Mittwoch, 10. September 2014

Physik mit Walter Lewin

Walter Lewin Promo [1:37]

Hochgeladen am 20.12.2007 
Watch some of Walter Lewin's greatest moments. To see more, check out Professor Lewin's classes, Physics 8.01 (http://ocw.mit.edu/OcwWeb/Physics/8-0...), 8.02 (http://ocw.mit.edu/OcwWeb/Physics/8-0...), and 8.03 (http://ocw.mit.edu/OcwWeb/Physics/8-0...) on MIT OpenCourseWare (http://ocw.mit.edu).
License: Creative Commons BY-NC-SA
More information at http://ocw.mit.edu/terms
 (gefunden über die HuffingtonPost)

Intellektuelle verlassen Russland

Was will Wladimir Putin? Diese Frage beschäftigt Menschen auf der ganzen Welt. Will er diesen Krieg führen? Will er die Ukraine – oder zumindest Teile des Landes – in russisches Staatsgebiet verwandeln? Wie will Putin sein “Neurussland” gestalten?
Während der Westen die klare Auffassung vertritt, dass Putin in der Ukraine längst Krieg führt, gibt es russische und sogar deutsche Stimmen, die eine andere Meinung vertreten. 
mehr:

Konzern-Bosse machen mit Jubel-Meldungen Kasse an der Börse

Die gezielte Platzierung von Unternehmens-Meldungen ist für die meisten Konzern-Bosse eine lukrative Einnahmequelle. Durch den Verkauf von Unternehmens-Aktien profitieren die Manager von kurzfristigen Kurssprüngen und streichen dabei Gewinne ein. Dabei muss der Zeitpunkt der Mitteilung nicht einmal mit dem Ereignis übereinstimmen. Wenn die versprochenen Zahlen ausbleiben, ficht das den Manager meist nicht mehr an. 
Zitat:
Die Studie untersuchte 166.000 Pressemitteilungen und setzte sie in Zusammenhang mit Medienberichten und Aktienkursen. Die Ergebnisse enthüllten […] ein „systematisches“ Vorgehen der Manager.
mehr:
- Konzern-Bosse machen mit Jubel-Meldungen Kasse an der Börse (Deutsche WirtschaftsNachrichten, 09.09.2014)

Wo bleibt das Hirn?

Das europäische Human Brain Project steht vor der Spaltung
Das Human Brain Project (HBP) der EU ist mit dem Ziel initiiert worden, das vorhandene Wissen über das Hirn zu sammeln und in einem zweiten Schritt das menschliche Denkorgan nachzubauen. Dafür sollen über eine Milliarden Euro fließen. Sowohl am Anspruch wie an der Summe wird seit bekannt werden des Projekts Anstoß genommen. Zu utopisch, zu teuer.
Aus der Skepsis ist nun offene Ablehnung geworden. Eine anwachsende Gruppe von derzeit 800 Wissenschaftlern hat einen Brief an die EU unterzeichnet, in dem eine gründliche Überprüfung der Zielrichtung des HBP gefordert wird. Stein des Anstoßes ist die Arbeit des Exekutivkomitees und dessen Leiter Henry Markram. Dieses hatte jüngst beschlossen, den Forschungsbereich der kognitiven Neurowissenschaften aus dem Kern des HBP zu streichen. Welche Bereiche des Gehirn welche Funktionen übernehmen wird also nur noch am Rande erforscht. Für die Funktionalisten ein Skandal, für die Strukturalisten die logische Konsequenz aus dem IT-getriebenen Ansatz. Markram kommt nicht umsonst aus dem "Blue Brain"-Projekt, das er 2005 mit Hilfe von IBM gegründet hatte. Aus seiner Sicht geht es im HBP eben nicht um Neurowissenschaft, sondern um Computational Neuroscience
mehr:
- Wo bleibt das Hirn? (Telepolis, 10.09.2014)

In einer Zeit, in der Machen wichtiger wird als Verstehen, dürfte folgende Meldung nicht überraschen:
- Transhumanismus – Der Mensch als Maschine (Cicero, 05.09.2014)
Dave Eggers warnt in seinem Roman „The Circle“ vor der Machtübernahme der Netzgiganten. Google versucht derweil künstliche Intelligenz zu erschaffen

Dr. Caster hat eine Vision: „Stellen Sie sich eine Maschine mit der kompletten Bandbreite menschlicher Emotionen vor. Ihre analytische Kraft wäre größer als die gebündelte Intelligenz aller Menschen seit Anbeginn der Zeit. Einige Wissenschaftler nennen sie die Singularität.“ Dr. Caster gibt es nicht. Er wird dargestellt von Johnny Depp und ist ein Held der Wissenschaft im Hollywood-Spektakel „Transcendence“.

