Donnerstag, 30. April 2015

Der Ukraine-Konflikt – Aktuelles, Teil 4

 

Der Krieg ist ein besseres Geschäft als der Friede. 
 Ich habe noch niemanden gekannt, 
 der sich zur Stillung seiner Geldgier 
auf Erhaltung und Förderung des Friedens geworfen hätte. 
Die beutegierige Canaille 
hat von eh und je auf Krieg spekuliert.
(Carl von Ossietzky, 1882 - 1945, in der Weltbühne vom 8. Dezember 1931;
gefunden bei ossietzky.net)




The most common way people give up their power 
is by thinking they don't have any. 
(Alice Walker, *1944, US-amerikanische Schriftstellerin und Aktivistin)



Menschen kämpfen für ihre Freiheit
und gewinnen diese mittels einer sehr harten Schule.
Ihre Kinder, aufgewachsen in Gelassenheit,
lassen sie sich wieder entgleiten, diese armen Narren.
Und deren Enkel avancieren einmal mehr zu Sklaven. 
(D. H. Lawrence, 1885 - 1930, englischer Schriftsteller)



Der Westen gewann die Weltherrschaft 
nicht durch die Überlegenheit seiner Ideen 
oder Werte oder Religion, 
sondern vielmehr durch seine Überlegenheit 
bei der Anwendung organisierter Gewalt. 
(Samuel Phillips Huntington, 1927-2008, US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Autor)


März 2015 
Nemzov: "Russland wird faschistisch" (Florian Rötzer, Telepolis 03.03.2015)
Interview kurz vor seinem Tod: "Selbst in meinen wildesten Träumen würde ich nicht versuchen, einen Maidan in Moskau zu organisieren" 
Als vor kurzem die so genannte Antimaidan-Bewegung in Moskau im Vorfeld zu der für den 1. März eigentlich geplanten Protestveranstaltung der Opposition demonstrierte und von der Regierung wohl geduldet einige zehntausend Anhänger auf die Straße brachte, ging es nicht nur um eine Ablehnung gegen die Regierung in Kiew und eine Stärkung des russischen Präsidenten Putin. Einer der Anführer, Nikolai Starikow, der Stalinverehrer und Gründer der rückwärts gewandten nationalistischen Partei "Großes Vaterland", warnte auch russische Oppositionelle, keine Umsturzversuche zu machen.
Zitat:
Aus dieser gewalttätigen Stimmung der Rechten und Nationalisten heraus, die derzeit in Russland Aufwind haben, ist gut vorstellbar, dass aus diesem Kreisen der Mordanschlag auf den Oppositionspolitiker Nemzov geplant und ausgeführt wurde. Offenbar gehen die russischen Sicherheitskräfte davon aus (Nemzow-Mord - gibt es eine rechtsradikale Spur?). Dabei ist die Putin-Opposition sowieso schwach und zersplittert. Die Zeiten, wo sie hunderttausend Menschen auf die Straße brachte, ist längst vorbei.
Der Ukraine-Konflikt und der neue Kalte Krieg zwischen den USA und Russland hat die Menschen noch mehr hinter Putin gebracht und dürfte die russische Regierung auch dazu treiben, eine offensive, nationalistische Politik zu betreiben, um als Großmacht nicht einzuknicken. Nach einer Umfrage des Levada- Instituts vom letzten Freitag äußerten nur 15 Prozent der Befragten Sympathie für Oppositionspolitiker wie Nemzov, Kaspari oder Navalny. 68 Prozent sympathisieren nicht mit diesen. Das mag sich nach der Ermordung etwas verändert haben, zeigt aber, die Opposition wenig Rückhalt hat und möglicherweise durch den Anschlag noch weiter eingeschüchtert werden soll. Ein Grund ist sicher auch, dass es nur noch wenige unabhängige Medien in Russland gibt und alle großen Fernsehsender staatstreu berichten.
Nemzov soll schon vor seiner Ermordung Todesdrohungen erhalten haben. Der frühere Regierungschef Litauens Andrius Kubilius berichtete, Nemzov habe ihn 2012 gefragt, ob er in Litauen Asyl erhalten würde. Newsweek hat gestern ein zuerst in der polnischen Newsweek-Ausgabe erschienenes Interview mit dem Oppositionspolitiker veröffentlicht, das er angeblich Stunden vor seinem Tod gegeben haben soll. Erklärt wird, dass paramilitärisch angezogene Pro-Putin-Typen erklärt hätten, sie würde jeden Protest gegen die Regierung in Blut ertränken: "Sie begannen mit Nemzov", so Newsweek, ohne allerdings dafür mehr als Spekulation zu bieten.


- "Gnadenlose Vernichtung von Menschen und Infrastruktur" (Florian Rötzer, Telepolis 03.03.2015)
UN-Bericht wirft allen Konfliktparteien schwere Vergehen vor, in den "Volksrepubliken" wird patriotische Mode beworben
Kehrt allmählich in der Ostukraine Normalität ein, nachdem angeblich die schweren Waffen von der Front abgezogen wurden und nur noch kleinere Scharmützel stattfinden? UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad Al Hussein warnte allerdings gestern, dass die Ostukraine, wo bereits 6000 Menschen während des Konflikts getötet wurden, kurz vor einem "neuen und sehr tödlichen Kapitel" des andauernden Konflikts stehen könne. Vor allem das Leben der Menschen in den von den Separatisten kontrollierten Gebieten sei "untragbar", die Menschenrechtssituation sei schlecht. 980.000 Menschen seien in die Ukraine geflüchtet, 600.000 in andere Länder, vorwiegend nach Russland.



Meine aktuelle Zusammenfassung:
Ich glaube, es ist ziemlich einfach: Putin hat die Entwicklung vorhergesehen und wußte, daß es angesichts der latenten Aggressivität Kiews gegenüber der russischsprachigen Bevölkerung im Osten der Ukraine [siehe: Ukraine 7 – Der Sprachenkonflikt als Teil des Ukraine-Konfliktes, 03.05.2014], der US-amerikanischen (5 Milliarden US-Dollar investieren für Freiheit und Demokratie? Wer das glaubt, der gehört verprügelt!) und der westeuropäischen Einmischung zu kriegerischen Auseinandersetzungen und zu dem Versuch einer ethnischen Säuberung durch die faschistische Regierung in Kiew kommen würde. (Kiew will die russischsprachigen Menschen loswerden – etwa 15-20 Prozent der Bevölkerung, die Bodenschätze und die Industrieanlage der Ostukraine aber behalten.) 

Putin hat sich noch rechtzeitig die Krim geschnappt – er müßte noch blauäugiger sein als Gorbatschow, um seinen Mittelmeerhafen aufzugeben – und danach abgewartet. Er konnte sich die Hände reiben angesichts der US-gesteuerten Medienberichterstattung, der nach kurzer Zeit – zumindest bei der westlichen Intelligenzia – die Glaubwürdigkeit vollkommen abhanden kam und den Fehlleistungen der Kiewer und der US-Politiker (Timoschenkos – »dem Dreckskerl [Putin] in den Kopf schießen« und Nulands – »Fuck the EU« – Telefonate). 

