Dienstag, 31. Dezember 2019

Kaum Lügen, aber die hohe Kunst der Verkürzung

Die Nachrichtensendung des ZDF demonstriert, wie man mit wirkungsvoller Montage von Bild und Text falsche Informationen verbreitet. 

Die ZDF-Sendung «heute» am 28. Dezember um 19 Uhr: Die Moderatorin kündigt schlechte Nachrichten aus Idlib an. In der syrischen Provinz seien allein in den letzten zwei Wochen nach UN-Angaben 235'000 Menschen auf der Flucht. Der türkische Präsident Erdogan warne daher «vor einer neuen Migrationswelle Richtung Europa».

Damit ist schon mal im ersten Satz ein Akzent gesetzt, nämlich die stets wirksame Assoziation «Flüchtlings-Tsunami»: Sie sind auf dem Weg Richtung Europa. Der bewährte Aufreger erweist sich als perfektes Trampolin für das, was folgt, nämlich die unmittelbare Schuldzuweisung. Die Moderatorin belehrt uns, wem wir das alles zu verdanken haben: * 

«Die Provinz im Nordwesten Syriens gilt als letzte grosse Rebellenhochburg im Land. Hier sollten eigentlich seit Monaten die Waffen ruhen, aber die Vereinbarung ist längst gebrochen. Die syrischen Regierungstruppen fliegen (hier macht die Moderatorin eine winzige Kunstpause und hebt dann die Stimme) mit russischer Unterstützung Luftangriffe und zwingen die Menschen zur Flucht.»
mehr:
- Kaum Lügen, aber die hohe Kunst der Verkürzung (Helmut Scheben, Info-Sperber, 31.12.2019)
siehe auch:
Fake News: Der deutsche Buddhismus meldet sich zu Wort (Post, 07.01.2020)
- Atomabkommen mit dem Iran: Die Tagesschau informiert nicht ordentlich (Post, 15.11.2019)
Die Doppelzüngigkeit der Tagesschau-Leute (Post, 04.11.2019)

aktualisiert am 07.01.2020

1,2 Billionen Dollar für die reichsten 0,001 Prozent

Die reichsten 500 Menschen der Welt sind 2019 um weitere 1,2 Billionen Dollar reicher geworden
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In diesem Jahr steigerten dem Bloomberg Billionaires Index zufolge die reichsten 500 Menschen ihr Nettovermögen um $1,2 Billionen. Das Vermögen dieser Milliardäre wuchs dieses Jahr um 25 Prozent von $4,7 auf $5,9 Billionen.

Letztes Jahr thronte Jeff Bezos als einziger Mensch mit einem dreistelligen Milliardenvermögen über den sonstigen Superreichen. Mit $116 Mrd. steht er auch dieses Jahr an der Spitze der Welt. Zu ihm gesellen sich Bill Gates mit $113 Mrd. und Bernard Arnault, Chef des französischen Luxusgüterkonzerns LVMH Moët Hennessy - Louis Vuitton, mit $106 Mrd. Der französisch-stämmige Belgier legte etwa $36 Mrd. zu.

Die reichste Frau ist Julia Flesher Koch mit $62 Mrd. Die Witwe des verstorbenen David Koch liegt auf Platz zehn. Auf Platz zwei steht Industriellen-Erbin Francoise Bettencourt Meyers. Walmart-Erbin Alice Walton kommt an dritter Stelle.

Fast die Hälfte aller Milliardäre weltweit sind Erben, "self-made" sind 55%. Unabhängig von der Herkunft des Reichtums, in den erlesenen Kreis der Top 500 haben es dieses Jahr rund zweitausend weitere Milliardäre nicht geschafft. Sie waren schlicht zu arm; die Eintrittskarte lag bei stolzen 4,36 Mrd. Dollar, und damit etwa eine Milliarde höher als noch 2018.

Im Ländervergleich dominieren die US-Amerikaner mit 172 Milliardären die Top 500. Danach folgen China (52), Deutschland (32), Russland (23), Hongkong (20), Indien (17), das Vereinigte Königreich (16), Frankreich (13), Kanada (13), die Schweiz (11). Reichster Deutscher ist Lidl-Gründer Dieter Schwarz mit $25,5 Mrd., gefolgt von Susanne Klatten und Klaus-Michael Kuehne.

In China liegt Jack Ma ganz vorne mit 47,1 Mrd. Dollar. Tencent-Gründer Pony Ma, der mit Jack Ma nicht verwandt ist, belegt Platz 2. Insgesamt stiegen 13 Chinesen neu in die Top 500 auf.

In den Milliardärs-Rankings von Forbes und Bloomberg werden Königshäuser nicht berücksichtigt. Die milliardenschweren Monarchen aus Thailand, Brunei, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Saudi-Arabien, und Dubai hätten es sonst auch unter die Top 500 geschafft.

mehr:
- 1,2 Billionen Dollar für die reichsten 0,001 Prozent (Bulgan Molor-Erdene, Telepolis, 31.12.2019)
siehe auch:
- Der Staat, seine Eliten und das Geld (Post, 09.10.2019)
- Ungleichheit bei Einkommen auf Rekordniveau – Wie bleibt die Bevölkerung ruhig? (Post, 07.10.2019)

Freitag, 27. Dezember 2019

OPCW-Dokument ordnete die Löschung eines Berichts zum Vorfall in Duma an

Weitere geleakte Dokumente verstärken den Zweifel an der Unabhängigkeit der OPCW und am Abschlussbericht zum angeblichen Giftgasangriff in Duma

WikiLeaks hat weitere Dokumente veröffentlicht, die die OPCW, die Organisation für das Verbot chemischer Waffen, weiter unter den verstärkten Verdacht bringen, den Abschlussbericht über den angeblichen Giftgasangriff in Douma (Duma) am 7. 4. 2018 aus politischen Interessen manipuliert zu haben, um Syrien und Russland zu beschuldigen und vielleicht die Bombardierung der Amerikaner, Briten und Franzosen auf angebliche syrische Orte des Chemiewaffenprogramms zu legitimieren. Die Bombardierung erfolgte, als gerade die OPCW-Inspektoren zur Untersuchung des Vorfalls in Syrien eingetroffen waren und außer Beschuldigungen u.a. der Weißhelme noch gar nicht klar war, ob es sich um einen Giftgasangriff handelte und falls ja, von wem er ausging.

Der im März dieses Jahres veröffentlichte Abschlussbericht der Fact-Finding Mission der OPCW (Wahrscheinlich Chlorgas) geht davon aus, dass es "gute Gründe" für den "Einsatz einer toxischen Chemikalie", "wahrscheinlich" Chlorgas, gebe und dass die Kanister aus der Luft abgeworfen worden seien, was einzig die syrische Armee zum Täter machen würde. Allerdings hieß es, es sei nur "möglich", dass die Kanister Chlorgas enthielten. Die Formulierungen waren sehr vorsichtig und ließen Hintertüren offen. Für die meisten Medien reichten diese vagen Formulierungen, um Syrien zu beschuldigen.

Bekannt wurde aber durch Leaks und Whistleblower, dass selbst diese Formulierungen durch Auslassungen von Befunden der Inspektoren herausdestilliert wurden. Dafür interessierten sich dann kaum mehr viele westlichen Medien, offenbar ging das gegen den ideologischen Strich. So kam durch die Working Group on Syria, Propaganda and Media ein geleakter, im Februar verfasster Berichtsentwurf über die technische Bewertung der Kanister zu einem anderen Schluss. Der technische Bericht wurde im Abschlussbericht nicht, nicht einmal als Frage, berücksichtigt, sondern offensichtlich unterdrückt.

