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Mittwoch, 11. November 2020

Die Macht um Acht (65) „Tritte gegen Köpfe!“

Sie sieht so harmlos aus, die gewöhnliche Tagesschau. Aber immer wieder begeht sie schwere Fouls gegen den Verstand ihrer Zuschauer. Manches von dem, was die Reaktion absondert, kommt einem Tritt gegen den Kopf gleich. Denn regelmäßige Lügen, offen oder verdeckt, beschädigen die Hirnfunktionen. Statt GEZ-Gebühren zu zahlen, sollten die Zuschauer Schmerzensgeld bekommen. Zumindest wäre eine Therapie gegen Brain-Wash nötig. Die MACHT-Um-Acht leistet diese Therapie in Form von Aufklärung: DAS Mittel gegen Gehirnwäsche.

„Teil-Lockdown wegen Corona – Spahn fordert nationale Kraftanstrengung“, lautet eine Überschrift der ARD-Sendung. Und die „nationale Kraftanstrengung“ sei nötig, weil es „hohe Zahlen der Neuinfektionen in Deutschland“ gäbe. Was bedeutet Neuinfektion? Gar nix. Denn nach dem Infektionsschutzgesetz wird Infektion als eine Aufnahme eines Krankheitserregers und seine nachfolgende Entwicklung oder Vermehrung im menschlichen Organismus definiert. Also ist man frühestens krank, wenn das Virus sich vermehrt. Bis dahin kann man durchaus Viren feststellen, auch wenn der Patient völlig gesund ist. Aber die dröhnende Verbreitung von Infektionszahlen dienen ja nicht der Gesundheit, sondern der Panikmache. So tritt die ARD brutal gegen den Kopf ihrer Zuschauer.

Zwar wird diese Überschrift „Corona-Demos – Vom Protest zur Gewalt?“ noch mit einem Fragezeichen versehen, aber jeder geübte Tagesschau-Zuschauer weiß, dass hier die Behauptung lauert. Wer sich zum Beispiel die vielen Stunden Video-Material von der Leipziger GG-Demo angeschaut hat, der weiß, dass die Aktion total friedlich war. Bis auf ein paar schwarz vermummte Typen (Antifa?), die sich als Provokateure betätigt haben und, mit Billigung der Polizei, als Schauspieler für die Medien aufgetreten sind. Aber die Tagesschau kann noch brutaler, sie engagiert einen „Terrorismus-Experten“ und der warnt prompt vor einem „stochastischen Terrorismus“ in Zusammenhang mit der Verteidigung des Grundgesetzes. „Stochastisch“ bedeutet „zufällig“. Man kann den Tritt gegen den Kopf direkt spüren: Wenn man nix beweisen kann, dann kommt ein Experte des Wegs und der findet zufällig in seiner Fantasie einen zufälligen Terrorismus und schon ist der Kopf des Zuschauers Matsche.
mehr:
- Die Macht um Acht (65) „Tritte gegen Köpfe!“ (Uli Gellermann, KenFM, 11.11.2020)
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Sonntag, 8. November 2020

Über die gewollte, einheitliche und manipulierte Berichterstattung


Ausschnitt aus dem Gespräch mit Olaf Kretschmann – in voller Länge hier zu sehen: https://kenfm.de/olaf-kretschmann/

8,1 Milliarden Euro: Das ist der Betrag an Rundfunkgebühren, der alleine im Jahr 2018 an die öffentlich-rechtlichen Medienanstalten geflossen ist.

Was einst jedermann unter dem Namen „GEZ-Gebühren“ geläufig war, kommt heute unschuldig und unscheinbar als „Haushaltsabgabe“ daher. Ferner wurde aus der einstigen Gebühreneinzugszentrale (GEZ) der „ARD ZDF Deutschlandfunk Beitragsservice“.

Nun muss dem geneigten KenFM-Zuschauer freilich nicht mehr erklärt werden, welche sprachlichen Mechanismen sich hinter solchen Namensänderungen verbergen – Framing ist hier das Stichwort. Auch die Tatsache, dass die Programminhalte inzwischen ebenso geframt sind, ist spätestens seit den Enthüllungen rund um die Sprachwissenschaftlerin Elisabeth Wehling kein Geheimnis mehr.

Immer weniger Bundesbürger sind bereit, solche Zustände widerstandslos hinzunehmen. Viele befinden sich in einem Aufwachprozess, der insbesondere durch die weitläufige Verbreitung von Technologie und den uneingeschränkten Zugang zum Internet starken Auftrieb erfahren hat. Das Meinungsmonopol ist gefallen und mit ihm auch die Bereitschaft, die eigene Gehirnwäsche zwangszufinanzieren. Dennoch zahlen die meisten von uns weiter. Zu groß ist der Respekt vor den rechtlichen Konsequenzen, die eine Beitragsverweigerung mit sich bringt.

Ein Mann, der sich von alldem nicht beeindrucken lässt, ist Olaf Kretschmann.

Bereits seit 2012 verweigert der Werbeprofi konsequent die GEZ-Zwangsabgabe und hat auf seinem Weg nunmehr die verschiedensten juristischen Instanzen beschritten.

Um breite Bevölkerungsschichten für die Thematik zu sensibilisieren, hat er zudem die Informationsplattform „rundfunkfrei.de“ ins Leben gerufen, auf der er regelmäßig über den Ablauf aktueller Prozesse berichtet.
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Mittwoch, 4. November 2020

Glenn Greenwald verlässt ‚The Intercept‘: „CIA und Deep State sind die Helden der ‚liberalen Linken’“

Wegen Zensur zugunsten Joe Bidens verlässt US-Journalist Greenwald das „eigene“ Medium. Seine Begründung ist beunruhigend und sie sollte auch in Deutschland Gehör finden: Wenn es nur gegen den richtigen Gegner geht, dann werden auch von „Linken“ sehr fragwürdige Allianzen eingegangen. Von Tobias Riegel.

Glenn Greenwald verlässt das von ihm selber mitbegründete Online-Medium „The Intercept“ – wegen Zensur zugunsten des US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden: Auf seinem neuen Online-Medium „substack.com” erklärt Greenwald den letzten von vielen Gründen für seinen Abschied:

„Der letzte, dringende Grund ist, dass die Herausgeber von The Intercept unter Verletzung meines vertraglichen Rechts auf redaktionelle Freiheit einen Artikel zensiert haben, den ich diese Woche geschrieben hatte, und sich weigerten, ihn zu veröffentlichen, wenn ich nicht alle kritischen Abschnitte über den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden entferne, der von allen in New York ansässigen Intercept-Redakteuren, die an diesem Unterdrückungsversuch beteiligt waren, vehement unterstützt wird.“

„US-Linke“, Joe Biden und die „russische Desinformation“

Greenwald kritisiert zudem, dass ‚The Intercept‘ die aktuelle Geheimdienst-Behauptung übernähme, die aktuellen Enthüllungen über Joe Biden seien „russische Desinformation“. Der laut Greenwald von Zensur bedrohte Artikel findet sich hier, die E-Mail-Korrespondenz, die die Zensur belegen soll, findet sich hier. Den aktuellen Vorgang der medialen Unterdrückung von kritischen Berichten über Joe Biden haben die NachDenkSeiten kürzlich in diesem Artikel thematisiert.

