Mittwoch, 31. Oktober 2018

Zur Verbreitung der Wahrheit – Eine Empfehlung nach Brecht

Zurzeit wird wegen des mangelnden Datenschutzes bei Facebook und des Missbrauchs persönlicher Daten bei Microsoft unter Nutzern diskutiert, ob es sinnvoll ist, sich weiter auf derartige Ausspäh-Kraken einzulassen. Obwohl ich vor etwa zwei Jahrzehnten mit dieser speziellen Frage noch nicht konfrontiert war, habe ich in meinem 2002 bei Rowohlt erschienenen Buch „Beruf: Schriftsteller – Was man wissen muss, wenn man vom Schreiben leben will“, zu dieser Thematik Bertolt Brechts „Fünf Schwierigkeiten beim Schreiben der Wahrheit“ zitiert:
Wer heute die Lüge und Unwissenheit bekämpfen und die Wahrheit schreiben will, hat zumindest fünf Schwierigkeiten zu überwinden.
Er muss den Mut haben, die Wahrheit zu schreiben, obwohl sie allenthalben unterdrückt wird;
die Klugheit, sie zu erkennen, obwohl sie allenthalben verhüllt wird;
die Kunst, sie handhabbar zu machen als eine Waffe;
das Urteil, jene auszuwählen, in deren Händen sie wirksam wird;
die List, sie unter diesen zu verbreiten.
mehr:
- Zur Verbreitung der Wahrheit – Eine Empfehlung nach Brecht (Wolfgang Bittner, KenFM, 31.10.2018)
»satirisch möchte ich sagen, dass ich ein zu ausgeprägtes Rechtsempfinden hatte, um als Jurist arbeiten zu können, egal ob in der freien Wirtschaft, bei der Justiz, als Richter, Staatsanwalt oder Rechtsanwalt auf die Dauer oder als Syndikus oder Verwaltungsbeamter […]«
[Wolfgang Bittner auf die Frage, warum er nicht als Jurist arbeite, zitiert im Wikipedia-Artikel[10], abgerufen am 04.11.2018]

mehr von Wolfgang Bittner:
Dauerbrenner »Krim-Annexion« (Post, 21.06.2018)
Verbot der Vorbereitung eines Angriffskrieges (Post, 05.07.2017)
- Der stille Sieg der Autonomie auf der einen und die US-amerikanische Nebenregierung auf der anderen Seite (Post, 15.03.2017; Video: „Europa muss sich von der Pseudo-Zivilisation USA emanzipieren“ {30:53})
- Extensive Feindpropaganda (Thomas Barth, Telepolis, 30.11.2014; Interview mit Wolfgang Bittner über MH-17, Faschisten in der Ukraine und das Versagen der westlichen Medien)

Dienstag, 30. Oktober 2018

Friedrich Merz im Eliten-Filz

Der frühere Fraktionsvorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion will jetzt Vorsitzender der CDU werden. Drängt jetzt BlackRock in die Schaltstellen der Politik?

Also, das haben wir ja noch nie erlebt. Da sagt ein ehemaliger Politiker, dass er der Politik ein für alle Adé sagt. Um dann mit Volldampf ins Zentrum politischer Macht vorzustoßen. Noch-Kanzlerin Angela Merkel hatte im Jahre 2009 dem damaligen Fraktionsvorsitzenden Friedrich Merz klar gemacht, dass für sie beide im politischen Raumschiff Berlin kein Platz sei. "Angie" sorgte dafür, dass der Zweimetermann Merz in die politische Versenkung verklappt wurde.

Und nun ist der Jurist aus Brilon wieder da. Hat sich selber als Kandidaten für den CDU-Vorsitz ins Gespräch gebracht. Die Politik-Abstinenz hat ihm gut getan. Ein sichtlich erholter Merz präsentiert sich den Fotoblitzen der Presse. In den letzten neun Jahren ist er nur stärker geworden; gesundheitlich, vernetzungstechnisch und, nicht zu vergessen: finanziell.

Wie schafft man das? Zunächst einmal: Merz ist nicht aus der Politik ausgestiegen. Er ist lediglich von der einen Politik-Ebene in die andere gewechselt. Umgestiegen aus der Ebene der öffentlich einsehbaren parlamentarischen Demokratie in die nicht-öffentliche Parallelstruktur der diskreten Pressure Groups und Stiftungen, die in der Postdemokratie (ein Begriff des englischen Soziologen Colin Crouch) die politischen Paradigmen bestimmen. Die als Lobbyorganisationen dafür sorgen, dass nicht nur politische Detailfragen in ihrem Sinne bestimmt werden, sondern auch die langfristige Perspektive stimmt.

Die ehrenwerte Atlantikbrücke mit ihren 500 Führungskräften aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Medien sorgt in diesem Sinne seit den 1950er Jahren dafür, dass die Bundesrepublik Deutschland stets eine Politik macht, die in enger Synchronisation mit der Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika vollzogen wird.

mehr:
- Friedrich Merz: "Habe nicht die Absicht, in die Politik zurückzukehren" (Hermann Ploppa, Telepolis, 30.10.2018)

Friedrich Merz und die zunehmende Verschmelzung von Politik und Finanzelite {5:11}

