöhlt. Wir alle werden ständig bedrängt zu denken, was andere uns vorsagen. Aber man kann sich aus dem Gestrüpp der Manipulationen befreien. In meinem neuen Buch beschreibe ich zahlreiche gängige Methoden der Manipulation sowie Fälle gelungener oder versuchter Meinungsmache und analysiere die dahintersteckenden Strategien. Es ist an der Zeit, skeptischer zu werden, nur noch wenig zu glauben und alles zu hinterfragen. Es ist Zeit, wieder selbst zu denken und sich mit anderen zusammenzutun.
Die Kenntnis der Manipulationsmethoden, die heute üblich sind, hilft dabei, sich davor zu bewahren, selbst Opfer von Meinungsmache zu werden. Manche Vorgehensweisen sind alte Bekannte, andere hingegen basieren auf neueren Erfahrungen. Oft werden zwei oder mehr Methoden gleichzeitig angewandt. Eine dieser Methoden, unser Denken und Fühlen zu beeinflussen, ist es, Geschichten verkürzt zu erzählen. Darauf möchte ich nun anhand einiger Beispiel näher eingehen.
Geschichten verkürzt erzählen...weiterlesen hier:
STANDPUNKTE • Albrecht Müller: Wie man Manipulationen durchschaut..

Dienstag, 16. Juli 2019

KenFM im Gespräch mit: Bernd Erbel (Diplomat und Botschafter a.D.)

KenFM im Gespräch mit: Bernd Erbel (Diplomat und Botschafter a.D.) {2:29:12}

KenFM
Am 16.07.2019 veröffentlicht 
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Der Mensch trägt das Reisefieber in sich. Das war schon immer so und dafür bedarf es gar keiner Charterflüge und Vollpensionen.
Bernd Erbel ist das beste Beispiel hierfür. Schon zu Kindheitstagen bereiste er mit seinem Vater allerlei ferne Orte, in einer Zeit, in der das Reisen eigentlich nur einer kleinen, wohlständigen Elite vorbehalten war. Mit dem Auto bis in die Türkei oder den Iran zu fahren, war für das abenteuerlustige Familiengespann nichts Ungewöhnliches.
Das Fernweh wurde Erbel also in die Wiege gelegt. Folgerichtig entschied er sich auch für einen Beruf, bei dem seine Passion garantiert nicht zu kurz kommen würde: Er wurde Diplomat im Auswärtigen Dienst. Als solcher verbrachte er mehr als zwei Drittel seines Lebens im Ausland. Schwerpunkt dabei: Der Nahe Osten.
Ägypten, Libanon, Jemen und der Irak waren nur einige der Stationen einer bewegten beruflichen Laufbahn.
Heute kennt Erbel die Region wie kaum ein Zweiter. Nicht nur, weil er so viel Zeit vor Ort verbracht hat, sondern vor allem auch deswegen, weil er bei seiner Arbeit stets in Kontakt mit den dort ansässigen Menschen geblieben ist. Klimatisierte Hilton-Hotel-Diplomatie kam für den ausgebildeten Orientalisten nie in Frage.
All diese unzähligen Erfahrungen und Erinnerungen hat Erbel nun im Interview mit KenFM Revue passieren lassen. Und da Vergangenheit und Gegenwart untrennbar miteinander verbunden sind, ist es gelungen bei jedem Thema den Bezug zur aktuellen Tagespolitik herzustellen.
Was ist also los in Middle East und wie ist es dazu gekommen? Nun, nur wenige Menschen sind in der Lage so fundiert auf diese Frage zu antworten, wie Bernd Erbel es ist.
Anmerkung der Redaktion: Die Tochter von Herrn Erbel arbeitet bei der GIZ (Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH) und nicht bei der GEZ.
Inhaltsübersicht:
0:01:31 Erbels Reiseabenteuer in der Jugend
0:13:53 Deutschland und der Orient I – die Orientalistik
0:22:26 Der Orient – Vielfalt und Vorurteile
0:31:46 Deutschland und der Orient II – Die Rolle Goethes
0:38:13 Was ist der Islam?
0:44:41 Eine Laufbahn im Auswärtigen Dienst
1:03:27 Der Iran und die internationale Gemeinschaft
1:39:44 Die Verantwortung der deutschen Diplomatie
1:53:54 Das politische Ägypten damals und heute
2:05:20 Der Nahostkonflikt und die Palästinenserfrage
2:16:46 Iran – Deutschland: Chancen und Potenziale einer Beziehung
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DAG Convent 2017 - Rede Bernd Erbel {33:34}

