Sonntag, 30. August 2015

Putin über die NATO, Deutschland und den aktuellen Ukraine-Konflikt

Putin über die NATO, Deutschlnad und den aktuellen Ukraine-Konflikt [4:57]

Veröffentlicht am 30.08.2014
Russlands Staatspräsident Wladimir Putin bei seinem Besuch des Jugend-Forums "Seliger" beantwortete viele Fragen, unter anderem die Frage, ob man die UNO reformieren sollte. Dabei erwähnte er das Thema der "deutschen Schuld" aus dem Zweiten Weltkrieg.

Выступление Владимира Путина на молодежном форуме «Селигер-2014»

Президент России Владимир Путин принимает участие в работе Всероссийского молодежного форума «Селигер-2014». ПОДРОБНЕЕ: http://russian.rt.com/article/47524

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Russlands Reaktionen auf NATO-Einkreisung [9:01]

Veröffentlicht am 15.03.2014
Wer in diesem Zusammenhang ein Augenmerk auf die derzeitigen Entwicklungen in der Ukraine wirft, kommt der Wahrheit einen großen Schritt näher. Sollte das Land nämlich der EU beitreten, könnten Nato-Raketen bis unmittelbar an die russische Grenze verlagert werden.

Präsident Putin lacht über Reporterfrage [0:27]

Veröffentlicht am 24.07.2013
Kleiner Ausschnitt aus der ARD-Doku "Ich, Putin", aus 2012, von Hubert Seipel (auch der Interviewer hier)

Schlag gegen Syrien - Ziel: Russland
http://apxwn.blogspot.de/2012/08/schl...

Baschar al-Assad im Interview für "Izvestia"
http://apxwn.blogspot.de/2013/08/basc...

siehe auch:
- Wrestling im Manchester-Kapitalismus: Putin vs. russische Oligarchen (Post, 02.03.2015)
- Die bitter-bizzare Chronik des Putinismus (Post, 02.03.2015)
- Politik ohne Volk (Post, 02.03.2015)

Interview: Michael Gorbatschow über Putin, die Deutschen und Amerika [3:49]

Veröffentlicht am 14.01.2015
Hier gibt es mehr Infos und ein weiteres Video:
http://www.spiegel.de/politik/ausland...
Michail Gorbatschow gilt als Totengräber der Sowjetunion. Im Westen wird er dafür gefeiert, in Russland gehasst, doch beides wird ihm nicht gerecht. Die SPIEGEL-Redakteure Britta Sandberg und Matthias Schepp haben ihn zum Interview getroffen.

Krim - Hintergrund zum Ukraine Krim Konflikt [9:16]

Veröffentlicht am 27.03.2014
Die Pipeline-Logik der USA und EU.
Das Schwarze Meer ist für Russland, die EU und die USA sowohl von strategischer als auch von energiepolitischer Bedeutung. Die Kontrolle über den Transport von Erdöl und Erdgas in der Region ist hart umkämpft, wie erst im Sommer 2008 wieder durch den russisch-georgischen Krieg deutlich wurde.

Mit offenen Karten - Ukraine - Rückkehr nach Europa - Doku deutsch [11:21]

Veröffentlicht am 09.12.2014
Doku deutsch: Mit offenen Karten - Ukraine - Rückkehr nach Europa
Weltgeschichte Live erleben - Politik aktuell

Mit offenen Karten - Russland - Eine Grossmacht 1/2 [10:58]

Veröffentlicht am 30.09.2012

Mit offenen Karten - Russland eine Großmacht Teil [2/2] [10:59]

Veröffentlicht am 24.01.2015

Mit offenen Karten - Doku über Russland Globale Geopolitik am Schwarzen Meer [19:59]

Veröffentlicht am 12.12.2014
Mit offenen Karten - Doku auf deutsch über Russland - Globale Geopolitik am Schwarzen Meer

Mit offenen Karten - China und Russland - Partner oder Rivalen? [9:41]

Veröffentlicht am 15.03.2015

Mit offenen Karten: Neue Seidenstraße! Der Alptraum der USA!? [11:48]

