Mittwoch, 15. Mai 2019

Ein neuer Mausfeld und zweimal Helmut Schmidt

Rainer Mausfeld über Anarchismus, Wikileaks, Prinzipien der Demokratie & die Rolle der Wirtschaft {1:03:11}

acTVism Munich
Am 13.05.2019 veröffentlicht 
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In Teil 1 dieses exklusiven Interviews mit Rainer Mausfeld, Professor für Allgemeine Psychologie an der Universität Kiel und Autor des Buches „Warum schweigen die Lämmer“, reden wir über seinen Werdegang und darüber, wie sich seine Ansichten und Ideen über die Zeit entwickelt haben. Wir nehmen auch den Begriff Anarchismus unter die Lupe, betrachten seinen historischen Kontext und was man heute darunter verstehen sollte. Daneben sprechen wir über das Verständnis von Demokratie, was die Grundvoraussetzungen dafür sind und wie Wirtschaft in einer Demokratie aussehen sollte. Schließlich reden wir auch über die Rolle der Medien und des Finanzsektors in unserer Gesellschaft und was der Fall Julian Assange & Wikileaks für unsere Demokratie bedeutet. Teil 2 dieses Interviews folgt bald!
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Helmut Schmidt: Weltbevölkerung explodiert, Europa schrumpft {12:30}

NZZ Standpunkte
Am 18.03.2016 veröffentlicht 
Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt äußert sich im Interview mit NZZ-Journalisten über die einerseits explodierende Weltbevölkerung und die andererseits sehr niedrigen europäischen und deutschen Geburtenraten.
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Sehen Sie hier das ganze Interview mit Helmut Schmidt: https://www.youtube.com/watch?v=r06Ow...
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Helmut Schmidt: "Mehr Verantwortung!" - 2010 - Teil 1 von 2 {13:30}

ekiufjeu
Am 15.08.2010 veröffentlicht 
Helmut Schmidt, 91, im Gespräch mit Christhard Läpple. Er redet wie immer Klartext - über Rücktritte, Vertrauenskrisen und die Finanzmisere. Von Schwarz-Gelb fühlt er sich nicht zweckmäßig regiert.
ZDF, aspekte, 26.06.2010
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Die USA manipulieren internationale Institutionen nach ihrem gusto

