Samstag, 7. April 2007

Wie die US-Regierung Kriegsgründe konstruieren ließ

Massenvernichtungswaffen, Atompläne, Qaida-Connection: Um den Irak-Feldzug zu rechtfertigen, ließ US-Präsident Bush munter Kriegsgründe erfinden. Jetzt tauchte erstmals ein Memo des Pentagons auf, das zeigt, wie die Administration ihre Beamten drängte, wohlfeile Analysen anzufertigen.

Washington/Los Angeles – Die Anschläge vom 11. September 2001 waren gerade vier Monate her, als Paul Wolfowitz langsam die Geduld verlor: "Wir scheinen keine besonderen Fortschritte zu machen, Geheimdienstinformationen über die Verbindungen zwischen dem Irak und al-Qaida zusammenzutragen", schrieb der damalige Vize-Verteidigungsminister in einem Memo an Staatssekretär Douglas J. Feith, die Nummer drei im Pentagon. Man schulde Verteidigungsminister Donald Rumsfeld eine Analyse zu dem Thema, forderte Wolfowitz.

Das Memo wurde zum Anstoß für die vermeintliche Beweisführung über Verbindungen zwischen dem Regime von Saddam Hussein und dem Terrornetzwerk. Es ist Teil eines nun vollständig veröffentlichten Berichts des Pentagon-Generalinspekteurs Thomas Gimble. Bereits im Februar hatte Gimble Teile des Berichts vor dem Streitkräfteausschuss des US-Senats vorgestellt und nachgewiesen, dass führende Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums vor dem Irak-Krieg Geheimdienstinformationen zuspitzten. Zwar sei das Vorgehen der Gruppe um Staatssekretär Feith nicht gesetzeswidrig gewesen, sie habe der Regierung um Präsident George W. Bush aber eine ungenaue Bewertung der vorhandenen Geheimdienstinformationen gegeben, kritisierte Gimble seinerzeit.


Die bislang geheimen Teile des 121 Seiten starken Sonderberichts enthüllen Berichten der "Washington Post" und er "Los Angeles Times" zufolge nun neue Details, wie Staatssekretär Feith und seine Leute es schafften, widersprüchliche Informationen einfach beiseite zu wischen und die Regierungsspitze davon zu überzeugen, es gebe eindeutige Beweise über Verbindungen zwischen dem Saddam-Regime und Terroristen. Diese angebliche Zusammenarbeit und den vermeintlichen Besitz von Massenvernichtungswaffen hatte die US-Regierung als Hauptgründe für ihren Irak-Feldzug im Jahr 2003 angeführt.


mehr:
- Irak-Feldzug: Pentagon-Memo zeigt, wie US-Regierung Kriegsgründe konstruieren ließ (phw, SPON, 06.04.2007)

Lache ess gesonnd! – Die Siebte

Bostalsee

Treffen sich ein Idarer und ein Obersteiner in der Fußgängerzone. Fragt der Obersteiner: "Na, watt mischt dou dann am Sonndach?" Antwortet der Idarer: "Eesch fahre an de Bostalsee Wasserschi fahre." "Och jo", sagt der Obersteiner mit ungläubigem Blick. "Es der dann so steil?"


Der silberne Draht

Nachts fliegt ein Raumschiff über Idar-Oberstein: Außerirdische wollen sich die Bewohner näher betrachten. Zuerst wird ein Idarer an Bord geholt, um sich das Gehirn genauer anzuschauen. Der Schädel wird geöffnet und alles genau vermessen. "Alles normal." Das Raumschiff fliegt weiter nach Oberstein. Dort dieselbe Prozedur. Doch als der Schädel geöffnet wird, schauen sich die Besucher aus dem Weltraum fragend an: "Was ist das?" Kein Gehirn, nichts, nur ein kleiner silberner Draht quer von links nach rechts gespannt. Der Chefchirurg: "Wir kappen den Draht." Heftige Einwände von der Crew: "Das können wir nicht machen! Keiner weiß, was da passiert!" Aber der Chefchirurg setzt sich durch und zwickt den Draht durch - schwupp, fallen die Ohren ab.


Laugenbrezel

Ein Obersteiner hat bei der Volkshochschule einen Kurs in Hochdeutsch absolviert. Um seine erlangten Kenntnisse auszuprobieren, fährt er nach Hannover, wo man bekanntlich ein sehr gutes Hochdeutsch spricht. Dort angekommen, geht er in ein großes Kaufhaus und odert ohne jeden Fehler: "Ich hätte gerne eine Laugenbrezel." Darauf fragt die Verkäuferin: "Sind Sie aus Oberstein?" Für den Obersteiner bricht eine Welt zusammen. Er fragt: "Woher honnn se daat gewosst?" Antwortet die Verkäuferin: "Sie sind in der Möbelabteilung."


Life is life ...

Ein Idarer und ein Obersteiner gehen, nachdem sie ordentlich einen gebechert haben, zusammen über die Emil-Kirschmann-Brücke. Plötzlich rutscht der Obersteiner aus, fliegt über das Geländer und kann sich gerade noch so am Rand der Brücke festhalten. Der Idarer schaut zu ihm runter und singt: "Life ist life ..." Und der Obersteiner klatscht in die Hände: "Na naa naa na na ..."


Pudelmützen

Wisen Sie eigentlich, warum die Idarer Motorradpolizisten seit kurzem nur noch mit Pudelmützen statt eines Helms auf dem Kopf Streife fahren?
Na, wegen der Sicherheit. Sie hagben einen Test gemacht und dabei ihre bisherigen grün-weißen Integralhelme vom Dach der Börse geworfen. Resultat: Helm kaputt. Die hinabgeworfenene Pudelmützen dagegen waren wie neu.


Preisausschreiben

Bei einem Preisausschreiben der Stadt hat ein Obersteiner den 2. Preis gewonnen: eine Stadtrundfahrt mit anschließendem Dinner im Handelshof. Zutiefst enttäuscht sagt er zu seinem Freund aus Idar: "Stell da vor, eisch honn de zwode Preis bei dem Preisosschrewe von da Stadt gewonn un kriejn nure en Stadtrundfahrt on en Esse em Hanndelshof, dat es doch en Freschhett. Loss mir e mol de Otto onna die Aue kome, dem träre eisch mol so fest wie et geht en se Hennere."
"Dat geht net" , sagt da der Idarer. "Dat es de 1. Preis, und dene honn eesch gewonn."


Mercedes

Ein Obersteiner will bei Mercedes Becker in Tiefenstein einen gebrauchten Mercedes kaufen. Der Wagen soll genau 10.000 Mark kosten. Der Obersteiner hat aber leider nur 9998 Mark dabei. Da der Verkäufer nicht bereit ist, auch nur eine müde Mark nachzulassen, fährt der Oberteiner zu einem Bekannten nach Idar. "Karl, eisch well mier beim Mercedes Becker e Mercedes kaafe. Kannste mir zwei Mark lehne?" Worauf der Idarer ohne Zögern sagt: "Lo hoste vier Maerk, breng mir aach eener medd."


"Meh' lenks..."
Bei "Knappe Thomas" kommt ein Idarer rein und lacht sich halb tot. "Waress dann?" will der Tankwart wissen. "Drauss' stehre Uwastääner onn versoucht, merremm Droht sei Audo nommo off se krieje." - "Und? Der hat wahrscheinlich die Türe zugeschlagen und versucht jetzt, sie wieder zu öffnen. Was ist daran so lustig?" - "Ejjh, sä Frau setzt drenn und dirigiert: "Meh' lenks, meh' reachts..."


Fremdsprachenkenntnisse
Am Marktplatz in Idar sitzen zwei Rentner auf der Bank. Ein Auto hält an, ein offenbar holländischer Tourist dreht die Scheibe herunter und fragt in sauberem Deutsch: "Entschuldigen Sie bitte, wie komme ich zum Steinkaulenberg?"
Keine Antwort. Er versucht's auf französisch. Wieder Stille. Auch auf Englisch bekommt er keine Erwiderung. In seiner Not versucht er die eigene Muttersprache. Doch die Herrschaften rühren keine Miene. Entnervt fährt der Tourist weiter. Sagt der eine anerkennend: "Mein liewer Freend: Der konnt' drei Fremdsprooche!" - "Onn?! Watt hott's emm genotzt?"

aus dem Büchlein der Nahe-Zeitung „Reesche Leit onn areme Deiwel“