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Freitag, 16. August 2019

Der Jemenkrieg und die Medien

oder: 
Mediensprech für diejenigen, die nicht informiert sein 
sondern 
das Gefühl haben wollen, informiert zu sein…
aus dem inzwischen berühmten Vortrag von Prof. Rainer Mausfeld:
Warum schweigen die Lämmer? – Der Mensch im Geflecht von Medien, Manipulation und Macht (Post, 14.07.2016)
übersetzt von mir:
Fehler gehen auf mein Konto!!


Zur Darstellung des Völkermords in deutschsprachigen Online-Medien

Einige der in den deutschsprachigen Online-Mainstream-Medien häufig gebrauchten Formulierungen sind zwar faktisch nicht falsch, haben jedoch Implikationen, die für den Jemenkrieg nicht angemessen sind: Sie lassen wichtige Aspekte ungesagt.

Dafür, dass es sich bei dem Krieg, der seit 2015 im Jemen herrscht, laut den UN um die "größte humanitäre Krise der Welt"1️⃣ handelt, ist dessen Präsenz in den Medien eher gering. Ausgehend von diesem Eindruck, wonach die Berichterstattung über den Konflikt weder quantitativ zufriedenstellend noch inhaltlich adäquat ist, soll hier die Frage gestellt werden: Wie voreingenommen bzw. wie neutral ist die Verbreitung von Informationen über den Jemenkrieg in den deutschsprachigen Mainstream-Online-Medien?

Dazu wäre natürlich eine größere empirische Untersuchung notwendig, die im Rahmen dieses Beitrags nur ansatzweise möglich ist. Im Folgenden liegt mein Fokus auf der Wortwahl, dem Sprachgebrauch – und welche Einstellungen dieser impliziert. Der Rahmen dieses Beitrags ist ein recht enger: Untersucht wurden 10 Onlinemedien mit insgesamt 27 Einzelbeiträgen. Entsprechend der wachsenden Bedeutung der Online-Medien liegt mein Schwerpunkt auf Informationen, die im Internet zu finden sind. Mein besonderes Augenmerk gilt den Standard-Formulierungen, nach denen die Huthis als "vom Iran unterstützte" "Rebellen" gelten, wohingegen die "Regierung" als eine "international anerkannten Regierung" tituliert wird. Auch das Narrativ "Sunni gegen Schia" findet sich in der Hälfte der Hauptmedien. Diese in den deutschsprachigen Online-Mainstream-Medien häufig gebrauchten Formulierungen sind zwar faktisch nicht falsch, haben jedoch Implikationen, die für den Jemenkrieg nicht angemessen sind: Sie lassen wichtige Aspekte ungesagt.

mehr:
- Der Jemenkrieg und die Medien (Cornelia Mayer, Telepolis, 16.08.2019)
siehe auch:
Neusprech aus den Netzwerken der Macht (Post, 18.09.2019)
Wortverdrehungen, Verleugnung und Überraschung… (Post, 17.09.2019)

Drohnenangriff in Saudi-Arabien: Schaltgespräch mit Michael Lüders am 16.09.19 {6:17}

phoenix
Am 16.09.2019 veröffentlicht 
Im Schaltgespräch spricht phoenix-Moderatorin Sara Bildau am 16.09.19 mit Michael Lüders (Sicherheits- und Nahostexperte) über den Drohnenangriff in Saudi-Arabien und die Lage im Jemen.

