Mittwoch, 30. Mai 2007

Gen Mais macht Ratten krank

Neue Studie belegt die Gefährlichkeit von Monsanto Getreide

Die Skepsis vieler Wissenschaftler war berechtigt: Der als Lebens- und Futtermittel in Deutschland zugelassene Gen-Mais M0N863 birgt tatsächlich ein Gesundheitsrisiko. Das belegt jetzt erstmals eine Studie der unabhängigen französischen Expertengruppe CRIIGEN. Ratten wiesen nach dem Verzehr der Körner aus den Labors des US-Konzerns Monsanto verschiedene Schädigungen auf.

Die französischen Wissenschaftler nahmen für ihren Bericht die Originaldaten eines 90 tägigen Fütterungstests unter die Lupe, den Monsanto 2002 selbst durchgeführt und ausgewertet hatte. Die Ergebnisse bezeichnete das Unternehmen damals als unbedenklich, hielt aber alle Dokumente unter Verschluss. Erst Greenpeace gelang es mit einer Klage 2005, Monsanto zur Herausgabe der kompletten Versuchsinformationen zu zwingen, auf deren Basis CRIIGEN nun zu dem für den Konzern prekären Ergebnis kam.

Trotz aller Bedenken verschiedener Mitgliedsländer hat die EU Kommission Anfang 2006 M0N863, der ein Gift gegen den Maiswurzelbohrer produziert, als Futter- und Lebensmittel zugelassen. Verwendet wird er hierzulande ausschließlich als Tierfutter. Auf dem Acker stehen darf er in der EU nicht, er wird aus Nordamerika importiert. Für den kommerziellen Anbau erlaubt ist in Deutschland aber ein anderes Monsanto Produkt: der gegen den Maiszünsler resistente MON810. Knapp 3.500 Hektar haben Landwirte für 2007 bislang angemeldet, fast nur im Osten der Republik. Auch MON810 zeigt, wie Greenpeace-Experte Christoph Then betont, „Auffälligkeiten im Tierversuch“. In Polen und Ungarn ist der Anbau von MON810 verboten, in Österreich sogar der Import. Greenpeace fordert von Landwirtschaftsminister Horst Seehofer, sich an den in der EU Gesetzgebung vorgeschriebenen Grundsatz der Vorsorge zu halten, ein Anbauverbot für Gen-Mais zu verhängen und sich auf EU-Ebene für einen generellen Zulassungsstopp von Gen-Pflanzen einzusetzen.

Wo in Deutschland Felder für Gen-Mais angemeldet sind, können Sie im Internet unter www.greenpeace.de/themen/gentechnik nachsehen. Die Karte wird fortlaufend aktualisiert.

aus den Greenpeace-Nachrichten 2-07
siehe auch bei Greenpeace

siehe auch meinen Post vom 22.3.07
siehe auch die Meldung von Post
siehe auch die Meldung von Bio-Markt.Info
siehe auch die Meldung in der Welt Online

Was ist daran Kunst? Nr. 2



Dank an kunfusius

Bei der Kunst ist es wie in der Psychotherapie: Wenn genaueres Hinsehen nicht weiterführt, ist Assoziieren angesagt. (Wie beim Post über das bundesdeutsche Leichenfledderer-Duo Schmidt-Pocher)

Sonntag, 27. Mai 2007

Die Entdeckung des Blutkreislaufs

Vor 350 Jahren starb William Harvey, der Entdecker des Blutkreislaufs. Noch 1616 hatte er in seinen anatomischen Vorlesungen verkündet: »Zuweilen wächst das Gehirn, zum Beispiel bei Vollmond, und wenn man schreit, … ebenso bei Nässe.« In einer Zeit, in der Giordano Bruno oder der Spanier Miguel Serveto, der Entdecker des Lungenkreislaufs, als Ketzer verbrannt wurden, waren solche heute eher als witzig empfundenen Aussagen über die Funktionsweise des menschlichen Körpers eher akzeptabel als deren exakte wissenschaftliche Beschreibung. Aus diesem Grund sollten wir solchen Menschen, die zum Sieg der Vernunft über das magische Denken beitrugen, hochschätzen. Hier ein Beispiel, wie unser Geist noch Anfang des 18. Jahrhunderts arbeitete:

Im Jahre 1728 berichtete die Berliner „Vossische Zeitung“ (Nr. 105) aus Ungarn (Szegedin): „Eines Schusters Sohn spielte mit anderen Knaben auf der Gasse und ließ verlauten, daß er Wetter [Unwetter] machen könne, welches ein anderer Knabe zu Ohren faßte; und da noch selbigen Tages ein hartes Wetter kam, welches alle dortigen Weingärten zu Boden schlug, erzählte es der eine Knabe seinem Vater, daß des Schusters Sohn gesagt, er könne Wetter machen. Dieser zeigte es sofort bei der Obrigkeit an, woraufhin nicht nur der Knabe, sondern noch viele, die er angab, verhaftet wurden. Man verhörte sie wegen ihrer Hexerei auf der Folter [‚entsetzlich scharf'’], wodurch sie bewogen wurden, horrende Sachen zu bekennen, daher das Urteil erging, daß 13 von ihnen, 6 Hexenmeister und 7 Hexen, verbrannt werden sollten … jetzt sitzen noch 28 im Gefängnis.“ Dazu der „Hamburgische Correspondent“ (1728, Nr. 139): „Es wurden drei Scheiterhaufen eine Stunde vor der Stadt an der Theiß aufgerichtet, allwo in der Mitte eines jeden ein großer Pfahl eingegraben stand; an jeden Pfahl wurden auf einem jeden Haufen 4 Malefikanten mit Stricken angebunden … Darauf wurden alle drei Haufen zugleich angezündet und in volle Flammen gesetzt; und obwohl die Malefikanten eine starke Viertelstunde in den umgebenden Flammen gelebt, so hat man dennoch nicht das geringste Geschrei von ihnen gehört … Es sind noch 8 in Haft … Gestern sind weitere 20 gefangen worden.“
aus Orthband, Geschichte der großen Philosphen, S. 311

