Montag, 31. März 2014

Heute vor 200 Jahren – 31. März 1814: Anti-Napoleon-Koalition besetzt Paris

Große Koalition gegen Napoleon 

Als heute vor 200 Jahren, am 31. März 1814, die gegen Frankreich verbündeten Truppen Preußens, Österreichs und Russlands in Paris einzogen, war zwar die letzte Schlacht der Napoleonischen Kriege (1803-15) noch nicht geschlagen, doch die Ära der napoleonischen Herrschaft über Europa neigte sich dem Ende zu. Nach dem militärischen Debakel in Russland (1812) hatte Napoleon im Frühjahr 1813 sein neu aufgebautes Heer nach Deutschland geführt und zunächst weitere Siege errungen. Die Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober brachte jedoch die Wende: Die Franzosen mussten  sich über den Rhein zurückziehen, der Krieg wurde auf französischem Boden fortgesetzt und Ende März 1814 standen die verbündeten Truppen mit 120.000 Mann vor Paris. 

Friedrich Wilhelm III. von Preußen (l.) und Alexander I. von Russland (M.)
ziehen in Paris ein (Aquarell von Alexej Kiwschenko, 1880)
 Am 30. März erstürmte die Koalition unter starken Verlusten den Pariser Montmartre-Hügel. Der anschließende Waffenstillstand ging am Morgen des 31. März 1814 in eine Kapitulation über. Noch am selben Tag hielten der russische Zar Alexander I. und der preußische König Friedrich Wilhelm III. persönlich Einzug in der Stadt. 

Befreiungskriege (1813-15)
bereiteten dem Kaiserreich Napoleons ein Ende 
befreiten Deutschland, Italien und Spanien von der französischen Fremdherrschaft 
endeten mit der Schlacht bei Waterloo


Harenberg - Abenteuer Geschichte 2014 

Samstag, 29. März 2014

Vor 3300 Jahren – 1274 v. Chr.: Die Schlacht von Kadesch

Hinterhalt in Syrien 

Es war eine für ihre Zeit gewaltige Streitmacht, die Ramses II. 1274 v. Chr. über die Küstentrasse des Sinai in Richtung Syrien führte, um dort die Hethiter – Ägyptens Hauptrivalen um die Macht in der Levante – in die Schranken zu weisen. Zum 16.000 Mann starken Fußvolk gesellten sich rund 2000 Streitwagen.  Als Ramses Armee wenige Kilometer südlich von Kadesch stand, griffen seine Leute zwei Beduinen auf, die den Ägyptern versicherten, das Heer der Hethiter stehe aus Furcht vor dem mächtigen Ramses noch weit nördlich. In Wirklichkeit lagerte der Hethiter-König Muwatalli II. mit seiner Armee, die der ägyptischen an Soldaten und Wagen weit überlegen war, unmittelbar nördlich von Kadesch. 
 
Darstellung der Schlacht nach einem zeitgenössischen Relief

Der Pharao fiel auf die Finte herein: Seine Truppen marschierten getrennt über den Fluss Orontes vor und die Hethiter griffen an. Das Kampfglück stand Ramses II. jedoch bei: Im rechten Augenblick kam als Verstärkung eine weitere ägyptische Einheit aus kampfstarken Söldnern hinzu und griff in den Kampf ein. Die folgende Schlacht blieb ohne Sieger, in Ägypten wurde das Ereignis jedoch als Ruhmestat des Königs gefeiert. 

Ramses II., der Große
König von Ägypten, 1279-1213 v. Chr. 
schloss 1259 v. Chr. Frieden mit den Hethitern 
führte Ägypten in eine Blütezeit 
Harenberg - Abenteuer Geschichte 2014 

Freitag, 28. März 2014

Der Ukraine-Konflikt 4 – Um was geht es eigentlich?

Jedes Mal, wenn es in der Weltgeschichte um Konflikte zwischen Völkern ging, war eine kollektive Empörung beteiligt. Jedes Mal, wenn bei Konflikten zwischen Völkern die kollektive Empörung übersprudelte, war das Ergebnis unsägliches Leid.
 Ich will nicht vor einem Krieg warnen. Ein Krieg wegen der Ukraine steht völlig außer Diskussion, zumindest für den Westen. Darum geht es mir auch nicht.

Als meine Kinder klein waren, waren sie beim Anblick eines Löwen, der ein Zebra verfolgte und dann verspeiste, entsetzt: Sie hätten es lieber gehabt, wenn der Löwe und das Zebra sich friedlich nebeneinander am Lagerfeuer niedergelassen und zusammen Marshmellows verspeist hätten. Aber so ist die Welt nicht. Peter Scholl-Latour sagte in einer Fernsehdiskussion über den israelisch-palästinensischen Konflikt vor wenigen Jahren: »Der Westen glaubt immer, es müsse für alles eine Lösung geben.«

Ich erspare mir jetzt Überlegungen darüber, was wir unter einer Lösung verstehen. Ich versuche es kurz zu machen: die Welt ist nicht so. Für bestimmte Dinge gibt es keine Lösungen, zumindest jetzt nicht – oder jetzt noch nicht. Das müssen wir aushalten – sowohl als Beteiligte wie auch als Zuschauer, sprich: Medienkonsumenten! Ich fürchte, dass es uns in unserer westlichen Welt so gut geht, dass wir das Aushalten verlernt haben. Weil das so ist, hat sich in unserer Kultur die kindliche Hoffnung erhalten, es sei möglich, dass wir Löwen und Zebras dazu bewegen können, miteinander am Lagerfeuer Marshmellows zu verspeisen. Wir sagen natürlich nicht Marshmellow dazu, wir nennen das: runder Tisch. Wir nennen das: nach einem Kompromiss suchen, oder einfach nur: miteinander reden! Wenn wir Konfliktparteien dazu gebracht haben, miteinander zu reden, geht es uns wieder besser: wir müssen uns das Leiden nicht mehr ansehen. Die kloppen sich nicht mehr, jetzt sprechen sie miteinander!

Dabei wird oft eines übersehen: es gibt Konflikte, in welchen eine Konfliktpartei kein Interesse am Reden hat, weil alles unter 95% Prozent für diese Partei inakzeptabel ist. Ein gutes Beispiel ist der israelisch-palästinensische Konflikt: mit dem Terrorüberfall auf die israelischen Sportler während der Olympiade 1972 in München und den Flugzeugentführungen der folgenden Jahre machten die Palästinenser auf sich aufmerksam. Seither wird geredet. Seither gibt es auch eine UNO-Resolution nach der anderen. Und seither gibt es immer wieder US-Präsidenten, die eine »Lösung« des Nahost-Konfliktes zur Chefsache erklären. Manchmal gibt es für diese Bemühungen sogar den Friedensnobelpreis. Seit Bestehen des Staates Israel gibt es aber keine Lösung. Es gibt Gespräche, Friedensgespräche, einen Friedensprozess, Roadmaps, Gefahren für den Friedensprozess, einen stockenden Friedensprozess, Wiederaufnahme von Gesprächen, Bemühungen, den Friedensprozess in Gang zu halten, Anschläge und wieder und wieder UNO-Resolutionen – und Vetos. (Weil: es gibt ja auch Veto-Mächte.) Während all dieser Bemühungen stehlen die Israelis den Palästinensern planmäßig und kontinuierlich Wasser, drangsalieren die palästinensische Bevölkerung und bauen eine Siedlung in den besetzten Gebieten nach der anderen. Ich wundere mich immer wieder, dass es noch Politiker gibt, die wagen, von Roadmaps oder Friedensprozessen zu reden. Aber je satter ein Gedächtnis, desto kürzer ist es auch. 


Und: Wie sollen wir das in Worte fassen, was da geschieht? Alle zwei Jahre von einem Bombenanschlag zu berichten ist für alle Beteiligten angenehmer – weil einfacher – als 40 Jahre lang jeden Monat zu berichten, daß die Palästinenser drangsaliert werden, ihr Wasser geklaut bekommen und auf ihrem Land neue Siedlungen gebaut werden, in denen Menschen leben, die von sich glauben, daß sie das Salz der Erde sind.

Man stelle sich zwei 40-sekündige Tagesschau-Spots vor:
a) kaputte Autos, Krankenwagen, die mit Martinshorn und Blaulicht durch die Gegend rasen, verzweifelte, schreiende Menschen und
b) ein Sitzungssaal, in dem zwölf Leute miteinander reden, ein Wasserrohr, aus dem Wasser kommt und eine Kläranlage
Welcher dieser beiden Spots befriedigt unser Bedürfnis nach emotionaler Sättigung besser? Krankenwagen mit Blaulicht und Martinshorn und verzweifelte Menschen sind halt nicht so langweilig wie Arbeitsgruppen und Wasserrohre. Unser Gehirn funktioniert halt so…

Zen Lehrer Wolfgang Walter und Prof. Dr. Hans-Peter Dürr im Gespräch [9:25]

Hochgeladen am 28.12.2008
Die erste Wirklichkeit

Der Quantenphysiker Prof. Hans-Peter Dürr und Zen-Lehrer Wolfgang Walter im Gespräch

10 Minuten Auszug aus der DVD "Die erste Wirklichkeit"
Bildformat: 16:9
Gesamtlänge 3:20h
Zu bestellen: www.zen-walter.de

Quantenphysik und Zen im Dialog

Die vorliegenden Gespräche verfolgen nicht das Ziel, die Wissenschaft in den Schleier der Mystik zu hüllen oder die Erkenntnisse des Zen durch wissenschaftliche Resultate zu untermauern. Es geht auch nicht um oberflächliche Ähnlichkeiten zwischen Zen und Quantenphysik, sondern vielmehr darum, Wissenschaft und Spiritualität in einem größerern Ganzen zu sehen. Darüber hinaus wird aufgezeigt, dass die sogenannte "realistische" Wahrnehmung auf sehr wackeligen Beinen steht.

Das Gespräch spiegelt die Lebensräume eines westlichen Zen-Lehrers W. Walter, E'un-Ken (Wolke der Weisheit) und eines hochgradigen Quantenphysikers Prof. Dr. Hans-Peter Dürr (alternativer Nobelpreisträger) wider. Beider erzählen serhr lebendig über Ihre Erfahrungen bezüglich einer virtuellen Wirklichkeit
Dürr: »Ein Baum, der fällt, macht mehr Krach als ein Wald, der wächst. […] Unsere ganzen Geschichtsbücher reden von fallenden Bäumen, und was wir täglich erleben, sind fallende Bäume.« [0:25]
Walter: »Über fallende Bäume läßt sich natürlich in der Presse besser schreiben, sensationeller…« [1:05] Dürr: »Alles, was schnell geht…«

Es geht mir nicht um den Nahostkonflikt, es geht mir um die sprachliche Verwendung von Begriffen, hier: des Modells »Friedensgespräche«. Friedensgespräche können verwendet werden, um den anderen hinzuhalten und Zeit zu gewinnen. Was die USA tun, ist, Russland hinzuhalten und Zeit gewinnen. Angebote an Russland dienen nicht dazu, Russland gleichberechtigt zu behandeln. Angebote an Russland dienen dazu, Russland in die Defensive zu drängen.
 

Angebote an die Palästinenser dienen dazu, sagen zu können, man habe Angebote gemacht. Angebote an Russland dienen dazu, sagen zu können, man habe Angebote gemacht. In der Zeit, in der Angebote gemacht und verhandelt und diskutiert werden, wird in Palästina Wasser geklaut und die Palästinenser drangsaliert und Siedlungen gebaut und rückt die NATO kontinuierlich an die russischen Westgrenzen heran. 

Kritik, Warnungen, Stellungnahmen oder was auch immer von russischer Seite wurden immer wieder ignoriert und mit Empörung quittiert. Fast wörtlich: Was wollen die denn dagegen haben, wenn sich Freiheit und Demokratie nähern? [Sicherheitskonferenz in München: Putin schockt die Europäer (SPIEGEL vom 10.02.2007)] Die spinnen, die Römer! Man kann sich an den Psychotherapeuten-Witz vom Unterschied zwischen eine Piranha und einer klammernden Mutter erinnert fühlen: Der Piranha läßt mal los…

Nun hat Putin in einer bedrängten Situation (dabei ist es ja angeblich seine Schuld, wenn er sich bedrängt fühlt [zu Bedrängung siehe… Able Archer 83: "Um Haaresbreite", Post, 13.11.2015]: Wie kann man sich von Demokratie, Freiheit – und im Schlepptau Raubtierkapitalismus – denn bedroht fühlen??) konsequent und schnell gehandelt, und der Westen ist fassungslos und empört. Teils ist er es wirklich, teils gibt er sich so. Und Putin ist fraglos verrückt, hat Großmachtinteressen, und es wird gefragt: »Wie kann Putin gestoppt werden?« Als Psychotherapeut frage ich mich da immer wieder: Wo sehen wir hin, wo sehen wir nicht hin? Worüber sprechen wir, worüber sprechen wir nicht? Als Krimileser frage ich mich: cui bono? Wer hat was davon?

Unsere politische Kultur ist inzwischen so degeneriert, daß, wenn unser Alt-Bundeskanzler Helmut Schmidt für Putin Verständnis äußert, es ein ein Jahr nach der Hamburger Sturmflut geborener ehemaliger BILD-Zeitungs-Chefschreiberling, der zum Pendant für Intellektuelle gewechselt ist, wagen darf, seine Äußerungen als wirr, verstiegen, billig und arrogant zu bezeichnen. Heutzutage braucht man keine Lebenserfahrung mehr, heute benötigt man nur griffige Begriffe (ich habe das absichtlich so formuliert), um jemanden, der mich in meinem Mainstream-kompatiblen Verstehen der Welt stört, in einer indiskutablen Schublade zu versenken.

