Sonntag, 6. Januar 2019

Tiefer Staat

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Der Begriff Tiefer Staat (türkisch: derin devlet) wird in der Türkei in der Bedeutung von Staat im Staate verwendet. Er deutet auf eine im Verlauf mehrerer Jahrzehnte gewachsene konspirative Verflechtung von Militär, Geheimdiensten, Politik, Justiz, Verwaltung, Rechtsextremismus und organisiertem Verbrechen (insbesondere Killerkommandos) hin. Die Diskussion entfachte sich besonders um den sogenannten Susurluk-Skandal im Jahre 1996, wurde aber schon in den 1970er Jahren mit Begriffen wie Kontra-Guerillaoder Özel Harp Dairesi (Amt für besondere Kriegsführung) geführt. In den letzten Jahren wurde in diesem Zusammenhang auch der offiziell inexistente Geheimdienst der Gendarmerie mit seiner Abkürzung JİTEM genannt.
In der Türkei wird weithin davon ausgegangen, dass der Tiefe Staat im Geheimen bis heute eine signifikante Rolle in der türkischen Politik spielt und in der jüngeren Geschichte häufig massiven Einfluss genommen hat. Dabei werden unter anderem die beiden Militärputsche von 1971 und 1980 sowie eine größere Zahl von unaufgeklärten politischen MordenFolterMenschenrechtsverletzungen, zahlreiche Fälle des gewaltsamen Verschwindenlassens von Menschen und der Verlauf des Konflikts mit der kurdischen PKK in Südostanatolien genannt. Der heutige Stand der Aufklärung des Phänomens, seiner Geschichte und politischen Hintergründe kann jedoch nach wie vor als gering angesehen werden.
[Tiefer Staat, Wikipedia, abgerufen am 06.01.2019]
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Zuerst Dirk Pohlmann zum Susurluk-Skandal:
Dirk Pohlmann über "Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand" {2:06:59 – Start bei 30:39}

Gruppe42
Am 16.05.2018 veröffentlicht 
"Der Staat - das klingt in unseren Ohren nicht unbedingt freundlich, aber es klingt nach Recht und Ordnung. In der Schule und an der Universität erfahren wir von den ehernen Regeln der Demokratie. Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Wahlen, parlamentarische Repräsentanz, alles scheint altehrwürdig und wohlgeregelt im Staats und Verfassungsrecht. Bis in die Details und bis in die letzten Winkel ist festgelegt, wer nach welchen Regeln für was zuständig und verantworlich ist. Dass daran nicht gerüttelt wird, dafür sorgt die Demokratie, sie bezeichnet sich selbst gerne als „wehrhaft“.
Da ist ein Begriff wie „Deep State“ oder „Dualer Staat“ störend. Er legt nahe, dass es neben dem bekannten, demokratisch legitimierten Staat noch einen anderen gibt, der nicht gewählt wird, der sich selbst ermächtig, der eingreift, wann es passt. Aber wann? Wer bildet ihn? Was tut er? Wann tötet er? Warum liest man darüber so wenig? Und warum beschäftigen sich „seriöse“ Medien damit eigentlich überhaupt nicht? Medien, Politiker und Universitätslehrer verweisen den Begriff des „parallelen Staates" gerne in den Bereich der „Verschwörungstheorien“.
Und doch ist er real. In allen Staatsformen, aber insbesondere in der Demokratie, gibt es im Unterschied zum normativen Ideal die realpolitische Existenz eines „Machtstaates“ oder „Maßnahmenstaates“, des "Deep State". Auch akademische Politologen und Rechtswissenschaftler haben sich damit beschäftigt, ausnahmslos Personen, die sich mit dem Widerspruch zwischen Realpolitik einerseits und der Idee des liberalen Rechtsstaates andererseits beschäftigt haben. Sie haben erkannt: Der „Deep State" hängt mit den Erfordernissen der Hegemonialmacht im „Grossraum“ zusammen.
Dementsprechend gibt es Länder, in denen der „Tiefe Staat“ Alltagswissen ist, z.B. die Türkei oder Italien. Dort ist die Realität des parallelen Staates so unübersehbar zutage getreten, dass auch Staatspräsidenten von ihm reden - müssen. Und es gibt Länder, in denen man in öffentlichen Ämtern nicht von ihm sprechen kann, ohne Reputation und Karriere zu riskieren.
Die staatstragenden Kräfte vieler Länder blenden diese Realität deshalb weiter aus. Oder sie versuchen es zumindest. Aber auch in diesen Ländern ist der „Deep State“ aktiv geworden. Nicht nur in Vasallenstaaten, sondern auch im Zentralreich des Hegemons selbst.
Anhand praktischer Beispiele legt der Journalist Dirk Pohlmann praktisch und theoretisch dar, was es mit dem "Deep State“ auf sich hat. Sein Vortrag ist eine Mischung aus staatsrechtlicher Analyse und Bericht, wann und wo der Deep State sichtbar geworden ist. Ein spannendes Thema, dessen Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Es ist besser, darüber Bescheid zu wissen, als nur die Konsequenzen verständnislos erleben zu müssen.
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„Dieser Unfall deckte die Zusammenarbeit und gemeinsamen Interessen von rechtsextremen Gewalttätern, die aufgrund politischer Verbrechen gesuchten wurden, in mafiösen Aktivitäten involviert waren und die die MHP unterstützten, einerseits, und hochrangigen Verwaltungsbeamten, Polizeiführungskräften, Spezialeinheiten, bekennenden Militanten und Dorfschützern andererseits auf.“[3]
[aus: 1998 Human Rights Report, zit. nach Wikipedia, abgerufen am 26.03.2019 – PDF]
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Kurz: Da sitzen Leute zusammen in einem Auto, die sich offiziell spinnefeind sein müssten…

