Mittwoch, 30. Mai 2007

Gen Mais macht Ratten krank

Neue Studie belegt die Gefährlichkeit von Monsanto Getreide

Die Skepsis vieler Wissenschaftler war berechtigt: Der als Lebens- und Futtermittel in Deutschland zugelassene Gen-Mais M0N863 birgt tatsächlich ein Gesundheitsrisiko. Das belegt jetzt erstmals eine Studie der unabhängigen französischen Expertengruppe CRIIGEN. Ratten wiesen nach dem Verzehr der Körner aus den Labors des US-Konzerns Monsanto verschiedene Schädigungen auf.

Die französischen Wissenschaftler nahmen für ihren Bericht die Originaldaten eines 90 tägigen Fütterungstests unter die Lupe, den Monsanto 2002 selbst durchgeführt und ausgewertet hatte. Die Ergebnisse bezeichnete das Unternehmen damals als unbedenklich, hielt aber alle Dokumente unter Verschluss. Erst Greenpeace gelang es mit einer Klage 2005, Monsanto zur Herausgabe der kompletten Versuchsinformationen zu zwingen, auf deren Basis CRIIGEN nun zu dem für den Konzern prekären Ergebnis kam.

Trotz aller Bedenken verschiedener Mitgliedsländer hat die EU Kommission Anfang 2006 M0N863, der ein Gift gegen den Maiswurzelbohrer produziert, als Futter- und Lebensmittel zugelassen. Verwendet wird er hierzulande ausschließlich als Tierfutter. Auf dem Acker stehen darf er in der EU nicht, er wird aus Nordamerika importiert. Für den kommerziellen Anbau erlaubt ist in Deutschland aber ein anderes Monsanto Produkt: der gegen den Maiszünsler resistente MON810. Knapp 3.500 Hektar haben Landwirte für 2007 bislang angemeldet, fast nur im Osten der Republik. Auch MON810 zeigt, wie Greenpeace-Experte Christoph Then betont, „Auffälligkeiten im Tierversuch“. In Polen und Ungarn ist der Anbau von MON810 verboten, in Österreich sogar der Import. Greenpeace fordert von Landwirtschaftsminister Horst Seehofer, sich an den in der EU Gesetzgebung vorgeschriebenen Grundsatz der Vorsorge zu halten, ein Anbauverbot für Gen-Mais zu verhängen und sich auf EU-Ebene für einen generellen Zulassungsstopp von Gen-Pflanzen einzusetzen.

Wo in Deutschland Felder für Gen-Mais angemeldet sind, können Sie im Internet unter www.greenpeace.de/themen/gentechnik nachsehen. Die Karte wird fortlaufend aktualisiert.

aus den Greenpeace-Nachrichten 2-07
siehe auch bei Greenpeace

siehe auch meinen Post vom 22.3.07
siehe auch die Meldung von Post
siehe auch die Meldung von Bio-Markt.Info
siehe auch die Meldung in der Welt Online

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