Samstag, 26. Mai 2007

Harald Schmidt holt Oliver Pocher











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Da es noch nicht mal Konfusius gemerkt hat: Das hier ist Kunst. Kunst soll zum Nachdenken anregen. Wem das zu schwierig ist, für den hier die Auflösung:

»Dazu fällt mir nichts mehr ein!«

Atlas der Globalisierung

Die Welt ist im rasanten Wandel. Doch welche Kräfte treiben ihn an? Wer profitiert und wer zahlt den Preis? »Le Monde diplomatique« gelingt das Kunststück, die hochkomplexe Dynamik der Globaisierung in verständliche Theman zu gliedern und die Entwicklung in klaren Texten und anschaulichen Karten und Grafiken fassbar zu machen. (Greenpeace-Rezension)

Atlas der Globalisierung – Die neuen Daten und Fakten zu Lage der Welt; taz-Verlag, Berlin 2006, 198 Seiten, 12 Euro

Kampf um Afghanistan

Das ZDF brachte in der letzten Woche einen neuen Bericht nach dem Selbstmordanschlag vom 19. Mai: »Die Rückkehr der Taliban« von Martin Smith (noch’n Link). Es machen sich ja alle möglichen Leute Gedanken, auch bei Maischberger.
Grundsatzartikel gibt es bei weltpolitik.net und der AG Friedensforschung der Uni Kassel.

Hier eine Liste der unter dem Stichwort »Afghanistan« entstandenen Beiträge der Kasseler Friedensforschung-AG, und eine Liste zu »Pakistan«.

Die ZDF-Sendung berichtete über massive Schwierigkeiten Pakistans, die Regierungshoheit im Hindukusch auszuüben, wohin sich, das scheint inzwischen festzustehen, die Taliban-Kämpfer zurückgezogen haben. Dort haben sie ihre logistischen Stützpunkte und werden von der Bevölkerung auch angesehen. Ein Kampf gegen die Taliban in Afghanistan wird so nämlich ins Leere laufen, wenn sich diese auf pakistanisches Hoheitsgebiet zurückziehen können (ORF-Artikel). Auf den zunehmenden Druck der USA hin (siehe auch den Telepolis-Artikel), versucht Pakistans Präsident Musharraf (Staatsoberhaupt seit einem unblutigen Putsch 1999) durch Abkommen mit den im Hindukush lebenden Stämmen auf diese Einfluß auszuüben (siehe auch den Artikel von Conrad Schetter). Interessant dabei die Tatsache, daß der pakistanische Geheimdienst die Taliban (der Artikel erklärt auch die Fragwürdigkeit dieses Begriffs) unterstützt. Musharraf hat Schwierigkeiten, sowohl gegen den Geheimdienst wie auch gegen die Taliban vorzugehen, da es in seiner Umgebung einiges an Sympathien für diese gibt und er dadurch in seiner Handlungsfreiheit stark eingeschränkt ist. (In sieben Jahren überlebte er drei Anschläge.)
Der Film von Martin Smith erzählt, wie nach dem zunehmenden Druck in Afghanistan sich die Taliban in die Stammesgebiete im Hindukusch zurückzogen und von einem jungen, charismatischen Führer aufgenommen wurden. Nach dem Scheitern der Abkommen zwischen der pakistanischen Regierung und den Stammesführern gab es einen Luftschlag – unklar, ob von Pakistan oder den USA ausgeführt –, bei dem dieser ums Leben kam.


Söldner – Kriegsführung mit dem Scheckbuch

Dr. Peter W. Singer von der US-Denkfabrik Brookings Institut beschäftigt sich in „Die Kriegs-AGs“ mit privaten Militärfirmen (PMF).

„Der Krieg gegen den Terrorismus ist ein Vollbeschäftigungsprogramm für diese Jungs“, sagte ein Pentagon-Beamter über die Folgen des 11. September. Von wem sprach er?
Von privaten Militärfirmen, PMFs. Die Reaktion der Politik auf die Terroranschläge lief auf eine Kur für die Brauche hinaus. Die Operationen der US-Streitkräfte in Afghanistan oder Irak wären ohne zugekaufte militärische Dienstleistungen nicht möglich. PMFs übernehmen Aufgaben, die früher Soldaten hatten: von Kampfeinsätzen über Logistik hin zu technischem Service.

Wie ist diese Militärindustrie entstanden?
Drei Kräfte Anfang der 90er Jahre haben sie begünstigt: Das Ende des Kalten Krieges und neue Bedrohungen. Eine neue Art von Kriegsführung, in der die Trennung zwischen Soldaten und Zivilisten verwischt. Und eine Ideologie, die mehr auf Markt als auf Staat setzt.

Wer sind die Firmen?
Halliburton ist die größte. Allein im Irak hat sie mehr als 18 Milliarden Dollar Umsatz gemacht. Die einflussreichste war Executive Outcomes, eine südafrikanische Firma ehemaliger Apartheidssoldaten, die zum Beispiel in Angola und Sierra Leone auf Seiten der Regierung gekämpft hat.

