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Sonntag, 4. Oktober 2020

Warum unterdrückte der Danone-Konzern ein Gutachten? – Geld! (mal wieder)

Der Danone-Konzern fördert in Volvic riesige Mengen an Wasser. Nun versiegt ein Bach. Ein warnendes Gutachten blieb geheim.

In Zusammenarbeit mit dem Journalisten-Kollektiv «We Report» und der Unterstützung durch «Journalismfund.eu» veröffentlichte «Die Zeit» kürzlich eine Recherche, die den Kampf um die Ressource Wasser einmal mehr beispiellos skizziert. Im Mittelpunkt steht der Danone-Konzern aus Paris mit 25 Milliarden Euro Jahresumsatz, der in der französischen Gemeinde Volvic riesige Mengen Wasser fördert, in Flaschen abfüllt und dabei verspricht, «nur so viel Wasser zu entnehmen, wie es die Natur erlaubt.»

Die von der «Zeit» aufgedeckte Realität sieht anders aus: Seit Jahren beobachten Anwohnerinnen und Anwohner, dass die lokalen Bäche weniger Wasser führen, während an einem einzigen Tag mehr als 200 Lastwagen und einige Dutzend Güterzüge die Abfüllanlage von Danone in Volvic verlassen und Mineralwasser in Plastikflaschen an die Supermärkte in aller Welt liefern. Nun ist ein Bach versiegt – und der Konzern hat ein warnendes Gutachten zurückgehalten.
mehr:
- Danone-Konzern hielt Wasser-Gutachten zurück (Tobias Tscherrig, Info-Sperber, 04.10.2020)

mein Kommentar: 

Nicht aufregen, im Neoliberalismus kann sowas schon mal vorkommen.
Da muß man nicht gleich bösen Willen dahinter vermuten!😂

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Der englische Begriff Hanlon’s Razor (deutsch: Hanlons Rasiermesser) bezeichnet ein Sprichwort, das etwas über den wahrscheinlichsten Grund menschlichen Fehlverhaltens aussagt. Es lautet: „Schreibe nicht der Böswilligkeit zu, was durch Dummheit hinreichend erklärbar ist“ (englisch: Never attribute to malice that which can be adequately explained by stupidity). Oder kürzer: „Geh nicht von Böswilligkeit aus, wenn Dummheit genügt“ (englisch: Never assume malice when stupidity will suffice).

Hanlons Rasiermesser betrifft das Phänomen einer fehlerhaften Ursachenzuschreibung (Kausalattribuierung). Es ähnelt Ockhams Rasiermesser, also dem Prinzip, der einfachsten Erklärung eines Zustands den Vorzug zu geben.

[Hanlon’s Razor (dt.: Hanlons Rasiermesser), Wikipedia, abgerufen am 07.10.2020]

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siehe auch:

Frühstück mit BlackRock und Co. (Post, 13.01.2020)
- TTIP: Die Zukunft des Wassers (Post, 01.06.2015)
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Sonntag, 13. Oktober 2019

Führende Kunst- und Medien-«Experten» gnadenlos vorgeführt

Wolfgang Beltracchi und Claas Relotius haben die Inkompetenz von Chefs, Fachleuten und Experten entlarvt.

Über den einen ist jetzt gerade ein spannendes und wichtiges Buch herausgekommen: «Tausend Zeilen Lüge» von Juan Moreno (bei Rowohlt, 287 Seiten für 29 Franken). Der andere ist heute Sonntag, 13. Oktober, um 10 Uhr im «Persönlich» auf Radio SRF zu hören. Der eine ist der hochgelobte und duzendfach preisgekrönte «Lügen-Reporter» Claas Relotius (Spiegel, Cicero, Weltwoche etc). Der andere ist der inzwischen weltbekannte, meisterhafte «Kunstfälscher» Wolfgang Beltracchi, der eigentlich kein Kunst- sondern (gerichtlich festgestellt) ein Urkundenfälscher ist. Beide «Betrüger» unterscheiden sich also.

