Samstag, 24. Januar 2015

Unwort des Jahres: Lügenpresse

Der Begriff Unwort ist ein Schlagwort aus dem Bereich der Sprachkritik und bezeichnet ein „unschönes“, aber auch ein „unerwünschtes“ Wort.[1] Es wurde populär durch die Gesellschaft für Deutsche Sprache, die das Wort des Jahres kürt und auch ein Unwort des Jahres publiziert. Die Aktion „Unwort des Jahres“ definiert Unwort als „[…] Wörter und Formulierungen aus der öffentlichen Sprache, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise sogar die Menschenwürde verletzen.“[2]
  (Unwort, Wikipedia)
Mit Wort des Jahres wird ein Schlagwort bezeichnet, das für ein charakteristisches Ereignis oder eine bezeichnende Diskussion des abgelaufenen Jahres steht und aus diesem Grund besonders hervorgehoben wurde.
Ausgewählt werden solche Wörter und Phrasen, die die öffentliche Diskussion des betreffenden Jahres besonders bestimmt haben, die für wichtige Themen stehen oder sonst als charakteristisch erscheinen. Auch ist mit der Auswahl keine Wertung oder Empfehlung verbunden. (Wort des Jahres, Wikipedia)
Im Rahmen der Wahl zum Wort des Jahres werden häufig auch weitere sprachliche Markanzen gekürt, etwa ein Satz des Jahresoder ein Jugendwort des Jahres. (Wort des Jahres, Wikipedia)
Die sprachkritische Aktion Unwort des Jahres wurde in Deutschland 1991 von Horst Dieter Schlosser ins Leben gerufen. Bis 1994 wurde das „Unwort des Jahres“ im Rahmen der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) gewählt. Nach einem Konflikt mit dem Vorstand der GfdS machte sich die Jury als „Sprachkritische Aktion Unwort des Jahres“ selbstständig.[1][2] (Unwort des Jahres, Wikipedia)

Medienkritik Unwort Lügenpresse (Freie Welt, 16.01.2015)
Das Unwort des Jahres lautet Lügenpresse. Wegen des historischen Missbrauchs ist diese Wahl verständlich. Allerdings wird die Presse auch indirekt vor dem Vorwurf der Manipulation in Schutz genommen.
Nun steht es also fest. Das Unwort des Jahres lautet: „Lügenpresse“. Das wird die zahlreichen Journalisten und Medienvertreter freuen. Denn von nun an können sie jederzeit eben diesen Vorwurf mit dem Hinweis kontern, dass es sich um ein Unwort handele.
Es hätte andere Kandidaten gegeben. Wie wäre es mit „Wutbürger“, „Putinversteher“ oder „Verschwörungstheoretiker“? Doch halt: Diese Wörter sind ja jene Bezeichnungen, die von spezifischen Medien gegen die Bürger verwendet werden, die auf Kundgebungen und im Internet frei ihre Meinung äußern.
Unwort des Jahres "Lügenpresse" - ein Eigentor? [7:05]

Veröffentlicht am 16.01.2015
Andreas Popp, Buchautor und Gründer der Wissensmanufaktur, und Eva Hermann, ex-Nachrichtensprecherin der Tagesschau, zum Unwort des Jahres 2014 „Lügenpresse.“ Getroffene Hunde bellen - aber wer legt das Unwort des Jahres überhaupt fest und was steckt noch dahinter?


mein Kommentar:
Ich hätte für «Putinversteher« plädiert: siehe dazu die unsägliche Vorstellung von Eric Frey (Standard) im Steitgespräch mit Dirk Müller bei Min. 5:00 des folgenden Videos:
Video: Dirk Müller vs. NATO-Propaganda-Plattform "Der Standard", in 
Ukraine und USA: Interessen, Nebelkerzen und Deutungshoheit, Post,27.11.2014) Frey benutzt das Wort eindeutig abwertend!
Untypischerweise hat die Jury ein Wort nicht wegen seines sinnentstellenden odee verharmlosenden Charakters ausgesucht sondern, weil es in der Vergangenheit – u.a. durch die Nazis zum Ab-bzw. Entwerten von Printmedien des politischen Gegners verwendet wurde. Möglicherweise will man Pegida oder anderen »Freizeit-« oder »Gelegenheits-Nazis« die mögliche Munition entziehen. Das ist nicht sehr glücklich, wie man unten in den Mail-Kommentaren an die NachDenk-Seiten sieht.Ob unsere Medien unabhängig sind, darf mit Fug und Recht bezweifelt werden.
Siehe:
Freiwild – Über Zähmung, Verwahrlosung und Niedergang des Journalismus (Post, 02.01.2015)
- Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2014)
- Video: »Tagesthemen 20.05.2014 - 10.000 Menschen? Die Presse lügt!« in
- Ukraine 13 – Unser westliches System und die MH 17-Berichterstattung (Post, 27.07.2014)
- Deutsche glauben den Medien nicht (26.12.2014)
siehe auch
- Ukraine 20 – ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (Post, 18.11.2014)
Der Programmbeirat der ARD kritisierte auf seiner Sitzung im Juni 2014 die Berichterstattung der größten öffentlichen Medienanstalt über den Ukraine-Konflikt. Die ausgestrahlten Inhalte hätten teilweise den "Eindruck der Voreingenommenheit erweckt" und seien "tendenziell gegen Russland und die russischen Positionen" gerichtet, heißt es im Protokoll (PDF) des neunköpfigen Gremiums, das Telepolis vorliegt (Hinweise auf die Quelle, die nicht genannt werden will, wurden entfernt). Wichtige und wesentliche Aspekte des Konflikts seien von den ARD-Redaktionen "nicht oder nur unzureichend beleuchtet" worden, insgesamt zeigte sich die Berichterstattung "nicht ausreichend differenziert", urteilen die Medienkontrolleure. 
- Deutsche glauben den Medien nicht (Post, 26.12.2014)
Das Wort „Lügenpresse“ war bereits im Ersten Weltkrieg ein zentraler Kampfbegriff und diente auch den Nationalsozialisten zur pauschalen Diffamierung unabhängiger Medien. Gerade die Tatsache, dass diese sprachgeschichtliche Aufladung des Ausdrucks einem Großteil derjenigen, die ihn seit dem letzten Jahr als „besorgte Bürger“ skandieren und auf Transparenten tragen, nicht bewusst sein dürfte, macht ihn zu einem besonders perfiden Mittel derjenigen, die ihn gezielt einsetzen. Dass Mediensprache eines kritischen Blicks bedarf und nicht alles, was in der Presse steht, auch wahr ist, steht außer Zweifel. Mit dem Ausdruck „Lügenpresse“ aber werden Medien pauschal diffamiert, weil sich die große Mehrheit ihrer Vertreter bemüht, der gezielt geschürten Angst vor einer vermeintlichen „Islamisierung des Abendlandes“ eine sachliche Darstellung gesellschaftspolitischer Themen und differenzierte Sichtweisen entgegenzusetzen. Eine solche pauschale Verurteilung verhindert fundierte Medienkritik und leistet somit einen Beitrag zur Gefährdung der für die Demokratie so wichtigen Pressefreiheit, deren akute Bedrohung durch Extremismus gerade in diesen Tagen unübersehbar geworden ist. (Pressemitteilung »24.UnwortdesJahres«, 13.01.2015) 
- Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2015)

Als jemand, der „einen Jagdschein hat“, wurde und wird in Deutschland umgangssprachlich und stigmatisierend auch bezeichnet, wer als nicht zurechnungsfähig eingestuft wird. Bis in die 1960er Jahre gab es den § 51 StGB a. F., durch den psychisch Kranke generell als strafunmündig eingestuft wurden. Etwas überspitzt formuliert konnte man „frei schießen“, man hatte also den „Jagdschein“. [1] [2] [3]Diese Regelung wurde unter anderem durch § 20 StGB (Schuldunfähigkeit wegen seelischer Störungen) ersetzt. (Jagdschein - Redewendung, Wikipedia)

- Das Unwort des Jahres - Sprachkritik oder Political Correctness? (UnwortdesJahres, PDF-Datei)

