Dienstag, 30. Dezember 2014

Freiheit und parlamentarische Demokratie in Georgien und der Türkei

Von weihnachtlicher Harmonie konnte bei dieser Parlamentssitzung in Georgien am Freitag keine Rede sein. Erst waren es nur Wortgefechte, dann lief die Debatte vollends aus dem Ruder.
mehr:
- Statt Wortgefechten: Keilerei im georgischen Parlament (SPIEGEL, 27.12.2014)
(Einbetten leider nicht möglich)

In Georgien gibt es im Vergleich zu uns im Westen noch sehr tatkräftige Politiker!
Solche Debatten würde ich mir für unseren Bundestag auch wünschen!

Mit solchen Leuten in der NATO hätten wir die Ukraine-Krise schon längst zu einem Abschluß gebracht.

siehe dazu auch:


- Polit-Talkshow in Georgien: Schlagende Argumente (SPIEGEL, 14.02.2013) 

Auch in der Türkei ist noch mehr los:

- Faustschlag ins Gesicht: Türkischer Oppositionsführer attackiert (SPIEGEL, 09.04.2014)



Also: Nix wie los und Türkei in die EU und Georgien in die NATO. Ein georgischer NATO-Generalsekretär, der wäre bei der Meldung von 23 gepanzerten russischen Fahrzeugen auf ukrainischem Boden sofort in seinen Düsen-Jet gesprungen und hätte den blöden Russen eigenhändig ein paar Bomben auf die Rübe geschmissen!

Dr. Strangelove (7/8) Movie CLIP - Kong Rides the Bomb (1964) HD [2:42]

Veröffentlicht am 08.03.2013
Dr. Strangelove Movie Clip - watch all clips http://j.mp/WCL1cG
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When Kong (Slim Pickens) tries to fix the bomb door, he accidentally opens it and ends up riding it all the way down.

TM & © Sony (2012)
Cast: James Earl Jones, Slim Pickens
Director: Stanley Kubrick
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Producer: Victor Lyndon, Stanley Kubrick
Screenwriter: Stanley Kubrick, Terry Southern, Peter George
Film Description: In 1964, with the Cuban Missile Crisis fresh in viewers' minds, the Cold War at its frostiest, and the hydrogen bomb relatively new and frightening, Stanley Kubrick dared to make a film about what could happen if the wrong person pushed the wrong button -- and played the situation for laughs. Dr. Strangelove's jet-black satire (from a script by director Stanley Kubrick, Peter George, and Terry Southern) and a host of superb comic performances (including three from Peter Sellers) have kept the film fresh and entertaining, even as its issues have become (slightly) less timely. Loaded with thermonuclear weapons, a U.S. bomber piloted by Maj. T.J. "King" Kong (Slim Pickens) is on a routine flight pattern near the Soviet Union when they receive orders to commence Wing Attack Plan R, best summarized by Maj. Kong as "Nuclear combat! Toe to toe with the Russkies!" On the ground at Burpleson Air Force Base, Group Capt. Lionel Mandrake (Peter Sellers) notices nothing on the news about America being at war. Gen. Jack D. Ripper (Sterling Hayden) calmly informs him that he gave the command to attack the Soviet Union because it was high time someone did something about fluoridation, which is sapping Americans' bodily fluids (and apparently has something to do with Ripper's sexual dysfunction). Meanwhile, President Merkin Muffley (Sellers again) meets with his top Pentagon advisors, including super-hawk Gen. Buck Turgidson (George C. Scott), who sees this as an opportunity to do something about Communism in general and Russians in particular. However, the ante is upped considerably when Soviet ambassador de Sadesky (Peter Bull) informs Muffley and his staff of the latest innovation in Soviet weapons technology: a "Doomsday Machine" that will destroy the entire world if the Russians are attacked.

Ex-Sozialrichter Borchert rechnet mit Sozialstaat ab

Abrechnung mit dem Sozialstaat - der streitbare Sozialrichter Jürgen Borchert, den manche als "soziales Gewissen Deutschlands" bezeichnen, geht in den Ruhestand. Im SZ-Gespräch kritisiert er die Hartz-IV-Gesetze und erklärt, warum der Rückgang der Arbeitslosenzahlen nichts bringe. Für 2030 prognostiziert Borchert gar eine sozialpolitische Katastrophe.

Er hat es eilig - obwohl er gerade in den Ruhestand gegangen ist. Der Jurist Jürgen Borchert, 65, hat im Dezember sein Amt als Vorsitzender Richter am hessischen Landessozialgericht abgegeben. Ein Mann, der mit dem großen Etikett "Soziales Gewissen Deutschlands" versehen wurde, den viele als "Robin Hood der Familien" vergöttern und der maßgebliche Verfassungsbeschwerden geprägt hat, die unser Land ein klein wenig gerechter machen, hört nicht so einfach auf. Jürgen Borchert ist mit dem Zug aus Heidelberg angereist, gottseidank pünktlich - denn er hat viel zu sagen. Schnell den Laptop auf den Tisch gelegt und die gelben Karteikarten sortiert, auf der säuberlich Zahlenkolonnen von Arbeitslosigkeit bis Erziehungszeiten notiert sind. Der Mann hat eine Mission. Es kann los gehen - mit einem Resumée über das Arbeitsleben als einer der streitbarsten Sozialrichter Deutschlands und das Gefühl, manchmal im falschen System zu sein.

mehr:
- Sozialrichter Borchert über Hartz-IV-Gesetze: "Ja, es stimmt: Ich bin zornig" (Ulrike Heidenreich, Jan Heidtmann, Süddeutsche Zeitung, 26.12.2014)

Vadim und die Separatisten

Ukraine-Krise Vadim war bei uns in Berlin. Er ist gegen die Separatisten und aus seiner Sicht konnten wir das verstehen. Aber was ist die Lösung?

Im Juni, während des Krieges ist er nach Charkiv mit Frau und Tochter, wollte eigentlich wieder zurück. Aber in seiner Abwesenheit kamen Leute, die sich als Volksmilizen bezeichneten, hielten seiner Mutter eine Pistole an den Kopf, verlangten Geld. Dann nahmen sie sein Auto mit. Stereotype Begründung dieser Maßnahme: Sie würden das Auto an Bedürftige verteilen. Zu Vadims Vater kamen sie auch, wollten ebenfalls Geld, er war früher der Tankwart in der Stadt „Eigentlich sollen wir dich verprügeln“, sagte einer. „Aber warum, mit welchem Sinn“, fragte sein Vater, da ließen sie es.