DAG Mediathek
Am 04.10.2017 veröffentlicht 
Impulsreferat von Bernd Erbel, Botschafter a.D und Vorsitzender des DAG-Beirates
siehe auch:
- Robert van Gulik (Post, 03.11.2012)

Freitag, 5. Juli 2019

KenFM im Gespräch mit: Mathias Bröckers (“Freiheit für Julian Assange!”)

KenFM im Gespräch mit: Mathias Bröckers (“Freiheit für Julian Assange!”) {1:40:12 – Start bei 41:29 – Mathias Bröckers: »Schon der erste Internationale Haftbefehl war nicht rechtmäßig«}

KenFM
Am 05.07.2019 veröffentlicht 
Freiheit ist das höchste Gut, das der Mensch auf Erden besitzt. „Wer die Freiheit aufgibt, um Sicherheit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren“, wusste schon Benjamin Franklin. Was in diesen Tagen mit Julian Assange, einem Kämpfer für die Meinungsfreiheit, passiert, ist das komplette Gegenteil aller Freiheiten, die sich die zivilisierte Welt des 21. Jahrhunderts erarbeitet hat.
Nach sieben Jahren Asyl und Freiheitsentzug in der ecuadorianischen Botschaft in London wurde Assange durch den neuen Präsidenten Ecuadors das Recht auf Asyl wieder entzogen, worauf er umgehend aus der Botschaft entfernt und in die Hände der britischen Polizei übergeben wurde. Ihm droht nun die Auslieferung an die Vereinigten Staaten. Wie viele Rechtsbrüche allein in den letzten beiden Sätzen stecken, kann man nur erahnen. In seinem neuen Buch „Don’t kill the messenger! Freiheit für Julian Assange“ geht Mathias Bröckers den Anschuldigungen gegen Assange auf den Grund – von der angeblichen Vergewaltigung in Schweden, der Verschwörung mit Chelsea Manning bis hin zur Gefährdung der „nationalen Sicherheit“ der USA und des Geheimnisverrats.
Wie viele Jahre Haft bekommt man in einer Welt, in der die Meinungsfreiheit angeblich ein Grundrecht ist, wenn man Verbrechen aufdeckt? Und wie viele Jahre bekommt derjenige, der sie begeht? Das Messen mit zweierlei Maß hat mittlerweile Ausmaße angenommen, die für den normalen Bürger bei genauerem Hinsehen kaum noch erträglich sind. Was das Exempel Assange für den freien Journalismus bedeutet, sollten sich die Redaktionen von FAZ bis Süddeutsche und Co. eigentlich auch längst fragen, denn dessen Verhaftung ist weit mehr als ein Schuss vor den Bug der Pressefreiheit.
„We must resist…“, waren Assange’s letzte Worte, als er in den britischen Polizeiwagen geschoben wurde. Danach hat man nicht wirklich wieder etwas von ihm gesehen oder gehört. Mathias Bröckers öffnet uns im Gespräch die Augen und zeigt mit aller Deutlichkeit auf eine klaffende Wunde unserer demokratischen Freiheit, die, sollte sie größer werden, uns alle mit vollständiger Lähmung infizieren wird. Desinfizieren wir sie mit Solidarität – für Julian Assange und alle mutigen Bürger.
„Wenn das Aufdecken von Verbrechen wie ein begangenes Verbrechen behandelt wird, werden wir von Verbrechern regiert.“ – Edward Snowden



Freitag, 29. März 2019

KenFM im Gespräch mit: Mathias Bröckers ("König Donald, die unsichtbaren Meister und ...")

