Dienstag, 2. Juli 2019

Die Wahrheit der ARD-Korrespondentin Golineh Atai

Buchbesprechung Golineh Atai, ehemals Russland-Reporterin der ARD, gibt vor, die »Wahrheit« und ihre Feinde zu kennen – und gleitet ihrerseits in den Modus pro-westlicher Propaganda ab.
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Ein Buchtitel mit »Wahrheit« als zentralem Begriff ist zumindest erklärungsbedürftig. Doppelt dann, wenn in der Unterzeile Russland aufgeführt wird und die Autorin bekanntes Gesicht einer öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt ist, deren Berichterstattung von großen Teilen der Zuschauerschaft seinerzeitig als (zu) einseitig und interessegeleitet empfunden wurde. Das bekannte Gesicht ist Golineh Atai, von 2013 bis 2018 Russland-Korrespondentin der ARD. Der Buchtitel lautet »Die Wahrheit ist der Feind. Warum Russland anders ist«. Herausgebender Verlag ist Rowohlt – möglicherweise Veranlasser der betont neutral gewählten und den Haupttitel relativierenden Unterzeile. Letzteres mag verkaufsstrategischen Motiven geschuldet sein beziehungsweise der frommen Absicht, die breitere interessierte Leserschaft nicht gänzlich zu verprellen. Die Doppeldeutigkeit des Begriffs »Wahrheit« schafft er allerdings nicht aus der Welt. Welche »Wahrheit« ist gemeint? Einerseits ist die Stoßrichtung von Atais Buch unmißverständlich – Putins Russland beziehungsweise dessen Umgang mit dem, was die Buchautorin als »Wahrheit« deklariert. Andererseits impliziert der Titel, dass es über validierbare Fakten sowie (subjektive) Standpunkte hinaus so etwas wie eine objektivierbare »Wahrheit« geben könne. Eine Bresche, so die Suggestion, in welche die vormalige ARD-Korrespondentin nunmehr springe.
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Mit Verlaub gesagt ist Jonglage mit dem Substantiv »Wahrheit« ein äußerst ambitionierter Anspruch. Im besten Fall mögen Autor(inn)en ihr nahekommen, ein weitgehend objektivierbares Bild zeichnen. In der Regel wird diese Zeichnung unterschiedliche Points of View wiedergeben – auf dass die Leser sich ein eigenes Bild machen können (im Idealfall auf verbesserter Informationsbasis). Im konkreten Fall ist der Wahrheitsanspruch hochbedenklich. Funktionieren kann er letztlich nur dann, wenn man eine Seite – den Westen und seine Rolle in den beschriebenen Konflikten – unumwunden als »gut« setzt (sozusagen als Pächter der Wahrheit) und die andere als böse, verderblich, hinterhältig, ergo: Propaganda-betreibend. Womit es Zeit wäre, genauer auf den Inhalt einzugehen. Im Wesentlichen handelt Golineh Atais Buch drei – eher narrativ als systematisch miteinander verbundene – Themenkomplexe ab: die zunehmend autoritärer werdenden Verhältnisse in Russland seit Putins dritter Präsidentschaft 2012 (vor allem die verstärkte Medienzensur sowie die zeitlich damit einhergehenden Propagandaanstrengungen), die Ukraine-Krise und schließlich Russlands Engagement im syrischen Bürgerkrieg. Atais zentrale These: In allen drei Bereichen verstoßen Russland und, als oberster Strippenzieher, sein großer Lenker, Wladimir Putin gegen internationale Standards: innenpolitisch gegen die eines demokratischen Staatswesens, außenpolitisch gegen internationale Gepflogenheiten und Völkerrechts-Konventionen.
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Hoppla – möchte man sagen, ist das nicht etwas simpel: die Verfasstheit des größten Flächenstaats der Welt anhand von drei Indikatoren erklären? Nichtsdestotrotz: Sicher kann man derartige Thesen aufstellen. Fakt – somit im Atai’schen Sinn das, was unter »Wahrheit« zu verstehen wäre – ist, dass diese Art Russland-Berichterstattung den Buchtitel-Markt zum Thema Russland eindeutig dominiert. Eine (wenn man so will) Wahrheit, die offensichtlich nicht so recht ins Wahrheits-Konzept der ehemaligen ARD-Korrespondentin passt. Subtil eingestreut finden sich im Buch an mehreren Stellen Klagen über die westliche Medienberichterstattung, welche – so Atai – noch immer zu nachsichtig und leichtgläubig mit dem Thema Russland umgehe. Ein Umstand, der gelinde gesagt merkwürdig anmutet im Anblick der Beststeller-Meter, die – meist mit warnendem Unterton – mittlerweile über Putins Russland verfasst wurden. Tatsächlich mutieren die knapp 370 Textseiten ihres Buchs zu einer einzigen Anklage – eine Anklage, die um so sonderbarer anmutet, als dass selbst Golineh Atai zu Zeiten der Ukraine-Krise durchaus Zwischentöne konnte. Beispielsweise in der tagesthemen-Sendung am Abend des 2. Mai, in der Moderator Thomas Roth seine mit Hintergrundinfos zu dem Brand im Odessaer Gewerkschaftshaus aufwartende Kollegin Atai vor laufender Kamera abwürgte und abrupt-kommentarlos überleitete zum seinerzeitigen Haupt-Spin in Sachen Ukraine: dem Schicksal der festgesetzten, wenige Tage später jedoch freigelassenen OSZE-Militärbeobachter.
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Auch das Asov-Bataillon – eine vom Rechten Sektor aufgestellte Kampfmiliz, welche sich auch in den Kämpfen in der Ostukraine aktiv beteiligte – war für die Buchautorin damals durchaus noch Thema. Bemerkenswert an dieser Stelle sind ihre seinerzeitigen Vor-Ort-Reportagen darum, weil Atai sämtliche Fakten, die nicht eindeutig gegen die russische Seite sprechen, in ihrem 2019er-Buch entweder relativiert oder aber gänzlich ausspart. Bis zur Bedeutungslosigkeit heruntergespielt wird beispielsweise die Rolle des Rechten Sektors während des Machtwechsels in der Ukraine. Beschönigt und fast in ein euphemisch-romantisierendes Licht getaucht sind auch die eskalative Ideologie der ukrainischen Nationalisten sowie die historische Rolle ihrer Vorläufer – namentlich Stepan Bandera, der sich während des Zweiten Weltkriegs als Nazi-Kollaborateur betätigte und zu dem Atai hauptsächlich zu berichten weiß, dass die Nazis ihn zeitweilig im KZ Sachsenhausen internierten (bis 1944 übrigens – die Tatsache seiner Entlassung vor Kriegsende spart die im Missionsmodus befindliche Ex-ARD-Korrespondentin wohlweislich aus). Ebenso die antirussischen Ausschreitungen am 2. Mai 2014 in Odessa: ein Ereignis, bei dem Dutzende Menschen verbrannt, erschlagen oder sonstwie zu Tode gekommen waren und das die Autorin – als hinsichtlich der »Wahrheit« bedeutungsloses Aperçu – in einem einzigen Satz abhandelt.

