Mittwoch, 19. November 2014

Der Westen und Rußland: Sprachlosigkeit? Welche Sprachlosigkeit?

Der Gesprächsfaden zwischen Russland und dem Westen darf nicht abreißen. Sonst rückt ein neuer Kalter Krieg unweigerlich näher.
Inzwischen brennt es wieder lichterloh im Osten der Ukraine. Kolonnen von Militärfahrzeugen mit Panzern, schwerer Artillerie und Truppen haben die russisch-ukrainische Grenze überquert, so berichten Nato und OSZE. Die Gefechte zwischen den Truppen Kiews und den Separatisten verschärfen sich, die Minsker Vereinbarung über eine Waffenpause vom 5. September ist längst hinfällig.

Spricht man in diesen Tagen mit Regierungsmitgliedern oder hohen Militärs, dann spürt man tiefe Frustration und Ratlosigkeit. Haben nicht gerade die Deutschen alles versucht? Hat die Kanzlerin nicht 36 Mal mit Putin telefoniert, hat sie nicht stundenlang mit ihm persönlich gesprochen? Alles ergebnis- und folgenlos.

mehr:
- Ukraine-Krise – Bedrohliche Sprachlosigkeit (ZEIT, 19.11.2014)

mein Kommentar:
Die Deutschen haben alles versucht, Putin hat den G20-Gipfel verärgert vorzeitig verlassen, und Lawrow lehnt USA und EU als Vermittler ab.

Das erinnert mich an das Paar, das vor mir saß. Die Frau warf ihrem Lebensgefährten vor, jede Nacht im Dunkeln zur Toilette zu gehen und dabei ans Bett zu stoßen, wodurch sie wach werde. Der Mann, höchst empört, schwor, er gehe höchstens ein- bis zweimal pro Woche nachts auf die Toilette, und das Licht würde er nicht anmachen, um seine Lebensgefährtin nicht wach zu machen.
Ich war damals noch unerfahren und der Meinung, die Anzahl der nächtlichen Toilettengänge würde sich innerhalb der nächsten 30 Minuten sachlichen Gesprächs auf etwa drei oder vier einpendeln.
Völlig verblüfft mußte ich zur Kenntnis nehmen, daß beide eisern auf ihrer Version der Geschichte beharrten…

Heute, 12 Jahre später, ist mir klar, daß es darum ging, das Empörungsbedürfnis der Frau zu befriedigen, und der nächtliche Toilettengang des Lebensgefährten war das Objekt, an dem sich das ausagierte Empörungsbedürfnis festmachte.

Nach fünf Stunden brachen wir die Paargespräche ergebnislos ab. Wenig später trennte sich das Paar.
Augenscheinlich hatten sie alles versucht…


Ich habe jetzt eine Stunde lang im Internet recherchiert: Nirgendwo habe ich einen Nachweis dafür gefunden, daß russische Panzer oder schwere Artillerie die Grenze zur Ukraine überschritten haben. Ich habe die Sucherei satt. Seit Anfang des Jahres gibt es ständig Anschuldigungen, die Russen würden irgendwas Militärisches machen, kein einziges Mal habe ich einen verlässlichen Nachweis dafür gefunden. Aber ob es um Grenzverletzungen seitens Rußland geht, irgendein ominöses U-Boot in schwedischen Gewässern oder den Abschuß von MH-17: die Reaktion unserer Medien ist völlig automatisiert die gleiche: Rußland ist schuld. Ich hab’s satt, mich derart in Atem halten zu lassen und mich um Verifizierung angeblicher Fakten zu bemühen. 

Wie wahrscheinlich ist denn das, daß von zig Grenzverletzungen berichtet wird und sich keine einzige wirklich nachweisen läßt? 
- ARD erfindet OSZE-Bericht über russische Truppen (Hinter der Fichte, 12.11.2014)
Die USA brauchen doch nur Satellitenphotos vorzuzeigen und der ukrainischen Armee Mitteilung zu machen, die schicken ein paar Düsenjäger hin, photographieren das Ganze, und das wird dann veröffentlicht. Damit ließen sich doch mit einem Schlag die ganzen »Rußlandversteher« und »Trolle« zum Schweigen bringen! 
Aber keinem unserer Leitmedien-Reporter scheint die Diskrepanz Anschuldigungsmenge versus Beweismenge aufzufallen, keiner unserer Politiker spricht darüber, keiner scheint sich zu wundern. Dafür pupsen alle dick rum, vom NATO-General-Arschloch bis zu unserem Bundespfaffen. Das ist doch alles nur Zirkus! 

Heute ist es ein Militärkonvoi, morgen ein atomarer Granatenangriff auf einen Flughafen, übermorgen ein U-Boot, am Tag drauf irgendwelche russischen Düsenflugzeuge. Ich habe bisher kein Video eines in der Ostukraine gefangen genommenen russischen Soldaten gesehen. Wie kommt das nur? 
- ARD- und Focus-Tiefflieger halluzinieren Russland im NATO-Luftraum (Hinter der Fichte, 23.10.2014)
MH-17: Mir erzähle jemand, der Sprengstoff einer Rakete habe keine charakteristische chemische Zusammensetzung (um zwischen Boden-Lut und Luft-Luft-Rakete zu unterscheiden). Gesetzt der Fall, irgend eine Institution hätte Beweise dafür, daß Russen oder prorussischen Separatisten (ich übernehme mal der Einfachheit halber diesen Begriff) MH-17 abgeschossen haben. Wer glaubt ernsthaft, daß das noch nicht an die große Glocke gehängt worden wäre? Für wie blöde halten die uns denn? 
Aber ständig wird von unseren westlichen Werten getönt, die verteidigt werden müssen angesichts einer langfristig angelegten NATO-Strategie, die Rußland zwangsläufig in die Defensive drängt.

Da wird in obigem Artikel der estnische Verteidigungsminister zitiert, der über Putins Absichten spekuliert. 
"Er will in die Geschichte eingehen als ein Anführer, der Territorium zurückgewonnen hat […] Er will ein russisches Imperium des 21. Jahrhunderts. Die Ukraine ist ein unverzichtbarer Teil davon, möglicherweise gehören auch andere Nachbarländer dazu."
Na, die Polen und die Balten sind genau die Richtigen, um eine realistische Einschätzung von Putins Plänen abzugeben. Denen geht doch nach ihren Erfahrungen mit den Sowjets sowieso der Arsch auf Grundeis. Sowas hat doch mit seriöser Berichterstattung nun wirklich überhaupt nichts zu tun.

Die Einschätzung eines deutschen Vier-Sterne-Generals über die Schnelligkeit russischer Truppen 
"Wir haben gesehen, dass Präsident Putin die russischen Streitkräfte schlagfertiger gemacht hat und dass die russischen Truppen verdammt schnell sind" 
soll für was als Argument dienen? 
Dafür, die NATO-»Verteidigungs«-Ausgaben vom neunfachen der russischen aufs Zwölffache aufzustocken? [Die NATO-Bedrängnis-Inszenierung: der Automatismus von Beschuldigung und der Forderung nach höheren »Verteidigungs«-Ausgaben, Post, 15.11.2014] 
Die Anzahl der amerikanischen Militärstützpunkte im Ausland von 1000 auf 1200 hochzufahren? [Liste von Militärbasen der Vereinigten Staaten im Ausland, Wikipedia]

Und in dem verlinkten Artikel wird allen Ernstes die Sprachlosigkeit beklagt? 
Das schlägt doch dem Scheinheiligen-Faß den Boden ins Gesicht!
Ich verweise auf den Klärungsversuch in dem Partnerschaftskonflikt: Der Mann hatte keine Chance, weil das Empörungsbedürfnis der Frau alles andere überschwemmte.
Der Mechanismus erinnert stark an die öffentlich-mediale Hinrichtung von Eva Hermann: Sie sollte sich für etwas entschuldigen, was sie nicht getan hatte! [Eva Herman: Hat sie oder hat sie nicht?, Post, 19.10.2007]
Wir vernagelt sind unsere Journalisten denn? Haben die Amis denen in den transatlantischen Think-Tanks was in den Kaffe geschüttet?

