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Samstag, 3. Oktober 2020

Was wir von Correctiv zu halten haben

„Ich versteh nicht, dass die Menschen so naiv sind.“ - Dr. Wolfgang Wodarg im Gespräch {46:30 – Start bei 42:56 
– Wodarg: »Da Sie gerade von Correctiv sprechen: Da habe ich erschreckende Erfahrungen.«
 
Gunnar Kaiser  
Am 03.10.2020 veröffentlicht 
Text und Links: YouTube

mein Kommentar zur Löschung:


siehe dazu auch:

a) Zur Überschrift den Beitrags 
Der Beitrag von Frederik Richter und Bianca Hoffmann lässt bereits in der Überschrift aufhorchen: „Warum die Aussagen von Wolfgang Wodarg wenig mit Wissenschaft zu tun haben“. Damit wecken sie beim Leser die Erwartung, dass sie – und zwar gerade in dem Bereich, um den es hier geht – aus eigener Fachkompetenz beurteilen können, was wissenschaftlichen Standards genügt und was nicht. Die Autoreninfo, die ich bei CORRECTIV über Frederik Richter[161] und Bianca Hoffmann[162] erhalte, deutet freilich in keiner Weise darauf hin, dass die beiden über eine medizinische Vorbildung verfügen. Hier urteilen also Nicht-Mediziner über die Thesen eines Mediziners. Schon dieser Befund lässt mich an dem Text zweifeln, welcher sich an die Überschrift nun anschließen wird.

b) Corona-Viren und die Frage nach der Immunität in der Bevölkerung

(1) Die Einwände von Frederik Richter und Bianca Hoffmann

Frederik Richter und Bianca Hoffmann stellen die These von Wolfgang Wodarg, dass es Corona-Viren schon seit längerer Zeit gebe, nicht in Frage. Beim quantitativen Ausmaß der Bedrohung durch SARS-CoV-2, insbesondere verglichen mit der Bedrohung durch Influenza, gehen die Meinungen dann aber auseinander: Zwar seien (bezogen auf das Datum, in dem der Beitrag veröffentlicht wurde) mehr Grippeinfektionen als Infektionen mit Corona-Viren gemeldet worden. Dies wird aber mit dem Zusatz „– noch.“ versehen. Wolfgang Wodarg lasse außer Acht, dass es für SARS CoV-2 weder einen Impfstoff noch Immunität in der Bevölkerung gebe. „Lässt man der Pandemie also ihren Lauf, ist das Gesundheitssystem schnell überlastet.“

Die These von Frederik Richter und Bianca Hoffmann, es gebe für SARS CoV-2 keine Immunität in der Bevölkerung, setzt indes voraus, was es zu beweisen gilt – nämlich dass es sich bei diesem Virus wirklich um eine Spielart handelt, die sich von bisher vorhandenen Corona-Viren – und zwar jenen, die beim Menschen vorkommen – deutlich unterscheidet. In meinen Augen ist genau dies eine ganz entscheidende Frage. Denn von der Antwort auf die Frage, wie gut der menschliche Organismus, bezogen auf die Gesamtbevölkerung, auf SARS CoV-2 vorbereitet ist, hängt ab, welche Anzahl an Infektionen zu erwarten, wie viele schwere bis tödliche Verläufe zu befürchten sind und welche Einschnitte in das öffentliche Leben in Zukunft erforderlich sein werden, um eine Ausbreitung von COVID-19-Infektionen zu vermeiden.
[…] 
(4) Folgerungen
Selbstverständlich kann ich die Informationen, die ich hier zusammengetragen habe, fachlich nicht bewerten. Aber in der Summe scheint sich mir als einem Fachfremden doch ein Bild darzubieten, welches die Folgerung rechtfertigt, dass die Diskussion über das Vorhandensein einer Grundimmunität gegen SARS CoV-2 noch nicht abgeschlossen ist. Offenbar kann man nicht einfach behaupten, SARS CoV-2 treffe den menschlichen Organismus unvorbereitet. Die Studie von John Ioannidis deutet jedenfalls nicht darauf hin, dass SARS CoV-2 in ähnlicher Weise große Teile der Bevölkerung ausgelöscht hätte, wie dies aus Amerika in der Zeit der Einwanderung der europäischen Eroberer berichtet wurde. Ganz im Gegenteil weisen Udi Qimron, Uri Gavish, Eyal Shahar und Michael Levitt darauf hin, dass in Schweden (wo auf Einschnitte in die bürgerlichen Freiheiten weitgehend verzichtet wurde) und Belgien (wo es solche Einschnitte gegeben hat) 99,9% der Landesbevölkerung die Pandemie überlebt haben187. Sieht so die „Erfolgsquote“ eines Killervirus aus?
Die Prognose von Frederik Richter und Bianca Hoffmann, dass das Gesundheitssystem schnell überlastet sei, wenn man der Pandemie freien Lauf lasse, erweist sich vor diesem Hintergrund als spekulativ. Man muss Frederik Richter und Bianca Hoffmann zwar zugutehalten, dass die Studien, die ich hier aufgelistet habe, noch nicht existierten, als der Beitrag erschien. Der Fehler in dem Beitrag von Frederik Richter und Bianca Hoffmann besteht aber darin, kein argumentatives Fundament für ihre These geliefert zu haben, dass es gegen SARS CoV-2 keine Immunität in der Bevölkerung gebe.