KenFM im Gespräch mit: Mathias Bröckers ("König Donald, die unsichtbaren Meister und ...") {2:09:48}

KenFM
Am 07.06.2017 veröffentlicht 
Mathias Bröckers ist ein Autor, wie er fleißiger nicht sein könnte. Nachdem er bereits 2016 mit seinem Erfolgsbuch "Die ganze Wahrheit über alles: Wie wir unsere Zukunft doch noch retten können" bei KenFM zu Gast war, hat er dieses Mal gleich zwei Lektüren mit im Gepäck. Auf den ersten Blick mutet es an, als hätten die beiden Werke "JFK - Staatsstreich in Amerika" und "König Donald, die unsichtbaren Meister und der Kampf um den Thron" nur wenig gemeinsam.
Der aufmerksame Leser wird jedoch schnell feststellen, welch starke Parallelen sich in den Werdegängen des wohl beliebtesten Präsidenten der vergangenen Dekaden, John Fritzgerald Kennedy, und seinem verrufenen Konterpart Donald Trump abzeichnen. Es wird deutlich, mit welchen Mitteln, insbesondere die "unsichtbaren Meister" der CIA, die Arbeit des jeweils mächtigsten Mannes der Welt unterlaufen und somit die Geschichtsschreibung in gewünschte Bahnen lenken.
Dass JFK von einem verrückten Einzeltäter umgebracht wurde, erscheint ebenso märchenhaft, wie die Behauptung, Donald Trump hätte den nationalen Sicherheitsberater Michael Flynn ohne externe Einflussnahme abgesägt.
Wie lange kann dieses Spiel noch so gespielt werden? Wohin treiben die Vereinigten Staaten mit ihrer Außenpolitik und was bedeutet das für die restliche Welt? In diesem Gespräch präsentiert uns Mathias Bröckers seine Sicht der Dinge. Es gelingt ihm, die Wut über dieses falsche Spiel namens Geopolitik so humoristisch zu verpacken, dass selbst der größte Pessimist zum Schmunzeln kommt.
Inhaltsübersicht:
00:02:42 – Das Schauspiel um Donald Trump im amerikanischen Wahlkampf
00:12:24 – Gibt es Parallelen zwischen JFK und Donald Trump?
00:25:02 – Wie wird aus einem kalten Krieger ein Friedensaktivist? - Kennedy und das LSD
00:47:02 – Die unsichtbaren Meister – Trump und die CIA
01:03:47 – Ungereimtheiten beim Tod JFK's
01:25:01 – Cowboys, Yankees und die Rolle der CIA beim Mord JFK's
01:47:29 – Fällt Rom? Wohin treibt das Amerikanische Imperium?
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Mittwoch, 22. November 2017

KenFM im Gespräch mit: Jens Wernicke ("Lügen die Medien?")

KenFM im Gespräch mit: Jens Wernicke ("Lügen die Medien?") {1:50:09 – Start bei 9:32}

