Samstag, 12. Dezember 2015

Aufklärung : Bin das wirklich ich?

Seit 250 Jahren ist die Knochenarbeit im Dienst am einzigartigen Ich das Großprojekt des modernen Menschen. 

 Der Trick funktioniert noch, seit 250 Jahren: #machdichwahr, ruft das Fitnessstudio McFit, "Nummer eins in Europa", über eine Million Kunden. Und die Werbeslogans des Jahres 2014 lauten: "Jedes Ziel hat einen Weg. Geh deinen" und "Nichts kann jemanden stoppen, der auf dem Weg zu sich selbst ist" oder "Einfach gut aussehen". 

 Wie das geht? Durch "wollen". Das einfache Selbst, die Wahrheit – den unverwechselbaren Weg dorthin kannst auch du finden, wenn du nur willst: Hier ist das Gesamtpaket als Ware zu haben, und das wahre Ich gibt’s für körperliche Arbeit zum Vorzugspreis, wenn man ein Fitness-Abo bucht. Die Gesichter und Körper auf den Werbeflächen des Studios sind glatt wie Bildschirmflächen, zum Wegwischen glatt. Und die optimierten Hände berühren nichts als Handtuch und Fitnessgeräte und sich selbst. Das also ist aus dem europäischen Traum der Moderne geworden, der mal hieß: ein authentischer Mensch sein zu dürfen.
mehr:
- Aufklärung: Bin das wirklich ich? (Elisabeth von Thadden, ZEIT Online, 28.08.2014)

Vernunft als Wahrheit - Die Epoche der Aufklärung [23:04]

Veröffentlicht am 04.05.2014
Die Vernunft bringt die Wahrheit ans Licht - dieser programmatische Satz kennzeichnet eine Denkepoche, die man als Aufklärung bezeichnet. Sie begann bereits im 17. Jahrhundert mit Denkern wie Spinoza oder John Locke und erreichte ihren Höhepunkt gegen Ende des 18. Jahrhunderts mit Montesquieu, Voltaire, Rousseau und Immanuel Kant.

