Die Psychologie betreffenden Posts habe ich in »Roths Psychoblog« eingestellt. Eine Liste der Musikvideos findet sich unter »Tornado’s Music Favourites« (siehe unter »Links«). Das Posten eines Videos schließt das Hinzufügen des Infotextes mit ein. (Ich bemühe mich, offensichtliche Werbung wegzulassen) Dieser gibt also nicht notwendigerweise meine Meinung wieder! Das verwendete Bild stammt aus Bob Dylan’s Video »Jokerman«. Ich speichere keine Daten!
»The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater.« [Frank Zappa]
Richard David Precht - schon mal gehört, ist nicht Wissen - Softwareupdate Schule {23:35}
FreiDenken Am 25.07.2016 veröffentlicht
»Wenn man sich mit einem langweiligen, unglücklichen Leben abfindet, weil man auf seine Mutter, seinen Vater, seinen Priester, irgendeinen Burschen im Fernsehen oder irgendeinen anderen Kerl gehört hat, der einem vorschreibt, wie man leben soll, dann hat man es verdient.« [Frank Zappa]
Warum aber suchen immer mehr Menschen ihr Heil in Verschwörungstheorien? Das will Richard David Precht vom Physiker, Philosophen und ZDF-Moderator Professor Harald Lesch wissen.
Quelle: https://www.zdf.de/gesellschaft/prech...
»Politik ist die Unterhaltungsabteilung des militärisch-industriellen Komplexes.« [Frank Zappa]
Die Ermittlungen ergaben auch, dass verschiedene Abgeordnete der beiden Kammern über einzelne Operationen informiert worden waren. Es fehlte aber an einer Koordination und klaren Verantwortlichkeiten, so dass die einzelnen Abgeordneten es vorzogen, in eine andere Richtung zu schauen.
Unter dem Druck der Veröffentlichungen erließ Präsident Gerald Ford die Executive Order 11905, ein verbindliches Verbot an alle US-Regierungsstellen und deren ausführenden Organe, ausländische Staatschefs gezielt zu töten oder derartige Operationen zu planen.
In Demon Hill, the rules of gravity don't apply as you expect them to. Down is not down, exactly. The room, created by Los Angeles artist Julian Hoeber and on display at the Harris Lieberman Gallery in New York, is modelled on a stock roadside attraction, Hoeber says. It's based on a simple trick: the room is tilted on a compound angle. The result is disorienting and highly popular -- drawing about 20,000 people when it appeared in L.A. Michael Landy, professor of neural science and psychology at New York University, explains how the piece creates a battle between our senses.
Mongolische Trainer ziehen vor Kampfrichter blank | Rio 2016 | Sportschau [5:48]
Veröffentlicht am 21.08.2016
http://www.sportschau.de/olympia Der Mongole Mandakhnaran Ganzorig ließ sich im Kampf um Bronze zu früh bejubeln: Sein Verhalten wurde als Unsportlichkeit gewertet und Ikhtiyor Navruzov gewinnt mit dem letzten gegebenen Punkt. Doch ohne außergewöhnlichen Protest geben sich die mongolischen Trainer nicht geschlagen.
Arendt bezeichnet Eichmann als normalen Menschen. Abgesehen davon, dass er eine Karriere im SS-Apparat machen wollte, hatte er kein Motiv, vor allem war er nicht übermäßig antisemitisch. Er war psychisch normal, kein Dämon oder Ungeheuer. Er erfüllte nur seine Pflicht, er hat nicht nur Befehlen gehorcht, sondern dem Gesetz gehorcht.[2] Der Gesetzgeber war Adolf Hitler mit seinem Führerwillen, Eichmann war nicht länger Herr über [s]ich selbst, ändern konnte [er] nichts. Eichmanns Unfähigkeit, selbst zu denken, zeigte sich vor allem an der Verwendung klischeehafter Phrasen, einem Verstecken hinter der Amtssprache. Als auf der Wannseekonferenz die Spitzen von Ministerien, Justiz und Wehrmacht der Endlösung unwidersprochen zustimmten, fühlte Eichmann sich jeder Verantwortung enthoben: die gute Gesellschaft stimmte zu, was sollte er als kleiner Mann da machen? Nach der Wannseekonferenz, als er im Kreis der Großen fachsimpeln durfte, waren minimale Zweifel, eventuelle Gewissensbisse verschwunden. Sein Gewissen hatte er an die Oberen abgetreten. In diesem Augenblick fühlte ich mich wie Pontius Pilatus, bar jeder Schuld.[3] Im Gegensatz dazu betont Arendt, dass es auch unter der totalitären Herrschaft Wahlmöglichkeiten, eine Moral gibt. [Eichmann in Jerusalem, Inhalt und Wirkung, Wikipedia, abgerufen am 22.08.2016]
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Das Milgram-Experiment ist ein erstmals 1961 in New Haven durchgeführtes psychologisches Experiment, das von dem PsychologenStanley Milgramentwickelt wurde, um die Bereitschaft durchschnittlicher Personen zu testen, autoritären Anweisungen auch dann Folge zu leisten, wenn sie in direktem Widerspruch zu ihrem Gewissen stehen. Der Versuch bestand darin, dass ein „Lehrer“ – die eigentliche Versuchsperson – einem „Schüler“ (ein Schauspieler) bei Fehlern in der Zusammensetzung von Wortpaaren jeweils einen elektrischen Schlag versetzte. Ein Versuchsleiter (ebenso ein Schauspieler) gab dazu Anweisungen. Die Intensität des elektrischen Schlages sollte nach jedem Fehler erhöht werden. Diese Anordnung wurde in verschiedenen Variationen durchgeführt. [Milgram-Experiment, Wikipedia, abgerufen am 22.08.2016]
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Through an interpreter, one of his soldiers asked one of the Americans if he believed in God. The American shook his head no and said he didn’t. Overhearing the conversation, Hasanzada quickly ordered the interpreter not to respond. But it was no use: the Afghan soldier had seen the American’s body language and understood. “My soldier got very upset, quit the army within days, and gave his salary to poor local people,” says Hasanzada. “At least he didn’t react with his Kalashnikov.” [aus Afghanistan: ‘Green on Blue’ Killings Explained, Sami Yousafzai, Newsweek, 27.08.2012]
»Trotz allem Positiven, das in den vergangenen Jahrzehnten erreicht wurde, haben wir es bisher nicht geschafft, einen effektiven Mechanismus der Zusammenarbeit auszuarbeiten. Die bisher ausgebauten Koordinationsorgane geben Russland keine realen Möglichkeiten, bei der Vorbereitung der Beschlussfassung mitzuwirken. Heutzutage werden Entscheidungen manchmal überhaupt ohne uns getroffen. Wir werden dann nachdrücklich gebeten, sie zu bestätigen. Dann spricht man wieder von der Loyalität gegenüber der NATO. Es wird sogar gesagt, ohne Russland sei es unmöglich, diese Entscheidungen zu verwirklichen. - Wir sollten uns fragen, ob das normal ist, ob das eine echte Partnerschaft ist.«
[aus Putins Rede vom 25.09.2001 vor dem deutschen Bundestag (Wortprotokoll auf der Seite des Deutschen Bundestages)]
»Ich habe [den italienischen Verteidigungsminister] so verstanden, dass die Anwendung von Gewalt nur dann als legitim gilt, wenn sie auf der Grundlage einer Entscheidung der NATO, der EU oder der UNO basiert. Wenn er das tatsächlich meint, dann haben wir verschiedene Standpunkte. Oder ich habe mich verhört. Legitim ist eine Anwendung von Gewalt nur dann zu nennen, wenn ihr ein UNO-Beschluss zu Grunde liegt. Und man darf die UNO nicht durch die NATO oder die EU ersetzen.« [aus Putins Rede 2007 auf der 43. Münchner "Sicherheitskonferenz" in deutscher Übersetzung; Quelle: russland.ru, veröffentlicht bei der AG Friedensforschung, Kassel]
Es war der erste Auftritt eines russischen Staatspräsidenten auf der Sicherheitskonferenz. Und er wirbelte das transatlantische Wohlgefühl ordentlich durcheinander: Den USA unterstellte er das Streben zu "monopolarer Weltherrschaft", sie hätten "ihre Grenzen in fast allen Bereichen überschritten". Die Nato warnte er vor "ungezügelter Militäranwendung". Nordatlantik-Allianz und Europäische Union würden anderen Ländern ihren Willen aufzwingen und auf Gewalt setzen, so Putin. Die Nato-Osterweiterung kritisierte Russlands Präsident massiv, weil deren militärische Infrastruktur "bis an unsere Grenzen" heranreiche.
Nato-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer reagierte sichtlich verärgert: Was Putin gesagt habe passe nicht zur viel beschworenen "Partnerschaft zwischen Russland und der Nato". […] Wie könne man sich denn sorgen, "wenn Demokratie und Rechtsstaat näher an die Grenzen rücken", fragte er mit Blick auf Putins Äußerung gegen die Nato-Osterweiterung. [Sicherheitskonferenz in München: Putin schockt die Europäer, Sebastian Fischer, SPON, 10.02.2007]
Weil wir am Recht festhalten, es stärken und nicht dulden, dass es durch das Recht des Stärkeren ersetzen wird, stellen wir uns jenen entgegen, die internationales Recht brechen, fremdes Territorium annektieren und Abspaltung in fremden Ländern militärisch unterstützen. Und deshalb stehen wir ein für jene Werte, denen wir unser freiheitliches und friedliches Zusammenleben verdanken. Wir werden Politik, Wirtschaft und Verteidigungsbereitschaft den neuen Umständen anpassen. [Bundespräsident Gauck in seiner Rede
zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs am 1. September 2014 in Danzig/Polen.]
"EICHMANN IN JERUSALEM. EIN BERICHT VON DER BANALITÄT DES BÖSEN" ist ein Buch der politischen Theoretikerin Hannah Arendt, das sie anlässlich des 1961 vor dem Bezirksgericht Jerusalem geführten Prozesses gegen den SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann verfasste. Es beruhte auf ihren Prozessberichten in der amerikanischen Presse, erschien erstmals 1963 und rief mehrere langanhaltende Kontroversen hervor.
"Ihr Denken veränderte die Welt ☆ Hannah Arendt" ist ein deutscher Spielfilm von Margarethe von Trotta aus dem Jahr 2012 mit Barbara Sukowa in der Rolle der politischen Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt.
Seine Weltpremiere hatte der Film am 11. September 2012 beim 37. Toronto International Film Festival,[2] die Deutschlandpremiere fand am 8. Januar 2013 im Essener Kino Lichtburg statt, der deutsche Kinostart war am 10. Januar 2013. In der Schweiz kam der Film am 17. Januar, in Österreich am 22. Februar 2013 erstmals in die Kinos.
Der Film spielt in den Jahren 1960 bis 1964 und konzentriert sich auf die Zeit Hannah Arendts im Exil in New York. In jenen Jahren wollte sie das Handeln der Menschen unter dem Nazi-Regime verstehen.
Ausgangspunkt der Handlung ist der Eichmann-Prozess, der möglich geworden war, nachdem im Mai 1960 der Mossad den in Argentinien untergetauchten SS-Obersturmbannführer aufgespürt und nach Israel entführt hatte. Arendt schlägt dem Magazin The New Yorker vor, über den Prozess in Jerusalem zu berichten. Der Herausgeber William Shawn ist begeistert über das Angebot der für klare Standpunkte und scharfsinnige Analysen geschätzten berühmten Denkerin.
Im April 1961 reist Arendt nach Jerusalem, wo sie ihren alten Freund Kurt Blumenfeld wiedertrifft. Sie besucht dort alle wichtigen Gerichtsverhandlungen, in denen sie akribisch alles protokolliert. Der Film baut dabei Originalmaterial in die Spielhandlung ein. Eichmann entpuppt sich im Verlauf des Prozesses nicht als bestialisches Monster, sondern als ein mittelmäßiger Bürokrat, was Arendt überrascht. Im Laufe des Prozesses wird sie auch Zeugin, wie Holocaustüberlebende während der Befragung zusammenbrechen.
Über die Dialoge, die Arendt mit ihrem Mann Heinrich Blücher, ihrer Freundin Mary McCarthy und ihrer Sekretärin Lotte Köhler führt, wird der Zuschauer über ihre politisch-philosophischen Überlegungen informiert. Zwischenszenen handeln von Arendts Leben in Deutschland vor 1933 und von ihrer Beziehung zu Martin Heidegger.
Nach zwei Jahren intensiver Arbeit, umfangreichen Recherchen und vielen Diskussionen schreibt Arendt eine Artikelserie, die sofort einen Skandal in den USA, Israel und in der Welt provoziert. Sie zieht sich aufs Land zurück, um sich der öffentlichen Aufmerksamkeit zu entziehen. Auch viele ihrer Freunde kritisieren sie heftig. Vor allem werden Arendt ihre Anschuldigungen an die Judenräte, mit den deutschen Behörden kooperiert zu haben, ihre These von der „Banalität des Bösen“ und ihre mangelnde Liebe zu den Juden vorgeworfen. Ihre akademische Karriere scheint gefährdet, als sie von Leitern ihrer Universität aufgefordert wird, die Universität zu verlassen. In einer nicht authentischen, für den Film erfundenen Szene wird sie während eines Waldspazierganges von Agenten des Mossad bedrängt, die Veröffentlichung ihres geplanten Buchs Eichmann in Jerusalem aufzugeben.
Arendt jedoch bleibt konsequent bei ihrer Haltung und scheut keine Auseinandersetzungen. Bei ihren Vorlesungen sind die Hörsäle überfüllt, die Studenten hören mit Interesse ihre Analysen und unerschrockenen Schlussfolgerungen. Von den Freunden halten nur noch ihr Mann sowie Mary McCarthy und Lotte Köhler zu ihr.
Besetzung
Barbara Sukowa als Hannah Arendt Janet McTeer als Mary McCarthy Klaus Pohl als Martin Heidegger Nicholas Woodeson als William Shawn Axel Milberg als Heinrich Blücher Julia Jentsch als Lotte Köhler Ulrich Noethen als Hans Jonas Michael Degen als Kurt Blumenfeld Victoria Trauttsmansdorf als Charlotte Beradt Freiderike Becht als Young Hannah Arendt Harvey Friedman als Thomas Miller Megan Homosexuell als Francis Wells Claire Johnson als Frau Serkin Gilbert Johnston als Professor Kahn Tom Leik als Jonathan Schell
zur Arendt-Kontroverse siehe: - Das Böse der Lächerlichkeit preisgeben (Thomas Hummitzsch, Glanz & Elend, Datum unbekannt, abgerufen am 01-09-2016) und - xxx () mein Kommentar: Wir wollen also Freiheit und Demokratie in die ganze Welt exportieren, Deutschland am Hindukusch verteidigen und die Ursachen der Flüchtlingsströme bekämpfen… Was Hannah Arendt als die »Banalität des Bösen« bezeichnet, ist nach ihren Worten die Dummheit, nicht gewillt zu sein, sich vorzustellen, was im anderen vor sich geht. Bevor wir uns immer und immer wieder mit dem Appell an unsere sogenannten »westlichen Werten«selbst hypnotisieren, sollten wir Hannah Arendts Standpunkt ganz intensiv bebrüten – und uns dabei an Kants Definition der Aufklärung erinnern…
KenFM zeigt: Die dunkle Seite der Wikipedia [1:56:08]
Veröffentlicht am 21.10.2015
Die dunkle Seite der Wikipedia.
Ein Film von Markus Fiedler und Frank-Michael Speer Download des kompletten Skriptes zum Film unter http://www.terzmagazin.de/terz/film/d... Seit 2014 wird der Brockhaus, eines der renommiertesten Enzyklopädien der Welt, nicht mehr überarbeitet herausgegeben, also auf Papier gedruckt. Viele werden das gar nicht mitbekommen, denn sie informieren sich längst bei der Konkurrenz: Wikipedia, der größten Online-Enzyklopädie der Welt. Das revolutionäre an Wikipedia gegenüber dem Brockhaus ist die Art und Weise, wie Informationen gesammelt und archiviert werden. Die Datenbank der Wikipedia basiert auf der Schwarmintelligenz. Jeder kann einen Artikel anlegen, redigieren oder ergänzen. Damit man sich auf das Wissen von Wikipedia verlassen kann, existiert hinter der Datenbank ein Korrektiv, das Änderungen sämtlicher Nutzer vor der Freischaltung überprüft. Sinn und Zweck dieser Struktur hinter Wikipedia ist, dass die Datenbank neutral und wissenschaftlich korrekt bleibt. Nur ist sie das wirklich? In naturwissenschaftlichen Bereichen lautet die Antwort eindeutig ja. Hier ist Wikipedia durchaus eine Quelle, die als vorbildlich bezeichnet werden kann. Geht es allerdings um aktuelles Zeitgeschehen oder Personen, die sich mit aktuellem Zeitgeschehen auseinandersetzen, wird Wikipedia immer dann parteiisch, wenn Artikel, die sich zum Beispiel mit Terrorismus beschäftigen, vom Mainstream abweichen. Immer, wenn eine wissenschaftliche Arbeit in der Analyse einem US-amerikanischem Weltbild zuwider läuft, wird ausschließlich die Sicht der US-Organisation Wikipedia veröffentlicht. Der Autor der alternativen Sicht erhält im Gegenzug schnell einen Eintrag als Verschwörungstheoretiker oder wird zusammen mit Holocaust-Leugnern aufgelistet. Dieses Mobbing dient der Verleumdung und hat System. Die Filmemacher Markus Fiedler und Frank-Michael Speer weisen in ihrer Dokumentation „Die dunkle Seite der Wikipedia“ nach, dass hinter der Struktur der deutschsprachigen Wikipedia ein spezieller Personenkreis agiert, der es sich zur Aufgabe gemacht hat oder womöglich auch beauftragt wurde, jegliche Kritiker US-amerikanischer Politik zu diskreditieren. Die Leistung der beiden Filmemacher besteht vor allem darin, die anonymen Wächter zu enttarnen. http://www.kenfm.de http://www.facebook.com/KenFM.de http://www.twitter.com/TeamKenFM http://kenfm.de/unterstutze-kenfm
siehe auch: - Die dunkle Seite der Wikipedia (Jens Wernicke im Interview mit Markus Fiedler, NachDenkSeiten, 22.10.2015, am Ende des Artikels Link zu Veröffentlichungs-Linkliste)
KenFM im Gespräch mit: Markus Fiedler (Die dunkle Seite der Wikipedia) [1:41:03]
Veröffentlicht am 20.10.2015
Seit 2014 wird der Brockhaus, eines der renommiertesten Enzyklopädien der Welt, nicht mehr überarbeitet herausgegeben, also auf Papier gedruckt. Viele werden das gar nicht mitbekommen, denn sie informieren sich längst bei der Konkurrenz: Wikipedia, der größten Online-Enzyklopädie der Welt. Das revolutionäre an Wikipedia gegenüber dem Brockhaus ist die Art und Weise, wie Informationen gesammelt und archiviert werden. Die Datenbank der Wikipedia basiert auf der Schwarmintelligenz. Jeder kann einen Artikel anlegen, redigieren oder ergänzen. Damit man sich auf das Wissen von Wikipedia verlassen kann, existiert hinter der Datenbank ein Korrektiv, das Änderungen sämtlicher Nutzer vor der Freischaltung überprüft. Sinn und Zweck dieser Struktur hinter Wikipedia ist, dass die Datenbank neutral und wissenschaftlich korrekt bleibt. Nur ist sie das wirklich?
In naturwissenschaftlichen Bereichen lautet die Antwort eindeutig ja. Hier ist Wikipedia durchaus eine Quelle, die als vorbildlich bezeichnet werden kann. Geht es allerdings um aktuelles Zeitgeschehen oder Personen, die sich mit aktuellem Zeitgeschehen auseinandersetzen, wird Wikipedia immer dann parteiisch, wenn Artikel, die sich zum Beispiel mit Terrorismus beschäftigen, vom Mainstream abweichen. Immer, wenn eine wissenschaftliche Arbeit in der Analyse einem US-amerikanischem Weltbild zuwider läuft, wird ausschließlich die Sicht der US-Organisation Wikipedia veröffentlicht. Der Autor der alternativen Sicht erhält im Gegenzug schnell einen Eintrag als Verschwörungstheoretiker oder wird zusammen mit Holocaust-Leugnern aufgelistet. Dieses Mobbing dient der Verleumdung und hat System. Die Filmemacher Markus Fiedler und Frank-Michael Speer weisen in ihrer Dokumentation „Die dunkle Seite der Wikipedia“ nach, dass hinter der Struktur der deutschsprachigen Wikipedia ein spezieller Personenkreis agiert, der es sich zur Aufgabe gemacht hat oder womöglich auch beauftragt wurde, jegliche Kritiker US-amerikanischer Politik zu diskreditieren. Die Leistung der beiden Filmemacher besteht vor allem darin, die anonymen Wächter zu enttarnen. Dieser Dokumentarfilm wird ab dem 22. Oktober exklusiv im Programm von KenFM laufen. Wir sprachen mit dem dem Autor Markus Fiedler. Anderthalb Stunden, die den Blick auf die Online-Enzyklopädie massiv verändern. http://www.kenfm.de http://www.facebook.com/KenFM.de http://www.twitter.com/TeamKenFM http://kenfm.de/unterstutze-kenfm
Dreimal dürfen Sie raten, was vom aktuellen Stand der Forschung man in der Wikipedia wiederfindet, nachdem "Fiona Baine", "SanFran Farmer" und Co. auch diese Passage einer feministischen Bearbeitung unterzogen haben
KenFM im Gespräch mit: Peter Wahl (Attac) [1:50:31]
Veröffentlicht am 03.07.2014
Peter Wahl ist DER Globalisierungskritiker in Deutschland. Er initiierte Attac Deutschland, organisierte zahlreiche Blockaden gegen die Wirtschaftseliten, legte sich massiv mit der Staatsmacht an und gründete später die Organisation WEED. Hier wirkte und wirkt er vor allem als Experte für Finanzmärkte. Der Mann kennt keinen Ruhestand.
Peter Wahl entstammt einer extrem politischen Familie und war bis Ende der 80iger Mitglied der DKP. Für Ihn ist der entfesselte Markt, die totale Liberalisierung der Weltwirtschaft eines der Hauptübel des Kapitalismus. KenFM sprach mit dem politischen Urgestein über den Status quo in Europa, die Chance der Bürger etwas an diesem demokratiezersetzenden Kurs zu ändern und damit auch über die Montagsdemos oder Mahnwachen, die Wahl für mehr als legitim hält. Er befürwortet sie. Das Interview ist aber weit mehr als ein simples Abfragen von politischen Standpunkten oder ein Einholen von Verhaltenstips an die Generation @. Es ist auch ein Portrait über den Aktivisten Wahl selbst. Sein Elternhaus. Wie Wahl wurde, was er heute ist. Ein politisch aktiver Bürger. http://kenfm.de/unterstutze-kenfm/ https://twitter.com/wwwKenFMde https://www.facebook.com/KenFM.de http://www.kenfm.de/
Letztes Jahr habe ich in zwei Posts - Wir geben ihnen Macht 1 (14.03.2013) und - Realität ist, was wir glauben wollen (29.08.2013) versucht, das Phänomen von individuellen und gesellschaftlichen Realitätskonstruktionen, die daraus resultierenden (Macht-) verhältnisse und deren Interaktion zu umreißen. Dabei betonte ich das Bedürfnis von Menschen, bestimmte Dinge zu glauben, das sich mit dem Bedürfnis der Herrschenden, bestimmte Vorgänge auf eine bestimmte Art und Weise darzustellen, verschränkt. In meinem Post - Der Ukraine-Konflikt 2 – Über unterschiedliche Meßlatten und die Verwendung von Sprache (21.03.2014) habe ich über die Funktion der Sprache bei der Herstellung von Realität (bzw. Realitätsvorstellungen) geschrieben. Vor drei Jahren habe ich in meinem Post - Körper und Ich-Bewußtsein: Rubber Hand Illusion (18.03.2011) über unsere biologische Programmierung geschrieben, die darauf abzielt, aus der Gleichzeitigkeit bestimmter körperlicher und optischer Sensationen ein Ich-Gefühl entstehen zu lassen.
Versuch einer kurzen Erklärung des Unterschiedes zwischen innerer und äußerer Realität:
Wir machen uns Bilder von äußeren Objekten (also in diesem Fall das Pärchen vor der Kiste).Die Gesamtheit aller dieser inneren Bilder (oder Objekte – symbolisiert durch die Playmobil-Figuren) ist die innere Realität
Daß es einen Unterschied zwischen innerer und äußerer Realität gibt, macht folgender Selbstversuch schnell und eindringlich klar:
selective attention test [1:21] (mehr auf the invisible gorilla)
Hochgeladen am 10.03.2010
The original, world-famous awareness test from Daniel Simons and Christopher Chabris. Check out our book and website for more information (www.theinvisiblegorilla.com)
In dem Artikel "Die Macht der Aufmerksamkeit oder wie man zum Superhuman wird" auf meinem Bloghttp://www.got-big.de/Blog/?p=10741beschreibe ich die Möglichkeiten von gezielter Aufmerksamkeit im Sport, beim Muskelaufbau und Abnehmen.
Kaum etwas könnte alltäglicher sein, als das Sehen. Doch was uns so ins Auge fällt, wird gefiltert, verstärkt und umgeformt – Sehen ist ein aktiver Prozess. Und Aufmerksamkeit der Selektionsmechanismus.
Ein Vortrag aus der Veranstaltungsreihe "Hirnforschung, was kannst du? Potenziale und Grenzen" von Gemeinnütziger Hertie-Stiftung und Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
Description: One of the most fascinating organs in our body is the human brain. You could say that it is central control, or headquarters for our body. Without our brain, we are not alive. The brain is where our consciousness lives and our memories are preserved. If we are considered “brain dead”, then the plug gets pulled on our life support. It is a complex organ of fatty tissue, and the brain helps us process different kinds of information through our five sense. Using our nose, the brain can tell us whether we are experiencing a pleasant smell or something foul. With our ears, the brain can help us process the noises we are hearing and be able to tell the difference from language to noises. With our mouth, the brain helps us figure out whether the food we are eating is good for us and not poisonous. Finally, with our eyes, the brain helps us process the information we are seeing visually. Our brain and our eyes have a beautiful relationship by letting us see colors, nature, people, and more, along with associate these visions with emotions. With such wondrous capabilities, it can be easy to just assume and trust that what our eyes are telling us is true. Well, not exactly. In the last several centuries, optical illusions have been playing tricks with our brain and causing us to question what is real and what is fiction. Optical illusions can be created by Mother Nature, or they can be manmade, thus creating an entire art dedication to optical illusions and messing with our brain and everything that we know about the world around us. With the innovation and evolution of optical illusions, we are now getting confused more often than ever before! People have even dedicated their lives and support themselves from creating their own optical illusions. These artists even get a kick from us stepping on their painting and thinking that we are about to descend into a multiple story fall, but instead, our foot remains on solid ground. This video has ten of the most mind blowing optical illusions. They are so crazy that you would think that they were simply a trick of the camera or computer. What makes these optical illusions extra special is the fact that they play with your perception using colors, angles, light, shapes, sizes, and more. Our eyes have been conditioned and groomed to see certain things by the way the light hits an object, or by the way and angle is seen by our eyes. Reality can be manipulated so many ways by a simple tilt of the head or a beam of light, or a splash of color. By breaking down why you are seeing the optical illusion in the first place, we can start descending upon the bridge of understanding. Probably one of the most unsettling things about optical illusions is that the seed of doubt can bleed over to our normal everyday lives and cause us to question everything by just looking outside. ----------------------------------------------------------------------------------------- Our Social Media: Facebook: https://www.facebook.com/TheRichest.org Twitter: https://twitter.com/TheRichest_Com Instagram: http://instagram.com/therichest ----------------------------------------------------------------------------------------- Featuring: FLAT 3RD DIMENSION FOLLOWING EYES BACKWARDS CHAIR DROP OFF ROOM ANIMATION ILLUSION THE AMES ROOM MOTION ILLUSIONS CIRCLE ILLUSION YES-NO THE DRESS
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Je höher der Anteil an zerebralen Interpretationsvorgängen an der Wahrnehmung, desto größer sind die Manipulationsmöglichkeiten. Wie mit unterschiedlichen Realitäten gespielt werden kann, sieht man im folgenden Video: Der Witz entsteht für den Zuschauer dadurch, daß die »Opfer« in den gezeigten Szenen die durch das Kamerateam erzeugten Realitäten nicht zu durchschauen vermögen – im Gegensatz zum Zuschauer.
Just For Laugh- Top 10 funny pranks.3gp
Veröffentlicht am 06.04.2012
just for laugh
Im ersten Beispiel, dem mit der selektiven Aufmerksamkeit, stellen wir selbst eine bestimmte innere Realität her, indem wir etwas nicht bemerken, weil wir auf etwas anderes achten. In unserer durch unsere Fokussierung beeinflussten inneren Realität existiert der Gorilla nicht. Das letzte Video stellt Situationen dar, in welchen die »Opfer« keine Chance haben, da die tatsächliche Realität so manipuliert wird, daß die Opfer sie nicht durchschauen können. Als
ich mich vor vierzig Jahren das erste Mal mit der Einsteinschen
Relativitätstheorie befaßte, war die beeindruckenste Tatsache, mit der
ich mich gedanklich anzufreunden hatte, die, daß es keine absolute Geschwindigkeit gibt. Es gibt – abgesehen von der Lichtgeschwindigkeit – überhaupt nichts Absolutes: weder eine
absolute Länge, noch eine absolute Masse, noch eine absolute Zeit. Alle
diese Größen hängen vom zugrundegelegten Bezugssystem ab. Wenn sich
Raumschiff A und Raumschiff B im Weltall da draußen begegnen, läßt sich
nicht feststellen, mit welcher Geschwindigkeit sich das eine oder das andere bewegt. Die Geschwindigkeit muß immer auf etwas bezogen sein. Es gibt kein das gesamte Weltall umspannendes Koordinatensystem. Ist die Geschwindigkeit, mit der sich die beiden Raumschiffe zueinander bewegen, hinreichend groß, dann erscheint Raumschiff B aus der Sicht von Raumschiff A 199 Meter lang, während die Konstruktionszeichnungen des Raumschiffes B eine Länge von 200 Metern zeigen. Daraus folgt dann auch eine unterschiedliche Wahrnehmung der Massen: Die Konstruktionspläne von Raumschiff B sagen: unser Raumschiff hat eine Masse von 20.000 Tonnen. Von Raumschiff A aus gemessen, hat Raumschiff B aber eine Masse von 20.100 Tonnen. Beide Raumschiffe würden, wenn sie mit ihren Meßsystemen dazu in der Lage wären, zu der Feststellung kommen, daß die Zeit in dem jeweils anderen Raumschiff langsamer abläuft. – Und beide hätten recht. (Die entsprechenden Videos kann man sich auf youtube ansehen.) Meinem vierzig Jahre alten Tagebuch habe ich folgende Zitate entnommen:
»Ich denke nicht, daß wir im Unrecht waren, als wir ihnen dieses große Land wegnahmen. Es gab eine Unmenge von Leuten, die Land brauchten, und die Indianer waren so eigennützig zu versuchen, es für sich behalten zu wollen.«(John Wayne)
»Realität ist das, was entschlossene Menschen daraus machen. Für uns gibt es keine Chance, in einem fremden System zu überleben. Nur unser System funktioniert für uns und kein anderes, und wir haben ein Recht auf unser System. Jeder hat das Recht, nach seinen eigenen Vorstllungen zu leben. Wir bestehen auf diesem Recht bis zum Ende. Wir werden nicht aufhören zu kämpfen, bis wir unsere eigene Realität gewonnen haben.«(Jimmie Durham)
»Menschenrechte sind
materiell begründete Rechte, die keine karitative oder religiöse Wurzel
haben. Menschenrechte sind kein zeitlos gültiger Grundwert.«(Hermann Klenner, Präsidiumsmitglied des DDR-Kommitees für Menschenrechte)
»Wie gut es uns
heute auch gehen mag und wie hoch wir auf der Erfolgsleiter geklettert
sein mögen: In unserem Innersten tragen wir der Gesellschaft, die uns
kulturellen und zivilisatorischen Fortschritt beschert hat, immer noch
nach, daß wir nicht mehr ohne wieiteres emotional, spontan und unter
Gleichen leben können.« (Prof. Karl Otto Hondrich in der ZEIT)
»Das gegenwärtige Problem scheint weniger das eines Rebellierens gegen einen etablierten und bekannten Kodex als das eines Herumtappens in einer Situation mit fast unbekannten Grenzen zu sein.« (David Truman, Columbia University in Vance Packard, Die sexuelle Verwirrung)
mein sohn fragt:warum bin ich auf der Welt? ich antworte:es hat uns an einem arzt gefehlt, der antibaypillen verschreibt deshalb bist du auf der welt bei unsam linken niederrhein(Peter-Paul Zahl)
»Das Leben ist nicht säuberlich, ihm ist nicht beizukommen. Es ist nur möglich, Stückchen zu isolieren und dann wieder zusammenzusetzen… und ein Mosaik herzustellen, daß, wenn man Glück hat, dem Original nicht zu unähnlich ist.« (Ludwig Marcuse, Nachruf auf L. M.)
Ich kann mich noch daran erinnern, daß, wenn ich in das Wohnzimmer meiner Großmutter zum Krimigucken kam, sie nach einigen Minuten fragte: »Ist das der Böse?« Wir Menschen benötigen Kategorien, um uns orientieren zu können. Genauer gesagt: Wir benötigen Kategorien, um die zu leistende Orientierungsarbeit auf ein »vernünftiges« (oder erträgliches) Maß reduzieren zu können. In Opposition zu den wohl meisten gebildeten Menschen bin ich der Meinung, daß es außer uns hier auf der Erde keine intelligenten Wesen im Universum gibt. Und wenn doch, dann sind sie so weit weg, daß wir nie mit ihnen in Kontakt kommen werden. (Bei dem Müll, den wir im Orbit, auf dem Mond und auf dem Mars zurücklassen, ist das vielleicht gar nicht so schlecht.) Die Verhältnisse auf der Erde (und während ihrer Entstehungsgeschichte) sind dermaßen unwahrscheinlich und ungewöhnlich, daß mir das nicht wiederholbar erscheint. Die beiden wichtigsten Faktoren für die Entstehung intelligenten Lebens sind die natürliche Radioaktivität und die hinreichende Stabilität der Umweltbedingungen. ==========
Das heute weithin anerkannte Modell zur Entstehung des Mondes besagt, dass vor etwa 4,5 Milliarden Jahren ein Himmelskörper von der Größe des Marsnahezu streifend mit der Protoerde kollidierte. Dabei wurde viel Materie, vorwiegend aus der Erdkruste und dem Mantel des einschlagenden Körpers, in eine Erdumlaufbahn geschleudert, ballte sich dort zusammen und formte schließlich den Mond. Der Großteil des Impaktors vereinte sich mit der Protoerde zur Erde. Nach aktuellen Simulationen bildete sich der Mond in einer Entfernung von rund drei bis fünf Erdradien, also in einer Höhe zwischen 20.000 und 30.000 km. Durch den Zusammenstoß und die frei werdende Gravitationsenergie bei der Bildung des Mondes wurde dieser aufgeschmolzen und vollständig von einem Ozean aus Magma bedeckt. Im Laufe der Abkühlung bildete sich eine Kruste aus den leichteren Mineralen aus, die noch heute in den Hochländern vorzufinden sind. []
Im November 2005 konnte eine internationale Forschergruppe der ETH Zürich sowie der Universitäten Münster, Köln und Oxford erstmals die Entstehung des Mondes präzise datieren. Dafür nutzten die Wissenschaftler eine Analyse des IsotopsWolfram-182 und berechneten das Alter des Mondes auf 4527 ± 10 Millionen Jahre. Somit ist er 30 bis 50 Millionen Jahre nach der Herausbildung des Sonnensystems entstanden.[12] [Mond, Entstehung des Mondes, Wikipedia, abgerufen am 21.08.2017]
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Ein biologisches System, dem die Umweltbedingungen Zeit lassen, kann ausprobieren und darf Fehler machen. Je schneller sich die Umweltbedingungen ändern, desto mehr gerät das biologische System unter Druck: die Anzahl signifikanter unterschiedlicher Veränderungen im Vergleich mit der Veränderungs-Geschwindigkeit nimmt ab, die Anzahl der ausprobierbaren Möglichkeiten und die Fehler-Toleranz sinken. (Zum Beispiel war die Entwicklung von Federn bei Dinosauriern erst einmal eine morphologische Variante, die zum Überleben nicht notwendig war.) Je älter ich werde, desto mehr Gewicht messe ich dem Faktor Stabilität bei. Stabilität war nicht nur für die Entwicklung höher organisierten Lebens auf unserem Planeten wichtig. Stabilität ist auch für die psychische Entwicklung des Menschen wichtig. Und ich habe seit dem Fall der Berliner Mauer zunehmend den Eindruck, daß die uns umgebende gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Welt immer instabiler wird. Und das betrifft jeden Einzelnen von uns. Die uns umgebende Technologie, die ja mit der größeren Bequemlichkeit beworben wird, zieht uns in eine prekäre Abhängigkeit hinein, und jeder Einzelne muß sich immer mehr Gedanken darum machen, wie er mit seiner elektronischen Verbundenheit mit dem umgebenden gesellschaftlichen System umgehen will. Früher hat mein Vater auf dem Weg zur Schule vor der Sparkasse angehalten, und ich bin aus dem Auto ausgestiegen und habe ein oder zwei Überweisungsformulare in den Briefkasten geworfen. Heute ändern sich die Bedingungen für das Online-Banking alle drei bis vier Jahre. (Bis ich mich dann mit PIN und TAN oder s-TAN und m-TAN oder Chipkarte angefreundet habe, ist die nächste Veränderung da.) Ich muß, damit ich meinen Beruf ausüben kann, alle zwei Jahre spätestens ein System-Update durchführen, nach welchem dann ein oder zwei Computerprogramme oder ein oder zwei Hardware-Komponenten (dieses Jahr waren es die Maus, der Scanner und das Fax-Modem) den Dienst verweigern. Und wenn ich dann ein Programm-Update eingespielt habe, muß ich einiges an Energie investieren, um herauszufinden, wie Sachen, die bis gestern noch problemlos funktionierten, in der neuen Programm-Version organisiert sind. Alles schöner, besser, einfacher? Pustekuchen! Ich mache mir Sorgen. Sorgen einmal, weil ich das Gefühl habe, ich komme allmählich nicht mehr mit. (Meine Lust mitzukommen wird ebenfalls weniger.) Aber das ist meine ganz private Angelegenheit. Sorgen mache ich mir vor allem darüber, was das alles mit unseren Kindern macht. Als ich 17 war, gab’s in meiner Schulklasse heiße Diskussionen um das Mißtrauensvotum gegen Willy Brandt. Meinen Kindern sind politische Dinge ziemlich egal. Und ich bin mir nicht mehr sicher, ob das gut oder schlecht ist. Möglicherweise (oder sogar wahrscheinlich) sind die ganzen Heimlichkeiten, Machtspiele und Intrigen, die in Politik, Wirtschaft und Medien vor sich gehen, schon immer so gewesen, wie sie sie jetzt immer mehr offenbar werden. Daß Brandt auf seinen Wahlkampf-Tourneen das Konzept der Polyamorie schon mal testete und das Mißtrauensvotum gegen ihn scheiterte, weil mindestens zwei Abgeordnete bestochen worden waren, habe ich erfahren, als Brandt längst tot war. Daß Giscard d’Estaing von Kaiser Bokassa wertvolle Diamanten geschenkt bekommen hatte und sein Neffe der größte Großgrundbesitzer in Zentralafrika ist (dazu konnte ich keine Quellen finden, das hat mir ein französischer Freund erzählt), habe ich erst vor etwa einem Jahr erfahren. Paul Valéry schrieb: »Macht ohne Mißbrauch verliert an Reiz.« Die Möglichkeiten, die öffentliche Meinung zu beeinflussen sind heutzutage andere als vor 50 Jahren. Als Intellektueller sollte man sich natürlich informieren. Aber: Die Einflußnahme auf die öffentlich-rechtlichen Medien sind heute aus meiner Sicht intensiver und subtiler als vor 50 Jahren. Ich kann mir nicht vorstellen, daß so etwas wie die SPIEGEL-Affäre heute noch passieren würde: welcher Zeitungs-Herausgeber würde es heutzutage noch mit der Regierung aufnehmen? Siehe die Krise um die Ukraine: ist Putin böse und tritt Völkerrecht und Menschenrecht mit Füßen? (So der Tenor der westlichen Mainstream-Berichterstattung) Oder ist er in eine Situation gedrängt worden, in der er kaum noch Spielraum hatte? (Das ist eher die Sichtweise der sogenannten Putin-Versteher. Wenn wir hier anfangen, von Obama-Verstehern zu reden, fängt’s an spannend zu werden.) Und wenn ja: wer hat ihn gedrängt? Die Kaste der Oligarchen des militärisch-industriellen Komplexes in den USA unter zuhilfenahme des blauäugigen alten Europas, das trotz zunehmender Erodierung der Sozialsysteme, trotz immer weiter auseinanderklaffender Schere zwischen arm und reich noch an Freiheit und Demokratie glaubt? Oder war es die Kaste der ukrainischen Oligarchen, die, um am Futtertrog weiterhin ganz vorn mitfressen zu können, Russland und den Westen gekonnt gegeneinander ausgespielt hat? Übrigens hat der Geschichtslehrer meiner Tochter angekündigt, zu erklären, weshalb Putin ein kleiner Hitler ist. Ich weiß noch nicht, ob ich reagieren und wie ich mich verhalten soll… Was soll ich vom Journalisten halten, der in den Nachrichten den zugeschalteten Interview-Partner zu bestimmten Aussagen drängen will? (Klaus Kleber – Siemens Vorstandschef Joe Kaeser ZDF info) Oder von der Moderatorin einer Kultursendung, die das Interview kurzerhand beendet, wenn ihr die Antworten des Interview-Partners nicht passen? (Tina Mendelsohn – Bazon Brock, 3sat) Zurück zu unseren beiden Raumschiffen: Wir müssen uns wohl oder übel eingestehen, daß es kein das gesamte Universum umfassendes Bezugssystem gibt: Was für mich eindeutig eine bestimmte Länge, eine bestimmte Geschwindigkeit und eine bestimmte Zeit ist, ist für jemanden, der sich mit einer genügend hohen Geschwindigkeit relativ zu mir bewegt, anders. Hier entstehen zwei nebeneinander bestehende Realitäten, die gleichberechtigt sind.
»Die wichtigste Lektion der jüngsten Geschichte ist meiner Meinung nach – ich wiederhole es und werde es wiederholen, solange ich lebe – ganz einfach, obwohl sie schwer zu befolgen ist. Die Lektion heißt: Wahrheit und Toleranz. Heute sind Wahrheit und Toleranz keine idealistischen Träume mehr, sie sind lebensnotwendig und unentbehrlich, eine condition sine qua non. Ohne sie wird alles Leben auf Erden zugrunde gehen. Vorbehaltlose Wahrheit und bereitwilligste Toeranz, Menschenliebe, die alle Arten von Haß und Feindseligkeit überwindet: Sie sind unerläßlich, wenn die Menschheit am Leben bleiben will.« (Lew Kopelew, Autor von »Aufbewahren für alle Zeit«)
»Die Menscheit ist an sich immer vollständig, niemand fehlt ihr, und sie wartet auch auf keinen. Sie wird weiter nichts zustande bringen, dieselben Menschen werden sich dieselben Fragen vorlegen und dasselbe Leben verpfuschen.« (Jean-Paul Sartre, Der Aufschub)
Wie soll ich mit Situationen umgehen (Irak- oder Afghanistan-Krieg, Euro-Rettungsschirm, transatlantisches Freihandelsabkommen, Ukraine-Konflikt), in welchen gezielt Falschinformationen lanciert oder Informationen unterdrückt werden und in denen der Sprachgebrauch normiert erscheint: »Euro-Maidan-Bewegung gegen prorussische Separatisten«? Wie werden unsere Kinder mit einem gesellschaftlichen Umfeld umgehen, in welchem es immer mehr Informationen und keinen Brockhaus mehr gibt? Man denke an die Bedeutung (Die "Enzyklopädie des Wissens" – 1751 - 1780
, Deutsche Welle, Datum unbekannt) der Enzyklopädisten für die Aufklärung)? Wie gehen Menschen mit ihrer gesellschaftlichen Umgebung um, wenn sie nicht mehr richtig mit der Hand schreiben können, sich kaum noch bewegen und immer fetter werden? (Handschrift bei Kindern stirbt aus, heise online New, 14.06.2014) Realität, um auf den Post-Titel zurück zu kommen, wird nicht nur durch den Perzipierenden sondern auch durch Medien hergestellt – über die wir alle unsere Informationen beziehen. Realität wird hergestellt durch Medien, die nicht nur informieren sondern auch interpretieren und werten. Und auf die Informationen vermittelnden Medien suchen Interessengruppen Einfluß zu nehmen. Angesichts der hysterischen Stimmung in den USA nach 9/11 mit speziellen Gesetzen und medialer Selbstzensur (Ein anderes Amerika und Lieder mit fraglichem Inhalt, 11.10.2009) und der Berichterstattung zum Ukraine-Konflikt muß ich mich fragen, wie stabil und verläßlich der sich freiheitlich-demokratisch nennende Westen mit den von ihm propagierten Werten umgeht und welches Gewicht diese Werte in der Realitätsgestaltung noch haben. Wir haben eine westliche Supermacht, die lügt, wenn es ihr in den Kram paßt – sei es der Tonkin-Zwischenfall, seien es die nicht existierenden Massenvernichtungswaffen von Saddam Hussein –, die Völkerrecht (z.B. Operation Ajax 1953 [Iran] oder Project FUBELT 1970-73 [Chile] und jetzt Drohnen-Angriffe in Pakistan) und Menschenrechte ständig verletzt (siehe Church-Kommitee 1975, Geheimgefängnisse, Guantanamo), die andererseits aber sehr schnell dabei ist, Russland dieser Verletzungen anzugklagen. Man stelle sich vor, welch ein Aufschrei durch unsere Medienlandschaft ginge, würde Russland mit gefälschten Beweisen einen Krieg anzetteln, der anderthalb Millionen Tote kostet (Quelle: IPPNW, 18.03.2013). Unsere innere Realität (Der Ukraine-Konflikt 2 – Über unterschiedliche Meßlatten und die Verwendung von Sprache, 21.03.2014) wird hauptsächlich beeinflußt durch die medial vermittelten Informationen (und Interpretationen) und die Interpretationsprozesse, die in unserem Geist ablaufen. Dabei macht es prinzipiell kaum einen Unterschied, wenn ich der Meinung bin, Homosexualität bedeute eine Gefahr für die Volksgesundheit (siehe den Wikipedia-Artikel über den § 175), ob ich die Evolutionslehre ablehne (Kreationismus), an Levitation oder Steuerung von Styroporbällchen durch Gedankenkraft (Realität ist, was wir glauben wollen (29.08.2013) oder an Freiheit und Demokratie der westlichen Staaten glaube. Wir kennen die Realität nicht (Konstruktivismus), und das ist etwas, was wir aushalten müssen. Unsere Welt ist nicht so geordnet und stabil, wie uns die Medien das glauben machen wollen und wie wir uns dies wünschen. Wenn man sich dies aber klar macht, muß man sich entscheiden, wie intensiv man sich bemüht, Informationen zu erhalten und von wo man sie bezieht und an welchem Punkt man zu arbeiten versucht. Und wenn man da draußen keine Stabilität zu finden imstande ist, wäre es vielleicht Zeit, sich um ein stabilisierendes Verhalten im Innern zu kümmern. Vielleicht geht es aber auch gar nicht um Realität, vielleicht geht es nur um Realitätsunterschiede (siehe oben, Beispiel mit Raumschiff A und B). Vor einigen Jahren war ein Paar zum Zweiergespräch bei mir. Die Frau warf dem Mann vor, jede Nacht auf dem Weg zur Toilette an die Bettkante zu stoßen und sie wach zu machen. Der Mann beteuerte empört, dies geschehe höchstens einmal in der Woche. Völlig unmöglich, die Realität herauszufinden… Im Nachhinein weiß ich, daß, wenn Paarkonflikte an diesem Punkt angelangt sind, es nur noch um um den Schutz des eigenen Interpretationssystems (es ist eigentlich das elterliche, mit dem man sich identifiziert) geht…
Enttäuschung wird allgemein und spontan als etwas Negatives empfunden, als eine Ungerechtigkeit, die uns widerfahren ist, als ein Wermutstropfen im ohnehin schon bitteren Leben. Die Sprache ist anderer Meinung. Denn »ent-« ist ein Privativ, wie man das nennt – wer seine Kleider ablegt, ent-kleidet sich, wer den Mut verliert, ist ent- mutigt, und Kirschen ent-kernen wird, bevor wir Marmelade daraus machen – , und gerade dies sollte uns im Falle der »Enttäuschung« doch eher trösten. Was hat der Enttäuschte denn zu beklagen? Daß er einer holden Täuschung erlegen war und nun die Dinge etwas klarer und wahrheitsnäher sieht? Genau da scheint jedoch die Schwierigkeit zu liegen...: »Es ist manchmal schwer, jemanden zu enttäuschen, weil er Illusionen braucht.« Man täuscht sich eben nur allzu gern über Tatsachen hinweg, will also dann folgerichtig nicht ent-täuscht werden, ist es aber gerade deshalb immer wieder ... und klagt. Der Enttäuschte, sagt die Sprache, ist um eine Täuschung ärmer, um eine Wahrheit reicher. Wer wollte da klagen? [aus Waltraud Legros, Was die Wörter erzählen, dtv, München, 1998]
Das Einzige, was bleibt, ist die Bewußtmachung. Immer und immer wieder müssen wir uns klar machen, welche Informationen von wem wie vermittelt werden und wie wir selbst mit Informationen umgehen (heißt: welche Gefühle, Gedanken und Phantasien durch den Erhalt dieser Informationen bei uns hervorgerufen werden). Uns klar machen, daß wir in technologischen und wirtschaftlichen Verhältnissen leben, die uns dazu animieren, uns immer stärker mit unserer Gesellschaft, in der wir leben, zu verknüpfen und uns immer wieder klar machen, daß wir in einer Welt leben, die sich ständig ändert: Pantha rhei! Wir sind nicht die Guten, und die Anderen sind nicht die Bösen. Und was uns aufeinander und gegeneinander treibt, sind unsere Angst vor Orientierungs- und Identitätsverlust und die egoistische Gier der Machthaber. Und diese Tatsachen gilt es erst einmal auszuhalten und näher kennen zu lernen… ManfredSpitzer: Entscheidungen im Ausnahmezustand -- Was unser Gehirn kann und was nicht [50:19]
Veröffentlicht am 16.07.2014
Überlastung mit Informationen, Dauerstress, Multitasking? Dies sind nur drei Stichworte, die heute unseren ganz normalen Alltag beschreiben. Sind wir dem überhaupt gewachsen? Was kann unser Gehirn leisten und was kann es nicht leisten? Ausgehend von neuen Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung zu menschlicher Kommunikation, zu Stress und zur Informationsverarbeitung im Gehirn wird den praktischen Konsequenzen aus diesen Einsichten für die Alltagspraxis nachgegangen -- mit zum Teil sehr überraschenden Ergebnissen: Menschen sind einerseits weitaus besser als ihr Ruf, können andererseits jedoch in mancherlei Hinsicht deutlich weniger als ökonomische Entscheidungsträger annehmen.
[…] Ich habe gar nichts gegen die Menge; Doch kommt sie einmal ins Gedränge, So ruft sie, um den Teufel zu bannen, Gewiß die Schelme, die Tyrannen. […] Was ich sagen wollt, Verbietet mir keine Zensur! Sagt verständig immer nur, Was jedem frommt, Was ihr und andere sollt; Da kommt, Ich versichr’ euch, so viel zur Sprache, Was uns beschäftigt auf lange Tage.
O Freiheit süß der Presse! Nun sind wir endlich froh; Sie pocht von Messe zu Messe In dulci jubilo. Kommt, laßt uns alles drucken Und walten für und für; Nur sollte keiner mucken, Der nicht so denkt wie wir.
Was euch die heilige Preßfreiheit Für Frommen, Vorteil und Früchte beut? Davon habt ihr gewisse Erscheinung: Tiefe Verachtung öffentlicher Meinung. […] Nichts schmerzlicher kann den Menschen geschehn, Als das Absurde verkörpert zu sehn.
Dummes Zeug kann man viel reden, Kann es auch schreiben, Wird weder Leib noch Seele töten, Es wird alles beim alten bleiben.
Dummes aber, vors Auge gestellt, Hat ein magisches Recht; Weil es die Sinne gefesselt hält, Bleibt der Geist ein Knecht. […] Das Tüchtige, und wenn auch falsch, Wirkt Tag für Tag, von Haus zu Haus; Das Tüchtige, wenn’s wahrhaft ist, Wirkt über alle Zeiten hinaus.
Ich übernehme keine Haftung für die Inhalte externer Links, verweise diesbezüglich auf RogerMurtaughund gehe im übrigen davon aus, daß die Besucher meines Blog imstande sind, sich ihre eigenen Gedanken zu machen.
(Was ja auch Ziel dieses Blogs ist!)
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