Donnerstag, 11. Dezember 2014

Eric Frey hat schon einmal in die Propaganda-Suppe gespuckt

Die Kämpfe in der Ostukraine eskalieren weiter. Nach ukrainischen Angaben brachte das russische Militär eine Ortschaft im Osten des Landes unter Kontrolle. Die Ukraine fürchtet eine zweite Front, der ukrainische EU-Botschafter spricht von einer "Invasion", der russische OSZE-Botschafter dementiert. Die Entwicklung im Newsticker.

09.06 Uhr: Der russische Präsident Wladimir Putin kann in der Ukraine-Krise aus Sicht der Wiener Zeitung "Der Standard"
(Eric Frey, Der Westen muss Putin stoppen, 28.08.2014) nur mit großer Entschlossenheit zum Einlenken bewegt werden: "Verhandlungen mit Putin sind derzeit sinnlos, weil er jedem Gesprächspartner offen ins Gesicht lügt. Irgendwie muss ihm aber bewusstgemacht werden, dass er sich verkalkuliert hat, dass der Westen die Aggression nicht hinnehmen wird. Nur dann gibt es eine Chance auf Frieden.
Das geht wahrscheinlich nur mit einer weiteren Verschärfung der Sanktionen bis hin zum Abbruch aller Wirtschaftsbeziehungen mit Moskau, sowie mit direkter Militärhilfe für Kiew. Waffenlieferungen, die Stationierung von Nato-Truppen in der Ukraine bis hin zu US-Luftschlägen gegen Separatistenstellungen und russische Nachschublinien - alle Optionen gehören in diesen Tagen auf den Tisch."

mehr:
- Obama wütet gegen Putin - will aber nicht eingreifen (Focus Newsticker, S. 75/284, Hervorhebungen von mir)

Kommentar von mir:

Wer solche Dinge von sich gibt, gehört entweder in die USA oder in die Klapse.
»Luftschläge gegen russische Nachschublinien…« Haben sie dem ins Gehirn geschissen?
Entweder der Mann hat sie nicht mehr alle oder er versucht Stimmung zu machen.
Und gerade diese Leute sind die Gefährlichen!



In Ukraine und USA: Interessen, Nebelkerzen und Deutungshoheit (Post, 27.11.2014) habe ich einen Teil der Puls 4-Diskussion gepostet, hier ist jetzt die komplette Sendung (sehenswert!):

Dirk Müller bei PULS 4 – 24.11.2014 [51:22]

Abzocke Pur
Am 19.12.2014 veröffentlicht 
Dirk Müller bei PULS 4 24 11 2014
Der Standart Reporter is mal richtig peinlich..
alter Info-Text (Video neu eingebettet – Wenn ich der Frey wäre, würde ich schleunigst dafür sorgen, daß die Videos der Puls 4-Diskussion schnellsten bei YouTube verschwinden!)
Veröffentlicht am 25.11.2014
Ganze Folge vom 24.11.2014
Anmerkung: Man beachte die Bezeichnung für Dirk Müller in der nachfolgenden Beschreibung! Es wird gehetzt und diffamiert dass es dem Fass den Boden ausschlägt. Des weiteren wird hier überdeutlich NATO-Propaganda vom Journalisten des Standard.at betrieben.
Der Herr Eric Frey vom Standard.at, also der BLÖD-Zeitung Österreichs, zeigt hier wie tief im deutschsprachigen Raum der Journalismus (ein ehrenwerter Beruf) gesunken ist.
Gefährliches Halbwissen, verleumderische Behauptungen und Unwahrheiten gehen in gefährlicher Weise von diesem Herrn in die Wohnzimmer der Zuschauer.
Link zur Dokumentation zum Buch von Zbigniew Brzezinski:
https://www.youtube.com/watch?v=W9rr1...
Originalbeschreibung von der PULS4-Website:
Die Stimmung zwischen Europa und Russland ist so schlecht wie schon lange nicht. Seit der Ukraine-Krise hat sich das Verhältnis zwischen Europa und der Großmacht Russland in den letzten Monaten spürbar verschlechtert. Auf beiden Seiten verschärft sich die Rhetorik: Gegenseitig wirft man sich vor, den Konflikt anzuheizen.
Mit Corinna Milborn diskutieren unter anderem der ehemalige Grüne Europaabgeordnete Johannes Voggenhuber, "Putin-Versteher" Dirk Müller und "Standard"-Journalist Eric Frey.
Videoquelle: http://www.puls4.com/video/pro-und-co...
Nachschlag zur Puls-4-Diskussion
Warum die USA wenige Interessen in der Ukraine haben
BLOG | ERIC FREY
25. November 2014, 19:48
http://derstandard.at/2000008608873/W...
Hier noch der Wikipedia-Eintrag zu Herrn Eric Frey:
http://de.wikipedia.org/wiki/Eric_Frey

Man schaue sich das Video noch einmal an: 
Bei 37:35 behauptet Frey, Putin überlege sich das, was er mit Georgien und der Ukraine gemacht habe, auch mit den baltischen Staaten zu machen.
Was soll man zu so einer Behauptung sagen? Ich halte sie für völligen Blödsinn: Estland, Lettland und Litauen sind seit 2004 NATO-Mitglieder. Putin wird sich da nicht die Finger verbrennen wollen, der will einfach nur Ruhe haben. Aber es ist fast unmöglich, gegen solche festbetonierten Überzeugungen anzuargumentieren, da gibt es kein Durchkommen.

Voggenhuber bei 38:55: »Ich werde nicht mehr auf Frey antworten, wenn ich meine ganze Redezeit darauf verwenden muß, seine Fehlbehauptungen zu korrigieren.«

Voggenhuber bei 39:20: »Die Ukraine ist seit 350 Jahren Bestandteil Rußlands.«
Frey entgegnet darauf (39:30), daß die Ukraine seit 25 Jahren ein unabhängiger Staat sein und das deshalb die Geschichte keine Rolle mehr spiele.
Darauf Voggenhuber (40:10): »Die Dinge sind sehr komplex, und der Herr Frey lebt davon, daß wir die Komplexität der Dinge hier nicht in aller Präzision sagen können.«


Kommentare zu Frey:

Wenn Journalisten die Bombardierung Russlands fordern (Wilhelm von Pax, NeoPresse, 01.12.2014)
Wahrlich, das sind alle Optionen. Ob man ganz generell bei solchen Aussagen noch zurechnungsfähig ist, ist mehr als fragwürdig. Stellvertreterkrieg in Europa? D’Accord. Krieg mit Russland? D’Accord. Alles kein Problem für Frey. Wer weiß, vielleicht hat er ja auch eine Einladung in den amerikanischen Präsidentenbunker erhalten und möchte das ganze einfach mal gern ausprobieren – man weiß es nicht. […]
Außerdem behauptete es gäbe keine amerikanische Interessen in der Ukraine. Absurd, aber Frey meint das todernst. Und das obwohl sogar in Freys Studiumland -den so heißgebliebten USA – klar über die eigenen Interessen diskutiert wird.

