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Donnerstag, 24. Oktober 2019

In der Schule sind Knaben fauler als Mädchen

Schulen diskriminieren Jungen, weil sie weibliche Eigenschaften und Fähigkeiten höher bewerten, klagt ein Vater. Eine Lehrerin widerspricht.
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In der Schweiz hat Rechtsanwalt Martin Hablützel Rekurs eingereicht, weil sein Sohn Luiz am Gymnasium nicht promoviert worden ist. Er argumentiert, dass Knaben an den Gymnasien diskriminiert werden. Sprachliche Fächer, in denen Mädchen besser seien, und weibliche Eigenschaften wie Fleiss, Anpassung und Genauigkeit hätten einen zu hohen Stellenwert. Sein Sohn ist nach Angaben der «NZZ am Sonntag» jedoch nicht an sprachlichen Fächern gescheitert, sondern weil er in Physik beim Nachbarn abgeschrieben hatte. Vater Hablützel argumentiere deshalb vor allem mit der Entwicklung von Jungen in der Pubertät.

Männlicher Minimalismus

«An den tieferen Noten der Buben ist nicht die Biologie schuld, sondern eine breite Duldung des männlichen Minimalismus in der Pubertät», schreibt Lehrerin Miriam Missura in einem Beitrag für die «NZZ am Sonntag». Fleiss habe jahrhundertelang als männliche Eigenschaft gegolten. Erst im 20. Jahrhundert durften Frauen überhaupt an Gymnasien. Und erst seit sie stärkere schulische Leistungen zeigen als Knaben, gelte Fleiss nicht mehr als erstrebenswert, «sondern wird als Mädcheneigenschaft diskreditiert und oft mit tieferer Intelligenz gleichgesetzt». Doch das eine habe mit dem anderen nichts zu tun. Ein Kind könne intelligent und gleichzeitig fleissig oder faul sein.

Fleiss gilt als «uncool»

Lehrerin Missura stellt bei Knaben in der Pubertät eine Tendenz zum Minimalismus auch in Mathematik und naturwissenschaftlichen Fächern fest. Im Unterschied zu vielen Mädchen seien sie oft mit tieferen Noten zufrieden. Wer bessere Noten anstrebe gelte als «Streber» und Fleiss als «uncool». Gesellschaft und Familien würden diesen Minimalismus vor und während der Pubertät dulden. «Es wird Zeit, dass dem pubertären Minimalismus ein Riegel vorgeschoben wird.» Leistungswille gelte als eine Schlüsselkompetenz in der Wirtschaft. «Knaben müssen lernen, dass sich Motivation durch Erfolg und Erfolg durch Fleiss steigert. Den Fleiss müssen sie aber selber aufbringen.» Wenn sie dies nicht können oder wollen, sollen sie in einen anderen Bildungsgang wechseln und beispielsweise eine Lehre machen, schreibt Missura.

mehr:
- In der Schule sind Knaben fauler als Mädchen (Info-Sperber, 24.10.2019)
siehe auch:
Mädchen können besser lesen und vor allem besser schreiben (Post, 07.10.2018)
„Männer wissen immer weniger, wer sie sind“ (Post, 03.03.2016)
Feminismus im öffentlich-rechtlichen Fernsehen (Post, 24.08.2015)
Männer auf dem Rückzug (Post, 21.06.2015)
Warum Jungs öfter scheitern (Post, 21.06.2015)
Schweizer Studie: Schulerfolg bei Jungen von der richtigen Gesinnung abhängig (Post, 14.06.2015)
- Krise bei den jungen Männern (Post, 12.05.2015)

Samstag, 24. August 2019

Arme Kinder, schlechte Schulen…

„Arme Kinder, schlechte Schulen.“ Zu diesem Ergebnis kommt Marcel Helbig vom Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung in einer aktuellen Studie. Ein Mangel an Lehrern, Unterrichtsausfall und Vertretungsstunden sind Merkmale, die an Schulen, die von armen Kindern besucht werden, häufiger festgestellt werden können, als es an den sozial privilegierten Schulen der Fall ist. Und: Politisch Verantwortliche scheinen nicht unbedingt ein großes Interesse daran zu haben, die Schulen der Armen so zu unterstützen, wie es nötig wäre. Schulpolitik habe viel mit Verteilungsfragen zu tun, sagt Helbig im NachDenkSeiten-Interview. Derweil, so Helbig weiter, sei zu beobachten, wie finanziell Bessergestellte ihre Kinder auf Privatschulen schicken, wo dann ein Schulgeld verlangt werde, das arme Familien nicht aufwenden können. Dabei geht es „um Abgrenzung“ und darum, „einen Abstand zu den Armen zu erzeugen.
mehr:
- „Die Verantwortlichen wollen nicht wissen, wie groß die Probleme sind“ (Marcus Klöckner interviewt Marcel Helbig, NachDenkSeiten, 24.08.2019)
siehe auch:
Die Zurichtung unserer Kinder zu „Funktionsäffchen“ (Post, 18.03.2019)
Mädchen können besser lesen und vor allem besser schreiben (Florian Rötzer, Telepolis, 07.10.2018)
Deutschland fehlen bald 35.000 Grundschullehrer (Florian Rötzer, FAZ, 31.01.2018)
Lesekompetenz von deutschen Grundschülern: Erhebliche Mängel (Post, 06.12.2017)
Schreibschrift im Zeitalter der »Kopf-unten-Generation« (Post, 06.11.2017)
Berlin schafft Geschichts­unterricht ab (Post, 27.10.2017)
- Krise bei den jungen Männern (Post, 12.05.2015)


Freitag, 16. August 2019

USA zeigen überraschende Merkmale eines Drittweltlandes

Sechs Merkmale eines Entwicklungslandes erkennt Professor Robert Reich in einem kurzen Videobeitrag.
upg. Robert Reich ist Professor für öffentliche Politik an der Goldman School of Public Policy der University of California. Berkeley. Er war US-Arbeitsminister unter Präsident Bill Clinton.
In vielen Ländern der Dritten Welt gebe es besonders grosse Ungleichheiten, eine Anzahl Oligarchen und wenig Chancen für Arme. Die USA seien auf dem Weg dazu, wenn man folgende sechs Kriterien betrachte, erklärt Robert Reich.
mehr:
- USA zeigen überraschende Merkmale eines Drittweltlandes (Info-Sperber, 16.08.2019)

Robert Reich: Is America Becoming a Third World Country? {3:47}

Robert Reich
Am 13.08.2019 veröffentlicht 
Former Secretary of Labor Robert Reich breaks down what America has in common with developing countries.
Watch More: The Real American Story
►► https://youtu.be/vvCtwDAQta0

Germany: Low Crime, Clean Prisons, Lessons for America | Jeff Rosen | TEDxMountainViewHighSchool {25:57 – Start bei 3:45}

TEDx Talks
Am 13.08.2019 veröffentlicht 
Germany has a much lower crime rate and fewer people in prison than the United States. How does Germany do that? Is it because their prisons are different than ours? Is there anything we could learn from them? Find out.
District Attorney Rosen is an experienced prosecutor and a recognized leader in criminal justice reform. His mission for the Santa Clara County District Attorney's Office is to vigorously pursue justice in a way that is fair and treats everyone with respect. His core values are service, hard work, transparency and integrity.
Since arriving in the Bay Area, Mr. Rosen has been active in the community. He served as president of a large synagogue, taught trial advocacy at Santa Clara University Law School and trained police officers in report-writing.
This talk was given at a TEDx event using the TED conference format but independently organized by a local community.
Learn more at http://ted.com/tedx
Einige Zahlen aus dem Video: 
6 von 100 Highschool-Absolventen werden vor dem 30. Lebensjahr ein Jahr im Gefängnis verbringen.
Von 100 Highschool-Abbrechern werden vor dem 30. Lebensjahr 28 ein Jahr im Gefängnis verbringen.
Von 100 afro-amerikanschen Highschool-Abbrechern sind es 68.