Um es auf den Punkt zu bringen: Politiker und Journalisten haben mit ihrer tendenziösen Berichterstattung und ihren penetranten, vorschnellen und unreflektierten Schuldzuweisungen diese Sprachlosigkeit mit hergestellt und beklagen sie dann.
siehe dazu:
- Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2014)

Und sie machen einfach weiter und weiter und weiter…
- ARD/Ukraine-Lügen: Vom Brok zum Gärtner (Hinter der Fichte, 17.11.2014)

Zitate Steinmeier (Rede von Außenminister Steinmeier anlässlich der Verleihung der Lead Awards in Hamburg, 14. November 2014, Auswärtiges Amt, 15.11.2014):
»Die Leser schauen der vierten Gewalt der Medien bei der Arbeit über die Schulter und klopfen ihr manchmal feste auf die Finger.«


»Wir brauchen sie, die kritischen, fundierten, relevanten Berichte. Nur mit Texten und Recherchen, die durchdringen und nachwirken, kann die Presse ihrer Wächterrolle gerecht werden.«

»Wichtiger ist vielleicht noch, sich auf das Fundament Ihres Erfolgs zu besinnen: Qualität, Relevanz und Vielfalt. Setzen Sie die richtigen Prioritäten. Das heißt: Journalismus zuerst!«

»Vielfalt ist einer der Schlüssel für die Akzeptanz von Medien. Die Leser müssen das Gefühl haben, dass sie nicht einer einzelnen Meinung ausgesetzt sind. Reicht die Vielfalt in Deutschland aus? Wenn ich morgens manchmal durch den Pressespiegel meines Hauses blättere, habe ich das Gefühl: Der Meinungskorridor war schon mal breiter. Es gibt eine erstaunliche Homogenität in deutschen Redaktionen, wenn sie Informationen gewichten und einordnen.«


»Sie müssen nicht dem Leser nach dem Munde schreiben, genauso wenig wie wir Politiker nur auf Umfragen starren sollten. Aber Politiker und Journalisten gleichermaßen sollten die Bedürfnisse ihrer Leser und Wähler nicht dauerhaft außer acht lassen.«

»Als Leser und als Politiker wünsche ich mir klare Worte meiner Zeitung. Ihr Urteil sollte aber auch fundiert sein, und es sollte am besten noch ein erkennbar eigenes Urteil – und unterschieden von der Nachricht – sein. Ich will nicht den Eindruck haben, dass alle das Gleiche schreiben, das macht misstrauisch.
Ein eigenes Urteil erfordert eigene Erkenntnisse. Wir brauchen Journalisten, die sich Zeit nehmen und in eine Materie tief einsteigen.«

»Ich glaube fest, dass mündige Bürger sich für differenzierte Berichterstattung interessieren und auch bezahlen. Aber sie spüren auch, wenn Journalisten selbst nicht glauben, dass ihr Stoff interessant genug ist und ihn deshalb mühsam aufbauschen und anschärfen.«



»Demokratie und Medien können nur gemeinsam funktionieren, wenn die Distanz gewahrt wird. Denn nur die ermöglicht es, dass die Demokratie von kritischer Öffentlichkeit profitiert, und die Medien in Freiheit blühen.«

Kann jemand Rußlands Verhalten nachvollziehen?
Man stelle sich folgendes Szenarium vor: 
Die adrenalingetränkte Regierung der Ukraine meldet das Eindringen von 23 gepanzerten russischen Fahrzeugen. Dies wird von einem aggressiven, völlig unreflektierten NATO-Generalsekretär nach wenigen Stunden bestätigt. [Ukraine 15 – Die – zumindest teilweise – Vernichtung eines gepanzerten russischen Phantom-Konvois, Post, 15.08.2014]
Die NATO plant eine ultraschnelle Eingreiftruppe vor Rußlands Haustür. 
Wie würde es mir da gehen, wenn ich Putin wäre?

Der umgekehrte Fall:
Der (inzwischen ja nicht mehr existierende) Warschauer Pakt mit einem hyperreagiblen Generalsekretär plant die Stationierung einer ultraschnellen Eingreiftruppe in der näheren Umgebung von Prag (etwa 100 km von der deutschen Grenze entfernt).
Wie würde es uns in Deutschland dann so gehen??


Was ich im Verlauf der Ukraine-Krise verstanden habe, ist, daß fast alle Informationen gefärbt sind, daß unsere Medien nicht über bestimmte Dinge berichten, daß sich sogar früher von mir hochgeachtete Medien (wie ZEIT oder SPIEGEL) an der Vorverurteilungskampagne bezüglich des MH-17-Abschusses beteiligen, daß Putin vorwiegend in der Boulevard-Etage – aber ebenso (etwas zurückhaltender) in den Leitmedien – als psychisch stark gestörter Narzißt dargestellt wird und daß unsere Leitmedien sogar lügen! (Ukraine 13 – Unser westliches System und die MH 17-Berichterstattung, Post, 27.7.2014, 1. Video: Tagesthemen 20.05.2014 - 10.000 Menschen? Die Presse Lügt! [10:10])

Was ich während der Ukraine-Krise zur Kenntnis nehmen mußte, ist, daß es über keine der drei großen Putin-Reden (2001 vorm Bundestag, 2007 vor der Münchner Sicherheitskonferenz und vor kurzem vor dem Valdai-Forum) eine öffentliche, inhaltsbezogene und selbstkritische Diskussion gab. (Ist ja auch nicht nötig, wozu brauchen wir, die wir die Guten sind, über unser eigenes Handeln kritisch nachzudenken, vor allem in Zeiten, in denen wir Angst haben.)

Was ich auch zur Kenntnis nehmen mußte ist, daß versucht wurde, Interview-Partnern bestimmte Äußerungen in den Mund zu legen. (Siemens-Chef Joe Kaeser, Ästhetik-Professor und Kunsttheoretiker Bazon Brock in Ukraine 9 – Wider die veröffentlichte Meinung, Post, 11.05.2014, Videos: Siemens-Chef von ZDF öffentlich ausgepeitscht wegen seinem Treffen mit Putin [5:35], Die Männerfreundschaft Schröder-Putin - Bazon Brock 3sat 30.04.2014 - die Bananenrepublik [7:32])

Was ich verstanden habe ist, daß es in den Medien eine Tendenz gibt, »Rußlandversteher« (für mich das Unwort des Jahres 2014) schlecht dastehen zu lassen (Rodionov bei »Hart aber fair« [Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik?, Post, 25.03.2014], Hubert Seipel bei Jauch [Interview: Putin und der russische Standpunkt, Post, 19.11.2014], ebenso, wie unsere Alt-Bundeskanzler). 
Was ich auch verstanden habe ist, daß die Leitmedien – auch nach der Kritik des Programmbeirats [Ukraine 20 – ARD-Programmbeirat bestätigt Publikumskritik, Post, 18.09.2014] an der Ukraine-Berichterstattung – sowohl an ihrer tendenziösen Berichterstattung festhalten wie auch auf die vielerorts geäußerte Kritik einzig und allein mit Empörung, Rechtfertigung und Abwehr reagieren.