Erstaunliche Parallelen

In entscheidenden Punkten ähneln sich die Fälle Relotius und Beltracchi jedoch erstaunlich:

– Der raffinierte Reportagenfälscher Relotius und der geniale Kunstmaler Beltracchi haben beide mit ihren Arbeiten Juroren und Preisverleiher ebenso gnadenlos der blumig beredten Inkompetenz überführt, wie sie das Gerede hochtrabender Kunstfachleute als «Dampfplauderei schöngeistiger Kunstexperten» (Christian von Faber-Castell im Du Nr. 888) entlarvten. (Siehe dazu Wolfgang Beltracchis Selbstportrait oben.)

– In beiden Fällen wurden ihre Tricksereien nicht etwa durch die Kompetenz führender Kunstexperten (bei Beltracchi) oder durch die exakte Redaktionsarbeit (bei Relotius) erfahrener Führungskräfte (in der «Spiegel»-Zentrale in Hamburg) entdeckt, sondern eher durch Zufall: Beltracchi stolperte über ein allzu modernes Weiss im Kunstwerk «Rotes Bild mit Pferden», das er im Stil des deutsch-niederländischen Meisters Heinrich Campendonk gemalt hatte. Von Experten und Kritikern zunächst hoch gelobt («Schlüsselwerk der Moderne») und als «typisch» bezeichnet, zeigte erst die Farbanalyse, dass nicht der 1957 verstorbene Meister Campendonk hier am Werk gewesen war, sondern der nicht minder begnadete, aber weiterhin fröhlich lebende Meister Beltracchi.

Der Reportagen-Fälscher Relotius flog derweil auf, weil einem Reporter-Kollegen bei einer gemeinsamen Arbeit (Titel der Reportage «Jägers Grenze») gröbere Ungereimtheiten auffielen: Das Foto des Mitglieds einer bewaffneten Bürgerwehr in Arizona (USA), die Relotius exklusiv durch die Nacht der Grenze zu Mexiko entlang begleitet haben wollte, kam dem Kollegen bekannt vor. Schnell fand er heraus, dass nicht nur der Name des US-Bürgerwehrlers nicht stimmte, sondern über diesen schon mehrere Berichte und sogar ein Dokumentarfilm gemacht worden waren.
mehr

- Führende Kunst- und Medien-«Experten» gnadenlos vorgeführt (Niklaus Ramseyer, Info-Sperber, 13.10.2019)

BELTRACCHI Offizieller Trailer Deutsch German | 2014 [HD] {2:28}

KinoCheck
Am 31.01.2014 veröffentlicht 
Offizieller Beltracchi: Die Kunst der Fälschung HD-Trailer 2014 (German / Deutsch) Abonnieren ➤ http://abo.yt/kc | Doku Movie #Trailer (OT: Die Kunst der Fälschung) | Kinostart: 6 Mär 2014 | Bei http://amzo.in/beltracchi | Filminfos https://KinoCheck.de/film/35h/beltrac...
Wolfgang Beltracchi ist Maler und nutzte sein Können sowie sein kunsthistorisches Wissen jahrelang, um Bilder großer Meister zu fälschen. Er malte nicht nur bekannte Bilder nach, sondern erfand auch neue Werke, für die er den Stil berühmter Maler kopierte. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Helene schleuste er diese Fälschungen dann in den Kunsthandel ein und konnte zahllose Experten, Gutachter, Kuratoren und Sammler hinters Licht führen. Selbst die weltbekannten und hochprofessionellen Auktionshäuser Christies und Sotheby's kamen ihm zunächst nicht auf die Schliche. Zum Verhängnis wurde ihm jedoch "sein" Werk "Rotes Bild mit Pferden", welches zunächst einen Rekordpreis erzielte, ihn dann jedoch auffliegen ließ. Im Jahr 2011 kam es dann zum Prozess, einem der größten im Bereich gefälschter Kunst in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Den Umfang des Betrugsgewinnes schätzen Ermittler auf 20 bis 50 Millionen Euro.
Note | #BeltracchiDieKunstderFälschung german trailer courtesy of Senator Film Verleih GmbH. All Rights Reserved. #KinoCheck

