Posts mit dem Label Energiearbeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Energiearbeit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 29. November 2013

Werbung: Yürgen Oster, Der zwölfteilige Brokat und alles andere


 Man muss nicht alles wissen, was in diesem Buch steht, um den Brokat zu üben. 
Er wird gut erklärt und reich bebildert dargestellt. 

Aber man muss auch nicht den Brokat lernen wollen, um dieses Buch mit Genuss zu lesen. 



Was in diesem Buch außer dem zwölfteiligen Brokat vorkommt: 

• Womit alles anfing und warum es uns schwer fällt, Qi zu verstehen. 
Was die Dan Tian sind und der Dreifache Erwärmer und was das mit der Bahnhofstraße zu tun hat.  
• Natürlich Yin und Yang, die Trigramme und die 8 Unsterblichen. 
• Māma mà má mǎ ma? 



• Die Wandlungsphasen, das mittlere Gefäß und Spiegelneuronen. 
• Der Unterarm, das Kniegelenk, die Wirbelsäule und was alles zu viel ist. 
• In welche Richtung die Zeit verläuft und ob das eine angebundene Katze ist. 
• Der Eisenochse und die Ruhe der Berge, warum manche Menschen gerne auf Tischen tanzen und andere Steinchen ins Wasser werfen. 




• Wie die TCM entstanden ist, wie weit schulterweit sein kann und wie man eine Ejakulation vermeidet. 
• Ein magisches Quadrat, die sieben Sterne und die sieben Po. Gesundheit, wie man eine Faust macht und der Alleskönner-Dämon. 
• Das vorgeburtliche Qi, das nachgeburtliche Qi und ein Blick über den Tellerrand. 
• Eine Organuhr, ein naiver Missionar, die zwölf Irdischen Zweige und die zehn Himmlischen Stämme. 
• Daoistische Meditation, Alchemie und die Geschichte vom Affenkönig. 
• Und alles andere. 






SUBSKRIPTION

Der zwölfteilige Brokat 
und alles andere 

Das neue Buch von Yürgen Oster jetzt in der Vorbestellung 

 
244 Seiten, Großformat 21 x 21 Hardcover, Fadenbindung, runder Rücken 49,90 € 
in der Subskription für 42.- € 
in Deutschland portofreier Versand. 
Jetzt bestellen, Lieferung vor Weihnachten. 

Das Subskriptionsangebot endet am 24. Dezember. 
Danach gilt der Preis von 49,90 €.* 
Zur Bestellung hier klicken 



Dienstag, 11. März 2008

Qigong der Wudang-Mönche

Wer zu früh kommt, den bestraft das Leben auch…

Yürgen Oster, ein »Qigong-Meister der ersten Stunde«, wie es im Werbetext heißt (wow, das sollte mal jemand über mich sagen; Begriffsklärung bei Wikipedia; ich nehme an, Oster würde sich als Handwerksmeister bezeichnen), hat endlich wieder ein Buch geschrieben. Sein erstes (Oster, Tai Ji Quan, erschienen 1997 im Haug-Verlag) verkaufte sich schlecht. Er ist nämlich nicht so gut darin, viele Worte zu machen, und das paßt nicht in die heutige Zeit. Manche Sätze muß man ein paarmal lesen, um zu verstehen, was drin steckt, und um Osters Texten gerecht zu werden, muß man an sie herangehen, als ob man ein Gedicht in Händen hielte. Langsamkeit und Innehalten ist angesagt, wenn man sich ans Lesen macht, und damit hat es der Instant- und Light-Zeitgeist nicht so einfach.

Ich wünsche dem Buch und seinem Autor allen Erfolg, obwohl, aber gerade auch weil er nicht so viel aufhebens macht in unserer lauten Zeit.

(Wie Oster allerdings bei seinem Kurzhaarschnitt den Dutt auf den Kopf gekriegt hat, ist mir schleierhaft.)

