Freitag, 8. Januar 2016

Der mexikanische Bürgerkrieg 1910-1934

Als Mexikanische Revolution (SpanischRevolución mexicana) oder Mexikanischer Bürgerkrieg (Spanisch: Guerra civil mexicana) wird die politisch-gesellschaftliche Umbruchsphase bezeichnet, deren Beginn auf das Jahr 1910 datiert wird, als oppositionelle Gruppen um Francisco Madero damit begannen, den Sturz des diktatorisch regierenden mexikanischen Langzeitpräsidenten Porfirio Díaz herbeizuführen. Die Erhebung gegen Díaz war der Beginn einer Serie von zum Teil überaus blutigen Kämpfen und Unruhen, die große Teile Mexikos erfassten und das Land bis weit in die zwanziger Jahre des 20. Jahrhunderts nicht zur Ruhe kommen ließen. Dabei wurden nicht nur die Interessengegensätze der sehr unterschiedlichen politisch-sozialen Trägergruppen der Mexikanischen Revolution ausgefochten, sondern zum Teil auch eine echte soziale Revolution verwirklicht. Tragend für die sozialrevolutionäre Seite der Revolution war vor allem die zapatistische Bewegung, die sich wiederum auf die Ideen der anarchistischen Magonistas stützte, die unter der Parole Tierra y Libertad („Land und Freiheit“) einen indigenen Kollektivismus und libertären Sozialismus propagierten.
Als wesentliche Ergebnisse der langwierigen Kämpfe der Mexikanischen Revolution, die bis etwa 1920 abgeschlossen war, können die gewaltsame politische Verdrängung der alten mexikanischen Oligarchie sowie die Vernichtung bzw. Umformung des porfiristischen Staatsapparates und der vorrevolutionären Armee angesehen werden. Damit ging der Aufstieg einer neuen Führungsschicht aus den Reihen der diversen Revolutionsbewegungen und die Entstehung neuer staatlicher Strukturen einher. Allerdings konnten diese vielfach erst gegen den Widerstand lokaler Autonomiebestrebungen, die in der Zeit politisch wirkmächtig geworden waren, als im Land eine starke Zentralgewalt gefehlt hatte, durchgesetzt werden. Dementsprechend kam es noch bis zum Beginn der 1930er Jahre immer wieder zu Revolten einzelner Armeebefehlshaber und Erhebungen bestimmter Ethnien oder Bevölkerungssegmente gegen die neue Zentralregierung. Die Verwirklichung bedeutender sozialer Reformen, die 1910 einer der wesentlichen Gründe für den Ausbruch der Revolution gewesen war, erfolgte daher erst mit beträchtlicher zeitlicher Verzögerung unter der Präsidentschaft von Lázaro Cárdenas del Río. (Mexikanische Revolution, Wikipedia)
Mexican Revolution Documentary [12:29]

Veröffentlicht am 04.06.2013
H.O.A. Mexican Revolution Project

Aspen Prestridge
Arlin Tawzer
Eyassu Shimelis
Marnier LeBlanc
Adli Ahram
Lacey Hyde

Additional Music:
The Poet Acts by Philip Glass

siehe auch:
- Heute vor 100 Jahren – 23. Juni 1914: Pancho Villa siegt gegen mexikanische Truppen (Post, 23.06.2014)

Spionageduell: Russland - USA

American Expeditionary Forces in Siberia, Russia | 1918 - 1920 | World War I Documentary [28:36]

Veröffentlicht am 30.01.2015
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The American Expeditionary Force Siberia (AEF Siberia) was a United States Army force that was involved in the Russian Civil War in Vladivostok, Russian Empire, during the end of World War I after the October Revolution, from 1918 to 1920.

President Woodrow Wilson's claimed objectives for sending troops to Siberia were as much diplomatic as they were military. One major reason was to rescue the 40,000 men of the Czechoslovak Legions, who were being held up by Bolshevik forces as they attempted to make their way along the Trans-Siberian Railroad to Vladivostok, and it was hoped, eventually to the Western Front. Another major reason was to protect the large quantities of military supplies and railroad rolling stock that the United States had sent to the Russian Far East in support of the prior Russian government's war efforts on the Eastern Front. Equally stressed by Wilson was the need to "steady any efforts at self-government or self defense in which the Russians themselves may be willing to accept assistance." At the time, Bolshevik forces controlled only small pockets in Siberia and Wilson wanted to make sure that neither Cossack marauders nor the Japanese military would take advantage of the unstable political environment along the strategic railroad line and in the resource-rich Siberian regions that straddled it.

