Dienstag, 22. November 2016

Syrien: Der Boomerang der verdeckten CIA-Operationen

"Timber Sycamore" - ein falsches Programm und irreführende Wahrnehmungen. US-Spezialtruppen warnen vor Dschihadisten 

Es gibt die kleinen Meldungen, die kaum registriert werden, die aber doch ein bezeichnendes Licht auf einen Konflikt werfen, der in vorgegebenen Schablonen präsentiert wird. Zu den kleinen Meldungen gehört der Bericht eines ehemaligen Kämpfers der US-Spezialtruppen, Jack Murphy, über einen Zwischenfall in Jordanien, der sich Anfang November zutrug. 

Dabei wurden drei US-Soldaten am Eingang eines militärischen Ausbildungslagers im Süden des Landes erschossen. Murphy berichtet von einem sich aufdrängenden Verdacht, dass ein IS-Sympathisant dafür verantwortlich ist. Nicht auszuschließen sei es, dass der Schütze zu einer Gruppe "moderater Rebellen" gehört, die von US-Spezialtruppen im Auftrag der CIA ausgebildet wurden.
mehr:
- Syrien: Der Boomerang der verdeckten CIA-Operationen (Thomas Pany, Telepolis, 18.11.2016)

siehe auch:
Humanitäre Katastrophe in Syrien? – Wir sind die Guten! (Post, 05.10.2016)
Syrien: Die US-Blame-Game-Strategie knirscht (Post, 25.09.2016)
SYRIEN, von Bomben und Lügen heimgesucht (AlterMannBlog, 28.09.2016)
Syrien: Ein militärischer Sieg Russlands ist die nächste rote Linie (Post, 12.02.2016)
Wüstenflüsse, wie ein Diktator verrückt wird, westliche Werte und ein moderater Moderator (Post, 23.07.2016, dort verlinkt und Textauszug aus:)
Das Great-Man-Made-River-Projekt (Angelika Gutsche, Freitag-Community, 13.05.2015)
Syrien: Putin über die Verweigerung der USA verärgert (Post, 15.10.2015)
Westen soll 2012 russischen Syrien-Friedensplan ohne Assad ignoriert haben (14.10.2015)
Syrien: Es darf gebombt werden (Post, 11.10.2015)


Screenshot aus dem Mausfeld-Vortrag »Warum schweigen die Lämmer?«

Gegenvorschlag zu TTIP und CETA

Blaupause für ein faires, demokratisches, ökologisches und soziales Handelsabkommen 

Im Lichte des noch immer nicht gescheiterten TTIP-Abkommens zwischen den USA und der Europäischen Union und des im letzten Moment noch durchgepeitschten CETA-Abkommens zwischen Kanada und der EU, scheint die politische Linke, scheinen die Nichtregierungsorganisationen und Gewerkschaften, scheinen die vielen Bürger, die sich gegen die neoliberalen Abkommen stemmen, wie gelähmt. 

Ein weiterer Abwehrkampf scheint verloren. Die weitere Verschärfung neoliberaler Marktlogik, die in alle Gesellschaftsbereiche hineingedrückt werden soll, steht wieder einmal vor der Tür. Und auch der nächste Abwehrkampf wird wieder einen Schritt weiter in Richtung einer durchökonomisierten Welt gehen. Einer Welt, in der für die Superreichen und die Großunternehmen kein Stein auf dem anderen bleiben wird und in der sozialer Ausgleich und Ökologie auf der Strecke bleiben. 

Die Hoffnung, mit einem US-Präsidenten Trump, der sich unter anderem mit Rhetorik gegen das Establishment und gegen Freihandelszonen durchgesetzt hat, würde die neoliberale Agenda und der ungezügelte Freihandel mit Europa aufgekündigt, dürfte sich als naiv herausstellen. Der Milliardär Trump wird der Letzte sein, der jene Agenda aufkündigt, die ihn reich gemacht hat. Selbst wenn TTIP nicht kommt, kommt CETA – und es liegt garantiert auch das nächste Freihandelsabkommen für die transnationale Agrar-, Finanz-, Fracking-, Gentechnik- und Pharmaindustrie bereits in der Schublade. Man sollte sich hier keine Illusionen machen. 

Leider kommen kaum Gegenvorschläge zu CETA und TTIP von Seiten der Nichtregierungsorganisationen, der Gewerkschaften oder linken Parteien, die eine Chance hätten, politisch umgesetzt zu werden.
mehr:
- Gegenvorschlag zu TTIP und CETA (Christopher Stark, Telepolis, 20.11.2016)
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Von der Gefahr einer hysterischen Opposition gegen Trump

Washington wird in nächster Zeit nicht von Nazis regiert werden, sondern von reaktionären Republikanern, was schlimm genug, aber nichts Neues ist

2016 stellte das grundlegend undemokratische Zweiparteiensystem der USA die Bevölkerung vor die Wahl zwischen den beiden meistgehassten Kandidaten der US-Geschichte. Die gebotenen Alternativen waren so abstoßend, dass über dreiundvierzig Prozent der Wählerinnen und Wähler den Gang zu den Urnen gar nicht erst über sich brachten. Alle hassten den einen oder den anderen oder alle beide Kandidaten, und eines war klar: Wer immer gewinnen würde, würde sogleich auf erbitterte Opposition stoßen.

Der unerwartete Schock des Sieges von Donald Trump hat eine weitverbreitete Hysterie ausgelöst, bei der in Tränen aufgelöste Massen auf den Straßen gegen den Wahlausgang protestieren – eine nie da gewesene Reaktion auf ein unumstritten korrektes Wahlergebnis.