Moniert wurde hier, dass in der vorläufigen Fassung des Abschlussberichts nur eine Hypothese, nämlich der Abwurf von Chlorgaskanistern von Flugzeugen, verfolgt wurde, nicht aber, wie man das wissenschaftliche mache, verschiedene Hypothesen aufzustellen, um keinen Vorannahmen anheimzufallen.

Die Ausmaße, die Eigenschaften und das Aussehen der Kanister und der umgebenden Szene der Vorfälle waren inkonsistent mit dem, was man in dem Fall erwarten müsste, wenn einer der Kanister von einem Flugzeug abgeworden wurde. In jedem Fall erzeugte die alternative Hypothese die einzig plausible Erklärung für die Beobachtungen am Tatort. 
Aus dem technischen Bericht

Die Inspektoren folgerten daraus, dass beide Kanister "mit einer höheren Wahrscheinlichkeit händisch an diesen beiden Orten platziert wurden, als dass sie von einem Flugzeug abgeworfen wurden". Das würde in die Richtung weisen, dass die "Rebellen" oder die Weißhelme den Angriff inszeniert haben.

Im Oktober hatte schließlich "ein Whistleblower aus den Reihen der OPCW, der an dieser 'Fact Finding Mission' beteiligt war", einem international besetzten Panel der Courage Stiftung erklärt, dass wichtige Informationen zu chemischen Analysen, toxikologischen Gutachten, ballistischen Studien und Zeugenaussagen in dem Abschlussbericht unerwähnt geblieben seien. Mehrere an der Duma-Mission beteiligte Inspektoren seien bei der Erstellung des Abschlussberichts nicht einbezogen oder konsultiert worden.

Im November veröffentlichte dann WikiLeaks eine Email eines an der Faktenfindungsmission beteiligten OPCW-Inspektors vom 22. Juni 2018, der an den Briten Robert Fairweather, dem damaligen Kabinettschef der OPCW, seinen Stellvertreter Aamir Shouket und Mitglieder der FFM gerichtet war. Der Emailschreiber beschwert sich über die einseitige Darstellung und selektive Aufnahme von Befunden: "Ich bin entsetzt, wie sehr die Fakten falsch dargestellt wurden."

mehr:
- OPCW-Dokument ordnete die Löschung eines Berichts zum Vorfall in Duma an (Florian Rötzer, Telepolis, 27.12.2019)
siehe auch:

Tagesdosis 20.12.2019 – Skandal um Fake-Chemiewaffenangriffe in Syrien (Florian Rötzer, Telepolis, 20.12.2019)
Neue WikiLeaks-Dokumente entlarven Lügen über die Chemiewaffenangriffe in Syrien von 2018 (Post, 19.12.2019)
OPCW-Generaldirektor weist Vorwürfe gegenüber dem Duma-Abschlussbericht zurück (Florian Rötzer, Telepolis, 27.11.2019)
- Ist die OPCW noch vertrauenswürdig? (Post, 25.11.2019)
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Dienstag, 24. Dezember 2019

Adventsrätsel, das Letzte von vierundzwanzig


Wer es kann, ist ein Genie.
Wer’s erstrebt, der rastet nie.
Wer es wagt, hat Übermut.
Wer es gibt ist redlich gut.
Wer‘s verschweigt, den mag man nicht.
Wer’s verliert, ein armer Wicht.
Wer’s erspürt, muß ganz schön leiden.
Wer es will, ist unbescheiden.




Montag, 23. Dezember 2019

Adventsrätsel, das Dreiundzwanzigste von vierundzwanzig


Ein Spion will sich in die Stadt einschmuggeln,
muss aber am Torwächter vorbei.
Da er das Passwort nicht weiß,
beobachtet er andere, wie sie das Tor passieren.
Als erster kommt ein Mönch.
Der Torwärter sagt: "16", worauf der Mönch "8" sagt.
Dann kommt ein Bauer.
Der Torwächter sagt: "28" und der Bauer: "14".
Als ein Händler kommt, sagt der Wächter:
"8" und der Bauer: "4".
Alle dürfen passieren.
Das ist ja einfach, denkt sich der Spion,
antwortet auf des Torwächters Frage: "12" mit "6"
und wird umgehend festgenommen.
Was hätte er wohl sagen müssen?




Sonntag, 22. Dezember 2019

Adventsrätsel, das Zweiundzwanzigste von vierundzwanzig


Eine Zahl Berufsgenossen bildet gemeinsam den Verband;
den die Vorsicht hat geschlossen,
dir zu Nutz und dir zur Hand.
Sie beschließen nichts gemeinsam,
im Beruf geht jeder einsam.
Hat auch nur einer grad zu tun,
muß der anderen Arbeit ruh’n.




Samstag, 21. Dezember 2019

Adventsrätsel, das Einundzwanzigste von vierundzwanzig


Ein Mann ist mit einem Ruderboot auf einem See.
In der Mitte des Sees nimmt er eine Münze und wirft diese ins Wasser.
Steigt der Wasserstand, sinkt der Wasserstand oder bleibt der Wasserstand gleich? 



Steve Hackett - Cinema Show~Aisle of Plenty (THE TOTAL EXPERIENCE LIVE IN LIVERPOOL) {12:56}

Rulie Arifin
Am 09.02.2019 veröffentlicht 
From THE TOTAL EXPERIENCE LIVE IN LIVERPOOL
Line Up:
Steve Hackett – Guitar, Vocals
Roger King – Keyboards
Nad Sylvan – Vocals, Tambourine
Gary O’Toole – Drums, Percussion, Vocals
Rob Townsend – Saxophone, Woodwind, Percussion, Vocals, Keyboards, Bass Pedals
Roine Stolt – Bass, Variax, Twelve String, Vocals, Guitar
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Freitag, 20. Dezember 2019

Tagesdosis 20.12.2019 – Skandal um Fake-Chemiewaffenangriffe in Syrien

Die Glaubwürdigkeit der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) ist dahin. In dieser Tagesdosis geht es um gefälschte und manipulierte OPCW-Berichte, um die Zusammenarbeit von Weißhelm-Terroristen, Lügenmedien und US-NATO-Kriegstreibern, und um den Widerstand eines einsamen US-Journalisten.

Für aufmerksame Beobachter ist es sicherlich keine Neuigkeit, dass die vorgetäuschten Chemiewaffeneinsätze gegen die Bevölkerung in syrischen Dörfern vom Werte-Westen als Kriegspropaganda gegen die rechtmäßige Regierung in Syrien eingesetzt wurden. Die lokalen Handlanger des Westens bei diesen perfiden Angriffen unter falscher Flagge waren und sind die als zivile Helfer maskierten „Weißen Helme“, die eng mit den lokalen, islamistischen Terrorgruppen verbandelt sind.

Das arglistige Zusammenspiel zwischen den Weißhelm-Terroristen, westlichen Geheimdiensten, dem Management der Welt-Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) und den westlichen Regierungen ist jetzt dank einiger Whistleblower aus dem Inneren der OPCW, – verbunden mit jüngsten Veröffentlichungen offizieller OPCW- Dokumente durch Wikileaks einwandfrei belegt worden. An dieser Stelle gehört unser Dank auch Julian Assange, dem Gründer von WikiLeaks, der für seine Aufklärungsarbeit aktuell laut UNO-Bericht in einem britischen Gefängnis trotz weltweiter Proteste gefoltert wird.

