Donnerstag, 28. September 2017

Gravitationswellen, Michelson-Morley reloaded

Prof. Harald Lesch: Was war der Äther? {14:35}

Veröffentlicht am 12.12.2011
Goldfinger200
Aus der Sendereihe "Alpha Centauri"

Zum vierten Mal haben Forscher Gravitationswellen nachgewiesen. Auch wenn dieser Fund etwas besonderes ist: Die erhoffte Sensation ist ausgeblieben. 

Hundert Jahre hat es gedauert, bis die von Einstein 1915 im Rahmen seiner Allgemeinen Relativitätstheorie vorhergesagten Gravitationswellen erstmalig direkt nachgewiesen werden konnten. Am 14. September 2015 detektierten die beiden amerikanischen Experimente des Laser-Interferometer-Gravitationswellen-Observatoriums (LIGO) in Livingston (Louisiana) und Hanford (Washington) winzige Kräuselungen der Raumzeit. Das Funktionsprinzip der Experimente ist dabei ähnlich dem eines sogenannten Michelson-Interferometers: In rechtwinkling zueinander stehenden mehrere Kilometer langen Armen laufen aufgespaltene Laserstrahlen zwischen Spiegeln hin und her und werden schließlich wieder einander überlagert. 

Wenn sich die relative Länge der Strecken ändert, weil eine Gravitationswelle die Raumzeit gestaucht oder gedehnt hat – Änderungen die etwa einem Zehntausendstel des Protonenmessers entsprechen –, ändert sich die Intensität der überlagerten Strahlen. Aus dem aufgezeichneten Signal konnten die Wissenschaftler sogar auf denjenigen Prozess schließen, der die Gravitationswelle hervorgerufen hatte: die Verschmelzung zweier Schwarzer Löcher, die die Raumzeit vor 1,3 Milliarden Jahren zum Schwingen gebracht hatte.
mehr:
- Suche nach Gravitationswellen – Das Warten geht weiter (Sibylle Anderl, FAZ, 27.09.2017)

siehe auch:
- Gravitationswellen eines Gammastrahlenausbruchs gemessen? (Davide Castelvecchi, Spektrum der Wissenschaft, 25.08.2017)
- Über Gravitationswellen (Albert Einstein, Königlich-Preußische Akademie der Wissenschaften (Berlin). Sitzungsberichte (1918), Mitteilung vom 31. Januar 1918, S. 154–167., gefunden bei ECHO – Cultural Heritage Online)
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Quarks & Co - Gravitationswellen: Das neue Bild vom Universum - 04.10.16 ᴴᴰ {42:29}

Veröffentlicht am 25.11.2016
pujie1982
Am 11. Februar 2016 waren Astronomen und Physiker auf der ganzen Welt in heller Aufregung. Forscher verkündetetn: Sie hätten zum ersten Mal Gravitationswellen im Universum direkt nachgewiesen. Genau hundert Jahre vorher hatte Einstein ihre Existenz aus seiner Relativitätstheorie erschlossen. Hinter dem historischen Signal dieser erstmalig nachgewiesenen Gravitationswelle verbirgt sich ein gigantisches kosmisches Ereignis: 1,3 Milliarden Lichtjahre entfernt von unserer kosmischen Heimat waren zwei riesige schwarze Löcher in einem immer schneller werdenden Tanz umeinander gekreist und dann in einer gewaltigen Erschütterung miteinander verschmolzen. Eine Erschütterung wahrhaft kosmischer Ausmaßes.
Der Nachweis der Gravitationswellen öffnet ein neues Fenster in den Weltraum. Was genau sind Gravitationswellen? Wie werden sie unser Bild vom Universum verändern? Warum versetzt die Entdeckung Forscher rund um den Globus in Aufregung? Winkt gar der Nobelpreis für Physik? Ranga Yogeshwar ist dorthin gereist, wo sie gefunden wurden: einem der derzeit drei weltweit verbundenen Detektoren für Gravitationswellen, LIGO, in Livingston USA. Er trifft dort die Forscher, die jahrzehntelang auf Spurensuche waren nach diesen ominösen Wellen. Die Entdeckung ist die Suche im Heuhaufen von Abermilliarden Signalen aus dem Kosmos, mit riesigen Laser-Apparaturen mit Strecken von Kilometern Länge.
Komplette Sendung vom 04. Oktober 2016 in HD
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Vor 200 Jahren – 1717: Allgemeine Schulpflicht in Preußen

Bildung für Bauernkinder 

Der preußische König Friedrich Wilhelm I. (reg. 1713-40) handelte vielfach im Sinne des aufgeklärten Absolutismus. Besonders beeindruckt war der ordnungsliebende und religiöse Monarch von den straff geführten Schul- und Arbeitshäusern der 1698 gegründeten Francke'schen Stiftung in Halle/Saale. Unter diesem Eindruck führte der König 1717 die allgemeine Schulpflicht für Kinder von 5 bis 12 Jahren ein. Er habe »missfällig« vernommen, dass die Landbevölkerung ihre Kinder vom Schulbesuch abhalte »und dadurch die arme Jugend in grosse Unwissenheit, so wohl was das lesen, schreiben und rechnen betrifft«, belassen werde, hieß es in der Begründung. Friedrich Wilhelm stellte das Baumaterial für Schulen kostenlos zur Verfügung. Damit die Armen nicht belastet würden, sollten die Lehrer ihr Geld zum Unterhalt nebenbei verdienen. Auch setzte der König Tagelöhner und Soldaten außer Dienst als Lehrer ein. 
Preußens »Soldatenkönig« Friedrich Wilhelm I. inspiziert eine Dorfschule.
Holzstich nach einem Gemälde von Adolph Menzel, 1858.
Neben den Grundkenntnissen war ihm die Religion ein besonderes Anliegen, »denn wenn ich baue und verbessere das Land und mache keine Christen, so hilft mir alles nichts…«. Freilich konnte der König seine Reformen nur auf den Staatsdomänen durchsetzen, da viele Gutsbesitzer die Bauernkinder weiterhin als billige Arbeitskräfte brauchten. Immerhin waren beim Tod des »Soldatenkönigs« aus den 320 Dorfschulen von 1717 bereits 1480 geworden. 
 Harenberg – Abenteuer Geschichte 2017

Dienstag, 26. September 2017

Die Bundestagswahl und die irrationalen Ängste

Wahlverlierer Martin Schulz (SPD) will sich noch stärker denn je „der extremen Rechte“ entgegenstellen und meint (selbst) kritisch, dass die Sozialdemokratie die eigene Leute zu wenig von der Notwendigkeit der Aufnahme von einer Million Flüchtlinge überzeugt hat. Die „extremen Rechte“ in der Diktion von Schulz ist die AfD (13,3% der Stimmen, während die SPD 20,2 % erreichte), die sich allerdings zum Grundgesetz bekennt und Merkel kritisiert. Illegale Masseneinwanderung wird zwar von Schulz- (und Merkel-) Unterstützer George Soros gwünscht, ist aber keine Flucht gemäss GFK [Wikpedia-Link von mir hinzugefügt]. Schulz, der es sich immer gerichtet hat, unterstellt Armen und Geringverdienern, dass sie lediglich unter irrationale Ängsten leiden. CDU/CSU liegen mit 32,9 % deutlich vorne, brauchen aber zwei Koalitionspartner, weil die SPD schon entschieden hat, dass sie in Opposition geht.
mehr:
- Deutschland hat gewählt (Alexandra Barber, Ceiberweiber, 24.09.2017)

siehe auch:

- Kurt Schumacher – Der Gegenspieler (Florian Sander, Le Bohemien, 18.08.2017)

DOKU] History Brueder zur Sonne zur Freiheit 150 Jahre SPD {30:42}

Veröffentlicht am 06.06.2013
WirtschPolitikDOKUs  

Wie weit links - 150 Jahre SPD {43:36}

Veröffentlicht am 17.02.2016
KochenTV
Die SPD blickt auf eine bewegte Vergangenheit zurück -- im Mai 2013 feiert die Partei ihren 150. Geburtstag.
Viele wichtige Wegmarken in der Geschichte der deutschen Sozialdemokratie sind auch eng mit der deutschen Geschichte verbunden:
- die Parteigründung in Zeiten der Industrialisierung
- der Streit um Kriegskredite vor dem Ersten Weltkrieg
- die Auseinandersetzung mit der KPD in der Weimarer Republik
- Verbot und Verfolgung im Dritten Reich
- die Zwangsvereinigung im Osten
- die Modernisierung durch das "Godesberger Programm" im Westen
- Willy Brandt als erster SPD-Kanzler
- die Neugründung in der DDR
- und schließlich die Agenda-Politik und neue Konkurrenz durch die Linkspartei.
Zwei große Konstanten prägen diese 150-jährige Parteigeschichte: Das klare Bekenntnis zur Demokratie, auch wenn dies Verfolgung und Verbot bedeutet. Und die ständige politische Abgrenzung nach Linksaußen -- programmatisch, kämpferisch und manchmal verzweifelt.
"Wie weit links?": Diese Frage hat die Partei in ihrer Geschichte zerrissen -- und zugleich in der Abgrenzung vom Totalitarismus und im eindeutigen Bekenntnis zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit stark gemacht. Eine Zerreißprobe, die die Dokumentation an wichtigen Persönlichkeiten der Partei, etwa an August Bebel, Friedrich Ebert oder Willy Brandt, nachvollzieht.
Ein Film von Markus Frenzel und Jörg Wildermuth  

Der Fall SPD - Überlebenskampf einer Volkspartei {43:42}

Veröffentlicht am 17.02.2016
mashiashi
Der Fall SPD - Überlebenskampf einer Volkspartei - eine Dokumentation über SPD nach der Wahlniederlage 2009 - Alle Rechte bei WDR

Gerhard Schröder - Kanzlerjahre (2006) {43:59}

Veröffentlicht am 04.07.2013
thorben030
Sieben Jahre, die Deutschland prägten: Der ehemalige Kanzler Gerhard Schröder blickt in diesem Portrait zurück auf die Themen, die von 1998 bis 2005 eine ganze Nation bewegten.
Dokumentation, Deutschland 2006

Der Durchbruch: Bundestag spricht zum ersten Mal über Ken Jebsen, Eva Herman, Jürgen Elsässer {3:35}

Veröffentlicht am 18.07.2015
Deutschland+Russland
Die Grüne Marie Luise Beck spricht im Deutschen Bundestag über Russland, Jürgen Elsässer, Ken Jebsen, Eva Herman, Ukraine, COMPACT, Krim, UKIP, Jobbik, Marine Le Pe, Montagsdemos, die Linken. 11 November 2014. Daniele Ganser kommentiert im Gespräch mit Ken Jebsen die aktuelle geopolitische Lage zwischen Russland, Europa, NATO und USA.

Donnerstag, 21. September 2017

Vor 500 Jahren – 1517: Raffael vollendet die Stanzen im Vatikan

Glanzlicht der Renaissance 

Raffaello Santi (1483-1520) zählt zu den Genies der Renaissance und wurde lange als größter Maler aller Zeiten angesehen. Ab etwa 1500 trat er mit eigenen Kunstwerken hervor, vor allem Madonnen und Altarbildern. Er erhielt Aufträge in Florenz und wurde 1508 von Papst Julius II. nach Rom geholt. Hier malte er die Stanzen genannten päpstlichen Gemächer aus. 
Papst Leo IV. segnet 847 das Volk Roms beim Brand des Borgo, Fresko
Raffaels in den Stanzen des Borgo, 1516/17
Raffael begann seine Arbeiten in den Stanza della Segnatura (1508 bis 1511), wo neben Allegorien auf die Tugenden die berühmte Schule von Athen mit allen bedeutenden Philosophen entstand. Es folgten die Stanzen dell'incendio di Borgo (1514-17), ehemalige Gerichts- und Speiseräume, in denen geschichtliche Ereignisse wie die Kaiserkrönung Karls des Großen durch Papst Leo III. dargestellt wurden. Zu Ehren seines Auftraggebers, des Medici-Papstes Leo X. (reg. 1513-21), verherrlichten die Werke die Pontifikate mehrerer »Leo-Päpste«, So wird die Begegnung Leos I., des Großen, mit dem Hunnenkönig Attila dargestellt, wobei der Papst zu Pferde die Züge Leos X. trägt. 

1514 wurde der rastlose Raffael als Nachfolger Bramantes auch Architekt und Bauleiter des Petersdoms. Gleichzeitig schuf er Bilder für Kirchen und Kardinäle. Im April 1520 starb der Jahrhundertkünstler erst 37-jährig, möglicherweise an einem Aderlass zur Behandlung einer Geschlechtskrankheit. 
 Harenberg - Abenteuer Geschichte 2017

06.04.1520 - Todestag des Malers Raffael {13:27}

Veröffentlicht am 30.12.2015
timotimor
http://www.wdr5.de/sendungen/zeitzeic…

Raffael. Die Zeichentechniken {7:51}

Veröffentlicht am 03.12.2012
Städel Museum
Bis 3. Februar 2013 präsentiert das Frankfurter Städel Museum die Ausstellung „Raffael. Zeichnungen". Die Schau zeigt insgesamt 48 Zeichnungen des Meisters der italienischen Hochrenaissance, darunter elf Blätter aus dem eigenen Bestand sowie weitere 37 Leihgaben aus international renommierten Sammlungen wie der von Queen Elizabeth II., dem Musée du Louvre in Paris oder den Uffizien in Florenz. Es ist die erste Ausstellung in Deutschland, die Raffael als Zeichner präsentiert.

Dienstag, 19. September 2017

Heute vor 150 Jahren – 19. September 1867: Alfred Nobel erhält ein Patent auf Dynamit

Sprengstoff und Menschenliebe 

Der Schwede Alfred Nobel (1833-1896) war Chemiker und Physiker. Er versuchte den unberechenbaren Sprengstoff Nitroglycerin unter Kontrolle zu bringen. 1863 entdeckte er die Initialzündung und erreichte die sichere Lagerung des Sprengstoffs durch Beimischungen. Bei seinen Experimenten kam es zu mehreren Explosionen mit Toten, darunter war auch sein Bruder. Nobel nannte den neuen Sprengstoff Dynamit und verkaufte ihn weltweit. Zu Reichtum gekommen, lebte er ab 1870 in einer Villa in Sanremo an der italienischen Riviera. 
Alfred Nobel bei Experimenten zur
Entwicklung des Dynamits,
Schokoladen-Sammelbild um 1900

Der Einsatz des Dynamits in Kriegen belastete Nobels Gewissen. 1895 verfügte er daher die Stiftung des Nobelpreises aus 94% seines Privatvermögens. 1905 wurden die Preise erstmals verliehen. Besonders wichtig war Nobel der von einer Kommission des norwegischen Parlaments verliehene Friedensnobelpreis für das Bemühen um die »Verbrüderung der Völker«. 

Nobelpreiskategorien 
• Physik 
• Chemie 
• Physiologie oder Medizin 
• Literatur 
• Verdienste um die Erhaltung des Friedens 
• Wirtschaftswissenschaften (1968 gestiftet)

Was am 19. September noch geschah: 
1941: Alle Juden im Deutschen Reichsgebiet werden gezwungen, sichtbar an ihrer Kleidung den gelben Davidstern zu tragen
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2017 

Stanislaw Petrow ist tot

Stanislaw Petrow hat Wachdienst, als 1983 ein Computer einen US-Raketenangriff meldet. Er widersetzt sich dem Befehl zum sofortigen Gegenschlag - und bewahrt die Welt wohl vor einem Atomkrieg. 

Am 26. September 1983 ist Stanislaw Petrow 44 Jahre alt, Ingenieur und Oberstleutnant der sowjetischen Armee. Er versieht seinen Dienst in unsicheren Zeiten: Zwischen den USA und der UdSSR scheint die Möglichkeit eines atomaren Erstschlages gegeben, Ronald Reagan bezeichnet die Sowjetunion in einer Rede als "das Reich des Bösen". Und knapp vier Wochen vor jenem Tag hatte die sowjetische Luftwaffe ein südkoreanisches Passagierflugzeug mit 269 Menschen an Bord abgeschossen, weil es in den sowjetischen Luftraum eingedrungen war. 

Oberstleutnant Petrow hat mal wieder Nachtschicht im Kontrollraum einer Satellitenüberwachungsanlage, die militärische Flugkörper meldet, vertretungsweise als Schichtleiter. Vier Stunden sitzt er schon ungefähr 50 Kilometer südlich von Moskau im Serpuchow-15-Bunker, und alles ist wie immer. Doch um 0.15 Uhr heulen plötzlich die Alarmsirenen, auf den riesigen Bildschirmen blinkt es in großen, roten Buchstaben: Start einer US-amerikanischen Atomrakete, mit maximaler Wahrscheinlichkeit. 
mehr: 
- Atomwaffen: Der stille Held des Kalten Kriegs ist tot (Esther Widmann, Süddeutsche Zeitung, 19.09.2017)

siehe auch:
- Held des Kalten Krieges : Der Mann, der die Welt rettete (Friedrich Schmidt, FAZ.net, 19.09.2017)
- Sowjet-Offizier Petrow ist tot: Der Mann, der die Welt rettete (Jochen Leffers, SPON, 19.09.2017)

siehe auch:
- "Die geheime Geschichte der NATO-Übung, die beinahe einen Nuklearkrieg ausgelöst hätte" (Post, 28.11.2016)
Able Archer 83: "Um Haaresbreite" (Post, 13.11.2015)
Täuschung - Die Methode Reagan, Ressourcenkriege und medial vemittelte Feindbilder (Post, 14.05.2015)


1983 - Die Welt am Abgrund ! {44:20}

Veröffentlicht am 14.02.2013
SuperCaptainDoctor
Eine Dokumentation, ausgestrahlt im ZDF über das Jahr 1983 und die Zeit im Kalten Krieg.


Samstag, 16. September 2017

Heute vor 35 Jahren – 16. September 1982: Massaker in libanesischen Palästinenserlagern

Massenmord unter den Augen Israels

Im libanesischen Bürgerkrieg (ab 1975) standen sich, vereinfacht gesagt, »linke« islamische (sunnitische wie schiitische) und »rechte« christliche Milizen gegenüber. Auch die Nachbarn Israel und Syrien griffen in den Konflikt ein. Die Gewalt eskalierte 1982, als islamische Milizen und ihre Verbündeten Syrien und PLO eine Niederlage gegen die von Israel unterstützte christlich-maronitische Falange erlitten. Der Maronitenführer Baschir Gemayel wurde Präsident des Libanons, jedoch am 14. September 1982 ermordet. Daraufhin umstellte die israelische Armee die Palästinenserlager Sabra und Schatila westlich von Beirut. 

Am Abend des 16. September drangen 150 Falange-Kämpfer in die Lager ein, angeblich um palästinensische Kämpfer zu entwaffnen. Sie trafen aber fast ausschließlich auf Zivilisten. Die Milizionäre folterten, vergewaltigten und ermordeten Frauen, Kinder und Alte. Zwischen 500 und 3000 Personen wurden getötet. Israels Armee unternahm nichts dagegen. 

Die UN stuften das Massaker im Dezember 1982 als Genozid ein und gaben Israel eine Mitschuld. Zwar trat der israelische Verteidigungsminister Ariel Scharon 1983 zurück, der Haupttäter, Milizenführer Elie Hobeika, erhielt im Libanon jedoch ein Ministeramt. Anfang 2002 starb er durch eine Autobombe. 
 Harenberg – Abenteuer Geschichte 2017

Doku Deutsch Libanon Zwischen Iran Und Arabien Arte Hd Doku Im Schatten Der Hisbollah {58:42}
Veröffentlicht am 12.08.2015
Surri Curri
Doku Deutsch.  

Die Fälschung (1981) Trailer {3:00}

Veröffentlicht am 04.12.2013
alleskino
Der Journalist Georg Laschen reist als Kriegsberichterstatter in den Libanon. Durch die Bekanntschaft mit Arianna ändert sich nicht nur sein Blick auf den Libanon, sondern auch auf sein Leben in Deutschland...

Part 1: Healing the Wounds of History Conference Lebanon 2011 {14:51}

Veröffentlicht am 20.06.2013
Documentary (Part One) of the proceedings of the HWH Conference in Lebanon Nov 2011.
Under the High Patronage of His Excellency, the President of the Council of Ministers, Mr Najib Mikati, the Centre for Lebanese Studies (CLS) and the Guerrand-Hermès Foundation for Peace (GHFP), in partnership with the Institute of Diplomacy and Conflict Transformation, organised the International Conference on 'Healing the Wounds of History: Addressing the Roots of Violence'. The Conference was hosted by the Lebanese American University (LAU) on 11-13 November at its campus situated in the beautiful ancient city of Byblos, Lebanon.
The Conference explored the innovative psycho-social approaches to addressing the deeper roots of violence. The goal was to establish constructive relations between the people and communities in present-day Lebanon.
Part One of the documentary includes the keynote speeches given by Professor Vamik Volkan who highlighted the need to heal the wounds of history through forgiveness in order to avoid the transgenerational transmission of trauma. It also features other speakers who discusses the necessity of sharing narratives, of listening, of forgiveness and compassion in the process of healing and building solidarity after wars and violence in a society.
Featuring: Alexandra Asseily, George Asseily, Professor Vamik Volkan, Professor Antoine Messarra, Professor Leila Fawaz, Dr Eileen Boris, Reina Sarkis.

siehe auch:
- Die Erkenntnisse der Psychoanalyse können auch der Politik nutzen (Post, 13.12.2014)
- Vamik D. Volkan: Das Versagen der Diplomatie. Zur Psychoanalyse nationaler, ethnischer und religiöser Konflikte (Post, 12.12.2014)
- Chosen trauma and the inabilty to mourn (Post, 09.12.2014)

Mittwoch, 13. September 2017

iTunes wird umgebaut

Cupertino (dpa/tmn) - Apple baut iTunes radikal um. Die Version 12.7 kommt komplett ohne Zugang zum iOS-Appstore. Nutzer können Apps künftig nur noch über ihre Mobilgeräte suchen und installieren, wie " Mac & i" berichtet.
mehr:
- Technik – Neues iTunes 12.7 wirft den App Store raus (Süddeutsche Zeitung, 13.09.2017)
siehe auch:
- Kein App Store mehr: Apple startet Totalumbau von iTunes (Ben Schwan, Mac&i, 13.09.2017)

Immer noch kein Russen-Hack!

In den USA und in Frankreich war die Erregung über die angebliche russische Einmischung groß, jetzt findet man das Fehlen vor der Bundestagswahl bedrohlich
In Deutschland herrscht Ruhe vor der anstehenden Bundestagswahl. In Umfragen bewegt sich wenig, mal geht es um einen Punkt nach oben, mal um einen nach unten. Die FDP wird in den Bundestag wieder einziehen, die AfD auch, die in Konkurrenz mit der Linken und der FDP vielleicht die stärkste Oppositionspartei werden könnte, wenn auch nur knapp, die Angst vor den Fremden und das Nationale lockt auch mit immer neuen Provokationen keine weiteren Anhänger mehr hervor, die Union, aber auch die SPD sind weiter nach rechts gerückt, um eine weitere Erosion zu verhindern. Dass es so weitergeht wie bislang mit einer Großen Koalition deutet sich bereits an, SPD-Spitzenkandidat Martin Schulz hat schon mal genannt, was angeblich unverrückbare Forderungen für eine Fortsetzung der Koalition sein sollen.

Auch sonst ist es im Land ruhig. Befürchtet wurde, dass russische Hacker irgendwie in die Wahl eingreifen könnten, wie sie dies angeblich in den USA und in Frankreich gemacht hatten, oder dass russische Trolle und staatliche Medien Fake News verbreiten. Als es vor zwei Jahren ein Angriff auf die Server des Bundestags stattfand, bei dem angeblich 16 Gigabyte an Daten von einigen Abgeordnetenbüros geklaut worden sein sollen, darunter auch vom Wahlkreisbüro von Angela Merkel, wurde dies russischen Hackern zugeschrieben, die auch bei den Hacks im amerikanischen Wahlkampf eine Rolle gespielt haben sollen und nach ihren Methoden und Werkzeugen APT28, Fancy Bear oder Pawn Storm benannt werden.

Ob es tatsächlich russische Hacker im Dienste des russischen Geheimdienstes waren, stützt sich in allen Fällen weiter auf mehr oder weniger schlüssige Vermutungen. Angeblich, so heißt es mittlerweile eher, würde Russland nicht wirklich einen Kandidaten unterstützen - und man hätte sich mit Trump wohl auch keinen Gefallen getan und wäre mit Macron gescheitert -, sondern angezielt werde, Misstrauen in den demokratischen Prozess zu schüren und für politische Instabilität zu sorgen.

mehr:
- Was ist los? - Bundestagswahl ohne russische Beeinflussungskampagne (Florian Rötzer, Telepolis, 13.09.2017)

mein Kommentar:
»mehr oder weniger schlüssige Vermutungen«…
Ich vermute auch mal: Die spinnen einfach alle!
Um die Angst vor diesem russischen expansionistischen Narzissten aufrecht zu erhalten, sind seit Beginn der Ukraine-Krise ständig Katastrophenmeldungen medial verbreitet worden: gepanzerte russische Konvois, gefährliche EU-Luftraumverletzungen, geheimnisvolle U-Boote, und als dann in den USA der nächste Narzisst gewählt wurde, waren Abgehängte, Enttäuschte und Wutbürger  die Verantwortlichen, und um das Narrativ der unverdienten Clinton-Niederlage abzurunden, wurden russische Manipulationen von Wahlmaschinen ins Feld geführt und medial verbreitet. Diese Angst (vor einer Entdämonisierung Putins) schwappt transatlantisch nun in unsere Medien, die im Prinzip ähnlich mit Fake-News jonglieren wie irgendwelche Netzwerke.

dazu:

- "Stoppt Putin jetzt!"-Cover war nur halbschlimm (Post, 11.09.2014)

Dienstag, 12. September 2017

USA: Lebenserwartung und Präsidentschaftswahlen

Unterschiede in der Lebenserwartung haben sich auf die Präsidentschaftswahl in den USA ausgewirkt

Wer hat Donald Trump gewählt? Noch immer wird nach den Schuldigen gesucht, die die USA in die Hände eines unberechenbaren, narzisstischen und politisch unerfahrenen Bauunternehmers, der als Milliardär versprach, das Volk gegen die eingekapselte Elite in Washington zu vertreten.

Es waren die Abgehängten, die Menschen auf dem Land, die Wutbürger, vor allem Männer, die Trump an die Macht brachten. Und jetzt gibt es noch einen Zusammenhang: Trump wurde von Menschen mit einer geringeren Lebenserwartung gewählt. Da könnte man sich fragen, ob sie dies gemacht haben, um besser und länger zu leben oder um schneller Schluss mit dem Leben zu machen, wenn Trump alles zerhaut und womöglich die Nation in einen Krieg führt. Vielleicht ist es auch nur die Verzweiflung oder die Wut, die Menschen dazu bringt, sich in einer Situation ohne wirkliche Alternative für einen Systemwechsel zumindest auf personeller Ebene nach der Devise zu entscheiden, dass es schlimmer nicht werden kann.

Jacob Bor von der Boston University School of Public Health (BUSPH) hat die Daten in den Gemeinden bei den Wahlen 2008 und 2016 ausgewertet und sie mit der Lebenserwartung in den Counties zwischen 1980 und 2014 verglichen. Die Lebenserwartung stieg, so schreibt er in seinem Beitrag im American Journal of Public Health im Durchschnitt während der 30 Jahre um 5 Prozent an, aber nicht überall gleichmäßig. In manchen Gemeinden stieg die Lebenswartung um bis zu 10 Jahre an, in anderen stagnierte sie oder ging sogar zurück.

Bor stellte fest, dass in den Counties, in denen die Lebenserwartung um weniger als 3 Jahre in den vergangenen 20 Jahren angestiegen war, der Anteil der Wähler für die Republikaner und damit auch für Trump um 10 Prozent gestiegen ist. Wo die Lebenserwartung dagegen um mehr als 7 Jahre gestiegen ist, nahm der Anteil der Stimmen für die Demokraten um 3,5 Prozent zu. Daraus ließe sich ableiten, dass die konservativen Republikaner für diejenigen interessanter sind, die von der Zukunft wenig erwarten, weil sie mit einer schwierigen Gegenwart konfrontiert sind und daher vielleicht lieber das erhalten wollen, was jetzt ist, auch wenn es nicht so erfreulich ist.

mehr:
- Trump gewann in den Counties, in denen die Lebenserwartung unterdurchschnittlich stieg (Florian Rötzer, Telepolis, 12.09.2017)

mein Kommentar:
Ist das nicht eine tolle Nachricht? 
Wutbürger haben eine geringere Lebenserwartung!

Die ehrlichsten Minuten im Fernseh {4:37}

Veröffentlicht am 12.01.2013
notbeusedforprofit  
Hier eine Szene aus der TV-Serie "The Newsroom" des Oscarpreisträger Aaron Sorkin, welche die Wahrheit über den Zustand von Amerika beschreibt. Die Serie zeigt den Alltag der Nachrichtenredaktion eines fiktiven Kabelsenders.
Ein junge Frau aus dem Publikum fragt das Expertenteam auf der Bühne: "Können Sie erklären warum die USA das großartigste Land der Welt ist?" Darauf bekommt sie eine Antwort die nicht die üblichen Propagandalügen beinhaltet, sondern die Wahrheit beschreibt:
"Wir sind nicht daß großartigste Land der Welt, das ist meine Antwort. Wir sind 7. in der Alphabetisierung, 27. in der Mathematik, 22. in der Wissenschaft, 49. in der Lebenserwartung, 178. in der Kindersterblichkeit, 3. im Durchschnittseinkommen, 4. in der Arbeitsbevölkerung und 4. bei den Exporten.
Wir führen die Welt nur in drei Kategorien an. In der Anzahl Menschen die in Gefängnissen sitzen, in der Anzahl Leuten die glauben Engel gibt es wirklich und in den Verteidigungsausgaben, wo mir mehr ausgeben als die nächsten 27 Länder zusammen, davon sind 25 unsere Alliierten.
Wenn sie fragen, was macht uns zum großartigsten Land der Welt, dann hab ich keine verdammte Ahnung von was sie reden. Wegen dem Yosemite Nationalpark?
Es war einmal so. Wir standen für das was richtig war. Wir kämpften für Gerechtigkeit. Wir verabschiedeten Gesetze aus moralischen Gründen. Wir kämpften gegen die Armut und nicht gegen die Armen. Wir opferten uns und kümmerten uns um unsere Nachbarn. Wir machten das was wir sagten. Wir haben nicht damit geprahlt.
Wir haben tolle Sachen auf den modernsten technologischen Errungenschaften gebaut. Wir haben den Weltraum erforscht. Wir besiegten Krankheiten. Wir förderten der Welt besten Künstler und wir hatten mal der Welt beste Wirtschaft. Wir haben nach den Sternen gegriffen und handelten wie Männer. Wir strebten nach Intelligenz und haben sie nicht belächelt. Wir waren nicht so voller Angst wie jetzt.
Wir waren das alles und haben das alles gemacht weil wir informiert waren. Durch großartige Menschen die wir verehrt haben. Der erste Schritt ein Problem zu lösen ist zu erkennen es gibt eins. Amerika ist nicht mehr das großartigste Land der Welt. Genug gesagt?"

Boston Legal Speech on America {5:14}

Veröffentlicht am 07.07.2008
helpfreespeech  
The telivision show Boston Legal tells the straight honest truth about the USA

mein Kommentar:
Der Filmausschnitt stammt aus dem Jahr 2008!!!
Und wenn jemand wie Donald Trump Präsident wird, fließen jede Menge Krokodilstränen, und alle sprechen eifrig in die Kamera: »Wir konnten uns das nicht vorstellen!«
Und dann wird von den abgehängten Weißen geredet (»white trash«), den Wutbürgern, den Unvernünftigen, die den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben versuchen.
Das politisch-wirtschaftliche System wird so gut wie nie infrage gestellt, nur von ein paar Intellektuellen mit dem Charme einer Stahlbetondecke, denen sowieso nur ein paar Nerds zuhören.
Was ist nur los?

- Interview mit Noam Chomsky: "Die Bundesrepublik war sozialistischer als die DDR" (Claus Hulverscheidt, Kathrin Werner, Süddeutsche, 21.10.2016)

Zivilklage gegen Saudi-Arabien: Neue Vorwürfe wegen Unterstützung der 9/11-Anschläge

Saudische Botschaft soll bereits 1999 einen Testversuch ("dry run") für die Entführung von Flugzeugen finanziert oder auch beauftragt haben
Der Kongress hatte im September des letzten Jahres ein Veto des damaligen US-Präsidenten Barack Obama gegen das Gesetz "Justice Against Sponsors of Terrorism Act" (JASTA) aufgehoben, um es Angehörigen der Anschlagsopfer zu ermöglichen, Ziviklagen wegen Terrorunterstützung gegen Staaten in den USA zu führen. Gemeint ist damit Saudi-Arabien. Dafür hatte sich auch der damalige Präsidentschaftskandidat und jetzige Präsident Donald Trump ausgesprochen, was er wegen seiner nun größeren Nähe zu Saudi-Arabien bedauern könnte.

Obama hatte zuvor sein Veto eingelegt, so seine Begründung, weil er fürchtete, dass das Gesetz, das die Immunität von saudischen Regierungsvertretern aufheben kann, gegen die USA gewendet werden könnte. Das ist allerdings nicht ganz abwegig, schließlich könnten anderen Staaten den USA oder Regierungsvertretern wie Geheimdienstmitarbeitern oder Soldaten ebenfalls vorwerfen, Terrorismus zu unterstützen. Die EU hatte auch von dem Gesetz abgeraten, die Wahrung der Immunität sei ein Kern der Diplomatie und ein Pfeiler des internationalen Rechts. Auch hier fürchtet man, dass andere Staaten mit dem Verweis auf den Präzedenzfall gegen die USA und ihre Nato-Verbündeten vorgehen könnten. Als das Gesetz eingeführt wurde, drohte Saudi-Arabien mit dem Verkauf von US-Staatsanleihen in Höhe von 750 Milliarden US-Dollar, ließ es aber dann doch sein.

Die erste Massenklage von Familienangehörigen und Versicherungen gegen Saudi-Arabien wurden 2003 eingereicht. Im März 2017 legten 1500 Menschen, die beim Anschlag verletzt wurden, und 850 Angehörige von Opfern am Manhattan Federal Court eine weitere Klage gegen Saudi-Arabien ein. Der Vorwurf lautet, die Monarchie habe "der al-Qaida-Terrororganisation materielle Unterstützung und Ressourcen zukommen lassen und die 9/11-Anschläge ermöglicht". Saudi-Arabien hat einen Antrag bei dem Bundesgericht in New York eingereicht, die Klage fallen zu lassen. Die Kläger haben bis November Zeit, darauf zu reagieren.

mehr:
- Zivilklage gegen Saudi-Arabien: Neue Vorwürfe wegen Unterstützung der 9/11-Anschläge (Florian Rötzer, Telepolis, 11.09.2017)

siehe auch:
- 9/11-Skepsis erreicht den Mainstream (Post, 11.09.2014)

George Soros und die ethnischen Säuberungen in Myanmar

Was wollen George Soros, Saudi-Arabien und China in Birma?

In der birmanischen Provinz Rakhine gibt es seit einem Angriff der islamistischen Arakan Rohingya Salvation Army (ARSA) kriegerische Auseinandersetzungen zwischen dieser Guerillagruppe und der Armee, die einen großen Teil der Bevölkerung veranlassten, das Konfliktgebiet zu verlassen: Ethnische Birmanen (Bamar) fliehen ins Landesinnere, moslemische Bengalischsprecher eher über die Grenze nach Bangladesch, wo angeblich bereits ein knappes Drittel dieser als "Rohingya" bekannten und insgesamt etwa eine Million Menschen umfassenden Minderheit angekommen sein soll.

In vielen westlichen Medien werden diese Ereignisse sehr verkürzt dargestellt - oft wird dabei ohne weitere Belege der Textbaustein verwendet, die Rohingya seien "vielleicht die am meisten verfolgte Minderheit weltweit" (vgl. Aung San Suu Kyi kritisiert "Fake News" über Konflikt in Rakhine). Die Berichterstattung ist so einseitig, dass in Alternativmedien wie Strategic Culture bereits darüber spekuliert wird, ob aus Rakhine nicht ein "neuer Kosovo" werden kann. In diese serbischen Provinz marschierte 1999 die NATO ein und erlaubte es der Guerrillagruppe UÇK, dort einen eigenen Staat einzurichten (vgl. Klares Votum für ein unabhängiges Mafiastan).

Diesen Einmarsch begleitete damals eine ebenfalls sehr einseitige Berichterstattung in Medien der NATO-Länder (was dazu führte, dass sich die Nachrichten in ARD und ZDF teilweise massiv von denen des ORF im Nicht-Nato-Staat Österreich unterschieden). Erst später mussten auch deutsche Massenmedien zugeben, dass ein angebliches "Massaker" an Zivilisten eine Schießerei zwischen einer UÇK-Einheit und Sicherheitskräften war, und dass es den "Hufeisenplan" einer Vertreibung der ethnischen Albaner, an dem sich der damalige SPD-Verteidigungsminister Rudolf Scharping sehr lautstark alle Zweifel verbeten hatte, gar nicht gab (vgl. Der Kosovo, die UCK und Psychedelia à la Rudolf Scharping). Stattdessen mussten fast alle Serben aus dem Kosovo fliehen.

mehr:
- Wird Rakhine der neue Kosovo? (Peter Mühlbauer, Telepolis, 12.09.2017)

siehe auch:
Aung San Suu Kyi – preisgekrönte Freiheitskämpferin zwischen den Stühlen (Post, 24.11.2014)
Frieden muss gestiftet werden (Post, 24.11.2014)

Sonntag, 10. September 2017

Heute vor 40 Jahren – 10. September 1977: Letzte Hinrichtung in Westeuropa

Kampf gegen die Todesstrafe 

Nach dem Ersten Weltkrieg wandten die europäischen Demokratien die weiter bestehende Todesstrafe nur noch selten an, darunter Deutschland und Österreich. Angesichts der deutlichen Zunahme von Hinrichtungen in den Diktaturen der 1930er- und 40er-Jahre schafften die meisten westlichen Länder nach 1945 – Kriegsverbrecher waren eine Ausnahme – die Todesstrafe ab, 1949 die Bundesrepublik Deutschland. Die DDR bannte die Todesstrafe erst 1987. 
Ein französisches Plakat aus dem Jahr 1934
zur Abschaffung der Todesstrafe stellt eine
blutrote Guillotine vor das Parlamentsgebäude
Durch das Ende der Todesstrafe in Großbritannien geriet auch Frankreich in Zugzwang. Besonders der Rechtsanwalt Robert Badinter (*1928), der 1972 der Hinrichtung eines Klienten beiwohnen musste, kämpfte für deren Abschaffung. Am 10. September 1977 starb der Mörder und Ver- gewaltiger Hamida Djandoubi in Marseille als Letzter durch die Guillotine. Unter Staatspräsident Francois Mitterrand wurde Badinter 1981 Justizminister (bis 1986). Mit einem leidenschaftlichen Appell in der Nationalversammlung erreichte er die Abschaffung der Todesstrafe im selben Jahr. 

 Letzte Hinrichtungen in Europa  
 • Schweden: 1910 
 • Schweiz: 1940 
 • Österreich: 1950 (in der US- Besatzungszone 1955) 
 • BRD: 1951 (Kriegsverbrecher) 
 • Niederlande: 1952 
 • Großbritannien: 1964 
 • Spanien: 1974 
 • Frankreich: 1977 
 • DDR: 1981 
 Harenberg - Abenteuer Geschichte 2017

PVR #18 : DJANDOUBI, LE DERNIER GUILLOTINÉ FRANÇAIS {10:48}

Veröffentlicht am 01.10.2016
La chaîne de P.A.U.L
Paul vous raconte l'histoire du tout dernier condamné à mort français : Hamida Djandoubi.
Cette vidéo a été co-créée par Rask et moi.
Vous pouvez me soutenir sur ma page Tipeee : https://www.tipeee.com/p-a-u-l
Page Facebook : https://www.facebook.com/PAUL-vid%C3%...
Compte Twitter : https://twitter.com/PAUL_videos
Compte Soundcloud : https://soundcloud.com/p-a-u-l-4
Les musiques de cette vidéo sont issues de l'ost du film American Psycho :
Sources :
* Le dernier guillotiné, Jean-Yves Le Naour
* Histoire de l’abolition de la peine de mort, Jean-Yves Le Naour
* Le dernier guillotiné (documentaire), dispo ici : https://www.youtube.com/watch?v=BSZ41...
* Témoignage de Monique Mabelly : http://www.lemonde.fr/idees/article/2...

Le Dernier Guillotine Hanida Djandoubi Doc Fr 2015 {55:03}

Veröffentlicht am 12.09.2007
vazan
Le Dernier Guillotine de france

France's Last Guillotine Executioner {5:44}

Veröffentlicht am 08.01.2015
Journeyman Pictures
The Last Executioner (2004): Fernand Meysonnier is France's last executioner. Over the years, he has helped chop off the heads of 200 people.
For downloads and more information visit http://journeyman.tv/12404/short-film...
In a small village in Provence an old man packs up a selection of terrifying torture instruments. This is M. Meysonnier, chief executioner until the guillotine was axed by the government in 1977. He performed his first execution at 14 and never looked back.
ABC Australia - Ref. 2024
Journeyman Pictures is your independent source for the world's most powerful films, exploring the burning issues of today. We represent stories from the world's top producers, with brand new content coming in all the time. On our channel you'll find outstanding and controversial journalism covering any global subject you can imagine wanting to know about.

Johannes Reichhart: Der letzte Henker Bayerns {6:19}

Veröffentlicht am 14.03.2014
Bayerischer Rundfunk
Johannes Reichhart hat über 3.000 Menschen hingerichtet. Jetzt wurde seine Guillotine im Bayerischen Nationalmuseum gefunden. Eine Sensation. Denn damit wurden höchstwahrscheinlich auch die Geschwister Scholl hingerichtet.
Bayerischer Rundfunk: http://www.br.de/capriccio
Autor: Norbert Haberger

Samstag, 9. September 2017

Portugal – Rechtspopulismus? Fehlanzeige

Lissabon Portugal ist heute – mit linker Regierung – Musterschüler der EU. Dem Rechtsruck entkommt es mit einer besonderen Haltung

Die Luft Lissabons ist milder als in anderen europäischen Metropolen, das Leben nicht so teuer und die Menschen freundlicher. Sie gehen auch anders – langsamer, entspannter. Sobald man das von Touristen und Haschischverkäufern in Beschlag genommene Zentrum verlässt, ist die Stadt wunderbar altmodisch. Wie in Wien haben die Straßenbahnen und Cafés ihren ursprünglichen Charakter bewahrt, dem auch die Galerien und Pop-up-Clubs nichts anhaben können, die in den vergangenen Jahren entstanden sind. Der Rhythmus des Lebens und die Wehmut, die Art, wie der Tejo sich undeutlich im Meer widerspiegelt: In Lissabon stößt Europa auf Afrika und Südamerika. Die Wellen des offenen Meeres, die das Muster der gepflasterten Bürgersteige prägen, reichen bis nach Rio de Janeiro.


Portugal ist den Zuckungen des alten Kontinents entkommen. Merkwürdigerweise ist man hier frei von der Wut, die andernorts herrscht, obwohl das Land in den vergangenen Jahren stärker unter der Wirtschaftskrise und mehreren politischen Finanzskandalen zu leiden hatte als die meisten anderen europäischen Staaten. Bis 2014 dem Spardiktat der Troika unterworfen, werden die Portugiesen nun von einer von der KP und dem Linksblock tolerierten sozialistischen Minderheitsregierung unter Premierminister António Costa geführt, die das Land erfolgreich verwaltet.


Die Sozialisten rückten von der rigiden Austeritätspolitik ab, ergriffen ein paar soziale Maßnahmen, sorgten mit Investitionen für eine leichte Belebung der Wirtschaft und haben es bislang immer geschafft, alle fälligen Schulden zu tilgen – auch wenn die Regierung nach wie vor ein Haushaltsdefizit aufweist. Portugal ist die Gangrän erspart geblieben, dieser trockene Brand der Zehen, der den Großteil des europäischen Kontinents befallen hat: der Rechtspopulismus. Bei den letzten Parlamentswahlen erhielt die Partei der nationalen Erneuerung, die mit der Forderung „Portugal den Portugiesen“ antrat, weniger als 0,5 Prozent der abgegebenen Stimmen.

mehr:
- Immun gegen Populismus (Olivier Guez, der Freitag 34/2017)

Krisenstaat Portugal: Wie die EZB die nächste Pleite hinauszögert {4:40}

Veröffentlicht am 10.02.2017
Der Fehlende Part
Die europäische Zentralbank ist zuständig für die Geldpolitik der Eurozone und versucht offenbar die nächste Krise noch etwas hinaus zu zögern. Hanno Vollenweider beschreibt ein konkretes Instrument der EZB mit dem die Zentralbanker versuchen, den Euro wenigstens noch für das Superwahljahr 2017 stabil zu halten.
Unter dem Pseudonym Hanno Vollenweider, veröffentlicht der Whistleblower seine persönlichen Erfahrungen und gewährt uns so einen Blick hinter die Fassade vom Finanzsystem und privaten Organisationen.

Finanzdelfin befragt Finanzminister: Entwicklungsland Griechenland? Portugal auf dem Irrweg? {5:53}

Veröffentlicht am 19.03.2017
Tilo Jung  
Werde ein Naivling ► http://bit.ly/1A3Gt6E
Fanshop ► http://fanshop-jungundnaiv.de/
Premiere von Tyler in der BPK: Am Mittwoch war Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) in der Bundespressekonferenz um seine „Eckwerte des Bundeshaushalts 2017“ vorzustellen. Sobald das eigentliche Thema erschöpfend abgefragt ist, besteht bei solchen BPK-Terminen meistens die Chance noch Fragen zu anderen Sachverhalten zu stellen...
Mehr dazu im Artikel im Naiv-Blog: http://www.jungundnaiv.de/2017/03/19/...

mein Kommentar:
Wenn man jetzt eine Zeitung hätte, der man glauben könnte, dann könnte man sich eine Meinung bilden…

Aung San Suu Kyi – preisgekrönte Freiheitskämpferin zwischen den Stühlen

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Aung San Suu Kyi wird vorgeworfen, sich nicht um die Lage der Rohingya, einer muslimischen Ethnie im Westen des Landes, zu kümmern und zur von internationalen Organisationen als Völkermord[47] bezeichneten Politik der Unterdrückung und Vertreibung der Rohingya zu schweigen.[48] Fragen zur Lage der Rohingya beantwortet sie ausweichend.[49] Hierfür werden taktische Gründe angenommen, nicht ihre überwiegend buddhistischen Anhänger verärgern zu wollen.[48] [Aung San Suu Kyi, Kritik, Wikipedia, abgerufen am 09.09.2017]
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Islamistische Separatisten haben enge Verbindungen nach Saudi-Arabien, Pakistan und Afghanistan

Seit die "Harakah al-Yakin" ("Glaubensbewegung"), die sich in "Arakan Rohingya Salvation Army" (ARSA) umbenannt hat, am 25. August mehrere Polizeiposten und einen Armeestützpunkt angriff, wird im birmanischen Bundesstaat Rakhine gekämpft. Bei diesen Kämpfen gab es den Erkenntnissen des UN-Sonderberichterstatters Yanghee Lee nach bislang etwa 1000 Tote - die birmanische Regierung geht von ungefähr der Hälfte aus. Während Buddhisten aus den Kampfgebieten in den Osten Birmas flüchten, setzten sich von den etwa eine Million Rohingya, für die die ARSA einen eigenen Staat erkämpfen will, bis zu 270.000 nach Bangladesch ab, wo man ihre Sprache spricht.

Der Begriff "Rohingya" etablierte sich für die birmanischen Bengalischsprecher erst Mitte der 1990er Jahre. Ihre Vorfahren wanderten vor allem während der britischen Kolonialzeit ein, als das heutige Bangladesch ebenso zum Empire gehörte wie Birma.1 Aus diesem Grund verwehrten man ihnen in Birma die Staatsbürgerschaft, was maßgeblich dazu beitrug, dass westlichen Medien die Minderheit vor allem als Opfer und andere Volksgruppen vor allem als Täter schildern, obwohl die ARSA buddhistische und hinduistische Dörfer attackiert und deren Bewohner vertreibt.

Dass sich diese ARSA bis vor kurzem "Glaubensbewegung" nannte, ist kein Zufall: Den Erkenntnissen der International Crisis Group (ICG) und des ehemaligen indischen Türkeibotschafters M.K. Bhadrakumar nach wurde ihr Anführer Ata Ullah im pakistanischen Karatschi geboren und wuchs im Wahabitenkönigreich Saudi-Arabien auf, wo viele andere führende Mitglieder und Finanziers der 2012 gegründeten Gruppe leben. Die Ausbildung der Guerillakämpfer übernahmen dem ICG-Bericht nach Veteranen, die als islamistische Kämpfer in Afghanistan und anderen Ländern Kriegserfahrungen gesammelt hatten.

mehr:
- Aung San Suu Kyi kritisiert "Fake News" über Konflikt in Rakhine (Peter Mühlbauer, Telepolis, 9.09.2017)

siehe dazu:
- Burma im Zwiespalt – Zwischen Demokratie und Nationalismus (Franz-Johannes Litsch, BuddhaNetz.org, 2014?, PDF)

Vorsicht:
Folgender Screenshot aus dem nächsten Video könnte ausgezeichnet als Beleg für die Gewaltbereitschaft buddhistischer Mönche herangezogen werden:
Spielender Mönchsnovize (Quelle: Screenshot aus folgendem Video der Deutsche-Welle-Nachrichten)
Myanmar: Hass zwischen den Religionen | DW Nachrichten {3:27}

Veröffentlicht am 10.02.2017
DW Deutsch  
Die Rohingyas sind als Moslems eine Ethnie in Myanmar. Ein Volk, das nie richtig integriert war. Kurz vor den Wahlen hetzen im Land die nationalistischen Buddhisten gegen Muslime. Unterstützt werden sie durch die Regierung, die um jede Stimme kämpft.
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Tip: Man führe sich die Kommentare auf Youtube zu Gemüte!
und dann erinnere man sich an folgendes Bild:


Das œ24-Bild wie auch die Geschichte dahinter (Video) finden sich hier:
- Unsere Qualitätsmedien: Das sind keine Irrtümer; das sind Lügen, Propaganda und Zensur! (Post, 09.12.2014)

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Seit April 2011[27] sind in Myanmar die Anfänge eines Demokratisierungsprozesses zu verzeichnen. Anlass und Nahziel dieser neuen Politik ist die Lockerung der internationalen Handelsblockaden, die das Land in der Vergangenheit stark isoliert hatten. Unter anderem wurden nach Informationen des Europäischen Auswärtigen Diensts die große Mehrzahl politischer Gefangener freigelassen, neue Vorschriften im Arbeits- und Investitionsrecht erlassen, die Kontrolle der Medien gelockert und mehr als 120 Gewerkschaften genehmigt.[27] Im Juli 2013 kündigte Thein Sein die Freilassung aller politischen Gefangenen bis zum Jahresende an, die ersten der etwa 150 Gefangenen kamen daraufhin eine Woche später frei.[28]
Am 1. April 2012 fanden Nachwahlen statt, nachdem zahlreiche Abgeordnete Regierungsämter übernommen und insgesamt 157 Kandidaten von 17 Parteien sich für die Nachbesetzung der freigewordenen 45 Parlamentssitze beworben hatten. Anteilmäßig waren lediglich sechs Millionen Wähler des 54-Millionen-Volks zu diesen Nachwahlen wahlberechtigt. An der Zusammensetzung des Parlaments hat die Nachwahl kaum etwas geändert, da die neu gewählten Abgeordneten mit 45 von insgesamt 664 Abgeordneten nur sieben Prozent aller Mandate innehaben.[29] Die vom Militär dominierte Union Solidarity and Development Party hat rechnerisch nach wie vor eine klare Mehrheit. Allerdings zog Aung San Suu Kyi als Spitzenkandidatin der Partei NLD im Ergebnis der Nachwahlen erstmals in das Parlament ein – nicht ohne sehr kritisch darauf hinzuweisen, dass die neue Verfassung immer noch Vorrechte des Militärs festschreibt, etwa dass ein Viertel der Parlamentsmandate an Militärangehörige vergeben werden müssen.[24] Suu Kyi wurde auch Vorsitzende des Unterausschusses für Rechtsstaatlichkeit.[27] Die NLD gewann laut Medienberichten in 112 von 129 Wahllokalen die meisten Stimmen.[30] Dies wird vielerorts als Aufbruchzeichen für eine weitere Demokratisierung gewertet.[29]
Bei der folgenden Wahl am 8. November 2015 gewann die NLD 77 % der Sitze im Parlament.[31] Aung San Suu Kyi konnte jedoch nicht selbst Präsidentin werden, da ihre beiden Söhne britische Pässe haben.[32] Im März 2016 wurde Htin Kyaw, ein enger Vertrauter von Aung San Suu Kyi, zum neuen Präsidenten gewählt. Aung San Suu Kyi wurde in der Folge zur Außenministerin ernannt.[33] [Myanmar, Demokratisierungsprozess, Wikipedia, abgerufen am 11.09.2017, Hervorhebung von mir]
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zur Situation in Myanmar (man beachte dabei auch wie die Medien berichten!)

Rohingya-Vertreibung in Myanmar: Nobelpreisträgerin Aung San verstärkt Gewaltspirale {4:08}

Veröffentlicht am 04.09.2017
RT Deutsch  
Seit 2016 verfolgen die Streitkräfte Myanmars eine systematische Vertreibung der Rohingya. Nobelpreisträgerin und Regierungschefin Myanmars Aung San Suu Khi, die im Westen als Heldin gilt, verteidigt die muslimische Minderheit nicht. Jüngste Aussagen der Politikein lösten eine neue Gewaltspirale aus. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/

2013‐06‐09 ‐ Myanmar ‐ Buddhisten hetzen gegen Muslime {8:28}

Veröffentlicht am 10.02.2017
Lucel Iphring  

Man lasse sich die letzten Sätze des Videos auf dem Trommelfell zergehen:
»Aber von einer Friedensnobelpreisträgerin kann man erwarten…«
»Nichts schmerzt so sehr wie fehlgeschlagene Erwartungen, aber gewiß wird auch durch nichts ein zum Nachdenken fähiger Geist so lebhaft wie durch sie erweckt, die Natur der Dinge und seine eigene Handlungsweise zu erforschen, um die Quelle seiner irrigen Voraussetzungen zu entdecken und womöglich künftig richtiger zu ahnen.« [Benjamin Franklin]
unter den Kommentaren schießt Sin Nei (vor 1 Woche) den Vogel ab:
»Die sind schlimmer als der isis drecks Buddhisten«
VORSCHLAG:
Jedem der Kommentatoren einen Knüppel in die Hand und alle in einem Fußballstadion einsperren… (oh, das ist vielleicht zu aggressiv) oder
jedem ein Mikrofon, einen Verstärker und einen Lautsprecher und alle usw.…

Myanmar: Are crimes against humanity taking place? * Warning: Distressing images * - BBC Newsnight {13:58}

Veröffentlicht am 10.03.2017
BBD Newsnight  
** Warning this report contains distressing images from the start ** Are there crimes against humanity taking place in Myanmar? And is Aung San Suu Kyi turning a blind eye? Newsnight and BBC Our World's joint investigation reveals the extent of the appalling treatment of the minority Rohingya Muslim community. Jonah Fisher has this report - which contains some shocking images. Watch Jonah Fisher's extended report for BBC Our World - Freedom and Fear in Myanmar - on Saturday and Sunday at 21.30 GMT on the News Channel and BBC World