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Donnerstag, 12. März 2020

Die vergifteten Skripals: Noch so eine Propaganda-Geschichte…

Die Ermittlungen des Nervengift-Anschlags kommen offenbar nicht weiter, zudem ist die Frage, ob Julia und Sergei Skripal freiwillig oder unter Zwang an einem geheimen Ort leben
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Der Skripal-Fall scheint geklärt zu sein. Einmal wieder war wie bei MH17 oder beim angeblichen Giftgasangriff in Duma Bellingcat mit im Spiel, um die Beweise für Verdächtige zu liefern, die staatliche Ermittler nicht selbst beibringen konnten oder wollten. Für den Nowitschik-Anschlag auf Sergei und Yulia Skripal am 4. März 2018 bleibt zwar weiterhin viel unplausibel (Und die Skripals?), auch wenn Bellingcat die vermeintlichen Täter Alexander Petrov und Ruslan Boshirov, die die britische Polizei verdächtigt, als die GRU-Agenten Anatoliy Chepiga und Alexander Mishkin entlarvt haben will. Mehr als Bilder von Überwachungskameras über ihren Aufenthalt in Salisbury, aber nicht in der Nähe von Skripals Haus, gibt es nicht. Die letzte Pressemitteilung der Polizei stammt vom 22. November 2018.

Besonders auffällig ist aber, dass Sergei und Yulia Skripal nach der Behandlung im Krankenhaus von den britischen Sicherheitsbehörden weggesperrt wurden und praktisch von der Bildfläche verschwunden sind. Warum sollten in einem solchen Fall, der von der britischen Regierung und dem Westen so aufgebauscht wurde und den Konflikt mit Russland vertieft hatte, die Opfer, auch wenn sie freiwillig und aus Angst untergetaucht und geschützt leben wollen, nicht Medien Interviews geben. Das könnte an einem gesicherten Ort geschehen, die Gesichter, die möglicherweise verändert wurden, müssten auch nicht gezeigt werden? Haben sie nichts zu sagen, was den Verdacht gegen Russland erhärten würde oder was den Tathergang und die Täter näher beleuchten könnte?

Seltsam auch, dass das westliche Medien und Regierungen nicht zu beeindrucken scheint, für die der Fall wohl aufgeklärt und der Täter im Kreml klar ist. Nach dem großen Aufschrei ist der Fall nun ad acta gelegt, die anfangs mit enormen Aufwand betriebenen polizeilichen Ermittlungen scheinen auch nicht weiter voranzukommen – vielleicht sollen sie auch im Sand verlaufen.

mehr:
- Wollen die Skripals Großbritannien verlassen? (Florian Rötzer, Telepolis, 07.03.2020)
siehe auch:


Die Beweise des Krankenhauspersonals in Salisbury wurden von einem scharfäugigen englischen Analysten geprüft, der Anonymität und ein Internet-Handle namens Twiki bevorzugt. Er hat herausgefunden, dass die Blutuntersuchung der Skripals für mindestens 36 Stunden nach ihrem Krankenhausaufenthalt - dh zwischen ihrer Aufnahme am Sonntagnachmittag, dem 4. März, und dem folgenden Dienstagmorgen, dem 6. März - keinen Marker für Organo- (nicht wiederholen) ergab Vergiftung mit Phosphatnervenmitteln; das heißt, der Gehalt an Acetylcholinesterase (ACE) im Blutkreislauf. *

Das Zeugnis der Geschäftsführerin des Krankenhauses, Cara Charles-Barks - ausgestrahlt von der BBC, von Urban nicht verstanden - ist jedoch, dass der Nachweis des Markers und des Nervenagenten, der angeblich dafür verantwortlich ist, in den Blutkreisläufen der beiden Skripals am Montagmorgen erfolgte Das heißt, dem Krankenhaus wurde mitgeteilt, was Regierungsbeamte 24 Stunden vor Blutspuren entschieden hatten.

Dies erklärt auch, warum das britische Verteidigungsministerium und sein Labor für Verteidigungswissenschaft und -technologie (DSTL) in Porton Down nicht in der Lage und nicht bereit waren, Aufzeichnungen über die Skripal-Blutnachweise zu erstellen. Kurz gesagt, die Beweise können nicht vorgelegt werden, weil die Beweise nicht existieren. Die entnommenen Skripal-Blutproben enthüllten keinen Nervenwirkstoff vom Typ Novichok, bis dieser in Briefings von Regierungsbeamten der Krankenhausleitung, dann der BBC und dann der Welt hinzugefügt wurde.

Laut einem Dokument, das 2019 vom Verteidigungsministerium und der DSTL veröffentlicht wurde, wurden die Skripal-Blutproben, die Berichten zufolge in Porton Down eingetroffen waren, „irgendwann zwischen 1615 am 4. März 2018 und 1845 am 5. März 2018 entnommen“.

[John Helmer, johnhelmer.net, 08.03.2020 – Google-Übersetzer]
Anscheinend hat es sich ausgeSkripalt… (Post, 19.12.2019)
Der Fall Skripal: Lügen ohne Ende (Post, 07.10.2018)
- Tagesdosis 13.3.2018 – Giftgasmorde und Neuer Kalter Krieg (Podcast) (Kommentar von Dirk Pohlmann, KenFM, 13.03.2018)
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Dienstag, 27. August 2019

Berlin: Aufgeregtheiten nach Ermordung eines Georgiers

Authorities in Germany reportedly believe they may be dealing with a “second Skripal case” after a man was shot dead in broad daylight in a Berlin park.

A 49-year-old Russian man has been arrested on suspicion of murder over the incident, which was described by witnesses as an “execution-style killing”.

The victim has been identified as Zelimkhan Khangoshvili, a 40-year-old Georgian Muslim who fought against Russia in the Second Chechen War and had links with Georgian intelligence.

Kangoshvili fled to Germany after surviving a previous assassination attempt in Georgia in 2015.

