Donnerstag, 24. Mai 2018

Die Skripals und das Giftgas: für unsere Qualitätsmedien nicht mehr interessant?

Mit der Entlassung von Sergei Skripal aus dem Krankenhaus an einen unbekannten Ort entstehen neue Fragen
Der 66-jährige russische Ex- und Doppelagent Sergei Skripal hat sich offenbar von dem Anschlag vom 4. März erholt und ist gestern aus dem Krankenhaus entlassen worden. Bei seiner Tochter Julia war dies viel schneller erfolgt, sie wurde bereits am 9. April entlassen. Der Polizist Nick Bailey, der die beiden auf der Parkbank gefunden hatte, war auch im Krankenhaus behandelt, aber schnell wieder entlassen worden.
Die britische Regierung, die zu schnell und ohne Beweise von einem Nowitschok-Anschlag, der von Russland ausgegangen sein soll, gesprochen hat, will die beiden Skripals weiterhin von der Öffentlichkeit fernhalten. Die Polizei gab bekannt, die Ermittlungen des "Antiterror-Polizeinetzwerks" würden fortgesetzt. Aus Gründen des Schutzes der beiden Skripals wurde weder erklärt, wo sie sich aufhalten, noch welche Schutzmaßnahmen ergriffen wurden.
Bei Sergei Skripal teilte die Polizei schon gar nichts darüber mit, warum er es vorzieht, an einem geheimen Ort versteckt zu werden und jeden Kontakt mit der Öffentlichkeit zu vermeiden. Julia soll in einem von ihr angeblich verfassten Text, den die Polizei veröffentlichte, erklärt haben, sie wünsche keine Besuche, auch nicht von Verwandten oder von der russischen Botschaft.
Das kann man glauben oder nicht. Seltsam daran ist, dass die Polizei sicher lange und ausgiebig die beiden Skripals verhört hat, ohne dass die Untersuchung dadurch Fortschritte gemacht zu haben scheint. Es wurden nicht einmal neue vorläufige Ergebnisse bekannt.
Zunächst war erklärt worden, dass das Nervengift aus der Nowitschok-Gruppe - offiziell wurde nicht gesagt, um welches Gift es sich handelt, angeblich soll es A-234 gewesen sein - tödlich wirke, es sei das tödlichste Nervengift, das bislang entwickelt wurde. Es wurde von sowjetischen Wissenschaftlern in militärischen Geheimlabors erfunden, aber nach dem Ende des Kalten Kriegs durch Beteiligte schnell bekannt gemacht.
mehr:
- Warum überlebten die Skripals den Anschlag mit dem angeblich tödlichsten Nervengift Nowitschok? (Florian Rötzer, Telepolis, 19.05.2018)

Yakovenko: "What's happening in the UK?" {1:01}

Am 20.04.2018 veröffentlicht 
RT UK
"Why is no-one calling for this meeting?"
Alexander Yakovenko (diplomat)​ slams British journalists over the Skripal case as he asks "what's happening in the UK?"

siehe auch:
- Meinung: Der unglaubliche Fall Skripal wird immer rätselhafter - London schuldet Moskau eine Erklärung (Robert Bridge, RTDeutsch, 22.05.2018)
- Nowitschok – »Nur Russland«? (Post, 18.05.2018)
- Skripal-Syrien-Giftgas-Propagandanebel, staatsfinanziertes Russland-Bashing und Verwunderung: Auch Tschechien forschte an Nowitschok (Post, 04.05.2018)

Nachrichtensprecher rastet aus und sagt die WAHRHEIT! (Mit deutschen Untertiteln) {1:59}

