Donnerstag, 31. August 2017

Carbon Copy Cloner 5: Erstes Backup-Tool mit APFS-Bootfähigkeit (Vorsicht! Werbung!)

Bombich Software hat eine neue Version seines Tools zum Erstellen von vollständigen Mac-Festplattenkopien vorgestellt. Es ist bereit für macOS High Sierra.

Bombich Software hat nach einer nicht ganz einmonatigen Betaphase eine komplett neue Version seiner macOS-Backup-Software Carbon Copy Cloner vorgelegt. Version 5 ist laut Angaben des Herstellers die erste App, die bootfähige Clones von Platten anlegen kann, auf denen das neue Apple-Dateisystem APFS läuft. Dieses wird mit macOS High Sierra im Herbst offiziell auf dem Mac eingeführt. CCC 5 ist auch sonst für macOS 10.13 vorbereitet.

Oberfläche neu, Guides neu

Daneben kommt das Update mit einer überarbeiteten Oberfläche und neuen "Guides" für das Anlegen von Backups und die Wiederherstellung von Installationen, die Einsteiger durch den Prozess führen. Backup-Tasks lassen sich nun exportieren und wieder importieren, sortieren und zeitgesteuert auch nur einmal ablaufen lassen. Backups können nur zu bestimmten Zeiten am Tag erfolgen und es gibt eine neue "Preview Total Data to be Copied"-Vorschaufunktion.

CCC 5 ist nicht mehr zu macOS 10.8 (Mountain Lion) und Mavericks (10.9) kompatibel – auf dem Mac muss mindestens Yosemite (macOS 10.10) laufen. Wer CCC 3.5 oder 4 besitzt, bekommt beim Upgrade Rabatt – 25 beziehungsweise 50 Prozent. Der Preis der Standardversion für Einzelanwender liegt bei knapp 35 Euro, die Pro-Lizenz, die auch temporär auf Kunden-Macs laufen darf, kostet 88 Euro.

mehr:
- Carbon Copy Cloner 5: Erstes Backup-Tool mit APFS-Bootfähigkeit (Ben Schwan, Mac & i, 25.08.2017)

Carbon Copy Cloner overview {8:43}

Am 13.10.2014 veröffentlicht
Agile Creator  
A quick rundown of Carbon Copy Cloner's interface and features. Belongs to the Carbon Copy Cloner review: http://apple.it-enquirer.com/?p=2507

Time Machine Versus Cloning (MacMost Now 512) {7:02}

Am 04.02.2011 veröffentlicht
macmostvideo  
http://macmost.com/e-512 Learn how Time Machine is different than most backup solutions that simply clone and update the data on a drive. Time Machine saves multiple copies of your files and allows you to access each version as long as it has space.

Mittwoch, 30. August 2017

MH-17-Streit: Deutsche Qualitäts-Medien und ihre verlässlichen Quellen

Russland hat nun die Daten im geforderten ASTERIX-Format geschickt, russische Medien schießen nach, das Gemeinsame Ermittlungsteam (JIT) werde sie weiterhin wahrscheinlich ignorieren

Nach dem Abschuss der Passagierflugzeugs MH17 über der Ostukraine, die einen Wendepunkt in der Beziehungen zwischen dem Westen und Russland mit sich brachte, forderte die niederländische Staatsanwaltschaft Russland und die Ukraine auf, die primären Radardaten zu übergeben. In der Ukraine gab es nach Aussagen von Kiew keine Radardaten, weil zufällig an dem Tag keine zivile oder militärische Radarstation aktiv gewesen sei - und das zwei Tage nach dem Abschuss einer ukrainischen Militärtransportmaschine. Dazu gab es keine erkennbaren Nachforschungen seitens des JIT. Aus Russland kamen allerdings auch nur aufbereitete Videobilder und die Vermutung, dass ein ukrainisches Flugzeug die MH17 abgeschossen habe.
Zufällig fand der russische Rüstungskonzern Almaz Ante dann doch die primären Radardaten vom Tag des Abschusses wieder, aufgezeichnet von der Station Ust-Donetsk, 175 km entfernt von der Absturzstelle, hieß es aus Moskau 2016 mit Blick auf die Ukraine und die USA, die angeblich keine Daten besitzen. Die russischen Primärdaten wurden im Fernsehen gezeigt und im September dem Gemeinsamen Ermittlungsteam (JIT) in den Niederlanden zugeleitet - rechtzeitig, wenn auch knapp vor der Veröffentlichung des ersten JIT-Berichts, in dem Separatisten verantwortlich gemacht werden.

Angeblich habe das Radarsystem nichts erfasst, was südlich oder westlich in Richtung von MH17 geflogen sein könnte. Auf den Bildern sei nichts auszumachen, was MH17 gefährlich werden könnte, eine Buk-Rakete aus dem Separatistengebiet hätte man jedoch gesehen, da man auch eine kleine Orlan-10-Überwachungsdrohne zu der Zeit in der Gegend entdeckt habe.

mehr:
- MH-17: Weiter Streit um russische Primär-Radardaten (Florian Rötzer, Telepolis, 28.08.2017)
Ich empfehle, diejenigen Kommentare zu lesen, die einen dicken grünen Balken haben!

was ich bisher über MH 17 geschrieben habe:
- Aufklärung über den Abschuss von MH17 steckt im Informationsnebel fest (Post, 19.07.2016)
- MH17: Falschmeldungen sind auch Nachrichten (Post, 09.06.2016)
- Wieder MH-17 und wieder: Nebelbomben gegen Russland (Post, 07.06.2015)

Kopfgeld zur Aufklärung der Hintergründe um den Absturz von MH17 (Post, 25.11.2014)
- Ukraine 14 – »Wir sind Menschen des Friedens« (Post, 29.07.2014)