Es ist wirklich eine geniale Inszenierung. Genial, weil niedrige Geschwindigkeiten kaum wahrgenommen werden. Wahrgenommen wird das Tempo, mit dem die Krim wieder russisch wird, nicht wahrgenommen wird die Geschwindigkeit, mit dem die Israelis die Palästinenser erwürgen oder sich die NATO an die Ostgrenzen Russlands herangearbeitet hat. Und diejenigen, die glauben, die Stationierung von NATO-Raketen in Polen sei etwas Neues, der mag sich zur Vorgeschichte der Kuba-Krise schlau machen. Vielleicht haben die Russen ja 60 Jahre später weniger Probleme mit Raketenstellungen, die 1.500 Kilometer von Moskau entfernt stehen. Und dem freiheits- und Demokratie liebenden westlichen Verteidigungsbündnis kann man nix Schlechtes unterstellen: Was soll an Freiheit und Demokratie schlecht sein. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Einkreisung Russlands durch die NATO [15:06]

Veröffentlicht am 05.01.2015
Christoph Hörstel im Interview mit iranischem Rundunk über die aktuelle Weltpolitik um Russland.
Quelle AntikriegTV: https://www.youtube.com/watch?v=WTUNT...

Sprache: genauso, wie wir inzwischen Gesundheits- statt Krankenkassen haben – man sehe sich nur die Chipkarten an, alleine vom Anblick läuft man schon Gefahr, wieder gesund zu werden –, haben wir schon länger keine Kriegs- sondern Verteidigungsbündnisse. Das Böse, das hat noch ’ne Achse – wie im Zweiten Weltkrieg, die sind halt altmodisch, diese Hinterwäldler-Terroristen –, und die Guten, die machen eine Koalition der [Gut-]Willigen, und die Pommes, die sind nicht mehr »french« sondern »freedom«, das macht sich so einfach alles besser. Unser Gehirn funktioniert halt so… Und wir etikettieren die Dinge so, daß es leichter und ohne die Verwendung zerebraler Kau- und Verdauungsmechanismen ins Hirn reingeht und wir keinesfalls falsch verstanden werden!

Dass sich Putin durch Schlagworte wie »Demokratie« oder »Freiheit«
nicht hat beruhigen lassen ist für den Westen – vor allem westliche Politiker – angeblich und empörenderweise kaum nachvollziehbar. Wo doch der Westen der übrigen Welt seit Jahrhunderten nur Gutes bringt! Die Tatsache, dass der Westen Putins Handeln nicht verstehen kann (»Herr Doktor, Herr Doktor, mein Mann muß doch mal vertstehen, daß er mal den Müll rausbringen muß – schnief! Als Psychotherapeut sage ich: Nicht-Verstehen macht Macht! – ebenfalls absichtlich so formuliert), kann man jetzt – je nach politischer Couleur – Putin oder dem Westen anlasten. Putin hätte nicht anders handeln können, aber der Westen hätte Putin verstehen, seine Beweggründe respektieren und auf ihn eingehen können. 

Wie lange wollen diese demokratie-unfähigen Ukrainer denn noch auf ihrer Orangenen Revolution rumtrampeln, bis wir medien- und Political Correctness-hypnotisierten Westler kapieren, daß die es noch weniger auf die Reihe kriegen als die Griechen? Müssen unsere Kinder in zwanzig Jahren dann auch noch einen Rettungsschirm für die Ukrainer abbezahlen? Vielleicht ja nicht, weil die Griechen bis dahin ihre Schulden zurückgezahlt haben. Wie wahrscheinlich ist das denn? Und dieser alternativlose Rettungsschirm kettet unsere Kinder für die nächsten 30 Jahre an irgendwelche Finanzkonstrukten dran, und irgendwelche Finanzexperten erzählen uns was von angeblichen Fortschritten bei der Haushaltssanierung und dazu notwendigen Schuldenschnitten, und irgendwelche Leute werden sich wieder eine goldene Nase verdienen und können nicht zur Rechenschaft gezogen werden. Eigentlich müßte der Westen Putin sogar dankbar sein!

Und wenn diese hysterisch-bekloppte Timoschenko (es ist unglaublich, mit wem sich der Westen da gemein macht, da kann es eigentlich nur die Prügelstrafe geben!) und ihre übrigen Kollegen sich lange genug gestritten und sich genug Knete unter den Nagel gerissen haben, wenn die Menschen der Runden Tische überdrüssig und auf ihre politischen Leithammel stinkig werden: Wo lenkt man in einer solchen Situation das Aggressionspotential hin? Na, auf die bösen Russen auf der Krim. Und während die von dem ukrainischen Pöbel massakriert werden und die UNO eine Resolution nach der anderen verabschieden will und die USA ein ums andere Mal ihr Veto einlegen und eine Roadmap nach der anderen den Bach runtergeht, propagieren die politisch korrekten Deutschen einen Runden Tisch nach dem anderen. Und das Risiko soll Putin eingehen? (Wie heißt das in dem Witz: Ich mag zwar verrückt sein, aber ich bin nicht blöde!)

Aber wozu sollten wir die Finger von der Ukraine lassen und Putin zu verstehen suchen? Wir im Westen sind immer im Besitz der allein glückseligmachenden Wahrheit: ob sie jetzt Gott genannt wird oder Freiheit, Demokratie, freier Handel oder »Soziale« Marktwirtschaft. 

Wir dürfen Sklaven für uns arbeiten lassen, weil wir mehr wert sind als diese dreckigen Nigger, uns chinesische Märkte freischießen (was kann irgend jemand ernsthaft gegen freien Handel haben?), Südseeinsulaner, die ihre Schwänze nicht bei sich behalten können, anketten und auspeitschen (weil wir wissen, daß der Weg zu Gott über Enthaltsamkeit führt), Indianern ihre Büffel wegschießen und sie mit Pocken, und – wenn sie dann rundum-entwurzelt in den Reservaten hocken – mit Sozialleistungen und Alkohol versorgen, mit dem sie dann ihre Hilf- und Perspektivlosigkeit und ihren Frust wegsaufen können, Aboriginee-Kinder von ihren Eltern wegnehmen, ihnen ihre Kultur und ihre Identität stehlen (das hat uns die größte Demokratie der Welt ja vorgemacht) und ihnen gegen ihren Willen Kleider anziehen. Und wenn ihr Transpirationssystem das nicht aushält und sie mit Herz-Kreislauf-Versagen krepieren, dann haben sie halt Pech gehabt, ein ordentlicher Mensch zieht Kleider an!

Wir haben die Ideale des Glücks auf unsere Fahnen geschrieben und weinen Krokodilstränen über die wirtschaftlichen, ökologischen oder menschlichen Kollateralschäden und Tragödien. Das ist halt der Forschritt, und da kann man nichts machen. 

- Der Kannibalismus und die Doppelzüngigkeit des Westens (Post, 16.11.2014) 

Wir dürfen alles, weil wir die allumfassende Wahrheit auf unserer Seite haben. Wir nehmen die ganze Welt in den Würgegriff, und wer um sich schlägt, weil wir ihm zu sehr auf den Pelz gerückt sind, er in unserer liebevollen Umklammerung keine Luft mehr kriegt oder sonstwas nicht mehr aushält, den erklären wir zum Terroristen oder zum Geisteskranken. Wir haben keinen Respekt, vor nichts und niemandem und sind empört, wenn jemand unsere einzig mögliche Wahrheit relativiert. Wir sind die Guten, da bleibt für die anderen nur noch der Rest. Vor nichts haben wir Respekt, wir respektieren nur unsere Gier, deren Befriedigung wir kapitalistisch korrekt hinterherlaufen, und die wir für normal halten. Wir haben keinen Respekt vor anderen Kulturen, keinen Respekt vor anderen Religionen, keinen Respekt für das Denken anderer, keinen Respekt für andere Sitten und Gebräuche, keinen Respekt vor der Natur, keinen Respekt vor der Zukunft, am wenigsten aber – und das merken wir nicht, weil wir so mit unserer Gier beschäftig sind – haben wir Respekt vor uns selbst. Wir machen uns weis – und lassen uns weismachen, daß wir für uns sorgen, wenn wir uns vollstopfen. Aber letztendlich beuten wir damit nicht nur andere und die Welt sondern auch uns selber und unsere Würde aus … und lassen uns ausbeuten. Wir hängen uns freiwillig an jeden von der Wirtschaft zur Verfügung gestellten, süchtig machenden Tropf und bilden uns ein – und lassen uns einreden –, daß es uns damit besser geht. Je satter Du bis, je mehr Du frisst, je bunter die Bilder, je mehr die Kleider, je größer und schneller das Auto, desto besser geht es Dir.

Um zur Ukraine zurückzukommen, worauf ich aufmerksam machen will: 

Ich fürchte, mit seiner konsequent bemühten Ignoranz und verständnislosen Empörung hat sich der Westen selber ins Bein geschossen. 
Er ist unglaubwürdig geworden!

Heute Morgen sagte meine Schneiderin – sie ist Russin: »Ihr Deutschen seid ja so naiv! Demokratie? Welt nix Demokratie, Welt nix Freiheit. Welt Macht und Geld. Ihr immer »Demokratie und Freiheit!«, ihr seid wie kleine Kinder.«
Ich bemühe jetzt eine Verschwörungstheorie: die Idee vom militärisch-industriellen Komplex, kurz: MIK.
 Es gibt ein paar Dutzend Menschen, die sehr, sehr, sehr viel Geld verdienen wollen, nicht einfach nur viel. Und diese Menschen haben sehr, sehr, sehr viel Macht, nicht einfach nur Macht. Und diese Menschen haben die Mittel, ihre Vorstellungen durchzusetzen, indem sie Einfluss nehmen können auf die Wirtschaft, auf die Politiker und auf die Medien – und darüber auch auf uns kleine Menschen. Diese großen und mächtigen Menschen wollen ein System
permanenter, sich selbst verstärkender Abhängigkeit installieren. Beispiel Monsanto: ich kaufe das Saatgut und bin dann von dem Gift abhängig, dass dazu passt. Und an Kriegen kann man – siehe Halliburton – ganz ausgezeichnet verdienen. Es gibt Statistiken, die berechnen, mit wievielen Kriegstoten ein Arbeitsplatz geschaffen wird.
zu Halliburon und dem Irak-Krieg:
- Ich kann gar nicht so viel essen… (25.03.2006)

Das Aufeinandertreffen von gepolitischen und innerukrainischen Interessen einerseits
und politisch-kulturellen und wirtschaftlich-sozialen Interessen andererseits


Es gibt eine Krake, die die Welt unter ihre Kontrolle bringen will, und diese Krake breitet sich unter dem Fähnchen und unter dem Deckmantel von »Freiheit und Demokratie« aus. Das funktioniert aber nur, weil die Menschen daran glauben. Nach Immanuel Kant heißt Aufklärung, sich seines Geistes ohne Anleitung eines anderen bedienen zu können. Im Westen sieht es so aus, als sei die Aufklärung misslungen. Unsere Köpfe sind voll mit Gier nach Besitztum und Ablenkung (und wir lassen sie mit diesen gierigen Zielvorstellungen vollstopfen). Unser Interesse an Haben-Wollen ist größer als unser Interesse nach Wissen- und Verstehen-Wollen. Wir lassen uns unsere Gehirne vollstopfen mit Inhalten kurzer Halbwertszeit von Menschen, die daran verdienen, uns einfache und kurzlebige Wahrheiten zu verkaufen. Weil Pseudo-Wissen so billig zu haben ist, ist Wissen für die meisten kaum noch etwas wert. Wir wollen zufrieden sein und konsumieren.

Eine barbusige Schönheit mit zwei Sätzen darunter ist zerebral einfacher zu verarbeiten als ein Zeitungsartikel von einer DIN-A4 Seite. (Noch unangenehmer, wenn er schwer zu verstehen ist oder uns verstört.) Dummerweise ist die Manipulierbarkeit eines Gehirns reziprok zur Qualität seines Inhaltes. Das hat zur Folge, dass, je besser es uns geht, und je träger wir dadurch werden, wir umso leichter manipulierbar werden. Der Osten, mit weniger materiellen Gütern und Ablenkungen gesegnet, ist nicht so satt wie wir. Zwar hat die russische Bevölkerung etwas gegen Homosexuelle, aber das ist nicht Putins Schuld, und noch vor 40 Jahren war das bei uns genauso. Und wie stolz sind wir doch, wenn wir uns unsere Fingernägel in Regenbogen-Farben lackieren und diesem blöden Putin mal so richtig zeigen können, was eine Harke ist und wie liberal wir dagegen sind!
Je billiger und folgenloser ein Tabu-Bruch ist, desto lieber brechen wir – unterstützt von den unsere Scheinbedürfnisse erfüllenden Medien – Tabus. Je billiger und folgenloser ein Protest ist, desto lieber protestieren wir. Als 1968 zwei US-amerikanische Sportler auf dem Siegertreppchen die schwarz behandschuhte Faust reckten (vielleicht war ja in Mexiko auch nur die Luft so dünn), mussten diese einen anderen Preis bezahlen! 

Salute (trailer) [2:35]

Hochgeladen am 08.12.2009
DOXA Documentary Film Festival screening Salute on February 25, 2010 as part of DOXA's Motion Pictures series.

One of 2008's biggest documentary films is about to be unleashed onto screens Worldwide. SALUTE is a film by Matt Norman, the nephew of 200m Silver Medalist Peter Norman who was involved in one of the most powerful moments in Olympic history where Tommie Smith and John Carlos gave their Black Power Salute at the 1968 Mexico City Olympics. Being released through Paramount Pictures and Transmission films in Australia on the 24th of July 2008, and then around the world shortly after Salute promises to be a wake up to what's happening today especially with the 2008 Beijing Olympics just around the corner.