Der Begriff Aufklärung, auch für das „Aufklären“ beliebiger Sachverhalte verwendet, bezeichnet seit etwa 1700 das gesamte Vorhaben, durch rationales Denken alle den Fortschritt behindernden Strukturen zu überwinden. Seit etwa 1780 bezeichnet der Begriff auch diese geistige und soziale Reformbewegung, ihre Vertreter und das zurückliegende Zeitalter der Aufklärung in der Geschichte Europas und Nordamerikas. Es wird meist auf etwa 1650 bis 1800 datiert.
Als wichtige Kennzeichen der Aufklärung gelten die Berufung auf die Vernunft als universelle Urteilsinstanz, der Kampf gegen Vorurteile, die Hinwendung zu den Naturwissenschaften, das Plädoyer für religiöse Toleranz und die Orientierung am Naturrecht. Gesellschaftspolitisch zielte die Aufklärung auf mehr persönliche Handlungsfreiheit (Emanzipation), Bildung, Bürgerrechte, allgemeine Menschenrechte und das Gemeinwohl als Staatspflicht. Viele Vordenker der Aufklärung waren optimistisch, eine vernunftorientierte Gesellschaft werde die Hauptprobleme menschlichen Zusammenlebens schrittweise lösen. Dazu vertrauten sie auf eine kritische Öffentlichkeit. Kritik an diesem „Vernunftglauben“ entstand seit etwa 1750 unter den Aufklärern selbst, dann im Sturm und Drang und in der Romantik. [Aufklärung, Wikipedia]
Friedrich Nietzsches Beurteilung der Aufklärung war gespalten. Für ihn war Aufklärung zum einen mit einer Reduktion verbunden, die das Gefühlsleben des Menschen zu stark ausblendet. Erkenntnis und Wissen ermöglichen nur einen begrenzten Zugang zur Welt. Schon in seiner früheren, Cosima Wagner gewidmeten und nicht veröffentlichten Schrift „Fünf Vorreden zu fünf ungeschriebenen Büchern“ (1872) schrieb er: „Die Kunst ist mächtiger als die Erkenntnis, denn s i e will das Leben, und jene erreicht als letztes Ziel nur – die Vernichtung –.“[124] In seiner ersten philosophischen Schrift (Die Geburt der Tragödie aus dem Geiste der Musik, 1872) beschrieb er bereits Sokrates und die Sophisten als diejenigen, die diesen Niedergang gegenüber der ganzheitlichen Wahrnehmung der Welt, wie er sie in der Tragödie verwirklicht sah, eingeleitet hätten. Die Aufklärung als solche bewertete Nietzsche positiv. Vor allem begrüßte er den Niedergang der Religion. „Der zum Strome angewachsene Reichthum des religiösen Gefühls bricht immer wieder aus und will sich neue Reiche erobern: aber die wachsende Aufklärung hat die Dogmen der Religion erschüttert und ein gründliches Misstrauen eingeflösst: so wirft sich das Gefühl, durch die Aufklärung aus der religiösen Sphäre hinausgedrängt, in die Kunst; in einzelnen Fällen auch auf das politische Leben, ja selbst direct auf die Wissenschaft.“ (Menschliches Allzumenschliches = MA 150) Die strenge Wissenschaft ist ein wichtiger Baustein für die Befreiung des Geistes: „Der Werth davon, dass man zeitweilig eine strenge Wissenschaft streng betrieben hat, beruht nicht gerade auf deren Ergebnissen: denn diese werden, im Verhältniss zum Meere des Wissenswerthen, ein verschwindend kleiner Tropfen sein. Aber es ergiebt einen Zuwachs an Energie, an Schlussvermögen, an Zähigkeit der Ausdauer; man hat gelernt, einen Zweck zweckmässig zu erreichen. Insofern ist es sehr schätzbar, in Hinsicht auf Alles, was man später treibt, einmal ein wissenschaftlicher Mensch gewesen zu sein.“ (MA 256)
Die Aufklärung, nicht zu Ende gedacht, ruft andererseits aber Irrtümer hervor. „Die „Aufklärung“ empört: der Sklave nämlich will Unbedingtes, er versteht nur das Tyrannische, auch in der Moral, er liebt wie er hasst, ohne Nuance, bis in die Tiefe, bis zum Schmerz, bis zur Krankheit, — sein vieles verborgenes Leiden empört sich gegen den vornehmen Geschmack, der das Leiden zu leugnen scheint. Die Skepsis gegen das Leiden, im Grunde nur eine Attitude der aristokratischen Moral, ist nicht am wenigsten auch an der Entstehung des letzten grossen Sklaven-Aufstandes betheiligt, welcher mit der französischen Revolution begonnen hat. (Jenseits von Gut und Böse, 46) Schuld daran sind Ideologen wie Rousseau, denen es nicht um eine Besserung der Bildung, wie Voltaire, ging, sondern um Veränderungen der Gesellschaft. „Es giebt politische und sociale Phantasten, welche feurig und beredt zu einem Umsturz aller Ordnungen auffordern, in dem Glauben, dass dann sofort das stolzeste Tempelhaus schönen Menschenthums gleichsam von selbst sich erheben werde. In diesen gefährlichen Träumen klingt noch der Aberglaube Rousseau’s nach, welcher an eine wundergleiche, ursprüngliche, aber gleichsam verschüttete Güte der menschlichen Natur glaubt und den Institutionen der Cultur, in Gesellschaft, Staat, Erziehung, alle Schuld jener Verschüttung beimisst. Leider weiss man aus historischen Erfahrungen, dass jeder solche Umsturz die wildesten Energien als die längst begrabenen Furchtbarkeiten und Maasslosigkeiten fernster Zeitalter von Neuem zur Auferstehung bringt: dass also ein Umsturz wohl eine Kraftquelle in einer mattgewordenen Menschheit sein kann, nimmermehr aber ein Ordner, Baumeister, Künstler, Vollender der menschlichen Natur.“ (MA 463)