Es ist nicht zu bezweifeln, daß sich sowohl die USA wie auch NATO und EU Völkerrechtsverletzungen genehmigten (Jugoslawien-, Irak-Krieg).
Putin hat dies, ohne es direkt anzusprechen, in seiner Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz 2007 kritisiert:
»Ich habe [den italienischen Verteidigungsminister] so verstanden, dass die Anwendung von Gewalt nur dann als legitim gilt, wenn sie auf der Grundlage einer Entscheidung der NATO, der EU oder der UNO basiert. Wenn er das tatsächlich meint, dann haben wir verschiedene Standpunkte. Oder ich habe mich verhört. Legitim ist eine Anwendung von Gewalt nur dann zu nennen, wenn ihr ein UNO-Beschluss zu Grunde liegt. Und man darf die UNO nicht durch die NATO oder die EU ersetzen (Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik?, Post, 25.03.2014, Hervorhebung von mir; man sehe sich die empörten Reaktionen auf Putins Rede bei der Münchner Sicherheitskonferenz an…)
Diese Völkerrechtsverletzung (also die Annexion der Krim) kritisieren nun USA, NATO und EU ihrerseits höchst aufgeregt an Rußland. Dabei habe ich für die Krim-Annexion wesentlich mehr Verständnis als für den Irak- oder den Afghanistan-Krieg. Was wäre auf der Krim jetzt wohl los, wenn Putin sie nicht annektiert hätte? Wie lange müßte wir wohl warten, bis es einen Militärstützpunkt der sogenannten Freien Welt in Kertsch, Feodossija oder Sebastopol gibt?
Fest steht, daß die Militärausgaben von Deutschland, Frankreich und Großbritannien zusammen fast doppelt so hoch sind wie die Rußlands. Fest steht, daß die Anzahl der Menschen, die in den letzten 50 Jahren durch US-amerikanische Soldaten getötet wurden, ungleich höher ist als die Anzahl der durch sowjetische oder russische Soldaten Getöteten. Aber das kümmert nur Verschwörungstheoretiker oder in der Zeit stehegebliebene Alt-68er. Weil wir sind die Guten, und wir dürfen alles, weil wir die Guten sind. Wie kann man nur dermaßen von sich selbst besoffen sein?

Ich habe verstanden, daß wir uns in einem kalten Krieg befinden.
Ich habe verstanden, daß Europa nicht Machtpolitik lernen muß sondern schon seit geraumer Zeit Machtpolitik spielt. (Europa muss Machtpolitik lernen, Eric T. Hansen, ZEIT, 04.03.2014)
Ich habe verstanden, daß in unseren Medien genauso gelogen wird wie in den russischen, nur haben letztere die Zuckerguß-Produktion und die Verdaubarkeit ihrer Pillen noch nicht so ganz raus.

Was ich noch verdauen muß ist, wie unglaublich borniert die Menschen sein können. Ich habe den starken Verdacht, daß es nicht um die Ukraine geht. Ich habe den ganz starken Verdacht, daß es weder um Freiheit noch um Demokratie geht. Ich bin sicher, daß wir die Werte unserer westlichen Staatengemeinschaft aushöhlen, wenn wir diese nicht leben. 
Und ich weiß, daß, während sich Obama und Putin kloppen, sich die EU und Rußland streiten, in der Ostukraine Menschen massakriert werden und sich Putinversteher und Leitmedien miteinander die Köpfe heiß reden, irgendwelche Strippenzieher in Nadelstreifenanzügen jede Menge Kasse machen.
- Wer zahlt das Ukrainespiel? (AlterMannBlog, 19.11.2014)

Ich denke, wir brauchen ein zweites Zeitalter der Aufklärung. 
Im Moment geht Eigeninteresse (wessen??) definitiv vor Vernunft.

Von Putinverstehern und Journalistenverstehern

Man kann es sich natürlich so einfach machen wie Udo Grätz, der stellvertretende Chefredakteur des WDR. Der twitterte als Reaktion auf meinen Artikel in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ über die wachsende Kritik an den etablierten Medien:

Weiterhin journalistisch präzise und unabhängig arbeiten. @niggemeier #fas #tagesthemen

mehr:
- Von Putinverstehern und Journalistenverstehern (Stefan Niggemeier, 05.11.2014)
Zitat:
Es geht dabei nicht darum, der russischen Propaganda blauäugig gegenüberzutreten. Es geht darum, zu erkennen, dass dem russischen Propagandafeldzug nicht auf der anderen Seite Wahrhaftigkeit und Aufrichtigkeit gegenübersteht; dass auch „der Westen“, die Nato, die „westlich orientierte“ Regierung der Ukraine diesen Kampf um die Meinungshoheit mit allen Mitteln führt. Und zu erkennen, dass es die Aufgabe freiheitlicher Medien ist, gerade auch diese vermeintlich eigene und vermeintlich gute Seite besonders kritisch unter die Lupe zu nehmen.
Ich vermisse dieses Bewusstsein in der Berichterstattung.
Siehe auch:

Tagesschau sachlich und objektiv: »Putin, einsam und verlassen«

Gestern, 20 Uhr, die „Tagesschau“ berichtet vom G20-Gipfel in Brisbane. Der Korrespondent sagt: 
„Beim Barbecue am Mittag, wie symbolisch, Putin, einsam und verlassen.“ 
 Und zeigt, Tatsache: 
(Tagesschau-Clip bei 1:55)
Ein Blick ins Ausgangs-Material von Reuters verrät allerdings, dass Putin gar nicht alleine am Tisch sitzt. Links am Tisch, na sowas: Dilma Rousseff, die Präsidentin Brasiliens.
(beide Bilder aus Niggemeiers Blog, Bildunterschriften von mir)
Dreist: ARD und ZDF fälscht vorsätzlich Berichte über G20 Treffen [2:30]
Das Video gibt es auf youtube nicht mehr.
Hier ein Artikel, in welchem es eingebettet ist (Vimeo):
- Die Geschichte des "isolierten Putin" ist falsch und erlogen – Falsche Berichterstattung der ARD und anderer Medien (sott.net, November 2014)
alter Info-Text:
Veröffentlicht am 19.11.2014
Wichtig: Bitte weiterverbreiten! Die ungeheure Manipulation von ARD und ZDF geht weiter! GEZ-finanzierte Medien fälschen Beitrag über Putin beim G20-Gipfel! Der Tenor der Öffentlich-Rechtlichen in ihrer Berichterstattung über den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf dem G20 Gipfel in Australien war eindeutig: “Putin isoliert”, “Putin einsam und verlassen”. Als angeblicher Beweis wurde immer wieder eine Videosequenz gezeigt, in der Putin anscheinend alleine an einem 7er Tisch sitzt. Der ARD-Korrespondent in Brisbane, Philipp Abresch, textete dazu munter: 
“Beim Barbecue am Mittag, wie symbolisch, Putin, einsam und verlassen.” und zeigt:
http://s14.directupload.net/images/14...
Das Problem: Putin saß nicht alleine, wie die Berichterstattung suggeriert. Mit Putin am Tisch saß die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und im weiteren Verlauf noch fünf weitere Staatsoberhäupter. Siehe:
http://s14.directupload.net/images/14...
In allen Beiträgen der ARD und des ZDF zum Thema wurde das Videomaterial so geschnitten, dass Präsidentin Rousseff nicht zu sehen ist und Putin somit als „isoliert“ dargestellt werden konnte. Im Fall der Tagesthemen-Sequenz[3] wurde das Originalmaterial von Reuters, wie von der PropagandaSchau nachgewiesen, sogar in der zeitlichen Abfolge geändert. Der Schnitt erfolgt genau in dem Moment, in dem der Kellner zur Seite tritt und Rousseff sichtbar werden würde. Danach wird eine Szene eingefügt in der sich Putin an den Tisch setzt und den Stuhl heran zieht. Auch in der Tagesschau wurde die Sequenz so geschnitten, dass die brasilianische Präsidentin nicht zu sehen ist.
Angesichts der Tatsache, dass das für die Sequenz[4] genutzte Rohmaterial[5] auch über Bilder verfügt, die Putin bei der Unterhaltung mit Rousseff zeigen (ab Minute 1:50), kann ausgeschlossen werden, dass die ARD und ZDF unwissentlich gehandelt haben.Die absichtliche Manipulation der GEZ-Medien wird zusätzlich noch durch die offizielle Sitzordnung bei diesem Mittagessen belegt. Am selben Tisch wie Putin saßen neben der brasilianischen Präsidentin Rousseff, auch Kanzlerin Merkel, der belgische Premier van Rompuy und darüber hinaus die Staatsoberhäupter von Korea, Argentinien und Italien. Das aber wurde von den ARD- und ZDF-Kommentatoren wissentlich unterschlagen. Sitzplan Mittagessen G20 Gipfel:
https://twitter.com/bkjabour/status/5...
Ein offizielles Video[5] des Treffens auf der G20-Webseite[6] zeigt zudem Putin kurz vor Beginn des Barbecues im Gespräch mit dem französischen Präsidenten François Hollande und dem japanischen Premier Shinzo Abe. Alle Regierungschefs saßen später gemeinsam unter dem Mittags-Zelt. In Anbetracht dieser Faktenlage, erscheint die Erklärung des ARD-Chefredakteurs Kai Gniffke zum Vorfall nicht sehr glaubwürdig.
“Man muss uns schon eine Menge Verbohrtheit unterstellen, um zu glauben, dass wir exakt warten, bis der Kellner Frau Rousseff Wasser nachschenkt, damit man die Brasilianerin nicht sieht”, so Gniffke in Reaktion auf einen Blogeintrag[7] des Medien-Journalisten Stefan Niggemeier. Schaut man sich aber die Zuschauer-Kommentare[8] zu dem Beitrag des ARD-Chefredakteurs an, dann fühlt man sich an den Spruch erinnert: “Deutschland ist endlich wieder das Land der Dichter und Denker: Die Medien dichten. Die Bevölkerung denkt.”
Beschwerden nimmt die ARD bzw. die Tagesschau hier entgegen:
https://www.facebook.com/tagesschau
https://www.facebook.com/DasErste
ARD Tagesschau
Hugh-Greene-Weg 1
22529 Hamburg
Telefon: 040 / 4156-0
Fax: 040 / 4156-7419
Querverweise:
[1]Neue ARD-Lügen: Chefredakteur Gniffke will manipuliertes Video vom »einsamen Putin« erklären
http://propagandaschau.wordpress.com/...
[2] “Der isolierte Putin” – ARD und ZDF (mal wieder) der Medienmanipulation überführt
http://www.rtdeutsch.com/6493/headlin...
[3] Sendung: tagesthemen 15.11.2014 23:15 Uhr
http://www.tagesschau.de/multimedia/s...
[4] Reuters: World leaders on lunch break at G20
https://www.youtube.com/watch?v=LA-ke...
[5] G20 Summit Leaders' retreat barbeque, Parliament House, Brisbane

https://streaming-01.xlent.net/?chann...
[6] Public Videos
https://www.g20.org/news/video_gallery
[7] Super-Symbolbilder: „Putin, einsam und verlassen“
http://www.stefan-niggemeier.de/blog/...
[8] Putin einsam oder nicht einsam?
http://blog.tagesschau.de/2014/11/17/...


hier der Zusammenschnitt mehrerer öffentlich-rechtlicher Nachrichtensendungen durch die Propagadaschau:


ARD und ZDF-Propaganda: Der isolierte Putin from Doku Mentor on Vimeo.

mehr:
- Super-Symbolbilder: „Putin, einsam und verlassen“ (Stefan Niggemeiers Blog, 16.11.2014)
Merke: Man sieht, was man will.
Und: Sie lernen nichts.
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Unter Lernen versteht man den absichtlichen (intentionales Lernen) und den beiläufigen (inzidentelles und implizites Lernen), individuellen oder kollektiven Erwerb von geistigen, körperlichen, sozialen Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten. Aus lernpsychologischer Sicht wird Lernen als ein Prozess der relativ stabilen Veränderung des VerhaltensDenkens oder Fühlens aufgrund von Erfahrung oder neu gewonnenen Einsichten und des Verständnisses (verarbeiteter Wahrnehmung der Umwelt oder Bewusstwerdung eigener Regungen) aufgefasst.Die Fähigkeit zu lernen ist für Mensch und Tier eine Grundvoraussetzung dafür, sich besser den Gegebenheiten des Lebens und der Umwelt anpassen zu können, darin sinnvoll zu agieren und sie gegebenenfalls im eigenen Interesse zu verändern. So ist für den Menschen die Fähigkeit zu lernen auch eine Voraussetzung für Bildung, also ein reflektiertes Verhältnis zu sich, zu den anderen und zur Welt. Die Resultate des Lernprozesses sind nicht immer von den Lernenden in Worte fassbar (implizites Wissen) oder eindeutig messbar. 
[Lernen, Wikipedia, abgerufen am 19.11.2014]
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Aufmerksam gemacht wurde Niggemeier durch den facebook-Eintrag von Moritz Gathmann, 15.11.2014.
»Moritz Gathmann schreibt für viele Zeitungen (z. B. auch für Rolling Stone). Als bekannt wurde, daß er auch von russischer Seite Geld erhält, kündigte – wenige Tage nach Veröffentlichung obigen Artikels – die ZEIT die Zusammenarbeit.« (Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik?, Post, 25.03.2014; Kurzer Prozess: „Zeit Online“ und der geschasste 150-Euro-Reporter, Stefan Niggemeiers Blog, 11.03.2014)

ARD-Spezial - Der einsame Putin in Brisbane zum G20-Treffen [0:58]

Veröffentlicht am 21.11.2014
Für wie blöd halten die Dummbatzen von der ARD die Menschen in diesem Lande eigentlich!!! Nehmt diesen Propaganda-Leuten das Geld weg! Kein Geld für Lügen: http://youtu.be/dq08YzXA6yg
Quelle: Propagandasender Russia Today
http://youtu.be/XOHfGflKBK0
mit sichtbaren Fakten gegen zusammengeschnitten Lügen!
http://blog.tagesschau.de/2014/11/17/...

Nachtrag, 17. November. ARD-Chefredakteur Kai Gniffke hat sich zu einer Art Antwort herabgelassen.
- ARD-aktuell – 17. November 2014 – Putin einsam oder nicht einsam? (Tagesschau-Blog, 17.11.2014)
Text:
Die Berichterestattung deutscher Medien über den Ukraine-Konflikt ist ja seit Monaten Diskussionsthema in Print-, Online-, TV- und Hörfunkredaktionen. Fast hatte ich schon die Sorge, dass die ARD mit dem Putin-Interview von gestern in den Verdacht geraten könnte, Russland-Versteher zu sein. Da stellt Stefan Niggemeier unser Weltbild wieder vom Kopf auf die Füße. Wir sind und bleiben die heimlichen Unterstützer der NATO, die täuschen, fälschen und verdrehen.