Concurrently and for similar reasons, about 5,000 American soldiers were sent to Arkhangelsk (Archangel), Russia by Wilson as part of the separate Polar Bear Expedition.

The American Expeditionary Force Siberia was commanded by Major General William S. Graves and eventually totaled 7,950 officers and enlisted men. The AEF Siberia included the U.S. Army's 27th and 31st Infantry Regiments, plus large numbers of volunteers from the 12th Infantry Regiments, 13th, and 62nd Infantry Regiments of the 8th Division, Graves' former division command.

Although General Graves did not arrive in Siberia until September 4, 1918, the first 3,000 American troops disembarked in Vladivostok between August 15 and August 21, 1918. They were quickly assigned guard duty along segments of the railway between Vladivostok and Nikolsk-Ussuriski in the north.

Unlike his Allied counterparts, General Graves believed their mission in Siberia was to provide protection for American-supplied property and to help the Czechoslovak Legions evacuate Russia, and that it did not include fighting against the Bolsheviks. Repeatedly calling for restraint, Graves often clashed with commanders of British, French and Japanese forces, who also had troops in the region and who wanted him to take a more active part in the military intervention in siberia.

The experience in Siberia for the soldiers was miserable. Problems with fuel, ammunition, supplies and food were widespread. Horses accustomed to temperate climates were unable to function in sub-zero Russia. Water-cooled machine guns froze and became useless.

The last American soldiers left Siberia on April 1, 1920. During their 19 months in Siberia, 189 soldiers of the American Expeditionary Force Siberia died from all causes. As a comparison, the smaller American North Russia Expeditionary Force experienced 235 deaths from all causes during their 9 months of fighting near Arkhangelsk.

Spionageduell: Russland - USA Teil 1/3 - Amerika und die russische Revolution [44:15]

Veröffentlicht am 04.11.2013
Spionage- und Nachrichtendienstarbeit ist eines der populärsten Themen in der modernen Dokumentarfilmerstellung. Kanal "Russland" bietet Zuschauern eine Reihe von Dokumentarfilmen über die Arbeite von Geheimdiensten von zwei der größten Mächte in der Welt - Russsland und den USA. Bis zum Anfang des 1. Weltkrieges hatten die USA weder Nachrichten- noch Geheimdienste im eigentlichen Sinn. Die Revolution in Russland 1917 hatte die Karten im weltpolitischen Machtspiel neu gemischt. Der erste amerikanische Einwohner in der UdSSR war der Sohn einer russischen Adligen und eines griechischen Großhändlers Ksenofon Kalamatiano. Ludwig Martens, der erste Botschafter der UdSSR in den USA ging in die Geschichte des Geheimdienstes als "das transatlantische Debüt" ein. So begann der Antagonismus der Geheimdienst beider Weltmächte im 20. Jahrhundert.

Spionageduell: Russland - USA Teil 2/3 - Amerikaner und Sowjets [43:57]

Veröffentlicht am 04.11.2013
Ein weiterer Abschnitt der sowjetischen Geheimdienstarbeit war die Entwicklung der Atombombe und die Vermeidung einer zweiten Front im 2. Weltkrieg. Während die Kämpfe auf den Straßen nach Moskau wüteten, wurde ein Treffen zwischen dem Chef der Außenuntersuchung Pavel Fitin, dem Hauptmann in Amerika Oberst Vasily Zarubin und Stalin arrangiert. Es war dringend notwendig, Mittel und Wege zu finden eine gute Beziehung zwischen der UdSSR und den Vereinigten Staaten herzustellen. Gleichzeitig wollte man sich unbedingt davon vergewissern, dass die USA und England nicht im Stand gewesen wären, sich die Welt mit Deutschland zu teilen und gegen die UdSSR in den Krieg zu ziehen.

