Mittwoch, 24. August 2016

Die Sorge, dass es kippt: Die Flüchtlingskrise in den „Tagesthemen“

Am 3. September 2015 wünscht Thomas Roth den Zuschauern keinen guten Abend. „Nein“, sagt er zu Beginn der „Tagesthemen“, „das ist kein guter Abend“. Mit ernster Miene kündigt er an, die Sendung „mit einem der traurigsten Fotos“ zu beginnen, „die man sich so vorstellen kann“: einem Bild des dreijährigen Aylan, wie er bäuchlings tot am Strand des türkischen Badeortes Bodrum liegt.

„Es ist nicht nur ein Foto“, sagt Roth, „es geht hier um einen Menschen, um ein völlig sinnlos erloschenes Leben. (…) Es wird von vielen als Symbol für das Versagen Europas im Umgang mit der Flüchtlingskrise genommen.“

Es ist der Beginn einer außergewöhnlichen Sendung. Sie schildert nicht nur das Sterben des kleinen Jungen und die Reaktionen darauf. Sie zeigt auch ein anderes symbolhaftes Foto: das eines Mannes, der sich aus Protest gegen den Abtransport in ein Aufnahmelager in Ungarn mit seiner Familie auf die Gleise geworfen hat.

mehr:
- Die Sorge, dass es kippt: Die Flüchtlingskrise in den „Tagesthemen“ (Stefan Niggemeier, Über Medien, 24.08.2016)
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Gleichschaltung und das Schriftleitergesetz von 1933

Das Schriftleitergesetz (verabschiedet am 4. Oktober 1933, in Kraft getreten am 1. Januar 1934), war eines der wichtigsten Instrumente zur Gleichschaltung der Presse im nationalsozialistischen Deutschen Reich. In ihm wurden die Erlaubnis zur Ausübung des Berufs und die Aufgaben des Schriftleiters (RedakteursJournalisten) festgeschrieben.
Das Gesetz schuf die rechtliche Grundlage für die Kontrolle der Presseinhalte und regelte die persönlichen und politischen Voraussetzungen, die ein Schriftleiter zu erfüllen hatte, um den Beruf ausüben zu dürfen.
Für die Ausübung des Berufes eines Schriftleiters war die Eintragung in die Berufsliste der Reichspressekammer, einer Abteilung der Reichskulturkammer, bindend. Die Reichskulturkammer unterstand ihrerseits den Weisungen des von Goebbels geführten Propagandaministeriums (RMVP). Zur Aufnahme in die Liste musste eine einjährige Berufsausbildung vorgewiesen werden. Nur nach einem mehrmonatigen Lehrgang mit abschließender Prüfung zum Schriftleiter war dann eine Tätigkeit möglich. Somit besaß jeder Schriftleiter gleichsam einen beamtenähnlichen Status, der von ihm verlangte, loyal zum (nationalsozialistischen) Staat zu sein und deshalb benötigte er, wie alle Beamten während der Zeit des Nationalsozialismus, überdies einen AriernachweisJuden waren auf Grund des notwendigen Ariernachweises grundsätzlich von der Berufsausübung ausgeschlossen, wobei einige Ausnahmen auf das von Hindenburg eingeführte Frontkämpferprivileg zurückgingen.[1] Außerdem musste der Journalist mindestens 21 Jahre alt sein.
Dem Schriftleiter vorgesetzt war der Hauptschriftleiter.[2] Ihm wurde die Verantwortung über die Einhaltung des Gesetzes sowie die Verantwortlichkeit über den Inhalt einer Zeitung zugewiesen. Da andererseits der (Haupt-)schriftleiter den Richtlinien und Weisungen der Reichspressekammer und damit dem dieser vorgesetzten RMVP unterstand, war der Verleger häufig nicht mehr in der Lage, auf den Inhalt der Zeitung Einfluss zu nehmen. Der Verleger konnte den Schriftleiter nicht ohne Erlaubnis der Reichspressekammer kündigen oder einstellen.[3]
 [Schriftleitergesetz, Wikipedia, abgerufen am 24.08.2016]
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siehe auch:
- Zur historischen Orientierung: Das Schriftleitergesetz (Bernd Sösemann, Deutsches Pressemuseum im Ullsteinhaus e.V., Datum unbekannt)
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Gleichschaltung ist ein Begriff, der der nationalsozialistischen Terminologie entstammt. Das Wort entstand 1933, als der Prozess der Vereinheitlichung des gesamten gesellschaftlichen und politischen Lebens in der Machteroberungsphase in Deutschland eingeleitet wurde. Ziel war es, bis 1934 den als Zerrissenheit verstandenen Pluralismus in Staat und Gesellschaft aufzuheben. Praktische Anregungen konnte das NS-Regime in Italien gewinnen. Dort hatte nach seinem erfolgreichen Marsch auf Rom (Oktober 1922) Benito Mussolini die Macht ergriffen und vieles zur Gleichschaltung der italienischen Gesellschaft durchgesetzt.
Mit der Gleichschaltung strebte man an, alle Bereiche von Politik, Gesellschaft und Kultur gemäß den nationalsozialistischen Vorstellungen zu reorganisieren. Dies hatte oftmals die Eingliederung bestehender Organisationen in die NS-Verbände zur Folge. Für Organisationen und Institutionen, deren Existenz nicht infrage gestellt wurde, „bedeutete Gleichschaltung im Wesentlichen dreierlei: Beseitigung demokratischer Strukturen zugunsten des ‚Führerprinzips‘, Implementierung antisemitischer Grundsätze, indem Juden aus leitenden Positionen entfernt oder gänzlich aus der Organisation verstoßen wurden, sowie ein vollständiger oder partieller Führungswechsel zugunsten von Anhängern des neuen Regimes.“[1] Entweder erfolgte die Gleichschaltung auf Anweisung oder in vorauseilendem Gehorsam (sogenannte Selbstgleichschaltung, z. B. Deutscher HochschulverbandDeutscher Richterbund). Andere Verbände und Organisationen reagierten auf den Druck mit der ersatzlosen Selbstauflösung und Beendigung ihrer Tätigkeit. Allgemein betrachtet war damit die Einschränkung oder der Verlust der individuellen Persönlichkeit beziehungsweise der Unabhängigkeit, Mündigkeit und Freiheit eines Menschen durch Regeln und Gesetze sowie sonstige Maßnahmen der Gleichsetzung und Vereinheitlichung der Massen verbunden.
 [Gleichschaltung, Wikipedia, abgerufen am 24.08.2016]
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Die Jahreschronik Des Dritten Reiches 1 4 1933 1935 Gleichschaltung Doku {43:03}