KenFM
Am 03.11.2018 veröffentlicht 
Den vollständigen Tagesdosis-Text (inkl. aller Quellen und Links) findet ihr
hier:https://kenfm.de/tagesdosis-3-11-2018...
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Ein Kommentar von Ernst Wolff.
Es ist ein Trend, der viel über den Zustand unserer Gesellschaft aussagt: Der immer häufiger auftretende fliegende Personalwechsel zwischen Politik und Wirtschaft, der zu einer zunehmenden Verschmelzung beider Lager geführt hat.
Gerhard Schröder verließ nach seiner Wahlniederlage 2005 das Kanzleramt für einen Platz im Topmanagement des russischen Gazprom-Konzerns und arbeitet heute als Vorsitzender des Aktionärsausschusses der Nordstream AG. Sein grüner Vizekanzler und Außenminister Joschka Fischer, ehemaliger Straßenkämpfer, lässt sich seit 2005 u.a. als Berater von seinen ehemaligen Feindbildern Siemens, BMW und RWE entlohnen.
Der von den Grünen zur SPD gewechselte Otto Schily sitzt in den Aufsichtsräten zweier Unternehmen für biometrische Anwendungen, für die er sich als Innenminister stark gemacht hatte. Der grüne Atomkraftgegner Rezzo Schlauch, bis 2005 parlamentarischer Staatssekretär im Wirtschaftsministerium, wurde Mitglied im Beirat eines der größten Kernkraftwerksbetreiber und sitzt heute neben seiner Tätigkeit als albanischer Honorarkonsul im Aufsichtsrat eines chinesischen Zahnersatz-Unternehmens...
SPD-Mann Peer Steinbrück, als Finanzminister an der Rettung mehrerer maroder Banken beteiligt, wechselte 2016 als Berater zur Großbank ING Diba. Ex-Gesundheitsminister Daniel Bahr von der FDP bekleidet einen Posten im Vorstand des weltgrößten Versicherungskonzerns Allianz SE und sein Parteifreund Dirk Niebel, Ex-Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, bezieht sein Gehalt heute vom größten deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall.
Dass ein solcher Frontenwechsel auch in umgekehrter Reihenfolge möglich ist, hat vor kurzem Jörg Kukies bewiesen: Der ehemalige Co-Vorsitzende von Goldman Sachs Deutschland arbeitet jetzt als Staatssekretär unter Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz von der SPD. Mit Friedrich Merz ist nun ein weiterer Frontenwechsler in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt, der bei einer erfolgreichen Wahl zum CDU-Vorsitzenden sogar von sich behaupten könnte, als erster den Sprung in beide Richtungen geschafft zu haben.
Merz wurde 2002 von Angela Merkel von seinem Posten als Fraktionsvorsitzender verdrängt, verlor zunehmend an Einfluss und vollzog 2009 nach verlorenem Machtkampf gegen die Kanzlerin den Wechsel von der Politik in die Wirtschaft. Seitdem saß er in mehreren Aufsichtsräten, u.a. bei der Düsseldorfer Privatbank HSBC Trinkaus, die seit einiger Zeit im Fokus der Justiz steht, weil sie in Cum-Ex-Geschäfte verwickelt ist, mit denen sich Investoren ihnen nicht zustehende Steuerrückerstattungen aus Aktiengeschäften
erschleichen... +++
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siehe auch:
Tagesdosis 1.11.2018 – Herz, Merz und dies und das (Podcast) (Bernhard Loyen, KenFM, 01.11.2018)
Wichtige Ergänzung zum Beitrag über den mit Merz (CDU) zu erwartenden Durchmarsch der Finanzwirtschaft (Jens Berger, NachDenkSeiten, 01.11.2018)
Alles, nur nicht Merz! (Jens Berger, NachDenkSeiten, 29.10.2018)
- Friedrich Merz als transatlantischer Strippenzieher (Post, 30.01.2016)
- Fundgrube – Helmut Schmidt: Wie gefährlich ist Amerika? (Post, 29.08.2015)
Panorama: Die Deutsche Bank als Heuschrecke (Post, 27.05.2011)
- Nähende Heuschrecken (Post, 17.09.2008)
- Raubtierkapitalismus, die Nächste (Post, 29.01.2008)

Frank Zappa - Lost Interview - Problems with Democracy(6-7)

TheNilesLeshProject
Am 24.01.2009 veröffentlicht 
Part 6 of 7
This segment features Frank dissecting democracy. He reveals that 1 man 1 vote can be manipulated by the control of information that each voter receives. The information is controlled by the education system and the media. The media is controlled by corporations. Frank shows prescience in describing what was the Obama campaign's masterful manipulation of the media
http://newworldrhinos.blogspot.com/
http://nilesleshrevelation.blogspot.com/
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Montag, 29. Oktober 2018

Die Eine-Minute-Zeitmaschine

One-Minute Time Machine | Sploid Short Film Festival · Official Selection {5:40}

Sploid
Am 08.07.2015 veröffentlicht 
Every time the beautiful Regina rejects his advances, James pushes a red button and tries again, all the while unaware of the reality and consequences of his actions.
Directed by Devon Avery.
Selected for the Sploid Short Film Festival, a celebration of the coolest short films and the filmmakers that make them. Learn more details and submit your short here: http://sploid.gizmodo.com/announcing-...
Read more: http://sploid.gizmodo.com/short-film-...
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Heute vor 100 Jahren – 29. Oktober 1918: Beginn des Kieler Matrosenaufstands

Matrosen machen Revolution 

Als sich die deutsche Niederlage im Ersten Weltkrieg klar abzeichnete, gab die Seekriegsleitung am 24. Oktober 1918 den Befehl zum Auslaufen der Kriegsflotte für eine Entscheidungsschlacht mit der britischen Royal Navy heraus. Die Matrosen der in Wilhelmshaven ankernden Schlachtschiffe des I. und III. Geschwaders weigerten sich am 29. Oktober jedoch, den Anker zu lichten, und meuterten. Als die Marineleitung mit dem Beschuss durch U-Boote drohte, gaben die Rädelsführer auf und wurden verhaftet.
Ein aus revolutionären Matrosen im November 1918 gebildeter Soldatenrat

In Kiel suchten meuternde Matrosen Kontakt zu Arbeitern und Gewerkschaftern. Der Versuch, verhaftete Kameraden zu befreien, forderte am 3. November die ersten Toten. Am folgenden Tag wurde ein Arbeiter- und Soldatenrat gebildet, der 14 Forderungen an die Marineleitung stellte. Der SPD-Reichstagsabgeordnete Gustav Noske eilte nach Kiel und stellte sich an die Spitze des Rats, um weitere Gewalt zu verhindern. Dennoch hissten einige Schiffe am 5. November die rote Fahne und lieferten sich Schusswechsel mit kaisertreuen Offizieren. Am 7. November proklamierte der Rat: »Die politische Macht ist in unserer Hand!« Inzwischen war ganz Nordwestdeutschland unter der Kontrolle von Arbeiter- und Soldatenräten. Am selben Tag proklamierte Kurt Eisner in Bayern die Republik. Die Novemberrevolution schritt voran und begrub die Monarchie unter sich.