Spionageduell: Russland - USA Teil 3/3 - Der kalte Krieg [43:57]

Veröffentlicht am 05.11.2013
Gegenspionage- und Nachrichtendienstarbeit ist eines der populärsten Themen in der modernen Dokumentarfilmherstellung. Kanal "Russland" bietet Zuschauern eine Reihe von Dokumentarfilmen über die Arbeit von Geheimdiensten von zwei der größten Mächte in der Welt - Russland und die USA. Im Zeitalter des kaltem Krieges ist der sowjetisch-amerikanische Spion im "Duell" von Geheimdiensten ein klassisches Thema für Detektivromane. Bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs hatte die UdSSR mehr als 250 Informationsquellen in den USA, sie war somit im Stande, fast in alle Regierungsabteilungen Amerikas zu kommen... Dieser abschließende Dokumentarfilm bietet dem Zuschauer ein Kaleidoskop von archivalischen Materialien und Lebenserinnerungen von Veteranen des CIA und der KGB. Tauchen sie ein in unbekannte Operationen der zwei Geheimdienste, mit ihren verwirrenden Erfolgen und skandalösen Misserfolgen.
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Vom russischen Bürgerkrieg 1917-1923 zur Stalin-Diktatur

Der Russische Bürgerkrieg (russisch Гражданская война в России/Graschdanskaja woina w Rossii) wurde zwischen den kommunistischen Bolschewiki (den „Roten“ beziehungsweise der von Leo Trotzki gegründeten Roten Armee) einerseits und einer heterogenen Gruppe aus Konservativen, Demokraten, gemäßigten Sozialisten, Nationalisten und der Weißen Armee andererseits ausgetragen. Der genaue Zeitpunkt seines Beginns ist unter Historikern umstritten; er wird entweder auf die Oktoberrevolution im November 1917 oder aber auf das Frühjahr 1918 gelegt.
Der Krieg wurde erbittert und brutal besonders auch gegen die Zivilbevölkerung geführt; etwa 8 bis 10 Millionen Menschen verloren ihr Leben. Das Eingreifen der Entente und der Mittelmächte in den Konflikt trug maßgeblich zu seiner Länge und Heftigkeit bei. Sowjetrussland als Nachfolger des Russischen Reichs erreichte durch ihn die Herrschaft über einen Großteil der Fläche des Russischen Reichs. Neben dem schon zuvor unabhängigen Polen (1917/18), das auch westliche Gebiete der heutigen Ukraine und Weißrusslands umfasste, erlangten auch die baltischen StaatenFinnland und die Tuwinische Volksrepublik die Unabhängigkeit.
Der Konflikt endete in Europa mit dem Sieg der Roten Armee über die letzten weißen Truppen auf der Krim im November 1920, im Kaukasus mit der Einnahme von Batumi 1921, in Asien mit der Einnahme von Wladiwostok 1922. Am Ende dieses Jahres kam es zur Gründung der Sowjetunion. (Russischer Bürgerkrieg, Wikipedia, Hervorhebung von mir)
Doku - Die gekaufte Revolution - Russland 1917 (Dokumentation Deutsch) [42:36]
Veröffentlicht am 26.04.2015
Bei Kriegsbeginn 1914 stand die Mehrheit der russischen Bauern hinter der Zarenregierung, die im Bündnis mit Großbritannien und Frankreich (Triple Entente) stand. Der für Russland ungünstige Kriegsverlauf und die schlechte Versorgung der Zivilbevölkerung führten jedoch bald zu einem Stimmungsumschwung. Die Protestbereitschaft wuchs, zumal Zar Nikolaus II., der seit August 1915 den militärischen Oberbefehl führte, geforderte Reformen ablehnte und stattdessen die polizeiliche Überwachung der Bevölkerung ausweitete.
Die Proteststimmung verschärfte sich zu Beginn des Jahres 1917 spürbar, als Preissteigerungen und eine weitere Verschlechterung der Lebensmittelversorgung die Bevölkerung in Petrograd zu Streiks und Demonstrationen trieben. Die vom Zar mit der Unterdrückung der Aufstände betrauten russischen Soldaten weigerten sich nicht nur – anders als 1905 – auf die Demonstrierenden zu schießen, sondern liefen teilweise zu ihnen über.
In der Februarrevolution von 1917 beendeten Arbeiteraufstände die etwa 300 Jahre andauernde russische Zarenherrschaft. Der Zar musste am 15. März 1917 abdanken. Die Duma setzte eine Provisorische Regierung zunächst unter Ministerpräsident Lwow und dann unter Kerenski ein. Es bildete sich eine doppelte Vertretung des Volkes durch die Duma als Parlament und durch die Petrograder Sowjets als Arbeiter- und Soldatenräte mit Sozialrevolutionären und Kommunisten. Unter der Losung Alle Macht den Sowjets führten diese die Revolution weiter und verhinderten die Bildung einer bürgerlichen parlamentarischen Demokratie.