Rickie Natacha
Am 31.07.2015 veröffentlicht 
Doku Deutsch
Alter Info-Text, am 17.12.2015 veröffentlicht:
Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler zum Reichskanzler ernannt. Die Macht über Deutschland einmal in den Händen, ließen die Nazis sie nicht mehr los - bis ...
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siehe auch:
- Propaganda: Das Goebbels-Experiment (Interview mit George Lord Weidenfeld, SPON, 22.02.2005)
Ich glaube, [Propaganda] kann sehr viel bewirken. Denken Sie an die Situation 1940 in England, wie sehr Churchill von gewissen Kreisen bedrängt worden ist, einen Frieden mit dem Deutschen Reich zu schließen, nachdem Hitler seine berühmte Reichstagsrede mit diversen Angeboten an England gehalten hatte. Das war eine historisch sehr knappe Situation, in der Deutschland in einer Kombination aus militärischen Erfolgen und strategischer Kommunikation nah dran war, England im Sinne der NS-Machthaber zu pazifieren. Es kostet schon einigen Mut, dagegen zu halten und eine eigene Linie der politischen Kommunikation aufzubauen. Nehmen Sie die Gegenwart: Die Moral der westlichen Staaten ist schlecht, weil die Anti-Kriegspropaganda so gut ist. Oder im israelisch-palästinensischen Konflikt: Immer wenn ich höre, wenn es Scharon und Arafat nicht gäbe oder gegeben hätte, sähe die Sache ganz anders aus, zucke ich zusammen. Das ist Propaganda, sehr wirkungsvolle Propaganda.

[…] das Wort "Propaganda" ist entwertet worden, vor allem auch durch Goebbels und seine Leute. Aber im Grunde ist es die gleiche Sache, es sind die gleichen Techniken - nennen Sie es politisches Marketing, Aufklärung, politische Information, wie Sie wollen. Es geht mir nicht so sehr um spin doctors, um taktische Reaktionen von Tag zu Tag. Es geht mir eher darum, dass man Grundhaltungen durchhält und diese auch vermittelt, sie jederzeit auffrischt, professionell an den Mann und an die Frau bringt, seine eigene Sache dadurch auch verteidigt. Das ist ungleich schwieriger in einer Demokratie, wo die Problemstellungen zugleich öffentlicher und subtiler sind als in totalitären Systemen. Aber es ist eine Aufgabe, die gemeistert werden muss. Ich gehöre auch zu denen, die der Ansicht sind, dass Hitler als "Führer" vermeidbar gewesen wäre. Das war nicht logische Konsequenz der deutschen Geschichte seit dem Mittelalter, seit Luther, Friedrich dem Großen, Preußen und so weiter. Hitler ist von Hugenberg, Hindenburg, Papen und Schleicher freiwillig oder unfreiwillig gefördert worden, eben auch durch Medieneinflüsse. Le Pen hat es in Frankreich bis zur Stichwahl mit Chirac geschafft, da sagt auch niemand, das ist die logische historische Konsequenz seit Karl Martell oder Charlemagne. Ich bin überzeugt, Hitler hätte bei entschiedener demokratischer Gegenwehr ausgeschaltet werden können.
zum Thema Propaganda siehe auch:
Realität ist, was wir glauben wollen oder Hirnströme von Friseurpuppen (Post, 29.08.2013)
- Traditionelle Wahrheitsfindungen (Fahrwax, Freitag-Community, 22.12.2013)

Hannah Arendt im Gespräch mit Günter Gaus {1:12:18}
ArendtKanal
Am 24.07.2013 veröffentlicht
In voller Länge! "Das beste Gespräch, das ich je geführt habe." (G. Gaus) Das legendäre Interview mit Günter Gaus. Im Zentrum stehen Gegenwartsfragen zu politischem Denken und Handeln. Einleitend wird das Spannungsfeld von Philosophie und politischer Theorie erörtert. Ein weiterer Aspekt sind Geschlechterrollen sowie insbesondere der Prozess gegen Adolf Eichmann. Das Buch von Hannah Arendt (´´Eichmann in Jerusalem´´) war im Herbst 1964 in der Bundesrepublik und 1963 in den USA erschienen, Arendt nimmt hierzu Stellung ("Zur Person", 28.10.1964 / Titelmusik: "Musik zu einem Ritterballett" WoO 1; von Ludwig van Beethoven ).
Hier gibt's noch ein sehenswertes Portrait über Hannah Arendt (64 Min.): http://www.youtube.com/watch?v=HDKHev...
Teil der Playlist "Hannah Arendt (Vorträge, Gespräche und ein Portrait)" hier: http://www.youtube.com/playlist?list=...
Das Problem, das persönliche Problem war doch nicht etwa, was unsere Feinde taten, sondern was unsere Freunde taten. Was damals in der Welle von Gleichschaltung, die ja ziemlich freiwillig war, jedenfalls noch nicht unter dem Druck des Terrors, vorging: Das war, als ob sich ein leerer Raum um einen bildete. Ich lebte in einem intellektuellen Milieu, ich kannte aber auch andere Menschen. Und ich konnte feststellen, daß unter den Intellektuellen die Gleichschaltung sozusagen die Regel war. Aber unter den anderen nicht. Und das hab ich nie vergessen. Ich ging aus Deutschland, beherrscht von der Vorstellung – natürlich immer etwas übertreibend –: Nie wieder! Ich rühre nie wieder irgendeine intellektuelle Geschichte an. Ich will mit dieser Gesellschaft nichts zu tun haben. Ich war natürlich nicht der Meinung, daß deutsche Juden und deutschjüdische Intellektuelle, wenn sie in einer anderen Situation gewesen wären, als in der sie waren, sich wesentlich anders verhalten hätten. Der Meinung war ich nicht. Ich war der Meinung, das hängt mit diesem Beruf, mit der Intellektualität zusammen. Ich spreche in der Vergangenheit. Ich weiß heute mehr darüber… [Hannah Arendt, Günter Gaus im Gespräch mit Hannah Arendt – Was bleibt? Es bleibt die Muttersprache, rbb, Sendung vom 28.10.1964]
Hannah Arendt - Die Pflicht zum Ungehorsam (2015) {1:29:20}
ArendtKanal
Am 11.03.2016 veröffentlicht
Ada Ushpiz zeichnet das Leben und Werk Hannah Arendts nach und schlägt dabei immer wieder Brücken zu gegenwärtigen Entwicklungen und Brennpunkten. Ihr Film zeigt auf, wie relevant Hannah Arendts Erkenntnisse auch für politisches Handeln unserer Tage sind. Ob im Arabischen Frühling, beim Protest gegen politische Repressionen in der Ukraine, dem Engagement der Occupy-Bewegung oder beim Publikmachen staatlich sanktionierten Ausspionierens ganzer Völker: In jüngster Zeit hat Arendts Werk eine neue Aktualität erhalten. So nimmt ihr Buch «Über die Revolution» bei der politischen Debatte von Oppositionellen in den Ländern des Arabischen Frühlings eine zentrale Bedeutung ein. Ihr Essay «Macht und Gewalt» lässt sich auch auf die Unrechtsregimes unserer Tage beziehen; und ihr «Bericht von der Banalität des Bösen», der versucht, die Wurzeln und Abgründe des nationalsozialistischen Regimes in der Person von Adolf Eichmann zu erfassen, verweist auf unsere modernen Gesellschaften (arte//WDR 2015).