Am 09.05.2016 veröffentlicht 
Christian Meyer-Pedersen
Keine Untertitel sichtbar? Die Übersetzung findet ihr am Ende dieses Textes.
Dieser britische Nachrichtensprecher, der sich Jonathan Pie nennt, ist eigentlich gar keiner, sondern Satiriker Tom Walker, der auf seinem Youtube-Kanal https://www.youtube.com/user/tomwalke... kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es um die wahren Hintergründe der Nachrichten geht, die uns täglich präsentiert werden. Wer in England unterwegs ist und Jonahtan Pie live sehen möchte findet hier die aktuellen Termine: http://www.jonathanpie.com/
Da die Untertitel bei einigen nicht funktionieren, habe ich hier das Transkript noch mal in deutsch angehängt:
… Ein militärisches Eingreifen des Vereinigten Königreiches ist unwahrscheinlich …
Warum machen wir das draußen? …
Nun, weil es kalt ist und es fängt zu regnen an und wir können das genau so gut im Studio machen. Ich fragte mich gerade warum …
Ja, Sie haben leicht Reden in Ihrem Elfenbeinturm. Ich frage mich nur …
Ach ja? Ach wirklich? Okay. Habt ihr gehört, was er gerade gesagt hat? Also er sagte: „Warum machst du nicht ein einziges Mal in deinem Leben die verdammten Nachrichten?!“ Okay, nein nein nein. Nein, ich mache jetzt … Nein. Hier sind die verdammten Nachrichten!
Ex-Werber, Fernseh- und PR-Mann, Alt-Etonier und gelegentlicher Schweinepriester David Cameron möchte gern Syrien bombardieren. Dummerweise war Russland zuerst da und Amerika macht es schon seit Ewigkeiten. Er möchte Syrien bombardieren, um den Fluss von Flüchtlingen zu stoppen, die vor den Bomben fliehen.
Er hofft außerdem, dass sich dadurch dem wachsenden Einfluss des islamischen Extremismus Einhalt gebieten lässt. Die Bombardierung Syriens zerstört natürlich die einzige verbliebene multikulturelle Gesellschaft in der Region, und öffnet sie somit dem wachsenden Einfluss des islamischen Extremismus.
Syrien zu bombardieren ist daher vollkommen SCHWACHSINNIG!
Zu den anderen Nachrichten … nein. … Nein nein nein, ich mach’ die … Nein! ich mach’ die verdammten Nachrichten!
Zu den anderen Nachrichten: Muslime sind schlecht. China ist schlecht, aber nicht so schlecht, wie früher. Und Russland ist immer schlecht. Atomwaffen sind gut. Und zu sagen, man sollte auf den Einsatz von Atomwaffen verzichten, ist schlecht.
Zur Wirtschaft: Schulden sind gut. Korrupte Banken sind schlecht, aber nicht schlecht genug, dass wir etwas dagegen unternehmen müssten. Und Armut im Vereinigten Königreich ist reine Einbildung.
Zum Wohnungsmarkt: Jeremy Corbyns Pläne, erschwingliche Wohnungen zu bauen und Sozialwohnungen für die ärmsten Menschen unserer Gesellschaft zu schaffen, ist eine fürchterliche Idee. Das sagt zumindest Multimillionär, Immobilienmagnat und komplettes Arschloch Sir Alan Sugar.
Zur Umwelt: Da gibt es nichts, worüber wir uns Sorgen machen müssten. Also konsumieren Sie einfach weiter, wie gewohnt.
Und zu guter Letzt – Unterhaltung: Matt Damons intelligente und sprachgewandte Betrachtungen über Sexualität in Hollywood, die uns zeigen, das er ein absolut homophober Idiot ist
Mein Name ist Jonathan Pie und das waren die VERDAMMTEN NACHRICHTEN!
x
Was haben wir vom Untergang der Titanic gelernt? - Georg Schramm über "verschollene Zivilisationen" {2:31}

Am 16.05.2018 veröffentlicht 
MrMarxismo
"Verschollene Zivilisationen" - Was haben wir vom Untergang der Titanic gelernt? - Georg Schramm
x

Literaturnobelpreis: Die Selbstzerfleischung einer Elite-Truppe

Mit der Absage des diesjährigen Nobelpreises sollte das Komitee eigentlich beginnen, sich neu zu ordnen. Aber im edelsten Gremium des Literaturbetriebs toben die bösen Geister.

Mehr als zwei Wochen währte die Pause im fortlaufenden Skandal um die Schwedische Akademie: Der Literaturnobelpreis für das Jahr 2018 war abgesagt, die Zeit zur Neuordnung schien gekommen. Doch nun toben sie wieder, die bösen Geister im edelsten Gremium, das es innerhalb des literarischen Betriebs gibt.
Am Dienstagabend veröffentlichten drei Mitglieder der Akademie, die im Laufe des Skandals ihre Funktionen vorläufig aufgegeben hatten, aber nicht formell ausgeschieden waren, einen Brief an die Rest-Akademie: Sie könnten sich eine Rückkehr vorstellen, um die Institution zu retten, doch nur unter der Bedingung, dass eines der im Amt verbliebenen Mitglieder, nämlich der Literaturkritiker Horace Engdahl, seinen Sitz in der Akademie aufgebe. Dieser antwortete postwendend: Die Hobbys der ausgeschiedenen Mitglieder interessierten nicht. Er sei auf Lebenszeit zum Mitglied der Akademie bestimmt, und er gedenke, es bis zu seinem Tod zu bleiben.
mehr:
- Literaturnobelpreis: Die Schwedische Akademie zerfleischt sich weiter (Thomas Steinfeld, Süddeutsche Zeitung, 23.05.2018)

siehe auch:
- Nobelpreis posthum (Tom Appletom, Telepolis, 20.05.2018)