mehr:
- Die Wahrheit der ARD-Korrespondentin (Richard Zietz, Freitag-Community, 02.07.2019)
siehe auch:
Endlich: Die Gniffke-Truppe wird von Bräutigam und Klinkhammer ordentlich abgewatscht (Post, 19.05.2018)
Ukrainian-western propaganda tries to influence decisionmaking in Dutch Senate (Hector Reban, Blog-MH17, 23.05.2017 – Google-Übersetzer)

Bei einer allgemeinen Betrachtung der Berichterstattung über die Ukraine-Krise in den deutschen Medien fallen bereits einige sprachliche Wendungen auf, die sich mittlerweile im Sprachgebrauch etabliert haben. Am häufigsten und verbreitetsten ist hierbei der Begriff „prorussische Separatisten“. Dass diese „Separatisten“ nicht unbedingt im engeren Sinne alle prorussisch sind, wird allerdings beispielsweise daran deutlich, dass sie sich häufig „nicht um Aufrufe aus Moskau geschert“[105] haben, was wiederum auch zeigt, dass schon der Begriff „Separatisten“ irreführend ist, da er nur die Gruppe von Menschen bezeichnet, die sich gegen die starke Westbindung der Ukraine einsetzen. Weder wollen alle von ihnen den Anschluss der Ostukraine an Russland, noch einen neuen Staat gründen, was also bedeuten würde, dass man diese Gruppe auch als „Föderalisten“ bezeichnen könnte, was allerdings wiederum ein Vorgehen gegen sie nicht rechtfertigen würde[106]. Dennoch hat sich in deutschen Medien die Bezeichnung dieser Personen als „Separatisten“ etabliert und wird auch nicht mehr hinterfragt. Ähnlich verhält es sich bei der Beschreibung von Kampfhandlungen zwischen den beiden Konfliktparteien. Auf der einen Seite stehen die prorussischen Separatisten, auf der anderen Seite kämpft die Armee, wobei hier der Zusatz „ukrainisch“ häufig auch weggelassen wird[107]. Dass beispielsweise die ukrainische Armee laut einem Bericht von Human Rights Watch mehrfach Streubomben eingesetzt haben soll, wird darüber hinaus weniger stark beachtet[108].
Ebenfalls weithin verbreitet ist die Gegenüberstellung von Russland und Europa als zwei Gegenpole, die unterschiedliche Interessen in der Ukraine verfolgen. Allerdings wird an dieser Stelle häufig nicht zwischen Europa und der EU unterschieden[109]. Einerseits erzeugt das Berufen auf Europa das Bild, dass eine noch breitere Masse die Ziele Deutschlands und der EU unterstützen würden, während andererseits der Begriff „Europa“ auch für eine Wertegemeinschaft steht und der Begriff „EU“ zunehmend als Ärgernis in der Bevölkerung wahrgenommen und somit vermieden wird[110], was auch in einigen unter Punkt 6 dieser Arbeit aufgezeigten Umfrageergebnissen deutlich wird. Es wird also eventuell mit Hilfe der Anwendung teilweise ungenauer Begrifflichkeiten versucht, eine breitere Basis der Bevölkerung von der Richtigkeit des Vorgehens der EU zu überzeugen.
Weitaus bedeutender als die genaue Verwendung der oben aufgezählten Begriffe ist jedoch der Umgang mit einem Begriff wie „Annexion“, der ebenfalls regelmäßig in deutschen Medien verwendet wird. So schreibt beispielsweise die Bild-Zeitung in einem Online-Artikel davon, dass der russische Präsident Putin „die geheime Krim- Annexion befohlen hatte“[111]. Im weiteren Verlauf des Artikels wird zudem darauf aufmerksam gemacht, Putin habe in einem Interview den Satz, er habe die Krim annektiert, bestätigt[112]. Tatsächlich