Der « Meisterfälscher » Wolfgang Beltracchi {25:54}

Anvonet
Am 10.05.2017 veröffentlicht 
Helene & Wolfgang Beltracchi
zu Gast bei Markus Lanz im Februar 2015

Wolfgang Beltracchi - Der Meisterfälscher {44:22}

Adlerkreis
Am 14.02.2018 veröffentlicht 
Weder Auktionshäuser noch Sachverständige merkten, dass die Werke, die Beltracchi als Originale von Malern wie Max Ernst oder Max Pechstein verkaufte, in Wahrheit von ihm selbst stammten. Jahrelang konnte der deutsche Kunstfälscher Wolfgang Beltracchi die gesamte Kunstwelt zum Narren halten. Er verdiente Millionen. Doch schließlich kam man ihm auf die Schliche.

Sonntag, 17. Juni 2018

5000 Euro für ein zerstörtes Leben

Der Schock war groß, als vor fünf Jahren bekannt wurde, dass in den Heimen der Korntaler Brüdergemeinde Kinder missbraucht und gedemütigt wurden (Kontext berichtete). Nun liegt der Aufklärungsbericht vor. Mit erschütternden Ergebnissen. 

Wer im Korntaler Hotel Landschloss logiert und die Liste der TV-Kanäle im Zimmer zur Hand nimmt, dem fällt sofort auf, dass Bibel-TV ganz oben steht. Das ist kein Zufall. Denn die Gäste befinden sich hier im Zentrum des württembergischen Pietismus, im "Heiligen Korntal". Rund um den Saalplatz gruppieren sich die Einrichtungen der Evangelischen Brüdergemeinde. Diese betreibt auch das Hotel. An diesem Ort soll kein Zweifel aufkommen, dass es hier fromm zugeht.

Umso größer war der Schock und das öffentliche Entsetzen, als vor fünf Jahren bekannt wurde, dass in den Kinderheimen der Evangelischen Brüdergemeinde in Korntal in der Nähe von Ludwigsburg und in Wilhelmsdorf im Landkreis Ravensburg die Schützlinge geprügelt, gequält, gedemütigt und missbraucht wurden, und das über viele Jahrzehnte hinweg. Das alles ist jetzt nachzulesen in dem vor wenigen Tagen in Stuttgart vorgestellten Aufklärungsbericht über Missbrauchsfälle in den Einrichtungen in den 1950er bis in die 1980er Jahre. Verantwortlich für diesen sind die beiden Aufklärer Brigitte Baums-Stammberger, ehemalige Frankfurter Richterin, und Benno Hafeneger, emeritierter Marburger Erziehungswissenschaftler.

Anberaumt war eine Pressekonferenz, die ein wenig den Charakter eines Tribunals hatte. Die Anspannung der Verantwortlichen war unverkennbar, denn neben den Medienvertretern waren auch ehemalige Heimkinder gekommen. Und deren Reaktionen fielen unterschiedlich aus. Eines der Opfer beklagte, dass Betroffene aus dem Aufklärungsprozess rausgedrängt worden seien ("Wir wurden mies behandelt"), ein anderer glaubt, dass Missbrauchsfälle vertuscht worden seien, von wieder anderen kam Dank und Genugtuung.