Diese Art von hysterischer Opposition ist nicht die beste Grundlage für den Aufbau der neuen Bewegung, die jetzt benötigt wird, um ein weithin verabscheutes politisches Establishment zu bekämpfen.

Dabei kommt der größte Teil des Gejammers und Geschreis nicht von den Unterstützern von Bernie Sanders, die ohnehin auf das Schlimmste vorbereitet waren, sondern von jenen, die der Behauptung der Clinton-Kampagne aufgesessen sind, Trump repräsentiere nichts weiter als alle möglichen Arten des "Hasses" auf andere: Sexismus, Rassismus, Homophobie, Fremdenfeindlichkeit usw. Die Antwort darauf ist, nun selbst Trump zu hassen. Das ist steril und führt politisch nirgendwohin.

mehr:

Von der Gefahr einer hysterischen Opposition gegen Trump (Diana Johnstone, Telepolis, 18.11.2016)

siehe auch:
- Die Trump-Panik – Die 30er reloaded: Hochfinanz gegen Mr. Unberechenbar (Post, 14.11.2016)

Die Story im Ersten: Whistleblower – Die Einsamkeit der Mutigen!

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Ein Whistleblower (von englisch to blow the whistle ‚in die Pfeife blasen‘; auch im deutschen Sprachraum ‚Enthüller‘, ‚Skandalaufdecker‘ oder ‚Hinweisgeber‘), ist eine Person, die für die Allgemeinheit wichtige Informationen aus einem geheimen oder geschützten Zusammenhang an die Öffentlichkeit bringt. Dazu gehören typischerweise Missstände oder Verbrechen wie KorruptionInsiderhandelMenschenrechtsverletzungenDatenmissbrauch oder allgemeine Gefahren, von denen der Whistleblower an seinem Arbeitsplatz oder in anderen Zusammenhängen erfährt. Im Allgemeinen betrifft dies vor allem Vorgänge in der Politik, in Behörden und in Wirtschaftsunternehmen.Whistleblower genießen in Teilen der Öffentlichkeit ein hohes Ansehen, weil sie für Transparenz sorgen und sich als Informanten selbst in Gefahr begeben oder anderweitige gravierende Auswirkungen auf ihr Leben und ihre Arbeit riskieren. Häufig werden Whistleblower gemobbt, ihr Arbeitsverhältnis aufgekündigt oder wegen Geheimnisverrats vor Gericht gebracht (vgl. Vergeltung). Besonders bei hochbrisanten Themen wie Waffenhandel, organisierter Kriminalität oder Korruption auf Regierungsebene gab es Fälle, bei denen Whistleblower ermordet wurden oder auf ungeklärte Weise in relativ jungem Alter plötzlich verstarben oder vermeintlich Suizid begingen. In einigen Ländern genießen Whistleblower daher besonderen gesetzlichen Schutz.Die gelieferten Informationen sind meist sensibler Natur und können etwa zur Rufschädigung von Personen und Institutionen beitragen. Es sind auch Fälle bekannt, bei denen Regierungen oder Regierungschefs aufgrund solcher Veröffentlichungen zurücktreten mussten, etwa die Watergate-Affäre. Daher versuchen die veröffentlichenden Medien, Organisationen oder Enthüllungsplattformen wie etwa Wikileaks in der Regel, die Glaubwürdigkeit und Echtheit der Informationen vor ihrer Publizierung gründlich zu überprüfen. Damit schützen sie sich auch vor späteren Vorwürfen mangelnder Sorgfalt und Manipulierbarkeit. Whistleblower sind oft die zentrale oder einzige Quelle für investigative Journalisten, die an der Aufdeckung von politischen Affären oder Wirtschaftsskandalen arbeiten. [Whistleblower, Wikpedia, abgerufen am 22.11.2016]
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Die Story im Ersten: Whistleblower [Doku] [43:57]

Veröffentlicht am 21.11.2016
Sie haben getan, was sich nur wenige trauen. Und sie müssen lebenslang dafür bezahlen. Wenn Whistleblower Missstände ans Licht bringen, ernten sie selten Ruhm oder Geld. Zerbrochene Lebensläufe, Jobverlust, Einsamkeit oder sogar hohe Gefängnisstrafen prägen das Leben der Enthüller.

siehe auch:
- 'There were hundreds of us crying out for help': the afterlife of the whistleblower (Andrew Smith, The Guardian, 22.11.2014)
- The whistleblowers club (Carola Hoyos, Financial Times, 14.09.2012)
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Whistle Blowers Protection Act, 2011 is an Act of the Parliament of India which provides a mechanism to investigate alleged corruption and misuse of power by public servants and also protect anyone who exposes alleged wrongdoing in government bodies, projects and offices. The wrongdoing might take the form of fraud, corruption or mismanagement. The Act will also ensure punishment for false or frivolous complaints.[1]
The Act was approved by the Cabinet of India as part of a drive to eliminate corruption in the country's bureaucracy[2][3] and passed by the Lok Sabha on 27 December 2011.[4] The Bill was passed by Rajya Sabha on 21 February 2014 and received the President's assent on 9 May 2014.[5][6] [Whistle Blowers Protection Act, 2011, engl. Wikipedia, abgerufen am 22.11.2016]
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siehe auch:
- West London Mental Health boss said whistleblower 'reminded him of his first wife', employment tribunal told (Graham Spence-Wlon, GetWestLondon, 25.09.2014)
- Whistleblowers: political and psychological perspectives (Vortragsankündigung, Sigmund-Freud-Museum, London, 25.07.2013)
- David Morgan - Consultant Psychotherapist & Psychoanalyst (PublicInterestPsychology)