Dieser Tage erschien ein Artikel bei Telepolis über einen angeblich unterdrückten OPCW-Bericht.
Erst heißt es, bei solchen Vermutungen zurückhaltend zu sein, jedenfalls zurückhaltender als Marc Drewello.
[siehe: Der Blaue Bote im Gerichtsverfahren gegen den Stern (Post, 26.10.2017)]
Aber:
Am Beispiel der OPCW und seines ersten hoch angesehenen Direktors Jose Bustani läßt sch beweisen, daß die USA NICHTS akzeptieren, was ihren Interessen entgegensteht.
Vor 15 Jahren dokumentierte „Der Freitag“ eine bemerkenswerte Rede von Jose Bustani. Der damals weltweit geachtete Chef der Chemiewaffenkontrollbehörde OPCW wurde entlassen und bezichtigte die US-Regierung unter George W. Bush einer Verschwörung gegen internationale Prinzipien. Im Vorspann zu dieser Rede schrieb „Der Freitag“: Die US-Regierung dreht durch. Jüngstes Opfer: Jose Bustani, brasilianischer Diplomat und seit fünf Jahren Generaldirektor der Internationalen Chemiewaffenkontrollbehörde (OPCW – Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons). Während seiner Amtszeit wurden zwei Millionen Chemiewaffen zerstört und zwei Drittel aller Produktionsanlagen inspiziert. “Er hat mehr für den Weltfrieden getan als irgendjemand sonst”, schreibt der Londoner Guardian. Seit Beginn dieses Jahres passt Bustani nicht mehr ins US-Konzept, weil er an der Gleichbehandlung aller Mitgliedsländer der OPCW, inklusive der Vereinigten Staaten, festhält – vor allem jedoch, weil er sich für die Mitgliedschaft des Irak in der OPCW einsetzt. Damit aber wäre dem geplanten Krieg der Boden entzogen, und deshalb startete die US-Regierung eine beispiellose Kampagne gegen den Chef einer internationalen Behörde. Druck und Erpressung brachten schließlich am Montag dieser Woche den gewünschten Erfolg: Bustani wurde entlassen. Doch zuvor verteidigte er in einer ungewöhnlich offenen und engagierten Rede seine Haltung vor den Repräsentanten der Mitgliedsstaaten. Wir dokumentieren Auszüge.Quelle: Freitag
Anmerkung unseres Lesers H.T.: Die Geschichte ist schon 15 Jahre her, zeigt aber, wie die Dinge (nicht immer, aber doch sehr häufig) laufen. In der aktuellen Auseinandersetzung um den Artikel von Seymour Hersh und die Rolle der OPCW ist diese Rede aufschlussreich.  
[Hinweise des Tages, NachDenkSeiten, 05.07.2017, Punkt 14: Wer dem Irak-Krieg im Wege steht]
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Nachdem Bustani ab 1996 als Mitglied im Vorbereitungskomitee für die Gründung der Organisation für das Verbot chemischer Waffen in Den Haag tätig war, leitete er vom 13. Mai 1997 bis zum 25. Juli 2002 die neu gegründete Organisation für das Verbot chemischer Waffen. Nach Darstellung von Milton Cordova Junior erwies sich Bustani als integrer Leiter dieser Organisation. Auf Betreiben des Kabinett George W. Bush bei der Suche nach einem Anlass für den Irakkrieg wurde er abgelöst.[1] Nach Aussage Bustanis flog John Bolton hierzu nach Den Haag, kam in sein Büro und sagte: "Cheney will dich loswerden. Du hast 24 Stunden, um die Organisation zu verlassen. Wenn Du nicht der Entscheidung Washingtons folgst, haben wir Möglichkeiten, Vergeltung zu üben... Wir wissen, wo deine Kinder wohnen." Seine zwei Söhne lebten damals in New York.[2]
[José Maurício Bustani, Leben, Wikipedia, 15.03.2019] 
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Zuvor hatte die Bush-Regierung noch die Absetzung Bustanis erreicht. Der ranghohe Diplomat John R. Bolton, Vertrauter des damaligen Verteidigungsministers Donald Rumsfeld, sei eines Tages in sein Büro gekommen und habe laut Bustani angekündigt, er habe 24 Stunden für einen Rücktritt. Sonst würde er die Konsequenzen zu spüren bekommen.
Die USA warfen dem Brasilianer Bustani "Kompetenzüberschreitung" vor. Bolton bestätigte der "New York Times" diese Einschätzung am Wochenende.
Auch der brasilianische Außenminister zu jener Zeit, Celso Lafer, äußerte sich in dem Artikel. Die USA "und besonders John Bolton und Donald Rumsfeld" hätten Bustani aus dem Amt drängen wollen. "Ich glaube, dass die Neocons freie Hand haben wollten, ohne multilaterale Beschränkungen."
Tatsächlich schmiedeten sie eine Allianz zur Absetzung des als störrisch und eigensinnig gebrandmarkten Direktors. Im April 2002 erzwang die Bush-Regierung den Rausschmiss des noch ein Jahr zuvor einstimmig in seinem Amt bestätigten Bustani.
Nach der entscheidenden Abstimmung in Den Haag, durch die er gefeuert wurde, protestierte Bustani gegen den "gefährlichen Präzedenzfall", bei dem erstmals auf Druck der USA der Chef einer multilateralen Institution während seiner laufenden Amtszeit davongejagt wurde.
 
[Nobelpreisträger OPCW: Wie Bush die Chemiewaffenjäger einschüchtern ließ, SPON, 14.10.2013]
Who is John Bolton? Trump's 3rd National Security Advisor | NowThis {10:22 – Start bei 4:09}

NowThis News
Am 11.04.2018 veröffentlicht 
John Bolton is known for anger issues, verbal abuse, hating the UN, and helping President Bush invade Iraq — now he's in charge of our national security – Narrated by Steven Boyer.


Zwar gelang es der Uno im Jahr 1997 die weltweit tätige Kontroll-"Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons" (OPCW) zu gründen, deren 200 Inspektoren bis 2012 die Vernichtung aller Chemiewaffen-Bestände überwachen sollen. Doch die im Vertrag vorgesehenen unangekündigten Verdachtskontrollen können ausgerechnet in den USA gar nicht stattfinden. Mehrfach verwehrten US-Behörden den OPCW-Experten den Zugang zu bestimmten Einrichtungen. Und der Kongress verabschiedete dazu ein Gesetz, das es dem Präsidenten erlaubt, die Inspektoren überhaupt abzuweisen, wenn deren Tätigkeit "die Sicherheit der Vereinigten Staaten" gefährde. Im April diesen Jahres erzwang die Bush-Regierung schließlich auch noch den Rausschmiss des noch ein Jahr zuvor einstimmig in seinem Amt bestätigten OPCW-Direktors José Bustani. Der 59-jährige brasilianische Diplomat hatte den Fehler begangen, ganz im Sinne seines Auftrages auch Saddam Hussein zur Unterzeichnung des Vertrages zu drängen und damit seinen Kontrolleuren auch im Irak Zutritt zu verschaffen.
Weil das dem Regime in Bagdad womöglich zusätzliche Legitimation verschafft hätte, stellten die Amerikaner kurzerhand ihre Beitragszahlungen ein und warfen Bustani "Kompetenzüberschreitung" vor. Anschließend schmiedeten sie eine Allianz zur Absetzung des als störrisch und eigensinnig gebrandmarkten Brasilianers, bei der neben den Europäern sogar die Delegierten des pazifischen Zwergstaates Kiribati als Stimmvieh eingespannt wurden. Bustani blieb nach der entscheidenden Abstimmung in Den Haag nur der Protest gegen den seiner Meinung nach "gefährlichen Präzedenzfall", bei dem erstmals auf Druck der USA der Chef einer multilateralen Institution während seiner laufenden Amtszeit davongejagt wurde.
[Massenvernichtungswaffen: Die Doppelmoral der Bush-Krieger, Harald Schumann, SPON, 26.09.2002]

siehe auch:
Für Iran zuständiger IAEA-Vizechef überraschend zurückgetreten (APA/Reuters, diepresse.com, 11.05.2018)
Tja, amerikanische 'Überredungskünste' können schon Wunder wirken.
Der Nachfolger wird sicher 'amifreundlich' untersuchen.
[Kommentar von Strahler80, 12.05.2018, 17:29h]

Wir erzählten bereits, dass in den letzten ungefähr 20 Jahren mehrere Mitarbeiter dieses Labors unter merkwürdigen Umständen ums Leben gekommen waren. Wir erzählten über den geheimnisvollen Tod des sowjetischen Mikrobiologen, Ex-Direktors des Leningrader Instituts für besonders reine Biopräparate, W. Passetschnik, des Chemiewaffenexperten D. Kelly und auch dessen Nachfolgers in Porton Down, P. Norman, und auch des Forschers R. Holmes. Zum letzteren Tod entdeckten wir sehr interessante Fakten, und zwar in offenen Quellen (beispielsweise in einem BBC-Beitrag vom 9. Oktober 2013) - https://www.bbc.com/news/uk-england-wiltshire-24457389. Für solche Informationen interessiert sich inzwischen kaum noch jemand.  
[Pressebriefing der offiziellen Sprecherin des Außenministeriums Russlands, Maria Sacharowa, am 18. Juli 2018 in Moskau, mid.ru, 18.07.2018 – Abschnitt »Zur Entwicklung der Situation um die Vorfälle in Salisbury und Amesbury«]

Weltherrschaft um jeden Preis (Paul Craig Roberts, Rubikon, 14.04.2018)


2001 hatte der damalige Außenminister Colin Powell einen Brief an Bustani [Direktor der OPCW] gesandt, in dem er sich bei ihm für seine „sehr eindrucksvolle“ Arbeit bedankte. Im März 2002 jedoch kam Bolton — in seiner Eigenschaft als Staatssekretär für Rüstungskontrolle und Internationale Sicherheit — persönlich in den OPCW-Hauptsitz in Den Haag, um gegenüber dem Chef der Organisation eine Warnung auszusprechen. Und, laut Bustani, hat Bolton kein Blatt vor den Mund genommen. “Cheney will Sie”, sagte Bolton Bustani, sich auf den damaligen Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten [Dick Cheney] beziehend. “Wir können Ihr Führungsstil nicht akzeptieren.”
Laut Bustanis Erinnerungen fuhr Bolton fort: “Sie haben 24 Stunden, um die Organisation zu verlassen, und wenn Sie diese Entscheidung von Washington nicht erfüllen, haben wir Mittel, uns an Ihnen zu rächen.”
Es gab eine Pause.
“Wir wissen, wo Ihre Kinder leben. Sie haben zwei Söhne in New York.”

In 2001, then-Secretary of State Colin Powell had penned a letter to Bustani, thanking him for his “very impressive” work. By March 2002, however, Bolton — then serving as under secretary of state for Arms Control and International Security Affairs — arrived in person at the OPCW headquarters in the Hague to issue a warning to the organization’s chief. And, according to Bustani, Bolton didn’t mince words. “Cheney wants you out,” Bustani recalled Bolton saying, referring to the then-vice president of the United States. “We can’t accept your management style.”
Bolton continued, according to Bustani’s recollections: “You have 24 hours to leave the organization, and if you don’t comply with this decision by Washington, we have ways to retaliate against you.”
There was a pause.
“We know where your kids live. You have two sons in New York.” 
 
[“WE KNOW WHERE YOUR KIDS LIVE”: HOW JOHN BOLTON ONCE THREATENED AN INTERNATIONAL OFFICIAL, Mehdi Hasan, The Intercept, 29.03.2018]

Die Ankündigung von Wesley Clark: „Wir werden 7 Regierungen stürzen“ (07.04.2015)
Überraschung für die westlichen Kriegstreiber (Hans Springstein, Freitag-Community, 11.09.2013)
Spannender Wahlkampf (Wolfgang Kötter, der Freitag, 13.09.2009)
Chemical Weapons Convention Chief Removed at U.S. Initiative (Seth Brugger, ArmsControlAssociation, Mai 2002)
- Wer dem Irak-Krieg im Wege steht (Übersetzung aus dem Englischen von Hans Thie, de Freitag, 26.04.2002)