siehe auch: (Sortierung didaktisch, nicht nach Datum):
Man sehe sich zuerst an:
Täuschung - Die Methode Reagan, Ressourcenkriege und medial vemittelte Feindbilder (Post, 06.05.2015)
danach, wie in ganz konkreten Situationen [Schweden in den 80er Jahren] die öffentliche Meinung durch Militär und Medienberichterstattung in eine bestimmte Richtung gelenkt wurde:
(laut Pohlmann »die erfolgreichste Psy-Ops aller Zeiten«)
KenFM im Gespräch mit: Dirk Pohlmann (Deutsche U-Boote im Kampf gegen Schwedens Neutralität?) {48:35 – Start bei 24:37 – U-Boot-Sichtungen während des Ukraine-Konflikts}

KenFM
Am 16.05.2018 veröffentlicht 
Geschichte wiederholt sich doch. Wie in den 80er Jahren wird jetzt erneut mit Hilfe von Falschmeldungen über russische U-Boote in den schwedischen Schären Außenpolitik gemacht.
Damals wie heute wird unter Zuhilfenahme der Medien eine Konfrontationspolitik mit Russland durchgesetzt. Damals wie heute wird dabei mit der Gefahr eines 3. Weltkrieges gespielt. Damals, um die „Gemeinsame Sicherheitspolitik“ von Olof Palme, Egon Bahr, Willy Brandt und später Michail Gorbatschow zu verhindern. Mit dem Amtsantritt von Gorbatschow war die „Gefahr“ eines Erfolges der sozialdemokratischen Entspannungspolitik massiv angewachsen. Denn Gorbatschow war bereit, diese Ideen auch zur sowjetischen Sache zu machen.
Der Mord an Olof Palme 1986 beendete die Möglichkeit einer neuen Weltordnung, die auf einer Herrschaft des Rechts in einer blockfreien Welt zielte, statt auf imperiale Politik einer einzigen Supermacht. Heute wird erneut versucht, mit angeblich russischen U-Booten Politik zu machen. Und wieder sind es PsyOps, Operationen der psychologischen Kriegsführung.
Der schwedische Verteidigungsminister hat vor wenigen Tagen in einem Interview mit dem schwedischen öffentlich-rechtlichen Radio offiziell mitgeteilt, dass es sich bei den U-Boot-Sichtungen von 2014 und 2015 nicht um russische U-Boote handelte, sondern um ein schwedisches und ein deutsches!
Tagelang hatten die deutschen Medien und Rundfunksender über die angeblich russischen U-Boote berichtet, in aller Ausführlichkeit und Ähnlichkeit. Dementis aus Moskau wurden höhnisch kommentiert. Die gültige Weisheit in den Redaktionen hieß: „Dem Russen ist alles zuzutrauen!“
Jetzt, angesichts der Tatsachen schweigen die deutschen Medien, der Gleichschritt ist befremdlich, keine einzige Publikation schert aus.