Geheimdienste und Leitmedien: unbekannte Fakten plus eindeutige Schlussfolgerungen ergeben unvoreingenommenes, faktenfreies Geschwurbel (Post, 09.05.2019)
Verbohrter Kai Gniffke wieder abgewatscht – Chapeau! (Post, 01.05.2019)
Mit deutschen Waffen gegen das Völkerrecht (Wiebke Diehl, Hintergrund, 30.01.2019)
Desinformation über Desinformationskampagnen (Post, 10.10.2018)
Wie Realität hergestellt wird: Ignorieren, Kausalverschiebungen, scheinbare Gewissheiten und Geschichtsklitterung (Post, 05.11.2016)
27 000 PR-Berater polieren Image der USA (Post, 25.06.2014)

Erklärt: Wo der Konflikt im Jemen seinen Ursprung hat {3:50}

DER STANDARD
Am 14.11.2018 veröffentlicht 
In der Geschichte des Jemens folgte ein interner Konflikt auf den anderen. Der Bericht zum Video auf: https://derstandard.at/2000090098665/... Thumbnail: APA/AFP/ESSA AHMED

KenFM im Gespräch mit: Michael Meyen ("Breaking News: Die Welt im Ausnahmezustand") {1:33:58, Start bei 20:00}

KenFM
Am 14.06.2018 veröffentlicht 
Was braucht man für eine gute Fußball-Berichterstattung?
„3 Medienheinis, die mit den Spielern die fünf Antworten auswendig lernen, die auf die drei möglichen Interviewanfragen gegeben werden können.“ Was das Satiremagazin TITANIC hier locker-lässig als Witz formuliert hat, hat einen tieferen Kern. Gescripteter, abgesprochener Journalismus ist bei weitem nicht mehr nur Satire oder ausschließlich im Privatfernsehen zu finden. Vorgegebene, diktierte Meinungsmache ist real und begegnet uns beim Medienkonsum Tag für Tag.
Längst hat sich auch der politische Journalismus von der Wirklichkeit verabschiedet. Die Realität und unsere Haltung zu Putin, Trump, Kim und Merkel entstehen nicht einfach so, sie werden gemacht – und zwar von dem, was Presse- und PR-Agenturen schreiben und vor allem: was sie nicht schreiben.
Wie funktioniert das? Was muss seriöser Journalismus eigentlich leisten und wie unterscheidet er sich von klassischer Public Relations? Michael Meyen, ehemaliger Journalist und aktuell Kommunikationswissenschaftler an der LMU München, geht diesen Fragen auf den Grund.
In seinem Buch „Breaking News: Die Welt im Ausnahmezustand – Wie uns die Medien regieren“, beschreibt er, wie Werbung, Medien und Journalisten um unsere Aufmerksamkeit buhlen. Er erklärt, wie einseitig die Gebührenzahler bei politischen Geschehnissen informiert werden und wie das große Theater, das uns tagtäglich von Tagesschau bis Weltmeisterschaft präsentiert wird, funktioniert. Er macht aber auch klar, dass wir uns mittels Achtsamkeit, Gehirn und eigenständigem Denken von diesen Manipulationen befreien können.
Haben wir erst einmal durchschaut, welche Rolle die Protagonisten auf der Theaterbühne des Journalismus spielen, welcher Journalist mit welchem Gehaltszettel eine Nachricht zur herrschenden Meinung und letztlich zu unserer eigenen Meinung macht, werden die Zusammenhänge klarer: Das Misstrauen steigt und die vielen Manipulationen verpuffen wie ein Abstoß ins Abseits.
Üben wir uns in Achtsamkeit. Lernen wir, die Dinge zu verstehen. Bestehen wir auf Transparenz. Und sehen wir die Weltmeisterschaft in Russland als eine Art Übung in Medienkompetenz. Auch das ist ein Weg zum Frieden.
5:0 für Russland. Vorhang auf.
Inhaltsübersicht:
0:06:24 Werbung muss sexy sein, Nachrichten auch
0:12:43 Sport –eine politische Bühne
0:22:03 Wirkung und Funktion von Journalismus, Presse & PR
0:30:40 Die Nachfrage nach PR-Jobs steigt
0:41:16 Was andere Journalisten über den aktuellen Zustand der Medien denken
0:54:03 Kontaktschuld und der "Raum des Sagbaren"
1:06:28 Der Kampf um die Deutungshoheit
1:15:43 Das Idealbild von Journalismus in einer demokratischen Gesellschaft
1:26:32 Medien und Terrorismus
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Wie Realität hergestellt wird: Ignorieren, Kausalverschiebungen, scheinbare Gewissheiten und Geschichtsklitterung (Post, 05.11.2016)
27 000 PR-Berater polieren Image der USA (Post, 25.06.2014)
aktualisiert am 27.09.2019
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Dienstag, 18. Dezember 2018