Der Rote Oktober - Die großen und die kleinen Lügen [42:57]
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Veröffentlicht am 07.03.2012
Ein Film von Hartmut Kaminski (1997).

Die Oktoberrevolution wurde in der Sowjetunion und ihren Satellitenstaaten Jahr für Jahr mit großem Pomp gefeiert. Hierbei bediente sich das Regime der "großen und kleinen Lügen", denn die "größte Befreiungstat" von 1917 war nicht alleine dem Konto der Bolschewiki zuzurechnen. Legenden und Fälschungen mußten die historische Wahrheit verschleiern. Das wohl bekannteste Foto der Oktoberrevolution - "Sturm auf das Winterpalais" - ist eine Fälschung.

Die Große Sozialistische Oktoberrevolution' - wie ein gewaltiger Fanfarenstoß klingt diese Bezeichnung, die in der Sowjetunion und den Satellitenstaaten für den Petrograder Aufstand von 1917 üblich war. Bis zum Zusammenbruch des 'Sozialistischen Vaterlandes' wurden Jahr für Jahr die Geburtstage des ersten "Arbeiter- und Bauernstaates", dieser "Wende in der Weltgeschichte" mit großem Pomp gefeiert. Auch die Satellitenstaaten nahmen daran teil - denn schließlich galt die 'größte Befreiungstat' auch ihnen. Mit diesem Riesenspektakel beglückwünschte sich das Regime selbst, sollten die historisch eher bescheidenen Tatsachen überspielt werden - denn schon kurz nach dem "Roten Oktober" von 1917 ist in der Sowjetunion kein einziger glaubwürdiger Bericht mehr erhalten geblieben.

Die vielen dunklen Punkte der historischen Wahrheit mußten vom Glorienschein der Legende überstrahlt werden: Der "Schuß der Aurora" und der "Sturm auf das Winterpalais" hatten das fehlende revolutionäre Pathos der Wirklichkeit zu ersetzen. Das System funktionierte perfekt: Die Machtübernahme im "Roter Oktober" wurde mit einem Gespinst von Lügen umgeben, das eine große Unwahrheit mit vielen kleinen Lügen verknüpfte. Die große Unwahrheit bestand darin, daß man die welthistorische Wende allein dem Konto der Bolschewiki gutschrieb und die Revolution auf die Oktoberereignisse reduzierte. Es sind die "kleinen Lügen", die den Film kurzweilig und unterhaltsam machen. Viele Details und Geschichten der Fälschungen sind skurril und absurd - sie entbehren auch nicht einer gewissen Komik. Da führen Arme von Verfemten auf Fotos oder im Film ein Eigenleben, da übersah man in Spielfilmen und Gemälden, daß Lenin im 'Roten Oktober" in Wirklichkeit keinen Bart trug. Und neben Lenin steht anstelle Trotzkijs plötzlich ein 'neuer Mensch', reinretuschiert in das Negativ.

Für den Film 'DER ROTE OKTOBER' konnten hochrangige Interviewpartner gewonnen werden, die auch 'Mitakteure' jener Zeit waren: Michail Gorbatschow, der letzte Generalsekretär der KPdSU, und Alexander Jakowlew, der als 'Vater der Perestroika' gilt. Es kommen aber auch Menschen zu Wort, die mit diesen 'großen und kleinen Lügen' leben mußten, wie die Geschichtslehrerin Irina Chromova. Beim Vergleich der alten mit den neuen Lehrbüchern von heute stellt sie fest: "Man glaubt, Geschichtsbücher von zwei völlig unterschiedlichen Ländern vor sich zu haben."

