Donnerstag, 4. April 2019

Hikikomori: Mehr als 600.000 Japaner über 40 leben sozial isoliert

Sie verlassen ihr Haus nicht mehr und schotten sich von der Außenwelt ab: Das Problem der Hikikomori galt in Japan bislang vor allem unter jungen Menschen als verbreitet. Doch auch ältere sind betroffen.

In Japan leben Hunderttausende Menschen über 40 Jahren extrem zurückgezogen. Die Regierung in Tokio hat Zahlen veröffentlicht, laut denen mehr als 600.000 Menschen in dieser Altersklasse sozial isoliert sind. Bisher galt das Phänomen der sogenannten Hikikomori vor allem unter Jugendlichen und jungen Erwachsenen als verbreitet.

Als Hikikomori gilt, wer mindestens sechs Monate lang nicht zur Schule oder zur Arbeit geht und keinen Kontakt mit Menschen außerhalb der engen Familie hat. Nach Einschätzung der Regierung trifft das auf 613.000 Japaner zwischen 40 und 64 Jahren zu. Fast drei Viertel von ihnen sind Männer. Etwa die Hälfte der Betroffenen lebt bereits seit mehr als sieben Jahren in sozialer Isolation.

Ein Regierungsmitglied sagte, die Zahl sei höher als erwartet. "Hikikomori ist nicht nur bei jüngeren Menschen ein Thema", hieß es weiter. Eine ähnliche Untersuchung war im Jahr 2016 zu dem Schluss gekommen, dass rund 541.000 Japaner unter 39 die Definition eines Hikikomori erfüllen. (Lesen Sie hier mehr über das Phänomen Hikikomori.)

mehr:
Hikikomori: Mehr als 600.000 Japaner über 40 leben sozial isoliert (SPON, 29.03.2019)
siehe auch:
- Japanische Frauen sind zu müde, um nach einem Liebespartner zu suchen (Post, 29.03.2019)
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zwischen Skylla und Charybdis

Jetzt bekommen sie die Quittung und wundern sich - Der Niedergang der Volksparteien ist unvermeidlich, Teil 6
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Seit die Herrschaft der Volksparteien sich zu voller Blüte entfaltete, geht es den Völkern deutlich schlechter. Das Elend rührt nicht in erster Linie von den Volksparteien, aber ihr Vordringen hat die Gesamtlage verschlechtert.

Die Volksparteien haben wesentlich dazu beigetragen, dass die politischen Verhältnisse erstarrten. Nichts funktioniert mehr richtig. Ob man nun auf den Wohnungsmarkt, den Flughafenbau, die Privatisierung von Autobahnen, den katastrophalen Zustand der Schulen, die massenhafte Schließung öffentlicher Schwimmbäder, das totale Chaos bei der Bundesbahn, den Betrug durch die Autoindustrie, den Notstand bei der Alten- und Krankenpflege, die sich ausbreitende Kinderarmut, die Unfähigkeit, die großangelegte Betrügereien der Großbanken einzudämmen, etc., etc. betrachtet: Wo immer sie die Gelegenheit dazu haben, manifestieren die Volksparteien ihr absolutes Unvermögen, eine Politik zu verwirklichen, in deren Mittelpunkt die Interessen der breiten Bevölkerung stehen.

mehr:
- Die Volksparteien haben das Volk belogen und betrogen (Wolfgang J. Koschnick, Telepolis, 02.04.2019)

Mein Kommentar:Wundern die sich tatsächlich?Das sollte mich wundern…

KenFM im Gespräch mit: Prof. Rainer Mausfeld ("Warum schweigen die Lämmer?") {1:38:19 – Start bei 15:43}

KenFM
Am 02.10.2018 veröffentlicht 
Dass Professor Rainer Mausfeld es im Alter von 68 Jahren mit seinen Vorträgen noch zu einem Millionenpublikum bringen würde, hätte er selbst vermutlich als Letzter vermutet. Doch ganz offensichtlich trifft er mit seinen Inhalten, verbildlicht durch die inzwischen weitläufig bekannte politische Metapher der „schweigenden Lämmer“, den Nerv der Zeit. Es ist, als hätten wir jahrelang eine dunkle Vermutung gehegt und endlich spricht sie einmal jemand aus – Unsere Demokratie ist bei weitem nicht so demokratisch, wie sie uns verkauft wird.
Nun ist der Kaiser also nackt. Dennoch hält sich die gesellschaftliche Empörung in Grenzen. Wie lässt sich das erklären? Professor Mausfeld ist überzeugt: Es liegt an der Beschaffenheit des Kaisers, der nicht mehr in schicker, feudaler Tenue, sondern in Form unpersönlicher, intransparenter und abstrakter Machtstrukturen daherkommt. Genannte Strukturen, man kann sie auch als Elitenetzwerke bezeichnen, bedienen sich des Begriffes der Demokratie, weil er sich für sie als ideale Revolutionsprophylaxe in Zeiten zunehmend feudal anmutender sozialer Ungleichheit herausgestellt hat. Da diese Verschleierungstaktik, bei der ideologisch aufgeladene Begriffe inhaltlich in ihr Gegenteil verkehrt werden, sich zu Indoktrinationszwecken als besonders effektiv erwiesen hat, kommt sie auch in aller Regelmäßigkeit zur Anwendung. So z.B. bei Wörtern wie „Globalisierung“ oder „freie Märkte“, welche der desorientierten Bevölkerung als naturgegebene Phänomene verkauft werden, um über das in ihrer neoliberalen Interpretation verankerte Recht des Stärkeren hinwegzutäuschen.
Hieraus ergibt sich die Aufgabe, die Kluft zwischen dem vorgegaukeltem und dem eigentlichen Wortsinn, zwischen PR und Realität, zu überwinden, mit dem Ziel sich dabei Schritt für Schritt an das Ideal demokratischer Verhältnisse im Sinne der Aufklärung anzunähern. Dafür bedarf es nicht nur der intellektuellen Bewaffnung und Bewusstwerdung über die subtilen Techniken der Meinungskontrolle des Einzelnen, sondern vor allem auch des Eingeständnisses, dass man einem gigantischen Betrug aufgesessen ist.
Professor Mausfelds Buch „Warum schweigen die Lämmer?“, welches die Inhalte des beliebten gleichnamigen Vortrages weiter vertieft, kann diesen kollektiven Aufwachprozess mit anschieben. Ins Handeln kommen müssen wir dann aber schon selber.
Inhaltsübersicht:
0:04:56 Der Kaiser ist nackt – wir wissen es alle
0:13:15 Der „Feind“ ist abstrakt
0:21:50 Aber wir haben doch eine Demokratie…
0:31:16 Wie wichtig ist Repräsentation in einer Demokratie?
0:40:43 Meinungsmanagement
0:57:29 Definition von Links und Rechts: ein „Haufen Spaghetti“
1:03:02 Chemnitz aktuell – Ablenken von den wahren Problemen
1:13:25 Programme zur Angst-Induktion
1:20:37 Für das Warten auf bessere Zeiten ist keine Zeit
1:34:08 Feedback aus der Bevölkerung
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Mausfeld: Neue Wege des Demokratiemanagements {1:27:52 – Start bei 55:55}

Westend Verlag
Am 12.02.2019 veröffentlicht 
Vortrag und Diskussion mit Rainer Mausfeld, Autor des Buchs "Warum schweigen die Lämmer?"
Weitere Infos zum Buch und Leseprobe finden Sie hier:
https://www.westendverlag.de/buch/war...

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Über Skylla gibt es verschiedene Sagen. Nach Ovid ist sie die Tochter der Nymphe Krataiis und wird von Glaukos umworben.[1] Weil Skylla dies nicht erwidert, begibt sich Glaukos zu der Zauberin Kirke, um sich zumindest von der heftigen Liebesglut heilen zu lassen. Kirke aber ist eifersüchtig auf Skylla, da sie sich selbst in Glaukos verliebt hat. Und so vergiftet Kirke das Gewässer, in dem Skylla sich gerne aufhält. Nachdem diese dort ein Bad genommen hat und aus dem Wasser gestiegen ist, wachsen ihr aus dem Unterleib sechs Hundeköpfe und zwölf Hundefüße. Skylla haust dann gegenüber einem anderen Ungeheuer namens Charybdis bei einem Felsen an der Meerenge zwischen Sizilien und Italien. Zusammen sind sie zwei unvermeidliche, gleich große Übel. Sie (Skylla) frisst alles, was lebt und in ihre Reichweite kommt, und ergreift mit ihren Fangarmen vor allem unvorsichtige Seefahrer, die ihr deshalb zu nahe kommen, weil sie Charybdis entgehen wollen. Als Odysseus durch die Enge fährt[2], frisst sie sechs seiner Gefährten.
(Skylla, Wikipedia, abgerufen am 04.04.2019)
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Ovid erlebte noch die letzte Periode der römischen Bürgerkriege und den Übergang zur Monarchie und dann – während seiner eigenen Schaffenszeit – die Blütezeit und schließlich Krisen unter Kaiser Augustus. Der Übergang zur Alleinherrschaft (bis 17 v. Chr.) war von Elegikern wie GallusProperz und Tibull in ihrer Dichtung verschlüsselt kritisiert worden. Deren Beispiel folgte Ovid, als die Friedenszeit langsam zur den Geist lähmenden Alleinherrschaft wurde, und übte versteckte Kritik an der Engstirnigkeit des Kaisers. Die Kritikmöglichkeit dürfte ein wichtiges Moment für die Entstehung der Metamorphosen gewesen sein. Sie werden aber auch als Allegorien für die behauptete Wiederkehr des Goldenen Zeitalters unter Augustus gedeutet.(Metamorphosen (Ovid), Entstehungsgeschichte, letzter Absatz, Wikipedia, abgerufen am 04.04.2019)
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siehe auch:
- Europa zwischen Scylla und Charybdis! Getrieben vom Gesang der Sirenen? Teil 1: Die „Goldene Regel“: Wer das Gold hat, macht die Regeln?“ – Die spinnen, die Griechen, die glauben an Demokratie! (argejugend.at, 07.07.2015)
„Sozial- und christdemokratische Eliten haben das anteilnehmende Denken verlernt. Auch wenn man seine politischen Gegner oben bekämpft, braucht man/frau die Menschen unten nicht zu vergessen (etwa die Millionen Griechen ohne Krankenversicherung),“ so Schulmeister zur herz- und geistlosen Schwarmunintelligenz der Geldgeber. [Stephan Schulmeister zit. in obigem Artikel der ARGE Jugend.at]
Mein Kommentar:
Jesses, die glauben noch, es ginge um Intelligenz… Die Geldgeber wissen ganz genau, was sie tun! 

Franz Josef Strauß: der Prophet, der mit allem Recht behielt. {5:25 – Start bei 2:23}

Der Konservative
Am 23.03.2019 veröffentlicht 
Hört Euch Franz Josef Strauß aus Mitte der 80er an. Der Mann war ein Prophet. Es ist alles EXAKT so eingetreten. Alles über Jason auf www.about.me/konservativ
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