Veröffentlicht am 18.02.2015
Mit offenen Karten: Sendung anlässlich der Aufnahme der Seidenstraße in das Weltkulturerbe. Thematisiert werden die Geschichte der Seidenstraße, das Konzept der "Neuen Seidenstraße" und die dahinter stehenden Interessen Chinas. Wird die USA da nur zuschauen?
Erstausstrahlung: 10.01.2015.

zzz

Russische Homophobie und deutsche Lösungen

"Hallo ihr Schwuchteln!" - Händchen-Halten-Test in Moskau [3:30]

Veröffentlicht am 13.07.2015
So reagiert man in Moskau auf die "transatlantischen Werte". Ich kann mir gut vorstellen, dass die Reaktion der Menschen in anderen Regionen Russlands, wo man Schwule seltener oder gar nicht zu Gesicht bekommt, um einiges heftiger ausgefallen wäre. Und das ist auch gut so.
Moskau, 12.07.15. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=wgm3l...

Schwulenhass in Russland | extra 3 | NDR [2:09]

Veröffentlicht am 15.08.2013
Das Land, das von einem ständig homoerotisch posierenden Präsidenten regiert wird, verschärft auch seine Anti-Schwulen-Gesetze für Sportveranstaltungen. Jasmin Al-Safi klärt Russland auf.

mein Kommentar:
Wenn nicht narzißtisch, wenn nicht Macho, dann homoerotisch… (im Auge des Betrachters…)

Johannes Schlüter: Schwuler Fußballer | extra 3 | NDR [2:53]

Veröffentlicht am 16.01.2014
Tim Jensen outete sich als erster aktiver Bundesliga-Profi. Sicherlich auch ein Verdienst von Fußballmanager Johannes Schlüter. Denn was nicht tolerant ist, wird tolerant gemacht.

mein Kommentar:
auch wenn wir von unserem politisch korrekten Tolerant-Sein immer mal wieder Sodbrennen kriegen: es reicht immer noch, Putin eine reinzuwürgen…

Kreml-Chef spricht von Eigenstaatlichkeit der Ost-Ukraine

Wladimir Putin drängt die Ukraine zu Verhandlungen mit den pro-russischen Rebellen über die Eigenstaatlichkeit der Ost-Ukraine. Gespräche über eine politische Lösung der Krise sollten umgehend beginnen, sagte Russlands Präsident der russischen Nachrichtenagentur Itar Tass zufolge im Staatsfernsehen. Der Kreml ruderte anschließend zurück. Der zwischen pro-russischen Separatisten und ukrainischen Regierungstruppen umkämpfte Teil solle "natürlich" Teil der Ukraine bleiben.

Bei den geforderten Gesprächen solle nicht "über technische Fragen, sondern über politische Organisation von Gesellschaft und Staatlichkeit " verhandelt werden, sagte Putin. Verhandlungen zwischen der Regierung in Kiew und den Rebellen über die politische Zukunft der Ukraine, der die Spaltung droht, hatte Putin zwar schon des Öfteren verlangt. Das Wort Eigenstaatlichkeit aber benutzte er nun zum ersten Mal.

Das könnte bedeuten, dass er die volle Unabhängigkeit der Regionen fordert, die er als Neurussland bezeichnet. Putin forderte bisher nur eine Föderalisierung der Ukraine, bei der die Regionen des Landes mehr Macht bekämen. Pro-russische Rebellen hatten ihre Region um die Metropolen Lugansk und Donezk zur "Volksrepublik" erklärt und die Bevölkerung im Mai über deren Unabhängigkeit abstimmen lassen.

Kreml rudert zurück Der Kreml versucht die Äußerungen Putins klarzustellen. Es handle sich nicht um einen Konflikt zwischen der Ukraine und Russland, sondern um einen innenpolitischen ukrainischen Konflikt, sagte am Sonntag der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow.

mehr:
- Verwirrung um Putin-Aussage: Kreml-Chef spricht von Eigenstaatlichkeit der Ost-Ukraine (Advaita, Hintergründe, 31.08.2015)

Amtlich: Putin anerkennt Neurussland [1:07]

Veröffentlicht am 10.09.2014
Putin hat heute in der Lebensspendenden-Dreifaltigkeitskathedra­le auf den Worobjow-Bergen in Moskau Kerzen für die Opfer und Beschützer von Neurussland angezündet.
Link: http://www.youtube.com/watch?v=Mhvwfh...