siehe auch:
- Hans-Peter Dürr über Hannah Arendt (Post, 01.03.2013)
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Die Neoliberalisierung der Universität

Der Herr im Jobcenter – mein „Arbeitsvermittler“ – schüttelt mir freundlich-abwartend die Hand. Möglicherweise ist er etwas nervös angesichts meines Doktortitels, den er auch sofort pflichtschuldig ausspricht (woran mir überhaupt nichts liegt). Er weiß, dass er mir außer Zwangsmaßnahmen, Callcenter und Saisonarbeit (Erdbeeren pflücken) nichts zu bieten hat. Wir beide wissen – und wissen, dass der andere es weiß –, dass er von seinen Vorgesetzten darauf angesetzt wurde, die in der „Tagesschau“ verkündete Arbeitsmarktstatistik zu exekutieren, die sich selbst und der Welt vorgaukelt, dass Deutschland Vorreiter in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit sei. Deutschland Superland, Land der Ideen und der Forschung, engagiert im „Wettbewerb um die besten Köpfe“, Bildungsrepublik, Wirtschaftsmacht, Exportweltmeister, historisch niedrige Arbeitslosenquote (und Fußball-Macht natürlich auch noch). In der medial geprägten Buzzword-Rhetorik von „Brand Germany“ spiegelt sich die neoliberale Exzellenz-Logik, die alle Relationen aus dem Blick verloren hat, unter anderem die, dass man sich in einer stark gebeutelten europäischen und globalen Umgebung trefflich als Hoffnungs-Leitwolf inszenieren kann, nicht nur in dem, was beharrlich „Flüchtlingskrise“ genannt wird (als wären die Flüchtlinge daran schuld).

Wenn sich aber der (scheinbar nur) Einäugige von den Blinden zum König machen lässt, zeigt sich darin eher ein allgemeiner Realitätsverlust denn eine Erfolgsgeschichte. Doch auch Akademikerinnen wachen erst auf, wenn sie an die Decke stoßen, und selbst die vermögen gerade sie, herangezogen in der unhinterfragten Selbstverständlichkeit ihres Privilegs zu lernen und zu lehren, oft noch lange ungläubig zu ignorieren.

Tatsächlich hat sich die Decke aber längst immer weiter gesenkt, und sie bietet immer weniger Luftlöcher. Mein Arbeitsvermittler, so zeigt sich schnell, kann und soll nicht wirklich mehr etwas für mich tun. Es geht nicht mehr um Fördern, sondern nur noch um Fordern – und also um die Verletzung schon des ersten Kapitels des SGB II (Grundsatz Fördern und Fordern). Gleichzeitig zeigt sich das unmittelbar anhängende Problem eines nicht vorhandenen akademischen und eingebrochenen alternativen Arbeitsmarktes für Geistes- und Sozialwissenschaftlerinnen. Es offenbart sich der eigentliche Druck, unter dem der neoliberalisierte Staat operiert. Das Ziel ist die Erfüllung einer imaginären Arbeitslosenstatistik ohne entsprechende Grundlage. Das aber funktioniert im Fall von Akademikerinnen nur noch, indem sich die Arbeitsvermittlerinnen als berufsmäßige Entqualifizierer betätigen. Damit wird es zunehmend kafkaesk.

mehr:
- Exzellente Entqualifizierung: Das neue akademische Prekariat (Britta Ohm, Blätter für deutsche und internationale Politik, 8/2016)

Prof. Dr. W. Berger - Neoliberalismus [18:59]

Hochgeladen am 14.01.2012
Professor Dr. Dr. Wolfgang Berger - Vortrag
http://www.youtube.com/watch?v=1Ks_CA...
Wertschöpfung ist die Produktion von Waren und Dienstleistungen für die Bedürfnisse der Menschen. Offiziell werden dazu aber auch Produkte gezählt, die kaum ein Mensch freiwillig nachfragen würde wie z.B. Rüstung, Privatarmeen, Staatssicherheit, Überwachungstechnik, Genfraß und ein großer Teil der Pharmatherapien, die nur abgesetzt werden können, weil die wesentlich preiswerteren natürlichen Alternativen unterdrückt und die Krankenkassen gezwungen werden, die teureren Pharmaprodukte zu bezahlen. Kaum ein Mensch würde freiwillig Genfraß kaufen, wahrscheinlich oder erst recht noch nicht einmal diejenigen, die daran verdienen. Trotzdem hat es diese Branche in die Spitzengruppe der Weltwirtschaft geschafft, was nur durch konzertierte Zwangsmaßnahmen zwischen Konzernen und Staaten möglich war. Würde alles mit rechten Dingen zugehen, dann müßte man den Teil der Wirtschaft, der nicht den freiwilligen Bedürfnissen der Menschen dient und der nur durch Zwangsmarketing existieren kann, eigentlich sogar als konsumptive Ausgabe vom Bruttosozialprodukt abziehen, da er den Wohlstand der Menschen nicht erhöht, sondern reduziert.
http://de.indymedia.org/2008/01/20505...
Mit Ausnahme der Dienstleistungen für die Kundenbetreuung sind Banken überhaupt nicht an der Wertschöpfung beteiligt. Trotzdem beanspruchen sie Renditen, von denen die mittelständische Realwirtschaft nur träumen kann.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,15...
Da Werte aber nur aus Wertschöpfung entstehen, wie das Wort unschwer erkennen läßt, können Profite, die ohne Wertschöpfung generiert werden, nur aus der Umverteilung von Werten stammen. Eine geheimnisvolle dritte Möglichkeit existiert nicht. Zinsen und Spekulationsgewinne haben mit Wertschöpfung genauso viel zu tun wie Lotto, Toto oder Poker. Das alles sind Nullsummenspiele, bei denen Gewinne und Verluste unter dem Strich immer gleich groß sind. Wenn die einen reich werden, ohne dafür produktiv zu arbeiten, dann müssen mit naturgesetzlicher Konsequenz andere produktiv arbeiten, ohne dafür angemessen bezahlt zu werden. Das nennt man auch Sklaverei. Wenn auf der einen Seite die Provisionen von Hedgefond-Managern Jahr für Jahr immer phantastischere Rekorde erreichen, dann ist es kein Zufall, sondern ein kausaler Zusammenhang, daß auf der anderen Seite die Zahl derer, die sich zunehmend arm arbeiten oder die sogar verhungern ebenfalls zunimmt. Der Schweizer Diplomat Jean Ziegler spricht bei 40.000 Hungertoten pro Tag von „Mord", zumal die heute produzierten Nahrungsmittel - auch ohne Gentechnik - für 12 Milliarden Menschen reichen würden. Ein besonders frappierender Widerspruch müßte eigentlich sogar jedem komplett gehirngewaschenen Untertanen einleuchten: Wie kann es sein, daß die ganze Welt direkt oder indirekt bei denen verschuldet ist, die selber fast gar nichts zur Wertschöpfung beitragen???
http://www.germanwatch.org/zeitung/20...
http://www.foonds.com/article/12600//...
Das monetäre System
http://www.youtube.com/watch?v=fUILAr...
http://www.youtube.com/watch?v=p-CaCi...
http://www.youtube.com/watch?v=m7NU3V...
Der Finanzielle Staatsstreich
http://www.youtube.com/watch?v=fuw_Lc...
http://www.youtube.com/watch?v=sQ0_2T...
Andreas Popp - Bankrotterklärung
http://www.youtube.com/watch?v=f44LLn...
http://www.youtube.com/watch?v=3nixBG...
Andreas Popp - Der Geldbetrug
http://www.youtube.com/watch?v=ZtWIRh...
http://www.youtube.com/watch?v=zqWPX_...
Kapitalvernichtende Lebensversicherung
http://www.youtube.com/watch?v=fg4Dsy...
http://www.youtube.com/watch?v=kztMYS...
Prof. Franz Hörmann - Das Geldsystem
http://www.youtube.com/watch?v=4_LETK...
http://www.youtube.com/watch?v=TV9qUf...
Dr. Henning Witte - Das Geldsystem
http://www.youtube.com/watch?v=t0i6ky...
http://www.youtube.com/watch?v=RocUlk...
Was ist Monetarismus?
http://www.youtube.com/watch?v=YNyUAd...
http://www.youtube.com/watch?v=j_ob44...
http://www.wissensmanufaktur.net
http://www.volks-initiative.info
http://www.alpenparlament.tv
http://www.monetative.de
http://www.berndsenf.de