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El-Baradei kritisierte die Begründung für den Irakkrieg, in dieser Region würden Massenvernichtungswaffen gelagert, und wurde deshalb zum Ziel scharfer diplomatischer Angriffe von Seiten der US-Regierung unter George W. Bush. Diese versuchte über Monate hinweg, seine Wiederwahl als Generaldirektor der IAEO zu verhindern. Als weiteren Grund trugen die USA vor, dass el-Baradei sich nicht deutlich genug gegen das Atomprogramm des Iran ausgesprochen habe. Zwar kritisierte el-Baradei immer wieder Iran, sein Atomwaffenprogramm den Inspektionen nicht ausreichend zu öffnen, verweigerte sich aber dem Druck der USA, die Existenz eines geheimen iranischen Atomwaffenprogramms zu bestätigen. Er warnte vor einem militärischen Angriff und sprach sich für Verhandlungen mit Iran aus.[4] Erst nach einem Treffen zwischen el-Baradei und der US-Außenministerin Condoleezza Rice verstummten die kritischen Stimmen aus der US-Regierung.
Im Dezember 2004 wurde bekannt, dass el-Baradei von den USA systematisch abgehört wurde. Er zeigte sich empört, zumal er bislang zwar wusste, dass die USA gegen ihn arbeiteten, jedoch nicht, dass die Regierung Bush einen Eklat riskieren und ihn belauschen würde. Er vermutet, dass die US-Regierung den illegalen Lauschangriff benutzen wollte, um belastendes Material zu finden, mit dem es möglich gewesen wäre, ihn zu erpressen und aus dem Amt zu drängen. El-Baradei war ein Gegner der Pläne von US-Präsident George W. Bush, neue, kleine Atombomben entwickeln zu lassen und sah darin ein Verstoß gegen den Geist des Atomwaffensperrvertrages.[5]
Vor dem Hintergrund der ab 2005 auch in den USA zunehmenden Zweifel an der Richtigkeit der Intervention im Irak ebbte dieses diplomatische „Sperrfeuer“ allmählich wieder ab. Am 26. September 2005 wurde el-Baradei von der IAEO-Hauptversammlung in ihrem Sitz in Wien einstimmig für eine dritte vierjährige Amtszeit als Generaldirektor bestätigt. Seine Amtszeit endete planmäßig zum 30. November 2009; Nachfolger wurde der japanische Diplomat Yukiya Amano.
2011 kritisierte el-Baradei bezüglich des Konfliktes mit dem Iran, dass die USA und Europa wichtige Dokumente und Informationen zurückhielten. Sie seien nicht an einem Kompromiss mit der iranischen Regierung, sondern an einem Regimewechsel „mit allen erforderlichen Mitteln“ interessiert gewesen. Auch dem Iran warf er „Tricksereien“ vor.[6]
[Mohammed el-Baradei, Wirken in der IAEO, Wikipedia, abgerufen am 15.05.2019]
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mein Kommentar:
Was ist mit unseren Medien seit 2002 passiert?
Zensur kann’s ja nicht sein, wir leben ja in einer Demokratie.
Vielleicht findet sich die Antwort ja in den Zitaten oben😜

Aufruf von Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire

Nach der Verhaftung von Julian Assange schrieb die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire den folgenden Appell an die britische Regierung. Freundlicherweise erlaubte sie uns diesen zu übersetzen und sie freut sich, dass die NachDenkSeiten ihre Worte nun weiterverbreiten. 

Im August 1976 gründeten Mairead Maguire (geb. Corrigan), Betty Williams und Ciaran McKeown die konfessionsübergreifende Friedensbewegung Peace People, die sich für eine friedliche Lösung des Nordirland-Konfliktes einsetzt. Der aktuelle Auslöser inmitten der ausufernden Gewalt in Nordirland war der Tod von Mairead Maguires drei Nichten und Neffen, die einer Auseinandersetzung zwischen der IRA und der britischen Armee zum Opfer fielen. Heute würden man dies Kollateralschaden nennen und hier merkt man, dass sich hinter jedem sogenannten Kollateralschaden ein Tragödie verbirgt und das ist es wohl auch, was Mairead Maguire an Julian Assange und Wikileaks schätzt, nämlich dass diese verborgenen Tragödien ans Tageslicht gebracht werden.
1977 erhielten Betty Williams und Mairead Maguire gemeinsam den Friedensnobelpreis für ihre Friedensbemühungen in Nordirland. 
Was wir in unserer seit über 70 Jahren nicht von Krieg heimgesuchten westlichen Welt oft nicht richtig bemerken, ist, dass eine Situation wie in Syrien oder im Jemen auch sehr schnell über uns hereinbrechen könnte, wenn wir nicht versuchen, im Dialog auch mit möglichen Gegnern zu bleiben. In Nordirland liegen diese traumatischen Erinnerungen noch nicht so lange zurück.
Am 16. April nahm Mairead Maguire den Whistleblower-Preis der Vereinigten Europäischen Linken für Julian Assange entgegen, da dieser nicht zur Preisverleihung erscheinen konnte.
mehr:
- Aufruf von Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire (Übersetzt und eingeleitet von Moritz Müller, NachDenkSeiten, 15.05.2019)


OPCW: Bericht von Inspektoren über den Giftgasangriff in Duma unterdrückt?