Heuschreckenalarm in der Ukraine! (Frank Meyer, Bankhaus Rott & Meyer, 03.12.2014)
Wenn es zur Pleite kommt, dann sollte zumindest sichergestellt werden, dass die Reste in richtige Hände kommen, also das Staatseigentum bzw. Volkseigentum. Jaresko steht bereit und erfüllt auch noch die Frauenquote. Sie dürfte Erfahrungen in Sachen Privatisierung haben. In einer Zeit des Staatsbankrotts besteht Handlungsbedarf, vor allem, wenn es um etwaige Notverkäufe geht. Dann werden wir sehen, was aus der Ukraine wird und wer danach das Eigentum besitzt.
Selbst Eric Frey vom österreichischen „Standard“ wird die Lage dann besser verstehen, dass es vielleicht doch ein paar kleine Interessen der USA in der Ukraine gab. Nicht passiert zufällig, vor allem nicht, wenn es um Geld, Politik und Macht geht. Herr Frey wird dann staunen. Und die Ukrainer erst!

Ukraine/USA: Das entlarvte Mainstream-Medien-Kabarett – Österreichischer Journalist blamiert sich! (Guido Grandts investigativer Journalismusblog, 04.12.2014)
Der gekaufte Journalismus (Der Souverän, Nutzerbeitrag, Der Freitag, 07.12.2014)
Was in dieser Talkrunde der "Journalist" Eric Frey vom Standard (Österreich) ablässt, lässt nur zwei Rückschlüsse zu. Entweder er ist gekauft, oder gekauft.
In jedem Fall aber ist ihm nichts zu peinlich.
(Geht direkt zu Anfang schon gut ab.)

Russland, die Ukraine und Zbigniew Brzezinski (Gregor Keuschnig, Begleitschreiben, 07.12.2014)
Gelegentlich hilft es ja, sich dem Medienstream auszusetzen. So wurde ich auf eine Diskussion aufmerksam, in der es wieder einmal um die Ukraine, Russland und den Westen ging. Der Zuschnitt der Sendung war auf Krawall gebürstet, der auch schon früh eintrat. Der bisher nicht durch politische Analysen besonders hervorgetretene Börsen­händler Dirk Müller wurde als »Putinversteher« angekündigt und auch flugs von Eric Frey vom österreichischen »Standard« als solcher deklariert. Dieses Etikett ist nicht neu; es dient allen Denkfaulen dazu, lästige Ansichten mit einem Federstrich zu diskreditieren. Die Geschwindigkeit, mit der dieses Attribut aus dem rhetorischen Waffenarsenal gezogen wird, ist enorm. Es erinnert von Ferne an die Einwände der Rechtskonservativen und Vertriebenen in den 1970er Jahren, die mit ähnlichen Parolen die Politik des Ausgleichs der sozialliberalen Regierung mit den Ländern Osteuropas diffamierten. »Vaterlands­verräter« war noch das mildeste Attribut. Lediglich auf die Formulierung »Breschnew-Versteher« ist damals niemals gekommen, was gewisse Rückschlüsse auf das heutige Erregungsprekariat der sozialen Medien zulässt.
- Ukrainekrise – erklärt von Dr. Eric Frey (Tief im Süden, 08.12.2014)
Oh mein Gott, was geht in so einem Hirn vor […]
Ist dieser Clown nicht herzallerliebst? Der Mann ist Österreicher, hat einen Doktortitel und man fragt sich, wie jemand mit einem solchen Dachschaden eine akademische Ausbildung erfolgreich abschließen konnte. Das Risiko einer atomaren Auseinandersetzung - kein Hinderungsgrund für westliche Militäreinsätze in der Ukraine? Unglaublich, zu welchen Hirnschäden langjährige Aufenthalte in den Vereinigten Staaten führen können.


Sudden Impact - "Go Ahead Make My Day." [3:57]

Hochgeladen am 04.07.2011
Scene in Sudden Impact, where Harry visits the Coffee Shop only to find a robbery going on.
Sudden Impact and the character of Harry Callahan is the property of Warner Brothers. No Copyright 

siehe auch:
- Warum die USA wenige Interessen in der Ukraine haben (Eric Frey, Der Standard, 25.11.2014)
Nachschlag zur Puls-4-Diskussion: Weder für Amerikas Sicherheit noch für seine Wirtschaft ist die Region wichtig – für die EU allerdings schon
In der heftigen Diskussion, die ich mit Johannes Voggenhuber und Dirk Müller am Montagabend in "Pro & Contra" auf Puls 4 über die EU, Russland und die Ukraine geführt habe, ging es vor allem um eine grundsätzliche Frage:
Während Voggenhuber und Müller den Krieg in der Ukraine als einen Konflikt zwischen den USA und Russland als Folge amerikanischen Großmachtstrebens sehen, in dem die USA die Europäer zu Vasallen degradieren, sehe ich ihn als grundlegenden Kampf zwischen der EU und Russland über die Zukunft Europas. Die USA spielen hier nur eine Nebenrolle und haben kaum Interessen in der Ukraine, sagte ich.
Voggenhuber und Müller reagierten auf diese Aussage mit (echter oder gespielter) Empörung, und auch viele Zuhörer waren offenbar erstaunt. Ich versuche deshalb jetzt an dieser Stelle, an der ich mich nicht gegen persönliche Angriffe zweier Kampfrhetoriker wehren muss, die Gründe für diese Ansicht darzulegen.
meine Frage:
Wie naiv muß man eigentlich sein?

Victoria Nuland’s Admits Washington Has Spent $5 Billion to "Subvert Ukraine" [8:46]

Veröffentlicht am 09.02.2014
American Conquest by Subversion: Victoria Nuland's Admits Washington Has Spent $5 Billion to "Subvert Ukraine"
"After three visits to Ukraine in five weeks, Victoria Nuland explains that in the past two decades, the United States has spent five Billion dollars ($5,000,000,000) to subvert Ukraine, and assures her listeners that there are prominent businessmen and government officials who support the US project to tear Ukraine away from its historic relationship with Russia and into the US sphere of interest (via "Europe").