Nord Stream 2: Im Würgegriff Russlands oder in der Fracking-Traufe?

x

Vorabdruck. Mit dem Bau der Pipeline »Nord Stream 2« will die Bundesrepublik zum Verteilerzentrum für Erdgas werden. Das missfällt einigen EU-Mitgliedern und den USA, die Russland außen vor lassen wollen

In diesen Tagen erscheint beim Kölner Papy-Rossa-Verlag das Buch »Die deutsch-russischen Energiebeziehungen« von Franziska Lindner. Wir dokumentieren im folgenden ein leicht bearbeitetes und gekürztes Kapitel über die »Nord Stream 2«-Pipeline und den Widerstand dagegen. Wir danken der Autorin und dem Verlag für die freundliche Genehmigung zum Vorabdruck. (jW)
Im September 2015, also mehr als ein Jahr nach der Verhängung der sektoralen Wirtschaftssanktionen durch die EU gegenüber Russland, wurde zum Ausbau der Ostseepipeline die Projektgesellschaft Nord Stream 2 AG gegründet. Das löste bei den Staaten, die bereits der Leitung »Nord Stream 1« kritisch gegenüberstanden, ein unangenehmes Déjà-vu aus. Zwei weitere Stränge sollen noch im Jahr 2018 begonnen werden und voraussichtlich Ende 2019 in Betrieb gehen, was einer Verdoppelung der Transportkapazität für russisches Erdgas direkt nach Deutschland gleichkäme. Allen voran die Ukraine, Polen und die baltischen Staaten fürchten neben ihrem Bedeutungsverlust als Transitländer und der Verschlechterung ihrer Versorgungssicherheit eine neue deutsch-russische Kooperation, die sich zu ihrem Schaden auf außenpolitische Fragen ausweiten könnte.
mehr:
- Voller Energie (Franziska Lindner, junge Welt, 24.05.2018)
x
siehe auch:
- Nord Stream: Explosives Erdgas (Wolfgang Pomrehn, Telepolis, 23.05.2018)
ARTE | Mit offenen Karten - "Die Energieversorgung der EU." Teil 2/2. {11:42}
x
x
" Das Ende der Kohle?" - Mit offenen Karten | ARTE {12:16}
Am 28.10.2017 veröffentlicht 
der Wolpertinger.
Heute setzen die Volkswirtschaften vor allem auf erneuerbare Energien, Erdöl und Erdgas. Doch auch Kohle spielt im weltweiten Energiemix weiter eine wichtige Rolle. Ihr Einsatz geht allerdings zulasten der Umwelt. Immerhin entfällt die Hälfte aller CO2-Emissionen der Energiebranche auf Kohle. Warum ist ihr Ende dennoch nicht abzusehen?
Beitragslänge: 12.17 Minuten
Erstausstrahlung: Oktober 2017
PINS zur Sendung: https://www.pinterest.de/theWolpertin...
Video in französischer Sprache: https://youtu.be/6ef8pTq7Rgg
Bücher/Lektüre zum Thema: https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_nos...
Aktuelle Nachrichten zum Thema: https://news.google.com/news/?ned=de&...
Spielfilme zum Thema:
Der lange Abschied von der Kohle - https://vimeo.com/235012646
Das Wunder von Lengede - https://www.youtube.com/watch?v=X0N4Q...
69 Tage Hoffnung - https://www.youtube.com/watch?v=MdKhr...
Quelle: https://www.arte.tv/de/videos/RC-0140...

ARTE | Mit offenen Karten - "Die Energieversorgung der EU." Teil 2/2. {11:42}
Am 11.04.2017 veröffentlicht 
der Wolpertinger.
Russland ist das wichtigste Lieferland, sowohl für Erdöl als auch für Erdgas. Danach kommt Norwegen das etwa ein Viertel der benötigten Erdöl- und Erdgasmenge liefert. Aus Algerien stammen etwa 11 %. Hinzu kommen Länder mit einem geringeren Anteil, wie z. B. Katar und Libyen. Aus diesen fünf Ländern – Russland, Norwegen, Algerien, Katar und Libyen – stammen 68,8 % der Erdölimporte und 72,6 % der Erdgasimporte.
Die Länder der Europäischen Union verfügen nur über wenig fossile Energierohstoffe und müssen mehr als die Hälfte ihres Energiebedarfs durch Importe decken. MIT OFFENEN KARTEN untersucht die Energiesituation der EU, die Ursachen und Folgen ihrer Importabhängigkeit und die möglichen Alternativen.
Beitragslänge:
Erstausstrahlung:
arte.de
x
" Das Schwarze Meer: Geopolitik der Pipelines." Teil 2/2. - Mit offenen Karten | ARTE {9:17}