Anlass für die Diskussion ist ein Beitrag in der Tagesschau vom G20-Gipfel in Brisbane. Unser Korrespondent Philipp Abresch textete, dass Putin beim Barbecue “einsam und verlassen” sei. Dazu zeigt der Bericht folgendes Bild:
[Bild ganz oben]
Nun wirft uns Niggemeier vor, absichtlich diesen Ausschnitt gewählt zu haben, in dem Brasiliens Präsidentin Dilma Rousseff vom Kellner verdeckt ist, um so zu tun, als ob Putin allein am Tisch gesessen habe. Nun weiß ich nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie auf einer Party am 8er-Tisch sitzen und links und rechts neben Ihnen jeweils drei bzw. zwei Stühle frei bleiben. Ich nenne das einsam und verlassen. Ob mit oder ohne Roussef, mit oder ohne Kellner, das Bild erzählt genau diese Geschichte: Putin ist isoliert. Insofern stehe ich hundertprozentig hinter der Formulierung unseres Korrespondenten. Abresch hat ja nicht gesagt “allein am Tisch”, aber selbst wenn, hätte ich ihm das durchgehen lassen, denn Putin sitzt am Tisch und ist einsam.

Man muss uns schon eine Menge Verbohrtheit unterstellen, um zu glauben, dass wir exakt warten, bis der Kellner Frau Rousseff Wasser nachschenkt, damit man die Brasilianerin nicht sieht. Wirklich Leute, dafür gibt es Korrespondenten vor Ort, die die Bilder (zum Glück unvoreingenommen) einordnen können. Und Putin war auf diesem Gipfel isoliert, was durch die Recherche belegt ist und was durch das Bild auch noch augenfällig wird. Oder hatte jemand den Eindruck, dass es Putin und Rousseff am Tisch richtig haben krachen lassen?


Man beachte:
»[…] weiß ich nicht, wie es Ihnen geht, wenn Sie auf einer Party am 8er-Tisch sitzen und links und rechts neben Ihnen jeweils drei bzw. zwei Stühle frei bleiben. Ich nenne das einsam und verlassen.«
Exakt das hat Stefan Niggemeier zum Ausdruck bringen wollen: Wer sagt, daß diese Stühle frei bleiben?
»Putin sitzt am Tisch und ist einsam.«
Exakt das hat Stefan Niggemeier zum Ausdruck bringen wollen: Wer sagt, daß Putin einsam ist? Wer sagt, daß er sich einsam fühlt?
»Putin war auf diesem Gipfel isoliert, […] was durch das Bild auch noch augenfällig wird.«
Exakt das hat Stefan Niggemeier zum Ausdruck bringen wollen: Was hat das Hineininterpretieren von Gefühlen und vermeintlichen Beziehungs-Situationen mit sauberer journalistischer Arbeit zu tun?
Angesichts dieser Ansammlung völlig unkritischer und unreflektierter Annahmen über eine andere Person (zudem: über eine bestimmte andere Person) kann man einen Eindruck davon bekommen, wie schwierig die Kommunikation zwischen Medien und Medien-Kritikern ist. Von dieser Schwierigkeit kann man auf die Schwierigkeit in der Kommunikation zwischen Putin und dem Westen schließen.
Als Therapeut lade ich dazu ein, darüber nachzudenken, wie Bewegung in diese verfahrene Angelegenheit zu bringen wäre und welche Interessen dem entgegenstehen…


Zitate aus den Kommentaren zu Gniffkes Stellungnahme (Nr. in Klammern):
Herr Niggemeier stellt nur fest, dass dieses Bild die brasilianische Präsidentin verdeckt. Dazu passt natürlich die Aussage, dass Putin isoliert sei.

Warum kann Herr Niggemeier plötzlich diese beiden Bilder aus dem Hut zaubern und die ARD tut so, als gäbe es nur ein Bild?

Wenn die ARD den Propaganda-Geruch loswerden mag, welcher heute den Mainstream-Medien anhängt, wäre es sinnvoll, möglichst neutral zu berichten und sich dabei nicht allein auf die deutsche Perspektive zu beschränken. Wie haben denn die australischen Medien über den G20-Gipfel berichtet, wie die russischen Medien, wie die amerikanischen, wie die chinesischen?

Vergleichen Sie das alles einmal und Sie werden feststellen, dass die Berichterstattung in Deutschland irgendwie durchgängig arg tendenziös ist.

Nachdem Sie das alles sorgfältig verglichen haben, werden Sie sich wohl auch nicht mehr darüber wundern, dass der ARD Meinungsmache unterstellt wird.
(4)


Ich lese die Blogs von Herrn Niggemeier seit langem, und dieser Mensch hat den Öffentlich-Rechtlichen sehr lange sehr wohlwollend gegenübergestanden, sie sehr oft verteidigt (und würde das vermutlich auch jetzt noch tun, wenn es einen entsprechenden Anlass gäbe). Wie die ARD nun mit Kritik von diesem, eigentlich Verbündeten, umgeht spricht wirklich für sich. (5)


Bei so wenig Einsicht, sehe ich schwarz für eine zukünftige ausgewogene Berichterstattung des ARD. Da scheint die ganze Chefetage Beratungs- und Kritikresistent zu sein.

Gut gibt es noch wirklich unabhängige Geister wie Stefan Niggemeier, die sich nicht vom Medienmainstream einlullen lassen, sondern mit kritischem Geist dessen Auswüchse begleiten.

Man sieht immer was man sehen will. Darum war die Einordnung von Putins Sitzplatz als “Isolierung” völlig manipulativ und auf dem besseren Auge blind. Man nimmt einfach das Bild, welches zur (schon im vornherein) angefertigen These (hier = Putin ist isoliert) passt.

Auch die Japaner waren nämlich einsam am Tisch und wer weiss, ob sich zu Putin nicht noch andere Leute hinzugesetzt haben (die geplante Sitzordnung war ja diese hier: https://twitter.com/bkjabour/status/533440985225637890).
(7)
Quelle: Bridie Jabour, Twitter, 15.11.2015, bei Propagandaschau (Nachtrag)
Wo ist eigentlich Kommentar Nr.1 hin? (8) 
(Das erinnert mich an den Witz mit George Bush in der Grundschule aus der Osho-Times: Lachen ist gesund! – Die Vierte, Post, 03.11.2006, Anmerkung von mir)

Die Darstellung in der Sendung war, dass dieses Bild belegt wie isoliert Putin ist. Aber das Bild eignet sich eben genau dafür nicht. Und genau das bemängelt Stefan Niggemeier.

Wie man sehen kann sitzen an den Tischen nur ganz wenige der Staatschefs. Saudi-Arbien im Hintergrund ist genauso “isoliert” denn es sitzt dort wohl nur noch Indonisien. Am Tisch links scheint auch nicht viel los. Ich vermute mal dass die restlichen PLätze noch leer waren weil die meisten noch Gespräche führten.