KenFM im Gespräch mit: Peter Haisenko (Wie stürzte die MH17 ab?) {1:38:13}

Veröffentlicht am 12.01.2015
Peter Haisenko war über 30 Jahre Luftkapitän bei der Deutschen Lufthansa. „Fliegen ist besser als Arbeiten“, sagt er schmunzelnd im Gespräch mit KenFM.
Dort gingt es vor allem um den immer noch ungelösten Absturz der MH17 über der Ukraine. Fest steht: Das Flugzeug stürzte nicht aufgrund technischer Mängel ab, sondern weil es von außen attackiert wurde. Die Frage ist wie, und vor allem von wem.
Während für den überwiegenden Teil der Westpresse unmittelbar nach dem Absturz bereits klar war, dass Putin stellvertretend für die Separatisten den Absturz zu verantworten hätte und dieser mit russischen Flugabwehrraketen vom Typ BUK ausgeführt worden war, begann Pilot Haisenko, sich die Trümmer der Maschine zu kümmern. Diese zu analysieren. Dabei fielen ihm zahlreiche Ungereimtheiten auf. Diese Ungereimtheiten führten zu einer alternativen These, wie sie von den Massenmedien bereits als Wahrheit verkauft wurden.
Auf seinem eigenen Blog, anderweltonline.com, publizierte Peter Haisenko, was er aus den Informationen zu MH17 an Schlüssen zog. Dieser Text wurde international wahrgenommen und zur Grundlage eines Zweifels, der bis heute anhält.
Fakt ist: Bis heute wartet die Öffentlichkeit auf die Satellitendaten der USA. Sie wartet auf die Daten, die die AWACS-Flugzeuge der NATO über das Geschehen rund um MH17 aufgezeichnet haben. Sie wartet auf die Deutung der Black-Box-Daten und sie wartet auf die Daten, die der Tower in Kiew von Flug MH17 besaß, bevor die entsprechenden Bänder von ukrainischen Soldaten konfisziert wurden, kurz nach dem Abschuss. Ist das überhaupt bekannt?
Das Gespräch mit Peter Haisenko unterstreicht erneut das tiefe Misstrauen in die Massenmedien, die entweder schlampig oder gar nicht recherchieren, oder aber gar nicht daran interessiert sind, der Wahrheit zu ihrem Recht zu verhelfen.
Vielleicht, weil sie selber in Wahrheit nicht das sind, was man wirklich unabhängig nennt?
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Nach Peter Haisenko träfen Behauptungen staatlicher russischer Medien und des "Verbandes der Ingenieure Russlands" zu, dass zwei ukrainische Jagdflugzeuge des Typs Suchoi Su-25[wp] am 17. Juli 2014 über der Ostukraine in 10.000 m Höhe ein ziviles Passagier­flugzeug der Malaysia Airlines abgeschossen hätten (siehe Wikipedia: Malaysia-Airlines-Flug 17[wp]). Haisenko spricht dabei von einem "Mordfall MH17". Die von ihm gemeinten ukrainischen Jagdflugzeuge sollen von hinten rechts auf das Flugzeug geschossen haben. Laut russischer Wikipedia (und auch in anderen Sprachen) kann dieser Flugzeugtyp maximal in 7.000 m Höhe operieren.[3] Der russische Chefentwickler der Su-25, Wladimir Babak, schloss in einem Interview mit verschiedenen deutschen Medien (NDR, WDR, SZ) am 10. März 2015 einen Abschuss durch eine Su-25 aus, da dieser Flugzeugtyp zwar kurzzeitig 10.000 m Höhe erreichen, aber dort nicht schießen könne, ohne abzustürzen.
Haisenko legt sich darauf fest, dass zwei ukrainische Su-25 das malaysische Verkehrsflugzeug mit einer Iljushin des russischen Präsidenten Putin verwechselt und es (aus mehr als 3 km Entfernung) mit Maschinen­gewehr­salven abgeschossen hätten. Dies will er unter anderem an kreis­runden Einschuss­löchern auf Fotos von Trümmer­teilen erkannt haben. Seine Vermutung wurde unkritisch vom MMnews-Blog von Michael Mross[ew] übernommen. Im MMnews-Blog wurde dazu passend ein plump gefälschtes Bild veröffentlicht, das den Abschuss einer Rakete (also nicht Maschinen­gewehr­feuer) von einem einzigen Su-25 Jagdflugzeug in Richtung einer Boeing 777 belegen soll. Ein vorläufiger nieder­ländischer Untersuchungs­bericht erwähnt jedoch eine Splitterquelle links vor dem Flugzeug.[…]
Haisenko wurde wegen seines Engagements von Spiegel Online als Beispiel für "Putins deutsche Gehilfen" angeführt.[4] [Peter Haisenko, WikiMANNia, abgerufen am 31.08.2017]
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zu Haisenko schreibt der SPIEGEL:
Peter Haisenko hat sich im Internet Fotos von Trümmerteilen angesehen. Er glaubt, darauf Beweise für einen Beschuss durch eine 30-Millimeter-Bordkanone entdeckt zu haben. Nicht thematisiert wird in dem Beitrag, dass auch Boden-Luft-Raketen ähnliche Löcher in ein Flugzeug reißen können.
Dem Zuschauer wurde ebenfalls vorenthalten, was Haisenko sonst so treibt. Etwa sein Buch "England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert", das die "perfiden Strategien des britischen Empire" behandelt.



zu den Ukraine- und Russland-Narrativen deutscher Medien:

siehe auch:
- MH17: Die US-Geheimdienste werden ihre "überzeugenden" Beweise nicht vorlegen (Florian Rötzer, Telepolis, 29.08.2017)
Was soll ich von einer Medienlandschaft halten, in der – ad nauseam und unisono – das Vorenthalten von Beweisen durch die USA hingenommen wird, andererseits alles, was von Russland vorgelegt wird, entweder als manipuliert abqualifiziert oder nicht beachtet wird?
- Todesflug MH17: Wer warum schoß (48seitige Animations-Reihe von Marcus Bensmann und Cordt Schnibben, SPON, ohne Datum)
mein Kommentar:
zum Datum der Animation:
Während die Google-Suche als Erstellungsdatum der SPON-Animation den 16.08.2017 angibt, bezieht sich Gabriele Wolff in ihrem Post vom 24.05.2015 (s.u.) auf ebendiese Animation. 

Seite 3 der SPON-Animation beginnt mit der Aussage: 
»Ein halbes Jahr nach dem Absturz einer Boing über der Ukraine tobt der Propagandakrieg der Täter.« [Hervorhebung von mir]. Diese Aussage vermittelt: Niemand sonst (z.B. die USA) hat Propaganda gemacht.
Von der »Propagandaschlacht der Täter« sprich auch schon der SPON-Artikel  vom 10.01.2015:
- Katastrophen – Wahrheit in Trümmern ( Marcus Bensmann, Uwe Buse, David Crawford, Hauke Goos, Christian Neef, Cordt Schnibben, Jonathan Stock , SPON, 10.01.2015)
Auf Seite 5 der Animationsreihe werden mehrere Bilder von jungen Menschen gezeigt (mit bedrohlicher Hintergrundmusik), die beim Absturz der MH-17 ums Leben kamen. Die Seite 5-Animation endet mit folgenden Fragen: »Wer ist verantwortlich? Ein Kampfjet? Eine Rakete? Wenn es eine Rakete war, wer hat sie abgeschossen?«
Seite 6 – Titelseite eines neuen Abschnitts – sieht so aus:
Der letzte Satz des Vortragenden im ersten Abschnitt (Titel: Wo wurde die Rakete abgeschossen?) lautet: »War es also doch eine BUK?« Nach dem zweiten Abschnitt (»Was ist eine BUK?«) folgt der dritte Abschnitt, Titel: »Woher kam die Rakete?« Darin wird die 53. Luftabwehr-Brigade als verdächtig identifiziert (wieder mit bedrohlicher Hintergrundmusik) – unter Verweis auf die investigative Internetseite »Bellingcat«.
Gabriele Wolff hab Bellingcat sowas von auseinandergenommen! 
siehe:
»Das wäre wohl die beste Lösung, Bellingcat zu schließen. Denn noch eine Propaganda-Schleuder mehr brauchen wir wirklich nicht.«
mein Kommentar: 
Liebe Frau Wolff, anscheinend doch… (zu Bellingcat weiter unten)

Dazu Telepolis:
[…] Abschlussbericht des niederländischen Untersuchungsteams Stellung. Dessen Ergebnisse beruhen zu wesentlichen Teilen auf Informationen und Materialien des ukrainischen Geheimdienstes SBU und des investigativen Netzwerks Bellingcat. Dass sich diese Recherchegruppe häufig manipulativer Techniken bedient hat, wird in der Dokumentation von Gabriele Wolff nachgewiesen. Ebenso dürfte der SBU als Bezugsquelle kaum vertrauenswürdig sein, da er verständlicherweise darum bemüht ist, eine mögliche Urheberschaft der ukrainischen Seite zu vertuschen. [Bernd Murawski, Zweifel am Abschuss durch ein BUK-System, 30.10.2016]