Von 1925 bis 1975 war die Inhaftierungsrate mit ca. 100 von 100.000 Einwohnern
relativ stabil. Ab 1975  stieg sie dramatisch an.
Aufbau des Strafrechtsstaats
[…] werden wir den Ursachen und Modalitäten dieser astronomischen zur Zunahme der Gefängnispopulation im Einzelnen nachgehen und insbesondere zeigen, dass sie rein gar nichts mit der Kriminalitätsentwicklung zu tun hat. […] werden wir darüber hinaus zeigen, wie sich das plötzliche Gefängniswachstum zum Zerfall der städtischen Gettos als physikalischem Aufbewahrungsort für unerwünschte schwarze Körper verhält. An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass eine der Hauptantriebskräfte bei diesem Gefängniswachstum in den USA der »War on Drugs« war, der »Krieg gegen die Drogen« – ein irreführender Name für eine Politik, mit der in Wirklichkeit eine Guerilla-Kampagne zur strafrechtlichen Drangsalierung von kleinen Straßendealern und armen Konsumenten gemeint war und die sich in erster Linie gegen die jungen Männer in den kollabierenden Innenstädten richtete, für die dank dem doppelten Abbau des Arbeitsmarkts und des Wohlfahrtsstaats das Dielen die am leichtesten zugängliche und zuverlässigste Erwerbsquelle darstellt.[48] Es ist ein »Krieg«, den zu erklären die Behörden 1983 keinerlei Grund hatten, wenn man bedenkt, dass der Marijuana-und Kokainkonsum seit 1977-79 stetig zurückgegangen war und dass die Politik der Angebotsproduktion in Amerika eine lange und ehrwürdige Geschichte des Scheiterns hat.[h] Sowie auch vollkommen vorhersehbar war, dass diese Politik die Afroamerikaner der unteren Klassen insofern unverhältnismäßig hart treffen würde, als direkt auf die Wohnviertel der Mittellosen in den maroden Stadtkernen zugeschnitten war.

Der Grund für diese enge räumliche Zuspitzung einen nationalen Strafverfolgungskampagne ist leicht auszumachen: Das schwarze Getto ist das stigmatisiert Territorium, auf dem eine beängstigende und angeblich in Unmoral und Wohlfahrtsabhängigkeit versunkene »Unterschicht« unter dem Druck von Deindustrialisierung und sozialer Isolation zu einem festen Block zu verschmelzen schien und damit zu einem der vorzüglichsten Objekte der öffentlichen Besorgnis geworden war.[49] Doch es ist auch der Bereich, wo die Polizeipräsenz besonders dicht ist, illegale Geschäfte am leichtesten zu entdecken sind, die hohe Konzentration von jungen vorbestraften Männern den Gesetzeshütern leichte Beute verspricht und die Machtlosigkeit der Bewohner viel Spielraum für repressives Handeln ist. Nicht die Drogenbekämpfung als solche hat dazu beigetragen, Amerikas Gefängniszellen bis zum Bersten auszufüllen und ihre Insassen rasch immer »schwarzer« werden zu lassen, sondern der Zeitpunkt und die selektive Umsetzung dieser Politik in einem begrenzten Quadranten am alleruntersten Ende des sozialen und städtischen Raumes.



Ein Indikator für das Ausmaß dieses Prozesses: 1975 verbüßte einer von vier insassen von Bundesgefängnissen eine Haftstrafe wegen eines Drogendelikts; 20 Jahre später waren es bereits 61 %. Währenddessen hatte sich die vom Federal Bureau of Prisons (etwa: »Bundesamt für Gefängnisse«) verwahrte Population vervierfacht. Sie lag nun bei 90.000 und machte es da mit zum größten Strafvollzugssynem der Welt, während es bis zu Reagans Einzug ins Weiße Haus ein kleines Anhängsel des US-amerikanischen Strafvollzugsapparats war (s. Tab. 2.4).



Ein Indikator für die Rassendisparität: 1975 betrug das Verhältnis von schwarz zu weiß bei den lnhaftierungsraten für Drogendelikte zwei zu eins; 15 Jahre später war es auf fünf zu eins gestiegen, obwon sich das Verhältnis von Schwarzen zu Weißen, was die Neigung zum Drogenkonsum betraf, nicht verändert hatte. Noch schockierender ist, dass die Rate der wegen Drogendelikten ensltzenden weißen Jugendlichen, die seit ihrem Höchststand von 310 von 100.000 im Jahre 1975 stetig gesunken war, nach der Erklärung des Kriegs gegen die Drogen im gleichen Tempo weiter sank und im Jahre 1991 einen Tiefstand von 80 von 100.000 erreichte – was bedeutet, dass weiße Jugendliche von dieser aggressiven Strafverfolgungskampagne überhaupt nicht betroffen waren. Demgegenüber machte die Rate der wegen Drogendelikten inhaftierten schwarzen Minderjährigen, die parallel zur Rate der weißen Jugendlichen von 250 von 100.000 im Jahre 1979 auf rund 185 im Jahre 1981 gefallen war, im Jahre 1983 eine abrupte Kehrtwende und stieg bis 1989, dem Höhepunkt dieses so genannten Krieges, raketengleich auf über 460 von 100.000 an.[50] Junge schwarze Männer aus dem Ghetto wurden beim aggressiven Aufbau des Strafrechtsstaats nach der Bürgerrechtsrevolution zur bevorzugten Beute, so wie junge schwarze Frauen, die Sozialhilfe bekamen, zur zentralen Figur im Strudel der Debatten um die »Wohlfahrtsreform«.



Gemessen an den Zielsetzungen seiner Strategen war der »War on Drugs« ein spektakulärer Fehlschlag – wie rund 80 % der Polizeichefs des Landes bei Befragung im Rahmen des Annual Survey of Police Chiefs an Sheriffs, der jährlichen Umfrage bei den Polizeichefs und Sheriffs, nach 1995 sagten. Seit er erklärt wurde, sind die Straßenpreise für Kokain stetig gesunken, die Mengen der auf den Straßen zirkulierenden Drogen Jahr für Jahr gestiegen und die Zahlen der bei wegen Drogendelikten verurteilten schwarzen Häftlinge ununterbrochen angeschwollen. Doch er hat gute Dienste geleistet, um den Speer des Strafrechtsstaats auf die allereledndsten Segmente des städtischen Subproletariats des Landes zu schleudern und eine öffentliche Bühne zu errichten, auf der die Politiker vorführen konnten, wie sie dem hart arbeitenden Bürger einen lebenswichtigen Dienst erwiesen: den mangelhaften Schutz vor Straßenräubern.