Einig waren sich jedoch alle, wenn auch mit unterschiedlicher Akzentuierung, dass der Prozess der Aufarbeitung mit dem Bericht nicht zum Abschluss gekommen ist. Sie forderten, dass die Aufarbeitung über 1990 hinausgehen müsse, weil es danach auch noch zu Übergriffen gekommen sei. Die bisher behandelten Fälle sind strafrechtlich alle verjährt, die Täter entweder tot, in Rente oder entlassen. Auch eine Ansprechstelle wurde angeregt sowie der dringende Wunsch vorgebracht, einen Ort der Erinnerung einzurichten.

mehr:
- 5000 Euro für ein zerstörtes Leben (Rainer Lang, KontextWochenzeitung, 13.06.2018)

Freitag, 19. Januar 2018

Ausgebremste Steuerfahnder

Die Steuerfahnder in Wuppertal kauften Steuer-CDs und trieben Schwarzgeld in Milliardenhöhe ein, gestützt von der SPD in Nordrhein-Westfalen. Nun regiert Schwarz-Gelb und deren neue Politik vertreibt die Spitzenbeamten.

Die Wuppertaler Steuerfahndung ist legendär für ihren entschlossenen Kampf gegen Steuersünder. Doch nun, so fürchten viele Beamte, könnten diese Zeiten vorbei sein.

Mit Sandra Höfer-Grosjean und Volker Radermacher hat die bisherige Führungsspitze ihre Kündigung eingereicht. Ende Februar soll Schluss sein, dann wechseln die beiden in die freie Wirtschaft, zur Kanzlei Deloitte Legal.

Es ist kein einfacher Schritt, zu dem sich die beiden Beamten entschlossen haben. Die Bitte um Entlassung aus dem Staatsdienst bedeutet den Verzicht auf einen sicheren Arbeitsplatz, hohe Pension und großzügige Beihilfe bei den Gesundheitskosten. Wer Familie hat, wie die beiden, wird sich die Entscheidung nicht leicht gemacht haben.

Zudem sind Steuerfahnder meist überzeugt von ihrer Aufgabe - auf die andere Seite zu wechseln ist da eine schwierige Angelegenheit. Warum also der Wechsel?

mehr:
- Abgang der Top-Steuerfahnder – Früher gefeiert, heute brüskiert (Barbara Schmid, SPON, 19.01.2018, siehe auch die Links unten)
siehe auch:
- Cum-Ex und kein Ende (Post, 14.01.2018)
- Cum-Ex-Geschäfte vor der Verjährung (Post, 05.11.2017)
- Maschmeyer: Schmarotzer mit Heiligenschein (Post, 04.03.2016)
Für paranoid erklärte Steuerfahnder werden rehabilitiert (Post, 02.01.2016, siehe auch die Links!)
- Rudolf Schmenger im Interview (Post, 30.07.2013)

mein Kommentar:
Alle reden von Umverteilung…
… wir auch!
Leistung soll sich wieder lohnen!

Sonntag, 21. August 2016

Doping bei Olympia: Der schwarze Medaillenspiegel

Runter vom Treppchen! Die Olympiageschichte ist voller Sieger, die später des Dopings überführt wurden. Sie mussten ihre Medaillen zurückgeben. Ein Ranking der Schande

Eine Liste der überführten Dopingsünder, die Medaillen zurückgeben mussten, finden Sie hier.
Olympia hat Pause, der schwarze Medaillenspiegel ruht nie. Er zeigt das Ranking aller Nationen, denen in der Geschichte der Olympischen Spiele, ob Sommer oder Winter, Medaillen wegen Dopings aberkannt wurden. Es ist die pharmazeutische Tabelle, eine Statistik des Betrugs, eine Liste des Gifts, eine Hall of Shame.