Gabriele Wolff ist über den Fortgang der MH 17-Ermittlungen alles andere als glücklich:
Zu den schlechten Nachrichten gehört diese hier. Erstmals gaben das Joint Investigation Team (das strafrechtliche Ermittlungsteam, NATO-Staaten plus des erst im Dezember zugelassenen Staates Malaysia unter Führung der Niederlande nebst der beschuldigten Ukraine, die wie alle andere Teilnehmer ein Vetorecht gegen mißliebige Presseveröffentlichungen des Gremiums hat) und das DSB (Dutch Safety Board, verantwortlich für die Flugunfalluntersuchung, die sich auf die Absturzursache und Empfehlungen zu deren zukünftiger Vermeidung beschränkt), gleichlautende Presseerklärungen heraus. […]  
Das ist eine Null-Nachricht: mögliche Teile einer Buk-Rakete werden weiter untersucht. Zukünftig werden internationale Experten zu deren Erforschung herangezogen. Zur Zeit ist ein kausaler Zusammenhang dieser Teile mit dem MH17-Absturz nicht gegeben. ] [Ukraine: Informationskrieg um MH17 (6) (Gabriele Wolff, 10.10.2015]

Frau Wolff hat auch noch weiteres zu beanstanden:
Die russische Delegation der Flugunfalluntersuchung fragte vergebens nach den Gründen, aus denen die offensichtlich Monate zurückliegenden Funde erst jetzt bekanntgegeben wurden; sie bekam nicht einmal eine Antwort auf die Frage, wo genau diese „möglichen“ Waffenfragmente gefunden worden waren – und durfte sie selbstverständlich auch nicht in Augenschein nehmen […]
Daß von amtlicher Seite Erleuchtung kommen wird, ist daher stark zu bezweifeln. Sämtliche Fragen Rußlands sind nicht beantwortet worden:
[…]

a. Warum verweigert die Ukraine Funkgespräche zwischen den in der Nähe von Donezk am Tag der Katastrophe stationierten Militäreinheiten für die Untersuchung frei zu geben?
b. Warum ist die Ukraine nicht bereit Informationen über den Verbrauch von Luft-Luft- und Boden-Luft-Raketen bereitzustellen?
c. Warum wird keine Auskunft über die Flugpläne der ukrainischen Luftstreitkräfte am Tag der Katastrophe erteilt?
d. Warum wird keine Auskunft über die Bewegungen der ukrainischen Bodentruppen am Tag der Katastrophe erteilt?
e. Wieso wurden am Tag der Katastrophe die Aktivitäten der ukrainischen Radareinheiten bemerklich erhöht?
f. Warum haben die ukrainischen Behörden den Luftraum für Zivilflugzeuge über den Kampfgebieten in der Ostukraine nicht gesperrt? […]
Russische Botschaft Wien, am 22. Juli 2015

Moment mal:
Da machen sich Telepolis-Kommentatoren über die Tatsache lustig, daß laut Information der ukrainischen Regierung am Tag des Flugzeug-Unglücks alles Radar in der Ukraine abgeschaltet gewesen sei, und in dem eben zitierten Schreiben der russischen Botschaft in Wien ist die Rede von einer erhöhten Aktivität ukrainischer Radareinheiten die Rede?
Das Weiterrecherchieren wird mir allmählich zu arbeitsaufwändig.

Der Titel des nächsten Abschnitts der SPON-Animation lautet: »Wer hat die Rakete abgeschossen?« (Ich erinnere an die Fragen auf Seite 5: »Wer ist verantwortlich? Ein Kampfjet? Eine Rakete? Wenn es eine Rakete war, wer hat sie abgeschossen?« und stelle fest: Die Frage, ob es ein Kampfjet war, wurde überhaupt nicht behandelt!)



Ich bin jetzt beim Abschnitt 4 (»Wo wurde die Rakete abgeschossen?«):
Auf Seite 2 ist das nach SPON-Ansicht entscheidende Photo: »Dieses Autoschild belegt, daß der Raketentransporter hier vorbeigekommen war. Es steht an einer Schnellstraße, die zur russischen Grenze führt.«
Was mich dabei irritiert:
Das obige »Beweisphoto« zeigt eine Zugmaschine mit weißen Fahrerhaus. Dagegen ist auf allen Bildern und Filmsequenzen der SPON-Animation (die anscheinend sämtliches Material von Bellingcat übernommen hat,) das Fahrerhaus dunkel-olivgrün. Das scheint aber niemanden zu stören…
Auf der Seite davor trägt Marcus Bensmann vor, die Straßenkreuzung befinde sich in Luhansk:

In der Animation folgen dann die Abschnitte »Was ist eine BUK?« und »Woher kam die Rakete?«
Auf der ersten Seite des letztgenannten Abschnitts ist auf einem Photo die BUK-Raketen-Einheit 3*2 zu sehen (»die mittlere Zahl ist unsichtbar gemacht worden«), die zur 53. Flugabwehrbrigade gehört. Im folgenden wird der Weg, den 3*2 (bzw. die 53. Flugabwehrbrigade) genommen hat, von Troitskji über Alexejewka nach Millerewo rekonstruiert.
Was mich aufmerken läßt, ist der Verschwörungston:
»die mittlere Zahl ist unsichtbar gemacht worden«:
Wenn jemand die Identifikation des Gefährtes verhindern will, hängt er einen Lappen oder ein Schild über alle drei Ziffern. Nobody hat es auf Kosmologelei in Nullkommanix rausgekriegt:
- 332 (Nobody, Kosmologelei, 04.05.2016)
- MH-17-Abschuss: «Es war die 53. Flugabwehrbrigade Russlands» (OrtnerOnline, 20.07.2017)





Glosse: Mit Angst hält man die Deutschen bei der Stange 

Diese obige Spiegel-Animation ist richtig übel: 
Sie folgt der jetzigen Zeitqualität, produziert eine Art Hochglanzprospekt und verkauft sich dem Leser im Glauben, Inhalt durch Form wettmachen zu können.
Sie gibt vor, dem Leser innerhalb weniger Minuten solide Informationen zu vermitteln, steckt aber voller Scheinfakten. Sie stellt Fragen, gibt vor, sie zu beantworten, tut dies aber nicht. Der Spiegel (Pispers: »Bildzeitung für Abiturienten«) ersetzt in bester transatlantischer Manier Fakten durch Verdächtigungen.

… und ist damit für einige Zeit kommunikationstheoretisch erfolgreich: Wenn immer wieder Verdächtigungen geäußert werden, konzentrieren sich die vielen Verdächtigungen in den Köpfen der Leser zu Fakten.
Überall ist Nebel, nichts weiß man nicht. Aber wenn man keine Fakten hat, vielleicht funktioniert ja dann der Verkauf katastrophisierender Emotionen!
… und eines Feindbildes!

Wenn man kritisch prüfend in diesen Propagandanebel hineingreift, stellt man fest, daß man zwar kaum etwas konkretes zu fassen kriegt, der Nebel aber eine einheitliche Farbe und einen einheitlichen Geschmack hat: Russland ist schuld, böse und ganz furchtbar gefährlich!