Im vorliegenden Fall aus dem Jahr 2018 geht es um die Aufklärung des ebenfalls von den Weißhelmen fingierten, besonders brutalen Angriffs mit Chemiewaffen gegen die Bevölkerung der syrischen Ortschaft Douma. Laut der von den Weißhelmen gelieferten und im Westen als offizielle Version verbreiteten Darstellung des CW-Angriffs gab es in dem von Terroristen besetzten Ort angeblich besonders viele Kinder unter den Opfern, die auf schreckliche Weise erstickt sein sollen. Diese abscheuliche, allerdings nur vorgespiegelte Tat, wurde im Westen, auch in Deutschland, von Politikern und Medien breit gestreut, mit dem Ziel, die Öffentlichkeit aufzuwühlen und so den eigenen Regierungen eine Legitimation für die Eskalation ihres Krieges gegen Syrien zu geben.

Trotz der schon damals einsetzenden Zweifel über die Hintergründe der Tat, wozu auch die schlechten schauspielerischen Leistungen der angeblich Hilfe leistenden „Weißhelm-Terroristen“ beitrugen, nahmen die USA, Großbritannien, Frankreich und einige andere NATO-Länder den CW-Angriff unter Falscher Flagge zum Anlass für Luftangriffe gegen Ziele der rechtmäßigen Regierung von Präsident Assad. Nur die Präsenz Russlands in Syrien verhinderte eine Ausweitung des Krieges.

Zugleich machte der Werte-Westen, – die Bundesregierung mit eingeschlossen Russland für den angeblich von der syrischen Regierung durchgeführten Chemiewaffenangriff auf Douma mitverantwortlich. So erregte sich z.B. Außenminister Heiko Maas, es gelte nun, den Druck auf Moskau aufrechtzuerhalten. Russland habe bisher auf internationaler Ebene Möglichkeiten verhindert, um Dinge zu überprüfen und Verantwortlichkeiten festzustellen. „So kann es nicht weitergehen“, wurde Maas von der SZ zitiert (1).

Derweil wurden die „Weißhelm“-Terroristen international noch stärker als Retter in der Not gefeiert. Das, obwohl Douma bei weitem nicht ihr erster, vorgetäuschter Chemiewaffenangriff war. Bei einem dieser gefakten CW Angriffe wurde nachweislich ein Kind von einem Weißhelm-Terroristen umgebracht, und wahrscheinlich war es nicht das erste oder letzte. In besagtem Fall hatte 2015 die schwedische Ärztevereinigung auf Grund von Video- und Filmmaterial, das von den Weißhelmen selbst als Beweis für ihr gutes Werk ins Netz gestellt worden war, Alarm geschlagen.

mehr:
- Tagesdosis 20.12.2019 – Skandal um Fake-Chemiewaffenangriffe in Syrien (Rainer Rupp, KenFM, 20.12.2019)
siehe auch:
Neue WikiLeaks-Dokumente entlarven Lügen über die Chemiewaffenangriffe in Syrien von 2018 (Post, 19.12.2019)
- Weißhelm-Videos und die sogenannte »gemäßigte syrische Opposition« (Post, 11.10.2019)
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Das Gebaren unserer politischen Elite: Beweismittel verschwinden

Vernichtung der Daten erfolgte Monate nach dem Antrag des Untersuchungsausschusses, sie als Beweismittel einzustufen


Der Tageszeitung Die Welt zufolge hat Bundesregierungsvertreter Markus Paulick dem Bundestags-Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Bundeswehr-Berater-Affäre gestern hinter verschlossenen Türen gestanden, dass Ursula von der Leyens Mobiltelefondaten im August - also mehrere Monate nachdem der Ausschuss die Einstufung als Beweismittel beantragt hatte - vom Hersteller "sicherheitsgelöscht" wurden.

Alexander Müller, der für die FDP im Untersuchungsausschuss sitzt, warf dem Bundesverteidigungsministerium daraufhin eine "ärgerlichen Hinhaltetaktik" vor: Dort habe man dem Ausschuss nämlich zuerst gesagt, man suche nach dem Gerät - und dann habe es geheißen, man könne wegen einer PIN-Sperre nicht darauf zugreifen. Matthias Höhn von der Linkspartei äußerte in diesem Zusammenhang den Verdacht, dass es im Verteidigungsministerium Personen gibt, die eine Aufklärung der Affäre verschleppen oder verhindern wollen

mehr:
- Berateraffäre: Von der Leyens Mobiltelefon "sicherheitsgelöscht" (Peter Mühlbauer, Telepolis, 20.12.2019)
siehe auch:
Realsatire: Scheuer lässt Maut-Akten als geheim einstufen (Post, 20.12.2019)
Gelöschte Handydaten – Rauch und Feuer (Dushan Wegner, dushanwegner.com, 20.12.2019)
- VIDEOAUFNAHMEN VON EPSTEINS ERSTEM SELBSTMORDVERSUCH “AUF MYSTERIÖSE WEISE” VERSCHWUNDEN (RT deutsch, 20.12.2019)
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Adventsrätsel, das Zwanzigste von vierundzwanzig


Ein Mann gerät in die Gefangenschaft eines bösartigen Herrschers.
Dieser gibt ihm zehn Diamanten und drei goldene Becher.
Wenn er es schafft, die Diamanten so in die Becher zu verteilen, daß sich in jedem Becher eine ungerade Zahl von Diamanten befindet,
wird er freigelassen.




The Nice ... Karelia Suite Live 1969 {8:25}

Mike Bracchi
undatiert 
The Nice (Keith Emerson) - Karelia Suite 1969 using Hammond L100 with Leslie cabinets.
The video shows Emerson throwing his L100 about and using the on/off switch to create the great rock effects that he has become known for - Emerson had previously learnt about these 'tricks' some years earlier from the legendary organist Don Shinn who played organ with The Soul Agents.
Keith Emerson acknowledges that Don Shinn was a pioneer within the progressive rock movement during the late 60's and that he, Shinn, had a major influence on Emerson's style of playing. TDP's Organ & Keyboard Forum http://tierce-de-picardie.co.uk
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Donnerstag, 19. Dezember 2019

Anscheinend hat es sich ausgeSkripalt…

Der spektakuläre Nowitschok-Anschlag, bei dem gleich auf Putin gezeigt wurde, wird offenbar klammheimlich beerdigt, während der Verdacht weiter kursiertx
Schon lange hat man nichts mehr über den Skripal-Anschlag am 4. März 2018 erfahren, der in das Verhältnis der Nato zu Russland noch einmal ein Crescendo einbrachte. Verschwunden sind seitdem auch die Opfer. Beide sollen den Anschlag überlebt haben. Nur von Julia Skripal, die einen Tag vor dem Anschlag aus Russland angereist war, kann das bestätigt werden.

Zuvor war ein Telefongespräch veröffentlicht worden, das sie mit ihrer Kusine führte und ihr abriet, nach Großbritannien zu kommen. Kurz danach sei sie aus dem Krankenhaus entlassen worden. Scotland Yard publizierte zwei Mitteilungen, in denen angeblich Julia im O-Ton zitiert wurde. Im Mai wurde ein Video von ihr veröffentlicht, auf dem sie einen "Brief" ablas. Dann verschwand sie bislang vollständig.

