Dienstag, 10. Oktober 2017

Der neue kalte Krieg: »Der Zweck der NATO-Aufrüstung ist Frieden und nicht Krieg«

Propaganda und Märchen: Nato-Generalsekretär Stoltenberg in Bukarest
Die Nato rüstet an der Grenze zu Russland weiter auf. In den baltischen Staaten und in Polen sind seit Beginn des Jahres unter deutschem, britischem, kanadischem und amerikanischen Kommando vier multinationale Kampftruppen mit jeweils 1000 Soldaten stationiert. Nach Nato-Darstellung alleine zur Abschreckung und zum Schutz. Seit gestern ist eine neue multinationale Brigade in Rumänien, in Craiova, im Einsatz. Sie steht unter der Führung Rumäniens. Zudem soll die Nato-Präsenz im Schwarzen Meer verstärkt werden: mehr Schiffe, mehr Militärübungen, dazu kommen mehr Kampfflugzeuge aus Kanada und Italien.

Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg war zu diesem Anlass nach Rumänien gereist, um sich bei der Regierung zu bedanken, die sich auch sonst bei der Nato durch bereitwillige Mitarbeit glänzt und vorbildlich sei, weil das Land die Rüstungsausgaben auf 2 Prozent vom VIP erhöhen will. In Rumänien ist neben Polen auch das Raketenabwehrsystem Aegis mit Abfangraketen in Deveselu angesiedelt, der Stützpunkt ist seit 2016 einsatzfähig.

Die Krise mit Russland begann mit dem Ausstieg der USA aus dem ABM-Vertrag 2001 als Voraussetzung für die Einrichtung des Raketenabwehrsystems. Stoltenberg betonte denn auch, dass das Raketenabwehrsystem in Rumänien und Polen für die Nato eine hohe Priorität habe. Angeblich ist das Raketenabwehrsystem nicht gegen Russland, sondern gegen Nordkorea und Iran gerichtet.

mehr:
- Neue multinationale Nato-Brigade in Rumänien gegen Russland (Florian Rötzer, Telepolis)

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Der ABM-Vertrag war erstmals ein Vertrag, der nicht Offensiv-Waffen, sondern Defensiv-Waffen begrenzte und damit die gegenseitige Verwundbarkeit der Großmächte erhöhte. Die zugrunde liegende Überlegung war, dass kein Land einen nuklearen Erstschlag führen wird, wenn es sich gegen den unweigerlich folgenden Gegenschlag, den Zweitschlag, nicht ausreichend schützen kann. Die Angst vor der eigenen Vernichtung sollte einen direkten Erstschlag mit Nuklearraketen ausschließen. Diese Vorstellung, die Sicherheit durch ein Gleichgewicht bei den Defensivwaffen zu erhöhen, wurde zur Doktrin der Mutual assured destruction (MAD), dem „Gleichgewicht des Schreckens“, ausgebaut. USA und Sowjetunion schreiben ein bereits vorhandenes strategisches Gleichgewicht mit diesem Vertrag fest.
Während diese Debatten geführt wurden, hatte Moskau nicht nur seinerseits mit der Entwicklung einer Raketenabwehr begonnen (Galosh), sondern es wurde mit Mehrfachsprengköpfen (MIRV) eine Technologie eingeführt, die es ermöglichte, auf einer Interkontinentalrakete mehrere einzeln lenkbare Sprengköpfe zu transportieren. Die USA verfügten bereits über diese Technologie, die Sowjetunion erprobte sie noch. Da für jeden Sprengkopf eine Abwehrrakete notwendig sein würde, war eine zuverlässige Abwehr ballistischer Flugkörper auf absehbare Zeit sowieso nicht im Bereich der Möglichkeiten. Aber immerhin wurde ein drohendes ABM-Wettrüsten für einige Jahre eingedämmt.[1]
Nach den Anschlägen des 11. September kündigten die USA den ABM-Vertrag, um neue Raketenabwehrsysteme entwickeln zu können: „Today, our security environment is profoundly different... Russia is not an enemy, but in fact is increasingly allied with us on a growing number of critically important issues... Today, the United States and Russia face new threats to their security. Principal among these threats are weapons of mass destruction and their delivery means wielded by terrorists and rogue states.“[2] Präsident Putin reagierte mit einer Erklärung, dass die Sicherheit der Russischen Föderation nicht betroffen sei.[3] [ABM-Vertrag, Bedeutung des ABM-Vertrags, Wikipedia, abgerufen am 10.10.2017]
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Putin lacht über Reporterfrage {0:26}

Veröffentlicht am 10.02.2014
madmargat

Hubert Seipel - Der Westen hat diesen Konflikt bewusst provoziert {2:24}

Veröffentlicht am 10.01.2015
Frauke Wiechert

Hubert Seipel (ein deutscher Journalist) über Putin, Russland {6:18}

Veröffentlicht am 18.11.2014
vital vienna
Der Journalist Hubert Seipel verteidigt russische Position und Wladimir Putin bei "Hart aber Fair" bei ARD.

Johannes Voggenhuber über Wladimir Putins Politik - ATV Klartext {6:02}

Veröffentlicht am 17.11.2014
Klartext
Der ehemalige Grüne EU-Abgeordnete Johannes Voggenhuber über sein Verständnis für Wladimir Putin.
Die Sendung in voller Länge gibt es auf http://www.atv.at/klartext

mein Kommentar:
Es sieht so aus, als ob wir es hier mit quasi-religiösen Überzeugungen zu tun haben. Und der US-MIK macht sich diese Überzeugungen zunutze!