„Nietzsche hat wie wenige seit Hegel die Dialektik der Aufklärung erkannt. Er hat ihr zwiespältiges Verhältnis zur Herrschaft formuliert.“[125] Adorno spielt darauf an, dass anders als Hegel, bei dem die Vernunft zur Wirklichkeit wird, für Nietzsche aus der Aufklärung zwei Wege möglich scheinen, die Befreiung und der Nihilismus. In der einen Richtung sah Nietzsche Voltaire, in der anderen Rousseau. [Aufklärung, Fortführungen des Aufklärungsprojekts, Nietzsche, Wikipedia]

Hannah Arendt wandte sich bereits kurz vor der nationalsozialistischen Machtübernahme in ihrem frühen Artikel Aufklärung und Judenfrage gegen das vernunftsgemäße ihrer Meinung nach unhistorische Gleichheitsideal der Aufklärung, wie es radikal Lessing verkörpert habe. Auch Vertreter der jüdischen Aufklärung, wie Moses Mendelssohn, der für die freie Religionsausübung von Juden eintrat, verneinten eine spezifische nationale Identität des Judentums und strebten die vollkommene Assimilation an die aufgeklärte Gesellschaft an. Sie dagegen setzte sich zwar für politische Gleichheit und den freien Austausch in der Öffentlichkeit ein – im Sinne der griechischen Polis und ihres Konzepts einer Rätedemokratie –, nicht aber für gesellschaftliche Angleichung. Sie sprach sich gegen den Gedanken vieler Aufklärer aus, dass der Mensch als höchstes Prinzip zu betrachten und das Gutedurchzusetzen ist, wandte sich gegen den Fortschrittsoptimismus der Epoche und wies auf die Gefahren hin: Das absolut Gute im Zusammenleben der Menschen erweise sich als kaum weniger gefährlich als das absolut Böse, ein Begriff, der auf Kant zurückgeht.
Nach Kriegsende äußerte sie sich positiver über den Fortschrittsbegriff des 18. Jahrhunderts, den sie mit dem Streben nach Mündigkeit, Freiheit und Autonomie des Menschen verbunden sah.[134] 1963 analysierte sie in ihrem politischen Werk Über die Revolution die zwei großen Revolutionen der Aufklärung und gab der früheren nordamerikanischen gegenüber der Französischen Revolution den Vorzug. Erstere bezeichnete sie als Beispiel einer gelungenen Revolution eines Bundes freier Bürger mit der Garantie von Bürgerrechten in der Verfassung der Vereinigten Staaten 1787.[135] Letztere, die teilweise auf dem Gesellschaftsvertrag Rousseaus gründete, endete in der Terrorherrschaft Robespierres, von dem eine Linie zu Lenin und Stalin führe, weil alle drei das Eigeninteresse des einzelnen Bürgers in Feindschaft zum Gesamtinteresse sahen.[136]
Von den Aufklärern schätzte sie besonders Montesquieu und Kant. Montesqieus politische Thesen gingen in ihr politisches Hauptwerk Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft ein. Kant war durchgängig eine wichtige Bezugsgröße für Hannah Arendts Denken. Ihre Rede bei der Entgegennahme des Lessings-Preises 1959 stellte sie unter das Motto Menschlichkeit in finsteren Zeiten.[137] Nicht die Aufklärung und die Humanität des 18. Jahrhunderts erschwerten den Zugang zu Lessing, sondern das 19. Jahrhundert mit seinen festgefügten Ideologien und seiner „Geschichtsbesessenheit“. Im Sinne Lessings sei Kritik stets das Begreifen und Beurteilen im Interesse der Welt aus mehr als einer Perspektive. Ziel sei das freie Denken ohne traditionelle Festlegungen, denn eine absolute Wahrheit gebe es nicht, weil sie sich im vielstimmigen Gespräch sofort in eine „Meinung unter Meinungen“ verwandle.[138]  [Aufklärung, Fortführungen des Aufklärungsprojekts, Hannah Arendt, Wikipedia]
Jürgen Habermas wendet sich gegen die Bewertung der Aufklärung durch seine Lehrer Adorno und Horkheimer als Verfallsprozess. Er spricht von dem „unvollendeten Projekt der Moderne“[139], das in einem Prozess kommunikativen Handelns stets nach rationaler Begründung fragt. Im 18. Jahrhundert entstand das Phänomen der Öffentlichkeit, das für Habermas in dieser Form in Antike und Mittelalter keine Entsprechung hatte.[140] Die in der Aufklärung begründeten Zeitschriften und steigenden Buchauflagen fanden ihre Rezeption in Bibliotheken, Lesezirkeln, Salons, Kaffeehäusern und diversen Vereinigungen. Es bildeten sich Meinungen, zu denen Gegenpositionen entwickelt und wiederum veröffentlicht wurden. Dies geschah losgelöst von den Institutionen des Staates und der Staat musste diese Meinungen zur Kenntnis nehmen. Die kritische öffentliche Meinung entwickelte sich laut Habermas selbst zu einer neuen Institution, die die Politik- und Machtinteressen der Regierenden begrenzt und so zu einem der wesentlichen Grundpfeiler der Demokratie geworden ist. Während diese Öffentlichkeit im 18. Jahrhundert noch auf ein schmales Bürgertum begrenzt war, ist sie in der Moderne, gestützt auf die modernen Medien, zu einem Massenphänomen geworden. In einem Dialog mit Josef Ratzinger forderte Habermas, „die kulturelle und gesellschaftliche Säkularisierung als einen doppelten Lernprozeß zu verstehen, der die Traditionen der Aufklärung ebenso wie die religiösen Lehren zur Reflexion auf ihre jeweiligen Grenzen nötigt“.[141] Ähnlich wie Kant setzt er auf ein republikanisches Verständnis im internationalen Rahmen und fordert einen europäischen Verfassungspatriotismus [Aufklärung, Fortführungen des Aufklärungsprojekts, Jürgen Habermas, Wikipedia]