Manche Betrüger erwischt es ganz schnell, während der Spiele. In Rio ließen sich der kirgisische Gewichtheber Isat Artykow und Serghei Tarnovschi, ein Kanufahrer aus Moldau, erwischen. Bei anderen dauert es sehr lange, bis man sie ertappt. Ihnen werden Nachtests zur Falle. Im Januar 2017 entzog das IOC drei Chinesinnen die Goldmedaillen. Sie hatten 2008 in Peking jeweils im Gewichtheben gesiegt, waren aber gedopt. China steigt damit auf Rang fünf. Auch die Weißrussin Nadseja Astaptschuk, die 2008 im Kugelstoßen Bronze holte, ist ihre Medaille wieder los. Schon im November wurde ihrer Landsfrau Natallja Michhnewitsch im gleichen Wettbewerb Silber entzogen.

Erst im November 2016 hatte das IOC dem zweifachen kasachischen Olympiasieger im Gewichtheben, Ilja Iljin, die Medaillen aberkannt. Alleine seit Mitte Oktober wurden in 37 Fällen Athleten und Athletinnen ihre Medaillen von 2008 und 2012 aberkannt. Kasachstan stieg damit dank seiner Gewichtheber gleich auf Platz drei in den Medaillenspiegel ein.

Seit den Spielen von Athen 2004 lagert das IOC Tausende Urin- und Blutproben von vergangenen Spielen und testet sie teilweise Jahre später nach. Der Grund: Im Laufe der Zeit verfeinern sich die Analysemethoden. Die Wissenschaft entdeckt zum Beispiel neue Abbauprodukte. Das erleichtert die Jagd nach den Dopern. Man kann drauf wetten, dass auch der eine oder andere Gewinner von Rio irgendwann erwischt wird – und sei es in fünf oder in zehn Jahren. Das Signal an die Sportler ist klar: Ihr dürft euch nie sicher sein! Das Signal an die Fans: alle Angaben ohne Gewähr.

mehr:
- Doping bei Olympia: Der schwarze Medaillenspiegel (Paul Blickle, Oliver Fritsch, ZON, 19.08.2016)

Die kuriosesten Doping-Fälle bei Olympia [2:00]

Veröffentlicht am 01.08.2012
http://youtube.com/thesimpleshow - Doping bei den Olympischen Spielen gibt es seit fast 100 Jahren. Pionier auf diesem Gebiet war ein amerikanischer Marathonläufer. Die Mischung, die er sich damals zuführte, hatte jedoch nichts mit heutigen Doping-Methoden zu tun.

Prof. Dr. Werner Franke: Vortrag "Doping: – Verbrechen im nationalen Interesse" [2:04:39]

Veröffentlicht am 22.01.2016
FDP Neujahrsempfang Wiesloch 17.1.2016
Prof. Dr. Werner Franke
Vortrag "Doping: Körperverletzender (BGH) Missbrauch der Wissenschaft – Verbrechen im nationalen Interesse"

siehe auch:

Sport, Staats-Doping und zweierlei Maß (Post, 14.08.2016)
und:
- Doping in the United States (engl. Wikipedia, abgerufen am 21.08.2016)
U.S. swimmer Lilly King spars with Russia's Yulia Efimova over doping (Nathan Fenno, Los Angeles Times, 21.08.2016)
Olympia 2016 in Rio Olympia und die USA: Künstliche Realität (Tagesspiegel, 20.08.2016)
The US wins Olympic gold in doping (Chris Mills, BGR, 17.08.2016)
Pillen, Pulver, teurer Urin (Thomas Renggli, Tagesanzeiger.Ch.-Blog, 15.08.2016)
Justin Gatlin on criticism by Lilly King: I've done what I need to do (ESPN, 14.08.2016)
- Sports 2016 Olympis – Team USA Is About to Be Kicked Off its Doping High Horse in Rio (Sean Gregory, Time, 13.08.2016)
The Chuck Wielgus Blog: Creating a State-Sponsored Doping Program (Chuck Wielgus, USA Swimming, 12.08.2016)
Sport Olympia 2016 "Die haben uns Medaillen geklaut. Das ist krank" (Die Welt, 11.08.2016)
Olympische Spiele: Kalter Krieg im Schwimmbecken (Sabrina Knoll, ZON, 10.08.2016)
- USA flag-bearer Michael Phelps admits doubts about doping in the pool (Chris Barrett, stuff, 04.08.2016)
Doping im Sport: USA und Russland (Schutzengel-orga.News, 31.07.2016)
Olympia: 45 Athleten früherer Spiele positiv auf Doping getestet (ZON, 11.07.2016)
- Olympics: Michael Phelps says he doesn’t think he has ever competed in a clean sport (Todd Blym, Gold Coast Bulletin, 03.08.2016)
IOC-Beschluss zu Russland: Welt-Anti-Doping-Agentur reagiert enttäuscht (SPON, 25.07.2016)
Doping: US-Sport kämpft um Glaubwürdigkeit (Heinz P. Kreuzer, FAZ, 27.06.2001)
- Feind im eigenen Haus – Dem Spitzensport in den Vereinigten Staaten droht ein gigantischer Skandal: Haben mehrere hundert Athleten ungestraft gedopt? Ein Insider will vor Gericht auspacken. (Udo Ludwig, Michael Wulzinger, Der Spiegel, 1/2001, gefunden bei CarminaRo)
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Donnerstag, 3. März 2016