Und dennoch ist mit der Verdoppelung der Häftlingspopulation innerhalb von zehn Jahren und ihrer Verdreifachung innerhalb von 20 Jahren seit Mitte der 1970 er Jahre das reale Gewicht der Strafverfolgungsbehörden im neuen Apparat für den Umgang mit der Armut und ihren Begleiterscheinungen immer noch viel zu niedrig angesetzt. Denn die, die hinter Gittern sitzen, stellen nur ein Fünftel der Gruppe dar, die unter strafrechtlicher Überwachung steht (s. Tab. 2.5). Bezieht man auch die Person ein, die zu Bewährungsstrafen verurteilt oder auf Bewährung freigelassen wurden, standen 1995 über 5 Millionen Amerikaner, unter 2,5 % aller amerikanischen Erwachsenen, unter der Fuchtel des Strafrechts. In vielen Städten und Regionen sind Strafverfolgungsbehörden und ihre Ausläufer der wichtigste, wenn nicht einzige Berührungspunkt zwischen dem Staat und den jungen schwarzen Männern aus der unqualifizierten Unterschicht: Preis wird seit 90 saßen in Kalifornien 40 % der männlichen Afroamerikaner zwischen 18 und 35 Jahren hinter Gittern oder waren zu Bewährungsstrafen verurteilt oder auf Bewährung entlassen worden; in Washington, die sie, erreichte diese Rate 42 %, in Baltimore, den Spitzenwert von 56 %. [51] In derselben Zeit, in der der US-Staat das schützende Netz der Wohlfahrtsprogramme einholte und auf der untersten Stufe der Beschäftigungsleiter die allgemeine Einführung von Jobs mit einer Bezahlung unter der Armutsgrenze betrieb, warfen die Behörden ein bis tief in die Unterschichtengemeinschaften der Farbigen hinein reichendes, verstärktes Strafvollzugsnetz aus. […]
[Die Kriminalisierung der Armut nach der Zeit der Bürgerrechtsbewegung in: Loic Wacquant, Bestrafen der Armen: Zur neoliberalen Regierung der sozialen Unsicherheit, Barbara Budrich Verlag, Leverkusen 2008, S. 77ff. (GoogleBooks)]
siehe auch die Rezensionsnotizen bei Perlentaucher!

Zur US-Inhaftierungsrate siehe auch:
VEREINIGTE STAATEN VON AMERIKA 2017/18 (Amnesty.de)
Sieben Mythen über Kriminalität (Tillmann Elliesen, welt-sichten.org, 26.06.2016)
Die Kluft zwischen Arm und Reich (schroedingerskatze.at, 19.02.2016)
Amerika hinter Gittern – Wie die USA zum Gefängnis­spitzenreiter wurden (John Surico, vice.com, 07.12.2015)
- USA – Die Knast-Nation (Stefan Wagner, Focus, 24.08.2009)

Das US Imperium ist eine Oligarchie - Vortrag von Dr. Daniele Ganser in Landau / Pfalz am 20.11.2016 {2:26:55}

NachDenkSeiten
Am 23.02.2018 veröffentlicht 
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Daniele Ganser setzt bei seinen verschiedenen Vorträgen immer wieder neue inhaltliche Akzente. In Landau konzentrierte er sich am 20.11.2016 auf die Beschreibung und Analyse des „Imperiums USA“ und auf die Darstellung der Veränderung dieses wichtigen Staates - von einer allseits bewunderten Demokratie hin zur Oligarchie. Dem Glauben der Mehrheit unserer Meinungsführer wird damit deutlich widersprochen. Ganser belegt seine Kritik an dem Traumbild, das üblicherweise vom Westen und der Führungsmacht USA gezeichnet wird, mit vielen Fakten. Mehr.
Zum Beispiel zeigt er mit verschieden eingefärbten Weltkarten, wie die Imperien in der bisherigen Geschichte aussahen. Er zeigt und belegt, wo überall in der Welt die USA mit Militärbasen vertreten sind, und vergleicht dies mit den Einflussbereichen von Russland, China und Europa. Das Ergebnis dieses Vergleichs ist eindeutig. Es gibt nur ein Imperium.
Ob seine geäußerte Hoffnung, dass jedes Imperium irgendwann untergegangen sei, trägt oder trügt, wird man erst später entscheiden können. Hoffentlich nicht erst nach dem Untergang dieser kriegerischen Welt. Die anschauliche Darstellung des herrschenden Imperiums ist nur ein Beispiel von vielen Dokumenten, die Daniele Ganser bei seinem Vortrag präsentiert. Insgesamt sind 117 Folien als laufende Belege in seinen Vortrag aufgenommen. Damit können die Zuschauer und Zuhörer nicht nur einen interessanten Vortrag nach-hören und nach-schauen, sie können auch Material für ihre eigene Argumentation und Aufklärungsarbeit ableiten.
Die gesamte Veranstaltung, also der Vortrag Daniele Gansers plus Einführung durch die Veranstalter Michael Grzeschik und Albrecht Müller, dem Herausgeber von NachDenkSeiten.de , dauert 2 Stunden und 30 Minuten. Das ist lang. Aber es ist trotzdem kurzweilig und lohnt. Es könnte sich besonders lohnen, wenn Sie Ihre Freunde, Bekannten und Nachbarn zum Anschauen und zur Diskussion einladen. Daran anschließende interessante Gespräche sind quasi garantiert.
Übrigens: Das frühere Kino Gloria in Landau war bis auf den letzten Platz besetzt. 500 interessierte und überdurchschnittlich viele junge Menschen waren der Einladung gefolgt

siehe auch:
„Vergesst Assange nicht, sonst werdet ihr ihn verlieren!“ (Post, 17.08.2019)
Amerikas Krieg gegen das Völkerrecht (Post, 27.04.2019)
Suizidraten steigen in den USA stark an (Post, 03.07.2018)
USA - Die gekaufte Demokratie? – Trump die Alternative? (Post, 03.11.2016)
Peter Thiel: Ein Multimilliardär kritisiert die realitätsfremde Elite (Post, 03.11.2016)
Warum man Vierjährigen manchmal Hand- und Fußfesseln anlegen muß – zumindest in den USA (Post, 20.12.2014)
Nick Hanauer: »Ich sehe Mistgabeln« (Post, 23.07.2014)
- Princeton-Studie: USA keine Demokratie mehr (Post, 05.05.2014)

ABC's Boston Legal [Speech on America by Alan Shore] {6:48}

gintherlover
Am 09.03.2011 veröffentlicht 
Character Alan Shore, an Attorney, gives an interesting speech on the status quo of the American throng. It is a thought provoking video. The some clips are from the show, some are apparently from unidentified other youtube users, to whom some credit goes, but until I can dig up the names.....