Die russische Armee beginnt sich in Syrien zu engagieren

In der Levante hat sich soeben ein tiefgreifender und bedeutsamer Wandel vollzogen:

Die russische Armee beginnt sich gegen den Terrorismus in Syrien zu engagieren. Während sie seit der Auflösung der Sowjetunion auf der internationalen Bühne fehlt und obwohl sie mit Vorsicht vorangeht, hat sie kürzlich eine russisch-syrische Kommission gegründet, Waffen und Aufklärung geliefert und Berater geschickt. All dies mehr oder weniger abgestimmt mit dem Weißen Haus.

Gebürtig aus Tatarstan kennt General Waleri Gerassimow, der Generalstabschef der Armee der Russischen Föderation und Stellvertretender Verteidigungsminister, den Islam gut. Darüber hinaus hat er Verbrechen verfolgt, die von russischen Soldaten in Tschetschenien begangen wurden, und hat siegreich die Dschihadisten des islamischen Emirats Itschkerien bekämpft..

mehr:
- Die russische Armee beginnt sich in Syrien zu engagieren (Thierry Meyssan, EinarSchlereth, Übersetzung: Sabine, 24,08,2015)

SYRIEN: Mit offenen Karten 1v2 Die Ursprünge der Krise - Syrien 2013 - Syria [12:05]

Veröffentlicht am 20.01.2013

MIT OFFENEN KARTEN - Syrien: Regionale Auswirkungen der Krise (2/2) [11:50]

Veröffentlicht am 22.09.2012
MIT OFFENEN KARTEN - Syrien: Die Ursprünge der Krise (1/2)  

Mit offenen Karten - Amerikanische Mittelost Politik auf dem Prüfstand [10:38]

Veröffentlicht am 25.01.2015

Der erste schwarze Präsident der USA

John Hanson war der erste schwarze US-Präsident. Wir sprechen nicht über 'John Hanson of Liberia' oder Johon Hanson, den falschen weißen Geschäftsmann, sondern über John Hanson, den ersten schwarzen US-Präsidenten.

Georg Washington war nicht der erste Präsident der USA. In Wirklichkeit war der erste Präsident der Vereinten Staaten ein John Hanson. Ihr braucht nicht die Enzyklopädie über seinen Namen bemühen – er ist einer jener großen Männer, die in der Geschichte verloren gingen. Wenn ihr großes Glück habt, dann findet ihr vielleicht eine kurze Erwähnung seines Namens.

Maryland weigerte sich, das Dokument zu unterzeichnen, bevor nicht Virginia und New York seine westlichen Gebiete zurückgegeben hätten (Maryland fürchtete, dass diese Staaten zu viel Macht in der neuen Regierung durch diese großen Landgewinne erlangen würden).

mehr:
- John Hanson war der erste Schwarze US-Präsident (Deutsche Übersetzung aus ReunionBlackFamily von Einar Schlereth, Einar Schlereth, 28.08.2015)

Obama not first black president [1:54]

Veröffentlicht am 08.07.2012
Poor Morgan Freeman. In his old age he cant figure out if Obama is black or not.

Re: The Real First Black President [4:44]

Hochgeladen am 17.01.2009
Lets look at the Truth that Men have covered up for a Long Time My People.


Tarifflucht und Prekarisierung: Zur Situation der Beschäftigten im Einzelhandel

Der Einzelhandel ist nach dem Bereich „Gesundheit und Soziales“ die zweitgrößte “Frauen-Branche”. Der harte Konkurrenzkampf hat hier dazu beigetragen, dass sich der Druck auf die Löhne immens erhöht hat und prekäre Beschäftigungsverhältnisse zunehmend existenzsichernde Arbeitsplätze verdrängen. Dies sei nachfolgend am Beispiel der Bundesländer Bremen und Niedersachsen aufgezeigt.