(5) Zur Korrelation von Wortwahl und inhaltlicher Substanz

Die Überlegungen zu einer möglichen Grundimmunität zeigen ein grundsätzliches Problem der Berichterstattung unter Ungewissheitsbedingungen auf: Mitte März 2020 wusste noch niemand so recht, wie es mit der Pandemie weitergeht. Es wäre völlig legitim gewesen, wenn Frederik Richter und Bianca Hoffmann unter den damaligen Umständen an die Politik appelliert hätten, sich nicht voreilig der optimistischen Einschätzung von Wolfgang Wodarg anzuschließen, solange die Befürchtungen bezüglich hoher Todeszahlen und einer Überlastung des Gesundheitssystems nicht ausgeräumt seien. Damit begnügen sie sich aber nicht, sondern legen sich vorschnell auf eine Sicht der Dinge fest, die durch den jetzt erreichten Erkenntnisstand erheblich ins Wanken geraten ist. Frederik Richter und Bianca Hoffmann werfen Wolfang Wodarg auf der Basis dieses brüchigen Fundaments vor, seine Thesen hätten „wenig mit Wissenschaft zu tun“. Wer so dick aufträgt, kann sich nicht hinter der unsicheren Situation verschanzen, sondern muss Evidenz liefern.

[Einzelauswertung – Frederik Richter/Bianca Hoffmann, correctiv.org vom 18. März 2020 in: Professor Dr. Martin Schwab, Meinungsfreiheit und wissenschaftlicher Diskurs in der Corona-Krise Zugleich in Sachen Transparency International Deutschland: Eine Erwiderung auf den Bericht der Untersuchungskommission im Fall Wolfgang Wodarg, S. 51ff. clubderklarenworte.de, eingestellt am 04.10.2020]
siehe dazu:
- Coronavirus: Warum die Aussagen von Wolfgang Wodarg wenig mit Wissenschaft zu tun haben (Frederik Richter, Bianca Hoffmann, correctiv.org, 18.03.2020

mein Kommentar: 

Das Wodarg-Gespräch ist inzwischen gelöscht!
Kümmert sich nicht die »Correctiv«-Truppe um die YouTube-Sauberkeit?

Mittwoch, 30. September 2020

Corona und Correctiv: Einfalt und Zensur gegen „Gedankenverbrecher“

Der Correctiv-Chef David Schraven offenbart in einem aktuellen Interview eine große, mutmaßlich gespielte politische Einfalt. Dessen sollte man sich bewusst sein, denn Correctiv „darf“ etwa bei Facebook abweichende Meinungen unterdrücken. Albrecht Müller hat sich in seinem neuen Buch mit dem Thema befasst – wir hängen Zitate an diesen Artikel an. Von Tobias Riegel.

David Schraven ist Gründer und Geschäftsführer von „Correctiv“: Der Verein nennt sich „Recherche-Zentrum“ und fällt dadurch auf, dass er die Regierung weitgehend von Kritik abschirmt und bei Facebook über „Faktenchecks“ abweichende Meinungen „markiert“ und „weniger sichtbar“ macht – nach eigenem Gutdünken. In einem Interview mit Jakob Buhre vom Online-Magazin „Planet Interview“ hat sich Schraven nun geäußert.

Selbsternannte Torwächter der Meinungsvielfalt

Angesichts der „Corona-Pandemie“ laufen die selbsternannten Torwächter der Meinungsvielfalt – kein „normaler Bürger” hat Correctiv in ihrer Rolle als Internet-Kontrolleure legitimiert – zu besonderer Form auf. Schließlich gehe es darum, mit der „Faktencheck-Abteilung“ „gezielte Desinformation“ und „wirre Verschwörungstheorien, seltsame Sekten, Impfgegner, Hippies aus dem New Age und wild gewordene Vegan-Köche“ zu bekämpfen. Das lohnt sich auch finanziell, denn laut Schraven hat Correctiv „aus Corona-Töpfen Sonderförderungen bekommen, die uns geholfen haben, die Arbeit zu stabilisieren. Unsere Mitarbeiter sind nicht auf Kurzarbeit, sondern wir konnten sogar neue einstellen“. Zur Finanzierung und zum Charakter von Correctiv hat sich Albrecht Müller auch in seinem neuen Buch geäußert, am Ende dieses Textes wird aus dem entsprechenden Kapitel aus Müllers Buch zitiert, darin heißt es:
„Diese Organisation von Journalisten macht im Laufe der Zeit durchaus das eine oder andere Vernünftige. Aber die Grundeinstellung ist geprägt von ‚Wir sind die Guten und die im Netz sind die Bösen‘.“
Zu Corona stellt Schraven etwa fest, „Impffeinde“ seien „sehr empfänglich für gezielte Desinformationskampagnen“ – diese Kampagnen würden von „Gegnern unserer Gesellschaft“ lanciert. Correctiv ist in diesem schrägen Bild wohl eine der letzten Verteidigungslinien gegen diese „Gegner“. Aber zum Glück sind die Andersdenkenden, etwa beim Thema Corona, ja alles Dummköpfe. Das macht die „Debatte“ aus Sicht von Correctiv einfach, denn im Umkehrschluss könne man laut Schraven beruhigt sagen: „Mehr als 80 Millionen Deutsche sind gar nicht doof.“
mehr:
siehe auch:

mein Kommentar:
Die zitierten Äußerungen von Schraven sind dermaßen bescheuert, das merkt jeder selbst…

Samstag, 26. September 2020

Die Macht der Denunzianten - Gespräch mit Gunnar Kaiser

Die Macht der Denunzianten - Gespräch mit Gunnar Kaiser (Tamaras Video entfernt) {38:30}

Tamara Wernli  
Am 26.09.2020 veröffentlicht 
Mit dem Philosophen Gunnar Kaiser im Gespräch über die Macht der Denunzianten, Meinungsfreiheit und die willkürliche Entfernung von Youtube-Inhalten.
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siehe auch:

Donnerstag, 17. September 2020

Corona – Deutschland, das Land der Masken und Schwurbler
… Dichter und Denker sind nicht mehr zeitgemäß, das war einmal…

VERCORRECTIERT - #PCR Tests sind #präzise - #theoretisch. Lieber #Schnelltests. #Drosten geht voran. {27:05}

Samuel Eckert 
Am 16.09.2020 veröffentlicht 
Quellen:
https://correctiv.org/faktencheck/hin...
https://www.focus.de/gesundheit/news/...