- „Lügenpresse“- das Unwort des Jahres (Stefan Hebel, NachDenkSeiten, 13.01.2015)
Mails zum Artikel von Stephan Hebel in den NachDenkSeiten (PDF-Dokument)
Zitate:
- »Das nur Russland Herrn Snowden Asyl gewähren konnte, sagt viel mehr darüber aus wie es der Westen mit Informations- und Pressefreiheit hält, als wenn ein paar Demonstranten Lügenpresse skandieren.- Wenn nun die “deutschen Mainstreammedien” ihre Bürger seit Jahren bei nahezu ALLEN essentiell-wichtigen gesellschaftspolitischen Themen belügt, manipuliert und instrumentalisiert, dann ist das Attribut “Lügenpresse” auch wenn es vor hundert Jahren zum ersten mal von diversen nationalistischen Machtinteressenten benutzt bzw. missbraucht wurde, schlicht und ergreifend die, auf einen kurzen, prägnanten Ausdruck komprimierte Wahrheit. Begibt sich Der in “schlechte Gesellschaft”, der die traurige Realität unserer Leitmedien satt hat und dies entsprechend emotional, wenn auch für den Einen oder Anderen etwas zu provokant, auf den Punkt bringt? - Er [Hebel] bringt seinen Habermas zur Sprache. Mir fällt da ein 100 Jahre alter Satz ein: „Nachrichten werden vorgetragen wie ein Buchhalter Buch führt – sorgfältig und gleichgültig und zudem tendenziös“ (Fernando Pessoa in seinem Buch Bekenntnisse. Das Buch der Unruhe des Hilfsbuchhalters ...). Was bedeutet er, der Satz: nichts, aber auch gar nichts hat sich geändert. Das Unwort „Lügenpresse“ deckt somit geschickt die eigentliche Crux zu: die Tendenzpresse, die uns stetig umweht.« 
- »Die entscheidende, elementare Stellungnahme zum Thema “Unabhängigkeit des Journalismus” findet in diesem Beitrag nicht statt: Denn was bedeutet es konkret, diese Unabhängigkeit “könnte größer sein”? Müßte sie es nicht unbedingt? Und warum so unkonkret? Welche vielerlei Hinsichten sind gemeint? Kann man diese nicht benennen? Denn die eigentlich brennende zeitgeschichtliche Frage ist doch: Kann Journalismus unter den gegebenen Umständen in den Verlagen noch funktionieren? Tut er es?« 
- »Jetzt habe ich erst gelesen, dass es 60 Einsendungen gab, die entweder “Putinversteher” oder “Russlandversteher” als Unwort vorschlungen, aber nur 7 (sieben!) die “Lügenpresse”. Ich fühle mich betrogen. Das “Unwort”-Geschäft kann man den Hasen geben. Das ist ja wie beim ADAC oder beim ZDF.«
- »Es vergeht selbst jetzt kaum ein Tag an dem den Zuhörern und Zuschauern nicht irgendein russlandkritischer Quark serviert wird.« 
Georg Schramm Leere Worte genial [1:31]

Veröffentlicht am 23.03.2011
erste sahne, danke georg 

Müssen sich die Geschlechter gegenseitig in den Schritt schauen?

n-tv meldet eine Anstands-Kampagne in der New Yorker Straßenbahn:
- Kampagne der New Yorker U-Bahn: Breitbeinig sitzende Männer sorgen für Empörung (n-tv)
Männer, setzt euch endlich anständig hin! Unter diesem Motto werben die New Yorker Verkehrsbetriebe in einer Kampagne für mehr Rücksichtnahme in Bahnen und Bussen. Dabei geht es nicht nur um das anständige Sitzen, sondern auch um mehr Platz für die übrigen Fahrgäste. Und wie ist das hierzulande? n-tv schaut in der Bahn mal genauer hin.


Frauen Unter dem Rock schauen ! [1:31]

Hochgeladen am 08.03.2011
Funny xD jeder Mann wird es lieben

Das Verhalten der Männer wird, wie das heute so üblich ist, als machohaft und evolutionsbiologisch begründet dargesttellt.Wie wär’s, wenn man in den USA Frauen im Minirock verbieten würde, Rolltreppe zu fahren? Ich warte auf eine evolutionsbiologische Begründung des Herumnästelns an ihren Schuhen von Frauen in kurzen Röcken auf der Rolltreppe.
Glotz, ist doch eklig!
Siehe auch:
- Männer dürfen im Stehen pinkeln (Arne Hoffmann, Freie Welt, 16.01.2015)



Freitag, 23. Januar 2015

Genesis – Turn it OnAgain-Tour: Abschlußkonzert in Rom (14.07.2007)

Genesis When In Rome Full Concert [2:37:11]

Veröffentlicht am 18.01.2013
Phil and the boys on top form


The Tour was a 2007 concert tour of Europe and North America by progressive rock band Genesis. The tour was notable for the return of drummer and vocalist Phil Collins, who left the group in 1996.
[…]
The band held a press conference in New York City on 7 March 2007 at noon EST to announce the details of the North American leg of the Turn It On Again reunion tour. This leg commenced on 7 September 2007 in Toronto, Canada at BMO Field and ended on 13 October 2007 at the Hollywood Bowl in Los AngelesCalifornia. It was announced on 1 June that Genesis would be working with the Encore Series team at TheMusic.com to record each show of their European tour (and also done for their subsequent North American tour) for release as a 2-CD set (similar to the series done for the Who and Peter Gabriel). All shows were recorded directly off the soundboard and were previously available for either individual sale or as a complete box set of the entire tour.
[…]
In an interview with Tony Banks and Mike Rutherford, it was confirmed that both "Jesus He Knows Me" from We Can't Dance and "Abacab" from Abacab were rehearsed[13] though neither song was performed.
The complete set list was revealed following production rehearsals in BrusselsBelgium.[14] This set remained unchanged throughout the European leg of the tour:[15]

When in Rome
 Duke's Intro (ab 2:13)
 Turn It On Again § (ab 5:55)
 No Son of Mine § (ab 12:00) Text
 Land of Confusion § (ab 18:55) Text
 Cage Medley § (ab 24:30) Text Interpretation siehe: Genesis - The Lamb Lies Down On Broadway – Imaginäre Figuren, auf Vinyl gefangen (Martin Klinkhardt, Deutscher Genesis-Fanclub) – Petra Gehrmanns Lamb-Übersetzung (Genesis Fan-Club)
Afterglow § (ab 37:45) Text 
Hold on My Heart (ab 42:40) Text
Home by the Sea § (ab 50:00) Text §
Follow You Follow Me (ab 1:02:05) Text
Firth of Fifth (nur intrumental) (ab 1:06:25) Text
I Know What I Like (ab 1:10:55) Text
Mama Text (ab 1:19:20) §
Ripples... Text (ab 1:26:30) §
Throwing It All Away Text (ab 1:34:40) §
Domino Text (ab 1:43:10) §
Drum Duet (instrumental) (ab 1:58:15)
Los Endos (instrumental) (ab 2:01:25)
Tonight, Tonight, Tonight Text (ab 2:07:50) §
Invisible Touch Text (ab 2:11:40) §
Encore: I Can't Dance Text (ab 2:17:40) §
The Carpet Crawlers Text Übersetzung (ab 2:26:10) §
§ – performed in a lower key due to the deepening of Phil Collins's voice.
An identical setlist was performed on the North American leg of the tour,[16] with the band's producer, Nick Davis, stating that no changes are planned.[17] Tony Banks had earlier cited "In Too Deep" from Invisible Touch as a likely addition to the North American set, possibly at the expense of "Ripples" from A Trick of the Tail, but that change was not made. The only exception to the setlist was on 12 October at the Hollywood Bowl, where the last two songs had to be dropped due to the heavy rain causing problems with Tony Banks's keyboards.[13]
At the beginning of the drum duet Thompson and Collins begin drumming either side of two barstools. This idea evolved from when Collins was interviewed during the Way We Walk tour about how the duets are constructed. He said: "A lot of the patterns evolve through the tour, so the duet at the end of the tour is much longer than the one at the beginning. But initially me and Chester sit either side of a chair and drum out beats until something sticks." (Turn It On Again: The Tour, engl.Wikipedia)