Victoria Nuland is the wife of Robert Kagan, leader of the younger generation of "neo-cons". After serving as Hillary Clinton's spokesperson, she is now undersecretary of state for Europe and Eurasia." Diana Johnstone

Hear Victoria Nuland's very concise, almost victorious speech

Es ist wie immer: 
Irgendeiner labert dumm rum, und ich suche eine halbe Stunde nach Quellen, die das widerlegen!
Es ist eigentlich ganz einfach: Es gibt nur einen richtigen Weg, und das ist der amerikanische!

Am 4. Februar 2014 wurde ein abgehörtes Telefongespräch Nulands mit dem US-Botschafter für die Ukraine, Geoffrey R. Pyatt, auf der Video-Plattform YouTube unter dem Titel Die Marionetten des Maidan (Марионетки Майдана) veröffentlicht.[4][5] Die beiden Diplomaten diskutieren darin die aktuelle Krise in der Ukraine. Besprochen wird unter anderem, welche Politiker der Opposition der nächsten Regierung in Kiew angehören sollen - und wie dies durch konkrete Einflussnahme am besten im Sinne US-amerikanischer Interessen gesteuert werden kann.Nuland äußert ihren Unwillen darüber, dass der EU-freundliche „Klitsch“ (Vitali Klitschko) in die ukrainische Regierung eintreten solle. Sie favorisiere „Jats“ (Arseni Jazenjuk), dem sie sogar das Ministerpräsidentenamt zutraut. Pyatt seinerseits erklärt Nuland, er sei froh, dass sie Jazenjuk zu einer Antwort gedrängt habe, wo dieser am besten in das Szenario passe. („And I'm glad you sort of put him on the spot on where he fits in this scenario.“[5] – die Redewendung to put someone on the spot bedeutet etwa „jemanden unter Druck setzen".) Um die Neubesetzung der Regierung voranzutreiben und die Rolle der UN zu aktivieren, habe sie – so Nuland – den stellvertretenden UN-Generalsekretär für politische Angelegenheiten Jeffrey Feltman gebeten, dass der Nahost-Beauftragte Ban Ki-moonsRobert Serry, intervenieren möge: „Ich denke das wäre sehr gut, um zu helfen, die Sache festzumachen und auch, dass die UN dabei helfen, sie festzumachen, und Du weißt schon... Scheiß auf die EU.“ („Fuck the EU“), woraufhin Pyatt erwiderte: „Oh, genau, und ich denke wir müssen etwas machen …“ („Oh, exactly, and I think we've got to do something …“).[6] Das US-Außenministerium erklärte später, Nuland habe sich bei ihren EU-Kollegen entschuldigt. Auch dürfe der Vorgang nicht überbewertet werden. Nulands Bemerkungen spiegelten nicht wider, was sie tatsächlich über die Beziehungen der USA zur EU denke.[7][8] Der Sprecher von US-Präsident Barack ObamaJay Carney, deutete an, dass aus Sicht der US-Regierung Russland hinter der Abhöraktion stehe. Das mit russischen Untertiteln versehene Youtube-Video sei von der Regierung in Moskau über den Onlinedienst Twitter verbreitet worden, erklärte Carney, dies „sage etwas über Russlands Rolle aus“.[9]Am 7. Februar ließ die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel verlauten, die Beleidigung der EU sei „absolut nicht akzeptabel“.[10]In vielen Medien wurde die Äußerung Nulands als höchst peinlich charakterisiert, zumal Nuland auch damit beauftragt ist, die Beziehungen der USA zu europäischen Staaten, die durch den NSA-Skandal beeinträchtigt wurden, wieder zu verbessern.[11] Nuland bezeichnete die gegen sie gerichtete Abhöraktion als eine „ziemlich eindrucksvolle Spionagearbeit“.[12]Im Laufe der Verhandlungen um eine Waffenruhe während des Kriegs in der Ukraine wurde Nuland mit den Worten über die europäischen Partner zitiert „Sie fürchten sich vor Schäden für ihre Wirtschaft, Gegensanktionen der Russen." und „Wir können gegen die Europäer kämpfen, rhetorisch gegen sie kämpfen...". Die Reise der deutschen Kanzlerin Angela Merkel zu Verhandlungen mit Wladimir Putin soll sie als „Merkels Moskau-Zeug“ bezeichnet haben.[13][14] Der Spiegel beschrieb sie daraufhin als „Amerikas Krawall-Diplomatin“.[15] (Victoria Nuland, Kontroverse über abgehörtes Telefonat Nulands, Wikipedia)


"In an age of universal deceit, telling the truth is a revolutionary act." (George Orwell)

- Warum glauben Putin so viele? (Eric Frey, Der Standard, 07.12.2014)
Die Moskauer These, die Ukraine-Krise sei allein Amerikas Schuld, findet bei uns breiten Widerhall. Was sagt das über Europa aus? Mehr als hundert E-MaiIs, Anrufe, Twitter- und Facebook-Nachrichten habe ich nach meinem – rhetorisch nicht besonders geglückten – Auftritt bei "Pro & Contra" auf Puls4 zum Thema "EU, Russland und Ukraine" am 24. November erhalten. Die oft sehr ähnlich formulierten Nachrichten – manche rüpelhaft, andere nur belehrend – hatten alle die gleiche Botschaft:
Die Ukrainekrise ist Folge einer amerikanischen Aggression gegen Russland, mit der die USA ihren Machtbereich ausdehnen will. Dabei ist die Ukraine selbst nur Spielball und die EU-Staaten sind willfährige oder zur Teilnahme gezwungene Vasallen. Wer das – so wie ich – nicht begreift, ist entweder ahnungslos oder ein bezahlter Agent der USA und Nato.
Wohl nicht ganz zufällig hat Russlands Präsident in seiner jüngsten Rede zur Lage der Nation das gleiche gesagt. Er sprach von einer Unterwerfungspolitik, mit der der Westen Russland in die Knie zwingen will. "Hätte es die Ukraine-Krise nicht gegeben, hätte man einen anderen Vorwand gefunden, um Russland zu schaden", erklärte Putin.
[…]Aber was bringt Menschen dazu, das zu glauben? Hauptmotiv ist wohl ein radikaler Antiamerikanismus, bei dem sich Linke und Rechte treffen; gelegentlich kommen antisemitische Sentiments dazu. 
Und viele der Menschen, die zu Putin stehen, lehnen den Euro ab, verachten die EU und misstrauen der gesamten westlichen demokratischen, marktwirtschaftlichen und liberalen Ordnung

mein Kommentar:
Na endlich, ich hab’ doch schon immer gewußt, daß bei mir was nicht stimmt…
Man beachte die Kommentare…