He was shot dead on Friday morning while walking through Berlin's Kleintiergarten park on his way to pray in a local mosque.

Witnesses described how his assailant shot him twice in the head from behind before fleeing on a bicycle.

“There are indications this crime was planned and may have had political motives,” Martin Steltner, a spokesman for Berlin prosecutors said.

Police are believed to be investigating the possibility that Russian intelligence may have been behind the killing.

“If it turns out that a state player like Russia is behind this, we have a second Skripal case on our hands, with everything that entails,” Spiegel magazine quoted an unnamed source in German security circles as saying.




Berichten zufolge glauben deutsche Behörden, dass es sich um einen „zweiten Skripal-Fall“ handeln könnte, nachdem ein Mann am helllichten Tag in einem Berliner Park erschossen wurde.

Ein 49-jähriger Russe wurde wegen Mordverdachts wegen des Vorfalls verhaftet, der von Zeugen als "Hinrichtungsmord" bezeichnet wurde.

Das Opfer wurde als Zelimkhan Khangoshvili identifiziert, ein 40-jähriger georgischer Muslim, der im Zweiten Tschetschenienkrieg gegen Russland kämpfte und Verbindungen zum georgischen Geheimdienst hatte.

Kangoshvili floh nach einem früheren Attentat in Georgien im Jahr 2015 nach Deutschland.

Er wurde am Freitagmorgen erschossen, als er durch den Berliner Kleintiergarten ging, um in einer örtlichen Moschee zu beten.

Zeugen berichteten, dass sein Angreifer ihn zweimal von hinten in den Kopf geschossen habe, bevor er mit dem Fahrrad geflohen sei.

"Es gibt Anzeichen dafür, dass dieses Verbrechen geplant war und möglicherweise politische Motive hatte", sagte Martin Steltner, ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft.

Es wird vermutet, dass die Polizei die Möglichkeit untersucht, dass der russische Geheimdienst hinter dem Mord steckt.

"Wenn sich herausstellt, dass ein staatlicher Akteur wie Russland dahintersteckt, haben wir einen zweiten Skripal-Fall in der Hand, mit allem, was dazu gehört", zitierte die Zeitschrift Spiegel eine ungenannte Quelle in deutschen Sicherheitskreisen.

mehr:
- German police suspect 'second Skripal case' after man shot dead in park (Justin Huggler, The Telegraph, 27.08.2019 – Google-Übersetzer)
siehe auch:
Fall Skripal: Zweites Sanktionspaket gegen Russland in Kraft (Post, 26.08.2019)
Großbritannien: Zweiter Nowitschok-Fall wirft weitere Fragen auf (Post, 13.07.2018)
- Amesbury: Ein neuer Zwischenfall ähnelt der Skripal-Vergiftung (Post, 04.07.2018)
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Sonntag, 18. August 2019

Der Fall Skripal: Die Gift-Lügen

Der Fall Skripal vom März 2018 ist ein Paradebeispiel perfider Medien-Manipulation.
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Der Fall Skripal ist eigentlich schon fast vergessen, obwohl die USA gerade erst vor wenigen Tagen den Fall erneut genutzt haben, um damit neue Russland-Sanktionen zu begründen. Aber gerade weil der Fall schon ein wenig in den Hintergrund gerückt ist, ist es interessant, sich die Dinge anzuschauen, die sich 2019 ereignet haben und über die in Deutschland nicht oder nur am Rande berichtet wurde.
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Um den Fall zu verstehen, werde ich zunächst die Chronologie des Falles noch einmal aufrollen, und dann kommen wir auf die Neuigkeiten aus 2019.

Die Tat


Am 4. März 2018 gegen 13.40 Uhr erreichte Sergej Skripal zusammen mit seiner Tochter Julia das Einkaufszentrum Maltings, sie gingen kurz in den Pub The Mill, um danach von 14.20 Uhr bis 15.35 Uhr im italienischen Restaurant zu essen. Danach fühlten sie sich plötzlich schlecht und gingen an die Luft. Der Notarzt wurde um 16.15 Uhr gerufen und um 17.10 Uhr wurden die beiden bewusstlos ins Krankenhaus eingeliefert. Auch ein Polizist wurde stationär behandelt, aber noch im März wieder entlassen, während die Skripals noch im Koma lagen.

In den folgenden Tagen gab es wilde Spekulationen, was passiert sein könnte, und am 7. März gab die britische Seite bekannt, es handele sich um ein seltenes Nervengift, nannte jedoch zunächst keine Details. Am 12. März gab die britische Premierministerin Theresa May dann bekannt, es handele sich um das in der Sowjetunion entwickelte Nervengift Nowitschok.

Es gab in dieser Zeit verschiedene Spekulationen darüber, wo und wann die Skripals mit dem Gift in Kontakt gekommen sein sollten, und es wurden hunderte Menschen aufgefordert, die sich am 4. März in der Nähe aufgehalten hatten, ihre Kleidung gründlich zu waschen.

Erst am 28. März wurde bekannt gegeben, dass die höchste Konzentration des Giftes auf der Türklinke des Hauses von Skripal gefunden wurde. Demnach müssen beide Skripals beim Verlassen des Hauses die Türklinke berührt haben, sind dann aber noch über zwei Stunden nach dem Kontakt mit dem Nervengift völlig symptomfrei in einem Pub und einem Restaurant gewesen, bevor sie begannen, sich schlecht zu fühlen. Das ist seltsam, weil Nowitschok ein Gift ist, dass sofort wirkt, aber dazu kommen wir noch im Detail.