hat Putin jedoch in diesem Interview einen Bruch des Völkerrechts und eine Annexion bestritten[113]. Ohnehin ist laut Krone-Schmalz das, was auf der Krim geschehen ist, faktisch keine Annexion, sondern eine Sezession, da die Krim nicht durch eine Invasion an Russland fiel, sondern durch ein Referendum innerhalb der Bevölkerung[114]. Laut nationalem ukrainischem Recht ist eine Sezession verboten (was logisch ist, da kein Staat Interesse daran hat, dass sich sein Staatsgebiet zersetzt), nicht jedoch nach dem Völkerrecht, das schließlich das Selbstbestimmungsrecht der Völker achtet.[115] Und genau dieser feine Unterschied sollte laut Krone-Schmalz von den Journalisten beschrieben werden, anstatt vereinfachend und falsch den Begriff „Annexion“ zu benutzen[116].
Für die Personen wiederum, die für einen Austausch mit Russland anstelle von Sanktionen werben, hat sich der Begriff „Russlandversteher“ etabliert, der von den Medien zuweilen als ein Vorwurf verwandt wird[117]. Anstatt jedoch das Positive in dem Versuch, die Gegenseite zu verstehen zu sehen, wird der Begriff so verwendet, als seien Russlandversteher Menschen, die die Politik Russlands unterstützen würden[118]. Es wird also teilweise nicht nur das politische Vorgehen Russlands angegriffen, sondern auch die Personengruppe, die sich für ein größeres Verständnis für die russische Sichtweise einsetzt.
Aus einer gesamtheitlichen sprachlichen Sicht wird also allein anhand der Wörter bei der Berichterstattung über die Krise in der Ukraine deutlich, welche Seite von den Medien offenbar mehr unterstützt wird. Die Frage, ob sich daraus ebenfalls eine Einseitigkeit im Bezug auf die tägliche Berichterstattung ergibt, wird im Folgenden mit der Analyse von Berichterstattungen zu einzelnen Vorgängen des Ukraine-Konflikts näher untersucht.
[Daniel Schulz-Vernhoff, „Russland verstehen“: Ist die Berichterstattung deutscher Printmedien zur Ukraine-Krise zu einseitig?, Bachelorarbeit, Hochschule Mittweida, Fakultät Medien, eingereicht am 23.06.2015 – S. 27ff.]
DEBATTE ÜBER MEDIEN „Lügenpresse“, wie wir das sehen (Tina Halberschmidt, Handelsblatt, 23.01.2015)
Kreide fressen (lu 12345, Telepolis-Kommentar, 30.09.2014  22:26)
Ukraine 20 – ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (Post, 18.09.2014)
Streit über Ukraine-Berichte – Programmbeirat wirft ARD "antirussische Tendenzen" vor (Matthias Meisner, Tagesspiegel, 23.09.2014)
Tom Buhrow ausgeflippt? Hier der Lobbyisten-Nachweis: (Mario Falcke, Telepolis-Kommentar, 21.09.2014  22:18)
Programmbeirat rüffelt ARD-Berichterstattung zur Ukraine-Krise als einseitig und mangelhaft (Stefan Winterbauer, Tagesspiegel, 18.09.2014)
Propagandatricks - oder Pannen in Serie (Matthias Meisner, Tagesspiegel, 02.09.2014)
- Ukraine 19 – Die Ukraine, korrupter Journalismus und der Glaube der Atlantiker (Post, 29.08.2014)
Ukraine 16 – Eine Gefährdung unserer Europäischen Kultur (Post, 18.08.2014)
Ukraine: Eckhart Spoo kritisiert Kriegshetze der Medien (Eckhart Spoo, mail.0815-info, 03.06.2014)
Ukraine 11 – Unsere Medien: Nicht-Berichten und Sprachverdrehung und der Krieg »Reich gegen Arm« (Post, 16.05.2014)
Ukraine 9 – Wider die veröffentlichte Meinung (Post, 11.05.2014)
Legitimationskrise (german-foreign-policy.com, 05.05.2014)