Wie viele dieser Firmen gibt es weltweit?
Die Industrie ist global, mit über 500 Firmen aus aller Herren Länder – von den USA und Großbritannien bis Nepal und Uganda. PMFs haben schon auf jedem Kontinent außer der Antarktis operiert, von den Balkankriegen über Papua-Neuguinea his zum Irak. Mehr als 50 Regierungen haben sie angeheuert, multinationale Konzerne, Drogenkartelle, aber auch mehr als 40 humanitäre Organisationen. Krieg ist keine Staatsaffäre mehr. Mit einem Scheck kann nun jeder militärähnliche Macht kaufen. Die Firmen versuchen, mit Krieg so viel Geld wie möglich zu machen.

Ist das eine moderne Version des Söldnertums?
Mit den PMFs hat sich die Söldnerbranche zu einem gigantischen Unternehmenszweig entwickelt. Söldner galten einmal als Kriminelle und mussten sich verstecken. Im Gegensatz dazu agiert die PMF-lndustrie direkt vor unseren Augen.

Wer kontrolliert sie?
Niemand. Internationale sind nationale Gesetze fehlen völlig. Die meisten Firmen operieren in „problematischen“ Staaten, die ihre Gesetze nicht durchsetzen können. Sich stur auf die Firma und ihre Auftraggeber zu verlassen, ist nicht genug. Das konnten wir in Abu Ghraib [Link 1, Link 2, Link 3, Link 4] sehen, wo 50 Prozent der Verhörspezialisten private Auftragnehmer waren. Ein Zirkus wird schärfer kontrolliert als jede private Militärfirma.

Interview: NINA SCHULZ

* Peter W Singer: Die Kriegs-AGs, Zweitausendeins, 27,90 Euro
siehe auch:
- Söldnerherz (Alexandra Fuller, Lettre International 70, Herbst 2005)

Wenn jemand das Video zu dem Boris-Vian-Chanson »Le Deserteur« von Les Sunlights findet, wäre ich für einen Hinweis dankbar!


Ein paar interessante Hintergrundinformationen zu dem Lied

aktualisiert am 19.09.2014

Freitag, 25. Mai 2007

Einst …

Once upon a time,
in a land far away,
a beautiful, independent,
self assured princess
happened upon a frog as she sat,
contemplating ecological issues
on the shores of an unpolluted pond
in a verdant meadow near her castle.
The frog hopped into the princess’ lap
and said: “Elegant Lady,
I was once a handsome prince,
until an evil witch cast a spell upon me.
One kiss from you, however,
and I will turn back
into the dapper, young prince that I was
and then, my sweet, we can marry
and set up housekeeping in your castle
with my mother,
where you can prepare my meals,
clean my clothes, bear my children,
and forever
feel grateful and happy doing so.”
That night,
as the princess dined sumptuously
on lightly sautéed frog legs
seasoned in a white wine
and onion cream sauce,
she chuckled and thought to herself:
Thanks for the offer.

Die Online-Übersetzung von Reverso möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Einmal, in einem Land weit weg, schön, unabhängig, selbst stieß versicherte Prinzessin auf einen Frosch, wie sie saß, über ökologische Ausgaben (Probleme) an den Ufern eines unverschmutzten Teichs in einer grünen Wiese in der Nähe von ihrem Schloß nachdenkend.
Der Frosch gehüpft in die Runde (den Schoß) der Prinzessin und sagte: „Elegante Dame, ich war sobald ein hübscher (beträchtlicher) Fürst, bis eine schlechte Hexe eine Arbeitszeit (Faszination) auf mich warf. Ein Kuß von Ihnen jedoch und werde ich in den adretten, jungen Fürsten umkehren lassen, dass ich war und dann, meine Süße, können wir uns verheiraten und Haushalt in Ihrem Schloß mit meiner Mutter aufstellen, wo Sie meine Mahlzeiten vorbereiten, meine Kleider reinigen, meine Kinder tragen, und auf immer dankbares und glückliches Tun so fühlen können.“
In dieser Nacht, wie die Prinzessin aufwendig auf leicht sautéed Froschschenkel ausgereift in einem weißen Wein und creme Zwiebelensoße bewirtete, gluckste sie und dachte zu sich selbst: Vielen Dank für das Angebot.

Vielen Dank!
… und noch ein Link von konfusius (Danke!)

Dienstag, 22. Mai 2007

Japan: Immer eine Kilowattstunde voraus

Wie sich der Stromverbrauch von Elektrogeräten senken lässt, macht Nippon systematisch vor. Möglich wäre das auch hier. Doch Deutschland und die EU verschenken das Potenzial.

Japan produziert die energieeffizientesten Kühlschränke und Elektronikprodukte der Welt. Motor dieser Entwicklung ist das vor acht Jahren eingeführte „Top Runner Modell“, das stromfressende Geräte vom Markt drängt: Alle paar Jahre muss eine neue Generation von Elektrogeräten deutlich energieeffizienter sein als die vorherige. Binnen drei bis fünf Jahren müssen die staatlich verordneten Mindeststandards eingehalten werden. Bei jedem Gerät wird ausgewiesen, um wie viel Prozent die Effizienzmarke unterboten wird und wie viel Geld der Verbraucher bei der künftigen Stromrechnung einspart. Dagegen werden Firmen, deren Produkte die Mindesthürde nicht schaffen, öffentlich angeprangert und vom Verbraucher gemieden. Obwohl Japan mit diesem Konzept seit Jahren Erfolg hat und den Stromverbrauch von Elektrogeräten stetig senkt, konnten sich weder Deutschland noch die EU dazu durchringen. Dabei liegt hier ein enormes Energiesparpotenzial: Zugunsten des Geldbeutels und des Klimas könnten Videorekorder 60 Prozent, Klimaanlagen 63 und Computer sogar bis zu 80 Prozent Strom sparen.
aus dem greenpeace magazin 6.06