Nun hat Europa brav sanktioniert und mit der Ukraine einen Klotz am Bein, der der finanziell schwankenden EU nach all den Banken-Desastern und den aufgespannten Rettungsschirmen zu schwer werden dürfte. Putin hat von Anfang an auf ein Patt gespielt, weil er am Verhandlungstisch die besseren Karten in der Hand hat. Ich bin gespannt, ob er seinen Korridor zur Krim und wie die EU die Ukraine über den Winter bekommt. Nach soviel Tamtam ist die EU der Ukraine gegenüber in der Pflicht.

Worüber keiner bisher gesprochen hat, ist der wahre Konflikt in der Ukraine: da geht es nicht um West oder Ost, da geht es um oben (die Oligarchen-Klicke) gegen unten. Dieser ganze Konflikt ist von den ukrainischen Oligarchen hochgekocht worden, um nun mit frischem EU-Geld ihr korruptes Spiel noch eine Weile weiterspielen und sich dann verdrücken zu können. Wie die EU dann Freiheit und Demokratie in ein solch verfilztes Land bringen will, kann sie sich dann von den Griechen zeigen lassen…
Wenigstens hat die Sache ein Gutes: Die alte EU wird den USA jetzt endlich kritischer gegenüberstehen – oder sie geht unter…

Wer mir bei dem ganzen Theater leid tut, ist Obama. Der muß innenpolitisch sowas von unter Druck stehen, daß er das ganze Spiel mitgespielt hat und vom Friedensnobelpreisträger (in Oslo werden sie in Zukunft vorsichtiger sein) zum Falken mutiert ist… [Nope, we can’t…] Ich wäre gespannt, irgendwann einmal zu erfahren, was da alles hinter den Kulissen abgelaufen ist. 

gefunden in »Politfratzen« (Die Anmerkung, 11.09.2014)

Und Angie hat – das muß ich ihr lassen – zum ersten Mal in ihrer Regierungszeit mal was richtig gemacht: brav mitgekläfft (was anderes ist ihr wohl nicht übrig geblieben angesichts der deutschen »Souveränität«) und sich ansonsten bedeckt gehalten.
Und ich werde mich mit zunehmendem Alter in meinem Sessel zurücklehnen und auf Politiker und Journalisten warten, die Format haben. Vielleicht wird’s ja noch was vor meiner Rente…


Ukraine-Serie:

- Ukraine 20 – ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (18.09.2014, zuletzt aktualisiert am 04.10.2014)
- Ukraine 19 – Die Ukraine, korrupter Journalismus und der Glaube der Atlantiker (29.08.2014, zuletzt aktualisiert am 19.10.2014)
- Ukraine 18 – Putin als Projektionsfläche für die deutsche Sehnsucht nach dem »Starken Mann«? (23.08.2014)
- Ukraine 17 – I love Putin, Putin loves you (19.08.2014, zuletzt aktualisiert am 29.10.2014)
- Ukraine 16 – Eine Gefährdung unserer Europäischen Kultur (18.08.2014, zuletzt aktualisiert am 19.08.2014)
- Ukraine 15 – Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois (15.08.2014, zuletzt aktualisiert am 02.09.2014)
- Ukraine 14 – »Wir sind Menschen des Friedens« (29.07.2014, zuletzt aktualisiert am 15.08.2014)
- Ukraine 13 – Unser westliches System und die MH 17-Berichterstattung (27.07.2014, zuletzt aktualisiert am 14.09.2014)
- Ukraine 12 – Geld und Faschismus in der Ukraine (18.05.2014, zuletzt aktualisiert am 18.09.2014)
- Ukraine 11 – Unsere Medien: Nicht-Berichten und Sprachverdrehung und der Krieg »Reich gegen Arm« (16.05.2014, zuletzt aktualisiert am 01.10.2014)
- Ukraine 10 - Joe Bidens Sohn fällt die Treppe hoch (12.05.2014, zuletzt aktualisiert am 29.10.2014)
- Ukraine 9 – Wider die veröffentlichte Meinung (11.05.2014, zuletzt aktualisiert am 31.07.2014)
- Ukraine 8 – Mariopol und die Berichterstattung  (10.05.2014, zuletzt aktualisiert am 26.07.2014)
- Ukraine 7 – Der Sprachen- bzw. ethnische Konflikt als Teil des Ukraine-Konfliktes (03.05.2014, zuletzt aktualisiert am 27.09.2014)
- Der Ukraine-Konflikt 6 – Wer stoppt die USA? (25.04.2014, zuletzt aktualisiert am 28.10.2014)
- Der Ukraine-Konflikt 5 – Die Nagelprobe des Journalismus (21.04.2014, zuletzt aktualisiert am 29.10.2014)
- Der Ukraine-Konflikt 4 – Um was geht es eigentlich? (28.03.2014, zuletzt aktualisiert am 20.08.2014)
- Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (25.03.2014, zuletzt aktualisiert am 26.07.2014)
- Der Ukraine-Konflikt 2 – Über unterschiedliche Meßlatten und die Verwendung von Sprache am Beispiel der Homosexuellen-Gesetzgebung in Deutschland und des israelisch-palästinensischen Konflikts (21.03.14, zuletzt aktualisiert am 03.09.2014)
- Der Ukraine-Konflikt 1 – Westliche Aufgeregtheit und staatliches Gedächtnis (04.03.2014)

siehe auch:
Deutsche glauben den Medien nicht (Post, 26.12.2014)
Zbigniew Brzezinski, Die einzige Weltmacht (Post, 28.11.2014)
Frieden muss gestiftet werden (Post, 24.11.2014)
Bedrohliche Sprachlosigkeit (Post, 19.11.2014)
- Der ewige Krieg – Obama bricht das Recht (Post, 18.10.2014)
- IPPNWforum: Roter Faden durch den ukrainischen Dschungel (Post, 08.10.2014)
- Vor 55 Jahren – 15.-27. September 1959: Nikita Chruschtschow besucht die Vereinigten Staaten (Post, 25.09.2014)
- Menschen, die mir während der Ukraine-Krise positiv aufgefallen sind (17.09.2014)
- Aachener Rede von Gabriele Krone-Schmalz (14.09.2014)
- Heute vor 44 Jahren – 4. September 1970: Salvador Allende wird zum Präsidenten Chiles gewählt (19.10.2014)
- Deutschland und die Ukraine, zur Geschichte (02.09.2014)
- Endlich: Council on Foreign Relations sieht Hauptschuld an Ukraine-Krise beim Westen (26.08.2014, zuletzt aktualisiert am 17.09.2014)
- Heute vor 100 Jahren – 15. August 1914: Das erste Schiff durchfährt den Panamakanal (15.08.2014) 
- Dianne Feinstein, CIA, NSA (09.08.2014) 
Roter Faden durch den ukrainischen Dschungel (Kai Ehlers, IPPNWforum Nr. 138, Juni 2014, S. 22)
- Die US-amerikanische Außenpolitik (27.04.2014)
- Jean Ziegler, ein wahrhaftiger Mensch (10.09.2013)