Harenberg – Abenteuer Geschichte 2018

Unsere Geschichte - 1918: Aufstand der Matrosen (NDR - 4.11.2018) {1:28:36}

Serdar Günes
Am 09.11.2018 veröffentlicht
3. November 1918: Auf den Straßen Kiels fallen Schüsse, Militäreinheiten eröffnen das Feuer auf demonstrierende Matrosen. Sieben Menschen sterben, 29 werden verletzt. Es ist der blutige Höhepunkt des Kieler Matrosenaufstandes und der letzte Auslöser für die revolutionäre Bewegung, die kurz darauf das ganze deutsche Reich erfasst und zum Sturz der Monarchie führt.

Revolution - Räte-Republik 1918/1919 in Deutschland {45:04}

ThiefTimeless2
Am 08.05.2013 veröffentlicht
3sat, November 2008
Kulturzeit extra: Die Räterepublik 1918/1919
Film von Henning Burk
Der Streit im linken Parteienspektrum hat in Deutschland eine lange Tradition. Vor 90 Jahren, als der Sozialdemokrat Philipp Scheidemann von einem Balkon des Reichstags und der Spartakist Karl Liebknecht zwei Kilometer östlich vom Berliner Schloss aus die deutsche Republik ausriefen, war die Linke tief zerstritten darüber, wie mit dem politischen Erbe des Kaiserreichs und den Herrschaftsverhältnissen in Deutschland umzugehen sei. Die einen blickten bewundernd auf die Vorgänge in Russland und sahen in der jungen Sowjetrepublik ein Vorbild. Die anderen distanzierten sich energisch davon. Und so führten Räterepublik und Revolution im Deutschland der Jahreswende 1918/1919 zu einer seltsamen Wahrnehmung, der auch Alfred Döblin noch 20 Jahre später in der Romantetralogie "November 1918" eine literarische Form gab.
Henning Burk zeichnet in "Kulturzeit extra: Die Räterepublik 1918/1919" die Vorgänge dieses revolutionären Winters nach.

Samstag, 27. Oktober 2018

USA – Es funktioniert immer: Die am Ende der Nahrungskette werden gegeneinander aufgehetzt

Eine brandgefährliche Mischung.

Ein Kommentar von Ernst Wolff.

Am 6. November 2018 finden in den USA Zwischenwahlen statt. Dabei werden alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat neu vergeben. Außerdem werden in 36 Staaten und 3 Außengebieten neue Gouverneure gewählt.

Zurzeit kontrollieren die Republikaner beide Häuser des Parlaments und halten eine deutliche Mehrheit der Gouverneurssitze. Traditionell aber muss die Partei des amtierenden Präsidenten bei diesen Wahlen mit Verlusten rechnen. Auch diesmal sagen die Wahlforscher voraus, dass die Demokratische Partei zulegen und den Republikanern möglicherweise die Mehrheit im Repräsentantenhaus entreißen wird.

Für Donald Trump kommen die Wahlen zu einem äußerst ungelegenen Zeitpunkt: Die durch die Medien und die Demokraten hochgespielte Khashoggi-Affäre hat ihm wegen seiner Nähe zum saudischen Machthaber geschadet, an den Börsen kommt es zu immer heftigeren Kursschwankungen und trotz aller Jubelmeldungen über eine boomende Wirtschaft verschlechtert sich die soziale Lage im Land zusehends.

Zudem hat Trump viele seiner Wahlversprechen nicht eingehalten. Das Verhältnis zu Russland hat sich nicht verbessert, sondern verschlechtert Die ins Land zurückgeholten Jobs sind schlecht bezahlt und der Sumpf, den er „trockenlegen“ wollte, ist heute mächtiger denn je: Nie hat ein Präsident so viele Militärs und Banker um sich geschart wie Donald Trump und nie ist ein Präsident den Ultrareichen im Land bereits in den ersten zwei Amtsjahren durch Gesetzesänderungen und Steuererleichterungen derart weit entgegen gekommen.

Um von dieser für die arbeitenden Menschen ernüchternden Bilanz seiner zweijährigen Amtszeit abzulenken und die Wahl dennoch zu seinen Gunsten zu entscheiden, zieht Donald Trump seit Wochen von einer Wahlkampfveranstaltung zur nächsten, twittert fast rund um die Uhr und setzt dabei vor allem auf zwei Themen: Nationalismus und Fremdenhass.

mehr:
- Tagesdosis 27.10.2018 – Donald Trump und der Flüchtlingstreck (Podcast) (Ernst Wolff, KenFM, 27.10.2018)

Verlorene Jugend in Chicago | Weltspiegel {7:30}

Weltspiegel
Am 15.05.2018 veröffentlicht 
Weltspiegel vom 13. Mai 2018
Ein kurzes Leben auf der Überholspur, danach gibt es meist eigentlich nur noch zwei Möglichkeiten: Tod oder Knast. So beschreibt George das Leben hier im Gang-Vorort von Chicago. Das ist die Wahl, die du in West-Side hast.
Ein Film von Verena Bünten, ARD-Studio Washington.
Bild: SWR  

Brasilien – Wenn die Menschen den Eliten nichts mehr zutrauen…

Stichwahl am Sonntag könnte Polithasardeur Bolsonaro an die Macht bringen

In Brasilien könnte der rechtsextreme Kandidat Jair Bolsonaro bei der Stichwahl an diesem Sonntag die Macht in dem südamerikanischen Land übernehmen. Das Umfrageinstitut Ibope prognostizierte 50 Prozent für Bolsonaro und 41 Prozent für den Präsidentschaftsanwärter der linksgerichteten Arbeiterpartei (Partido dos Trabalhadores, PT), Fernando Haddad.