Britische Vorwürfe gegen Russland

Nachdem Premierministerin May am 12. März mitgeteilt hatte, dass es sich um das Nervengift Nowitschok handelte, beschuldigte sie auch sofort Russland der Tat und stellte Russland ein Ultimatum, sich bis Mitternacht „zu erklären“. Russland wies das Ultimatum zurück und erklärte, nichts mit dem Fall zu tun zu haben, und forderte Proben des Giftes an, um es untersuchen zu können. Russland hat die Briten in der Folge immer wieder aufgefordert, Proben zur Verfügung zu stellen und auch den Mitarbeitern der Botschaft Zugang zu den russischen Staatsbürgern Skripal zu geben, was diplomatischer Usus und in Abkommen geregelt ist.

Man stelle sich einmal vor, die Türkei würde beispielsweise deutschen Behörden den Zugang zu deutschen Staatsbürgern in einem türkischen Krankenhaus verwehren, so etwas ist unvorstellbar. Die Briten jedoch verweigerten den Zugang und verweigern ihn bis heute.

Für die westlichen Medien war sofort klar, dass die britische Position, das Mittel wäre aus sowjetischer Produktion, wahr ist.

Allerdings wissen wir heute, dass die Formel für Nowitschok seit 1992 bekannt ist, als ein russischer Überläufer sie an westliche Geheimdienste weitergab, und dass in der Folge viele Länder damit experimentiert haben, unter anderem auch Deutschland, England oder die Tschechei. Es kann also aus den Beständen sehr vieler Länder kommen. Trotzdem schlossen sich als erstes die USA dem Urteil der Briten an, und ihnen folgten die NATO und die EU mit ihren Mitgliedern.

Am 14. März wies Großbritannien dann als Reaktion 23 russische Diplomaten aus, worauf Russland drei Tage später ebenfalls mit der Ausweisung von 23 britischen Diplomaten reagierte.

Alleine am 14. März veröffentlichte der Spiegel zehn Artikel, die den Fall Skripal zum Thema hatten und die alle Russland mehr oder weniger offen als Schuldigen benannten. Aber gleichzeitig sprachen die westlichen Medien von einer „Kampagne“ in russischen Medien. Dabei erschienen im Westen um Längen mehr Berichte über den Fall als in Russland, wie das Beispiel von Spiegel-Online zeigt.

Wie gesagt, gab es zu diesem Zeitpunkt nur die Behauptungen der britischen Regierung, der sich andere westliche Regierungen anschlossen. Aber zu diesem Zeitpunkt hatten die Experten der UNO von OPWC noch gar keinen Zugang zu den Skripals oder zu Proben des Giftes. Es gab also keinerlei neutrale Bestätigung. Trotzdem war für die westliche Presse und Politik der Fall bereits klar.

mehr:
- Die Gift-Lügen (Thomas Röper, Rubikon, 15.08.2019)
siehe auch:
Sanktionen im Fall Skripal – EU verbietet Geheimdienstchefs die Einreise (Post, 21.01.2019)
Britische Seltsamkeiten im postfaktischen Zeitalter: Die Skripals und ihr Dach (Post, 09.01.2019)
Medien: aufdecken oder offizielle Narrative verbreiten? (Post, 26.11.2018)
Der Informationskrieg gegen Russland am Beispiel Skripal (Post, 14.11.2018)
Das Skripal-Labyrinth (Post, 20.10.2018)
Desinformation über Desinformationskampagnen (empfehlenswert!) (Post, 10.10.2018)
Der Fall Skripal: Lügen ohne Ende (Post, 07.10.2018)
- Skripal-Anschlag: Bundesregierung verweigert Antwort auf Kleine Anfrage der Linken (Post, 29.05.2018)
- Postfaktisches Zeitalter: Wir trampeln auf unseren »Westlichen Werten« herum, bis der Begriff keinen substantiellen Inhalt mehr hat (Post, 02.04.2018)

Mein Kommentar:
Ich hab’s bis zum Erbrechen satt:
Seit 2014 gibt es eine Verdächtigung nach der anderen gegen Putin oder andere Politiker oder Staaten, mit denen er zusammenarbeitet.
- die Einflußnahme in der Ukraine,
- den MH-17-Abschuß
- die Beeinflussung der US-Wahlen
- die Erpressung Trumps mit Pipi-Videos
[Putin, Trump, Geheimdienste, ein Pipi-Video – und die Medien spielen mit!, Post, 11.01.2018]
- die Giftgas-Anschläge in Syrien
- die Vergiftung der Skripals
Man kann sich die Finger wund schreiben, unsere transatlantisch gleichgeschalteten Mainstream-Medien-Journalisten oder Politiker marschieren ständig gen Osten!
Solche West-Kleingeister wie Claus Kleber 
[Gleiwitz 2.0 – transatlantischer Kleber übt schon mal öffentlich für den Ernstfall, Post, 07.04.2019] oder
sein Rededuell mit Joe Kaeser
[Video zu finden in: Endlich: Die Gniffke-Truppe wird von Bräutigam und Klinkhammer ordentlich abgewatscht]
oder 
Boris Johnson 
[Der Weg zum Autoritarismus ist mit Lügen gepflastert, Post, 20.07.2019]
oder 
Tina Mendelson 
in ihrem Pulitzerpreis-verdächtigen Interview mit Bazon Brock
[Video zu finden in: Endlich: Die Gniffke-Truppe wird von Bräutigam und Klinkhammer ordentlich abgewatscht]
oder
Liana Fix
[Die Ukraine-Krise für den Durchschnitts-Bürger: Unsere offiziellen Russland-Versteher konnten sie angeblich nicht kommen sehen!, Post, 04.07.2014]
oder 
ihren Schlagabtausch mit Ivan Rodionov (Chefredakteur RT deutsch) in der phoenix-Runde vom 15.03.2018 (toller Titel: »Mit aller Macht – Wie weit reicht Putins Arm)
[Video zu finden in: Liana Fix und die Giftgas-Inszenierung: Nach dem Putin-Bashing ist vor dem Putin-Bashing, Post, 15.03.2018] oder die
Tagesthemen
mit ihrem unsäglichen Bericht zum G20-Gipfel in Brisbane
[Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen«, Post, 19.11.2014]
oder
mit ihrem hoffnungsvollen Bericht (vom 20.05.2014) über die Versammlung von »zehntausenden von Menschen«, zu der der Oligarch Achmetow im von ihm errichteten Fußballstadion von Schachtar Donezk aufgerufen hatte
[Video zu finden in: Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur!, 3. Abschnitt: Wie man aus 500 Zehntausende macht, Post, 09.12.2014 ]
und wenn ich schon mal dabei bin:
ARD-Faktenfinder:
- Faktenfreie Qualitäts-Hetze im ARD-Faktenfinder (Post, 06.02.2019)
oder Grünen-Politiker
Werner Schulz
der in der Maischberger Talk-Runde (sinniger Titel: "Zar Wladimir I. - Was will Putin wirklich?") Krone-Schmalz 
1. ständig unterbricht und zu korrigieren versucht und 
2. standhaft abstreitet, es die EU habe von der Ukraine eine Entscheidung gefordert und behauptet, EU-Kommissionspräsident Barroso »werde immer falsch zitiert«
[Zar Wladimir I. - Was will Putin wirklich? – Deregulierte Wrestling-Show statt sachlicher Diskussion, Post, 04.03.2015]
zu Barrosos Forderung siehe:
[Wem gehört die Ukraine?, Michael Stürmer, Welt, 22.12.2015 – also mehr als ein halbes Jahr nach dem Maischberger-Wrestling]
usw. usw. usw.
Die Leute agieren wie Zombies (Ober-Zombies: die NATO-Generalsekretäre): Ständig die gleichen plumpen Anschuldigungen, die man dann mit großem Aufwand recherchieren – und widerlegen muß…