KenFM
Am 22.12.2017 veröffentlicht 
Lügen die Medien?
Jens Wernicke gehört zu den mutigsten Journalisten der Republik. Was ihn seit Jahren umtreibt, ist der Niedergang der Meinungsvielfalt als einen wesentlichen Bestandteil der Demokratie. Mundtod gemachten Stimmen eine Chance geben, gehört zu werden, ist ein Sache, sich konkret gegen eine von neoliberalen Strukturen beherrschte Gesamt-Presse zu positionieren, eine andere. Wernicke betreibt mit dem Presseportal Rubikon eines der meinungsstärksten Kanäle in Netz. Der Name ist Programm. Der Rubikon wurde für Jens Wernicke spätestens mit dem 11. September 2001 überschritten.
Mit der Bush-Losung „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“ wurde ein Universalwerkzeug in den Massenmedien erschaffen, das jederzeit und gegen jeden in Stellung gebracht werden kann und gebracht wird. Es geht um die vollständige Kontrolle der öffentlichen Meinung. Ins Fadenkreuz und damit zum Abschuss freigegeben wird jeder, der es wagt, öffentlich Herrschaftskritik zu äußern. Dabei spielt es keine Rolle, ob er es privat oder als professioneller Journalist tut. Auch ist es vollkommen unerheblich, auf welche Branche sich seine Kritik bezieht oder wie wasserdicht seine Fakten sind.
Jedwede Kritik, die an die Substanz des Systems geht, dieses als bigott und in Verbrechen verstrickt demaskiert, wird gnadenlos abgestraft. Das geschieht, wie in der Geschichte bewährt, über symbolische Handlungen. Wenn die Botschaft nicht passt, wird der Bote getötet, oder treffender, isoliert. Der Kopf der Pyramide setzt auf die ökonomische Vernichtung der letzten Vertreter einer wirklich freien, anzeigenunabhängigen Presse. Wer sich nicht der Blatt- oder Redaktionslinie beugt, wird einfach gefeuert oder sein Beschäftigungsverhältnis nicht verlängert. Eine innere Pressefreiheit existiert nur noch in Ausnahmefällen.
Nicht ohne Grund ist Jens Wernicke mit seinem Projekt Rubikon ins Internet ausgewichen und vertraut auf das Modell Crowdfunding. Der Erfolg ist enorm, aber vielen ein Dorn im Auge. Parallel dazu ist Jens Wernicke aber eben auch als analytischer Sachbuchautor in Erscheinung getreten. Sein aktuelles Werk „Lügen die Medien?“ befasst sich mit der eigenen Branche. Wernicke rechnet ab.
Obwohl die etablierte Presse das Buch „Lügen die Medien?“ flächendeckend versuchte totzuschweigen, wurde es 2017 zum Bestseller und stürmte die SPIEGEL-Verkaufscharts. Das ist kein Zufall. Im Buch lässt Wernicke zahlreiche namhafte Journalisten und Wissenschaftler ihre Meinung über das äußern, was man als Pressekrise bezeichnen muss.
Die Krise ist spürbar und hat mit dem Verlust von Vertrauen zu tun. Dass die Mainstreampresse Teil einer Propaganda-Maschine ist, ahnten selbst konservativste Konsumenten schon lange. Mit dem Aufkommen einer digitalen Gegenöffentlichkeit ist aus dieser Ahnung dann aber eine feste Gewissheit geworden. Immer mehr Leser oder Konsumenten gebührenfinanzierter Staatspresse erweitern ihren Horizont durch Informationsangebote aus dem Netz. Was bedeutet diese selbstbestimmte, geistige Mobilmachung für die Repräsentative Demokratie? Was bedeutet sie für die Zukunft der kontrollierten Presse?
Jens Wernicke zeigt sich im Gespräch mit KenFM als ein Mann, der die Welt nicht in schwarz und weiß teilt und der in der Krise immer auch eine Chance sieht. Eine Chance für echte Demokratie. Wir alle sind gefordert, uns den neuen Zeiten zu stellen.
Inhaltsübersicht:
00:00:29 Der Werdegang von Jens Wernicke
00:12:23 Lügen die Medien? – Das Motiv hinter dem Buch
00:33:18 Geschlossene Kommunikationszirkel und die Rolle von PR-Agenturen
00:44:14 Die Medienkrise als Teil globaler Machterosion
01:01:10 Links und Rechts in der deutschen Presselandschaft
01:20:40 Der Aufbau des Buches, Personenkonstellationen und Zitate
01:36:20 Der Rubikon – Ziele, Arbeitsweise, Struktur
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siehe auch:
Tagesschau – Ohne jede Scham (Peter Frey, Peds Ansichten, 15.06.2018)
Der leise Tod der öffentlichen Debatte (Rainer Mausfeld, Rubikon, 23.12.2017)
Immer mehr Journalisten verlieben sich in uns. Wir lieben zurück. (Friedhelm Klinkhammer, Volker Bräutigam, Blauer Bote, 03.11.2017)
- Massenmediale Ideologieproduktion (Jens Wernicke, Rubikon, 10.09.2017)
Rezension zum Buch "Lügen die Medien?" – Gehorsame Völker gehen in den Krieg, ungehorsame Völker lieben den Frieden (Birgit Vanderbeke, apaho.at, 01.09.2017)
Vom Wesentlichen ablenken (Rüdiger Göbel, jensewernicke.wordpress.com, 31.08.2017)
Wacher werden (Abdruck aus »Lügen die Medien«, ossietzky.net 24/2017)
Gesundheitsgefahren durch EMF Risiko Elektrosmog –steigt in den Medien die Resonanz? (Elektrosmog-Report, Dezember 2016)
Journalismus als PR-Waffe der Industrie (Jens Wernicke interviewt Tina Goebel Göbel, NachDenkSeiten, 07.10.2016)