Russian Revolution in Color (Documentary).avi [1:33:45]

Veröffentlicht am 23.10.2013
Documentary about the russian civil war

Trotzki Aufstieg und Fall eines Revolutionärs -Dokumentation über Trotzki [51:24]

Veröffentlicht am 17.05.2013
Lew Trozki (russisch Лев Троцкий, wiss. Transliteration Lev Trockij, Pseudonym von Lew Dawidowitsch Bronstein / Лев Давидович Бронштейн / Lev Davidovič Bronštejn, im deutschen Sprachraum meistens Leo Trotzki geschrieben; * 26. Oktoberjul./ 7. November 1879greg. in Janowka, heute Bereslawka, Ukraine; † 21. August 1940 in Coyoacán, Mexiko) war ein kommunistischer Politiker, russischer Revolutionär und marxistischer Theoretiker. Er war Volkskommissar des Auswärtigen, für Kriegswesen, Ernährung, Transport, Verlagswesen sowie Gründer und Organisator der Roten Armee. Nach ihm wurde die von der sowjetischen Parteilinie des Marxismus-Leninismus abweichende Richtung des Trotzkismus benannt. Nachdem er von Josef Stalin 1927 entmachtet und 1929 ins Exil getrieben worden war, ermordete ihn 1940 ein sowjetischer Agent in Mexiko.

Wladimir Iljitsch Lenin Deutsche Doku über Lenin [33:30]

Veröffentlicht am 17.05.2013
Wladimir Iljitsch Lenin (russisch Владимир Ильич Ленин, wiss. Transliteration Vladimir Il'ič Lenin anhören?/i, eigentlich Wladimir Iljitsch Uljanow, russisch Владимир Ильич Ульянов, wiss. Transliteration Vladimir Il'ič Ul'janov; * 10.jul./ 22. April 1870greg. in Simbirsk; † 21. Januar 1924 in Gorki bei Moskau) war ein russischer kommunistischer Politiker und Revolutionär, sowie marxistischer Theoretiker, Vorsitzender der Bolschewiki-Partei und der aus ihr hervorgegangenen Kommunistischen Partei Russlands (1912--1924), Regierungschef Sowjetrusslands (1917--1922) und danach der Sowjetunion (1922--1924), als deren Begründer er gilt.

Stalin - Große Säuberung - Der große Terror - Teil 1 [10:00]

Veröffentlicht am 22.11.2013
Stalin - Große Säuberung.
Der Große Terror -- auch als Große Säuberung (russisch Большая чистка, Bolschaja tschistka) oder Jeschowschtschina‚ Jeschow-Herrschaft) bezeichnet -- war eine von Herbst 1936 bis Ende 1938 dauernde umfangreiche Verfolgungskampagne in der Sowjetunion. Die Durchführung dieser von Josef Stalin veranlassten und vom Politbüro gebilligten Terrorkampagne lag bei den Organen des Innenministeriums der UdSSR (NKWD) unter Leitung von Nikolai Jeschow. Der Terror richtete sich vor allem gegen mutmaßliche Gegner der stalinistischen Herrschaft und als unzuverlässig angesehene „Elemente" oder Gruppen.

Stalin - Große Säuberung - Der große Terror - Teil 2 [10:04]

Veröffentlicht am 22.11.2013
Stalin - Große Säuberung.
Als Großer Terror im engeren Sinn wird der Zeitraum von Juli 1937 bis Mitte November 1938 verstanden. Allein in diesen Monaten kam es zur Verhaftung von etwa 1,5 Millionen Menschen, von denen etwa die Hälfte erschossen, die anderen bis auf wenige Ausnahmen in die Lager des Gulag oder in Gefängnisse verbracht wurden. Die umfassenden Repressionen gelten als Höhepunkt einer Kette von Säuberungswellen der Stalin-Ära.
Die für den Terror Verantwortlichen inszenierten anfangs eine Serie von Schauprozessen, zu deren bekanntesten die Moskauer Prozesse gehören, vorrangig gegen Eliten in Politik, Militär, Wirtschaft, Verwaltung, Wissenschaft und Kultur. Die geheimen „Massenoperationen" ab Mitte 1937, von denen so genannte Kulaken, „sozial schädliche" und „sozial gefährliche Elemente" sowie ethnische Minderheiten betroffen waren, forderten allerdings eine weit größere Opferzahl.