Ein angeblicher vertraulicher Bericht eines technischen OPCW-Teams hält es für wahrscheinlich, dass die Gaskanister platziert und nicht von Flugzeugen abgeworfen wurden
Am 7. April 2018 soll sich nach Berichten der Weißhelme, die, finanziert vornehmlich von Großbritannien und den USA, auffälligerweise nur in den von "Rebellen" und dschihadistischen Gruppen kontrollierten Regionen tätig sind, und der mit diesen verbundenen Syrian American Medical Society (SAMS) und des Violations Documentation Center ein Angriff mit chemischen Waffen in Douma (Duma) ereignet haben (Das lässt aufhorchen: Angeblicher Chemiewaffenangriff in Ost-Ghouta). Hubschrauber sollen sie abgeworfen haben. Markant blieben im Gedächtnis die Bilder von vielen Toten, von mit Wasser abgespritzten Kindern mit Sauerstoffmasken und einem Zylinder mit Giftgas hängen, der das Dach eines Hauses durchschlagen und auf ein Bett gefallen sein soll.
Damals hatten in den anderen Teilen von Ost-Ghuta die islamistischen Gruppen Faylaq al-Rahman und Ahrar al-Sham mit Damaskus und Moskau vor dem drohenden Angriff eine Evakuierung vereinbart. Die Gruppe Jaysh al-Islam, die Duma kontrollierte, wollte hingegen nicht abziehen. Am Tag vor dem auslaufenden Ultimatum geschah dann der Angriff mit dem Giftgas, dann verließen auch Jaysh al-Islam mit Kämpfern und Familien über den Korridor Duma Richtung Idlib oder Afrin.
Im Westen waren sich die meisten Regierungen und Medien schnell bei der Hand. Ohne mehr als die Aussagen und Bilder der Weißhelme zu kennen, war es klar, dass es sich um einen Angriff der syrischen Truppen gehandelt habe. Assad und Moskau wurden verantwortlich gemacht. US-Präsident Donald Trump ließ, sekundiert von Briten und Franzosen, am 14. April, obgleich die OPCW-Inspektoren bereits in Damaskus waren, einige Orte in Syrien bombardieren, die Teile des angeblich noch nicht beendeten Giftgasprogramms sein sollten. Damit konnte man dann auch noch unterstellen, dass Syrien die Chemiewaffenkonvention, der es 2013 beigetreten ist, verletzt haben soll, weil nicht alle Chemiewaffen zerstört worden seien.
mehr:
- OPCW: Wurde ein Bericht von Inspektoren über den Giftgasangriff in Duma unterdrückt? (Florian Rötzer, Telepolis, 15.05.2019)
siehe auch:

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Am 24. Januar 1944 wurde ein Kommuniqué unter der Überschrift „Die Wahrheit über Katyn. Bericht der Spezialkommission zur Feststellung und Untersuchung der Umstände der Erschießung der Kriegsgefangenen polnischen Offiziere durch die deutsch-faschistischen Eindringlinge im Wald von Katyn“ veröffentlicht. Das umfangreiche Dokument behauptete „mit unwiderlegbarer Klarheit“, die „Deutsch-Faschisten“ hätten die Polen erschossen.[6]
[Außerordentliche Staatliche Kommission, 1. Abschnitt, letzter Absatz, Wikipedia, abgerufen am 15.05.2019]
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vergleiche mit dem Wikipedia-Artikel Massaker von Katyn 

siehe auch:
OPCW-Bericht: Douma war inszeniert (Swiss Propaganda Research, 14.05.2019)
Syria - OPCW Engineering Assessment: The Douma 'Chemical Weapon Attack' Was Staged (Moon of Alabama, 13.05.2019)
BBC-Journalist enttarnt Weißhelme (Blauer Bote, 19.02.2019)
Giftgasangriff? Was ist in Duma am 7. April 2018 passiert? (Post, 15.02.2019)
Labor-Spiez-Chef zum Fall Skripal: «Wir wurden politisch instrumentalisiert» (Roman Schenkel, luzernerzeitung.ch, 31.01.2019)
Die Verbannung der Wahrheit (Post, 24.01.2019)
Hama – die Geschichte einer Lüge (Post, 16.12.2018)
Kriegerische Manipulation (Jens Bernert, Rubikon, 13.04.2018)
Die ARD setzt Giftgas ein (Volker Bräutigam, Friedhelm Klinkhammer, Rubikon, 12.04.2018)
Professor Günter Meyer zerpflückt die Giftgasinszenierung von Douma (Propagandaschau, 11.04.2018)
Giftgasmassaker war Inszenierung der USA (Günter Meyer, Rubikon, 26.06.2017)
Wer hat in Syrien Giftgas eingesetzt? (Daniele Ganser, Rubikon, 11.04.2017)
Rote Linie, Rattenlinie – Giftgas, Bürgerkrieg und Krieg - Obama, Erdoğan und Syriens Rebellen (Seymour Hersh, Lettre international Nr. 105, Sommer 2014)
Haben Geheimdienste "Beweise" zurechtgebogen?(Hans Springstein, Freitag Community, 07.09.2013)

