Freitag, 15. August 2014

Ukraine 15 – Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois

Nach dem Abschuß von MH-17, reflexartig gefolgt von Schuldzuweisungen durch unsere Leitmedien-Hammel und einer anscheinend rasanten Zunahme der Befürworter von Sanktionen gegen Russland, habe ich mich gefragt, was denn jetzt wohl noch kommt. 

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42371/42371_2.jpg
Link zu einigen Facebook-Kommentaren
Eigentlich hatte ich mit der Ermordung (oder Entführung) einer hochgestellten Persönlichkeit gerechnet, aber vielleicht kommt das ja noch. (Vielleicht tun’s ja auch Massentötungen oder -vergewaltigungen oder die Geiselnahme einer Schulklasse. Auf Wikipedia, »Operation Northwoods« – den Begriff kenne ich auch erst seit ein paar Tagen – kann man sich inzwischen schon mal ein paar Anregungen von offizieller Seite holen.) Irgendwie darf Kiew ja die Kette von Aufgeregtheiten nicht abreißen lassen, um sein Ziel, die ethnische Säuberung von Neurussland (damit meine ich – zugegebenerweise unscharf – die beiden Volkserepubliken Donezk und Lugansk) im Nebel von Falschmeldungen und Schuldzuweisungen erfolgreich zuende zu bringen. (Ukraine 7 – Der Sprachenkonflikt als Teil des Ukraine-Konfliktes, 03.05.2014; Anfang Mai hatte ich noch keine Idee, worauf die proamerikanischen Machhaber in Kiew hinauswollen…)

Donezk: Aufforderung zum Massenexodus! EU schweigt!!!! {0:58}

uncutnews.ch
Am 09.08.2014 veröffentlicht 
Christian Wehrschütz (ORF) aus Donezk!
Donezk:http://x2t.com/317850
Christian Wehrschütz:http://x2t.com/317847
Quelle:http://x2t.com/317845
x
siehe auch:
- Christian Wehrschütz: Aufruf der ukrainischen Armee zum Massenexodus aus Donezk ist Kulturschande Europas (Kreidfeuer, 14.08.2014) 
Christian Wehrschütz ist Korrespondent des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Österreich und einer der letzten Reporter, die noch aus Donezk berichten. In einem Bericht für das österreichische Fernsehen schilderte Wehrschütz die Lage in der belagerten Stadt Donezk:
… Aber die Forderung der ukrainischen Armeeführung an die Bevölkerung, die Stadt zu verlassen, ist sehr interessant. 600.000 sind noch hier. Wo sollen die hin? Die Ukraine ist nicht vorbereitet auf Massenströme von Flüchtlingen. In welche Auffanglager sollen die Menschen gehen? Es gibt keine Auffanglager. Was ist mit Personen, die im Krankenhaus sind? Was ist mit alten Personen? Was ist mit behinderten Kindern? Also im Grunde genommen, halte ich diese Forderung für eine Kulturschande Europas. …
Zitat aus dem Aufruf von Udo Bauchmair zur Rolle der Medien im Ukraine-Konflikt »Für eine Abrüstung der Worte« (CeiberWeiber, 30.07.2014):
Als Beispiel besonders differenzierter und seriöser Berichterstattung sei ORF-Korrespondent Christian Wehrschütz erwähnt. Das allerdings wollen und können manche seiner früheren Kolleg/innen nicht anerkennen. So wird Wehrschütz in Onlineforen ohne Vorlage schlüssiger Beweise einseitig prorussischer Berichterstattung bezichtigt. Aus der Negativkampagne gegen ihn auf Faceboo":  "Die Berichte aus der Ostukraine sind durchwegs schlecht, falsch und extrem tendenziös - kriegstreiberisch im höchsten Masse ! Wehrschütz schätzt die Lage falsch ein..." (Susanne Scholl, frühere Russlandkorrespondentin des ORF). An dieser Stelle muss eingewandt werden, dass Wehrschütz als einer der wenigen westlichen Journalisten in der Region nicht automatisch den westlichen (ukrainischen) Standpunkt übernimmt, sondern auch Grenzen aufzeigt, ab denen ein Sachverhalt nicht mehr ernsthaft beurteil- und überprüfbar erscheint. Als sowohl ukrainisch- als auch russisch-sprachiger Journalist wählt er Interviewpartner und Informationsquellen unterschiedlicher Positionen aus, was man bei anderen Korrespondenten mitunter schmerzlich vermisst.