Aber im Ernst: Dieser Artikel macht mich ratlos. Meine Deutschlehrerin hätte mir den um die Ohren gehauen mit der Begründung: Thema verfehlt. Die Überschrift ist eine Frage: Warum glauben Putin so viele? Dann folgt eine Aufzählung, die an einen Klassenprimus erinnert, der das vom Lehrer vermittelte Wissen brav herunterleiert. Zum Ende des Artikels konkretisiert der Verfasser seine Frage: Was bringt die Menschen dazu, Putin zu glauben? Aber statt einer tiefergehenden Analyse folgen wieder nur Aufzählungen à la Klassenprimus. Und das soll die Antwort auf die Frage sein? Frey käut seinen westliche-Werte-Kaugummi einfach nur immer und immer wieder.


Keine Propaganda: Noch ein U-Boot! Oh Gott!

Die britische Marine und Nato-Flugzeuge haben ein U-Boot vor der schottischen Küste gejagt. Auslöser war die Sichtung eines mysteriösen Periskops vor der Marinebasis Faslane in Schottland - dort werden auch Atomwaffen gelagert.

Nato-Flugzeuge und die britische Marine haben offenbar gemeinsam Jagd auf ein U-Boot vor der schottischen Küste gemacht. Der Einsatz sei nach der Sichtung eines Periskops ausgelöst worden, berichteten mehrere Medien. Das Verteidigungsministerium in London räumte am späten Dienstagabend ein, dass Nato-Partner die Briten bei einem Einsatz auf See unterstützt hätten, lehnte es jedoch ab, Details zu nennen.

Drang das U-Boot in britische Gewässer ein?

Laut dem Fachblatt "Aviation Week", das zuerst über die mutmaßliche U-Boot-Jagd vor dem Westen Schottlands berichtet hatte, wurde das Periskop an einer Stelle ausgemacht, an der britische U-Boote normalerweise auftauchen, wenn sie in die Marinebasis Faslane einlaufen. Dort werden auch Atomwaffen gelagert.

mehr:
- Nato jagt rätselhaftes U-Boot vor Schottlands Küste (Focus, 10.12.2014, Hervorhebung von mir!)
- U-Boot-Vorfälle in Schweden (Wikipedia)

  • 17. Oktober 2014: Ein mutmaßlich beschädigtes U-Boot wurde im Stockholmer Schärengarten gesucht. Verschlüsselte Sendungen auf einer von russischen Einheiten benutzten Notfrequenz wurden aufgezeichnet. Es könne sich um die Kommunikation eines U-Bootes mit einem Militärstützpunkt in Kaliningrad handeln.[13][14][15] Kurz darauf räumte das schwedische Militär ein, Details bewusst falsch gemeldet zu haben, um Auslandsdienste über die Erkenntnisse der schwedischen Marine im Unklaren zu lassen.[16] Die schwedische Regierung stellte nach Abschluss der Untersuchungen am 14. November 2014 fest, dass schwedische Hoheitsgewässer zweifelsfrei von einem kleineren Unterwasserfahrzeug verletzt worden sind. Sie sprach von einem „groben und inakzeptablen“ Vorfall.[17] (U-Boot-Vorfälle in Schweden, Liste von gravierenden Vorfällen, Wikipedia)

mein Kommentar:

Vielleicht macht Nessie den Führerschein?
Oder Putin will Nessie aus Loch Ness vertreiben, um Panik in der schottischen Bevölkerung zu erzeugen und so Schottland zu destabilisieren…
Oder NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hat von einer bevorstehenden schottischen Invasion durch pro-russische Separatisten erfahren und den NATO-Kommandeur Europa Philip M. Breedlove dazu veranlaßt, schon mal eine Taucher-Kompanie der superschnellen Eingreif-Truppe dort abzusetzen, um eine Grenzverletzung nachweisbar zu dokumentieren und diesen subversiven Putin-Verstehern endlich das Maul zu stopfen…

zur Auflösung des Rätsels siehe:

- Ein neues U-Boot und mangelnde Medien-Selbstreflexion (Post, 10.07.2016)
- Minister gibt zu: Russische U-Boote vor Schweden waren Falschmeldung (Epoch Times, 22.06.2016)


Is this the man......??? Scene {1:03}


Hochgeladen am 20.05.2010

ISIS in Washington: America’s Soundtrack of Hysteria

It happened so fast that, at first, I didn’t even take it in. Two Saturdays ago, a friend and I were heading into the Phillips Museum in Washington, D.C., to catch a show of neo-Impressionist art when we ran into someone he knew, heading out. I was introduced and the usual chitchat ensued. At some point, she asked me, “Do you live here?” “No,” I replied, “I’m from New York.” She smiled, responded that it, too, was a fine place to live, then hesitated just a beat before adding in a quiet, friendly voice: “Given ISIS, maybe neither city is such a great place to be right now.” Goodbyes were promptly said and we entered the museum.

All of this passed so quickly that I didn’t begin rolling her comment around in my head until we were looking at the sublime pointillist paintings of Georges Seurat and his associates. Only then did I think: ISIS, a danger in New York? ISIS, a danger in Washington? And I had the urge to bolt down the stairs, catch up to her, and say: whatever you do, don’t step off the curb. That’s where danger lies in American life. ISIS, not so much.

The Terrorists Have Our Number

I have no idea what provoked her comment. Maybe she was thinking about a story that had broken just two days earlier, topping the primetime TV news and hitting the front pages of newspapers. On a visit to the Big Apple, the new Iraqi prime minister, Haider al-Abadi, claimed that his intelligence services had uncovered a plot by militants of the Islamic State (IS, aka ISIS or ISIL), the extremists of the new caliphate that had gobbled up part of his country, against the subway systems of Paris, New York, and possibly other U.S. cities.

I had watched Brian Williams report that story on NBC in the usual breathless fashion, along with denials from American intelligence that there was any evidence of such a plot. I had noted as well that police patrols on my hometown’s subways were nonetheless quickly reinforced, with extra contingents of bomb-sniffing dogs and surveillance teams. Within a day, the leading officials of my state, Governor Andrew Cuomo and New York City Mayor Bill de Blasio, were denying that they had any information on such a plot, but also taking very public rides on the city’s subways to “reassure” us all. The threat didn’t exist, but was also well in hand! I have to admit that, to me, it all seemed almost comic.