Von ihrem Vater gibt es gar nichts, abgesehen von Versicherungen, dass er auch überlebt hat. Gemunkelt wurde, dass die Skripals möglicherweise von US-Geheimdiensten in die USA oder woandershin gebracht wurden und eine neue Identität erhalten haben. Möglicherweise leben sie - oder lebt Julia - aber auch an einem geheimen Ort in Großbritannien. Spekulieren muss man, ob das Untertauchen freiwillig oder auf Intervention der britischen Regierung/Sicherheitsbehörden geschehen ist. Offenbar hatten die beiden zu den Verantwortlichen des Anschlags nichts zu sagen - oder nicht das politisch Korrekte.

Vieles bleibt trotz der aufwendigen Untersuchung im Dunklen, die Medien, die erst aufgeregt berichteten, scheinen den Vorfall vergessen zu haben - und lassen ihn damit in den einst erhobenen Verdächtigungen bestehen.

Am 4. März 2018 wurde auf den russischen Ex-Spion und Doppelagenten Sergei Skripal, der 8 Jahre zuvor durch einen Austausch von Spionen aus der Haft in Russland freikam, und seine Tochter in Salisbury ein Nervengiftanschlag mit Nowitschok ausgeführt. So die offizielle Erzählung. Angeblich wurde das Gift, das zur Zeit der Sowjetunion entwickelt wurde, aber auch im Besitz von westlichen Geheimdiensten und Labors wie dem militärischen Labor Porton Down gleich um die Ecke war, auf der Klinke der Eingangstür von Skripals Haus angebracht. Dort sollen beide damit in Berührung gekommen sein, spazierten aber noch Stunden durch die Stadt und saßen unauffällig in einem Pub und in einem Restaurant, bis man beide bewusstlos auf einer Bank fand, ins Krankenhaus brachte, wo sie allerdings erst nach einer Stunde eintrafen, und dort behandelte.

Das hochgefährliche Nervengift wirkte nicht

Seltsamerweise war der erste Arzt, der zu den Skripals kam, bevor sie ins Krankenhaus gebracht wurden, Leutnant Alison McCout, Chief Nursing Officer der britischen Armee. Angeblich wurde sie von ihrer Tochter darauf aufmerksam gemacht, die die beiden, als die Familie von einer Feier nach Hause ging, zufällig auf der Bank gesehen hatte und dachte, Sergei hätte einen Herzinfarkt gehabt. Ist nur komisch, weil ja auch Julia bewusstlos gewesen sein soll.

Trotz der Gefährlichkeit des Gifts, das sehr rein gewesen sein soll, haben beide Skripals überlebt. Warum das Gift erst so spät wirkte und trotz der angeblichen Reinheit nicht tödlich war, bleibt weiter ein Geheimnis. Im Juni - vier Monate später! - hat ein Pärchen in Amesbury bei Salisbury ein Parfümfläschchen mit Nowitschok in einem vermutlich regelmäßig geleerten Abfalleimer gefunden, das sie öffneten und dann erkrankten. Einer der Sanitäter soll Charlie Rowley mit einem Nervengift-Gegenmittel behandelt haben, das er dabei hatte und das in Großbritannien vorher noch nie angewendet worden war. Er habe es mitgenommen, nachdem an derselben Adresse bereits dessen Freundin Dawn Sturgess ins Krankenhaus eingeliefert wurde, wo sie dann auch verstarb, Rowley habe deswegen gerettet werden können. Rowley selbst kritisierte mangelnde Transparenz der Behörden.

mehr:
- Und die Skripals? (Florian Rötzer, Telepolis, 19.12.2019)
siehe auch:
- Der Fall Skripal: Die Gift-Lügen (Post, 18.08.2019)
Sanktionen im Fall Skripal – EU verbietet Geheimdienstchefs die Einreise (Post, 21.01.2019)
Britische Seltsamkeiten im postfaktischen Zeitalter: Die Skripals und ihr Dach (Post, 09.01.2019)
Medien: aufdecken oder offizielle Narrative verbreiten? (Post, 26.11.2018)

Neue WikiLeaks-Dokumente entlarven Lügen über die Chemiewaffenangriffe in Syrien von 2018

Dass der vermeintliche Giftgasangriff in Douma/Ghouta bei Damaskus 2018 ebenso wie alle anderen „syrischen Giftgasangriffe“ im Syrienkrieg eine Propagandaerfindung des angreifenden Westens sind, war jedem Experten sofort klar. Und man konnte diese Anschuldigungen alleine schon mit der Enttarnung der wieder einmal von den Weißhelmen und anderen „pro-westlichen Aktivisten“ auf lächerliche Art und Weise gefälschten Beweismitteln widerlegen. 

Die Bösen gaben trotzdem nicht auf und versuchten wieder einmal, unter dem Missbrauch einer internationalen Organisation (OPCW) Beweismittel zu fälschen. Doch jetzt haben zahlreiche dieser OPCW-Mitarbeiter ausgesagt, dass Verantwortliche die OPCW-Berichte im Sinne des Westens gefälscht haben. Klar war das ohnehin, denn die Faktenlage sprach ganz so eindeutig gegen den Westen, dass auch ein frisierter OPCW-Bericht eigentlich nichts mehr brachte.


Die OPCW-Wissenschaftler rebellieren mittlerweile gegen die Fälschungen. Die westlichen Medien halten den Skandal unter der Decke. Wie immer eben. WikiLeaks hat interne Dokumente zu den Streitigkeiten veröffentlicht.


Nun wird es unseren Propaganda-Medien allerdings etwas schwerer fallen, ihre Fake-News-Propagandastories zum Überfall fremder Länder, der Ermordung und Vergewaltigung ihrer Einwohner und Plünderung ihrer Ressourcen mit einem „Laut einem OPCW-Bericht…“ einzuleiten … äähhh… einzulügen.


Hier unten einige (unvollständige Übersicht) Meldungen der letzten Wochen zum Thema OPCW (Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons, Organisation für das Verbot chemischer Waffen).

mehr:
- Syrien/OPCW: Gefälschter Douma-Giftgasangriff (Blauer Bote, 15.12.2019)
siehe auch:

UK: Journalist condemns 'complete failure' of media after quitting Newsweek over OPCW story {5:50}

Ruptly
Am 19.12.2019 veröffentlicht 
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British journalist Tareq Haddad, who resigned from Newsweek after its management had refused to publish his report on the alleged chemical attack in Syria, gave an exclusive interview to RT, in London on Tuesday.
Haddad said that he was preparing an article on the alleged chemical attack in the Syrian city of Douma, based on the letter purportedly leaked by a member of the Organisation for Prohibition of Chemical Weapons (OPCW), which suggested that the organisation's interim report had been altered and the findings of the OPCW inspectors had been suppressed.
Haddad recounted that his article was turned down despite the fact that the Mail journalist Peter Hitchens, who he said was "an accomplished journalist for 20 years," had already "published this in a reputable publication," and "the letter has since been verified by Reuters."
The journalist said that he "kept pushing" with the OPCW story, following which he "was referred to a Bellingcat article." "I was a bit disturbed that I wasn't really given any valid reasons other than Bellingcat had refuted this article, and like I said, they are not a source to be trusted, in my opinion," stated Haddad.
He then condemned what he described as "a complete failure of the media," with "very few" Western journalists reporting on the story.
"Our job as journalists is to hold governments to account. And if governments are going to war on false premises, then, you know, and we have good evidence to suggest that now, and no one is reporting it, then we aren't doing our job as journalists," said Haddad. Video ID:
20191218 032
Video on Demand: http://www.ruptly.tv
Contact: cd@ruptly.tv  

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Newsweek reporter quits after editors block coverage of OPCW Syria scandal {25:42}