Production Company
Salute The Movie Pty Ltd - Matt Norman
The Actors Cafe Pty Ltd
www.theactorscafe.com

Writer: Matt Norman
Director: Matt Norman
Producer: Matt Norman

Paramount Pictures
Transmission Films

More about DOXA at http://doxafestival.ca and http://blog.doxafestival.ca

63 Black Power Salute [3:29]  [3:29]

Veröffentlicht am 06.04.2014
Number 63 from the channel 4 show 100 Greatest Sporting Moments,The 1968 Olympics Black Power salute was an act of protest by the African-American athletes Tommie Smith and John Carlos during their medal ceremony at the 1968 Summer Olympics in the Olympic Stadium in Mexico City. As they turned to face their flags and hear the American national anthem (The Star-Spangled Banner), they each raised a black-gloved fist and kept them raised until the anthem had finished. Smith, Carlos and Australian silver medalist Peter Norman all wore human rights badges on their jackets. In his autobiography, Silent Gesture, Tommie Smith stated that the gesture was not a "Black Power" salute, but a "human rights salute". The event is regarded as one of the most overtly political statements in the history of the modern Olympic Games.

Es gab auch Boxweltmeister, die für ihre Überzeugung riskierten, ins Gefängnis zu gehen. 

"The Trials of Muhammad Ali": Boxing Champ's Refusal to Serve in Vietnam Was The Fight of His Life [14:39]


NBC News - Muhammad Ali on not going to war [6:47]


Heute ist es für einen Boxweltmeister erheblich lukrativer, in die Politik zu gehen, zumal, wenn er von einer vor Begeisterung blinden Presse begleitet wird. (»Wir sind Präsident!«) 
Wir werden sehen, welcher Boxweltmeister eine längere Halbwertszeit hat…




- Klitschko bittet Berlin um Hilfe bei Mauerbau (Handelsblatt, 12.09.2014) 

Berlin. Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, hat Deutschland um Hilfe für den Bau einer Mauer an der Grenze der Ukraine zu Russland gebeten. „Wir würden uns richtig freuen, Unterstützung von allen Freunden der Ukraine zu bekommen“, sagte Klitschko am Freitag in Berlin. Aus Deutschland sei dabei Hilfe „jeder Art“ willkommen. Klitschko – ein Weggefährte von Präsident Petro Poroschenko – nannte als Beispiele finanzielle Unterstützung und Hilfe durch „Know-How“.

Was will ich damit sagen?

Wir haben vergessen, wo der Feind steht. Wir haben vergessen, wie es ist, sich Überzeugungen zu erarbeiten, für seine Überzeugungen einzutreten und den Preis dafür zu zahlen. Wir lassen uns in Atem halten und fühlen uns so lebendig. Wir fühlen uns mit unserer Erregung wohl, weil sie gibt uns die Illusion, dabei zu sein, teil zu haben, berührt zu werden von der Welt. Wir haben uns an den Füllungszustand unseres Magens und unseres Gehirns und die Leichtigkeit, mit der ein solcher hergestellt werden kann, gewöhnt. Unser satter Magen und unser satter Geist treten die Forderung der Aufklärung mit Füßen. Wir haben es nicht mehr nötig. Und weil wir glauben, es nicht mehr nötig zu haben, werden wir nicht mehr für voll genommen. Der militärisch-industrielle Komplex (der uns schon immer als Stimmvieh betrachtet hat), der dort beheimatet ist, wo wir unsere Freunde wähnen, auf der einen Seite und Putin auf der anderen Seite nehmen uns nicht mehr für voll. Und dafür werden wir in absehbarer Zeit den Preis zu bezahlen haben. Wir laufen Idealen hinterher, die es so wenig gibt, wie Marshmellows bei Löwen und Zebras, von denen wir uns aber gerne glauben machen lassen, sie seien real. Das beruhigt dann wieder. Weil: weniger als eine heile Welt, die uns täglich aus der Flimmerkiste ins Hirn strahlt, halten wir nach einer bestimmten Menge TV-Konsum inzwischen nicht mehr aus.


 Kleine, naive Kinder!

Und wenn wir nicht aufpassen, werden wir gefressen. Da hilft uns auch nicht die NATO, da helfen auch keine Pershings und keine blaubehelmten Friedenstruppen, keine UNO und kein runder Tisch, keine Demos und keine Political Correctness.

Der Ruck der durch uns gehen muss, für den gibt es nämlich keinen gesetzlichen Anspruch, und für den kann der Staat nichts tun (falls dieser oder überhaupt ein Staat überhaupt ein Interesse daran hat), der ist nämlich nicht an irgendjemand anderen delegierbar. Solange das Produzieren von Aufgeregtheiten und danach deren Beruhigung attraktiver sind als das Verstehen, ziehen andere an den Fäden, und wir glauben nur, dass wir uns bewegen.


George Carlin "The American Dream" Best 3 Minutes of His Career [3:12]

Hochgeladen am 01.08.2010 
This video has been claimed falsely by WMG several times, and I am arguing with Youtube about it's content, but here is a transcript also: "There's a reason education SUCKS, and it's the same reason that it will never, ever, ever be fixed. It's never going to get any better, don't look for it, be happy with what you've got. Because the owners of this country don't want that. I'm talking about the REAL owners, now. The REAL owners, the BIG WEALTHY business interests that control things and make all the important decisions -- forget the politicians. The politicians are put there to give you the idea that you have freedom of choice. YOU DON'T. You have no choice. You have OWNERS. They OWN YOU. They own EVERYTHING. They own all the important land, they own and control the corporations; they've long since bought and paid for the Senate, the Congress, the State houses, the City Halls; they've got the judges in their back pockets, and they own all the big media companies so they control just about all the news and information you get to hear. They gotcha by the BALLS. They spend billions of dollars every year lobbying -- lobbying to get what they want. Well, we know what they want -- they want MORE for themselves and less for everybody else. But I'll tell you what they don't want. They DON'T want a population of citizens capable of critical thinking. They don't want well-informed, well-educated people capable of critical thinking. They're not interested in that, that doesn't help them. That's against their interests. That's right. They don't want people who are smart enough to sit around the kitchen table and figure out how badly they're getting FUCKED by system that threw them overboard 30 fuckin' years ago. They don't want that. You know what they want? They want OBEDIENT WORKERS. OBEDIENT WORKERS. People who are just smart enough to run the machines and do the paperwork, and just dumb enough to passably accept all these increasingly shittier jobs with the lower pay, the longer hours, the reduced benefits, the end of overtime, and the vanishing pension that disappears the minute you go to collect it. And now they're comin' for your SOCIAL SECURITY MONEY. They want your fuckin' retirement money. They want it BACK. So they can give it to their criminal friends on Wall Street. And you know something? They'll get it. They'll get it ALL from you sooner or later -- 'cuz they OWN this fuckin' place. It's a big CLUB. And YOU AIN'T IN IT. You and I are NOT IN the big club. By the way, it's the same big club they use to beat you over the head with all day long when they tell you what to believe. All day long, beating you over the in their media telling you what to believe -- what to think -- and what to buy. The table is tilted, folks. The game is rigged. And nobody seems to notice. Nobody seems to care. Good honest hard-workin people -- white collar, blue collar -- doesn't matter what color shirt you have on. Good honest hard-workin people CONTINUE -- these are people of modest means -- continue to elect these RICH COCKSUCKERS who don't GIVE a fuck about them. They don't give a fuck about you, they don't GIVE A FUCK ABOUT YOU. T HEY DON'T CARE ABOUT YOU -- AT ALL. AT ALL. AT ALL. You know? And nobody seems to notice, nobody seems to care ... that's what the owners count on, the fact that Americans will probably remain willfully ignorant of the big red, white and blue dick that's being jammed up their assholes every day. Because the owners of this country know the truth -- it's called the American Dream ... 'cuz you have to be asleep to believe it."
George Carlin's Final Words To The World...
George Carlin on "The American Dream".

In Wahrheit bewegt uns jemand anderes, und der sieht uns als Milchkuh, verdient an dem Futter, das wir kaufen und an der Milch, die wir geben. Wenn er besonders gut ist – und Ihr könnt sicher sein, die Kerle werden immer besser –, verkauft er uns auch noch das Heu, auf dem wir stehen und den Strick um unseren Hals. Und wenn er so gut ist, wie ich befürchte, zahlen wir auch noch die Gebühren für den Schlachter…


Joan Baez - Here's to you, Nicola and Bart [3:07] Text

Hochgeladen am 30.11.2009
Wie heißt es so schön: Don’t wake up a slave, he may be dreaming, he’s free!
 

Also schlaft am besten weiter, Wahrheit ist anstrengend, unbequem und kostet darüber hinaus noch Energie!


Nachtrag – drei Artikel von den NachDenkSeiten:

Weitere Informationen zur Arbeitsweise des Netzes US-naher bzw. ideologisch gleichgerichteter Medien (26.02.2014)

Kritische Zeitgenossen, zu denen die NachDenkSeiten-Leserinnen und -Leser meist gehören, fragen sich gelegentlich, wie die Gleichschaltung der Meinungsbildung stattfindet. Mit Staunen hören und lesen wir zum Beispiel von der „Krim-Krise“, wenn die Vorgänge um die Krim und um die Ukraine gemeint sind. Zum Beispiel taucht immer wieder die Version auf, die rechtsradikale ukrainische Swoboda sei nur mit der Führung unbedeutender Ministerien gesegnet: mit Landwirtschaft und Umwelt und dem Job eines stellvertretenden Ministerpräsidenten. „Doch über viel Einfluss verfügen sie im Kabinett nicht.“ (FAS 23.3. S.4) Die Besetzung des Verteidigungsministeriums durch Swoboda wird „geschlabbert“. So im Heute Journal in der vergangenen Woche wie in der FAS vom 23. März. An Zufall kann man da wie bei vielen anderen Beispielen nicht glauben. Im Hintergrund arbeitet eine gut geschmierte Manipulationsmaschinerie. – Am vergangenen Freitag und am Donnerstag hatten wir auf die weit gehende Gleichrichtung vieler unserer Medien hingewiesen. Jetzt ist die Zusammenfassung der dort erwähnten Untersuchungen des Medienwissenschaftlers Uwe Krüger im Netz zugänglich. Außerdem hat uns ein anderer Nachdenkseiten-Leser auf seine Untersuchungen der „Atlantikbrücke“ aufmerksam gemacht.
Obamas reaktionärer Kindergarten und die Klatsche von Siemens und Schmidt  (27.02.2014)

Manchmal ist das echte Leben erleuchtender und aufklärender als jedes Kabarett. Obama und sein Häuflein der G 7 schicken das Schmuddelkind aus Moskwa vor die Tür und sinnieren laut über die notwendige Prügelstrafe, genannt Sanktionen statt Gesprächen. Schmuddelkind Russland müsse einen Preis zahlen. Wir vernehmen aufgeregtes Geschnatter statt des notwendigen Nachdenkens. Obama spottet Russland als Regionalmacht. Wir sehen Fotos mit den feixenden Sieben und wie sie sich wichtig tun. Und wir sehen, wie die beiden Zwerge aus Brüssel, Barroso und Rompuy, sich königlich freuen, weil der Onkel aus Amerika ihnen die Hand schüttelt. SpiegelOnline freut sich mit. Und dann kommen gleich zwei ordentliche Klatschen.  
Der langsame Wandel zur Oligarchie geht weiter. (28.02.2014)
So die Einschätzung von Paul Krugman: „Sechs der zehn reichsten Amerikaner sind bereits Erben und nicht Unternehmer aus eigener Kraft, und die Kinder der heutigen Wirtschaftselite starten von einer Position enormen Privilegs.“ Wie der französische Ökonom Piketty anmerkt, ist die Gefahr einer Entwicklung zur Oligarchie real und berechtigt zu wenig Optimismus. … „Großer Reichtum kauft großen politischen Einfluss – und das nicht nur mittels Wahlkampfspenden. Viele Konservative leben in der intellektuellen Blase von Denkfabriken und ihnen angeschlossener Medien, die letztendlich von einer Handvoll extrem reicher Geldgeber finanziert werden. Es ist nicht sonderlich überraschend, dass die Leute in dieser Blase instinktiv unterstellen, gut für Amerika sei das, was gut für die Oligarchen ist.  


Oligarchie (Wikipedia)

Bob Dylan: 30th Anniversary Concert Celebration (Trailer) [1:25]     [12:03] 


Veröffentlicht am 17.11.2014
On October 16, 1992, an impressive and eclectic group of artists gathered at Madison Square Garden in New York City for the purpose of celebrating the music of Bob Dylan on occasion of his 30th anniversary of recording.  
Text My Back Pages
Text Knockin' On Heaven's Door


Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik? (25.03.2014)


zuletzt aktualisiert am 19.01.2016


Donnerstag, 27. März 2014

Vor 74 Jahren – Frühjahr 1940: Einrichtung des KZ Auschwitz

Die Hölle auf Erden 

Auschwitz war das größte nationalsozialistische Konzentrations- und Vernichtungslager. Mindestens 1,1 Mio. Menschen wurden in dem Konzentrationslager 60 km westlich von Krakau ermordet, die allermeisten davon waren Juden. Die Stätte, die zum Symbol des Terrors und Völkermords während des Zweiten Weltkriegs wurde, war zunächst als Durchgangslager für etwa 10.000 polnische Gefangene gedacht, die von dort als Arbeitssklaven Richtung Westen gebracht werden sollten. Das Lager entwickelte sich dann jedoch zum Zentrum der Judenvernichtung
 
Heinrich Himmler (2.v.l.) mit Bauleiter Max Faust (M.) und KZ-Kommandant
Rudolf Höß (r.) auf der Baustelle der IG-Farben beim KZ Auschwitz, Juli 1942

Inspekteure der Sicherheitspolizei im Wehrkreis Schlesien hatten im Dezember 1939 ehemalige polnische Kasernen in der Auschwitzer Vorstadt Zasole als möglichen Standort eines Konzentrationslagers für oppositionelle Polen ausgemacht. Der Höhere SS- und Polizeiführer  für Schlesien suchte im Januar 1940 in Berlin um Genehmigung zum Beginn der Arbeiten nach und die SS-Führung begann Verhandlungen mit dem deutschen Heer, dem alle früheren polnischen militärischen Einrichtungen unterstanden. Ende April 1940 ordnete der Reichsführer SS, Heinrich Himmler, die Errichtung eines Lagers in Auschwitz an, im Mai 1940 trafen die ersten Transporte mit polnischen Gefangenen ein. 
 