"Die gesamte Berichterstattung ist von Schwarz-Weiß-Positionen geprägt – in der einen wie in der anderen Richtung", kritisiert Hanno Gundert, Geschäftsführer von n-ost, einem Netzwerk für Osteuropa-Berichterstattung. Denn die Interessenslage im Ukraine-Konflikt ist von Anfang an verworren. Wie komplex sie tatsächlich ist, taucht zunächst jedoch kaum in den Korrespondentenberichten auf. Als "pro-europäisch" beschreiben die nach Kiew geschickten Auslandsreporter die Protestbewegung zunächst. Kaum ein Journalist verlässt den Maidan, um sich ein umfassenderes Bild von der Lage im Land zu machen. Viele westliche Pressevertreter logieren im Hotel Ukraina direkt am Platz. Dort etabliert sich eine Art "Pressezentrum der Opposition".
"Man sah es als einen zivilgesellschaftlichen Protest gegen einen schlechten Herrscher", so Simon Weiß, Politikwissenschaftler an der Universität Heidelberg, im Gespräch mit der DW. Gerade in der ersten Phase der Proteste beobachtet er eine undifferenzierte Berichterstattung, die dem Muster folgt: "Hier der Westen, da der finstere Herrscher und das finstere Russland - Fortschritt gegen Korruption." Die deutschen Medien, so Weiß, hätten anfangs eine "sehr ähnliche Sichtweise" auf den Konflikt in der Ukraine gehabt wie die Bundesregierung - nämlich einseitig und unausgewogen.

Zu diesem Urteil kommt auch ein Bericht des Medienmagazins "Zapp" des Norddeutschen Rundfunks: Dort wurden jeweils eine Woche lang im November, Januar und Februar die ARD-Nachrichtensendungen "Tagesschau" und "Tagesthemen" analysiert. Das Ergebnis: Fast 80 Prozent der Interviewpartner waren Regierungsgegner. Ein beliebter Gesprächspartner: Ex-Boxweltmeister Vitali Klitschko, der zu einer Art Galionsfigur stilisiert wird. Dabei ist er einer von mehreren Oppositionsführern. Wird hier etwa Partei ergriffen? Bei vielen Lesern und Zuschauern entsteht dieser Eindruck allmählich, so Weiß. […]

Für oder gegen Russland: Spätestens seit Putin die Schwarzmeer-Halbinsel Krim annektiert hat, geht es im Ukraine-Konflikt vor allem um Russland. Je weiter sich die Krise ausweitet, desto mehr erfolgt zudem eine Personalisierung in der Berichterstattung. So titelt das Magazin "Der Spiegel" am 10.3.2014: "Der Brandstifter - Wer stoppt Putin?" In vielen Berichten wird Putin als brutal und skrupellos dargestellt.