Die Stellvertreterkrieger

Für die „größte Katastrophe der Gegenwart“, die Auslöschung des Jemen in fremdem Auftrag, ist auch Deutschland mitverantwortlich.

Endlich Friedensaussichten für den fast völlig zerstörten Jemen? Die Tagesschau verströmte am 6. Dezember eine große Portion Optimismus in einem noch größeren Paket Falschinformation. Die Aufnahme von Friedensgesprächen in Stockholm unter Leitung des UN-Vermittlers Martin Griffiths bot ausreichend Gelegenheit, das mörderische Geschehen im Jemen und die ihm zugrunde liegenden Interessen wieder einmal gründlich zu vernebeln (1).

Freilich, lieber Nachbar, man soll von unserer Qualitätsjournaille nicht verlangen, den „Nachrichtenwert“ eines Vorberichts über einen anstehenden CDU-Parteitag für weniger wichtig zu halten als den längst und dringend erwarteten Beginn von Jemen-Friedensverhandlungen. Zwar sollte in Hamburg erst am Folgetag die Merkel-Nachfolge geregelt werden, aber: Was für die Kanzlerinnenpartei wichtig ist, hat selbstverständlich auch schon 24 Stunden vorher für ARD-aktuell Vorrang vor allem anderen. Wo kämen wir sonst hin?

Inzwischen wissen wir‘s: Dem Sprechblasenautomat im einreihig geknöpften Hosenanzug folgt ein zweireihig geknöpfter. Der Rest ist Jacke wie Hose.

Bleiben wir lieber bei dem Ereignis in Stockholm. O-Ton Tagesschau, 20 Uhr:

„Nach jahrelangem Krieg im Jemen haben heute Friedensgespräche in Schweden begonnen. UN-Vermittler Griffiths sprach zum Auftakt der Beratungen von Regierung und Huthi-Rebellen von einem Meilenstein. Erst im Herbst waren Friedensverhandlungen in Genf geplatzt. 2015 hatten die Kämpfe im Jemen begonnen. Die Regierung wird von einer saudisch geführten Koalition unterstützt. Sie kämpft gegen Huthi-Rebellen, die mit dem Iran verbündet sind. Bislang wurden allein etwa 9.500 Zivilisten getötet“ (2).

Sprecherin Linda Zervakis liest nur vom Teleprompter ab, was ihr die ARD-aktuell-Redaktion aufgeschrieben hat: Bockmist, Neudeutsch: Bullshit.

Immerhin wird im Reporterbericht, der sich an die Studiomeldung anschließt, etwas Hoffnung generiert, sogar hinsichtlich Tagesschauqualität: Nämlich, dass sie eines schönen Tages doch noch seriös über diesen Völkermord berichten könnte. Reporter Christian Stichler zelebriert die objektiv richtige Neuigkeit, dass gleich zu Beginn der Gespräche in Stockholm ein Gefangenenaustausch vereinbart worden sei.

