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Mittwoch, 4. November 2020

Lügen in Zeiten von Corona: Der SPD-Kanzlerkandidat und der Bankier


Die Hamburgische Bürgerschaft vor wenigen Tagen. Die Abgeordneten debattieren über die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses. "Deutschland schaut auf Hamburg. Wegen des Cum-Ex-Skandals", sagt der CDU-Mann Richard Seelmaecker. Es geht um Millionen, die die Stadt Hamburg von der Warburg Bank hätte zurückfordern können. Millionen, die wohl aus illegalen Cum-Ex-Geschäften stammen. Steuergeld. Doch das Hamburger Finanzamt verzichtete auf das Geld.

Es geht um 90 Millionen Euro

Auslöser der Debatte war eine Recherche von Panorama, der "Zeit" und der "Süddeutschen Zeitung". Daraus ging hervor, dass die Privatbank Warburg in der Cum-Ex-Affäre offenbar intensiv versucht hat, Einfluss auf die Hamburger Regierung zu nehmen, um einer Steuerrückzahlung in Höhe von rund 90 Millionen Euro zu entgehen. Das ging aus Tagebüchern des Mitinhabers der Warburg Bank, Christian Olearius, hervor, die die Journalistinnen und Journalisten einsehen konnten. Demnach hat sich Olearius mindestens drei Mal mit dem damaligen Ersten Bürgermeister Olaf Scholz getroffen. Zwei der Treffen fanden im Jahr 2016 statt, ein drittes Treffen 2017. Bislang hatten weder er noch die Hamburger Senatskanzlei die Öffentlichkeit über die Treffen 2016 unterrichtet, sondern nur den Termin 2017 eingeräumt.
mehr:
- Cum-Ex: Der Bankier und der Bürgermeister (NDR, Panorama, 03.11.2020)
siehe auch:
- Illegale Billionen-Geschäfte von Banken (Ralf Streck, Telepolis, 04.10.2020)
- Die Steuerräuber und der Kanzlerkandidat (Wolfgang Michal, Freitag, 09.09.2020)
- Minister der Diebe (Wolfgang Michal, Freitag, 07.08.2018)
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Mittwoch, 14. Oktober 2020

Eliten-Gebaren im Corona-Windschatten: Kanzleramt-Luxusanbau

Eine Erweiterung des Baus soll den Steuerzahler mehr kosten als das Berliner Stadtschloss

Ein "Anbau" klingt nicht nach einer großen Sache. Vor allem dann nicht, wenn es sich dabei um einen "nüchternen, auf Funktionalität ausgerichteten Zweckbau" handelt, wie die Bundesregierung gegenüber dem Bundestag und der Öffentlichkeit eine geplante Erweiterung im letzten Jahr darstellte. Nun kam über den Bundesrechnungshof heraus, dass das Bundesinnenministerium die Kosten für diesen Anbau auf mehr als 600 Millionen Euro schätzt - wobei die Rechnungsprüfer in ihrem Bericht an den Haushaltsausschuss des Bundestages noch vor zusätzlichen "hohen Kostenrisiken" warnen.

Sechzehnmal so groß wie das Weiße Haus

Ein wichtiger Grund dafür ist, dass es sich bei diesem als "Anbau" und "Erweiterung" verkauften Projekt in Wirklichkeit um eine Verdoppelung des Bundeskanzleramts von jetzt etwa 25.000 auf dann 50.000 Quadratmeter handelt. Der neue Sitz des deutschen Regierungsoberhaupts wäre dann statt achtmal sechzehnmal so groß wie der des US-Präsidenten, statt zehnmal zwanzigmal so groß wie der die Nummer zehn in der Londoner Downing Street, und statt dreimal sechsmal so groß wie der Pariser Élysée-Palast, in dem Emmanuel Macron herrscht.

Statt nur einer 200 Quadratmeter großen Kanzlerwohnung soll es darin eine zweite mit 250 Quadratmeter geben, die für vom Rechnungshof geschätzte 225.000 Euro auf Kosten des Steuerzahlers eingerichtet wird. Doppelt gibt es danach auch die Verbindung über die Spree, die für 18,1 Millionen Euro mit einer zweiten 176 Meter lange Kanzlerbrücke überbaut wird.
mehr:
- Kanzleramt: Regierung plant Tebartz-van-Elst-Anbau (Peter Mühlbauer, Telepolis, 14.10.2020)
siehe auch:
- xxx (Post, )
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Samstag, 3. Oktober 2020

aus der Fundgrube – Spahn an Lobbyfirma beteiligt:
"zu keinem Zeitpunkt" ein Interessenkonflikt 😂

Dass der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn von Transparenz bei Nebentätigkeiten nicht viel hält, erklärt sich vielleicht mit seiner klandestinen Vergangenheit. Denn wie das Magazin FOCUS heute berichtet, verdiente Spahn jahrelang "über ein diskretes Firmenkonstrukt heimlich an intensiver Lobbyarbeit für die Gesundheitsindustrie."

Es geht um eine Beratungs- und Lobbyagentur namens Politas, an der Spahn zwischen April 2006 und Mai 2010 beteiligt war. Für die Klienten der Agentur, vornehmlich aus der Medizin- und Pharmabranche, war Spahns Doppeltätigkeit ein Glücksfall: Denn als Gesundheitspolitiker arbeite Spahn an Gesetzen mit, von denen seine Kunden direkt betroffen gewesen sein dürften - einen direkteren Zugang zu politischen Entscheidungsträgern kann man kaum bekommen.

"Dass Volksvertreter Spahn sein Mandat als Gesundheitspolitiker profitabel für Beratungshonorare aus der Gesundheitsindustrie einsetzte, war ihm offenkundig bewusst", schreibt der FOCUS, "denn er verschleierte seine Beteiligung an der Lobbyfirma. Eine GbR muss ihre Geschäfte und Gesellschafter nicht veröffentlichen."

Auf Spahns Bundestagsseite gibt es jedenfalls keinerlei Angaben, die auf seine Beteiligung an der Lobbyfirma hinweisen. Denn anzeigepflichtig sind Unternehmensbeteiligungen nur dann, wenn ein Volksvertreter "mehr als 25% der Stimmrechte zustehen" - Spahn hielt genau 25 Prozent der Politas-Anteile. Nur aus internen Unterlagen, die dem FOCUS vorliegen, werden die Politas-Teilhaber klar: "Treuhänder Jasper, Müller und eben auch Spahn." Bei dem "Treuhänder Jasper" handelt es sich um den früheren Leiter von Spahns Bundestagsbüro, Markus Jasper.
mehr:
- Gesundheitspolitiker Spahn an Lobbyfirma beteiligt (Martin Reyher, abgeordnetenwatch.de, 26.11.2012)
siehe auch:
Tödlicher Ernst – Die Pharmaindustrie ist eines der gefährlichsten Kartelle der Welt. (Post, 23.08.2018)
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Spahn wird von Pflegekräften bei Demo ausgebuht {2:24}
faz  
Am 01.10.2020 veröffentlicht 
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kämpfte in Berlin um die Gunst von demonstrierenden Krankenhausmitarbeitern. Diese waren ihm nicht wohl gesonnen. © REUTERS, DPA mehr Text und Links: YouTube
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mein Kommentar:
Leute, ich verstehe nicht, weshalb Ihr so unfreundlich seid zu Eurem Gesundheitsminister. Er will doch nur mit Euch reden! 😂
siehe dazu auch:

Hat sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn eine Luxus-Villa in Berlin gegönnt? {3:33}
News updated 
Am 15.08.2020 veröffentlicht 
Text u. Links: YouTube
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Spahn: Luxusvilla für 4 Millionen? (corodok.de, 16.08.2020)

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Donnerstag, 1. Oktober 2020

Die Superreichen sind nicht zu bremsen

Milliardäre und Konzerne können ihre Macht ungestört mehren.

Die immer grössere globale Ungleichverteilung zwischen immer Reicheren und immer Ärmeren ist Ergebnis der knüppelharten Strategie der neuen globalen Superklasse aus Milliardären, Konzernherren und US-Rechten. Ihre privaten Billionen dienen immer weniger der Realwirtschaft und immer mehr dem Zugriff auf die Wertschöpfung, die andere erarbeitet haben.

Das geschieht etwa durch High-Speed-Spekulation über eigens dafür verlegte Atlantikkabel. Oder dem Zugriff auf bisheriges staatliches Eigentum: deutsche Wohnungen, italienische Villen und Kunstschätze, griechische Häfen und Flugplätze, syrische Antiquitäten (Antiken) oder indonesische Regenwälder.

Die globale Superklasse lässt die Höchstgrenzen für US-Wahlkampfspenden aufheben und sucht bei Handelsabkommen bisherige Aufgaben staatlicher Justiz an private Schiedsgerichte und Anwaltskanzleien zu übertragen.
mehr:
- Die Superreichen sind nicht zu bremsen (Günther Moewes, Info-Sperber, 01.10.2020)
siehe auch:
Die 25 reichsten Menschen weltweit im Jahr 2020 nach Vermögen (Statistisches Bundesamt, Stand: 25.09.2020)

mein Kommentar:
schönen Gruß an den SPD-Kanzlerkandidaten!
mein Kommentar:
Klarheit? So, wie VdL und Scheuer?
Wie kommt es, daß solche Parteien überhaupt noch gewählt werden?

Montag, 28. September 2020

Die neue 2-Klassen-Gesellschaft:
Die an die Gefährlichkeit des Virus glauben –
und die, die nicht dran glauben
oder
Manche sind gleicher als andere…

Die Live-Übertragung des WDR zeigte die Bilder, die nun in den sozialen Medien für Empörung sorgen: Bei einer Party der SPD anlässlich der Kölner Oberbürgermeisterwahl wurden offenbar Corona-Regeln vernachlässigt.

Die Empörung in den sozialen Netzwerken war groß: „Woher steigende Zahlen kommen? Schaut euch mal die ,Wahlparty‘ der SPD in Köln an. Keine Masken. Kein Abstand. Kein Gewissen“, schrieb etwa User @alicologne bei Twitter.

Auf dem Foto, das er postete, waren zahlreiche Besucher einer offenbar von der SPD veranstalteten Feier zu sehen, allesamt ohne Mund-Nasen-Schutz oder sonderlichen Abstand.

Auch andere Teilnehmer äußerten sich in den sozialen Medien verärgert, sprachen von „Covidioten“ oder bemängelten, dass Gaststätten oder Friseursalons bei ähnlichen Verstößen gegen die Maskenpflicht mit einem Bußgeld belegt würden. Ein Nutzer brachte die allgemeine Stimmung auf den Punkt: „SPD, das kann doch nicht euer Ernst sein?“
mehr:
siehe auch:

KÖLNER KOMMUNALWAHL: SPD-Wahlparty ohne Masken sorgt für Ärger im Netz {1:19}
WELT Nachrichtensender  
Am 28.09.2020 veröffentlicht 
Bei einer Wahlparty der SPD anlässlich der Kölner Oberbürgermeisterwahl wurden offenbar Corona-Regeln vernachlässigt. Aufnahmen davon, die der WDR zeigte, sorgen nun für Empörung in den sozialen Netzwerken.
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EISKALT ERWISCHT - CLAUDIA ROTH OHNE MASKE {0:38}
Lilly Thüringen 2.0 
Am 13.09.2020 veröffentlicht 
Text und Links: YouTube
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Ärger um Urlaubsfoto: Steinmeier ohne Maske und Abstand {4:46}
toyota895  
Am 07.08.2020 veröffentlicht 
07. August 2020 - 12:32 Uhr Keine Masken, kein Abstand- und das in Zeiten von Corona!Ärger für unseren Bundespräsidenten: Noch am Montag richtet Frank-Walter Steinmeier einen eindringlichen Appell an die Deutschen, sich an Hygiene- und Abstandsregeln zu halten, um einen zweiten Lockdown zu verhindern. Nun sorgt ein Foto von Steinmeier aus seinem Südtirol Urlaub für Wirbel: Darauf zu sehen ist der Bundespräsident mit dem Südtiroler Landespolitiker Arno Kompatscher sowie mit mehreren Musikerinnen - alle ohne Maske und ohne Abstand. Das Foto entstand am 22. Juli während eines persönlichen Treffens zwischen dem SPD-Politiker und dem Landespolitiker zur politischen Lage in Italien, Südtirol und Deutschland.Jetzt wird Steinmeier Doppemoral vorgeworfenFür den Schnappschuss hagelt es vor allem Kritik in den sozialen Medien. Es wird bemängelt, dass Steinmeier ohne Maske und Abstand posiert und sich damit nicht an die Regeln halte, deren Einhaltung er noch am Montag in seiner Videobotschaft eindr ...
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DICK & DOOF ' Steinmeier hinsichtlich der 📽 Kamera & Spahn bzgl. der 😷 Maske {1:29}
Brera 
Am 26.05.2020 veröffentlicht 

CORONA-VERSCHWÖRUNGSTHEORIEN: Steinmeier: "Unbequemer Mundschutz empfehlenswerter als der Aluhut" {1:39}
WELT Nachrichtensender 
Am 15.05.2020 veröffentlicht
Angesichts zunehmender Verschwörungstheorien zur Corona-Pandemie hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Vernunft in der politischen Debatte aufgerufen. Den kritischen Austausch müsse es geben, sagte er am Donnerstag bei einer Besichtigung des neuen Corona-Reservekrankenhauses auf dem Berliner Messegelände. Er hoffe aber, «dass wir diesen weiterhin so führen, dass Tatsachen und Fakten nicht ignoriert werden, und dass wir uns mit Vernunft aus der gegenwärtigen Situation befreien».
Steinmeier betonte, die Demokratie zeichne sich durch das Vorhandensein einer kritischen Öffentlichkeit aus. «Ja, solche Kritik, nachfragende Kritik muss es immer geben», betonte er. «Politik muss sich rechtfertigen, das tut sie auch. Wir diskutieren immer wieder neu, welche Maßnahmen noch aufrechtzuerhalten sind, wo gelockert werden darf.» Die zunehmenden Demonstrationen in vielen Städten Deutschlands gegen die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie erwähnte Steinmeier nicht ausdrücklich.
Der Bundespräsident ließ sich von Projektleiter Albrecht Broemme das Corona-Krankenhaus zeigen, das innerhalb eines Monats in einer Messehalle errichtet worden war. Er äußerte seinen «allergrößten Respekt» für diese Geschwindigkeit und die enge Zusammenarbeit von Verwaltung, Genehmigungsbehörden, Politik, Planern, Ingenieuren, Handwerkern und Medizinern. «Das Ziel ist erreicht, wenn dieses Zentrum nie benutzt werden muss», zitierte Steinmeier einen früheren Satz Broemmes.
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mein Kommentar:
»Setzen, Zwei plus!«
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MASKENPFLICHT IN DEUTSCHLAND: „Für die Uneinsichtigen müssen wir Bußgelder bereithalten“ {4:01}
WELT Nachrichtensender  
Am 28.04.2020 veröffentlicht 
Um die Ausbreitung des Coronavirus weiter einzudämmen, gilt in der Öffentlichkeit jetzt die Maskenpflicht. Doch nicht jeder zeigt sich einsichtig. Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der deutschen Polizeigewerkschaft, fordert Bußgelder für Uneinsichtige.
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Phase 2: Ein Weg aus der Corona-Krise? | maintower {2:43}
hrfernsehen  
Am 14.04.2020 veröffentlicht
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Prof.Dr. Drosten: Mit einer MASKE ist das Virus nicht aufzuhalten! {0:15}
Andreas Patzwahl  
Am 14.04.2020 veröffentlicht 
Interview mit Prof.Dr. Drosten vom 29.1.2020 mit Jörg Thadeusz, RBB. Genau hinhören!
MIT EINER 👉🏼M A S K E👈🏼 HALTEN SIE DAS VIRUS NICHT AUF.
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- xxx (Post, )
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Freitag, 4. September 2020

»Wachsender US-Einfluß in Deutschland«

In diesem Beitrag begründete Albrecht Müller seinen Eindruck, dass „an der Spitze unseres Staates Einflusspersonen der USA stehen“. Der Umgang von Bundeskanzlerin Merkel, Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer und Bundesaußenminister Maas mit den Vorgängen um Nawalny bestätigten diesen verheerenden Eindruck. Was genau passiert war, ist unklar. Der Vorstoß der Bundesregierung ohne Vorlage von Beweisen wird die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland „massiv beschädigen“.
Zahlreiche Leserinnen und Leser haben sich dazu geäußert. Für die Leserbriefe bedanken wir uns sehr. Es folgt eine Auswahl. Zusammengestellt von Christian Reimann.

Ergänzende Anmerkung Albrecht Müller: Bei der Aufzählung der Einflusspersonen hatte ich eine der wichtigsten Personen vergessen: Norbert Röttgen, seit Jahren in diesem Milieu tätig und geadelt mit der wichtigen Funktion des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses. Interessant in diesem Kontext ist auch die Tatsache, dass inzwischen alle Parteien des Deutschen Bundestages von US-amerikanischen Einfluss-Personen geprägt sind, andere würden härter sagen: unterwandert sind.

Den neuesten Beleg dafür haben gerade die Grünen erbracht. Sie haben eine Aktuelle Stunde des Deutschen Bundestages in Sachen Navalny beantragt. Siehe hier die Äußerungen der Fraktionsvorsitzenden Göring-Eckardt. Die Grünen fordern zugleich den Stopp des Projektes Nordstream 2. Siehe dazu auch den heutigen NachDenkSeiten-Beitrag von Wolfgang Bittner Nord Stream 2 – Musterbeispiel für die mangelnde deutsche Souveränität.

Reinhard Bütikofer, Europaabgeordneter der Grünen fordert weitere Sanktionen gegen Russland. Die grüne Bundestagsabgeordnete und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages Roth meint, das Pipeline-Projekt wackele.

Interessant ist das Auftreten von Reinhard Bütikofer. Er gehört zu jener Gruppe grüner Politiker, die ursprünglich von der ganz linken Ecke kommen – so wie Joschka Fischer, Kretschmann, Fücks. Cicero spricht in diesem Zusammenhang vom Karrieresprungbrett KBW (Kommunistischer Bund Westdeutschland). Bei ihnen allen kann man geradezu eine systematische Verneigung vor US-amerikanischen Interessen beobachten. Wem sie zu Diensten sind, Deutschland und damit einem europäischen Land, oder den USA, das ist offen. Offensichtlich haben alle diese Damen und Herren noch etwas gutzumachen, um ihre Karriere ungestört fortführen zu können.

mehr:
siehe auch:
Atlantik-Brücke: Nicht-legitimierte Privatpersonen nehmen Einfluss auf die Politik Deutschlands und den USA (Marcus Klöckner interviewt Anne Zetsche, NachDenkSeiten, 07.12.2017)
- Die Demokratie im Visier (Jens Wernicke interviewt Hermann Ploppa, NachDenkSeiten, 05.03.2015)
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Dienstag, 23. Juni 2020

Die Rede von Ernst Wolff in Stuttgart

Vor uns liegt ein wirtschaftlicher Supergau | Ernst Wolff Rede in Stuttgart {13:44}

GD-TV Schwäbisch Gmünd
Am 21.06.2020 veröffentlicht 
Mehr Info's unter: ► https://querdenken-711.de
#Querdenken711

siehe auch:
Hypnosetag 104: Philanthropie als Geschäftsmodell und die unerreichbare Null (Post, 13.05.2020)
The Wolff of Wall Street: Wirtschaftssanktionen (Ernst Wolff, KenFM, 24.01.2020)
- Tagesdosis 24.11.2018 – Geldschöpfung per Mausklick – So funktioniert Finanzherrschaft (Post, 25.11.2018)

Donnerstag, 4. Juni 2020

Fundgrube: Die Frankfurter Rundschau im Verschwörungs-Modus


Die Bundesregierung schließt eine neue Vereinbarung mit der Bill & Melinda Gates-Stiftung zur Entwicklungszusammenarbeit. Die Kritik wächst.
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Wenn die Mächtigen in München das Schicksal des Planeten verhandeln, darf der reichste Mensch der Welt nicht fehlen: Auch Bill Gates ist bei der Sicherheitskonferenz. Der Microsoft-Gründer hat sich vom Software- zum Weltrettungs-Monopolisten entwickelt: Die Bill & Melinda Gates Foundation ist mit rund 40 Milliarden Dollar die vermögendste Privatstiftung der Welt. Sie vergibt Fördermittel von jährlich rund vier Milliarden Euro für Projekte und Forschung zur Armuts- und Hungerbekämpfung, Landwirtschaft und Gesundheit. Das hat dem Milliardär mit einem Vermögen von 85,2 Milliarden Dollar nicht nur viel Anerkennung gebracht, sondern auch Einfluss auf Regierungen, Universitäten und die Vereinten Nationen.

Wer Geld von der Stiftung bekommt, muss sich nach deren Vorgaben richten. Die Gates-Stiftung verfolgt einen technokratischen Ansatz und setzt den Schwerpunkt auf schnell messbare Ergebnisse sowie die Zusammenarbeit mit der Privatwirtschaft in Public Private Partnerships. Zur Hungerbekämpfung setzt die Gates-Foundation auf Gentechnik und mit Vitaminen und Mineralstoffen angereicherte industrielle Lebensmittel. Statt öffentliche Gesundheitssysteme zu stärken, konzentriert sich die Stiftung auf wenige Krankheiten wie HIV, Tuberkulose, Malaria und solche, gegen die man impfen kann. Dabei arbeitet die Stiftung mit umstrittenen Konzernen zusammen – mit Coca Cola, Glaxo-Smith Kline und Monsanto. Deshalb wächst die Kritik: Die Stiftung bindet auch öffentliches Geld, weil sie ihre Finanzzusagen an die von Regierungen koppelt.

Die Bundesregierung arbeitet seit 2006 mit der Stiftung und gehört zu den Financiers der Globalen Allianz für Impfstoffe (Gavi). Die Gates-Stiftung stellt 20 Prozent des Budgets der öffentlich-privaten Partnerschaft. Gavi unterstützt Impfprogramme für Kinder in armen Ländern sowie die Entwicklung von Impfstoffen. Im Gremium sitzen auch Angehörige von Pharmakonzernen wie Pfizer und Sanofi. Ärzte ohne Grenzen kritisieren, dass Gavi die Marktmacht der Konzerne stärkt, weil sie ihnen überteuerte Impfungen abkauft. Deren Patente auf lebenswichtige Medikamente verhindern, dass diese in ärmeren Ländern günstig hergestellt werden können. Daran hat Bill Gates Anteil: Als Microsoft-Chef hatte er sich für das Trips-Abkommen zum Schutz geistiger Eigentumsrechte eingesetzt.

2015 versprach Bundeskanzlerin Angela Merkel, bis 2020 600 Millionen für Gavi bereitzustellen. Das sind im Schnitt 120 Millionen Euro pro Jahr– viermal mehr als der Pflichtbeitrag der Bundesregierung zur Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Die WHO hängt selbst am Geldtropf der Gates-Foundation. Sie stellt 14 Prozent des Budgets und steht kurz davor, ins Beratungsgremium aufgenommen zu werden. „Durch zweckgebundene Spenden prägt die Gates-Stiftung die globale Entwicklungsagenda an demokratischen Prozessen vorbei. Dadurch werden große Teile der Bevölkerung von politischer Teilhabe ausgeschlossen“, kritisiert der entwicklungspolitische Sprecher der Grünen, Uwe Kekeritz. 70 Prozent des WHO-Budgets sind zweckgebunden. Wenn die WHO über immer weniger Geld frei verfügen kann, fehlt es nicht nur für den Aufbau eines gerechten globalen Gesundheitssystems, sondern auch für schnelle Hilfe. Das war beim Ausbruch der Ebola-Epidemie in Westafrika der Fall.

mehr:
siehe auch:
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Freitag, 15. Mai 2020

Hypnosetag 106: Oskar Lafontaine holt uns wieder runter, aber…



Es ist immer wieder erfrischend zu lesen, wie Oskar Lafontaine viel diskutierte Vorgänge beschreibt, bewertet und einordnet. Das gilt wieder mal für einen Beitrag von ihm, diesmal auf Facebook. Lafontaine löst die Fixierung auf Bill Gates und seine Stiftung auf. Hier ist sein Beitrag. Albrecht Müller.

Zurecht wird auf vielen Demonstrationen der Einfluss des „Wohltäters“ Bill Gates auf die WHO und die Erforschung und Vermarktung neuer Impfstoffe kritisiert. Wenn aber gleichzeitig krude Verschwörungstheorien in die Welt gesetzt werden, nach denen Bill Gates die Menschheit ausrotten („Bevölkerungsreduktion“) will, dann schadet das der notwendigen Diskussion darüber, dass in der heutigen Zeit die Demokratien zerstört werden und die Welt von einer korrupten Oligarchie beherrscht wird.

Dass Geld die Welt regiert, wussten schon unsere Vorfahren. Und wenn 26 Milliardäre so viel besitzen wie die Hälfte der Weltbevölkerung, dann ist doch der Beweis erbracht, dass unser Wirtschaftssystem pervers ist. Zudem führt es systembedingt zu Krieg und Umweltzerstörung. Das kann man nicht an Bill Gates (geschätztes Vermögen 98 Milliarden Dollar) und seiner Frau Melinda festmachen. Schon Dwight D. Eisenhower (US-Präsident von 1953 bis 1961) warnte vor dem „übertriebenen Einfluss des militärisch-industriellen Komplexes. Es besteht die Gefahr, dass unkontrollierte Macht desaströse Folgen haben könnte. Wir dürfen nicht zulassen, dass dieser Komplex unsere Freiheit und Demokratie bedroht.“

mehr:
siehe auch:

Außer Kontrolle: Die Mächtigen des 21. Jahrhunderts - Punkt.PRERADOVIC mit Dr. Michael Lüders {27:33}

Punkt.PRERADOVIC
Am 14.05.2020 veröffentlicht 
„Wenn du wissen willst, wer die Welt regiert, dann folge der Spur des Geldes“, sagt Politologe Dr. Michael Lüders. Der versierte Publizist erklärt anhand seines neuen Romans „Die Spur der Schakale“ die Mechanismen des internationalen Geldgeschäfts. Die großen Finanzverwalter verfügen über mehr Vermögen als große Staaten und sie nehmen Einfluss auf Wirtschaft, Politik und unser aller Leben. Herrscht ein Krieg „reich gegen arm“? Und wer gewinnt ihn am Ende?
Podcast: „Die Spur der Schakale“ http://michael-lueders.de/kategorie/a…

- Hypnosetag 104: Die Entlarvung (Post, 13.05.2020)
    
Mentalist Lior Suchard Bends Harry Connick Jr. & Alice Eve's Minds {10:55 – Start bei 7:25
– Suchard: »Stimmen Sie mir zu, daß jeder zeichnen kann, was er will?«}

The Late Late Show with James Corden The Late Late Show with James Corden
Am 11.01.2016 veröffentlicht 
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Sonntag, 5. April 2020

Vorsicht! Ich mutiere zum Geschichts-Revisionisten!

Im Gespräch: Thorsten Schulte ("Fremdbestimmt: 120 Jahre Lügen und Täuschung") {1:43:45}

KenFM
Am 23.02.2018 veröffentlicht 
Jetzt KenFM unterstützen: https://steadyhq.com/de/kenfm
Geschichte wird von den Siegern geschrieben. Der Satz ist so alt wie vieles in unseren aktuellen Geschichtsbüchern, aber er gilt. Das merken nicht nur Autoren wie Thorsten Schulte. Als es darum ging, seine Recherchen zur deutschen und europäischen Geschichte – mit etlichen Quellen belegt – an die Öffentlichkeit zu bringen, streikten die Verleger.
Warum? Soll dadurch ein etabliertes Narrativ erhalten bleiben? Störende Fragen und Recherchen unerwünscht? Sind neue Erkenntnisse verpönt? Oder ist die Frage: „Warum konnte Adolf Hitler sich so lange finanzieren, und vor allem mit welchem Geld?“, (noch) nicht erlaubt?
Wie gewohnt interessieren wir uns bei „Im Gespräch“ genau für diese Art von Fragen. Schulte, ehemaliger Investmentbanker und auch bekannt unter dem Namen „Der Silberjunge“, erklärt uns, wie er trotz aller Widerstände sein recherchiertes Wissen in Buchform verbreiten konnte. Es folgt ein spannender, historischer Streifzug durch die Verwicklungen und Geldströme der Kaiserzeit über die Weimarer Republik bis hin zum Deutschland von heute.
Sollte es stimmen, dass sich Geschichte wiederholt, könnten wir erkennen, wohin uns die gegenwärtigen Entscheidungen führen. Das geht aber nur mit offenen Augen und nur mit einer Offenheit gegenüber anderen Ansichten, Meinungen und Fakten.
Vorschlag: Wie wäre es, wenn künftig nicht die Sieger, sondern Historiker und mutige Menschen Geschichte schreiben würden...?
Inhaltsübersicht:
0:03:53 Ein Buch, das nicht erscheinen durfte
0:17:45 Erfolgsmodell Deutsches Reich ab 1871
0:26:42 Zar und Kaiser - wer hat wen verraten?
0:31:17 Vorbereiten und zündeln im Jahr 1912
0:36:02 Sarajevo - der Beginn des 1. Weltkriegs
0:40:52 Der Versailler Vertrag und 2. Weltkrieg
0:50:58 Wie man Hitler an die Macht brachte
1:00:38 IG Farben und die Verbindungen in die USA
1:09:22 Der Status quo heute
1:16:04 Die Russische Revolution und deren Nutznießer
1:19:41 Flüchtlinge als Waffe
1:34:55 Die Täter aus dem Zweiten Weltkrieg
1:37:17 Ein neues Geldsystem für den Frieden?
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RUBIKON: Im Gespräch: „Fremdbestimmt“ (Stephan Daniel Giebl und Thorsten Schulte) {35:16}

Rubikon
Am 15.01.2020 veröffentlicht 
Weckruf für eine fruchtbare Debattenkultur
Die erste Ausgabe von „Rubikontrovers“: „Fremdbestimmt“ — ein Interview mit Thorsten „Silberjunge“ Schulte.
von Stephan Daniel Giebl
Im neuen Video-Format Rubikontrovers werden wir bewusst mit Personen sprechen, die in den klassischen Medien als äußerst umstritten gelten. Unser Wunsch ist es zu zeigen, dass ein respektvoller Umgang ungeachtet aller Differenzen zu allen Zeiten möglich ist. Zudem wollen wir von Anfang an klarstellen, dass es auch hier für uns gewisse rote Linien gibt. Wir sind beispielsweise nicht der Meinung, dass die Diskussion mit Holocaustleugnern, offensichtlichen Rassisten oder dubiosen selbst ernannten Volkslehrern zielführend wäre. Wir wagen uns also auf das dünne Eis, aber ziehen Grenzen entsprechend unserer eigenen moralischen Maßstäbe. Unser erster Interviewgast ist Thorsten Schulte, der „Silberjunge“.
Weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/weck…
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Im Gespräch: Wolfgang Bittner ("Der neue West-Ost-Konflikt: Inszenierung einer Krise") {1:47:48}

KenFM
Am 23.02.2018 veröffentlicht 
Ziemlich beste Freunde. Das waren Deutschland und Russland in der langen Geschichte nur sehr selten. Leider. Schon seit Jahrhunderten versuchen mächtige geopolitische Akteure vorsätzlich einen Keil zwischen die beiden Nationen zu treiben – und sie geben dies auch offen zu. So ist von dem US-Amerikanischen Sicherheitsexperten George Friedman (Stratfor) folgendes Zitat aus dem Jahr 2015 überliefert: „Das primäre Interesse der Vereinigten Staaten durch das letzte Jahrhundert hindurch – also im Ersten, Zweiten und im Kalten Krieg – sind die Beziehungen zwischen Deutschland und Russland gewesen, denn vereinigt wären diese beiden die einzige Macht, die uns (die USA) bedrohen könnte (…)“.
Sollte man sich angesichts einer solch dreisten Offenheit dieses Spiel auch weiterhin gefallen lassen? Im Moment scheint es, als würden die Dinge wie gehabt ihren Lauf nehmen. Die NATO-Übung „Defender 2020“, bei der knapp 40.000 amerikanische Soldaten nach Osteuropa verlegt werden, ist dabei nur der augenfälligste Ausdruck einer bedauernswerten Entwicklung.
Dem Schriftsteller Wolfgang Bittner ist das ein Dorn im Auge. In seinem neuen Buch „Der neue West-Ost-Konflikt – Inszenierung einer Krise“ zeigt er auf, inwiefern sich der Westen – und damit auch Deutschland – auf Kriegskurs gegen Russland befindet und welche gefährlichen Konsequenzen dies für unser Land birgt. Bittner ist sich sicher: Gewinner würde es auf unserem Kontinent bei einer Fortführung und Ausweitung dieses Konfliktes keine geben. Nur in Übersee, dort wo sich ein taumelndes Imperium gegen den eigenen Untergang stemmt, wird man sich abermals die Hände reiben…
Inhaltsübersicht:
0:00:59 Der neue (alte) Ost-West-Konflikt
0:25:25 Russophobie und mangelnde Selbstständigkeit in der deutschen Politik
0:46:25 Die deutsche Souveränität in der Geschichte
1:09:02 Westliche Doppelstandards
1:33:12 Zukunftsperspektiven des deutschsprachigen Raums
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Am ttt veröffentlicht 
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In eigener Sache:
Thorsten Schulte hat auf YouTube ein Video veröffentlicht, auf dessen Vorschau-Bild steht: »Winston Churchill, ein teuflischer Mensch«
Solch eine Äußerung gehört nicht zu der Debattenkultur, die ich mir vorstelle!
Weitere Videos von Schulte werde ich vorerst nicht mehr einstellen!
Wir haben genug Aufgeregtheiten um uns herum!
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Samstag, 28. März 2020

Tagesdosis 28.3.2020 – Coronakrise: ein asymmetrischer Krieg der Superreichen gegen die restlichen 99 Prozent?

Corona. Das ist die große Stunde der gefühlten Staatsmänner. Eben noch drohten unsere Spitzenpolitiker zu hoffnungslos überbezahlten Schießbudenfiguren heruntergestuft zu werden, deren Daseinszweck sich darin erschöpft, die virtuellen faulen Tomaten und Eier abzufangen, die eigentlich den immer unsichtbarer gewordenen tatsächlich Mächtigen gelten. Thüringens aus moralischen Ruinen wieder auferstandener Ministerpräsident Bodo Ramelow spricht als krisengehärteter Staatsmann zu uns. In amerikanischer Manier steht der Linkspolitiker vor Thüringens Landesflagge und erklärt, dass uns leider vorübergehend einige elementare Bürgerrechte aberkannt werden müssen. Der bayrische Landesvater Markus Söder tritt wenig später ebenfalls vor die Fernsehkameras. Kaskaden von barocken süßlichen rhetorischen Kipferln. Endlose Wiederholung von Verständnisinnigkeit, dass man ja nicht den Bürgern ihre Freiheit nehmen möchte. Doch leider gibt es ja einige halbwüchsige Lümmel, die alten Leuten das Wort „Corona“ ins Ohr rülpsen und obendrein Corona-Partys feiern. Wer hat uns eigentlich vermittelst einer verantwortungslosen Bildungs- und Medienpolitik diese intellektuell und moralisch niederstufige Proles beschert, Herr Söder? Aber egal. Jedenfalls ist nun Schluss damit. Ab sofort werden uns die Grundrechte der Versammlungsfreiheit und Freiheit der Mobilität abgenommen. Die Lage ist einfach zu ernst, meine Damen und Herren!
mehr:
- Tagesdosis 28.3.2020 – Coronakrise: ein asymmetrischer Krieg der Superreichen gegen die restlichen 99 Prozent? (Hermann Ploppa, KenFM, 28.03.2020)
siehe auch:
»Video gelöscht«… Aufgeregtheiten in Corona-Zeiten… (Post, 28.03.2020)
Wie aussagekräftig sind die Corona-Tests? (Post, 25.03.2020)
Globaler Fonds Ein Fonds mit fragwürdigen Partnern (Thomas Kruchem, welt-sichten.org, 27.05.2019 – lesenswert!)
Bill Gates und die WHO: Ein gefährliches Netzwerk (Post, 19.12.2018)
Unabhängigkeit der Weltgesundheitsorganisation gefährdet: Was gesund ist, bestimmt Bill Gates (Thomas Kruchem, Deutschlandfunk Kultur, 17.07.2018)
- WAS GESUND IST, BESTIMMT BILL GATES – Nach 70 Jahren hängt die WHO am Bettelstab (Thomas Kruchem, Anja Braun, SWR2 Wissen, 10.10.2017)


Während sich auf der einen Seite mehr und mehr herausstellt, dass der H1N1-Erreger zu einem milden Krankheitsverlauf führt, während die Infektionsraten konstant bleiben, statt wie bei einer Pandemie exponentiell anzusteigen; während angesichts einer weltweit verbreiteten Infektionskrankheit vergleichsweise wenige Todesopfer zu beklagen sind, wird auf der anderen Seite plötzlich und immer öfter vor der Möglichkeit einer extrem gefährlichen Mutation dieses Virus gewarnt.

Die Hysterie nimmt weiter zu. Warnende E-Mails und informative Faxe aus den Gesundheitsämtern jagen durch Arztpraxen und Krankenhäuser. Notfallpläne beschäftigen die Ministerien. Wieder werden ,Grippemittel ́ tonnenweise gekauft und eingelagert. Und dann endlich die Rettung: Die Impfung. Die größte Impfaktion in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland wurde Mitte dieser Woche beschlossen! Unsere Regierung kann also auch bedrohte Bürger retten, nicht nur bankrotte Banken.

Da können wir uns beruhigt zurücklehnen: Für eine harmlos verlaufende Erkrankung, die man erst seit vier Monaten kennt, haben wir ausreichend Medikamente eingelagert, auch wenn diese im Ernstfall nicht wirklich helfen werden. 50 Millionen Impfdosen sind eingekauft, auch wenn es diese Impfung noch gar nicht gibt. Deutschland im Feldversuch.

Eigentlich sollte ja längst die Vogelgrippe über uns gekommen sein. Die wollte aber nicht. Es war ihr die menschliche Nasenschleimhaut nicht warm genug. Nun muss also die Schweinegrippe herhalten. Nein, halt: die noch nicht eingetretene Mutation der Schweinegrippe. Dieses medizinische Konzept war mir bislang nicht bekannt. Als Geschäftskonzept ist es allerdings genial.

[
Bernd Hontschik, Diagnose: Grippegeschäfthontschik.de, 22.08.2009 – PDF]

mein Kommentar:
Kommt einem irgendwie bekannt vor… 
😂

Weisheit - Lernen von Buddha {09.01.2012 – Start bei 0:38 – Dalai Lama: »In der Wissenschaft sagt man: ›Betrachte die Dinge objektiv.‹ Tatsächlich sollte man in jedem Bereich objektiv sein. […] Wenn man etwas betrachtet, sollte der Geist ruhig und frei von individuellen Wünschen sein. […] Nicht das Schwarz-Weiß-Denken bringt uns weiter sondern Neutralität.«}

GLOBALWISSENsCHANNEL
Am 09.01.2012 veröffentlicht 
Lernen von Buddha - 3SAt scobel: vom 18.08.2010
Themenwoche Buddhismus
Was hat Weisheit mit Glauben zu tun? Wie können wir die Welt besser verstehen?
Ist unsere Suche nach dem Glück eine Illusion? Welche neuen Werte brauchen wir?
Gert Scobel hat ein intensives Gespräch mit dem Dalai Lama geführt.

George Harrison & Leon Russell - Beware Of Darkness - Live Madison Square Garden 1971 {3:32}

magofefo
Am 23.02.2018 veröffentlicht 
Perteneciente al CONCIERTO PARA BANGLADESH, organizado por George en el Madison Square Garden de NY en agosto de 1971. El tema pertenece al álbum All Things Must Pass, editado en 1970. No soy el poseedor de los derechos y lo comparto a título recreativo.
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Hans-Rudolf Merz mit Lachanfall im Parlament {1:58}

DER SPIEGEL
Am 22.09.2010 veröffentlicht 
Als Nationalrat für Finanzen in der Schweiz sollte Hans-Rudolf Merz dem Parlament in Bern Rede und Antwort stehen. Doch als es um die Importe von gewürztem Fleisch ging, konnte er sich nicht mehr beherrschen. Ein Lachanfall mit Unterhaltungswert. Hintergrund: Der Politiker musste vor allem über die bürokratische Sprache seiner Beamten schmunzeln
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Donnerstag, 13. Februar 2020

Die Sozis und die Banken

Recherchen von Panorama und "Die Zeit" zeigen, dass mehrere SPD-Spitzenpolitiker Warburg-Banker trafen, während gegen diese wegen Cum-Ex-Geschäften ermittelt wurde. Die Hamburger Finanzbehörde verzichtete auf die Rückforderung von 47 Millionen Euro, die sich die Warburg Bank durch Cum-Ex-Geschäfte verschafft hatte.

Die Stadt Hamburg wusste spätestens seit 2016 von ihren Ansprüchen gegen Warburg. Die vornehme Bank hatte über Jahre hinweg sogenannte Cum-Ex-Deals abgewickelt, bei denen sich Banken einmal bezahlte Steuern mehrfach erstatten ließen. Experten werten den Cum-Ex-Skandal deshalb als größten Steuerraubzug der deutschen Geschichte.


»Finanzbehörde missachtete Warnung aus Berlin«
Im Jahr 2016 informierten Ermittler und das Bundesfinanzministerium die Hamburger Finanzbehörde darüber, dass sich Warburg aus eben solchen Geschäften im Jahr 2009 rund 47 Millionen Euro unberechtigt verschafft hatte. Eine Forderung, die Ende 2016 in die Verjährung zu laufen drohte. Es war nicht das einzige Warnsignal: Anfang 2016 hatte die Staatsanwaltschaft Köln die Geschäftsräume der Warburg Bank durchsuchen lassen - wegen des Verdachts der schweren Steuerhinterziehung.

Dennoch blieben die Hamburger Behörden untätig, angeblich weil man das Risiko eines Rechtsstreits mit Warburg nicht tragen wollte. Der Mannheimer Steuerprofessor Christoph Spengel kann das nicht nachvollziehen. "Es gab zu diesem Zeitpunkt bereits finanzgerichtliche Urteile, die Cum-Ex-Geschäfte als illegal eingestuft haben, auch das Thema der Verjährung war allgemein bekannt. Wenn es dann um eine Summe von rund 50 Millionen Euro geht und dieser Sachverhalt einfach liegen bleibt, dann ist das ein Skandal." Spengel trat unter anderem als Sachverständiger im Cum-Ex-Untersuchungsausschuss des Deutschen Bundestags auf.

mehr:
- Cum Ex: Hamburg verzichtete auf 47 Millionen von Warburg Bank (C. Salewski, O. Schröm & B. Strunz, Panorama, daserste.ndr.de, 13.02.2020)
siehe auch:
Scholz sollte endlich seinen Hut nehmen (Albrecht Müller, NachDenkSeiten, 13.02.2020)
Ungleichheit bei Einkommen auf Rekordniveau – Wie bleibt die Bevölkerung ruhig? (Post, 07.10.2019)
Grossbanken sind stärker subventioniert als die Landwirtschaft (Post, 18.08.2019)
- Cum-cum/Cum-ex: Steuerbetrug unter den Augen des Staates (Post, 03.03.2016)

Die Bonpflicht – nervig, aber wichtig! | heute-show vom 14.02.2020 {10:10 – Start bei 08:14}

ZDF heute-show
Am 14.02.2020 veröffentlicht 
Die geltende Bonpflicht sorgt seit dem Jahreswechsel für Papiermüll und Frust bei den Verkäufern.
Dabei ist es ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung von Steuerhinterziehung.
Zur ganzen heute-show in der Mediathek: http://kurz.zdf.de/hs2003yt/


Donnerstag, 23. Januar 2020

Die Macht um Acht (44)

Die Macht um Acht (44) {18:51}

KenFM
Am 22.01.2020 veröffentlicht 
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mehr:
- Die Macht um Acht (44) (KenFM, 22.01.2020)

zum Iran-Air-Flug 655 siehe auch:
Greifen die USA den Iran an? (Post, 20.12.2019)
- Iran-Air-Flug 655 (Wikipedia)
Auf die Spitze getriebene Irrsinnslogik (Spiegel, 11.07.1988)
- Der tödliche Fehler der USS Vincennes kostet 290 Leben (Welt, 02.07.1988)

zu von der Leyens Handy siehe auch:

Mittwoch, 22. Januar 2020

Davos: Vereint im Machtmißbrauch

Weltwirtschaftsforum Während in den USA über eine mögliche Amtsenthebung von Donald Trump debattiert wird, spricht der Präsident in Davos vor Wirtschaftsführern, die ihm in nichts nachstehen 

Während der US-Senat über Donald Trumps Zukunft debattiert, werden Geschäftsführer*innen, Finanzexpert*innen und Politiker*innen nach Davos in die Schweizer Alpen kommen, um wie in jedem Jahr selbstgefällig den globalen Kapitalismus zu verteidigen.

Zwischen den beiden Ereignissen besteht ein Zusammenhang: Ebenso wie Trump wird der Elite des internationalen Kapitalismus Machtmissbrauch vorgeworfen: Sie verschärft die Ungleichheit, fördert die Korruption und unternimmt nichts gegen den Klimawandel.

Vorstandsvorsitzende der weltgrößten Unternehmen scheffeln mehr Geld als jemals zuvor in der Geschichte – ohne dass die Löhne der einfachen Arbeiter*innen auch nur annähernd im selben Maße gestiegen wären. Die international führenden Geldgeber*innen stecken sich sogar noch mehr in die Tasche. Die 26 reichsten Personen der Welt besitzen heute so viel wie die 3,8 Milliarden, die die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung ausmachen.

mehr:
- Vereint im Machtmissbrauch (Robert Reich, der Freitag, 21.01.2020)
siehe auch:
Donald Trump erschreckt Europa mit seinem Optimismus (Rainer Bonhorst, AchGut, 21.01.2020)
Die korrupten Eliten (Post, 16.01.2020)
1,2 Billionen Dollar für die reichsten 0,001 Prozent (Post, 31.12.2019)
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Donnerstag, 16. Januar 2020

Die korrupten Eliten

Die CDU agierte über Jahre wie eine kriminelle Vereinigung. Exklusivabdruck aus „Die Beichte meines Vaters über die Herkunft des Bimbes: Die schwarzen Kassen der CDU“. Teil 2/2.
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In seinem Buch „Die Beichte meines Vaters über die Herkunft des Bimbes“ beruft sich Karl-Heinz Ebert auf seinen Vater Karl-Anton Ebert, der als Buchhalter an entscheidender Stelle verwickelt war, und berichtet zudem von den Ergebnissen seiner eigenen Recherchen. Die lassen tief in ein weit verzweigtes System schwarzer Kassen bei Deutschlands größter Volkspartei blicken und enthüllen einen atemberaubenden Coup aus der Frühphase der Bundesrepublik Ende der 1950er-Jahre. Der folgende Text ist Teil 2 eines Auszugs aus diesem Buch.
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Birne, Bimbes und Flick
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Kommen wir zurück zu Helmut Kohl und zum ersten Parteispendenskandal, der die Bundesrepublik erschütterte: zur Flick-Affäre.

Helmut Kohl war ein Machtmensch, der die Welt stets in Gut und Böse, in „Wir“ und „Die” unterteilte. „Die Sozen” waren sein Leben lang ein Feindbild, an dem er geradezu archaisch festhielt. Entsprechend war seine Haltung zum Geld, das er gerne „Bimbes” nannte: Es war für Kohl — ebenso wie Beziehungen — ein Mittel des politischen Kampfes. Beim Verfolgen seiner Karriere und seiner politischen Ziele war ihm fast jedes Mittel recht. Das übergeordnete Ziel, die Macht zu erobern und zu sichern und den Gegner davon fernzuhalten, rechtfertigte — so muss man sein Verhalten interpretieren — in Helmut Kohls Augen auch illegales Verhalten.

Wie sein geistiger Ziehvater Konrad Adenauer glaubte zudem auch Kohl, dass die SPD nach 1945 und erneut nach 1990 wegen Wiedergutmachungszahlungen einen Vermögensvorteil gehabt habe und die CDU als damals neu gegründete Partei ohne Vermögen legitimiert sei, diesen Nachteil auf welchem Wege auch immer auszugleichen. Die Frage, ob das mit der Rechtslage vereinbar war, beschäftigte ihn dabei offenbar nicht besonders.

Entsprechend suchte Kohl schon sehr früh, zu seiner Zeit als Fraktionschef und Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz, die Nähe zum Geld. Das Geschmäckle, das entstand, wenn er erhebliche Summen mächtiger Industrieller entgegennahm, ignorierte er offenbar konsequent. Ganz sicher hat Helmut Kohl die oft nach Korruption riechende Verquickung privatwirtschaftlicher Interessen mit seinen eigenen Ambitionen als Parteipolitiker und Amtsträger nicht selbst erfunden.

Er fand in der CDU vielmehr ein bereits etabliertes Netzwerk und die entsprechende Haltung vor, man stehe über dem Gesetz — und er nutzte beides entschlossener und skrupelloser als viele andere vor und nach ihm. Vor allem ging es Kohl stets darum, seine Partei im Griff zu haben und kampagnenfähig zu halten. Dabei half Geld, das er an den Büchern vorbei einzelnen Verbänden oder Parteifreunden zukommen lassen konnte, natürlich ungemein.

mehr:
- Die korrupten Eliten (Karl-Heinz Ebert, Rubikon, 15.01.2019)
siehe auch:
1,2 Billionen Dollar für die reichsten 0,001 Prozent (Post, 31.12.2019)
Tagesdosis 1.12.2018 – BlackRock und die EZB – Hand in Hand für die Finanzelite (Podcast) (Post, 01.12.2019)
Das Gebaren unserer politischen Elite: Beweismittel verschwinden (Post, 20.12.2019)
Der Staat, seine Eliten und das Geld (Post, 09.10.2019)
Aufmerksamkeitsmanagement: Immer neue Bedrohungsszenarien und immer wieder Aufrüstung – Wozu? (Post, 23.02.2019)
- Wider den Gehorsam! (Post, 23.11.2019)
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Montag, 13. Januar 2020

Frühstück mit BlackRock und Co.

Wenige grosse Finanzkonzerne haben als grösste Anteilseigner bei fast allen grossen Konzernen der Welt eine ungeahnte Machtfülle.
(Red) Heute erscheint im Verlag Westend das Buch „Wer schützt die Welt vor den Finanzkonzernen? Die heimlichen Herrscher und ihre Gehilfen“ von Jens Berger, aus dem hier mit Genehmigung des Verlags das einleitende Kapitel publiziert wird. Der Autor durchleuchtet die Bedeutung und das Wesen der grössten Finanzkonzerne BlackRock, Vanguard und State Street. Gemessen an deren Machtfülle ist es erstaunlich, wie wenig über diese bekannt ist.

Morgens, 6.30 Uhr in Deutschland, der Wecker klingelt. Erst einmal unter die Dusche. Das Duschgel der Marke Axe stammt vom niederländisch-britischen Konzern Unilever. Dessen größter Aktionär ist der Finanzkonzern BlackRock. Das Wasser kommt von den Stadtwerken, an denen mehrheitlich der französische Konzern Veolia beteiligt ist, dessen zweitgrößter Anteilseigner ebenfalls der Finanzkonzern BlackRock ist. Die Zähne geputzt. Die Zahncreme der Marke Colgate stammt vom US-Konzern Colgate-Palmolive, dessen größte Aktionäre die Finanzkonzerne Vanguard, BlackRock und State Street sind – zusammen gehören ihnen mehr als 22 Prozent des Unternehmens. Rein in die Jeans der Marke Levis, das Poloshirt von Ralph Lauren übergezogen und in die Sneaker von Adidas geschlüpft. Größte Anteilseigner der Levi Strauss & Co. sind die Price (T.Rowe) Associates und Vanguard. Bei der Ralph Lauren Corp. sind es Vanguard und BlackRock, und beim deutschen Unternehmen Adidas ist BlackRock zweitgrößter Aktionär. Und nun noch schnell eine Schale Cornflakes. Auch bei der amerikanischen Kellogg Company zählen BlackRock, Vanguard und State Street zu den größten fünf Anteilseignern. Bei der Konkurrenz vom Schweizer Nestlé-Konzern sieht es übrigens ganz ähnlich aus.

Noch mal schnell auf dem iPhone gecheckt, was es Neues auf Facebook und Twitter gibt – bei allen drei Konzernen sind Vanguard und BlackRock die größten Anteilseigner. Nun noch den Hund füttern – das Hundefutter von Eukanuba kommt von Proc­ter & Gamble, größte Anteilseigner sind Vanguard, BlackRock und State Street. Und bevor es ins Büro geht, wird noch schnell ein Smoothie getrunken – der Smoothie-Hersteller Innocent gehört zur Coca Cola Company, bei der die Finanzkonzerne Berk­shire Hathaway, Vanguard, BlackRock und State Street die größten Anteilseigner sind.

Die Liste ließe sich endlos fortführen und betrifft die gesamte Wertschöpfungskette. So stammen die Cerealien für die Cornflakes womöglich vom weltweit führenden Agrarmulti Pioneer Natural Resources (Vanguard, BlackRock und State Street), wurden mit landwirtschaftlichen Maschinen des Weltmarktführers AGCO Corporation geerntet (Vanguard und BlackRock), mit der weltweit führenden Reederei A.P. Moeller-Maersk (Vanguard und BlackRock) in einem Containerfrachter von Hyundai Heavy (Vanguard und BlackRock) zur Fabrik transportiert, in einem Karton des Papiergiganten Stora Enso (Vanguard und BlackRock) verpackt und in einem Supermarkt der Metro AG (Vanguard und BlackRock) gekauft.

mehr:
- Frühstück mit BlackRock und Co. (Jens Berger, Info-Sperber, 13.01.2020)
siehe auch:
Tagesdosis 1.12.2018 – BlackRock und die EZB – Hand in Hand für die Finanzelite (Podcast) (Kommentar von Ernst Wolff, KenFM, 01.12.2018)
Fundgrube – Helmut Schmidt: Wie gefährlich ist Amerika? (Post, 29.08.2015)