Greenwald ist US-amerikanischer Journalist. Internationale Bekanntheit erlangte der ehemalige Rechtsanwalt dadurch, dass er 2013 als erster Journalist über die Geheimdienst-Enthüllungen durch Edward Snowden berichtete. Ein Grund, „The Intercept“ im Jahr 2014 zu gründen, waren die Geheimdienst-Reaktionen auf diese Snowden-Berichte Greenwalds. Im aktuellen Fall Biden würden sich nun aber Mitarbeiter bei „The Intercept“ selber auf Behauptungen von Geheimdiensten stützen. Das betont Greenwald in einem aktuellen Interview mit Fox-News:

„Ein Grund, ‚The Intercept‘ zu gründen, war die höchste Skepsis gegenüber Behauptungen von Geheimdiensten. Schließlich wurden wir von Beginn der Snowden-Berichte an von der NSA, der CIA und dem tiefen Staat angegriffen. Wir wussten, sie lügen permanent und versuchten, sehr mächtige Propaganda zu nutzen. Wir sagten also: Wir werden diese Geheimdienste untersuchen. Darum ist es mir sehr peinlich und ich bin wütend darüber, dass sogar mein Medium die aktuellen Vorwürfe gegen Joe Biden als ‚russische Desinformation‘ bezeichnet – auf Basis eines Briefes von Geheimdienstmitarbeitern!“

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siehe auch:
- xxx (Post, )
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Sonntag, 1. November 2020

Tagesthemen: seriös bis die Ärzte kommen…

Die Journalisten Ingo Zamperoni und Jiffer Bourguignon | NDR Talk Show | NDR {20:14 – Start bei 2:37 
– Zamperoni: »Wir sind eine seriöse Nachrichtensendung.«}

ARD  
Am 31.10.2020 veröffentlicht 
Das Ehepaar Zamperoni/Bourguignon ist vielseitig. Derzeit betrachten beide den US-Präsidentschaftswahlkampf sehr genau. 
mehr Pseudo-Informationen: YouTube
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siehe auch:

Für diejenigen, die es schon vergessen haben:
Die Propaganda-Version der Tagesthemen vom »völlig isolierten Putin« (15.11.2014) startet bei Min. 0:57…
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ELP: The Endless Enigma cover by an ELP Cover Band
mokusmisi  
Am 27.10.2015 veröffentlicht 
This latest collaboration is of another masterpiece
by Emerson, Lake and Palmer.
We hesitated a lot on the decision to attempt it
because of the complexity of the piece. The biggest
obstacle to overcome was the middle piano solo, which
is challenging enough even for the professionals.
But we had great fortune when I brought up this idea
to our esteemed friend, Rachel Flowers, as
she immediately joined us for this project.
Special thanks to Jeanie – her mother – who took
very impressive footage of Rachel’s playing,
emphasizing the most virtuoso parts of the piano solo.
Being a virtual band of amateur musicians, we have
all tried to do our best to create an authentic
accompaniment for this extremely talented young lady.
You can decide whether we have succeeded or not...
Participants:
Rachel Flowers: Piano - https://www.youtube.com/user/12string... - USA
Len Audsley - Vocals - http://www.youtube.com/justsingit72 (USA)
George Barabás - Synths - https://www.youtube.com/user/xbgyuri (HUNGARY)
Bálint Holubecz: Bass Guitar - http://www.youtube.com/user/rottenbor... - HUNGARY
Steve Barber - Chimes - https://www.youtube.com/user/audiophi... (USA)
Dave Becher - Percussion - http://www.youtube.com/17drums (USA)
Mihály Tunkli (Misi) - Hammond Organ - http://www.youtube.com/user/mokusmisi (HUNGARY)
We give special thanks and acknowledgments to Presentation Magazine (www.presentationmagazine.com) for their heartbeat-monitor simulation, and to Péter Kasó for reprogramming it to fit the music perfectly!
The use of any copyrighted material is under the guidelines of "fair use" in title 17 § 107 of the United States code, and is meant solely for INSTRUCTIONAL and ENTERTAINMENT purposes only.
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Donnerstag, 29. Oktober 2020

Der NDR und sein Drehkonzept

Zapp und andere Katastrophen {12:42}

AURICH.TV  
Am 29.10.2020 veröffentlicht 
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Dienstag, 20. Oktober 2020

Verunsicherung zur Informationsverhinderung

Zerschlagung der YouTube Community - Fünf vor zwölf oder später? {6:19}

Kai Stuht Creative Caravan  
Am 18.10.2020 veröffentlicht 
Text und Links: YouTube
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Freitag, 16. Oktober 2020

Corona: Medien, Politik und hektischer Aktionismus

[…] Mich beunruhigen seit Monaten die vielen Trompeter im Corona-Panikorchester. Sie verbreiten Angst und Schrecken. Als Medienforscher beobachte ich mit großer Sorge den Overkill, mit dem Leitmedien, insbesondere das öffentlich-rechtliche Fernsehen, aber auch Zeitungen wie SZ oder FAZ, über die Pandemie berichten. Meine These: Nicht die Regierenden haben die Medien vor sich hergetrieben, wie das Verschwörungstheoretiker so gerne behaupten. Vielmehr haben die Medien mit ihrem grotesken Übersoll an Berichterstattung Handlungsdruck in Richtung Lockdown erzeugt, dem sich die Regierungen in Demokratien kaum entziehen konnten.

Obendrein überschütten uns die Medien im tagtäglichen Kampf um Aufmerksamkeit ziemlich hemmungslos mit Statistiken zu Corona-Infizierten und -Toten. Es ist weithin offengeblieben, ob letztere am oder nur mit dem Coronavirus verstarben. Aber Angst, angesteckt zu werden, haben vermutlich wir alle bekommen.

Die Nachrichtenauswahl ist ja mit die vornehmste Aufgabe des Journalismus. Es gilt noch immer die Einschätzung des Soziologen Niklas Luhmann, dass wir das, was wir über die Welt wissen, aus den Medien erfahren - wobei seither die sozialen Netzwerke mit ihren Echokammern hinzugekommen sind. Die Medien orientieren sich, inzwischen zum Teil von Algorithmen gesteuert, in ihrer Auswahl immer mehr an der Nachfrage der Nutzer. Genau an dieser Stelle wird die Aufmerksamkeitsökonomie, welche die Gesellschaft prägt, zum Verhängnis. Überaufmerksamkeit und einseitige Fokussierung erzeugen beim Publikum Interesse, aber eben auch Angst; diese Angst generiert steigende Nachfrage nach Corona-News, die inzwischen ja online in Echtzeit messbar ist. Die Nachfrage wiederum verleitet Redaktionen dazu, diese zu bedienen und die Berichterstattung weiter auf die Pandemie hin zu verengen - bis hin zum Tunnelblick. Alles, was nicht mit Corona zu tun hat, wird über Monate hinweg nachrangig.

Dummerweise liefern unter solchen Bedingungen nicht nur Medien, was ihre Nutzer wollen, sondern auch Politiker, was ihre Wähler wünschen. Diese wiederum laufen, vom Virus eingeschüchtert, eher dem strammen Markus Söder hinterher als dem differenzierenden, manchmal zaudernden Politikertyp eines Armin Laschet. Die Schweizer Ökonomin Margit Osterloh befürchtet in einem "Weißbuch zur Informationsqualität in Deutschland" (zu dem auch ich etwas beisteuern durfte), dass sich zusammen mit Covid-19 ein "Autoritätsvirus" ausbreitet: Es gebe eine "bereitwillige Selbstentmündigung des Souveräns". Wir hätten widerstandslos hingenommen, dass fundamentale Grundrechte eingeschränkt wurden.

Es sind im Übrigen weithin dieselben Experten, die vor die Kamera geholt werden. Was Virologen, Epidemiologen, Pressesprecher regierungsnaher Forschungsinstitute zuliefern, kann nicht angemessen hinterfragt werden, denn in vielen Redaktionen gibt es zu wenige Wissenschaftsjournalisten, sprich: Mediziner und Naturwissenschaftler, die für Vielfalt der Quellen sorgen und diese einordnen könnten.

Wie die Medien selbst mit Corona-Informationen umgehen, bleibt ebenso unterbelichtet. Die einschlägig spezialisierten Medienressorts wurden oftmals längst ausgedünnt oder weggespart. Außerdem will man ja nicht das eigene Nest beschmutzen. Während Verschwörungstheoretiker meinen, die Medien würden von Regierungszentralen oder gar Bill Gates ferngesteuert, gibt es eine viel näherliegende Erklärung für die erstaunliche Selbstgleichrichtung der Corona-Berichterstattung: den Herdentrieb. Meine persönlichen Helden in Zeiten der Pandemie sind deshalb Verhaltensökonomen und Sozialpsychologen, die dem Herdenverhalten unter Bedingungen der Unsicherheit nachspüren. "Groupthink" ist zwar menschlich - aber nicht entschuldbar, wenn wir herkömmliche Maßstäbe der Professionalität anlegen, die den Journalismus leiten sollten.
 
[Stephan Russ-Mohl, Herdentrieb, SZ, 16.10.2020

siehe auch:
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Montag, 12. Oktober 2020

Corona-Zahlen: Kritik am RKI im ZDF ("Berlin direkt") ... WAS ist bloß los?!

Corona-Zahlen: Kritik am RKI im ZDF ("Berlin direkt") ... WAS ist bloß los?! {2:00}

Lehrer MaPhy  
Am 12.10.2020 veröffentlicht 
Text u. Links: YouTube
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Sonntag, 11. Oktober 2020

Elementare Defizite der Berichterstattung:
Sie meinen es nur gut mit uns!

"Desinfektionsjournalismus" hat unser Autor seine umfassende Kritik an der Corona-Berichterstattung des deutschen Journalismus betitelt, die gerade in der Fachzeitschrift "journalistik" erschienen ist. In mehreren Teilen wird er auf Telepolis anhand von Fallbeispielen seine Position untermauern, die Medien seien vor allem zu Beginn der Pandemie nicht nur weit hinter ihren Möglichkeiten geblieben, sondern hätten mit unprofessioneller Arbeit eine demokratiegefährdende Diskursverengung betrieben. Zum Auftakt stellt Timo Rieg die bislang umfassendste Studie zur Qualität des "Corona-Journalismus" vor, die in der Schweiz entstanden ist.

Dass in der Berichterstattung zur Corona-Pandemie und deren politisch-bürokratischer Bekämpfung alles optimal gelaufen ist, darf man für äußerst unwahrscheinlich halten. Schließlich leidet der Journalismus an vielen systemischen, längst bekannten und intensiv untersuchten Problemen. Etwa seinem permanenten Spagat zwischen Aufklärungsanspruch und kommerziellen Interessen (die selbstverständlich auch gebührenfinanzierte Sender haben). Journalismus leidet unter seinem wenig heterogenen Personal, das überwiegend in gleichen Biotopen lebt und den großen Rest der Welt von außen bestaunt (oder auch ignoriert). Er leidet an den üblichen Problemen hierarchischer Entscheidungsstrukturen ("Peter-Prinzip"). Er leidet an einem stark unterentwickelten Qualitätsmanagement.

Und der Journalismus leidet daran, dass ausgerechnet die Kritiker vom Dienst, die sich in einem Anfall von Hybris bis heute gerne als "Vierte Gewalt" bezeichnen, äußerst beleidigt auf jede Kritik an ihrer Arbeit reagieren. Es ist also äußerst unwahrscheinlich, dass die Berichterstattung zur Corona-Pandemie perfekt war oder inzwischen wurde.

Das bestätigt nun auch eine erste große Qualitätsstudie — allerdings für die Schweiz. Am "Forschungszentrum Öffentlichkeit und Gesellschaft" (fög) wird seit 2010 die Qualität der Schweizer Medien gemessen und in einem Jahrbuch veröffentlicht. Mit ähnlicher Methodik hat das Forschungszentrum der Uni Zürich Ende Juli Befunde zur "Qualität der Medienberichterstattung zur Corona-Pandemie" vorgelegt. Die Inhaltsanalysen erfassen dabei stets nur allgemeine Ausprägungen der Berichterstattung, etwa wie viele verschiedene Akteure zu Wort kommen. Nicht gemessen werden u.a. so wichtige Qualitätskriterien wie die Richtigkeit oder Vollständigkeit von Berichten. Die Studie misst die Medienleistung in den Dimensionen Vielfalt, Relevanz und Deliberationsqualität.

Erster auffälliger Befund: Corona hat in der Berichterstattung nicht nur dem Eindruck nach alles beherrscht. Bis zu 75 Prozent aller Artikel in den Zeitungen und aller Rundfunknachrichten der Stichprobe beschäftigten sich mit der Pandemie. Eine vergleichbare Themendominanz hat es wohl lange nicht gegeben. Zum Vergleich: Das dominante Thema Klimawandel erreicht im vergangenen Wahljahr zur Spitze kaum mehr als 10 Prozent der Gesamtberichterstattung, so die Forscher Mark Eisenegger (Direktor fög), Franziska Oehmer, Linards Udris und Daniel Vogler.
mehr:
- Elementare Defizite der Berichterstattung (Timo Rieg, Telepolis, 11.10.2020)

mein Kommentar:
Was soll’s?! 
99 Prozent der Bundesdeutschen Nachrichten-Konsumenten werden diesen Artikel NIE zu Gesicht bekommen!
Für die ist der nächste DSDS oder das nächste Trump-Fettnäpfchen wichtiger…
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Mittwoch, 7. Oktober 2020

Unsere Qualitätsmedien verschweigen mal wieder? Sowas! 😂

Die „Corona-Maßnahmen“ der Regierung sind alternativlos – dies ist der Subtext der medialen Berichterstattung, nicht nur in Deutschland. Dass dies nicht so ist, zeigen nun zahlreiche Wissenschaftler, die eine Erklärung verfasst haben. Sie beklagen darin unter anderem „die derzeitige Lockdown-Politik“, die „kurz- und langfristig verheerende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit“ habe, und schlagen einen alternativen Ansatz vor, der über den „gezielten Schutz“ von Risikogruppen zu einer Herdenimmunität führen soll. Und bevor gleich wieder die üblichen Reflexe kommen: Die Initiatoren dieser Erklärung, Martin Kulldorff, Sunetra Gupta und Jay Bhattacharya, sind angesehene Fachleute, die an den Universitäten Harvard, Oxford und Stanford forschen und unterrichten. Die NachDenkSeiten möchten ihren Lesern diese Erklärung gerne als Diskussionsanstoß mit auf den Weg geben. Leider wird diese Erklärung von den etablierten Medien ignoriert. Von Jens Berger.