Das Ergebnis stimmt mit einer Prognose des Umfrageinstituts Datafolha überein. Eine Erhebung des Meinungsforschungsunternehmens Vox Populi kommt hingegen auf eine knappere Differenz von sechs Prozent zwischen den Kandidaten: Ihm zufolge wollen 53 Prozent für Bolsonaro stimmen und 47 Prozent für Haddad.

Auch wenn die PT einen verzweifelten Wahlkampf führt, um an die Umfragehochs unter dem ursprünglichen Kandidaten und ehemaligen Präsidenten (2003-2011) Luiz Inácio Lula da Silva anzuknüpfen, stehen ihre Chancen schlecht. Mit dem wahrscheinlichen Sieg Bolsonaros droht ein schleichender Putsch, der mit der Amtsenthebung der Lula-Nachfolgerin und PT-Politikerin Dilma Rousseff im August 2016 begonnen hat (In Brasilien herrschen jetzt Alte, Reiche, Weiße und Rechte), seinen vorläufigen Höhepunkt zu finden.
mehr:
- Brasilien rutscht nach rechts (Harald Neuber, Telepolis, 27.10.2018)

siehe auch:
- Rechter Bolsonaro Favorit– Brasilien wählt radikal (Roland Peters, n-tv, 28.10.2018) – dazu auch das Video
- Haddad vs. Bolsonaro – Brasiliens dramatische Stichwahl zwischen Demokratie und autoritärem Unrechtsstaat (Frederico Füllgraf, NachDenkSeiten, 27.10.2018)

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Zeit der Militärdiktatur
Im Jahre 1964 putschte das Militär und setzte João Goulart ab. Das neue Regime unter Marschall Humberto Castelo Branco unterdrückte die linke Opposition und entzog etwa 300 Personen die politischen Rechte. Ein 1965 verabschiedetes Gesetz schränkte die bürgerlichen Freiheiten ein, sprach der Nationalregierung weitere Machtbefugnisse zu und bestimmte die Wahl des Präsidenten und Vizepräsidenten durch den Kongress.
[…]
Anfang der 80er Jahre schwächte die Militärregierung die Repression deutlich ab, bis schließlich 1985, auch aus Mangel an eigenen Optionen aus dem Militärkader und bereits inmitten einer Wirtschaftskrise mit galoppierender Inflation, freie Wahlen zugelassen wurden.
Demokratie seit 1985
[…]
In demokratischen Wahlen wurde 1990 Fernando Collor de Mello zum Nachfolger Sarneys gewählt. Die ersten Monate seiner Amtszeit verbrachte er mit der Bekämpfung der Inflation, die zeitweise 25 % monatlich erreichte. […]
Im Jahr 1992 wurde Collor von seinem Bruder Pedro der Korruption bezichtigt, was zu Untersuchungen durch Kongress und Presse führte. Die sich verdichtenden Hinweise auf Bestechlichkeit und Veruntreuung von Staatsmitteln gaben den Anstoß zu Massendemonstrationen und Unruhen in den großen Städten Brasiliens. 
[…]
Im Jahre 2011 wurde Dilma Rousseff als erste Frau zum Staatsoberhaupt Brasiliens gewählt. Trotz ihres umstrittenen, harten Regierungsstils, der sich sehr von dem ihres Mentors Lula abhebt, betrugen im März 2012 ihre Zustimmungswerte 72 Prozent, im März 2013 waren sie auf 79 Prozent angestiegen. Mitte Juni begann jedoch eine Gruppe von jungen Menschen, welche die Fahrpreiserhöhungen bei öffentlichen Transportmitteln in São Paulo ablehnte, zu protestieren. Die gewaltvolle Repression, mit der die Polizei auf die Demonstrierenden reagierte, löste eine Kette von landesweiten Protesten hervor: In den folgenden Wochen gingen die Menschen zu Hunderttausenden auf die Straße. Gekämpft wurde zusätzlich gegen die Austragung der Fußballweltmeisterschaft 2014, Korruption, Missachtung von Menschenrechten, Angriffe auf soziale Rechte sowie auf die Rechte von Frauen, Homosexuellen und Indigenen. Ein Großteil der Kritik richtete sich an die Regierung und ihre zu wenig soziale Politik. Präsidentin Rousseff reagierte darauf mit dem Versprechen eines „großen Pakts“ für ein besseres Brasilien. Von Juni auf Juli sanken die Zustimmungswerte von Präsidentin Rousseff auf 31 Prozent ab.[57]
Die tiefe Vertrauenskrise in das politische System wurde mit der Absetzung Rousseffs im Jahr 2016 nicht behoben, da diese an einem System scheiterte, das "älter ist als die Demokratie",[58] jedoch auch von der Arbeiterpartei unter ihrer und der Präsidentschaft ihres Vorgängers Lula gepflegt anstatt verändert[59] worden war. Roussefs Nachfolger Temer verlor innert eines halben Jahres sechs seiner Minister wegen Korruptionsvorwürfen, während das Land schon das zweite Jahr in Folge in einer Rezession steckte.[60] Im Mai 2017 ermittelte das Oberste Gericht auch gegen den Präsidenten Temer. Nicht nur die staatliche Erdölfirma Petrobras, sondern damit auch der Baukonzern Odebrecht und der weltgrösste Fleischhändler JBS waren in die Korruption verwickelt.[61][Brasilien, Geschichte, Wikipedia, abgerufen am 28.10.2018]
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Vor 50 Jahren: Militärputsch in Brasilien | Journal {3:24}