Du fragst dich, was an der Studiomeldung zuvor so falsch war? Komm, lieber Nachbar, setz dich erst mal. Dann sagen wir dir das Schlimmste zuerst: In diesem Krieg sind in den vergangenen drei Jahren nicht „etwa“ 9.500 Zivilisten getötet worden. Von mindestens 56.000 Kriegstoten schreibt Telepolis (3), die Los Angeles Times meldet „zehntausende Kriegstote“ (4), und in Information Clearing House ist gar von „mehr als 85.000 getöteten Kindern“ zu lesen (5).

mehr:
- Die Stellvertreterkrieger ( Friedhelm Klinkhammer, Volker Bräutigam , Rubikon, 18.12.2018)
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Sonntag, 17. Juni 2018

Jemen

Die Jemen-Krise ist eine Mischung interner Konflikte konfessioneller und politischer Natur, die seit Anfang des 21. Jahrhunderts im Jemen stattfinden. Derzeit ist das Land von zwei Aufständen betroffen: dem der salafistisch-dschihadistischen al-Qaida auf der arabischen Halbinsel und den angeschlossenen Gruppen seit 2001 und dem 2004 durch die Huthi ausgelösten Huthi-Konflikt.[1][2]
Die jemenitische Krise intensivierte sich als Jemenitische Revolution 2011–2012, die als Teil des Arabischen Frühlings das diktatorische Regime Ali Abdullah Salihs von der Macht entfernte.[3][4][5] Nachdem Salih Anfang 2012 als Teil einer zwischen der jemenitischen Regierung und Oppositionsgruppen vermittelten Vereinbarung zurücktrat, bemühte sich die vom bisherigen Vizepräsidenten Abed Rabbo Mansur Hadi geführte neue Regierung, die turbulente politische Landschaft des Landes zu vereinigen und die Bedrohungen durch Militante wie al-Qaida und die seit Jahren aufständischen Huthis unter Kontrolle zu bringen.[6][7] 2014 nahmen die Huthi die Hauptstadt Sanaa ein und zwangen Hadi, eine Einheitsregierung mit anderen Gruppen zu bilden, während die Hauptstadt stark terroristischen Operationen von al-Qaeda ausgesetzt war. Nach die Verhandlungen mit anderen Gruppen, unter anderem der sunnitischen al-Islah scheiterten, übten die Rebellen weiterhin starken Druck auf die geschwächte Regierung aus, sodass der Präsidentenpalast und die private Residenz des Präsidenten Ziel von Angriffen blieben. Hadi erklärte im Januar 2015 zusammen mit seinen Ministern seinen Rücktritt, was vom jemenitischen Parlament zurückgewiesen wurde. Im folgenden Monat erklärten die Huthis ihre Kontrolle über die Regierung, lösten das Parlament auf und installierten ein Interim-Revolutionskomitee unter der Führung von Mohammed Ali al-Huthi, Vetter des Huthi-Führers Abdul-Malik al-Huthi.[8][9]
Der Südjemen-Aufstand endete im März 2015 und mündete in den Jemenitischen Bürgerkrieg. Am 25. März 2015 begann die Militärintervention im Jemen 2015. Sie wird von Saudi-Arabien geleitet, die anderen daran beteiligten Staaten sind ÄgyptenBahrainJordanienKatarKuwaitMarokko, der Senegal, der Sudan und die Vereinigten Arabischen Emirate. Die erste Phase der Militärintervention hieß Operation Decisive Storm, die von der Operation Restoring Hope abgelöst wurde.
[Jemen-Krise, Wikipedia, abgerufen am 17.06.2018]
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Jemen - Die Welt schaut weg / Dokumentation ARTE {50:59}