Hier in Berlin erzählte Vadim die halbe Nacht, wir diskutierten viel, sein Freund nickte meist freundlich und manchmal engagiert mit dem Kopf, sprach aber wenig, obwohl Natascha alles sofort übersetzte.

mehr:
- Vadim und die Separatisten (Sönke Paulsen, Nutzerbeitrag, der Freitag, 01.12.2014)

Die Kraft des Tai Chi wohnt hier nicht mehr. Eine Erweckungsgeschichte

Tai Chi ist gut für die Harmonie. Und für die innere Ruhe. Vorausgesetzt, man weiß was das ist. So sprach vor langer Zeit zu mir eine Tai-Chi-Begeisterte, der ich ganz frisch in Liebe zugetan war. Damals lebte ich in einer Hinterhofwohnung in Berlin-Friedrichshain, wo es sich anfühlte, als lebte ich auf dem Flughafen. Der Hinterhof hinter der Hinterhofwohnung war riesig und beherbergte ein Plexiglas-Sägewerk, eine Autowerkstatt und eine Sammelstelle für Altglascontainer. Dass die vor dem Haus haltende Straßenbahn bimmelte, fiel nur auf, wenn es dunkel wurde und im Hinterhof Ruhe einkehrte (bis sechs Uhr morgens).

Und so saß ich mit meiner neuen Freundin bei einem schlechten Inder um die Ecke und lauschte ihrem Lob des Schattenboxens. »Da wird man total ruhig und tankt auch noch viel Kraft«, sagte sie mit würdevoller Stimme, während mir das brüchige Papadam aus dem offenen Mund rieselte. Welche Kraft es denn da zu tanken gebe, fragte ich vorsichtig. »Na, Energie. Das kannst du spüren.« Wie denn das? wollte ich wissen. Sie schaute mich mit großen Augen an, als wäre ich frisch entlaufen. »Wenn man die Hände aneinander reibt. Wir massieren uns auch gegenseitig die Füße – wunderbar. Und wir machen Qigong und formen einen unsichtbaren Ball aus purer Energie! Damit wir warm werden.« Ich glaubte, hier pfeift das Vögelchen. Doch sie dachte das auch von mir und blitzte mich an: »Was, du bist nicht ein bisschen spirituell? Du armer Mann!«

mehr:
- Du armer Mann! – Die Kraft des Tai Chi wohnt hier nicht mehr. Eine Erweckungsgeschichte (Jackson Müller, junge Welt, 29.12.2014)
Eine Postkarte, die mir mal jemand geschickt hat

Plagiate in Serbien: Fake-Diplome für den Staatschef

Titelschwindler in der Politik sind in Serbien ein massives Problem. Auch in den Nachbarländern Bosnien und Albanien wird immer wieder über dubiose Fake-Hochschulen und zusammengeklaute Abschlussarbeiten berichtet. Die Konsequenzen: meistens keine.
mehr:
- Plagiate in Serbien: Fake-Diplome für den Staatschef (SPIEGEL, 27.12.2014)

Rätsel der Woche: Verflixte Spirale

Dieses Problem hat es in sich: Auf einen langen, schmalen Zylinder ist eine Linie gezeichnet, die wie eine Spirale von unten nach oben verläuft. Wie lang ist diese Linie?

mehr:
- Rätsel der Woche: Verflixte Spirale (SPIEGEL, 28.12.2014)

Montag, 29. Dezember 2014

Resolution 758 / Ukraine Freedom Support Act

Gruselgeschichten Die USA bereiten mit der Resolution 758 und dem Ukraine Freedom Support Act eine militärische Auseinandersetzung in Europa vor.

Am 4.12. verabschiedete das Abgeordnetenhaus des US-Kongresses mit 411 zu 10 Stimmen die Resolution 758. Das an Diktaturen erinnernde Abstimmungsergebnis blieb in den deutschen Medien ebenso unkommentiert, wie die Resolution trotz ihrer enormen politischen Tragweite ebenfalls unerwähnt blieb. Der US-Kongress verabschiedete am 11.12. den Ukraine Freedom Support Act. Obama hat den Ukraine Freedom Support Act unterzeichnet, der damit Gesetz ist. Auch das war den deutschen Qualitätsmedien bestenfalls eine Randnotiz wert, ein Ausleuchten der Konsequenzen erfolgte nicht.
Daher müssen wieder mal die Blogs die aufklärende Arbeit leisten, die der Qualitätsjournalismus sich weigert zu erbringen. Einen Vorteil hat das, denn in den Blogs darf man ohne Rücksicht auf die transatlantische Anbindung des Chefredakteurs formulieren. Diese Freiheit liest sich dann so: Beide Texte, die Resolution 758 ebenso wie der Ukraine Freedom Support Act sind erschütternde Dokumente größenwahnsinnigen Denkens, ohne jeden Bezug zur Realität, bis ins Komma verlogen, die Tatsachen verdrehend, reine Heuchelei.

mehr:
- Resolution 758 / Ukraine Freedom Support Act (Gert Ewen Ungar, Nutzerbeitrag, der Freitag, 26.12.2014)

siehe auch:
Interview mit Willy Wimmer über Resolution 758 des US-Kongresses (Cashkurs, 18.12.2014)
H.Res.758 – Entschiedene Verurteilung der Handlungen der Russischen Föderation unter dem Präsidenten Wladimir Putin, der eine Politik der Aggression betreibt, die auf die politische und wirtschaftliche Unterdrückung der Nachbarstaaten ausgerichtet ist (Friedenspolitische Mitteilungen aus der US-Militärregion Kaiserslautern/Ramstein, 14.12.2014, PDF)
Na, wenn schon die Pfälzer wach werden, dann liegt wirklich was im Argen!
- Die nächste Zutat zur Propaganda-Suppe: Scharfe US-Resolution gegen Russland (Post, 10.12.2014)
- US-Kongress “erklärt Krieg” gegen Russland (Der Souverän, Nutzerbeitrag, der Freitag, 07.12.2014)
mein Kommentar:
Resolution 758 ist dermaßen peinlich, daß unsere Leitmedien gut daran tun, nicht darüber zu berichten. Das gäbe nämlich sonst einen Volksaufstand…

Falsches Weihnachtsgeschenk: Schwede zeigt seine Mama an

Einer schwedischen Mutter ist passiert, wovor viele sich fürchten: Ihr Weihnachtsgeschenk, ein gelber Pullover, kam nicht gut an. Ihr 36-jähriger Sohn zeigte sie bei der Polizei an - die Beamten kümmerten sich zunächst sogar um den Fall.