Mittwoch, 29. April 2015

Heute vor 23 Jahren – 29. April 1992: Schwere Rassenunruhen in Los Angeles nach Freispruch von Polizisten

Bei den schwersten Rassenunruhen in den USA seit den 60er Jahren waren im Frühjahr 1992 in der US-Westküstenstadt 53 Menschen getötet und mehr als 2200 verletzt worden. Auslöser war der Freispruch von vier weißen Polizisten am 29. April 1992, die ein Jahr zuvor den Schwarzen King wegen zu schnellen Fahrens gestoppt und brutal zusammengeschlagen hatten. Rund 100.000 wütende Bürger gingen damals in Los Angeles auf die Straße. Die Polizei bekam die Krawalle nicht in den Griff, erst am vierten Tag kehrte durch das Eingreifen der Armee Ruhe ein.
mehr:
- Leichnam von Rodney King wurde obduziert (Standart, 19.06.2012)

RODNEY KING BEATING VIDEO Full length footage SCREENER [8:08]

Veröffentlicht am 12.03.2015
©GEORGE HOLLIDAY 1991
To license footage please contact Roby Massarotto
info@multishowtv.com.ar
ARG +54(911)4471-0825
USA +1(818)723-9826
www.multishowtv.com.ar

L.A. Riots - 1992 [1:11:13]
Hochgeladen am 13.11.2011
If you wish to understand the present, study the past ...

- THE POLICE VERDICT; Los Angeles Policemen Acquitted in Taped Beating (Seth Mydans, New York Times, 30.04.1992)
- Zum Tod von Rodney King: Der Held, der keiner war (Marc Pitzke, SPIEGEL Online, 17.06.2012)
Er wurde unfreiwillig zum Symbol: Rodney Kings Misshandlung durch kalifornische Cops löste 1992 die größten Rassenunruhen in der Geschichte von Los Angeles aus. Mit seiner Prominenz wurde er nie fertig. Jetzt starb er mit nur 47 Jahren.

- Two riots, 23 years apart: From Rodney King to Freddie Gray (Jonathan Capeheart, Washington Post, 29.04.2015)
- How Western media would cover Baltimore if it happened elsewhere (Karen Atthiah, Washington Post, 30.04.2015)
- Today Is The 23rd Anniversary of the Rodney King Riots. Obama Is Right, Not Much Has Changed (Inaeh Oh, Mother Jones, 29.04.2015)
- Gewaltsame Unruhen in Baltimore – Obama fordert USA zu "Gewissenskampf" auf (28.04.2015)
Wieder ein toter Schwarzer, Krawalle - und Barack Obama, der sich dazu äußern muss. Der US-Präsident bleibt vorsichtig, was die Behandlung von Afroamerikanern durch die Polizei betrifft. In Richtung der Randalierer in Baltimore formuliert er dagegen deutliche Worte - und für das Land eine Aufgabe.
- Die Mutter des Jahres in den Flammen von Baltimore (Die Welt, 28.04.2015)

Mom Catches Son Rioting in Baltimore And Slaps Him On Live TV (VIDEO) [3:10]

Veröffentlicht am 28.04.2015
Mom Catches Son Rioting in Baltimore And Slaps Him On Live TV
Mom catches son rioting in Baltimore and lays smack down
This Mom is my hero. She just happens to catch her son, all decked out in black, his face covered with a mask, clearly participating ...
Mom filmed scolding, physically removing son from Baltimore protest
van Buzz Videos

- Unruhen in Baltimore: Stadt unter Schock (SPIEGEL Online, )

[HD] Original Walter Scott Shooting Video Moment Police Officer Michael Slager Shoots Black Man [1:02]

Veröffentlicht am 08.04.2015
North Charleston, SC, officer saying Walter Scott took his Taser after shooting, but bystander footage seems to show the officer fired his Taser at Scott
SC Cop Faces Murder Charge After Video Shows Him Fatally Shoot Man in Back As He Runs Away
North Charleston officer to face murder charge after video shows him shooting man in back
(The Post And Courier) A video that shows a North Charleston police officer shooting at 50-year-old Walter Scott’s back at least eight times as he ran away resulted in the lawman’s arrest Tuesday, officials said.

The development came as the State Law Enforcement Division looked into whether Patrolman 1st Class Michael Slager, 33, acted lawfully when he shot Scott to death.

Police Chief Eddie Driggers said Tuesday that Slager had been arrested.
Mayor Keith Summey added during a news conference that as a result of the video and Slager’s “bad decision,” the officer would be charged with murder.

Summey said Slager’s actions were not representative of the entire police force.

- Baltimore – Neue Ungereimtheiten im Polizeibericht (ZEIT online, 01.05.2015)
- Wut der Schwarzen: Die Botschaft von Baltimore (Walter Stark, SPIEGEL Online, 30.04.2015)
- Unruhen in Baltimore – Weckruf der Ungehörten (Andreas Ross, FAZ, 29.04.2015)
- USA – Baltimore-Unruhen: "Es wird noch schlimmer werden" (Gero Schließ, Deutsche Welle, 30.04.2015; auf dieser Seite sind weitere Links zum Thema)
Proteste in Baltimore: Hunderte trotzten der Ausgangssperre (Standard, 29.04.2015, mit Video)
- US-Behörden müssen tödliche Polizeieinsätze nicht melden (Markus Hametner, Standard, 29.04.2015)
- Unruhen in Missouri – Ferguson ist bald überall (Handelsblatt, 19.08.2014)

- Girl, 17, with mental illness shot dead by cops in a police station after she ‘made threatening movements’ (Mail Online, 27.01.2015)
Texas Rangers investigating Longview Pollce shooting of teen girl(Bob Price, Mail Online, 27.01.2015)
- Texas – Polizisten erschießen 17-Jährige auf Wache (Stern, 30.01.2015)

Kristina Coignard shooting at Longview Police Department. Full Video. [1:57]

Veröffentlicht am 30.01.2015
R.I.P. Kristiana Coignard.
Chief of Police Don Single released this official security cam footage of the actual shooting. Although no sign of a weapon is visible, the actions of any are difficult to make out however some are obvious & it can be easily seen why this shooting has sparked an outrage with us & around the world.
#AnonUnited #FAM

GENIAL!!! Volker Pispers USA Im Endstadium [12:41]

Veröffentlicht am 07.03.2015
nicht lustig, jedoch genial beschrieben und auf den punkt gebracht.
Quelle: 3sat Volker Pispers "Bis Neulich"

Phoenix Runde: "VW und Deutsche Bank - Dax-Unternehmen im Umbruch"

Strategiewende bei der Deutschen Bank. Nach sieben Jahren will sich Deutschlands größtes Geldinstitut von der Postbank trennen. Auch das Filialnetz soll ausgedünnt werden. Insgesamt will die Deutsche Bank die Geschäfte mit Privatkunden runterfahren. Ideengeber für diese neue Strategie ist neben anderen auch Deutsche Bank Chef Fitschen. Er muss sich seit Dienstag mit anderen ehemaligen Deutsche Bank Managern wegen versuchten Betrugs im Kirch-Prozess vor Gericht verantworten.
mehr:
- "VW und Deutsche Bank - Dax-Unternehmen im Umbruch" (Phoenix)

Ich empfehle die Lektüre des Wikipedia-Artikels über Thomas Sattelberger!