Donnerstag, 13. Juni 2019

Porton Down: Was geschieht hinter den Türen des streng geheimen Labors?

Inside Porton Down, the UK's top secret laboratory, scientists carry out research into chemical weapons and deadly diseases. BBC security correspondent Frank Gardner was given rare access to the highly secretive facility. 

Pulling on thick, protective gloves several times a day comes with unique problems, says Rory, one of the youngest scientists currently working at Porton Down.

"The one thing which I've found is definitely moisturiser comes in handy," he says.

"My desk is covered in different types of it."

Ebola, plague, anthrax

Rory works at the Ministry of Defence's Defence Science and Technology Laboratory (DSTL), better known as Porton Down. Based five miles (8km) outside Salisbury, in Wiltshire, it is highly secretive, under armed guard and is very hard to get into.

And for good reason.


The laboratories are where some of the country's top scientists carry out research into the world's most dangerous pathogens – diseases that can kill us.

Ebola, plague and anthrax are among the life-threatening diseases under study at this secluded base. 


It's also where scientists analysed samples confirming that a Novichok nerve agent had been used to poison former Russian spy Sergei Skripal and his daughter.


In Porton Down, dem streng geheimen britischen Labor, erforschen Wissenschaftler chemische Waffen und tödliche Krankheiten. Frank Gardner, Sicherheitskorrespondent der BBC, erhielt seltenen Zugang zu der höchst geheimen Einrichtung.


Mehrmals am Tag dicke Schutzhandschuhe anzuziehen, ist mit einzigartigen Problemen verbunden, sagt Rory, einer der jüngsten Wissenschaftler, die derzeit bei Porton Down arbeiten.

"Das Einzige, was ich gefunden habe, ist definitiv, dass Feuchtigkeitscreme nützlich ist", sagt er.

"Mein Schreibtisch ist mit verschiedenen Arten bedeckt."

Ebola, Pest, Milzbrand
Rory arbeitet im Defense Science and Technology Laboratory (DSTL) des Verteidigungsministeriums, besser bekannt als Porton Down.

Es liegt 8 km außerhalb von Salisbury in Wiltshire und ist äußerst geheimnisvoll, unter bewaffneter Bewachung und sehr schwer zu erreichen.

Und das aus gutem Grund.

In den Labors erforschen einige der besten Wissenschaftler des Landes die gefährlichsten Krankheitserreger der Welt – Krankheiten, die uns töten können.

Ebola, Pest und Milzbrand gehören zu den lebensbedrohlichen Krankheiten, die an dieser abgeschiedenen Basis untersucht werden.

Dort analysierten Wissenschaftler auch Proben, die bestätigten, dass ein Novichok-Nervengift verwendet wurde, um den ehemaligen russischen Spion Sergei Skripal und seine Tochter zu vergiften.

mehr:
- Porton Down: What's inside the UK's top-secret laboratory? (Frank Gardner, BBC News, 13.06.2019 – Google-Übersetzer)
siehe auch:
Großbritannien: Zweiter Nowitschok-Fall wirft weitere Fragen auf (Post, 13.07.2018)
SKRIPAL IN PORTON DOWN: MENSCHENVERSUCHE MIT CHEMIEWAFFEN – NOVICHOK? (Manfred Gleuber, Jasminrevolution, 24.03.2018)
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Montag, 26. November 2018

Medien: aufdecken oder offizielle Narrative verbreiten?