Konsumverhalten und politische Entscheidungen verschärfen den Wettbewerb im Einzelhandel
Die Wettbewerbssituation im Einzelhandel wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Eine wichtige Rolle spielen hier beispielsweise die Einkommensverhältnisse. In den vergangenen zehn Jahren hat sich hier die äußerst zurückhaltende Reallohnentwicklung bemerkbar gemacht (siehe Abbildung 1). Bis 2009 lagen die Lohnsteigerungen deutlich unter der Inflationsrate.

mehr:
- Tarifflucht und Prekarisierung: Zur Situation der Beschäftigten im Einzelhandel (Marion Salot, annotatzioni, 28.08.2015)

Prekarisierung // Ein Job allein reicht nicht zum Leben [HD] [Full Episode] [36:40]

Veröffentlicht am 29.07.2015
Der Titel sagt alles: Die Dokumentation begleitet 3 Menschen die ohne eigenes Verschulden in eine heikle Situation geraten sind und sich mit mehreren Jobs über wasser zu halten versuchen.
SWR - 2014
Phoenix - Juni 2015

FAIR USE
Es entstehen keinerlei wirtschaftliche Vorteile, durch das Onlinestellen der Videos. Das Material ist unter der Rechtsdoktrin des anglo-amerikanischen Urheberrechts-Systems Fair Use (angemessene Verwendung) online gestellt worden. Die Videos dienen rein der öffentlichen Bildung und der Anregung geistiger Auseinandersetzung. Das Material ist rein zum Zwecke der Kritik, der Stellungnahme, der Berichterstattung, der Bildung und der Wissenschaft und stellt daher keine Urheberrechtsverletzung dar.


siehe auch:
- Streitthema Ladenschluss: Verlängerte Öffnungszeiten und die Arbeitsbedingungen im Einzelhandel (Marion Salot, 21.06.2015)

Zeitverträge: Folgt den Boomjahren ein Nachlassen des Befristungswahns?

In der vorletzten Woche hatte Süddeutsche.de gute Nachrichten für alle prekär Beschäftigten: laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes soll der Anteil der befristeten Stellen in den letzten Jahren zurückgegangen sein. Tatsächlich gibt es erste Anzeichen für ein Nachlassen des Befristungswahns. Die angeführte Statistik aber ist irreführend und wird der Problematik nicht gerecht.

Befristete Beschäftigung hat seit Mitte der 1990er Jahre und besonders seit dem Jahr 2004 einen regelrechten Boom erlebt. Nach Hochrechnungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) auf Basis des IAB-Betriebspanels 2013 ist die Zahl der befristeten Arbeitsverträge zwischen den Jahren 1996 und 2012 von etwa 1,3 auf über 2,7 Millionen gestiegen. Von 2003 bis 2012 stieg der Anteil befristet Beschäftigter an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten von 6,2 auf 9,5 Prozent. Gemessen an der betrieblichen Gesamtbeschäftigung stieg ihr Anteil von 5,0 auf 7,6 Prozent.

Seitdem aber soll sich alles zum Besseren gewendet haben. Nach den kürzlich vom Statistischen Bundesamt vorgelegten Zahlen geht der Anteil der befristet Beschäftigten an allen 25 Jahre und älteren abhängig Beschäftigten bereits seit 2011 zurück. Gemäß den der Nachricht zugrunde liegenden Berechnungen aus der Arbeitskräfteerhebung sank die Befristungsquote von 8,9 Prozent im Jahr 2011 kontinuierlich auf 8,1 Prozent in 2014.

mehr:
- Zeitverträge: Folgt den Boomjahren ein Nachlassen des Befristungswahns? (Markus krüsemann, annotazioni, 17.08.2015)

Kündigung nach 88 Befristungen. ZDF-WiSo, Sendung vom 02.06.2014 [4:06]

Veröffentlicht am 03.06.2014
Eine Aushilfskraft bei der Post erhielt über einen Zeitraum von 17 Jahren 88 Befristungen hintereinander. Oftmals nur für einige Wochen, im besten Fall für ein Jahr. Als wieder eine Verlängerung des Arbeitsverhältnisses anstand, sagte die Deutsche Post "Nein". Die Wittenburgerin erhielt keinen Anschlussvertrag mehr. Sie wandte sich in ihrer Not an die Gewerkschaft ver.di und reichte vor dem Arbeitsgericht Schwerin Klage gegen ihren alten Arbeitgeber ein. Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht Christoph J. Burgmer beurteilt den Fall und sagt als erfahrener Arbeitsrechtler, dass der überwiegende Teil aller arbeitsgerichtlichen Verfahren in einem Vergleich endet. 