MUST SEE!! COP MESSES WITH THE WRONG LAMBORGHINI OWNER!!! {5:24}

Stig's Persian Cousin
Am 08.01.2019 veröffentlicht 
I have never tried to bait any police officer anywhere in the world just to get it on video for the views, I always respect them and I always smile but this Oregon State Trooper (Trooper Donald Rummer) was definitely the most arrogant, defensive and ignorant police officer I have ever encountered.
The car did have plates, Dubai plates, this is where I reside and the Lamborghini was just temporary shipped to the US for a short vacation. Just like a Canadian driver with a Canadian license plate in the US. Plain and simple.
I was doing the speed limit, obeying all traffic laws and I was just traveling through Oregon on my way to Vancouver, BC in Canada but this police officer seems to be absolutely clueless about federal and international driving laws.
Stig's Persian Cousin // SPC

Die USA sind nicht das großartigste Land der Welt ... {4:37}

nordpiraten
Am 08.01.2019 veröffentlicht 
Was man glauben will kann leicht die Realität verzerren. Wenn man in der einzigen verbleibenden Supermacht aufgewachsen ist, dann will man als patriotischer US-Amerikaner gerne glauben wie großartig das eigene Heimatland ist. Schließlich heißt es doch das Land der Freiheit und Heimat der Mutigen. Doch die Wahrheit ist ein scharfes Schwert und die Realität holt jeden früher oder später ein ...
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Leonard Cohen - Democracy (Live in London) {7:08}

LeonardCohen
Am 29.03.2019 veröffentlicht 
Leonard Cohen - Democracy (Live In London) (Official Video) 
Lyrics: YouTube
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Freitag, 21. Juni 2019

„Wenn man weiß, wo der Verstand ist, hat der Tag Struktur.“

M-PATHIE – Zu Gast heute: Dr. Alexander Unzicker – Physik-Querdenker {1:01:00}

KenFM
Am 21.06.2019 veröffentlicht 
„Wenn man weiß, wo der Verstand ist, hat der Tag Struktur.“
Alexander Unzicker, Kognitionsforscher und Physiker, gilt als Deutschlands Physik-Querdenker Nr. 1. Er sieht die fundamentalen Fragen in der Physik auf einem Nebengleis abgestellt und möchte eben diese wieder in den Mittelpunkt physikalischen Forschens stellen. Er hat einige Bücher zu dem Themenbereich geschrieben und kürzlich ist auch sein erstes gesellschaftliches Buch erschienen, in dem er eine Gefahr für den gesunden Menschenverstand postuliert.
„Ich setze mich mit grundlegenden Dingen auseinander, in der fundamentalen Physik und das ist ja etwas, was heutzutage gar nicht mehr gemacht wird oder in einer ganz anderen Weise“, sagt Alexander Unzicker. Die Physik hat sich sehr verändert. Es kam die Politik hinzu, die Kernspaltung, die Atombombe und die Teilchenbeschleuniger. Unter Hitler wurde das wissenschaftliche Leben einfach kaputtgemacht. Es wurde die naturphilosophische Tradition zerstört.
Macht und Geld haben die Zielsetzung der Naturwissenschaften völlig verändert. Heute werden in der Gesellschaft Banalitäten zum Hauptobjekt des Verstandes erklärt. Die absurden Dinge haben den Alltag der Menschen derart im Griff, dass man am Verstand zweifeln könnte. Benutzen wir den Verstand für die wichtigen großen Dinge, nicht nur in der Wissenschaft, sondern auch bei gesellschaftlichen und politischen Themen?
Die allgemeine politische Diskussion und die Themen, die in den Nachrichten diskutiert werden, scheinen immer absurder zu werden. Kriegstreiberei und Kriegsvorbereitungen in Mitteleuropa werden heute als völlig normale Nachrichten gesendet und in Talkshows verarbeitet. Man realisiert überhaupt nicht mehr, wie vollkommen absurd und auch tragisch solche politischen Realitäten nach dem Mauerfall und dem Ende des Kalten Krieges sind.
Ja, sind wir den verrückt geworden, uns nach den zwei Weltkriegen wieder auf Krieg einzulassen und seine Möglichkeiten zu diskutieren, als hätte es die beiden Weltenbrände gar nicht gegeben? Diesem irrationalen Gebrauch unseres Verstandes auf den Grund zu gehen, hat Alexander Unzicker dazu bewogen, sein neues Buch: „Wenn man weiß, wo der Verstand ist, hat der Tag Struktur. Anleitung zum Selberdenken in verrückten Zeiten", zu schreiben.
Läuft in diesen Zeiten der Verstand außer Kontrolle? „Die Irrationalität, die hier gerade abläuft, die gefährdet unsere Demokratie“, sagt Alexander Unzicker.
Mehr über Alexander Unzicker, hier: http://alexander-unzicker.de

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Die Naturphilosophie versucht, die Natur in ihrer Gesamtheit aufzufassen und in ihren allgemeinen wie partikulären Strukturen zu beschreiben, theoretisch zu erklären und zu deuten. Naturphilosophie thematisiert die Charakteristika und Bedingungen der Möglichkeit der heutigen wissenschaftlichen und lebensweltlichen Naturauffassungen und geht deren gegenseitigen Abhängigkeiten (Interdependenzen) nach. Ihr Aufgabenfeld lässt sich, entsprechend der traditionellen Gliederung der Philosophie, dreiteilen in die Analyse von Natur als Inhalt bzw. Gegenstand theoretischer, praktischer und ästhetischer Urteile.[1] Sie widmet sich seit der Moderne verstärkt dem Verhältnis zwischen verschiedenen Naturbegriffen.[2]
Im europäischen Kulturkreis ist die ionische Naturphilosophie ein Ausgangspunkt der antiken Philosophie überhaupt. Die moderne systematische Naturphilosophie ist ein Teilgebiet der Ontologie und überschneidet sich mit der Philosophie der Physik, der Philosophie der Biologie und Philosophien anderer Naturwissenschaften bzw. umfasst diese als Teildisziplinen. Darüber hinaus umfasst Naturphilosophie – wenn man sie nicht im engen, 'analytischen' Sinne als Wissenschaftstheorie der Naturwissenschaften begreift – auch die Reflexion auf nicht-wissenschaftliche Naturauffassungen, in denen Natur kein kausales Wirkungsgefüge ist, sondern ein ästhetischer, symbolischer, ethisch-moralischer usw. Gegenstand.[Naturphilosophie, Wikipedia, abgerufen am 25.06.2019]
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Was läuft falsch in der gegenwärtigen Physik? {57:52}

Universität Stuttgart
Am 14.05.2019 veröffentlicht 
Vortrag an der Universität Stuttgart von Sabine Hossenfelder
Frankfurt Institute for Advanced Studies.
Inhalt:
Physiker glauben häufig, dass die besten Theorien schön, natürlich und elegant sind. Was schön ist, muss wahr sein. Dr Sabine Hossenfelder zeigt jedoch, dass die Physik sich damit verrannt hat. Der Glaube an Schönheit ist so dogmatisch geworden, dass er nun in Konflikt mit wissenschaftlicher Objektivität gerät. Beobachtungen können nicht mehr länger die kühnsten Theorien wie z.B. Supersymmetrie bestätigen.
Öffentliche Vortragsreihe im Sommer 2019: "Physik die Wissenschaft". Es werden physikalische Phänomene und Anwendungen von renommierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern vorgetragen und mit Experimenten und Bildern veranschaulicht.  