Stalin - Große Säuberung - Der große Terror - Teil 3 [11:12]

Veröffentlicht am 22.11.2013
Stalin - Große Säuberung.
Drei Jahre nach dem Tod Stalins berichtete der damalige Erste Sekretär des Zentralkomitees, Nikita Chruschtschow, während einer Geheimrede auf dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 über frühere „politische Säuberungen" gegen Parteimitglieder. Die Massenoperationen blieben weiterhin ein Staatsgeheimnis. Erst seit dem Ende der Sowjetunion machten umfangreiche Archivfunde und -studien Art und Ausmaß des Terrors deutlich.
In der Forschung zum Großen Terror gab es lange Zeit Kontroversen, hauptsächlich über die Zahl seiner Opfer und seine Ursachen. Deutungen im Rahmen der Totalitarismustheorie standen Deutungen gegenüber, die die Hauptursachen in den Widersprüchen der sowjetischen Gesellschaft sowie in politischen Konflikten zwischen Zentrum und Peripherie verorten.

Stalin - Große Säuberung - Der große Terror - Teil 4 [10:35]

Veröffentlicht am 22.11.2013
Stalin - Große Säuberung.
Seit 1914 durchlief die Gesellschaft Russlands -- beziehungsweise ab Ende 1922 die Gesellschaft der Sowjetunion -- dramatische und von Gewalt geprägte Umbruchphasen: Innerhalb von rund 20 Jahren durchlitt sie den Ersten Weltkrieg, die Februar- und anschließend die Oktoberrevolution 1917 sowie den Bürgerkrieg. Auf eine kurze Phase der Erholung in Gestalt der Neuen Ökonomischen Politik (NEP) folgten -- nun bereits unter Stalins Regie -- die forcierte Industrialisierung, die Entkulakisierung und die Zwangskollektivierung.
Die Ende der 1920er Jahre beschlossene schnelle Industrialisierung und die Zwangskollektivierung Anfang der 1930er Jahre veränderten die gesamte Sozialstruktur grundlegend. Waren 1928 erst 8 Prozent aller Berufstätigen in der Industrie und im Bauwesen beschäftigt, so verdreifachte sich dieser Anteil bis 1937 auf 24 Prozent. Die Schwerindustrie erzeugte weit mehr als die Hälfte der gesamten Industrieproduktion.[2] Der Anteil der in der Land- und Forstwirtschaft Tätigen nahm hingegen im gleichen Zeitraum von 80 Prozent auf 56 Prozent ab.[3] Hinzu kam eine Landflucht, die weltgeschichtlich bis dahin ohne Beispiel war: Von 1926 bis 1939 zogen mindestens 23 Millionen Menschen vom Land in die Stadt. Ende der 1930er Jahre waren 40 Prozent aller Stadtbewohner erst in den letzten zehn Jahren aus ländlichen Gebieten zugezogen.[4] Die städtische Bevölkerung hatte sich von 1926 bis 1937 von 26 Millionen auf 51,9 Millionen Menschen verdoppelt.[5] In Anlehnung an Moshe Lewin sprechen viele Historiker von einer „Flugsandgesellschaft", um die sowjetische Migrationsdynamik jener Jahre zu charakterisieren.

Stalins Griff nach Osteuropa (Ganzer Film) [1:06:12]

Veröffentlicht am 06.01.2014
Als der Dokumentarfilm "Kreuzweg der Freiheit" zur Zeit des "Kalten Krieges" in deutschen Kinos vorgeführt wurde, rief er einen Sturm der Begeisterung und Entrüstung hervor. Die These, Stalins Ziel sei von Anfang an die Eroberung Deutschlands und Westeuropas gewesen, traf offenbar einen wunden Punkt, der viele Jahre lang als "revanchistisch" verteufelt wurde. Neuste Forschungsergebnisse namhafter Historiker belegen, dass dieser Film, der schon kurz nach Kriegsende mit eindrucksvollem Filmmaterial die wahren Absichten Stalins und die Gründe für den Verlust der ostdeutschen Gebiete offenlegte, der historischen Wahrheit entspricht.

Stalins Tod [43:35]

Veröffentlicht am 06.03.2013
5. März 1953. Stalin ist tot. Einen Tag später liegt er aufgebahrt im offenen Sarg. Über 1,5 Millionen Menschen machen sich auf den Weg durch Moskau, wollen Abschied nehmen von einem "Gottgleichen" -- von ihrem "Väterchen", vom "größten Menschen der Epoche". Drei Tage dauern die Trauerfeierlichkeiten.