Opfer des Lagers Auschwitz
980.000 Juden
78.000 Polen  
21.000Roma 
18.000 sowjetische Kriegsgefangene 
Harenberg –  Abenteuer Geschichte 2014 

Mittwoch, 26. März 2014

Heut vor 200 Jahren – 26. März 1814: In Paris stirbt der Erfinder der Guillotine

Das »humane« Fallbeil 

Dr. Joseph-Ignace Guillotin (1738-1814) war ein Menschenfreund, ein kultivierter Mediziner, der von den revolutionären Ereignissen 1788/89 in politische Ämter gespült wurde und sich um die Verbesserung der hygienischen Verhältnisse und die Ausbildung der Ärzte verdient machte. Zwar war er Gegner der Todesstrafe, da diese aber noch gängige Praktik war, setzte sich Guillotin dafür ein, dass sie »sauber« vollzogen würde, kurz und schmerzlos und auf die gleiche Art für Delinquenten alter Klassen. 
 
»Die Guillotine von Paris« (Kupferstich, 1793)

 Die Nationalversammlung beauftragte Antoine Louis, Mitglied der Akademie der Medizin, ein entsprechendes Instrument zu entwickeln. In Zusammenarbeit mit einem Handwerker konstruierte Louis ein Fallbeil, das im April 1792 an Leichnamen erstmals ausprobiert und vom Volk »Louisette« getauft wurde. Bald waren landesweit 50 dieser »nationalen Rasiermesser« in Betrieb, das Fallbeil wurde rasch zum Symbol der Terrorphase der Französischen Revolution. Allein in Paris starben während der Revolution fast 20.000 Menschen auf dem Schafott. Erst eine Zeitung prägte später den Namen »Guillotine« für die Hinrichtungsmaschine, deren Entwicklung Guillotin begleitet hatte. Bis zu seinem Tod, heute vor 200 Jahren, fühlte sich Dr. Guillotin falsch verstanden. 

Was am 26. März noch geschah: 
1995: Mit dem Inkrafttreten des Schengener Abkommens verzichten sieben EU-Staaten auf Grenzkontrollen an den Binnengrenzen. 
Harenberg – Abenteuer Geschichte 2014 

Dienstag, 25. März 2014

Der Ukraine-Konflikt 3 – Westliche Naivität oder westliche Machtpolitik?


Wie kann der Versuch falsch sein, Russlands Motive in der Ukraine-Krise zu berücksichtigen? Wer den Konflikt verstehen will, muss zurückschauen bis in die Zeit von Boris Jelzin, als die EU ihre große Chance in Russland verspielte. Die heutige Selbstgefälligkeit der Politik des Westens ist deshalb ärgerlich und gefährlich. […]
Es ist kein gutes Zeichen, wenn das Wort "verstehen" negativ besetzt wird. Der Versuch, jemanden oder etwas zu verstehen, ist eine unabdingbare Voraussetzung, wenn man selbst agieren will. Nur wer etwas versteht, kann sich angemessen dazu verhalten und zwischen Zustimmung und Widerspruch abwägen. In der Art und Weise, in der ich über jemanden spreche, sage ich ja nicht nur etwas über ihn aus, sondern nicht weniger über mich selbst. Die Frage, ob wir Russland verstehen, beinhaltet eine noch wichtigere Frage: Verstehen wir uns selbst? Denn für die deutsche Politik, für die Politik der EU, die des "Westens" bin ich als Bürger dieses Landes und Europas mit verantwortlich.

[Diffamiert als "Russlandversteher", Gastbeitrag von Info Schulze über die Krim-Krise, Süddeutsche Zeitung, 31.03.2014]
Links zu weiteren Texten von Ingo Schulze:
- Unsere schönen neuen Kleider – Gegen die marktkonforme Demokratie – für demokratiekonforme Märkte (NachDenkSeiten, 29.02.2014)
Märchen – Auf Gott oder Zauberkräfte ist kein Verlass (Deutschlandradio Kultur, 24.12.2013)
- Thesen gegen die Ausplünderung der Gesellschaft – "Kapitalismus braucht keine Demokratie" (Süddeutsche Zeitung, 12.01.2012)


Am 25.9.2001, im zweiten Jahr seiner ersten Präsidentschaft hielt Wladimir Putin im Deutschen Bundestag folgende Rede:
Putins Rede im Bundestag auf Deutsch (2001) - Alle sind schuldig, vor allem wir Politiker {48:10}

BlicknachOsten
Veröffentlicht am 09.12.2013
Die bekannte Rede Putins 2001, als die Medienhetze gegen Russland noch in den Kinderschuhen steckte.

aus Putins Rede vom 25.09.2001 (Wortprotokoll auf der Seite des Deutschen Bundestages):
»Trotz allem Positiven, das in den vergangenen Jahrzehnten erreicht wurde, haben wir es bisher nicht geschafft, einen effektiven Mechanismus der Zusammenarbeit auszuarbeiten. Die bisher ausgebauten Koordinationsorgane geben Russland keine realen Möglichkeiten, bei der Vorbereitung der Beschlussfassung mitzuwirken. Heutzutage werden Entscheidungen manchmal überhaupt ohne uns getroffen. Wir werden dann nachdrücklich gebeten, sie zu bestätigen. Dann spricht man wieder von der Loyalität gegenüber der NATO. Es wird sogar gesagt, ohne Russland sei es unmöglich, diese Entscheidungen zu verwirklichen. – Wir sollten uns fragen, ob das normal ist, ob das eine echte Partnerschaft ist.«

2007 sprach Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz:
Putin über NWO (Neue Weltordnung)Globalisierung, US-Imperialismus {10:51}


StKail
Veröffentlicht am 16.09.2013 

Zitat: 
»Ich habe [den italienischen Verteidigungsminister] so verstanden, dass die Anwendung von Gewalt nur dann als legitim gilt, wenn sie auf der Grundlage einer Entscheidung der NATO, der EU oder der UNO basiert. Wenn er das tatsächlich meint, dann haben wir verschiedene Standpunkte. Oder ich habe mich verhört. Legitim ist eine Anwendung von Gewalt nur dann zu nennen, wenn ihr ein UNO-Beschluss zu Grunde liegt. Und man darf die UNO nicht durch die NATO oder die EU ersetzen.«

Ich denke, hier befinden wir uns sehr nahe an des Pudels Kern: Darf man oder darf man nicht? Was – wie im jugoslawischen Bürgerkrieg – sollen wir tun, wenn es Leiden gibt, das die UNO – bzw. der Sicherheitsrat – für uns (!?) nicht befriedigend zu handeln imstande ist?
siehe dazu:
- Frieden muss gestiftet werden – Europas Sündenfall: der Kosovo-Krieg (Post, 24.11.2014)


Putins Rede auf der Münchner Konferenz zu Fragen der Sicherheitspolitik überraschte die Teilnehmer und die Öffentlichkeit. Von "Eröffnung des Kalten Krieges" bis zu "Putin droht den USA" war in der Presse hier zu Lande die Rede. Damit sich die Leser ein eigenes Bild über Putins Rede machen können, hat die russische Internetzeitung russland.ru die Rede ins Deutsche übersetzt. Wir dokumentieren die Rede nachfolgend im vollen Wortlaut. Die Zwischenüberschriften in Putins Rede haben wir der besseren Lesbarkeit Willen selbst eingefügt.

Das Format der Konferenz gibt mir die Möglichkeit, der „übertriebenen Höflichkeit“ zu entgehen, mit geschliffenen, angenehmen, aber leeren diplomatischen Worthülsen sprechen zu müssen. Das Format der Konferenz erlaubt, das zu sagen, was ich wirklich über die Probleme der internationalen Sicherheit denke. Und wenn meine Überlegungen meinen Kollegen allzu polemisch oder ungenau erscheinen, ärgern Sie sich bitte nicht über mich – es ist doch nur eine Konferenz. Und ich hoffe, dass nicht schon nach zwei, drei Minuten meines Auftrittes Herr Teltschik das „Rotlicht“ aufleuchten lässt.

Also. Es ist bekannt, dass die Problematik der internationalen Sicherheit bedeutend breiter ist als die Fragen der militärpolitischen Stabilität. Dazu gehören die Beständigkeit der Weltwirtschaft, die Überwindung der Armut, die ökonomische Sicherheit und die Entwicklung des Dialogs zwischen den Zivilisationen.

Dieser allumfassende, unteilbare Charakter der Sicherheit drückt sich auch in seinem Grundprinzip aus: „Die Sicherheit des Einzelnen – das ist die Sicherheit aller“. Wie sagte doch Franklin Roosevelt schon in den ersten Tagen des II. Weltkrieges: „Wo auch immer der Frieden gebrochen wird, ist er gleichzeitig überall bedroht und in Gefahr.“

Diese Worte haben bis heute ihre Aktualität behalten. Davon zeugt übrigens auch das Thema unserer Konferenz, so wie es hier geschrieben steht: „Globale Krisen – globale Verantwortung“.
 
Die monopolare Welt

Vor gerade einmal zwei Jahrzehnten war die Welt ideologische und wirtschaftlich zerbrochen, aber ihre Sicherheit garantierten die gewaltigen strategischen Potenziale zweier Supermächte.

Der globale Gegensatz schob äußerst drängende ökonomische und soziale Fragen an den Rand der internationalen Beziehungen und Tagesordnungen. Und wie jeder Krieg hinterließ uns auch der „kalte Krieg“ – bildlich ausgedrückt – „Blindgänger“. Ich meine damit ideologische Stereotypen, doppelte Standards, irgendwelche Schablonen des Blockdenkens.

Die nach dem „Kalten Krieg“ vorgeschlagene monopolare Welt kam auch nicht zu Stande.

Die Menschheitsgeschichte kennt natürlich auch Perioden monopolaren Zustandes und des Strebens nach Weltherrschaft. Alles war schon mal da in der Geschichte der Menschheit. Aber was ist eigentlich eine monopolare Welt? Wie man diesen Terminus auch schmückt, am Ende bedeutet er praktisch nur eines: es gibt ein Zentrum der Macht, ein Zentrum der Stärke, ein Entscheidungs-Zentrum.

Es ist die Welt eines einzigen Hausherren, eines Souveräns. Und das ist am Ende nicht nur tödlich für alle, die sich innerhalb dieses Systems befinden, sondern auch für den Souverän selbst, weil es ihn von innen zerstört.

Das hat natürlich nichts mit Demokratie gemein. Weil Demokratie bekanntermaßen die Herrschaft der Mehrheit bedeutet, unter Berücksichtigung der Interessen und Meinungen der Minderheit.

Nebenbei gesagt, lehrt man uns - Russland – ständig Demokratie. Nur die, die uns lehren, haben selbst, aus irgendeinem Grund, keine rechte Lust zu lernen.

Ich denke, dass für die heutige Welt das monopolare Modell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich ist. Nur nicht, weil für eine Einzel-Führerschaft in der heutigen, gerade in der heutigen, Welt weder die militärpolitischen, noch die ökonomischen Ressourcen ausreichen. Aber was noch wichtiger ist – das Modell selbst erweist sich als nicht praktikabel, weil es selbst keine Basis hat und nicht die sittlich-moralische Basis der modernen Zivilisation sein kann.
 […]
"Man darf die UNO nicht durch die NATO oder die EU ersetzen"
[…] Ich bin überzeugt, dass der einzige Mechanismus zur Entscheidung über die Anwendung von Gewalt als letzte Maßnahme nur die UN-Charta sein darf. In diesem Zusammenhang habe ich auch nicht verstanden, was kürzlich der Verteidigungsminister Italiens gesagt hat, oder er hat sich unklar ausgedrückt. Ich habe jedenfalls verstanden, dass die Anwendung von Gewalt nur dann als legitim gilt, wenn sie auf der Grundlage einer Entscheidung der NATO, der EU oder der UNO basiert. Wenn er das tatsächlich meint, dann haben wir verschiedene Standpunkte. Oder ich habe mich verhört. Legitim ist eine Anwendung von Gewalt nur dann zu nennen, wenn ihr ein UNO-Beschluss zu Grunde liegt. Und man darf die UNO nicht durch die NATO oder die EU ersetzen. Und wenn die UNO wirklich die Kräfte der internationalen Gemeinschaft vereint, die tatsächlich auf Ereignisse in einzelnen Staaten reagieren können, wenn wir uns von der Nichtbeachtung internationalen Rechts abkehren, dann kann sich die Situation ändern. Im anderen Fall gerät die Situation nur in eine Sackgasse und es häufen sich die schweren Fehler. Zugleich muss man erreichen, dass das Völkerrecht universalen Charakter erhält, sowohl im Verständnis, wie auch in der Anwendung der Normen. […]
Zum Abschluss möchte ich Folgendes bemerken. Wir hören sehr oft, auch ich persönlich, von unseren Partnern, auch den europäischen, den Aufruf an Russland, eine noch aktivere Rolle in den Angelegenheiten der Welt zu spielen.

In diesem Zusammenhang gestatte ich mir eine kleine Anmerkung. Man muss uns kaum dazu ermuntern oder drängen. Russland ist ein Land mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte und fast immer hatte es das Privileg, eine unabhängige Außenpolitik führen zu können.

Wir werden an dieser Tradition auch heute nichts ändern. Dabei sehen wir sehr genau, wie sich die Welt verändert hat, schätzen realistisch unsere eigenen Möglichkeiten und unser Potenzial ein. Und natürlich möchten wir gerne mit verantwortungsvollen und ebenfalls selbstständigen Partnern zusammenarbeiten am Aufbau einer gerechten und demokratischen Welt, in der Sicherheit und Aufblühen nicht nur für Auserwählte, sondern für alle gewährleistet ist.

Ich danke für die Aufmerksamkeit. 

[Quelle: russland.ru, veröffentlicht bei der AG Friedensforschung, Kassel: "Ich denke, dass für die heutige Welt das monopolare Modell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich ist" – Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der 43. Münchner "Sicherheitskonferenz" in deutscher Übersetzung – (die 43. Münchner Sicherheitskonferenz fand vom 9. bis 11. Februar 2007 statt, Anmerkung von mir)]
siehe auch: 
Ein Hauch von Kaltem Krieg (Sebastian Fischer, SPON, 10.02.2007
- Putin hält sein Land systematisch auf Westkurs (Jens Hartmann, Die Welt, 24.05.2002)


2007 verhandelten die polnische und die amerikanische Regierung die Stationierung von Patriot-Raketen auf polnischem Boden. Bei einer US-Visite im Juli (also fünf Monate nach der Münchner Sicherheitskonferenz) erklärte Polens Präsident Lech Kaczynski, dass die in in seinem Land und Tschechien geplante, amerikanische Raketenbasis bereits »eine beschlossene Sache« sei.
["Eine beschlossene Sache", Tomasz Konicz, Telepolis, 22.07.2007]


Putin lacht über Reporterfrage [0:26]

Veröffentlicht am 10.02.2014
Infotext einer inzwischen gelöschten Version:
"Stop der Sanktionen gegen Russland" https://www.openpetition.de/petition/... [[ "journalist"(=U$RAEL puppet) question: The NATO arguments that the Missile Defense (in Europe) is not against you (Russia) but rather against Iran." Putin's answer: laughs.."You made me laugh. God bless you! At the end of working hours it gives me a good feeling. I drive now cheerful home."

Entfernung Slupsk – Moskau: 1.600 km


Zur Erinnerung:
USA, 1890:
 - Heute vor 122 Jahren – 29. Dezember 1890: Das Massaker am Wounded Knee (Post vom 29.12.2012) 
Hawaii, 1900:
- Heute vor 112 Jahren: Mit dem Hawaiian Organic Act erhält Hawaii eine amerikanische Verwaltung (Post vom 30.04.2012)
Guantánamo 1903:
- Heute vor 109 Jahren: Kuba verpachtet das Gebiet um die Guantánamo Bay (Post vom 23.02.2012)
USA, 1933:
- Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht (Post vom 04.01.2009)  
Iran, 1951-53:
- »Der größte Einzelerfolg der CIA« (Post vom 01.05.2012) 
USA, 50er Jahre:
- Der Fall Wilhelm Reich (Post vom 15.09.2013)
- Vor 55 Jahren: Das Urteil in Brown gegen den Schulbezirk von Topeka (Post vom 17.05.2009)
- Ungleiche Hautfarbe, gleiche Schule? (Post vom 17.05.2014)
Deutschland, 1965-71:
- Wer kennt Paul Dickopf? (Post vom 10.04.2011)
Welt, 70er Jahre:
- Im Dienst der Wirtschaftsmafia - Ein Geheimagent packt aus (Post vom 04.11.2010)
USA, 90er Jahre:
- Heute vor 20 Jahren – 29. April 1992: Rassenunruhen erschüttern Los Angeles (Post vom 29.04.2012)  
USA, Welt, 90er Jahre:
- Bush & Monsanto (Post vom 16.03.2008)
USA, Welt, Irak, 90er Jahre:
 - Das Gebaren einer Großmacht im Niedergang (Post vom 04.02.2008)
USA, Welt, nach dem 11. September 2001:
- SEYMOUR M. HERSH, REPORTER IN WASHINGTON (Post vom 15.03.2008)
- Filmtip 1 (Post vom 06.11.2007)
USA, Irak, nach 2001:
- 720 Millionen pro Tag für Irakkrieg (Post vom 05.11.2007)
- Der vierte Golfkrieg (Post vom 03.09.2006) 
- Ich kann gar nicht so viel essen… (Post vom 25.03.2006)
USA, 2011:
- Ein anderes Amerika (Post vom 11.10.2009)
USA, heute?:
- Ein bißchen Schwachsinn… (Post vom 21.02.2008) 

Militärisch Industrieller Komplex, Teil 1 [1:09]
 
Hochgeladen am 19.09.2008
"My fellow americans ...
In den Gremien der Regierung müssen wir der Ausweitung des unbefugten Einflusses (.) des militärisch industriellen Komplexes vorbeugen! "
President Dwight Eisenhower, 17.Jan.1961

1. In seiner Abschiedsrede vom 17. Januar 1961 warnte US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower ausdrücklich vor den Verflechtungen und Einflüssen des militärisch-industriellen Komplexes in den USA. Eisenhower, der selbst einst Generalstabschef der Armee war, sah wie Mills den militärisch-industriellen Komplex als eine Gefahr für die demokratischen Institutionen und die Demokratie an. Durch die Einwirkung dieses Komplexes auf Arbeitsplätze und Wirtschaftskraft könne die politische Führung veranlasst werden, Konflikte eher militärisch als politisch lösen zu wollen und damit als verlängerter Arm der Lobby der Rüstungsindustrie agieren.


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„Wir in den Institutionen der Regierung müssen uns vor unbefugtem Einfluss -- beabsichtigt oder unbeabsichtigt -- durch den militärisch-industriellen Komplex schützen. Das Potential für die katastrophale Zunahme fehlgeleiteter Kräfte ist vorhanden und wird weiterhin bestehen. Wir dürfen es nie zulassen, dass die Macht dieser Kombination unsere Freiheiten oder unsere demokratischen Prozesse gefährdet. Wir sollten nichts als gegeben hinnehmen. Nur wachsame und informierte Bürger können das angemessene Vernetzen der gigantischen industriellen und militärischen Verteidigungsmaschinerie mit unseren friedlichen Methoden und Zielen erzwingen, so dass Sicherheit und Freiheit zusammen wachsen und gedeihen können.“[1]  
[aus: Militärisch-industrieller KomplexWikipedia, abgerufen am 25.03.2014]
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Georg Schramm (u.a. Kleinkunstpreis von Baden-Württemberg 2008), über den Kaukasuskrieg 2008:
Militärisch Industrieller Komplex, Teil X {2:09}  

Hochgeladen am 19.09.2008
"Dick Cheney's Büchsenspanner-Abteilung"
Georg Schramm -
neues aus der Anstalt Sep.16 2008

Masters Of War - The RoJ LiGht (Bob Dylan) {5:55} –  Text – Übersetzung (beide: Songtexte.com) 

The RoJ LiGht
Am 21.11.2011 veröffentlicht

“It’s not an anti-war song. It’s speaking against what Eisenhower was calling a military industrial complex.”
[Bob Dylan 2001 zu USA Today, zitiert in: “Masters of War”: An Analysis – Comments (Timothy from Latham, Ny, Songfacts)

2. Die Invasion in der Schweinebucht war ein von den USA organisierter militärischer Angriff kubanischer Exilanten auf Kuba. Sie wurde am 17. April 1961 mit verdeckter Unterstützung der CIA von rund 1300 seit 1959 aus Kuba geflohenen Freiwilligen von Guatemala aus durchgeführt und hatte den Sturz der Revolutionsregierung unter Fidel Castro zum Ziel. Die Invasion markierte einen ersten Höhepunkt der gegen die Castro-Regierung gerichteten Aktionen der USA. Nachdem die US-Regierung vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen zunächst jede Beteiligung an der Invasion abgestritten hatte, übernahm Präsident John F. Kennedy vier Tage später die volle Verantwortung.Die gescheiterte Invasion war nicht nur ein militärisches, sondern vor allem ein politisches Debakel für die Vereinigten Staaten. Neben scharfer Kritik im In- und Ausland und verlorenem Vertrauen in die nur 90 Tage alte Regierung unter Kennedy stärkte sie Castro, der die bereits 1959 eingeleitete kommunistische Ausrichtung der kubanischen Revolution nun offen vertrat. Befürchtungen eines zweiten Invasionsversuchs beschleunigten die weitere Annäherung Kubas an die Sowjetunion bis zur Eskalation in der Kubakrise 1962.[1]
[Invasion in der Schweinebucht, Wikipedia, abgerufen am 25.03.2014]



3. Unmittelbare Vorgeschichte der Kubakrise (aus Wikipedia)Von 1959 an stationierten die USA in Italien eine Staffel mit 25 und in der Türkei zwei Staffeln mit je 25 nuklear bestückten Mittelstreckenraketen vom Typ Jupiter, die auf die UdSSR gerichtet waren.Am 26. und 27. Oktober 1960 starteten die USA von der Laughlin Air Force Base in Texas erstmals auch U-2-Aufklärungsflüge über Kuba. Am 5. September 1961 wurden erstmals Aufnahmen von Flugabwehrraketen vom Typ S-75 und von Kampfflugzeugen vom Typ MiG-21 Fishbed gemacht.Im April 1962 wurden die amerikanischen Thor- und Jupiter-Atomraketen in der Türkei einsatzbereit gemacht. Weil sie wegen ihrer ungeschützten Aufstellung leicht angreifbar waren, konnten sie nur zu einem atomaren Erstschlag genutzt werden.Zudem fuhren auf den Meeren US-U-Boote mit Polaris-Atomraketen. Diese Submarine Launched Ballistic Missiles konnten auch unter Wasser abgefeuert werden und waren entsprechend schwer zu treffen. Die Sowjetunion hatte zu dem Zeitpunkt nichts Gleichwertiges entgegenzusetzen.
[Kubakrise, Unmittelbare Vorgeschichte, Wikipedia, abgerufen am 25.03.2014]

4. Liste der Militäroperationen der USA seit dem Ende der Sowjetunion (Alma-Ata-Deklaration, 21. Dezember 1991)
• 1992 Ab 1992 Februar/März Jugoslawien – Die NATO führt, mit Legitimation des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen, unter dem Oberbefehl der Vereinten Nationen mehrere Militäreinsätze zu Gunsten der von Serben in der Hauptstadt Sarajevo belagerten Kroaten und Bosnier in Jugoslawien nach dem Massaker von Srebrenica durch [1].27. August 1992 Irak – Die Vereinigten Staaten errichten im Irak eine Flugverbotszone für irakische Flugzeuge nördlich des Breitengrades von 36°N und südlich von 33°N. Der Luftkrieg wird eingeschränkt bis 2002 wieder aufgenommen, vorgeblich um Saddam Hussein von Luftangriffen auf die irakischen Kurden im Norden und die Schiiten im Süden des Landes abzuhalten und einen erneuten Überfall auf Kuwait zu verhindern.9. Dezember 1992 Somalia – Die Vereinigten Staaten entsenden auf Aufforderung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen und Beschluss des Sicherheitsrats 28.000 Soldaten nach Somalia, um den Bürgerkrieg zu beenden (Rückzug 1994 nach blutig gescheitertem Versuch der Festnahme von General Mohammed Farah Aidid).
• 1993  27. Juni 1993 Irak – Kriegsschiffe unternehmen einen Einsatz gegen den Irak und feuern 23 Marschflugkörper auf Bagdad ab.
• 1994  August/September 1994 Haiti – Amerikanische Truppen setzen auf Druck des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen die Reinstallation des 1991 durch einen Militärputsch gestürzten Präsidenten Jean-Bertrand Aristide durch.
• 1998  20. August 1998 Sudan – Als Vergeltung für die Terroranschläge auf die amerikanischen Botschaften in Kenia und Tansania führen die Vereinigten Staaten einen Luftangriff auf eine angebliche Giftgasfabrik durch, die sich später als die Asch-Schifa-Arzneimittelfabrik herausstellte.
• 1999  März bis Juni 1999 Kosovokrieg – Ohne Mandat der Vereinten Nationen führt die NATO unter dem Kommando der Vereinigten Staaten umfangreiche Bombardements gegen Ziele in Jugoslawien durch, um einen Abzug serbischer Truppen und Polizei aus dem Kosovo zu erzwingen. Nach Abschluss eines Waffenstillstands wird die Provinz Kosovo von NATO-Truppen besetzt und ein Protektorat unter Verwaltung der Vereinten Nationen errichtet.
• 2001  November 2001 Afghanistan – In der Folge der Terrorattacken islamistischer Fundamentalisten in New York und Washington vom 11. September 2001 greifen die Vereinigten Staaten Afghanistan an. Das dortige Taliban-Regime wird zerschlagen und eine Übergangsregierung eingesetzt.
• 2003  20. März 2003 Irak – Eine insgesamt 48 Nationen umfassende Koalition (u. a. das Vereinigte Königreich, Italien, Australien und Spanien) greift im Dritten Golfkrieg den Irak an und beseitigt das Regime von Saddam Hussein. Der Irak wurde übergangsweise als Protektorat verwaltet, im Sommer 2005 wurden Wahlen abgehalten und offiziell die Regierungsgeschäfte an die gewählte Regierung übergeben. Die amerikanischen Truppen verließen das Land 2011.
• 2004  März 2004 Haiti – Nach dem Sturz von Präsident Jean-Bertrand Aristide entsenden die Vereinigten Staaten im Rahmen einer multinationalen Übergangstruppe des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen Truppen nach Haiti.
• 2011  Frühjahr 2011 – Militärische Luftschläge sowie Marineeinsätze mit Marschflugkörpern gegen Libyen um eine Flugverbotszone durchzusetzen und Militärschläge des Machthabers Muammar al-Gaddafi gegen Zivilisten und Aufständische im Land zu verhindern. 
[Liste der Militäroperationen der USA, Nach dem Briand-Kellogg-Pakt 1928, Wikipedia, abgerufen am 25.03.2014]


Hier ein Interview mit Thomas Roth mit Wlamimir Putin aus dem Jahr 2008 über die drohende Isolation Rußlands nach den kriegerischen Auseinandersetzungen in Georgien. In diesem Interview wirft Putin Deutschland vor, die Interessen der USA zu bedienen. 
Interview; Russland: mit Putin: unzensiert von Thomas Roth, Georgien - USA - EU 2008 ARD [37.21] [37:21]