Am 27.03.2018 veröffentlicht 
Paul Homm
Doku 2017/18
10.000 Todesopfer, 300.000 Umsiedlungen und zwei Millionen Flüchtlinge - so lautet nach drei Kriegsjahren in Jemen die schreckliche Bilanz. Den Vereinten Nationen zufolge erlebt der Staat im Süden der Arabischen Halbinsel zurzeit die schlimmste humanitäre Krise seit Ende des Zweiten Weltkriegs. Und doch weiß man fast nichts über diesen Krieg, der sich quasi hinter verschlossenen Türen abspielt. Die Konfliktparteien schotten das Land ab und verwehren der Welt den Blick auf die tatsächliche Situation. "Jemen - Die Welt schaut weg" gibt erstmals erschreckende Einblicke in die Realität des kriegsversehrten Landes, in dem Bomben, Kämpfe, Hungersnöte und Choleraepidemien ihre grausamen Spuren hinterlassen haben. Die Reporter fuhren von Aden im Süden des Landes bis ins nördlichere Sanaa und überquerten dabei auch die dazwischenliegende Frontlinie bei Tais. Begleitet wurden sie von Peter Maurer, dem Präsidenten des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, der als einer der wenigen Menschen durch das Land gereist ist und der internationalen Gemeinschaft von der kritischen Lage berichtet hat. "Jemen - Die Welt schaut weg" zeigt ein vom Bürgerkrieg zerstörtes Land, das den regionalen Mächten als Spielball dient und von der internationalen Gemeinschaft völlig vergessen wird.  
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siehe auch:
- Der Krieg im Jemen droht außer Kontrolle zu geraten (Florian Rötzer, Telepolis, 21.04.2015)

Todenhöfer im Exklusiv-Interview mit RT: "Die USA wollen den IS nicht wirklich besiegen" {46:37}

Am 13.06.2016 veröffentlicht 
RT Deutsch
Der Publizist und ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete Jürgen Todenhöfer im Exklusiv-Interview mit RT Deutsch zu seinem Film „Inside IS“ und seinen Erfahrungen beim „Islamischen Staat“. Dabei verrät Todenhöfer, welche Botschaft er mit seinem Film vermitteln möchte und warum die USA aus geopolitischen Motiven den IS nicht wirklich besiegen wollen. Zudem geht er auf seine Erlebnisse in Afghanistan unter sowjetischer und US-amerikanischer Besatzung ein, diskutiert die Frage, ob man mit der Extremistenmiliz IS Frieden schließen kann und welche Lösungsansätze er zur Beilegung des Syrien-Konflikts sieht.
Todenhöfer ist es als erstem und bislang einzigem westlichen Journalisten gelungen, die Gebiete des „Islamischen Staat“ zu bereisen und lebend wieder zu verlassen. Mehr auf unserer Webseite: https://deutsch.rt.com/
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Jürgen Todenhöfer sagt die Wahrheit über den IS-Terror {51:01}

Am 28.11.2016 veröffentlicht 
Inside CIA TV
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Montag, 9. Mai 2016

US-Bodentruppen auch im Jemen im Einsatz

Die US-Regierung weitet Schritt für Schritt die militärischen Interventionen in der Region aus
Es ist das letzte Jahr der Amtszeit von Barack Obama, der einst angetreten war, die von den USA geführten Kriege zu beenden, die unter Bush errichteten illegalen Praktiken wie Folter, Verschleppung und unbegrenzte Inhaftierung (Guantanamo) zu stoppen und gar auf eine atomwaffenfreie Welt hinzuarbeiten. Überall konnte Obama, der militärstrategisch von Bodentruppen auf den Drohnenkrieg und Einsätze von Spezialtruppen mit gezileten Tötungen auch in Nichtkriegsländern umsattelte, seine Ziele nicht durchsetzen.

Mittlerweile kochen die Konflikte mit Russland und auch China hoch, hat ein neues nukleares Wettrüsten begonnen, werden die Taliban in Afghanistan stärker und weiten sich die Einflussgebiete von al-Qaida und Islamischer Staat über Jemen, Syrien und den Irak hinaus in die ganze Region und Afrika aus.