Am 3. Juli 1976 habe ich Genesis zum ersten Mal gesehen  – und war hin und weg. (And then there were thirty-three…, Post, 25.06.2007) Nach Second’s Out war für mich Schluß… zu kommerziell, nichts mehr, wo man sich ’ne Viertelstunde hinlegen und die Augen schließen konnte. Aber wie die Kerle die Kurve zur Kommerzialität hingekriegt haben – alle Achtung! Und hier haben Sie's allen nochmal gezeigt: Chapeau!Ich hatte beim Konzert in Hannover einige Male Tränen in den Augen…
Und wenn manche sie als die Band für Weicheier bezeichnen
- TV-Doku über Genesis Hommage an die Band für Weicheier (Bernd Graff, Süddeutsche, 10.01.2015)
na, wenn schon…
zuletzt aktualisiert am 28.06.2015

Donnerstag, 22. Januar 2015

Montag, 19. Januar 2015

Benji macht auf »Charlie«

Die islamischen Terroristen von Paris hätten stolz auf sich sein können, wenn sie es erlebt und gesehen hätten, wie sie Millionen von Menschen auf die Straße schickten
Indem sie zwei Angriffe (nach israelischem Standard ganz gewöhnliche Angriffe) begangen hatten, verursachten sie in ganz Frankreich Panik, ja, schickten Millionen von Menschen auf die Straße, versammelten mehr als 40 Staatsoberhäupter in Paris. Sie veränderten die Landschaft der französischen Hauptstadt und anderer französischer Städte, während Tausende von Soldaten und Polizisten mobilisiert wurden, um jüdische und andere mögliche Ziele zu schützen. Mehrere Tage beherrschten sie die Nachrichten in aller Welt. Drei Terroristen, die wahrscheinlich allein handelten. Drei !!!

mehr:
- Netanjahu in der ersten Reihe winkend (Uri Avnery, Telepolis, 17.01.2015)
Zitat:
Wie kam er dahin? Die Tatsachen kamen innerhalb Rekordzeit ans Licht. Es scheint, als wäre er gar nicht eingeladen gewesen. Im Gegenteil. Präsident Hollande flehte ihn an, bitte, bitte nicht zu kommen. Die Demo würde sonst zu einer Solidaritäts-Schau mit den Juden, anstelle eines öffentlichen Aufschreis für die Pressefreiheit und andere "republikanische Werte". Netanjahu kam trotzdem mit zwei andern extrem rechten Ministern im Schlepptau.

mein Kommentar:
Wir scheinen in einer Zeit zu leben, in der die politische, soziale und kulturelle Realitäten zu einer Dauerwerbesendung mutieren. Es scheint nicht mehr um Sachverhalte zu gehen (z. B. darum, wer an der Krim-Krise und an der Ukrine-Krise schuld ist) sondern einzig alleine darum, wer in diesem Theaterstück wie aussieht (Putin ist ein kranker, unkalkulierbarer, machtbesessener Narzißt, wir im demoktratischen Westen sind die moralisch Guten und Vernünftigen und gezwungen, unsere Werte gegen die postsowjetischen Mongolen-Horden zu verteidigen)und wie rüberkommt(seriös und vernünftig gegen despotisch und korrupt). Es ist nur noch ekelhaft!
Noch ein Tip für die französichen Bonhomme-Journaille: Wie wär’s, wenn Ihr von Michel Houllebequefordern würdet, daß er an den Anti-Anti-Islam-Demonstrationen und an den »Je suis Charlie«-Demos an der Seite von Netanjahu teilnimmt, um sich öffentlichzur freiheitlich-demokratischen Grundordnung zu bekennen und damit auch der letzte IQ-Benachteiligte und Pivatfernsehen-Geschädigte erkennt, daß es sich hier nur um einen kleinen Tabubruch und nicht um schnöden intellektuell verbrämten Rassismus handelt.

Krieg der Worte: Davutoglu vergleicht Netanjahu mit Pariser Attentätern

Veröffentlicht am 15.01.2015
Der türkische Ministerpräsident Ahmet Davutoglu hat den israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu mit den Terroristen von Paris verglichen. Bei einer Pressekonferenz in Ankara nahm er auf den Gaza-Krieg vom Sommer und die Tötung neun türkischer Aktivisten bei der Stürmung der Gaza-Hilfsflotte 


John Lennon Gimme Some Truth (2010 Sterero Remaster) HD [3:16] Text

Veröffentlicht am 16.03.2012
I hope you like my new video, please subb and comment.
Follow me:
https://twitter.com/#!/BeatleYesItIs


Möglicher Aufkleber nach einem islamistsichen Anschlag auf eine BILD-Zeitungs-Redaktion

Samstag, 17. Januar 2015

Lebenstüchtigkeit und Massenpsychologie: Twitter, Freiheit, Demokratie und Hass, »Ich bin Naina« (Ich wäre nicht BILD)

Die Kölner Schülerin Naina, die wegen eines bildungskritischen Tweets zum Twitter-Star hochgeschrieben wurde, verabschiedet sich von Twitter. Wegen dem Hass. 
[Der Dativ ist dem Genitiv sein Tod]
Es war wohl ein so genanntes Social Media Phänomen. Die Kölner Schülerin machte Furore mit einem Tweet, in dem sie das deutsche Bildungssystem vermeintlich pfiffig kritisierte:

»Ich bin fast 18 und hab keine Ahnung von Steuern, Miete oder Versicherungen. Aber ich kann 'ne Gedichtsanalyse schreiben. In 4 Sprachen.«

Die Folge waren zig tausende Retweets, Berichte in Zeitungen, TV-Sendern und eine Einladung zu “TV total” mit Stefan Raab. Willkommen in der Medien-Hölle! Die Schülerin erhielt – oh Wunder – nicht nur Zuspruch, sondern wie das bei Twitter so üblich ist, auch jede Menge Hass und Häme frei haus. Via Twitter teilte sie nun mit, dass sie das Twittern erstmal lässt:

»Dieser Hass hier auf Twitter ist so heftig, ihr widert mich an. Sagt Bescheid wenn ihr wieder normal seid. Dieser Hass hier auf Twitter ist so heftig, ihr widert mich an.

Sagt Bescheid wenn ihr wieder normal seid.
Bis dann.«

Wenn Twitter und die “normalen Medien” zusammenwirken, ist das so eine Art Hass-Beschleuniger. Gar nicht schön.

mehr:
- “Ihr widert mich an” – bildungskritischer Twitter-Star Naina kapituliert vor Twitter-Hass (Stefan Winterbauer, Meedia, 16.01.2015)
siehe auch:
- Das Einfache können uns die Eltern beibringen (FAZ, 16.01.2014)
Herzlich willkommen im Leben! Schön wär's, wenn ich das schon während meiner Schulzeit sagen könnte. Denn für mich bedeutet Schule nicht nur, chemische Formeln auswendig zu lernen und die Strukturformel eines Alkylbenzolsulfonats zu entwickeln. Ich sehe die Aufgabe von Schule vor allem darin, mir eines beizubringen: Lebenstüchtigkeit. Stattdessen werden wir mit Informationen überhäuft, die bestenfalls im Kurzzeitgedächtnis bleiben und die die Allerwenigsten von uns im „Leben nach der Schule“ wieder anwenden können.

Es ist doch verrückt, wenn bekannte Hirnforscher wie Gerald Hüther feststellen, dass wir schon zwei Jahre nach dem Abitur nur noch zehn Prozent von dem, was wir in der Schule gelernt haben, wissen. Diese Erkenntnis führt für mich zu der logischen Schlussfolgerung: Entweder wir verkürzen die Schulzeit um weitere zwei Jahre oder aber die Lehrpläne werden so modernisiert, dass wir uns theoretisch und praktisch (!) mehr Alltagswissen über gesunde Ernährung, den Umgang mit Geld und die Nutzung moderner Medien aneignen können. Mit diesen Fähigkeiten die Schule zu verlassen, heißt für mich, lebenstauglich zu sein.
Schülerin Naina legt Twitter-Pause ein: "Ihr widert mich an" (SPIEGEL, )
Sie spricht von "Hass" und legt ihren Twitter-Account vorläufig still: Die Kölner Schülerin Naina wurde für ihre schulkritischen Aussagen gefeiert, aber auch beschimpft. Doch was war überhaupt der Anlass für ihren vielbeachteten Tweet?
Keine Ahnung von Steuern! Naina über ihren Tweet - TV total

Veröffentlicht am 16.01.2015
Die 17-jährige Naina sorgte mit einem Tweet über ihre Schulbildung für bundesweite Aufregung. Mit Stefan führt sie die Bildungsdebatte weiter aus und spricht über die Folgen der ganzen Aufmerksamkeit.
Die ganze Folge auf MySpass: http://www.myspass.de/20767
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- Uff. Und was machen wir jetzt? (Nina K., ZEIT; 16.01.2015)
Was haben Gedichtanalysen mit dem Leben zu tun? Mit einem Tweet hat die 17-jährige Naina eine Bildungsdebatte entfacht. Wir haben ihr mehr als 140 Zeichen gegeben.


