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Donnerstag, 2. November 2017

Heute vor 100 Jahren – 2. November 1917: Balfour-Deklaration zur jüdischen Besiedlung Palästinas

Beginn des Nahostkonflikts 

Die Palästina- bzw. Sinaifront war ein Nebenkriegsschauplatz im Ersten Weltkrieg. Von Oktober bis Dezember 1917 eroberte der britische General Edmund Allenby Palästina von den Osmanen. Um die Unterstützung jüdischer Organisationen, vor allem in den USA, zu erlangen, sicherte der britische Außenminister Arthur James Balfour (1848-1930) in einer Erklärung die Unterstützung des jüdischen Weltkongresses bei der Suche nach einer »nationalen Heimstätte« für Juden in Palästina zu. Die Briten, die die Region anschließend im Auftrag des Völkerbunds verwalteten, versprachen sich von jüdischen Siedlern außerdem die wirtschaftliche Erschließung des Landes. 
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Im Vertrag von Sevres setzte Großbritannien 1920 die Anerkennung dieser Bestimmungen durch und legte die Zahl jüdischer Zuwanderer auf 80 000 pro Jahr fest. Die Frage eines eigenen Staates (wie er 1948 gegründet wurde) blieb zunächst ausgespart. Die palästinensischen Araber hatten der jüdischen Zuwanderung 1918 zunächst zugestimmt, doch kam es bereits 1920 zu ersten gewaltsamen Zusammenstößen. Die britische Mandatsmacht garantierte Anfang der 1920er-Jahre sowohl den Juden als auch den Arabern die Selbstverwaltung, ohne dass Klarheit über Umfang, Gebiete und Grenzen sowie die Form des Zusammenlebens herrschte. Der künftige Konflikt war damit programmiert. 
 Harenberg - Abenleuer Geschichte 2017
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In der Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 erklärte sich Großbritannien einverstanden mit dem 1897 festgelegten Ziel des Zionismus, in Palästina eine „nationale Heimstätte“ des jüdischen Volkes zu errichten. Dabei sollten die Rechte bestehender nicht-jüdischer Gemeinschaften gewahrt bleiben. Zum damaligen Zeitpunkt befand sich Palästina noch im Machtbereich der Osmanen. Die damalige britische Regierung unter Lloyd George versprach sich von der Zusage an die zionistische Bewegung Vorteile in der Mobilisierung zusätzlicher Ressourcen während des Krieges und auch langfristige strategische Vorteile.
Am 31. Oktober 1917 war die Eroberung von Be’er Scheva unter dem britischen General Edmund Allenby erfolgt und somit hatte die Eroberung Palästinas durch britische Truppen eingesetzt, die bis Dezember 1917 faktisch beendet wurde. Die britische Balfour-Deklaration war an die Führer der zionistischen Weltorganisation gerichtet. Sie wird als eine entscheidende Garantieerklärung an den Zionismus angesehen, um in Palästina eine „nationale Heimstätte für das jüdische Volk“ errichten zu dürfen.[1] [Balfour-Deklaration, Wikipedia, abgerufen am 03.11.2017]
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Pariser Vorortverträge ist ein gemeinsamer Oberbegriff für die Friedensverträge der alliierten und assoziierten Siegermächte des Ersten Weltkrieges mit den unterlegenen Mittelmächten. Die Verträge wurden in der Folge der Pariser Friedenskonferenz 1919 von den Siegermächten einseitig aufgesetzt. Sie mussten von den Vertretern der unterlegenen Mittelmächte unterzeichnet werden. Sie beendeten damit formal den Ersten Weltkrieg.
Die Bezeichnung Pariser Vorortverträge rührt von dem Umstand her, dass jeder der Verträge an verschiedenen Orten im Umland von Paris, meist in ehemaligen Palästen, unterschrieben wurde.

Orte vor den Toren von Paris
Die Verträge enthalten nicht nur für die jeweiligen Kriegsgegner spezifische Punkte, sondern auch je gleichlautend die Satzungen des Völkerbunds und der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO).
Die einzelnen Verträge sind:
Die Verfassunggebende Deutsche Nationalversammlung hatte am 22. Juni 1919 mit Mehrheit für die Annahme des Versailler Vertrags gestimmt.
Im Türkischen Befreiungskrieg lehnten die Nationalisten in Ankara den Vertrag von Sèvres ab und ließen die Unterzeichner des Vertrags am 19. August 1920 zu Vaterlandsverrätern erklären. Am 1. November 1922 erklärte die Nationalregierung das Sultanat für abgeschafft.
Für den Vatikan, der sich während des Krieges erfolglos als Vermittler eingesetzt hatte, bezeichnete Papst Benedikt XV. die Pariser Vorortverträge als „rachsüchtiges Diktat“ und forderte Gerechtigkeit für die besiegten Mittelmächte. In der Enzyklika Pacem Dei munus vom 23. Mai 1920 distanzierte er sich von den Friedensverträgen.[1] [Pariser Vorortverträge, Wikipedia, abgerufen am 03.11.2017]
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Das Faisal-Weizmann-Abkommen ist eine am 3. Januar 1919 auf der Pariser Friedenskonferenz zwischen Arabern (Delegationsleiter Emir Faisal) und Zionisten (Delegationsleiter Chaim Weizmann) getroffene Übereinkunft über die politische Neuordnung Palästinas, die niemals in Kraft trat.