Journalistenethos in Zeiten der "Lügenpresse"

Der Oscar für den besten Film für "Spotlight" wirft ein Schlaglicht auf einen vergangenen Journalismus
Dieser Film ist kein "Missbrauchsdrama" wie in Agenturmeldungen jetzt immer zu lesen ist, sondern ein Hohelied auf den investigativen Journalismus. "Die Unbestechlichen" kennen alle. Nie wieder waren Journalisten so heldenhaft, wie in Alan J. Pakulas an der Aufdeckung des Watergate-Skandals orientiertem Spielfilm mit Dustin Hofman und Robert Redford. Jetzt bekommt das Heldenepos der Seventies Konkurrenz.

Denn auch "Spotlight", das Debüt von Thomas Mc Carthy, ist an tatsächlichen Vorgängen orientiert: Diesmal ist der Sündenpfuhl nicht das "Weiße Haus", sondern die katholische Erzdiözese Boston. Dort deckte ein Reporter-Team der US-amerikanischen Tageszeitung "The Boston Globe" in den späten 1990er Jahren Hunderte von Missbrauchsfälle durch katholische Priester und deren jahrzehntelange Vertuschung durch die Institutionen und den direkt verantwortlichen Kardinal auf.

Jetzt gewann Thomas Mc Carthys Film sehr überraschend den "Oscar" für den "Besten Film". Die Auszeichnung gilt auch einem leidenschaftlichen Plädoyer für den investigativen Journalismus - und ist ein notwendiges Gegengewicht: In Zeiten der Vorwürfe und Polemik gegen die "Lügenpresse" zeigt uns der Film, was Journalismus kann, warum guter Journalismus notwendig ist, und warum man nicht allein auf das Geld und angebliche Leserwünsche schauen darf.

mehr:
- Journalistenepos in Zeiten der "Lügenpresse" (Rüdiger Suchsland, Telepolis, 02.03.2016)
siehe auch:
- Eine Hommage an guten Journalismus (Christian Füller, der Freitag, 01.03.2016)
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SPOTLIGHT Trailer German Deutsch (2016) [2:33]