Putin gegen Europa und Amerika, Ost gegen West: Es ist die Rhetorik des Kalten Krieges. Aber nicht nur diese macht sich in den Medien breit. "Es fällt auf, dass sich Russlandversteher und Russlandkritiker gegenseitig vorwerfen, die Debatte zu dominieren", so Hanno Gundert. Die einen sehen in Putin per se den Schuldigen. Die anderen werben um mehr Verständnis für russische Befindlichkeiten. Gundert kritisiert eine teilweise unreflektierte Übernahme von Argumenten der russischen Propaganda. Etwa, dass die NATO versprochen habe, ihre Grenzen nicht auszudehnen.
[Vera Kern, Unausgewogen? Wie deutsche Medien über den Ukraine-Konflikt berichten, Deutsche Welle, 15.04.2014]
zum im ersten Absatz des Zitats erwähnten »Pressezentrum der Opposition« siehe:
Ukraine Crisis Media Center (Post, 22.08.2015)


> dieses Pressezentrum das extra in Kiew für Westmedien aus dem Boden gestampft wurde.

Das ist das 'Ukrainian Crisis Media Center' (UCMC)[1], ein Projekt von PRP Ukraine, die eine PR Company und Tochter von WEBER SHANDWICK sind, die wiederum zur Interpublic Group of Companies (IPG) gehören, eine der vier größten Holdings in der Werbeindustrie.

OT aber witzig: 2010 wurde ein WEBER SHANDWICK Vorstand von HILL & KNOWLTON abgeworben[2]. Und HILL & KNOWLTON ist wer?

Richtig, die Erfinder der Brutkastenlüge :)

Die Journalisten der "freien Presse" (6 Medienkonzerne und das Staatsfernsehen) sind, "embedded journalists", das bedeutet sie sind per definition "kontrollierte" Kriegsberichterstatter[3]. Diese unterstehen ausdrücklich dem Schutz der Kriegspartei für die sie berichten. Dieser Schutz gilt nicht für Journalisten die nicht "eingebettet" sind, was gefährlich sein kann[4].

Weitere übliche Praxis ist auch die Informationsgewinnung über "stringer"[5]. Das sind lokale Freiberufler, die den Journalisten neben "fixers" zur Seite gestellt werden. Ein "Fixer" ist mehr für das Praktische zuständig, wie z.B. Sprachübersetzung und scouting.

[1]
"Mitglied dieser Koordinierungsgruppe ist Nataliya Popovych, Präsidentin von PRP, der ukrainischen Tochtergesellschaft von Weber Shandwick und Gründungsmitglied des UCMC.
Entwaffnend ehrlich bekennt sie: "Ich bin stolz, als ’Bandera-Anhängerin‘ bezeichnet zu werden." http://www.freitag.de/autoren/lapple08m214/zdf-skandal-berichte-im-auftrag-kiews

[2]
http://www.holmesreport.com/news-info/11345/Weber-Shandwick-Brings-Legal-Action-Against-Hill--Knowlton-Duo.aspx

[3]
http://de.wikipedia.org/wiki/Embedded_Journalist

[4]
http://en.wikipedia.org/wiki/April_8,_2003_journalist_deaths_by_U.S._fire

[5]
http://swrmediathek.de/player.htm?show=75a5d790-a60f-11e3-bf3b-0026b975f2e6
[loser321, Ukrainian Crisis Media Center (UCMC), Heise-Forum, 16.06.2014   07:44)
Wir sind schlecht informiert (Roman Berger, Journal21.ch, 30.04.2014)
- ZDF-Skandal: Berichte im Auftrag Kiews? (L.Applebaum, Freitag-Community, 07.04.2014)
mein Kommentar:
Da kann ich mir doch ein ganz objektives Grinsen nicht verkneifen…
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