Zeitverträge statt Festanstellung [2:49]

Veröffentlicht am 31.07.2014
Am Arbeitsmarkt herrscht Zuversicht: Jobsuchende sind gefragt. Aber eine Fest-Anstellung nach der Ausbildung oder dem Studium kommt heute fast schon einem Lotto-Sechser gleich. Jeder dritte Hochschul-Absolvent muss sich erst mal mit einem befristeten Vertrag begnügen, vor allem im Öffentlichen Dienst gibt es immer mehr Stellen mit Verfalls-Datum.

Hunderte Angestellte am Klinikum Dortmund haben nur Zeitverträge, denn die Klinik muss Geld sparen. Je nach Finanzlage wolle man hier flexibel bleiben, heißt es. Doch das bedeutet für die Beschäftigten, sie haben keinerlei Sicherheit und wenig Perspektive. Auch an den Universitäten hat die Anzahl der Zeitverträge extrem zugenommen. Inzwischen bekommen 80 Prozent aller Wissenschaftler nur noch befristete Anstellungen.

Der Staat nimmt seinen Angestellten damit nicht nur jegliche Perspektive. Er könnte sich damit auch langfristig ins eigene Fleisch schneiden, sagt der Soziologe Gerhard Bosch: "Die jungen Leute werden häufig jahrelang in befristeten Beschäftigungsverhältnissen festgehalten - und wenn sie können, wandern sie dann ab in ein festes Beschäftigungsverhältnis in der freien Wirtschaft."

Das wird sich der öffentliche Dienst auf Dauer nicht leisten können. Ohne Begründung darf der Arbeitgeber einen Vertrag nur dreimal verlängern und das maximal zwei Jahre lang – danach muss er Gründe nennen, wie zum Beispiel Schwangerschafts- oder Krankheitsvertretung. Der Arbeitsrechts-Experte Michael Felser sagt, diese Begründungen seien oft fadenscheinig. Die meisten trauten sich nicht zu klagen, dabei könnte sich das lohnen - gerade, wenn man eine Vielzahl von befristeten Verträgen erhalten habe. Denn das EU-Recht hat sich in den letzten Jahren geändert.
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Deutsche Vorherrschaft in Europa: "Ein neuer Wirtschaftsnationalismus"

Die "deutsche Frage" ist zurück: Der Wissenschaftler Hans Kundnani vergleicht Merkels Bundesrepublik mit dem Kaiserreich unter Bismarck. Hier erklärt er, wie er darauf kommt.

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Zur Person
Hans Kundnani ist Research Director am European Council on Foreign Relations, wo er vor allem zu deutscher Außenpolitik forscht. Zudem arbeitet er am Institut für Germanistik der Universität Birmingham. Zuvor hat Kundnani als Journalist für britische Medien aus Deutschland berichtet. Sein erstes Buch "Utopia or Auschwitz" über das Verhältnis der Achtundsechziger zum Holocaust erschien 2009.
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SPIEGEL ONLINE: Herr Kundnani, Sie haben ein Buch über Deutschlands Rolle in der Eurokrise geschrieben, das im Jahr 1871 beginnt. Warum?

Kundnani: Seit einigen Jahren ist in der Politik wieder von der "deutschen Frage" die Rede und von einer "deutschen Hegemonie" in Europa. Solche Begriffe implizieren, dass sich Elemente der deutschen Geschichte wiederholen. Publizisten wie George Soros und Martin Wolf schreiben sogar von einem neuen "German Empire". Dass das nicht nur eine akademische Debatte ist, haben Sie in den letzten Jahren an den Demonstranten in Athen gesehen.

SPIEGEL ONLINE: Wenn griechische Demonstranten Plakate von Angela Merkel mit Hitlerbart in die Höhe halten, dann ist das doch keine valide Kritik, sondern plumpe Provokation.