Mein Kommentar:
Alles, was von offiziellen Stellen aus den USA kommt, ist, wie inzwischen mit großer Wahrscheinlichkeit vermutet werden darf (bei US-Geheimdiensten ist es fast sicher!), Propaganda!
dazu:
- Geheimdienste und Leitmedien: unbekannte Fakten plus eindeutige Schlussfolgerungen ergeben unvoreingenommenes, faktenfreies Geschwurbel (Post, 15.03.2019 – siehe die Zitate in der zweiten Hälfte)
Was ist das für eine Welt, in der für Informationen auf Rock-Musiker und Satire-Sendungen angewiesen sind?

Roger Waters denounces "fake" White Helmets, Don't bomb Syria {2:06}

HANDS OFF SYRIA
Am 14.04.2018 veröffentlicht 
At a concert in Spain, former Pink Floyd musician Roger Waters denounces the "fake" White Helmets, who do propaganda for jihadist terrorists. Don't bomb Syria. Thank you جوري الورد, April 2018
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Giftgas Syrien ARD Mittagsmagazin 10 04 2018 {9:07 – Start bei 6:35}

Uwe Heinrich
Am 10.04.2018 veröffentlicht 
Psychologische Kriegsführung über die Medien. Endlich Zweifel auch mal von deutschen Medien.

Schwedische Ärzte: Lebensrettende Maßnahmen der White Helmets sind gestellt und gefährlich {2:32}

RT Deutsch
Am 08.03.2017 veröffentlicht 
Erst vor wenigen Tagen wurde eine Dokumentation über die vermeintliche Hilfsorganisation White Helmets in Hollywood mit einem Oscar ausgezeichnet. Doch die Kritik an der Organisation reißt nicht ab. Das neueste Beispiel: Schwedische Mediziner die für die Organisation Schwedische Ärzte für Menschenrechte arbeiten, haben sich ein Video mit „lebensrettenden Maßnahmen“ der White Helmets an kleinen Kindern angeschaut. Ihr Fazit ist schockierend. Laut den Medizinern entsprechen die in dem Video zu sehenden Maßnahmen in keiner Weise dazu, Leben zu retten. Im Gegenteil, die Maßnahmen werden von den Medizinern sogar als kontraproduktiv und gefährlich eingestuft. Die Mediziner gehen auch davon aus, dass die Kinder in dem Video schon tot waren, als die Maßnahmen ausgeführt und gefilmt wurden.
Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/
Zu Professor Marcello Ferrada de Noli und dem von ihm gegründeten SWEDHR (Schwedischen Ärzte für Menschenrechte) siehe:
- SWEDHR – Schwedische Ärzte für Menschenrechte – seriös? (Post, 13.05.2018)

The White Helmets video and How to NOT correctly perform intracardiac injection {1:13}

THE INDICTER Channel
Am 06.03.2017 veröffentlicht 
From: "White Helmets Video: Swedish Doctors Denounce Medical Malpractice and ‘Misuse’ of Children for Propaganda Purposes." http://theindicter.com/white-helmets-.... Excerpts from Dr Lena Oske’s statement to SWEDHR: “Intracutaneous injection with adrenalin may be used if any other resuscitation measure does not succeed. Especially under precarious circumstances – such as in field emergency settings– where safer ways for the administration of medication (i.e. endotracheal, intravenous, or intraosseus) might be difficult or unavailable. But not in the way shown in the video”.
Zu dem Video siehe auch:
Der Kindermord-Skandal (Post, 15.09.2018)

Schweden: Wie man einen ganzen Staat umdreht


Schwedens Mobilmachung von Militär und Gesellschaft
Fast zweieinhalb Jahre tüftelte eine parteiübergreifende "Verteidigungskommission" an einem Weißbuch, mit dem das Konzept der "Umfassenden Verteidigung" ("total defence") für den militärischen Bereich ausbuchstabiert werden sollte. Das gestern veröffentlichte Papier gilt als Grundlage für die Militärhaushalte der Jahre 2021 bis 2025, die massiv aufgestockt werden sollen. Zusammen mit seinem bereits vor einiger Zeit veröffentlichten "zivilen Pendant" seien beide als "zwei Teile eines einheitlichen Gesamtkonzepts zu verstehen".1
Die Folgen sind weitreichend: Hierüber wird nicht nur auf Basis äußerst schwammiger Annahmen einer Dämonisierung Russlands das Wort geredet und die Bevölkerung auf umfassende Maßnahmen sowie die daraus abgeleitete Rüstungsmaßnahmen einschwört. Noch schwerer wiegt, dass nahezu die gesamte schwedische Bevölkerung zur Teilnahme an der "Umfassenden Verteidigung" verpflichtet wird, deren ziviler Pfeiler wiederum systematisch auf die Zuarbeit zum militärischen Teil ausgerichtet wird.
Nicht zuletzt dies dürfte der Grund sein, weshalb das Konzept hierzulande teils als vorbildlich bewertet wird, handelt es sich bei der "Umfassenden Verteidigung" doch im Wesentlichen um eine Blaupause für die großangelegte zivile und militärische Mobilmachung gegen Russland: "Letztlich erfordert die Umfassende Verteidigung Schwedens eine glaubwürdige Fähigkeit zur Kriegsführung, die sowohl militärischen wie auch zivilen Verteidigungskomponenten beinhaltet."
mehr:
- "Total Defence" (Jürgen Wagner, Telepolis, 15.05.2019)