Dienstag, 15. August 2017

KenFM im Gespräch mit: Heinz-Josef Bontrup

KenFM im Gespräch mit: Heinz-Josef Bontrup {1:48:48}

Am 31.07.2017 veröffentlicht 
KenFM
Prof. Heinz-Josef Bontrup ist der Muhammad Ali der deutschen Wirtschaftswissenschaftler.
Er provoziert den Gegner noch während dieser in seiner Ecke sitzt, um ihn dann mit ein paar gut platzierten Argumenten auf die Matte zu schicken.
Wer Bontrup mal live an der Westfälischen Hochschule erlebt hat, muss zugeben, dass sich der Profi für Arbeitsökonomie vor allem für den lohnabhängigen Arbeiter in den Ring wirft.
Bontrup ist stocksauer und dafür gibt es einen Grund. Er rechnet Merkel & Co. seit Jahren vor, dass echte Vollbeschäftigung in Deutschland möglich wäre und, dass dabei alle Seiten gewinnen können.
Als Sprecher der „Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik“ hat Bontrup auch im Deutschen Bundestag immer wieder versucht, die jeweiligen Wirtschaftsminister für seine Ideen eines fairen Arbeitsmarktes zu begeistern. Oft, sehr oft, hatte er dann aber das Gefühl, dass die, die ihm gegenüber saßen, von der Materie nur oberflächlich etwas verstanden.
Wirtschaftswissenschaft ist, anders als Physik oder Chemie, keine Naturwissenschaft. Der untersuchte Gegenstand, der Markt, wurde von Menschen gemacht, kennt keine festen Regeln, sondern gehorcht eher einer Ideologie.
Gerade deshalb will sich Prof. Bontrup nicht mit dem Status Quo abfinden. Es gibt eine Alternative zu Hartz IV, Niedriglohnsektor, Lohndumping und Altersarmut.
Es geht um einen fairen Verteilerschlüssel. Mehr echte Mitbestimmung durch den Arbeitnehmer und das Beenden der Lobby-Politik, die vor allem den großen Kapitalbesitzern dient, während immer mehr Menschen um ihren Job bangen müssen, Überstunden schieben oder aber wegrationalisiert werden.
Bontrup ist kein Theoretiker, er kennt alle Seiten des Marktes: Werkbank, Forschung und Wissenschaft. Das macht seine Argumente und Kritik so plausibel.
Kaum geht der Gong, knallt er der Politik 90 Minuten einen vor den Latz. Er will eine andere Ordnung im System selbst und keine Brosamen der Beschwichtigung.
Inhaltsübersicht:
00:01:51 Arbeitgeber und Arbeitnehmer vs. Unternehmer und abhängig Beschäftigte
00:12:51 Ungleiche Vermögensverteilung und ihre Rolle bei Finanzkrisen
00:20:33 Der Beginn der Massenarbeitslosigkeit und mögliche Wege aus der Krise
00:39:10 Wohin steuert Deutschland?
00:55:17 Der Lebenszyklus der Gewerkschaften
01:15:43 Heinz-Josef Bontrups Konzept zur Beendigung der Massenarbeitslosigkeit
01:30:17 Das widersprüchliche Verhältnis eines demokratischen Staates zu einer autokratischen Wirtschaft
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