Solche mutwilligen Falschinterpretationen sind für die ARD unwürdig.
(19)


Von einem Chefredakteur erwarte ich ein wenig mehr Professionalität, sowohl im Umgang mit Informationen als auch mit Kritik. Ihre Reaktion auf den Beitrag von Hr. Niggemeier ist das exakte Gegenteil von professionellem Journalismus: sie ist anmaßend, persönlich und trieft förmlich vor persönlicher Kränkung. Das geht wirklich besser. Mein Tipp: Lernen Sie draus für die Zukunft! (23)


Die Aussage, dass Putin isoliert sei ist ganz einfach sachlich falsch. Erst eine Woche zuvor beim APEC-Gipfel in China wurde Putin vom Gastgeber demonstrativ an seine Seite gestellt, während Obama an den Rand gestellt wurde. Auch beim Südamerika-Treffen war von der Isolierung Russlands nichts zu spüren. Ganz im Gegenteil: es wurde eine Bank der BRICS-Staaten gegründet – als Alternative zur Weltbank, die unter US-amerikanischer Kontrolle steht. (44)


“Man muss uns schon eine Menge Verbohrtheit unterstellen, um zu glauben, dass wir exakt warten, bis der Kellner Frau Rousseff Wasser nachschenkt, damit man die Brasilianerin nicht sieht.” Genau Herr Dr. Gniffke, das unterstelle ich mittlerweile unseren Qualitätsmedien. (48) Oh, vom Alten Mann! (Bemerkung von mir)


Ihre patzige Antwort ist ganz schön peinlich. Ich finde nicht gut, wie die Tagesschau Fehlerkultur betreibt. Hier wurden einige Fehler begangen: Putin ist einsam – das ist eine ganz schöne Unterstellung. Oder hat Putin Ihnen das ins Mikro diktiert? Wie auch immer, hier wurde ein Fehler begangen und in Ihrer Antwort reagieren Sie beleidigt. Das finde ich nicht angemessen für die Tagesschau. (72)


Deutschland ist endlich wieder das Land der Dichter und Denker: Die Medien dichten. Die Bevölkerung denkt. Es ist schön anzusehen wie der Widerstand wächst. Vor einem Jahr waren die Denker noch in Unterzahl, nun erobern sie Stück für Stück das Wort und mir soll der Hund in den Arsch beißen wenn das nicht wahrgenommen wird. In gut 2 Jahren sind die Medien am Ende und das Deutsche Volk wird zum zivilen Ungehorsam auf die Straßen gehen. Mir wäre es ganz lieb wenn dies schon Heute geschehen würde. (132)

siehe auch:
- Angeblich einsamer Putin im Bild: “Tagesschau”-Chef Gniffke kanzelt Kritiker ab (meedia, 18.11.2014)

aktualisiert am 27.05.2018

RT Deutsch: Propaganda mit dem Holzhammer

Der staatliche russische Propaganda-Kanal RT ist seit Kurzem mit einem deutschen Angebot auf dem Markt. Es ist erschreckend, wie dort gelogen und verbogen wird.

Wenn Millionen aus dem Kreml hineingesteckt werden, kann nur Propaganda herauskommen. Das Misstrauen gegenüber dem deutschen Ableger des staatlichen russischen Auslandsfernsehens RT (ehemals Russia Today) war groß, bevor auf der Seite rtdeutsch.com Anfang November auch nur ein Artikel oder Video erschienen war. Gleichzeitig hat eine nach eigenen Worten an "Meinungsvielfalt und Informationsfreiheit in Europa" interessierte Zielgruppe sehnsüchtig darauf gewartet, gut 30.000 Menschen unterschrieben im Frühjahr sogar eine Petition für eine deutsche Ausgabe.

Schon der Muttersender erschafft mit seinem wilden Mix aus gezielten Manipulationen, obskuren Theorien und fragwürdigen Experten ein Paralleluniversum, das mit der Realität wenig gemein hat und dazu dient, die Sicht der russischen Regierung durchzusetzen oder Zweifel an anderen zu wecken. Nicht alles ist gelogen und verbogen, manch kritischer Beitrag hat seine Berechtigung, das sei vorweg gesagt. Echte Nachrichten und Analysen neben irrelevant Buntem und purem Unsinn – das macht diese Art der Propaganda aus. Insgesamt ist es haarsträubend, was dort als Journalismus verkauft wird, nun auch auf Deutsch.

mehr:
- RT Deutsch – Das hat uns gerade noch gefehlt (Carsten Luther, ZEIT, 19.11.2014)
man genieße auch die Kommentare!

einige Zitate (Nr. in Klammern):

Ich genieße seit einem guten Jahr die direkte Nachbarschaft von BBC und rt auf direkt benachbarten Kanälen meines Fernsehers, und ich habe dort die Berichterstattung über das Geschehen in der Ukraine verfolgen dürfen.

Und was soll ich Ihnen sagen? Die größten Lügen liefen bei BBC.

Traurig, weil beep für mich einmal ein Musterbild seriösen Journalismus war, aber wenn man zum wiederholten Mal mit Meldungen über russischen Panzerkolonnen bombardiert wird, Panzerkolonnen, die sich ohne Gegendarstellung nach einigen Tagen in blauen Dunst auflösen, dann wird man skeptisch. (2)

Die hysterische Reaktion der ZEIT Online, aber auch so mancher anderer Medien, auf das Auftauschen von RT zeigt recht deutlich, dass dieser RT-Sender wichtig für echten Pluralismus ist. Wollen wir ihn doch mal endlich ernst nehmen. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich jetzt nicht nur westeuropäische, sondern auch einen russischen Staatssender im Original und unverfälscht empfangen und mir eine eigene Meinung bilden kann. Die einseitige Berichterstattung auch von ZEIT Online in der letzter Zeit vor allem zum Ukraine-Konflikt hat dazu beigetragen, dass dieses dringende Bedürfnis bei mir und vielen anderen entstanden ist. (7)

Die Unterschiede zu uns im Westen sind nicht wirklich groß. In Russland nennen wir es 'Propaganda', bei uns heißt es 'Puplic Relations'. Hier gibt man sich nur mehr Mühe das Ganze realistisch zu verpacken. Manchmal fliegt es aber doch auf wie, die Sache mit den irakischen Massenvernichtungswaffen, der Brutkastenlüge und dem Celler Loch. (10)

RT auf Deutsch ist fuer mich der schlagende Beweis, warum sich dieser Konflikt lohnt. Denn RT auf Deutsch zeigt was in Russland Realitaet ist - und die Tatsache, das RT auf Deutsch existieren darf, zeigt warum es sich lohnt, fuer Europaeische Werte zu kaempfen. (30)

Das Bild vom weinenden Mädchen "mit einer Puppe im Arm zu sehen, hinter ihm liegt angeblich die tote Mutter, die von ukrainischen Soldaten getötet wurde" erinnert mich irgendwie an einen bärtigen Separatisten mit einem Stofftier im Arm. (32)

... ist mir unvergesslich mit einem in meinen Augen ganz schlimmen Artikel kurz nach dem (unaufgeklärten) Abschuss der MH17: "Keine Sanktion ist zu hart". Der Artikel beginnt folgendermaßen: "Sind das die westlichen Werte, von denen dieser Tage immer die Rede ist? Man kann also einfach so ein ziviles Flugzeug mit 298 Menschen vom Himmel holen, ohne schwerwiegende Folgen befürchten zu müssen? "

Ich frage mich, ob Herr Luther angesichts eines derartigen "Journalismus" die richtige Person ist, über Kollegen zu urteilen. (39)


MH17-Abschuß – Keine Sanktion ist zu hart (Carsten Luther, ZEIT, 22.07.2014)
Der Abschuss von MH17 über der Ostukraine ist noch nicht endgültig aufgeklärt. Trotzdem darf der Westen nicht wieder den Fehler machen, zu lange auf Russland zu warten.