Badx Madurski
Am 18.03.2013 veröffentlicht
Zuerst die Erläutrungen von russland.tv
dann das unzensierte Interview
Knapp 9 Minuten räumt die ARD der Frage ein: „Neuer Kalter Krieg?".
Ein Tag später kam die Überraschung: das Interview lief auch im russischen Fernsehen. Dort dauerte es zur Überraschung der Zuschauer aber nicht knappe 9 Minuten sondern fast eine halbe Stunde.
ARD kürzt Putin-Interview - Zensur durch Weglassen
http://www.russland.ru/schlagzeilen/m...
ARD zensiert Putin-Interview
http://www.zeitenschrift.com/news/sn_...
Zum manipulativen Umgang mit dem Putin-Interview:
Es wurde von der ARD um wichtige Passagen gekürzt, von 27 Minuten auf 9.
Die ungekürzte Langfassung des Interviews wurde von der ARD nicht ins Netz gestellt.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=3428
Die erste Freiheit der Presse besteht darin, kein Gewerbe zu sein. Diesen Satz von Karl Marx sollte sich auch und vor allem die ARD als öffentlich-rechtliches Medium hinter die Ohren schreiben.
Damit wollte die ARD verhindern, dass man hierzulande solche Sätze des russischen Ministerpräsidenten liest:
„... Der französische Aussenminister war in Nordossetien und hat sich mit Flüchtlingen getroffen. Die Augenzeugen berichten, dass die georgischen Streitkräfte mit Panzern Frauen und Kinder überfahren haben, die Leute in die Häuser getrieben und lebendig verbrannt haben. Georgische Soldaten haben, als sie nach Zchinwali kamen, - so im vorbeigehen -- Granaten in die Keller und Bunker geworfen, wo Frauen und Kinder sich versteckt hatten. Wie kann man so etwas anders nennen, als Genozid? ... "
Langfassung des Interviews mit Wladimir Putin
"Natürlich haben wir im Rahmen des Völkerrechts gehandelt"
ARD-Korrespondent Thomas Roth führte am 29.08.2008 ein Interview mit dem russischen Ministerpräsidenten Wladimir Putin über die Eskalation im Kaukasus-Konflikt. Das Gespräch wurde am gleichen Abend in einer circa zehnmütigen Fassung als ARD-Sondersendung im Ersten ausgestrahlt. Wie von vielen Zuschauern gewünscht, dokumentiert tagesschau.de an dieser Stelle das komplette Interview. Thomas Roth hat an anderer Stelle bereits die Entstehungsgeschichte des Interviews erläutert.
Im Wortlaut:
http://www.tagesschau.de/ausland/puti...
Lange war das Video Zensiert.
geschrieben am 31. August 2008 von Spiegelfechter
Wo fängt Zensur an? Wenn Informationen nach dem Willen eines Zensors manipuliert oder unterdrückt werden, so ist dies zweifelsohne ein Fall von Zensur. Wenn Informationen zusammengekürzt werden, um in ein sende- oder drucktaugliches Format gebracht zu werden, ist die Grenze zwischen journalistischer Verantwortung und gewollter Meinungsmanipulation oft fließend. Welche Passagen sollen beispielsweise aus einem einstündigen Interview gekürzt werden, für dessen Sendeplatz nur 10 Minuten zur Verfügung stehen? Vor diesem Problem stand die ARD am letzten Freitag.
- Warum wurde das Interview in voller Länge nicht ins Internet gestellt?
- Warum wurde das Interview in voller Länge nicht auf einem Spartensender gezeigt?
- Warum findet sich nirgends ein von der ARD autorisiertes Script mit dem Interview in voller Länge?
- Warum erweckte man sowohl im Fernsehen, als auch im Internet, den Eindruck, das gekürzte Interview sei nicht gekürzt, sondern vollständig?
- Ist es einem Inhalt angemessen, der sich bei den Zuschauern und Lesern eines überaus großen Interesses erfreut, um 6.20 auf einem Regionalsender gezeigt zu werden?
http://www.spiegelfechter.com/wordpre...


Als Barack Obama 2009 US-amerikanischer Präsident wurde, wurde zwischen den USA und Polen über die Stationierung der Raketen weiterverhandelt. Präsident Putin, den man zu beruhigen versucht hatte, indem man erklärte, die Raketen seien gegen den Irak gerichtet, wurde hingehalten, und die Arbeiten an an der Raketenbasis in der Nähe von Slupsk gingen weiter. 
[Polen und Obamas kleine und große Raketen, Telepolis-Artikel vom 21.06.2009]


Putin lacht über Reporterfrage [0:26]

Veröffentlicht am 10.02.2014



Am 17. September 2009 kündigte US-Präsident Barack Obama an, vorläufig auf die Stützpunkte in Polen und Tschechien zu verzichten.[14]  […] Wladimir Putin lobte den Verzicht des US-Präsidenten auf das bisherige US-Raketenabwehrprojekt in Mitteleuropa als „mutigen Schritt“, forderte aber weitergehende Schritte wie zum Beispiel die Aufhebung der Handelsschranken zwischen Russland und den USA. 
[National Missile Defense, Überarbeitung der NMD-Strategie durch die Regierung ObamaWikipedia, abgerufen am 25.03.2014]
Neu: Peter Scholl Latour macht wieder EU-Politiker fertig - Die Krim ist russisch {7:26}

Meinungsvielfalt2013
Am 21.03.2014 veröffentlicht

Peter Scholl-Latour mit Alfred Schier im Dialog Spezial am 08.03.2014 [57:51]

phoenix
Am 10.03.2014 veröffentlicht
Durch seine Augen sah Deutschland die Welt. Sechs Jahrzehnte lang berichtete Peter Scholl-Latour immer wieder aus Krisengebieten rund um den Globus. Er gilt als Nahost-Experte, Afrika-Kenner, erfolgreicher Sachbuchautor und scharfsinniger Analyst globaler Konfliktherde.
Im Dialog ist Alfred Schier zu Gast in der Berliner Wohnung von Peter Scholl-Latour. Gemeinsam mit dem Publizisten spricht er über ein Leben, das von der rastlosen Reise durch die Welt und die Berichterstattung darüber bestimmt war. Zudem werfen sie einen Blick auf die aktuellen politischen Konfliktherde in der Ukraine und in Syrien.

- Nationaler Mythos – Darum hängen die Russen an der ukrainischen Krim (Die Welt, 27.02.2014)
- Krim-Übertragung – War der Dnjepr-Kanal der Grund? (Die Welt, 12.03.2014)
Zur jüngeren Geschichte der Krim siehe den Wikipedia-Artikel

Peter Scholl-Latour: Russland im Zangengriff – Putins Imperium zwischen Nato, China und Islam {40:18}

Peter Scholl-Latour
Am 23.12.2012 veröffentlicht
Eine aus dem Jahre 2006 stammende Doku von PSL über Russland uns sein Verhältnis zum Ausland.

Gregor Gysi zur Krim-Krise (Rede vor dem Deutschen Bundestag vom 13.03.2014 als Antwort auf die Regierungserklärung von Angela Merkel):
Gysi zur Lage der Krim Ukraine Putin Krise - 13.03.2014        {23:46}

naskal lamur
Am 05.11.2014 veröffentlicht

Ausschnitt aus der Rede von Gregor Gysi beim Politischen Aschermittwoch der LINKEN am 5. März 2014 (ziemlich klein, dafür aber nur 3:20 Min.)

Gregor Gysi erklärt die Situation in der Ukraine in 3 Minuten {3:21}

Verbraucherschutz Verband
Am 12.05.2014 veröffentlicht 
alter Info-Text: Veröffentlicht am 06.03.2014 
Deutscher Oppositionsführer Gregor Gysi erklärt die Situation in der Ukraine in 3 Minuten.
 
Putin wandte sich direkt an das Deutsche Volk (nicht Regierung) wegen der Krim  {1:50]

VLADIMIR BUCHENKOV
Veröffentlicht am 18.03.2014
Russlands Präsident Wladimir Putin wandte sich am 18 März 2014 in seiner Rede direkt an das Deutsche Volk, in der er ausdrücklich das Deutsche Volk darum bat, die Strebung des russsichen Volkes nach nationaler Einheit auf der Krim zu unterstützen, wie es die Russen den Deutschen gegenüber im Falle der Deutschen Wiedervereinigung auch taten.
777

Das große Fressen (Lutz Herden, der Freitag, 14.04.2014) 
Kalter Krieg Russland verhält sich in der Ukraine-Krim-Krise so, wie es vom Westen jahrzehntelang behandelt wurde – als gegnerische Großmacht.
Ohne Exit-Strategie
Krim-Krise Wer glaubt, internationale Konflikte brauchten Ausstiegsszenarien, sieht sich eines Besseren belehrt. Der Westen will Russland bestrafen und nicht deeskalieren. (der Freitag, 19.03.2014)

- Der Westen & Russland – zum Diskurs (Das Blättchen, wiedergegeben in Linksnet, 08.08.2014) 
„Russland ist derzeit kein Partner“, ließ Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen via Interview mit einem Hamburger Nachrichtenmagazin wissen. Implizit teilte sie also zugleich mit, zuvor sei es einer gewesen. Zu bezweifeln, dass sie tatsächlich meinte, was sie sagte, besteht kein Anlass. Andererseits war der Ministerin vielleicht nicht bewusst, dass seit Ende des Kalten Krieges für Russland dabei allenfalls von einer nachgeordneten Juniorpartnerschaft nach praktisch ausschließlich westlichem Gusto die Rede sein konnte – siehe dazu den historischen Überblick von Ottfried Nassauer im ersten Teil dieses Beitrages – und dass Moskau nun von genau dieser Art Partnerschaft die Nase offenbar voll hat.

Hart aber fair - Eiszeit im Frühling - müssen wir Angst vor Russland haben? [1:17:00]

Veröffentlicht am 17.03.2014
Sendung vom 17.03.2014

http://www.wdr.de/tv/hartaberfair/

Putin nimmt sich die Krim - und Europa wirkt wie gelähmt. Jetzt sollen Sanktionen seine Soldaten stoppen. Schaden wir damit wirklich Russland oder nur unserem Wohlstand? Und wird so aus der Krise am Ende ein Krieg?

“Hart aber unfair” – Plasbergs Propagandashow (der Freitag, 19.03.2014)
Kalter Medienkrieg Montag Abend talkte Frank Plasberg über die Krim, Ukraine und Russland. Ein einziger Gast durfte die russische Sicht erklären und wurde alles andere als fair behandelt. […] Besonders perfide waren Kameraeinstellungen, die regelmäßig einen maskierten russischen "Heckenschützen" in Rodionovs Rücken platzierten.
[Bild aus dem Freitag-Artikel]
Als ob das nicht genügte, wurden mehrere vorproduzierte Filmbeiträge eingespielt, die teils erbärmlichster, propagandistischer Natur waren. Im ersten Beitrag wurden Demonstranten präsentiert, die die Staatsanwaltschaft in Donezk stürmen und die russische Fahne hissen. Kommentar zu den Bildern: "Die Demonstranten setzen ein klares Zeichen pro Russland. Doch ihre Herkunft ist nicht geklärt. Sind es wirklich Bürger aus Donezk oder aus Russland geschickte Aktivisten?" Lupenreine Propaganda nennt man sowas. Ohne jede Fakten, Indizien oder echte Beweise wird etwas suggeriert - dass es sich nicht um Donezker Bürger handelt - um einen missliebigen Vorgang zu denunzieren. In einem weiteren Beitrag wird ein Ausschnitt aus dem russischen Fernsehen präsentiert, in dem Dimitri Kisseljow die GEGENSCHLAGSFÄHIGKEIT der russischen Streitkräfte für den Fall eines atomaren Erstschlags der USA gegen Russland erläutert. Es wird in der Sendung nur ein sehr kurzer Ausschnitt gezeigt, aus dem nicht wirklich deutlich hervorgeht, dass es sich um die GEGENSCHLAGSFÄHIGKEIT handelt, statt dessen wird suggeriert, Kisseljow wolle russische Großmacht demonstrieren, indem er die Pulverisierung der USA grafisch in den Raum malt. Der Ausschnitt findet sich nicht in der ARD-Mediathek, aber auf youtube und wurde auch dort in einer Version - von einer jüdischen News-Seite - propagandistisch gegen Russland verdreht:

Hier ist das erwähnte Video:
Russia Nuke Threat: Putin propaganda chief threatens US with nuclear strike over Ukraine crisis [0:54]

Veröffentlicht am 17.03.2014
The Kremlin's media czar on Russian state TV host has threatened the United States with a nuclear strike in his news broadcast which was aired at the same time as polls closed in the Crimean referendum about secession from Ukraine. The remarks by Dmitry Kiselyov on Russia's main state broadcaster came as the United States said it would not recognise the referendum result and threatened further sanctions. Kiselyov is known for elaborate, acid diatribes against the West. His weekly news programme is watched for clues to Kremlin policy and signs of how the government wants Russians to perceive events. Kiselyov is widely regarded as a loyalist of Russian President Vladimir Putin, who in February appointed him to take over Russia Today news agency, a media organisation intended to polish Russia's image.

Laut NDR und Wikipedia ist Ivan Rodionov Chefredakteur der staatlich finanzierten russischen Videonachrichtenagentur Ruptly in Berlin. 
Zitat aus dem Wikipedia-Artikel: 
Für Kritiker ist Ruptly dagegen ein weiterer Bestandteil der "soften" Propagandamaschine des Kreml. Denn durch ihre Berichte aus Berlin und über die Bundesrepublik beeinflusst Ruptly auch das Bild von Deutschland in aller Welt.