The Grayzone
Am 19.12.2019 veröffentlicht 
Pushback with Aaron Maté
Journalist Tareq Haddad explains his decision to resign from Newsweek over its refusal to cover the OPCW's unfolding Syria scandal. According to whistleblower testimony and leaked documents, OPCW officials raised alarm about the suppression of critical findings that undermine the allegation that the Syrian government committed a chemical weapons attack in the city of Douma in April 2018. Haddad's editors at Newsweek rejected his attempts to cover the story.
"If I don’t find another position in journalism because of this, I’m perfectly happy to accept that consequence," Haddad says. "It’s not desirable. But there is no way I could have continued in that job knowing that I couldn’t report something like this."
Guest: Tareq Haddad, journalist who recently resigned from Newsweek over its refusal to cover the OPCW's Syria scandal.
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Giftgas in Syrien: OPCW versinkt in Manipulation und Lügen {6:16}

RT Deutsch
Am 17.12.2019 veröffentlicht 
Die Organisation für das Verbot Chemischer Waffen (OPCW) soll im Falle eines Einsatzes verbotener Stoffe untersuchen, welche Art Chemikalie wo eingesetzt worden ist. Seit den OPCW Berichten zu angeblichen Chemiewaffenangriffen in Syrien ist die Organisation jedoch in Verruf geraten.
Experten wurden an ihrer Arbeit gehindert, Berichte wurden verfälscht, Beweise ignoriert und unliebsame Mitarbeiter kaltgestellt. Die OPCW kämpft nicht mehr gegen den Einsatz Chemischer Waffen, sondern um die eigene Glaubwürdigkeit. Derweil tritt ein Whistleblower nach dem anderen aus dem Schatten.
Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

Ist die OPCW noch vertrauenswürdig? (Post, 25.11.2019)
- Die OPCW verhindert Aufklärung zum Giftgas im syrischen Duma (Post, 03.11.2019)
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Adventsrätsel, das Neunzehnte von vierundzwanzig


Wenn man nicht sieht, so sieht man sie.
Wenn man aber sieht, so sieht man sie nicht.






Keith Emerson plays BACH BEFORE THE MAST {2:19}

LUCA ZABBINI
Am 27.04.2011 veröffentlicht 
Keith Emerson plays "Bach Before The Mast" a humorous fugue on The Sailor's Hornpipe in the style of Johann Sebastian Bach composed by G.Malcolm.
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KARELIA - Suite op-11 ( Intermezzo ) {4:36}

Carmen Más-Arocas
Am 16.01.2014 veröffentlicht 
Compositor: JEAN SIBELIUS
Directora: CARMEN MÁS AROCAS
Orquesta Filarmónica MARTÍN I SOLER DE VALENCIA
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Mittwoch, 18. Dezember 2019

Realsatire: Scheuer lässt Maut-Akten als geheim einstufen

Scheuer hatte bei der Maut Transparenz versprochen, nun sind etliche Dokumente „vertraulich“. Während viele Deutsche seinen Rücktritt fordern, lobt Merkel ihn.

Verkehrsminister Andreas Scheuer hat in einem ungewöhnlichen Vorgang die Arbeit des Maut-Untersuchungsausschusses erschwert. Beamte des Ministeriums seien in den Bundestag gekommen und hätten Akten zur Maut, die bereits im Parlament lagen, als Geheimsache eingestuft, berichtet der „Spiegel“. Für die Öffentlichkeit seien sie somit gesperrt.

Scheuers Ministerium widerspricht

Verkehrsminister Scheuer hatte für die Aufklärung zur Maut-Affäre eigentlich volle Transparenz versprochen. Um das zu beweisen, hatte der CSU-Politiker im Sommer persönlich Akten im Handwagen von seinem Ministerium zum Verkehrsausschuss des Bundestages transportiert. Später seien weitere Unterlagen nachgereicht worden, sodass es am Ende 52 Aktenordner waren.

Ausgerechnet aus diesem Bestand hätten Ministeriumsbeamte nun viele Dokumente wieder abgeholt, berichtet der „Spiegel“. „Denen schien die ganze Aktion ein wenig unangenehm zu sein“, zitierte das Magazin einen Augenzeugen.

Die Dokumente seien bald wieder in den Bundestag zurückgebracht worden. Doch nun seien sie als „Verschlusssache – vertraulich“ gekennzeichnet – damit sind sie für die Öffentlichkeit unzugänglich. Sie könnten lediglich von Abgeordneten und sicherheitsüberprüften Mitarbeitern gelesen werden.

Das Verkehrsministerium beteuerte, es stehe weiterhin für „maximal mögliche Transparenz“. Dass die Arbeit des Untersuchungsausschusses behindert werde, wie der „Spiegel“ schreibt, sei „falsch“. Das Ministerium räumte allerdings ein, dass bei Dokumenten die Einstufung der Geheimhaltungsstufe geändert worden sei.

mehr:
- Ungewöhnlicher Vorgang im Bundestag Scheuer lässt Maut-Akten als geheim einstufen (Tagesspiegel, 18.12.2019)
siehe auch:
Demokratie als Selbstbedienungsladen: jeder sieht zu, wo er bleibt… (Post, 15.10.2019)
- Maut-Schadensersatzklagen wegen entgangener Gewinne: bescheuert – bescheuerter – Scheuer (CSU) (Post, 11.09.2019)
mein Kommentar:
Sowas nennt man heute Stehvermögen!
Vor 50 Jahren wäre ein SPD-Minister innerhalb von einer Woche zurückgetreten!
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Adventsrätsel, das Achtzehnte von vierundzwanzig


Ein Mann muß einen Fuchs, ein Huhn und einen Sack mit Körnern auf die andere Seite des Flusses bringen.
Das Ruderboot hat für jede Fahrt nur Platz für den Mann selber und jeweils eines der drei anderen Dinge.
Bleibt der Fuchs mit dem Huhn zurück, wird er es fressen, bleibt das Huhn mit den Körnern zurück, wird es diese auffressen.
Wie wird er vorgehen?




Dienstag, 17. Dezember 2019

Nestlé-Urteil: Abfuhr für weitere Wasserprivatisierung

Ein US-Gericht entschied gegen Nestlé und die weitere Privatisierung von Wasser. Das Urteil könnte zum Präzedenzfall werden.
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Das Berufungsgericht des US-Bundesstaates Michigan hat ein Urteil eines Bezirksrichters aufgehoben und Nestlé damit einen empfindlichen Schlag versetzt: Gemäss dem Urteil ist die kommerzielle Wasserabfüllung des Schweizer Nahrungsmittelkonzerns keine öffentliche Dienstleistung und gehört nicht zur öffentlichen Wasserversorgung.

Aufgrund des Urteils darf Nestlé in der US-Gemeinde Osceola keine Wasserpumpstation bauen, die der Konzern gebraucht hätte, um grössere Wassermengen zu fördern. Das letzte Wort scheint aber noch nicht gesprochen: Gemäss US-Medien denkt Nestlé über weitere rechtliche Schritte nach. Nichtsdestotrotz gilt der Richterspruch bei Gegnerinnen und Gegnern der Wasserprivatisierung bereits heute als Meilenstein. Entsprechend erhielt er internationale Beachtung. Nur nicht in der Schweiz, wo sich der Hauptsitz des weltgrössten Nahrungsmittelkonzerns befindet.

mehr:
- Nestlé-Urteil: Abfuhr für weitere Wasserprivatisierung (Tobias Tscherrig, Info-Sperber, 14.12.2019)
siehe auch:
Vom Segen der Privatisierung (Post, 14.11.2018)
- Water Makes Money - Wie private Konzerne aus Wasser Geld machen (Post, 16.02.2013)
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Monsanto läßt forschen🤔 😂 😜

Dokumente zeigen, dass Monsanto auch in Deutschland im Geheimen Studien finanzierte, um Glyphosat ins richtige Licht zu rücken. 