Die Verzweiflung steht den Menschen ins Gesicht geschrieben. Die Zeit scheint stehen zu bleiben, als der ganze Ostblock in fünf Schweigeminuten seinem toten Führer gedenkt, als der Sarg in das Mausoleum auf dem Roten Platz getragen wird. Wie soll, wie kann es weitergehen ohne Stalin? Was wird kommen? Ein Vakuum ist mit Stalins Tod entstanden.

Der Film erzählt von den letzten Tagen in Stalins Leben, von seinem Sterben. In den Morgenstunden des 2. März 1953 in Stalins geheimer Datscha in Kunzewo am Rand von Moskau. Weder die Leibwächter noch die engsten Mitstreiter sind auf den Ernstfall vorbereitet, als der wachhabende Offizier meldet, er habe Stalin bewusstlos im Arbeitszimmer vorgefunden. Wann ihn der Schlag getroffen hatte, konnte niemand genau sagen, denn der Wache war es untersagt, Stalin zu stören. Das reale Szenarium des Sterbens des "Unsterblichen" hat damals nur der engste Zirkel der Stalin-Vertrauten mitbekommen. "Stalins Tod" erzählt aber auch die Geschichte des mörderischen Machtkampfes im Kreml, der sich anschloss.

Nikita Chruschtschow war es, der beim Kampf um die Stalin-Nachfolge -- zur Überraschung vieler -- triumphierte. Der hoch gehandelte und gefürchtete einstige Geheimdienstchef Berija dagegen endete 1953 vor einem Erschießungskommando.

Die Dokumentation erzählt 60 Jahre nach dem Tod des Diktators von einem einzigartigen historischen Umbruch in der Mitte des 20. Jahrhunderts, berichtet von der Erschütterung, der Angst und der Hoffnung, die Menschen damit verbanden. Das Widersprüchliche, das Bizarre und Absurde der damaligen Ereignisse kommen zum Vorschein. Das Jahr 1953 hat die Geschichte der Sowjetunion und des Ostblocks nachhaltig geprägt.

Erstmals wird der letzte Doppelgänger Stalins seine unglaubliche Geschichte erzählen. Geheimdienst-Mitarbeiter, Militärs, Chruschtschows Sohn, GULAG-Häftlinge, Schriftsteller und Historiker wurden für die Dokumentation interviewt. Gedreht wurde unter anderem in Stalins Datscha Kunzewo, wo der Diktator starb. Der Ort ist heute noch ein "geschlossenes Objekt".
Sendung vom 4.3.2013 / Das Erste

Der lange Schatten des Josef Stalin (Doku) [1:29:12]

Veröffentlicht am 23.02.2014
Geschichtsdoku, Finnland, Frankreich 2013
Autor: Thomas Johnson, Marie Brunet-Debaines

Der Mythos Stalin lebt wieder auf - und das ausgerechnet in Russland, in dem Land, in dem die Menschen am meisten unter dem Mann gelitten haben, der als einer der grausamsten Diktatoren der Weltgeschichte gilt. 60 Jahre nach seinem Tod instrumentalisieren Teile der Bevölkerung und der Regierung die Ideen des Alleinherrschers, der nach einem sowjetischen Weltreich strebte und die westlichen Demokratien als Erzfeinde bezeichnete. In seinem Dokumentarfilm setzten sich der Regisseur Thomas Johnson, der jahrelang als Journalist für die Zeitung 'Actuel' in der ehemaligen UdSSR gearbeitet hatte, und seine Mitautorin Marie Brunet-Dabaines mit den Widersprüchen und Mysterien des Stalin-Kults auseinander. Dabei stützen sie sich auf die Arbeiten von Historikern und Freiwilligen der Menschenrechtsorganisation Memorial, die sich seit 25 Jahren in der Aufarbeitung des sowjetischen Terrorregimes engagiert. Denn dieses düstere Kapitel der russischen Geschichte wurde so lange verdrängt, dass es heute noch immer durch Köpfe, Gesellschaft und Regierung spukt und die Demokratisierung des Landes gefährdet. Mit Augenzeugenberichten von GULag-Überlebenden und reichhaltigem Archivmaterial trägt der Dokumentarfilm zur Reflexion über die notwendige Dekonstruktion der totalitären Regimes des 20. Jahrhunderts bei.