Um gängige Theorien zu aktuellen Ereignissen zu widerlegen, werden oft Spezialkenntnisse benötigt und müssen Fakten geprüft werden. Im Skripal-Fall reicht kriminalistischer Spürsinn

Die Vergiftung der Skripals ist nicht das erste Ereignis mit enormen politischen Implikationen, dessen offizielle Version erhebliche Schwachstellen aufweist. Die Medien hätten als "vierte Gewalt" den Auftrag, diese aufzudecken. Anstatt aber offizielle Narrative kritisch zu hinterfragen, betrachten es Vertreter des Mainstream als ihre Aufgabe, zu deren Verbreitung beizutragen. Währenddessen werden abweichende Positionen und ihre Anhänger in Nischen gedrängt und verunglimpft. Die Regie erfolgt jeweils nach dem gleichen Drehbuch:

  1. Auswahl geeignet erscheinender Fakten, ergänzt durch zweckdienliche Vermutungen und Interpretationen
  2. Schuldzuweisung und Konstruktion eines Bedrohungsszenariums
  3. Forderung nach Bestrafung der Schuldigen durch Ächtung, Sanktionen und Militärschläge
  4. Verschweigen und Unterdrückung von unbequemen Fakten und Widersprüchen
  5. Partielle Akzeptanz von Einwänden sowie das Eingeständnis, dass auch andere Deutungen der Ereignisse möglich seien.
Der Eintritt in die letzte Phase geschieht meist nach einem längeren Zeitintervall, oftmals erst Jahrzehnte später unter der Ägide von Historikern. Das öffentliche Interesse ist dann meist abgeebbt, eine Thematisierung durch die Medien erscheint nicht mehr opportun. Der Schuldspruch wurde frühzeitig gefällt und hat sich tief im Bewusstsein der Medienkonsumenten wie auch der Redakteure festgesetzt. Eine Revision würde ein erhebliches Stück Arbeit bedeuten, wenn sie überhaupt gewollt wäre.

Die Kritik an offiziellen Theorien fokussiert sich auf deren Schwachpunkte. Um diese zu identifizieren und qualifizierte Gegenargumente vorzubringen, wird häufig ein spezielles Fachwissen verlangt. In manchen Fällen muss die Möglichkeit bestehen, Fakten zu überprüfen. Da dem Normalbürger diese Voraussetzungen fehlen und er ebenso wenig bereit ist, einer kritischen Minorität zu vertrauen, setzen sich alternative Sichtweisen allgemein nicht durch. Dieses Problem soll im Folgenden anhand von vier Ereignissen dieses Jahrhunderts illustriert werden, bevor auf die Andersartigkeit des Skripal-Falls eingegangen wird.

mehr:
- Die Türklinkentheorie als Schwachstelle im Skripal-Fall (Bernd Musawski, Telepolis, 26.11.2018)
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Russischer Ex-Spion Sergej Skripal offenbar an der Haustür vergiftet {1:13}

RP ONLINE - WIR SIND WELT
Am 29.03.2018 veröffentlicht 
Der bei einem Anschlag schwer verletzte russische Ex-Spion Sergej Skripal ist nach ersten Erkenntnissen der britischen Ermittler an seinem Haus vergiftet worden. Skripal und seine Tochter Julia seien wahrscheinlich an ihrer Eingangstür mit dem Nervengift Nowitschok in Kontakt gekommen.
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Der Fall Skripal - Peter Haisenko im Gespräch mit Robert Stein {42:15}

Stein-Zeit
Am 04.04.2018 veröffentlicht 
Der Skandal um den Nervengift - Anschlag auf den Doppelagenten Sergei Skripal weitet sich immer weiter aus. Und wie immer ist Rußland schuldig. Natürlich wieder einmal ohne konkrete Beweislage. Dies ist kein Einzelfall, spielen russische Hacker, zivile Bombardements, Dopingsünder oder Wahlfälschungen eine immer größere Rolle in unseren Medien. Die Botschaft an das Massenpublikum lautet dabei: der Russe ist der Feind! Und umso öfter man dies wiederholt, umso mehr brennt sich dies in die Gehirne der Bevölkerung ein. Wird hier an einer Eskalationsspirale gedreht um Rußland soweit zu reizen, bis diese irgendwann zum Gegenschlag ausholen und man dann erst recht mit dem Finger auf sie zeigen wird?
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Sonntag, 7. Oktober 2018

Der Fall Skripal: Lügen ohne Ende

Der „Fall Skripal“ verkommt zur Meisterleistung der Kriegslügner und Propagandisten. 

Das Rätsel um die Skripal-Vergiftungen wird immer undurchsichtiger. Nun „fand“ man Anfang September praktischerweise zwei Verdächtige, die – sollten sie tatsächlich für die Vergiftungen in Salisbury verantwortlich sein – dilettantischer nicht hätten handeln können. Craig Murray über die entsprechenden „Erkenntnisse“ und Entwicklungen.
mehr:
- Lügen ohne Ende (Craig Murray, Rubikon, 02.10.2018)
siehe auch:
Putin über Verdächtige im Skripal-Fall: "Wir wissen, wer sie sind" (Post, 07.10.2018)
Großbritannien: Zweiter Nowitschok-Fall wirft weitere Fragen auf (Post, 13.07.2018)
Skripal-Anschlag: Bundesregierung verweigert Antwort auf Kleine Anfrage der Linken (Post, 29.05.2018)
Die Skripals und das Giftgas: für unsere Qualitätsmedien nicht mehr interessant? (Post, 24.05.2018)
Nowitschok – »Nur Russland«? (Post, 18.05.2018)
Russland: Eskalation im Medienkino (Post, 05.05.2018)
Giftgas: Wundert sich keiner? (Post, 03.05.2018)
- Postfaktisches Zeitalter: Wir trampeln auf unseren »Westlichen Werten« herum, bis der Begriff keinen substantiellen Inhalt mehr hat (Post, 03.05.2018)
Liana Fix und die Giftgas-Inszenierung: Nach dem Putin-Bashing ist vor dem Putin-Bashing (Post, 03.05.2018)
Russland war’s! Die Geschichte einer vergifteten Eilmeldung (Post, 13.04.2018)
Der Fall Skripal im Propagandakrieg (Post, 30.03.2018)
Tagesdosis 13.3.2018 – Giftgasmorde und Neuer Kalter Krieg (Podcast) (Ein Kommentar von Dirk Pohlmann, KenFM, 13.03.2018)