Und während dem 280 Lastwagen starken russischen Hilfskonvoi (nach Darstellung der Machthaber in Kiew entweder 
a) eine Provokation oder 
b) der Versuch, die Rebellen heimlich mit Waffen zu versorgen oder
c) der Vorbote einer russischen Invasion) bürokratischer Sand ins Getriebe geschüttet wird (Russischer Konvoi – Bürokratisches Hickhack hält Hilfskonvoi auf, ZEIT Online, 15.08.2014 – jetzt streitet sich Kiew zur Abwechslung mal mit dem Internationalen Roten Kreuz) kam’s [endlich, mir war nach der Fußball-WM schon langweilig]:
- Ein russischer Militärkonvoi soll in der Ukraine teilweise vernichtet worden sein (Telepolis, 15.08.2014)
Russland dementiert die Existenz des Konvois, in Kiew heißt es, am Nachmittag sei ein weiterer russischer Militärkonvoi über die Grenze gefahren 
Gestern Abend sollen mehrere russische gepanzerte Militärfahrzeuge über die Grenze in die Ukraine eingedrungen sein. Dies hatten Journalisten berichtet, die den russischen Hilfskonvoi begleitet haben, der bei Rostow geparkt hatte (Showdown in der Ostukraine). Im Gespräch mit dem britischen Regierungschef Cameron habe der ukrainische Präsident Poroschenko am Nachmittag versichert, so eine Mitteilung des Präsidialamts, dass die Berichte glaubwürdig gewesen seien, "weil die Mehrheit der Fahrzeuge in der Nacht von der ukrainischen Artillerie vernichtet worden" sei. Einen Beweis lieferte er allerdings nicht dafür.

NATO General a.D. Kujat über gefälschte Beweise der USA gegen Russland [2:32]

Veröffentlicht am 05.09.2014
AntikriegTV 2  
4 September 2014. Ehem. NATO-Gerenal Harald Kujat in der Sendung Maybritt Illner über die gefälschten Satelliten-Fotos der USA, die angeblich die Invasion der russischen Armee in die Ukraine beweisen sollen. Ausschnitte. Die Sendung in voller Länge hier
https://www.youtube.com/watch?v=-4Uit...
Antikrieg TV http://www.antikrieg.tv
http://www.facebook.com/antikriegtv
ANTIKRIEG.TV Deutschsprachige Medienbeiträge sowie ins Deutsche übersetzte, ausgewählte Beiträge z.B. von Democracy Now (USA), Russia Today, Telesur (Lateinamerika)
Gleichzeitig empfehlen und verweisen wir auf deutschsprachige Nachrichtenseiten, wie Weltnetz.TV, Kontext TV, Hintergrund, Junge Welt, Nachdenkseiten und Beitrage der Occupy Bewegung

Unsere Leitmedien stürzten sich – wie bekannt und zu erwarten – auf die Meldung und berichteten, sowohl die ukrainische Armee wie auch NATO-Generalsekretär Fogh Rasmussen hätten die Meldung bestätigt:
«In der vergangenen Nacht haben wir einen russischen Einfall erlebt, eine Überschreitung der ukrainischen Grenze», sagte Rasmussen nach Nato-Angaben in der dänischen Hauptstadt Kopenhagen vor Journalisten. (europeonline-Magazine, 15.08.2014)
Die ARD brachte um 17:50 sogar eine Sondersendung.

In den Kommentaren zu einem ZEIT-Artikel (Ukrainische Armee nimmt russische Militärfahrzeuge unter Beschuss, dpa, AFP, Reuters, ZON, 15.08.2014) machten sich viele Leser über die Meldung lustig. Keine genauen Ortsangaben, »keine Photos« wurde bemängelt, wieso die Russen denn ihre Abzeichen drangelassen hätten, warum sie Nachts mit Scheinwerfen durch die Gegend gefahren seien, und ob Putin tatsächlich so blöde wäre, seine Leute einfach so auf ein Himmelfahrtskommande zu schicken:

PigeonJonas um 19:15:
Seit Monaten führt Russland Krieg mit der Ukraine, liefert Panzer, Waffen und alles. Offensichtlich sehr gut verdeckt, denn es gibt keine Beweise.
Und dann fährt ausgerechnet an dem Tag, an dem ein von der internationalen Presse begleiteter Hilfskonvoi in die Ukraine will ein mickriger Militärkonvoi von 20 "gepanzerten Fahrzeugen" ganz in der Nähe vorbei über die Grenze und lässt sich auch noch von Journalisten dabei beobachten, die aber dummerweise vergessen haben, wie man mit einem Smartphone ein Bild schießt. (Kommentar Nr. 296 zum Artikel Ukraine – Ukrainische Armee nimmt russische Militärfahrzeuge unter Beschuss, ZEIT Online, 15.08.2014)

B.Dachter um 19:46:
Welchen Sinn sollte ein Einmarsch von 20 gepanzerten Fahrzeugen in die Ukraine machen, wobei die Eindringlinge dann auch noch so dämlich wären, sich von der keineswegs besonders treffsicheren Artillerie der ukrainischen Rest-Armee zusammenschießen zu lassen? Und das Ganze beobachten dann auch noch zwei "zufällig" vor Ort weilende britische Journalisten? Geht's noch? (Kommentar Nr. 366 zum Artikel Ukraine – Ukrainische Armee nimmt russische Militärfahrzeuge unter Beschuss, ZEIT Online, 15.08.2014)

Marion Gomez um 20:34:
So geht eine Woche voller Propaganda-Humbug zuende. Allerdings frage ich mich, wie man einer zunehmend kritischen Öffentlichkeit diesen Humbug noch verkaufen will. Offensichtlich ist über MH-17 schon genug Grass gewachsen, dass man sein Glück nochmals auf die Probe stellt. (aus Kommentar Nr. 443 zum Artikel Ukraine – Ukrainische Armee nimmt russische Militärfahrzeuge unter Beschuss, ZEIT Online, 15.08.2014)

 Und dann war Stille in der deutschen Medienlandschaft. Merkel, Steinmeier und irgendeine Sprecherin irgendeiner US-amerikanischen Institution warfen Putin eine militärische Intervention in der Ukraine vor und warnten ihn nochmals pflichtschuldigst:
- Ukraine – Deutschland und USA fordern von Russland Deeskalation (ZEIT Online, 16.08.2014) 
- Ukraine-Konflikt – Merkel verlangt Eingreifen von Putin (Stuttgarter Zeitung, 16.08.2014)

Und dann war Ruhe. 

Und während Obamas Chefberater für Europa, Charles Kupchan, (ich hatte jetzt keine Lust nachzusehen, ob der sich seinen Posten ebenfalls gekauft hat) um Vertrauen bat (Charles Kupchan – Deutschland, wir haben verstanden!, ZEIT Online, 15.08.2014), kündigte ein Separatistenführer, Andrej Sachartschenko, in einem Video seinen Gefolgsleuten russische Unterstützung mit 30 Panzern und 1200 in Russland ausgebildeten Kämpfern an.

Gottseidank, die Stille war bald vorbei, und der deutsche Blätterwald fing wieder zu rascheln an:
- Ukraine – Separatisten bestätigen Rüstungslieferung aus Russland (ZEIT Online, 16.08.2014)
(weiter Links erspare ich mir)
Und dann war wieder die Regierung in Kiew zu hören:
- Ukraine – Außenminister Klimkin fordert Waffen von Nato und EU (ZEIT Online, 17.08.2014)
(weiter Links erspare ich mir)

Und während zumindest Teile des russischen Hilfskonvois an der Grenze zur Ukraine angekommen sein sollen (ich dachte, die stünden schon seit Tagen da und würden kontrolliert werden, aber vielleicht habe ich einfach nur den Überblick verloren.)
- Ukraine - Teile des russischen Hilfskonvois sollen an der Grenze angelangt sein (ZEIT Online, 17.08.2014),
und Russland zum wiederholten Mal die Waffenlieferungen dementiert
- Ukraine - Russland dementiert Waffenlieferungen an Separatisten (ZEIT Online, 17.08.2014),
warnt Außenminister Steinmeier vor einer direkten militärischen Auseinandersetzung:
- Krisentreffen – Steinmeier warnt vor Eskalation im Ukraine-Konflikt (ZEIT Online, 17.08.2014).

Es ist das bekannte Adrenalin-Schema:
Die prowestliche Kiewer Regierung unterstellt Putin irgendeine Schlechtigkeit, reflexartig stürzen sich unsere katastrophisierenden Medien drauf, Putin ist wieder der Böse, die russische Regierung dementiert und wird vom Westen (abwechselnd: Deutschland, EU, NATO, USA) gewarnt. Neues Spiel, neues Glück, altbekannter Bösewicht. Derweil wird die russischsprachige Bevölkerung aus der Ostukraine vertrieben und flieht – kann man ja überhaupt nicht verstehen (haben die alle zuviel russischen Wodka gesoffen?) – nicht nach Westen sondern nach Osten!

Wir Europäer sollten uns freuen: Dann müssen wir im Winter für ein paar zigtausend Ukrainer weniger die russische Gasrechnung bezahlen…


Und mittlerweile hat sich die zum großen Teil vernichtete russische Kolonne mit gepanzerten Fahrzeugen in der medialen Luft aufgelöst.


Девушки получают оргазм во время пение. [2:40]


Veröffentlicht am 10.05.2014 
Keine Beschreibung verfügbar

Aber macht nichts, morgen wird der böse Putin angeblich das nächste Feuerwerk anzünden, unsere Medien werden sich wieder drauf stürzen und uns klarmachen, daß die Eskalation fortschreitet und wie furchtbar böse dieser Putin ist. Wie heißt es bei Volker Pispers so schön: 
»Wenn man weiß, wer der Böse ist, hat der Tag Struktur.« 

- Kriegspropaganda: Eine Kiewer Ente im deutschen Blätterwald (Telepolis, 19.08.2014)
Hiesige Leitmedien bringen eine offensichtliche Falschmeldung von Petro Poroschenko über einen zerstörten russischen Panzerkonvoi 
Eine Meldung sorgte zu Beginn des Wochenendes für große Aufregung: Die ukrainische Armee soll laut Präsident Poroschenko auf ukrainischem Staatsgebiet russisches Militär angetroffen und angegriffen haben (Ein russischer Militärkonvoi soll in der Ukraine teilweise vernichtet worden sein). Kaum abzuschätzen, wie viele Menschen nun erschreckt dachten, dies sei der Beginn eines neuen großen Krieges in Europa.  
Verantwortungsbewusste Medien sollten Meldungen, die solche Folgen haben können, zumindest minimal auf Plausibilität überprüfen, bevor sie sie bringen. Brandgefährliche Fehlinformationen sind schließlich das letzte, was der Ukraine-Konflikt derzeit braucht. Doch obwohl die Meldung von der Vernichtung eines russischen Panzerkonvois früh als Falschmeldung erkennbar war, veröffentlichten die Medien sie.

Inzwischen fängt es im Internet aber ziemlich zu brodeln an:
- Kiew hält die Welt zum Narren (Propagandaschau, 15.08.2014)
- Shaun Walker, der Wichtigtuer vom Guardian (Die Anmerkung, 16.08.2014)
- Spiegel dichtet Kriegspropaganda zu Friedenslied um (Die Anmerkung, 16.08.2014)
- Fog Rasmussen zu blöd für Kriegspropaganda? (Die Anmerkung, 17.08.2014)

Ukraine: Scharfe Kritik v. Richard David Precht + Harald Kujat an NATO, Gauck und andere [31:31]

Veröffentlicht am 05.09.2014
Scharfe Kritik von Philosoph Richard David Precht und General a. D. Harald Kujat am Verhalten von NATO und Politik

Allmählich komme ich mir vor wie in einem totalitären System: ständig bekommst Du das Gleiche vorgebetet, und ständig weißt Du, daß es dummes Zeug ist. Unsere Leitmedien sind inzwischen zu reinen Propagandablättern verkommen. Daß waren noch Zeiten, als der SPIEGEL Franz-Josef Strauß in Atem hielt…

zwei Nutzerbeiträge auf dem Freitag:
- Im Krieg mit Russland!? (15.08.2014)
Ukraine Ukrainische Truppen greifen russischen Konvoi an ... 
aus einem Kommentar (Columbus, 23:04):
Was aber den Verlautbarungs- und Meinungsjournalismus angeht, ist der Zug abgefahren, besonders in den Fernsehanstalten. Es herrscht völlig Kongruenz zur leitenden Politik, so, als seien wir wie der neu deklarierte Gegner und Feind, vor allem an Newropia interessiert!- Sogar die Pressesprache der erlaubten Worte und Wörter entwickelt eine Art Newspeak.