Im südschwedischen Blekinge hat ein 36-jähriger Mann seine Mutter angezeigt, weil ihm ihr Weihnachtsgeschenk nicht gefallen hat. Das sei allerdings kein Verbrechen, sagte Malin Pärmborn von der örtlichen Polizei der Zeitung "Kvällsposten".

mehr:
- Falsches Weihnachtsgeschenk: Schwede zeigt seine Mama an (SPIEGEL, 28.12.2014)

Sonntag, 28. Dezember 2014

Ein Mantra fürs Neue Jahr: »Die NATO bedroht niemanden«

Wollt ihr einen Witz hören? Oana Lungescu, die Chefsprecherin der NATO in Brüssel hat am Freitag gesagt, "der westliche Militärblock stellt keine Bedrohung weder für Russland noch für irgendein Land dar." Als ich das gehört habe musste ich laut lachen. Ich könnte auch weinen, wenn ich mir die fürchterliche Auswirkung der NATO-Kriege und Bombenangriffe auf Serbien, Afghanistan und Libyen anschaue, bei dem zigtausende Menschen getötet wurden. Die Lügnerin Lungescu sagte dann noch weiter: "Alle Schritte welche die NATO unternimmt, um die Sicherheit seiner Mitglieder zu gewährleisten, sind ganz klar defensiver Natur, verhältnismässig und in Übereinstimmung mit internationalen Recht." Mich wundert, warum bei diesen Lügen ihr nicht die Decke auf den Kopf gefallen ist.
mehr:
- Brüssel - die NATO bedroht niemanden (Alles Schall und Rauch, 27.12.2014)

dOKUMENTA 13 - Motorgetriebene Gebetsmühlen - Sternmotor Monstranz, Thomas Bayrle [0:14]

Veröffentlicht am 14.06.2012
Unterbrochene Objekte von Thomas Bayrle auf der dokumenta 13, Kassel

Putin lacht über Reporterfrage [0:26]

Veröffentlicht am 10.02.2014 
Alter Infotext: Veröffentlicht am 24.07.2013
Kleiner Ausschnitt aus der ARD-Doku "Ich, Putin", aus 2012, von Hubert Seipel (auch der Interviewer hier)
Schlag gegen Syrien - Ziel: Russland
http://apxwn.blogspot.de/2012/08/schl...
Baschar al-Assad im Interview für "Izvestia"
http://apxwn.blogspot.de/2013/08/basc...

Putin spricht deutsch und Klartext [1:34]

Veröffentlicht am 20.04.2014
Die Propaganda wirkt:
2014 in Deutschland wird "Putinversteher" als Schimpfwort benutzt!

Von 1959 an stationierten die USA in Italien eine Staffel mit 25 und in der Türkei zwei Staffeln mit je 25 nuklear bestückten Mittelstreckenraketen vom Typ Jupiter, die auf die UdSSR gerichtet waren.
[… ]Im April 1962 wurden die amerikanischen Thor- und Jupiter-Atomraketen in der Türkei einsatzbereit gemacht. Weil sie wegen ihrer ungeschützten Aufstellung leicht angreifbar waren, konnten sie nur zu einem atomaren Erstschlag genutzt werden.
Zudem fuhren auf den Meeren US-U-Boote mit Polaris-Atomraketen. Diese Submarine Launched Ballistic Missiles konnten auch unter Wasser abgefeuert werden und waren entsprechend schwer zu treffen. Die Sowjetunion hatte zu dem Zeitpunkt nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen. 
Ab dem 10. Juli 1962 begann die UdSSR unter dem Decknamen Operation Anadyr auf Kuba heimlich mit der Stationierung von Militär. Die sowjetische Marine und Handelsflotte transportierten mit 183 Fahrten von 86 Schiffen über 42.000 Soldaten und 230.000 Tonnen Ausrüstung nach Kuba, darunter 40 R-12- und 24 R-14-Mittelstreckenraketen mit dazugehörigen Atomsprengköpfen von 0,65 MT (R-12) bzw. 1,65 MT (R-14) (die über Nagasaki abgeworfene Fat Man hatte 0,024 MT). Diese Raketen wurden offensichtlich nicht nur zum Schutz Kubas installiert, sondern dienten vor allem dazu, ein militärisches Drohpotential aufzubauen, welches die Schwäche des sowjetischen Arsenals an Interkontinentalraketen kompensieren sollte.[3] (Kubakrise, Unmittelbare Vorgeschichte, Wikipedia)

Wie sich aus erst kürzlich freigegebenen Quellen des US-State-Departement ergeben hat, waren die Thor- und Jupiter-Atomraketen, die die USA 1959 in Italien und der Türkei aufstellten, gegen Liechtenstein gerichtet, durch das sich die USA damals massiv bedroht fühlten…

The Mouse that Roared TRailer [2:25]

Hochgeladen am 17.05.2008
Trailer for the 1959 film "The Mouse that Roared" starring Peter Sellers and Jean Seberg.

Freitag, 26. Dezember 2014

Deutsche glauben den Medien nicht

Nun hatten sie sich doch solche Mühe gegeben, die deutschen Medien, den Anschein von objektiver Berichterstattung im Ukraine-Konflikt herzustellen. Was die kräftig mit-anscheinende ZEIT geritten hat, kurz vor Weihnachten eine Umfrage zum Thema in Auftrag zu geben, weiß man nicht. Aber das erste Ergebnis ist genau so, wie vermutet: 47 Prozent der Befragten waren der Auffassung, dass die Medien einseitig berichten und von der Politik gelenkt würden. Selbst das anvisierte Haupt-Ziel der Medien-Militarisierung, die Vorbereitung der Kriegs-Schuld-Erklärung, wurde verfehlt: Immerhin 37 Prozent machen den Westen und Russland für den Ukraine-Konflikt gleichermaßen verantwortlich. Und, so schreibt die ZEIT weiter, "Das Misstrauen in die Medien und in den Westen nimmt mit der Höhe des Bildungsabschlusses und des Einkommens zu." Peng. Ebenso schade wie bezeichnend ist, dass die Umfrage nicht detaillierter veröffentlicht wurde. Gesichert ist: Wer klüger ist, hat den Kinderglauben an die Vierte Gewalt längst verloren.