Die Vorlage aber für die Filmrolle könnte Raymond Kurzweil sein. Der „Director of Engineering“ bei Google ist einerseits ein herausragender Kopf in der Erforschung künstlicher Intelligenz, andererseits aber Prophet eines grimmigen Transhumanismus. 2029 ist die Zahl, mit der er gerade Aufsehen erregt. Computer, prognostiziert Kurzweil, werden in 15 Jahren alles können, was Menschen vermögen – nur besser.

Ausbeutung von Wissenschaftlern: Professor in spe für 8,33 Euro die Stunde

Mit 43 hat Sören Philipps “den Lebensstandard eines Studenten”. Gezwungenermaßen. Wie er arbeiten an deutschen Unis Tausende Wissenschaftler in unsicheren Verträgen – und zu einem Verdienst knapp über dem Mindestlohn.
Die Zeit für Sören Philipps läuft ab. “Ich darf noch drei Monate und neun Tage an der Uni arbeiten, dann ist Schluss”, sagt er….
Satte 84 Prozent der 160 000 wissenschaftlichen Mitarbeiter an Deutschlands Hochschulen haben mittlerweile Zeitverträge. Sie unterstützen Professoren, schreiben an ihrer Doktorarbeit, managen Organisationskram, und mitunter forschen sie auch. Es gibt volle Stellen, viele halbe Stellen und manchmal nicht einmal das. Kürzlich hat der Wissenschaftsrat, das einflussreichste Beratergremium in der Bildungspolitik, die Zustände im sogenannten Mittelbau angeprangert…
Denn Dank allerlei Förderprogrammen und Promotionsangeboten gibt es nun zwar viel mehr Doktoren, also mögliche spätere Professoren. Doch die Zahl der Professoren-Stellen ist in den vergangenen acht Jahren nur wenig gewachsen. Das Leben auf Zeitverträgen erweise sich häufig “erst sehr spät als Sackgasse”, schreibt der Wissenschaftsrat.

Quelle: Roland Preuß in der SZ

(NachDenkSeiten, 09.09.2014)

Warum im Empire die Sonne niemals untergeht

Ex-Mitarbeiter Ray McGovern, der einst die US-Präsidenten Reagan und Bush informierte, ist Regierungskritiker geworden und war Mitunterzeichner eines Offenen Briefs an Merkel 

Die Galerie Sprechsaal liegt unweit des Bundestages in der Berliner Marienstraße. Trotzdem dürften hauptberufliche Politiker hier selten anzutreffen sein. Im Bücherangebot finden sich vor allem Dissidenten der internationalen Politik. Zuletzt lief hier eine Ausstellung zur Propaganda im Ukraine-Konflikt. An diesem Abend spricht hier ein ehemaliger CIA-Mann, einer von den Leuten, die Angela Merkel kürzlich vor der NATO-Propaganda gegenüber Russland warnten. Der Gast ist jedoch nicht irgendein Field-Officer. Ray McGovern instruierte jahrelang jeden Tag die Präsidenten der USA persönlich. Wie kommt dieser Mann vor ein Publikum aus Anti-Kriegsaktivisten in Berlin?
mehr:

Vor 60 Jahren – Die 50er Jahre: Die Motorisierung der Gesellschaft

Die große Freiheit auf Rädern 

Während in den ersten Nachkriegsjahren meist noch Fahrrad, Bus oder Bahn als Verkehrsmittel dienten und die wenigen Autos aus Vorkriegszeiten stammten, stiegen Mitte der 1950er-Jahre immer mehr Bürger auf neue Fortbewegungsmittel um. Hoch im Kurs standen zunächst das Motorrad und der Vespa-Roller aus Italien. 1953 waren ca. 2 Mio. Krafträder, aber nur halb so viele Autos auf westdeutschen Straßen unterwegs. Doch bereits 1957 überstieg die Anzahl der zugelassenen Pkws die der Krafträder, denn dank kräftig steigender Löhne und Einkommen konnten sich bald Millionen Bundesbürger ihren Traum vom eigenen Automobil erfüllen. Dabei entwickelte sich der »Käfer« tatsächlich zum »Volkswagen«, da er in den 50er-Jahren für viele Menschen erschwinglich war. 
Straßenszene in München, 1959
Der VW-Käfer wurde zum Symbol des Wirtschaftswunders, mit dem sich viele Westdeutsche auch auf den Weg in den ersten Urlaub machten. Das Automobil stand für individuelle Freiheit und unbegrenzte Reisemöglichkeiten. Der Tourismus entwickelte sich zum Massenphänomen: Eine wichtige Voraussetzung dafür war, dass mit dem Bundesurlaubsgesetz von 1963 der bezahlte Urlaub eingeführt wurde. 

Was am 10. September noch geschah: 
1898: Kaiserin Elisabeth von Österreich (»Sisi«) wird am Genfer See mit einer Feile erstochen
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014