Italien: Gutes von der Mafia

Das ärgert die Mafia wirklich: Von ihr beschlagnahmte Immobilien und Ländereien können an soziale Projekte übereignet werden. So will es Gesetz 109/96, das die Organisation „Libera Terre“ durchsetzte. „Was der Gemeinschaft durch illegale Geschäfte genommen wurde, soll ihr zurückgegeben werden“, sagt Gründungsmitglied Don Raffaele Bruno. Aus Mafiosi-Palästen werden so drogentherapeutische Einrichtungen, Jugendtreffs oder Schulen. Auf bislang rund 450 Hektar konfiszierten Ländereien bauen soziale Kooperativen Ökowein, -oliven, -gemüse und -getreide an. Für viele Arbeitslose, frühere Drogensüchtige und Häftlinge ein Ausweg aus der Not – und eine Alternative zur Mafia. Bei einer „Vermögensabschöpfung“ in Deutschland hingegen ist die öffentliche Hand der Nutznießer.
aus dem greenpeace magazin 6.06

Schweiz: Essen ohne Gewissensbisse

Unangefochtener Spitzenreiter beim Handel mit fairen Produkten ist ein Nicht-EU-Land: Die Schweizer geben jährlich durchschnittlich 18,47 Euro für Waren mit dem Fairtrade-Siegel aus, die Deutschen dagegen magere 70 Cent. Damit liegt Deutschland noch unter der Hälfte des europäischen Durchschnitts von ohnehin niedrigen 1,50 Euro. Dabei hält einer Emnid-Umfrage zufolge mehr als ein Drittel der Deutschen den fairen Handel für unterstützenswert. Weltweit wuchs der Fairtrade-Handel im letzten Jahr um 37 Prozent auf 1,1 Milliarden Euro Umsatz, in Deutschland verzeichnete TransFair ein Plus von 25 Prozent. Inzwischen profitieren schon eine Million Kleinproduzenten in armen Ländern vom fairen Handel, der ihnen langfristige Lieferbeziehungen und ein menschenwürdiges Einkommen garantiert.
aus dem greenpeace magazin 6.06

Und noch mal die Schweiz: Flugverbot für Bio

Das Label „Bio Suisse“ bekommen Ökoprodukte in der Schweiz nur, wenn sie nicht per Flugzeug importiert wurden. Coop hält sich als einzige Handelskette konsequent an diese Auflage. „Das Flugverbot ist für uns eine Frage der Glaubwürdigkeit“, erklärt Jacqueline Forster-Zigerli, die Sprecherin von „Bio Suisse“.
aus dem greenpeace magazin 2.07

Versuchstiere – Weiße Mäuse bei Olympia

China setzt bei den Olympischen Spielen 2008 auf weiße Mäuse: Die Nager kosten das Essen für die Athleten vor. Wegen schlechter Produktionsstandards sind chinesische Lebensmittel oft hochgradig mit Chemikalien, Anabolika oder Schwermetallen belastet. Sportler müssen nicht nur Lebensmittelvergiftungen fürchten, manche Substanzen im Essen könnten auch zu positiven Dopingtests führen – und damit zum Karriere-Aus. Da die Mäuse binnen 17 Stunden auf Giftstoffe reagieren, sollen bei den Spielen in Peking für Sicherheit sorgen.
Aus dem greenpeace magazin 2.07

Montag, 21. Mai 2007

Die 68er Revolution – Wie es anfing

Angesichts des bevorstehenden 40sten Todestages Benno Ohnesorgs hat die ZEIT (in iher aktuellen Nr. 21 vom 17.5.2007) einen Teil ihres Feuilletons den gesellschaftlichen und Studentenunruhen der damaligen Zeit gewidmet. Ohne diese Ereignisse sind weder RAF noch Osho oder die ganze Esoterikbewegung, die Grünen, BUND, Greenpeace oder die Frauenemanzipation zu verstehen.

Nachdem offensichtlich wurde, daß die staatliche Macht aggressive Auseinandersetzungen immer gewinnt, spaltete sich die Protestbewegung in drei Richtungen:
- die politische Bewegung versuchte entweder den »Marsch durch die Institutionen« oder radikalisierte sich;
- die Umweltbewegung versuchte, eine heile Welt zu schaffen oder soweit als möglich zu bewahren, damit in ihr heile Menschen leben können;
- die Esoterikbewegung versuchte, individuell an sich selbst zu arbeiten, da sie sonst gesellschaftliches Wirken als sinnlos ansah.

Hier der Link zur Themenseite in der ZEIT:
» 1968 – wie alles begann

die Aufsätze im einzelnen:

1968 – WIE ALLES ANFING

Der Sommer, in dem unser 68 begann
VON MATHIAS GREFFRATH
Die deutsche Studentenbewegung formierte sich bereits 1967. Eine Beschwörung der entscheidenden Wochen in West-Berlin.
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Plötzlich lag ein Mensch vor mir
Frederike Hausmann erinnert sich an den 2. Juni, als sie den sterbenden Benno Ohnesorg fand.
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SIEBEN FRAGEN AN 1968

Müßten die »68er« in Wahrheit »67er« heißen?
Ein Kommentar von Volker Ullrich
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Wie autoritär war die Bundesrepublik 1967?
Ein Kommentar von Ulrich Greiner
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Haben die 68er die Familie zerstört?
Ein Kommentar von Susanne Mayer
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Hat die Springer-Presse Hass geschürt?
Ein Kommentar von Thomas Assheuer
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Hat die Apo den Marsch durch die Institutionen geschafft?
Ein Kommentar von Christian Staas
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Wurden die RAF und ihr Terror durch die 68er erst möglich gemacht?
Ein Kommentar von Patrick Schwarz
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Hitlers Kinder?
Ein Kommentar von Jens Jenssen
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Chronik der Proteste
Die Geschicht der Revolte von 1968

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Hier ein Link zur Themenseite im stern

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Hier ein Link zu einem Artikel in der HAZ

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Und bei der ganzen Politik soll auch ein wichtiges Element der damaligen Zeit nicht vergessen werden: Die Kunst. Die sah sich nämlich damals als wichtiger Motor gesellschaftlicher Veränderungen.