Am 17.04.2017 veröffentlicht 
der Wolpertinger.
An das Schwarze Meer grenzen die Türkei, Bulgarien, Rumänien, die Ukraine, Russland und Georgien. Es ist fast ein Binnenmeer und mit dem Mittelmeer nur durch die türkischen Meerengen Bosporus und Dardanellen verbunden. Seine Lage zwischen Südosteuropa, Südrussland und dem Kaukasus macht es zu einer Drehscheibe für den Transport von Erdöl und Erdgas.
Nach dem Zerfall der Sowjetunion wollten sich deren Nachfolgerepubliken aus der Abhängigkeit von Russland lösen. Das galt insbesondere für Aserbaidschan und in geringerem Maße für Kasachstan. Beide Staaten fördern Erdöl und Erdgas, vor allem im Kaspischen Meer, und suchen nach neuen Exportwegen für ihre Rohstoffe.Das ist wiederum von Interesse für die europäischen Staaten, die ihre Bezugsquellen diversifizieren wollen, um bei der Einfuhr von Erdöl und Erdgas nicht zu sehr von Russland abhängig zu sein. Und da das Kaspische Meer ein Binnenmeer ist, erscheint die Schwarzmeerregion als besonders geeignet, um die wertvollen Rohstoffe in die wichtigsten Verbraucherländer in Europa und Amerika zu exportieren.
1999 wurde eine Öl-Pipeline zwischen Baku und der georgischen Hafenstadt Supsa in Betrieb genommen. Sie war die erste, die Russland umging, wurde von amerikanischen Mineralölfirmen verlegt und war eine direkte Konkurrenz für die russische Leitung Baku-Grosny-Noworossijsk.Ergänzt wird sie inzwischen durch die Baku-Tiflis-Ceyhan-Pipeline, kurz BTC genannt, die durch die Türkei verläuft und ebenfalls Russland umgeht. Auch sie wurde von einem Konsortium unter Führung von amerikanischen Firmen gebaut und ist seit 2005 in Betrieb.
Die amerikanischen Interessen sind energiewirtschaftlicher und strategischer Art. Die USA möchten den Einfluss Russlands in der Region zurückdrängen und stützen sich dabei auf die Ukraine und auf Georgien. Und 2004 setzten die USA durch, dass Rumänien und Bulgarien in die NATO aufgenommen wurden.
Die Europäische Union grenzt ans Schwarze Meer, seit ihr Rumänien und Bulgarien 2007 beigetreten sind.In Brüssel setzt man sich für den Bau einer Erdgas-Pipeline von der Türkei bis nach Österreich ein. Sie soll durch Bulgarien, Rumänien und Ungarn verlaufen und Europa von 2015 an direkt mit Erdgas vom Kaspischen Meer versorgen. Durch diese "Nabucco" genannte Erdgasleitung könnte auch iranisches Gas strömen, was aber aufgrund des amerikanischen Drucks nicht sicher ist. Deshalb stellt sich die Frage, ob sich der Bau der Pipeline überhaupt lohnt, wenn sie weder russisches noch iranisches Gas transportieren wird.
Ein zweites von der EU unterstütztes Projekt ist eine Öl-Pipeline vom rumänischen Constanta ins italienische Triest. Dadurch soll Erdöl vom Kaspischen Meer nach Westeuropa gelangen. Es würde zunächst mit Tankern vom Ostufer des Schwarzen Meeres zu der 1300 km langen Pipeline transportiert werden. Das hätte mehrere Vorteile:
- Es handelt sich um die kürzeste Strecke vom Kaspischen Meer nach Mittel- und Westeuropa. Außerdem werden die überlasteten türkischen Meerengen umgangen.
- In Triest könnte die Leitung an die Transalpine Ölleitung angeschlossen werden, durch die Österreich und Deutschland versorgt werden.
- Und die energiewirtschaftliche Abhängigkeit von Russland könnte vermindert werden.Rumänien, Serbien und Kroatien unterschrieben im April 2008, aber bisher weder Slowenien noch Italien. Und die Teilnahme Italiens ist aufgrund seiner geografischen Lage für das Projekt unumgänglich. Das Schwarze Meer ist für Russland, die EU und die USA sowohl von strategischer als auch von energiepolitischer Bedeutung. Die Kontrolle über den Transport von Erdöl und Erdgas in der Region ist hart umkämpft, wie erst im Sommer 2008 wieder durch den russisch-georgischen Krieg deutlich wurde. Beitragslänge: 9.15 Minuten Erstausstrahlung: Oktober 2008 Video in französischer Sprache: https://youtu.be/J2qZwlufb68 Aktuelle Nachrichten/News zum Thema: https://news.google.com/news/search/s... Literatur: http://ddc.arte.tv/zur-das-thema/das-... Spielfilme zum Thema: Black Sea - https://www.youtube.com/watch?v=HDFiw... Tristia - Eine Schwarzmeer Oyssee - https://youtu.be/TRb8TcGxx90 Yangin Var - https://www.youtube.com/watch?v=HvfoH... Blauer Ozean - https://www.youtube.com/watch?v=0fSw0... Original DVD/VOD in der ARTE Boutique: http://boutique.arte.tv/f2765-dessous... Quelle: ddc.arte.tv/de
x
Mit offenen Karten 10.02.2018 | Wer verteidigt Europa? {14:14}