DW Deutsch
Am 31.03.2014 veröffentlicht 
Am 31. März 1964 putschte in Brasilien das Militär gegen die Regierung von João Goulart. Man wollte damit verhindern, dass der Präsident Brasilien auf den kommunistischen Kurs Kubas lenken könnte. In Folge der Machtergreifung wuchs ein Staatsterror heran, bei dem Regimegegner willkürlich verhaftet, gefoltert und getötet wurden. Die Militärherrschaft endete erst im Jahr 1985.

makro: Brasiliens gekaufte Demokratie Doku (2018) {28:28}

Pepe Schwedolin
Am 19.02.2018 veröffentlicht 
(beachte auch den Kommentar, mir fällt dabei sofort Italien ein…)

Brasilien: Demokratie in Gefahr? | Weltspiegel {7:14}

Weltspiegel
Am 10.10.2018 veröffentlicht 
Weltspiegel vom 7. Oktober 2018
Es ist eine Schicksalswahl für das Land, sagen nicht nur Brasilianer. Der frühere Staatschef Lula da Silva, lange Zeit aussichtsreichster Kandidat, ist aus dem Rennen um das Amt des Präsidenten. Er sitzt im Gefängnis.

Why Brazil Might Elect An Ultra-Right Wing President (HBO) {7:49}

VICE News
Am 05.10.2018 veröffentlicht 
RIO DE JANEIRO — On a recent Sunday morning, a few hundred shirtless men wearing camo pants tucked into army boots got together to run in formation down the beach to Copacabana.
As they ran, with tourists and Brazilians alike gawking from the sand, they yelled “Cazuca,” the name of a young army sergeant killed in February during an armed robbery in western Rio.
Marcelo Soares Corrêa, a retired paratrooper and congressional candidate, led the men — all active or retired members of Brazil’s armed forces — in an anti-communist call-and-response: “Our flag will never be red!”
Corrêa is one of nearly 100 military veterans seeking office in Sunday’s national elections in Brazil. Nearly all of them are aligned with Jair Bolsonaro, the ultra-right wing, authoritarian presidential frontrunner famous for a long history of sexist, racist, and homophobic remarks. And like Bolsonaro, military candidates such as Corrêa say their hardline approach is needed to eradicate the twin problems afflicting Brazil: rampant political corruption and violent crime.
“The only good criminal is a dead criminal,” Corrêa told VICE News. “If you let the armed forces really get to work, they will completely eliminate the crime that has taken over the country.”
This turn toward militarism is raising alarms in a country that emerged only 33 years ago from a military dictatorship notorious for torturing, disappearing, and exiling its opponents. Yet rather than run away from Brazil's ugly past, Bolsonaro and his allies have appropriated it as a symbol of better days. On the campaign trail, these soldiers-turned-politicians routinely and explicitly praise the military regime. Bolsonaro counts as a personal hero Colonel Carlos Brilhante Ustra, who was found by Brazil’s National Truth Commission to have supervised the torture of more than 500 people during military rule.
Though Brazil has always had ultra-nationalist hardliners, what makes this year’s election different is that their rhetoric has much broader appeal.
“This nostalgia for military order is a response to both political corruption and urban violence,” said Bryan McCann, a historian at Georgetown University. “But it’s completely misplaced. The dictatorship was characterized by widespread corruption, and military enforcement, where it’s been tested within Brazil, has not been a successful constraint on urban violence.”
To many observers, Bolsonaro’s rise, whether he prevails in Sunday’s election or not, represents a deeper threat to a democracy made already fragile by a corrupt political establishment. Some even fear an outright military takeover — a possibility that, although unlikely, is not unreasonable: Bolsonaro’s vice-presidential running mate, a retired army general named Antonio Hamilton Mourão, has on at least two occasions said that a coup may be the only solution to Brazil’s problems.
In an interview with VICE News, Mourão insisted that he didn’t think a coup was necessary at this moment. But he didn’t discard the possibility. “If the country is the Titanic that’s sinking, will we, the military, behave like the orchestra? Will we start playing and go down with the country?” He said. “I think not.”
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Freitag, 26. Oktober 2018

Heute vor 63 Jahren – 26. Oktober 1955: Österreich erklärt seine Neutralität

Unabhängig und neutral 

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs eroberten die Alliierten auch Österreich. Das Land wurde wie Deutschland in vier Besatzungszonen, die Hauptstadt Wien, wie Berlin, in vier Sektoren eingeteilt. Am 27. April 1945 wurde die Unabhängigkeit Österreichs proklamiert, die Parteien SPÖ, ÖVP und KPÖ gründeten sich und der frühere Staatskanzler Karl Renner bildete eine Allparteienregierung. Ihm folgten in freien Wahlen Politiker der ÖVP als Bundeskanzler in Koalitionsregierungen. Die Versorgungslage der Bevölkerung war wie in Deutschland prekär, der Schwarzhandel blühte und man versuchte, »Normafität« herzustellen und die Beteiligung der 1938 von Hitler »angeschlossenen« Österreicher an den nationalsozialistischen Ver¬brechen zu »vergessen«. 

Österreichs Politiker lavierten im Kalten Krieg zwischen West und Ost. Sie drängten auf einen kompletten Truppenabzug der ehemaligen Kriegsalliierten und auf die eigene staatliche Souveränität, die mit dem Staatsvertrag vom 15. Mai 1955 Realität wurde. Nach dem Abzug der Besatzungsmächte beschloss der Nationalrat, das Parlament, am 26. Oktober 1955 die »immerwährende Neutralität« des Landes nach Schweizer Vorbild. Dazu erhielt die Verfassung einen Zusatz in Form eines Neutralitätsgesetzes. Österreich erklärt darin, keinem Militärbündnis beizutreten und keine ausländischen Militärstützpunkte im Land zuzulassen. Seit 1965 ist der 26. Oktober Nationalfeiertag.
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2018