Wer jedoch anders Informierte pauschal zum Troll erklärt - was soll ich von so einem halten? (49)

Gerade im Ukraine Konflikt ist es doch bezeichnend, wie die Ursachen des Konflikts (Vorstoss von USA/EU/NATO in Richtung Ukraine) verdraengt und geleugnet werden! Es tobt dadurch nun ein Stellvertreterkrieg in der Ukraine zwischen USA/EU/NATO und Russland, und bei uns als (verdeckter) Kriegspartei laeuft die Propaganda genauso auf Hochtouren wie in den russischen Medien! 


Ein Beispiel: Die USA fliegen entlang der Russischen Grenze im Baltikum, im Schwarzen Meer usw., im Schwarzen Meer haben sie sogar ihre Flotte vor der Krim aufgefahren. Aber unsere Medien mokieren sich nur darueber, dass nun auch die Russen (wieder wie zu Zeiten des Kalten Krieges) ebenfalls Bomber bis an die Grenzen der USA schicken und Kriegsschiffe z,B, vor die australische Kueste. 

In den gleichgeschalteten westlichen Medien findet ein Propagandakrieg statt! Mich wuerde mal interessieren, wie das funktioniert?! Reicht es dafuer aus, dass alle Medien ihre Artikel bei Reuters kaufen? Oder erhalten die Journalisten Weisungen von den Chefredakteuren? Nach dem Motto, schreib heute mal ueber russische Propaganda?! (55)


Man schaue sich die beeindruckende Rede von Außenminister Steinmeier anlässlich der Verleihung der Lead Awards in Hamburg, 14. November 2014 (Auswärtiges Amt, 15.11.2014) an!

Steinmeier über den Zustand des Journalismus in Deutschland

Frank-Walter Steinmeier hat auf den Lead-Awards gestern in Hamburg eine Rede über den Zustand des Journalismus in Deutschland und die Glaubwürdigkeitskrise deutscher Medien gehalten, die ich für außerordentlich hellsichtig halte.
mehr:
- Steinmeier beklagt „erstaunliche Homogenität“ und „Konformitätsdruck“ in Medien (Stefan Niggemeiers Blog, 15.11.2014)

- Rede von Außenminister Steinmeier anlässlich der Verleihung der Lead Awards in Hamburg, 14. November 2014 (Auswärtiges Amt, 15.11.2014)

Interview: Putin und der russische Standpunkt

NATO-Erweiterung, EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine, die Annexion der Krim, Wirtschaftssanktionen - wie sieht der russische Präsident die Politik des Westens? Wladimir Putin spricht im exklusiven Interview über den Standpunkt Russlands. Hier der Wortlaut des Interviews, das er dem NDR Autor Hubert Seipel gegeben hat und das am Sonntag bei Günther Jauch in der ARD ausgestrahlt wurde. Aktuelle Berichterstattung zum Thema gibt es bei tagesschau.de.
mehr:
- Interview: Putin und der russische Standpunkt (NDR, wahrscheinlich 17.11.2014)
- Das Putin-Interview – wohin steuert der Kreml-Chef? (Das Erste, 16.11.2014, nächster Sendetermin: So, 23.11.2014, 21:45)
- Das Putin-Interview - wohin steuert der Kreml-Chef? (ARD Mediathek, 16.11.2014, verfügbar bis 16.11.2015) 


Screenshot von Jauchs Sendung; ich vermute, ein Medienwissenschaftler
würde die Verwendung dieses Bildes so kommentieren:
»Es wird gezeigt, daß nur Journalisten, die sich dem militaristischen Spiel
Putins anpassen und unterwerfen, ein Interview mit ihm
 erhalten. Damit 
wird Hubert Seipel schon gleich zu Beginn der Sendung desavouiert

Zitat von Hupert Seibel zu Beginn der Sendung (auf die Frage Jauchs, weshalb er gelacht habe):
»Wunderschönes Bild haben Sie sich ausgesucht, muß ich mich bedanken, Militär-Camouflage, ist offensichtlich alles in Ordnung … mit dem Feindbild. […] Nicht die Anmoderation, die Sie [also Jauch] gerade gemacht haben, daß er das Böse in der Welt darstellt…«
Entgegnung Jauch:
»Habe ihn nicht als das Böse in der Welt dargestellt, habe die Sichtweise von vielen Leuten wiedergegeben, wie die ihn sehen.«

mein Kommentar:
Da könnte man sich ja schon gleich zu Beginn der Sendung in die Haare kriegen. Ich bin mal gespannt darauf, wann eine solche Sendung mit der Sichtweise der anderen Seite anmoderiert und mit einem anderen Photo eingeführt wird…

Die Verwendung dieses Bildes erinnert mich an Plasbergs Sendung »Hart, aber fair«, die im »Freitag« so kommentiert wurde:
»Kalter Medienkrieg Montag Abend talkte Frank Plasberg über die Krim, Ukraine und Russland. Ein einziger Gast durfte die russische Sicht erklären und wurde alles andere als fair behandelt. […] Besonders perfide waren Kameraeinstellungen, die regelmäßig einen maskierten russischen "Heckenschützen" in Rodionovs Rücken platzierten.« (“Hart aber unfair” – Plasbergs Propagandashow (der Freitag, 19.03.2014, LogIn erforderlich)
[Bild aus dem Freitag-Artikel]
In
- Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (Post, 25.03.2014) finden sich noch Auszüge aus dem Freitag-Artikel
siehe auch:
- “Hart aber unfair” – Plasbergs schäbige Propagandashow (Die Propagandaschau, 19.03.2014)

Journalisten-Kommentare unter
- “Hier lief Kreml-TV”: Pressestimmen zum ARD-Interview mit Wladimir Putin (meedia, 17.11.2014)

Heute wäre Ofra Haza 57 Jahre alt geworden

Israels berühmteste Sängerin Ofra Haza hat diesen Satz nicht nur gesagt, sie hat ihn auch gelebt. Sie starb mit 41 Jahren. 

 "Ich hoffe, eines Tages wird sich alles zum Guten wenden, denn ich bin sehr optimistisch und bete dafür, dass jeder Mensch am Morgen aufstehen wird und den Zauber des Lichts Gottes erlebt. Lasst uns Frieden schließen! Lasst uns gemeinsam das Leben genießen. Das ist mein Traum!" 

Wenn in diesen Tagen überall die Nachrufe auf Israels erfolgreichste Sängerin zu lesen sind, sollte nicht vergessen werden, dass Ofra Haza besonders in ihrer Heimat weit mehr war als nur eine erfolgreiche Popsängerin. Ofra Haza war auch eine stark sozial engagierte Frau, die ihre Popularität immer wieder in den Dienst von Humanität und Frieden stellte. "Ich bin in Oslo aufgetreten, als Arafat, Perez und Rabin den Friedensnobelpreis erhielten. Ich war so glücklich. Ich sah in der Tür den Frieden, sah bereits sein Licht. Jeder war glücklich. Aber solange es auf beiden Seiten Fanatiker gibt, gibt es keinen Frieden. Diese Leute verkehren die Situation in Israel ins Schlechte."
mehr:
- Zum Tod von Ofra Haza: "Ich mag nicht weinen, ich will glücklich sein" (SPIEGEL Online, 24.02.2000)

Ofra Haza - Im Nin'alu (Original Version - 1984) [5:20] Text mit Übersetzung

Hochgeladen am 02.04.2010
"Im Nin'alu" is a hebrew poem by the 17th century's Yemenite Rabbi Shalom Shabazi, which has later been put to music and was sung by Israeli singer Ofra Haza, among others. 
Yemenite Jews have been singing it in various celebrations, mainly weddings. Most of the song is about the angels praising and singing to god.
This is the original version recorded by Ofra, from the album "Yemenite Songs" a.k.a. "Shirey Teyman".
In this album Ofra returned to her roots interpreting traditional Yemeni Jewish songs with lyrics coming from the poetry of Rabbi Shalom Shabazi. The album was recorded with both traditional and modern musical instruments; wooden and metal percussion, Yemenite tin and tambala, strings, brass and woodwind as well as drum machines and synthesizers.

In 1988, a remix of this song became an international hit for Ofra, topping the charts in various countries including the UK, Germany and the US. You can hear it here:
http://www.youtube.com/watch?v=5px-pp...
A third version was recorded by Ofra in 1997:
http://www.youtube.com/watch?v=A0TKXy...
And there is also a live version from 1978:
http://www.youtube.com/watch?v=O2xNTz...
The album Forever Ofra Haza - Her Greatest Songs Remixed was released in 2008.
My two favoriets from this album are:
the unplugged mix:
http://www.youtube.com/watch?v=IuL0CF...
and the bridge mix:
http://www.youtube.com/watch?v=Y2wcDy...

Madonna used parts of "Im Nin'alu" for her song "Isaac", when she released the album "Confessions on a Dance Floor" in 2005.
Some of the lyrics are:
IM NIN'ALU - If they are locked,
DAL THAEY NA DI VIM - The doors of the generous ones.
DAL THAEY MA ROM - The doors of the sky,
LO NIN'ALU - won't be locked.
EL HI MA RE MAM AL KARUVIM - God is alive and sublime to the angels,
KULAM BA RUHO YA'ALU - In his spirit they'll rise above.
EL HI - god is alive.

And in English only:
If the doors of the generous ones are locked,
The doors of the sky won't be locked. (sky refers to heaven/god).
If the doors of the generous ones are locked,
The doors of the sky won't be locked.
God is alive and sublime to the angels,
In his spirit they'll rise above.
God is alive.
Cause they are close to him,
They will thank and praise him.
God is alive.
Six wings around (of the angels),
They are flying (around god).

If they are locked
If they are locked,
If the doors of the generous ones are locked,
The doors of the sky won't be locked.

God is alive and sublime
God is alive and sublime,
God is alive and sublime to the angels,
In his spirit they'll rise above.

Check out my new video by Ofra:
http://www.youtube.com/watch?v=7-IUGa...


Ofra Haza - Love Song (Montreux) [3:11]


Hochgeladen am 20.03.2007
Awesome song sung live by Ofra Haza at Montreux Jazz Festival in 1990.
Playlist: Montreux Jazz Festival Live 1990
http://www.youtube.com/view_play_list...
fragment of "Love Song" recording
http://www.youtube.com/watch?v=lEBMqU...
"Love Song" from Shaday
http://www.youtube.com/watch?v=8T8yy7...]

Lyrics:
---
Simeni kachotam al libecha,
simeni kachotam al z'ro'echa,
Ki aza kamavet ahava,
Ki aza kamavet ahava,
kasha kish'ol kin'ah,
Rishafeha rishpei esh,
esh shalhevet Yah.

Mayim rabim yo yuchlu l'chabot et ha'ahava,
u'n'harot lo yish't'fuha,
Im yiten ish et kawl hon beito b'ahava,
boz yavuzu lo.
(Shir HaShirim 8:6,7)
[Link zum deutschen Bibeltext, hinzugefügt von mir: Hoheslied 8.6-7]
Translation:
---
Place me as a seal upon your heart, 
place me as a seal upon your arm,
For love is strong as death,
For love is strong as death, 
Jealousy is difficult as the grave,
Its flames are flames of fire, 
fire of the flame of God.

Many waters could not extinguish love, 
and rivers could not rinse it away.
If a man were to give all the wealth of his house for love,
He would surely be despised.


Ofra Haza - Middle East [4:28] Text

Hochgeladen am 01.08.2006 Rome Olympic Stadium - 1993


SODOT - SECRETS - OFRA HAZA - 2005 - english - part 1 [9:58]

Hochgeladen am 26.02.2007 English parts of documentary movie about Ofra Haza's life.
Jeffrey Katzenberg,Hans Zimmer, Paul Anka, Tom Schnabel and Don Was speaking about Ofra Haza....



Ofra Haza feat. Iggy Pop - Daw Da Hiya [4:37] Text

Hochgeladen am 24.07.2006 From the album "kirya"



siehe auch:
- The double life of Ofra Haza (Haaretz, 11.07.2007)
Statt roter Schleife: Ofra Haza – als Jungfrau in die Ehe – gestorben an AIDS (Lie In The Sound, 01.12.2008)
- Ofra Haza: Madonna of the dark soul (Guardian, 09.12.2010)
- The Ofra Haza enigma: How Israel's greatest pop star is remembered (972mag, 29.03.2013)


Ofra Haza - My Aching Heart [5:48] Text


Veröffentlicht am 26.08.2012 "My Aching Heart" by Ofra Haza, from her 1988 "Shaday" album. Enjoy.


The Making Of Give Peace A Chance - Ofra Haza [5:25]

Hochgeladen am 24.11.2010
Give Peace A Chance - Peace Choir 
The Peace Choir: Ofra Haza, Amina, Adam Ant, Sebastian Bach, Bros, Felix Cavaliere, Terence Trent D'Arby, Flea, John Frusciante, Peter Gabriel, Kadeem Hardison, Joe Higgs, Bruce Hornsby, Lee Jaffe, Al Jarreau, Jazzie B, Davey Johnstone, Lenny Kravitz, Cyndi Lauper, Sean Ono Lennon, Little Richard, L.L. Cool J, M.C. Hammer, Michael McDonald, Duff McKagan, Alannah Myles, New Voices of Freedom, Randy Newman, Yoko Ono, Tom Petty, Iggy Pop, Q-Tip, Bonnie Raitt, Run DMC, Dave Stewart, Teena Marie, Little Steven Van Zandt, Don Was, Wendy & Lisa, Ahmet Zappa, Dweezil Zappa, Moon Zappa, and the late John Lennon.....

Everybody's talkin' 'bout:
Planet Earth
Rebirth
United Nations
Good relations
Space stations
Starvation
Radiation
Salvation
Education
Liberation

All we are saying is give peace a chance
All we are saying is give peace a chance

Everybody's talkin' 'bout:
Civil war
Revolution
Armageddon
No solution
Are we facing
Vietnam?
We don't want to
Drop the bomb

All we are saying is give peace a chance
(Ofra sings in Hebrew)

Everybody's talkin' 'bout:
Acid house
Gay spouse
Green house
Heavy metal
Hip-hop
Censorship
Has to stop
HIV
AZT
New kids dance on
MTV
With toxic waste dumps
In the sea

All we are saying is give peace a chance
All we are saying is give peace a chance

Everybody's talkin' 'bout:
Amazon's
Trees gone
Cancer cells
From the sun
Middle East
Crazy beast
Rock 'n' rollers
Sing for peace

All we are saying is give peace a chance
All we are saying is give peace a chance
All we are saying is give peace a chance
All we are saying is give peace a chance
All we are saying is give peace a chance

(John Lennon:)

All we are saying is give peace a chance
That's all we're saying
All we are saying is give peace a chance


Words/Music: John Lennon and Paul McCartney
Additional Lyrics: Sean Ono Lennon

Lyrics: Give Peace A Chance VHS tape



Mein Kommentar:
Schade, daß man von den Leuten in Israel (oder auch sonstwo), die sauber ticken, so wenig mitkriegt…
R.I.P.