Die Great Barrington Erklärung

Als Epidemiologen für Infektionskrankheiten und Wissenschaftler im Bereich des öffentlichen Gesundheitswesens haben wir ernste Bedenken hinsichtlich der schädlichen Auswirkungen der vorherrschenden COVID-19-Maßnahmen auf die physische und psychische Gesundheit und empfehlen einen Ansatz, den wir gezielten Schutz (Focused Protection) nennen. 

Wir kommen politisch sowohl von links als auch von rechts und aus der ganzen Welt und haben unsere berufliche Laufbahn dem Schutz der Menschen gewidmet. Die derzeitige Lockdown-Politik hat kurz- und langfristig verheerende Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit. Zu den Ergebnissen, um nur einige zu nennen, gehören niedrigere Impfraten bei Kindern, schlechtere Verläufe bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weniger Krebsvorsorgeuntersuchungen und eine Verschlechterung der psychischen Verfassung – was in den kommenden Jahren zu einer erhöhten Übersterblichkeit führen wird. Die Arbeiterklasse und die jüngeren Mitglieder der Gesellschaft werden dabei am schlimmsten betroffen sein. Schüler von der Schule fernzuhalten, ist eine schwerwiegende Ungerechtigkeit. 

Die Beibehaltung dieser Maßnahmen bis ein Impfstoff zur Verfügung steht, wird irreparablen Schaden verursachen, wobei die Unterprivilegierten unverhältnismäßig stark betroffen sind.

Glücklicherweise wachsen unsere Erkenntnisse über das Virus. Wir wissen, dass die Gefahr durch COVID-19 zu sterben bei alten und gebrechlichen Menschen mehr als tausendmal höher ist als bei jungen Menschen. Tatsächlich ist COVID-19 für Kinder weniger gefährlich als viele andere Leiden, einschließlich der Influenza.
mehr:
siehe auch:

Martin Sprenger: "Diese Eskalation war völlig faktenbefreit." | Ausschnitt aus Episode #049 {7:46 – Start bei 0:32 – Sprenger: »Die haben eine Apokalypse prophezeit, wo wir vier Tage vorher gesehen haben: Die wird nicht eintreten.}
Hinterzimmer 
Am 26.05.2020 veröffentlicht 
Warum hat die Regierung am 30. März die Corona-Maßnahmen verschärft? Damals war klar: Das primäre Ziel des Lockdowns ist erreicht. Diese erste Pandemie-Welle wird das österreichische Kranken- und Gesundheitsversorgung nicht überlasten. Die Kurve ist viel flacher als angenommen. Sebastian Kurz, Karl Nehammer und Werner Kogler sind dennoch vor die Medien getreten und haben vom Gegenteil gesprochen. Warum? Martin Sprenger saß damals noch in deren Corona-Taskforce.
mehr Text u. Links: YouTube
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Dienstag, 6. Oktober 2020

+++ Trumps Corona-Infektion +++ Willkommen im medialen Gagaland

Friedrich Merz, Boris Johnson, Jair Bolsonaro, Silvio Berlusconi und nun auch Donald Trump – wäre man zynisch, könnte man sagen, es gab schon Viren mit besserem Geschmack. Dass die Corona-Infektion des mächtigsten Mannes der Welt auch und vor allem die deutschen Medien in einen hysterischen Rausch versetzt, war ja leider zu erwarten. Trump plus Corona, die beiden Lieblingsthemen deutscher Medien in einer Story? Das lässt die Herzen der Qualitätsjournalisten schneller schlagen. Der SPIEGEL war derart begeistert, dass er (Stand 6. Oktober 10:00) bislang ganze 67 redaktionelle Artikel, unzählige Agenturmeldungen, zahlreiche Eilmeldungen und einen Ticker mit dem Namen „+++ Trumps Corona-Infektion +++“ zur präsidialen Infektion veröffentlichte, nur um sich heute auch noch ernsthaft über das „PR-Spektakel“ zu echauffieren. Doch dies ist nicht die einzige skurrile Randnotiz. Eine Polemik von Jens Berger.

Sehen wir die ganze Debatte doch zunächst einmal kühl rational. Als an Covid-19 erkrankter Mann Mitte 70 hat Donald Trump eine statistische Überlebenswahrscheinlichkeit von 99,52%. Sieht man sein Übergewicht als „Vorerkrankung“, sind es immer noch 95,65%. Und diese Zahlen beziehen sich auf den Durchschnitt und nicht auf einen Patienten mit der wohl besten medizinischen Versorgung der Welt, dem sogar eine Behandlung mit experimentellen „monoklonaren Antikörpern“ zur Verfügung steht. Davon kann ein gleichaltriger Bewohner eines Trailerparks im mittleren Westen ohne Krankenversicherung natürlich nur träumen. Doch rationale Argumente dürfen natürlich keine Rolle spielen, wenn die Kommentatoren die Story des Jahres gewittert haben. Stattdessen spielte man wenige Stunden nach Trumps Krankmeldung via Twitter beim Redaktionsnetzwerk Deutschland bereits das Szenario durch, was nun passiert, wenn Trump stirbt, und der SPIEGEL sah sogar die Gefahr einer „Staatskrise“ – schließlich zeige der präsidiale Patient ja „leichte Symptome“.

Nachdem bereits am Freitag mehr geschrieben wurde, als zu schreiben war, füllten ab Samstag immer absurdere Nebenkriegsschauplätze die Zeilen. Wer hat wann was gewusst? Welcher Arzt sagt die Wahrheit? Wen hat Trump angesteckt? Die Botschaft dabei: Trump ist der „Superspreader Nr.1“ (Zitat Theo Sommer in der ZEIT). Irrtum ausgeschlossen. Die Möglichkeit, dass Trump – ein wenig pathetisch formuliert – nicht Täter, sondern Opfer sein könnte und bei einem der von den Medien akribisch aufgelisteten Events selbst angesteckt wurde, wurde nicht einmal thematisiert. Seltsam, irgendwoher muss Trump das Virus ja haben. Und wenn Trump schon der Täter ist, muss es ja auch Opfer geben und das sind nach Ansicht der Medien – welch Überraschung – natürlich allen voran die Journalisten. Mit denen haben Trump und seine „verseuchte“ Entourage nämlich – so munkeln es die Kommentatoren – sogar noch ohne Maske gesprochen, als sie womöglich bereits über ihr positives Testergebnis informiert waren. Ja, haben die Journalisten, die Trump tagtäglich für dessen sparsame Nutzung der Maske kritisieren, beim Zusammentreffen mit diesem potentiellen Superspreader keine Maske zum Eigenschutz getragen?