»Was wir für Fortschritte machen! Im Mittelalter hätten sie mich verbrannt, heutzutage begnügen sie sich damit, meine Bücher zu verbrennen.« (Sigmund Freud)

Mittwoch, 14. Januar 2015

US-Senator stellt die offizielle 9-11-Untersuchung in Frage

Es war schon eine bemerkenswerte Koinzidenz, daß die Pressekonferenz des ehemaligen Senators und Vorsitzenden der offiziellen Untersuchungskommission der Ereignisse des 11. September 2001, Senator Bob Graham, und der Terroranschlag gegen die Journalisten der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo in Paris auf den gleichen Tag fielen. Senator Graham, die Kongreßabgeordneten Walter Jones und Stephen Lynch, sowie Familienangehörige der Opfer des Anschlags auf das World Trade Center machten nämlich die von den Präsidenten Bush und Obama veranlaßte Geheimhaltung eines ganzen Kapitels aus dem ursprünglichen Bericht der Kommission dafür verantwortlich, daß die wirklichen Hintergründe des 11. September bis heute nicht aufgedeckt sind und die Terrorwelle seitdem deshalb nicht abgerissen ist. Diese Unterlassung wirke fort als Bedrohung für die Welt „wie wir heute morgen in Paris gesehen haben“, betonte Senator Graham wiederholt.

Diese Pressekonferenz, die vom Videoteam der Internetseite Larouchepac.com exklusiv live im Internet übertragen wurde, bedeutet aller Voraussicht nach das Ende dieser Vertuschung der Hintergründe des 11. September durch zwei amerikanische Regierungen. Die Tatsache, daß der ehemalige Vorsitzende der Untersuchungskommission beider Häuser des Kongresses, die von 2001 bis 2002 ein ganzes Jahr lang gearbeitet, Hunderte von Personen interviewt, Zehntausende von Dokumenten studiert und schließlich einen offiziellen, 800 Seiten umfassenden Bericht veröffentlicht hatte, persönlich vor die Presse trat, war alleine schon eine Sensation, um so mehr noch die Tatsache, daß er die Geheimhaltung von 28 Seiten dieses Berichtes dafür verantwortlich machte, daß es zu solchen Terroranschlägen wie dem von Paris kommen konnte. Die weitverbreitete Berichterstattung in amerikanischen und diversen internationalen Medien, die Platzierung des Mitschnitts der Pressekonferenz auf einer Reihe von Webseiten in mehreren Ländern, sowie die Aufmerksamkeit nationaler und internationaler Parlamentarier und Experten dürfte sicherstellen, daß dieser Skandal nicht mehr unter den Teppich gekehrt werden kann.

Was ist nun der Zusammenhang jener 28 Seiten mit dem Anschlag in Paris? Ist diese abscheuliche Tat wirklich korrekt beschrieben als ein „Angriff auf die Meinungs- und Pressefreiheit, der durch nichts zu rechtfertigen ist“, wie Frau Merkel sofort feststellte?

Wie bisherige Untersuchungen ergaben, waren alle drei Attentäter von Dschamel Beghai alias „Abu Hamza“ zu Al-Kaida rekrutiert worden, der seinerseits mit Dschihadisten-Netzwerken zusammenhing, die von Moscheen in London aus operierten, darunter die Finsbury-Park-Moschee, in der der eigentliche Abu Hamza jahrelang als Imam wirkte, dessen Namen sich Dschamel Beghai als Pseudonym zugelegt hatte.

mehr:
- Historische Pressekonferenz im US-Kongreß: Ist die ganze Welt belogen worden? (Helga Zepp-Larouche, Bürgerechtsbewegung Solidarität, 12.01.2015)

Bombshell! Sen. Bob Graham:Release/Declassify the 28 Pages of 9/11 Commission [16:54]

Veröffentlicht am 08.01.2015
This is a bombshell discussion! Sen. Bob Graham, at 78 years of age, show how real American's think about protecting their nation from terrorism. His truthfulness and true patriotism will be an inspiration through the ages. These are his opening remarks to the packed press conference on Jan. 7, 2015.
 


Donnerstag, 8. Januar 2015

US-Forscher postulieren übermäßige Macht der ersten zehn Fernsehprogrammplätze

Detaillierte Rechnung, warum George W. Bush seinen Wahlsieg vor 15 Jahren Fox News verdankte
Der an der Emory-Eliteuniversität in Georgia lehrende Politikwissenschaftler Gregory J. Martin hat zusammen mit dem Stanford-Ökonomen Ali Yurukoglu eine Studie mit dem Titel Bias in Cable News - Real Effects and Polarization veröffentlicht, in der er postuliert, dass die Vergabe von Programmplätzen in Kabelnetzen und auf Satelliten einen bisher vernachlässigten Effekt darauf hat, wie sich politische Vorlieben entwickeln.

Anders als in Deutschland, wo ein Elitenkonsens vorherrscht, gibt es in den USA Fernsehsender mit unterschiedlichen politischen Profilen - zum Beispiel Fox News und MSNBC. Die Frage, ob die Zuschauer einen dieser Kanäle bevorzugen, weil er ihre Meinung wiedergibt, oder ob diese Meinung von den Sendern geformt wurde, ist eine Art medientheoretisches Henne-Ei-Problem. Um es zu lösen, versuchten Martin und Yurukoglu einen ungewöhnlichen Ansatz:

Dazu nutzten sie die Tatsache, dass es an ein und dem selben Ort Fernsehzuschauer gibt, die einen Kabelanschluss nutzen - und andere die mit einer Satellitenschüssel Programme empfangen. Den beiden Wissenschaftlern zufolge gibt es keine größeren soziologischen Unterschiede zwischen diesen beiden Zuschauergruppen. Trotzdem stellten sie fest, dass die beiden Gruppen verschiedene Sender konsumierten - und zwar jeweils vor allem solche, die sich voreingestellt auf den ersten zehn Programmplätzen befanden.

mehr:
- US-Forscher postulieren übermäßige Macht der ersten zehn Fernsehprogrammplätze (Peter Mühlbauer, Telepolis, 08.01.2015)

Nach dem Charlie-Hebdo-Attentat: Ein hauptverdächtiger Dschihadist und viele Fragen

Die Polizei fahndet nach einem Brüderpaar, einer davon ist den Behörden seit Jahren als gewaltbereiter Islamist bekannt
Nach dem, was man über moderne Geheimdienst- und Polizeifahndungstechniken erzählt, müssten die beiden Hauptverdächtigen des gestrigen Anschlags (Terroranschlag in Paris mit "Allahu Akbar"-Rufen) innerhalb kürzester Zeit dingfest gemacht werden. Ein Tankwart soll die beiden auf der Nationalstraße RN2 im Departement Aisne erkannt haben: "zwei Männer mit einer Kalaschnikow".

Die Tankstelle ist von emsigen Polizeieinheiten bevölkert, der Staatsanwalt, sein Vertreter und ein Polizei-Colonel sind vor Ort, ein Hubschrauber sucht die Gegend ab; ein verdächtiger, abgestellter grauer Skoda würde genau untersucht, berichtet die Lokalzeitung L'Union L'Ardenais.

mehr:
- Nach dem Charlie-Hebdo-Attentat: Ein hauptverdächtiger Dschihadist und viele Fragen (Thomas Pany, Telepolis, 08.01.2015)

mein Kommentar:
Da haben wir ja unglaubliches Glück, daß die Feinde unserer westlichen Zivilisation zwar furchtbar brutal aber zugleich auch – gottseidank – ziemlich blöde sind. Erst ein prfessioneller Angriff auf eine Zeitschriftenredaktion, dann vergessen die Büder bei der Flucht ihre Pässe im Tatfahrzeug. Wie doof muß man sein?

siehe auch:

- Islamisten: Bildung unerwünscht (Florian Rötzer, Telepolis, 10.01.2015)

Jedes System erzeugt die Bildungbzw. den Bildungsstand, den es für nützlich hält. Unser Turbo-Abitur kommt auch nicht von ungefähr.Bei uns in Deutshland sind derzeit Pauken und Ablenkung angesagt, Rückrat unerwünscht, da störend, weil nihct marktkonform!