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mein Kommentar:
na sowas!
Sollte das Video tatsächlich gelöscht sein? 😂

Kann ich gar nicht verstehen!
Gruß und Kompliment an Correctiv!

siehe auch:
Faktenchecker: »Wes Brot ich ess’…« (Uschi Jonas, Correctiv.org, 28.05.2020)
Nein, Greta Thunberg ist nicht die Enkelin von George Soros  (Joana Splith, Correctiv.org, 20.12.2019)
mein Kommentar: 
Gottseidank hat mich Correctiv vor einem ungemein wichtigen Irrtum bewahrt. Ich hätte sonst noch geglaubt…
zur Erinnerung:
Der SPON-Artikel wurde geschrieben, bevor der Spiegel Geld von Bill Gates erhielt! Jetzt geht das so:
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Sonntag, 30. August 2020

Faktenferne Faktenchecker | Von Torsten Engelbrecht

Facebook sitzt wegen ungerechtfertigter Zensur und betrügerischer Verunglimpfung auf der Anklagebank.

Ein Standpunkt von Torsten Engelbrecht.

„Ich nehme eine McCarthy-artige Stimmung im Land wahr und im Zuge der Cancel Culture sehe ich auch die Freiheit des Denkens und der Forschung im Allgemeinen in Gefahr. Mir gruselt es.“ Dies schrieb Dieter Nuhr kürzlich in einem Facebook-Post (1). Dass der Kabarettist seinen Unmut allerdings gerade auf Facebook zum Besten gab, entbehrt nicht der Ironie. Denn das übermächtige Soziale Netzwerk selbst verfolgt mit Vehemenz die Strategie, Kritik an mächtigen Instanzen als Ketzerei zu verfolgen und Andersdenkende mundtot zu machen. Der von Robert F. Kennedy Jr. gegründeten Organisation Children‘s Health Defense reicht es jetzt. Sie fühlt sich so stark von Facebooks Zensurpraktiken beeinträchtigt, dass sie nun Klage eingereicht hat. Im Visier hat der Neffe des ehemaligen US-Präsidenten auch die so genannten „Fact-Checker“ wie PolitiFact, auf die sich der von Mark Zuckerberg gegründete Internetgigant beruft. Bei diesen kann von solidem Fact-Checking keine Rede sein.

Die von Robert F. Kennedy Jr. gegründete Organisation Children‘s Health Defense hat vergangene Woche vor dem Bundesgericht in San Francisco eine Klage eingereicht (2). Die Beklagten sind keine geringeren als der Social-Media-Gigant Facebook, dessen Gründer Mark Zuckerberg und drei so genannte „Fact Check“. Der Vorwurf: Facebook habe faktisch solide recherchierte Posts zum Thema Gesundheit zensiert und auf betrügerische Weise Children’s Health Defense diffamiert und falsch wiedergegeben.
mehr:
- Faktenferne Faktenchecker | Von Torsten Engelbrecht (Torsten Engelbrecht, KenFM, 30.08.2020)
siehe auch:
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Donnerstag, 28. Mai 2020

Faktenchecker: »Wes Brot ich ess’…«

Vor Falschmeldungen warnen zurzeit fast täglich Faktenprüfer. Doch sie sind mit den Machteliten verflochten und wenig glaubwürdig.

Tag für Tag entdecken sogenannte Faktenprüfer neue Falschmeldungen. In Zeiten von Corona haben sie geradezu Hochkonjunktur. Viele Medien, darunter die NZZ und die Republik, berufen sich gerne auf die Hüter der Wahrheit bei der Brandmarkung falscher Nachrichten aus dem Kreise sogenannt alternativer Medien. Auffällig dabei ist: Die Machtposition der Faktenprüfer wird nie in Frage gestellt. Diese werden gerne als neutrale und seriöse Quellen behandelt, obwohl viele es in Wirklichkeit nicht sind.

Ein internationales Netzwerk

Falschinformationen und Propaganda sind nichts Neues. Im Rahmen des US-Präsidentschaftswahlkampfs 2015/2016 rückte das Thema Fake-News ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Hintergrund waren wahre Enthüllungen über Hillary Clinton, die Wikileaks ausgerechnet während des Wahlkampfs veröffentlicht hatte. Es wurden aber auch Falschinformationen über die Präsidentschaftskandidaten in die Welt gesetzt. All dies geschah in einer Zeit, in der grosse Medien ohnehin mit Glaubwürdigkeitsverlusten zu kämpfen hatten.

In einem möglichen Wahlsieg von Trump sahen traditionell mächtige Lobbys die Demokratie in Gefahr. Der sogenannte Kampf gegen Fake-News war hauptsächlich gegen Trump gerichtet. Entsprechend nahmen die Faktenprüfer Trumps Aussagen unter die Lupe. Ein «Fact-Checker» der «Washington Post» wies Trump über vier falsche Behauptungen pro Tag nach. Doch im Weltgeschehen nehmen die grossen Faktenprüfer-Netzwerke in erster Linie abweichende Meinungen ins Visier , welche die US-Vorherrschaft in Frage stellen.

Einige Faktenchecker gründeten das sogenannte International Fact-Checking Network. Dieses Netzwerk fokussiert ziemlich einseitig auf russische Stellen, die nach Ansicht der US-Regierung die Hauptverantwortlichen für Manipulationen und Falschmeldungen sind.