Was steckt hinter dieser Tatsachenverweigerung? Eine Frage, die die deutschen Medien beantworten müssen. Es geht nicht mehr um Interpretationen. Es geht um Tatsachen, um die Wahrheit. Die Qualitätsmedien haben eine üble Verschwörungstheorie verbreitet, eine Lügengeschichte, die große Wirkung erzielt hat. In Schweden wird jetzt ein NATO-Beitritt diskutiert, er gewann angesichts der russischen U-Boot-Bedrohung immer mehr Anhänger, der schwedische Verteidigungshaushalt wurde um 600 Millionen Euro aufgestockt und wie zufällig zeigt das schwedische Fernsehen gerade eine eigenproduzierte Serie, in der Norwegen von den Russen besetzt wird.
Russland und sein Präsident Putin werden in den westlichen Medien täglich dämonisiert. Warum? Was soll damit erreicht werden?
Das alles erinnern doch sehr an die „Perception Management“ Kampagnen, die dem Vietnamkrieg, dem ersten Golfkrieg oder der Invasion des Irak vorausgingen. „Perception Management“ und „Strategic Communication“, andere Wörter für Kriegspropaganda gehören zum Werkzeugkasten aller Streitkräfte und Geheimdienste.
Warum gehören sie auch zum Werkzeugkasten der deutschen Mainstreammedien?
Damit steht zwei Fragen im Raum:
1. Warum machen die deutschen Medien als willige Helfer bei der Eskalation mit und verschweigen die Wahrheit, die deeskalierend wirken würde?
2. Welche Rolle spielen das deutsche Verteidigungsministerium und die Bundeswehr? Nehmen sie an Operationen der psychologischen Kriegsführung teil, die die Spannungen mit Russland verschärfen und letztlich die Kriegsgefahr in Europa erhöhen?
Da die deutschen Medien zurzeit flächendeckend versagen und eine Desinformations-Querfront gebildet haben, übernimmt jetzt KenFM mit diesem Gespräch zwischen Ken Jebsen und Dirk Pohlmann kommissarisch die Grundversorgung der Bevölkerung mit wahrheitsgemäßer Information zum Thema „Schwedische U-Boot-Affäre reloaded“
Bitte beachten: Mehr als 8 Milliarden GEZ-Gebühren bekommen ARD und ZDF für ihre Propagandatätigkeit und Kriegsvorbereitung.
Die journalistische Arbeit erledigen wir. Mit Bordmitteln.
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siehe dazu:
Ein neues U-Boot und mangelnde Medien-Selbstreflexion (Post, 10.07.2016)

mein Kommentar:
Angesichts des geballten Wissens, welches in den obigen Videos präsentiert wird, wundern mich die Wikipedia-Manipulationen überhaupt nicht:
Danke Wikipedia! Der Erkenntnisgewinn kennt keine Grenzen (Post, 04.09.2018)
Neues aus Wikihausen, Folge 10: Felix wird enttarnt (Post, 04.09.2018)
Tagesdosis 19.6.2018 – Die Schauprozesse der Wikipedia Junta (Kommentar Dirk Pohlmann, KenFM, 19.06.2018)
Dirk Pohlmann vs. Wikipedia (Post, 19.06.2018)
Die Affäre Phillipp Cross (Post, 05.06.2018)
Wikipedia, der manipulierte Brockhaus der Schwarmintelligenz (Post, 29.05.2018)
Wikipedia auf dem Weg zum Orwellschen Wahrheitsministerium (Post, 27.05.2018)
Die dunkle Seite der Wikipedia (Post, 18.07.2017)
Verschwörung, Verschwörung! Warum Wikipedia mich überhaupt nicht leiden kann (Post, 07.11.2016)