Das Beste, was man heute noch hören kann: 1. Mai, 3sat: Pop around the clock

Es gibt wieder Konzerte vom Feinsten. Einen Tag lang Musik in 3sat. Freuen Sie sich auf 26 Konzerte aus der internationalen populären Musikszene.
mehr:
- Pop around the clock 1. Mai 2015 (3sat) => Livestream
Muse: Live at Rome
Peter Gabriel: Back to Front
Sting: When the Last Ship Sails

5.25 Uhr bis 8.45 Uhr 
Muse: Live at Rome
Peter Gabriel: Back to Front
Sting: When the Last Ship Sails
8.45 Uhr bis 11.15 Uhr 
Zucchero: La Sesión Cubana

Zucchero - La Sesion Cubana - 13 Ave Maria [4:19]

Veröffentlicht am 20.01.2013
Rai 2 10/01/13
Dire Straits: On the Night
Genesis: Three Sides Live

Genesis Three Sides Live 1982 | In the Cage Medley - The Colony of Slipperman | HD Rework [11:29]

Veröffentlicht am 18.10.2012
Genesis Three Sides Live 1982 Int the Cage Medley with The Colony of Slipperman Rework HD .
Enjoy
11.15 Uhr bis 14.00 Uhr 
Phil Collins: No Ticket Required
Queen: Live at the Rainbow
The Rolling Stones: From the Vault - Live in 1981
14.00 Uhr bis 16.45 Uhr Deep Purple: Perfect Strangers
ZZ Top: Live at Montreux
Bryan Adams: Live in Toronto
16.45 Uhr bis 19.15 Uhr Hall & Oates: Live in Dublin
Roxette: Travelling the World - Roxette Live
Shakira: Live from Paris
19.15 Uhr bis 22.00 Uhr Kylie Minogue: Aphrodite - Les Folies
Céline Dion: Une Seule Fois
P!nk: The Truth About Love


P!nk - Try (The Truth About Love - Live From Los Angeles) [4:30]

Veröffentlicht am 18.09.2012
Music video by P!nk performing Try (The Truth About Love - Live From Los Angeles). (C) 2012 RCA Records, a division of Sony Music Entertainment

22.00 Uhr bis 2.05 Uhr Depeche Mode: Live in Berlin
Coldplay: Ghost Stories


Coldplay Live the last Ghost Stories concert [1:07:19]

Veröffentlicht am 03.01.2015

Madonna: The MDNA Tour
2.05 Uhr bis 4.50 Uhr Jessie J: Alive at the O2
Emeli Sandé
Max Herre: MTV Unplugged - Kahedi Radio Show
4.50 Uhr bis 6.35 Uhr Ed Sheeran: Live in Dublin
Moby: Almost Home - Live at the Fonda

Dienstag, 28. April 2015

US-Fallschirmjäger in die Ukraine

Immer wenn die EU zusammen mit der Ukraine (in Person von Poroschenko) und mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin versuchte “Lösungen” im Ukraine-Konflikt zu finden, dauerte es nicht lange und die USA torperdierten diese Versuche.

So auch jetzt beim Minsker Abkommen II. Denn nicht anders als wie ein Torpedieren kann die Bereitstellung und der Einsatz von US-Fallschirmjägern in der Ukraine bezeichnet werden. Diese sollen dann die Ausbildung ukrainischer Kräfte vornehmen. Doch warum will ich jemanden ausbilden? Vielleicht auch deswegen, weil ich schwere Waffen liefern will, die natürlich dann auch bedient werden müssen?


Damit unterminieren die USA einmal mehr die Versuche der Europäer einen größeren Krieg in der Ukraine (letztendlich gegen Russland) zu verhindern und wir dürften in eine neue Phase des Ukraine-Konflikts treten. Auch weil der deutsche Außenminister Steinmeier Russland davor warnte die selbst ernannten Republiken Donezk und Lugansk anzuerkennen. Wohlwissend was eine solche Anerkennung implizieren würde, wenn man sich an den Kosovo zurück erinnert.
mehr:
- Die Dynamik nimmt zu – USA und Russland verschärfen den Ukraine-Konflikt (NeoPresse, 27.04.2015)



EU streckt eine Milliarde Euro gegen Jugendarbeitslosigkeit vor

Die Europäische Union will mehr Geld ausgeben, damit die rund sieben Millionen jungen Arbeitslosen auf dem Kontinent eine Stelle bekommen. Die Hilfe dazu soll von 67 Millionen auf eine Milliarde Euro erhöht werden und ungewöhnlicherweise auch von der EU vorgestreckt werden. Damit sollen die besonders betroffenen Länder entlastet werden, man geht davon aus, dass sie es sich nicht leisten könnten, die Maßnahmen erst zu bezahlen und sich dann das Geld aus Brüssel zurückzuholen. Das EU-Parlament muss noch zustimmen.
mehr:
- Warum Fahrstuhlfahren unangenehm ist (Krautreporter, 22.04.2015)

Nobelpreisträger Krugman warnt: Vorsicht vor dem Kleingedruckten in TTIP

Der Wirtschafts-Nobelpreisträger Paul Krugman liest den TTIP-Fans die Leviten: TTIP ist “suspicious nonsense” – höchst suspekter Unsinn. Weil es keine vernünftigen Gründe für das Abkommen gibt, drängen sich unlautere Motive als Erklärung auf. Warum der Nobelpreisträger glaubt, dass sich böse Dinge im Kleingedruckten verstecken, verrät ein Blick in seine Kolumne.

In seiner Kolumne für die New York Times schreibt Paul Krugman, er sei eigentlich ein Freund des Freihandels. Mehr noch, er hält viele Befürchtungen von Kritikern für übertrieben. Aber er sagt auch: “Meine Nackenhaare stellen sich auf und mein Misstrauen wächst, wenn ich den Befürwortern zuhöre.”