Wie Recherchen von «LobbyControl» zeigen, finanzierte der Chemiekonzern Monsanto zwei wissenschaftliche Studien über den Unkrautvernichter Glyphosat. Mit derartigen Studien, die bei Zulassungsverfahren eine wichtige Rolle spielen können, sollten vor allem die Vorteile des in der Öffentlichkeit stark kritisierten Produkts unterstrichen werden: Seit Jahren steht der Unkrautvernichter Glyphosat im Verdacht, krebserregend zu sein. Trotz der starken Verdachtsmomente, verlängerte die EU-Kommission die Zulassung des Pestizids 2017 für fünf Jahre. 


Es ist nicht neu, dass Monsanto wissenschaftliche Studien über eigene Chemieprodukte mitverfasste oder finanzierte. Allerdings betrafen die Fälle, die bisher publik wurden, allesamt die USA. «LobbyControl» liegen nun Dokumente vor, die beweisen, dass Monsanto auch in Deutschland verdeckt Studien finanzierte. In der Schweiz haben grosse Zeitungen bisher nicht darüber berichtet.
mehr:
- Monsanto finanzierte Glyphosat-Studien in Deutschland (Tobias Tscherrig, Info-Sperber, 11.12.2016)
siehe auch:
Glyphosat: Ein kleines gallisches Dorf leistet Widerstand (Post, 05.10.2019)
Glyphosat: Wissenschaft im Kapitalismus (Post, 28.04.2017)
- Superweeds als Symbol für den entfesselten Kapitalismus (Post, 29.05.2015)
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Adventsrätsel, das Siebzehnte von vierundzwanzig


Ein Fensterputzer putzt ein Fenster am 25. Stock eines Wolkenkratzers, als er plötzlich ausrutscht.
Er hat keine Sicherungsleine, und es gibt auch keine Vorrichtung, den Aufprall zu veringern,
und trotzdem überlebt er fast unbeschadet.
Wie konnte das gelingen?




Montag, 16. Dezember 2019

Leise russische U-Boote in der Adventszeit: Die Nato ist mal wieder erschrocken

Die Russen rüsten ihre Flotte auf, und das macht der Nato Sorgen. Moskaus U-Boote sollen gewaltige technische Fortschritte gemacht haben. Sie sind schwer aufzuspüren und können Internetkabel durchtrennen. Das Bündnis wappnet sich für einen möglichen Krieg am Meeresgrund.

Russische Militärmanöver unter Wasser alarmieren die Nato. Die Verteidigungsallianz meldet für dieses Jahr die meisten Aktivitäten russischer U-Boote seit dem Ende des Kalten Krieges, schreibt das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Hinweis auf offizielle Angaben des Nato-Hauptquartiers in Brüssel. Russland verstärke kontinuierlich seine Operationen unter Wasser, sagte Nato-Sprecherin Oana Lungescu dem RND. Allein bei einer Operation rund um Norwegen im Oktober habe das westliche Bündnis bis zu zehn russische U-Boote gleichzeitig beobachtet.

Die Nato kündigte laut dem Bericht eine Reaktion an. Unter anderem plane das westliche Bündnis mehr Patrouillen im Nordatlantik. Zudem werde man in die moderne U-Boot-Bekämpfung aus der Luft investieren. Der Nordatlantik sei mit Blick auf militärische Nachschubrouten, zivile Handelswege und Kommunikationskanäle "von vitaler Bedeutung für die Sicherheit Europas", betonte die Sprecherin gegenüber dem RND.

mehr:
Rüstungswettlauf unter Wasser Neue russische U-Boote machen Nato nervös (n-tv, 16.12.2019)
siehe auch:
Ein neues U-Boot und mangelnde Medien-Selbstreflexion (Post, 10.07.2016)
KenFM im Gespräch mit: Dirk Pohlmann (Deutsche U-Boote im Kampf gegen Schwedens Neutralität?) (Post, 17.06.2016)
Friedensnobelpreisträger und Narzisst rüsten auf (Post, 22.03.2016 – man achte vor allem auf den Wikipedia-Eintrag zu Kubakrise, Unmittelbare Vorgeschichte!)

zu empfehlen ist vor allem auch der Vortrag von Stratfor-Gründer George Friedman 2015 vor dem Chicago Council on Global Affairs:
- Von der Heartland-Theorie über Brzezinski zur nahen Zukunft (Post, 20.10.2019, 2. Video)
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Adventsrätsel, das Sechzehnte von vierundzwanzig


Ein Bauer will genau vier Kilo Kartoffeln abwiegen.
Für die Waage fehlt ihm aber das Gegengewicht.
Ihm stehen aber zwei Eimer zur Verfügung,
in die jeweils 3 und 5 Liter passen (ohne Markierung) sowie ausreichend Wasser.
Wie geht er vor?




Sonntag, 15. Dezember 2019

Samstag, 14. Dezember 2019

Adventsrätsel, das Vierzehnte von vierundzwanzig


Es ist ein krummes Schwert, das hauet mitten rein,
in eine große Schar und teilt sie ein.
So stellt es Ordnung her in Raum und in Zeit,
sofern der, der es führt, nur selber ist gescheit.