Kundnani: Selbstverständlich. Aber die Frage bleibt: Kann uns die Geschichte helfen, die heutige Lage zu verstehen? Die Hegemoniedebatte hat eine lange Tradition. Zwischen 1871 und 1914 war Deutschland so groß und stark, dass kein einzelnes Land in Europa seine Macht ausgleichen konnte. Zugleich war es nicht mächtig genug, um ein Hegemon zu sein, der allen anderen seinen Willen aufzwingen kann. Das war der Kern der "deutschen Frage": Der Historiker Ludwig Dehio hat Deutschlands Stellung als eine "halbhegemoniale" beschrieben. Deutsche Historiker wie Andreas Wirsching und Dominik Geppert argumentieren, dass Deutschland sich jetzt in einer ganz ähnlichen "halbhegemonialen" Stellung befinde. Der Unterschied ist, dass es in Europa nicht mehr um Geopolitik geht, sondern um Ökonomie.

mehr:
- Deutsche Vorherrschaft in Europa: "Ein neuer Wirtschaftsnationalismus" (Oskar Piegsa interviewt Hans Kundnani, SPIEGEL Online, 04.02.2015)

Mit dem Schlimmsten rechnen

Russland In Moskau wird soziale Krisenprävention betrieben und so mancher Bunker aus Sowjetzeiten wieder hergerichtet
Wo früher im Moskauer Gorki-Park Schießbuden und altmodische Karussells standen, gibt es jetzt Sportanlagen wie große Felder für Beach-Volleyball. Auf extra herangekarrtem feinen Sand wird bis spät in den Abend hinein um Aufschläge und Punkte gekämpft. Ansonsten herrscht im weitläufigen Areal mit seinen vielen Wegen ein irres Getümmel. Schöne Frauen spazieren mit ihren Freunden im Schatten der Parkalleen. Ab und zu rauschen Skateboard-Fahrer vorbei. Sie umkurven die Flaneure, ohne das Tempo zu drosseln. Verdammt noch mal, können die nicht ein bisschen langsamer fahren?, denke ich. „Die Russen lieben nun mal die Geschwindigkeit“, meint ein Freund, der mich begleitet. Man kann sich als Deutscher in Moskau über einiges aufregen, findet aber selten jemanden von den Einheimischen, der sich ebenso empört, abgesehen von ein paar Liberalen, die mit dem Gedanken spielen, nach Westeuropa auszuwandern.

Sowjetisches Flair hat der Gorki-Park eingebüßt, sieht man vom riesigen Eingangsportal mit seinen mächtigen Säulen ab. Dafür haben sich jetzt ausländische Firmen im Park etabliert wie ein japanischer Autohersteller mit einem Testgelände für seinen Wagenpark und ein amerikanischer Sportausstatter, der zum kostenlosen Fitness-Training einlädt. Die Nachfrage verebbt nie.

Moskau im Spätsommer, das ist nicht die hektische Stadt des innerstädtischen Dauerstaus und der überfüllten Metro-Waggons unter der Erde. Viele wohnen jetzt auf ihren Datschen und kehren erst im September zurück. Selbst die Gassen südlich und nördlich des Kreml in den Vierteln Samoskworetschje und Basmany wirken verloren und sich selbst überlassen. Die neue Aussichtsplattform von Detski Mir, dem restaurierten Kinderkaufhaus an der Metro-Station Lubjanka, bietet einen unvergleichlichen Blick über die Stadt bis hin zur Lomonossow-Universität.

mehr:
- Mit dem Schlimmsten rechnen (Ulrich Heyden, Freitag-Community, 26.08.2015)

Weimar reloaded

Krise Die Austeritätspolitik Wolfgang Schäubles wird immer wieder mit der Ära Heinrich Brüning in den 1930er Jahren verglichen. Zu Recht?
Das Land befindet sich schon mitten in der Depression und schuld daran sind hohe Lohnkosten und üppige Sozialpolitik. Helfen können dagegen nur Lohn-, Preis- und Budgetkürzungen. Was sich liest wie eine Mainstream-Diagnose des heutigen Europas, ist tatsächlich der Inhalt eines Artikels aus dem März 1929. Er erschien im Deutschen Volkswirt, einem damaligen Fachblatt der liberalen Ökonomie. Der Autor war kein Geringerer als Joseph Schumpeter. Was er vorschlug, ist später als die berüchtigte Deflationspolitik des bis Mai 1932 amtierenden Reichskanzlers Heinrich Brüning bekannt geworden. Brünings Politik ist jüngst des Öfteren mit dem heutigen Agieren von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble in Europa verglichen worden, etwa von Werner Vontobel im Freitag vom 18. Juni. Wie stichhaltig ist dieser Vergleich?