In the meantime, the background noise of the last 13 years played on. Inside the American Terrordome, the chorus of hysteria-purveyors, Republican and Democrat alike, nattered on, as had been true for weeks, about the "direct," not to say apocalyptic, threat the Islamic State and its caliph posed to the American way of life. These included Senator Lindsey Graham (“This president needs to rise to the occasion before we all get killed here at home"); Majority Leader John Boehner, who insisted that we should consider putting American boots on Iraqi and perhaps even Syrian ground soon, since “they intend to kill us”; Senator Dianne Feinstein, who swore that “the threat ISIS poses cannot be overstated”; Senator Bill Nelson, who commented that “it ought to be pretty clear when they... say they’re going to fly the black flag of ISIS over the White House that ISIS is a clear and present danger.” And a chorus of officials, named and anonymous, warning that the terror danger to the country was “imminent,” while the usual set of pundits chirped away about the potential destruction of our way of life.

mehr:
- ISIS in Washington: America’s Soundtrack of Hysteria (Tom Engelhardt, Counter Currents, 07.10.2014)

mein Kommentar:
Man bekommt allmählich den Eindruck, daß die Amis von morgens bis abends, vom Beginn bis zum Ende ihres Lebens panisch durch die Gegend laufen und ständig glauben, sich vor Katastrophen schützen zu müssen, die hinter der nächsten Ecke lauern…
Und daß die amerikanischen Medien ständig dabei sind, diese Angstbereitschaft zu füttern… Wenn keine Angst da ist, wird sie gemacht, wenn Angst da ist, wird sie katastrophisiert…


Eine kurze Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika [3:12]

Hochgeladen am 08.04.2009
Micheal Moore's Film "Bowling for Columbine" enthält die zusammenfassung der kleinen Geschichte von Amerika. Diese Animierte Version erzählt in kurzer Zeit alles was man wissen muss. Warum die Amerikaner alle Waffen tragen, warum sie immer Angst haben und warum es den Ku-Klux-Klan gibt. Eine sehr schöne, lustige Geschichte.... mehr Dokumentationen auf.



Tom Engelhardt bei Lettre International:
DIE BOMBE IM KOPF (LI 080, Frühjahr 2008)
GOOD-BYE, GEORGE W (LI 083, Winter 2008)
- Tom Engelhardt on "The American Way of War: How Bush’s Wars Became Obama’s" (Democracy Now!, 18.10.2010)

Krieg gegen den IS ohne Einschränkungen

Das Weiße Haus will vom Kongress weitgehend freie Hand für eine Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt – zeitlich, geografisch und auch für den Einsatz von Bodentruppen

Noch führt das Weiße Haus den Krieg gegen den "Islamischen Staat" im Irak und in Syrien auf der Grundlage der Kriegsermächtigung (Authorization for Use of Military Force – AUMF) aus dem Jahr 2001. Weil der IS zwar einmal al-Qaida angehörte, sich aber davon getrennt hatte, musste man in Washington zur formalrechtlichen Begründung die Angriffe damit legitimieren, dass sie sich auch auf eine vorwiegend wohl fiktive al-Qaida-Zelle in Syrien richten. Man hätte die Angriffe auch auf al-Nusra richten können, die brauchte man aber als Gegengewicht zum IS, daher wurde die Gruppe Khorosan geschaffen, deren Mitglieder angeblich aus Afghanistan über den Iran nach Syrien gelangte, um von dort aus unmittelbar bevorstehende Terroranschläge gegen die USA zu planen. Es war also Gefahr in Verzug durch al-Qaida, die AUMF ließ sich auf Syrien erweitern. Eine Genehmigung des Kongresses war durch diese Konstruktion vor den Midterm-Wahlen nicht notwendig. Groß hinterfragt wurde die fadenscheinige Legitimation in den USA und hierzulande nicht (Ukrainischer Außenminister: "Wir sind die Menschen des Friedens").

mehr:
- Krieg gegen den IS ohne Einschränkungen (Florian Rötzer, Telepolis, 11.12.2014)
siehe auch:
- Hidden Agenda Behind “War on Terror”: The Conquest of Oil, Gas, Water and Vital Resources (Pepe Escobar, Lars Schall, globalResearch, Erstveröffentlichung auf Consortiumnews – GoogleTranslator)

Dirty Harry Do You ( I ) Feel Lucky Punk? ( high quality ) {2:59}

Hochgeladen am 08.12.2011
Dirty Harrry shoot out scene. A San Francisco cop with little regard for rules (but who always gets results) tries to track down a serial killer who snipes at random victims.



Was mich total wundert:
Wieso wird in Westeuropa die Frage, weshalb zur Zeit der Treibstoff so billig ist, nicht öffentlich diskutiert? Könnte es sein – Wladimir Putin hat mich in seiner Valdai-Rede (Putin hat gesprochen! Howgh!, Post, 26.10.2014) drauf gebracht –, daß der Treibstoff, den wir tanken, aus IS-Quellen stammt? Könnte es sein daß wir freiheitlich-demokratischen Bürger mit Treibstoff fahren, der von Leuten stammt, auf die wir Bomben werfen? Und über Zwischenhändler zu uns gelangt, die sich mit dem Zeugs dumm und dämlich verdienen?
Wenn dem so wäre, wäre es dann nicht einfacher, die Mittelsmänner auszuschalten, damit der IS auf seinem Öl einfach sitzen bleibt?
Gibt es niemanden, der herauszufinden imstande ist, wo der IS sein Öl hin verkauft?

Panikmache im Sommer:

Isis Irak treibt Benzinpreise in USA auf Sechsjahres-Hoch im Sommer / Ärger über gasoline prices (NetzTrends, 28.06.2014)
- * Ägypten-Reiseforum * Isis & Osiris * Aegyptenreiseforum * (NetzTrends, 28.06.2014)
aber:
Als die ISIS im Mai begann, Ölfelder und Raffinerien im Nordirak zu erobern, war die Sorge groß, dass der Ölpreis bald stark steigen würde. Schließlich könne der Irak weniger exportieren, wenn Rebellen die Quellen kontrollierten. Doch diese Sorge erwies sich als Trugschluss: Mittlerweile beherrscht der Islamische Staat weite Teile des Wüstenstaates - doch der Ölpreis ist auf dem tiefsten Stand seit vier Jahren.
[Billiges Öl lässt USA jubeln und Venezuela hungern, Finanzen100, 16.10.2014]
mein Kommentar: 
Aha, die ISIS wird allenfalls mit der Verteuerung in Verbindung gebracht, aber nicht mit der Verbilligung…


Katars Geheimdienstleute haben sich mit niemand anderes getroffen als dem Führer der Jabhat al-Nusra in Syrien, Abu Mohamad al-Golani, mit dem sprichwörtlichen Angebot, dem er nicht widerstehen kann: Gib deinen direkten Draht zu al-Qaida auf und wir überschütten dich mit einem Tsunami von Bargeld.