Baumeister der Republik 1 - Karl Renner {47:59}

geschichte welt
Am 13.04.2016 veröffentlicht 
Baumeister der Republik 1 - Karl Renner - Vater zweier Republiken
Es gibt keinen Politiker, der so eng mit der Identität Österreichs verbunden ist wie Karl Renner. Gleich zweimal innerhalb von 33 Jahren war der Sozialdemokrat, der schließlich von 1945 bis zu seinem Tod im Jahr 1950 Bundespräsident war, Geburtshelfer eines neuen Staates - der Ersten und der Zweiten Republik. Bei der Errichtung der Ersten Republik 1918 verkörperte Renner als ehemaliger k.u.k.- Beamter die geistigen Hinterlassenschaften der Monarchie, spiegelte mit seiner sozialistischen Grundeinstellung aber gleichzeitig das Fundament der neuen demokratischen Republik. Bei der Errichtung der Zweiten Republik vermittelte er zwischen den alliierten Besatzungsmächten, zwischen Sozialisten und Christdemokraten, zwischen Kommunisten und allen anderen gesellschaftlichen und politischen Gruppen, aus denen das neue Österreich hervorging. Umstritten ist Renner hingegen vor allem für seine Befürwortung des Anschlusses an das Deutsche Reich bei der Volksabstimmung im April 1938. Außerdem wird ihm vorgeworfen, dass er nach 1945 die Opferrolle Österreichs mitbegründet und sich gegen Reparationszahlungen an die jüdischen Opfer ausgesprochen hat.

Aus aktuellem Anlaß: »keep the Soviet Union out, the Americans in, and the Germans down.«

Lord Hastings Lionel Ismay was NATO’s first Secretary General, a position he was initially reluctant to accept. By the end of his tenure however, Ismay had become the biggest advocate for the organisation he famously said was created to “keep the Soviet Union out, the Americans in, and the Germans down.”
mehr:
- Lord Ismay (NATO – Declassified)

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Hastings Lionel Ismay, 1. Baron Ismay KGGCBCHDSO (* 21. Juni 1887 in Naini TalUttar PradeshIndien; † 17. Dezember1965 in BroadwayWorcestershire) war ein britischer PolitikerDiplomat und General.
Nach einer Ausbildung in Charterhouse und Sandhurst trat Ismay 1905 seinen Dienst in der britischen Armee an. Er diente danach in Indien und Somaliland, wo er den Aufstand der Derwische unter Mohammed Abdullah Hassan bekämpfte.
1926 wurde Ismay, der mittlerweile den Generalmajorsrang erreicht hatte, in das Committee of Imperial Defence („Komitee für Reichsverteidigung“) aufgenommen. Von 1931 bis 1933 arbeitete er im Stab des Vizekönigs von Indien Freeman Freeman-Thomas, 1. Marquess of Willingdon. Von 1933 bis 1940 übte er zahlreiche hohe Ämter im War Office aus, zuletzt (ab 1938) war er Staatssekretär des Committee of Imperial Defence. Ab Mai 1940 diente er als persönlicher Stabschef des Premierministers Winston Churchill (in dessen Rolle als Verteidigungsminister) und begleitete ihn auf zahlreichen Reisen ins Kriegsgebiet und zu Konferenzen. 1946 schied er im Rang eines Generals aus der Armee aus und wurde Stabschef des damaligen Vizekönigs von Indien Lord Mountbatten. Im Januar 1947 wurde er als Baron Ismay, of Wormington in the County of Gloucester,[1] in den erblichen Adelsstand erhoben. Vom 28. Oktober 1951 bis 12. März 1952 war er Minister für Commonwealth-Angelegenheiten im zweiten Kabinett Churchill, von 1952 bis 1957 erster NATO-Generalsekretär. Auf Ismay geht die Äußerung hinsichtlich der Funktion der NATO für Europa „to keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down“ zurück, die sich zu einer verbreiteten Kurzcharakteristik für die Allianz entwickelte.[2][3] 1960 wurden seine Memoiren veröffentlicht.
Ismay war maßgeblich an der Planung von Operation Unthinkable, einem zu Ende des Zweiten Weltkrieges von Winston Churchill in Auftrag gegebenen Angriffsplan gegen die Sowjetunion, beteiligt.[4]
[Hastings Ismay, 1. Baron Ismay, Wikipedia, abgerufen am 26.10.2018]
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siehe auch:
- Who Needs NATO? (Geoffrey Wheatcroft, NYT, 15.06.2011)
- With No Clear Mission, NATO Has Little Power (Daniel Schorr, National Public Radio, 01.04.2009)

Frankreich: Lehrer, die der Gewalt von Schülern ausgesetzt sind

… und von ihren Vorgesetzten aus Karrieregründen im Stich gelassen werden. Ein Fall außergewöhnlicher Aggressivität eines Schülers gegen eine Lehrerin führt zu einer Welle der Empörung

Der französische Bildungsminister Jean-Michel Blanquer steckt in einer Bredouille. Ihm setzt die Diskussion über Gewalt gegen Lehrer zu. Nun ist das Thema an sich nicht neu; dass sich Schüler gegen Lehrer aggressiv verhalten, ist seit langer Zeit ein Problem. Aber die Diskussion in Frankreich wurde durch einen Vorfall ausgelöst, der ein extremes Beispiel von Aggression dokumentiert.

Der Vorfall wurde auf Video aufgenommen wurde und fand in sozialen Netzwerken rasch große Aufmerksamkeit. Es zeigt einen Schüler, der seine Lehrerin in der Haltung eines "Gangsta" mit einer Pistole bedroht, die er auf die Schläfe der Lehrerin richtet. Sie sollte einen Eintrag im Klassenbuch korrigieren - von "abwesend" zu "anwesend". Der 16-jährige Schüler war angeblich ein notorischer Zuspätkommer. Auf dem Video ist Lachen über die Aktion zu hören.

mehr:
- Frankreich: Lehrer, die der Gewalt von Schülern ausgesetzt sind (Thomas Pany, Telepolis, 26.10.2018)

siehe auch:
- Wie wird eine öffentliche Debatte verhindert? – Das Vier-Phasen-Modell (Post, 07.09.2017)

Alternative Mathematik | Kurzfilm {9:06}

Ideaman
Am 19.09.2017 veröffentlicht 
Eine engagierte Mathelehrerin wird vom post-faktischen Amerika überrumpelt.