siehe auch:
Mainstream goes Propaganda (Post, 08.05.2019)
"Der Westen und die NATO haben so viel Dreck am Stecken" Oberstleutnant a.D. Jürgen Rose (Post, 29.04.2019)
Sipri: Rüstungskonjunktur läuft auf Hochtouren (Post, 29.04.2019)
Foreign Policy: transatlantische Eliten mit Bedrohungsszenarien bei der Stange halten (Post, 21.03.2019)
USA: Die verrückten Neocons (Post, 02.03.2019)
- Tiefer Staat (Post, 06.01.2019)
Die US-imperiale Strategie, der »Zwang« Kriege führen zu müssen und die Manipulation der öffentlichen Meinung (Post, 16.12.2018)
- Ein neues U-Boot und mangelnde Medien-Selbstreflexion (Post, 10.07.2016)


2001 hatte der damalige Außenminister Colin Powell einen Brief an Bustani [Direktor der OPCW] gesandt, in dem er sich bei ihm für seine „sehr eindrucksvolle“ Arbeit bedankte. Im März 2002 jedoch kam Bolton — in seiner Eigenschaft als Staatssekretär für Rüstungskontrolle und Internationale Sicherheit — persönlich in den OPCW-Hauptsitz in Den Haag, um gegenüber dem Chef der Organisation eine Warnung auszusprechen. Und, laut Bustani, hat Bolton kein Blatt vor den Mund genommen. “Cheney will Sie”, sagte Bolton Bustani, sich auf den damaligen Vizepräsidenten der Vereinigten Staaten [Dick Cheney] beziehend. “Wir können Ihr Führungsstil nicht akzeptieren.”
Laut Bustanis Erinnerungen fuhr Bolton fort: “Sie haben 24 Stunden, um die Organisation zu verlassen, und wenn Sie diese Entscheidung von Washington nicht erfüllen, haben wir Mittel, uns an Ihnen zu rächen.”
Es gab eine Pause.
“Wir wissen, wo Ihre Kinder leben. Sie haben zwei Söhne in New York.”

In 2001, then-Secretary of State Colin Powell had penned a letter to Bustani, thanking him for his “very impressive” work. By March 2002, however, Bolton — then serving as under secretary of state for Arms Control and International Security Affairs — arrived in person at the OPCW headquarters in the Hague to issue a warning to the organization’s chief. And, according to Bustani, Bolton didn’t mince words. “Cheney wants you out,” Bustani recalled Bolton saying, referring to the then-vice president of the United States. “We can’t accept your management style.”
Bolton continued, according to Bustani’s recollections: “You have 24 hours to leave the organization, and if you don’t comply with this decision by Washington, we have ways to retaliate against you.”
There was a pause.
“We know where your kids live. You have two sons in New York.”
 
[“WE KNOW WHERE YOUR KIDS LIVE”: HOW JOHN BOLTON ONCE THREATENED AN INTERNATIONAL OFFICIAL, Mehdi Hasan, The Intercept, 29.03.2018 – Übersetzung von mir]
mehr dazu: 
Die USA manipulieren internationale Institutionen nach ihrem gusto (Post, 15.05.2019)

Dirk Pohlmann über "Der duale Staat: Recht, Macht und Ausnahmezustand" {2:06:59 – Ausschnitt von 1:38:17 bis 1:47:00}