Unter Berufung auf irgendwelche Kreise oder nach eigenen Angaben: So oder so ähnlich beginnen ebenfalls kurz vor Weihnachten die Meldungen der Mainstream-Medien, wenn es um die Aufrüstung der baltischen Länder geht. Denn noch glaubt der Redakteur, er müsse Nachrichten wie diese begründen: "Für insgesamt 138 Millionen Euro schafft das 1,3 Millionen Einwohner zählende Estland nun 44 Panzer vom Typ CV90 und sechs vom Typ Leopard aus den Niederlanden an. Zuvor hatte es bereits in den USA für 40 Millionen Euro 40 Stinger-Raketensysteme bestellt." Das legt uns Springers WELT auf den Gabentisch und verkündet: "Die baltische Luftraumüberwachung der Nato hat nach eigenen Angaben allein Anfang Dezember täglich bis zu 30 russische Militärflugzeuge abgefangen". Da sind sie "die eigenen Angaben". Ungeprüft von irgendeinem NATO-Sprecher, der in einem baltischen Hinterzimmer sitzt, übernommen

mehr:
Weihnachtsüberraschung – Deutsche glauben Medien nicht (U. Gellermann, Rationalgalerie, 24.12.2014, Hervorhebungen oben von mir)

siehe auch:

- Transatlantische Netzwerke und die Medien (Ceiberweiber, 05.02.2015)

siehe auch:

- ZAPP Studie: Vertrauen in Medien ist gesunken (NDR, 17.12.2014)
Zitat: »Die repräsentative Umfrage ergibt alarmierende Zahlen.«

ZAPP: Vertrauen in Medien ist gesunken {13:47}


Veröffentlicht am 22.12.2014
Like http://www.facebook.com/newskritik - Das stärkt uns.
Kein Wunder sinkt das Vertrauen der Leute in die Medien. Es wird überall manipuliert, unkontrolliert abkopiert, Nachrichten von Agenturen abgekauft, usw.

Inzwischen weiss ein jeder, dass man den Massenmedien nicht bei Allem glauben sollte. Daran sind die Massenmedien vielfach selber Schuld.
alter Info-Text: Veröffentlicht am 18.12.2014
Ein Großteil der deutschen Mediennutzer vertraut der Berichterstattung über den Ukraine-Konflikt wenig bis gar nicht: Eine repräsentative Umfrage ergibt alarmierende Zahlen.

aus dem Video: 
Sprecher: »Autor Matthias Bröckers meint, die Medien würden verschweigen, worum es im Ukraine-Konflikt wirklich geht.«
Bröckers: »Wir der Westen, habe das Interesse, die Ukraine aus dem Verband mit Russland rauszubrechen.«
Sprecher: »Nicht alle, aber einige, teilen diese These. Das Publikum: Künstler, Juristen, Journalisten, Beamte – Bildungsbürgertum.«
Ein Mann aus dem Publikum: »Man hat den Eindruck, daß die deutschen Medien, sowohl die Printmedien, wie auch die elektronischen, daß die … ein Verstärkungsorgan, ein Propagandainstrument der Regierung sind. Es gibt überhaupt keine kritische Stimme mehr!«
Ein anderer Zuhörer beim Bröckers-Vortrag: »Ich möchte wissen, wer an welchen Stellschrauben dreht, daß Süddeutsche, SPIEGEL, Frankfurter Allgemeine, nur um drei zu nennen, alle im Tenor mehr oder weniger das Gleiche sagen und es praktisch bei uns keine Alternative dazu gibt.«
Ein weiterer Zuhörer: »Wir werden ständig nur angelogen. Bei der Ukraine war’s ganz besonders schlimm. Das ist die reinste Kriegshetze gewesen. Und leider bis in die taz hinein. Da war ich sehr entsetzt.«
Sprecher: »Nach einer represäntativen Umfrage im Auftrag von ZAPP haben nur 29 % der Befragten großes oder sehr großes Vertrauen in die Medien insgesamt, 54 % haben wenig Vertrauen, 15% gar keins.…«

zur Umfrage:

- Mehrheit hat kein Vertrauen in Medien-Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt (Infratest dimap, Erhebungszeitraum: 1.-2. Dezember 2014)
Journalismus: Wer vertraut uns noch? (Götz Hamann, ZEIT Online, 25.06.2015)
Deutsche verlieren Vertrauen in Medien (junge Freiheit, 24.06.2015)
Zeit-Umfrage: Sinkendes Vertrauen in die Medien (Marcus Klöckner, Telepolis, 24.06.2015)

Streitfall Ukraine -- Was läuft schief in der Berichterstattung? {1:08:30}


Live übertragen am 05.07.2014
Streitfall Ukraine -Was läuft schief in der Berichterstattung?

Glaubwürdigkeit der Medien:
- Die Glaubwürdigkeit der Medien: “Wir sind natürlich angewiesen, pro Regierung zu berichten.” (Post, 19.01.2016)
- Ehrenrettungsversuche der Presse (Blauer Bote Magazin, 21.01.2016)
ZDF bestreitet bezahlte Aussagen von "Igor" (Post, 02.01.2016)
zunehmende Skepsis gegenüber den Medien (Post, 17.12.2015)
Es wäre an der ZEIT, das verlorene Vertrauen ihrer Leser durch eine Berichterstattung wieder zu gewinnen, die vielleicht sogar einseitig in der Meinung sein darf, die aber auch ausgewogen und wahrheitsgemäß informieren muss.

Mit solchen, o.g. falschen Behauptungen - insbesondere auch wiederholt über RUS und seine Geschichte - bleibt das Ringen um das Vertrauen der Leserschaft leider ohne Glaubwürdigkeit und Substanz. Denn reine Meinungsmache - unbewiesen und sachlich offensichtlich falsch - ist genau das, was zu dem beklagten Vertrauensverlust geführt hat und ihn weiter vertiefen lässt.

Bliebe die ZEIT bei der Wahrheit, bliebe wahrlich noch genug, was man an RUS Politik in Tschetschenien oder auf der Krim kritisieren könnte, und wofür die Leser sicher auch Verständnis hätten. Verfälscht man die Wahrheit aber, kann die ZEIT kein Vertrauen mehr bei den Lesern erwarten, die einen solchen Artikel durchschauen und ihn als reine Propaganda erkennen. Die ZEIT bekommt weiter den so beklagten Empörungsrausch ihrer Leser. Denn die sehen es vielleicht immer noch so, wie es die ZEIT selbst beschrieb:

„Wahr ist aber auch, dass Journalisten in den vergangenen Jahren in entscheidenden Momenten versagt haben. ... Damals, .., gaben viele .. Medien im Grunde nur US-Regierungspropaganda wieder – und zogen mental mit in den Krieg.“

- Vertrauensverlust in die Medien wegen haarsträubender “Fehler” in der politischen Berichterstattung (Blauer Bote Magazin, 24.06.2015)
Ukraine-Berichterstattung: Wie kommt die Wahrheit in die Mitte? (Post, 15.03.2015)
- Freiwild – Über Zähmung, Verwahrlosung und Niedergang des Journalismus (Post, 02.01.2015)
- Weihnachtsüberraschung: Deutsche glauben den Medien nicht (U. Gellermann, Rationalgalerie, 24.12.2014)
Völkerrechtsverletzungen und das Narrativ deutscher Medienberichterstattung (Post, 21.12.2014)
Was steckt dahinter: die Strategie (Post, 17.12.2014)
Ein Verstehens-Modell zur medial ausgetragenen Auseinandersetzung zwischen den USA und Rußland (Post, 13.12.2014)
Ukraine hat ein neues Ministerium für Informationspolitik (Post, 11.12.2014)
Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2014)
Unsere Leitmedien und der Appell zum Dialog (Post, 08.12.2014)
Kesseltreiben gegen deutsche Politiker, die eine andere Russlandpolitik fordern (Post, 07.12.2014)
Achtung Werbung: Medien im Krieg (Post, 05.12.2014)
Leitmedien-PR-Desaster, der nächste bedauerliche Einzelfall (Post, 02.12.2014)
Das Publikum will der Presse einfach nicht mehr glauben… (Post, 01.12.2014)
Die Propaganda-Suppe am Köcheln halten: Die Mär vom bevorstehenden Krieg (Post, 30.11.2014)
Social Media und die Vertrauenskrise des Journalismus (Post, 30.11.2014)
Von allen Seiten Nebelkerzen (Post, 30.11.2014)
Die Propaganda-Suppe stetig am Köcheln halten… (Post, 29.11.2014)
Zum Russlandbild in den deutschen Medien (Post, 29.11.2014)
Gabriele Krone Schmalz: Volksabstimmung auf der Krim war nicht völkerrechtswidrig (Post, 28.11.2014)
Es ist nur Propaganda, wenn's die Russen machen (Post, 28.11.2014)
Ukraine und USA: Interessen, Nebelkerzen und Deutungshoheit (Post, 27.11.2014)
Wider den öffentlichen Dialog mit Russland – Unsere Bundesmama und zwei ungehorsame Kinder (Post, 26.11.2014)
Der Grund für westlichen Hass ist Putins Bilanz (Post, 26.11.2014)
Wo sind Peter Scholl-Latour und Ulrich Wickert, verdammt nochmal? (Post, 25.11.2014)
Iwan Rodjonow: Propaganda gegen Propaganda (Post, 25.11.2014)
Ukraine-Berichterstattung: Der Umgang der Medien mit Kritik (Post, 23.11.2014)
Ray McGovern: Krieg, Geheimdienste und Medienmacht (Post, 23.11.2014)
Rußland in den Medien – Es geht weiter: Lügen und verdrehen… (Post, 22.11.2014)
Medien und die Kommentarfunktion (Post, 21.11.2014)
Von Putinverstehern und Journalistenverstehern (Post, 19.11.2014)
Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen« (Post, 19.11.2014)
Interview: Putin und der russische Standpunkt (Post, 19.11.2014)
Ein Putin-Interview und die stereotype Reaktion unserer Medien (Post, 18.11.2014)
Die NATO-Bedrängnis-Inszenierung: der Automatismus von Beschuldigung und der Forderung nach höheren »Verteidigungs«-Ausgaben (Post, 15.11.2014)
Nato meldet: Russland marschiert in die Ost-Ukraine ein (Post, 13.11.2014)
Über die Schwierigkeiten von öffentlichen Diskussionen (Post, 10.11.2014)
Was sich in den Medien ändern muss (Post, 07.11.2014)
Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde (Post, 06.11.2014)
"Die Menschen sind Teil eines Systems, das von Denkmaschinen gesteuert wird" (Post, 06.11.2014)
Noch ein wenig USA und Kriegsstimmung in Europa (Post, 28.10.2014)
- Medien: Volle Ladung Hass (Bernhard Pörksen, ZEIT Online, 23.10.2014)
"Wir haben keine freie Presse mehr" (Post, 04.10.2014)
“Tagesthemen”-Moderator Thomas Roth entschuldigt sich on Air für Ukraine-Patzer (Post, 02.10.2014)
"Journalisten scheinen sich förmlich im Schützengraben einzubuddeln" (Post, 30.09.2014)
Ukraine 20 – ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (Post, 18.09.2014)
Menschen, die mir während der Ukraine-Krise positiv aufgefallen sind (Post, 17.09.2014)
Aachener Rede von Gabriele Krone-Schmalz (Post, 14.09.2014)
»Es gibt ein NATO-Netzwerk in den deutschen Medien« (Post, 13.09.2014)
Die „SZ“ schließt ihre Kommentarfunktion (Post, 12.09.2014)
Der Bürger als Hund (Post, 12.09.2014)
Ungarns Medien kämpfen um ihre Existenz (Post, 11.09.2014)
Der GAU für Washingtoner Thinktanks (Post, 09.09.2014)
Für eine Kultur der Integrität (Post, 07.09.2014)
Makabres Déjà-vu (Post, 02.09.2014)
- Falsche Bilder bei der ARD zum Ukraine-Konflikt Propagandatricks - oder Pannen in Serie (Matthias Meissner, Tagesspiegel, 02.09.2014)
Peter Scholl-Latour ist tot (Post, 16.08.2014)
Dianne Feinstein, CIA, NSA (Post, 09.08.2014)
Wie gehen wir mit gemachter Realität um? (Post, 15.06.2014)