Donnerstag, 16. Mai 2019

"Es gab noch nie so viel geistige Unfreiheit nach dem 2. Weltkrieg wie heute.“

Ein Gespräch mit dem Philosophen Norbert Bolz über die fehlende Streitkultur an Universitäten, mittelmäßige Lehre, den Bologna-Prozess und den Habermas-Schredder, durch den Philosophie an der Uni zu Püree wird.

Sehr geehrter Herr Professor Bolz, in einem Interview mit der Zeitschrift Cicero bezeichneten Sie die Universität als Ort der Resignation. Warum und inwieweit?

Das hat natürlich für unterschiedliche Beteiligte unterschiedliche Gründe. Um mal mit den Studenten zu beginnen: sie treffen zunehmend auf verschulte Universitäten. Das ist natürlich für die mittelmäßigen oder schlechten ein Glück, dass sie im Grunde fortgesetzt in die Schule gehen können. Es ist aber für alle diejenigen, die das Abitur gemacht haben, um richtig zu lernen und zu studieren, eine große Enttäuschung. Man studiert nur noch auf Scheine hin, auf Klausuren hin. Früher hat man gesagt, dass man keinen Bildungsstoff lernt, sondern den Lehrer. Leider Gottes gilt das auch jetzt für die Universitäten. So versucht man, möglichst schnell an die Scheine zu kommen.

Für die wirklich begabten Studenten ist das natürlich eine Tristesse. Unter „Bologna“ wird das diskutiert, wobei das zumindest für die Geisteswissenschaften eine einzige Katastrophe ist. Für die Professoren sieht die Sache ähnlich aus, allerdings aus einer anderen Perspektive. Die meisten Professoren leiden unter dem Desinteresse und der Apathie der Studenten, die sehr begründet ist. Die Schuld liegt einzig und allein an diesem absurden Konzept der Standardisierung aller möglichen Studiengänge. Das führt zum Beispiel dazu, dass Sie in vielen Studiengängen, wie auch in meinem, Ihre Vorlesungen gar nicht mehr frei variieren können, sondern dass Sie Module konstant anbieten müssen, so dass ich, was früher für mich selbstverständlich war, nämlich in jedem Semester etwas vollkommen anderes zu machen, und die Studenten an meinen eigenen Forschungen zu beteiligen, nicht mehr möglich ist.

mehr:
- "Es gab noch nie so viel geistige Unfreiheit nach dem 2. Weltkrieg wie heute.“ (Gespräch von Hans-Martin Esser mit Norbert Bolz , The European, 16.05.2019)
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Montag, 18. März 2019

Die Zurichtung unserer Kinder zu „Funktionsäffchen“

Der Digitalpakt ist mit dem Votum des Bundesrats vom 15. März beschlossene Sache, er soll voraussichtlich noch vor Ostern in Kraft treten. In seinem Rahmen sollen über einen Zeitraum von fünf Jahren insgesamt 5,5 Milliarden Euro in die digitale Ausstattung der allgemeinbildenden Schulen investiert werden. Für den Pädagogen, Medienwissenschaftler und Buchautor Ralf Lankau von der Hochschule Offenburg hat das Projekt eine neoliberale Stoßrichtung – mit dem Ziel der Privatisierung und Kommerzialisierung des Schulwesens sowie der Zurichtung von Kindern zu „Funktionsäffchen“. Das Gespräch führte Ralf Wurzbacher.

Herr Lankau, es gibt ein „Forum Bildung Digitalisierung“, das unter anderem von der Bertelsmann Stiftung, der Deutsche Telekom Stiftung, der Robert Bosch Stiftung sowie der Dieter Schwarz Stiftung getragen wird. Auf seiner Webseite deklariert der „gemeinnützige Verein“, die Digitalisierung der Bildung biete „vielfältigen Mehrwert für das Lehren und Lernen. Sie kann unser Bildungssystem besser machen und positiv zu Bildungsgerechtigkeit und einer inklusiven Gesellschaft beitragen, in der jeder sein individuelles Potenzial besser entfalten kann.“ Das klingt ganz anders als das, was Sie sich vom durch Bund und Länder beschlossenen Digitalpakt erwarten: „Die De-Humanisierung von Schulen“. Was meinen Sie damit?

In Ihrem Zitat ist ja fast das gesamte Phrasenkonfetti gebündelt, mit dem die IT-Wirtschaft und ihre Lobbyisten seit über 30 Jahren um sich werfen. Es sind die üblichen Standardsprüche, die seit 1984 – seit der Einführung der Personal Computer in Schulen – mantramäßig wiederholt werden. Nur die jeweils vermeintlich „moderne und unbedingt für den Unterricht notwendige“ Technik ändert sich: vom PC zum Laptop, heute Tablets, demnächst sind es Virtual-Reality-Brillen, für die schon schulische Anwendungen entwickelt werden. Und immer sind die neuen Geräte angeblich zwingend für modernen Unterricht, würden die Motivation der Schülerinnen und Schüler und den Lernerfolg erhöhen. Es ist ein ständiges Déjà-vu.

Fangen wir doch von ganz vorne an. Was hat der PC im Unterricht gebracht oder nicht gebracht, was heute das Tablet noch besser machen soll?
Mal anders gefragt: Wem hat der Einsatz von PCs in Schulen denn etwas gebracht, außer den Hard- und Softwareanbietern? Und IT-Dienstleister haben die Geräte und Netzwerke konfiguriert, wenn das nicht ein Lehrer oder eine Lehrerin „nebenbei“ erledigt hat. Dazu hat es Microsoft geschafft, dass Schülerinnen und Schüler in etlichen Schulen in Office-Programmen geschult wurden. Was aber Tablets heute besser machen sollen, ist mir ein echtes Rätsel. Das sind ja keine ernsthaften Werkzeuge wie ein Laptop oder ein PC, die man mit entsprechender Hard- und Software nach den eigenen Anforderungen konfiguriert. Tablets sind vom technischen Konzept und der Bedienphilosophie her Unterhaltungselektronik für Erwachsene, wie es Apple-Gründer Steve Jobs mal formulierte. Sie sind dafür konzipiert, dass man sich „mal schnell online informieren“ oder medial mit Videos, Serien und Spielen sedieren lassen kann. Sinnvoll arbeiten kann man damit nicht. Die Arbeitsfläche ist viel zu begrenzt und das Arbeiten damit nicht ergonomisch, weder auf dem Tisch noch auf dem Schoß. Es fehlen Eingabegeräte wie Tastatur, Maus oder Joystick. Sinnvollerweise trennt man daher Medienkonsum und Unterhaltung vom Arbeiten, auch durch den Einsatz entsprechender Geräte. Das sollte auch in Schulen so konzipiert werden.

mehr:
- Die Digitalisierung ist ein Experiment an unseren Kindern. (NachDenkSeiten, 18.03.2019)
siehe auch:
Langzeitstudie: Bewegung im Alltag sinkt drastisch (n-tv, 20.03.2019)
"Wir leben in einer Zeit der Gegenaufklärung" (Paul Schreyer, Telepolis, 02.10.2018)
Die neoliberale Indoktrination (Jens Berger, NachDenkSeiten, 18.01.2016)
- Handschrift bei Kindern stirbt aus (dpa, Heise online, 14.06.2014)

Freitag, 15. März 2019

USA – land of the rich…

Prominente zahlten bis zu sechseinhalb Millionen Dollar, um ihre Sprösslinge an Einrichtungen mit Eliteruf unterzubringen 

Diese Woche nahmen FBI-Ermittler im Rahmen ihrer Operation Varsity Blues ("Schulteam-Blues") mehrere Prominente fest, denen sie Bestechung und Betrug vorwerfen. Die größten Schlagzeilen machten die aus der Serie Desperate Housewives bekannte Schauspielerin Felicity Huffman und ihre Kollegin Lori Loughlin, die in der Serie Full House mitspielt.