Freitag, 13. Juli 2018

Großbritannien: Zweiter Nowitschok-Fall wirft weitere Fragen auf

Am Abend des 10. Juli ließ das Krankenhaus von Salisbury die britische Öffentlichkeit wissen, dass sich „im Befinden von Charley Rowley eine geringe aber wichtige Besserung“ zeige. „Er ist stabil und bei Bewusstsein.“
Rowley ist das zweite Opfer einer angeblichen Vergiftung mit dem Nervengift „Nowitschok“. Seine Partnerin Dawn Sturgess war am Sonntag gestorben.
Seit der Vergiftung der beiden mit einem Nervengift am 29. Juni wirft der Fall immer neue Fragen auf.
Der Polizei-Vizepräsident im Landkreis Wiltshire, Neil Basu, behauptete am Montag, dass Sturgess und Rowley eine hohe Dosis Nowitschok abbekommen hätten. Sie seien in Kontakt mit einem Behälter geraten, der das Nervengas enthalten habe. „Die Wirkung auf das Paar war so stark, dass sie zu Dawns Tod und zu schweren Symptomen bei Charlie geführt hat. Das bedeutet, dass sie wohl eine hohe Dosis abbekommen haben.“
Rowleys Haus in Amesbury und Sturgess’ Obdachlosenunterkunft in Salisbury, sowie der nahegelegenen Park Queen Elizabeth Gardens und andere Örtlichkeiten wurden abgesperrt. Etwa 100 Polizisten suchen dort nach dem Behälter, den man auch nach zwölf Tagen noch nicht gefunden hat.
21 Personen, darunter Polizisten, Krankenhauspersonal und einfache Bürger, sind auf Kontakt mit Nervengas untersucht worden. Aber alle wurden wieder entlassen.
Jede neue Entwicklung verstärkt nur den zweifelhaften und in sich widersprüchlichen Eindruck, den die Erklärungen hinterlassen, die von Anfang an über die Skripal-Affäre in Umlauf gebracht wurden. So sagte Dr. Mirzayanow, der nach eigener Angabe an der Herstellung von Nowitschok beteiligt gewesen ist, dass sich das Nervengift in den vier Monaten seit den Ereignissen von Salisbury längst zersetzt haben müsste. Das nährt Zweifel, ob Sturgess‘ Tod tatsächlich etwas mit dem Stoff zu tun hat. Leonid Rink, ein weiterer Beteiligter an der Herstellung, bestätigte, dass der Stoff sich zersetzt haben müsste.
Ein anderer Wissenschaftler, der ebenfalls behauptet, früher mit dem Stoff gearbeitet zu haben, Wladimir Uglew, beschreibt dagegen die Substanz als „sehr stabil“. Er sagte: „Sie hätte sich wohl nicht zersetzt.“ Uglew fuhr fort: „Alle möglichen weichen Oberflächen könnten den Stoff absorbiert haben, Bäume, Leder oder auch eine Parkbank. Von dort aus könnte menschliche Haut ihn aufgenommen haben, mit allen bekannten Folgen.“ Die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) hat einen Bericht über den Fall Skripal veröffentlicht, der schwerwiegende Fragen aufwirft, ob eine solche chemische Waffe überhaupt existiere.

mehr:
- Großbritannien: Zweiter Nowitschok-Fall wirft weitere Fragen auf (Thomas Scripps, World Socialist Website, 13.07.2018)
siehe auch:
Amesbury: Ein neuer Zwischenfall ähnelt der Skripal-Vergiftung (Post, 04.07.2018)
- SKRIPAL IN PORTON DOWN: MENSCHENVERSUCHE MIT CHEMIEWAFFEN – NOVICHOK? (Manfred Gleuber, Jasminrevolution, 24.03.2018)
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Mittwoch, 4. Juli 2018

Amesbury: Ein neuer Zwischenfall ähnelt der Skripal-Vergiftung

Die englische Fußballmannschaft erreicht bei der WM in Russland das Viertelfinale und zeitgleich melden Nachrichtenagenturen einen „Zwischenfall“ in der Gegend von Salisbury, der starke Parallelen zum Fall Skripal aufweist, der die Beziehungen der EU zu Russland vor ein paar Wochen zerrüttet hat. Während Polizei und Medien erst einmal versuchen, die Sache herunterzuspielen, zeigt ein Blick auf die Berichterstattung der Lokalzeitungen vom Wochenende, dass hier womöglich doch größerer Klärungsbedarf besteht, als man denken mag. Auch wenn man momentan nur spekulieren kann – die ersten Reaktionen der britischen Behörden zeigten, dass die Öffentlichkeit offensichtlich viele Aspekte des Falles Skripal noch gar nicht kennt. Die Zahl der offenen Fragen wächst.

Die aktuellen Agenturmeldungen über einen “ernsten Zwischenfall” in der englischen Kleinstadt Amesbury wirken wie ein Déjà-vu. Zwei oder drei Menschen wurden mit unklaren, aber offenbar sehr schweren Vergiftungserscheinungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Polizei und diverse Dienste sperren derweil zahlreiche Örtlichkeiten ab, rufen zur Gelassenheit auf und untersuchen dabei die abgesperrten Areale mit Chemieschutzanzügen. Amesbury liegt – das macht die Sache so interessant – nur wenige Kilometer nördlich von Salisbury, der Kleinstadt also, in der vor vier Monaten angeblich der russische Überläufer Sergej Skripal und seine Tochter Julia mit einem Nervengift der Nowitschok-Klasse vergiftet wurden. Ebenso interessant ist, dass der Fundort der beiden Opfer nur wenige hundert Meter vom britischen Chemiewaffenzentrum „Porton Down“ entfernt ist und gleichzeitig fast direkt vor dem Grenzzaun des Militärstützpunktes „MoD Boscombe Down“, der mittlerweile vom privaten Rüstungsforschungsunternehmen QinetiQ betrieben wird, das auch auf dem Gebiet der Spionage tätig ist. Auf all diese Punkte gehen die Agenturmeldungen übrigens nicht ein.