Gruppe42
Am 16.05.2018 veröffentlicht 
"Der Staat - das klingt in unseren Ohren nicht unbedingt freundlich, aber es klingt nach Recht und Ordnung. In der Schule und an der Universität erfahren wir von den ehernen Regeln der Demokratie. Gewaltenteilung, Rechtsstaat, Wahlen, parlamentarische Repräsentanz, alles scheint altehrwürdig und wohlgeregelt im Staats und Verfassungsrecht. Bis in die Details und bis in die letzten Winkel ist festgelegt, wer nach welchen Regeln für was zuständig und verantworlich ist. Dass daran nicht gerüttelt wird, dafür sorgt die Demokratie, sie bezeichnet sich selbst gerne als „wehrhaft“.
Da ist ein Begriff wie „Deep State“ oder „Dualer Staat“ störend. Er legt nahe, dass es neben dem bekannten, demokratisch legitimierten Staat noch einen anderen gibt, der nicht gewählt wird, der sich selbst ermächtig, der eingreift, wann es passt. Aber wann? Wer bildet ihn? Was tut er? Wann tötet er? Warum liest man darüber so wenig? Und warum beschäftigen sich „seriöse“ Medien damit eigentlich überhaupt nicht? Medien, Politiker und Universitätslehrer verweisen den Begriff des „parallelen Staates" gerne in den Bereich der „Verschwörungstheorien“.
Und doch ist er real. In allen Staatsformen, aber insbesondere in der Demokratie, gibt es im Unterschied zum normativen Ideal die realpolitische Existenz eines „Machtstaates“ oder „Maßnahmenstaates“, des "Deep State". Auch akademische Politologen und Rechtswissenschaftler haben sich damit beschäftigt, ausnahmslos Personen, die sich mit dem Widerspruch zwischen Realpolitik einerseits und der Idee des liberalen Rechtsstaates andererseits beschäftigt haben. Sie haben erkannt: Der „Deep State" hängt mit den Erfordernissen der Hegemonialmacht im „Grossraum“ zusammen.
Dementsprechend gibt es Länder, in denen der „Tiefe Staat“ Alltagswissen ist, z.B. die Türkei oder Italien. Dort ist die Realität des parallelen Staates so unübersehbar zutage getreten, dass auch Staatspräsidenten von ihm reden - müssen. Und es gibt Länder, in denen man in öffentlichen Ämtern nicht von ihm sprechen kann, ohne Reputation und Karriere zu riskieren.
Die staatstragenden Kräfte vieler Länder blenden diese Realität deshalb weiter aus. Oder sie versuchen es zumindest. Aber auch in diesen Ländern ist der „Deep State“ aktiv geworden. Nicht nur in Vasallenstaaten, sondern auch im Zentralreich des Hegemons selbst.
Anhand praktischer Beispiele legt der Journalist Dirk Pohlmann praktisch und theoretisch dar, was es mit dem "Deep State“ auf sich hat. Sein Vortrag ist eine Mischung aus staatsrechtlicher Analyse und Bericht, wann und wo der Deep State sichtbar geworden ist. Ein spannendes Thema, dessen Bedeutung kaum überschätzt werden kann. Es ist besser, darüber Bescheid zu wissen, als nur die Konsequenzen verständnislos erleben zu müssen.v https://gruppe42.com/

Die Bush-Administration hat das US-Militär in eine globale Propaganda-Maschine verwandelt. Tom Curley, Chef der amerikanischen Nachrichtenagentur AP, kann dazu nicht mehr länger schweigen. Am Wochenende referierte er an der Universität von Kansas vor Journalisten über den Druck des US-Verteidigungsministeriums auf seine Berichterstatter in Kriegsgebieten wie Irak oder Afghanistan. Sein Fazit: «Es wird langsam unerträglich.» Hohe Generäle hätten gedroht, dass man die AP und ihn ruinieren werde, wenn die Reporter weiterhin auf ihren journalistischen Prinzipien beharren würden. Seit 2003 wurden bereits elf Journalisten der AP im Irak für mehr als 24 Stunden verhaftet. […]
Eine für den Informationskrieg zuständige Dienststelle namens «Joint Hometown News Service» befindet sich nach AP-Informationen auf einem früheren Luftwaffen-Stützpunkt in San Antonio, Texas. Dort würden Wort- oder Bildberichte produziert, die man unter falscher Quellenangabe den Medien zuspielt.
Für 2009 sei die Herausgabe von 5400 Pressemitteilungen, 3000 Fernsehspots und 1600 Rundfunkinterviews geplant – doppelt so viel wie noch vor zwei Jahren. Dieser Service ist nur ein kleiner Ausschnitt des ständig wachsenden Pentagon-Medienimperiums. Schon jetzt ist es grösser als die allermeisten Pressekonzerne der USA.
AP-Chef Tom Curley plädiert für neue klare Regeln im investigativen Journalismus. «Denn wir sind die einzige Kraft, welche die Regierung zu überprüfen vermag.»
[27'000 PR-Berater polieren Image der USA, Marc Brupbacher, Tagesanzeiger.ch/Newsnet, 12.02.2009 – Hervorhebungen von mir]


Mein Vorschlag:
Als nächstes drehen wir mal den ganzen Friedensforschungs-Institutionen den Hahn zu. Dann wird unser Bildzeitungs- und Dschungelcamp-Publikum nicht durch Zahlen über Rüstungsausgaben verunsichert. (s.o.: SIPRI)
siehe dazu:
- Medien: intellektuelle Korrumpierbarkeit in Konfliktzeiten (Post, 31.12.2002)
Und als nächstes gucken wir mal, ob dieser Scheiß Pohlmann nicht irgendwas mit Kinderpornographie auf seiner Festplatte hat! – Wär’ doch gelacht!