zuletzt aktualisiert am 23.01.2016

Wir kamen in Frieden für die gesamte Menschheit

Carl Edward Sagan war ein US-amerikanischer Astronom, Astrophysiker, Exobiologe, Fernsehmoderator, Sachbuchautor und Schriftsteller. Bekannt wurde er durch seine TV-Sendungen über Astronomie und der Möglichkeit ausserirdischen Lebens. Sagan hat zu den meisten unbemannten Weltraummissionen der NASA beigetragen, die unser Sonnensystem erforscht haben. Er engagierte sich auch politisch und kritisierte den Krieg der Vereinigten Staaten gegen Vietnam, wie auch später die Militarisierung des Weltraums, wie die Strategic Defense Initiative (Starwars) von Präsident Ronald Reagan. Als Astronom, der die Winzigkeit des Planeten auf dem wir uns befinden im endlosen Weltraum begriff, waren Kriege und die Zerstörung der Erde ein absoluter Gräuel. 
 [Quelle: Alles Schall und Rauch]
In seinem Buch "Pale Blue Dot: A Vision of the Human Future in Space" schrieb er über die Gedenkplakette, welche die Apollo 11 Astronauten 1969 auf der Landefähre hinterliessen:

"Für mich ist der ironischste Teil der ersten Mondlandung eines Menschen, die Plakette die von Präsident Richard M. Nixon unterschrieben wurde, welche Apollo 11 auf den Mond brachte. Dort ist zu lesen 'Wir kamen in Frieden für die gesamte Menschheit'. Während die Vereinigten Staaten siebeneinhalb Megatonnen (7 1/2 Million Tonnen) an konventionellen Sprengstoff auf kleine Nationen in Südostasien abwarfen, gratulierten wir uns zu unserer Menschlichkeit. Wir würden niemand auf einem leblosen Felsen etwas antun. Die Plakette ist immer noch dort, angebracht auf der Basis des Apollo 11 Landemodul auf der luftleeren Verlassenheit des Mare Tranquillitatis (Meer der Ruhe). Wenn niemand es stört, wird es in Millionen von Jahren noch lesbar sein." 
mehr:
- Wir kamen in Frieden für die gesamte Menschheit (Alles Schall und Rauch, 24.12.2014)

mein Kommentar:
Kopschüttel, Kopfschüttel, Kopfschüttel (Verleugnung, Wikipedia)
»Herr vergib ihnen, den sie wissen nicht, was sie tun!« (Sieben letzte Worte, Wikipedia)

siehe auch:
- Heute vor 20 Jahren – Bob Dylan: »Masters of War« bei der Grammy-Verleihung (Post, 20.02.2011)
»Well, my daddy, he didn’t leave me much – you know he was a very simple man, and he didn’t leave me a lot – but what he did tell me was this. He did say, son, he said… he said so many things, you know…. He say, you know it’s possible to become so defiled in this world that your own mother and father will abandon you, and if that happens, G-d will always believe in your own ability to mend your own ways.« (»So, mein Daddy, er hat mir nicht viel hinterlassen - Ihr wißt, dass er ein sehr einfacher Mann war, und er hinterließ mir nicht sehr viel - aber was er mir wirklich gesagt hat, war das. Er hat wirklich gesagt, Sohn, er hat gesagt … er hat so viele Dinge gesagt, wißt Ihr …. Er sagt, Ihr wißt, es ist möglich, in dieser Welt so beschmutzt zu werden, dass Eure eigene Mutter und Vater Euch verlassen werden, und wenn das geschieht, wird G-d immer an Eure eigene Fähigkeit glauben, Eure eigenen Wege auszubessern.«) (Bob Dylan bei der Grammy-Verleihung 1991, einen Monat nach Beginn des Ersten Irakkriegs)

Brzeziński ohne Maske über Russland und Ukraine

Zbigniew Brzeziński, von 1977 bis 1981 Sicherheitsberater von US-Präsident Jimmy Carter, aussenpolitischer Berater von Obama, Professor für US-amerikanische Aussenpolitik an der School of Advanced International Studies (SAIS) der Johns Hopkins University in Washington, D.C. und einer der grössten amerikanischen Russlandhasser, hat sich in einem Interview im Sommer 2014 in Breslau zur amerikanischen Politik, zu Russland, Ukraine und China geäussert. Als Hintergrundinformation, die Familie Brzeziński stammte aus Brzezany in Galizien in der Woiwodschaft Tarnopol, später Ost-Polen, heute in der Ukraine, daher der Name und möglicherweise auch der Hass gegen Russland.
mehr:
Brzeziński ohne Maske über Russland und Ukraine (Alles Schall und Rauch, 22.12.2014)

siehe auch:
Rußland spielt Schach – machtpolitisches Agieren und theatralische Empörung (Post, 25.12.2014)
- Moskau: Nato-Beitritt der Ukraine ist eine Bedrohung der russischen Sicherheit (Post, 25.12.2014)
US-Geostrategie und deutsche Souveränität: Ein heißes Eisen (Post, 23.12.2014)
- Zbigniew Brzezinski, Die einzige Weltmacht (Post, 28.11.2014)
Zwischen Lesern und Lobbynetzwerken (Paul Schreyer, Telepolis, 04.11.2014)