Vollends abstrus wurde die Berichterstattung am Montag, als Trump offenbar wieder so fit war, dass er sich mit seinem gepanzerten SUV an einem Spalier von jubelnden „guten Patrioten“ vor dem Krankenhaus vorbeifahren ließ und damit genau die Bilder produzierte, die sein Wahlkampf benötigt. Doch anstatt diese offensichtliche PR-Aktion zu analysieren, machten sich die Kommentatoren in den Medien nun ernste Sorgen um die Gesundheit der beiden Secret-Service-Agenten, die mit Trump im Wagen saßen. „Unverantwortlich“ sei das, so der mediale Tenor. Ein Präsident, der seine Mitarbeiter derart fahrlässig einer tödlichen Krankheit aussetzt! Nun ja, Trumps Agenten hatten – so zeigen es die Bilder – FFP-Masken und medizinische Schutzanzüge an. Nach dieser Logik wäre auch jede Krankenschwester, die einen Covid-Patienten behandelt, einer tödlichen Gefahr ausgesetzt. Überflüssig zu erwähnen, dass Krankenschwestern in deutschen Krankenhäusern schlechter mit Schutzkleidung ausgerüstet sind als die Leibwächter des US-Präsidenten. Ist Jens Spahn etwa auch „unverantwortlich“? Aber nicht doch.
mehr:
- +++ Trumps Corona-Infektion +++ Willkommen im medialen Gagaland (Jens Berger, NachDenkSeiten, 06.10.2020)
siehe auch:
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Sonntag, 4. Oktober 2020

Prof. Dr. Martin Schwab, Meinungsfreiheit und wissenschaftlicher Diskurs in der Corona-Krise –
Zugleich in Sachen Transparency International Deutschland:
Eine Erwiderung auf den Bericht der Untersuchungskommission im Fall Wolfgang Wodarg

Am 18., 19. und 20. März 2020 erschienen zahlreiche Medienberichte, in denen die Einschätzungen von Wolfgang Wodarg zur Corona-Krise auf teilweise vernichtende Art und Weise verrissen wurden. Ausgerechnet am 20. März 2020 sank ausweislich einer Graphik des Robert-Koch-Instituts der Reproduktionsfaktor von SARS CoV-2 in Deutschland unter 1. Zwar ist umstritten, welche Schlüsse sich aus dieser Graphik ableiten lassen. Trotzdem sollte uns allein schon das zeitliche Zusammentreffen dieser beiden Ereignisse eine Mahnung sein, die Auseinandersetzung mit Wolfgang Wodarg und seinen Thesen in einem fairen Verfahren zu führen. Die Mitgliederversammlung von Transparency International Deutschland am 26. September 2020 könnte dafür ein geeignetes Forum bieten.

Der Bericht der Untersuchungskommission, welche der Vorstand von Transparency International eingesetzt hat, verheißt indes nichts Gutes. Wolfgang Wodarg wird darin vorgeworfen, mit seinen Medienauftritten zur Corona-Krise das Ansehen von Transparency International Deutschland beschädigt zu haben. Der Bericht wurde erstellt, ohne Wolfgang Wodarg vorher Gelegenheit zu geben, sich zu den Vorwürfen zu äußern. Inhaltlich leiden die Darlegungen der Untersuchungskommission, ebenso wie schon zuvor die Medienberichte, an schwerwiegenden Mängeln. Ich habe mich daher entschlossen, den nachstehenden Gegenbericht vorzulegen, um einer einseitigen Vorprägung des Meinungsbildes entgegenzuwirken.

Die Corona-Krise ist geradezu dafür prädestiniert, eine Polarisierung des Meinungsbildes zu begünstigen. Denn sowohl die Befürworter als auch die Gegner von Freiheitsbeschränkungen als Antwort auf die Ausbreitung des Erregers führen zu ihren jeweiligen Gunsten Belange von essentiellem Gewicht ins Feld: Jene, die in dem Virus eine nie dagewesene Bedrohung erblicken und ein beherztes Einschreiten der Politik gutheißen, werden jenen, welche die Bedrohung für weniger schwerwiegend erachten, vorhalten, sie verharmlosten die Gefahr und riskierten Tausende Menschenleben. Jene, die einer optimistischeren Risikobewertung anhängen, werden ihrerseits den Befürwortern der Corona- Maßnahmen vorhalten, sie nähmen ohne Not die Zerstörung der gesamten Volkswirtschaft und die Vernichtung Tausender bürgerlicher Existenzen in Kauf.

Aber bei allem Streit sollte uns doch gleichwohl ein Anliegen einen: Wir müssen aus der Krise schnellstens herausfinden. Denn die Corona-Zeit ist eine scheußliche Zeit. Der Weg aus der jetzigen Situation kann nur über den Boden der geistigen Auseinandersetzung führen: Beide Seiten müssen auf Augenhöhe diskutieren und Argumente in der Sache austauschen. Die derzeitige Praxis, dass die Befürworter der Corona-Maßnahmen aus einer Position angemaßter Überlegenheit die Gegner dieser Maßnahmen verunglimpfen, bringt uns demgegenüber keinen Schritt weiter. Ich habe mir mit großem Aufwand ein Bild vom Diskussionsstand über jene Fragen verschafft, zu denen Wolfgang Wodarg sich geäußert hat. Dabei hat sich gezeigt, dass Vieles bereits im Grundsätzlichen umstritten ist und dringend geklärt werden sollte. Nach meinem Eindruck ist weder die fachliche Begründung der Corona- Maßnahmen unbestreitbar richtig noch die Kritik von Wolfgang Wodarg eindeutig verfehlt. Es lohnt sich mithin, noch einmal darüber zu sprechen, wie gefährlich das Virus wirklich ist und welche Gefahren umgekehrt die Corona-Maßnahmen ihrerseits heraufbeschwören.
mehr:
- Meinungsfreiheit und wissenschaftlicher Diskurs in der Corona-Krise (Prof. Dr. Martin Schwab, clubderklarenworte.de, eingestellt am 04.10.2020 – PDF)
siehe auch:
Unabhängige Untersuchung des Verhaltens von Wolfgang Wodarg abgeschlossen (in: Scheinwerfer, Das Magazin gegen Korruption, Ausgabe Juni 2020, S. 29)
Pandemie-Management: Meinungen am Rande des Mainstreams (Theo Dingermann, Pharmazeutische Zeitung, 30.03.2020)
- Ruhen der Mitgliedschaft von Wolfgang Wodarg (Stellungnahme Hartmut Bäumer, Transparency International Deutschland, 25.03.2020 – PDF)
Faktencheck Wolfgang Wodarg verbreitet Thesen, die wichtige Tatsachen ignorieren (Nina Breher, Richard Friebe, Sascha Karberg, Tagesspiegel, 20.03.2020)
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Arthur Rutishauser: »Dann braucht es einen Ruck in der Bevölkerung.«

Quelle: Arthur Rutishauser, Editorial zur Bekämpfung der Pandemie 
Es braucht mehr Tempo und Einsichttagesanzeiger.ch, 04.10.2020

 
mein Kommentar:
Wenn sich die Leute doch nur besser informieren würden, bevor Sie den Mund aufmachen!
»Wenn der Impfstoff sicher ist…«
Dann sollte sich Herr Rutishauser mal mit dem Schweinegrippe-Impfstoff auseinandersetzen!
Dann würde ich als Chefredakteur doch sofort damit beginnen, über die SARS-CoV-2-Impfung zu informieren.
… und – als Beispiel – auch über die Effektivität der Influenza-Impfungen!