Mittwoch, 7. Januar 2015

James Bisset - NATO an Ukraine-Krise schuld

Am 4. Dezember 2014 fand an der Graduate School of Public and International Affairs in Ottawa, Kanada eine Konferenz statt mit dem Titel: "Einheitliches Ukraine? Euromaidan-Revolution und Donbass-Rebellion in inländischer und internationaler Perspektive". Dazu hat der ehemalige Botschafter Kanadas in Jugoslawien, Albanien und Bulgarien, James Bissett, einen Vortrag gehalten mit der Aussage: "Von den USA angeführten NATO-Mächte verantwortlich für die Krise in der Ukraine"
mehr:
- James Bisset - NATO an Ukraine-Krise schuld (Alles Schall und Rauch, 06.01.2015)

Conference | James Bissett on topic "US-led NATO powers responsibility for the crisis in Ukraine" [18:12]

James Bissett, University of Ottawa, December 04, 2014 [18:09]

Veröffentlicht am 05.12.2014
James Bissett, former Canadian ambassador to Yugoslavia, Albania, and Bulgaria:
US-led NATO powers’ responsibility for the crisis in Ukraine


Veröffentlicht am 08.12.2014
Conference Topic: "United Ukraine? Euromaidan revolution and Donbass rebellion in domestic and international perspectives"
James Bissett, former Canadian ambassador to Yugoslavia, Albania, and Bulgaria.
Conference took place at Graduate School of Public and International Affairs
December 4, 2014, University of Ottawa, Faculty of Social Studies
For those who are fed up with mass media. Latest news, latest footage on Ukraine Crisis, interviews from the locals, news from the battlefield. Get a complete picture of the crisis in Ukraine. Visit our channel at:
http://www.youtube.com/user/2014AntiM...
Ukraine Crisis: Latest News
http://youtu.be/18pCPHOOmIE

Übersetzung der Rede bei Alles Schall und Rauch

zu James Bissett siehe auch:
Massaker von Račak, Kritik zur Untersuchung und Aufklärung des Vorfalls, Vorwürfe zur Rolle des Haager Tribunals (Wikipedia, 17. Absatz)

Michel Houellebecqs Vision: Wenn sich Frankreich dem Islam unterwirft; kreativer Tabubruch - oder einfach nur rassistisch?

Der dekadente Westen im Niedergang: In Michel Houellebecqs neuem Roman "Unterwerfung" wird Frankreich von einem islamischen Präsidenten und seiner Muslimbruderschaft beherrscht. Kreativer Tabubruch - oder einfach nur rassistisch?

Wir schreiben das Frühjahr 2022: Frankreich befindet sich im Griff der regierenden "Islamischen Bruderschaft". Der Sozialist François Hollande ist nach seiner zweiten Amtszeit nicht mehr angetreten, rechte und linke Volksparteien haben sich mit der muslimischen Partei gegen den Vormarsch der Front-National-Chefin Marine Le Pen verbündet und den Präsidenten Mohamed Ben Abbès in den Elysée befördert. Jetzt stellt der charismatische Führer die säkulare Republik auf den Kopf, installiert islamische Bildung, Scharia und Vielweiberei.

So Michel Houellebecqs Entwurf einer nahen Zukunft. Ab Mittwoch liegt er mit einer Startauflage von 150.000 Exemplaren in Frankreichs Buchläden aus, am 17. Januar erscheint die deutschsprachige Übersetzung. Schon zuvor hat das Werk für Polemik gesorgt - Wirbel und Werbung zugleich für den sechsten Roman des Autors, der seit dem Erscheinen seines ersten Bestsellers ("Elementarteilchen") stets für publizistische Provokationen gut war.

mehr:
- Michel Houellebecqs Vision: Wenn sich Frankreich dem Islam unterwirft (Stefan Simons, SPIEGEL, 06.01.2015)

mein Kommentar: 

Ich freue mich immer wieder diebisch. wenn unsere etablierten Geschichtsdeuter angesichts bestimmter Ereignisse mit ihren Schubladen ins Schleudern geraten.
Genauso, wie ich mich in den 70ern gefreut habe, wenn irgendwelche Hippies auf einer griechischen Insel ihrer Freikörper-Kultur zu frönen versuchten und dann von Dorbewohnern verprügelt wurden. Die Tatsache, daß ich in einem Land lebe, das homosexuelle Politiker aushält, bedeutet nicht, daß ich selbst als Person weiter fortgeschritten bin als Menschen irgendwo anders auf der Welt. Und selbst wenn: Diese Tatsache enthebt mich noch lange nicht der Pflicht zum respektvollen Umgang mit meiner Umgebung. Selbstgerechtigkeit ist überall ein Übel!

siehe auch:

- Sex und Kapitalismus (Thomas Assheuer, ZEIT, 15.04.1999)
- Michel Houellebecqs Rede – Der Geist steht nicht mehr links (Alexander Kissler, Cicero, 29.09.2016)

aktualisiert am 23.10.2016

Israel und seine Palästinenser

Lebenslügen sind bequem und können ewig halten. Das wissen wir schon seit der Kindheit: Der Klapperstorch, Osterhase und Weihnachtsmann samt Christkind leben immer noch, auch wenn sie nur temporär beglaubt werden. Eine weitere Lebenslüge ist die Existenz des Staates Israel für immer und ewig und dass es so für immer und ewig bleiben wird.

Ich will jetzt keinen geschichtlichen Abriss bringen, wie es eigentlich zu diesem Staat gekommen ist, denn da gibt es unterschiedliche Meinungen, einige davon sind möglicherweise nach § 86 Abs. 3 StGB strafbar (ist eigentlich ein Hammer, wenn in einer freiheitlichen Demokratie Meinungen strafbar sind). Ich war nicht dabei und den Historikern einfach zu vertrauen, habe ich mir vor einiger Zeit abgewöhnt. Dabei war ich in Israel, wo man sieht, wie sich dieser Staat einmauert. Zimmermanns Jupp wäre mit seiner schwangeren Maria heute nicht mehr so einfach nach Bethlehem gekommen – wenn überhaupt. Der Landraub ist schon gewaltig und jedem, der vor der riesigen Mauer steht, wird bewusst, das das auf Dauer nicht gutgehen kann (Mr. Gorbatschow, tear down this wall). Diese ganze Ecke der Levante wird nur gepampert: Der Staat Israel durch die USA und uns, Palästina durch die EU. Nur die Gewichte sind unterschiedlich. Ähnlich wie die Höhe der Parteispenden bei uns.

Über die Politik des Staates Israel sagt man als Deutscher am besten nichts. Damit meine ich auch – nichts. Die Keulen liegen alle griffbereit im Fach von A, wie Antisemitismus oder Auschwitz bis Z, wie Zionismus und sie werden ständig gewienert.

mehr:
- Israel und seine Palästinenser (AlterMannBlog, 06.01.2015)

Drone flight over Gaza - Remembering Shujayea [1:35]

Veröffentlicht am 05.01.2015
More than four months after the Gaza war, little has been fixed in the ravaged neighbourhood of Shujayea. Drone footage collected by Al Jazeera shows how the area looks today.
Full story here - http://bit.ly/1tFglqD

siehe auch meine Palästina-Posts

Michel Houellebecqs neuer Roman: Nichts für intellektuelle Feiglinge

Michel Houellebecqs neuer Roman ist noch nicht einmal erschienen, wird jedoch vorab bereits diskutiert: Schürt er islamfeindliche Ressentiments?

Wenn erst der Lärm um Michel Houellebecqs Roman Soumission (Unterwerfung) verklungen sein wird, dann wird sich zeigen, dass dieses Buch eine ausgeruhte Lektüre lohnt. Gewiss, der Autor kennt den Literaturbetrieb und will den Skandal, klappern gehört zum Handwerk, und ja, dieses Motiv wird die Wahl des Plots beeinflusst haben. Na und. Was wäre normaler als das?