Und kommunikationspsychologisch (zu Edward Bernays siehe: Angewandte Psychoanalyse: Masse und Mob – Wie sich Emotionen in der Menge entladen, und wie sie gesteuert werden können, Post, 14.03.2016) wird dies dann 
1. personifiziert: Putin!  
Der hat natürlich ganz übel einen an der Waffel, wurde im sowjetischen KGB zum James-Bond-Superschurken gehirngewaschen, ist ständig damit beschäftigt, sich mit freiem Oberkörper Männertaten vollbringend visuell zu prostituieren und hat die arme Ukraine, die nichts anderes will als in den Armen der EU Freiheit und Demokratie zu genießen, wie ein schleichendes Gift unterwanderte. (Damit schiebt man die eigenen Destabilisierungsversuche dem Feind unter.)

und 2. eine ganz furchtbar ergreifende Geschichte drumherum konstruiert:
     Als nämlich die nach Freiheit, Demokratie und einem kleinen bißchen Wohlstand lechzenden ukrainischen Massen freiheitlich-demokratisch auf die Straßen gingen, wurden sie – just als die EU völlig uneigennützig Schutz und Hilfe gewährend ihre Arme öffnete und ihre besten Politiker nach Kiew entsandte, die auf dem Majdan eine goldene Zukunft verheißend hoffnungsvolle Reden schwangen und kostenlose Visakarten verteilten (letzeres habe ich jetzt erfunden!) – von den Nazi-Schergen ihres Putin-gesteuerten Unterdrückers zusammengeschossen, schafften es aber wundersamer- und glücklicherweise dann doch noch im letzen Moment, ihren Putin-gesteuerten postsowjetischen Unterdrücker fortzujagen, ein demokratisches Parlament zu wählen und eine Regierung zu installieren, deren hochkompetente Mitglieder – rein zufällig – ihre Ausbildung in den USA genossen hatten oder von US-Konzernen kamen und in weiser Voraussicht schon einmal damit begannen, zusammen mit freiheitlich-demokratischen US-Konzernen die Claims in der Ukraine abzustecken.
     Daß der Sohn des US-Vizepräsidenten einen Tag nach Beginn der illegalen Volksabstimmung in der Ost-Ukraine über deren Autonomie (bei der Stimmabgabe »waren bewaffnete Kämpfer zugegen« [Wikipedia, abgerufen am 01.09.2017], vorgeblich, um den reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, in Wirklichkeit aber, um den Wählern Angst zu machen – sowas ist bei illegalen Abstimmungen Usus) in den Aufsichtsrat des größten privaten ukrainischen Gasproduzenten berufen wurde, war natürlich reiner Zufall und wurde nur von vereinzelten antiamerikanischen Medien kritisch kommentiert. 
     Die postsowjetischen Nazi-Morlocks – unabhängige Spezialisten von einzig der Wahrheit verpflichteten Ein-Mann-Investigationsplattformen, die von transatlantischen ThinkTanks finanziell unterstützt werden, haben nach intensiven forensischen Recherchen den begründeten Verdacht, daß sie alle gedopt waren – erwiesen sich als schlechte Verlierer, rotteten sich in der Ostukraine zusammen, wollten heim ins Sowjet-Reich und überfielen mit Waffengewalt ukrainische Regierungs-Institutionen, weshalb der freiheitlich-demokratischen Regierung in Kiew nichts anderes übrig blieb, die Nester, in welchen sich die separatistischen Nazi-Morlocks zusammengerottet hatten, von Düsenjägern aus zu bombardieren. 
     Die demokratische Regierung in Kiew mußte entsetzt, mit großem Bedauern und tiefer Trauer zur Kenntnis nehmen, daß bei den einzig der Selbstverteidigung dienenden Bombenangriffen in der Ostukraine unglücklicherweise auch einige wenige Zivilisten ums Leben kamen und wußte, nachdem monatelange – von UN-Vermittlern begleitete – Verhandlungsversuche mit den Nazi-Separatisten aufgrund deren Borniertheit immer wieder gescheitert waren, sich nicht anders zu helfen, als die Gas-, Wasser-, Nahrungs- und Stromversorgung in die Ostukraine abzustellen und die Rentenzahlungen an pensionierte Separatisten zu stoppen.
     Auf diese gewaltfreie freiheitlich-demokratische Maßnahme reagierten die mit großer Wahrscheinlichkeit gedopten Nazi-Untermenschen mit völlig unverhältnismäßiger und für einen normalen westlichen Menschen keinesfalls nachvollziehbarer Wut: In ihrer Unfähigkeit, eine demokratische Niederlage zu akzeptieren und von dem Wunsch beseelt, die ganze Welt in Angst und Schrecken zu versetzen, charterten diese prorussischen Terror-Separatisten bei dem mit ihnen sympathisierenden narzißtisch gestörten Putin, der gerade mit freiem Oberkörper nach antiken Schätzen tauchte, eine Boden-Luft-Rakete und schossen ein schönes Passagierflugzeuge mit jungen, hoffnungsvollen und unschuldigen Reisenden ab. 
Und nicht genug damit: 
     Wie alle Untermenschen unfähig, die Folgen ihres Handelns abzusehen (niemand auf der ganzen Welt – außer dem gestörten Putin – konnte für diese postsowjetischen Nazi-Morlocks noch Sympathie hegen!) ließen sie die Leichenteile der Abschußopfer in der Hitze herumliegen, stahlen den Toten Papiere und Wertgegenstände und hielten triumphierend Kinderteddies vor die Kameras von unter Lebensgefahr herbeigeeilten Journalisten, die das entsetzliche Ergebnis ihrer Missetat in Bild und Ton dokumentierten.
Und was tat Putin?
     Nach dem Bergen seiner 31. Amphore wurde ihm langweilig und er beschloß, sein neustes, von Hackern besorgtes Bildbearbeitungsprogramm auszuprobieren, und er setzte sich nachts, wenn mal gerade keine Mätresse zur Verfgung stand, hin und retuschierte Satellitenaufnahmen, um den um Aufklärung bemühten Westen hereinzulegen. Zwar gab es gottseidank der Wahrheit verpflichtete westliche Ein-Mann-Aufklärungsplattformen, die von transatlantischen ThinkTanks gesponsert werden, die seinen Manipulationen auf die Schliche kamen, aber Putin war inzwischen auf den Computergeschmack gekommen und setzte seine Hacker-Kompanien in Marsch, die die US-Wahl durch Hacken der hochmodernen Wahlmaschinen so manipulierten, daß die beliebte Hoffnungsträgerin der freien Welt, Hillary Clinton, die Wahl knapp verlor und ein ähnlich psychisch gestörter Milliardär mit Gold-Tolle die Wahlen überraschend gewann…
     Das geschockte westliche Establishment, daß sich weder die Wahl Trumps noch die Unvernunft der sogenannten »Abgehängten« hatte vorstellen können hatte zwar den Verdacht der Wahlmanipulation, aber Putins Hacker waren dermaßen teuflisch schlau vorgegangen, daß man ihnen nichts nachweisen konnte.
     Im demokratischen Deutschland braut sich derzeit der Verdacht zusammen, Putin könne möglicherweise die bevorstehende Bundestagswahl hacken – ob zugunsten der AfD oder der Linken, darüber konnten sich bei Sandra Maischbergers Fernsehdiskussion (»Putin läßt kleine Wahlmaschinen hacken«) die Ukraine-Experten Eric Frey (vom österreichischen Standard, s.u.) und Dirk Müller (von der Börse) nicht einigen.
zur Mär vom russischen Hacken siehe
- Kanzlerinnensturz durch russische Hacker? Was haben unsere lieben Qualitätsjournalisten nur jetzt schon wieder geraucht? (Jens Berger, NachDenkSeiten, 01.09.2017)

Nichts schweißt eine Gruppe so effektiv zusammen wie ein äußerer Feind, der eine existentielle Bedrohung darstellt!
     Und während die Menge auf den vermeintlichen Feind starrt (der natürlich psychisch gestört und damit unberechenbar und besonders gefährlich ist), bekommt sie von hinten (TTIP) globalisierend in die Tasche gegriffen. Und ist, wenn sie’s merkt nicht böse sondern erleichtert, weil sie nochmal gerade so davongekommen ist.
Quelle: Rainer Mausfeld, Warum schweigen die Lämmer?

     Was können wir froh sein, daß es Deutschland so gut geht! Und weil »et noch emmer joot jejange hätt« [Et kölsche Jrundjesetz, Wikkipedjia, abgerufen am 01.09.2017], kann sich der Unruhestifter Martin Schulz das Maul fusslig reden, aus der Merkel-Hypnose wird er das bundesdeutsche Wahlvolk nicht so schnell herausarbumentieren können…



zu den Informationsquellen unserer Qualitätsmedien:



Wie ich gleich aufzeigen werde, wurde Russland (von Bellingcat) fälschlicherweise beschuldigt, Satellitenphotos retuschiert zu haben, eine Meldung, die stante pede von unseren Qualitätsmedien weiterverbreitet wurde. 



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Das Netzwerk sorgte mehrfach mit Recherchen zum Absturz des Passagierflugzeuges MH17 über der Ostukraine für Aufsehen. Die Gruppe behauptete, nachgewiesen zu haben, dass ein Buk-Raketensystem einen Tag vor dem Absturz durch Russland und von Rebellen kontrollierte Gebiete gefahren sei; am Tag nach dem Absturz sei das gleiche Fahrzeug mit einer fehlenden Rakete zurück nach Russland gefahren.
Im Mai 2015 veröffentlichte die Gruppe einen Bericht,[8] der belegen soll, dass die von Russland vorgelegten Luftbilder mit ukrainischen Waffensystemen verändert worden seien und die Datierung nicht stimme.[9][10][11] Viele Medien übernahmen die Darstellung von Bellingcat.[12]
Der Bildforensiker Jens Kriese erklärte in einem Interview mit dem Spiegel am 3. Juni 2015, dass die von Bellingcat verwendete Analyseform für Bildveränderungen wissenschaftlich nicht beweisfähig sei, da es auch aufgrund deren Interpretationsbedürftigkeit dazu keine Fachpublikationen gäbe. Zudem hätte Bellingcat nur die für die öffentliche Präsentation bearbeiteten Bilder untersuchen können und keine Originale.[13] Aussagefähig seien nur die Rohbilder, die natürlich unter Verschluss seien. Auch der Gründer der Analyseseite fotoforensics.com, die von belingcat verwendet worden war, distanzierte sich von deren Schlussfolgerungen bezüglich der Bildbearbeitungen.
Bellingcat reagierte darauf mit dem Kauf von zusätzlichen Satellitenfotos der betreffenden Tage bei DigitalGlobe und gibt an, beim Vergleich mit den MOD-Bildern Diskrepanzen gefunden zu haben, die belegen, dass die russischen Satellitenfotos nicht vom behaupteten Datum stammen können.[14][15] [Bellingcat, MH 17, Wikipedia, abgerufen am 30.08.2017]
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- Bellingcat 'Identifies' Russian Soldiers Who Transported MH17 Buk Missiles (Katie Davis, Moscow Times, 05.06.2017)
- Abschuß von MH17… Verdächtige sollen in Niederlanden vor Gericht (FAZ.net, 05.07.2017)
hier wird Eliot Higgins mal kurz abgewatscht:
- Media's Beloved "Expert" Eliot Higgins - Wrong Again And Again And Again (b, Moon of Alabama, 03.06.2015)
Beim Lesen dieses trockenen Artikels kommt mir die Idee, ob Higgins nicht so eine Art Ukraine/Syrien-»Curveball« sein könnte…
dazu aber auch:
Eliot Higgins of Bellingcat, Who is He? Everything You Need to Know… (Graham Philipps, The TruthSpeaker, 28.02.2016)
- Falsche Wolken über der Ukraine? Die Photoshop-Arbeiten des Kreml und die Fehler der Bellingcat-Analyse (Stefan Niggemeier auf seiner Seite, 03.06.2015; Zitat:)
Mehrere Satellitenfotos, die das russische Verteidigungsministerium nach dem Abschuss von Malaysia-Airlines-Flug MH17 veröffentlicht hat, sollen gefälscht sein. Die Bürgerjournalisten-Rechercheplattform Bellingcat behauptet, das in einer „forensischen Untersuchung“ nachgewiesen zu haben.
Und wenn Bellingcat das behauptet, behaupten die deutschen Medien das auch. Dabei gibt es erhebliche Zweifel an den Methoden und Schlussfolgerungen. Ausgerechnet der Erfinder der Fotoauswertungs-Software, die Bellingcat benutzte, distanziert sich deutlich von dem Bericht und nennt die Analyse „fehlerhaft“.
mein Kommentar:
Es spielt kurzfristig keine Rolle, ob die Bellingcat-Analyse falsch ist. Hauptsache, die deutschen Mainstream-Medien – und ihre Leser – übernehmen die (russlandfeindlichen) Schlußfolgerungen.
Wenn dann 80% der Leute das für Wahrheit halten, kann der Mohr gehen bzw. kann man sich bei den Leuten entschuldigen. Die sind ja dann sowas von erleichtert, daß ihre Welt wieder funktioniert!
Der SPIEGEL befindet sich da ganz auf der transatlantischen Linie (man erinnere sich: die Propagandaschlacht wird – laut SPIEGEL – nicht von den West-Mainstream-Medien sondern allein von den MH-17-Absturz-Verantwortlichen geführt!!)
Langfristig gefährdet die unkritische Übernahme von Informationen aus solch dubiosen Quellen unser politisches System.
Quelle: Stefan Niggemeier (s.o.)
mein Vorschlag für das Unwort des Jahres 2017: Fake News!😜


- MH17 Abschuss: Wer sind eigentlich Bellingcat und Elliot Higgins? (EpochTimes, 03.06.2015)
- Der Plan von der Abschaffung der Wahrheit (Friedemann Karig, Krautreporter, 06.03.2015)


Die vom russischen Verteidigungsministerium zum Thema MH17 bereitgestellte Daten hat Higgins mit Berufung auf FotoForensics als gefälscht gebrandmarkt. Dieser Service erlaubt es, Bearbeitungsspuren auf beliebigen Aufnahmen zu identifizieren. Doch später sagte Dr. Neal Krawertz, der Erschaffer von FotoForensics, er konnte auf den zuvor von Higgins untersuchten russischen Aufnahmen keine Bearbeitungsspuren ausfindig machen. [Die Plattform Bellingcat und ihre "Beweise" gegen Russland, DerUnbequeme, 21.08.2015 mit einer Übersetzung aus dem einflußreichen russischen Blog Colonel Cassad]

Sogar die angesehene Brand eins hat sich mit Eliot Higgins beschäftigt:
- Eliot Higgins, Bellingcat Der Spion aus dem Netz (Ingo Malcher, Brand eins 7/2016)

Exclusive! Video Banned from YouTube, now here. UK Involvement in Ukraine War. {3:00} Musik: The Beautiful Occupation   Text (azLyrics)

Veröffentlicht am 29.08.2017
Graham Phillips
The other day, I put a video on YouTube about the UK’s involvement in the Ukraine war.
After a couple of days, with the video getting thousands of hits – YouTube removed it. Why? For supposedly ‘violating their community guidelines’. Yet – all the video content on it, is already on YouTube, videos I uploaded some time ago.
So, removed from YouTube, here I present the full video for you – strictly 18+ .

Merke:
Das ist nicht Syrien, das ist die Ost-Ukraine! Aber egal, wo für Freiheit, Demokratie (und – nicht vergessen – Kapitalismus) gekämpft (bzw. bezahlt) wird (zahlen ist ungefährlicher als kämpfen), fallen halt Späne!
Das mit den Spänen war schon in der französischen Revolution so!


Was ist bei diesem Post jetzt rausgekommen?
Die Fakten:
1. Die niederländische Staatsanwaltschaft hatte Russland und die Ukraine aufgefordert, die primären Radardaten zu übergeben. (TP = Telepolis) 
1.a) In der Ukraine gab es nach Aussagen von Kiew keine Radardaten, weil zufällig an dem Tag keine zivile oder militärische Radarstation aktiv gewesen sei - und das zwei Tage nach dem Abschuss einer ukrainischen Militärtransportmaschine. (TP)
1.b) Dazu gab es keine erkennbaren Nachforschungen seitens des JIT. (TP)

2. Es hatte im Juni 2015 schon einmal Probleme mit russischem Untersuchungsmaterial gegeben:
2.a) Mehrere Satellitenfotos, die das russische Verteidigungsministerium nach dem Abschuss von Malaysia-Airlines-Flug MH17 veröffentlicht hatte, sollten laut Bellingcat gefälscht sein. Das habe man in einer „forensischen Untersuchung“ nachgewiesen. (SN=Stefan Niggemeier)
2.b) Viele Medien übernahmen die Darstellung von Bellingcat.[12] (W= Wikipedia)
2.c) Der Bildforensiker Jens Kriese erklärte in einem Interview mit dem Spiegel am 3. Juni 2015, dass die von Bellingcat verwendete Analyseform für Bildveränderungen wissenschaftlich nicht beweisfähig sei, da es auch aufgrund deren Interpretationsbedürftigkeit dazu keine Fachpublikationen gäbe. Zudem hätte Bellingcat nur die für die öffentliche Präsentation bearbeiteten Bilder untersuchen können und keine Originale.[13] (W)
2.d) Neal Krawetz bescheinigte den Bellingcat-Leuten unmissverständlich, dass ihre Fehlerstufenanalyse (»Error Level Analysis« = ELA) mit seiner Methode (die er auf seiner Seite fotoforensics.com zur Verfügung stellt) fehlerhaft sei. Er twitterte, es sei ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie man Bildanalyse nicht durchführen sollte. (SN)

3. Bellingcat behauptete, der Vergleich mit Satellitenfotos auf Google Earth beweise, dass die Bilder, die das russische Verteidigungsministerium veröffentlicht hattte, zu einem anderen Zeitpunkt als angegeben entstanden sein müssten. (SN)
3.a) Die Datumsangaben bei GoogleEarth sind unzuverlässig. Teilweise kennt Google selbst nicht den exakten Zeitpunkt, zu dem die Fotos entstanden sind. 
3.b) Bellingcat erwähnte dieses Phänomen nicht einmal und erklärte deshalb auch nicht, warum es womöglich Grund zur Annahme gab, dass die Google-Earth-Angaben im konkreten Fall dennoch zweifelsfrei korrekt waren. (SN)
3.c) Die so hochtrabend klingende „forensische Untersuchung“ von Bellingcat wies einige Ungereimtheiten und haarsträubende Kurzschlüsse auf. Und das in einem Bericht, der Bellingcat zu dem eindeutigen Schluss führte, dass die Satellitenbilder von Russland gefälscht worden waren, „in einem eindeutigen Versuch, die Öffentlichkeit, die Weltgemeinschaft und die Familien der Opfer des Fluges MH17 nur Tage nach dem Abschuss in die Irre zu führen“. (SN, wen Niggemeier da zitierte, erschließt sich dem Leser nicht, da keine Quellenangabe)

Die deutschen Qualitäts-Medien:
Wichtige deutsche Medien machten sich unisono den Bellingcat-Bericht zu eigen:
Spiegel Online: 
- »Forensische Analyse: Kreml hat offenbar Satellitenfotos zu MH17-Absturz manipuliert«; 
- »Foto-Analyse zum Absturz: Wie Russland die MH17-Beweise manipulierte«;
- »Russische MH17-Manipulationen: Moskaus kosmische Aufklärung«; 
Tagesschau.de: »Russland soll Fotos gefälscht haben« 
Süddeutsche Zeitung: »Stümper und Fälscher«
Frankfurter Rundschau: »Manipulierte MH17-Bilder«
Berliner Zeitung: »Das Blaue vom Himmel«
Die Welt
Die Zeit: »MH 17: Kreml manipulierte mit Photoshop«
ZDF: »MH17-Absturz: Fotos lügen doch« (SN)
Bellingcat-Bericht:
- Forensische Analyse von Satellitenbildern des russischen Verteidigungsministeriums
Kritik:
- Bellingcat-Analyse MH 17 so unseriös wie BILD und SPON (the hobo and the gypsy)
- About Bellingcat’s claim: „Russian sat pics fake“ (7mei.nl)  
- An analysis of the analysis (lanzone.eu)

Die Rückzugsgefechts-Strategie der Qualitäts-Medien:
- „Spiegel Online“ hat jetzt ein Interview mit dem Foto-Forensiker veröffentlicht, in dem der Bellingcat „Fehlinterpretationen“ und „Kaffeesatzleserei“ vorwirft, und plötzlich sind es nur noch „angebliche“ russische Foto-Manipulationen. (Nachtrag, 10.10 Uhr)
Original:
- Interview zu angeblichen MH17-Manipulationen "Bellingcat betreibt Kaffeesatzleserei" (Interview mit Benjamin Bidder, SPON, 03.06.2015)
- Im SPIEGELblog räumt „Spiegel Online“-Chefredakteur Florian Harms ein: „Selbstkritisch müssen wir festhalten: Diese professionelle Skepsis im Umgang mit der Quellenlage, das Hinterfragen der Quelle hätten wir bereits in den vorherigen Artikeln stärker zum Ausdruck bringen sollen. Wir lernen daraus und nehmen uns vor, dies in künftigen Fällen zu beherzigen.“
Original:
- Was wir aus der Berichterstattung über den Bellingcat-Report lernen (Florian Harms, SpiegelBlog, 04.06.2015)
Leserkommentare:
lesen!

Bei dem Auftritt von Eric Frey in folgendem Video muß ich immer an einen übereifrigen Hund denken, der einem Stöckchen hinterherrennt. Aber vor allem geht es mir um die Schlußbemerkung des österreichischen Grünen-Politikers Johannes Voggenhuber (ab 7:20):

Dirk Müller vs. NATO-Propaganda-Plattform "Der Standard" {7:52}

uncutnews.ch
Veröffentlicht am 25.11.2014
Pro und Contra - der PULS 4 News Talk vom 24.11.2014:Dirk Müller vs. Eric Frey, Journalist bei der österreichischen Tageszeitung "DER STANDART". Eric Frey:http://x2t.com/334416 DER STANDART:http://x2t.com/334417 Komplette Sendung hier:http://x2t.com/334415

Noch ein Schmankerl am Rande:
Ein halbes Jahr vor der Diskussion bei Puls 4, am 12. Mai 2014
[…] gab der größte private Gasproduzent in der Ukraine Burisma Holdings in einer Pressemitteilung bekannt, den Verwaltungsrat mit Biden zu erweitern.[3] Besondere Brisanz erhielt diese Ernennung durch die gleichzeitig grassierende Krise in der Ukraine, in der die russische Staatsführung der US-Regierung und damit auch Bidens Vater vorwarf, Drahtzieher der politischen Verwerfungen in der Ukraine zu sein.[7] Eine republikanernahe Publikation sprach den Verdacht aus, die ukrainische Firma könne mit der Berufung von Biden jr. versuchen, sich eine bevorzugte Behandlung durch die US-Regierung zu verschaffen.[9] In einem Blogbeitrag versammelte Adam Taylor etliche Stimmen, wonach die Personalie die diplomatischen Bemühungen der US-Regierung zur Lösung des Konflikts in der Ukraine gefährdeten.[10] Sevim Dağdelen von der Linken sah in dem Vorgang nicht nur einen Interessenkonflikt, sondern wertete den Ukraine-Konflikt nunmehr als „eine handfeste Auseinandersetzung [der USA] um Ressourcen und Kapital“.[11] [Hunter Biden, Wikipedia, abgerufen am 31.08.2017]
Und noch ein Schmankerl:
Einen Tag nach seinem unglücklichen Auftritt in der Talkrunde gab Eric Frey folgenden Artikel zum Besten, in welchem Hunter Biden – natürlich – überhaupt nicht vorkam:
- Warum die USA wenige Interessen in der Ukraine haben (Blog Krisenfrey, der Standard.at, 25.11.2014)
Quelle: Syria-Ukraine – “Gas pipeline wars”: U.S.-Russia alliance inevitable (Andrey Ganzha, EurAsiaDaily, 06.03.2017) 
zu europäischen Energieversorgung siehe auch:
- Neue US-Russlandsanktionen: Sorge um Energiesicherheit in Europa (Peter Mühlbauer, Telepolis, 20.07.2017)

Was lernen wir?
1. Unsere Qualitätsmedien haben die Tendenz, fehlende Fakten durch schuldzuweisende Emotionserzeugung ersetzen zu wollen, und wenn man ihnen dann auf die Finger klopft, ganz zerknirscht zu tun und zu versprechen, daß sowas nie mehr vorkommt, beim nächsten Mal aber genauso handeln.
2. Nicht jeder, der unsere westlichen Werte propagiert, steht auch zu ihnen.
3. Nicht jeder, der die westliche Politik und/oder unsere im Chor singenden Qualitätsmedien kritisiert, ist antiamerikanisch, antisemitisch, ausländerfeindlich, antifemistisch, populistisch oder rechtsnational.
4. Nicht jeder Verdacht, der wiederholt geäußert wird (Beispiel: Saddam Husseins Massenvernichtungswaffen), ist fundiert.
5. Nicht jeder Beweis, wo immer er präsentiert wird (und sei es auch im UNO- Sicherheitsrat – siehe Colin Powell) hält einer kritischen Überprüfung stand.
6. Nicht jeder, der »auf sein eigenes Volk schießen läßt« oder »Kinder tötet«, kommt auch vor Gericht – oder verliert die Unterstützung des Westens.
7. Nicht jeder, der bei der US-Army wegen Drogenbesitzes rausfliegt, kommt in den Vorstand des größten ukrainischen Gasproduzenten.
8. Nicht jeder, der Frauen zwischen die Beine greifen möchte, stationiert Truppen nahe der russischen Grenze.
9. Nicht jeder, der mal beim KGB war, mit nacktem Oberkörper, Tarnhosen und Springerstiefeln auf einem Gaul durch die Steppe reitet – und sich dabei photographieren läßt, muß auch ein expansionistischer Narzisst sein.
10. Und nicht jeder, der ein Volk und einen wichtigen Flottenstützpunkt zu schützen versucht, muß auch ein expansionistischer Narzisst sein 
11. Nicht jeder, der Rundfunksender (RTS) bombardieren läßt, kommt vor Gericht.
12. Nicht jeder, der in dem bombardierten Gebäude drinsitzt, kommt vor Gericht ungeschoren davon. (Dragoljub Milanović)
13. Nicht jedes Hochhaus, das senkrecht in sich zusammenfällt, ist von einem Terroristen in einem Verkehrsflugzeug erfolgreich angesteuert worden.
14. Nicht jeder »kleine Hitler«, der uns präsentiert wird (Beispiel: Gaddafi), muß das personifizierte Böse sein.
15. Nicht jeder, der fleißig Tagesschau, heute, Bild oder Spiegel konsumiert, muß gut informiert sein.
und:
16. Nicht jeder, der dem Text bis hierher gefolgt ist, blickt jetzt durch…


Montag, 28. August 2017

Wir wollen es gar nicht wissen: Demokratie, Globalisierung, Fracking und Meinungsmache

Wirtschaftspolitik mit französischem Akzent: Präsident Emmanuel Macron versucht, die EU auf einen stärker protektionistischen Kurs zu bringen. Ein Projekt mit hohem Risiko.
Es ist erst wenige Monate her, da galt Emmanuel Macron als eine Art Lichtgestalt. Als einer, der die Düsternis erhellen könnte, die Leute wie Donald Trump, Marine Le Pen und die Brexit-Betreiber über die Welt gelegt hatten. Dass ein bekennender Globalisierungsfreund zum französischen Staatspräsidenten gewählt wurde, schien zu belegen, dass die Welle des Nationalpopulismus abebbt.

Inzwischen hat das Bild Kratzer bekommen. Vorige Woche versuchte Macron bei einem Treffen in Salzburg mitteleuropäische Regierungschefs davon zu überzeugen, dass der Handel mit Dienstleistungen innerhalb der EU neue Regeln gegen Billigkonkurrenz aus anderen Mitgliedstaaten brauche. An diesem Montag nun will er in Versailles seine Kollegen aus Deutschland, Italien und Spanien auf sein Projekt einschwören, die Hürden für ausländische Investoren in der EU zu erhöhen.

Zugegeben, Macrons Vorstöße sind nicht sonderlich überraschend. Bereits im Mai hat er eine "Protektionsagenda" verkündet, die darauf abzielt, die Auswirkungen der Globalisierung zu bremsen. Beim EU-Gipfel im Juni, dem ersten, an dem er teilnahm, stritt er für einen Passus im Abschluss-Communiqué, in dem es heißt, die EU brauche eine "robuste Handelspolitik" und solle künftig "Investitionen aus Drittstaaten in strategischen Sektoren einer Prüfung" unterziehen. Er sei "für freien Handel", aber "nicht für Naivität", ließ er hinterher in einer Pressekonferenz wissen.

Viele EU-Bürger lehnen Globalisierung ab
Das mag wie politischer Kleinkram erscheinen – symbolische Vorstöße, inszeniert vor allem fürs heimische Publikum, die letztlich wenig ändern. Aber Macons neuer französischer Akzent in der Wirtschaftspolitik zeigt auch: Die Globalisierung der Wirtschaft ist nach wie vor unter Druck. Herbe Rückschläge sind möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich. Gerade für Deutschland und für die Eurozone insgesamt wären das problematische Entwicklungen.

Besonders populär war die Öffnung der Wirtschaft in Europa nie. Nur 46 Prozent der EU-Bürger haben ein insgesamt positives Bild von der Globalisierung, wie Eurobarometer-Umfragen zeigen. Gerade in Frankreich ist die Ablehnung groß. Viele Europäer glauben zwar, dass freier Handel das Wachstum befördert, so eine Studie des Brüsseler Thinktanks Bruegel. Aber ob sie selbst davon profitieren können, bezweifeln viele nach Jahren der Stagnation.

Entsprechend hoch ist nun der politische Druck, irgendetwas zu tun, das zumindest so aussieht, als bemühe man sich um Schutz vor internationalem Wettbewerb.

Der globalisierungsskeptische Grundton trifft auf eine fragile ökonomische Konstellation. Schon seit einigen Jahren lahmt der weltweite Austausch von Waren und Dienstleistungen. Die Globalisierungsintensität, die zunehmende Verflechtung der Produktion, stagniert. Nach Berechnung der OECD hat sich das so gemessene Tempo der Globalisierung seit 2007 in etwa halbiert, verglichen mit den zwei Jahrzehnten davor.

mehr:
- EU-Wirtschaftspolitik: Globalisierung ist nicht zu stoppen (Henrik Müller, SPON, 27.08.2017)

siehe auch:
- Globalisierung: Protektionisten haben gar nicht so Unrecht (Rainer Hank, FAZ.net, 27.08.2017)
TTIP-Faktencheck: Fracking Europas riesiger Energiehunger (Markus C. Schulte von Drach, Süddeutsche Zeitung, 13.08.2017)
- Handelsabkommen – Zypries: Amerika hat TTIP noch nicht aufgegeben (29.05.2017)
- Freihandel und Wirtschaftswachstum statt Demokratie und Ökologie (Telepolis, Datum unbekannt)
- Wie die Fracking-Industrie entstand (Malte Daniljuk, Telepolis, 31.03.2016)
- USA: Öl- und Gasförderung lösen immer mehr Erdbeben aus (SPON, 29.03.2016)
- Nach dem Fracking-Schock: Die Strategie der USA (Malte Daniljuk, Telepolis, 27.03.2016)
- "Die Politik hat die verfassungsrechtliche Anstößigkeit von CETA und TTIP bisher ausgeblendet" (Prof. Axel Flessner im Gespräch mit Rolf-Henning Hintze, Telepolis, 09.04.2015)
- TIPP: Ab 2018 wird Deutschland zum „Fracking-Paradies“ (EpochTimes, 26.02.2015)
- Mit TTIP gegen den Rest der Welt (Gabriela Simon, Telepolis, 02.02.2015)
meine TTIP-Posts

Finanzterroristen {4:25}

Veröffentlicht am 21.05.2010
"Pelzig, willst Du andeuten, daß der Taliban-Terror vergleichbar ist mit der Finanzwirtschaft?"
"Nee, ich möcht' s net andeuten, ich möcht's direkt e mal behaupt'n ..."
"Aufgemerkt! Die EU hat vor ein paar Jahr'n genau definiert was Terrorismus ist ...1 - 2 - 3 ..."
Erwin Pelzig erklärt einen Terrorismus der besonderen Art: Finanzterror und seine Akteure.

Fracking - Ein Mitarbeiter sagt die Wahrheit {2:34}

Veröffentlicht am 27.02.2013
BITTE LESEN:
Ein Sicherheitsbeauftragter des Bohrlochs denkt die Kamera sei aus. Er erzählt,
dass das kontaminierte Wasser mit der Zeit zusammen mit dem Gas in 25 bis 50 Jahren nach oben steigt.
Diese wohl schlimmste Wahrheit übers Fracking wird natürlich sonst verschwiegen.
Was wohl unsere Kinder und Enkel dazu sagen werden wenn wir das jetzt zulassen?!
Und wissen die befürwortenden Parteien überhaupt davon?
Gas jetzt, später Umwelt kaputt!
Sorry für die schlechte Qualität, ich habe es mit einer Demoversion von Fraps mitgeschnitten in 30 sec. Schritten.
Aber es kommt ja auf das Gesagte an.
Der ganze erschreckende Beitrag ist hier auf youtube zu finden:
http://www.youtube.com/watch?v=62F06U...
Gas-Fieber Doku über die verheerenden Auswirkungen von Fracking, und der Widerstand dagegen

Die Folgen des Fracking in den USA - Bericht im MoMa {6:11}

Veröffentlicht am 18.07.2014
Hier ein Bericht vom 16.07.2014 im Moma! Hier sollte wohl jedem klar sein, dass die Gesundheit vor Arbeitsplätzen und Profit geht! Wenn wir jetzt nicht dagegen angehen ist es vorbei! Jetzt haben wir noch die Chance diesen Wahnsinn abzuwenden!

Unter anderem könnt ihr bei gemeinnützigen Organisationen Petitionen unterschreiben um gegen das fragwürdige Fördern von Gas zu protestieren!

[Mittagsmagazin] Führt Fracking zu Erdbeben in den USA? {3:15}

Veröffentlicht am 17.10.2014
"Fracking" ist ein umstrittenes Verfahren zur Erdgasgewinnung. Gestein im Erdinnern wird gesprengt und Gas entweicht. In der Nähe solcher Förderanlagen kommt es vermehrt zu Erdbeben. Ein Zufall?

Fracking! Gefahr für USA und Deutschland (Gasland-Doku) {1:42:35}

Veröffentlicht am 05.09.2014
Beim Fracking werden mehr als 200 verschiedene Chemikalien und Biozide eingesetzt, darunter auch BTEX-Chemikalien (Benzole, Toluol, Ethyle, Xoluol), die schwere Leber- und Nierenschäden verursachen.
Lagerstättenwasser kommt im Untergrund natürlicherweise vor und gelangt mit dem Frackwasser nach oben. Es kann radioaktive Stoffe, giftige Kohlenwasserstoffe und Schwermetalle enthalten.

Völlig ungeklärt ist auch die Entsorgung von Abfällen und Abwässern. Große Mengen an Brauch-, Abwasser und Bohrschlamm, die mit radioaktiven Isotopen, Schwermetallen und Salzen belastet sind, müssen über teils weite Strecken transportiert und entsorgt werden.

Zur potentiellen Verseuchung des Grund- und Trinkwassers durch Fracking kommen noch der hohe Wasser- und Flächenverbrauch, die Gefahr von Erdbeben und Bergsenkungen sowie die Verkehrs- und Lärmbelastungen.

Trotz der Gefahren für Mensch und Umwelt sieht das Bundesberggesetz weder für Erkundungs- und Probe-, noch für die Gewinnungsbohrungen eine verpflichtende Umweltverträglichkeitsprüfung vor.

Why is Oklahoma experiencing a spike in earthquakes? {10:32}

Veröffentlicht am 30.01.2016
Over the past six years, earthquakes in Oklahoma have skyrocketed – from less than a handful of 3.0 earthquakes before 2009 to well over 900 last year. The likely culprit: salty wastewater that bubbles up during oil and gas drilling. The rash of quakes has led to tough questions for the energy industry that provides one in five jobs in the state and comprises nearly a third of Oklahoma’s economy.

UPDATED: Oklahoma earthquake animation (Jan 2005 - Apr 2014) {1:49}

Veröffentlicht am 19.04.2014
UPDATED April 19 2014. The recent increase in Oklahoma quakes is shown in this time lapse visualization generated directly from USGS data. The size of the dots are proportional to the magnitude. Check for updates on this channel!

mein Kommentar:
Nachdem wir gelernt haben, daß Kritik an Israel »antisemitisch«, Kritik an den USA »antiamerikanisch« und Bedenken gegenüber hohen Flüchtlingszahlen »ausländerfeindlich« ist, erfahren wir nun, daß Skepsis gegenüber der Globalisierung »protektionistisch« oder »nationalistisch« ist. 
Vorschlag für Fracking-Skepsis: »fortschrittsfeindlich«?
Meinungsmache und Schubladen…

Erwin Pelzig Das Netz der Macht {5:15}

Veröffentlicht am 12.12.2009
Hier beschreibt Erwin Pelzig exzellent die Verbindungen der Firmen Untereinander.
Er gibt auch am Schluss einen kleinen Denkanstoß welche Folgen dies hat.

Erwin Pelzig - Goldman Sachs, TK, Atlantik Brücke, CFR & Club of Thirty {8:13}

Veröffentlicht am 17.11.2012
Erwin Pelzig über die verbindungen zwischen Goldman Sachs, Politik und verschiedenen einflussreichen Organisationen wie der Trilateralen Kommision, der Atlantik Brücke, des Council on Foreign Relations und der Group of Thirty.
Mehr informationen über die verbindungen zwischen Goldman Sachs und der Politik in der Doku Goldman Sachs - Eine Bank lenkt die Welt:
http://www.youtube.com/watch?v=IT_wRP...

Das Netzwerk der korrupten deutschen Journalisten - Die Anstalt April 2014 {6:50}

Veröffentlicht am 29.04.2014
Sind deutsche Journalisten korrumpiert?
ZDF Die Anstalt vom 29. April 2014

Erwin Pelzig - Bevölkerungsverdrossenheit bei den Politikern - Neues aus der Anstalt 9.06.2010 {8:04}

Veröffentlicht am 01.10.2016