Geschichte der Aufklärung [1:38:31]

Veröffentlicht am 06.09.2014
Pro-Libertarismus.jimdo.com

Training im Fitnessstudio zum Traum Körper - Fitness & Bodybuilding Motivation [4:38]
Veröffentlicht am 15.07.2013
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Original artist: http://youtube.com/TwoStepsFromTheMusic

Keep working out hard and stay dedicated! BOOM!

Gewalt in der Oper

Die Staatsoper Hannover hat eine Warnung an Lehrer herausgegeben: Entgegen der ursprünglichen Einschätzung sei die aktuelle Inszenierung des „Freischütz“ nicht für Heranwachsende unter 16 Jahren geeignet. Sonnabend ist Premiere. Lehrer, die bereits Opernkarten gekauft haben, haben diese nun wieder zurückgegeben.
aus:
- Opernhaus warnt vor "Freischütz" – Ist diese Oper für Kinder zu hart? (Conrad von Meding, HAZ, 11.12.2015)
Die Oper „Der Freischütz“ steht im Lehrplan für die achten Gymnasialstufen - doch Hannovers Achtklässler werden die Inszenierung, die Sonnabend am Opernhaus Premiere hat, nur mit Sondererlaubnis ihrer Eltern zu sehen bekommen. Die Oper hat die Altersempfehlung kurzfristig auf 16 Jahre hochgesetzt. […] Nach HAZ-Informationen geht es um Gewalt und Krieg und auch viel nackte Haut. […] Mit den Videos werde „auf unterschiedlichen filmerischen Ebenen reflektiert“, warum das Stück als deutsche Nationaloper gelte, sagt [Musiktheaterpädagogin] Fölling, dabei kämen „teils drastische Mittel zum Einsatz“. Jüngere Schüler könnten die Bezüge zur deutschen Geschichte nicht verstehen, man wolle ihnen die Lust am Theater nicht verleiden.
Weber-Der Freischütz Overture-Kleiber (1970) [10:01]

Hochgeladen am 02.12.2007
Südfunk-Sinfonieorchester
1970
Carlos Kleiber

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From a video 30 years ago, featuring the rehearsal and concert performances of Weber's Der Freischütz overture and Strauss II's Die Fledermaus overture.