Lone Star kommt in obigem Video ab Min. 6:00 vor:
- Raubtierkapitalismus, die Nächste (Post, 19.01.2008) 

Zerstört sich der Kapitalismus selbst? - Doku Arte [52:20]

Veröffentlicht am 12.10.2015

Kapitalismus am Ende? Konsequenzen der neoliberalen Weltordnung [1:23:18]

Veröffentlicht am 15.12.2015
Bankenkrise, Griechenlandrettung, TTIP und CETA – ökonomische Weichenstellungen tangieren in Zeiten gemeinsamer europäischer Gesetzgebung und Globalisierung weit mehr als nur einzelne Volkswirtschaften. Angesichts des wachsenden Einflusses multinationaler Großkonzerne und undurchschaubarer Verstrickungen im Finanzsystem ist nicht nur in der Wissenschaft zunehmend die Rede von einer neoliberalen Postdemokratie. Zu dieser Entwicklung sprach im Rahmen der Reihe "Was ist wirklich?" der Universität Regensburg der ehemaligen Chef-Volkswirt der UNO-Organisation für Welthandel und Entwicklung, Heiner Flassbeck.

"FRISS ODER HARTZ" Deutscher Neoliberalismus im Rückblick [1:41:41]

Veröffentlicht am 01.12.2015
DER SOUNDTRACK ZUM BUCH "FRISS ODER HARTZ".

Das Video ist an das Buch "Friss oder Hartz" (Laurent Joachim, BoD, 2014, http://www.frissoderhartz.com) angelehnt. Wie im Buch versinnbildlichen zahlreiche Archivdokumente die Arbeitsmarkt- und Sozialstaatsreformen der rot-grünen Schröder-Regierung ab 2003 (Agenda 2010 / Hartz IV), sowie die daraus resultierenden und bis heute andauernden Missstände auf dem Arbeitsmarkt bzw. die einhergehende Verarmung eines Großteils der Gesellschaft.

Aus dem Archivmaterial sind folgende Wortbeiträge besonders erwähnenswert: Bundeskanzler Gerhard Schröders (SPD) Verkündung der Reformen 00:00:23 Detlev Wetzel (IG Metall) über den gesellschaftlichen Wert der Arbeit: 00:20:21. Brita Hasselmann (B90/Die Grünen), Rede im Bundestag über die Bedeutung von Armut: 00:24:03. Prof. Stefan Sell (Hochschule Koblenz) über Missstände am Arbeitsmarkt: 00:37:1200:42:1000:42:3900:48:0001:05:57 (über das Aufstockungssystem); 01:12:4001:14:13. Ottmar Schreiner (SPD) über Hartz-IV-Sanktionen: 01:15:39. Inge Hannemann und Katja Kipping (Die Linke) über Hartz-IV-Sanktionen: 01:21:55. Gregor Gysi (Die Linke) "Die Agenda 2010 war ein einmaliger Sozialstaatsabbau": 01:23:27. Heiner Flassbeck über die Auswirkungen der deutschen Arbeitsmarktpolitik in der EU: 01:24:27. Günter Wallraff über das Buch "Die Lastenträger" (KiWi, 2014") und die Kluft zwischen Arm und Reich: 01:26:44. Ulrich Schneider (Geschäftsführer des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes) über den "Armutsbericht 2015": 01:32:34. Prof. Christoph Butterwegge (Universität Köln) "Bilanz nach zehn Jahren, Hartz IV war ein Reinfall": 01:34:37.

Das Buch hat 296 Seiten und 855 Fußnoten mit Verweis auf Quellen und Dokumenten. Es ist als eBuch für 9,99 Euro und als klassisches Buch für 15,- Euro überall im Handel lieferbar. Darüber hinaus ist eine eBuch Sonderausgabe mit Volltext aber ohne Quellen und Fußnoten für 0,99 Euro für kurze Zeit verfügbar. (Vorabpublikationen gab es auf Telepolis (http://www.heise.de/tp/artikel/40/401...), LabourNet.de (http://www.frissoderhartz.com/doc/int... ) und work-watch.de (http://www.work-watch.de/2014/06/wie-...).

FRISS ODER HARTZ — Seit den Hartz-Reformen vor zehn Jahren haben sich der deutsche Arbeitsmarkt, und im Zuge die deutsche Gesellschaft, im wahrsten Sinne des Wortes dramatisch verändert. Die politisch gewollte Schaffung eines Niedriglohnsektors führte zu einer schleichenden Verarmung etwa eines Fünftels der Bevölkerung. Die daraus entstandene Parallelgesellschaft hat sich fest etabliert und wird weitestgehend von den politischen und moralischen Eliten des Landes als angeblich alternativlos propagiert. Abhängige Erwerbsarbeit ermöglicht den Menschen nur noch in einigen wenigen noch geschonten Branchen eine Familie zu gründen und ein Leben in Würde zu führen. Trotz Arbeit müssen Millionen Sozialleistungen vom Staat beantragen. Existenzängste und Armut kosten die Betroffenen Gesundheit und schließlich Lebensjahre. Unserem Land entgeht dadurch wertvolles Humankapital. Das Gros des Steueraufkommens des Staats liefern dabei weiterhin die Lohn- und Verbrauchssteuer, die die Ärmsten überproportional belasten, während Kapitalerträge, Erbschaften und Firmengewinne geschont werden. Manche Firmen drücken sich trotzdem vor Steuer und Verantwortung oder entlassen Personal und zahlen gleichzeitig schwindelerregende Boni und Dividenden an ihre Manager und Anteilseigner. Im Laufe der Jahre haben solche Verhältnisse eine beunruhigende Veränderung der Gesellschaft herbeigeführt. Deutschland ist so reich wie noch nie, aber die Kluft zwischen arm und reich wächst parallel dazu rasanter denn je. Das Prinzip der Wohlstandsökonomie im Dienste aller Bürger wird zunehmend abgelöst, damit die unverschämten Ansprüche von wenigen bedient werden können. Partikularinteressen werden wider besseres Gewissens und wider des Gemeinwohls durchgesetzt. Die negativen Folgen werden dann schöngeredet und auf die zukünftigen Generationen abgeladen. Sozialvertrag und Umverteilungsprinzip werden nur noch notdürftig eingelöst. Für gemeinschaftliche Einrichtungen des Staates oder der Gemeinden fehle angeblich das Geld. Gravierende soziopolitische und demographische Probleme bleiben national und global ungelöst oder verschärfen sich sogar drastisch, weil politischer Mut zur Ergreifung von zukunftsweisenden Lösungen fehlt. Nach nüchterner Bestandsaufnahme zwingt sich eine logische Schlussfolgerung auf: Wenn Millionen HARTZEN müssen, nur damit wenige TEBARTZEN können, kann es nicht gut gehen. Ein Buch von Laurent Joachim. Mehr über das Buch gibt es hier http://www.frissoderhartz.com/doc/inf... und hier http://www.frissoderhartz.com/doc/int...
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KW2 | 07.2 | 14.11.2012 | Die Anfänge des Neoliberalismus [45:24]

Veröffentlicht am 02.06.2014

Der Neoliberalismus in der Psychotherapie (Klaus Ottomeyer) [28:35]

Veröffentlicht am 09.06.2015
Klaus Ottomeyer (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt) referiert unter dem Titel: "Der Neoliberalismus in der Psychotherapie … und wie man ihn bekämpfen kann".
Bericht und Video-Dokumentation des Symposiums: https://www.medico.de/fit-fuer-die-ka...
Der Resilienzdiskurs in der Politik und in der Hilfe. 10jähriges Jubiläum der stiftung medico international und Symposium am 5. und 6. Juni 2015.

Ein neuer Stern am Himmel von Pädagogik und Psychologie, aber auch der Organisationsberatung, in der Entwicklungszusammenarbeit, ja selbst in der Sicherheitspolitik scheint aufgegangen zu sein: das Resilienzkonzept.

Wer heute das Wort Resilienz googelt, stößt auf bald 480.000 Einträge: Resilienz in der Erziehungsberatung, Resilienz in der Traumabehandlung, Resilienz in den einschlägigen Ratgeberspalten der Yellow Press, Resilienz aber auch in der Frage des Aufbaus von Gesundheitsdiensten in Westafrika, in den Trainingskursen für Führungskräfte, beim Schutz vor Klimawandel und kriegerischer Gewalt. Fast scheint es, als wäre ein Allheilmittel gefunden gegen all die Krisen und Probleme, denen Menschen in der heutigen Welt ausgesetzt sind.

Die stiftung medico international, die in diesem Jahr ihr zehnjähriges Jubiläum begeht, will sich mit ihrem diesjährigen Symposium kritisch mit dem Konzept auseinander setzen. Denn bei genauer Betrachtung entpuppt sich die Resilienz-Idee vielleicht auch als Teil jener neoliberalen Hegemonie, zu deren Wesen es eben auch zählt, gesellschaftliche Verantwortung in die Sphäre des Privaten abzudrängen.

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Prof. Mausfeld Der Neoliberalismus und das Ende der Demokratie. (Ton überarbeitet) [1:46:51]

Veröffentlicht am 04.05.2016
Prof. Mausfeld (warum schweigen die Lämmer) Der Neoliberalismus und das Ende der Demokratie. (Ton überarbeitet)
Ursprüngliche YT Quelle: https://youtu.be/vBc4A1HNmPk
Prof Dr.Rainer Mausfeld von der Universität Kiel in der Fortsetzung seiner Vortragsreihe: "Warum schweigen die Lämmer."
Was wurde aus dem Projekt "Aufklärung"?
Der Neoliberalismus ist das von den Eliten geplante finale Ende der Demokratie.

Zur Einführung in diesen Vortrag empfehle ich seinen in -=newscan=- oder anderen Kanälen verfügbaren Vortrag: "Warum schweigen die Lämmer".
Dieser Vortag hier ist als Fortsetzung dazu gedacht.
Ausserdem empfehle ich den Vortag von Werner Rügemer "Herrscher und Vasallen". Die schrittweise Eroberung Europas durch die USA.Hier der Link: https://www.youtube.com/watch?v=w23nU...
Falls sie einen Kommentar zum Video hinterlassen möchten, dann nur hier:
https://youtu.be/n8R7dcaai9g

Walter Ötsch: Neoliberalismus und Postdemokratie [40:11]

Veröffentlicht am 10.06.2015
Demokratie und Macht
Wie hat sich die Demokratie in den letzten 20 Jahren gewandelt? Welche neuen Formen sind entstanden? Wie haben sich politische und ökonomische Macht verschoben? Leben wir schon in der Postdemokratie? Wie kann sich Demokratie erneuern?
Als Ersatz für den Programmpunkt von Colin Crouch, der wegen Flugverkehrbeeinträchtigungen seine Teilnahme absagen mußte:
Walter Ötsch, ICAE, Impulsreferat zu den Entwicklungen des Neoliberalismus und Beziehungen zu den von Colin Crouch "Postdemokratie" genannten Entwicklungen der Demokratie im Schatten bzw. unter dem Einfluß der neoliberalen Entwicklungen der letzten 20 Jahre.
www.icea.at
Mitschnit Michael Schweiger
http://cba.fro.at/17549

siehe auch:
- Kapitalismuskritik: Hackt nicht immer auf den Neoliberalen herum (Dorothea Siems, Die Welt, 10.04.2015)
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Siems gehört der Ludwig-Erhard-Stiftung an.[3]  [Dorothea Siems, Mitgliedschaften, Wikipedia, abgerufen am 24.08.2016]
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- Wirtschaft für Kinder: Was bedeutet "neoliberal"? Wie ein Begriff, der früher Gutes meinte, zum Schimpfwort wurde. (Uwe Jean Heuser, Die Zeit, 25.11.2010, beachte auch die Kommentare!)
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In seinem 2000 erschienenen Werk Das Unbehagen im Kapitalismus. Die neue Wirtschaft und ihre Folgen hob Heuser hervor, dass der Mensch in der Dynamik der globalisierten Ökonomie mit zunehmend komplexeren Marktinformationen umzugehen habe und mehr Aufmerksamkeit und Lebenszeit auf das wirtschaftliche Kalkül einsetzen müsse. Ähnlich wie der amerikanische Soziologe Richard Sennett stellte Heuser fest, dass der Mensch für ein solches Verhalten nicht geschaffen sei. Die schnelle Folge von Entscheidungssituationen riskiere, Menschen zu überfordern. Die Muster der Wahrnehmungen, Empfindungen und Entscheidungen des Menschen entsprächen nicht dem rationalen, konsequent am eigenen Vorteil orientierten Verhalten, das der Markt einfordere, und es trete zunehmend ein Zielkonflikt zwischen privatem wirtschaftlichem Vorteil und den Bedürfnissen nach sozialem Zusammenhalt und fairen Verhältnissen auf. Auf dieser Basis könnten alte Gemeinschaftsinstitutionen nicht mehr wirksam arbeiten. Die Gesellschaft stehe vor der Herausforderung, nach Lösungen zu suchen, welche den Gemeinsinn und die Freiheit stärken; in diesem Zusammenhang sieht Heuser insbesondere das soziale Unternehmertum als zentrales Moment einer funktionierenden Gesellschaft an.[1]  [Uwe Jean Heuser, Wikipedia, abgerufen am 24.08.2016]  
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- Neoliberales Herrschaftssystem: Warum heute keine Revolution möglich ist (Byung-Chul Han, Süddeutsche, 03.09.2014)   Zitat
Der Neoliberalismus formt aus dem unterdrückten Arbeiter einen freien Unternehmer, einen Unternehmer seiner selbst. Jeder ist heute ein selbstausbeutender Arbeiter seines eigenen Unternehmers. Jeder ist Herr und Knecht in einer Person. Auch der Klassenkampf verwandelt sich in einen inneren Kampf mit sich selbst. Wer heute scheitert, beschuldigt sich selbst und schämt sich. Man problematisiert sich selbst statt der Gesellschaft.
- Ungleichheitsforscher Thomas Piketty: Das Kapital ist zurück (Bastian Brinkmann im Inteview mit Thomas Piketty, Süddeutsche, 27.03.2014)
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In Das Kapital im 21. Jahrhundert verknüpft Piketty seine vorangehenden historischen Forschungen zur Einkommensverteilung und Vermögensverteilung mit einer Theorie des Kapitalismus. Er argumentiert, dass unregulierter Kapitalismus unweigerlich zu steigender Vermögenskonzentration führt. Starke Vermögenskonzentration führe zu einer stagnierenden Wirtschaft und sei eine Bedrohung für die Demokratie.Sobald die Kapitalrendite („r“) größer als das Wirtschaftswachstum („g“) sei, also „r > g“, trete diese Entwicklung ein. In der Geschichte sei r in der Regel größer gewesen als g, im 19. Jahrhundert sei dann erstmals g > r gewesen. Allerdings hätten Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Zeit des Ersten Weltkriegsdie Kapitaleinkünfte gegenüber dem Wirtschaftswachstum stark zugenommen. Die starke Ungleichheit dieser (in Europa Belle Époque und in den USA Gilded Age genannten) Ära sei dann durch den Ersten Weltkrieg vorerst beendet worden. Dieser sowie die Great Depression und der Zweite Weltkrieghätten zu einem Abbau der Vermögenskonzentration geführt und somit dazu, dass das Wirtschaftswachstum größer als die Kapitaleinkünfte gewesen sei (gr). Diese Entwicklung habe Ende des 20. Jahrhunderts aufgehört.Piketty behauptete in einem Interview mit der ZEIT, dass Deutschland das Land sei, das nie seine Schulden aus den Weltkriegen bezahlt habe.[8] In einem Gastbeitrag in derselben Zeitschrift warf ihm Historiker Christopher Kopper daraufhin einen Irrtum bei der Analyse der historischen Präzedenzfälle vor.[9]In Le Monde machte Piketty die ungleiche Verteilung von Reichtum auch für Terrorismus verantwortlich. [10]  [Thomas Piketty, Forschung, Vermögen, Wikipedia, abgerufen am 24.08.2016] 
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Thomas Pikettys Wirtschaftswälzer versetzt die Welt in Aufregung, Kulturplatz 27.8.2014 [5:16]

Veröffentlicht am 29.08.2014
Selten hat ein Sachbuch so eingeschlagen. «Das Kapital im 21. Jahrhundert» des französischen Ökonomieprofessors Thomas Piketty hat die Debatte um das heutige Wirtschaftssystem neu belebt. «Wer hat, dem wird gegeben. Wenige Reiche werden immer reicher. Und das immer schneller»: Diese Diagnose verkauft sich in den USA, als wär es der neueste Thriller von Dan Brown. Pikettys Buch kündet von einer beunruhigenden ökonomischen Ungleichheit, die nicht zuletzt die Demokratie bedroht. Thomas Piketty: «Das Kapital im 21. Jahrhundert» erscheint im Oktober 2014 im Verlag C.H.Beck.
Die Sendung «Kulturplatz»: http://www.srf.ch/sendungen/kulturplatz
Mehr Kulturberichterstattung auf: http://www.srf.ch/kultur

Piketty über Reichtum und Arbeit | Made in Germany [4:48]

Veröffentlicht am 08.10.2014
In vielen westlichen Demokratien schrumpft die Mittelschicht und immer mehr Familien können keine Vermögen mehr ansparen. Star-Ökonom Thomas Piketty hat mit seinem Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" einen internationalen Bestseller gelandet. Vermögen vermehrt sich bei den Reichen überproportional stark, so Pikettys These. Was steckt dahinter und was lässt sich dagegen unternehmen?
Weitere Themen von Made in Germany: http://www.dw.de/german/madeingermany

Der Rockstar-Ökonom Piketty über Ungleichheit in Europa [19:50]

Veröffentlicht am 15.10.2015
Ungleichheit, ein weltweites Anliegen

Euronews-Reporter Isabelle Kumar: "Rebell oder Rockstar sind keine Begriffe, die man in der Regel mit Wirtschaftswissenschaftlern verbindet. Aber sie scheinen an dem Franzosen Thomas Piketty zu kleben, der mit seinem Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" über Vermögens- und Einkommensungleichheit bekannt wurde. Thomas Piketty, Ihr Diskurs über die Ungleichheit hat wirklich einen Nerv getroffen und ihr Buch hat alle Erwartungen übertroffen - hat Sie das übe…
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"The Global Conversation" - das euronews-Diskussionsforum. Euronews trifft Staats- und Regierungschefs sowie wichtige Persönlichkeiten, um ihre Vorschläge zu wichtigen Themen der Gesellschaft und Lösungen für die aktuellen Probleme zu diskutieren.