Im Irak und seit kurzem auch in Syrien sind US-Soldaten auch wieder am Boden in Kampfeinsätzen tätig, möglicherweise auch schon in Libyen. In Afghanistan sind noch 9800 US-Soldaten stationiert, die schon seit letztem Jahr, wie in Kunduz offenbar wurde, nicht nur afghanische Truppen trainieren und beraten, sondern in Kampfeinsätzen tätig sind. Wie am Freitag bekannt wurde, wurden vor zwei Wochen erstmals wieder US-Soldaten in den Jemen verlegt.

mehr:
- US-Bodentruppen auch im Jemen im Einsatz (Florian Rötzer, Telepolis, 09.05.2016)

mein Kommentar:
Das sollte Putin versuchen, da wäre was los!

siehe auch:
Able Archer 83: "Um Haaresbreite" (Post, 13.11.2015)
Fundgrube – Helmut Schmidt: Wie gefährlich ist Amerika? (Post, 29.08.2015)
»Für den Frieden der Welt geht von Russland heute viel weniger Gefahr aus als etwa von Amerika. Das können sie ruhig so drucken.«
Der Ukraine-Konflikt 6 – Wer stoppt die USA? (Post, 25.04.2014)
- Das Gebaren einer Großmacht im Niedergang (Post, 04.02.2008)

»Ich habe [den italienischen Verteidigungsminister] so verstanden, dass die Anwendung von Gewalt nur dann als legitim gilt, wenn sie auf der Grundlage einer Entscheidung der NATO, der EU oder der UNO basiert. Wenn er das tatsächlich meint, dann haben wir verschiedene Standpunkte. Oder ich habe mich verhört. Legitim ist eine Anwendung von Gewalt nur dann zu nennen, wenn ihr ein UNO-Beschluss zu Grunde liegt. Und man darf die UNO nicht durch die NATO oder die EU ersetzen. […]
Die Menschheitsgeschichte kennt natürlich auch Perioden monopolaren Zustandes und des Strebens nach Weltherrschaft. Alles war schon mal da in der Geschichte der Menschheit. Aber was ist eigentlich eine monopolare Welt? Wie man diesen Terminus auch schmückt, am Ende bedeutet er praktisch nur eines: es gibt ein Zentrum der Macht, ein Zentrum der Stärke, ein Entscheidungs-Zentrum.
Es ist die Welt eines einzigen Hausherren, eines Souveräns. Und das ist am Ende nicht nur tödlich für alle, die sich innerhalb dieses Systems befinden, sondern auch für den Souverän selbst, weil es ihn von innen zerstört.
Das hat natürlich nichts mit Demokratie gemein. Weil Demokratie bekanntermaßen die Herrschaft der Mehrheit bedeutet, unter Berücksichtigung der Interessen und Meinungen der Minderheit.
Nebenbei gesagt, lehrt man uns - Russland – ständig Demokratie. Nur die, die uns lehren, haben selbst, aus irgendeinem Grund, keine rechte Lust zu lernen.
Ich denke, dass für die heutige Welt das monopolare Modell nicht nur ungeeignet, sondern überhaupt unmöglich ist. Nur nicht, weil für eine Einzel-Führerschaft in der heutigen, gerade in der heutigen, Welt weder die militärpolitischen, noch die ökonomischen Ressourcen ausreichen. Aber was noch wichtiger ist – das Modell selbst erweist sich als nicht praktikabel, weil es selbst keine Basis hat und nicht die sittlich-moralische Basis der modernen Zivilisation sein kann.«
 [aus der Rede Putins vor der Münchner Sicherheitskonferenz, Februar 2007]
Jemen - Eine Republik der Stämme - Mit offenen Karten [10:42]

Veröffentlicht am 24.04.2013
Der Jemen, ein armer, landwirtschaftlich geprägter Staat mit hohem Bevölkerungswachstum und eine Art „Republik der Stämme" mit einem sunnitischen Süden und einem schiitischen Norden, ist Schauplatz terroristischer Anschläge und liegt an einer der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt.

Land Grabbing und die Folgen für Afrika (Arte 'Mit offenen Karten') [11:47]

Veröffentlicht am 23.04.2016
Erstausstrahlung: 26.04.2014

Nestle - Das dreckige Geschäft mit dem Wasser der 3. Welt [Dokumentation] [44:47]

Veröffentlicht am 20.03.2013
Einer von vielen Skandalen der Firma Nestle. Ekelhafte Machenschaften die verbreitet und deren Produkte boykottiert werden müssen...

Huehner fuer Afrika - Vom Unsinn des globalen Handels [43:01]

Veröffentlicht am 23.01.2015
....die Länder der sog. ersten Welt sind Schuld, dass die afrikanischen Länder auf keinen grünen Zweig kommen.
Und wir wundern uns, dass die sich in Boote setzen und versuchen nach Europa zu schippern...
Aber die Gutmenschen Europas demonstrieren nicht gegen den perversen Freihandel mit Afrika... nein... sie demonstrieren gegen die Gruppen die versuchen die Verursacher dieser Misere zu verjagen...
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Vergiftete Geschenke - Wie die EU Afrika in die Armut treibt [1:36:34]

Veröffentlicht am 19.03.2015
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Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet | Jean Ziegler, Globalisierungskritiker [10:06]

Hochgeladen am 20.11.2011
» Ein Kind, das heute an Hunger stirbt, wird ermordet. « Jean Ziegler
Nicht gehaltene Rede zur Eröffnung der Salzburger Festspiele 2011

Video-Quelle: http://youtu.be/cNxthf5hKEc
siehe auch: http://youtu.be/IN7kWoyGGi4


eine Nachricht vom Video-Ersteller:

Verehrte Freunde und Besucher!
Anläßlich der Eröffnung der Salzburger Festspiele wurde der Schweizer Soziologe und Globalisierungskritiker Jean Ziegler gebeten die Eröffnungsrede zu halten. Doch kurz zuvor wurde er prompt wieder ausgeladen mit der unbewiesenen Behauptung er pflege enge freundschaftliche Beziehungen zu dem lybischen Staatschef Muammar Al Gaddafi. Er selbst bestreitet diese Vorwürfe jedoch vehement und mutmaßt hinter diesem Komplott die wahren Drahtzieher die auch die Salzburger Festspiele sponsern: Nestlé und Crédit Suisse. So wußte es die Berliner Zeitung zu berichten und solange glaubwürdige Stellungsnahmen ausbleiben muß dies als Vermutung stehen bleiben. Macht euch dazu eure eigenen Gedanken.
Als ich diesen Text hier zum ersten Mal las liefen mir Tränen des Zorns und des Mitgefühls über die Backen und auch als ich schließlich das Mikrofon einschaltete konnte ich diese Emotionen nicht unterdrücken. Ich hoffe ich konnte mit diesem kleinen Beitrag zum Erreichen einer gerechteren Gesellschaft auch euch ein wenig sensibilisieren.
An Alle die denken dies könne uns und hier nicht passieren: bedenkt wie sich die Schere zwischen Arm und Reich in unserem eigenen Land seit den Wiedervereinigung weiter geöffnet hat, die Kluft größer geworden ist. Der Mittelstand, einst der Motor einer gerechten Verteilung und des Wohlstandes, ist auf einem historischen Tiefststand angelangt und sehen könnt ihr das jeden Tag in euren Innenstädten die längst von einigen wenigen Großkonzernen übernommen wurden. Die scheinbare Vielfalt in den Supermärkten ist eine tödliche Illusion! Ohne Konzerne läßt sich diese Welt kaum noch steuern, aber ausschließlich mit ihnen auch nicht!
LG QueenOfUnimatrixZero

Alle Bilder welche nicht dem Public Domain Pool oder der Creative Commons entnommen wurden fallen unter das in Deutschland verbriefte Zitatrecht, in den USA unter Fair Use.

Die Rede Jean Zieglers kann für 2.50 €uro beim Ecowin Verlag Salzburg bestellt werden. Diese Vorlage wurde der Berliner Zeitung entnommen
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