Modern Educayshun {7:20}

Neel Kolhatkar
Am 09.11.2015 veröffentlicht 
The follow up to #Equality, Modern Educayshun delves into the potential dangers of a hypersensitive culture bred by social media and political correctness.
Written and Directed by Neel Kolhatkar
Instagram & Twitter @neelkolhatkar
Produced by Conceptional Media - https://www.facebook.com/Conceptional...
Assistant Director Adam Krowitz
Cast
Neel Kolhatkar
Cait Burley (Insta cait.bonnie)
Caspar Hardaker
Romy Bartz
Jonathan Lo
Jess Sobanski

Challenger Katastrophe Doku {1:40:51}

Jopex90
Am 28.12.2014 veröffentlicht 
Interessante Doku über das Unglück der STS-51-L

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1986 wurde er in die Untersuchungskommission zur Challenger-Katastrophe (Rogers-Kommission) berufen. Bekannt wurde sein öffentlicher Auftritt, in dem er die Folgen von Frost an den Dichtringen der Feststoff-Treibstofftanks mit einem Glas Eiswasser vorführte. Sein von der Mehrheit abweichender Bericht äußerte sich kritisch zur bürokratischen Organisation der NASA. Nur gegen Widerstand wurde sein Minderheitsbericht dem offiziellen als Anhang beigefügt. Feynman hatte gedroht, im Fall der Nichtberücksichtigung seiner Standpunkte öffentlichkeitswirksam aus der Kommission auszutreten. Sein Bericht endete mit der sarkastischen bzw. für die NASA-Verantwortlichen vernichtenden Feststellung: “For a successful technology, reality must take precedence over public relations, for nature cannot be fooled.” (deutsch etwa „Für eine erfolgreiche Technologie muss die Realität Vorrang gegenüber der Öffentlichkeitsarbeit haben, denn die Natur lässt sich nicht zum Narren halten.“)[14]
[Richard Feynman, Biografie, Wikipedia, abgerufen am 1.11.2018, Hervorhebung von mir]
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Russophobie vs. Weltmachtstreben: Angst – Aufrüsten – Angst – Aufrüsten – Angst …

Niemand kann uns also vorhalten, dass wir bei Cicero den russischen Präsidenten in den vergangenen Monaten für sein Vorgehen auf der Krim und in der Ostukraine nicht angemessen hart kritisiert hätten. [Wladimir Putin: Skrupellos und geschickt, Christoph Schwennicke, Cicero, 17.12.2015] 
Zwischenbemerkung von mir:
In welcher inneren Welt befindet sich jemand, der so etwas schreibt?


„Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren.“ [Edward Bernays, Theoretische GrundlagenWikipedia, abgerufen am 17.12.2015]