Wer weiß, daß »Lucy in the Sky with Diamonds« Namensgeber für das erste »Lucy« genannte Skelett des Australopethicus afarensis war, das 1974 in Afrika gefunden wurde. (Das war die Zeit, in der nach dem sogenannten »Missing Link« zwischen Affen und Menschen gesucht wurde. Man glaubt es nicht: Damals war das noch ziemlich strittig, ob – flapsig formuliert – der Mensch vom Affen abstammt. Über die Beziehung zwischen Lucy und Dian Fossey – den meisten bekannt aus dem Film »Gorillas im Nebel« (gespielt von Sigourney Weaver) – werde ich später mal einen besonderen Post schreiben.)
Wer weiß, daß »Fool on the Hill« ein Lied über Buckminster Fuller ist? (Der ist bekannt durch seine geodätischen Kuppeln – noch eine eigene Geschichte – und prägte Begriffe wie »militärisch-industrieller Komplex«, »Raumschiff Erde«, »Synergie« und »Tensegrity« – heute meist als von Carlos Castaneda entwickelte Bewegungsübung verstanden.) Und die Beatles, von denen die beiden Schlaglichter stammen, veröffentlichten vor vierzig Jahren – am 1. Juni 1967 – ihr berühmtes Konzeptalbum »Sgt. Pepper’s Lonely Heart Club Band« (auf dem ist auch »Lucy in the Sky with Diamonds« zu finden). Allein schon das Cover hat eine Aussagekraft, die wir auf heutigen aktuellen Musikwerken nicht mehr erwarten, geschweige denn finden. Die Lektüre des Wikipedia-Artikels über das Cover sei wärmstens empfohlen!!

zu einer Rezension des Werks auf musik.ciao.de




Freitag, 18. Mai 2007

So machen’s die Franzosen

Mit Disziplin: Schon die Kleinsten werden in der École Maternelle unterrichtet wie später in der Grundschule.

Schule für kleine Staatsbürger

ÉCOLE MATERNELLE Nirgendwo in Europa werden so viele Kinder geboren wie in unserem Nachbarland. Das liegt auch an der staatlichen Betreuung.

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Von Birgitta Mogge-Stubbe, Lyon

Die École Maternelle ist – anders als ein deutscher Kindergarten oder Kinderhort – eine reguläre Einrichtung des französischen Bildungssystems für zwei- bis sechsjährige Kinder. Sie verfolgt ein eigenes pädagogisches Konzept, hat einen verbindlichen Lehrplan und festgelegte Lernziele, die an Alter und Entwicklungsstand der Kleinen ausgerichtet sind. Zwar besteht keine Schulpflicht – die beginnt erst mit sechs Jahren –, aber gut 35 Prozent der Zwei- und fast 100 Prozent der Dreijährigen besuchen eine Vorschule. Grundsätzlich handelt es sich um Ganztagseinrichtungen mit Öffnungszeiten oft bis in den frühen Abend, mit Mittagessen und (für die Kleineren) Mittagsschlaf. Die Eltern können Sohn oder Tochter auch zu Hause verköstigen, doch die wenigsten machen Gebrauch davon.

Auch die Krippe (crèche) für Kinder von zwei Monaten bis zu drei Jahren wird ganztags angeboten; mancherorts stehen Erzieherinnen gut zwölf Stunden zur Verfügung. Entgegen landläufiger Meinung ist nur ein Drittel der Minis in einer Crèche, die meisten werden von einer Tagesmutter gehütet.

Staat und Kommunen lassen sich die Kinderbetreuung einiges kosten. Der Staat gibt großzügige Zuschüsse zu den Kosten für Krippen und Tagesmutter. Er zahlt für die ersten beiden Kinder monatlich mindestens 119 Euro (maximal 165), fürs dritte Kind 271, für jedes weitere kommen gut 150 Euro hinzu. Seit drei Jähren gewährt er Erziehungsurlaub schon ab dem ersten Kind und eine Geburtsprämie, die je nach Einkommen bis zu 826 Euro betragen kann. Alles in allem kann sich die Steuerlast für kinderreiche Haushalte so ermäßigen, dass sie nichts abführen. Ebenfalls attraktiv: die flächendeckende Einrichtung der kostenfreien Écoles Maternelles.

Junge Familien danken die Fürsorge mit Zeugungsfleiß. Im vergangenen Jahr meldete Frankreich einen Rekord: die höchste Geburtenrate der EU. Obwohl Frankreich rund 20 Millionen weniger Einwohner hat als Deutschland, kamen hier 831.000 Babys zur Welt, in Deutschland waren es 675.000. Damit liegt die Geburtenziffer pro Frau jetzt bei durchschnittlich 2,07 Kindern (in Deutschland 1,4).