Das Philosophische Quartett |2011| Irrationale Finanzwelt-Das Gespenst des Kapitals (Vogl,Steingart) [1:01:47]

Veröffentlicht am 12.10.2014
Gäste: Joseph Vogl, Gabor Steingart (EA 19.06.2011)
Inhalt: "Was ist los mit der Welt-Finanzökonomie? Wenn der Schein nicht trügt, hat sie sich von vertrauten konservativen Formen der Geldmehrung ab- und einem nicht mehr nachvollziehbaren System der so unerbittlichen wie irrationalen Gewinnmaximierung zugewendet – mit den nun bekannten Ergebnissen. Am Anfang war – es ist erst gut drei Jahre her und doch schon längst Geschichte – der Zusammenbruch des amerikanischen Immobilienmarkts und in dessen Folge unter anderem der Crash der New Yorker Lehman-Brothers-Bank. Was Betrachtern im ersten Augenblick noch als wenn auch schwerwiegendes, so doch nationales Ereignis erschien, entwickelte sich in einem schier endlosen Katastrophenstrudel zum Global-Desaster der Finanzwelt und vieler Volkswirtschaften.

Wie konnte es dazu kommen, wie war es möglich, dass sich nahezu alle Welt wie besinnungslos auf finanzökonomische Spiele einließ, deren Risiken derart unüberschaubar waren? Betroffen forscht man nach den Ursachen: War dieses Finanzsystem auf Sand gebaut? Wurde die Natur des Geldes pervertiert, und wofür stand das Kapital – für das Äquivalent erbrachter Leistung und effizienter Produktion? War es erwirtschaftet – oder diente es nur als Spielmasse für Spekulationen und Luftgeschäfte? Hatte der Kapitalismus seine Grundlagen verraten?

Mit Joseph Vogl und Gabor Steingart haben sich Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski zwei Experten in die Runde des Philosophischen Quartetts geladen, die durchaus unterschiedlich auf die gegebene Situation reagieren. Während Vogl, Kulturwissenschaftler an der Humboldt-Universität Berlin, in einem aufsehenerregenden Essay das Kapital als „Gespenst“ ausmacht und damit zeigen will, dass die Logik der weltweiten Finanzökonomie nur eine scheinbare sei, da sie sich in den letzten Jahrzehnten immer weiter von den realpolitischen Bindungen an das Gleichgewicht von Angebot und Nachfrage gelöst hat und nun auf nichts anderem mehr als auf der absurden Unvernunft des sich selbst garantierenden Geldes beruhe, stellt sich für Steingart eine andere Frage. Er nämlich hinterfragt nicht zuvörderst eine Struktur, er fragt nach den handelnden Menschen, ihrer schuldhaften Gier nach gewissenloser Gewinnmaximierung und dem Aussetzen jeder systemstabilisierenden Verantwortung. Virtuelle, fiktive Ökonomie verdiene eben diesen Namen nicht.

Die globale Finanzkrise ist, auch wenn Politiker dies gern behaupten, noch ganz und gar nicht überstanden. Hat man aus ihr gelernt, sind Maßnahmen zu ihrer Bewältigung und Vorkehrungen zur Abwehr einer folgenden krisenhaften Verdichtung getroffen worden? Hat man die gegenwärtige Krise überhaupt begriffen? Ist, so fragen die Philosophen, die Finanzwirtschaft noch eine Triebkraft der Realwirtschaft – oder ist sie zum Parasiten geworden, der die Realwirtschaft überwuchert und zu ersticken droht? Ist die Finanzwirtschaft also, in der es dem Anspruch nach rational zugehen soll, selbst zum Ausdruck des Irrationalen geworden?

In der Finanzökonomie wird schon viel zu lange mit künftigen und erwarteten Werten gehandelt, es wird eine Zukunft bewirtschaftet, von der man glaubt, dass sie sich kalkulieren und berechnen ließe. Die Krise aber beweist das Gegenteil. Die Finanzwirtschaft musste durch staatliches Handeln, durch Garantien der Steuerzahler also, gerettet werden. Gibt es überhaupt eine Chance für die ordungspolitische Zähmung der Finanzmärkte, ehe sie immer wieder versagen? Aus den angeblich kontrollierbaren Risiken sind wieder die unberechenbaren Gefahren geworden. Gehören die Katastrophen zum Geschäftsmodell? Gilt, so fragen Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski schließlich sich und ihre Gäste, für die Finanzwirtschaft vielleicht dasselbe wie für den Zauberlehrling, der sich der Geister, die er rief, nicht mehr erwehren konnte?" (Text: ftsmedia.de)

Democracy Lecture: Thomas Piketty – Das Ende des Kapitalismus im 21. Jahrhundert? [38:55]

Veröffentlicht am 17.11.2014
Kein politisches Buch hat in den letzten Jahren für derartige Furore gesorgt wie Thomas Pikettys »Das Kapital im 21. Jahrhundert«. Sein Befund: Im Zuge der kapitalistischen Entwicklung konzentriert sich der gesellschaftliche Reichtum immer stärker in den Händen der Kapitalbesitzer. Was aber folgt daraus?
Kann von Aufstieg durch Arbeit heute keine Rede mehr sein? Erodiert somit letztlich die Legitimationsgrundlage der gesamten »kapitalistischen Ordnung«? Darüber diskutieren mit Thomas Piketty zum Erscheinen der deutschen Ausgabe (im Verlag C.H. Beck): die Philosophin Susan Neiman, der Politikwissenschaftler Hans-Jürgen Urban und der Kulturwissenschaftler Joseph Vogl, moderiert von Mathias Greffrath.
Democracy Lecture der »Blätter für deutsche und internationale Politik« in Zusammenarbeit mit dem Haus der Kulturen der Welt, 07. November 2014

Mit freundlicher Unterstützung von:
Verlag C.H.Beck, Einstein Forum, Dussmann das KulturKaufhaus
Video: http://www.kontext-tv.de/
Übersetzung: Lilian-Astrid Geese

Das philosophische Quartett: Ist die Welt noch zu retten? [1:01:23]

Veröffentlicht am 09.11.2012
Das philosophische Quartett:
Ist die Welt noch zu retten?
vom 21.09.2008

Über diese Fragen diskutieren Peter Sloterdijk und Rüdiger Safranski am Sonntag, 21. September 2008, 0.10 Uhr im "Philosophischen Quartett" des ZDF. Ihre Gesprächspartner sind der Katastrophen-Experte, Bestseller-Autor und Globalisierungspessimist Harald Welzer und der Beobachter der Globalwirkungen in Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, Franz Josef Radermacher, ein prominenter Globalisierungsoptimist. Wirtschaftswissenschaftler Franz Josef Radermacher sagt: Ja, die Welt ist noch zu retten! Projekte für Wohlstand und Wohlfahrt könnten, global gesteuert und auf Interessenausgleich ausgerichtet, auf Befriedung und langfristige Sicherheit hinwirken. Kulturwissenschaftler Harald Welzer ist dagegen skeptisch - vor allem aufgrund der dramatischen Klimaveränderungen. Wie wird die Welt umgehen mit Gewaltkonflikten, Bürgerkriegen, ethnischen Säuberungen und gewaltigen Flüchtlingsströmen bei schwindenden Überlebensräumen? Ist die eine, einige Welt nur ein Gutmenschentraum oder die einzige, letzte Chance, die der Menschheit gegeben ist? Schön und friedvoll scheint unser Planet allenfalls noch aus der Perspektive der Astronauten auszusehen. Und doch ist alles, was die Erde, ihre Zivilisationen und Kulturen heute bedroht, nur ein Vorgeschmack auf die großen globalen Krisen, die das 21. Jahrhundert bestehen muss, wenn die Menschheit überleben will. Wie schlecht steht es um die Welt? Terror und Kriege, Umweltkatastrophen, Menschenrechtsdesaster und Korruption, politischer Betrug und brutale Durchsetzung von Profitinteressen bedrohen die Gesellschaften.

Anmerkung vom Kanalbetreiber:
Es ist erstaunlich wie sich der sog. menschengemachte Klimawandel aufrecht erhält. Am Ende der Sendung, bei den Buchtipps, gibt es immerhin einige leuchtende Momente... Dennoch fand ich diese Diskussion recht interessant und sie wurde hier bisher noch nicht hochgeladen.


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Jesaja (hebr. Jeschajahu ישעיהו) ist neben JeremiaEzechiel und anderen einer der wichtigsten Schriftpropheten des Tanach, der hebräischen Bibel. Im hebräischen Kanon gehört er zu den hinteren Propheten der Nevi’im. Im Kanon des Alten Testaments steht sein Buch an erster Stelle der Prophetenbücher. Jesaja ben Amoz wirkte im damaligen Südreich Juda zwischen 740 und 701 v. Chr. in der Zeit der Bedrohung durch die antike Großmacht Assyrien.
Er verkündete Juda, Israel und Assur JHWHs Gericht, aber auch eine endzeitliche Wende zu universalem Frieden, Gerechtigkeit und Heil. Als erster Prophet Israels verhieß er den Israeliten einen zukünftigen Messias als gerechten Richter und Retter der Armen.  [Jesaja, Wikipedia, abgerufen am 24.08.2016]
Das gleichnamige biblische Buch wurde im Mittelalter in 66 Kapitel unterteilt. […]
Die ersten 39 Kapitel bestehen überwiegend aus Prophezeiungen, in denen Jesaja den Nationen droht, die Judaverfolgen. Zu den Nationen gehören unter anderem AssyrienÄgyptenBabylonienSyrien und Moab. Generell besagen die Prophezeiungen, dass Gott der Herr der Welt sei und alle ungläubigen Völker bestraft, die sich sicher genug fühlen. Jesaja erwähnt hier auch einen Messias, eine geweihte Person, die Macht von Gott bekommen hat, und dessen Königreich, in dem Gerechtigkeit vorherrschen werde. Interessant an dieser Prophezeiung ist, dass Jesaja konkret darüber schreibt, von wem dieser Messias abstammen wird. Bei Jesaja 11,1 heißt es nämlich, dass der Messias ein Nachkomme von König David sein wird. Die Wirkungszeit des Propheten in Jerusalem beträgt etwa 40 Jahre.
Ab Kapitel 40 richtet sich die Botschaft an die nach Babylonien verschleppten Juden. Ihnen wird die Befreiung zugesagt. Dabei beteuert der Autor, dass die Juden das auserwählte Volk des Herrn seien und dass JHWH ihr einziger Gott sei.
Die letzten Abschnitte enthalten poetisch formulierte Prophezeiungen über die prächtige Zukunft Zions. Obwohl das Buch die Verdammung von falschen Götzendienern erwähnt, endet es mit einer Nachricht der Hoffnung auf einen rechtschaffenen Herrscher. Im Buch Jesaja werden die Seraphim dargestellt und Immanuel und die Verheißung des Friedefürsten erwähnt.
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5. Ja, richte einen Tisch zu, laß wachen auf der Warte, esset, trinket; macht euch auf, ihr Fürsten, schmieret den Schild!
6. Denn der HERR sagt zu mir also: Gehe hin, stelle einen Wächter, der da schaue und ansage.
7. Er siehet aber Reiter reiten und fahren auf Rossen, Eseln und Kamelen und hat mit großem Fleiß Achtung darauf.
8. Und ein Löwe rief: HERR, ich stehe auf der Warte immerdar des Tages und stelle mich auf meine Hut alle Nacht.
9. Und siehe, da kommt einer, der fähret auf einem Wagen, der antwortet und spricht: Babel ist gefallen, sie ist gefallen, und alle Bilder ihrer Götter sind zu Boden geschlagen!
 
[Jesaja, 21.5-9, Bibeltext.com, Modernisierter Text] 

Bob Dylan - All along the Watchtower ( Woodstock 94) [5:22]

Veröffentlicht am 13.07.2013
BOB DYLAN All Along The Watchtower at Woodstock 1994

Bob Dylan: All Along The Watchtower, Explored [7:55]   (Übersetzung unten bei Andreas Wolf)

Veröffentlicht am 15.06.2016
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SOURCES AND FURTHER READING:
Clinton Heylin, "Bob Dylan: The Recording Sessions, 1960-1994" (pg 69-71)
https://books.google.com/books?id=c9d...
Albin J. Zak III, "Bob Dylan and Jimi Hendrix: Juxtaposition and Transformation "All along the Watchtower" Journal of the American Musicological Society, Vol. 57, No. 3 (Fall 2004), pp. 599-644
Nicholas Taylor, "Bob Dylan: John Wesley Harding" (via Pop Matters) 2000
http://www.popmatters.com/review/dyla...
Robert Johnson Wikipedia:
https://en.wikipedia.org/wiki/Robert_...
Herb Bowie, "All Along The Watchtower" (via Reason To Rock)
http://www.reasontorock.com/tracks/wa...
D.A. Pennebaker, "Don't Look Now" 1967
http://www.imdb.com/title/tt0061589/
Kees de Graaf, "All Along The Watchtower Analysis (via his website)
http://www.keesdegraaf.com/index.php/...

siehe auch:
- All along the Watchtower (Andreas Wolf, Sichten und Ordnen, 25.11.2013)
- Bob Dylan's "All along the Watchtower" - a lyric analysis - Part 1 (Kees de Graaf auf seiner Seite, 07.12.2011)