Faisal I. (rechts) und Chaim Weizmann (in arabischer Tracht, als Zeichen der Freundschaft), 1918
Das Faisal-Weizmann-Abkommen bestimmte die einvernehmliche Festlegung von Staatsgrenzen für das von Faisal angestrebte arabische Königreich und den von Weizmann gemäß der Balfour-Deklaration angestrebten jüdischen Staat. Die Araber stimmten damit der Herauslösung Palästinas aus dem arabischen Königreich und der Existenz eines jüdisch-zionistischen Staates grundsätzlich zu.
Das Abkommen betonte die gemeinsame Abstammung der Juden und Araber Palästinas und legte darüber hinaus die Religionsfreiheit und den freien Zugang der Moslems zu den heiligen islamischen Stätten in Palästina fest. Großbritannien war als Schiedsstelle bei Konflikten vorgesehen.
Im Schlusswort machte Faisal jedoch klar: „Ich werde die Klauseln dieses Vertrages wirksam machen, sobald die Araber ihre Unabhängigkeit unter den Bedingungen erlangt haben, welche in meinem Memorandum verzeichnet sind, das ich am 4. Januar 1919 an den britischen Staatssekretär im Außenministerium sandte. Wenn jedoch [die Bedingungen meines Memorandums] auch nur der leichtesten Veränderung unterzogen würden, wäre ich mit keinem Wort mehr an den dann null und nichtigen Vertrag gebunden und zu seiner Einhaltung nicht mehr verpflichtet.“
Faisal machte die Wirksamkeit des gesamten Vertrages also davon abhängig, dass die Araber die ihnen versprochene Unabhängigkeit erhalten; diese Bedingung wurde jedoch nicht erfüllt. Anstatt politische Unabhängigkeit zu erlangen, wurde die Levante sowie das Gebiet des heutigen Irak an der Konferenz von Sanremo zwischen Frankreich (Völkerbundmandat für Syrien und Libanon) und Großbritannien (Britisches Mandat über PalästinaBritisches Mandat Mesopotamien) aufgeteilt.
Die Einigung aus dem Abkommen hielt nur kurz. Briten und Franzosen hatten sich während des Ersten Weltkrieges im (geheimen) Sykes-Picot-Abkommen über die Aufteilung ihrer Interessensphären im Nahen Osten geeinigt und Frankreich drängte nun auf die Erfüllung der Vereinbarungen. Aus diesem Grund zogen sich die Briten Ende 1919 aus dem syrisch-libanesischen Küstengebiet zurück und die Franzosen übernahmen das Mandat für Syrien und Libanon.
Die Araber standen dieser Entwicklung feindselig gegenüber, ihr Ziel war die Gründung eines großsyrischen Königreiches. Nachdem der syrische Kongress am 7. und 8. März 1920 zur Unabhängigkeit von Großsyrien im Königreich Syrien aufgerufen hatte und Faisal zum König ausgerufen worden war, kam es zu Massendemonstrationen in Jerusalem und ganz Palästina. Die Mehrheitsmeinung forderte Palästina als Süd-Syrien für das arabische Königreich ein und erwartete von Faisal die Distanzierung von dem Abkommen. Spätestens nach den anti-jüdischen Ausschreitungen am 4. April 1920 waren die  angestrebten Ziele des Faisal-Weizmann-Abkommens hinfällig geworden. [Faisal-Weizmann-Abkommen, Wikipedia, abgerufen am 03.11.2017]
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siehe dazu auch:
- 1914-2014: Der Vatikan als erfolgloser Vermittler (religion.ORF.at/APA, 01.04.2014)
- 4. Kein Mangel an Land im Jahr 1918 (in: Landerwerb und erste jüdische Siedlungen, Auszug aus: Wer verdrängt hier wen? - Die andern „Siedler“, von Dr. Herbert Hillel Goldberg, Haschiwah – die Rückkehr, Nr. 1/1997 , gefunden bei der Deutsch-israelische Gesellschaft, Arbeitsgruppe München)
- Die Palästinensische Gesellschaft zu Zeiten des Britischen Mandats (Thomas Philipp, Bundeszentrale für politische Bildung, 28.03.2008)
- Jüdische Migration (Tobias Brinkmann, Europäische Geschichte online, 03.12.2010)


Samstag, 16. September 2017

Heute vor 35 Jahren – 16. September 1982: Massaker in libanesischen Palästinenserlagern

Massenmord unter den Augen Israels

Im libanesischen Bürgerkrieg (ab 1975) standen sich, vereinfacht gesagt, »linke« islamische (sunnitische wie schiitische) und »rechte« christliche Milizen gegenüber. Auch die Nachbarn Israel und Syrien griffen in den Konflikt ein. Die Gewalt eskalierte 1982, als islamische Milizen und ihre Verbündeten Syrien und PLO eine Niederlage gegen die von Israel unterstützte christlich-maronitische Falange erlitten. Der Maronitenführer Baschir Gemayel wurde Präsident des Libanons, jedoch am 14. September 1982 ermordet. Daraufhin umstellte die israelische Armee die Palästinenserlager Sabra und Schatila westlich von Beirut. 

Am Abend des 16. September drangen 150 Falange-Kämpfer in die Lager ein, angeblich um palästinensische Kämpfer zu entwaffnen. Sie trafen aber fast ausschließlich auf Zivilisten. Die Milizionäre folterten, vergewaltigten und ermordeten Frauen, Kinder und Alte. Zwischen 500 und 3000 Personen wurden getötet. Israels Armee unternahm nichts dagegen. 

Die UN stuften das Massaker im Dezember 1982 als Genozid ein und gaben Israel eine Mitschuld. Zwar trat der israelische Verteidigungsminister Ariel Scharon 1983 zurück, der Haupttäter, Milizenführer Elie Hobeika, erhielt im Libanon jedoch ein Ministeramt. Anfang 2002 starb er durch eine Autobombe. 
 Harenberg – Abenteuer Geschichte 2017

Doku Deutsch Libanon Zwischen Iran Und Arabien Arte Hd Doku Im Schatten Der Hisbollah {58:42}
Veröffentlicht am 12.08.2015
Surri Curri
Doku Deutsch.  

Die Fälschung (1981) Trailer {3:00}

Veröffentlicht am 04.12.2013
alleskino
Der Journalist Georg Laschen reist als Kriegsberichterstatter in den Libanon. Durch die Bekanntschaft mit Arianna ändert sich nicht nur sein Blick auf den Libanon, sondern auch auf sein Leben in Deutschland...