And now, after watching the rehearsal, you must be wondering what the finished result sounds like. Here it is!

IWF: Extrawurst für die Ukraine – Regelverletzung als Normalität

Der Internationale Währungsfonds (IWF) will weiter Kredite gewähren, obwohl das Land Kredite nicht zurückzahlt
Erneut will der Internationale Währungsfonds (IWF) gegen seine bisherigen Regeln verstoßen und der Ukraine weiter Kredite gewähren. Da es auch dem IWF klar ist, dass damit immer dramatischer gegen die eigenen Statuten verstoßen werden würde, sollen nun eben diese Regeln für die Vorzugshandlung des Pleite-Staats geändert werden.

Eigentlich darf der Fonds mit Sitz in Washington keine Kredite an Länder vergeben, die in Zahlungsrückstand bei anderen Gläubigerländern sind. Weil die Ukraine seine Schulden bei Russland nicht zurückzahlt, soll diese Regel jetzt fallen, um Länder weiter finanziell unterstützen zu können, die im Zahlungsrückstand sind. Das habe der Exekutivrat beschlossen, erklärte der IWF-Sprecher Gerry Rice.

Es ist nicht schwierig, sich vorzustellen, dass Russland darüber nicht erfreut ist. Finanzminister Anton Siluanow erklärte umgehend, die Entscheidung sei allein "gegen Russland gerichtet". Russland fordert bis zum Jahresende die Rückzahlung von fälligen Schulden in Höhe von drei Milliarden US-Dollar. Das Land weigert sich, an einem Schuldenschnitt mit privaten Gläubigern teilzunehmen, mit dem der IWF das Pleite-Land teilentschulden will, um die angebliche Schuldentragfähigkeit wieder herzustellen (Ukraine: IWF stellt Pseudo-Schuldentragfähigkeit her).

mehr:
- IWF: Extrawurst für Pleite-Ukraine (Ralf Streck, Telepolis, 09.12.2015)

Ja, lügen die Medien denn nun oder nicht?

Dass den Medien in bürgerlichen Demokratien auch und vor allem die Aufgabe der „Gedankenkontrolle“ der Bürgerinnen und Bürger zukommt, hat Noam Chomsky, der meistzitierte Intellektuelle der Welt, in etlichen Publikationen herausgearbeitet und belegt. Diese Funktion der Medien wird – vor allem wohl aufgrund der Zunahme an Kriegen und gesellschaftlicher Segregation – für immer größere Bevölkerungsteile aktuell evident. Sie betiteln die Medien daher als „Lügenpresse“, legen Programmbeschwerden ein und „basteln“ sich ihre Informationen mehr und mehr aus den wenigen unabhängigen Medien und im Netz zusammen. Wie aber ist es nun um „unsere“ Medien bestellt? Welche Prozesse und Wirkungen zeichnen sich ab? Und ist das Wort „Lügenpresse“ dummrechte Kritik und also Tabu? Zu diesen Fragen sprach Jens Wernicke mit dem Journalisten und Medienkritiker Walter van Rossum, der hierzu einen klaren Standpunkt vertritt.
mehr:
- Ja, lügen die Medien denn nun oder nicht? (Jens Wernicke, Interview mit dem Journalisten und Medienkritiker Walter van Rossum,)
Ich bin ja durch und durch von diesen klassischen Medien geprägt. Aber wenn ich heute den Spiegel lese oder die Tagesthemen anschaue, dann bin ich kein Konsument erster Ordnung mehr, der einfach wissen will, was in der Welt geschieht und glaubt, das in diesen Medien finden zu können, sondern ein Beobachter zweiter Ordnung, den nur noch interessiert, was wollen die uns denn heute zu sehen geben, was sollen wir wie verstehen und was gar nicht erst wissen. Kurzum, mich interessieren diese klassischen Organe einer wahrscheinlich immer schon fiktiven Öffentlichkeit nur noch als Produzenten und Vermittler des Weltbildes der bürgerlichen Mitte, die, wie man weiß, inzwischen etwa 95 Prozent der politischen Lufthoheit beansprucht während der verbleibende Rest bereits der freundlichen Beobachtung durch den Verfassungsschutz unterliegt. Und aus dem qualligen Brei jener politischen Mitte so etwas wie Weltbilder in ständiger, irrer Neuformation zu destillieren und dabei noch den Schein einer lebendigen Demokratie zur Aufführung zu bringen, in der programmatische Differenzen ausgefochten werden, das gelingt den Qualitätsjournalisten tatsächlich mit einiger Präzision. Und das ist in meinen Augen auch der einzige Grund, warum diese Presse noch interessant ist: Sie gibt den verunsicherten Menschen die Illusion von Halt und ideologischer „Selbstgerechtigkeit“, wie es ist, ist es richtig, und die Medien erklären, warum.
Walter van Rossum stellt nach Recherchen und einem ARD-Praktikum[1] in seinem Buch Die Tagesshow: Wie man in 15 Minuten die Welt unbegreiflich macht (2007)[2] den Mythos einer angeblich rein informative Dienstleistung der Tagesschau in Frage. An Beispielen analysiert er, wie die Sendung die Realität „in eine Art endlose Lindenstraße“ verwandele.
„Tag für Tag offeriert die Tagesschau ein groteskes Sammelsurium aus fragmentarisierten Informationen, Halbwahrheiten, Pseudonachrichten, plumpen ideologischen Fanfaren, Platituden, und Fehldeutungen.“ Die öffentlich-rechtliche Nachrichtenbastion durchziehe ein geradezu autistisches Erzählritual. Was bleibe, sei eine stereotype Aufbereitung von Pseudonachrichten, die den Zuschauer zum Zaungast degradiert und am Ende alles in feiner Unbegreiflichkeit verhülle. Gestanzte Worthülsen würden unterlegt mit Bildern, die der Autor „erblindet“ nennt: Inszenierte Politikerauftritte, völlig austauschbare weinende Frauen im Kosovo oder die „schier unvergängliche Börsenkulisse“.
Es gehe weniger um Nachrichten als um die Verbreitung von Sprachregelungen, um inszenierte Politikerauftritte oder „erblindete Bilder“. "Die Tagesschau irrt sich nicht bloß, sondern sie erfindet Informationen, damit Vorgänge in ein bestimmtes bereitliegendes politisches Deutungsschema passen"
„Man präsentiert uns die Welt als eine Folge simulierter Ereignisse, eine Realität, die keinerlei Wert auf unsere Beteiligung legt, ein pausenloses Fait accompli. Das Reale ist stets ein Prozess. Die Tagesschows stellen das Reale still, frieren es in Ereignissen ein, die keine sind. Ereignisse, in denen das Reale Audienz gewährt: ein Blick auf den Kabinettstisch voller verschlossener Akten, eine Pressekonferenz bei Porsche oder Telekom, wo Wirtschaftskapitäne Kurs nehmen, aber der Besatzung das Ziel verschweigen“. Van Rossum beklagt außerdem „eine Art freiwillige Gleichschaltung der Medien“. [Walter van Rossum, Die Tagesshow. Kritik der Realitätsferne von Nachrichtensendungen am Beispiel der Tagesschau (2007), Inhalt, Wikipedia]
Die gefälschten Putin-Bilder – die mediale Brandstiftung geht weiter [10:57]

Veröffentlicht am 03.12.2014
Trotz mehrfacher Entlarvung der Medienlügen im Zusammenhang mit dem Ukraine Konflikt wird weiterhin durch die offiziellen Medien gelogen, was das Zeug hält. Aktuellstes Beispiel ist eine Behauptung, die überall in den Medien präsentiert wurde, Putin sei während des G20 Gipfels isoliert worden. Als Beweis wurde ein Bild u.a. in der Tagesschau gezeigt, dass Putin einsam und verlassen beim Barbecue am Tisch saß. In Wahrheit saß er zu diesem Zeitpunkt mit der brasilianischen Regierungschefin zusammen, die aber durch einen Kellner verdeckt wurde. Es wurde gezielt das Original Material in der zeitlichen Abfolge so geändert, dass der Eindruck entsteht, Putin säße allein. Nach Aussage des Catering Chef war er alles andere als isoliert. Tatsächlich war an seinem Tisch mehr los, als an allen anderen Tischen, wie auf diversen anderen Bildern zu sehen ist.

Durch die Medienpropaganda der letzten Monate soll Putin als der Bösewicht und Kriegstreiber schlechthin dargestellt werden. An den Militärausgaben der Länder lässt sich sehr schön erkennen, wer tatsächliche der größere Kriegstreiber ist: Den 87 Milliarden auf russischer Seite stehen 7-mal so viel, nämlich 640 Milliarden US Dollar, gegenüber!

Im „Spiegel“, einer der Ausgaben der Nato Pressestelle ist beispielsweise zu lesen: „Alle rüsten auf, außer den USA.“ Und andere Medien blasen in das gleiche Horn.

Mit allen Mitteln soll versucht werden, Russland zu diffamieren. Tatsache ist, dass Russland mittlerweile umzingelt von amerikanischen Militärbasen ist. Von insgesamt 200 Ländern auf der Welt befinden sich in 156 Ländern davon US Soldaten.

In informierten Kreisen ist mittlerweile ja bekannt, dass der Aufstand in der Ukraine durch die USA geplant, finanziert und sogar durch angeworbene Söldnertruppen geführt wird. Was die US Ost-Beauftragte Nuland sogar zugegeben hat. Russland soll mit allen Mitteln in die Knie zu zwinge werden, wozu auch Wirtschaftssanktionen gehören. Koste es, was es wolle! Aber nicht zu Lasten der USA, sondern zu Lasten der EU-Staaten.

Der US-Vizepräsident Jo Biden sagte in diesem Zusammenhang, Obama habe darauf bestanden, dass die EU wirtschaftlichen Schaden in Kauf nehmen müsse, um Russland zu bestrafen.

Die Sanktionen gegen Russland sollen sogar noch verschärft werden, obwohl sie gezielt so gewählt wurden, dass nicht die US Hochfinanz und ihre Konzerne davon betroffen sind, sondern allen voran der deutsche Mittelstand mit seinen 6.000 Firmen. Allein deutsche Exporteure haben im ersten Halbjahr 3 Milliarden Euro verloren! Der deutsche Mittelstand wird verraten und verkauft durch Deutschlands politische Führung.

Warum werden von den europäischen Regierungen keine Sanktionen gegen das Land gefordert, welches den Ukraine Krieg geplant, begonnen und finanziert hat? Von den USA!
Von deutscher Seite aus ist da nichts zu erwarten, da wir ja kein souveränes Land sind, sondern immer noch besetzt und die Politiker nichts weiter sind, als der verlängerte Arm der Besatzer. (mehr dazu in unserem Buch Die Jahrhundertlüge, die nur Insider kennen 2 http://www.macht-steuert-wissen.de/sh...)

Es wird aber weiterhin durch Politik und Medien gebetsmühlenartig der Eindruck erweckt: „Die Amerikaner seien doch „unsere Freunde“. Dort läuft von unseren sogenannten Freunden eine Totalspionage nicht nur gegen die Bürger, sondern auch gegen die deutsche Wirtschaft. Die Verluste liegen mittlerweile bei 13 Milliarden pro Jahr. Henry Kissinger sagte bereits: „Die USA haben keine Freunde – die USA haben Interessen.“

Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr.

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Das Feindbild und der Putinversteher Die Anstalt 29 04 2014 [5:42]
Veröffentlicht am 01.05.2014