Die offizielle Story und die Story hinter der Story

Den Behörden zufolge hat man am Samstagabend zwei bewusstlose Menschen Mitte 40 in einem Haus im Neubauviertel „Kings Gate“ nahe der englischen Kleinstadt Amesbury aufgefunden. Zuerst ging man angeblich von einem „Drogen-Zusammenhang“ aus. Die Rede war von verunreinigtem Crack, Heroin oder Kokain. Weitere Tests hätten jedoch diese Thesen widerlegt und nun prüfe man laut Behörden einen Zusammenhang zu „unbekannten Substanzen“. Gleichzeitig werden zur Zeit in Amesbury und in Salisbury zahlreiche Gebäude und Gelände weiträumig abgesperrt – darunter die Queen Elizabeth Gardens in Salisbury. Die Agenturen melden, dass es sich um einen Einsatz handele, an dem mehrere nicht namentlich genannte Behörden beteiligt seien, dass es zu einer erhöhten Polizeipräsenz kommen könne und dass die Bevölkerung sich ansonsten keine Sorgen machen müsse. Ein klassischer Fall von Überreaktion? Das mag sein. Interessant sind in diesem Zusammenhang jedoch einige Meldungen lokaler Medien vom Wochenende – also zu einem Zeitpunkt, an dem noch keiner an eine Parallele zum Fall Skripal denken konnte.

So meldete das „Salisbury Journal“ noch am Samstagabend, drei Personen seien nach einem „Zwischenfall“ in Amesbury ins Krankenhaus eingeliefert worden. Dieser „Zwischenfall“ stehe in einem Zusammenhang mit Drogen; es scheine so, als hätten drei Personen, die Drogen konsumiert hätten, gesundheitliche Probleme bekommen und seien daraufhin ins Krankenhaus gebracht worden. So weit, so gewöhnlich. Was jedoch bereits hier aufmerken lassen muss, ist, dass die Zeitung Zeugenaussagen wiedergibt, nach denen zahlreiche Anwohner aus der Nachbarschaft von Feuerwehrmännern evakuiert wurden und mehr als acht Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Ambulanz vor Ort waren. Ferner berichteten die Augenzeugen von Personen in Chemieschutzanzügen am Tatort. Wohlgemerkt – diese Aussagen stammen vom Samstagabend und es ging zu diesem Zeitpunkt nur um einen „Drogenfall“. Ist es in England normal, dass bei einem Fall von kranken Drogensüchtigen die ganze Nachbarschaft evakuiert wird und Männer in Schutzanzügen vor Ort Messungen vornehmen?

Einen verstörenden Einblick liefert auch der lokale Radiosender Spire FM. Der meldete am Samstagabend, dass mehr als zehn Einsatzfahrzeuge vor Ort seien und zahlreiche Straßen abgesperrt wurden. Fotos zeigen auch einen mobilen Unterstützungs-LKW (Operational Support) der Feuerwehr, der laut Spire FM aus der mehr als 60 Kilometer entfernten Stadt Swindon angefordert wurde. Ein überregionaler Großeinsatz für zwei oder drei Junkies, die schlechten Stoff gespritzt haben? Das klingt doch ziemlich absurd.

mehr:
- Ein neuer “Zwischenfall” könnte ein wenig Licht in die mysteriöse Affäre rund um den vergifteten Agenten Skripal bringen (Jens Berger, NachDenkSeiten, 04.07.2018)

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Qinetiq (/kɪˈnɛtɪk/ as in kinetic; styled as QinetiQ) is a British multinational defence technology company headquartered in Farnborough, Hampshire. It is the world's 52nd-largest defence contractor measured by 2011 defence revenues, and the sixth-largest based in the UK.[2]
It is the part of the former UK government agency, Defence Evaluation and Research Agency (DERA), which was privatised in June 2001. The remainder of DERA was renamed Dstl. It has major sites at Farnborough, Hampshire, MoD Boscombe Down, Wiltshire, and Malvern, Worcestershire, former DERA sites. It has made numerous acquisitions, primarily of United States-based companies.It is listed on the London Stock Exchange and is a constituent of the FTSE 250 Index.

Qinetiq ist ein britisches multinationales Verteidigungsunternehmen mit Hauptsitz in Farnborough , Hampshire. Es ist das 52. größte Verteidigungsunternehmen der Welt, gemessen an den Verteidigungserlösen von 2011, und das sechstgrößte in Großbritannien. [2]
Es ist ein Teil der ehemaligen britischen Regierungsbehörde, der Agentur für Verteidigungsbewertung und -forschung (DERA), die im Juni 2001 privatisiert wurde. Der Rest der DERA wurde in Dstl umbenannt. Das Unternehmen verfügt über Hauptstandorte in Farnborough, Hampshire, MoD Boscombe Down , Wiltshire und Malvern, Worcestershire , ehemalige DERA-Standorte. Es wurden zahlreiche Akquisitionen getätigt, vor allem von in den USA ansässigen Unternehmen.Es ist an der Londoner Börse notiert und Bestandteil des FTSE 250 Index .
[Qinetiq, engl. Wikipedia, abgerufen am 16.09.2019]
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The Defence Evaluation and Research Agency (DERA) was a part of the UK Ministry of Defence (MoD) until 2 July 2001. At the time it was the United Kingdom's largest science and technology organisation. DERA was split into two organisations: short-lived transition bodies known as PDERA ("privatised" DERA) which became a commercial firm, QinetiQ, and "RDERA" (meaning "retained" in Government DERA) which became the Defence Science and Technology Laboratory (Dstl). […]
DERA was formed in April 1995 as an amalgamation of the following organisations: 
  • Defence Test and Evaluation Organisation (DTEO)
  • Chemical and Biological Defence Establishment (CBDE at Porton Down), which became part of the Protection and Life Sciences Division (PLSD)
  • Centre for Defence Analysis (CDA).
The chief executive throughout DERA's existence was John Chisholm. DERA's staffing level was around 9000 scientists, technologists and support staff.
Die Verteidigungsbewertungs- und Forschungsagentur ( DERA ) war bis zum 2. Juli 2001 Teil des britischen Verteidigungsministeriums . Damals war sie die größte britische Organisation für Wissenschaft und Technologie. DERA wurde in zwei Organisationen aufgeteilt: kurzlebige Übergangskörperschaften, bekannt als PDERA ("privatisierte" DERA), die zu einer Handelsfirma, QinetiQ , wurde, und "RDERA" (was "beibehalten" in der Regierungs-DERA bedeutet), die zum Labor für Verteidigungswissenschaft und -technologie wurde ( Dstl ). 
DERA wurde im April 1995 als Zusammenschluss der folgenden Organisationen gegründet:
  • Organisation für Verteidigungstests und Evaluierung (DTEO)
  • Einrichtung für chemische und biologische Verteidigung (CBDE in Porton Down ), die Teil der Abteilung für Schutz und Biowissenschaften (PLSD) wurde
  • Zentrum für Verteidigungsanalyse (CDA).
Der Hauptgeschäftsführer während der gesamten Existenz der DERA war John Chisholm. Der Personalbestand der DERA belief sich auf rund 9000 Wissenschaftler, Technologen und Support-Mitarbeiter.
[Defence Evaluation and Research Agency, Origins, Wikispooks, abgerufen am 15.09.2019 – Google-Übersetzer]
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siehe auch:
Der Fall Skripal im Propagandakrieg (Post, 30.03.2018)
- Tagesdosis 13.3.2018 – Giftgasmorde und Neuer Kalter Krieg (Podcast) (Post, 13.03.2018)
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Freitag, 30. März 2018

Der Fall Skripal im Propagandakrieg

Die einzige zum Giftanschlag von Salisbury bekannte Tatsache ist, dass es bisher keine Fakten gibt.


Keine Fakten, wer, wie, wann das Gift nach Salisbury transportiert hat und wie es eingesetzt wurde. Selbst die Opfer wurden bisher nicht befragt. Stattdessen eine „lange Liste bösartiger Aktivitäten Russlands“ seitens der britischen Regierung, die beweisen soll, dass Russland „höchst wahrscheinlich … verantwortlich ist für diesen rücksichtslosen und verabscheuungswürdigen Akt“ (1).


Es geht offenbar gar nicht um die Fakten. Worum also dann?


Aufgezählt werden von Politikern und Medien unisono, kritiklos den Londoner Vorgaben folgend, die „Vergehen“, die Russland sich in den letzten Jahren habe zuschulden kommen lassen, so allen voran in der „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Das beginnt bei der „Annexion“ der Krim, führt über die „Invasion russischer Soldaten in die Ostukraine“, den „Abschuss des Passagierflugzeuges MH 17“, die „Ermordung des Oppositionspolitikers Boris Nemzow in unmittelbarerer Nähe des Kremls“, „Russlands rücksichtsloses Vorgehen in Syrien“ bis in die „Dopingfälle russischer Athleten.“

Dazu kommen noch diverse angebliche Cyber-Attacken Russlands.

Mit diesen Aufzählungen wird das erste Motiv deutlich, um das es in dieser „Affäre“ geht: So wenig Fakten für den „Fall“ Salisbury vorgelegt werden, so wenig geht es bei der Aufzählung der russischen „Vergehen“ um Fakten. Vielmehr geht es hier um die gezielte Anwendung des alten römischen Prinzips ‚semper aliquid haeret‘, ‚irgendetwas bleibt immer hängen‘, anders gesagt, eine politische Rufmordkampagne gegen Russland, bei dem das ganze Instrumentarium der ideologischen Kriegführung bis hin zur konzertierten Ausweisung russischer Diplomaten ausgefahren wird.

Die nächste Frage ist natürlich: Wofür, warum jetzt, wem nützt es?

mehr:
- Der Propagandakrieg (Kai Ehlers, Rubikon, 30.03.2018)

Dienstag, 13. März 2018

Tagesdosis 13.3.2018 – Giftgasmorde und Neuer Kalter Krieg (Podcast)

Der russische Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Julia sind nach Angaben britischer Behörden mit einem militärischen Nervengift vom Typ „Nowitschok“, einer sowjetischen Entwicklungsreihe binärer Kampfstoffe aus den 70er und 80er Jahren, vergiftet worden. Binär bedeutet, dass das Nervengift aus zwei einzelnen Substanzen besteht, die für sich jeweils ungefährlich sind, zusammengemischt aber bereits in geringer Menge tödlich giftig.

Premierministerin Theresa May bezeichnete am Montagabend eine Täterschaft „Russlands“ als „sehr wahrscheinlich“. In den westlichen Medien wird aus Russland dann schnell „Putin war’s!“. Putin steht in Russland gerade zur Wiederwahl an, ein aussichtsreicher Konkurrent ist wegen seiner immensen Popularität nicht in Sicht.

Aber wie wahrscheinlich ist es, dass Russland und Putin hinter diesem Angriff stecken?

Zuerst einmal: welches Motiv hätte die russische Führung, einen Geheimdienstmord zu begehen?

Skripal, zuerst Agent des russischen Militärgeheimdienstes GRU, dann Doppelagent des MI6, hat Russland sehr großen Schaden zugefügt. Er hat über 300 russische Agenten an den Westen verraten.

Das hätte auch bei einem westlichen Verräter aus dem Geheimdienstmilieu für einen tödlichen „Verkehrsunfall“ ausgereicht. Es sterben ja, ähnlich wie in Russland, sogar Journalisten unter ungeklärten Umständen bei der Ausübung ihres Berufes, wenn sie den Aktivitäten von Geheimdienst und Militär zu nahe kommen.

mehr:
- Tagesdosis 13.3.2018 – Giftgasmorde und Neuer Kalter Krieg (Podcast) (Ein Kommentar von Dirk Pohlmann, KenFM, 13.03.2018)