Part 1: Healing the Wounds of History Conference Lebanon 2011 {14:51}

Veröffentlicht am 20.06.2013
Documentary (Part One) of the proceedings of the HWH Conference in Lebanon Nov 2011.
Under the High Patronage of His Excellency, the President of the Council of Ministers, Mr Najib Mikati, the Centre for Lebanese Studies (CLS) and the Guerrand-Hermès Foundation for Peace (GHFP), in partnership with the Institute of Diplomacy and Conflict Transformation, organised the International Conference on 'Healing the Wounds of History: Addressing the Roots of Violence'. The Conference was hosted by the Lebanese American University (LAU) on 11-13 November at its campus situated in the beautiful ancient city of Byblos, Lebanon.
The Conference explored the innovative psycho-social approaches to addressing the deeper roots of violence. The goal was to establish constructive relations between the people and communities in present-day Lebanon.
Part One of the documentary includes the keynote speeches given by Professor Vamik Volkan who highlighted the need to heal the wounds of history through forgiveness in order to avoid the transgenerational transmission of trauma. It also features other speakers who discusses the necessity of sharing narratives, of listening, of forgiveness and compassion in the process of healing and building solidarity after wars and violence in a society.
Featuring: Alexandra Asseily, George Asseily, Professor Vamik Volkan, Professor Antoine Messarra, Professor Leila Fawaz, Dr Eileen Boris, Reina Sarkis.

siehe auch:
- Die Erkenntnisse der Psychoanalyse können auch der Politik nutzen (Post, 13.12.2014)
- Vamik D. Volkan: Das Versagen der Diplomatie. Zur Psychoanalyse nationaler, ethnischer und religiöser Konflikte (Post, 12.12.2014)
- Chosen trauma and the inabilty to mourn (Post, 09.12.2014)

Freitag, 30. Dezember 2016

Israels Siedlungsbau ist nicht illegal

Wann immer es um den Friedensprozess im Nahen Osten geht, wird für dessen Stillstand der israelische Siedlungsbau verantwortlich gemacht. Höchste Zeit, einige zentrale Punkte sachlich zu klären

Das Argument, wonach die Siedlungen in Judäa und Samaria illegal seien, basiert auf dem 49. Artikel der Vierten Genfer Konvention, die nach dem Zweiten Weltkrieg und der Nazibesetzung europäischer Staaten 1949 in Kraft getreten ist. Danach ist die gewaltsame Transferierung einer Zivilbevölkerung in andere Staaten verboten.

Eine solche fand aber in der Westbank nie statt. Auch hat Israel keine Gebiete eines anerkannten, souveränen Staates besetzt. Jordanien, von dem Israel diese Gebiete im Sechstagekrieg (der von den arabischen Staaten provoziert wurde) übernahm, konnte dort nie seine Souveränität geltend machen, weil Jordaniens Besetzung dieser Gebiete ungesetzlich war und von keinem Staat der Welt außer von England und Pakistan anerkannt wurde.

mehr:
- ISRAEL - Der Siedlungsbau ist nicht illegal (Alexander Cohn, Cicero, 26.12.2016)

siehe auch:
- Spät, aber nicht zu spät (Lutz Herden, der Freitag, 29.12.2016)

Israel Palästina Hintergründe Arte Doku YouTube [10:52]

amjad4731
Veröffentlicht am 17.06.2012


VideoblogIsrael Siedlungsbau ist unser historisches Recht tagesschau.de [13:12]

Videoblog Israel
Veröffentlicht am 02.04.2012
"Zwischen Mittelmeer und Jordan" "Siedlungsbau ist unser historisches Recht" Im zweiten Teil des Interviews mit dem radikalen Siedler Eljakim Ha'etzni erklärt dieser, warum Israel seiner Meinung nach den Palästinensern rechtlich kein Land zugestehen dürfe. Dies sei im Völkerbundsmandat für Palästina festgeschrieben - genauso wie das historische Recht auf Siedlungsbau. Von Richard C. Schneider, ARD Tel Aviv


UNO nimmt Israels Siedlungspolitik unter die Lupe [1:19]

euronews (deutsch)
Veröffentlicht am 23.03.2012
http://de.euronews.com/ Der UN-Menschenrechtsrat will die israelische Siedlungspolitik in Ostjerusalem und im Westjordanland untersuchen. Die Palästinenser hatten die Resolution vorgelegt, 36 der 47 Mitglieder des Gremiums stimmten dafür. Israel reagierte empört. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte, der Rat sei scheinheilig und realitätsfern. Semin Navon wohnt in einer Siedlung im Westjordanland, sie meint: "Israel muss schon wieder als Sündenbock herhalten. Es ist nicht nur ärgerlich sondern eine wahre Schande für den Rest der Welt, dass die Juden erneut zu Sündenböcken gemacht werden." Saeb Erekat, der Chefunterhändler in den palästinensisch-israelischen Verhandlungen, drängt auf Zugeständnisse der Israelis: "Wir werden alles tun was in unserer Macht steht, um die israelische Regierung zu einem Stopp des Siedlungsbaus in Jerusalem zu zwingen. Sie müsste auch die Grenzen von 1967 akzeptieren, um die Möglichkeit einer Zwei-Staaten-Lösung offen zu halten. Die israelische Regierung versucht derzeit diese Möglichkeit zu verbauen." In den Gebieten, wo israelische Siedlungen entstehen, dürfen die Palästinenser keine Häuser bauen. Tun sie es trotzdem werden ihre Gebäude von den israelischen Behörden abgerissen. Das geht aus einem Bericht der UNO hervor. bleiben sie bei uns : YouTube: http://bit.ly/z5WTvy Facebook : http://www.facebook.com/euronews.fans Twitter: http://twitter.com/euronewsde