Der Roman erscheint erst am kommenden Mittwoch in Frankreich und eine Woche darauf in deutschen Buchhandlungen. Trotzdem beeilen sich französische und deutsche Medien vorab, Houellebecqs politische Fiktion mitunter besorgt zu verhandeln.

Und die sieht so aus: Um im Wahljahr 2022 die Präsidentschaft der rechtsradikalen Marine Le Pen zu verhindern, einigen sich die Sozialisten mit der bürgerlichen Rechten darauf, in der Stichwahl den Kandidaten einer islamistischen Partei zu unterstützen. Er gewinnt, und fortan wird Frankreichs Regierung von gemäßigten Islamisten geführt. Deren langfristige Strategie ist die Islamisierung der europäischen Gesellschaften sowie die Verlagerung des europäischen Zentrums in den Mittelmeerraum.

Klingt wie eine Pegida-Theorie. Und wer es darauf anlegt, kann den Roman auch durch diese Brille lesen, aber das ist ungefähr so intelligent wie das Absuchen eines Liebesromans nach sexuell erregenden Stellen. Das islamistische Szenario ist nicht das Thema des Buches, sondern seine Versuchsanordnung. Sie setzt die Figuren einem Magnetfeld aus, was dem Ganzen Dynamik gibt.

mehr:
- Michel Houellebecq: Nichts für intellektuelle Feiglinge (Gero von Randow, ZEIT, 05.01.2015)

siehe auch:
- Wollen wir einen kastrierten Papst? (Post, 20.09.2006)
(… über kurze Gedanken, schnelle Einordnungen und deutsches Gutmenschentum)

dazu paßt:
- Pegida in der Verdunkelungsfalle (Michael Klarmann, Telepolis, 06.01.2015)

Wer verdient am Krieg?

Der Konfliktforscher Philippe Le Billon untersucht, warum Rebellen und Warlords mit Kriegen so viel Geld verdienen.
mehr:
- Krieg – "Das Geschäft läuft gut" (Interview Caterina Lobenstein mit Philippe Le Billon)
Zitat:
Wenn man im Fernsehen vom Krieg hört, wird meist ein ziemlich einfaches Schwarz-Weiß-Bild gezeichnet: Zwei ethnisch oder religiös verfeindete Gruppen hassen sich, deshalb führen sie Krieg. Schiiten gegen Sunniten, Hutu gegen Tutsi. Natürlich gibt es religiös und politisch motivierte Konflikte. In der Ukraine etwa geht es vor allem um Geopolitik. Allerdings wird häufig ausgeblendet, dass im Krieg nicht ausschließlich um Ideologie und Politik gekämpft wird, um Religion und ethnische Zugehörigkeit, sondern immer auch um Geld. Ich gehe in meiner Forschung den Fragen nach, wer vom Krieg profitiert und wie Kriegsökonomien funktionieren.
siehe auch:
- Die Gewaltökonomien der "Neuen Kriege" (Monika Heupel, Bundeszentrale für politische Bildung, 30.10.2009)
Die Gewaltökonomien der "Neuen Kriege"
30.10.2009 Ein typisches Merkmal der "Neuen Kriege" sind Gewaltökonomien, die auf dem Handel mit natürlichen Ressourcen basieren. Der Artikel skizziert Entstehungsbedingungen und Implikationen für die Konfliktbearbeitung und stellt Instrumente zur Schwächung von Gewaltökonomien vor.

Die These von der Herausbildung sogenannter "Neuer Kriege" hat in der Friedens- und Konfliktforschung eine starke Kontroverse ausgelöst. Viele der Charakteristika, die Mary Kaldor,[1] Herfried Münkler[2] und andere Befürworter der These den "Neuen Kriegen" zuschreiben, seien, so die Kritiker, nicht neu, sondern bereits für Kriege, die vor dem Ende des Ost-West-Konflikts ausgetragen wurden, typisch gewesen. Die These sei demnach nicht nur empirisch falsch, sondern - so eine zugespitzte Schlussfolgerung - diene darüber hinaus der Rechtfertigung militärischer Interventionen. Quantitative Studien konnten die Frage nach der Plausibilität der These von den "Neuen Kriegen" bislang nicht beantworten: Einige Studien stützen einzelne Behauptungen, andere stellen wiederum andere Thesen in Frage. Dass sich mit dem Ende des Ost-West-Konflikts die Finanzierung bewaffneter Konflikte gewandelt hat und sich mithin, wie von den Befürwortern der These behauptet, neuartige Gewaltökonomien herausgebildet haben, wird jedoch auch von Kritikern in der Regel anerkannt. Dass dies Implikationen für die Dynamiken gewaltsamer Konflikte und die Erfolgsbedingungen nachhaltiger Kriegsbeendigung hat, wird ebenfalls nicht in Abrede gestellt.

In den vergangenen Jahren haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Politikberaterinnen und Politikberater - zum Teil in Auseinandersetzung mit der These von den "Neuen Kriegen", zum Teil unabhängig davon - die Funktionsweise von Gewaltökonomien untersucht und Gegenstrategien identifiziert und evaluiert. Im Mittelpunkt standen dabei Gewaltökonomien, die sich aus dem Handel mit natürlichen Ressourcen speisen. Prominente Beispiele sind der Diamantenschmuggel, ohne den die Kriege in Angola und Sierra Leone in den 1990er Jahren kaum hätten (weiter)geführt werden können, und der Drogenschmuggel, der bewaffneten Gruppen in Kolumbien und Afghanistan hohe Einnahmen einbringt. Der vorliegende Artikel konzentriert sich ebenfalls auf Gewaltökonomien, die auf dem Handel mit natürlichen Ressourcen basieren. […]

Befürworter der These von den "Neuen Kriegen" unterscheiden Gewaltökonomien, die sich im Kontext der Kriege nach 1990 herausgebildet haben, von Gewaltökonomien, die für frühere Kriege - vor allem die des Ost-West-Konflikts - kennzeichnend waren. Demnach haben sich die Konfliktparteien der sogenannten Stellvertreterkriege abhängig von ihrer (vorgegebenen) ideologischen Ausrichtung insbesondere über Zuwendungen von Groß- und Supermächten finanziert. Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts, als die Zuwendungen ausblieben oder zumindest zurückgingen, bauten vor allem nichtstaatliche bewaffnete Gruppen Gewaltökonomien auf, um sich unabhängig von der Gunst mächtiger Staaten versorgen zu können.[5] In Angola und Kambodscha etwa kompensierten die UNITA[6] bzw. die Khmer Rouge das Ende der externen Zuwendungen mit der Vergabe von Konzessionen zur Diamantenförderung bzw. Abholzung von Wäldern. In Somalia und im südlichen Sudan plünderten bewaffnete Gruppen Hilfslieferungen für die Not leidende Bevölkerung. In Kolumbien organisierten linksgerichtete Guerillas und paramilitärische Gruppen Entführungen, erpressten Schutzgelder von Ölunternehmen und kontrollierten den Kokaanbau und -handel. Und in Afghanistan verdienten die Taliban am Opium- und Heroinschmuggel und an der Besteuerung des Warenverkehrs zwischen Afghanistan und Pakistan.