Als der konservative Katholik Brüning im März 1930 sein Amt als zwölfter Kanzler der Weimarer Republik antrat, war die Lage desolat. Seine Amtszeit sollte mit dem Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise und Arbeitslosenzahlen zusammenfallen, die historische Rekorde setzten. Zudem musste ein Staatshaushalt mit einem Defizit von 330 Millionen Reichsmark verabschiedet werden. Und die Schuldenkrise sollte sich bis zum Höhepunkt der Banken- und Währungskrise im Juli 1931 noch weiter verschärfen. Umso bedrohlicher war die Lage des Reiches, als diesem aufgrund des Wahlerfolgs der Nationalsozialisten am 14. September 1930 ausländische Kredite abgezogen wurden. Nun waren Reichsbank und Reichsfinanzministerium auf einen 125-Millionen-Dollar-Überbrückungskredit von einem ausländischen Bankenkonsortium unter Führung des US-Bankhauses Lee, Higginson & Co. angewiesen. Doch das Darlehen wurde dem Reich nur unter hochpolitischen Bedingungen gewährt: unter anderem die Einbringung und Verabschiedung eines Schuldentilgungsgesetzes im Reichstag sowie die Auflage eines drastischen Haushaltssanierungsplanes.

Die Auflagen des Konsortiums kamen Brüning nicht ungelegen. Sein Ziel war es ohnehin, die Defizite durch die Aufnahme eines Kredits und eine rigorose Sparpolitik zu beseitigen. So mussten Länder und Gemeindeverbände mit gekürzten Reichsüberweisungen und die Kommunen mit den Belastungen der Wohlfahrtsfürsorge rechnen, die Beiträge der Arbeitslosenversicherung sollten erhöht und diese vom Reichshaushalt abgekoppelt, zudem der öffentliche Wohnungsbau eingeschränkt sowie Löhne und Gehälter gekürzt werden.


Neoklassische Agenda

Solch eine neoklassische Agenda genießt gegenwärtig wieder die Deutungshoheit: Demnach krankten die Volkswirtschaften Südeuropas an einem Lohnniveau, das über der gesamtwirtschaftlichen Produktivität liege, und besäßen deshalb eine zu geringe Wettbewerbsfähigkeit. Erhöht werden könne diese nur durch eine Absenkung des Lohn- und Preisniveaus. Das entspricht der wirtschaftstheoretischen Grundannahme der Industrieverbände in der Weimarer Zeit: überhöhte Produktionskosten als Hauptursache der Wirtschaftskrise.

Da für die Regierung Brüning die höchste Priorität auf dem Finanzausgleich lag, kombinierte sie Steuererhöhungen mit Ausgaben- und Gehaltssenkungen. Im Zuge von insgesamt vier „Notverordnungen zur Sicherung der Steuern und Finanzen“ erhöhte sie unter anderem die Umsatz-, Lohn- und Einkommensteuer. Dagegen wurden im öffentlichen Dienst mehrfach Gehaltssenkungen und die Herabsetzung der Pensionen und Renten, der Kriegsopfer-, Kranken- und Arbeitslosenunterstützung angeordnet. Unschwer ist zu erkennen, wie all dies den seit 2010 Griechenland auferlegten Maßnahmen gleicht.

mehr:
- Weimar reloaded (Sebastian Müller, Freitag-Community, 30.08.2015)

Experiment Weimar: Die Weimarer Republik (1919-1933) [28:47]

Hochgeladen am 06.09.2011


WEIMARER REPUBLIK [5 Fakten] ABITUR Geschichte [9:09]

Veröffentlicht am 27.05.2014

WERDE FAN:
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Heute mit 5 Fakten zur Weimarer Republik ab 1918.
Unter anderem zum Versailler Vertrag, Wirtschaftskrise, Inflation, Parteien, Aufstieg der NSDAP und weiteren Faktoren. (Völkerbund, Verfassung der Weimarer Republik Stellung des Reichspräsidenten, Artikel 25 und Artikel 48, Notstandsverordnung usw.)