Herbe Schlappe für Israel im UN-Sicherheitsrat | DW Nachrichten [2:10]

DW (Deutsch)
Veröffentlicht am 24.12.2016
Das Gremium fordert das sofortige Ende des israelischen Siedlungsbaus im Westjordanland und im arabischen Ostteil Jerusalems. Die Entschließung wurde überraschend verabschiedet, weil die USA erstmals seit 1979 auf ihr Vetorecht verzichteten. Mehr Nachrichten unter http://www.dw.com/de/themen/s-9077


Israelischer Siedlungsbau: Netanjahu will sich nicht an UN-Resolution halten [1:40]

euronews (deutsch)
Veröffentlicht am 24.12.2016
Der UN-Sicherheitsrat hat das sofortige Ende des israelischen Siedlungsbaus in den Palästinensergebieten gefordert. Die USA enthielten sich anders als bei ähnlichen vorherigen Entscheidungen. Die übrigen 14 Ratsmitglieder stimmten der Erklärung zu. Israel reagierte verärgert. "Wer hat Ihnen das Recht gegeben, solch eine Resolution zu erlassen, die unseren ewigen Rechte in Jerusalem leugnet?", fragte UN-Botschafter Danny Danon. Und an die palästinensische Seite gewandt: "Hätte dieser Rat den Mut… LESEN SIE MEHR: http://de.euronews.com/2016/12/24/isr... euronews: der meistgesehene Nachrichtensender in Europa. Abonnieren Sie! http://www.youtube.com/subscription_c... euronews gibt es in 13 Sprachen: https://www.youtube.com/user/euronews... Auf Deutsch: Internet : http://de.euronews.com Facebook: https://www.facebook.com/euronews Twitter: http://twitter.com/euronewsde Google+: https://plus.google.com/u/0/b/1010368...


siehe auch:
- Daniel Barenboim schadet Israel. Ministerin Miri Regev kämpft um Merkel-Räson (Post, 31.08.2015)
- Gysis Klo-Affäre, ein Nachschlag (Post, 14.05.2015)
- Israelische Nationalisten fordern Atombomben auf Deutschland (Post, 15.03.2015)
- Israel und seine Palästinenser (Post, 07.01.2015)
- Israel: „Letztlich steht die eigene Glaubwürdigkeit auf dem Spiel“ (Post, 07.12.2014)
- Ex-Mossad-Chef: Zum ersten Mal fürchte ich für die Zukunft des Zionismus (Post, 07.12.2014)
- Max Blumenthal über die deutsche Nahost-Politik (Post, 21.11.2014)
- Warum uns der Nahe Osten egal sein sollte (Post, 13.11.2014)
- 105 Israel Ex-Generäle drängen Netanyahu, mit den Palästinensern Frieden zu schließen (Post, 07.11.2014)
- Amnesty International: Israel zeigte ‘kaltschnäuzige Gleichgültigkeit’ (Post, 05.11.2014)
- IDF intelligence soldiers: We won't work against innocent Palestinians (Post, 12.09.2014)
- Israel: Erneuter Landraub (Post, 03.09.2014)
- Heute vor 117 Jahren – 31. August 1897: In Basel tagt der Erste Zionistische Weltkongress (Post, 31.08.2014)
- OFFENER BRIEF VON DEUTSCHEN NAHOST-EXPERTEN ZUR GAZA-KRISE (Post, 21.08.2014)
- IN MEMORY OF THE 373 CHILDREN KILLED IN GAZA (Post, 08.08.2014)
- Der Ukraine-Konflikt 2 – Über unterschiedliche Meßlatten und die Verwendung von Sprache am Beispiel der Homosexuellen-Gesetzgebung in Deutschland und des israelisch-palästinensischen Konflikts (Post, 21.03.2014)
- In memoriam Dr. Eyad al-Sarraj, Psychiater und Menschenrechtsaktivist, 1944-2013 (Post, 14.03.2014)
- Zum israelisch-palästinensischen Konflikt (Post, 15.12.2012)

Montag, 31. August 2015

Daniel Barenboim schadet Israel. Ministerin Miri Regev kämpft um Merkel-Räson

Der Dirigent Daniel Barenboim ist anscheinend ein vaterlandsloser Geselle: Ist er nun Argentinier, Israeli oder gar Palästinenser? Denn einen palästinensischen Pass besitzt er auch. Seit Jahrzehnten lebt er in Deutschland. In Berlin ist er seit 1992 Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Das Orchester der Staatskapelle Berlin hat ihn sogar zum Chefdirigenten auf Lebenszeit gewählt. So einer sollte sich doch gefälligst an die Merkel-Staats-Räson halten, nach der Israels Sicherheit "grundsätzliches Orientierungs- und Handlungsprinzip" deutscher Politik ist. Aber der Dirigent macht das einfach nicht. Jetzt will er sogar in den Iran fahren, in das Land, dass auf der schwarzen Liste Israels steht. Das bringt die israelische Ministerin für Kultur und Sport, Miri Regev, um den Schlaf. Umbringen könnte sie den Barenboim. Da der aber in jeder Hinsicht außerhalb ihrer Reichweite ist, setzt die ehemalige Brigadegeneralin Regev die Bundeskanzlerin unter Druck: Die soll den Auftritt Barenboims im Iran verhindern.