Freitag, 13. Dezember 2019

Mehr Geld für Auslandseinsätze

Die Macht um Acht (41) {25:04}

KenFM
Am 11.12.2019 veröffentlicht 
Mehr Geld für NATO!
Tagesschau bastelt Feindbilder.
„Mehrbelastung von 33 Millionen Euro für Deutschland“, stellt die Tagesschau lakonisch fest, ohne auch nur einmal zu fragen, warum denn die NATO schon wieder mehr Geld braucht. Keine Nachfrage im Verteidigungsministerium, kein journalistischer Zweifel dem Kanzleramt vorgetragen. Aber damit die Tagesschau-Zuschauer eine Art Begründung für das viele Steuer-Geld bekommen, lässt die Redaktion der ARD einen NATO-General kommentieren. Ausgerechnet Egon Ramms, der von Januar 2007 bis September 2010 Befehlshaber des "Allied Joint Force Command“ war, darf solche Sätze ablassen: "Deutschland muss erst einmal aktiver werden. Deutschland ist in meinen Augen zu wenig fokussiert auf die Außenpolitik." Gemeint sind Auslandseinsätze. Und weiter: "Man muss sich darüber im Klaren sein, dass man dieses volle Instrumentarium von Diplomatie bis Militär entsprechend nutzen muss, wenn man Politik machen will.“ Meint: Krieg ist ein prima Mittel der Politik.
Der Mann ist General, hat also eigentlich über die Politik der Bundesregierung und des Parlaments, seines Dienstherren, nichts zu sagen. Aber die ARD gibt ihm die Möglichkeit, Militärpropaganda abzulassen. Und wer führt das Gefälligkeits-Interview? Merle Tilk. Frau Tilk hat ihre journalistische Ausbildung bei der "Bundes­zentrale für politische Bildung" genossen. Diese Zentrale ist faktisch eine Unterabteilung des Bundesinnenministeriums. So geht Personalentwicklung auf dem kurzen Dienstweg: Der Innenminister bildet den Nachwuchs für die Tagesschau aus, und das öffentlich-rechtliche System bedankt sich mit einer Art Werbesendung für das Verteidigungsministerium.
Und damit der Zuschauer genau weiß, gegen wen er die Rüstungskosten bezahlen soll, liefert die Tagesschau diese Schlagzeile: "Mord an Georgier in Berlin - Generalbundesanwalt verdächtigt Russland". Zu diesem Zweck lässt die Redaktion Georg Mascolo, den Meister des Konjunktivs, auf die Zuschauer los. Zwar hat Mascolo keinen Beweis für den Tatverdacht, aber Mascolo weiß trotzdem: "Spur führt nach Russland". Im Text des angeblich investigativen Journalisten wimmelt es von "sollte" und „könnte", wie immer, wenn der seltsame Herr Mascolo nichts weiß, aber viel behauptet. Ein echter Höhepunkt dieser sonderbaren Beweisführung ist dieser Satz "In Karlsruhe (bei der Bundesanwaltschaft) geht man inzwischen davon aus, dass der russische Staat den Mord in Berlin-Moabit in Auftrag gegeben haben könnte. Auch der SPIEGEL hatte darüber berichtet." Also weil der SPIEGEL was berichtet, natürlich auch ohne Beweise, könnte der russische Staat Auftraggeber für einen Mord sein. Könnte-hätte-wäre-möglicherweise: Das ist der ganze Mascolo.
Damit aber vom Dreck, mit dem die Tagesschau um sich wirft, auch wirklich was hängen bleibt, schiebt die Redaktion noch diese Überschrift hinterher: "Tiergarten-Mord - BND befürchtet Tötung des Täters". Also der Inlandsgeheimdienst, der bisher primär als Meister der Aktenvernichtung bekannt geworden ist, hat eine Befürchtung. Und Herr Michael Götschenberg, der als ARD-Sicherheitsexperte bezeichnet wird, nimmt diese Zweckbehauptung ernst und macht daraus eine Nachricht. Was ist wohl ein ARD-Sicherheitsexperte? Einer, der mit dem staatlichen Sicherheitsapparat kooperiert? Einer, der dessen unbewiesene Meinung weitergibt und sie als echt verkauft?
Das Verdächtigungs-Konstrukt findet in diesen Sätzen seinen Höhepunkt: "Konkret steht vor allem der russische Militärgeheimdienst GRU in Verdacht - öffentlich ausgesprochen wird das jedoch noch nicht." Also irgendwas ist irgendwie konkret, aber keiner traut sich, das öffentlich auszusprechen. Und dann aus dem Handbuch der Nachrichtenfälscher noch dieser Satz: "Der Hinweis des BND, dass eben diese staatliche Stelle in Russland jetzt versuchen könnte, den Attentäter zu töten, um ihn auf diese Weise mundtot zu machen, gilt als ein weiteres Indiz dafür." Also ein Indiz soll eine Meinung des Geheimdienstes sein, eine Meinung, die der sich nicht mal selber traut, öffentlich auszusprechen. - In der Justiz gilt ein "Indiz" als "Sachverhalt". Welche Sache hat sich denn hier verhalten? Oder auch: Wer hält hier welche Sache? Rätsel über Rätsel, die mit der Herstellung eines Feindbildes zu tun haben, mit Nachrichten aber nichts und gar nichts.
Viele Zuschauer der Macht-Um-Acht kommentieren unsere Video-Serie und helfen, unsere alternativen Nachrichten besser zu machen. Dafür bedanken wir uns herzlich.
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siehe dazu:
- Interview mit Ex-NATO-General: "Ein Weckruf an die Europäer" (Tagesschau, 20.11.2019)
siehe auch:
NATO malt mal wieder den Teufel an die Wand: die angebliche russische atomare Bedrohung (Post, 25.05.2019)
- Die kontinuierliche Verschwurbelung des US-Imperialismus (Post, 23.04.2019)
Ein Meisterstück der Propaganda des militärisch-industriellen Komplexes: Die Raketenlücke (15.03.2015)

Adventsrätsel, das Dreizehnte von vierundzwanzig


Ein König ließ stets alle Gefangenen verurteilen. Um deren Schuld zu beweisen, hatte er eine Schatulle mit einem weißen und einem schwarzen Kügelchen. Jeder Gefangene durfte eines der beiden ziehen.
War’s das schwarze, dann galt er als schuldig und kam in den Kerker. Zog er dagegen das weiße, kam er frei.
Merkwürdigerweise gelang es keinem, das weiße zu ziehen, und im ganzen Land flüsterte man sich zu: »Der König hat zwei schwarze Kügelchen in seinem Kästchen.«
Eines Tages hatte ein Gefangener die rettende Idee. Wie konnte er sich retten?




Donnerstag, 12. Dezember 2019

Adventsrätsel, das Zwölfte von vierundzwanzig


Am Anfang ist es noch leicht,
aber je mehr du es herumträgst, desto schwerer wird es.



Mittwoch, 11. Dezember 2019

Adventsrätsel, das Elfte von vierundzwanzig



Ein jeder hat’s, 
im Grabe ruht’s. 

Der Herr befiehlt’s, 

der Kutscher tut’s. 



Gerhard Polt - Der CSU-Sammler {6:48}

kennenMedien
Am 15.12.2014 veröffentlicht 
Von der DVD Offener Vollzug mit Gerhard Polt und den Biermösl Blosn (kennen 2008)
(beachte auch die Kommentare!)

Dienstag, 10. Dezember 2019

Adventsrätsel, das Zehnte von vierundzwanzig


Erst klein, dann groß,
erhellt die Nacht, in der Jesus erwacht.
Ist schön anzusehen, wird leider wieder schnell vergehen.



Montag, 9. Dezember 2019

Adventsrätsel, das Neunte von vierundzwanzig


Wer es hat, der sagt es nicht
Wer es nimmt, der kennt es nicht.
Wer es kennt, der will es nicht.



Sonntag, 8. Dezember 2019

SO MORDET SPRINGERS BILD

Und ja, diese Überschrift ist journalistischer Dreck und sie ist eine
unbewiesene Behauptung.
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Aber sie wirkt beim Leser, so wie die Überschriften der Springer-Presse – und nicht nur der. Die bundesdeutsche Bevölkerung ist für den nächsten wilden Ritt eingeladen, um die Russophobie der Mächtigen zu ihrer eigenen zu machen. Was sie wirksam daran hindert, auf dumme Gedanken zu kommen, mittels derer die Kampagnen der gleichgeschalteten Meinungsmacht hinterfragt werden könnten.
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Warum aber wählte ich ausgerechnet solch eine unbewiesene Behauptung, ja Verleumdung? Nun, weil es eine kleine Rochade auf die ähnlich gelagerte Überschrift des Springer-Flaggschiffs darstellt und so deren üble Rolle als Brunnenvergifter der guten Beziehungen zwischen Staaten und Völkern offen legt.

Das mit großen Bildern und fetten Lettern bedruckte Blatt BILD – eine Zeitung ist es ja nicht – wird wohl in den nächsten Tagen aufgrund wiederholter “Hassrede” – im hässlichen Neudeutsch als “Hatespeech” ausgedrückt – von den verantwortlichen Behörden der Bundesrepublik Deutschland seine Lizenz zum Drucken entzogen bekommen. Zumindest wird das die Antonio Amadeo Stiftung (AAS) vehement einklagen. Schließlich weiß diese ganz genau, was “Hassrede” ist:

“Hate Speech ist Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die ihren Ausdruck in gewalttätiger Sprache findet. Sie verletzt die Würde und die Rechte von Menschen und kann ganze Gruppen einschüchtern. Sie kann indirekt sein und über Bilder oder Memes funktionieren. Wird beispielsweise Beschimpfungen nicht widersprochen, sinkt die Empörung darüber. Die abwertende Aussage gilt dann als „normal“. Die Folgen spüren nicht nur die Betroffenen, die Stimmung in der ganzen Gesellschaft wird feindseliger. Hate Speech ist sehr gefährlich, aber nur bedingt strafrechtlich relevant. Der gesellschaftliche Zusammenhalt leidet insgesamt unter Hass und Diskriminierung.” (1)
Tja, so richtig das ist, was uns die AAS hier erläutert, erlauben deren und nicht nur deren blinde Flecken es kaum, das folgende als Hassrede zu erkennen und zu kritisieren. Weil ja BILD nun mal die “Guten” vertritt, nicht wahr?
mehr:
- SO MORDET SPRINGERS BILD (Peter Frey, Peds Ansichten, 07.12.2019)
siehe auch:
Wenn der Feind bekannt ist, hat der Tag Struktur (Volker Pispers) (Peter Grohmüller, DreiBeinBlog, undatiert)
- Judith Holofernes ( Wir sind Helden ) und die BILD ZEITUNG ( GQ ) (transfun01, YouTube, 27.02.2011)
BILD-Zeitung wirbt mit Holofernes-Absage (taz.blog, 27.02.2011)
Nein zu Kampagne: Wir sind Helden watschen "Bild" ab (SPON, 25.02.2011)
Entsetzlich: Der gute Ruf von BILD wird kaputtgemacht!!! (Post, 09.11.2005)

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Der Großteil der Berliner Presse, allen voran Publikationen des Springer-Verlagsberichtete über die Ereignisse des 2. Juni 1967 ausschließlich als Gewaltausbrüche von seiten der Studenten und stellte die Polizei lediglich als korrekt handelnde Opfer dar. Die Veröffentlichung des Fotos eines prügelnden Jubelpersers mit Totschläger in der Hand wurde von allen Zeitungen Westberlins abgelehnt. Ein Foto einer von Polizeiknüppeln verletzten Augenzeugin hingegen wurde auf den Titelseiten von Springer-Publikationen als „Opfer des studentischen Terrors“ verfälscht.[5] Der Springer-Presse wurde von Seiten der Studenten vorgeworfen „statt ihrer Informationspflicht zu genügen und wahrheitsgemäß über die Unruhe der Studenten zu berichten, hat sie die Bevölkerung systematisch gegen die Studenten aufgehetzt.“[6] Dies hatte auch konkrete Auswirkungen, als beispielsweise ein Verwaltungsangestellter, der lediglich Rudi Dutschke ähnlich sah, von einem Bürger-Mob verfolgt wurde, der ihm „Schlagt den Dutschke tot“ und „Hängt ihn auf“ hinterherrief.[5]
[Jubelperser, Presseberichterstattung, Wikipedia, abgerufen am 27.06.2015 – Hervorhebung von mir]

zum Vergleich die aktuelle Wikipedia-Version der entsprechenden Textpassage:
Der Großteil der Berliner Presse berichtete über die Ereignisse des 2. Juni 1967 ausschließlich als Gewaltausbrüche vonseiten der Studenten und stellte die Polizei lediglich als korrekt handelnde Opfer dar. Die Veröffentlichung des Fotos eines prügelnden Jubelpersers mit Totschläger in der Hand wurde von allen Zeitungen Westberlins abgelehnt. Ein Foto einer von Polizeiknüppeln verletzten Augenzeugin hingegen wurde auf den Titelseiten von Springer-Publikationen als „Opfer des studentischen Terrors“ verfälscht.[5] Der Springer-Presse wurde vonseiten der Studenten vorgeworfen „statt ihrer Informationspflicht zu genügen und wahrheitsgemäß über die Unruhe der Studenten zu berichten, hat sie die Bevölkerung systematisch gegen die Studenten aufgehetzt.“[6] Dies hatte auch konkrete Auswirkungen, als beispielsweise ein Verwaltungsangestellter, der lediglich Rudi Dutschke ähnlich sah, von einem Bürger-Mob verfolgt wurde, der ihm „Schlagt den Dutschke tot“ und „Hängt ihn auf“ hinterherrief.[5]
[Jubelperser, Presseberichterstattung, Wikipedia, abgerufen am 08.12.2019]
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Bei den Festgenommenen handelte es sich u. a. um Ulrich Enzensberger, Volker Gebbert, Klaus Gilgenmann, Hans-Joachim Hameister, Wulf Krause, Dieter Kunzelmann, Rainer Langhans und Fritz Teufel.[4] Die Bild-Zeitung titelte: „Attentat auf Humphrey“ und Die Zeit: „Elf kleine Oswalds“. Sogar die New York Times berichtete über den „gefährlichen“ Plan von acht Kommunarden, ihren Vize mit Pudding, Joghurt und Mehl zu attackieren, sodass Uwe Johnson seinen Freund und Nachbarn Günter Grass beauftragte, diese Studenten aus seiner Wohnung zu entfernen. Die Kommunarden wurden schon am nächsten Tag aus der U-Haft freigelassen, gaben ihre erste Pressekonferenz und wurden von nun an in den Zeitungen des Axel Springer Verlags „Horror-Kommunarden“ genannt.
[Kommune I, Das „Pudding-Attentat“, 4. Absatz, Wikipedia, abgerufen am 27.06.2015 – Hervorhebung von mir]
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zum »Pudding-Attentat« siehe auch:
- 68er-Revolte und Ukraine-Krise: Die Identität des Westens und der Kampf um die Deutunghoheit oder Der Unterschied zwischen Pudding und Sprengstoff (Post, 27.06.2015)

Fritz Teufel - oder: Warum haben Sie nicht geschossen? Dokumentarfilm/Interview in der Groni50 {1:01:12 – Start bei 14:40}

FritzTeufelVideos
Am 22.03.2012 veröffentlicht 
zu Fritz Teufel siehe auch:
Die konsumierte Revolution (Post, 30.12.2018)
Für eine Kultur der Integrität (Post, 07.09.2014)
Denn er wurde ja zwischenzeitlich immer wieder auf übelste Weise ins Gefängnis gesperrt.
[
Fritz Teufel gestorben – "Er verstand die Welt nicht, in der er lebte"SPON-Interview mit Rainer Langhans, 07.07.2010]
Fritz Teufel - oder: Warum haben Sie nicht geschossen? Dokumentarfilm/Interview in der Groni50 {1:01:12 – Start bei 49:39 »Sonst wäre es um unsere Demokratie sehr schlecht bestellt.«}

FritzTeufelVideos
Am 22.03.2012 veröffentlicht

Die Meinung der Arbeiter über Studenten der 68er-Bewegung {0:43}

Gegen-Sozialismus.jimdo.com 
Veröffentlicht am 21.08.2012
Zitat aus obigem Video:
»Irgendwie wollten die Arbeiter nicht das richtige Klassenbewußtsein eintwickeln. Vielleicht wollten sie lieber einen Opel Kadett…Dutschke & Co. hofften auf ein Proletariat, das es nicht gab.«
Even playing Donald Rumsfeld Steve Carell can’t resist from laughing. vicemovie stevecarell {0:36}
Daniel Fort
Am 08.01.2019 veröffentlicht 
Steve Carell laughing