Veröffentlicht am 23.12.2015
Offizieller "Spotlight" Trailer Deutsch German 2016 | Abonnieren ➤ http://abo.yt/kc | (OT: Spotlight) Movie Trailer | Kinostart: 25 Feb 2016 | Mehr http://KinoCheck.de/film/spotlight-2016
Im Jahr 2001 erhält Walter „Robby“ Robinson (Michael Keaton), der Leiter des Investigativ-Teams des Boston Globe, einen besonderen Auftrag. Der neue Chefredakteur Marty Baron (Liev Schreiber) setzt ihn auf die Fälle von Kindesmissbrauch in der katholischen Kirche an, von denen schon lange hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird. Doch als Robby und seine Kollegen Michael Rezendes (Mark Ruffalo), Sacha Pfeiffer (Rachel McAdams), Matt Carroll (Brian d’Arcy James) und Ben Bradlee jr. (John Slattery) die ersten Opfer interviewen, decken sie Schicht um Schicht einen viel größeren Skandal auf: Seit Jahrzehnten wurden in der Erzdiözese Boston immer wieder Kinder von Priestern missbraucht – und die Taten von höchsten Würdenträgern gedeckt und vertuscht. Die Spuren führen direkt zum Kardinal, doch die Reporter stoßen an eine Mauer des Schweigens. Die Opfer schweigen aus Angst, hochbezahlte Anwälte spielen auf Zeit. Die kostspielige Recherche der Zeitung droht zu scheitern.

Endcard Links | http://youtu.be/YK12gOGIs7c Mitte http://youtu.be/M509yrfbd_0 Rechts http://youtu.be/Ym-jdbqttnc

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Note | Spotlight german trailer courtesy of Paramount Pictures Germany GmbH. | All Rights Reserved. | http://amzo.in sind Affiliate Links. Bei einem Kauf ändert sich für euch nichts, aber ihr unterstützt dadurch unsere Arbeit. | KinoCheck®

Die Unbestechlichen (HQ-Trailer-1976) [2:48]

Hochgeladen am 26.08.2010
Der Einbruch in das Hauptquartier der demokratischen Partei 1972 scheint nur ein kleiner Einbruch zu sein, doch dann entdeckt der Reporter Bob Woodward (Robert Redford) von der Washington Post erste Ungereimtheiten, denn die Angeklagten haben ungewöhnlich hochgestellte Anwälte. Außerdem entdeckt er in den Unterlagen der Täter ein halb kodiertes Filofax, in dem er einen Namen findet, dem er nachgeht. Ohne es zu ahnen, lösen er und sein Kollege Bernstein (Dustin Hoffman) mit ihrer Nachhakerei den größten Politskandal der USA auf, denn die Spur von "Watergate" führt ganz bis hinauf zum Weißen Haus...

Akte Richard Nixon - Die Watergate-Affäre [Doku] [44:13]

Veröffentlicht am 21.08.2014
1972 brachen fünf Einbrecher in das Hauptquartier der Demokratischen Partei im "Watergate"-Hotel in Washington DC ein und brachten Abhörgeräte an. Dies war der Beginn eines politischen Skandals.

Samstag, 20. Februar 2016

Schadsoftware: Erpressungs-Trojaner Locky wütet in Deutschland

Ein neuer Erpressungs-Trojaner verbreitet sich rasant in Deutschland. Locky verschlüsselt dabei ganze PC-Netzwerke. Virenscanner bieten keinen verlässlichen Schutz. Darauf sollten Sie achten.
mehr:
- Schadsoftware: Erpressungs-Trojaner Locky wütet in Deutschland (die Welt, 19.02.2016)

siehe auch:
- Krypto-Trojaner Locky: Was tun gegen den Windows-Schädling (heise Security, 19.02.2016)
Krypto-Trojaner Locky wütet in Deutschland: Über 5000 Infektionen pro Stunde (Ronald Eikenbeg, heise Security, 19.02.2016)
- Erpressungs-Trojaner Locky schlägt offenbar koordiniert zu (Ronald Eikenbeg, heise Security, 16.02.2016)

Achtung:
Keine Mail-Anhänge öffnen, von denen man nicht absolut sicher ist, daß sie sauber sind! Mail mit Inhalten: »Ihre Rechnung« oder »ich habe Dir ein Video geschickt« oder »Ich habe vergeblich versucht Dich zu erreichen« sofort löschen!

Freitag, 12. Februar 2016

Der Fall eines Pornostars

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