Wer also über Deutschlands Verhältnis zu Russland nachdenkt, sollte Europas Verhältnis zu Russland nicht aus dem Blick verlieren. Und dieses Verhältnis wird von einer latenten Aggression Russlands geprägt, die in Deutschland gerne ausgeblendet oder relativiert wird. Vor allem die Destabilisierung demokratischer Institutionen, die Manipulation der Öffentlichkeit durch ein Bombardement von Lügen treffen den Lebensnerv westlicher Demokratien: die Konsensfindung auf der Basis eines fairen und sachlichen Streits. Gibt es diesen Konsens nicht mehr, dann gibt es auch keinen gesellschaftlichen Frieden, sondern Unruhe, Hass, Demagogie.
[aus: Stefan Kornelius, Russlands Politik passt nicht zu Europa, Süddeutsche Zeitung, 07.05.2018, Hervorhebung von mir]
Mein Kommentar:
Brav, mein lieber Stefan! Setzen! Eins!
Du warst fast noch besser als Eric Frey!
Dirk Müller vs. Eric Frey ll US-Interessen in der Ukraine {7:49 – Ausschnitt 2:13 bis 3:13}

antikriegtv2
Am 26.11.2014 veröffentlicht 
AntikriegTV 2
Pro und Contra - der PULS 4 News Talk vom 24.11.2014:Dirk Müller vs. Eric Frey, Journalist bei der österreichischen Tageszeitung "DER STANDART".
Eric Frey:http://x2t.com/334416
Antikrieg TV http://www.antikrieg.tv
http://www.facebook.com/antikriegtv
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Nun zum US-amerikanischen Tiefen Staat:
Der US-amerikanische Tiefe Staat (Peter Dale Scott, Voltaire.net, 15.05.2015)
Since World War II, secrecy has been used to accumulate new covert bureaucratic powers under the guise of emergency planning for disasters, planning known inside and outside the government as the “Doomsday Project.”
Known officially (and misleadingly) as “Continuity of Government” (COG) planning, the Doomsday Project, under the guiding hands in the 1980s of Oliver North, Donald Rumsfeld, Dick Cheney and others, on 9/11 became the vehicle for a significant change of government. The extreme repressive powers accumulated under the guise of the Doomsday Project were first developed to control the rest of the world. Now, to an unprecedented extent, America itself is being treated as an occupied territory.
In 1994, Tim Weiner reported in The New York Times that “The Doomsday Project” had “less than six months to live.” (1) Weiner’s language was technically justifiable, but also very misleading. In fact COG planning now simply continued with a new target: terrorism. On the basis of Weiner’s article, the first two books to discuss COG planning, by James Bamford and James Mann, both reported that COG planning had been abandoned. (2)
What Weiner and these authors did not report was that in the final months of Reagan’s presidency the purpose of COG planning had officially changed: it was no longer for arrangements “after a nuclear war,” but for any “national security emergency.” This was defined in Executive Order 12656 of 1988 as: “any occurrence, including natural disaster, military attack, technological emergency, or other emergency, that seriously degrades or seriously threatens the national security of the United States.” (3)
In this way a totally legitimate program dating back to Eisenhower, of planning extraordinary emergency measures for an America devastated in a nuclear attack, was now converted to confer equivalent secret powers on the White House for anything it considered an emergency.
- HOW THE DOOMSDAY PROJECT LED TO WARRANTLESS SURVEILLANCE AND DETENTION AFTER 9/11 (Peter Dale Scott, whowhatwhy.org, 13.11.2014 – Google-Übersetzer)

It is clear that this larger process has been carried on for almost five decades, pumping billions of right-wing dollars into the American political process. What I wish to show today is that deep events have also been integral to this right-wing effort, from the John F. Kennedy assassination in 1963 to 9/11. 9/11 resulted in the implementation of “Continuity of Government” (COG) plans (which in the Oliver North Iran Contra Hearings of 1987 were called plans for “the suspension of the U.S. constitution”). These COG plans, building on earlier COG planning, had been carefully developed since 1982 in the so-called Doomsday Project, by a secret group appointed by Reagan. The group was composed of both public and private figures, including Donald Rumsfeld and Dick Cheney.
I shall try to show today that in this respect 9/11 was only the culmination of a sequence of deep events reaching back to the Kennedy assassination if not earlier, and that the germs of the Doomsday Project can be detected behind all of them.
More specifically, I shall try to demonstrate about these deep events that
1) prior bureaucratic misbehavior by the CIA and similar agencies helped to make both the Kennedy assassination and 9/11 happen;
2) the consequences of each deep event included an increase in top-down repressive power for these same agencies, at the expense of persuasive democratic power;6
3) there are symptomatic overlaps in personnel between the perpetrators of each of these deep events and the next;
4) one sees in each event the involvement of elements of the international drug traffic – suggesting that our current plutonomy is also to some degree a narconomy;
5) in the background of each event (and playing an increasingly important role) one sees the Doomsday Project — the alternative emergency planning structure with its own communications network, operating as a shadow network outside of regular government channels.
Bureaucratic Misbehavior as a Factor Contributing to both the JFK Assassination and 9/11
[The Doomsday Project and Deep Events: JFK, Watergate, Iran-Contra, and 9/11, Peter Dale Scott, globalresearch.ca, 06.11.2016 – Google-Übersetzer]
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Laut Scott ist außerdem der Krieg gegen Drogen ein Vorwand, um den Militärisch-industriellen Komplex zu bedienen und die strategische Versorgung mit Erdöl aus Lateinamerika, vor allem aus Kolumbien, mit militärischen Mitteln zu sichern. Scott sieht dieses Muster auch in Südostasien in den 1960er und 1970er-Jahren gegeben. Zu Scotts zentralen Themen gehört die erwiesene Kooperation der CIA mit den Drogenproduzenten und -händlern in Mittelamerika, dem Goldenen Dreieck und Afghanistan, die er vor allem in seinem Buch Cocaine Politics dokumentierte. 
Diese Förderung des internationalen Drogenhandels zur Sicherstellung der Ölversorgung ist für Scott auch im Hinblick auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 von Bedeutung. Scott hebt die Kooperation zwischen Al-Qaida und den USA während des Afghanischen Bürgerkriegs hervor. Die Gruppierung wurde demzufolge zum Zwecke US-amerikanischer Interessen in Zentralasien eingesetzt; zu ihrer Finanzierung wurde afghanisches Heroin verwendet. Al-Qaida-Mitglieder wurden Scott zufolge auch im Kosovo-Krieg von den USA unterstützt. Heute erfülle die Region die Funktion eines Durchgangsgebiets sowohl für den Drogentransfer als auch einer für den Westen bedeutsamen Ölpipeline.
[Peter Dale Scott, Kritik an Konzepten der US-Außenpolitik, Wikipedia, abgerufen am 26.03.2019]
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Die Federal Emergency Management Agency (FEMA; deutsch Bundesagentur für Katastrophenschutz) ist die nationale Koordinationsstelle der Vereinigten Staaten für Katastrophenhilfe und ist dem United States Department of Homeland Security unterstellt.
Die FEMA koordiniert die Arbeit bundesstaatlicher, staatlicher und lokaler Behörden bei Überschwemmungen, Hurrikanen, Erdbeben und anderen Naturkatastrophen. Die FEMA bietet auch finanzielle Unterstützungen an Einzelpersonen und lokalen bzw. staatlichen Regierungen beim Wiederaufbau von Häusern, Geschäften und öffentlichen Einrichtungen. Ebenso wird die Ausbildung von Feuerwehrleuten und Notfallmedizinern unterstützt. Sie finanziert die Katastrophenfall-Planung in den USA und ihren Überseeterritorien.
[Federal Emergency Management Agency, engl. Wikipedia, abgerufen am 26.03.2019] 
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Nun ein kurzer Abstecher zur Iran-Contra-Affäre während Ronald Reagans Präsidentschaft:

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Von der Reagan-Regierung wurden Einnahmen aus geheimen Waffenverkäufen an den Iran an die rechtsgerichtete Guerilla-Bewegung der Contras in Nicaragua weitergeleitet, um sie im Contra-Krieg gegen die sandinistische Regierung zu unterstützen. Zum einen war die Unterstützung der Contras ein klarer Verstoß gegen einen entsprechenden US-Kongressbeschluss (Boland-Amendment), zum anderen war das Geld ursprünglich zum Freikauf US-amerikanischer Geiseln im Libanon vorgesehen. Im Zeitraum vom 20. August 1985 bis zum 28. Oktober 1986 wurden insgesamt 2.515 TOW-Systeme sowie 258 HAWK-Systeme bzw. deren Teile, auch via Israel, an den Iran geliefert.[1] Die Transporte wurden überwiegend von zivilen Fluggesellschaften, wie beispielsweise Southern Air Transport oder St. Lucia Airways, ausgeführt.[2]
Dies war auch deshalb in mehrerer Hinsicht innen- und geopolitisch problematisch, weil der Iran seit der mehr als einjährigen Geiselnahme von 52 amerikanischen Bürgernwährend der Revolution 1979 als mit den USA verfeindeter Staat galt. Gleichzeitig führte er Krieg gegen den Irak, bei dem die USA tendenziell, wenn auch nicht offiziell, eher den Irak unter Saddam Hussein unterstützten.
[Iran-Contra-Affäre, Waffengeschäfte, Wikipedia, abgerufen am 26.03.2019]
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In den Anhörungen zu der Affäre im US-Kongress kam auch ans Licht, dass die Contras über Jahre mehrere Tonnen Kokain in die USA geschmuggelt hatten und die CIA diese Aktivitäten kannte und duldete. Aus den Erlösen des Drogenverkaufs finanzierten die paramilitärischen Contra-Verbände ihren Kampf gegen die linksgerichtete Regierung der Sandinisten. Bei der Aufdeckung tat sich besonders US-Senator John Kerry hervor, der auch eine eigene Untersuchungskommission zu den Drogenhandelsverbindungen von US-Behörden leitete.
Obwohl diese illegalen Aktivitäten ebenso gravierend waren wie die Waffengeschäfte mit dem verfeindeten Iran, spielen sie bis heute in der öffentlichen Wahrnehmung der Affäre kaum eine Rolle. 1996 beschrieb der Enthüllungsjournalist Gary Webb in der Artikelserie Dark Alliance detailliert, wie die großen Mengen an Kokain vor allem in den Ghettos von Los Angeles auf den Markt gebracht worden waren.
[Iran-Contra-Affäre, Drogenschmuggel, Wikipedia, abgerufen am 26.03.2019]
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Die USA wurden vom Internationalen Gerichtshof in Den Haag wegen militärischer und paramilitärischer Aktivitäten in und gegen Nicaragua schuldig gesprochen. In einer Resolution forderte die UN-Generalversammlung die USA auf, das Gerichtsurteil anzuerkennen. Nur die USA, Israel und El Salvador stimmten gegen die Resolution. Nachdem die Regierung Nicaraguas 1990 abgewählt worden war und die USA drohten, Hilfszahlungen an das Land einzustellen, gab die Nachfolgeregierung alle Ansprüche aus dem Urteil auf. 

[Iran-Contra-Affäre, Drogenschmuggel, Wikipedia, abgerufen am 26.03.2019]
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Inwieweit Präsident Reagan und Vizepräsident George Bush in die Iran-Contra-Affäre verwickelt waren, konnte durch die beauftragte Untersuchungskommission nie ganz geklärt werden. Reagan selbst machte keine Aussagen dazu und erklärte immer, er könne sich an nichts erinnern.[3] Donald Rumsfeld war zu Zeiten der Affäre spezieller Beauftragter für den Nahen Osten. […] 
Die offizielle Verantwortung für die illegalen Aktivitäten in der Affäre wurde dem bis dahin eher unbedeutenden Lieutenant Colonel Oliver North zugeschrieben, der im Weißen Haus als Mitglied des Nationalen Sicherheitsrats für die Koordination verdeckter Operationenzuständig war. Trotz offensichtlicher Lügen vor dem Untersuchungsausschuss und nachgewiesener schwerer Vergehen – u. a. hatte er versucht, sämtliche belastenden E-Mails der Reagan-Regierung zu löschen[4] – gelang es North, die Affäre trotz gerichtlicher Verurteilung wegen eines juristischen Verfahrensfehlers als freier Mann zu überstehen. Er gewann in der Folge eine Art Kult-Status bei den amerikanischen Konservativen und ist heute Präsident der National Rifle Association, Vortragsredner und Autor zahlreicher Bücher. Sechs der höchstrangigen Beteiligten, darunter der ehemalige Verteidigungsminister Caspar Weinberger und der ehemalige SicherheitsberaterRobert McFarlane, wurden von Präsident George H. W. Bush begnadigt. Kritische Stimmen in der US-Öffentlichkeit vermuteten, dass damit weitere Untersuchungen, auch über Bushs eigene Rolle als Vizepräsident der Regierung Reagan, verhindert werden sollten.
Andere wichtige Personen, die in den Skandal verwickelt waren, sind Otto ReichJohn PoindexterDavid M. AbshireAkbar Hāschemi RafsandschāniManucher GhorbanifarAdnan Khashoggi und Manuel Noriega.
[Iran-Contra-Affäre, Drogenschmuggel, Wikipedia, abgerufen am 26.03.2019]
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McCord’s participation in an emergency planning system dealing with telecommunications suggests a common denominator in the backgrounds of almost all the deep events we are considering. Oliver North, the Reagan-Bush OEP point man on Iran-Contra planning, was also involved in such planning; and he had access to the nation’s top secret Doomsday communications network. North’s network, known as Flashboard, "excluded other bureaucrats with opposing viewpoints…[and] had its own special worldwide antiterrorist computer network, … by which members could communicate exclusively with each other and their collaborators abroad." [21]
Flashboard was used by North and his superiors for extremely sensitive operations which had to be concealed from other dubious or hostile parts of the Washington bureaucracy. These operations included the illegal shipments of arms to Iran, but also other activities, some still not known, perhaps even against Olof Palme’s Sweden. [22] Flashboard, America’s emergency network in the 1980s, was the name in 1984-86 of the full-fledged Continuity of Government (COG) emergency network which was secretly planned for twenty years, at a cost of billions, by a team including Cheney and Rumsfeld. On 9/11 the same network was activated anew by the two men who had planned it for so many years. [23]
But this Doomsday planning can be traced back to 1963, when Jack Crichton, head of the 488th Army Intelligence Reserve unit of Dallas, was part of it in his capacity as chief of intelligence for Dallas Civil Defense, which worked out of an underground Emergency Operating Center. As Russ Baker reports, “Because it was intended for ‘continuity of government’ operations during an attack, [the Center] was fully equipped with communications equipment.” [24] A speech given at the dedication of the Center in 1961 supplies further details:
"This Emergency Operating Center [in Dallas] is part of the National Plan to link Federal, State and local government agencies in a communications network from which rescue operations can be directed in time of local or National emergency. It is a vital part of the National, State, and local Operational Survival Plan". [25]
Crichton, in other words, was also part of what became known in the 1980s as the Doomsday Project, like James McCord, Oliver North, Donald Rumsfeld, and Dick Cheney after him. But in 1988 its aim was significantly enlarged: no longer to prepare for an atomic attack, but now to plan for the effective suspension of the American constitution in the face of any emergency. [26] This change in 1988 allowed COG to be implemented in 2001. By this time the Doomsday Project had developed into what the Washington Post called “a shadow government that evolved based on long-standing ‘continuity of operations plans.’” [27]
[The Doomsday Project and Deep Events: JFK, Watergate, Iran-Contra, and 9/11Peter Dale Scott, voltairenet.org, 14.01.2012 – Google-Übersetzer]
Dirk Pohlmann über seine Kollegen:
Dirk Pohlmann über "Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand" {2:06:59 – Start bei 2:02:34}

alle YouTube-Infos siehe oben

Höre die drei ersten Sätze von Dirk Pohlmann:
Desinformation: Das Spiel der Geheimdienste mit der Wahrheit (1) - Dirk Pohlmann | ExoMagazin {10:19}

ExoMagazinTV
Am 28.10.2017 veröffentlicht 
Der langjährige TV-Journalist Dirk Pohlmann ist Autor zahlreicher investigativer Dokumentationen für arte. Dazu gehören unter anderem "Täuschung - Die Methode Reagan", "Dienstbereit - Nazis & Faschisten im Auftrag der CIA" sowie "UFOs, Lügen und der Kalte Krieg". Durch Interviews mit hochrangigen Geheimdienstmitarbeitern, Militärs und aufwändige Recherchen in Staatsarchiven hat er über einen umfassenden Überblick über Aktivitäten von CIA, BND und Co in der Geschichte. Pohlmann zeigt in seinem Vortrag, wie Geheimdienste immer wieder die öffentliche Meinung manipulierten, um Ziele zu erreichen. "Im Endeffekt ist die gesamte Berichterstattung, ohne dass jemand böswillig agiert, Desinformation", sagt Pohlmann. Dass viele Journalisten nicht bereit sind, sich kritisch mit ihrer eigenen Rolle im Spiel der Geheimdienste auseinanderzusetzen, bezeichnet er als systemisches Versagen der Medien. Es wird Zeit, die wichtigen Fragen zu stellen und eine öffentliche Debatte darüber anzustoßen. Dieser Vortrag könnte der Auslöser sein. ►►Den gesamten Vortrag hier anschauen: http://bit.ly/2xuYueZ
 
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zuletzt aktualisiert am 12.08.2019

Die Klugen und die Starken

Erfahrungen von Unterlegenheit und Ausgrenzung beeinträchtigen das Denkvermögen. Das muss aber nicht heißen, dass die Stärksten auch die Schlauesten sind

Alle Säugetiere sind soziale Lebewesen. Ihre Artgenossen bilden einen maßgeblichen Teil ihrer Umwelt, den sie laufend überwachen und mit einem breiten Repertoire spezialisierter Verhaltensweisen ihrerseits formen. Das gilt sogar für die klassischen Einzelgänger wie die großen Raubkatzen: Auch sie etablieren Territorien, unterhalten Beziehungen zu Nachbarn, werben um Partner, erziehen ihren Nachwuchs. Die völlige Vereinzelung ist schädlich - sogar Hauskatzen sollte man mindestens zu zweit halten -, und zumindest bei Mäusen hat man sogar eine eigene neuronale Bahn gefunden, die Einsamkeit signalisiert. Und dieses Signal ist den Tieren unangenehm.

Für den Menschen gilt das in besonderem Maße. Er ist ein Zoon politicon, mehr noch als seine nächsten Anverwandten. Als Einziger unter den Primaten haben wir die Zwillingsfähigkeiten zur Sprache und zur Musik - beides grundsätzlich soziale Verhaltensweisen. Mehr als vielleicht jedes andere Säugetier - mit möglicher Ausnahme der Wale - sind wir auf den Kontakt zu Artgenossen angewiesen.

Leider ist dieser Kontakt nicht immer positiv. Auch Aggression gehört zum sozialen Verhalten. Und wo Mitglieder einer Art zusammenleben, entsteht eine Gruppenorganisation, die häufig eine Rangordnung beinhaltet. Dann gibt es die Starken, die auf alle Ressourcen den ersten Zugriff haben. Und die Schwachen, die das Nachsehen haben und sich unwohl fühlen. Ja, das fühlt sich dann fast so an wie Einsamkeit.

mehr:
- Die Klugen und die Starken (Konrad Lehmann, Telepolis, 06.01.2019)
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