siehe auch:

Die saisonale Influenza wird derzeit von A(H1N1)-, A(H3N2)-Viren und zwei Gruppen von Influenza-B-Viren (Victoria- und Yamagata-Linie) verursacht. Von diesen vier Gruppen zirkulieren weltweit verschiedene Varianten. Der saisonale Influenza-Impfstoff enthält Bestandteile der Virus-Varianten, die für die kommende Saison erwartet werden. Referenzlaboratorien auf der ganzen Welt – in Deutschland das am Robert Koch-Institut angesiedelte Nationale Referenzzentrum für Influenza – untersuchen dafür kontinuierlich die zirkulierenden Influenzaviren und übermitteln ihre Ergebnisse an die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Auf Grundlage dieser Daten legt die WHO die Zusammensetzung für den Impfstoff jedes Jahr aufs Neue fest. Für die Nordhalbkugel wird die Empfehlung in der Regel im Februar veröffentlicht, damit die Hersteller genug Zeit haben, ausreichend Impfstoff bis zum Beginn der Impfsaison im Herbst zu produzieren.
Stand: 03.09.2019

[RKI, Grippeschutzimpfung: Häufig gestellte Fragen und Antworten, Stand: 08.09.2020]
mein Kommentar:
… und die Ständige Impfkommission setzt sich jedes Jahr aus Jux und Dollerei zusammen und legt die Zusammensetzung des Influenza-Impfstoffs aufs Neue fest… Wozu? Wie wollen wir das künftig mit dem SARS-CoV-2-Impfstoff halten?

Samstag, 3. Oktober 2020

Corona-Falschmeldungen in den sozialen Medien!
hier: angebliche Verbindung des WDR zu »Reichsbürgern«

WDR dementiert Verbindung zu „Reichsbürgern“ bei Demonstration in Köln {1:23}

News 23  
Am 03.10.2020 veröffentlicht 
Im Internet kursiert ein Video, dass am 26. September bei einer Corona-Demo in Köln aufgenommen wurde. Zu sehen sind zwei Personen und eine Reichsfahne. Bei den beiden Personen soll es sich laut Gerüchten angeblich um WDR-Mitarbeiter handeln. Unsere bisherigen Recherchen konnten diese Gerüchte allerdings nicht bestätigen. Auch der WDR behauptete in einer Stellungnahme, dass keine Kenntnisse zu den Personen vorliegen. Mehr Text u. Links: YouTube
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siehe dazu:

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Was wir von Correctiv zu halten haben

„Ich versteh nicht, dass die Menschen so naiv sind.“ - Dr. Wolfgang Wodarg im Gespräch {46:30 – Start bei 42:56 
– Wodarg: »Da Sie gerade von Correctiv sprechen: Da habe ich erschreckende Erfahrungen.«
 
Gunnar Kaiser  
Am 03.10.2020 veröffentlicht 
Text und Links: YouTube

mein Kommentar zur Löschung:


siehe dazu auch:

a) Zur Überschrift den Beitrags 
Der Beitrag von Frederik Richter und Bianca Hoffmann lässt bereits in der Überschrift aufhorchen: „Warum die Aussagen von Wolfgang Wodarg wenig mit Wissenschaft zu tun haben“. Damit wecken sie beim Leser die Erwartung, dass sie – und zwar gerade in dem Bereich, um den es hier geht – aus eigener Fachkompetenz beurteilen können, was wissenschaftlichen Standards genügt und was nicht. Die Autoreninfo, die ich bei CORRECTIV über Frederik Richter[161] und Bianca Hoffmann[162] erhalte, deutet freilich in keiner Weise darauf hin, dass die beiden über eine medizinische Vorbildung verfügen. Hier urteilen also Nicht-Mediziner über die Thesen eines Mediziners. Schon dieser Befund lässt mich an dem Text zweifeln, welcher sich an die Überschrift nun anschließen wird.

b) Corona-Viren und die Frage nach der Immunität in der Bevölkerung

(1) Die Einwände von Frederik Richter und Bianca Hoffmann

Frederik Richter und Bianca Hoffmann stellen die These von Wolfgang Wodarg, dass es Corona-Viren schon seit längerer Zeit gebe, nicht in Frage. Beim quantitativen Ausmaß der Bedrohung durch SARS-CoV-2, insbesondere verglichen mit der Bedrohung durch Influenza, gehen die Meinungen dann aber auseinander: Zwar seien (bezogen auf das Datum, in dem der Beitrag veröffentlicht wurde) mehr Grippeinfektionen als Infektionen mit Corona-Viren gemeldet worden. Dies wird aber mit dem Zusatz „– noch.“ versehen. Wolfgang Wodarg lasse außer Acht, dass es für SARS CoV-2 weder einen Impfstoff noch Immunität in der Bevölkerung gebe. „Lässt man der Pandemie also ihren Lauf, ist das Gesundheitssystem schnell überlastet.“

Die These von Frederik Richter und Bianca Hoffmann, es gebe für SARS CoV-2 keine Immunität in der Bevölkerung, setzt indes voraus, was es zu beweisen gilt – nämlich dass es sich bei diesem Virus wirklich um eine Spielart handelt, die sich von bisher vorhandenen Corona-Viren – und zwar jenen, die beim Menschen vorkommen – deutlich unterscheidet. In meinen Augen ist genau dies eine ganz entscheidende Frage. Denn von der Antwort auf die Frage, wie gut der menschliche Organismus, bezogen auf die Gesamtbevölkerung, auf SARS CoV-2 vorbereitet ist, hängt ab, welche Anzahl an Infektionen zu erwarten, wie viele schwere bis tödliche Verläufe zu befürchten sind und welche Einschnitte in das öffentliche Leben in Zukunft erforderlich sein werden, um eine Ausbreitung von COVID-19-Infektionen zu vermeiden.
[…] 
(4) Folgerungen
Selbstverständlich kann ich die Informationen, die ich hier zusammengetragen habe, fachlich nicht bewerten. Aber in der Summe scheint sich mir als einem Fachfremden doch ein Bild darzubieten, welches die Folgerung rechtfertigt, dass die Diskussion über das Vorhandensein einer Grundimmunität gegen SARS CoV-2 noch nicht abgeschlossen ist. Offenbar kann man nicht einfach behaupten, SARS CoV-2 treffe den menschlichen Organismus unvorbereitet. Die Studie von John Ioannidis deutet jedenfalls nicht darauf hin, dass SARS CoV-2 in ähnlicher Weise große Teile der Bevölkerung ausgelöscht hätte, wie dies aus Amerika in der Zeit der Einwanderung der europäischen Eroberer berichtet wurde. Ganz im Gegenteil weisen Udi Qimron, Uri Gavish, Eyal Shahar und Michael Levitt darauf hin, dass in Schweden (wo auf Einschnitte in die bürgerlichen Freiheiten weitgehend verzichtet wurde) und Belgien (wo es solche Einschnitte gegeben hat) 99,9% der Landesbevölkerung die Pandemie überlebt haben187. Sieht so die „Erfolgsquote“ eines Killervirus aus?
Die Prognose von Frederik Richter und Bianca Hoffmann, dass das Gesundheitssystem schnell überlastet sei, wenn man der Pandemie freien Lauf lasse, erweist sich vor diesem Hintergrund als spekulativ. Man muss Frederik Richter und Bianca Hoffmann zwar zugutehalten, dass die Studien, die ich hier aufgelistet habe, noch nicht existierten, als der Beitrag erschien. Der Fehler in dem Beitrag von Frederik Richter und Bianca Hoffmann besteht aber darin, kein argumentatives Fundament für ihre These geliefert zu haben, dass es gegen SARS CoV-2 keine Immunität in der Bevölkerung gebe.

(5) Zur Korrelation von Wortwahl und inhaltlicher Substanz

Die Überlegungen zu einer möglichen Grundimmunität zeigen ein grundsätzliches Problem der Berichterstattung unter Ungewissheitsbedingungen auf: Mitte März 2020 wusste noch niemand so recht, wie es mit der Pandemie weitergeht. Es wäre völlig legitim gewesen, wenn Frederik Richter und Bianca Hoffmann unter den damaligen Umständen an die Politik appelliert hätten, sich nicht voreilig der optimistischen Einschätzung von Wolfgang Wodarg anzuschließen, solange die Befürchtungen bezüglich hoher Todeszahlen und einer Überlastung des Gesundheitssystems nicht ausgeräumt seien. Damit begnügen sie sich aber nicht, sondern legen sich vorschnell auf eine Sicht der Dinge fest, die durch den jetzt erreichten Erkenntnisstand erheblich ins Wanken geraten ist. Frederik Richter und Bianca Hoffmann werfen Wolfang Wodarg auf der Basis dieses brüchigen Fundaments vor, seine Thesen hätten „wenig mit Wissenschaft zu tun“. Wer so dick aufträgt, kann sich nicht hinter der unsicheren Situation verschanzen, sondern muss Evidenz liefern.

[Einzelauswertung – Frederik Richter/Bianca Hoffmann, correctiv.org vom 18. März 2020 in: Professor Dr. Martin Schwab, Meinungsfreiheit und wissenschaftlicher Diskurs in der Corona-Krise Zugleich in Sachen Transparency International Deutschland: Eine Erwiderung auf den Bericht der Untersuchungskommission im Fall Wolfgang Wodarg, S. 51ff. clubderklarenworte.de, eingestellt am 04.10.2020]
siehe dazu:
- Coronavirus: Warum die Aussagen von Wolfgang Wodarg wenig mit Wissenschaft zu tun haben (Frederik Richter, Bianca Hoffmann, correctiv.org, 18.03.2020

mein Kommentar: 

Das Wodarg-Gespräch ist inzwischen gelöscht!
Kümmert sich nicht die »Correctiv«-Truppe um die YouTube-Sauberkeit?

Samstag, 26. September 2020

Die Macht der Denunzianten - Gespräch mit Gunnar Kaiser

Die Macht der Denunzianten - Gespräch mit Gunnar Kaiser (Tamaras Video entfernt) {38:30}

Tamara Wernli  
Am 26.09.2020 veröffentlicht 
Mit dem Philosophen Gunnar Kaiser im Gespräch über die Macht der Denunzianten, Meinungsfreiheit und die willkürliche Entfernung von Youtube-Inhalten.
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siehe auch:

Fall Nawalny: Russland verlangt innerhalb von zehn Tagen Antworten von Berlin


  • Russland verlangt von Deutschland, innerhalb von zehn Tagen die Erkenntnisse im Fall des vergifteten Putinkritikers Alexej Nawalny offenzulegen. 
  • Ergebnisse von Analysen, Biomaterialien und andere klinische Proben: Moskau will vollen Einblick. 
  • Doch in Berlin wurde bereits davor gewarnt, Russland vollen Zugang zu den eigenen Informationen zu geben. 

Moskau. Russland hat Deutschland aufgefordert, innerhalb von zehn Tagen Antworten zu den Beweismaterialien und Informationen im Fall des vergifteten Kremlkritikers Alexej Nawalny zu geben. Die russische Vertretung bei der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW) habe bei den deutschen Kollegen eine entsprechende Note eingereicht, meldete die russische Staatsagentur Ria Nowosti am Donnerstag. 

Demnach soll Berlin vor allem die Ergebnisse der Analysen, Biomaterialien und andere klinische Proben offenlegen. Nach den Regeln der OPCW habe die deutsche Seite zehn Tage Zeit, um darauf zu antworten, hieß es. 

Die Bundesregierung sieht es nach Untersuchungen in einem Spezial-Labor als zweifelsfrei erwiesen an, dass der 44-Jährige mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet wurde. Moskau bestreitet, etwas mit dem Fall zu tun zu haben und behauptet, dass Berlin nicht mit den russischen Ermitteln zusammenarbeite.
mehr:
siehe auch:
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da mir im Freundeskreis der Vorwurf gemacht wird, »immer nur die Nato oder die Amerikaner zu kritisieren«, hier einige Sätze von Johannes Voggenhuber:

Ukraine-Krise: Dirk Müller vs. Eric Frey {1:27:19 – Start bei 19:17 – Voggenhuber: »Und das ist die Freie Welt? Das ist ja absurd…«
 
陳炫志 
Am 13.11.2017 veröffentlicht 
Corinna Milborn diskutieren mit Dirk Müller, Eric Frey und Johannes Voggenhuber über den Ukraine-Konflikt. Puls4 Pro&Contra vom 24.11.2014. 
Dirk Müller (Autor und Börsenexperte) vs. Eric Frey (Journalist und Kriegshetzer) Quelle 1 (komplett): Quelle 2 . 
Pro und Contra - der PULS 4 News Talk vom 24.11.2014:Dirk Müller vs. Eric Frey, Journalist bei der österreichischen Tageszeitung "DER STANDART". 
ric Frey wurde 1963 als Sohn jüdischer Eltern, die dem Nationalsozialismus durch Flucht entkommen waren, in Wien geboren.[1] Er ging 1981 in die Vereinigten . 
Dirk Müller im Schlagabtausch mit dem pro-amerikanischen Journalisten Eric Frey, welcher derartig abstruse Theorien in den Raum wirft,dass dem Dirk Müller . [Anmerkung von mir: Rechtschreibfehler und fehlende Worte im Original]

Zur Zeit der Barroso-Kommission sagte Brüssel den Ukrainern kategorisch, sie müssten sich entscheiden: Russland oder Europa. Die Kommission wollte das Gesicht der Ukraine nach Westen drehen und dann sehen, was passiert. Auf russischer Seite wurde das als Schlag ins Gesicht wahrgenommen; auf ukrainischer Seite dagegen als Belohnung für strategische Westorientierung. Die EU, fast ohne es zu bemerken, hatte aus einer mit Russland langfristig verhandelbaren und durch Ausgleich der Interessen gestaltbaren Kommerzfrage eine strategische Richtungsentscheidung gemacht.
[
Wem gehört die Ukraine?, Michael Stürmer, Welt, 22.12.2015]
mein Kommentar:
Wie diskutiert man mit jemandem wie Eric Frey, der zur Alternative, vor die Kommissions-Chef Barroso die Ukraine gestellt hat (und die in x Mainstream-Medien berichtet wurde), einfach behauptet: »Dieser Satz ist nie gefallen.«???

Wolfgang Petritsch, der ehemalige EU-Sonderbeauftragte für den Kosovo, sagt bei der Diskussion (Video Min. 21:37):
»Da sind wirklich schwerwiegende Fehler passiert. Ich bin nicht der Meinung, daß es da eine europäische oder angloamerikanische Verschwörung gegeben hat.«
Dazu siehe
:
das YouTube-Video von Victoria Nuland’s Vortrag am 13.12.2013 (Im Titel: »U.S.-Ukraine Foundation presents«) im Post
"Demokratisierung ist eher ein Kollateralnutzen" (Politikwissenschaftlerin Mária Huber interviewt von Uwe Krüger, Telepolis, 31.07.2014)

Donnerstag, 24. September 2020

JOURNALISMUS – MEINUNGSFREIHEIT – NEUE MEDIEN mit Milena Preradovic, Robert Fleischer und Dave Brych

JOURNALISMUS – MEINUNGSFREIHEIT – NEUE MEDIEN mit Milena Preradovic, Robert Fleischer und Dave Brych {2:09:11}

FAIR TALK  
Premiere am 24.09.2020  
Text u. Links: YouTube
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Mittwoch, 23. September 2020

Nach Matuschek-Kündigung sieht die NZZ nun die »Zweite Welle«

Wegen Corona kommen heute nur noch wenige ins Spital oder sterben. Doch findet man mit mehr Tests mehr Fälle (fast) ohne Symptome.

Etwas vorschnell titelte die NZZ am 12. September «Die zweite Corona-Welle ist da». Optisch illustrierte sie diese Aussage mit einer ganzen Reihe eindrücklicher Grafiken mit Fall- und Todeszahlen verschiedener Länder. Eine weitere Grafik zeigte alarmierend die «Corona-Fälle» im August 2020 in der Stadt Zürich im Vergleich zu den Fällen im März/April. Was optisch ins Auge fiel, hat die NZZ mit der aufschreckenden Überschrift aufgenommen:

«Fast so viele Corona-Fälle in der Stadt Zürich wie im März»

Tatsächlich scheint diese NZZ-Grafik die Darstellung zu bestätigen, der Stadt Zürich drohe eine zweite Welle, die bald das Ausmass der ersten Welle erreicht. Doch dies ist aus folgenden Gründen eine Irreführung:
  1. Es handelt sich nicht um einen Vergleich der an Covid-19 Erkrankten, sondern um die Zahl der positiv getesteten Virusträger.
  2. Ein Vergleich der Hospitalisierten und der Todesfälle zeigt schnell, dass von einer zweiten Welle kaum die Rede sein kann.
  3. Im Frühjahr wurden vorwiegend Menschen mit Krankheitssymptomen getestet, so dass viele der «Fälle», also der positiv Getesteten, auch krank waren oder wurden. Dagegen wurden im August viel mehr Menschen ohne oder mit nur ganz leichten Symptomen positiv getestet. Ein grosser Teil von ihnen war oder wurde nie krank. Obwohl man die Entwicklung und Schwere einer Epidemie gemeinhin an den Erkrankten misst, publizieren heute Behörden und Medien meist an erster Stelle die Zahl der positiv getesteten Menschen.
  4. Die Zahl der Tests hat seit März/April nach Angaben des BAG um mindestens 70 Prozent zugenommen. Folge: Mit mehr Tests findet man auch mehr positive «Fälle», weil es eine erhebliche Dunkelziffer von symptomfreien oder symptomarmen Angesteckten gibt.
  5. Je mehr Menschen ohne Symptome man testet, desto stärker fallen die fälschlicherweise positiv Getesteten ins Gewicht.
mehr:
- NZZ schreibt mit fragwürdigen Grafiken eine zweite Welle herbei (Urs P. Gasche, Info-Sperber, 23.09.2020)
siehe auch:
NZZ beschimpft Assange – und muss eine Replik publizieren (Urs P. Gasche, Info-Sperber, 26.02.2020)
mein Kommentar:
Die NZZ scheint sich nicht so richtig im Klaren darüber zu sein, ob – und wann – Sie auf den Mainstream schielen soll oder nicht…
😂

Freitag, 4. September 2020

»Wachsender US-Einfluß in Deutschland«

In diesem Beitrag begründete Albrecht Müller seinen Eindruck, dass „an der Spitze unseres Staates Einflusspersonen der USA stehen“. Der Umgang von Bundeskanzlerin Merkel, Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer und Bundesaußenminister Maas mit den Vorgängen um Nawalny bestätigten diesen verheerenden Eindruck. Was genau passiert war, ist unklar. Der Vorstoß der Bundesregierung ohne Vorlage von Beweisen wird die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland „massiv beschädigen“.
Zahlreiche Leserinnen und Leser haben sich dazu geäußert. Für die Leserbriefe bedanken wir uns sehr. Es folgt eine Auswahl. Zusammengestellt von Christian Reimann.

Ergänzende Anmerkung Albrecht Müller: Bei der Aufzählung der Einflusspersonen hatte ich eine der wichtigsten Personen vergessen: Norbert Röttgen, seit Jahren in diesem Milieu tätig und geadelt mit der wichtigen Funktion des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses. Interessant in diesem Kontext ist auch die Tatsache, dass inzwischen alle Parteien des Deutschen Bundestages von US-amerikanischen Einfluss-Personen geprägt sind, andere würden härter sagen: unterwandert sind.

Den neuesten Beleg dafür haben gerade die Grünen erbracht. Sie haben eine Aktuelle Stunde des Deutschen Bundestages in Sachen Navalny beantragt. Siehe hier die Äußerungen der Fraktionsvorsitzenden Göring-Eckardt. Die Grünen fordern zugleich den Stopp des Projektes Nordstream 2. Siehe dazu auch den heutigen NachDenkSeiten-Beitrag von Wolfgang Bittner Nord Stream 2 – Musterbeispiel für die mangelnde deutsche Souveränität.

Reinhard Bütikofer, Europaabgeordneter der Grünen fordert weitere Sanktionen gegen Russland. Die grüne Bundestagsabgeordnete und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Roth meint, das Pipeline-Projekt wackele.

Interessant ist das Auftreten von Reinhard Bütikofer. Er gehört zu jener Gruppe grüner Politiker, die ursprünglich von der ganz linken Ecke kommen – so wie Joschka Fischer, Kretschmann, Fücks. Cicero spricht in diesem Zusammenhang vom Karrieresprungbrett KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschland). Bei ihnen allen kann man geradezu eine systematische Verneigung vor US-amerikanischen Interessen beobachten. Wem sie zu Diensten sind, Deutschland und damit einem europäischen Land, oder den USA, das ist offen. Offensichtlich haben alle diese Damen und Herren noch etwas gutzumachen, um ihre Karriere ungestört fortführen zu können.

mehr:
siehe auch:
Atlantik-Brücke: Nicht-legitimierte Privatpersonen nehmen Einfluss auf die Politik Deutschlands und den USA (Marcus Klöckner interviewt Anne Zetsche, NachDenkSeiten, 07.12.2017)
- Die Demokratie im Visier (Jens Wernicke interviewt Hermann Ploppa, NachDenkSeiten, 05.03.2015)
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