Am 10.02.2018 veröffentlicht 
Kartensammlung
✔️ Sendung: Arte - Mit offenen Karten (HD)
✔️ Titel: Wer verteidigt Europa?
✔️ Erstausstrahlung: 10.02.2018
✔️ Kurzbeschreibung: 67 Jahre gab es keinen Krieg unter den Mitgliedsstaaten der EU, aber neue internationale Konflikte, die Flüchtlingskrise, Terrorismus und Cyberkriege bedrohen diese Stabilität. Daher kam 2017 wieder die Diskussion über eine eigenständige europäische Verteidigungspolitik auf. Aber geht das überhaupt ohne Nato und USA? Angesichts all der Kriege in Libyen, Syrien, Mali und der Ukraine stellt sich die Frage, ob die EU mit ihren 512 Millionen Einwohnern auf ewig ein Hafen des Friedens bleiben kann. 67 Jahre gab es keinen Krieg unter den Mitgliedsstaaten, aber neue internationale Konflikte, die Flüchtlingskrise, Terrorismus und Cyberkriege bedrohen diese Stabilität. Daher kam 2017 wieder die Diskussion über eine eigenständige europäische Verteidigungspolitik auf. Aber geht das überhaupt ohne Nato und USA?
x

Rohingya: ein Beispiel, wie sich die Islamisten die Schwarz-Weiß-Malerei des Westens zunutze machen

Unter den mindestens 53 mit Messern, Spaten und Eisenstangen ermordeten Opfern waren zehn Frauen und 23 Kinder - 14 davon jünger als acht Jahre


In der birmanischen Provinz Rakhine griff die islamistische Arakan Rohingya Salvation Army (ARSA) am 25. August 2017 30 Polizeiposten und Armeestützpunkte an. Die in den Wochen darauf folgenden kriegerischen Auseinandersetzungen veranlassten einen großen Teil der Bevölkerung, das Konfliktgebiet zu verlassen: Ethnische Birmanen (Bamar) flohen ins Landesinnere, moslemische Bengalischsprecher, für die sich in den 1990er Jahren in westlichen Medien der Name "Rohingya" etablierte, eher über die Grenze nach Bangladesch - in das Gebiet, aus dem ihre Vorfahren während der britischen Kolonialzeit einwanderten.

In vielen westlichen Medien werden diese Ereignisse sehr verkürzt dargestellt: Rohingya waren dort eine verfolgte Minderheit, Bamar deren Verfolger (vgl. Wird Rakhine der neue Kosovo? und Aung San Suu Kyi kritisiert "Fake News" über Konflikt in Rakhine). Dabei fiel unter den Tisch, dass die ARSA (die früher "Harakah al-Yakin" hieß - also "Glaubensbewegung"), den Erkenntnissen der International Crisis Group (ICG) nach enge Verbindungen zu pakistanischen und saudischen Islamisten hatte.

Zwangskonvertierte Frauen sollten behaupten, die Täter seien Buddhisten gewesen


Am 24. September meldete die birmanische Armee die Entdeckung eines Massengrabes mit den Leichen von 20 Erwachsenen und acht Kindern (vgl. Birma: UN-Beobachter und ein Massengrab). Am Tag darauf fand man 17 weitere verscharrte Tote. Die Getöteten waren nach Angaben der Streitkräfte Hindus, die "auf grausame Weise" von islamistischen Kämpfern der ARSA getötet wurden.
mehr:
- Amnesty-Bericht bestätigt Rohingya-Massaker an Hindus in Birma (Peter Mühlbauer, Telepolis, 24.05.2018)

siehe auch: