Dienstag, 23. November 2010

ARD-Programmhinweis für morgen, Mittwoch, 24.11.2010

Hinweis auf eine Dokumentation, die am Mittwoch, 24. November 2010 um 23:30 Uhr im Ersten laufen wird:


Politische Morde:
Tod in Beirut - Das Attentat auf Rafik Hariri

Ein Film von Charlie Smith

Am 14 Februar 2005 explodiert eine 1000 Kilo Bombe im Zentrum von Beirut. Sie zerreißt einen der populärsten Politiker des Nahen Ostens – den Premierminister des Libanons Rafik Hariri. 22 weitere Menschen werden bei dem Attentat getötet.

Rafik Hariri war "Mister Libanon", eine überlebensgroße Gestalt, die das Land geprägt hat. Als die Autobombe in tötete, ging ein Aufschrei durch den Libanon: Diesmal ist Syrien zu weit gegangen, hieß es. Und obwohl bis heute eine syrische Schuld nicht bewiesen ist, mussten alle syrischen Soldaten wenige Wochen nach dem Attentat das Land verlassen - die Besatzung war beendet.

Wer aber tötete Rafik Hariri?
Seit 5 Jahren arbeiten UN Sonderermittler an dem Fall. Niemand wurde bislang für den Mord an Hariri vor Gericht gebracht und nichts spaltet den Libanon und den Rest der arabischen Welt mehr als das UN Sondertribunal. Dieser Film wird zeigen, das die Anklageschrift des UN Sondertribunals das Pulverfass Libanon erneut zur Explosion bringen könnte.

Welche Rolle spielt Syrien?
Syrien hat jahrzehntelang die Geschicke des Libanons beeinflusst – war Syrien auch an dem Attentat auf Rafik Hariri beteiligt? Welche Rolle spielt die Hisbollah, die immerhin jetzt mit auf der Regierungsbank sitzen? Wer wird vor dem Sondertribunal in Den Haag auf der Anklagebank sitzen? Im Libanon steigt derzeit die politische Fiberkurve, denn nach 5 Jahren könnte das Attentat an Rafik Hariri kurz vor der Aufklärung stehen.

Das Erste

Sonntag, 21. November 2010

Der Schinderhannes unter der Guillotine

Heute vor 207 Jahren, am 21.11.1803 wurden, nachdem tags zuvor das Urteil verkündet worden war, Johannes Bückler, genannt Schinderhannes, und 19 seiner Gefolgsleute vor den Toren der Stadt Mainz, im heutigen Stadtpark guillotiniert.

Die Hinrichtung [Quelle: wahrscheinlich aus einer Dissertation an der Universität Trier]

Der Schinderhannes interessiert mich nicht nur, weil er einmal in Herrstein, nahe meiner Heimatstadt, eine Nacht im Gefängnis saß und überhaupt in meiner Heimat sein Unwesen trieb. Einer seiner Gefolgsleute ist möglicherweise einer meiner Vorfahren: Peter Dalheimer aus Sonnschied. (Siehe dazu auch: Woher der Begriff "Schwarzer Peter" kommt, Post, 10.01.2011) Sein Vater, Wendel Dalheimer, soll in Sonnschied eine Wirtschaft gehabt und das Räubergut verhehlt haben. Das berühmte »Julchen« Blasius, das der Schinderhannes 1800 zum erstenmal sah, war die neunte seiner Geliebten. Eine ihrer Vorgängerinnen war ihre Schwester Margarethe Blasius, die mit dem Peter Dalheimer liiert war.

Links:
eine kurze Biographie des Schinderhannes auf deutsche-biograpie.de
eine kurze Biographie der Juliana Blasius bei calsky.com 
zum Todestag vom Schinderhannes auf dem vieregg-Blog


zum Gefängnis im Mainzer Holzturm (oben im Jahr 1880) und Näheres zur Hinrichtungsstätte auf dem Gelände des ehemaligen Lustschlosses Favorite, das 1792 während des Ersten Koalitionskrieges 1792 komplett zerstört wurde.
Personen im Leben des Schinderhannes auf biografien-news.blog.de
Schinderhannes auf news.genealog.de (da gibt’s auch was über das Verhör des Schinderhannes)
mehr über Julchen Blasius im Buch »Julchen Blasius – Die Räuberbraut des Schinderhannes« von Ernst Probst bei googlebooks
»Skelett des Hölzerlips ist vom Schwarzen Jonas«, »Das Fallbeil stammte aus Kiedrich« und weitere Geschichten zum Schinderhannes im Rheinhessen-Archiv
Die Doktorarbeit »Diebe – Räuber – Mörder« von Udo Fleck aus dem Jahr 2003 zum Download (Teil 1 – Text, Teil 2 – Abbildungen, Teil 3 – Quellenanhang)
Seine Arbeit »Ein Messer in der Hand und eins im Maul!«, ebenfalls als Download oder bei Regionalgeschichte
Über »Die Bedrohung der Juden durch die Räuberbande des Schinderhannes« ein Artikel im Landeshauptarchiv Rheinland-Pfalz
Peter Beierlein, Verbrecher oder Held?: Wer war eigentlich Johannes Bückler, genannt der Schinderhannes? auf biografien-news  
über mögliche Nachfahren in einem Thread des Forum Ahnenforschung

aktualisiert am 09.11.2014

Männer und Irrtümer…


Werbung für Mythbusters auf DMax

Samstag, 20. November 2010

Im Fall Barschel führt eine neue Spur zum Mossad

Einem Gutachter im Fall Barschel zufolge weisen neue Erkenntnisse darauf hin, dass der israelische Geheimdienst den Politiker ermordet hat.

Einer der wichtigsten Gutachter im Fall Barschel verdächtigt in einem neuen Gutachten den israelischen Geheimdienst Mossad, den früheren schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten ermordet zu haben. Die chemischen Analysedaten stimmen bis in Details mit dem Ablauf des Barscheltodes überein, wie ihn der ehemalige Mossad-Agent Victor Ostrovsky in einem Buch schildert. Zu diesem bislang unveröffentlichten Ergebnis kommt der renommierte Schweizer Toxikologe Professor Hans Brandenberger in einem exklusiven Aufsatz für die „Welt am Sonntag”. Im Unterschied zu anderen Bekenner-Erklärungen oder Vermutungen „beschreibt Ostrovsky ein Szenario, das mit den Analysedaten erstaunlich gut übereinstimmt“, heißt es in dem Papier. Auffällige Details in Ostrovskys Bericht, zum Beispiel die rektale Zufuhr von Beruhigungsmittel und die zeitlich versetzte Verabreichung von Medikamenten, spiegelten sich im chemischen Befund wider, so Brandenberger.

Es ist das erste Mal, dass sich der Wissenschaftler zur Frage nach den Tätern äußert. Nach seiner Einschätzung belegen toxikologische Untersuchungen des Barschel-Leichnams, dass der CDU-Spitzenpolitiker weder durch Selbstmord noch durch Sterbehilfe ums Leben gekommen sein kann. „Die chemischen Befunde indizieren einen Mord, wobei (…) aufgrund der Komplexität des Mordgeschehens davon ausgegangen werden muss, dass ein Profiteam am Werk war, nicht eine Einzelperson.“
mehr:
- Im Fall Barschel führt eine neue Spur zum Mossad (Dirk Banse, Lucas Wiegelmann, Welt, 20.11.2010)

siehe auch:
- Uwe Barschel und der Mossad: Drei alte Männer auf Mördersuche (Hans Leyendecker, SZ, 22.11.2010)

Barschel - das Rätsel (kompletter Film) {30:02}

dbate
Am 06.02.2016 veröffentlicht 
Barschel - das Rätsel (komplette Doku) Der Tod von Uwe Barschel gibt nach wie vor Rätsel auf. Die NDR/ARD-Dokumentation "Barschel - das Rätsel" leuchtet den Fall und seine Ungereimtheiten aus - und orientiert sich streng an den Fakten. dbate.de zeigt die Doku in voller Länge. 
Es war eine der Aufsehen erregendsten Polit-Affären im Nachkriegsdeutschland: CDU-Ministerpräsident Uwe Barschel stand im Verdacht, seinen SPD-Herausforderer Björn Engholm mit schmutzigen Tricks im Landtagswahlkampf von Schleswig-Holstein verunglimpft zu haben. Am 18. September 1987 gibt Barschel öffentlich sein Ehrenwort, dass diese Vorwürfe haltlos seien. Es hilft nichts, er muss zurücktreten. Einige Tage später wird er in einem Genfer Hotelzimmer tot aufgefunden. Ein Fest für Verschwörungstheoretiker. Mal soll der amerikanische Geheimdienst seine Finger im Spiel gehabt haben, mal der israelische, mal der südafrikanische. Tatsächlich finden sich in Uwe Barsches Leben allerhand Ungereimtheiten, so dass Phantasien über Barsches Tod ins Kraut schießen. Wie konnte der frühere Polit-Star Uwe Barschel so schnell so tief sinken? Und: War Barschel tatsächlich in Waffengeschäfte zwischen Ost und West involviert? 
Am 6. Februar um 23.10 Uhr zeigt das Erste die Dokumentation "Barschel - das Rätsel" von Patrik Baab und Stephan Lamby (NDR, produziert von ECO Media, die auch dbate betreibt). 
Außerdem zeigt dbate.de: 
- INTERVIEW mit Kronzeuge Reiner Pfeiffer: "Ich war Barschels Mann fürs Grobe" 
- INTERVIEW mit ex-SPIEGEL-Chefredakteur Erich Böhme 
Mehr Videos gibt´s hier: 
www.dbate.de

KenFM im Gespräch mit: Patrik Baab ("Im Spinnennetz der Geheimdienste") {1:32:14}

KenFM
Am 29.10.2017 veröffentlicht 
Was haben Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby gemeinsam?
Sie alle wurden ermordet, sie alle wussten zu viel und sie alle waren direkt oder indirekt für die CIA tätig.
Bei Colby ist das bekannt. Er war von September 1973 bis Januar 1976 Direktor Central Intelligence Agency und die hatte unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges in Europa "Gladio" aufgebaut. Eine NATO-Geheimarmee, deren Ziel es war, hinter und vor dem Eisernen Vorhang alles zu tun, um den Klassenfeind zu vernichten.
Dazu gehörten in den 80igern auch massive Waffengeschäfte mit dem Iran. Während der sogenannten Iran-Contra-Affäre lieferte der Westen, allen voran die USA, Waffen im Wert von rund 82 Millionen US-Dollar an Teheran, das sich im Krieg mit dem Irak befand. Der Irak wurde parallel ebenfalls mit Waffen versorgt, aber das gehörte zum schon damals ausgeheckten Plan, den Orient ins Chaos zu stürzen. Die dafür später massiv finanzierten und ausgebildeten "Freiheitskämpfer", die heute den IS, Al-Qaida und die Al-Nusra-Front befehligen, waren schon damals vorgesehen, den weichen muslimischen Unterbauch der damaligen noch existierenden UdSSR mittels lanciertem Terror zu destabilisieren.
Um in den 80igern die illegal und ohne Wissen des US-Kongresses gelieferten Waffen an den Iran exportieren zu können, mussten die sogenannten Endverbleibs-Zertifikate gefälscht werden. Das gelang, indem man Israel angab und dann über die Häfen im gelobten Land direkt an die schon damals herrschenden Mullahs lieferte.
Für den guten alten Mossad und der neue SAVAK gab es plötzlich keine ideologischen Grenzen mehr. Wer heute Trump über den Iran sprechen hört, kann sich nur an den Kopf fassen. Man war immer wieder Partner.
Olof Palmes neutrales Schweden war damals Teil des Drehkreuzes, das die Waffen in den Orient verschiffte, bis der Ministerpräsident ganz offen einen Kurs einschlagen wollte, was später als "Der Dritte Weg" bekannt wurde. Palme wollte, dass Schweden neutral bleibt, begann aber parallel, Unabhängigkeitsbewegungen wie den ANC in Südafrika zu finanzieren. Als Palme in Schweden erschossen wurde, geschah dies über die Gladio-Netzwerke der CIA.
Uwe Barschel war, bevor er in einer Hotelbadewanne in Genf für immer abtauchte, als wichtigster Deutscher in die Iran-Contra-Affäre verwickelt. So pendelte er als CDU-Spitzenpolitiker ständig mit dem Dienstwagen zwischen West- und Ostdeutschland hin und her, ohne dass BND und Stasi sich daran gestört hätten. Warum auch. Beide Dienste waren in die Waffenschiebereien involviert, da beide Staaten dabei fette Profite abgriffen.
Als Uwe Barschel nach nicht zu haltendem Ehrenwort ohne Job dastand, plante er, sich nach Kanada abzusetzen. Was fehlte, war das nötige Kleingeld. Alles deutet darauf hin, dass das Wunderkind der damaligen CDU in Norddeutschland seine ehemaligen Auftraggeber um Summe X erpresste und im Gegenzug versprach, für immer zu schweigen wie ein Grab. Und tatsächlich, Uwe Barschel hat nie gesungen.
Und Colby? Der Ex-Chef der CIA? Er war über Barschel und Palme bestens im Bilde, hatte während seiner Amtszeit die CIA von innen gesäubert und auch im Alter jede Menge Feinde. Colby wurde tot im See gefunden, nachdem er offiziell zum Fischen herausgefahren war. Seine Leiche lag Tage im Wasser, sah aber so aus, als ob sie erst Stunden im See gelegen hätte. Die CIA hatte sich an den groß angelegten Suchaktionen des Ex-Chefs null beteiligt. Auch eine Message.
KenFM traf Patrik Baab, Autor des Buches, „Im Spinnennetz der Geheimdienste - Warum wurden Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby ermordet?"
Der Politikwissenschaftler Baab drehte für die ARD u. a. die Dokumentationen „Der Tod des Uwe Barschel - Skandal ohne Ende“ (2007), „Der Tod des Uwe Barschel - Die ganze Geschichte“ (2008) und wirkte 2016 an „Uwe Barschel - Das Rätsel“ mit.
Er ist Lehrbeauftragter für praktischen Journalismus an der Christian-Albrechts-Universität Kiel und an der Hochschule für Medien, Kommunikation und Wirtschaft in Berlin.
Dass Baab den Fall Barschel jetzt völlig neu interpretieren musste, ihn im Zusammenhang mit Olof Palme und der Iran-Contra-Affäre als Puzzle-Teil des Kalten Krieges erkannte, hat er seinem amerikanischen Co-Autor Robert E. Harkavy zu verdanken. Der Politik-Professor aus den USA hatte die Barschel-Filme von Patrik Baab gesehen und griff als ehemalige Pentagon-Berater zum Telefon.
Inhaltsübersicht:
00:01:16 Olof Palme, Uwe Barschel und William Colby – Wer waren sie und was haben sie gemeinsam?
00:10:28 Die Iran-Contra-Affaire und die Rolle von Olof Palme
00: 22:31 Auftragsmorde durch das Anheuern von Subunternehmern
00:38:28 Der Mythos um Uwe Barschel und seine Kontakte zur CIA
00:59:29 Das Ausscheiden Barschels aus der Politik und der Mord an seiner Person
01:15:22 Das Agieren westlicher Geheimdienste in der heutigen Zeit
+++
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aktualisiert am 16.08.2019

Freitag, 19. November 2010

Sexiest Man Alive



Zur Stern-Abstimmung

Von wem werden wir regiert – # Norbert Röttgen, Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

Eine böse Demontage von Norbert Röttgen auf den NachDenkSeiten
Gewalt ist keine Lösung. Ich bin alt genug, um darüber nicht mehr nachdenken zu müssen. Aber eine solch unglaubliche Ignoranz, das sture Vorbeiantworten auf dargelegte problematische Sachverhalte, das ewig gleiche Herunterbeten abgestandener, großenteils schon widerlegter Argumente, da geht einem doch das Messer in der Tasche auf. Das ist eine Beleidigung der Anwesenden und der Zuschauer. Da wird Kommunikation – wenn man die Produktion von Schallwellen überhaupt noch so nennen mag, nur noch zum Mauern benutzt.
Ob Stuttgart21 oder Atommüll: Es kann nicht angehen die Intelligenz der Protestierer oder Gegner mit dem gebetsmühlenartig vorgetragenen Argument gefasster Beschlüsse zu entwerten. Die Regierungsseite erlaubt sich einerseits, Physiker und weitere befasste Wissenschaftler massiv unter Druck zu setzen, verlangt andererseits aber von der kritischen Bevölkerung das Einhalten von Regeln. Was wird denn hier außer Macht denn noch gespielt?
Die Videos zur betreffenden Beckmann-Sendung auf youtube

Freitag, 12. November 2010

Bißchen Schmidt-Schnauze gefällig?

Giovanni DiLorenzo interviewt seit Jahren Helmut Schmidt. Laßt uns den Mann genießen, solange es ihn noch gibt.
zur ZEIT-Online: Fragen an den Altkanzler

Sprachgebrauch: Modediktat und Modesklaven

Auf SPIEGEL Online ist ein Artikel über eine Frau Kardashian zu finden. Frau Kardashian ist Model und trug zur Präsentation einer Sportbekleidungskollektion eine Robe, die es ihr unmöglich machte, sich nach ihrer hingefallenen Handtasche (auf neudeutsch »Clushbag«) zu bücken.

Der Artikel schließt mit den Worten:

»Und so stand die junge Frau handlungsunfähig und leicht gekrümmt da, bis sich ein galanter Helfer fand, der ihr die Tasche aufhob.

Es scheint, als bleibe bei der Befreiung der Frau vom Modediktat noch einiges zu tun.«

zur Klärung:
- das Wort Mode geht auf das lateinische Wort »modus« zurück, was bedeutet: Maß, Art und Weise
- das Wort Diktat kommt ebenfalls aus dem Lateinischen; »dictare« bedeutet vorsagen, befehlen, vorschreiben.

Mir ist nicht klar, wer hier wem was befiehlt, möglicherweise lohnt es sich, darüber etwas nachzudenken. Und mit der Befreiung der Frau ist das so eine Sache. Ich könnte mir vorstellen, daß Frau Kardashian gar nicht so scharf drauf ist, befreit zu werden. Vielleicht ist sie auf den Befreier scharf.

Mittwoch, 10. November 2010

Was Frauen wollen

Sigmund Freud sagte einmal: »Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: ›Was will eine Frau eigentlich?‹«

SPIEGEL TV hat sich auf die Suche nach der Antwort gemacht. 26 Frauen reden über ihre Sexualität. Gestern Abend kam der erste Teil. Was man(n) hört ist wohltuenderweise teilweise sehr widersprüchlich. Eine möchte als Sexualobjekt begehrt und so richtig rangenommen werden, meinetwegen auch schon auf dem Hausflur, weil er’s nicht mehr aushält. Hauptsache, er weiß, was er tut. Die Andere meint, er soll einfühlsam auf sie eingehen und ihre Bedürfnisse kennen. Über die Schwanzgröße wissen wir jetzt: normal lang (das dürften etwa 16 Zentimeter sein, wenn ich das richtig in Erinnerung habe) und ziemlich dick. Wir wissen jetzt, daß es in Deutschland etwa 20.000 Männer gibt, die mit einer völlig nutzlosen Länge von 21 cm, rumlaufen weil sie nichts Richtiges damit anzufangen wissen. Und wenn am Morgen danach der Mann sagt: »Ich heiße Arschloch, und du kannst die Tür von draußen zumachen«, haben wir dank SPIEGEL TV gelernt, daß Frauen das nicht gern haben. Tut mir leid, daß ich die Sendung empfohlen habe, vielleicht wird’s nächsten Dienstag interessanter. Die Wahrscheinlichkeit halte ich für gering.
Eigentlich würde ich mir »Intimzonen« von Männern wünschen. Aber dann würden wir bei SPIEGEL TV wohl hören, wie groß die Brüste sein sollen, wie dick die Schamlippen und wie feucht. Vielleicht lernen wir dann auch, daß Männer das gar nicht gern haben, wenn frau am Morgen danach sagt: »Ich heiße Arschloch, und du kannst die Tür von draußen zumachen.«

Ich verkneife es mir, zu der Auseinandersetzung zwischen Familienministerin Schröder und Feministen-Urgestein Alice Schwarzer Stellung zu nehmen.
Hier findet man das SPIEGEL-Interview mit Kristina Schröder, deren Antworten ich angenehm ehrlich und untaktisch finde. (Kristina Schröder im Interview mit dem "SPIEGEL", Bundesministerium für Familie usw., 08.11.2010)
Und hier findet man Schwarzers offenen Brief
 (Schwarzers Brief im Wortlaut: "Man weiß nicht, ob man weinen oder lachen soll", SPIEGEL, 08.11.2010)
Ein Kommentar zu Schwarzers ZEIT-Artikel über das Attentat von Winnenden:
- Gewalt durch Männer, Gewalt durch Frauen: Im Inneren des Walfischs (Post, 11.05.2009)

Im Rahmen der Volksbildung noch ein Ausschnitt aus Til Schweigers Film »Keinohrhasen«:

KEINOHRHASEN - die wichtigste Lektion [2:28]

Hochgeladen am 25.08.2008
Was jederMann wissen sollte...


Und hier die andere Seite:
Wann hatten Sie Ihren letzten Orgasmus?
Die Schweizerin Cornelia Hättenschwiler, 53, hat in den vergangenen vier Jahren rund 300 Frauen zwischen 17 und 87 angesprochen – auf der Straße, in Cafés, in Bars. Und immer lautete ihre erste Frage: "Wann hattest Du Deinen letzten Orgasmus?" Die Antworten fand sie ziemlich erschreckend.
weiter: Wann hatten Sie Ihren letzten Orgasmus?, (Brigitte, 31.12.2008)

aktualisiert am 09.11.2014

Samstag, 6. November 2010

Götz George in Zivilcourage

Zivilcourage ist ein nachdenklicher deutscher Fernsehfilm von Dror Zahavi, in dem Götz George beeindruckend die Hauptrolle spielt.

ein Ausschnitt:




Marko Mandić, der Gegenspieler von Götz George ist übrigens zur Zeit in der zehnteiligen Reihe »Im Angesicht des Verbrechens« zu sehen. Er kann wirklich fies spielen!

Die Weihnachts- oder Martinsgans, ein Kulturgut

mehr bei Manufactum

übrigens: die haben einen schönen Katalog und Dinge fürs Leben…

Donnerstag, 4. November 2010

Im Dienst der Wirtschaftsmafia - Ein Geheimagent packt aus

Im Dienst der Wirtschaftsmafia
Ein Geheimagent packt aus
Ein Film von Stelios Kouloglou

Ein Insider-Bericht über den Ausbau der Wirtschaft auf Kosten der Dritten Welt:

John Perkins war ein „Economic Hit Man", ein Wirtschaftskiller. Seine Aufgabe war es, Entwicklungsländer zu besuchen und den Machthabern überdimensionierte, überteuerte Großprojekte zu verkaufen, die sie in wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA brachten.

Zwölf Jahre lang hat Perkins seine Seele verkauft – bis er ausstieg. Weitere zwei Jahrzehnte später hatte er den Mut, auszupacken. Auslöser dafür war die Frage „Warum hassen sie uns so?", die Präsident George W. Bush nach den Anschlägen am 11. September 2001 gestellt hatte.

Ein Vorgeschmack:

Economic Hitmen, (HD) im Dienst der Wirtschaftsmafia. Ein Geheimagent packt aus [1:29:14]

Nico Hecker Veröffentlicht am 25.07.2013
Im Dienst der Wirtschaftsmafia Ein Geheimagent packt aus Wie kauft man die Weltpolitik? Ein packender Insider-Dokumentarfilm über den Ausbau von Wirtschaftsimperien auf Kosten der Dritten Welt: John Perkins war ein "Economic Hit Man", ein Wirtschaftskiller. Seine Aufgabe war es, Entwicklungsländer zu besuchen und den Machthabern überdimensionierte, überteuerte Großprojekte zu verkaufen, die sie in eine Abhängigkeit von den USA brachten. Zwölf Jahre lang hatte Perkins seine Seele an den Geheimdienst verkauft ... bis er ausstieg und den Mut hatte, den Skandal aufzudecken, sich öffentlich für seine kriminellen Akte im Staatsauftrag zu entschuldigen und Aufklärungsarbeit zu leisten. Der Film liefert dabei unglaublich spannende Einblicke in das Netz der modernen Wirtschaftsmafia und offenbart Zusammenhänge, die oft als Verschwörungstheorien abgetan werden. Heute leitet John Perkins die Organisation "Dream Change Coalition", die zusammen mit den indigenen Völkern Südamerikas deren Umwelt und Kulturen zu schützen versucht. Der griechische Dokumentarfilmer Stelios Koul folgt in seinem spannenden Film den detaillierten Berichten Perkins' über die Ermordung des ecuadorianischen Präsidenten Jaime Roldos, der sein Land dem US-amerikanischen Einfluss entziehen wollte und am Aufbau einer lateinamerikanischen Allianz gegen die US-Dominanz arbeitete. Im Detail widmet sich Regisseur Koul in seinem Wirtschaftsthriller aber auch den strategischen Interventionen der Weltbank, die bis in die unmittelbare Gegenwart Entwicklungs- und Schwellenländer durch Kreditvergabe oft in unkündbare Abhängigkeiten verstrickt und zu Befehlsempfängern der Industrienationen degradiert. John Perkins, Jahrgang 1946, wurde von einer internationalen "Beratungsfirma" im Auftrag der National Security Agency (NSA) als Geheimagent entdeckt und ausgebildet. Von 1970 bis 1982 arbeitete er undercover in zahlreichen Entwicklungsländern als "Economic Hit Man" und war an der Beeinflussung der lokalen Regierungen oder an deren Sturz maßgeblich beteiligt.


siehe dazu:
- Bekenntnisse eines Economic Hit Man (Wikipedia, abgerufen am 12.11.2016)
Wikipedia über Manuel Noriega

Wie sagt John Perkins: »Erst schicken wir die Hit-Men, dann die Schakale (Attentäter), dann kommt das Militär. Interessant: zwei amerikanische Verteidigungsminister wurden Präsidenten der Weltbank (Robert S. McNamara von 1968 bis 81 und Paul Wolfowitz von 2005 bis 2007)

John F. Kennedy warnte uns vor einer globalen Verschwörung (GERMAN SUBTITLE) {5:53}

Am 17.04.2017 veröffentlicht 
Infokriegerkev
John F. Kennedy, 35. Präsident der Vereinigten staaten, warnte uns schon 1963 vor einer globalen Verschwörung, aber leider ignoriert der Mensch.
www.facebook.de/infokriegerkev
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aktualisiert am 12.11.2016

Frauen als Täter bei häuslicher Gewalt

Erhebungen zeigen, dass in jedem fünften bis siebten Fall von Gewalt in Beziehungen Frauen die Täter sind. Auch das Bundesfamilienministerium konstatiert, dass es sich um ein Phänomen ernsthaften Ausmaßes handelt.
Mehr bei der Tagesschau

siehe auch meinen Post Männer immer Täter, Frauen immer Opfer?