Ein Unruhestifter ist US-Botschafter in Moskau

Es ist schon sehr bezeichnend und alarmierend, wen Washington seit dem 31. Juli 2014 als Botschafter der Vereinigten Staaten von Amerika in Russland eingesetzt hat. Es handelt sich um John F. Tefft (geboren 1949), ein notorischer Unruhestifter und Experte für Regimewechsel. Dieser diplomatische Pitbull hat überall wo er bisher als Botschafter tätig war nur für Ärger gesorgt. Genau das Gegenteil was ein Botschafter tun sollte. Das US-Regime setzte ihn dort ein wo man die Menschen gegen die Regierung aufwiegel wollte oder um gegen Russland aufzuhetzen. Offensichtlich ist seine Aufgabe jetzt, die russische Bevölkerung gegen Präsident Putin aufzubringen, damit er gestürzt wird. Die von aussen inszenierte Krise des Rubels mit dramatischen Kursverlust ist ein Teil der Strategie, in Russland einen Aufstand zu provozieren.
mehr:
- Ein Unruhestifter ist US-Botschafter in Moskau (Alles Schall und Rauch, 18.12.2014)

also:
1996-1999: Moskau (Botschaftsvertreter)
2000-2003: Litauen (Botschafter)
2004-2005: State Department für Europa und Eurasien (Staatsuntersekretär)
2005-2009: Georgien (Botschafter)
2009-2013: Ukraine (Botschafter)

meine Bemerkung:
Die Entsendung des geübten Unruhestifters Tefft ist für sich genommen schon ein unfreundlicher Akt. Aber mit der Resolution 758 des Kongresses (mit der der Kongress nun offiziell Rußland für den Abschuß von MH-17 verantwortlich macht und über die ja hierzulande nicht berichtet wird, weil die Leute die Amerikaner für bekloppt halten könnten) hat sich die US-Regierung selbst einen Jagdschein ausgestellt. Jetzt zählen nur noch die Scheuklappen: Regime-Change für Freiheit, Demokratie und real existierenden US-Kaptalismus!

He joined the United States Foreign Service in 1972 and has served in JerusalemBudapestRomeMoscowVilniusTbilisi, and Kiev.
Until his appointment as ambassador to Georgia, he was the Deputy Assistant Secretary of State for European Affairs since July 6, 2004. Tefft also served as International Affairs Advisor (Deputy Commandant) of the National War College in Washington, D.C. From 2000 to 2003, he was the United States Ambassador to Lithuania. He served as Deputy Chief of Mission at the U.S. Embassy in Moscow from 1996 to 1999 (when Pickering was Ambassador), and was chargé d'affaires at the Embassy from November 1996 to September 1997. Tefft served as Director of the Office of Northern European Affairs from 1992 to 1994, Deputy Director of the Office of Soviet Union (later Russian and CIS) Affairs from 1989 to 1992, and Counselor for Political-Military Affairs at the U.S. Embassy in Rome from 1986 to 1989. His other foreign assignments included Budapest and Jerusalem, as well as service on the U.S. delegation to the START I arms control negotiations in 1985.
In addition, he has served in a number of positions at the State Department in Washington, D.C. and held a fellowship, working in the United States Congress.
On September 30, 2009, President Barack Obama nominated Tefft as the next ambassador to Ukraine[3] and he was confirmed by the U.S. Senate on November 20, 2009.[4] Tefft arrived in Ukraine on December 2, 2009[4] and President Viktor Yushchenko accepted Teffts credentials of Ambassador Extraordinary and Plenipotentiary on December 7, 2009. The Ambassador expressed his hope for fruitful cooperation. Tefft delivered his speech in Ukrainian.[5]
On February 26, 2013, President Obama nominated Geoffrey R. Pyatt to succeed Tefft as Ambassador of the United States to Ukraine.[6] Pyatt was sworn in on July 30, 2013 and arrived in Ukraine on August 3, 2013.[1]
In July 2014, President Obama nominated Tefft as the United States Ambassador to Russia in Moscow, after receiving Russia's approval.[7] (John F. Tefft, engl. Wikipedia)

Giulietto Chiesa in Estland verhaftet

Die Ehefrau des bekannten italienischen Journalisten, Filmemacher und ehemaligen EU-Abgeordneten Giulietto Chiesa sagte gegenüber Medien, ihr Mann ist in der estnischen Hauptstadt Tallinn festgenommen worden. Fiammetta Cucurnia erklärte, er sollte am Montag bei einer Konferenz als Redner teilnehmen und am Dienstag nach Moskau weiterreisen. "Sein Telefon ist abgeschaltet und alles was wir bisher herausfinden konnten, es gibt einen Befehl ihn innerhalb von 48 Stunden aus dem Land zu spedieren." Chiesa sei in einem Hotel festgenommen und in ein Polizeirevier gebracht worden. Die Entscheidung, ihn für Persona non grata in Estland zu erklären, sei Ende vergangener Woche getroffen worden. Zu den Ursachen und zur Dauer des Aufenthatsverbots machte die Polizei keine Angaben. Ganz offensichtlich will man seine Rede verhindern.
mehr:
- Giulietto Chiesa in Estland verhaftet (Alles Schall und Rauch, 16.12.2014)

meine (überflüssige) Bemerkung:
Natürlich wird man eine solche Meldung nicht in unseren Leitmedien hören. Wozu auch? Dann lieber das nächste U-Boot im Bodensee…

Mac OS X – iPhone-Synchronisation ohne die Cloud

Ich werde alt. Das meine ich mal nicht bezogen auf meine körperlichen Befindlichkeiten sondern in Bezug auf meine Einstellung. Überall in der Gesellschaft scheint sich eine Art Schulterzucken breit zu machen, so in der Art: »Man kann ja sowieso nichts machen.« Die Synchronisation des iPhone über die »Cloud« ist natürlich von verführerischer Einfachheit. (Wer das Wort erfunden hat, sollte eigentlich den Nobelpreis für Werbung bekommen: Wer würde schon in einer Wolke Böses vermuten?)

Trotzdem: ich bleibe stur. Die Leute von der NSA und dem BND und den anderen Geheimdiensten müssen ja auch ihre Familien ernähren. Und wenn man’s ihnen zu einfach macht, werden ihre Arbeitsplätze wegrationalisiert.