Über einen Daumen nach oben würden wir uns freuen! :)


Der eigentliche Skandal ist ein anderer

Arbeitsbedingungen Amazon steht in der Kritik. Ein Artikel der New York Times prangert das harte Arbeitsklima für höhere Angestellte an – doch das ist nicht das eigentliche Problem

Vor einer Woche veröffentlichte die New York Times einen langen Artikel über die Arbeitsbedingungen bei Amazon. In diesem intensiven Bericht schilderten mehrere ehemalige höhere Angestellte, die knallharten Arbeitsbedingungen. Der Handelsriese geriet umgehend massiv in die Kritik und viele Kunden kündigten bereits einen Boykott an. Doch der Artikel selber sollte kein Grund für einen Boykott sein, denn er schildert nur die Arbeitsbedingungen höherer Angestellter bei einem der Top-Unternehmen unserer globalisierten Wirtschaft. Dass die Arbeitsbedingungen für die Arbeiter in den Logistikzentren deutlich schlimmer aussehen, verschweigt der Artikel, dabei ist das ein viel größeres Problem und ein besserer Boykottgrund.

New York Times vs. Amazon

In dem Artikel beschuldigt die Times das Unternehmen Amazon, ein wenig bekanntes Experiment durchzuführen, um herauszufinden, wie weit es bei höheren Angestellten gehen kann, bevor die Grenzen des Akzeptablen erreicht sind. Um diesen Punkt zu untermauern, führten die Autoren Jodi Kantor und David Streitfeld Interviews mit über 100 derzeitigen und ehemaligen Amazon-Angestellten. Die öffentliche Meinung kippte schnell gegen das Unternehmen. Kein Wunder, denn die geschilderten Fälle zeichnen ein Bild von Arbeitsbedingungen, das die meisten nicht mit ihrem guten Gewissen in Einklang bringen können.

Eine Mitarbeiterin erhielt nach ihrer Rückkehr von einer Behandlung von Schilddrüsenkrebs eine schlechte Leistungsbewertung, da die Kollegen ihre Abwesenheit kompensiert haben. Eine weitere Mitarbeiterin hatte eine Fehlgeburt von Zwillingen und musste einen Tag nach der Operation auf eine Geschäftsreise, denn die Arbeit müsse schließlich erledigt werden, wie ihr ein Vorgesetzter mitteilte. Dies sind nur zwei Beispiele, die verdeutlichen, was für ein Arbeitsumfeld bei Amazon herrscht. Oder geherrscht hat?!

Es dauerte nur einen Tag, bis aus der Firma heraus zurückgeschossen wurde. Der derzeitige Amazon-Mitarbeiter Nick Ciubotariu schrieb in einem langen Beitrag auf LinkedIn, dass er in den 18 Monaten, in denen er bei Amazon ist, keinen Mitarbeiter an seinem Schreibtisch hat weinen sehen, wie im Times-Artikel beschrieben wurde und dass er nie ein einzelnes Wochenende gearbeitet hat, wenn er es nicht wollte. Auch Amazon CEO Jeff Bezos meldete sich mit einer Memo an seine Mitarbeiter zu Wort und erklärte, dass er glaubt, jeder, der in einer Firma arbeitet, die wirklich so ist, wie sie der Artikel beschreibt, verrückt wäre zu bleiben.

Doch eigentlich widersprechen sich beide Seiten nicht. Bezos leugnet nicht, dass es diese genannten Beispiele gegeben hat. Auch dass das Arbeitsklima sehr rau und darwinistisch war, leugnet weder der CEO, noch sonst jemand. Doch das hat sich nun alles geändert, wenn man dem Firmenchef Glauben schenkt. Dennoch bleibt die Frage, wie groß diese Veränderungen denn im Vergleich zu heute sind und wie weit sie bereits kaskadiert sind, von Bezos unbeantwortet.

mehr:
- Der eigentliche Skandal ist ein anderer (Daniel Kuhn, Freitag-Community, 24.08.2015)

mein Kommentar:
jeder von uns kann für sich entscheiden, ob er ein Unternehmen wie Amazon unterstützen will.
Gesellschaftliche Mißstände werden meist durch die Bequemlichkeit der Menschen aufrechterhalten.