Zur Ukrainekrise und Medienmanipulationen [55:25]

Veröffentlicht am 21.01.2015
Gregor Gysi: Wahrheit zur Ukraine und Lügen von Angela Merkel
Sahra Wagenknecht: zu Nato's aggressiver Strategie
Gregor Gysi: Die Folgen der Sanktionen treffen uns, nicht die USA
Sahra Wagenknecht: Frau Merkel gefährdet den europäischen Frieden
Gregor Gysi: Wir müssen wieder zum Völkerrecht zurückkehren
Wie westliche Medien manipulieren, unter anderem Udo Ulfkotte
Das russische Fernsehen deckt einige Lügen auf
W. Putin: Westliche Medien manipulieren die öffentliche Meinung

weitere interessante Infos auf: www.eineneuezeit.ch

- Nachrichtenmosaik Ukraine Folge 60 (18.08.2014)
Ukraine Gesammelte Nachrichten und Informationen zu den Ereignissen in der Ukraine und deren Hintergründen, ohne Gewähr und Anspruch auf Vollständigkeit und fast ohne Kommentar  
Zitat:
• US-Geheimdienstler: US-Beweise zu MH17 vorlegen 
Die Redaktion der Luftpost aus Kaiserlautern hat den Offenen Brief ehemaliger führender Geheimdienst- und Sicherheitsmitarbeiter der USA, der Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS), vom 29.7.14 vollständig auf deutsch übersetzt und online veröffentlicht, in dem diese US-Präsident Barack Obama auffordern, die Beweise der US-Regierung zum Absturz von MH17 am 17.7.14 offen zu legen.

Mein Kommentar zu der Meldung:
Kaiserslautern?? Also, wenn sich inzwischen sogar die Pfälzer bemerkbar machen, dann läuft wirklich was verkehrt!

So wächst sich der Ukraine-Konflikt zu einer Identitätskrise der deutschen Medien aus. Immer mehr Menschen halten das Geschreibsel in unseren Leitmedien für Propaganda. 


zuletzt aktualisiert am 02.09.2014

Heute vor 100 Jahren – 15. August 1914: Das erste Schiff durchfährt den Panamakanal

Die Idee war mehrere Hundert Jahre alt - ehe die schiffbare Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik durch den Panama-Kanal eröffnet werden konnte, brauchte es aber eine Revolution, eine spektakuläre Pleite und 30.000 Tote.

Am 15. August 1914, also vor 100 Jahren, durchfuhr der 200 Passagiere befördernde Dampfer "Ancona" als erstes Wasserfahrzeug den von den Amerikanern nach 10-jähriger Bauzeit errichteten knapp 82 km langen Panamakanal. Erstmals gelangte damit ein Schiff vom Atlantik in den Pazifik ohne die Umfahrung des südamerikanischen Kontinents und des dortigen berühmt-berüchtigten Kap Hoorn.
mehr, auch zum Bau und seiner politischen Geschichte:
- 100 Jahre Panama-Kanal + Video (Wirtschaftsblatt, 15.08.2014)