Es spielt keine Rolle, dass al-Nusra als eine böse Terror- Organisation vom US-Außenministerium angesehen wird. Katar hat schließlich niemals geschwankt in seiner "Assad muss gehen"-Obsession im Gegensatz zu Obama. Das Ziel rechtfertigt wieder einmal die Mittel.
Unterdessen hält das "Imperium des Chaos" die ambivalente Coverstory am Leben vom Globalen Koalitionskampf gegen ISIS/ISIL/Daesh, mit der geheimen Absicht, Assad auf kleiner Flamme zu schwächen.

In Syrien sind es iranische Militärberater, die die syrische Armee mit erfahrenen Hisbollah-Kämpfern und shiitischen Milizen aus dem Irak koordinieren.

Da es keine "moderate syrische Opposition" mehr gibt – alle sind zum falschen Kalifen übergelaufen – würde die nicht so heimliche Agenda des 'Imperiums des Chaos' bei einer "Authorisierung zur Anwendung militärischer Gewalt" sein, eine Bande von CIA-geprüften bewaffneten "Rebellen" beizubehalten, um den Druck auf Damaskus aufrechtzuerhalten.
[Pepe Escobar, übersetzt durch Einar Schlereth, USA SCHONT IHRE "ISIS"-FREUNDE, einartysken, 14.03.2015 – Hervohebungen von mir]

zwei Blogposts, die der Idee sehr nahe kommen:


Das allereinfachste Mittel, ISIS und alle anderen Gangster im Handumdrehen von der Erdoberfläche zu wischen, wäre schließlich: keine Waffen und kein Geld. Da würde sogar dem stärkste Fanatismus schnell die Luft ausgehen. Aber diese Frage wird von den Allerwenigsten aufgeworfen. Man will das Spektakel doch noch eine Weile genießen.
[Einar Schlereth, Das Ergebnis der US-Bombenangriffe gegen die ISIS10.10.2014]

Die ISIS verkauft auch noch das gestohlene Öl aus dem eroberten Kurdistan mit Hilfe der Türkei zu Dumping-Preisen. Wie das unter den Augen der Amerikaner möglich ist, ist eine andere Frage. Das eigene Kind Al-Kaida in ISIS umzutaufen ist wohl der Grund. Aber insgesamt gibt es zu viel Öl auf dem Markt. 
[Freeman, Die Gründe für den Preiskrieg auf dem ÖlmarktAlles Schall und Rauch, 15.10.2014]
aktualisiert am 11.10.2019

Die Ukraine auf dem Weg zum unregierbaren Staat?

Im westukrainischen Vinnytsia wurde ein rechter "Volksgouverneur" gewählt, in Saparoschje der Bürgermeister vom rechten Mob zum Rücktritt gezwungen. Spezialbataillon Ajdar soll die Ruhe wieder herstellen

Steht der Ukraine ein neuer Maidan bevor, diesmal aber unter eindeutig rechtsradikalem Vorzeichen? Für diese Frage, gibt es nach den Ereignissen der letzten Tage durchaus Gründe.

Am 6. Dezember wurde in Vinnytsia, der Heimatstadt des ukrainischen Präsidenten, von 600 Demonstranten mit Rauchbomben unter den Fahnen der rechtsradikalen Partei Swoboda eine Sitzung des Gebietsrates gesprengt.

Müllcontainer im Amtssitz des Gouverneurs
Unter den Rufen "Es lebe die Nation", und "Ukraine über alles" stürmten die Demonstranten den Amtssitz des Gouverneurs von Vinnytsia. Der 26-jährige Juri Pawlenko ergatterte ein Porträt von Poroschenko, rief, dass er diesen Präsidenten nicht gewählt habe, und zerstörte das Porträt, weshalb der junge Mann später zu einer zweimonatigen Haftstrafe verurteilt wurde.

mehr:
- Aufruhr in Poroschenkos Heimatstadt (Ulrich Heyden, 11.12.2014)

Edja Snodow erhält Obama-Menschenrechtspreis

Russischer Dissident wird für Enthüllungen über russischen Geheimdienst geehrt In einer Feierstunde im US-Congress verlieh US-Präsident Barrack Obama dem russischen Whistleblower Edja Snodow die Obama-Medaille für Verdienste um die Menschenrechte. Snodow hatte letztes Jahr die Machenschaften des russischen Abhörgeheimdienstes aufgedeckt und damit in der Öffentlichkeit ein breites Bewusstsein für die totalitären Bestrebungen Putins geweckt. Snodows abenteuerliche Flucht nach Washington war im November in einem Dokumentarfilm gewürdigt worden.

Die Preisverleihung stand im Schatten der aktuellen Veröffentlichungen über die Folterpraktiken des russischen Auslandsgeheimdienstes in den Gulags. So wurden Menschen, die sich etwa aufgrund der Überwachung verdächtig gemacht hatten, bis zu fünfmal täglich der russischen Wasserfolter unterzogen, andere wurden mit dem Kopf gegen die Wand geschleudert, manchen fesselten die Schergen gar solange auf dem Boden, bis er an Unterkühlung starb. Zu den praktizierten Verhörmethoden gehörten auch rektales Foltern, Scheinbeerdigungen und Drohung mit Vergewaltigung von Ehepartnern. Obama geißelte diese Haltung als barbarisch, die der seinen Werten verpflichtete Westen nicht im Ansatz billigen dürfe. Obama forderte Putin auf, auch die restlichen 5.500 Seitem des Folterreoprts freizugeben.

mehr:
- Edja Snodow erhält Obama-Menschenrechtspreis (Markus Kompa, Telepolis, 11.12.2014)


Rush Hour - Das Franzosen Verhör HD [3:24]

Hochgeladen am 02.09.2010
Sagen sie ihm das er ein MV ist!Lee ich glaub Wichser schreibt man mit W...


War das CIA-Folterprogramm wirklich ein Misserfolg?

War das CIA-Folterprogramm wirklich ein Misserfolg? Der aktuelle US-Senatsbericht legt das nahe, doch einiges spricht dagegen. Auch zu 9/11 stellen sich Fragen

Die in dieser Woche vom US-Senat veröffentlichte gut 500-seitige Kurzversion einer 6.700 Blatt umfassenden Untersuchung zu den Entführungen und Folterungen der CIA sorgt international weiter für Schlagzeilen. In Deutschland kommentiert die ARD die Veröffentlichung als "Schande und Sternstunde für die Demokratie" und die Süddeutsche Zeitung meint:

Eine der zentralen Schlussfolgerungen des Folterberichts des US-Senats ist: Folter ist zwecklos. Gefangene zu quälen, erbringt keine brauchbaren Informationen. Das widerlegt das wichtigste moralische Argument der Befürworter.
Alles bestens also? Die demokratischen Instanzen funktionieren und Folter ist nunmehr öffentlich diskreditiert? So einfach ist es wohl nicht. Denn abgesehen von der fragwürdigen Beurteilung der Folter nach "Effizienz", wie sie der Senatsbericht letztlich vornimmt - und was an sich schon kaum mit dem Leitbild einer humanistischen "Wertegemeinschaft" in Einklang zu bringen ist -, bleiben wichtige Fragen offen.

Warum etwa wurde überhaupt gefoltert? Die Journalistin Marcy Wheeler wies Anfang der Woche darauf hin, dass es dabei mitnichten vorrangig um Informationsgewinnung gehe. Zwei andere, viel rationalere und zugleich perfidere Motive würden selten erwähnt. Zum einen ermögliche die Folter die gewaltsame Rekrutierung von Doppelagenten, zum anderen liefere sie gewünschte Aussagen, die man für öffentliche Propaganda verwenden könne.

mehr:
- Stabile Wertegemeinschaft? (Paul Schreyer, Telepolis, 11.12.2014)
Zitat:
Eine Analyse von NBC News zeigt, dass mehr als ein Viertel aller Fußnoten des 9/11 Reports auf CIA-Verhöre von Al Qaida-Mitgliedern verweist, die den inzwischen strittigen Verhörmethoden ausgesetzt wurden. Tatsächlich basieren die entscheidendsten Kapitel des Reports zur Planung und Ausführung der Anschläge im Kern auf Informationen aus diesen Verhören.
[…] Marcy Wheeler meint dazu:
Es stellt sich die wirklich schreckliche Frage, ob Cheney die Folter förderte, damit sie die Stories produzierte, die er erzählt haben wollte.

Kommentar zu dem Artikel von paulimausi (11.12.2014, 13:51)
- Es gibt Spekulationen, es gibt aber auch handfeste Beweise (Telepolis, Stabile Wertegemeinschaft?)


Watch Standard Vorgehensweise in Bildung & Ratgeber  |  View More Free Videos Online at Veoh.com


Der studentische Initiationsritus und der Vergewaltigungs-Reißer

Der Rolling Stone distanziert sich von einem Initiationsritusvergewaltigungs-Reißer
Am 19. November veröffentlichte die US-Ausgabe des Rolling Stone einen Text von Sabrina Rubin Erdely, in dem ausgesprochen plastisch erzählt wird, wie sieben Verbindungsstudenten an der University of Virginia in Charlottesville während einer Party im Haus der Studentenvereinigung Phi Kappa Psi eine "Jackie" genannte Studentin im Rahmen eines Initiationsrituals drei Stunden lang vergewaltigen.

Vielen Lesern kam der angebliche Tatsachenbericht seltsam vor. Einige davon - darunter der Washington-Post-Blogger T. Rees Shapiro - spürten den Fakten nach und stießen dabei auf Merkwürdigkeiten wie die, dass an dem Tag der Vergewaltigung im Herbst 2012 nach Angaben von Phi Kappa Psi gar keine Veranstaltung stattfand. Darüber hinaus sieht es im Eingangsbereich des Verbindungshauses ganz anders aus, als das im Artikel beschrieben wird - und es gibt kein Mitglied, auf das die Beschreibung des Anlockers und Vergewaltigungschoreographen "Drew" passen würde. Von den eigentlichen Vergewaltigern will "Jackie" niemanden erkannt haben, weil es dazu zu finster gewesen sein soll.

mehr:
- Autorin mit Agenda (Peter Mühlbauer, Telepolis, 08.12.2014)
Zitat:
Die Zweifel an der Geschichte, die Erdely in ausweichenden Interviews nicht entkräften konnte, verdichteten sich so sehr, dass sich Anna Merlan, eine Autorin für das Frauenportal Jezebel (die anfangs den Reason-Kolumnisten Robby Soave wegen dessen Skepsis einen "Idioten" genannt hatte) entschuldigte und zugab, dass sie "dead fucking wrong" lag.

siehe auch:

- As UVA case unravels, Feminists scramble with damage control but maintain presumptions of male guilt (Jonathan Taylor, A Voice for Male Students, 08.12.2014)

Kommentar Arne Hoffmann (Rückblick: Die große Vergewaltigungs-Hysterie, Ende 2014, Genderama, 08.12.2014):
Währenddessen sind Feministinnen mit einem rational kaum mehr erklärbaren Ausmaß an selektiver Wahrnehmung immer noch emsig damit beschäftigt, Frauen zum Opfer- und Männer zum Tätergeschlecht zu stempeln. Wir geben hierzu weiter an Maria von Welser, die zeigt, dass man von einem "Femizid gegen Frauen" sprechen kann, wenn für einen männliche Opfer schlicht nicht der Rede wert sind. Dermaßen dummdreiste und kenntnislose Propaganda kenne ich sonst nur vom rechtsradikalen Rand.
(Man beachte in dem von-Welser-Artikel auch die Diskussion!)

Article on sexual assault provokes investigation at UVA [7:54]

Veröffentlicht am 21.11.2014
A story in Rolling Stone details the gang rape of an 18-year-old student by seven men at a fraternity house at the University of Virginia. Journalist Sabrina Erdely says that the young woman reported the assault to the administration but nothing was done. Erdely joins Judy Woodruff to discuss the prevalence of campus sexual assault and why the victim was discouraged from speaking out.


How Rolling Stone’s UVa sexual assault story unraveled [6:30]

Veröffentlicht am 05.12.2014
After reporting on a horrific case of sexual assault at the University of Virginia, Rolling Stone magazine acknowledged discrepancies in the victim’s story, saying their trust in her was “misplaced.” Judy Woodruff speaks with T. Rees Shapiro of The Washington Post for more on the revelations that have cast doubt on the account.



siehe auch:
- Alte Säcke und Löschungen im Netz: Wie geht der (radikale) Feminismus mit Menschen und Meinungen um? (Ole Wintermann, Globaler Wandel, 06.12.2014)
Diskurs gehört zu einer Demokratie, solange die Beteiligten nicht zu Gewalt oder Rassismus aufrufen bzw. die FDGO in Frage stellen. Chris Good hat all dies nicht getan. Er hat einfach nur in der britischen Ausgabe der Huffington Post kritische Fragen an den Feminismus gestellt. Das reichte aus, um ihn mundtot zu machen. Welche Vorstellungen von einem demokratischen Diskurs hat der (radikale) Feminismus verinnerlicht?

Dass Netzdebatten zu Gender- und Feminismus-Themen den meisten Menschen nicht wirklich Freude bereiten, ist keine Neuigkeit. Das Thema ist - vollkommen egal, wie man dazu steht - entweder mühsam, weil man Anhänger traditioneller Rollenbilder immer wieder von ihrem falschen Weltbild überzeugen muss (#Ironie1), oder einfach nur nervig, weil sich alle Feministinnen zu einer Weltverschwörung vereinigt haben (#Ironie2). Die älteren Menschen unter uns wissen, dass die Wahrheit im Leben meist irgendwo zwischen diesen beiden Extrempositionen zu finden ist. So schränken uns einerseits tradierte Rollenbilder häufig in der Wahlfreiheit der eigenen Lebensweise ein und geben uns ein falsches Bild unserer Mitmenschen. Und andererseits? Andererseits wäre es an der Zeit, dass sich der Feminismus fragen muss, wie er zu den eigenen radikalen Strömungen steht.


Ukraine hat ein neues Ministerium für Informationspolitik

Das Ministerium soll die Wahrheit über die Ukraine verbreiten und die anti-ukrainische Propaganda bekämpfen, Kritiker fürchten Einschränkungen der Pressefreiheit
Man wird sich noch daran erinnern, wie der einstige Verteidigungsminister Rumsfeld während zu Beginn auch für die Medien inszenierten Irak-Kriegs stetig darüber klagte, im Informationskrieg den Terroristen unterlegen zu sein. Deswegen wurden unter seiner Ägide nach alter Kriegsstrategie Medien und Programme entwickelt, um die Meinung der Menschen zu beeinflussen. So sagte man das natürlich, man wollte ihnen natürlich nur die Wahrheit näherbringen.

Mittlerweile nutzen auch andere den freien Informationsfluss, den die USA im Kalten Krieg mit seinen Sendern und Medien, aber auch mit kommerziellen Satellitensendern wie CNN für sich in Anspruch nahm. Dass nicht Waffen und militärische Macht alleine, sondern vor allem die Informationshoheit kriegsentscheidend und konfliktbestimmend sein können, haben viele Staaten eigene Propagandamedien geschaffen, die die andere Wahrheit, nämlich die ihres Auftraggebers, in die Welt tragen sollen. Meist mischt man Nachrichten mit interessengetönten Beiträgen. Neben Sendern al-Dschasira (Katar), al-Arabija (Saudi-Arabien) oder al-Manar (Hisbollah) wurde etwa Telesur (Lateinamerika) oder RT (Russland) gegründet, um vor allem über die englische Sprache die globale Öffentlichkeit zu erreichen. Allerdings haben über das Internet alle die Möglichkeit, Informationen zu verbreiten, selbst dann, wenn wie im Fall von al-Qaida oder dem Islamischen Staat versucht wird, die Verbreitung zu unterbinden.

mehr:
- Ukraine hat ein neues Ministerium für Informationspolitik (Florian Rötzer, Telepolis, 10.12.2014)


Good Morning Vietnam - Intelligence [1:39]

Hochgeladen am 07.10.2008
http://mortel3.deviantart.com
Good Morning Vietnam, Robin Williams does a bit about military intelligence.

Vor 100 Jahren – Herbst 1914: Propaganda im Ersten Weltkrieg

Der Feind ist böse und grausam 

Das Erste, was im Krieg stirbt, ist die Wahrheit. Dieser seit der Antike bekannten Erkenntnis kann man hinzufügen: Und das Erste, was geboren wird, ist die Propaganda, als besondere Art der Kriegsführung. Da Propaganda vor allem wirksam wird, wenn sie viele Menschen erreicht, nahm sie im Ersten Weltkrieg mit den zu dieser Zeit schon stark verbreiteten Massenmedien eine neue Dimension an. Der Krieg war auch eine Medienschlacht. Zum ersten Mal wurden von beteiligten Staaten entsprechende Stellen und Ämter eingerichtet, die Propagandabüros. 
»Der Gesandte Gottes«, Wilhelm II. als Schlächter
(französische Propagandaillustration, Dezember 1914)
Beide Seiten setzten auf eine Gräuelpropaganda, die den Gegner dämonisierte, um die »Kriegsmoral« in der Schlacht und an der »Heimatfront« zu stärken. Auf entsprechenden Illustrationen trieft es nur so von Blut, mal ist es der deutsche Kaiser mit einem Schlachtermesser, mal der französische Soldat, häufig als Farbiger aus den Kolonien dargestellt, der einem Deutschen hinterhältig die Kehle durchschneidet. Wegen des deutschen Überfalls auf Belgien zu Kriegsbeginn besaß die Entente auf dem Schlachtfeld der Propaganda von Beginn an die besseren Karten. 

Deutscher Propagandaspruch 
»Jeder Schuss ein Russ, jeder Tritt ein Britt, jeder Stoß ein Franzos.«
 Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014

Deutsche Feldpostkarte aus dem 1. Weltkrieg mit mehreren abgebildeten und beschrifteten Patronen. Dazu die Botschaft: "Die berüchtigten Dum-Dum-Geschosse. Mit solchen Mitteln arbeiten Deutschlands Feinde!" [aus Propaganda im Ersten Weltkrieg, Wikipedia]

Adventsrätsel, das Elfte von vierundzwanzig


Erst wird’s im Finsteren ausgescharrt,
dann doch nur in die Ecke geworfen,
und schließlich war noch jeder glücklich,
wenn er’s in den Ofen stecken konnte.