Unser negatives Russland-Bild ist einseitig und zu einfach (Post, 03.10.2018)
Dauerbrenner »Krim-Annexion« (Post, 21.06.2018)
Putins Wiederwahl und die Medien (Post, 19.03.2018)
Raketenabschußbasen sind schlecht, wenn die anderen sie installieren (Post, 08.02.2018)
Chefredakteurin von Sputnik und RT: „Ihr habt uns über Nacht verloren“ (Post, 10.01.2018)
Leise rieselt der Propagandaschnee: Wir haben mal wieder Grund zur Sorge! (Post, 25.12.2017)
Russland, westliche Krämerseelen und die Illusion der Informiertheit: Die einen wollen es nicht sehen, die anderen können es nicht… (Post, 17.12.2017)
Medienkrieg: USA vs. Russland – die nächste Stufe (Post, 04.12.2017)
- USA und Russland im Medienkrieg (Post, 30.11.2017)
Russland soll mal wieder… – ein Verdacht jagt den nächsten (Post, 24.11.2017)
- Die Sprache und das Böse: Manöver ängstigen nur, wenn die anderen sie abhalten! (Post, 09.11.2017)
- Der neue kalte Krieg: »Der Zweck der NATO-Aufrüstung ist Frieden und nicht Krieg« (Post, 10.10.2017)
Westliche Dauerpropaganda: Russland ist das Böse! (Post, 08.10.2017)
Feindbild Putin: Russland übt den Krieg drei Mal so oft wie die Nato (Post, 23.08.2017)
- Angst als Propaganda-Instrument: Böse ist ein Manöver, wenn die anderen üben! (Post, 13.08.2017)
»Der Westen ignoriert, daß die Russen in ständiger Kriegsangst leben« (Post, 13.06.2017)
Putin zu westlichen Dauerverdächtigungen – "Habt ihr alle euren Verstand verloren?" (Post, 05.06.2017)
- Die antirussische Sprache des westlichen Medien-Mainstreams (Post, 24.04.2017)
- Sprache, Narrative und Empfindlichkeiten im Konflikt mit Russland (Post, 24.04.2017)
- Die US-Panzer kehren zurück (Post, 05.01.2017)
- Ein ungläubiger Donald und ein ehemaliger CIA-Analyst (Post, 02.01.2017)
- Russland: Das sind die Bösen! (Post, 30.12.2016)
Transatlantische Russophobie: Nach Krim-Annexion, Luftraumverletzungen und geheimnisvollen U-Booten jetzt Cyberwar (Post, 13.12.2016)
- Deutsch-russische Kommunikationsprobleme (Post, 09.12.2016)
- Stationierung von US-Marines in Norwegen (Post, 28.10.2016)
Was US-Stiftungen in Russland fördern (Friedrich Homann, Telepolis, 11.10.2016)
- NGOs im Great Game… Das National Endowment for Democracy (Post, 19.02.2016)
- Lügenpresse Teil 2 – Wie es dazu kam, dass es plötzlich nur noch ein einziges Märchen gab (Post, 16.02.2016)
ARD: Programmbeschwerde wegen unvollständiger Berichterstattung über den Syrienkrieg seitens Tagesschau/Tagesthemen zw. 1.2.16 und 8.2.16 (Propagandaschau, 15.02.2016)
Es geht nicht um Wahrheit, es geht nicht um Moral, es geht um Zeitvorsprung (Post, 27.12.2015)
- unsere Leitmedien: die tendenziöse Darstellung der Moskauer Wirtschaftsleistung (Post, 20.12.2015)
- Falscher Einsatzbefehl während der Kubakrise: ein weiterer Fall eines Beinahe-Atomkriegs aus Versehen (Post, 30.10.2015)
- Ukraine-Krise: Was die Russlandversteher nicht verstehen (Post, 19.10.2015)
- Westen soll 2012 russischen Syrien-Friedensplan ohne Assad ignoriert haben (Post, 14.10.2015)
- Marschflugkörper – Es ist nur gefährlich, wenn’s die anderen tun (Post, 14.10.2015)
- Putin im Interview: „Bei uns gibt es keine Obsession, dass Russland eine Supermacht sein muss" (Post, 04.10.2015)
- Heute vor 60 Jahren – 13. September 1955: Adenauer verkündet Rückkehr von Kriegsgefangenen (Post, 13.09.2015)
Russische Homophobie und deutsche Lösungen (Post, 30.08.2015)
Mit dem Schlimmsten rechnen (Post, 30.08.2015)
NATO-Osterweiterung - ein gebrochenes Versprechen (Post, 29.08.2015)
- NATO-Osterweiterung - ein gebrochenes Versprechen (Post, 22.08.2015)
Putin und die USA: unpassende »Umtriebe«, FARA und die NGOs (Post, 17.08.2015)
Mehr Offizielle finden den Mut zur Wahrheit (Post, 13.08.2015)
MH17: Blame Game (Post, 27.07.2015)
Nazis, NATO und die "Farbenrevolutionen" (Post, 26.07.2015)
Der Terrorismus der westlichen Welt (Post, 26.07.2015)
NATO gegen Russland – Brzezinski gibt zu: Es herrscht Kalter Krieg (Post, 02.07.2015)
Siemoniak: "Die Periode des Friedens in Europa ist Vergangenheit" (Post, 19.06.2015)
Der »Freie Westen« dreht nochmal ein bißchen an der Schraube (Post, 17.06.2015)
Wladimir Putin: Der Westen führt einen Vernichtungskrieg gegen Russland (Post, 09.06.2015)
Wieder MH-17 und wieder: Nebelbomben gegen Russland (Post, 07.06.2015)
- Ex-Kanzler kritisieren G7-Gipfel ohne Russland (Post, 03.06.2015)
Täuschung - Die Methode Reagan, Ressourcenkriege und medial vermittelte Feindbilder (14.05.2015)
Heute vor 55 Jahren – 24. Juli 1959: Nixon und Chruschtschow führen »Küchendebatte« (10.05.2015)
Will weder Kiew noch Moskau den Donbass? (08.05.2015)
Nato reaktiviert das Rote Telefon für Ernstfall (03.05.2015)
Fiese Finten der ARD (II) (Volker Bräutigam, Ossietzky 2/2015)
NSU und Nemzow – keine Parallelen (Post, 24.03.2015)
AlterMann weiß, wo Putin war (Post, 24.03.2015)
Krieg beginnt in den Köpfen (Post, 23.03.2015)
Zar Wladimir I. - Was will Putin wirklich? – Deregulierte Wrestling-Show statt sachlicher Diskussion (Post, 04.03.2015)
Die nächste Eskalation im Wirtschaftskrieg: Putin ruiniert die französischen Dessous-Macher (Post, 03.03.2015)
Keine Propaganda: Noch ein U-Boot! Oh Gott! (Post, 11.12.2014)
Die nächste Zutat zur Propaganda-Suppe: Scharfe US-Resolution gegen Russland (Post, 10.12.2014)
Von Putinverstehern und Journalistenverstehern (Post, 19.11.2014)
Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen« (Post, 19.11.2014)
ARD/Ukraine-Lügen: Vom Brok zum Gärtner (Julie, Politik im Spiegel, 18.11.2014)
Publizist Volker Bräutigam erhebt beim Rundfunkrat Beschwerde (Post, 06.11.2014)
Ukraine-Berichterstattung: Fehlschüsse der ARD (Ursula Scheer, FAZ, 03.10.2014)
Was der Presserat empfiehlt, ist dem „Spiegel“ egal (Blog Stefan Niggemeier, 29.09.2014)
ZDF zerreißt Ukraine-Berichterstattung (Julian K., Freitag-Community, 24.09.2014)
Ukraine-Konflikt: ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik (Malte Daniljuk, Telepolis, 18.09.2014)
ARD-Ukraineberichterstattung: Mangelhaft, Einseitig, Tendenziös (Fabian Köhler, neues deutschland, 18.09.2014)
Richter gegen Chefredakteur 5:0 (Post, 15.05.2014)
US-Medien verschärfen Propaganda gegen Russland (World Socialist Website, 05.03.2014)

Eine kurze Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika {3:12}

burly1988
Am 08.04.2009 veröffentlicht 
Micheal Moore's Film "Bowling for Columbine" enthält die zusammenfassung der kleinen Geschichte von Amerika. Diese Animierte Version erzählt in kurzer Zeit alles was man wissen muss. Warum die Amerikaner alle Waffen tragen, warum sie immer Angst haben und warum es den Ku-Klux-Klan gibt. Eine sehr schöne, lustige Geschichte....
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Und wenn alle Indianer in Reservate verfrachtet und mit Alk aufgefüllt sind, sucht man sich einen Außenfeind. Seit 9/11 gibt’s da ja genug von.
Und wenn das auch nicht mehr zieht:
- USA – Es funktioniert immer: Die am Ende der Nahrungskette werden gegeneinander aufgehetzt (Post, 27.10.2018)