- Der Panamakanal – Geschichte einer technischen Meisterleistung (3sat, 29.06.2014, mit Link zum Video)
- Bilder – Seit dem 15.8.1914 ist der Panamakanal befahrbar (Bilderstrecke bei der Tagesschau)
- Der Panamakanal wird 100 – Ein gigantisches Projekt (Tagesschau, 15.08.2014, mit Video)
- 100 Jahre Panamakanal – Der große Schnitt durch den Kontinent (Stern, 14.08.2014, mit Bildergalerie)
- Wasserstraßen – Seit hundert Jahren teilt der Panamakanal die Erde (Spektrum, 21.08.2014)
- Der Panamakanal feiert Geburtstag – Hundert Jahre Auf und Ab (Stuttgarter Zeitung, 13.08.2014, mit Video)
- Panamakanal – eine Wasserstraße wird 100 Jahre alt (Wissen.de)
- 100 Jahre Panama-Kanal – Der Geldfluss (Der Tagesspiegel, 15.08.2014)
- Panamakanal – Diese Wasserstraße kostete 28.000 Menschenleben (Die Welt, 15.08.2014)
Vor hundert Jahren ging die Verbindung vom Atlantik zum Pazifik in Betrieb. Der insgesamt 82 Kilometer lange Kanal war ein alter Menschheitstraum und trug zum Aufstieg der USA zur Supermacht bei.
- Hundert Jahre Panama-Kanal (Le Monde Diplomatique, 08.08.2014)
Die wichtigste Wasserstraße Amerikas war von Anfang an nicht einfach nur ein Handelsweg, sondern immer auch ein geostrategisches Projekt der USA. Ein neuer Kanal quer durch Nicaragua, gebaut von Chinesen, soll ihm nun Konkurrenz machen.  
- 100 Jahre Panamakanal ... ein Beispiel amerikanischer, imperialistischer Politik ... (Schnittpunkt 2012, 17.08.2014)
Die Wasserstraße am Isthmus, zwischen Atlantik und Pazifik, ist rund 80 Kilometer lang und gilt noch immer als eine der größten Ingenieursleistungen der Geschichte.
Als die "SS Ancon" am 15. August 1914 als erstes Schiff den Panamakanal durchfuhr, wurde ein Jahrhunderte alter Menschheitstraum Wirklichkeit. Bereits im 16. Jahrhundert ließ der spanische Kaiser Karl V. Baupläne für eine Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik entwerfen. Auch der deutsche Forschungsreisende Alexander von Humboldt träumte von einem Kanal über den Isthmus.
Doch es sollte bis Anfang des 20. Jahrhunderts dauern sowie Tausende Menschenleben und Millionen Dollar kosten, bis die interozeanische Wasserstraße Realität wurde. Zunächst versuchten sich die Franzosen an dem Bau des Kanals. 1880 begannen die Arbeiten unter der Leitung des Suez-Kanal-Erbauers Ferdinand de Lesseps. Allerdings unterschätzten die Franzosen die schwierigen geologischen Verhältnisse und die Gefahr durch Tropenkrankheiten. Nach neun Jahren waren Malaria und Gelbfieber schätzungsweise 20.000 Arbeiter zum Opfer gefallen und die aufwendigen Arbeiten hatten die Kanalgesellschaft in den Konkurs getrieben.

- Der Kampf um den Panamakanal (Le Monde Diplomatique, 23.04.1998)
Am Silvestertag übergeben die USA die legendäre Wasserstraße an Panama. Der Bau, 1880 bis 1914, war ein Finanzkrimi, eine diplomatische Gaunerkomödie - und ein technisches Meisterwerk. 
- Der Panamakanal - seine Geschichte (Seefunknetz, 1999)
- Ende gut, alles gut? Der lange Abschied der USA vom Panamakanal (Quetzal, 1999)
- Die schleichende Revision der Verträge – Geschichte und Gegenwart des Panamakanals (ila, November 2003)
 
aktualisiert am 07.09.2014

Da ist niemand, dem man die Schuld geben kann

Hartz IV Von der Universität ins Jobcenter. Wie man von heute auf morgen Hartz IV-Empfänger wird. Ein persönlicher Erfahrungsbericht 

Fünf Jahre Bulimie-Lernen, nächtliche Lernmarathons und das Schreiben von Hausarbeiten im Wochentakt waren vorbei. Endlich hatte ich ihn in der Tasche: den Universitätsabschluss. Und nun: Bewerben natürlich! Karriere machen, Geld verdienen, Familie gründen. Ich war bereit die Welt zu erobern, aber merkte schnell, dass die Welt von mir nicht erobert werden wollte.

mehr bei:
- Da ist niemand, dem man die Schuld geben kann (Der Freitag, Nutzerbeitrag, 15.08.2014)