Apple hat mit Einführung von Mavericks (System 10.9) die lokale Synchronisation ausgeschaltet. Kontakte und Kalender mußten nun zwangsweise über die »Cloud« synchronisiert werden. Wenn ich die NSA wäre, wüßte ich genau, was ich zu tun hätte. Und ich bin sicher, die wissen auch, was sie zu tun haben… Außerdem ist es wahrscheinlich sowieso egal. Aber trotzdem…

Jedenfalls – ich hab’ das nicht zeitnah mitbekommen, weil ich mich nicht mehr ständig um Updates und Neuerungen zu kümmern die Lust habe – also jedenfalls hat Apple die Möglichkeit der lokalen Synchronisation über iTunes nun wieder möglich gemacht. So geht’s:
- iOS-Tipp: Kontakte und Kalender mit iTunes wieder lokal synchronisieren (Heise, 16.05.2014)

Wie gesagt, ich werde alt: Das MacGadget-Forum raubt jede Hoffnung:
- Kalender- und Kontakte-Sync ohne iCloud? (MacGadget, Mac-Software und OS X, 13.06.2014)
Aber vielleicht hilft ja das Älterwerden beim Stur-Werden…

Der Siegeszug der MILF

Von den Pornoseiten über die Spielplätze in die Chefinnen-Etagen: Ein fragwürdiges Kompliment findet Eingang in die Sprache: Milf – „Mother I’d Like to Fuck“

Vor der Sicherheitskontrolle am New Yorker Flughafen ist eine Frau mittleren Alters damit beschäftigt, hektisch ihre Flasche Saft auszutrinken. Auf dieser steht in großer schwarzer Schrift: „MILF“. Und daneben, etwas kleiner: „11 Dollar“. Die Frau – blond, modisch gekleidet – hat sich den Drink etwas kosten lassen. Anscheinend ist sie auf psychologisch raffiniertes Marketing reingefallen. Denn Milf bedeutet „Mother I’d Like to Fuck“, zu Deutsch ungefähr: „Mutter, mit der ich schlafen möchte“.

Zwei fröhliche Sicherheitsbeamtinnen beobachten die Frau: „Schau mal, wie der Drink heißt!“, feixt die eine. Beide kichern. „Passt zu der Milf, die ihn trinkt!“ In Amerika weiß jeder, was eine Milf ist. Längst gibt es dort ein Milf-Genre in der Pornoindustrie, Milf-Diäten und Milf-T-Shirts.

Statistiken des Online-Porno-Giganten Pornhub zufolge gehören „Teen“ und „Milf“ bei amerikanischen Nutzern der Seite zu den drei häufigsten Suchbegriffen – den dritten möchte ich Ihnen an dieser Stelle ersparen. Aber es ist doch bemerkenswert, dass sich zum Männerfantasie-Klassiker des Teenagermädchens nun auch deren sexy Mutter gesellt hat.

mehr:
- Der Siegeszug der MILF (Lena Bergmann, Cicero, 24.12.2014)

mein Kommentar:
Wenn der Franzose sagt: »Merde« oder der Amerikaner »shit« oder »fucking«, hat das ein anderes Gewicht, als wenn wir Deutsche »Scheiße« oder »fickend« sagen. Vielleicht ist »MILF« einfach nur ein (ehrliches) Kompliment. (Sie in der Art von »Wow, sieht die klasse aus!«) Etwas irritiert – wie ich Frau Bergmann unterstelle – gesteht sie, daß »in den USA sogar Mütter selbst [diesen Begriff verwenden], um sich Komplimente zu machen«. Und: »Paradox ist, dass im Zeitalter politischer Korrektheit niemand Anstoß an diesem doch recht anzüglichen ›Kompliment‹ zu nehmen scheint.« Na sowas! Sollte die political correctness in unserem Land die Kompliment-Kultur doch noch nicht in die Zwangsjacke verfrachtet haben? Wie kann das sein, daß solch fragwürdige Sprachkonstrukte noch verwendet werden? Sollten die Menschen – sowohl Männer wie auch Frauen (oh Gott, der Untergang der abendländischen Kultur droht!) – das Ganze nicht ganz so tragisch wörtlich sehen?

Zum Begriff »Paradox« empfehle ich den Genuß der Laudatio von Jack Nicholson für Bob Dylan 1991 anläßlich der Grammy-Verleihung für dessen Lebenswerk (BOB DYLAN with CESAR DIAZ Masters Of War February 20, 1991, Heute vor 20 Jahren – Bob Dylan: »Masters of War« bei der Grammy-Verleihung, Post, 20.02.2011, Video ab 1:32)
»It means a statement seemingly self-contradictory, but in reality possibly expressing the truth.«
Vor 20 Jahren beklagten sich Frauen, sie müßten immer perfekt aussehen, um begehrenswert zu sein. Wenn jetzt auch Frauen mit positivem Bleistifttest begehrenswert sind, gibt’s was anderes zu beklagen: den Objektstatus. Die Aussage »Gnädige Frau, sie sehen heute abend wieder bezaubernd aus« hat natürlich überhaupt nichts mit einem Objekt-Blick zu tun und ist sozial vollendet formuliert und akzeptiert. (»Dinner for One steht uns ja wenige Tage bevor: »You’re looking younger than ever.«) Wenn ich eins in den letzten 20 Jahren gelernt habe, dann, daß Frauen genauso imstande sind, Männer als Objekt zu sehen, wie das Männer umgekehrt tun. Die Brillen, durch die die Geschlechter gucken, sind einfach nur unterschiedlich Objekt-gefärbt. 
Aber es ist natürlich verführerisch, über das Begehren des Mannes einen Problem-Pariser drüber zu ziehen. Männer sind halt Schweine, egal, aus welcher Richtung man sich das ansieht. Wie sagt Volker Pispers so schön: »Wenn man weiß, wer der Böse ist, hat der Tag Struktur!« Also zurücklehnen und abwarten, was als nächstes kommt. Lena Bergmann ist ihrer Verwirrung in dem Artikel wohl noch nicht ganz Herr geworden, hat aber versprochen, sie bleibt dran. Ich vertraue ihr und drücke ihr die Daumen!

Judith Holofernes - M.I.L.F. [3:51] Text

Veröffentlicht am 23.06.2014
Das Video zu "M.I.L.F." von meinem Album "Ein leichtes Schwert." 
► iTunes:
http://sny.ms/18VaAu1
► Vinyl Amazon
http://sny.ms/I9QTrY
► Amazon CD:
http://sny.ms/1aXcUR6

Sie war eine Heldin und kämpft nun mit Drachen und Krokohund. (Sven Kabelitz, 07.02.2014)
- Laut.de-Biographie – Judith Holofernes (Laut.de, 2013)