Flyer herunterladen

(Auf dem Werbeflyer ist übrigens noch das alte Buchcover zu sehen, auf dem einer TaiJi macht, naja, sowas passiert auch dem Springer-Verlag. Und weil mir meine dumme Bemerkung, die sich auf das alte, verkehrte Cover bezieht, so gut gefällt, lasse ich sie stehen. Muß hoffentlich erst im nächsten Leben dafür bezahlen …)

Nebenstehend das neue Titelbild







In der Einleitung seines Buches von 1997 zitiert er Lao Zi (LaoTse):

Meine Worte stammen aus uralter Zeit.
Meine Handlungen sind diszipliniert.
Weil die Menschen nicht verstehen,
haben sie auch keine Kenntnis von mir.

Freitag, 12. Januar 2007

So kann man’s auch sehen…

Bevor ich zum Thema komme, muß ich noch die Grundprämisse der Zauberei erklären, wie Don Juan sie mir darlegte. Für einen Zauberer, sagte er, sei die Welt des alltäglichen Lebens nicht wirklich oder so, wie wir dies annehmen. Für einen Zauberer sei die Wirklichkeit oder die Welt, die wir alle kennen, nur eine Beschreibung.
Um diese Prämisse zu begründen, gab Don Juan sich alle Mühe, mich davon zu überzeugen, daß das, was in meinen Augen die wirklich vorhandene Welt war, nur eine Beschreibung der Welt sei; eine Beschreibung, die mir seit dem Augenblick meiner Geburt eingehämmert worden sei.
Jeder, der mit einem Kind in Kontakt komme, erklärte er, sei ein Lehrer, der unaufhörlich die Welt erkläre, bis zu dem Augenblick, wo das Kind die Welt so wahrnehmen könne, wie sie ihm erklärt wird. Nach Don Juan haben wir keine Erinnerung an diesen folgenschweren Augenblick, einfach weil wir keinen Bezugsrahmen hatten, in dem wir ihn mit etwas anderem hätten vergleichen können. Doch von diesem Augenblick an ist das Kind ein Mitglied. Es kennt die Beschreibung der Welt; und es erreicht, glaube ich, die volle Mitgliedschaft, wenn es in der Lage ist, alle seine Wahrnehmungen so zu deuten, daß sie mit dieser Beschreibung übereinstimmen und sie dadurch bestätigen.
Für Don Juan besteht die Wirklichkeit unseres alltäglichen Lebens daher aus einem endlosen Fluß von Wahrnehmungsinterpretationen, welche wir, die Individuen, denen eine bestimmte Mitgliedschaft gemeinsam ist, gemeinsam anzustellen gelernt haben.
Die Vorstellung, daß die Wahrnehmungsinterpretationen, welche die Welt konstituieren, im Fluß begriffen sind, stimmt mit der Tatsache überein, daß sie ununterbrochen stattfinden und selten, wenn überhaupt, in Frage gestellt werden. Tatsächlich wird die Realität der Welt, wie wir sie kennen, als so feststehend angesehen, daß die Grundprämisse der Zauberei, nämlich daß unsere Realität nur eine von vielen möglichen Beschreibungen ist, kaum eine Chance hat, als ernsthafte These akzeptiert zu werden.
Im Fall meiner Lehrzeit kümmerte sich Don Juan glücklicherweise überhaupt nicht darum, ob ich seine Behauptung als seriös akzeptieren konnte, und trotz meines Widerstands, meines Unglaubens und meiner Unfähigkeit, zu verstehen was er sagte, erläuterte er seine Feststellungen immer wieder. Als Lehrer war Don Juan also bestrebt, mir von unserem ersten Gespräch an die Welt zu beschreiben. Meine Schwierigkeiten, seine Begriffe und Methoden zu erfassen, rührten von der Tatsache her, daß die Einheiten seiner Beschreibung meinen eigenen fremd und mit ihnen unvereinbar waren.
Er war davon überzeugt, daß er mich »Sehen« lehrte, im Gegensatz zum bloßen »Schauen«, und daß der erste Schritt zum Sehen darin bestünde, »die Welt anzuhalten«.
Jahrelang hatte ich die Vorstellung, »die Welt anzuhalten«, als kryptische Metapher aufgefaßt, die in Wirklichkeit nichts besagte. Erst im Verlauf einer formlosen Unterhaltung gegen Ende meiner Lehrzeit geschah es, daß ich ihre Tragweite und ihre Bedeutung als eines der wichtigsten Elemente von Don Juans Wissen voll erfaßte.…
Don Juan sagte, daß man, um zu »sehen«, zuerst die Welt anhalten müsse. »Die Welt anhalten« war tatsächlich eine zutreffende Bezeichnung für bestimmte Bewußtseinszustände, in denen die Realität des alltäglichen Lebens verändert ist, weil der Strom der Interpretationen, der für gewöhnlich ununterbrochen fließt, durch eine Reihe ihm fremder Umstände unterbrochen ist. In meinem Fall bestanden diese meinem normalen Interpretationsfluß fremden Umstände in der zur Zauberei gehörigen Beschreibung der Welt. Für das »Anhalten der Welt« stellte Don Juan die Bedingung, daß man überzeugt sein mußte; mit anderen Worten, man mußte die neue Beschreibung in einem totalen Sinn erlernen, um sie gegen die alte auszuspielen und dadurch die uns allen gemeinsame dogmatische Sicherheit zu zerbrechen, daß die Gültigkeit unserer Wahrnehmung oder unserer Wirklichkeit der Welt nicht bezweifelt werden könne.
aus Castaneda, Die Reise nach Ixtlan
Links zu:
Carlos Castaneda
Tensegrity

Seite, auf der Castanedas Person und Werk kritisch hinterfragt wird: www.sustainedaction.org


Die buddhistischen Meditationsmeister wissen, wie flexibel und beeinflußbar der Geist ist. Wenn wir ihn trainieren, ist alles möglich. Tatsächlich sind wir ja bereits perfekt von und für Samsara trainiert: Wir haben Übung darin, eifersüchtig zu werden, festzuhalten, ängstlich, traurig, verzweifelt und gierig zu sein, wir sind geübt, mit Arger auf alles zu reagieren, was uns provoziert. Wir sind tatsächlich schon so geübt, daß diese negativen Emotionen ganz spontan entstehen, ohne daß wir auch nur versuchen müßten, sie hervorzurufen. Alles ist daher eine Frage der Übung und der Macht der Gewohnheit.

Widmen wir den Geist der Verwirrung, wird er – und das wissen wir alle nur zu gut, wenn wir ehrlich sind – ein dunkler Meister der Verblendung, genial im Erzeugen von Suchten, geschickt und von perverser Geschmeidigkeit in seinen sklavischen Abhängigkeiten.

Widmen wir ihn aber der Meditation und dem Ziel, sich selbst von Täuschung zu befreien, werden wir erleben, daß sich unser Geist im Laufe der Zeit – mit Geduld, Disziplin und der rechten Übung – allmählich selbst zu entwirren beginnt und zu seiner ihm innewohnenden Glückseligkeit und Klarheit findet.

[…]

Einer der Hauptgründe, warum wir so viel Angst haben, uns dem Tod zu stellen, liegt darin, daß wir die Wahrheit der Vergänglichkeit ignorieren.

Für uns ist Wandel gleichbedeutend mit Verlust und Leid. Und wenn sich Veränderung einstellt, versuchen wir, uns so gut wie möglich zu betäuben. Stur und ohne nachzufragen halten wir an der Annahme fest, daß Dauerhaftigkeit Sicherheit verleiht, Vergänglichkeit hingegen nicht. Tatsächlich aber gleicht die Vergänglichkeit bestimmten Leuten, denen wir im Leben manchmal begegnen: Anfangs finden wir sie schwierig und irritierend, aber bei näherer Bekanntschaft sind sie viel freundlicher und angenehmer, als wir uns je hätten vorstellen können.




Freitag, 12. August 2005

TaiJi

das ist die Seite …