Siehe meinen zweiten Artikel über den Krim-Konflikt:
Über unterschiedliche Meßlatten und die Verwendung von Sprache (21.03.2014)
Nochmals aus Wikipedia zitiert:

=====================

Propaganda bezeichnet einen absichtlichen und systematischen Versuch, Sichtweisen zu formen, Erkenntnisse zu manipulieren und Verhalten zum Zwecke der Erzeugung einer vom Propagandisten erwünschten Reaktion zu steuern.[1] Der Begriff „Propaganda“ wird vor allem in politischen Zusammenhängen benutzt; in wirtschaftlichen spricht man eher von „Werbung“, in religiösen von „Missionierung“.Nicht jedes politisch werbende Handeln ist Propaganda; z. B. werden Sichtweisen auch unbeabsichtigt durch erfahrene Wohltaten oder beobachtete Verdienste geformt. Propaganda im eigentlichen Sinne ist demgegenüber eine eigens zur Beeinflussung, Manipulation und Herrschaftssicherung eingesetzte Werbetechnik.Entscheidend ist dabei die geschickte Auswahl und gegebenenfalls die Manipulation der Nachricht und nicht ihr Wahrheitscharakter. Durch die Monopolisierung der Propaganda in diktatorischen Regimen, insbesondere des Nationalsozialismus und Stalinismus, erhielt der Terminus einen stark pejorativen Charakter. Als Folge verwendet z. B. keine der demokratischen Parteien der Bundesrepublik Deutschland für ihre Werbemaßnahmen heute noch die Bezeichnung Propaganda.[2] Dennoch ist die gezielt einseitige Darstellung von Informationen eine gängige Praxis, auch in Demokratien. Auf Grund seiner negativen Konnotation ist der Begriff Propaganda weitgehend dem der Öffentlichkeitsarbeit (oder dem englischen Public Relations) gewichen.[3] [Propaganda, Wikipedia]
=====================

Hat jemand in Deutschland schon einmal bezüglich irgendeiner westlichen Institution irgendwo den Begriff der Propaganda gehört oder gelesen? Man sehe sich den oben schon einmal verlinkten Artikel auf der Internet-Präsenz der Münchner Sicherheitskonferenz an:
Ein Hauch von Kaltem Krieg : läßt sich der Tenor dieses Artikels noch mit dem Begriff »Öffentlichkeitsarbeit« zutreffend beschreiben?
Das Intro des Artikels lautet übrigens:
Putins Brandrede verschreckt die Münchner Sicherheitskonferenz 2007 und warnt die USA und NATO. 

Der verlinkte Wikipedia-Artikel führt zwei Definitionen des Begriffs »Brandrede« auf. Welche davon ist wohl in dem Artikel der Münchner Sicherheitskonferenz gemeint? Welcher Redner, der sich von dem Organisator einer Veranstaltung in einem Artikel so dargestellt sieht, wird sich wohl von diesem noch einmal zu einem Auftritt bewegen lassen?

Sicherheitskonferenz in München: Putin schockt die Europäer (SPIEGEL vom 10.02.2007)
Zitat Aus dem SPIEGEL-Artikel:
Die Nato-Osterweiterung kritisierte Russlands Präsident massiv, weil deren militärische Infrastruktur "bis an unsere Grenzen" heranreiche. Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer reagierte sichtlich verärgert: Was Putin gesagt habe passe nicht zur viel beschworenen "Partnerschaft zwischen Russland und der Nato". […] Wie könne man sich denn sorgen, "wenn Demokratie und Rechtsstaat näher an die Grenzen rücken", fragte er mit Blick auf Putins Äußerung gegen die Nato-Osterweiterung. (Hervorhebung von mir)

Angesichts des letzten Satzes frage ich mich: Glaubt Hoop Scheffer wirklich, was er sagt?
Sind wir im Westen wirklich dermaßen naiv und unsensibel? Ist es wirklich so schwer, sich auf die Sicherheitsinteressen Russlands einzugehen oder sie zumindest nachzuvollziehen? Sind wir im Westen dermaßen von uns selbst eingenommen, so von unserer Herrlichkeit überzeugt, daß wir glauben, über alle möglichen Bedürfnisse Andersdenkender hinweggehen zu dürfen? Das ist für mich koloniales Denken!

Artikel in den Medien mit Hoop Scheffers Satz:
- Putin auf der Sicherheitskonferenz – Wir können auch anders (GEGENSTANDPUNKT 1-07)
Zitat: Putin kennt schon die dummdreiste Technik, die die russischen Einwände gegen das Vorrücken der NATO damit für gegenstandslos erklärt, dass es der NATO doch immer bloß um Demokratie, ums Wählen und Meinen und all diese schönen Dinge geht. Sie ist ihm ja auf der Konferenz auch sofort wieder mehrfach entgegengehalten worden.

- Reaktionen auf Putins “undiplomatische” Rede (Russland Online, 12.02.2007)
NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer hat sich "enttäuscht" über die Äußerungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der Münchner Sicherheitskonferenz gezeigt. Es gebe für beide Seiten einen "Mehrwert" aus der NATO-Partnerschaft mit Russland, sagte De Hoop Scheffer am Samstag in seiner Rede vor Konferenzteilnehmern aus mehr als 40 Ländern. Die Äußerungen Putins seien "nicht nützlich" gewesen.  

- Fokus Osteuropa – Zurück zum Kalten Krieg mit Moskau? (Deutsche Welle, 15.02.2007)
Harsche Kritik an den USA übte der russische Präsident Wladimir Putin auf der Münchener Sicherheitskonferenz. Die europäischen Nachbarn, insbesondere die neuen EU-Mitglieder, sind besorgt.  

- Münchner Sicherheitskonferenz – Russland attackiert USA und NATO (RP Online, 10.02.2007)
München (RPO). Mit scharfen Angriffen auf die USA hat der russische Präsident Wladimir Putin die Teilnehmer der Münchner Sicherheitskonferenz überrascht - und ihr militärisches Abenteurertum, ausufernde kriegerische Gewalt und Missachtung des Völkerrechts vorgeworfen. Auch die NATO kritisierte Putin in ungewöhnlich scharfer Form.  

- Putin greift USA an „Niemand fühlt sich mehr sicher“ (T-Online, 10.02.2007) 
Russlands Präsident Vladimir Putin hat die USA in seiner Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz scharf angegriffen und ihnen den ungezügelten Gebrauch von Gewalt vorgeworfen. Meist ohne die USA direkt zu nennen, hielt er ihnen vor, sie hätten sich zum einzigen Souverän aufgeschwungen. Das täte dem Land und der Welt nicht gut, sagte Putin. Politische Lösungen würden so unmöglich gemacht. Gleichzeitig kritisierte Putin die Osterweiterung der NATO.

- Putin schockt die Europäer (dvbcube, 10.02.2007)
US-Weltherrschaft, überlegene russische Waffen - mit seiner aggressiven Rhetorik schreckte Putin seine Zuhörer in München. Die fragten sich anschließend: Warum macht Russlands Präsident das? Aus Sorge um den Weltfrieden? Aus Frust über den eigenen Bedeutungsverlust? 

- Sicherheitskonferenz in München: Putin verurteilt US-amerikanische Politik scharf (News.at, 11.02.2007)
Mit scharfen Angriffen auf die USA hat der russische Präsident Wladimir Putin die Teilnehmer der Münchner Sicherheitskonferenz überrascht. Militärisches Abenteurertum, ausufernde kriegerische Gewalt und Missachtung des Völkerrechts hätten die Welt gefährlicher gemacht: "Niemand fühlt sich sicher", sagte Putin vor führenden Politikern aus 40 Staaten. "Es gibt nicht weniger, sondern viel mehr Kriege seit dem Ende des Kalten Krieges." Diese Politik heize das Wettrüsten an und lasse einiger Länder nach Atomwaffen streben. Die USA zeigten sich "enttäuscht" über die Vorwürfe des Präsidenten. 

- Putin attackiert USA (Blick.ch, 11.02.2007)
MÜNCHEN (D) – Kriegstreiberei und Missachtung des Völkerrechts: Mit Verbal-Attacken gegen die USA schreckte Wladimir Putin die Teilnehmer der Münchner Sicherheitskonferenz. «Niemand fühlt sich sicher», sagte Putin gestern Samstag vor führenden Politikern aus 40 Staaten. Diese Politik heize das Wettrüsten an und lasse einiger Länder nach Atomwaffen streben. 

- US-Regierung sucht nach Beweisen gegen Iran (Telepolis, 11.02.2007)
Für wachsende Instabilität sorgt nicht nur der Iran-Konflikt und der Irak-Krieg, sondern auch das Wettrüsten der Großmächte USA, China und Russland 
Der vom Weißen Haus ausgerufene Globale Krieg gegen den Terrorismus soll angeblich die Welt sicherer gemacht haben. Wie immer man das beurteilen mag, so haben sich in den letzten Jahren die Konflikte vervielfältigt und intensiviert – insbesondere in und mit den arabischen Ländern. Dazu kommen wachsende (geopolitische) Spannungen zwischen den USA und China sowie Russland, in die auch die uneinheitlich agierenden EU-Mitgliedsstaaten in vielerlei Form und Ausprägung verwickelt sind. So wird neben dem Nahen Osten und den rohstoffreichen asiatischen Staaten nun auch Afrika zum Spielball strategischer und wirtschaftlicher Interessen. Dadurch hat sich erneut ein Wettrüsten bei den großen Mächten eingestellt, aber auch regionale Mächte wie Iran oder Saudi-Arabien, Venezuela oder Nordkorea spielen hier mit. Das alles macht die Welt nicht sicherer.

- Putins Geisterstunde im "Bayerischen Hof" (Oberpfalznetz.de, 12.02.2007)
Offene Diskussion und klare Worte bei der Sicherheitskonferenz auch gegenüber iranischen Teilnehmern 
München. Es war eine Demonstration russischer Macht. Mit 150 Begleitern und 50 Autos, darunter eine gepanzerte Limousine der russischen Marke Zil, war Kremlchef Wladimir Putin nach München gekommen. Diese Staatskarosse war dann auch Teil des schwer gesicherten Konvois, mit dem er am Samstag kurz nach 9 Uhr vor dem Tagungshotel "Bayerischer Hof" vorfuhr. 

- Russland und die NATO: Grenzen der Gemeinsamkeit (Bundeszentrale für politische Bildung, Aus Politik und Zeitgeschehen, 01.04.2009)
Die Kaukasus-Krise im vergangenen Jahr war der Lackmus-Test. Unter anderem leuchtete sie die Grenzen der Einflussmöglichkeiten auf Russland aus und belegte die russische Bereitschaft, die transatlantische Allianz zu verprellen. Es hatte sich zu dem Zeitpunkt, als der Fünftagekrieg begann, schon vieles zwischen Russland und der NATO angestaut, was die Beziehungen arg strapazierte: die NATO-Osterweiterung, die Balkan-Kriege, die Unabhängigkeit des Kosovo und zuletzt die Beitrittsavancen der NATO an die Ukraine und Georgien. Doch hatten die beiden - wie ein alterndes Ehepaar, dass sich weitgehend auseinandergelebt hat - bis dahin gute Miene bewahrt. Nun aber schienen die Dämme gebrochen: Russland aus der G8 ausschließen, russische Studenten aus westlichen Universitäten exmatrikulieren, Bankkonten russischer Inhaber sperren, Kooperationsverträge kündigen, die Olympischen Spiele 2014 in Sotschi absagen und den Eurovision Song Contest in Moskau boykottieren - so lauteten nur einige Vergeltungsvorschläge des Westens. 

- Putin ist ein Störefried (Schweizer Demokrat, 03.03.2007, PDF-Dokument, S. 4)
Da hat dieser Mann doch die Kühnheit, der einzig verbliebenen Weltmacht den Spiegel vorzuhalten. Sie daran zu erinnern, dass sie alle ihre Versprechungen und Beteuerungen seit 1990 durch ihr tatsächliches Verhalten Lügen gestraft hat. Und dann verweist er sogar auf die «ungezügelte Militäranwendung» (sprich: offene Kriege und verdeckte Gewaltanwendung durch die Geheimdienste) zur Durchsetzung der globalisierten Wirtschaftsdominanz. 
Putin spricht deutsch und Klartext [1:34]

Veröffentlicht am 20.04.2014
Die Propaganda wirkt:
2014 in Deutschland wird "Putinversteher" als Schimpfwort benutzt!

zum Zergehenlassen auf den Gyri des Frontallappens:
»Ich muß so sein, wie mein Volk von mir erwartet.«

- "Im Gegensatz zu Russland lehnt die EU politische Interventionen in Nachbarstaaten ab" (Telepolis-Interview, 06.08.2014)
Gernot Erler (SPD) über die Sanktionspolitik gegen Russland Die Luft schwirrt vor Gerüchten, deren Wahrheitsgehalt kaum noch zu bewerten ist. In der Vergangenheit durchaus verlässliche Quellen, halten heute vielfach einer einfachen Plausibilitätsprüfung nicht mehr stand. Vor diesem Hintergrund hatte Telepolis die Gelegenheit zu einem Interview mit dem Freiburger Bundestagsabgeordneten Gernot Erler (SPD), dem Koordinator für die zwischengesellschaftliche Zusammenarbeit mit Russland, Zentralasien und den Ländern der Östlichen Partnerschaft und Mitglied des Auswärtigen Ausschusses.
Bemerkung von mir: Der vorletzte Satz des Interviews, der auch als Überschrift verwendet wurde, muß die Frage aufwerfen, ob Erler die fünf Milliarden Dollar, die die USA in die politische Umwälzung der Ukraine steckten, gutheißt und was EU-Politiker auf dem Maidan zu suchen hatten.

==============
 zur Münchener Sicherheitskonferenz 2014:
- Münchner Sicherheitskonferenz – Lawrow wirft EU Doppelzüngigkeit vor (n-tv, 01.02.2014)
Sie betonen immer wieder, dass sie besser zusammenarbeiten wollen. Und es liegt immer immer an der anderen Seite, wenn das nicht funktioniert. Russland, die Nato und die EU liegen in wichtigen Fragen der Sicherheitspolitik weiterhin über Kreuz. Bei der Sicherheitskonferenz in München wird das einmal mehr sehr deutlich.

Pressestimmen:

- Kein Grund zur Beruhigung (Jochen Bittner, ZEIT, 09.02.2007)
Russlands Präsident Wladimir Putin greift auf der Münchner Sicherheitskonferenz Amerika scharf an. Das Modell einer "monopolaren Welt" sei nicht akzeptabel, sagt er. 
Seit dem 9. Februar 2007 ist es vorbei mit Russlands Langmut. Ab sofort, machte Präsident Wladimir Putin an diesem Morgen in München klar, duldet Moskau Amerika nicht mehr als einzige Weltmacht. "Eine monopolare Welt, das heißt: ein Machtzentrum, ein Kraftzentrum, ein Entscheidungszentrum. Dieses Modell ist für die Welt unannehmbar. Es ist vernichtend, am Ende auch für den Hegemon selbst." So sprach, sichtlich erregt, Russlands Präsident Putin am Rednerpult der Müncher Sicherheitskonferenz. Was er im Hotel Bayerischer Hof dem Publikum vortrug, war nicht weniger als der Versuch, die alte Weltordnung wiederzubeleben, eine Ordnung, in der die Supermacht Amerika eingehegt werde durch ein staatliches Gegengewicht, durch völkerrechte Schranken und strategische Rücksichtspflichten.
- Noch ein Nachtrag zur Ukraine (NachDenkSeiten, 24.02.2014)
Dieser Nachtrag betrifft dreierlei: 1. Es ist in den deutschen Medien Mode geworden, in Kategorien einer neuen Konfrontation zwischen Ost und West zu denken. Es gibt Ausnahmen. Eine davon war ein Kommentar in der großen Regionalzeitung „Die Rheinpfalz“ vom 20. Februar. 2. Auch in vielen Nachbetrachtungen zu den Ereignissen in der Ukraine wird so getan, als seien alle Demonstranten auf dem Maidan als Demokraten vom Himmel gefallen. Das ist nicht so. Wir stellen ein Dokument mit den Informationen zu den Zahlungen der US-amerikanischen Organisation NED an rund 60 verschiedene Empfänger in der Ukraine vor. 3. Lateinamerika hat eine lange Erfahrung mit dieser Mischung aus respektabler Hilfe zur Demokratie und Subversion durch die USA.
- Notwendig ist die Umstellung von der seit 1989 neu geschaffenen Konfrontation hin zur europäischen Friedensordnung, (NachDenkSeiten, 03.03.2014)
Das “heute journal” vom 3. März sendete ein Interview mit Egon Bahr. Auf die Frage danach, ob es Krieg geben werde, beruhigte Bahr die Gemüter mit dem Hinweis, wir bräuchten das Gas der Russen und die Russen wollten unser Geld. – Bei aller Hochachtung für Egon Bahr: er verkennt die Eigendynamik der ideologischen Wiederaufrüstung und die Rolle des Propagandakrieges, er missachtet die Gefährlichkeit der stattgefundenen und stattfindenden Destabilisierung, also der ideologischen und mit Waffen und Geld betriebenen Wühlarbeit. Zum Beispiel: Wenn die rechtsradikalen Kräfte in der West-Ukraine und in Kiew ihre Kommandos in den Osten schicken und unter russischstämmigen Einwohnern ein Blutbad anrichten, dann könnte die von Egon Bahr beschworene „Interessengemeinschaft“ sehr schnell auseinanderbrechen. Auch die Eigendynamik des Wiederaufbaus des Feindbildes von den bösen Russen im Osten und den Guten im Westen kann im Westen die Bereitschaft zum Zündeln maßlos erhöhen.
- Weh dem, der lügt (NachDenkSeiten, 06.03.2014)
John Kerry und sein State Departement holen zum großen PR-Schlag aus. In einer Zehn-Punkte-Liste bezichtigen sie den russischen Präsidenten der Lüge. Das Problem: Kerry und sein Ministerium lügen selbst, dass sich die Balken biegen. Während Putin auf der Krim Fakten schafft, versucht die PR-Abteilung der US-Regierung in den Köpfen der Menschen Fakten zu zementieren, die keine sind.
- Kriegsgefahr? Jedenfalls haben wir den Aufbau der neuen Konfrontation West-Ost verschlafen. Friedensbewegung – wo bist Du geblieben? (NachDenkSeiten, 12.03.2014)
Seit meinem Beitrag vom 4. März über die Notwendigkeit, von der Konfrontation zur europäischen Friedensordnung zu kommen, habe ich die öffentliche Debatte beobachtet und mit vielen Menschen, die mir nahe stehen, gesprochen. Darunter gibt es erstaunlich viele, die meine und anderer Menschen Sorgen und Ängste nicht nachvollziehen können. Sie sind an Militäreinsätze gewöhnt, sie haben zum Beispiel den Aufbau des Raketenschilds der USA in Polen als nicht besonders aufregend akzeptiert, und regen sich deshalb auch nicht über die Verlegung einer Flugzeugstaffel der USA nach Polen auf. So wie die meisten von uns das Heranrücken der NATO an die Grenzen Russlands mit einem müden Lächeln quittierten. Und auch die systematische Pflege eines neuen Feindbilds „Die Russen“, festgemacht an der Person Putin, hat die Reste der Friedensbewegung, so es solche gibt, nicht auf den Plan gerufen. Die Kriegsgefahr und die existenzbedrohenden Seiten eines Krieges, sieht die Mehrheit wohl nicht.
- Noch ein Nachtrag: Es geht um Krieg und Frieden und um die nicht enden wollende Kette von Manipulationen (NachDenkSeiten, 15.03.2014)
Wir geben in Anlage 1 einen Essay von Peter Vonnahme, ehemals Richter am Bayer. Verwaltungsgerichtshof, zum Thema: „Ukraine – ein Musterfall von double standards und Totalausfall staatsmännischer Kunst“ wieder. Der Autor skizziert die selbstgerechte Heuchelei des Westens, die Völkerrechtsbrüche und die inakzeptable „Grenzüberschreitung“ durch den Westen – durch die USA und in ihrem Gefolge durch EU und Nato. – Sehr lesenswert. – Dann weisen wir in Anlage 2 beispielhaft auf den Fall einer konkreter Manipulation durch das Heute Journal des ZDF hin, in Anlage 3 auf die Einseitigkeit des Deutschlandfunks und in Anlage 4 auf den Einsatz der GfK aus Nürnberg in der Ukraine. – Wir bitten um Entschuldigung dafür, dass wir das Thema „Ukraine“ so intensiv bearbeiten. Aber leider gilt hier der Satz von Willy Brandt: „Der Frieden ist nicht alles, aber alles ist ohne den Frieden nichts.“
- Die neue Konfrontation West-Ost. Wie geht es vermutlich weiter? Gedanken zur Ukraine, zu Putins Rede vom Dienstag, zu unseren Medien, etc. (Teil I) (NachDenkSeiten, 20.03.2014)
Bis hierher und nicht weiter – das ist der Grundtenor der Rede des russischen Präsidenten vom 18. März. Putin erläutert und begründet, warum sich Russland betrogen fühlt. Bei uns im Westen reagiert man mit Sanktionen und wie schon zuvor mit scharfmacherischen Redensarten. Ausnahmen gibt es auch. Aber die Kräfteverhältnisse haben sich in Richtung Konfrontation verschoben, einschließlich der Wiederbelebung des Konzepts der Abschreckung statt der Zusammenarbeit in einem gemeinsamen Europa und der dafür notwendigen Vertrauensbildung und Abrüstung. Katalysator und Träger der neuen Konfrontation sind herausragende Personen von untereinander vernetzten Leitmedien und eine Fülle von Instituten, Vereinigungen, Stiftungen und PR Agenturen.

Nachdem Ivan Rodionov bei »Hart aber Fair« für viele recht eindrucksvoll rüberkam, wurde versucht, ihn als Putins Sprachrohr in die Propaganda-Ecke zu drängen. (Die Quelle kann ich nicht mehr finden.) Die NachDenkSeiten (Teil II zur Putin-Rede) machen eine Gegenrechnung auf.

Die US-nah organisierte Gleichschaltung wichtiger Leitmedien (Teil II zur Putin- Rede, Ukraine, etc.) (NachDenkSeiten, 21.03.2014)

Der Medienwissenschaftler Uwe Krüger hat 2013 das Ergebnis seiner wissenschaftlichen Arbeit über die Zusammenhänge von Größen des deutschen Journalismus mit außen- und sicherheitspolitisch aktiven Eliten veröffentlicht. Der Titel seines Buches: „Meinungsmacht“[*]. Seine Beobachtungen sind wichtig, um die Grundlinien wichtiger Medienschaffenden in der wieder auflebenden Auseinandersetzung zwischen West und Ost und damit das überwiegende Medienecho beim Konflikt um die Ukraine besser zu verstehen und vor allem auch die Orientierung an transatlantischem und US-amerikanischen Denken einordnen zu können.

Um es kurz zu machen:
1. ist der Westen seit dem Zerfall der Sowjetuntion auf viele ausgestreckte Hände von russischer Seite aus nicht zugegangen. Gorbatschow hatte nach der Auflösung der Sowjetunion vom Westen Gegenleistungen erwartet und war äußerst enttäuscht.
2. hat sich Wladimir Putin über Jahre hinweg öffentlich über die aggressive Politik des Westens beklagt. Dies hat anscheinend niemand richtig zur Kenntis genommen oder zur Kenntnis nehmen wollen.

2. hat sich Wladimir Putin über Jahre hinweg öffentlich über die aggressive Politik des Westens beklagt. Dies hat anscheinend niemand richtig zur Kenntis genommen oder zur Kenntnis nehmen wollen.


Gute Nacht Deutschland, wenn deutsche "Putin-Versteher" zu Spionen erklärt werden [4:07]

Gute Nacht Deutschland, wenn deutsche Putin Versteher zu Spionen erklärt werden. [4:07]


Veröffentlicht am 28.04.2014
24 April 2014, ZDF, maybrit illner, "Russisches Roulette - kann man Putin trauen?" Matthias Platzeck über unerträgliche antirussische Propaganda in den deutschen Medien, und alle nicken mit dem Kopf "Ja, ja, so ist!" Ein Ausschnitt. Quelle:http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanalu...

Am 3. März 2014 schrieb Moritz Gathmann in der ZEIT (Putins Krim-Kalkül geht auf):
Wer im Laufe des vergangenen Jahres mit Vertretern der politischen Elite gesprochen hat, der weiß: Aus Sicht der Russen agiert der Westen zynisch und interessengeleitet, Demokratie und Menschenrechte sind nur Feigenblätter, um eigene geopolitische und wirtschaftliche Ziele zu erreichen. Als Beispiele dienen die Kriege im Irak und im Kosovo.
Der im Westen gefeierte Sieg des Maidan in der Ukraine mag dem Präsidenten die letzte Überzeugung gegeben haben: Diesen Jungs ist nicht mehr zu trauen.

Moritz Gathmann schreibt für viele Zeitungen (z. B. auch für Rolling Stone). Als bekannt wurde, daß er auch von russischer Seite Geld erhält, kündigte – wenige Tage nach Veröffentlichung obigen Artikels – die ZEIT die Zusammenarbeit.

Kurzer Prozess: „Zeit Online“ und der geschasste 150-Euro-Reporter (Stefan Niggemeier, 11.3.2014) 
Unter den Artikeln, die der freie Journalist Moritz Gathmann für „Zeit Online“ über die Ukraine geschrieben hat, steht seit kurzem folgender Hinweis: Offenlegung: Der Autor arbeitet für die vom russischen Staat mitfinanzierte Zeitungsbeilage Russland heute. Dies entspricht nicht unseren Grundsätzen. Wir entschuldigen uns dafür. Testfrage: Wofür genau entschuldigt sich „Zeit Online“?
Der Fall Gathmann: Prinzipientreue oder Prinzipienreiterei? (meedia, 12.03.2014) 
Publishing – Der Fall des freien Journalisten Moritz Gathmann und sein beendetes Engagement für Zeit Online hat sich mittlerweile zu einer Mini-Medien-Affäre ausgewachsen. Beteiligte: “Russland-Versteher” Gathmann, die Hüter der deutschen Qualitätspresse, Medienblogger Niggemeier, Twitter und eine Image-Broschüre Russlands. Aus der Sache kann man einiges über die Schwierigkeiten von Medien- und Medienschaffenden mit digitaler Kommunikation lernen.

In meinem Post vom 4. März habe ich einen ZEIT-Artikel verlinkt. 
Titel: »Europa muß Machtpolitik lernen« (ZEIT, 04.03.2014)
In Europa bilden wir uns ein, die Welt funktioniere auf der Basis von Vernunft, Rücksicht und Kompromissen. Der russische Präsident Putin zeigt uns, dass es nicht so ist.

Bemerkung von mir: 
Leute, die Politiker des Westens sind nicht doof. Sie spielen Machtpolitik und geben sich gleichzeitig naiv – 
und warten auf die Empörung ihrer Völker, die ihnen die Vorlage dazu gibt, den Strick noch etwas enger zu ziehen… Nicht nur Putin…
Für mich zeigen vor allem die USA, daß ein ganz anderes Spiel gespielt wird.


Folgender Post zeigt auf, wie die US-amerikanischen Geheimdienste die Demokratie in Gefahr bringen:

- Dianne Feinstein, CIA, NSA (09.08.2014)

Wir befinden uns in einem riesigen Theaterstück, welches nur funktioniert, weil wir die Kulissen, die von den Mächtigen hin und her geschoben werden, für Realität halten.



- Der Ukraine-Konflikt 2 – Über unterschiedliche Meßlatten und die Verwendung von Sprache am Beispiel der Homosexuellen-Gesetzgebung in Deutschland und des israelisch-palästinensischen Konflikts (21.03.14, zuletzt aktualisiert am 03.09.2014)



zuletzt aktualisiert am 01.04.2016