Lobbyisten verbreiten absurde Behauptungen

Krugman verweist auf die Empfehlungen des Chefs des US-Unternehmensverbands Chamber of Commerce, Tom Donohue, für mehr Wachstum. Ganz oben auf der Liste der von dem Lobbyisten empfohlenen Maßnahmen, steht als allerhöchste Priorität der Abschluss der Abkommen TTIP und TPP (der transpazifischen Schwester). Auch der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) schreibt “Von einem solchen Abkommen sind signifikante Wohlstandsgewinne zu erwarten.” Diese Behauptung, so Krugman, ist absurd und beunruhigend. “Denken Sie darüber nach: Das Hauptproblem der Weltwirtschaft zur Zeit ist mangelnde Nachfrage und drohende Deflation. Hilft Handelsliberalisierung auf dieser Front weiter? Nicht im geringsten!” Klar werde durch die Liberalisierung des Handels der Handel erleichtert, und damit würden die globalen Exporte steigen. “Aber die weltweiten Importe steigen haargenau im selben Umfang, und entsprechend sinkt auch die Nachfrage.” Oder anders gesagt: Durch mehr Handel ändert sich die Struktur der weltweiten Ausgaben, jeder Staat kauft mehr Produkte aus dem Ausland und weniger aus dem eigenen Land. Aber die Handelsabkommen erhöhen die weltweiten Ausgaben insgesamt nicht. Sie sind ungeeignet als kurzfristig wirksames Konjunkturprogramm.

mehr:
- Nobelpreisträger warnt: Vorsicht vor dem Kleingedruckten in TTIP (blog compact)

Ich frage mich: Für wen sind signifikante Wohlstandsgewinne zu erwarten?
Wieviele Waschmaschinen, Teppiche, Fernsehgeräte usw. werden mehr verkauft, wenn die Ladensöffnungszeiten von 18 auf 21 Uhr verlängert werden? Wieviele Emmentaler Käse, Schnitzel, Eier werden dann mehr gegessen? Erhöht sich der Konsum von Kaffee oder Joghurt?
Pro 1000 Socken, die aus China importiert werden, wird hier in Deutschland jemand arbeitslos, und der wird von der gesamten Gesellschaft bezahlt.
Wem nützt es, wenn VHV Hannover 150 Arbeiter »freisetzt« und dafür Zeitarbeitskräfte einstellt? (Massenentlassung VHV)?
Wem nützt Citypost? Das sind doch alles Milchmädchenrechnungen! Donnerstagnachmittag 15 Uhr spare ich 10 Cent. Aber über meine Steuern muß ich einen Arbeitslosen finanzieren.
siehe auch:
- Freihandelsabkommen – Demokratie gegen Manchester-Kapitalismus (Post, 25.04.2015)

Krugman schreibt:
»Zwar gehen Ökonomen davon aus, dass Liberalisierung grundsätzlich mehr Produktivität schafft, aber dieser Effekt ist nur dann bedeutend, wenn man von einem hohen Niveau des Protektionismus ausgeht. Wenn Zölle zum Beispiel von 40 Prozent auf 10 Prozent gesenkt werden, dann ist der Effekt in der Tat beachtlich. Aber die Zölle zwischen der EU und den USA sind bereits niedrig, im Durchschnitt 3 Prozent auf US-Seite und 5 Prozent an der EU-Außengrenze. Sie noch um ein Prozentchen zu senken gibt einen Effekt, der von statistischem Grundrauschen nicht zu unterscheiden ist.«

Montag, 27. April 2015

China, USA und der Pazifik

China und Amerika ringen um die Vorherrschaft im Pazifik. Während die USA mit Bündnissystemen und Militärpräsenz dominieren, nutzt China seine ökonomische und demographische Softpower. 

Die Außenpolitik Politik der USA verfolgt seit Jahrzehnten ein klares Ziel. Die Ozeane beider Seiten müssen unter US-amerikanischer Kontrolle sein. Die USA wollen unter keinen Umständen politisch oder wirtschaftlich von der jeweils anderen Seite des pazifischen und atlantischen Ozeans abgeschottet werden.

Hierzu dienen Militärbasen, Bündnisse und Abkommen. Auf der atlantischen Seite ist es die NATO in Kombinationen mit Freihandelsabkommen (z.B. TTIP). Auf der pazifischen Seite sind es bilaterale militärische Abkommen mit Australien, Neuseeland, Japan, Südkorea, Philippinen und Thailand. Hinzu kommen das wirtschaftspolitische Netz der USA mit den ASEAN-Staaten und die Bildung des geplanten transpazifischen Freihandelsabkommens TPP. In diesem Zusammenhang kommt der Asiatisch-Pazifischen-Wirtschaftsgemeinschaft (APEC: Asia-Pacific Economic Cooperation) eine besondere Rolle zu. Denn sie soll den Boden für eine Freihandelszone rund um den ganzen Pazifik schaffen. Die mittlerweile 21 Mitgliedsstaaten vertreten rund die Hälfte der Weltbevölkerung. Allerdings rivalisieren innerhalb der APEC die USA mit China und Russland.

mehr:
- China, USA und der Pazifik (junge Welt, 24.04.2015)
siehe auch:
- China's silky road to glory  (Pepe Escobar, Asia Times, 14.11.2014)
- The Great Game (Wikipedia)
- Brzeziński ohne Maske über Russland und Ukraine (Post, 26.12.2014)
- Zbigniew Brzezinski, Die einzige Weltmacht (Post, 28.11.2014)

Ukraine und Geostrategie l Dr. Sabine Schiffer l Jochen Scholz l Jürgen Wagner l Sprechsaal [1:07:17]

Veröffentlicht am 11.03.2015
Buchvorstellung
Donnerstag, 19. Februar 2015 - 19:30
Welches sind die geostrategischen Interessen in der Ukraine? - Moderation: Dr. Sabine Schiffer, Mitherausgeberin des Buches "Ukraine im Visier", Oberstleutnant a. D. Jochen Scholz als deutscher Vertreter in NATO-Gremien sowie im Bundesministerium der Verteidigung tätig - Jürgen Wagner, im Vorstand der Tübinger Informationsstelle Militarisierung (IMI) e.V.
http://www.sprechsaal.de/
Mit der Anthologie "Ukraine im Visier - Russlands Nachbar als Ziel geostrategischer Interessen" hat der Selbrund Verlag ein wichtiges Buch für die aktuelle Debatte um die Ukraine und Russland, sowie die Geopolitik in Osteuropa vorgelegt. Die beiden Buchautoren Jochen Scholz und Jürgen Wagner haben dazu substantielle Analysen beigetragen. Nun diskutieren sie die Feinheiten geopolitischer Ziele der beteiligten Akteure.

Vor allem mit Blick auf die in den Medien vernachlässigten Strategiepapiere aus USA, EU und NATO wird der Fragestellung nachgegangen, welche Ziele welche Partei genau verfolgt und worauf der Konflikt demnach hinauslaufen kann. Scholz und Wagner kommen in ihren Analysen nicht immer zu den gleichen Ergebnissen, was die Relevanz der Fragestellungen unterstreicht. In Ergänzung zum einseitigen und wenig tiefgründigen Mediendiskurs zu diesem Thema werden wir im Rahmen der Veranstaltung Gelegenheit haben, Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen und sich darüber auszutauschen.

Geopolitische Hintergründe mit Oberstleutnant a.D. Jochen Scholz [57:08]

Veröffentlicht am 15.01.2015
Quelle: http://antikrieg.tv

Mit offenen Karten: Neue Seidenstraße! Der Alptraum der USA!? [11:48]

Veröffentlicht am 18.02.2015
Mit offenen Karten: Sendung anlässlich der Aufnahme der Seidenstraße in das Weltkulturerbe. Thematisiert werden die Geschichte der Seidenstraße, das Konzept der "Neuen Seidenstraße" und die dahinter stehenden Interessen Chinas. Wird die USA da nur zuschauen?
Erstausstrahlung: 10.01.2015.

Ex-Oberbefehlshaber der NATO: Heutige US-Kriege plante Pentagon seit 1991 [23:09]

Veröffentlicht am 06.04.2015
Der ehemalige Oberbefehlshaber der NATO (1997-2000) und NATO-Oberbefehlshaber im Kosovo-Krieg, der Vier-Sterne-General der U.S. Army a.D. Wesley Clark über die seit 1991 geplannten Kriege der USA im Nahen Osten. Ein Ausschnitt des Vortrages beim Think Tank "Commonwealth Club of California" in 2007.

Quelle und Dank an: Deutschland+Russland

https://youtu.be/JXV-2Iw9dNg

Deutsche Bearbeitung:

Sprecher: Stoffteddy (Radio Moppi)

Video: Jan

http://www.yoice.net/
Alter Info-Text:
Veröffentlicht am 04.04.2015
Der ehemalige Oberbefehlshaber der NATO (1997-2000) und NATO-Oberbefehlshaber im Kosovo-Krieg, der Vier-Sterne-General der U.S. Army a.D. Wesley Clark über die seit 1991 geplannten Kriege der USA im Nahen Osten. Ein Ausschnitt des Vortrages beim Think Tank "Commonwealth Club of California" in 2007.
Quellen:
Die Rede von Wesley Clark beim U.S Think Tank "Commonwealth Club of California" (Ausschnitt): https://www.youtube.com/watch?v=TY2DK...
Diese Rede in voller Länge auf FORA.TV: http://library.fora.tv/2007/10/03/Wes...
Der Chef der privaten US-Denkfabrik STRATFOR George Friedman über Geopolitik und Außenpolitik der USA am 3 Feb. 2015 (Englisch): https://www.youtube.com/watch?v=QeLu_...
Mit deutschen Untertiteln (Ausschnitte): https://www.youtube.com/watch?v=7zIhf...
VOX-Interview mit Barack Obama, 9 Februar 2015 (Englisch): https://www.youtube.com/watch?v=td7Dc...
mit deutschen Untertiteln (Ausschnitt): https://www.youtube.com/watch?v=o9iIn...
 

Mayotte/Komoren: Frankreichs vergessene Kinder

Das ist eine Familie. Die neue Familie von Matchéssou. Er ist 12 und der Kleinste in der Gruppe. Gemeinsam zieht er mit den Älteren durch die Straßen der Hauptstadt von Mayotte. Die Gruppe gibt ihm und den anderen Kraft.
mehr:
- Mayotte/Komoren: Frankreichs vergessene Kinder (Weltspiegel, 26.04.2015)
siehe auch:
- Flüchtlingskatastrophen im Mittelmeer verhindern (Post, 20.04.2015)

Der Völkermord an den Armeniern

Vor 100 Jahren begann die systematische Vernichtung des armenischen Volkes im Osmanischen Reich. Bis heute ist das Thema für viele Türken ein »rotes Tuch«. Als der Papst jüngst die damaligen Gräuel beim richtigen Namen nannte, schlug ihm aus der Türkei Feindseligkeit entgegen. Auch die Bundesregierung scheut sich, von einem Völkermord zu sprechen und selbst Außenminister Frank-Walter Steinmeier zieht aus diplomatischen Erwägungen das Wort Massaker vor. Zudem stellt sich die Frage nach einer Mitschuld Deutschlands, das damals mit den Osmanen verbündet war.
mehr:
- Der Völkermord an den Armeniern (junge Welt, 20.04.2015)
siehe auch:
- Aghet – Genozid – Hitler und Stalin lassen grüßen (Post, 19.04.2015)
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9/11 „Mein ganzes Weltbild wurde auf den Kopf gestellt“

Der US-Architekt RICHARD GAGE gründete 2006 die Organisation „Architects and Engineers for 9/11-Truth", die den Standpunkt vertritt, dass die Twin Tower des World Trade Center in New York am 11. September 2001 durch eine Sprengung zu Fall gebracht wurden. Im Rahmen seiner Europa-Tour hielt Richard Gage am Dienstag einen Vortrag in der Urania in Berlin, was die Bild-Zeitung zu der Frage veranlasste, warum die „ehrwürdige“ Urania einen „Verschwörungs-Spinner“ auftreten lässt. Sebastian Range traf sich in Berlin mit dem Kritiker der offiziellen 9/11-Version zu einem Gespräch.

Herr Gage, was hat Sie veranlasst, die Organisation Architects and Engineers for 9/11-Truth ins Leben zu rufen?

Ich war schockiert, als ich vor gut acht Jahren erfahren musste, dass am 11. September 2001 neben den Zwillingstürmen ein dritter Wolkenkratzer – das 47-stöckige World Trade Center 7 – eingestürzt war. Das Gebäude fiel in nicht einmal sieben Sekunden komplett und symmetrisch in sich zusammen, unter Bedingungen, die einem freien Fall entsprechen. Obwohl es sich um ein äußerst ungewöhnliches Ereignis handelte, hatte ich davon, wie die meisten anderen Architekten auch, nie etwas gehört. Offiziell heißt es, das Gebäude sei aufgrund gewöhnlicher Brände eingestürzt. Als ich Videoaufnahmen vom Einsturz sah, wusste ich, dass das nicht stimmen konnte, denn der Einsturz vollzog sich genauso, wie man es bei einer kontrollierten Sprengung erwarten würde. (1) Das öffnete mir die Augen, und ich beschäftigte mich daraufhin auch mit dem Einsturz der Twin Tower und den Beweisen, die dafür sprechen, dass auch die Zwillingstürme durch eine Sprengung zu Fall gebracht wurden. (2) Als Architekt sah ich es als meine Aufgabe an, meinen Berufszweig auf die Fakten aufmerksam zu machen, die gegen die offizielle Version sprechen.

mehr:
- „Mein ganzes Weltbild wurde auf den Kopf gestellt“ (Hintergrund, 27.04.2015)

Wissenschaftler bestätigen: 9/11 war ein Inside Job - Blaupause für die Wahrheit (Dokumentation) [1:59:07]

Hochgeladen am 11.01.2012
Architekten und Ingenieure beweisen, das 9/11 ein von der Regierung inszenierter Terror Anschlag war, um einen Grund zu haben, in den Irak und andere islamische Länder zu maschieren und ihre Öl Ressourcen auszubeuten, die Länder zurück in die Steinzeit zu bombadieren und Millionen von unschuldigen Zivilisten zu ermorden.

Die Wahrheit kommt ans Licht. Es liegt an uns, ob wir diese Wahrheit akzeptieren oder nicht.

Die unendliche Geschichte von 9/11 [6:04]

Veröffentlicht am 14.04.2015
Richard Gage, Architekt, Gründer des Verbandes „Architekten und Ingenieure für die Wahrheit am 11. September“ zum Thema: „Nach 14 Jahren ist 9/11 teilweise immer noch ungeklärt“

aktualisiert am 17.08.2015

„Der Bundesnachrichtendienst ist eine kriminelle Vereinigung“ – und Deutschland ist nicht souverän

Zwei neue Enthüllungen zeigen die enge Verflechtung zwischen US-Geheimdiensten und deutschen Behörden. Demokratische und rechtliche Standards spielen in der „transatlantischen Partnerschaft“ keine Rolle -

Der deutsche Auslandsgeheimdienst BND hat, so berichtet das Nachrichtenmagazin Spiegel, offenbar über mehrere Jahre im Auftrag der US-amerikanischen NSA rechtswidrig Ziele in Deutschland und Europa ausspioniert. Diese Praxis habe so funktioniert: Der US-Geheimdienst lieferte für die Aufklärung „Selektoren“, die in die Systeme des Bundesnachrichtendienstes eingespeist wurden und Ziele, über die Daten gesammelt werden sollten, markierten. „Mindestens seit 2008“, so der Spiegel, sei dabei dem Bundesnachrichtendienst aufgefallen, dass einige dieser Selektoren nicht durch die rechtlichen Grundlagen, die die Zusammenarbeit mit „befreundeten“ Diensten regeln, abgedeckt seien. In den Fokus geraten seien Ziele, die bei noch so weiter Auslegung nichts mit der Terrorismusbekämpfung, die als Deckmantel dieser Kooperation fungiert, zu tun haben: Europäische Rüstungskonzerne wie EADS und Eurocopter, französische Behörden, Politiker. (1) Insgesamt soll es um 40 000 Fälle gehen, bei denen Daten ohne jeden Bezug zur Terrorbekämpfung auf Ansuchen der NSA abgefragt wurden.

mehr:
- „Der Bundesnachrichtendienst ist eine kriminelle Vereinigung“ (Hans Berger, Hintergrund, 24.04.2015) 
siehe auch:
- NSA-Schüffelei: Die Bundesanwaltschaft tritt auf den Plan (Post, 26.04.2015)
- Willy Wimmer über Deutschland als Kolonialgebiet (Post, 26.04.2015)
- Gegen den Staat: Ist Deutschland souverän? (der Freitag, Nutzerbeitrag von snow_in_june, 19.10.2014)
ältere Artikel:
Deutschland ist nicht souverän (Thomas Wolf, Interview mit Peter Scholl-Latour, Focus, 17.07.2014)
Zitat Scholl-Latour zur von Obama versprochenen Schließung von Guantanamo:
»Das schockiert mich auch am meisten, zumal Obama ja schon zu Beginn seiner ersten Amtszeit versprochen hatte, Guantanamo aufzulösen. Jetzt, nach seiner Wiederwahl, wo er auf niemanden mehr Rücksicht zu nehmen hat, müsste er einfach „auf die Pauke hauen“. Er hätte sicher innenpolitisch einen großen Teil des Kongresses gegen sich, aber das müsste er einfach durchsetzen – das ist er der übrigen Welt, aber auch dem Ansehen der USA schuldig.«
Zitat Scholl-Latour zu Syrien:
»Die Unterstützung der syrischen Aufständischen ist keine Sache der Menschenrechte, sondern eine strategische Frage. Man will verhindern, dass eine vom Iran beherrschte Staatenbrücke zwischen der afghanischen Westgrenze und dem Mittelmeer entsteht. Da wollten die USA Syrien herausbrechen – aber sie haben damit ein unglaubliches Unheil angerichtet und verhelfen möglicherweise den islamischen Extremisten zur Macht.« [… ]Es entsteht jetzt genau der Flächenbrand, vor dem schon immer gewarnt wurde. Aber bei alledem darf man nicht aus dem Auge verlieren, dass der wirkliche Rivale der USA, die Macht, die ihnen den Rang streitig machen kann, die Volksrepublik China ist. Auch deshalb verlegt Präsident Obama den Schwerpunkt seiner Außenpolitik in die pazifische Region. Und China hat sein volles Gewicht noch gar nicht in die Waagschale geworfen. […] Auf Grund der völlig unnötigen Konfrontation, die die USA und die Europäische Union gegenüber Putin betreiben, wird Russland förmlich in die Arme Chinas getrieben. Und das, obwohl China mit seiner gewaltigen Masse an Menschen und seiner technischen Überlegenheit auch für Russland eine große Gefahr ist. […] Wir sollten keinesfalls gegen Amerika arbeiten, wir sind weiterhin auf die USA angewiesen. Dass es uns noch gibt, verdanken wir Amerika. Vergessen wir nicht, dass der Kalte Krieg gelegentlich an die Grenze des realen Kriegs geriet. Wir Deutsche haben allen Grund, dankbar für die Unterstützung der Amerikaner zu sein, bis hin zur Wiedervereinigung – da gibt es schließlich so etwas wie ein Gefühl des Anstandes. Aber wir sollten nicht zu irgendwelchen Konfrontationen gegenüber Russland auffordern, ob das nun wegen Pussy Riot ist oder wegen der Oligarchen. Russlands Oppositionelle haben sofort großen Applaus im Westen: Dabei geht uns das schlicht nichts an.
(Hervorhebung von mir) 
Souveränität? Germany made in USA (Andre Eric Keller, Contra Magazin, 14.05.2014)
US-Geheimdiensttätigkeiten Wie souverän ist Deutschland? (Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung, 18.11.2013)
- Besatzungsrecht gilt seit 68 Jahren – wann werden wir souverän? – Sonderrechte und ein ausgehebelter „Friedensvertrag“ – Die BRD ist nicht souverän (Erdenherz, 04.10.2013?)

Maybritt Illner: 4. Juli 2013 - Deutschland ist kein souveränes Land [5:21]

Veröffentlicht am 05.07.2013
Unglaublich, nach Fefe seien Äusserungen zur Thematik in der FAZ nun auch bei Maybritt Illner eine öffentliche Diskussion zur Souveränitätsfrage unserer Reststaat-GmbH.
p.s.: der Schäuble zwischendurch gehört nicht zur Sendung.

Fehlende Souveränität der BRD - Frontal 21 (ZDF) [8:32]

Veröffentlicht am 22.11.2012
Bei genauerer Betrachtung der Sachlage wird einem schnell klar, dass an der Souveränität der BRD echte Zweifel bestehen, auch die Frontal 21 Redakteure
haben dies zum Schluss festgestellt.
Bei Fragen an die Behörden, oder gar direkter Widerstand, wird einfach nicht
mehr geantwortet oder mit den Zwangsmaßnahmen weiter gemacht.
Wir werden schlichtweg für dumm verkauft !
Carlo Schmid, renommierter Staatsrechtler der SPD hatte 1948 in einer Rede,
Grundsatzrede über das Grundgesetz im parlamentarischen Rat, schon festgestellt:
"Wir haben keinen Staat zu errichten"
Zu sehen hier: http://www.youtube.com/watch?v=DGWRj4...
Wenn man sich in die Thematik einließt und Quellen überprüft, wird einem schnell klar, dass wir seit Jahren belogen und als Zins-Sklaven ausgenutzt werden.
Nicht wir sind das Souverän, nein, wir haben nichts zu sagen, wir müssen zahlen
und die Klappe halten.
Wir finanzieren unsere Peiniger, unsere Überwachung -- wir finanzieren unseren
eigenen Untergang.
Die Lakaien der Hochfinanz (unsere Politiker -- auch Volksverräter genannt) haben
kein Interesse an einem starken freien Deutschland, ja sie haben gar Angst davor.
Ein freies Volk, mit freien Gedanken ist der Untergang für jede Diktatur.
"Die Großen hören auf zu herrschen, wenn die Kleinen aufhören zu kriechen"
Johann Christoph Friedrich von Schiller (1759 -- 1805)

Egon Bahr: "Alle Kanzler mußten die geheimen Zusatzprotokolle der Alliierten unterschreiben." [14:40]

Veröffentlicht am 30.11.2014
Egon Bahr plädiert für eine weniger aggressive Politik gegenüber Russland und versucht die geostrategischen Interessen der beteiligten Mächte näher zu beleuchten.

Egon Bahr zur Souveränität der BRD, Totalüberwachung und Steuerung hinter der Fassade [13:58]

Veröffentlicht am 22.11.2013
Bemerkenswertes Interview das so manchem endgültig die Augen öffnen sollte. 
Egon Bahr machte 1940 zunächst eine Ausbildung zum Industriekaufmann bei der Rheinmetall Borsig AG in Berlin. Von 1942 bis 1944 nahm er als Soldat am Zweiten Weltkrieg teil, zuletzt als Fahnenjunker-Unteroffizier an der Luftkriegsschule VI in Kitzingen, wurde dann allerdings wegen „Einschleichens in die Wehrmacht" als „nichtarischer" Rüstungsarbeiter zu Rheinmetall-Borsig rückversetzt, denn er hatte (vergebens) seine jüdische Großmutter verheimlicht.[1] Nach dem Krieg arbeitete er als Journalist bei der Berliner Zeitung, anschließend bei der Allgemeinen Zeitung (Berlin) und dem Tagesspiegel (Berlin).[2] Von 1950 bis 1960 war er Chefkommentator und Leiter des Bonner Büros des RIAS. 1959 wurde er als Presseattaché an die Deutsche Botschaft in Ghana abgeordnet.
Egon Bahr war von 1972 bis 1990 Mitglied des Deutschen Bundestages. Er zog 1976 und 1980 als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Flensburg -- Schleswig und sonst stets über die Landesliste Schleswig-Holstein in den Bundestag ein. Nach dem Rücktritt von Willy Brandt schied auch Bahr am 7. Mai 1974 zunächst aus der Bundesregierung aus. Am 7. Juli 1974 wurde er jedoch von Bundeskanzler Helmut Schmidt als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit erneut in die Bundesregierung berufen. Nach der Bundestagswahl 1976 schied er am 14. Dezember 1976 endgültig aus der Bundesregierung aus. Von 1976 bis 1981 war er Bundesgeschäftsführer der SPD. Vor allem auf sein Betreiben hin wurde der damalige Bundesvorsitzende der Jusos, Klaus Uwe Benneter, aus der SPD ausgeschlossen. Benneter hatte zuvor geäußert, die DKP sei ein potenzieller Bündnispartner der SPD, da es sich bei ihr nur um einen „politischen Gegner" und nicht etwa, wie bei der CDU, um einen „Klassengegner" handele. Außerdem hatte Benneter auch den Status der Jungsozialisten als SPD-Nachwuchsorganisation in Frage gestellt. Ab 1980 war er im Bundestag Vorsitzender des Unterausschusses für Abrüstung und Rüstungskontrolle. -wikipedia
Quelle und komplettes Interview ist noch bei www.monitor.de zu sehen

siehe auch:
- Drei Briefe und ein Staatsgeheimnis (Egon Bahr, ZEIT Online, 08.09.2009)
Herbst 1969: Bundeskanzler Willy Brandt wird ein Schreiben vorgelegt. Erst weigert er sich, es zu unterzeichnen – dann tut er es doch

Es war an einem der ersten Abende im Palais Schaumburg, nachdem Willy Brandt dort eingezogen war. Er erfuhr und genoss die gewaltigen Unterschiede zwischen einem Ressortchef, auch wenn er als Außenminister und Vizekanzler besonders herausgehoben war, und dem Bundeskanzler an der Spitze eines gut eingespielten Regierungsapparates. Das Amt machte richtig Spaß.

Ich brachte Brandt meinen Entwurf für einen Brief an seinen sowjetischen Kollegen Kossygin, dem er einen informellen Meinungsaustausch anbieten wollte. Brandt war wichtiger, zu berichten, was ihm »heute passiert« war. Ein hoher Beamter hatte ihm drei Briefe zur Unterschrift vorgelegt. Jeweils an die Botschafter der drei Mächte – der Vereinigten Staaten, Frankreichs und Großbritanniens – in ihrer Eigenschaft als Hohe Kommissare gerichtet. Damit sollte er zustimmend bestätigen, was die Militärgouverneure in ihrem Genehmigungsschreiben zum Grundgesetz vom 12. Mai 1949 an verbindlichen Vorbehalten gemacht hatten. Als Inhaber der unkündbaren Siegerrechte für Deutschland als Ganzes und Berlin hatten sie diejenigen Artikel des Grundgesetzes suspendiert, also außer Kraft gesetzt, die sie als Einschränkung ihrer Verfügungshoheit verstanden. Das galt sogar für den Artikel 146, der nach der deutschen Einheit eine Verfassung anstelle des Grundgesetzes vorsah. Artikel 23 zählte die Länder auf, in denen das Grundgesetz »zunächst« gelten sollte, bis es in anderen Teilen Deutschlands »nach deren Beitritt« in Kraft zu setzen sei. Diese Vorwegnahme der Realität im Jahre 1990 konnten die Drei 1949 weder genehmigen noch ahnen. Gravierend für diese ganze Zeitspanne war, dass sie Groß-Berlin aus dem Artikel 23 amputierten, was dem ehemaligen Regierenden Bürgermeister natürlich vertraut war.

Brandt war empört, dass man von ihm verlangte, »einen solchen Unterwerfungsbrief« zu unterschreiben. Schließlich sei er zum Bundeskanzler gewählt und seinem Amtseid verpflichtet. Die Botschafter könnten ihn wohl kaum absetzen! Da musste er sich belehren lassen, dass Konrad Adenauer diese Briefe unterschrieben hatte und danach Ludwig Erhard und danach Kurt Georg Kiesinger . Dass aus den Militärgouverneuren inzwischen Hohe Kommissare geworden waren und nach dem sogenannten Deutschlandvertrag nebst Beitritt zur Nato 1955 die deutsche Souveränität verkündet worden war, änderte daran nichts. Er schloss: »Also habe ich auch unterschrieben« – und hat nie wieder davon gesprochen.

siehe auch:
- Die “Kanzlerakte”: eine offensichtliche Aktenfälschung (Aktenkunde, 14.04.2014, der in dem Artikel erwähnte Wikipedia-Artikel wurde entfernt)
- BND-Affäre – Die Unverantwortlichen (Infografik über den zeitlichen Ablauf der aufgetretenen Amnesien, ZEIT Online, 28.04.2015)