Ressourcenbasierte Gewaltökonomien zeichnen sich durch transnationale Netzwerkstrukturen und eine Verbindung zur sogenannten Schattenglobalisierung aus.[7] So sind es in der Regel ausländische Unternehmen, die von Konfliktparteien Konzessionen zur Ausbeutung von Ressourcenvorkommen erwerben. Die Khmer Rouge etwa haben mit thailändischen Unternehmen kooperiert, die gegen die Entrichtung einer Gebühr Bäume in ihren Gebieten fällen durften. Auch der Absatz der Ressourcen erfolgt typischerweise über ausländische Unternehmen. In Angola kaufte zum Beispiel das südafrikanische Unternehmen De Beers Diamanten der UNITA auf, um sie auf der internationalen Börse in Antwerpen weiterzuverkaufen. Auch Waffenlieferungen werden für gewöhnlich über private Akteure organisiert. In einigen Fällen wie etwa in Liberia lieferten Unternehmen, denen Konzessionen für den Abbau von Ressourcen übertragen wurden, selbst Waffen und anderes Kriegsgerät. In anderen Fällen bezahlten Konfliktparteien mit den Einnahmen, die ihnen aus dem Handel mit natürlichen Ressourcen zukamen, Zwischenhändler, die Waffen und Kriegsgerät vornehmlich aus Osteuropa lieferten. […]

In der Literatur werden vor allem zwei Mechanismen genannt, um den Einfluss natürlicher Ressourcen auf die Konfliktdauer zu erklären. Zum einen sei es für Konfliktparteien schlicht einfacher, Kriege am Laufen zu halten, wenn sie Zugriff auf Ressourcen haben. Und zum anderen verändere der Zugriff auf Ressourcen vielfach auch die Motive der Konfliktparteien. Demnach neigen bewaffnete Gruppen - wie beispielsweise die Kriege in der Demokratischen Republik Kongo in den 1990er Jahren gezeigt haben - mit der fortschreitenden Dauer eines Konflikts in stärkerem Maße dazu, Einkünfte aus dem Handel mit natürlichen Ressourcen zu privatisieren. Um überhaupt Einkünfte zu erzielen, seien bewaffnete Gruppen in der Regel auf das Fortdauern des gewaltsamen Konflikts angewiesen. Die Motivation, den Konflikt beizulegen, sinke entsprechend. Gerade die großen Schwierigkeiten der VN, gewaltsame Konflikte, die über den Handel mit natürlichen Ressourcen finanziert werden, dauerhaft zu beenden, haben ein Bewusstsein für den Bedarf an effektiven Instrumenten zur Schwächung der für die "Neuen Kriege" typischen Gewaltökonomien geschaffen. Doch welche Instrumente stehen Staaten, internationalen Organisationen, Nichtregierungsorganisationen (NRO) und privaten Unternehmen zur Verfügung und wie effektiv sind sie? Grob lassen sich zwei Typen unterscheiden: Auf der einen Seite kurzfristig orientierte Instrumente, die das Ende gewaltsamer Konflikte herbeiführen und Friedensprozesse in der Anfangsphase stabilisieren sollen. Auf der anderen Seite langfristig orientierte Instrumente, die Strukturen schaffen sollen, welche die Entstehung von Gewaltökonomien verhindern und die Transformation von Kriegs- in Friedensökonomien erleichtern können. […]

Ein Instrument, das in den vergangenen Jahren große Aufmerksamkeit erfahren hat, sind multilaterale Sanktionen, die den Handel mit natürlichen Ressourcen aus Konfliktgebieten unterbinden oder zumindest einschränken sollen. Der Sicherheitsrat der VN hat seit den späten 1990er Jahren vermehrt den Handel mit natürlichen Ressourcen untersagt, dessen Erlös von nichtstaatlichen aber auch staatlichen Akteuren für die Finanzierung gewaltsamer Auseinandersetzungen verwendet wird.[20] Bereits Anfang der 1990er Jahre unterstützte er ein Moratorium für den Export von Baumstämmen, das die kambodschanische Übergangsverwaltung erlassen hatte, um die Khmer Rouge zu schwächen.[21] In der Folge erließ er Embargos gegen Diamanten aus Angola[22] und Sierra Leone[23], die nicht mit einem Herkunftszertifikat der jeweiligen Regierung ausgestattet waren, sowie gegen Diamanten aus der Elfenbeinküste[24], um die Gewaltökonomien der UNITA, der RUF und der Forces Nouvelles zu schwächen. Zudem verhängte der Sicherheitsrat ein Embargo gegen Diamanten und Holz aus Liberia, um den liberianischen Präsidenten Charles Taylor dazu zu veranlassen, nicht länger als Zwischenhändler für Diamanten der RUF zu fungieren.[25] Schließlich untersagte der Sicherheitsrat den Import von Essigsäureanhydrid, das für die Weiterverarbeitung von Opium in Heroin benötigt wird, nach Afghanistan, um Druck auf die Taliban auszuüben.[26]

Die Wirksamkeit der Rohstoff-Sanktionen der VN ist bislang durchwachsen. Gleichwohl hat sich gezeigt, dass Sanktionen vor allem dann einen Beitrag zur Lösung von Konflikten leisten können, wenn ihre Implementierung überwacht wird.[27] So konnten zum Beispiel in Angola die Sanktionen gegen unzertifizierte Diamanten dann Wirksamkeit entfalten, als sich das entsprechende VN-Komitee aktiv um ihre Durchsetzung bemühte und Staaten und Individuen, welche sie verletzten, öffentlich beim Namen nannte.[28] Auch Sanktionen sind in erster Linie ein kurzfristig orientiertes Instrument, welches das Ende eines gewaltsamen Konflikts herbeiführen soll. Allerdings deutet etwa die Entwicklung des Friedensprozesses in Liberia darauf hin, dass sie durchaus auch einen Beitrag zur Konsolidierung fragiler Friedensprozesse leisten können. Dort nämlich knüpfte der Sicherheitsrat die Aufhebung des Exportverbots für Holz nach Kriegsende an die Bedingung, dass die neue Regierung Regeln und Verfahren einrichtet, die eine gerechte und nachhaltige Nutzung der Waldbestände ermöglichen. […]

Gewaltökonomien, die auf dem Handel mit natürlichen Ressourcen beruhen, stellen eine Herausforderung für die VN und andere Akteure dar, die Kriege beenden, Friedensprozesse stabilisieren und den Ausbruch gewaltsamer Konflikte verhindern wollen. In den 1990er Jahren wurden die Herausforderungen, die sich aus dem Entstehen neuartiger Gewaltökonomien ergeben, vielfach ignoriert - zum Teil mit verhängnisvollen Folgen. Erst nach und nach bildete sich ein Bewusstsein dafür heraus, dass effektive Gegenstrategien unerlässlich sind, um der Verstetigung gewaltsamer Konflikte entgegenzuwirken und in fragilen Staaten nachhaltige Friedensstrukturen aufbauen zu können.

Iraq For Sale: The War Profiteers • FULL DOCUMENTARY FILM • BRAVE NEW FILMS {1:15:22}

Veröffentlicht am 11.02.2015
This is the story of what happens to everyday Americans when corporations go to war. SUBSCRIBE: http://www.youtube.com/subscription_c... Watch our other feature length documentaries free: https://www.youtube.com/playlist?list...
1:57 Blackwater Security is the largest security firm in Iraq, with more than three hundred working and risk taking employees.
Meet Jerry Zovko, one of the four blackwater agents who died in an under armored and under guarded patrol vehicle in Falluja, one of the most dangerous cities in the region at the time.
7:49 Blackwater Security pulls at all its political strings in order to avoid retribution for the very much avoidable Felluja deaths. Preventing investigations, and changing opinions.
13:30 Private organizations in Iraq continue to abuse their power, hurting and destroying the lives of prisoners and citizens alike, but not without making a killing in profits.
21:16 Private organizations pay more than the US military, promising “minimal supervision”.
26:06 Corporate greed strikes again. TITAN Services, the lead provider of linguists for America’s Iraq operation hired untrained translators from unreliable backgrounds -making TITAN indirectly responsible for countless avoidable deaths.
28:47 United States turns a convenient blind eye to the continued abuse and killing of Iraqi civilians by US private contractors.
33:50 Private contractors are taking the work–and by extension experience– of trained soldiers. So why are they being denied the training and equipment they need to stay alive and safe?
42:00 Seven people were killed in an attack on a Halliburton fuel convoy. A convoy that had been cleared for transport across a no-drive zone. Is that how KBR values human life?
48:17 Halliburton continues to skimp on health requirements, supplying the it’s men and women with contaminated water, and snuffing out all the attempts that have been made to warn those at risk of infection.
52:22 Halliburton skimps on necessary safety and sanitation measures for its troops while massively overcharging them, and by extension the U.S Government.
55:02 How does Halliburton legally steal from the american government and american citizens? By wasting our money in huge amounts, burning expensive equipment, vehicles and even oil in front of Iraqi citizens.
1:01:48 It has been proven that Halliburton steals huge amounts of money from the U.S, so why haven’t we taken action?
1:06:15 Even today, 12 years after the withdrawal of troops and the end of the Iraq war, war profiteers still exist, and they will not go down without a fight. They have money, power and influence.
If we want change, it’s going to take more than just awareness, it’s going to take action.
DONATE:  https://bravenew.nationbuilder.com/do...
Set up a free screening in your community: http://www.bravenewfilms.org/screenings
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Deutschland „am Hindukusch verteidigen"? {6:24}