"Die Sudanesen sind wie ein Krebs in unserem Körper" wusste die Ministerin schon mal über sudanesische Flüchtlinge in Israel zu sagen. (⇒ Artikel b. WELT.de) Als man ihr deutete, dass ihre Äußerung beleidigend sein könnte, hat sie sich auch tatsächlich bei den Krebskranken entschuldigt: Dafür, dass sie deren Leiden herabgewürdigt habe, indem sie es mit Afrikanern verglich. (⇒ Artikel b. HAARETZ.com)

Diese äußerst sensible Frau wurde auch mal in der israelischen Zeitschrift HAARETZ mit diesem bemerkenswerten Satz zitiert: Sie sei "glücklich Faschistin zu sein“. Wer wollte ihr widersprechen, arbeitet sie doch als Ministerin am Glück israelischer Bürger, soweit sie das richtige Glaubensbekenntnis haben, und sieht ihre Aufgabe darin, "dem Volk Brot und Spiele zu geben." Das ist der feine Unterschied zu den deutschen Nazis, die dem Volk lieber primär Kriegs-Spiele versprachen, und das Brot hintenan stellten.

mehr:
- Daniel Barenboim schadet Israel – Ministerin Miri Regev kämpft um Merkel-Räson (Ulrich Gellermann, Kritisches Netzwerk, 31.08.2015?)

siehe auch:
- Frieden von unten (Post, 03.02.2015)
aktualisiert am 30.12.2016
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Donnerstag, 27. August 2015

Krieg und Terrorismus – Das Grauen der Kompromisslosigkeit

Wer Hoffnung auf Frieden hat, muss dem Gegner einen Ausweg aus der Gewaltspirale aufzeigen. Doch in den Kriegsgebieten des Nahen Ostens ist die Schwelle zum Punkt ohne Wiederkehr überschritten.

In dem berühmten US-amerikanischen Antikriegsfilm „Apocalypse Now“ von Francis Ford Coppola – der in seiner Handlungsstruktur auf dem Roman „Heart of Darkness“ („Herz der Finsternis“) von Joseph Conrad beruht – gibt es eine Schlüsselszene, die die Perversion des Krieges bloßlegt.

In einer Szene monologisiert Colonel Walter E. Kurtz, dargestellt von Marlon Brando, über die Kompromisslosigkeit des erfolgreichen Kriegers. Er erzählt von einer schockierenden Erfahrung, die ihm anschließend wie eine Erleuchtung vorkam:

Die Soldaten seiner Truppe hatten in einem Dorf vietnamesische Kinder gegen Polio geimpft. Als sie zu einem späteren Zeitpunkt in das Dorf der Kinder zurückkamen, sahen sie, dass die Einwohner allen Kindern die geimpften Arme abgehackt hatten. Walter E. Kurtz sei daraufhin weinend zusammengebrochen. Doch dann fühlte er sich schlagartig von einer klaren Erkenntnis getroffen: Die Vietnamesen waren stärker, weil sie alles zu ertragen bereit waren und die kompromisslose Energie hatten, bis zum Äußersten zu gehen.

mehr:
- Krieg und Terrorismus – Das Grauen der Kompromisslosigkeit (Institut für Strategische Studien Berlin (ISSB e.V.), Die freie Welt, 21.08.2015)

»Der Westen glaubt, es müsse für alles eine Lösung geben.« (Peter Scholl-Latour)
siehe auch:
- Orient und Okzident (Phoenix) 

IS - Die Wirtschaftsmacht der Gotteskrieger ARTE Doku 2015 german deutsch [1:06:43]

Veröffentlicht am 18.04.2015
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Gestatten Sie die Frage: Woher haben die Rebellen Geld, Waffen und Militärexperten? Woher kommt denn all das? Wie ist es zu erklären, daß diese berüchtigte sogenannte ISIS zu einer gewaltigen de facto Armeegruppierung werden konnte? Was deren finanzielle Zuströme angeht, so sind das zum heutigen Tag nicht nur Einkünfte aus dem Drogengeschäft, deren Produktion übrigens im Verlauf der Stationierung der internationalen Kräfte in Afghanistan nicht nur um ein paar Prozent, sondern um das Vielfache gestiegen ist. Das wissen wir alle. Sondern diese Finanzen resultieren auch aus dem Verkauf von Erdöl, das in Gebieten das von Terrosten kontrolliert wird, gefördert wird. Sie verkaufen es zum Spottpreis. Sie fördern und transportieren es ungehindert. Aber es gibt ja solche, die es kaufen, weiterverkaufen und daran verdienen, ohne darüber nachzudenken, daß sie damit Terroristen finanzieren, die früher oder später auch auf ihr Gebiet kommen werden. Und sie werden kommen, um die Saat des Todes in ihren Ländern auszusäen. 
Und woher kommen neue Rekruten? Im Irak sind infolge des Sturzes Saddam Husseins staatliche Institutionen, einschließlich der Armee, zerstört worden. Wir haben es damals noch gesagt: Seid vorsichtig! Wohin habt ihr diese Leute vertrieben? Auf die Straße. Und was sollen sie dort machen? Vergeßt nicht: Ob es gerecht oder ungerecht war, aber sie saßen an den Hebeln eines nach regionalem Maßstab durchaus großen Staates.Und wohin treibt ihr sie? Was haben wir als Ergebnis? Zehntausende Soldaten und Offiziere, ehemalige Baath-Partei-Aktivisten, die auf die Straße gesetzt worden sind. Und sie sind es, die heute die Einheiten der Rebellenbanden auffüllen. Vielleicht ist es ja das, worin das Geheimnis der Operationsfähigkeit der ISIS besteht. Sie handeln vom militärischen Gesichtspunkt aus sehr effektiv. Wir haben es mit wirklichen Profis zu tun. Rußland hat mehrfach vor einseitigen gewaltsamen Aktionen, vor Einmischung in die Angelegenheiten souveräner Staaten, vor dem Anbandeln mit Extremisten und Radikalen gewarnt und darauf bestanden, daß man jene Gruppierung, die gegen die syrische Zentralregierung vorgeht, vor allem die ISIS, Aktivisten (?) terroristischer Organisationen sind. Und was war das Ergebnis? Es gab keine Reaktion.
Mitunter bekommt man den Eindruck, daß unsere Kollegen und Freunde ständig mit den Ergebnissen ihrer eigenen Politik kämpfen.(Wladimir Putin in seiner Rede auf dem Waldai-Forum [»Forum« hört sich größer an als »Klub«])

Video der Waldai-Rede und Übersetzung der Waldai-Rede:
- Putin hat gesprochen! Howgh! (Post, 26.10.2014)

siehe auch:
- Überleben in Damaskus (Karin Leukel, junge Welt, 28.08.2015)
»Erst kürzlich starben hier Angehörige von unserem Nachbarn«, erzählt der hochgewachsene 18jährige Anas, der vor wenigen Wochen sein Abitur mit Auszeichnung abgeschlossen hat. Er hat angefangen, Deutsch zu lernen, weil er in der Bundesrepublik studieren will. Die palästinensische Familie von Anas gehört zu der einst gutsituierten Mittelschicht Syriens. Bis auf Anas, den Jüngsten, haben die Kinder Syrien verlassen und sind in alle Himmelsrichtungen zerstreut.

Samstag, 13. Juni 2015

Krieg und Chaos

Die kriegerischen Konflikte in der Welt nehmen zu. Das war vor einhundert Jahren und in den 1930er Jahren ebenfalls so. Es folgten der Erste und der Zweite Weltkrieg. Leben wir gerade wieder in einer solchen Zeit, die mit dem nächsten großen Krieg schwanger geht?

Pepe Escobar, international viel gelesener Kolumnist der Asia Times Online (Sitz Hongkong), hat jüngst für eine Artikel-Überschrift „Crime and punishment“ benutzt. Das ist der englische Titel jenes Dostejewski-Romans, der auf Deutsch unter „Schuld und Sühne“ bekannt ist. Die wörtliche Übersetzung des englischen Titels lautet „Verbrechen und Strafe“ – eine Wortwahl, für die sich auch Swetlana Geier bei ihrer Neuübersetzung des Romans entschieden hatte.

Der Verweis auf den Dostejewski-Titel ist wichtig, um zu verstehen, was Escobar in seinem Text assoziiert: „Crime (Israel) and punishment (Russia)“. Dargestellt und kritisiert wird die westliche Politik gegenüber diesen beiden Staaten in Bezug auf die zwei gegenwärtig zugespitztesten internationalen Konflikte: Gaza und Ostukraine. Da das westliche Bemühen, Druck auszuüben, von Benjamin Netanjahu ignoriert wird, werfen die führenden Politiker des Westens Gaza auf den Müll und sanktionieren stattdessen Russland. Nicht einmal Hollywood würde auf einen solchen Plot kommen: Israel kommt mit seinem völkerrechtswidrigen, vorsätzlichen Massenmord an Zivilpersonen durch, während Russland ein Massenverbrechen an Zivilpersonen, der Abschuss des malaysischen Zivilflugzeuges, angehängt wird. Moskau hat seine Belege für jene Vorgänge öffentlich vorgelegt, während die USA bisher nicht einen Beweis für eine russische Schuld an dem Flugzeugabschuss beigebracht haben, trotz NSA, US-Flotteneinheiten im Schwarzen Meer, Satellitenaufklärung und CIA. Nur die US-Versicherung: „Wir wissen es. Ihr müsst uns glauben!“ – Was sich schon seit sechzig Jahren stets als Lüge erwiesen hat. Die gesamte „Russland-Politik“ der Obama-Administration reduziert sich nur noch auf: Sanktionen, Sanktionen, Sanktionen! Am Ende nennt Escobar die USA das „Empire des Chaos“ – mit einer Politik, deren Ziel es ist, die EU und Russland gegeneinander in Stellung zu bringen.

mehr:
- Krieg und Chaos (Erhard Crome, Das Blättchen, 06.08.2014, gefunden im Lnks.net)
Zitat:
Heute sind die westlichen Truppen zwar in der Lage, Länder zusammenzubomben, Regime zu stürzen, politische und gesellschaftliche Infrastrukturen zu zerstören, aber am Ende hinterlassen sie „gescheiterte Staaten“, in denen es auch für das eigene Kapital kaum noch etwas zu holen gibt. Gleichzeitig nimmt die Zahl der regionalen Konflikte immer weiter zu, sie fließen gleichsam ineinander, wie Tintenkleckse auf einem Löschblatt. Die Gesamtsituation im Nahen und Mittleren Osten und in Afrika wird unübersichtlicher und unbeherrschbarer.
siehe auch:
- Crime (Israel) and punishment (Russia) (Pepe Escobar, Asia Times Online, 30.07.2014)
- Empire of Chaos (Pepe Escobar, Artikelsammlung, Asia Times)
- Eurasian Integration vs. the Empire of Chaos (Pepe Escobar, TomDispatch, 16.12.2014)
- Verlogene Argumente der "Koalition der Willigen" (Norman Paech, Neues Deutschland, 22.03.2011, gefunden bei AG Friedensforschung) 
Seit dem Wochenende greifen mehrere NATO-Staaten Libyen mit Bombern und Marschflugkörpern an. Sie berufen sich dabei auf die Resolution 1973 des UN-Sicherheitsrates. Zu recht? Über völkerrechtliche Aspekte des Krieges gegen Libyen sprach mit Norman Paech (Jahrgang 1938), emeritierter Professor für Öffentliches Recht und ehemaliger außenpolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion der LINKEN, für Neues Deutschland (ND) Roland Etzel.
- Luftbeben und Duftdoping (Nils Marquardt, Freitag-Community, 10.07.2013)
Gestern Abend widmete sich die von Ranga Yogeshwar moderierte Wissenschaftssendung Quarks & Co den intrikaten Methoden der Werbung. Unter dem Motto Wie wir verführt werden war dabei auch ein Beitrag zum Duftmarketing der Deutschen Bahn zu sehen. In einer mehrmonatigen Testreihe zwischen 2011 und 2012 hatte diese nämlich vereinzelt Waggons mit manipulierten Klimaanlagen eingesetzt. Zusätzlich montierte Kartuschen konnten so ein leichtes Odeur aus Jasmin-, Veilchen-, Rosenholz- und Moschus-Noten in die sonst eher ausgedünstete Atmosphäre des Abteils verströmen. Die Wirkung dieses Experiments war gleichermaßen unterschwellig wie effektiv. Die hauchzart parfümierten Fahrgäste zeigten im Vergleich nämlich nicht nur eine erhöhte Zufriedenheit, sondern waren auch eher bereit der Bahn Verspätungen oder Überfüllungen zu verzeihen. Die leicht bittere Note an der Sache blieb jedoch, dass die Passagiere die olfaktorische Marketingoffensive weder bewusst wahrnahmen noch darüber informiert wurden.
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Freitag, 22. Mai 2015