Huffman, die man nach dem Hinterlegen einer Kaution in unbekannter Höhe wieder freiließ, wird beschuldigt, 15.000 Dollar bezahlt zu haben, um den SAT-Einstufungstest für eine ihrer beiden Töchter fälschen zu lassen. Loughlin soll zusammen mit ihrem Ehemann, dem Modedesigner Mossimo Giannulli, 500.000 Dollar aufgewendet haben, um zwei Töchter über unwahre Sportleistungsangaben an der University of Southern California unterzubringen. Giannulli bezahlte Medienberichten nach eine Kaution in Höhe von einer Million Dollar, um wieder auf freiem Fuß gesetzt zu werden.
mehr:
- US-Universitäten: Bestechungsskandal löst Debatten über Aufnahme und Finanzierung aus (Peter Mühlbauer, Telepolis, 15.03.2019)

Sonntag, 3. Februar 2019

Das gute Leben

Evaluation Soziales Feedback wird großgeschrieben: Mit unorthodoxen Mitteln feiert eine Berufsschule in Hameln Erfolge

Die Schultoilette ist stets ein Ort mit Aussagekraft. Wenn im niedersächsischen Hameln die Schülerinnen und Schüler der Elisabeth-Selbert-Berufsschule in der Pause diesen Ort aufsuchen, betreten sie einfache, aber saubere Sanitärräume. Keine demolierten Spülkästen, keine Kritzeleien an den Wänden, offensichtlich hat es hier niemand nötig, in unbeobachteten Momenten seine Wut mit Gewalt auszuagieren. Denn vieles an dieser Berufsschule mit knapp 2.000 Schülern läuft besser. Schülern, die an anderen Schulen scheiterten, gelingen hier oft erstaunliche Erfolge. Wie schafft diese Schule das?

Berufsschulen sind ein Sammelbecken, das Angebot der Bildungswege ist umfangreich. Zu den Berufsfeldern der Elisabeth-Selbert-Berufsschule gehören Hauswirtschaft und Ernährung, Agrarwirtschaft, Sozialpädagogik, Gesundheit und Pflege. Hier lernen nicht nur angehende Bäcker und Friseurinnen ihr Handwerk oder Hotelfachfrauen und Ergotherapeuten ihren Beruf, es gibt viele verschiedene Bildungsgänge: vom Hauptschulabschluss, den man nachholen kann, bis zum Abitur. Vom Erwerb grundlegender Kenntnisse in der deutschen Sprache bis zur Ausbildung in modernen, von Digitalisierung geprägten Handwerks- und Dienstleistungsberufen.

mehr:
- Das gute Leben (Gunhild Seyfert, der Feitag, 03.02.2019)

Sonntag, 7. Oktober 2018

Mädchen können besser lesen und vor allem besser schreiben

Nach einer Studie hat sich hier in den letzten 30 Jahren nichts verbessert, der Geschlechterunterschied tritt spätestens ab der 4. Klasse auf und verstärkt sich dann

Irgendwie stimmt etwas nicht mit dem Patriarchalismus, der noch immer in den Köpfen vieler Männer -und auch mancher Frauen - aus rechten, muslimischen oder anderweitig religiös oder ideologisch belasteten Kreisen herrscht. Männer sollen führen, in den Hierarchien oben stehen, sond nicht nur stärker und dominierender, sondern auch klüger. Damit das so bleibt, hat man lange Türen zugehalten. Jetzt aber sollen schon Frauen in Saudi-Arabien ein Auto fahren dürfen, dort studieren auch bereits mehr Frauen als Männer, auch bei den Hochschulabschlüssen sind die Frauen zahlenmäßig überlegen. In den STEM-Fächern stellen die Frauen in Biologie, Mathematik, Physik und IT eine Mehrheit von über 60 Prozent, nur die Ingenieurswissenschaften und die Architektur sind noch eine Männerdomäne.

Schon lange ist bekannt, dass Mädchen bessere Schulleistungen erzielen als Jungen, in vielen Universitätsfächern stellen sie die Mehrheit, auch bei den Abschlüssen. Und weil Frauen damit Männer übertrumpfen und ebenfalls auf finanzielle Unabhängigkeit und Karriere setzen, jammern manche schon vom Niedergang der Männer, was von manchen Männern mitunter der feminisierten Ausbildung in Horten, Kindergärten und Schulen zugeschrieben wird.

Eine im American Psychologist erschienene Studie von australischen Wissenschaftlern der Griffith University macht nun erneut deutlich, dass Mädchen beim Lesen und Schreiben schon bald die Jungen abhängen. Spätestens ab dem 4. Schuljahr sind die Mädchen besser und der Abstand zu den Jungen vergrößert sich mit wachsendem Alter. Zudem ist der Anteil der "schlechten" Leser und Scheiber bei den Jungen höher als bei den Mädchen, bei denen mehr zu den "guten" gehören.

Die Wissenschaftler analysierten Daten des National Assessment of Educational Progress. Hier werden die standardisierten Testergebnisse aus der 4., 8. und 12. Klasse von mehr als 3,9 Millionen Schülern über 27 Jahre in den USA gesammelt. Die Auswahl der Schüler ist repräsentativ. Danach können nach den Testkriterien Mädchen ab der vierten Klasse signifikant besser lesen und schreiben als Jungen, auch wenn der Unterschied relativ klein ist. In späteren Jahren wird der Unterschied vor allem im Schreiben ausgeprägter. Ob die Unterschiede schon beim Lernen von Lesen und Schreiben bestehen, konnte mit den Daten nicht erfasst werden, man könnte aber vermuten, dass Mädchen bereits beim Schuleintritt besser sind. Dass die Unterschiede beim Schreiben größer sind als beim Lesen, führen die Autoren darauf zurück, dass Schreiben komplexer ist, was den Geschlechtsunterschied verstärke.

David Reilly, einer der Wissenschaftler, geht davon aus, dass der Geschlechterunterschied bei Schreibleistungen bislang stark unterschätzt wurde. Auch neue Unterrichtsmethoden hätten im Laufe der 27 Jahre daran nichts geändert. In der Forschung habe man sich mehr mit der Lesekompetenz beschäftigt.

mehr:
- Mädchen können besser lesen und vor allem besser schreiben (Florian Rötzer, Telepolis, 07.10.2018)
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Montag, 24. September 2018

Flynn-Effekt: Werden wir immer dümmer?

Nach norwegischen Wissenschaftlern erreichten die in den 1970er Jahren Geborenen einen Gipfel in IQ-Tests, seitdem sind die gemessenen Fähigkeiten beträchtlich zurückgegangen
Während des 20. Jahrhunderts stieg der Intelligenzquotient der Menschen kontinuierlich an, ebenso wie die Lebenserwartung. Damit schienen die Menschen sowohl körperlich als auch kognitiv auf dem unaufhaltsamen Weg des Fortschritts eingeschenkt zu sein. Doch seit kurzem tauchen Hinweise auf, dass es mit der Lebenserwartung nicht mehr richtig bergauf zu gehen scheint, es wurden sogar Rückgangstrends festgestellt. Der Anstieg des Intelligenzquotienten ist schon länger gebrochen. Nach einer Studie scheint der Trend recht plötzlich zum Stillstand gekommen zu sein.

In den 1980er Jahren hatte der neuseeländische Intelligenzforscher James Flynn die Beobachtung gemacht, dass bei Menschen aus hochindustrialisierten Ländern die Werte, die sie bei Intelligenztests erzielten, kontinuierlich zunahmen. Wenn man die Messungen aus Intelligenztests mit dem Durchschnitt für eine Vergleichsgruppe einer oder mehrerer Generationen früher vergleicht, so ließ sich ein durchschnittliches Wachstum des Intelligenzquotienten in einem Jahrzehnt von 3 Prozent erkennen. Diesen Trend, der auch von anderen Wissenschaftlern bestätigt wurde, hieß nach seinem Entdecker Flynn-Effekt.

Für den sogenannten WAIS-Test oder den Raven-IQ-Test konnte Flynn Daten finden, um die Entwicklung während eines ganzen Jahrhunderts zu verfolgen. Wer vor 100 Jahren, so Flynn, zu den besten 10 Prozent gehörte, würde jetzt zu den schwächsten und "dümmsten" 5 Prozent gerechnet werden. Selbstverständlich werden durch die Tests nur bestimmte kognitive Fähigkeiten getestet, die wahrscheinlich schlicht mehr gelernt und eingeübt werden.

Nach den Tests scheinen die Menschen besser und schneller geworden sein, abstrakte Muster zu erkennen, sich räumlich zu orientieren, eine Entscheidungsauswahl zu treffen und abstrakte Probleme zu lösen. Bei Testaufgaben jedoch, die sich auf "kristallisiertes" Wissen bezogen, wie man das man in der Schule lernt (Vokabular, Arithmetik oder allgemeines Wissen), konnte hingegen keine signifikante Verbesserung festgestellt werden. Die erstaunlich schnelle und daher kaum genetisch bedingte Zunahme scheint sich also nicht um das Gedächtnis, sondern um kognitive Wahrnehmungs- und Handlungsfähigkeiten zu drehen (Die Menschen werden immer intelligenter).

mehr:
- Flynn-Effekt: Werden wir immer dümmer? (Florian Rötzer, Telepolis, 21.09.2018)

Donnerstag, 16. August 2018

Leserbriefe zu „Handy-Verbot an Frankreichs Schulen: Deutschland sollte nachziehen!“

Der Artikel Handy-Verbot an Frankreichs Schulen: Deutschland sollte nachziehen! ließ wieder einige Leser zur Tastatur greifen. Es ist interessant, auch bei dieser Debatte zu sehen, wie viele verschiedene Sichtweisen es gibt. Man darf gespannt sein, welche Erfahrungen in Frankreich mit dem Handyverbot an Schulen gemacht werden. Sicherlich sollten die Erwachsenen auch Vorbilder sein, wenn es um den Umgang mit digitalen Geräten geht. Vielen Dank an die Leser! Zusammengestellt von Moritz Müller.
mehr:
- Leserbriefe zu „Handy-Verbot an Frankreichs Schulen: Deutschland sollte nachziehen!“ (NachDenkSeiten, 16.08.2018)

Dienstag, 5. Juni 2018

Die Affäre Phillipp Cross

Steckt hinter dem Wikipedia-Editor „Philip Cross“ ein an Autismus leidender Mensch, der vom britischen Geheimdienst GSHQ benutzt wird, um Regierungskritiker zu diskreditieren? George Galloway behauptet, er kenne nun die wahre Identität und Adresse des Philip Cross. Auch zwei deutsche Wikipedia-Kritiker haben Erstaunliches über ihn herausgefunden.
In der Wikipedia-Affäre in Großbritannien scheint eine entscheidende Wendung gekommen zu sein: Der ehemalige Labour-Politiker und Moderator George Galloway behauptet, herausgefunden zu haben, wer hinter dem Pseudonym Philip Cross steckt. Zuvor hatte Galloway eine Belohnung von 1000 Pfund ausgesetzt für denjenigen, der ihm den Klarnamen und die Adresse von Cross nennen würde. 

Besonders gründlich bearbeitete der Wikipedia-Vielschreiber offenbar die Einträge zu Personen wie dem schottischen Politiker Alex Salmond, dem britischen Journalisten Peter Oborne, dem Journalisten und Filmemacher John Pilger, dem Labour-Parteichef Jeremy Corbyn, dem ehemaligen britischen Botschafter in Usbekistan Craig Murray und dem prominenten britischen Politiker George Galloway, der fast 30 Jahre dem britischen Parlament angehört hat. Der Wikipedia-Eintrag zu Galloway ist dabei mit insgesamt 1800 Bearbeitungen durch „Philip Cross“ Spitzenreiter.
In einem Exklusiv-Interview mit Sputniknews International vom 15. Mai 2018 berichtete Galloway, dass es eine Gruppe von insgesamt 60 bis 70 Personen in der englischsprachigen Wikipedia gebe, die regelmäßig von Cross angegriffen werde. Sie würden sich untereinander nicht kennen und hätten in vielen Dingen unterschiedliche Ansichten. Gemeinsam sei ihnen jedoch, dass sie Russland gegen ungerechte Anschuldigungen und Sanktionen verteidigen, im Nahost-Konflikt die palästinensische Position unterstützen und gegen die amerikanische Außenpolitik seien, genauso wie gegen die britische.
mehr:
- Britischer Wikipedia-Manipulator Philip Cross enttarnt – Labour-Politiker (Ilona Pfeffer, SputnikNews, 31.05.2018)

siehe auch:
- Wikipedia auf dem Weg zum Orwellschen Wahrheitsministerium (Alexander Unzicker, Telepolis, 27.05.2018)
- Philip-Cross-Affäre – Manipulation bei Wikipedia (Blauer Bote, 26.05.2018)
- Die Sache mit der Wikipedia – werden Sie aktiv! (Jens Berger, NachDenkSeiten, 06.02.2018)
- Die dunkle Seite der Wikipedia (Post, 18.07.2016)


Dienstag, 1. Mai 2018

Wenn die Welt sich als Illusion erweist…

»The illusion of freedom will continue as long as it's profitable to continue the illusion. At the point where the illusion becomes too expensive to maintain, they will just take down the scenery, they will pull back the curtains, they will move the tables and chairs out of the way and you will see the brick wall at the back of the theater.« [Frank Zappa]
Richard David Precht - schon mal gehört, ist nicht Wissen - Softwareupdate Schule {23:35}

FreiDenken
Am 25.07.2016 veröffentlicht
»Wenn man sich mit einem langweiligen, unglücklichen Leben abfindet, weil man auf seine Mutter, seinen Vater, seinen Priester, irgendeinen Burschen im Fernsehen oder irgendeinen anderen Kerl gehört hat, der einem vorschreibt, wie man leben soll, dann hat man es verdient.« [Frank Zappa]
Verschwörungstheorien - Erfundene Wahrheiten? [Precht/Lesch] {44:28}

Am 08.04.2018 veröffentlicht 
wissenstattangst
Warum aber suchen immer mehr Menschen ihr Heil in Verschwörungstheorien? Das will Richard David Precht vom Physiker, Philosophen und ZDF-Moderator Professor Harald Lesch wissen.
Quelle: https://www.zdf.de/gesellschaft/prech...

»Politik ist die Unterhaltungsabteilung des militärisch-industriellen Komplexes.« [Frank Zappa]
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In den Jahren 1975 und 1976 veröffentlichte das Komitee insgesamt 14 Bände mit Ermittlungsergebnissen. Besondere Aufmerksamkeit erregten die Enthüllungen über erfolgreiche oder versuchte Mordanschläge im Auftrag der USA auf Fidel CastroKubaPatrice LumumbaZaireRafael TrujilloDominikanische Republik; General René SchneiderChile und Ngô Đình Diệm aus Südvietnam. Darüber hinaus beschäftigte sich der Ausschuss auch mit der Untersuchung von Menschenversuchen mit Drogen und Folter[2] im Rahmen des Projekts MKULTRA. Thema war auch das illegale Programm COINTELPRO (COunter INTELligence PROgram), bei dem, beginnend in der McCarthy-Ära, das FBI zwischen 1956 und 1971 politisch linksgerichtete Organisationen innerhalb der USA diskreditiert, manipuliert und überwacht hatte.
Die Ermittlungen ergaben auch, dass verschiedene Abgeordnete der beiden Kammern über einzelne Operationen informiert worden waren. Es fehlte aber an einer Koordination und klaren Verantwortlichkeiten, so dass die einzelnen Abgeordneten es vorzogen, in eine andere Richtung zu schauen.
Unter dem Druck der Veröffentlichungen erließ Präsident Gerald Ford die Executive Order 11905, ein verbindliches Verbot an alle US-Regierungsstellen und deren ausführenden Organe, ausländische Staatschefs gezielt zu töten oder derartige Operationen zu planen.
[Church Committee, Der Ausschuss, Wikipedia, abgerufen am 01.05.2018] 
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Step Into an Optical Illusion {5:16}

SciFri
Am 12.10.2012 veröffentlicht
In Demon Hill, the rules of gravity don't apply as you expect them to. Down is not down, exactly. The room, created by Los Angeles artist Julian Hoeber and on display at the Harris Lieberman Gallery in New York, is modelled on a stock roadside attraction, Hoeber says. It's based on a simple trick: the room is tilted on a compound angle. The result is disorienting and highly popular -- drawing about 20,000 people when it appeared in L.A. Michael Landy, professor of neural science and psychology at New York University, explains how the piece creates a battle between our senses.

siehe auch:
- Warum schweigen die Lämmer? – Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (Post, 14.07.2016)
- Angewandte Psychoanalyse: Masse und Mob – Wie sich Emotionen in der Menge entladen, und wie sie gesteuert werden können (Post, 14.03.2016)
- Wie gehen wir mit gemachter Realität um? (Post, 15.06.2014)
- Realität ist, was wir glauben wollen oder Hirnströme von Friseurpuppen (Post, 29.08.2013)
- Wir geben ihnen Macht 1 (Post, 14.03.2013)
- Beiträge zum Wahrheitsproblem (UserPages, Universität Koblenz, Verfasser und Datum unbekannt)

Mittwoch, 7. März 2018

Heute vor 47 Jahren – 7. März 1971: Die erste »Sendung mit der Maus«

Lach- und Sachgeschichten mit der Maus 

Die für den WDR produzierte, hauptsächlich von Regisseur Armin Maiwald(* 1940) gestaltete »Sendung mit der Maus«, die am 7. März 1971 erstmals ausgestrahlt wurde, ist bis heute die erfolgreichste und langlebigste Kindersendung im deutschen Fernsehen. Jede Sendung besteht aus drei Teilen: Sachgeschichten, Lachgeschichten und Clips mit der Maus. 

Die Sachgeschichten arbeiten Themen des Alltags kindgerecht auf, häufig zeigen sie technische Abläufe. Das vor allem lockt auch Erwachsene vor den Bildschirm. 

Die Lachgeschichten sind Miniserien wie Der kleine Maulwurf, Janosch-Geschichten, Käpt'n Blaubär, Petzi oder Shaun das Schaf. Übergänge zwischen den Teilen werden durch die meist etwa 30 Sekunden langen Sequenzen mit der orangefarbenen und hörbar mit den Wimpern klimpernden Maus gestaltet. Sie erhielt 1975 Gesellschaft durch einen kleinen blauen, trötenden Elefanten und 1987 durch eine freche gelbe Ente. Später kamen Sonderformate hinzu, etwa 2006 die Quizshow »Frag doch mal die Maus«. 2014 eröffnete in Köln das Museum mit der Maus. Bekannt wurde auch Stefan Raabs Hip-Hop-Remix »Hier kommt die Maus« (1996). 

Harenberg – Abenteuer Geschichte 2018 

Stefan Raab - Hier kommt die Maus - Premiere(n) 1996 {10:43}

Am 29.07.2016 veröffentlicht
OxeVHS  
VHS Archiv: Die Sendung mit der Maus - Sondersendung 25 Jahre Maus + Live Party
Vorstellung des Songs, Live Performance und Zugabe auf der Veranstaltung, März 1996, Kölner Domplatte
Zum 25. Jubiläum der Maussendung steuerten viele Künstler Lieder bei, doch Stefan Raab's "Hier kommt die Maus", sein Remix des original Opening Themes der Sendung (1971 komponiert von Hans Posegga), war eindeutig das beste und auch das einzige, was in bleibender Erinnerung geblieben ist. So tauchte der Song im Verlauf der Sondersendung damals auch gleich dreimal auf:
- Im Rahmen der produzierten Sendung trifft Stefan Raab im Maus-Geburtstagszug auf Armin Maiwald und Hans Posegga und stellt ihnen den Song vor
- Zusammen mit Bürger Lars Dietrich performt er das komplette Lied im Rahmen der von Wolfgang Lippert moderierten Geburtstagsshow am Kölner Dom (als Playback)
- Auf Grund des einschlagenden Erfolges wird das Lied als Verabschiedung / Zugabe der Show mit allen Künstlern noch einmal angespielt.

Wie ein Kran in die Höhe wächst {8:13}

Am 05.11.2017 veröffentlicht
Fernsehen bildet  
das zeigt hier sehr anschaulich die Sendung mit der Maus