Donnerstag, 15. März 2018

Liana Fix und die Giftgas-Inszenierung: Nach dem Putin-Bashing ist vor dem Putin-Bashing

Der ehemalige britische Botschafter Craig Murray vergleicht die Kampfstoffkategorie, mit der der ehemalige Doppelagent Skripal vergiftet worden sein soll, mit den behaupteten Massenvernichtungswaffen im Irak

Die britische Premierministerin Theresa May ist sich nach eigenen Angaben sicher, dass russische Staatsakteure hinter der Vergiftung des nach England umgesiedelten ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia stecken. Als Indiz dafür wertet sie, dass Ermittler in einem Pub, das die Opfer besucht hatten, angeblich Spuren von "Nowitschok" entdeckten. Dieses russisches Wort heißt übersetzt "Neuling" und steht für eine Kategorie von mehr als hundert Nervengiften, die dem nach New Jersey übersiedelten wolgatatarischen Chemiker Vil Mirzayanov zufolge seit den 1970er Jahren in einem sowjetischen Programm namens "Foliant" entwickelt worden sein sollen - was Russland im UN-Sicherheitsrat und anderswo bestreitet.

Mirzayanov und dem ehemaligen britischen Chemiewaffenregimentsoffizier Hamish de Bretton-Gordon nach wurde Nowitschok im südrussischen Schichany hergestellt. De Bretton-Gordon zufolge ist (beziehungsweise war) das der einzige Fertigungsstandort, während Mirzayanov sich selbstbewusst der Meinung zeigt, es könne auch jemand gefertigt haben, der sein darüber verfasstes Buch als Anleitung nahm. Eine Fabrik für Düngemittel oder Pestizide würde dazu ausreichen, wie er in seinem Aufsatz Dismantling the Soviet/Russian Chemical Weapons Complex - An Insider’s View behauptet.1

mehr:
- Mythos Nowitschok? (Peter Mühlbauer, Telepolis, 15.03.2018)

siehe auch:
- Die Salisbury Tales – was verschweigen Medien und Politik im Falle des vergifteten russischen Doppelagenten? (Jens Berger, NachDenkSeiten, 14.03.2018)

„Nowitschok-Story“- Wem nützt der Nervengas-Angriff in England?- Britischer Ex-Botschafter C. Murray {11:05}

Am 17.03.2018 veröffentlicht
MrMarxismo  
„Nowitschok-Story“- Wem nützt der Nervengas-Angriff in England?- Britischer Ex-Botschafter Craig Murray - Craig Murray legt nach und nennt die „Nowitschok-Story“ eine Neuauflage des Schwindels über irakische Massenvernichtungswaffen
Quelle:
Nachdenkseiten
https://www.nachdenkseiten.de/?p=42950

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Sergei Wiktorowitsch Skripal (russisch Сергей Викторович Скрипаль; * 23. Juni 1951 in Kaliningrad,[1] Sowjetunion) ist ein ehemaliger Oberstdes sowjetischen, später russischen Militärnachrichtendienstes GRUÜberläufer und Agent des britischen Auslandsgeheimdienstes MI6Am 4. März 2018 wurden er und seine Tochter in der englischen Stadt Salisbury bewusstlos aufgefunden und mit Anzeichen einer Vergiftung in eine Klinik eingeliefert.
[Sergei Wiktorowitsch Skripal, Wikipedia, abgerufen am 16.03.2018]
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Nowitschok (russisch Новичок; dt. Neuling, in englischer Transkription Novichok) ist eine Gruppe stark wirksamer Nervengifte bzw. -Kampfstoffe der vierten Generation, die ab den 1970er Jahren in der Sowjetunion entwickelt und mindestens bis in die 1990er Jahre in Russland weiter erforscht wurden.[1][2] Von dem Nervengift sind rund 100 Varianten bekannt.[3] Es handelt sich um binäre Kampfstoffe,[4] deren Existenz bis zum Oktober 1991 geheim war, dann aber durch den beteiligten Wissenschaftler Mirsajanow bekannt gemacht wurde.
[Nowitschok, Wikipedia, abgerufen am 16.03.2018]
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Vor dem Hintergrund des zunehmend unpopulärer werdenden Vietnamkrieges erregten mehrere einzelne Veröffentlichungen über geheime Aktivitäten der US-Regierung ab Anfang der 1970er Jahre ein wachsendes Interesse von Öffentlichkeit und US-Kongress.
  • Januar 1970: Der Ex-Soldat Christopher Pyle enthüllt, dass die US-Army im eigenen Land Anti-Kriegsproteste und -aktivisten überwacht. Mitte des Jahres beginnt der Senat mit ersten Ermittlungen unter Sam Ervin.
  • Juni 1971: Die New York Times veröffentlicht trotz massiven Drucks der Regierung die sogenannten „Pentagon Papers“ über das langjährige und geheime politische und militärische Engagement der USA in Vietnam schon vor und während des Beginns des Vietnamkriegs.
  • 1972: Eine Serie zunächst kleiner Artikel der Journalisten Bob Woodward und Carl Bernstein in der Washington Post enthüllt die Hintergründe eines Einbruchs in das Hauptquartier der Demokratischen Partei im „Watergate-Hotel“. Erst der Prozess gegen die Einbrecher im Januar 1973 legt die Hintergründe der Watergate-Affäre offen und löst massive Senatsermittlungen aus, geleitet wieder von Sam Ervin. Im August 1974 tritt US-Präsident Richard Nixon unter der Last der Vorwürfe zurück, nachdem ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn eingeleitet wurde.
  • Dezember 1974: Der Journalist Seymour Hersh enthüllt in einer Serie der NYT die „Familienjuwelen“ der CIA, geheime Operationen zur Ermordung ausländischer Staatschefs und Putsche. Er erwähnt zudem massive Überwachungsoperationen der CIA gegen politische Gegner des Vietnamkrieges in den USA unter dem Codenamen Operation CHAOS.
[Church Committee, Die Entwicklung, Wikipedia, abgerufen am 16.03.2018] 
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Die Verlegerin (Originaltitel The Post, Arbeitstitel: The Papers) ist ein Historiendrama von Steven Spielberg, das am 22. Dezember 2017 in ausgewählte US-amerikanische Kinos und am 22. Februar 2018 in die deutschen Kinos kam. Der Film thematisiert die Geschehnisse rund um die Veröffentlichung der Pentagon-Papiere im Jahr 1971. Die Verlegerin erhielt Oscar-Nominierungen als bester Film sowie mit Meryl Streep als beste Hauptdarstellerin.
[Die Verlegerin, Wikipedia, abgerufen am 16.03.2018]
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Journalistin Gabriele Krone-Schmalz über Russland | Markus Lanz 13.03.2018 {24:31}

Am 15.03.2018 veröffentlicht
Minotheras  
Journalistin Gabriele Krone-Schmalz über Russland | Markus Lanz 13.03.2018 Markus Lanz vom 13.03.2018
Zu Gast sind Journalistin Gabriele Krone-Schmalz, Journalistin Katja Gloger, Moderator Waldemar Hartmann und Sänger Bruce Dickinson.

Wolfgang Krieger zum Giftanschlag auf einen russischen Ex-Spion am 13.03.18 {5:50}

Am 14.03.2018 veröffentlicht
phoenix  
Wolfgang Krieger (Geheimdienstexperte, Universität Marburg) im Gespräch mit Michael Kolz zum Giftanschlag auf einen russischen Ex-Spion.

phoenix Runde: "Mit aller Macht - Wie weit reicht Putins Arm?" vom 15.03.18 {41:28}

Am 15.03.2018 veröffentlicht
phoenix  
Zwischen Moskau und London wird der Ton schärfer. Eine diplomatische Zuspitzung zeichnet sich ab kurz vor der Präsidentschaftswahl in Russland. Hintergrund ist der Nervengift-Anschlag auf den Ex-Agenten Skripal und seine Tochter. Die britische Regierung hatte Moskau zu einer Stellungnahme aufgefordert. Doch der Kreml ließ sich darauf nicht ein. Jetzt droht Großbritannien mit Sanktionen

mein Kommentar:
Ivan Rodionov hat mit der Objektivität der deutschen Mainstream-Medien seine Erfahrungen gemacht:
- Endlich wird über die Medienberichterstattung geredet – Aber wie? (Post, 21.01.2016)
- „Hart aber unfair“ – Plasbergs schäbige Propagandashow (Die Propagandaschau, 19.03.2014)
Daß dieser gestandene Journalist in der Diskussion den Faden verliert, spricht für sich…
Hubert Seipel wirft Fix vor [Min. 35]: »Sie spulen einfach nur Ihre Linie ab.«
Fix hat, wie bei Word, und da kann man sehen, wie es wohl die meisten Menschen machen, die viel reden müssen: Sie hat eine Sammlung von Textbausteinen im Kopf, und die werden einfach immer wieder nur in mehr oder weniger unterschiedlichen Variationen abgespult.
Wenn man sich Fix’ Gesicht ansieht, merkt man: Die kennt den Knopf »Empfangen« gar nicht! Da gibt’s nur »Senden«. In ein paar Jahren werden wir sie als möglicherweise als Staatssekretärin im Außenministerium sehen…
Angesichts ihres unerschütterlichen Weltbildes kann man schon religiös werden: Glaube hilft! zumindest bei der Karriere…
Über Oberpropagandistin Fix habe ich mich schon einmal ausgelassen. Die Frau verdient meine Energie nicht:
- Ukraine-Krise: Unsere offiziellen Russland-Versteher konnten sie angeblich nicht kommen sehen! (Post, 09.12.2014)


»Die Stimme des Intellekts ist leise, aber sie ruht nicht, ehe sie sich Gehör geschafft hat. 
Am Ende, nach unzählig oft wiederholten Abweisungen, findet sie es doch.«
(Die Zukunft einer Illusion, 1927, Quellennachweis: Sigmund Freud, Zitate mit Quellenangabe, Wikiquote;
Bild: Sigmund Freud, Austria-Forum)
Prof. Dr. Norman Paech - Der Syrienkrieg und die Perspektiven Syriens aus völkerrechtlicher Sicht {45:11}

Am 27.09.2017 veröffentlicht 
weltnetzTV  
Der Syrienkrieg hat eine entscheidende Wende genommen, die Regierungstruppen kontrollieren wieder große Teile des Landes. 600 000 Flüchtlinge sind schon an ihre Herkunftsorte zurückgekehrt, die aber oft stark zerstört sind. Das heißt aber nicht, dass die Probleme des Landes sich jetzt nach und nach lösen. Der Politikwissenschaftler und Jurist Norman Peach analysiert die Ursachen und die Perspektiven des Syrien-Konflikts aus völkerrechtlicher Sicht.
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In seinem Vortrag erwähnt Prof Paech einen Bericht des John F. Kennedy-Neffen Robert F. Kennedy Jr.:
- Warum die Araber uns in Syrien nicht wollen (NachDenkSeiten, 17.03.2016)

Meine Anmerkung:
Auf eine Fernsehdiskussion zwischen Paech und Liana Fix wäre ich gespannt!
zuletzt aktualisiert am 06.05.2018

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