Blüm, Blatter und Katar

Politikerbashing eint das Volk. Wer über diese Privilegierten herfällt, erntet Zustimmung. Obwohl ich noch ab und zu die Welt bereise, egal ob in Ost oder West, war ich noch nie in einem Staat, in dem die Leute mit ihrem politischen System zufrieden waren. Vielleicht habe ich auch immer die Falschen gefragt? Die meisten “Demokratien” der Welt sind Kleptokratien. Allen voran die ehemals kommunistischen Staaten. Unter dem Ziel der “Privatisierung”, was ja das Wichtigste im Kapitalismus ist, haben sich die einstigen Funktionäre der kommunistischen Parteien, die vergesellschafteten Produktionsmittel und das Volksvermögen unter den Nagel gerissen. Die Oligarchen kamen binnen weniger Jahren zu traumhaften Vermögen, wie einst das alte Geld in den Gründerjahren der USA. In Deutschland führte der Zerfall der DDR (ein dunkles Kapitel: die Treuhandverbrecher) zu ähnlichen Vermögenstransfers, aber eher im Stillen, aber auch da floss reichlich Bimbes.
mehr:
Norbert Blüm, Katar und Herr Blatter (AlterMannBlog, 18.05.2015)
siehe dazu auch:
- "In diesem Land kann keine Fußballweltmeisterschaft stattfinden" (Post, 14.05.2015)

Norbert Blüm - Die Wahrheit über Israel und Palästina [7:21]

Hochgeladen am 30.04.2011 
Norber Blüm - ehmals Bundesminister für Arbeit und Soziales Nachdem er 2002 mehrere Reisen in die Palästinensischen Autonomiegebiete unternahm setzte er sich verstärkt für die Rechte der Palästinenser ein. In der Sendung "Hart aber Fair" gerät er in einen Schlagabtausch mit Michael Friedman und schildert seine Erlebnisse.

mein Kommentar:
je älter die Kerle werden, desto besser werden sie. Aber in die Politik kann man sie nicht mehr lassen, dafür sind sie zu deutlich!

Donnerstag, 14. Mai 2015

Gysis Klo-Affäre, ein Nachschlag

zur Vorgeschichte:
- Gysi von Irren bis aufs Klo verfolgt (Post, 13.11.2014)

siehe folgendes Video ab 56:00: KenFM im Gespräch mit: Martin Lejeune (Gysis "Klo-Affäre") [1:16:08]

Veröffentlicht am 24.11.2014
Martin Lejeune hat ein Problem. Er war zur falschen Zeit am falschen Ort. 
Im Sommer 2014, in Gaza. Als Martin Lejeune sich dort zuletzt aufhielt, wurde dieses militärisch hermetisch abgeriegelte Wohngebiet über 50 Tage von der der Israelischen Verteidigungsarmee bombardiert. Dabei starben tausende unschuldige Zivilisten. Unter den Opfern auch die deutsche Familie Kilani. KenFM berichtete.

Martin Lejeune wurde in Gaza zum Augenzeuge brutaler israelischer Kriegsverbrechen.
In dieser Eigenschaft sagte er später vor dem Russell-Tribunal in Brüssel aus. Ein Super-GAU
für die israelische Propaganda, die es geschafft hatte, den Krieg in Gaza und auch das später dazu einberufene Russell-Tribunal in den westlichen Medien nahezu verschwinden zu lassen. Die Welt war damals noch im Fußball-Weltmeisterschaftsrausch.

Wäre Martin Lejeune ein normaler Tourist gewesen, hätten wir in Deutschland wenig bis gar nichts vom Russell-Tribunal und seinen Ermittlungen gegen die israelische Regierung erfahren, nur:
Martin Lejeune ist ein erfahrener Journalist und Reporter, der sich in den letzten Jahren mehrfach in Gaza und Syrien aufhielt, um aus den Kampfzonen über die Folgen der Kriege zu berichten.

Anders gefährlich wurde es für ihn, als er in Berlin Zeuge wurde, wie die beiden jüdischen Journalisten und Menschenrechtsaktivisten David Sheen und Max Blumenthal auf den Fraktionsvorsitzenden der LINKEN, Gregor Gysi, trafen, und diesen im Paul-Löbe-Haus bis zur Herrentoilette verfolgten.

Gysi hatte im Vorfeld Blumenthal und Sheens geplante Informationsveranstaltung zu den Verbrechen in Gaza verhindert, die ursprünglich in der Volksbühne stattfinden sollte. Lejeune filmte das Wortgefecht zwischen Gysi und den beiden Aktivisten und stellte den Mitschnitt anschließend ins Netz. Der Clip schlug hohe Wellen. International.

Bis heute versucht vor allem Gregor Gysi, die Klo-Affäre klein zu halten. Sheen, Blumenthal und Lejeune passen nicht in das Image, das viele von dem Mann haben. Zum 10-jährigen Todestag von Jassir Arafat stand der bekannteste Linke der Republik noch an dessen Grab in Ramallah, um den seit 1948 unterdrückten Palästinensern sein Mitgefühl und seine Solidarität auszudrücken.

Wenn aber in Berlin die Verbrechen der Israelis, wie zuletzt in Gaza, durch israelische Aktivisten konkret benannt werden sollen, interveniert Gysi und lässt sich von der zionistischen Propaganda instrumentalisieren. Wie passt das zusammen?

Im KenFM-Interview mit dem Journalisten, Reporter und Augenzeugen Martin Lejeune kommen viele Details der Klo-Affäre ans Licht, die mehr als brisant sind, sie werfen Fragen auf, deren Antworten enorme politische Sprengkraft entwickeln könnten. In etwa:

-Wie glaubwürdig ist Die Linke, wenn es um Kriegsverbrechen in GAZA durch die israelische Regierung geht?
-Wie verhält sich Gregor Gysi hinter den Kulissen, wenn man ihn von Außen anweist, ausgerechnet am 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, zwei jüdischen Menschenrechtsaktivisten die Möglichkeit zu entziehen, die Verbrechen der israelischen Regierung einer breiten Öffentlichkeit näher zu bringen?
-Stimmt das Bild des Mannes, der sich gern als Kämpfer der Entrechteten und Schwachen darstellt, mit der Wirklichkeit überein, und wie geht es vor allem mit dem Mann weiter, Martin Lejeune, nachdem dieser mit seinen Bemühungen, ein Kriegsverbrechen zu dokumentieren,
in Berlin erneut Zeuge eines Ereignisses wurde, dass er besser nicht mitbekommen hätte?!

Zur falschen Zeit am Falschen Ort.
Martin Lejeune packt aus. Ein 90-minütiges Gespräch, das weit hinter die Kulissen der Macht blicken lässt und so manchen „politischen Helden“ vollkommen entzaubert.

http://www.kenfm.de
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Gaza Konflikt 2014 mit Martin Lejeune [18:45]

Veröffentlicht am 27.08.2014
Martin Lejeune ist seit 2007 ein Freier Journalist.
Kontakt:
+49 172 1852658
+972 54-709-3485
lejeune@live.de
lejeune.berlin@facebook.com
lejeune.berlin@gmail.com

lejeune.martin(Skype)
martin_lejeune(Twitter)

http://martin-lejeune.tumblr.com/

Krieg in Gaza: Journalist Martin Lejeune im Interview [9:21]
Veröffentlicht am 19.08.2014
Martin Lejeune ist erfahrener Journalist und berichtete während der starken israelischen Bombardements auf Gaza zwischen dem 7. Juli und dem 3. August als einziger deutscher Journalist direkt aus den Gebieten, die unter Beschuss standen. Dabei suchte er den direkten Kontakt zu den unter den Bomben leidenden Zivilisten und Familien und nahm deren Erfahrungen in seine Berichte mit auf. „Unter dieser Art des Bombardements, das auch Zivilisten nicht verschont, ist kein Mensch in Gaza sicher“, sagt Lejeune. Von den schrecklichen Folgen des Bombenhagels, der häufig inmitten von Wohnanlagen einschlug, konnte sich Lejeune direkt vor Ort ein Bild machen und mit den Überlebenden sprechen.

weltnetz.tv hat im Rahmen der Demonstration „Berlin für Gaza“, die am 9. August in Berlin stattfand und auf welcher Lejeune als Redner auftrat, um von seinen Erfahrungen zu berichtet, eine kurze journalistische Fragerunde an ihn auf Video mitgeschnitten.

Blog von Martin Lejeune: http://martin-lejeune.tumblr.com

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Martin Lejeune zu Gaza, Pressefreiheit und den Anwürfen zu seiner Person [33:41]
Veröffentlicht am 01.09.2014
Vorbemerkung: Dieser Clip war bereits Ende August von uns bei Youtube eingestellt - wir hatten allerdings bei den Texttafeln falsche Formatierungen gewählt, so dass diese größtenteils kaum lesbar waren, teils gar komplett abgeschnitten erschienen. Gleichzeitig war der Clip obwohl nur aus Tonspuren und Standbildern zusammengesetzt datenmäßig extremst aufgeblasen. Das Video hatte zu jenem Zeitpunkt rund 320 Aufrufe und 6 aktive Likes und weder kritische noch wohlwollende Textkommentare erhalten gehabt. Für alle die also mitzählen wollten wären diese Zahlen auf die hier aktuell eingeblendeten zu addieren ;-)


Viele reden dieser Tage über ihn - wir haben mit ihm gesprochen! Der freie Journalist Martin Lejeune - den wir vor diesem Gespräch erst einmal im Leben pers. getroffen hatten - war im Juli und August 2014 offenkundig als einziger deutscher Reporter über Wochen auch während der grausigsten Attacken Israels auf Gaza - wodurch allein rund 500 Kinder sterben mussten - vor Ort. Seit seiner Rückkehr nach Deutschland wird er auf diversen Kanälen, auch von vielen Journalisten verunglimpft.

Im Clip verweisen wir darauf, dass die Angriffe auf Gaza offenkundig auf Kriegslügen beruhen. Das hat uns übrigens nicht Lejeune eingeredet, sondern das legen - allerdings ziemlich versteckt gehaltene (sic!) - Berichte in u.a. ZDF-Auslandsjournal und Spiegel online nahe:

https://www.facebook.com/dasZOB/posts...
https://www.facebook.com/dasZOB/photo...

Übrigens, die Haltung der Redaktionsleitung der Medieninitiative "das ZOB" ist eindeutig. Wir sind egal in welchen Fällen, egal in welchen Ländern

gegen die Todesstrafe. Und wir betonen es seit Jahren: Kein Krieg ist gerecht!

Bitte verfolgen Sie unsere Arbeit gegen Rassismus, gegen Zensur, gegen Polizeigewalt, gegen Militarismus, gegen Vertuschung auch unter

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dort und auch unter www.das-zob.de laden wir Sie herzlich zum Mitdiskutieren ein.

Natürlich können Sie auch direkt hier bei youtube den aktuellen Clip kommentieren.