Mittwoch, 14. November 2018

Heute vor 100 Jahren – 14. November 1918: Masaryk wird Präsident der Tschechoslowakei

Ein Philosoph und Staatsmann

Bevor Tomáš Garrigue Masaryk (1850-1937) in hohem Alter zur politischen Führungsfigur wurde, hatte er sich bereits als Geisteswissenschaftler einen Namen gemacht. Der Sohn eines Kutschers konnte dank Förderung eine höhere Schule besuchen und Philosophie bei Franz Brentano und Wilhelm Wundt studieren, dabei lernte er auch den Gründer der Phänomenologie Edmund Husserl kennen. 1897 wurde Masaryk selbst Philosophieprofessor in Prag. Zu dieser Zeit saß er bereits als Gründer der Realistischen Partei im österreichischen Reichsrat. 
Präsident Tomáš Masaryk hält eine Radioansprache zum 200. Geburtstag
des US-Präsidenten George Washington, Februar 1932

Im Ersten Weltkrieg wirkte Masaryk konspirativ für einen eigenständigen tschechoslowakischen Staat. Aus dem Exil organisierte er 1917 eine tschechoslowakische Exilarmee aufseiten der Alliierten, die er von der Notwendigkeit eines unabhängigen Staats der Tschechen und Slowaken überzeugen konnte. 1918 schlossen deren Vertreter einen Vertrag über einen gemeinsamen Staat. Nach der Wahl Masaryks zum Präsidenten der Tschechoslowakei wurden auch deutschsprachige Gebiete in Böhmen und Mähren (Sudetenland) in den neuen Staat eingegliedert, was künftige Konflikte heraufbeschwor. 

Als Philosoph entwickelte Masaryk die Utopie eines »neuen Menschen« durch eine bessere Gesellschaft. Er misstraute einem starken Staat. Dreimal wiedergewählt und als Demokrat weltweit geachtet, trat Masaryk im Dezember 1935 aus Altersgründen zurück. Er starb am 14. September 1937.
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2018

Masaryk (2017) CZ HD trailer {2:12}

Totalfilm.cz
Am 23.01.2017 veröffentlicht 
v kinech od: 9. 3. 2017 Bioscop | odebírat kanál: http://goo.gl/Zh6erO náš web:
http://www.totalfilm.cz
Prožil život bohéma, miloval ženy, hudbu, velká gesta. V jeho srdci bojovala nespoutanost extravagantního umělce s povinností a morálkou úředníka, diplomata. Velkou část života procestoval, ale nikdy nezapomněl na zemi, z níž pocházel, na republiku, kterou založil jeho otec Tomáš Garrigue. Smrt Jana Masaryka je dodnes zahalena tajemstvím. Mnohá tajemství se však skrývají i v jeho životě! Dramatický příběh, věnovaný osudům velvyslance a pozdějšího československého ministra zahraničí, Jana Masaryka, se vrací do doby těsně před druhou světovou válkou. Ve třicátých letech vrcholí Masarykova diplomatická kariéra, kterou tráví převážně ve Velké Británii, kde se snaží dostat světové mocnosti na stranu Československa. Muž, oceňovaný jako brilantní řečník, zábavný společník a milovník života, má však i svou temnou stránku. Masaryk hledá únik před svým jménem, před odpovědností i před sebou samým v hýřivém životě, alkoholu a drogách, ale také v neustálém sebetrýznění. Tehdejší velvyslanec v Londýně se najednou ztrácí z veřejného života. Přerušuje kontakt s politickými kolegy i s přáteli. Na několik měsíců mizí, kamsi do Ameriky... Na pozadí historických událostí se odehrává napínavý životní příběh okouzlujícího, ale nevyrovnaného, sebedestruktivního muže a jeho marného boje o budoucnost vlastní země.  
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Wehe Euch, zu denen wir aufschauen!

Sie ist schön und talentiert. Trotzdem hat Lena Meyer-Landrut im Internet auch jede Menge Hater. Mit ihrem neuesten Instagram-Post setzt sie ein klares Statement gegen Mobbing und zeigt, was sie sich alles gefallen lassen muss.

Gerade als Prominenter muss man sich in den Kommentarspalten bei Instagram und Facebook so einiges anhören. Wer da kein dickes Fell hat, für den werden die sozialen Medien schnell zum Spießrutenlauf. Auch Lena Meyer-Landrut ist davon betroffen.

Mag sein, dass Beleidigungen und Hass-Kommentare der Preis sind, den man für ein Leben im Rampenlicht zahlen muss. Doch die Gewinnerin des Eurovision Song Contests von 2010 will das so nicht hinnehmen. Mit dem neuen Foto will sie vor allem wachrütteln. Es zeigt die 27-Jährige vor einem Spiegel, auf den sie zuvor die schlimmsten Gemeinheiten mit einem schwarzen Marker aufgeschrieben hat.

mehr:
- Gegen Mobbing Lena Meyer-Landrut postet berührendes Foto (n-tv, 13.11.2018)

Bob Dylan hat ebenfalls unangenehme Erfahrungen mit seinen »Fans« gemacht:
»I try my best to be just like I am, but everybody wants you to be just like them«
The Life and Career of Bob Dylan {7:53}

WatchMojo.com
Am 21.05.2011 veröffentlicht 


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Auch auf der anschließenden Europatournee, bei der er sich von den Musikern begleiten ließ, die später unter dem Namen The Band bekannt wurden, stieß seine elektrisch verstärkte Musik teils auf heftige Ablehnung, vor allem in England. 1966 wurde er bei einem Konzert für seinen vermeintlichen „Verrat“ an der Folkmusik gar als „Judas“ beschimpft (zu hören auf The Bootleg Series Vol. 4: Live 1966 (1998)). Während dieser Tournee wurde es beinahe zu einem Ritual, dass das Publikum Dylan und seine Band ausbuhte. Dylan selbst forderte bei dem besagten Konzert seine Band dazu auf, besonders laut zu spielen.[1965–1966: Bob Dylan als Rockmusiker, Wikipedia, abgerufen am 14.11.2018]
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I don't believe you... You're a liar!!! {0:31}

Gustavo Chazarreta
Am 17.06.2012 veröffentlicht 

Am 24. Mai 2006 wurde Bob Dylan 65 Jahre alt. Eigentlich ein nicht akzeptables Alter für einen Künstler, dessen Song „Forever Young“ (veröffentlicht 1974 auf der LP „Planet Waves“) seine Fangemeinde hoffen ließ, er werde nie altern und uns bis in alle Ewigkeit mit seinen Liedern wachrütteln. Freilich hat er das Lied über die ewige Jugend nicht auf sich selbst bezogen, sondern auf seinen kleinen Sohn Jakob, für den er es 1972 schrieb und dem der Vater wünschte, er möge von Sorgen und Nöten verschont bleiben. „Mögen deine Hände immer emsig sein, deine Füße immer hurtig, ... möge dein Herz immer fröhlich sein, ... mögest du für immer jung bleiben“, schrieb der gerade in einer tiefen Ehekrise steckende Dylan seinem Jüngsten ins Stammbuch.
[Quelle: Tramp, Harlekin und Poet – Persönliche Anmerkungen zu Bob Dylan (Karl-Heinz Henze, 2006)]
Mein Kommentar:
Was soll der Quatsch? Weil er ein Lied für seinen Sohn geschrieben hat und die Leute, die weder richtig zuhören noch richtig denken können, glauben, es ginge in dem Lied um Dylan selbst und deshalb seine Fangemeinde hofft, er werde nie sterben (was für ein Blödsinn!!), deshalb soll jetzt sein Alter inakzeptabel sein? Da kann man vor Verzweiflung doch nur noch mit dem Kopf gegen die Wand rennen…

Bob Dylan on booing and walking out - 1966 {1:01}

chim0aera
Am 27.02.2009 veröffentlicht 
Yet another outtake from Scorsese's No Direction Home. And yet another favourite part of mine - you got to love the way he treats people's reaction to his acoustic versus eletric sets. (Still, it also can be very sad because he is visibly offended.)

Bob Dylan - Jokerman {5:57}

BobDylanTVVEVO
Am 23.11.2009 veröffentlicht 
Music video by Bob Dylan performing Jokerman. (C) 1983 SONY BMG MUSIC ENTERTAINMENT

The Man who shot Liberty Valence ending {7:38}

Patricia Mendoza
Am 11.09.2015 veröffentlicht 

»This is the West, sir. When the legend becomes fact, print the legend.«
[Zeitungsverleger Macwell Scott zu Hauptfigur Ransom Stoddard in »Der Mann, der Liberty Valance erschoss«; Zitat gefunden bei imdb.com, quotes]
Mein Kommentar:
Es ist überall so: in allen politischen, sozialen oder religiösen Bewegungen, überall gieren die Menschen nach Persönlichkeiten, zu denen sie aufschauen können…
Und wehe, wenn die Legende Fakt wird…


Vom Segen der Privatisierung

In Großbritannien begann vor 25 Jahren der Siegeszug der Privatisierung mit der Eisenbahn, das neoliberale Versprechen kam und kommt dem Steuerzahler teuer zu stehen
Der November ist bekanntlich der Monat historischer Gedenktage, die im Allgemeinen auch feierlich begangen werden. Der 5. November war ein bedeutender Jahrestag für die jüngere Geschichte Großbritanniens, allerdings dürfte er an den allermeisten, vor allem im Ausland, vorbeigegangen zu sein. Wahrscheinlich hatte die britische Regierung gute Gründe den Mantel des Schweigens darüber auszubreiten.

Am 5. November 1993 verabschiedete das britische Parlament den "British Railways Act". Dieses Gesetz der konservativen Regierung unter Premierminister John Major bereitete die Grundlage für die 1994 eingeführte Privatisierung der britischen Staatsbahnen. Durch den "Railways Act" konnte Infrastruktur an private Anbieter verkauft werden. Vorher war dies nicht möglich.

mehr:
- Vom Segen der Privatisierung (Christian Bunke, Telepolis, 12.11.2018)

siehe auch:
- Water Makes Money - Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen (Post, 16.02.2013)
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9/11 – Probebohrung am Ground Zero

Der 11. September 2001 ist nun schon über 17 Jahre her und kein Einzelereignis hat die heutige Zeit so sehr geprägt, wie diese Anschläge auf die Freiheit. Der anschließende USA PATRIOT Act (Uniting and Strengthening America by Providing Appropriate Tools Required to Intercept and Obstruct Terrorism) hat quasi einen weltweiten Ausnahmezustand geschaffen und die Welt mit Terror überzogen. 9/11 ist zum staatstragenden Dogma geworden. Die Kultur einer Gesellschaft wird in Monumenten zementiert. So wurden letztes Jahr Trümmerteile des World Trade Centers (WTC) vor dem NATO Hauptquatier in Brüssel als Denkmäler eingeweiht.

Die Errichtung eines Militärbündnisses, eines Superstaates oder einer neuen Weltordnung auf einer potentiellen Lüge ist aber eine sehr fragile Angelegenheit. Denn so eine Lüge muss permanent verteidigt werden. Es muss ständig durch Raub, Gewalt und Ehrfurcht eine strukturelle Asymmetrie erhalten werden. Dies verhindert aber eine effiziente Zuweisung von Ressourcen auf dem Markt, da auf dem Feld der Lüge Korruption und Monopolstrukturen gedeihen. Macht und Kapital konzentrieren sich immer mehr und das Gesellschaftssystem wird zunehmend autokratischer. Kognitive Dissonanzen nehmen zu und durch einen zentralisierten Kontrollwahn wird jegliche Innovationskraft abgetötet, was zu einer Wohlstandsvernichtung führt. Das zwanghafte Unterdrücken von Volatilität und freier Meinungsäußerung schwächt die Fähigkeit des Systems, sich selbst zu korrigieren. Heftige Entladungen und Krisen sind die Folge. Die größte Gefahr jedes Imperiums ist die eigene Dekadenz.

Die offizielle 9/11-Verschwörungstheorie ist mit einem Minimum an technischem Sachverstand einfach zu widerlegen. Der Mainstream erzählt die Geschichte, dass eine Verschwörung von religiösen Fundamentalisten vier Flugzeuge entführt habe, von denen zwei in die obere Hälfte der Zwillingstürme gesteuert worden seien. Wie in jedem guten Hollywood-Film haben die Türme Feuer gefangen, sind aufgeplatzt und anschließend eingestürzt. Das Feld der Verwüstung wurde „Ground Zero“ getauft. Das Maß der Zerstörung und auch ihre Art war so heftig, als wäre eine kleine Atombombe detoniert. Die Verschwörungstheorie des Staates und der Massenmedien ignoriert aber den Fakt, dass nicht einmal Sprengungen im oberen Teil eines Gebäudes dieses so eruptiv zum Einsturz hätten bringen können. Der Energie- und der Impulserhaltungssatz bzw. das dritte newtonsche Axiom verbieten solch eine Kinematik prinzipiell, wie sie die Eierkuchen-Hypothese suggeriert. Schlimmstenfalls wäre der obere Teil abgeknickt und seitlich herunter gefallen. Ähnlich wie der Heisenberg-Kompensator in Star-Trek das Beamen ermöglicht, so müssten die Verschwörer einen Newton-Kompensator mit auf ihren Flug gehabt haben, damit ein Feuer im oben Gebäudeteil einen kompletten Einsturz zur Folge haben könnte.

In einer funktionierenden Demokratie mit Gewaltenteilung, in der Presse- und Meinungsfreiheit herrscht und in der Wissenschaft frei von wirtschaftlicher und politischer Einflussnahme ist, hätte die Entwicklung in Folge von 9/11 so nicht geschehen dürfen. Die kognitiven Dissonanzen dieser Geschichte sind so heftig, dass man sich heute als Physiker nur verwundert die Augen reibt. Es genügt nicht zu sagen: „zwei und zwei ist vier“. Offensichtlich ist es so, dass „zwei und zwei ist fünf“ besser bezahlt wird.

mehr:
- 9/11 – Probebohrung am Ground Zero (Andreas Pieper, KenFM, 09.11.2018)
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Dr. Daniele Ganser: Der illegale Krieg gegen Vietnam 1964

Wer KenFM schon länger verfolgt, wird kaum um einen der zahlreichen Vorträge des Schweizer Historikers und Friedensforschers Dr. Daniele Ganser herumgekommen sein. Obgleich jeder Vortrag einen anderen thematischen Schwerpunkt legt, haben doch alle ein verbindendes Element: Das Prinzip der Menschheitsfamilie und wozu der Mensch fähig ist, wenn dieses Prinzip mittels Kriegspropaganda unterminiert wird. Umso stärker betont Dr. Ganser in allen seinen Vorträgen das UNO-Gewaltverbot.

Aufklärungsarbeit, wie die von Dr. Ganser, ist in einer von Informationen überfluteten und getäuschten Gesellschaft unerlässlich. Die Vergegenwärtigung historischer Abläufe erleichtert es dem Einzelnen, wiederkehrende Muster der Desinformation und Spaltung schneller zu entlarven und dient als Abwehrmittel gegen die kontemporäre Kriegspropaganda.

mehr:
- Dr. Daniele Ganser: Der illegale Krieg gegen Vietnam 1964 (Post, 10.11.2018)
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Der Informationskrieg gegen Russland am Beispiel Skripal

Ein Kurs an der Staatlichen Russischen Universität sieht die Darstellung des Skripal-Falls als "Hetzjagd" der britischen Geheimdienste gegen Russland

Es kommt immer darauf an, von welcher Seite man etwas wahrnimmt. Von westlicher Seite wird trotz aller offenen Fragen weitgehend das Narrativ akzeptiert und vielfach auch von Medien befördert, dass der Anschlag auf Skripal mit Nowitschok vom russischen Geheimdienst GRU mit Billigung des Kreml und wahrscheinlich Wladimir Putin selbst durchgeführt wurde. Dazu ist die Haltung weit verbreitet, dass Russland versucht, die "Wahrheit" durch Informationsoperationen zu vernebeln und die Öffentlichkeit mit Fake News zu beeinflussen, beispielsweise was die beiden Russen betrifft, die Großbritannien als verdächtige Täter bezeichnet, die aber Putin selbst als ganz normale russische Geschäftsleute in Schutz nahm.

Wirkliche Beweise fehlen allerdings weiterhin, die britische Regierung lässt eher Medien und scheinbare unabhängige Organisationen wie Bellingcat, deren Beziehungen zum Sicherheitsapparat unklar sind, für weitere "Aufklärung" sorgen und hält die Skripals vor der Öffentlichkeit verborgen. Dabei war schon ganz zu Beginn der Verdacht berechtigt, dass die britische Regierung, die einen schweren Stand wegen des Brexit hat, schnell auf Russland als Verantwortlichem zeigt, um so wieder eine Einheit in der EU und der Nato und vor allem mit den USA gegenüber dem gemeinsamen Feind zu erreichen. Das klappte auch mit einem konzertierten Vorgehen bei der Ausweisung von russischen Botschaftsangehörigen und anschließend mit Angriffen auf angebliche syrische Chemiewaffeneinrichtungen nach einem Vorfall in Duma, wo ebenfalls nicht nachgewiesen wurde, dass dort ein Giftgasangriff stattfand und wer ihn zu verantworten hat.

mehr:
- Skripal als Beispiel eines Informationskriegs gegen Russland (Florian Rötzer, Telepolis, 14.11.2018)

siehe auch:
- Das Skripal-Labyrinth (Post, 20.10.2018)
- Desinformation über Desinformationskampagnen (empfehlenswert!) (Post, 10.10.2018)
- Der Fall Skripal: Lügen ohne Ende (Post, 07.10.2018)
- Der Presserat ist Teil des Systems (Post, 05.06.2018)
- Skripal-Anschlag: Bundesregierung verweigert Antwort auf Kleine Anfrage der Linken (Post, 29.05.2018)
- Das öffentliche Scheitern einer versuchten Gehirnwäsche: Neue Umfragen belegen Medienkompetenz und Pazifismus der Bürger (Post, 09.05.2018)
- Postfaktisches Zeitalter: Wir trampeln auf unseren »Westlichen Werten« herum, bis der Begriff keinen substantiellen Inhalt mehr hat (Post, 02.04.2018)


„Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg. Warum sollte auch irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, daß er mit heilen Knochen zurückkommt? Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Rußland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar.
Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. (…)
Das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land.“ 
[Hermann Göring, 18. April 1946, Nürnberg, abends in seiner Zelle, „achselzuckend“
(vgl. G.M. Gilbert, „Nürnberger Tagebuch“, Fischer Frankfurt a. M., 1962, S. 270)
(Gilbert war ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen Hauptkriegsverbrecher) 


Zitat gefunden in: Hermann Göring: Natürlich will das Volk keinen Krieg, ABER …, Wissensspeicher, orbit9]