Hochgeladen am 28.09.2007
Vortrag von Dr. Peter Strutynski (Universität Kassel)
Sprecher des bundesweiten Friedensratschlages
am 25.Sep 2007 im Jubez, Karlsruhe
Veranstalter Friedensbündnis Karlsruhe
- "Lieber ein Russlandversteher als ein Kriegsflüsterer" – Rede von Peter Strutynski beim Ostermarsch 2014 in Nürnberg (21.04.2014, vor der Lorenzkirche in Nürnberg, Text gefunden bei der AG Friedensforschung), daraus:
Die großen Mächte, allen voran die USA, sind in ganz besonderer Weise an dieser kannibalischen Weltordnung beteiligt. Warum? Vor wenigen Tagen gab das Stockholmer Friedensforschungsinstitut die Zahlen der weltweiten Rüstungs- und Militärausgaben für 2013 bekannt. 1,75 Billionen US-Dollar, das sind eintausensiebenhundertfünfzig Milliarden Dollar, wurden für das Militär ausgegeben. Und die USA sind daran mit 37 Prozent beteiligt. Über eine halbe Billion geben die USA für kriegerische Zwecke aus. Darin eingerechnet sind nicht einmal die vielen Milliarden, welche von den US-Geheimdiensten für ihre weltweiten Überwachungs- und Schnüffelaktionen ausgegeben werden.

Ein Bruchteil dieses Geldes würde ausreichen, um die Menschheit von der Malaria und anderen epidemischen Krankheiten zu befreien, um jedem Menschenkind genügend Nahrung und eine ordentliche Bildung zu verschaffen. Auf diesem Feld, liebe Freundinnen und Freunde, wollen wir kämpfen und verlangen wir von den Regierungen, sich ernsthaft zu engagieren. Die Zukunft liegt nicht in den Schützengräben, sondern in einer gerechten Weltwirtschaftsordnung!
A propos Schützengräben! Der Erste Weltkrieg, der vor 100 Jahren begann, war das erste industrielle Massenabschlachten in der Geschichte der Menschheit. Unter Einsatz von Giftgas, Panzern, Kanonen und Maschinengewehren starben 17 Millionen Menschen, verreckten buchstäblich in den Schützengräben, durchstachen sich gegenseitig mit ihren Bajonetten oder wurden von Granatsplittern getroffen. Es war eine zweifache Katastrophe: Einmal weil die herrschenden Kreise der imperialistischen Mächte mit ihrem Willen zum Krieg alle Gesetze der Menschlichkeit mit Füßen traten und die europäischen Zivilgesellschaften zerstörten. Zum anderen, weil die Antikriegshaltung der wenigen bürgerlichen Pazifisten und der vielen sozialistischen Arbeiterinnen und Arbeiter nicht ausgereicht hat, diesen Krieg zu verhindern.

Mit Lügen und falschen Versprechungen, mit einer kriegsbegeisterten und –geifernden Presse wurde der deutschen Bevölkerung eingeredet, es handle sich um einen Verteidigungskrieg; das zivilisierte Deutschland müsse sich gegen den barbarischen russischen Zarismus zur Wehr setzen. Die damalige Sozialdemokratie ist dieser Propaganda auf den leim gegangen; sie hat die bis dahin schwerste politische Prüfung leider nicht bestanden. Ich trage ihr das heute nicht nach. Aber ich wünschte mir, dass sie daraus die richtigen Lehren ziehen würde. Wir haben es in Kassel als kleinen politischen Erfolg verbucht – man ist ja bescheiden geworden -, dass der SPD-Unterbezirk Kassel den diesjährigen Ostermarschaufruf mitunterschrieben hat. Zur Nachahmung empfohlen! 2014 ist nicht 1914.

Und die Ukraine ist nicht das Serbien von damals. Aber eines ist wieder verdammt gegenwärtig: Die von Politik und Medien geschürte Russenangst. Putin in der Rolle des Zaren, Putin in der Rolle Stalins, und Russland als aggressive imperiale Macht, die das Völkerrecht und die territoriale Unversehrtheit der Ukraine verletzt, die jeglichen politischen Anstand verloren hat und sich außerhalb der Weltgemeinschaft gestellt hat. Das alles, liebe Freundinnen und Freunde, ist übelste Stimmungsmache. Man muss Putin nicht für einen Demokraten, und schon gar nicht für einen Friedensengel halten. Im Vergleich zu den USA mit ihren über 30 völkerrechtswidrigen Interventionen der letzten Jahrzehnte, mit ihrem irregulären sog. Krieg gegen den Terror, mit ihrer weltweiten Überwachungsorgie und mit den Folter-Schandflecken Abu Graib und Guantanamo, ist Russland aber nachgerade ein Waisenknabe.[…]

Meine Skepsis richtet sich vor allem auf die Tatsache, dass die USA weiter mit Sanktionen gegen Russland droht und dass die NATO daran festhält, ihre militärische Präsenz in Osteuropa zu verstärken. Mit Verteidigung hat das nichts mehr zu tun. Wir brauchen keine NATO! Die NATO hätte schon 1991 aufgelöst werden müssen, als der Warschauer Pakt sich aus der Geschichte verabschiedet hatte. – Und die Zusage der Bundesregierung, Eurofighter für den Luftraum an der Grenze zu Russland zu stationieren, ist – 73 Jahre nach dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion – eine einzige Provokation und muss schleunigst zurückgezogen werden.

Ich frage mich manchmal, wer in Berlin eigentlich Außenpolitik macht. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen oder der dafür zuständige Außenminister? Eines ist jedenfalls sicher: Frau Merkel macht gar keine Politik; sie wartet ab und telefoniert lieber mit Obama. Sie sollte lieber auf die eigene Bevölkerung hören, die keine Eskalation und keine Konfrontation mit Russland will.[…]

In dem Buch „Töten per Fernbedienung. Kampfdrohnen im weltweiten Schattenkrieg“ werden die Trends der künftigen Kriegführung und die Hauptargumente der Friedensforschung und Friedensbewegung genannt. Es sind die folgenden:

1. Das, was „gezielte Tötung“ genannt wird, ist nicht so zielsicher. Es gibt zahlreiche Beispiele dafür, dass die Todesrate beim Einsatz von Kampfdrohnen unter der Zivilbevölkerung wesentlich höher ist als unter den anvisierten Zielen. 
2. Gezieltes Töten (targeted killing) verstößt außerhalb von Kriegszeiten gegen die Menschenrechtskonventionen und das Völkerrecht. Die Regierungen, die sich der Kampfdrohnen bedienen, handeln zugleich als Ankläger, Ermittler, Richter und Henker. Mit Rechtsstaatlichkeit hat das nichts, aber auch gar nichts zu tun.
3. Kampfdrohnen senken die Schwelle für Kriegseinsätze.
4. Die permanente Bedrohung der Zivilbevölkerung durch Kampfdrohnen führt zu unerträglichen psychischen Belastungen. Es gibt Studien, wonach sich z.B. Kinder in betroffenen Gebieten aus Angst nicht mehr auf die Straße oder in die Schule trauen. (Studie: „Living under drones“.)
5. Die Produktion und der Einsatz von Kampfdrohnen entziehen sich bestehenden Rüstungskontrollmechanismen. Zu befürchten ist also eine neue Aufrüstungsspirale.  
Der Kannibalismus und die Doppelzüngigkeit des Westens (Post, 16.11.2014)
Noch ein wenig USA und Kriegsstimmung in Europa (Post, 28.10.2014)
Jean Ziegler: „Geierfonds - Quintessenz krimineller Bankenaktivitäten“ (Post, 19.10.2014)
Ukraine 11 – Unsere Medien: Nicht-Berichten und Sprachverdrehung und der Krieg »Reich gegen Arm« (Post, 16.05.2014)
Jean Ziegler – ein wahrhaftiger Mensch (Post, 10.09.2013)
Ich kann gar nicht so viel essen… (Eliot Weinberger in Lettre International, Was ich hörte vom Irak, 25.03.2006)
Trommler der Empörung (Erwin Koch, SPON, 21.01.2002)