Die demografische Entwicklung könnte, so das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln, langfristig dazu führen, dass Frankreich die stärkste Wirtschaftsmacht in der EU wird: Viele Kinder erarbeiten mehr Wohlstand. Thomas Straubhaar, der Chef des Weltwirtschaftsinstituts in Hamburg, formuliert vorsichtiger: Die hohe Geburtenrate sei „ein psychologisches Zeichen für den Zukunftsoptimismus einer Gesellschaft“.

In der Tat ist es für französische Frauen selbstverständlich, beides zu haben: Familie und Karriere. 80 Prozent der Mütter mit zwei Kindern sind berufstätig; sie schätzen die gesellschaftliche Anerkennung, die sie durch den Beruf erfahren. Laut Cathérine Marry vom Centre Nationale de la Recherche Scientifique (CNRS), einer der deutschen Max-Planck-Gesellschaft vergleichbaren Forschungsorganisation, „schätzt man in Frankreich eine Mutter, die arbeitet, auch wenn sie ein kleines Kind hat. Man verbindet damit positive Wertvorstellungen.“

Viele junge Frauen verbringen nur den gesetzlichen Mutterschutz zu Hause – zwölf Wochen bei den ersten beiden Kindern, 16 ab dem dritten Kind –, dann geben sie das Baby zur Tagesmutter oder in die Krippe. Sandrine Lamer, Mutter eines 20 Monate alten Jungen, die jetzt ihr zweites Kind erwartet, denkt nicht einmal daran, ihre Stelle im Pariser Goethe-Institut aufzugeben. Halbtags zu arbeiten wäre eine Option, wenn dann das Geld noch reichte. Aber dass eine Frau ganz aussteige, sei höchst selten: „Wir Franzosen haben ein anderes kulturelles Verständnis von Mutter und Beruf als die Deutschen.“ Da Krippen und Vorschulen früh öffnen, Büros und Geschäfte aber selten vor neun Uhr, teilen sich viele Eltern den Kinderbringedienst; fürs Abholen kann man eine Tagesmutter auch stundenweise beschäftigen. „Alles ist organisierbar“, sagt Sandrine Lamer.

Sie selbst hatte ihr Kind schon während der Schwangerschaft für einen Krippenplatz angemeldet. Ein halbes Jahr überbrückte sie mit einer Tagesmutter, bevor der Platz frei wurde. Der Kleine geht gern in die Crèche. Dort hat er Freunde und einen festen Rhythmus: Spielen, Lernen, Essen, Schlafen – alles vollzieht sich nach klaren Regeln, „ohne dass der biologische Rhythmus der Kleinen gestört würde“, erklärt Lamer. Besonders wichtig: „Im Umgang mit anderen Kindern und anderen Bezugspersonen lernt mein Sohn soziales Verhalten.“ Später, in der Maternelle, kommt er in der großen Gruppe und mit den hohen Anforderungen an Lernen und Disziplin leichter zurecht.

Die École Maternelle ist als Einrichtung beinahe unantastbar. Dagegen spricht nicht, dass eine gewisse intellektuelle Lust an reformpädagogischen Ansätzen (weniger Drill) zu beobachten ist. Der Staat bezahlt die Lehrkräfte (gut 90 Prozent sind Frauen), die zum Lehrerexamen eine Zusatzausbildung in frühkindlicher, Pädagogik nachweisen müssen. Die Kommune stellt die Gebäude und finanziert den für jede Klasse verpflichtend vorgeschriebenen Assistenten, meist Frauen. Diese Hilfskraft ermöglicht es der Lehrerin, sich ganz auf den Unterricht zu konzentrieren. Sie ist auch nötig, weil es zu den Grundregeln der Vorschule gehört, ein Kind nie auch nur einen Augenblick unbeaufsichtigt zu lassen.

Sicherheit hat absoluten Vorrang, auch beim Herumtoben auf dem Hof, auch beim Gang zur Toilette. Die im Klassenraum der Lyoner École Maternelle Joseph Cornier angepinnte Regel „Je vais aux toilettes seul(e) en demandand la permission“ kann nur meinen, dass das Kind auf dem Örtchen keine fremde Hilfe braucht. Dass sich ein, zwei oder mehr Kinder allein in einem Raum aufhielten – undenkbar.

Für spontane Ideen und „zielloses“ Spielen bleibt da wenig Zeit. Sie sind im Grunde auch nicht vorgesehen. Die Vorschule will Kinder nicht hüten, sondem die künftigen Staatsbürger heranbilden („former les futurs citoyens“), und das gelingt nun mal am besten über Sprachbildung, kulturelle Bildung und Persönlichkeitsbildung. Wo das nicht angemessen gelingt, etwa in sozialen Brennpunkten, verstärkt Vater Staat jetzt seine Fürsorge: Dort sollen möglichst alle Zweijährigen in die Ècole Maternelle gehen, damit sie die richtigen Dinge lernen.

Literatur: Simone Wahl: Bildung von Anfang an/Les Premier pas. Ein deutsch-französischer Vergleich. Dohrmann Verlag, Berlin 2006. 296 Seiten, 18,90 Euro.

aus dem Rheinischen Merkur Nr. 16/2007

Mittwoch, 16. Mai 2007

Ärztekammer Hamburg verabschiedet Resolution gegen elektronische Gesundheitskarte

Die Delegiertenversammlung der Ärztekammer Hamburg hat gestern Abend ein Zeichen gegen die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte gesetzt: "Im Interesse eines verantwortungsbewussten ärztlichen Entscheidens und Handelns für die Patienten und zum Schutz ihrer Daten lehnt die Ärztekammer Hamburg die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte ab", heißt es in einer mit 19 zu 11 Stimmen verabschiedeten Resolution.

Die mit der Karte geplante Speicherung sensibler Patientendaten in zentralen Rechnern beschädige oder zerstöre das Arzt-Patientenverhältnis, kritisieren die Delegierten in der Resolution. Mithilfe des elektronischen Rezeptes ließen sich Patienten in Risikoklassen einteilen, "die ihnen womöglich ein ganzes Leben lang anhaften und sie bei der Erlangung von Versicherungsverhältnissen benachteiligen." Auch Missbrauch der Daten durch Dritte sei nicht ausgeschlossen. Zudem behindere die Karte die Praxisabläufe erheblich. Zugleich würden die Kosten auf Ärzte und Patienten abgewälzt.

Direkte Konsequenzen habe das Abstimmungsergebnis allerdings nicht, sagte Kammersprecherin Dorthe Kieckbusch dem änd. Die Resolution werde nun an die Bundesärztekammer und die Kassenärztliche Bundesvereinigung weitergegeben.

Quelle: facharzt.de, 17.04.07, zitiert nach dem bvvp-online-Newsletter 4/07

Erst kommt das Fressen …

Belgien wünscht keinen Besuch des Dalai Lama

Die belgische Regierung hat in Reaktion auf chinesischen Druck den Dalai Lama gebeten, einen lange geplanten Besuch in Brüssel abzusagen. Die Bitte der belgischen Regierung steht in direktem Zusammenhang mit einer bevorstehenden Reise einer vom belgischen Kronprinzen geführten hochrangigen Handelsdelegation nach China. Der Dalai Lama ist der Bitte der belgischen Regierung nachgekommen, da er grundsätzlich keinem Gastland "Unannehmlichkeiten" verursachen möchte.


Wirtschaftsinteressen verhindern Besuch eines Friedensnobelpreisträgers

Der Dalai Lama sollte während seines Brüssel-Besuches am 11. und 12. Mai mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments zusammentreffen und an einer weltweiten Konferenz von Tibet-Unterstützergruppen teilnehmen. Peking wendet sich seit langem vehement gegen Auslandsbesuche des Dalai Lama und hat der belgischen Regierung augenscheinlich mit der Verschlechterung der Beziehungen zwischen China und Belgien gedroht, sollte der Dalai Lama nach Belgien einreisen.





Der Dalai Lama wollte in Brüssel an einer Konferenz von Tibet-Unterstützergruppen teilnehmen.


aus einem Rundmail der International Campaign for Tibet

Dienstag, 15. Mai 2007

Wohin fließen die Agrarmillionen?

In fast allen EU Ländern können die Bürger im Netz abrufen, wer welche Subventionen kassiert. Doch die deutschen Behörden wollen von Transparenz nichts wissen.

Genau 17 EU Länder haben kein Problem damit, die Agrarsubventionen, die ihre Bauern und Landwirtschaftsbetriebe aus Brüssel bekommen, im Internet zu veröffentlichen. Dänemark machte 2004 den Anfang, es folgten Schweden, Großbritannien, Irland, die Niederlande, Frankreich und weitere. Dass Prinz Charles 2003/04 genau 224.747 Euro für sein Gut Highgrove und seine Besitzungen in Cornwall einsteckte, ist auf der Insel kein Geheimnis. Genauso wissen die Dänen, dass der Mann ihrer EU Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel bis vor kurzem exakt 52.454 Euro erhielt. Hierzulande ist nur soviel klar: Den größten Teil der sechs Milliarden Euro streichen Großbetriebe und Agrarkonzerne wie etwa die Südzucker AG ein, Und immer wieder kommt es zu völlig widersinnigen Fördervergaben: Nach Greenpeace-Recherchen kassiert beispielsweise ein Agrarbetrieb in Sachsen Anhalt bis zum Jahr 2012 Prämien in Millionenhöhe für 8000 Mastrinder, die er seit 2004 nicht mehr hat. Der Stromkonzern Rheinbraun erhält jährlich 670.000 Euro für Ackerflächen, die dem Braunkohletagebau weichen sollen. Die EU will nun die Transparenz der Agrarsubventionen durchsetzen. 69,8 Prozent der Deutschen sind für diesen Plan. Denn nur wenn bekannt ist, wohin die Gelder fließen, lässt sich die Politik umsteuern. Deutsche Behörden wollen Empfänger und Zahlen allerdings erst 2009 preisgeben – bis dahin dürften in der Agrarpolitik wichtige Weichen für das nächste Jahrzehnt gestellt sein.

weitere Infos: www.wer-profitiert.de, www.farmsubsidy.org (listet alle verfügbaren Daten über Empfänqer von Agrarsubventionen auf)

aus dem Greenpeace-Magazin 2.07

ein Link zu einem Artikel über die Hintergründe zu farmsubsidy bei www.politik-digital.de
und hier noch ein Link auf die Webseite zum Buch »Investigativer Journalismus« von Johannes Ludwig; weil es sich so trocken anhört, zum Leselust-Machen hier ein Link zum Fall Balsam, einem sehr eindrucksvollen Beispiel von Wirtschaftskriminalität

Österreich – Siegeszug der gentechfreien Milch

Kein anderes Land wehrt sich so vehement gegen die Gentechnik wie Österreich. Die Mehrheit der Bevölkerung sowie alle Parteien lehnen die Risikotechnologie ab – bisher erfolgreich. Und sie tun etwas dagegen, zum Beispiel die Milchbranche. Während in Deutschland nur eine Handvoll kleinerer Molkereien auf gentechnikfreie Milch umgestellt hat, sind es in Österreich viele, darunter die drei größten: Berglandmilch, NÖM und Kärntnermilch. Das gesamte Frischmilchsortiment des Landes stammt von Kühen, die kein Genfutter fressen mussten. Die NÖM übernimmt sogar die Mehrkosten für gentechnikfreies Futter und die Zertifizierung der Höfe. Dennoch ist die saubere Milch nicht teurer.

aus dem Greenpeace-Magazin 2.07

Zu einem Artikel über genmanipulierten Mais habe ich von konfusius noch einen interessanten Link bekommen, Danke. Der Text ist von Eugen Pletsch und zu finden bei cybergolf.de. (wow!)

Montag, 14. Mai 2007

War made easy - Wenn Amerikas Präsidenten lügen

War Made Easy: How Presidents & Pundits Keep Spinning Us to Death is a 2007 American documentary film. The film is narrated by Sean Penn and is adapted from the book of the same name,[1] authored by Norman Solomon[War Made Easy: How Presidents & Pundits Keep Spinning Us to Death, engl. Wikipedia, abgerufen am 03.01.2018]
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War made easy - Wenn Amerikas Präsidenten lügen (komplett) {43:29}

MaikN1510
Am 16.04.2011 veröffentlicht 
So unterschiedlich Amerikas Präsidenten in den vergangenen 50 Jahren auch waren. Sie waren in einem alle gleich. Sie alle waren wahre Könner in der Kunst der Lüge, wenn sie das eigene Land zu einem Krieg verführen wollten. Und ihre Methoden glichen sich … Diese "Gehirnwäsche mit Tradition" hat der amerikanische Wissenschaftler Norman Solomon erforscht, und die beiden Dokumentarfilmer Loretta Alper und Jeremy Earp haben diese Geschichte in einem wunderbar eindrucksvollen Film erzählt. Wie man sich den Krieg leicht macht. Norman Solomon zeigt, sogar Sprache und Rhetorik der Präsidenten war nahezu identisch, wenn die Kriegsmaschinerie in Gang gesetzt wurde und das amerikanische Volk jubelnd zur Seite stehen sollte. Der Film zeigt sogar auch, wie Reporter und Moderatoren zeitgleich die Sprache der Präsidenten übernahmen. Politik und Medien, das zeigt der Film, arbeiten Hand in Hand. Der Film wurde vom Oscar-Preisträger und Friedensaktivist Sean Penn gesprochen. Die deutsche Fassung in der Reihe die story spricht sein Synchronsprecher Tobias Meister.

Engl. Transkript:
- War Made Easy: How Presidents & Pundits Keep Spinning Us to Death (DemocracyNow, 29.05.2007)

Freitag, 11. Mai 2007

Nennen Sie uns Themen, über die keiner schreibt!

Jedes Jahr veröffentlicht die „Initiative Nachrichtenaufklärung“ eine Liste der zehn wichtigsten Themen, die von deutschen Medien vernachlässigt worden sind. Über die Rangfolge entscheidet eine Jury aus Journalisten, Wissenschaftlern und Studenten. Vorbild der Initiative ist das amerikanische „Project Censored“, das schon seit 30 Jahren darauf hinweist, dass Fernsehen, Radio und die großen Zeitungen zahlreiche Themen ausblenden. Die Gründe sind vielfältig: Eitelkeit und Bequemlichkeit von Journalisten, ökonomische Interessen der Medienbesitzer, Desinteresse des breiten Publikums oder objektive Schwierigkeiten bei der Recherche. Auf der 2005er Liste vernachlässigter Themen steht auch Paul Bremers „Order 81“. Einige weitere sind:
  • Deutschland vernachlässigt den Kampf gegen Korruption, bis heute ist es der entsprechenden UN Konvention nicht beigetreten, anders übrigens als Peru oder Uganda.
  • Immer häufiger werden bei Wahlen in Deutschland elektronische Geräte zur Stimmabgabe eingesetzt, dabei sind sie erheblich leichter zu manipulieren als papierene Stimmzettel.
  • Etliche Pestizide, die hierzulande verboten sind, dürfen von deutschen Firmen exportiert werden über die Obst- und Gemüseimporte kommen sie zurück zu den Verbrauchern.
  • Polizei und Geheimdienste können jederzeit und nach eigenem Ermessen private E Mails mitlesen und Telekom Firmen stellen die Schnittstellen bereit.
  • Russische Ölfirmen zerstören mit dem Geld deutscher Banken die Umwelt in Westsibirien, beteiligt sind auch öffentliche Kreditinstitute wie die WestLB.
Seit seiner Gründung hat das Greenpeace Magazin stets über vernachlässigte Themen berichtet. Künftig werden wir direkt mit der „Initiative Nachrichtenaufklärung“ zusammenarbeiten. Und unsere Leser rufen wir auf: Weisen Sie uns auf Themen hin, die Ihrer Meinung nach zu wenig beachtet werden! Wir leiten Ihr Thema dann an die Initiative weiter. Unsere Mail-Adresse: gpm@greenpeace magazin.de

Weitere Infos:
aus dem Greenpeace Magazin 3.06

Montag, 7. Mai 2007

Was ist daran Kunst?



Mehr zu sehen, weniger Kunst:

(aufs Bild klicken)

Ihr Bruder hat da schon mehr drauf:



»Ja, ja, ja, ja, ja! – Nee, nee, nee, nee, nee!«
zur Entstehung und auch hier

»Ich kenne kein Weekend!«

(Joseph Beuys)


Und zum Schluß nochmal was vom King of Pop. Egal, ob man die Musik mag, das Intro ist genial: