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Sonntag, 5. Juli 2020

Eine Neue Weltordnung – Materialsammlung


Möglicherweise verabschiede ich mich jetzt in Richtung Aluhutträger. Sei’s drum…

zum Hintergrund:

China: Neue Seidenstraße – neue Weltordnung? | Made in Germany {4:55}
DW Deutsch
Am 23.02.2018 veröffentlicht 
Chinas "One Belt, One Road" Initiative verändert den Welthandel. Die Neue Seidenstraße entsteht zu Wasser und zu Land: aus Häfen, Eisenbahnlinien und Straßen. Gebaut und finanziert von chinesischen Firmen mit Staatsauftrag. Ein Signal, welche Rolle China global spielen will.

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Unter der Bezeichnung One Belt, One Road (OBORchinesisch 一帶一路 / 一带一路Pinyin Yīdài Yīlù – „Ein Gürtel, eine Straße“) beziehungsweise Belt and Road Initiative (BRI) werden seit 2013 Projekte gebündelt, die Interessen und Zielen der Volksrepublik China unter Staatspräsident Xi Jinping zum Auf- und Ausbau interkontinentaler Handels- und Infrastruktur-Netze zwischen der VR China und über 60 weiteren Ländern AfrikasAsiens und Europas dienen.Es gibt keine Koordination zwischen den verschiedenen Projekten, auch ist unklar, welche Projekte warum unter das Dach OBOR gestellt werden. Deshalb wurde One Belt One Road als Marketing-Idee für Xi Jinping bezeichnet, „die sich als Infrastrukturprojekt tarnt“.[1]Die Bezeichnung Neue Seidenstraße (新絲綢之路 / 新丝绸之路,  Xīn Sīchóuzhīlù) stellt die Verbindung zur historischen Seidenstraße her – wie auch beispielsweise beim Konkurrenzprojekt EU-Asien-Konnektivitätsstrategie und Verkehrskorridor Europa-Kaukasus-Asien (TRACECA).
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One Belt, One Road, Wikipedia, abgerufen am 05.07.2020]
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Der Transport Corridor Europe-Caucasus-Asia (TRACECA; deutsch Verkehrskorridor Europa-Kaukasus-Asien) ist ein Verkehrs- und Kommunikationsprojekt, das Europa und Mittelasien verbinden soll. Es soll wie das umgangssprachlich gleichnamige Projekt One Belt, One Road als „Neue Seidenstraße“ die west-östlichen Verbindungen und Wege der historischen Großen Seidenstraße wiederbeleben. 
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TRACECA, Wikipedia, abgerufen am 05.07.2020]
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zum Hintergrund siehe auch:
Vault 7: Was macht die CIA in Frankfurt? – Dummheiten! (Post, 21.06.2020)
Was wird Deutschland tun? (Post, 08.02.2020)
- Von der Heartland-Theorie über Brzezinski zur nahen Zukunft (Post, 20.10.2019 – Beachte auch das Vortragsvideo von George Friedman!)

- Get Ready for BRICS plus Germany (Post, 04.03.2015) Joschka Fischer: Im 21. Jahrhundert entsteht eine neue Weltordnung {1:11}
Passauer Neue Presse
Am 16.11.2017 veröffentlicht 
Podiumsdiskussion mit Jennifer D. Gavito, US-Generalkonsulin München, Joschka Fischer,
Bundesminister a. D., und Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz,
Journalistin, Autorin und Publizistin
Moderation: Hans-Ulrich Jörges, stern-Kolumnist
Medienzentrum der Verlagsgruppe Passau, Mittwoch, 15. November, 18.00 Uhr

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Als Neue Weltordnung (englisch New World Order) wird in verschiedenen Verschwörungstheorien das angebliche Ziel von Eliten und Geheimgesellschaften bezeichnet, eine autoritäresupranationale Weltregierung zu errichten. Solche Theorien wurden zu Beginn der 1990er Jahre in den Vereinigten Staaten populär. Verbreitet werden sie vor allem von christlich-fundamentalistischenrechtsextremenund esoterischen Autoren. Ob die Verwendung des Begriffs in der globalisierungskritischen Linken ebenfalls als verschwörungstheoretisch einzustufen ist, ist umstritten.
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Neue Weltordnung (Verschwörungstheorie), Wikipedia, abgerufen am 05.07.2020]
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Das Project for the New American Century (PNAC), zu deutsch: Projekt für das neue amerikanische Jahrhundert, war eine neokonservative amerikanische Denkfabrik mit Sitz in Washington, D.C. Es befand sich im selben Gebäude wie das American Enterprise Institute.
Es wurde im Frühjahr 1997 als nicht kommerzielle Ausbildungsorganisation mit dem Ziel gegründet, für weltweite Führerschaft der Vereinigten Staaten von Amerika zu werben. Das PNAC wurde im Jahr 2006 aufgelöst.[1] Die 2009 gegründete Foreign Policy Initiative ist als Nachfolgeorganisation des PNAC zu sehen.[2]
Thesen
Das PNAC vertrat unter anderem folgende Thesen:
  • US-amerikanische Führerschaft ist sowohl gut für die Vereinigten Staaten von Amerika als auch für die ganze Welt.
  • Eine solche Führerschaft erfordert militärische Stärke, diplomatische Energie und Hingabe an moralische Prinzipien.
  • Eine multipolare Welt hat den Frieden nicht gesichert, sondern stets zu Kriegen geführt.
  • Die Regierung der Vereinigten Staaten soll Kapital schlagen aus ihrer technologischen und wirtschaftlichen Überlegenheit, um durch Einsatz aller Mittel – einschließlich militärischer – unangefochtene Überlegenheit zu erreichen.
Wenn Diplomatie gescheitert sei, seien Militäraktionen ein akzeptables und nötiges Mittel. Das PNAC befürwortet die weltweite Errichtung dauerhafter eigener Militärstützpunkte, um die USA weitestgehend unangreifbar zu machen. Als „Weltpolizist“ (bzw. „Welt-Ordnungs-Hüter“) hätten die Vereinigten Staaten die Macht, in einer chaotischen „hobbesianischen“ Welt für die Einhaltung von Recht und Gesetz gemäß den von den USA gesetzten Maßstäben zu sorgen – wenn es sein muss, auch ohne Absprache mit oder Rücksichtnahme auf Verbündete und andere supranationale Organisationen, Verträge und sonstige Rechtsverbindlichkeiten (Unilateralismus). Darin sehen alle Kritiker einen klaren geschichtlichen Rückfall hinter die mühselig errungenen Fortschritte im Völkerrecht seit dem Westfälischen Frieden.
Das PNAC und seine Mitglieder haben schon frühzeitig unter anderem die Kündigung des mit der Sowjetunion geschlossenen ABM-Vertrages gefordert. Das PNAC schlug außerdem vor, „die neuen internationalen Gemeinschaftssphären, Weltraum und virtuelle Welt, zu kontrollieren und den Weg für eine neue Militärgattung – die U.S. Space Forces – mit dem Auftrag, den Weltraum zu kontrollieren, freizumachen“.
Im September 2000 publizierte das PNAC einen 80-seitigen Bericht mit dem Titel „Rebuilding America's Defenses: Strategies, Forces, And Resources For a New Century“. Diese Forderung zur Fortsetzung des unter Ronald Reagan begonnenen „Star Wars“-Projekts SDI war Gegenstand zahlreicher Analysen und zog viel Kritik auf sich.
[Project for the New American Century, Wikipedia, abgerufen am 05.07.2020]
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Samstag, 13. Juni 2020

Im Windschatten von Corona und Rassenunruhen: NATO sucht engere Partnerschaft mit Ukraine



Die NATO geht eine noch engere Partnerschaft mit der Ukraine ein, meldet faz.net. Wie das Bündnis gestern mitgeteilt habe, werde das im Konflikt mit Russland stehende Land in das sogenannte „Enhanced Opportunities Program“ (EOP) aufgenommen. Damit bekomme die Ukraine nicht nur erweiterte Beteiligungsmöglichkeiten an NATO-Manövern und Kooperationsprojekten, sondern auch Zugriff auf ausgewählte geheime Bündnisinformationen. Bislang seien Australien, Finnland, Georgien, Jordanien und Schweden Teilnehmer des Programms.

Diplomaten hätten betont, dass der neue Status keinen weiteren Schritt in Richtung einer NATO-Mitgliedschaft darstelle. Die Ukraine sei seit Jahren ein Partner der NATO und stelle Truppen für die Bündniseinsätze in Afghanistan und im Kosovo. Auch eine Beteiligung an ausgewählten Manövern gebe es seit längerem. In Russland dürfte die NATO-Entscheidung dennoch auf Ablehnung stoßen.

mehr:
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Dienstag, 5. November 2019

Der Schlüssel zur Weltherrschaft – die Heartland-Theorie

Willy Wimmer, der frühere CDU-Politiker und Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverteidigungsministerium, ist beeindruckt von der Theorie eines britischen Geographen aus vergangenen Zeiten, der Heartland-Theorie von Mackinder. Wimmer hält die dahintersteckende imperiale Denkweise immer noch für aktuell und hat deshalb für die Veröffentlichung der Theorie des Briten gesorgt und selbst eine Einführung geschrieben. Albrecht Müller.

Inhalt

  1. Willy Wimmer: Eine Art Einführung. Umsturz in der angelsächsischen Welt – Neue Paten für Sir Halford Mackinder? (7)
  2. Sir Halford John Mackinder: Der geographische Drehpunkt der Geschichte – die Heartland-Theorie (37)
  3. Glossar (75)
Umsturz in der angelsächsischen Welt – eine Einführung von Willy Wimmer
(Auszug aus dem Buch)
In Großbritannien war schon seit Jahren ein sicherheitspolitischer Umbruch angesagt, als der angesehene Wissenschaftler und Parlamentsabgeordnete Sir Halford Mackinder vor den Mitgliedern der Königlich Geographischen Gesellschaft am 25. Januar 1904 seinen Vortrag »The Geographical Pivot of History« hielt. Das britische Empire sah sich Anfang des letzten Jahrhunderts neuen strategischen Herausforderungen ausgesetzt. Das enorme, auch militärische Potential verschiedener Staaten musste nun berücksichtigt werden. Dieses zeichnete sich nicht zuletzt dort ab, wo fünfundachtzig Jahre zuvor der russisch-österreichische Gedanke der kollektiven europäischen Sicherheit aus Gründen des britischen Kriegsführungsinteresses im Wiener Kongress 1815 torpediert worden war: in Europa. Seither breitete sich Großbritannien geradezu ungehindert über den Globus aus.

mehr:
- Halford John Mackinder: „Der Schlüssel zur Weltherrschaft – die Heartland-Theorie“ (Willy Wimmer, NachDenkSeiten, 05.11.2019)
siehe auch:
- Von der Heartland-Theorie über Brzezinski zur nahen Zukunft (Post, 20.10.2019)
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Sonntag, 20. Oktober 2019

Von der Heartland-Theorie über Brzezinski zur nahen Zukunft

Europa-Russland-Politik – Willy Wimmer und Wolfgang Bittner bei den BUCHKOMPLIZEN {47:23}

KenFM
Am 20.10.2019 veröffentlicht 
Ist der Kalte Krieg zurück oder nie beendet worden?
Deutsch-Russische Freundschaft? Oder doch eher Feindschaft? Wie steht es um das deutsch-russische Verhältnis heute? Und was sind die Ursachen für die bestehende Kalte-Krieger-Stimmung, die wir doch längst überwunden zu haben glaubten? Eingebettet in den historischen Kontext, der bis zu den Versailler Verträgen zurückreicht, ergibt sich ein schlüssiges Bild für die heutigen Verhältnisse. Die Herzland-Theorie von Mackinder kann als Ziel geopolitischer imperialer Bestrebungen seit Beginn des 20. Jahrhunderts bis heute erkannt werden.
Der ehemalige Staatssekretär der Verteidigung, Willy Wimmer, und der Jurist und Autor des Buches „Der Neue West-Ost-Konflikt“, Wolfgang Bittner, widmen sich diesen und weiteren wichtigen Fragen auf der Frankfurter Buchmesse 2019.
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Die Heartland-Theorie ist eine geopolitische und -strategische Theorie des britischen Geographen Halford Mackinder. In seinem Aufsatz „The geographical pivot of history“ (1904)[1], zunächst der Royal Geographical Society vorgelegt, später als Teil seines Werkes „Democratic Ideals and Reality“ veröffentlicht[2], formulierte er diese Theorie zur Warnung an seine Landsleute. Er setzte sich mit der Bedeutung von Geographie, Technik, Wirtschaft, Industrie sowie Rohstoff- und Bevölkerungsressourcen für eine vergleichende Bewertung von Landmacht und Seemachtauseinander. Nach dem Ersten Weltkrieg aktualisierte er seine Theorie unter dem Eindruck des Krieges. Sein Heartland-Konzept ist „die wohl bedeutsamste Idee in der Geschichte der Geopolitik.“[3]
[Heartland-Theorie, Wikipedia, abgerufen am 20.10.2019]
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Wie in anderen orthodoxen geopolitischen Theorien legte Mackinder seiner Theorie ein materialistisch geprägtes Menschenbild zugrunde, in dem Menschen im Rahmen ihrer Bedürfnisse nach Sicherheit und Wohlstand miteinander im Wettbewerb um Territorium und Ressourcen stehen. In diesem Zusammenhang sah er sich und das britische Weltreich am Ende eines kolumbianischen Zeitalters (Columbian era), das von der Wiederentdeckung des amerikanischen Kontinents für Europa durch Christoph Kolumbus an von der relativen Dominanz der Seemacht über die Landmacht geprägt gewesen sei.[4]
Im Gegensatz zu der von Alfred Thayer Mahan formulierten Theorie der alleinigen historischen Dominanz der Seemacht betont Mackinder, dass im Verlauf der Geschichte sowohl Land- als auch Seemacht als entscheidende Faktoren gewirkt haben. Einer expandierenden Landmacht sei es häufig gelungen, eine Seemacht zu bezwingen, indem sie deren Stützpunkte von der Landseite her erobert habe. Großbritanniens effektive Kontrolle über die Weltmeere verschaffte ihm bis in das 20. Jahrhundert hinein universale Hegemonie. Danach verlor es, Mackinder zufolge, durch Dampfmaschine und Motor und das in deren Gefolge aufkommende Straßen- und Eisenbahnverkehrsnetz seine Welthandelsdominanz. Die Macht Großbritanniens wurde gegenüber den kontinentalen Staaten gemindert.
Entwickelt nun das „Herzland“ des Kontinents – Westsibirien und das europäische Russland – entsprechende Verkehrswege und in ihrem Gefolge einen hohen industriellen und wirtschaftlichen Durchdringungsgrad, so wird es eine entsprechend größere Macht ausüben können. Ein mächtiger Kontinentalstaat, dem alle Errungenschaften moderner Technik zur Verfügung stünden, könnte durch eine Herrschaft über dieses „Herzland“ die Herrschaft über die gesamte „Weltinsel“ erlangen. Mackinder formulierte dies als einen in der Literatur vielzitierten Merksatz:[5]
Who rules Eastern Europe commands the Heartland
Who rules the Heartland commands the World Island
Who rules the World Island commands the World
deutsch:
Wer über Osteuropa herrscht, beherrscht das Herzland.
Wer über das Herzland herrscht, beherrscht die Weltinsel.
Wer über die Weltinsel herrscht, beherrscht die Welt.“
– Mackinder, Democratic Ideals and Reality, S. 106
Unter der „Weltinsel“ verstand Mackinder Eurasien unter Hinzunahme des afrikanischen Kontinents. Die Rohstoff- und Bevölkerungsressourcen dieses Gesamtgebietes würde die Beherrschung der kontinentalen „Randländer“ und sukzessive auch des amerikanischen und australischen Kontinents sowie Japans ermöglichen.
Bezogen auf die aktuelle Entwicklung der Weltpolitik in seiner Zeit, glaubte Mackinder: Hätte Deutschland seine gesamte Kraft auf die Beherrschung des Ostens, des „Herzlands“, konzentriert, hätte es von da aus die „Weltinsel“ unter seine Kontrolle bringen und die Seemächte von der Landseite her ihrer Stützpunkte berauben können. Er glaubte, dass die atlantischen Mächte durch den Ersten Weltkrieg nur knapp dieser Gefahr entronnen sind. Mackinder sprach die Prophezeiung aus, dass diese Gefahr nicht für alle Zeiten gebannt sei.
[Heartland-Theorie, Grundzüge der Theorie, Wikipedia, abgerufen am 20.10.2019]
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Eurasien
Die Vormachtstellung der USA hängt in der geostrategischen Konzeption Brzezinskis davon ab, inwiefern die USA sich in Eurasien, dem insgesamt überlegenen und geopolitisch „axialen“ Kontinent, behaupten können:

„Eurasien ist somit das Schachbrett, auf dem sich auch in Zukunft der Kampf um die globale Vorherrschaft abspielen wird.“ (S. 16) „Dieses riesige, merkwürdig geformte eurasische Schachbrett – das sich von Lissabon bis Wladiwostok erstreckt – ist der Schauplatz des global play.“ (S. 58) 
Ohne die Vormachtstellung der USA gäbe es laut Brzezniski weltweit Anarchie. Um diese zu verhindern, müsse sich die USA in drei geographischen Zonen durchsetzen:
„Wenn der mittlere Bereich immer stärker in den expandierenden Einflussbereich des Westens (wo Amerika das Übergewicht hat) gezogen werden kann, wenn die südliche Region nicht unter die Herrschaft eines einzigen Akteurs gerät und eine eventuelle Vereinigung der Länder in Fernost nicht die Vertreibung Amerikas von seinen Seebasen vor der ostasiatischen Küste nach sich zieht, dürften sich die USA behaupten können.“ (S. 58)

Geopolitik und Geostrategie 
Anknüpfend an die Heartland-Theorie Halford Mackinders und die Geopolitik Albrecht Haushofers lautet in Brzezinskis Verständnis die geopolitische Frage heute nicht mehr, von welchem Teil Eurasiens aus der ganze Kontinent beherrscht werden könne, und auch nicht, ob eine Landmacht wichtiger als eine Seemacht sei. In der Geopolitik gehe es nicht mehr um regionale, sondern um globale Dimensionen, wobei aber die Dominanz auf dem eurasischen Kontinent auch heute noch die Voraussetzung für globale Vormachtstellung sei.
Der ersten beiden grundlegenden Schritte der von Brezinski empfohlenen Strategie sind,
  • die Ziele der politischen Eliten der „geostrategisch dynamischen Staaten“ Eurasiens zu entschlüsseln und die „geopolitisch kritischen“ und „katalytischen“ eurasischen Staaten ins Auge zu fassen, die aufgrund ihrer geographischen Lage und/oder ihrer bloßen Existenz entweder auf die aktiveren geostrategischen Akteure oder auf die regionalen Gegebenheiten wie „Katalysatoren“ wirken.
  • eine spezifische US-Politik zu formulieren, die in der Lage ist, diese Verhältnisse auszubalancieren, mitzubestimmen und/oder unter Kontrolle zu bekommen, um unverzichtbare US-Interessen zu wahren und zu stärken und eine umfassendere Geostrategie zu entwerfen, die alle Politikfelder verbindet.
Brzezinski fasst die „Imperative imperialer Geostrategie“ zusammen: taktisch kluger Umgang mit den dynamischen Staaten und behutsamer Umgang mit den katalytischen. Was gemeint ist, erläutert er im Rückgriff auf politische Verhältnisse der Vergangenheit mit drei Imperativen:
„Bedient man sich einer Terminologie, die an das brutalere Zeitalter der alten Weltreiche gemahnt, so lauten die drei großen Imperative imperialer Geostrategie: Absprachen zwischen den Vasallen zu verhindern und ihre Abhängigkeit in Fragen der Sicherheit zu bewahren, die tributpflichtigen Staaten fügsam zu halten und zu schützen und dafür zu sorgen, dass die ‚Barbaren‘völker sich nicht zusammenschließen.“ (S. 65f.)
[Die einzige Weltmacht: Amerikas Strategie der Vorherrschaft, Das eurasische Schachbrett (S. 53–88)Wikipedia, abgerufen am 20.10.2019]
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STRATFOR Chef legt die Außenpolitik der USA offen: Ukraine, Russland, Deutschland, Nahost {12:52 – Start bei 3:18}

LT-News.com
Am 26.08.2015 veröffentlicht 
Ziel: Allianz zwischen Russland und Deutschland verhindern
Zum Video:
Beginn: »Europa wird zum menschlichen Normalfall zurückkehren: Es wird seine Kriege und seine Toten haben. Die einzelnen euopäischen Länder leben in völlig unterschiedlichen Universen. Sie sind uneins. Deshalb gibt es kein ›Europa‹.«
ab 1:45
»Das Hauptinteresse der Vereinigten Staaten war und ist, eine Zusammenarbeit von Deutschland und Russland zu verhindern, weil, wenn vereint, diese Koalition die einzige Macht auf der Erde ist, die den USA gefährlich werden kann. Diese Koalition gilbt es zu verhindern.«
ab 4:05
»Wir können größere Länder nicht besetzen, aber wir können
1. unter ihnen Zwietracht sähen, dafür sorgen, daß sie sich gegenseitig bekämpfen und jede der Parteien mit Beratern und Waffen versorgen
und
2. mit Präventivschlägen vorgehen. Dadurch bringen wir unsere Feinde aus der Balance.
Ich hoffe, wir haben unsere Lektion gelernt und reduzieren unsere Interventionen. Alles andere ist zu teuer und kostet zu viele Tote.«
ab 8:50 
»Die Frage ist, ob sich Russland damit zufrieden gibt, die Ukraine als »neutrale« Pufferzone zwischen sich und Europa zu erhalten oder ob Europa dazu in der Lage ist, in die Ukraine vorzudringen und dann wenige hundert Kilometer vor Leningrad oder Moskau steht.
Unsere bevorzugte Lösung ist das Intermarum (das Zwischenmeer-Land – das Territorium zwischen Ostsee und Schwarzem Meer). Aber wir wissen nicht, wie sich Deutschland positionieren wird. Das Intermarum dient dazu, Deutschland und Russland voneinander abzuschneiden, und wir wissen nicht, wie Deutschland reagieren wird, weil sie Gegenden brauchen, in die sie ihre Exporte liefern können.
Für Russland ist es entscheidend, daß die Ukraine nicht prowestlich wird.
Und in dieser Situation ist die große Frage, was Deutschland tun wird.«

Grundlagen der Geopolitik - eine Ordnung hinter dem Chaos erkennen {9:19}

Deutschland+Russland
Am 22.08.2015 veröffentlicht 
Die vom US-Imperium angestrebte Neue Weltordnung verbirgt sich hinter dem scheinbar undurchsichtigen Chaos der politischen Erreignissen auf der Welt. Der investigative US-Journalist Aaron Dykes erläutert die globalen Geopolitik und Geostrategie, basiered auf den Konzepten von britischen und US-amerikaischen Geopolitiker Halford Mackinder und Nicholas J. Spykman und deren Heartland- und Rimland-Theorien - der jahrhundertelange geopolitische "Great Game" zwischen Russland und anglo-amerikanischem Imperium. Quelle: https://www.youtube.com/watch?v=swaoG…
http://truthstreammedia.com/


Grundlagen der Geopolitik - Heartland Theorie von Halford Mackinder {12:38}

Mut gegen Macht
Am 13.12.2014 veröffentlicht 
Quelle:
Rodando de Largo https://www.youtube.com/watch?v=kscnY...
Verbreitet das Video und erzählt es euren Mitmenschen!
Schaut in meine Playlists zu den verschiedenen Themen und guckt euch die Videos vom ältesten zum neuesten an, um alle Sachverhalte zu verstehen
https://www.youtube.com/channel/UCzaQ...

Jörg Schönenborn im Gespräch mit Wladimir Putin {35:26}

phoenix
Am 08.04.2013 veröffentlicht 
Jörg Schönenborn im Gespräch mit Wladimir Putin
Russlands Präsident Wladimir Putin stellt sich vor seinem Deutschland-Besuch anlässlich der Hannover-Messe im ARD-Interview den Fragen von WDR-Chefredakteur Jörg Schönenborn. Themen sind unter anderem die Razzien bei deutschen Stiftungen in Russland und Russlands Rolle bei der Zypern-Krise.
Phoenix zeigt das Interview in voller Länge.
Moderation: Jörg Schönenborn

euronews interview - Brzezinski: "Es gibt eine Obama-Doktrin aber keine Obama-Strategie" {9:00}

euronews (deutsch)
Am 20.01.2013 veröffentlicht 
http://de.euronews.com/ Er ist einer der anerkannesten und einflussreichsten Veteranen der Außenpoltik in Washington: Zbiginiew Brzezinski, Nationaler Sicherheitsberater von 1977 bis -81 unter US-Präsident Jimmy Carter. Der heute 84-Jährige gilt als geostrategischer Denker, er ist Autor zahlreicher Bücher und internationaler Studien und hat weiter eine starke Stimme in Sachen Außenpolitik.
Brzezinski war ein scharfer Kritiker der Politik von Präsident George W. Bush und dessen "Krieg gegen den Terror". Er war einer der ersten Unterstützer des damaligen Senators Barack Obama, doch während dessen erster Amtszeit kritisierte er die Außenpolitik des Präsidenten gelegentlich auch als "zu soft gegenüber Israel" oder "strategielos". Den Einsatz in Libyen unterstützte er. In einem Exklusiv-Interview mit euronews lobte Brzezinski das neue außenpolitische Team Obamas.
Stefan Grobe (euronews): Dr. Brzezinski, Danke, dass Sie hier sind und uns helfen, die Außen- und Sicherheitspolitik der zweiten Amtszeit von Präsident Barack Obama zu analysieren.
Zbigniew Brzezinski: Erfreut, hier zu sein.
euronews: Er hat zwei ehemalige Sentaskollegen ausgesucht, um die Außen- und Verteidigungsressorts zu leiten, John Kerry und Chuck Hagel, beides Männer, die durch die Erfahrung des Vietnam-Krieges gezeichnet sind. Ist das ein Zufall, oder steckt da eine Botschaft dahinter?
ZB: Ein wenig von beidem. Ich denke, es geht nicht darum, speziell die Bedeutung der Erfahrungen aus dem Vietnam-Krieg zu zeigen. Aber andererseits war es natürlich eine der wichtigsten Episoden in Amerikas Abenteuern auf globaler Ebene. In diesem Sinne sind die beiden wohl weise genug, ihre eigenen Schlüsse daraus zu ziehen.
euronews: Gibt es schon so etwas wie eine "Obama-Doktrin"?
ZB: Wir haben eine "Obama-Doktrin". Aber ich habe schon häufiger gesagt - das birgt ein gewisses politisches Risiko für mich -, es gibt eine "Obama-Doktrin", wir haben keine Obama-Strategie Ich denke, diese beiden können die Strategie für die Doktrin liefern. euronews: Wie sieht diese Strategie aus?
ZB: Ich denke zunächst sollte der Ausgangspunkt sein, dass man anerkennt, dass die traditionellen globalen Konflikte, wie wir sie 200 Jahre lang erlebt haben, zukünftig nicht mehr zählen werden. Die globale Hegemonie einer einzelnen Macht ist nicht mehr länger machbar, selbst wenn es die mächtigste ist. Aber gleichzeitig werden wir mit mehr Konflikten konfrontiert sein, die möglicherweise hohe Risiken bergen. Deshalb muss unsere Antwort darauf viel intelligenter, mannigfaltiger, hoffentlich kollegialer mit anderen wichtigen Staaten abgestimmt sein und eine Art "totaler Konfrontation" vermeiden, wie wir sie in unserer jüngsten Geschichte kannten.
euronews: Das erste Jahr der zweiten Amtszeit eines US-Präsidenten ist immer sehr hoffnungsvoll, denn der Präsident hat viel außenpolitisches Kapital. Er hat volle vier Jahre, um kreativ zu sein und muss sich nicht um seine Wiederwahl sorgen. Wie sollte Obama dieses Kapital anlegen? Was sollten seine Prioritäten sein?
ZB: Ich denke die Prioritäten sind gewissermaßen bereits vorgegeben, etwa durch die Dinge, mit denen wir durch die Konflikte und Spannungen im Nahen Osten konfrontiert sind; nicht nur mit den traditionellen, wie dem zwischen Israel und den Palästinensern, sondern auch der Syrien-Konflikt hat das Potenzial zu weiteren Spannungen zu führen. Er muss sich außerdem mit den Risiken, die vom Iran ausgehen, auseinandersetzen. Wenn man sich die südlichen Grenzziehungen Eurasiens ansieht, von Nord-Korea bis ins Chinesische Meer, Indien und China, Afghanistan und Pakistan, Iran, Irak, Syrien, von Suez bis Ägypten, und dann von Niger bis Mali - wir sind einem ganzen Gürtel potenziell explosiver Umstände ausgesetzt.
euronews: Lassen Sie uns über Europa sprechen. Manche Beobachter sagen, Amerika unter Obama sei europäisch geworden. Das das sollte ich natürlich als Kompliment auffassen, aber es handelt sich natürlich um Sarkasmus. Wir wissen, dass Europa eine Menge Probleme hat, dass in Europa einiges schief gelaufen ist. Aber wir wissen auch, dass Europa Verantwortung und politische Führung gezeigt hat. Ich will Sie folgendes fragen: Gibt es derzeit etwas, das Amerika von Europa lernen könnte?
bleiben sie bei uns :
YouTube: http://bit.ly/z5WTvy

siehe dazu auch:
Der Schlüssel zur Weltherrschaft – die Heartland-Theorie (Post, 05.11.2019)
Deutschland – Russland – USA (Post, 29.09.2019)
Die USA und ihr Tiefer Staat (Post, 24.09.2019)
Der Kampf um die „Weltinsel“ (Mathias Broeckers, broeckers.com, 14.05.2018)
Dreieinhalb Jahre nach Beginn des Krieges in der Ukraine: Ein wenig US-Geostrategie (Post, 24.09.2019)

aus dem Broeckers-Artikel (s.o.)



Warum Halford J. Mackinders geopolitische Thesen von Bedeutung sind
In London, an einem kalten Januarabend im Januar 1904, hielt Halford Mackinder, der Direktor der London School of Economics and Political Sciences, vor den „hingerissenen“ Zuhörern der Royal Geographic Society in der Savile Row einen Vortrag, der den kühnen Titel „Der geographische Drehpunkt der Geschichte“ trug. Sein Referat wies, wie der Präsident der Sozietät bemerkte, „eine Brillanz der Beschreibung“ auf, „wie sie in diesem Saal nur selten erreicht worden ist“.

Mackinder argumentierte, die Zukunft globaler Machtpolitik liege nicht, wie die meisten Briten damals glaubten, in der Kontrolle der Schiffahrtswege des Planeten, sondern in jener der riesigen Landmasse, die er „Eurasien“ nannte. Er stellte Afrika, Asien und Europa nicht als drei verschiedene Kontinente dar, sondern als eine einheitliche „Drehpunktregion“, wie er sagte. Deren breites und tiefes Kernland – 4 000 Meilen vom Persischen Golf zum Sibirischen Meer – war so weit, daß es sich nur von den Rändern in Osteuropa oder den Küstenzonen in den umgebenden Meeren kontrollieren ließ.

Die Entdeckung der Route um das Kap der Guten Hoffnung nach Indien im 16. Jahrhundert, so erläuterte Mackinder, „verlieh der Christenheit die größtmögliche Mobilität der Macht … und umschloß mit ihrem Einfluß die eurasische Landmasse, die bis dahin ihre Existenz bedroht hatte“. Diese größere Mobilität, erklärte er später, gab den Seefahrern Europas „etwa vier Jahrhunderte lang Überlegenheit über die Landbewohner Afrikas und Asiens“.

Das Herzland (the heartland) aber dieser riesigen Landmasse, eine „Angelpunktzone“, die sich vom Persischen Golf durch die russischen Steppen bis zu den Wäldern Sibiriens erstreckte, war nach wie vor das Areal, wo der Hebel für die Herrschaft über die Welt anzusetzen war. Wer das Herzland beherrsche, beherrsche die Weltinsel, schrieb Mackinder später. Wer die Weltinsel beherrsche, befehle der Welt. Jenseits der riesigen Ausdehnung dieser Insel, die beinahe sechzig Prozent der Landmasse des Planeten umfaßte, lag eine weniger bedeutende Hemisphäre, bedeckt von weiten Ozeanen und ein paar kleineren Inseln. Damit meinte er natürlich Australien, Grönland und Nord- und Südamerika.

Für eine frühere Generation der Viktorianer hätten, so führte er aus, die Eröffnung des Suezkanals und der Beginn der Dampfschiffahrt „die Mobilität der Seemacht relativ zur Landmacht“ wesentlich erhöht. Nun aber taten die Eisenbahnen „wahre Wunder in der Steppe“ – hier nahm er Bezug auf ein historisches Ereignis, das allen Zuhörern an diesem Abend wohlvertraut war: das unerbittliche Voranrücken der Geleise der Transsibirischen Eisenbahn von Moskau Richtung Wladiwostok und Pazifik. Solche transkontinentalen Eisenbahnlinien würden, so glaubte er, schließlich die Kosten des Frachtverkehrs zur See unterbieten können und den Hauptakzent geopolitischer Macht landeinwärts verlagern. Am Ende würde der „Drehpunktstaat“ Rußland (in einer Allianz mit einer anderen Festlandsmacht wie Deutschland) „über die marginalen Staaten Eurasiens hinweg expandieren“, was „ungeheure kontinentale Ressourcen zum Flottenbau gestatten [würde]; das Weltimperium wäre damit in Sicht.“

Während der folgenden zwei Stunden, in denen er einen Text vortrug, welcher sich durch seine komplizierte Syntax und durch jene Anspielungen auf die griechisch-römische Antike auszeichnete, die man von einem ehemaligen Oxford-Dozenten erwarten durfte, waren sich die Zuhörer darüber im klaren, daß sie hier Zeugen von etwas Außerordentlichem wurden.
[Alfred W. Mccoy, Herzland und Weltinsel, Lettre international, 120, Frühjahr 2018]
Heartland, attualità di un concetto geopolitico (Emanuel Pietrobon, geopolitica.info, 24.03.2017 – Google-Übersetzer)
USA – Die Heimat von Freiheit, Demokratie und militärisch-industriellem Komplex (Post, 30.04.2016)
- Ein propagandistisches Meisterstück des militärisch-industriellen Komplexes: Die Raketenlücke (Post, 15.03.2015)
- Zbigniew Brzezinski, Die einzige Weltmacht (Post, 28.11.2014)




Während der Lektüre ist man immer wieder versucht, zum Copyright-Vermerk zu blättern: Ist dieses Buch wirklich 1997 erschienen? Es liest sich wie eine brandaktuelle Analyse, welche geopolitischen Triebkräfte die internationale Politik heute bestimmen. Geschrieben hat Zbigniew Brzezinski „The Grand Chessboard“ – wörtlich: „Das große Schachbrett“ – aber vor 18 Jahren! Damals regierte Bill Clinton, der Weltwirtschaft ging es gut, die Bundesregierung bereitete den Umzug von Bonn nach Berlin vor. Islamistischer Terror war noch nicht im allgemeinen Bewusstsein, 9/11 kam ja erst vier Jahre später. Der Ost-West-Konflikt war beendet. Polen, Tschechien und Ungarn bereiteten sich auf den Beitritt zu EU und NATO vor. Man hoffte, dass Russland mit etwas Verspätung ebenfalls zu Demokratie und Rechtsstaat findet und ein Friedenspartner wird.

Schon damals sagte Brzezinski voraus: Die Ukraine wird der Schlüssel sein, für Russlands Zukunft und den Frieden. Denn in der Ukraine entscheide sich, ob Russland sich nach Europa orientiert oder in imperiales Auftrumpfen zurückfällt.

„Allein schon die Existenz einer unabhängigen Ukraine hilft, Russland zu verändern. Ohne die Ukraine hört Russland auf, ein eurasisches Imperium zu sein. Es kann zwar immer noch imperialen Status beanspruchen, würde dann aber in Konflikte mit den zentralasiatischen Staaten verwickelt. Auch China würde sich erneuter russischer Dominanz in Zentralasien entgegenstellen. Wenn Russland aber die Kontrolle über die Ukraine zurückgewinnt, wäre es wieder eine Imperialmacht.“

All die westlichen Hoffnungen, dass Russland sich öffnet und modernisiert, dass es zu einem demokratischen Partner eines demokratischen Amerika wird, sind aus Brzezinskis Sicht davon abhängig, dass Russland den Herrschaftsanspruch über die Ukraine aufgibt.
Entscheidende Jahre exakt prognostiziert

„Wenn Russland sich für Europa entscheidet, liegt es automatisch in seinem Interesse, dass die Ukraine in die europäischen Strukturen aufgenommen wird. Das Verhältnis der Ukraine zu Europa wird zum Wendepunkt für Russland.“

Russland aber, das spürt Brzezinski bereits 1997, wird wohl die andere Richtung wählen – wobei führende russische Denker die Möglichkeiten ihres Landes auf groteske Weise überschätzen. China werde sich erfolgreich modernisieren. Russland wohl nicht. Dann aber fehlen ihm die Ressourcen für Weltmachtstatus. Genau so ist es gekommen. China wird die USA demnächst beim Bruttoinlandsprodukt überholen. Technisch liegt es freilich weit hinter Amerika zurück. Ökonomisch sind die Wirtschaftsräume EU, USA und China jeder für sich rund sieben Mal so stark wie Russland. Die Entscheidung über die Ukraine, das prognostizierte Brzezinski vor 18 Jahren so präzise, als wäre er ein Hellseher, werde in der Dekade von 2005 bis 2015 fallen. Er trifft damit die Wendepunkte „Orange Revolution“ sowie russischer Angriff auf die Krim und die Ost-Ukraine ziemlich exakt. Manche nehmen solche Weitsicht zum Anlass für den Verdacht, Brzezinski habe diese Entwicklung als Strippenzieher mit herbeigeführt. Das wirkt aber weit hergeholt. Er hatte seit Jahrzehnten kein Regierungsamt und steuert auch nicht die US-Geheimdienste.
[Christoph von Marschall, Zbigniew Brzezinski: Rückblick in die Konflikte der Zukunft, Deutschlandfunk, 03.08.2015 – Hervorhebung von mir 😂]
mein Kommentar:
Die Übereinstimmung zwischen Brzezinskis Buch und den tatsächlichen Ereignissen ist purer Zufall! Eins ist mir jetzt sonnenklar: Im Ringen von Weltmächten hat Moral keinen Platz. 

Sonntag, 6. Mai 2018

Verschwörungstheorie: Dem Theaterdonner folgt die Vorwärtsverteidigung

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Neuer Kalter Krieg? - Wie die Ukrainekrise den Frieden in Europa bedroht - Frontal 21 - ZDF {4:57}

Am 10.10.2015 veröffentlicht
Demokratie und Aufrichtigkeit  
http://www.zdf.de Die Ukrainekrise hat die europäische Friedensordnung ins Wanken gebracht. Alte Feindschaften brechen auf - USA gegen Russland. Vertrauen ist zerstört, Abschreckung das Gebot der Stunde. Die Autoren erklären den Ukraine-Konflikt und die dramatischen Folgen für die Region und Europa. Sie waren auf der Krim, in der Ostukraine und in Kiew. Sie befragen Akteure und Strategen in Ost und West - vom Kreml in Moskau über Berlin bis Washington.
Joachim Bartz, Reinhard Laska und Eleni Klotsikas
Russland will wieder mitreden in der Welt. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion war der Kreml abgemeldet - jetzt ist Moskau zurück. Und will auch in den Nachbarländern wie in der Ukraine wieder bestimmen, wo es langgeht.
Die Reaktion der NATO und der USA-Aufrüstung der baltischen Staaten und anderer Bündnispartner: Manöver an der Grenze zu Russland, Hilfslieferungen für die Ukraine. Ost und West stehen sich wieder unversöhnlich gegenüber.
Deutschland als Vermittler
Die Dokumentation zeigt: Die gegenseitigen Schuldzuweisungen haben eine Vorgeschichte.
Schon vor der Ukraine-Krise hat die NATO eine massive Aufrüstung beschlossen, vor allem auf Drängen der baltischen Länder und der USA. Mit dem Kreml vereinbarte Rüstungskontrollen wurden selbst nach Auffassung deutscher Sicherheitspolitiker systematisch unterlaufen, umgangen oder gar nicht erst umgesetzt.
Umgekehrt sah sich Putins Russland bedrängt und bedroht, rüstete gleichfalls massiv auf und schreckte schließlich auch nicht vor der Annexion der Krim zurück. Jetzt haben die USA Militärhilfe für die Ukraine beschlossen, setzen auf einen Sieg Kiews. Im Gezerre zwischen Ost und West versucht sich Deutschland als Vermittler. Doch bislang konnte die Bundesregierung nicht verhindern, dass sich eine neue Kälte in Europa ausbreitet. In der Ostukraine herrscht unterdessen angespannte Ruhe - die Menschen dort fürchten weitere Kämpfe.

Die Anstalt - ZDF - Die Wahrheit über die Ukraine-Krise {5:05}

Am 05.05.2018 veröffentlicht
rem rez  
Kriegstreiber USA

Der Ukraine-Konflikt - Worum geht es wirklich? (Die Anstalt, Monitor) {8:53}

Am 03.09.2015 veröffentlicht
Nihilistible  
Gegen-Sozialismus.jimdo.com
http://gegen-sozialismus.jimdo.com/

ARD: Gabriele Krone-Schmalz zu Russland, Putin, Skripal, Journalismus, falsche Fakten, etc. {3:11}

Am 27.03.2018 veröffentlicht
3D Fragen  
Quelle: ARD (http://www.daserste.de/information/ta...)
Warum versuchen englische, russische, deutsche, amerikanische Politik / Medien den Fall "Skripal" (zufälligerweise kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland) nicht deeskalierend zu lösen?
Sind die Politiker / Medien damit überfordert? Oder ...???
Gibt es auch in der Bundesregierung, in der britischen Regierung, im Journalismus sogenannte „Hardliner“ – und nicht nur in Russland und unter Donald Trump?

zum Umgang mit Gabriele Krone-Schmalz:
- Vom Kampf um Deutungshoheit (Michael Meyen, Medienrealität, 25.04.2018)
- Krone-Schmalz: Ignoranz des Westens rächt sich (Doreen Blask auf ihrer Internet-Präsenz, 29.11.2017)
- Zar Wladimir I. - Was will Putin wirklich? – Deregulierte Wrestling-Show statt sachlicher Diskussion (Post, 04.03.2015)
mein Kommentar:
Das Maischberger-Video im Zar Wladimir-Post erklärt, weshalb Krone-Schmalz bei 1:36 Maischberger etwas schnippisch fragt: »Wollen Sie Zoff oder wollen Sie Gedankenaustausch?«

Willy Wimmer zu Skripal: "Die Briten lügen uns von einem Krieg in den nächsten" {1:14}

Am 05.04.2018 veröffentlicht
RT Deutsch  
Der ehemalige Präsident der OSZE, Willy Wimmer, erklärte zum Skripal-Fall und dem Umgang der Britischen Regierung mit diesem: "Wenn so etwas einer Privatperson, einem Bürger geschieht und seine Regierung würde sich so verhalten wie die britische, würden wir diesen Staat einen Mafiastaat nennen."
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RT Deutsch nimmt die Herausforderung an, die etablierte deutsche Medienlandschaft aufzurütteln und mit einer alternativen Berichterstattung etablierte Meinungen zu hinterfragen. Wir zeigen und schreiben das, was sonst verschwiegen oder weggeschnitten wird. RT - Der fehlende Part.

zu Duma siehe auch:
- OPCW-Vertreter: Chemikalien aus Deutschland und Großbritannien in Duma entdeckt (SputnikNews, 26.04.2018)
- Falscher Text – oder wie ZDF-Korrespondent Hans-Ulrich Gack zurechtgestutzt wurde (Wolfgang Jungmann, NeoPresse, 01.05.2018)
- heute journal – Spurensuche in Duma (ZDF, 22.04.2018, Video verfügbar bis 22.04.2019, 21:45 )
zu Hans-Ulrich Gack siehe auch
- Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis für Nahost-Berichterstatter (NewsRoom, 10.04.2017; Sarkasmus: Seit Golineh Atai 2014 den Preis bekommen hat, ist der für mich kein so tolles Aushängeschild mehr…)
- UN-Inspekteur Scott Ritter: USA erfanden Duma-Vorfall, um Syrien angreifen zu können (RT Deutsch, 05.05.2018)

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2003 war Ritter zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, weil er 2001 online mit einer Polizistin, die sich als Minderjährige ausgegeben hatte, sexuelle Inhalte ausgetauscht hatte.Quelle? Ritter beteuerte seine Unschuld und hielt die Vorwürfe für politisch motiviert.[3]
Im Februar 2009 war er erneut online in Kontakt mit einer Polizistin, die sich als 15-Jährige ausgab. Danach wurde erneut Anklage erhoben und im April 2012 wurde er schuldig gesprochen und zu 1,5 bis 5,5 Jahren Gefängnis verurteilt.[4]
[Scott Ritter, Verurteilung,  Wikipedia, abgerufen am 06.05.2018]
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Seit Ende August oder Anfang September 2010 lief in Schweden ein Ermittlungsverfahren gegen Assange wegen sexueller Vergehen an zwei Schwedinnen.[46]Unterstützer Assanges sehen das Verfahren als Schmierkampagne politischer Gegner an, um WikiLeaks zu schaden. Schwedens zuständige Staatsanwältin (överåklagare in Schweden) Marianne Ny betonte daraufhin im Dezember 2010, keinerlei politischem oder anderweitigem Druck ausgesetzt zu sein.[47]
Einen Tag, nachdem die schwedische Piratenpartei Wikileaks ihre Server in Solna angeboten hatte (s. u.), wurde am 20. August 2010 ein Haftbefehl gegen Assange wegen Vergewaltigung erlassen, am Tag darauf aber wieder aufgehoben, da die Ermittlungsbehörde den Vorwurf der Vergewaltigung als unbegründet ansah. Nachdem bekannt geworden war, dass Assange bei der schwedischen Zuwanderungsbehörde eine dauerhafte Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung beantragt hatte, nahm die schwedische Ermittlungsbehörde – unter der neuen Anklägerin Marianne Ny – am 1. September 2010 ihre Ermittlungen gegen Assange wieder auf,[48] nun wegen „sexueller Nötigung und sexueller Belästigung“.[49] Assange selbst bestritt die Vorwürfe und sprach von „schmutzigen Tricks“ seiner Gegner.[50]
Am 18. November 2010 beantragte die schwedische Staatsanwaltschaft erneut einen Haftbefehl wegen Vergewaltigung, sexueller Belästigung und Nötigung; das zuständige Amtsgericht beschloss einen international wirkenden Haftbefehl. Assange ging in Berufung. Das zweithöchste schwedische Gericht ließ den Haftbefehl bestehen, milderte jedoch den Anklagepunkt der Vergewaltigung auf „minder schwere Vergewaltigung“ ab.[51][52]
[Julian_Assange, Haftbefehl in Schweden und Verhaftung in Großbritannien, Wikipedia, abgerufen am 06.05.2018]
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Als Déjà-vu [deʒaˈvy] (frz. „schon gesehen“) bezeichnet man ein psychologisches Phänomen (psychopathologische Bezeichnung: qualitative Gedächtnisstörung), das sich in dem Gefühl äußert, eine neue Situation schon einmal erlebt, gesehen, aber nicht geträumt zu haben.
[Déjà-vu, Wikipedia, abgerufen am 06.05.2018]
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Die Operationen fanden zwischen 1956 und 1971 statt und sollten als politisch gefährlich eingestufte Gruppen und Individuen diskreditierenüberwachen und zermürben. Von den – teilweise illegalen – Aktionen des FBI betroffen waren dabei sowohl linksgerichtete Parteien (KPUSASocialist Workers Party) als auch Studentenorganisationen (Students for a Democratic Society) und die Bürgerrechtsbewegung (SCLCNAACPCORE).[3][4] Ins Visier geriet auch die Antikriegsbewegung gegen den Vietnamkrieg, wobei teilweise Mitglieder des US-Senats in den Fokus gerieten, die sich kritisch über den Krieg geäußert hatten.[4]
[COINTELPRO, Vorgehen, Wikipedia, abgerufen am 06.05.2018] 
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[USA] - Das großartigste Land der Welt ? {4:59}

Am 08.08.2014777 veröffentlicht
H vJ  
USA -
Das großartigste Land der Welt ?
(Quelle: "the Newsroom")

Good Will Hunting - Warum nicht für die NSA arbeiten?

Am 21.03.2011 veröffentlicht
SpecialOne1978  
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mein Kommentar:
Ich habe mich nach den ganzen Giftgas-Aufgeregtheiten der letzten Wochen gefragt, was wohl als nächstes kommt. Heute morgen erhielt ich die Antwort:
Neues Standbein im Nordatlantik: US-Marine reaktiviert die 2 Flotte - n-tvde {2:47}

Am 05.05.2018 veröffentlicht
Besser Gesund Leben HD  
Neues Standbein im Nordatlantik: US-Marine reaktiviert die 2. Flotte - n-tv.de
Thanks you verry much, like and sub video channel:https://goo.gl/QMrHyb
Die Vereinigten Staaten bauen ihre militärische Präsenz im Seegebiet zwischen der US-Ostküste und Europa weiter aus. Admiralstabschef Richardson kündigt die Rückkehr der legendären Zweiten US-Flotte an. Beobachter sprechen von einem Signal in Richtung Russland.
Die Flottenplaner im Pentagon setzen im Nordatlantik auf neue militärische Stärke: Die US-Marine gab die Reaktivierung der Zweiten US-Flotte bekannt. Der Verband erhalte den Auftrag, Einheiten im Bereich der US-Ostküste und im nördlichen Teil des Atlantiks koordinieren, erklärte US-Admiral John M. Richardson.
Als Navy-Stabschef zeichnet Richardson unter anderem für die Umsetzung der nationalen Verteidigungsstrategie der USA zur See verantwortlich. Die Anfang des Jahres veröffentlichten strategischen Leitlinien enthielten dazu klare Vorgaben, sagte Richardson bei der Ankündi[gung.]

- Neues Standbein im Nordatlantik – US-Marine reaktiviert die 2. Flotte (n-tv, 05.05.2018)
- USA nehmen Zweite Flotte wieder in Betrieb (Der Standard/Reuters, 04.05.2018)
- Wie die Staatspropaganda von ARD und ZDF die gesunkenen Rüstungs­ausgaben Russlands „erklärt“ (Propagandaschau, 03.05.2018)
- Studie: Russische Militärausgaben sinken um 20 Prozent (Der Standard/Reuters, 02.05.2018)
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