Dem Netzwerk gehören inzwischen zahlreiche Faktenprüfer-Organisationen an, die über die Informationen wachen. Im deutschsprachigen Raum zum Beispiel «Correctiv» – dafür musste sich die Plattform als geprüfte Partnerin vom Poynter Institute zertifizieren lassen (siehe unten). Die Europäische Union gründete 2015 eigens die «East StratCom Task Force» [Google-Übersetzer, Link von mir eingefügt], die mit dem Monitoring russischer Presseorgane beauftragt wurde (Infosperber berichtete darüber). Diesem Ziel schlossen sich auch die Tech-Giganten Facebook und Google an.

mehr:
- Wer die Bekämpfung von «Fake-News» finanziert (Rafael Lutz, Info-Sperber, 28.05.2020)
siehe auch:
Faktencheck bei den Faktencheckern (2): Die Finanzen (Joachim Nikolaus Steinhöfel, AchGut, 09.06.2020)
Faktencheck bei den Faktencheckern (1) (Joachim Nikolaus Steinhöfel, AchGut, 03.06.2020)
Trump, Tichy und das Faktencheckerdilemma (Jens Berger, NachDenkSeiten, 29.05.2020)
Fundgrube – Jobst Plog nach zehn Jahren Kommerzialisierung von Rundfunk und Fernsehen: »Sie wußten, was sie taten« (Post, 20.05.2020)
Fake News-Schutz für Gutgläubige (Post, 08.01.2020)
Correctiv: Die Faktenchecker vom Dienst? (Roger Letsch, AchGut, 23.12.2019)
Faktencheck mit Haken: Das Facebook-Dilemma von Correctiv (Lorenz Matzat, ÜberMedien, 12.12.2019)
Märchenstunde mit David Schraven (Markus Wiegand, kressNews, 19.09.2017)
- Recherchenetzwerk Correctiv: Vom Bock zum Gärtner (Post, 18.01.2017)
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Dienstag, 18. Februar 2020

Das Zittern bei der ARD-Tagesschau

Der öffentlich-rechtliche Sender verschweigt seinen Konsumenten beharrlich, dass Syrien noch immer schlicht um seine Existenz kämpft und sich derzeit ganz konkret der Aggression solcher Staaten wie der Türkei und Israel erwehren muss. Er deckt diese Tatsache zu, indem er in propagandistischer Manier einer Flüchtlingskatastrophe das Wort redet, welche auf die Operationen der Syrischen Arabischen Armee (SAA) in Idlib zurückzuführen sei. Es ist wichtig, die Dinge klar auszusprechen: Die ARD-Tagesschau betreibt mit dieser Erzählung Desinformation.


Vorwort

Der folgende Brief ist – wie auch alle anderen an dieser Stelle veröffentlichten – keinesfalls ausschließlich, ja nicht einmal erstrangig an den explizit aufgeführten Adressaten gerichtet. Vor allem aus diesem Grunde handelt es sich ja auch um öffentlich gemachte Briefe. Sie sind ein Vorschlag zur Überwindung von Sprachlosigkeit und möchten Mut geben, die eigene Unzufriedenheit in praktisches Handeln zu überführen. Es ist – zumindest für mich – auffällig, dass die Meisten der Zeitgenossen zwar gefühlsmäßig auszudrücken in der Lage sind, dass in Politik und Medien hierzulande einiges ganz und gar nicht rund läuft. Doch nur äußerst wenige Menschen schaffen es auch, diese Missstände im speziellen Fall sauber herauszuarbeiten, zu benennen und in Gesprächen damit zu argumentieren. Damit können sie dann Jenen, die in der Mühle von Desinformation und Manipulation gefangen sind, auch keine Unterstützung geben, aus dieser zu entrinnen.

Deshalb mögen die offenen Briefe von Peds Ansichten als inspirierende – jedoch keinesfalls einfach statisch zu übernehmende – Beispiele taugen, um die eigenen argumentativen Fähigkeiten zu stärken und zu trainieren. Es gilt, aus der Empörung – die mit Sprachlosigkeit gekoppelt ist – auszubrechen. Für kritische Beobachter des Syrienkrieges ist es keine Neuigkeit, dass der Westen dort nicht nur Al Qaida einsetzt, sondern auch mal mehr, mal weniger direkt (über Saudi-Arabien und die Türkei beispielsweise) die IS-Kämpfer kontrolliert, die nicht nur gegen Syrien kämpfen, sondern auch dem Westen ein – völkerrechtlich illegales, per Propaganda pseudolegitimiertes – Eintrittsticket nach Syrien verschafft haben. Die Zusammenarbeit zwischen Erdogans Türkei und ISIS ist bekannt. Es geht hier nicht nur um Ölhandel und Waffenlieferungen, vielmehr ist der wilde Südosten der Türkei mittlerweile ein Paradies für allerlei Jihadisten und Söldner, die sich dort ungehindert bewegen können und vom Westen und der Türkei auf unterschiedliche Art und Weise in den Syrienkrieg geworfen werden.

mehr:
- Das Zittern bei der ARD-Tagesschau (Peter Frey, Peds Ansichten, 18.02.2020)
siehe auch:


Türkische Soldaten kämpfen gemeinsam mit sogenannten „moderaten Rebellen“ gegen die syrischen Regierungstruppen und ihre Verbündeten. In einem Video ist ein solcher „Rebell“ zu sehen, wie er einen Lagebericht abgibt. An seinem Oberarm prangt das Abzeichen der im Westen „Islamischer Staat“ (IS) genannten Terrorgruppe, die im Nahen Osten als „Daesh“ bekannt ist und den Angaben unserer Regierungen zufolge ständig in Europa Terroranschläge begeht. 
Für kritische Beobachter des Syrienkrieges ist es keine Neuigkeit, dass der Westen dort nicht nur Al Qaida einsetzt, sondern auch mal mehr, mal weniger direkt (über Saudi-Arabien und die Türkei beispielsweise) die IS-Kämpfer kontrolliert, die nicht nur gegen Syrien kämpfen, sondern auch dem Westen ein – völkerrechtlich illegales, per Propaganda pseudolegitimiertes – Eintrittsticket nach Syrien verschafft haben.

Die Zusammenarbeit zwischen Erdogans Türkei und ISIS ist bekannt. Es geht hier nicht nur um Ölhandel und Waffenlieferungen, vielmehr ist der wilde Südosten der Türkei mittlerweile ein Paradies für allerlei Jihadisten und Söldner, die sich dort ungehindert bewegen können und vom Westen und der Türkei auf unterschiedliche Art und Weise in den Syrienkrieg geworfen werden.
[Jens Bernert, „Moderater Rebell“ der türkischen Invasionstruppen trägt ISIS-Abzeichen, Blauer Bote, 16.02.2020]
Tagesschau und die Nachricht hinter der Nachricht (Peter Frey, Peds Ansichten, 07.02.2020)
Weißhelm-Videos und die sogenannte »gemäßigte syrische Opposition« (Post, 11.10.2019)
Geheimdienste und Leitmedien: unbekannte Fakten plus eindeutige Schlussfolgerungen ergeben unvoreingenommenes, faktenfreies Geschwurbel (Post, 15.03.2019)

Sandra Maischberger interviewt Horst-Eberhard Richter {21:01 
– Start bei 1:15: Richter: »Die Medien heute im Westen benehmen sich häufig wie eine vierte Waffengattung.« 
bis 2:45: Richter: »Was in denen angerichtet wird, die Leute töten müssen, die man nicht als persönliche Feinde erkennt.«}

docuville2 cinematographos
Am 05.05.2016 veröffentlicht 
ntv-Sendung vom 27.3.2003 

zu der von Richter erwähnten schwedischen Studie:

Mittwoch, 6. Februar 2019

Faktenfreie Qualitäts-Hetze im ARD-Faktenfinder

vorab:
- Donald Trump – Eine Marionette Putins? (Silvia Stöber, ARD Faktenfinder, 06.02.2019)
- Neue Medien in Deutschland – Russlands linke Offensive (Patrick Gensing, Silvia Stöber, ARD Faktenfinder, 28.11.2018)
dagegen:
- Der Kampf gegen Desinformation gebiert weitere Desinformation (Florian Rötzer, Telepolis, 08.01.2019)
Frage:
Was sind in den beiden oben verlinkten Faktenfinder-Artikeln die Fakten?
oder in folgendem Artikel:
- US-Geheimdienste zum Wahl-Hack – "Putin befahl eine Kampagne" (Rolf Büllmann, Tagesschau, 05.12.2018)
siehe dazu auch meinen Kommentar:
Russlandfeindliches Tagesschau-Geschwurbel zum Fremdschämen: "Putin befahl eine Kampagne" (Post, 05.12.2018)

aus dem Tagesschau-Artikel von Rolf Büllmann zwei Zitate:
Russlands Präsident Putin soll laut den US-Geheimdiensten persönlich die Beeinflussung der US-Wahl befohlen haben, um die Siegchancen der Demokratin Clinton zu schmälern. […] Worauf genau die Geheimdienste ihre Einschätzung stützen, bleibt für die Öffentlichkeit unklar. […] Dafür war die Schlussfolgerung des Berichtes umso eindeutiger. So eindeutig, dass sie im amerikanischen Fernsehen immer wieder wörtlich zitiert wurde: "Russlands Präsident Putin hat 2016 eine Kampagne zur Einflussnahme auf die US-Wahlen befohlen", hieß es darin.
James Clapper, der Nationale Geheimdienstdirektor, hatte sich vor wenigen Tagen bei einer Aussage im Senat ausdrücklich geweigert zu sagen, ob der Hackerangriff Einfluss auf die Wahlen gehabt habe oder nicht. Die Geheimdienste seien nicht in der Lage zu messen, wie die Wähler beeinflusst wurden, so Clapper  
Mein Kommentar:
Zum Fremdschämen…

Nach diesem russophoben Nebel hören wir uns Johannes Voggenhuber an:
Ukraine-Krise: Dirk Müller vs. Eric Frey {1:27:19 – Start bei 19:17 – Voggenhuber: »Und das ist die Freie Welt? Das ist ja absurd…«}

陳炫志
Am 13.11.2017 veröffentlicht 
Corinna Milborn diskutieren mit Dirk Müller, Eric Frey und Johannes Voggenhuber über den Ukraine-Konflikt. Puls4 Pro&Contra vom 24.11.2014.
Dirk Müller (Autor und Börsenexperte) vs. Eric Frey (Journalist und Kriegshetzer) Quelle 1 (komplett): Quelle 2 .
Pro und Contra - der PULS 4 News Talk vom 24.11.2014:Dirk Müller vs. Eric Frey, Journalist bei der österreichischen Tageszeitung "DER STANDART".
ric Frey wurde 1963 als Sohn jüdischer Eltern, die dem Nationalsozialismus durch Flucht entkommen waren, in Wien geboren.[1] Er ging 1981 in die Vereinigten .
Dirk Müller im Schlagabtausch mit dem pro-amerikanischen Journalisten Eric Frey, welcher derartig abstruse Theorien in den Raum wirft,dass dem Dirk Müller . [Anmerkung von mir: Rechtschreibfehler und fehlende Worte im Original]

Zur Zeit der Barroso-Kommission sagte Brüssel den Ukrainern kategorisch, sie müssten sich entscheiden: Russland oder Europa. Die Kommission wollte das Gesicht der Ukraine nach Westen drehen und dann sehen, was passiert. Auf russischer Seite wurde das als Schlag ins Gesicht wahrgenommen; auf ukrainischer Seite dagegen als Belohnung für strategische Westorientierung. Die EU, fast ohne es zu bemerken, hatte aus einer mit Russland langfristig verhandelbaren und durch Ausgleich der Interessen gestaltbaren Kommerzfrage eine strategische Richtungsentscheidung gemacht.
[
Wem gehört die Ukraine?, Michael Stürmer, Welt, 22.12.2015]
mein Kommentar:
Wie diskutiert man mit jemandem wie Eric Frey, der zur Alternative, vor die Kommissions-Chef Barroso die Ukraine gestellt hat (und die in x Mainstream-Medien berichtet wurde), einfach behauptet: »Dieser Satz ist nie gefallen.«???

Und wenn Eric Frey ungerührt behauptet, man finde in den Medien alle Meinungen, sehe man sich folgenden Video-Ausschnitt an
ZAPP: Vertrauen in Medien ist gesunken {13:46 – Start bei 1:41}

Newskritik Archiv
Am 22.12.2014 veröffentlicht 
Like http://www.facebook.com/newskritik - Das stärkt uns.
Kein Wunder sinkt das Vertrauen der Leute in die Medien. Es wird überall manipuliert, unkontrolliert abkopiert, Nachrichten von Agenturen abgekauft, usw.
Inzwischen weiss ein jeder, dass man den Massenmedien nicht bei Allem glauben sollte. Daran sind die Massenmedien vielfach selber Schuld.


Das ZAPP-Video wurde auf YouTube inzwischen gelöscht. 


Hier ist es noch zu finden:

- ZAPP Studie: Vertrauen in Medien ist gesunken ( Sinje Stadtlich, Torben Börgers, Daniel Bröckerhoff, NDR, ZAPP, 17.12.2014 23:30 Uhr – siehe ab Min. 01:12)
aus dem Video zur ZAPP-Studie (ab Min. 01:12)
Sprecher: »Autor Matthias Bröckers meint, die Medien würden verschweigen, worum es im Ukraine-Konflikt wirklich geht.«
Bröckers: »Wir, der Westen, haben das Interesse, die Ukraine aus dem Verband mit Russland rauszubrechen.«
Off-Sprecher: »Nicht alle, aber einige, teilen diese These.[3] Das Publikum: Künstler, Juristen, Journalisten, Beamte – Bildungsbürgertum.«
Ein Mann aus dem Publikum: »Man hat den Eindruck, daß die deutschen Medien, sowohl die Printmedien, wie auch die elektronischen, daß die … ein Verstärkungsorgan, ein Propagandainstrument der Regierung sind. Es gibt überhaupt keine kritische Stimme mehr!«
Ein anderer Zuhörer beim Bröckers-Vortrag: »Ich möchte wissen, wer an welchen Stellschrauben dreht, daß Süddeutsche, SPIEGEL, Frankfurter Allgemeine, nur um drei zu nennen, alle im Tenor mehr oder weniger das Gleiche sagen und es praktisch bei uns keine Alternative dazu gibt.«
Ein weiterer Zuhörer: »Wir werden ständig nur angelogen. Bei der Ukraine war’s ganz besonders schlimm. Das ist die reinste Kriegshetze gewesen. Und leider bis in die taz hinein. Da war ich sehr entsetzt.«
Off-Sprecher:
»Nach einer represäntativen Umfrage im Auftrag von ZAPP haben nur 29 % der Befragten großes oder sehr großes Vertrauen in die Medien insgesamt, 54 % haben wenig Vertrauen, 15% gar keins.…« 

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Was soll man da noch sagen??



ZAPP - "Das darf nicht sein" (NDR) 16.04.2014 {24:12 – Start bei 0:56}

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Am 17.04.2014 veröffentlicht 
Bei der Berichterstattung über den Konflikt zwischen der Ukraine und Russland gebe es "entlarvende Automatismen", erklärt die Dozentin für Journalistik, Gabriele Krone-Schmalz.
»Wir, die Medien, hätten zu einem frühen Zeitpunkt wissen müssen und es auch verkünden müssen, daß dieses Assoziierungsabkommen die Ukraine zerreißt.«
siehe dazu auch:


Fake-News in der ARD

Was passiert, wenn eine Journalistin vom Schlage Silvia Stöber für eine publizistische Peinlichkeit wie den „Faktenfinder“ der ARD-aktuell auf kritische Faktensuche geht – und keine Fakten findet?

Richtig, sie schreibt, dass da nichts ist, der Kaiser aber trotzdem sein Recht nicht verloren habe - und wie gemein das doch im Grunde sei:

"Die Sorgen waren groß, dass Russland Einfluss auf den Wahlkampf in Frankreich nehmen würde. Doch angekündigte Enthüllungen blieben bislang aus. Sichtbar ist jedoch eine langfristige Strategie.“
Die Sorgen waren groß? Nein. Die Journaille hat hemmungslos und faktenfrei Ängste inszeniert vor russischen Cyberattacken auf die „freien Wahlen" im Westen, u.a. in Frankreich. Sie hat diese Ängste geschürt, hat stromlinienförnige Politiker davon tönen lassen, sie damit zitiert und das Ganze maßlos aufgeblasen. Antirussische Hetze, und wer da Henne und wer Ei spielte, bleibt gleichgültig angesichts dieser widerlichen Kumpanei von Politik und Medien. Appelle, Maß und Vernunft zu wahren wurden bestenfalls überhört, häufiger aber niedergebügelt von Medienbossen, die ihr eigenes Narrativ der Öffentlichkeit als das allein richtige Weltbild aufzwingen wollen.

(Nicht nur) russische Journalisten haben immer wieder darauf hingewiesen, dass es nicht russische Produkte seien, die Einfluss auf Wahlverläufe im Westen nehmen, sondern allenfalls die Enthüllungen von WikiLeaks &Co über das Unwesen, das Politiker, Banker, Militärs und Geheimdienstler treiben. Ob solche Enthüllungen erfolgen, welchen Wert sie haben und welche Wirkung sie erzielen, liege nicht in in russischer Hand.

„Sichtbar ist eine langfristige Strategie“, schreibt Stöber. Ach ja? Keine Fakten erkennbar, aber dahinter steckt eine Strategie? Welche Art Brille braucht man für diesen Durchblick? Die Russen nehmen Einfluss auf Wahlen im Westen – solcher Schwachsinn ist ARD-aktuell-Standard. Noam Chomsky, Sprachforscher und Philosoph von Weltrang, im Gespräch mit dem Österreichischen Rundfunk:

„Worauf konzentrieren sie sich? Nicht darauf, wie etwa Arbeitnehmerrechte ausgehöhlt werden oder auf den Klimawandel. Sie konzentrieren sich auf die triviale Frage, ob die Russen versucht haben, in den heiligen amerikanischen Wahlprozess einzugreifen, während die halbe Welt darüber in Gelächter ausbricht. Schauen Sie sich an, wo die USA überall nicht nur Wahlen manipuliert, sondern Regierungen gestürzt haben!“
mehr:
- Faktenfinder betreibt faktenfreie antirussische Hetze (Friedhelm Klinkhammer, Volker Bräutigam, Rubikon, 26.04.2017)

Mein Kommentar:
Wortgebilde wie »Die Sorgen waren groß […] Sichtbar ist jedoch eine langfristige Strategie«
sind völlig faktenfreie Feststellungen, die kunstvoll so zusammengebastelt werden, daß ein angstmachender Nebel erzeugt wird. Trump wurde im Januar 2017 US-Präsident. Seither geistert der Verdacht, Russland habe durch irgendwelche digitalen Manipulationen die Wahl beeinflusst, durch die Medien – und zeigt durch ständige Wiederholung Wirkung.
Auf bewundernswert perfide Art und Weise wird von massiven innenpolitischen demokratiegefährdenden US-Problemen abgelenkt (siehe »Dark Money«, Koch-Brüder und Scott Walker [1])
Ich vermag eine langfristige Strategie der Russen nicht zu erkennen. 
Aber ich erkenne eine transatlantische Strategie: 
Die Russen bei jeder sich bietenden Gelegenheit schlechtzumachen und in der Bevölkerung Angst vor Putins angeblichem Expansionismus zu schüren! [2]
Und diese transatlantische »Wahrheit« bekommt Otto Normalverbraucher fast täglich »subliminal« in kleinen Häppchen aufs Brot geschmiert!
Dieser »Informations-Nebel« hat schon religiöse Qualitäten: 
Wissen tun wir nichts, wir müssen glauben… [Fußnoten am Post-Ende]
Die Aussagen in den Artikeln der Süddeutschen Zeitung sind erschreckend flach, eindimensional und undifferenziert. Kompensiert wird dies für die Rezipienten mit wort- und bildreichen Überredungskünsten seitens der Verfasser, dass der Westen den anti-westlichen Aggressionen Russlands härter begegnen müsse. Wie genau sehen diese Überredungskünste aus? Hierbei bewegen sich die Autoren im sprachlich-rhetorischen Bereich, in dem den Elementen Kollektivsymbol sowie Anspielung eine entscheidende Rolle zukommt. Beide Elemente arbeiten mehr oder minder verdeckt mit dem als bekannt vorausgesetzten Wissen oder Weltbild der Leser sowie den damit verbundenen Werten und Normen.
[Tendenziöse Berichterstattung über die Ukraine-Krise 2014? – Putin vs. Obama,  Mirjam Katharina Zwingli, NachDenkSeiten, 09.03.2019]

Der ARD Faktenfinder ist nicht die einzige Institution, die mit der Produktion russophoben Nebels Geld verdient:
Schlagzeilen machte dieser Tage schließlich die Meldung, dass der US-Investor und Milliardär George Soros, der sein Geld vor allem durch Währungsspekulationen verdient haben soll, den Fact-Checker des gemeinnützigen Recherchebüros Correctiv mit 100.000 Euro finanzieren will. Das Geld fließt über Soros‘ Open Society Foundations und soll die Arbeit von fünf Journalistinnen bezahlen, die Fake News im Netz recherchieren…
[Kampf gegen Fake News nimmt an Fahrt auf, Menschen machen Medien – Verdi, 05.04.2017]
Mein Kommentar:
Der Fact-Checker vom Correctiv kriegt von Soros 100.000 EUR.
Wetten: Die finden was!!!
Und alles natürlich strengobjektivundausverlässlichenQuellen! 😜

siehe dazu auch:
Geheimdienste: Russland will mit geänderter Taktik Europawahl beeinflussen (dpa, Heise News, 13.04.2019)
Gegen die Macht um Acht (Volker Bräutigam und Friedhelm Klinkhammer, Neue Rheinische Zeitung, 18.03.2019)
Mangelnde Qualifikation: ARD-Faktenfinder verbreitet Fake News (ScienceFiles, 10.01.2019)
OPCW-BERICHT: Russland war’s! Die Geschichte einer vergifteten Eilmeldung (Boris Rosenkranz, Über Medien, 13.04.2018)
Nach ScienceFiles-Kritik: ARD-Faktenfinder korrigiert klammheimlich seine Fehler und macht neue (ScienceFiles, 22.06.2018)
In den Fußstapfen von Kaiser und Führer: Die Russland-Hetze deutscher Medien (Propagandaschau, 20.03.2018)
Jetzt bewiesen: ARD-Faktenfinder sind vollkommen unabhängig! (Paul Schreyer, paulschreyer.wordpress.com, 02.11.2017)
Der „Faktenfinder“ der Tagesschau wäscht Soros als „Wohltäter der Menschheit“ rein (Quelle: KOPP exklusiv Nr. 19/2017)
- ARD-Projekt: Von Fakten sprechen und dabei vermuten (Marcus Klöckner, Telepolis, 06.04.2017)
Aleppo, Ukraine, Krim: Die Hetze gegen Russland geht weiter (Wolfgang Bittner, Hintergrund, 19.08.2016)
KenFM im Gespräch mit: Dirk Pohlmann (Deutsche U-Boote im Kampf gegen Schwedens Neutralität?) (17.06.2016)
Angewandte Psychoanalyse: Masse und Mob – Wie sich Emotionen in der Menge entladen, und wie sie gesteuert werden können (Post, 14.03.2016)
Eine CIA-NGO im Great Game: Das National Endowment for Democracy (Post, 19.02.2016)
- Ukraine Crisis Media Center (Post, 22.08.2015)
- ZDF-Skandal: Berichte im Auftrag Kiews? (L. Applebaum, Freitag-Community, 07.04.2014)

noch einmal Johannes Voggenhuber:
Ukraine-Krise: Dirk Müller vs. Eric Frey {1:27:19 – Start bei 1:17:18}

陳炫志
Am 13.11.2017 veröffentlicht 
Corinna Milborn diskutieren mit Dirk Müller, Eric Frey und Johannes Voggenhuber über den Ukraine-Konflikt. Puls4 Pro&Contra vom 24.11.2014.
Dirk Müller (Autor und Börsenexperte) vs. Eric Frey (Journalist und Kriegshetzer) Quelle 1 (komplett): Quelle 2 .
Pro und Contra - der PULS 4 News Talk vom 24.11.2014:Dirk Müller vs. Eric Frey, Journalist bei der österreichischen Tageszeitung "DER STANDART".
ric Frey wurde 1963 als Sohn jüdischer Eltern, die dem Nationalsozialismus durch Flucht entkommen waren, in Wien geboren.[1] Er ging 1981 in die Vereinigten .
Dirk Müller im Schlagabtausch mit dem pro-amerikanischen Journalisten Eric Frey, welcher derartig abstruse Theorien in den Raum wirft,dass dem Dirk Müller .

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Fußnoten zum Kommentar oben:
[1] 
[2] 

[3]
siehe dazu:
- Was wird Deutschland tun? (Post, 08.02.2020 - Beachte die Zitate aus dem Artikel von Christoph von Marschall)
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Donnerstag, 4. Mai 2017

Correctiv – Professionelle Heuchelei

Der Blick hinter die Fassade offenbart: Das Journalistenbüro Correctiv ist alles andere als unabhängig, aufklärerisch und investigativ.

Kommentar zum Bild: "Das Foto zeigt ein Gebäude in der Altstadt von Montpellier, bei dem der größte Teil der Fassade gemalt (oder foliert) ist. Auch die Spiegelung der gegenüberliegenden Kirche ist gemalt. Das Verrückte ist: Man steht da und schaut auf das Haus und kann kaum unterscheiden, wo echte Mauern, Fenster und Leute sind, und wo diese nur gemalt und also 'Fake' sind. So ist es mir auch mit Correctiv ergangen, vor allem mit den Artikeln zu Putin und MH17. Es wirkt erstmal alles schlüssig und bewiesen, bis man genauer hinsieht."
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In einer Zeit, in der Fakten, Quellencheck und Hintergrundrecherche in etablierten Medien immer weniger gefragt sind, investigative, herrschaftskritische Journalisten und Wissenschaftler aus Redaktionen und Universitäten gedrängt werden und bestenfalls unter sehr prekären Bedingungen ihre Aufklärungsarbeit fortsetzen können, in einer Zeit, in der kritische Geister durch Querfront-Vorwürfe mundtot gemacht werden (sollen), taucht im Sommer 2014 ein sich „CORRECT!V“ nennendes Recherchebüro auf, das a) innerhalb kürzester Zeit aufwändige Rechercheprojekte abschließt, die es b) kostenfrei den Redaktionen zur Verfügung stellt, die c) in den Mainstreammedien breit und unkritisch rezipiert werden und das d) innerhalb weniger Monate renommierte Journalistenpreise erhält, wie zum Beispiel den Grimme Online-Award für die Webreportage zum Abschuss des Malaysischen Verkehrsflugzeugs MH17 über der Ukraine. Zuletzt war Correctiv Gegenstand der Berichterstattung, nachdem Facebook angekündigt hat, in Deutschland Correctiv mit der Markierung von Fake-News zu beauftragen. Dieses an sich schon fragwürdige und von Paul Schreyer als „Privatisierung der Zensur“ bezeichnete Vorhaben steht und fällt vollends mit der Seriosität der beauftragten Kontrollstelle.
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Redaktionelle Vorbemerkung: Die Recherche von Elke Schenk zu Correctiv erscheint als Vierteiler. Beim hier vorliegenden Text handelt es sich um den ersten Teil. Den zweiten Teil lesen Sie hier, den dritten hier, den vierten hier.

Im Folgenden möchte ich das Selbstbild von Correctiv kritisch befragen. Dazu erscheint eine mehrteilige Serie bei Rubikon.

Zunächst untersuche ich Gründung und finanzielle Basis, Selbstverständnis und Ziele von Correctiv sowie die politische und berufliche Herkunft und Verbindungen des Personals in Redaktion, Geschäftsführung und Ethikrat.

Um zu einer fundierten Beurteilung von Correctiv zu gelangen, ist es zudem nötig, die Substanz der Enthüllungen zu prüfen, indem exemplarisch einige Rechercheprodukte einer argumentativ-inhaltlichen und rhetorischen Analyse unterzogen werden. Dies ist bislang nicht in der erforderlichen Tiefe geschehen.

Ein Schwerpunkt sind Correctivs Enthüllungen zum 'System Putin' und zum Abschuss der malaysischen Verkehrsmaschine MH17 im Sommer 2014. Die Ergebnisse sollen eine weitere Beurteilungsgrundlage liefern, ob Correctiv unabhängig vom traditionellen Medienbetrieb und von Machteliten ist und ob die „Recherche“ergebnisse als sachlich fundiert und aufklärerisch angesehen werden können.

Vor diesem Hintergrund wird die Rolle von Correctiv als Kontroll-Instanz für Fake-News betrachtet. Ein Fazit zu Vorgehensweise, Agenda und Einordnung von Correctiv schließt die Studie ab.
mehr:
- Professionelle Heuchelei (1/4) (Elke Schenk, Rubikon, 04.05.2017)
siehe auch:
- Bye-Bye Facebook! (Maren Müller, publikumskonferenz.de, 09.04.2017)
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